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Elaimandraia

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Elaimandraia

Beitrag von Elaimandraia am Mi März 25, 2015 6:09 pm

Name des Erstcharakters: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] (Rakshuk Fladrak)
andere Charaktere:

Name dieses 7. Charakters: Meisterin Elaimandraia Edarus

Alter: 30 Jahre (Höchstalter: 130 Jahre)
Rasse: Engel
Zugehörigkeit: Licht
Herkunft: Anima

Aussehen:

Lichtkugel: gelb, mit dunkelgrauen Flügeln, so groß – oder klein -  wie ein Stecknadelkopf

Haarfarbe: rot
Augenfarbe: gold
Hautfarbe: hell/weiß
Flügelfarbe: dunkles Grau
Flügelspannweite: 5m, jeder Flügel also 2,50m lang
Körpergröße: 1,64m

Mimik: freundlich
Gestik: ruhig, fließend, geschmeidig
Stimme: warm, ruhig, sanft/weich, klar, melodiös, Tonart: von Alt zu Sopran
Schmuck: keinen

Wie im Kampf ist natürlich auch bei ihrer normalen Fortbewegung keine Regung überflüssig und alle sind geschmeidig und fließend. Ihre Muskeln sind sehr stark, aber gleichzeitig weich und elastisch, statt verhärtet zu sein. Sie steht auch oft so ruhig, dass man sich fragen mochte, ob sie nun eine Statue, oder doch lebendig war. Mit ihrer aufrechten Haltung strahlt sie Selbstsicherheit und Kraft aus.

Die Haut Elaimandraias ist hell und weich mit einer leichten Bräune, die ihr gesundes Äußeres noch unterstreicht. An den Armen, dem Bauch und den Beinen zeichnen sich Muskeln ganz leicht ab.

Während der Zeit in Meister Roheliels Schule gewannen ihre Augen endgültig an Klarheit, das Grau darin wich einem reinen Weiß. So hatten die Augen auch einen strahlenden, fröhlichen und freudvollen Ausdruck und einen gesunden Glanz. Ihr sanfter Blick war warmherzig und doch konnte er so manchem Wesen Angst machen, schien er doch auf seltsame Weise wissend. Hinzu kam gewiss die ungewöhnliche goldene Färbung der Iris, die aber auch die Wärme ihres Schauens unterstrich. War ihr Gesicht im Schatten oder unter einer Kapuze wirkten ihre Augen jedoch eher hellbraun, oder braun.

Die reichlich vorhandene rote Haarpracht war im Einzelnen eher fein, denn dick gewachsen. Elaimandraia trug sie gerne lange und zu einem Pferdeschwanz hoch oben am Hinterkopf zusammengebunden. Da und dort flocht sie auch einen Zopf zur Zierde.


KLEIDUNG:
Elaimandraia folgte ursprünglich den Vorstellungen der Engel Animas. Auch heute trug sie noch gerne helle Stoffe und mochte die schimmernden Rüstungen, die das Licht der Sonne wiedergaben. Jedoch hüllte sie sich mittlerweile liebend gerne in für Engel sicherlich überraschend dunkle Stoffe. „Der Schein trügt.“ – war eine Lektion, die sie unter anderem Vermitteln wollte. Eine andere war, „Auch im Dunkel ruht ein Licht.“

So wunderte sich keiner der Elaimandraia kannte über ihre Farbwahl. Was höchstens die Verkäufer wussten, wählte sie dunkelrote oder schwarze Unterwäsche und Socken.
Dagegen konnte jeder sehen, dass ihre geschnürte Faltenrock-Hose schwarz war. Hierbei wurden die breiten Bänder der Hinterseite nach vor gezogen und gebunden, die der Vorderseite nach hinten geführt, überkreuzt und wieder nach vor gebracht, ehe sie gebunden wurden. Hinten war die Hose ein wenig mit hartem Stoff erhöht, von dort gingen auch die Bänder aus.
Gleichfalls konnten die anderen sehen, dass sie für gewöhnlich eine dunkelrote Tunika trug, die sie üblicherweise in die Hose, die an der linken und rechten Seite eine weite Öffnung hatte, steckte. So konnte man auch an dieser Stelle ihre Tunika sehen, die unterhalb dieser Blickfenster, jedoch oberhalb der Knie endete. Darüber trug sie eine gleichfalls schwarze Jacke, die mit einer Schnürung innen und einer weiteren außen an Ort und Stelle gehalten wurde.
Über allem trug sie meist einen weiten, wallenden und warmen Kapuzenumhang in schwarzer Farbe mit dunkelroter Borte, der sie gut vor Regennässe bewahrte.
Zudem verbarg oft ein schwarzes, oder dunkelrotes Kopftuch Haare und Gesicht.


RÜSTUNG:
Die Schwertscheiden waren so schwarz wie die beiden fingerbreiten Stoffbänder, mit denen sie jeweils befestigt wurden. Um die Hüften schlang sie ein dunkelrot gefärbtes Leder, das vorne drei Platten, an der linken und rechten Seite je eine Platte und hinten zwei Platten hatte. Am Oberkörper trug sie einen schwarzen Brust- und Bauchschutz, der am Rücken und über die Schultern hinweg geschnürt wurde. Dunkelrot gefärbte Lederschultern und Rückenschutz einten sich mit einem schwarzen Halsschutz. Am Kopf sollte ein schwarzer Helm, durch dessen kleine Öffnung am Hinterkopf ihr Haar geführt werden konnte, für ausreichend Schutz sorgen. Sie trug weiche schwarze Lederschuhe für mehr Fußfreiheit, doch ihre starken schwarzen Handschuhe und die von der Kleidung verborgenen dunkelroten Lederschützer für Schienbeine, Waden und Unterarme sollten sie ein wenig vor Verletzungen bewahren.

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derzeit im Stauraum (siehe Magie):
- Bogen
- Köcher
- Reisetasche
- frei
- frei


Beruf:
Ihr Vater lehrte sie die Kampfkunst, damit sie Kriegerin würde.
Und das Große Licht erwählte sie zur Schutzengelin Takaryns.
Die Geschichte in Crepererum nahm jedoch ihren Lauf und so wandelte sich der Wille des Gottes und Dragor, ein Unlicht, wurde zum neuen Schützling Elaimandraias - die Wege des Lichts sind unergründlich.


Waffen:
Sie lernte von Kindheit an den Kampf mit dem Einhandschwert, ebenso jenen mit dem Halbschwert – dessen Länge größer ist als jene eines Langdolches, doch kleiner als die eines Einhandschwertes. Sie kämpfte auch mit Schwert und Halbschwert gemeinsam, wobei sie sich darin übte beides beidhändig bzw. das Schwert links und rechts, sowie das Halbschwert links und rechts führen zu können. Obwohl sie auch im waffenlosen Kampf sehr gut ist, zieht sie den Kampf mit Klingen vor. Ebenso lernte sie den Umgang mit dem Bogen, erreichte dabei jedoch nur ein Mittelmaß an Geschick.



Magie: Ja

1. Magiespeichern und Magieabgeben (nach Bedarf)

2. ungesteuerter Traum (für Körperkontakt, Klingen und Pfeil) (je nach Gefährlichkeit des Treffers)
3. ungesteuerter Mana-Raub (für Körperkontakt und Klingen) (weniger als für „Traum“ verbraucht)
Details zu 2. und 3.:
Ihrem großen Wunsch entsprechend, die Wesen zu schützen, kann sie zwar mit ihrem Körper oder den Klingen Angriffe abwehren, wann immer sie jedoch selbst zuschlägt und trifft, erfährt der Körper des Gegners keine Verletzungen, sondern „Müdigkeit“ und gegebenen Falles den Verlust von Mana.

Gleiches gilt, wenn sie einen Pfeil auf jemanden abschießt. Er löst sich im Laufe des Fluges auf und wird zu „Energie“. Diese wiederum lässt ihren Gegner müde werden. Je näher sie dabei einem tödlichen Punkt kommt, desto stärker ist dieser Ermüdungseffekt. Dies kann so weit gehen, dass der Getroffene nach wenigen Augenblicken einschläft. Mana kann sie jedoch auf diese Weise nicht rauben. Da der Pfeil sich in Energie wandelt und als solche im Körper des Gegners vergeht, hat sie natürlich keine Möglichkeit ihre Pfeile wieder einzusammeln. Sprich, jeder Schuss ist und bleibt ein Pfeil weniger.

Dieses Geschehen (bezüglich der Müdigkeit und des Manaraubes) kann Elaimandraia nicht beeinflussen, da es sich um einen von ihr unbewusst ausgeführten Ablauf handelt. Jedoch spürt sie, wie dies wieder und wieder an ihrem Manavorrat zehrt.

Sollte sie irgendwann kein/zu wenig Mana haben, so würde auch der Traum-Zauber wegfallen. In dem Falle würde sie natürlich auch ihre Gegner verletzen. Jedoch achtet Elaimandraia darauf und würde dann bewusst auf Verteidigung umstellen und versuchen sich zu entfernen. Notfalls würde sie auch als Lichtkugel flüchten. Sie würde niemals jemanden bewusst verletzen.

Zugleich kommt es jedoch im Nahkampf zum Mana-Raub, so dass ein Teil des Manas von einem magisch begabten Gegner wieder aufgefüllt wird und jener Magier auch auf diese Weise erschöpft wird. Im Fernkampf, also zB beim Bogenschießen, erhält sie kein Mana zurück.

Ihrer Eigenart entsprechend, scheinen die Waffen, die Elaimandraia führt, im Kampf zu singen. Mit anderen Worten, die Magie liegt nicht in den Waffen, sondern geht von ihr selbst aus.

Die Klingen leuchten blau auf, wenn sie den Gegner treffen. Dabei werden sie vom festen Stoff zu reiner Energie. So hinterlassen sie keinerlei Verletzung, doch ihr Wirken sorgt für Müdigkeit im getroffenen Körperbereich und letztlich für das getroffene Wesen als solches.

Die Schwerter materialisieren sich jedes Mal, sobald sie den Körper verlassen und verlieren dabei auch ihr blaues Leuchten.

Bei diesem Wechsel, zur und von der Energie, entsteht das „Singen“ bzw. die „Musik“. Es mag an kleine Schellen oder Glöckchen erinnern.

Da die Klingen jedoch für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde beim aufeinanderprallen der Waffen, oder bei Waffe auf Schild, oder anderen Gegenstand, sozusagen unsicher sind, worauf sie schlagen, entsteht auch hier ein minimales Leuchten und die „Musik“ der Klingen für den Hauch eines Bruchteils einer Sekunde.

Der Bogen selbst bleibt immer wie gewöhnliches Holz, wenngleich ein reichlich schön verziertes und edles Holz. Es ist der an sich ganz gewöhnliche Pfeil, der sich auflöst, wie ein schmaler blauer Lichtstrahl auf das Ziel zustrebt und sich in dieses in Form von Energie versenkt, um danach nie mehr aufzutauchen.

Der getroffene Körperteil bleibt unverletzt, doch er ermüdet. Es kommt in diesem Fall zu keinem Mana-Raub. Jeder Pfeil kostet wenig Mana. Je näher der blaue Lichtpfeil an eine eigentlich tödliche Stelle gerät, desto stärker ermüdet der Gegner.

Im Falle des waffenlosen Kampfes entsteht das blaue Leuchten nur zwischen der Fläche ihres Körpers und der Fläche des gegnerischen Körpers, wo diese aufeinander prallen. Statt einer Schmerzwelle, kommt es zu einer Welle an Müdigkeit. Hierbei entsteht keine „Musik“, da ihr Körper seine feste Form stets beibehält. Der Kontakt kostet jedoch auch hier stets ein wenig Mana.

Sollte sie auf einen Magiebegabten treffen, so würde auch hier Mana zu ihr zurück fließen, also Mana-Raub geschehen. Auch hierbei erhält sie weniger Mana als sie verbraucht hat.

4. Anti-Flügel (Manakosten: gering)
Details:
Beim Wegzaubern dematerialisieren sich die Flügel in kürzester Zeit. Hierbei wird etwas Mana verbraucht.
Beim Auflösen des Zaubers, materialisieren sich die Flügel wieder. Auch das kostet jedoch etwas Mana.

5. Schild für bis zu 5 andere Personen (Manakosten: gering bis hoch, stetig)
Details:


  • Sie kann wählen welche und wie viele Personen sie unter den Schutz ihres magischen Schildes stellt.
  • Sie kann die Anzahl jederzeit erhöhen oder verringern, ohne bereits gewählte zu verlieren.
  • Um jemandem ihren Schutz zu geben, muss sie die Person sehen.
  • Um jemandem ihren Schutz zu nehmen, muss sie es nur wollen.
  • Die geschützte Person verliert den Schutz, wenn Elaimandraia keine Möglichkeit mehr hätte, sie zu sehen, selbst wenn keinerlei Sichthindernis bestünde - da der Abstand dann zu groß ist. Soll heißen, ist die Person in einem Nebenraum und sie hatte VORHER als noch direkter Sichtkontakt bestand, einen Schutzschild errichtet, so bleibt der Schild bestehen. Wird die Person jedoch so weit von ihr entfernt, dass sie "bis zum Horizont" keinen Sichtkontakt herstellen könnte, selbst wenn kein Sichthindernis gegeben wäre, verfällt der Schutzzauber.
  • Manakosten, stetig, für die Dauer des Zaubers:
    - bei einem Schild: gering
    - bei zwei Schilden: zwischen gering und mittel
    - bei drei Schilden: mittel
    - bei vier Schilden: zwischen mittel und hoch
    - bei fünf Schilden: hoch


6. Stauraum (wenig Mana, nur beim Öffnen und Schließen des Raumes)
Details:
Wenn sie die beiden Schwerter zusammenbindet, dass sie wie ein Päckchen sind (das also zusammenhält), so zählen die beiden Schwerter als ein Gegenstand.
Wenn sie etwas in ihren Umhang wickelt, zählt dies zusammen als ein Gegenstand.
Auch wenn sie ihre Tasche vollgefüllt hat und diese in den Stauraum gibt, zählt sie nur als ein Gegenstand.
Sie kann dort nur verwahren, was sie an sich selbst normal tragen könnte.
Sie kann nicht mehr als 5 Gegenstände dort unterbringen.
Der Stauraum könnte im Laufe des Spieles größer werden. - Jedoch begründet und daher wohl sehr langsam.

Der Stauraum wird mit einem bewussten Zauber geöffnet. Sie muss dafür wünschen, dass der "Raum" sich öffnet und die linke Hand mit der Handfläche zunächst nach unten gerichtet halten, dann wird die Hand senkrecht aufgerichtet und mit einer raschen Bewegung nach unten, öffnet sich das Lichtfenster/der Stauraum. Das Fenster ist gerade so groß, dass sie ihre Hand hineinstecken und nach dem gewünschten Gegenstand greifen kann. Das Fenster erscheint immer kreisrund und leuchtend, wie Lichtschein. Sobald sie den Gegenstand erfasst hat, schließt sich das Fenster und in ihrer Hand erscheint, was sie holen wollte in der Originalgröße.

Umgekehrt, wenn sie etwas hineinlegen will, öffnet sie das Fenster wie sonst auch, jedoch ist es die rechte Hand, die das Zu-verwahrende hält und die sie in das Lichtfenster steckt. Hierbei scheinen sich die Dinge zu verkleinern, je näher sie der Öffnung kommt. Schließlich "verschwinden" sie im Licht.

Das Fenster zu diesen verwahrten Dingen kann nur von ihr geöffnet werden. Einzig wenn sie stirbt, fallen die dort aufbewahrten Gegenstände an ihrer Seite nieder.


Besitz:
- die Kleidung, die sie trägt
- die Rüstung, die sie trägt
- leicht gekrümmtes Einhandschwert
- leicht gekrümmtes Halbschwert
- schön verzierter Bogen
- schön gestalteter Köcher mit 35 Pfeilen, der Köcher kann 35 Pfeile halten
- Reisetasche (schwarzer, starker Stoff) darin:

  • ein schön verziertes Trinkhorn aus Tonerde geformt, mit Lederschnur zum Umhängen
  • ein kleiner Trinkschlauch, schlicht und schwarz: Wasser
  • ein kleiner Trinkschlauch, schlicht und dunkelrot: Wein
  • ein Messer mit schön verziertem Holzgriff
  • ein schlichter Löffel aus Holz
  • eine leicht verzierte, kleine Holzschale
  • ein kleiner Tiegel mit einer Heilsalbe aus Kräutern
  • zwei Ersatzsehnen
  • eine Nadel und schwarzen bzw. dunkelroten Faden
  • ein kleines Kästchen mit 4 kleine Tiegel zur Pflege darin:
    - für Bogen
    - für die Sehnen
    - für die Rüstung
    - für die Schwerter
  • einen Schleifstein
  • vier Feuersteine
  • ein Zunderschwamm
  • Nahrung
  • Glasflasche gefüllt mit Met
  • Kleidung wie oben beschrieben (ohne weitere Rüstungsteile und ohne zweitem Umhang)



Geld: 271 Draken und 86 Drachmen + genug Geld für den Kauf von 5 Sklaven
Angespart aus Geld für gute Noten in der Schule, für Lernfortschritte in der Kampfkunst, für ihre Unterstützung bei Meister Roheliel und letztendlich auch noch für ihre Unterstützung bei ihrem Vater. So eine Mischung aus Taschengeld und Lohn, wobei sicher das ein oder andere auch für eine eigene Unterkunft und Versorgung verbraucht wurde.


Charakter:
Ursprünglich von wilder und jähzorniger Art, lehrte sie ihr Vater schließlich die Kontrolle über ihr Denken und ihre Gefühle. So wurde sie zunehmend ruhiger und gefasster, so dass Geschehnisse sie weniger tief berührten. Sie schuf eine Distanz zwischen sich und anderen, die erst während der Zeit ihrer Heilerausbildung wieder dezimiert wurde. Dabei erlangte sie solchen inneren Frieden, dass andere sie kaum noch verletzen konnten.

Sie konnte oft stundenlang den Himmel, ein Gewässer, eine Pflanze, das Spiel von Licht und Schatten, oder anderes beobachten und sich daran erfreuen. Ihr zunehmend stilles Gemüt wurde zur angenehmen Quelle für jene, die Ruhe und Erholung suchten. Zugleich brachte ihr dieser innere Frieden eine große Ausgeglichenheit und Freude, die kaum je getrübt werden konnte. Sie liebte es zu lachen und zu tanzen.

Während sie einerseits äußerst still sein kann, ist sie andererseits fähig rasch zu handeln. Zu einer getroffenen Entscheidung steht sie auch mit Leib und Leben. Sie lässt sich jedoch ungern an Regeln einer Gesellschaft binden.

Sie selbst könnte kein menschliches Wesen, oder Tier töten, so isst sie auch kein Fleisch, wenngleich sie doch Waren verwendet, die aus Teilen von Tieren besteht, oder von diesen gewonnen werden. Es stört sie aber nicht, wenn andere Fleisch essen.

Sie versucht ein Stückchen mehr Herzlichkeit in den Menschen oder Menschenähnlichen zu wecken.

Sie lässt sich kaum zu einem Kampf provozieren, doch wenn sie Bedarf sieht, zögert sie nicht Gebrauch von ihren Waffen zu machen.


Ziel: die Wesen zum Großen Licht zu führen und das Leben zu bewahren, wo es möglich ist


Sprachen: Arcum, Angelisch (Muttersprache), Trangalisch (mittel)


Vorlieben:
- das Große Licht/die Sonne, die Sterne
- Natur: Wasser und Eis, Feuer/Brände, Wälder, Blumenwiesen, Blumen, Blühendes, Wind, Felsen, mit Moos bewachsene Felsen… Tiere: Fische, Vögel, Greifvögel, Raubkatzen, Füchse, Bären, Wölfe…
- Kristalle
- Massage
- Musik, Tanz und Gesang, Dichtkunst


Abneigungen:
- Gewalt, Kampf, Töten, Verletzen, Misshandlung, Sklaverei
- Willkür, Machtmissbrauch, Zwang
- Ausgrenzung
- Lügen, Täuschung
- Ungeduld
- Rachsucht
- Fleisch essen


Stärken:
- sehr gute Schwert- und waffenlose Kämpferin
- sehr gute Bogenschützin
- sehr geduldig (kann lange warten, viel Nachsicht)
- sehr ausdauernd (lange laufen, lange an einem Thema/einer Tätigkeit/jemandem dran bleiben)
- Meditation
- zuhören und beobachten
- kommt leicht zu Entscheidungen
- Bedingungslose Liebe dem Leben gegenüber, also allem gegenüber
- Massagetätigkeiten
- sensible Wahrnehmung und gute Intuition


Schwächen:
- Kampf-Magie, die andere verletzen würde, ist ihr unmöglich
- kann nicht schwimmen
- tut sich schwer beim Lesen, auch in der Muttersprache (sprechen fällt ihr leichter)
- sie würde niemals töten, oder ihr Gegenüber verletzen wollen
- sie hat absolut kein Zeitgefühl
- sie rechnet sehr ungern/Mathematik
- sie kann einfach nicht kochen, soll heißen, es ist irgendwie halt so essbar
- im Lügen ist sie sehr schlecht, man durchschaut sie normalerweise sofort
- Singen: sie muss ein Lied sehr gut kennen ( „im Ohr haben“ ), um auch den Takt einhalten zu können bzw. sehr hohe oder sehr tiefe Töne auf Anhieb zu treffen, anderweitig singt sie aber sehr schön


Besonderheiten:
Sie kann mit Waffen niemanden verletzen, geschweige denn töten.
Das soll heißen, selbst wenn sie irgendeinen anderen Gegenstand als Waffe benutzt (an Stelle ihres Schwertes, Halbschwertes, oder Bogens), wird ein Treffer stets nur Müdigkeit hervorrufen und zu einem Mana-Raub führen, so der Gegner magisch begabt ist/Mana besitzt.

Sie hat eine ganz besondere Ausstrahlung. So wirkt sie trotz ihrer dunklen Gewandung üblicherweise beruhigend. Es scheint eine liebevolle Wärme von ihr auszugehen, die ein Gefühl von Geborgenheit und Geliebt-sein weckt. Es kann tröstend wirken, aber auch Kraft spendend.


Geschichte:

Nach einer raschen Geburt mit viel Geschrei war das Kind bereits in seinem ersten Lebensjahr sehr aufgeweckt, schlief zunächst kaum eine Nacht durch, aß und trank gerne und reichlich und entwickelte sich Alles in Allem wunderbar. Es herrschte schon jetzt eine gewisse Unruhe im Hause Edarus, denn Elaimandraia hatte rotes Haar und goldene Augen. Es war ja schon selten, dass ein Kind eines dieser Merkmale hatte, doch gleich beide, schien nahezu eine Unglücksbotschaft.

Die Krönung war jedoch die Farbe der ersten Federn, als diese nach dem ersten Jahr hervor brachen. Die Nächte wurden jetzt sehr oft von Schmerzensschreien unterbrochen und machten die endlich eingetroffenen ruhigen Nächte rasch vergessen. Auch am Tage war es kaum still. Der von der Familie seit Generationen gewählte Heiler kam mit Salben und anderen beruhigenden und schmerzlindernden Mitteln, doch auch er konnte an den natürlichen Merkmalen des Kindes keine Änderung bewirken und vertröstete die Eltern damit, dass ihr Kind immerhin kräftig und gesund sei.

Die Eltern erzählten zwar stolz davon, dass Elaimandraia sich prächtig entwickele und die Flügel zu wachsen begännen, doch sparten sie stets aus, dass die Federn von dunkelgrauer Farbe waren. Zunächst hoffte man, dass sich diese noch aufhellen würden, aber nein, sie waren und blieben dunkelgrau. „Wenn sie wenigstens hellgrau wären“, klagte die Mutter und der Vater meinte: „Wenn Haar oder Augen wenigstens normal wären.“

Die Flügel entwickelten sich prächtig und so konnte Elaimandraia mit sechs Jahren an sich in die Schule gehen, nur dass die anderen Kinder direkt darauf eingingen, dass das Mädchen ungewöhnlich war. Sie zogen am roten Haar und rupften dunkelgraue Federn aus, oder mieden sie ganz einfach völlig. Oft genug jagte die junge Engelin den anderen auch nach, um sich an den anderen zu Rächen und wie es das Schicksal wollte, war allzu oft sie es, die dann von einem Lehrer oder einer Lehrerin erwischt wurde, wie sie einem anderen Kind gleichfalls Federn abrupfte. So kam es, dass ihr Vater sie in seine Kampfschule mit nahm und schon in so jungen Jahren in der Disziplin der Kampfkünste unterwies – damit sie ihr Denken und Fühlen kontrolliere und ihre offenbar überschäumende Energie in geordnete Bahnen lenke.

Sie lernte den Umgang mit Stock, Speer, Klingenstab, Dolch, Dolchen, Schwert, Zweihänder, Schwert und Schild, Schwert und Halbschwert, dem Bogen und ihrem eigenen Körper. Schon damals traf sie auf den Schüler Roheliel Izaeia doch er war an anderen Waffengattungen interessiert als das Mädchen wählen sollte. Ihr Körper gewann an Kraft und sie lernte sich in einer Rüstung zu bewegen, wählte sich das Schwert und Halbschwert, die sie einzeln und gemeinsam führen kann, den Bogen und den waffenlosen Kampf zur Disziplin und übte täglich stundenlang.

Elaimandraia war froh, als sie endlich lernten ihre Flügel zu verbergen, so konnte sie verhindern, dass man ihr Federn abrupfte und hatte damit zumindest eine Sorge weniger. Wenn sie ihre Mitschüler und Mitschülerinnen fragte, was sie täten oder nach der Schule vor hätten, erzählte man ihr nichts davon. Sie wurde in den Pausen zum hässlichsten Engel der Klasse gewählt und die Mitschüler kreischten in den Pausen mit gespielter Panik, wenn Elaimandraias Blick den eigenen getroffen hatte. So gab sie es auf, Kontakte mit anderen zu pflegen und befand sich stattdessen für ganz zufrieden, wenn man sie in Ruhe ließ.

So begann sie ein schweigsames Leben des Beobachtens und heimlichen Zuhörens – und letztlich des bewussten Weghörens, da sie nicht mehr hören wollte, wie man über sie her zog. Den Eltern erzählte sie kaum von ihren Schulerlebnissen. Lediglich verteidigte sie sich, als man ihren Eltern mitteilte, sie habe Streit mit anderen Kindern gesucht. Ob der Vater ihr nun glaubte oder nicht, sie hatte fortan seine Schule zu besuchen und neben den Hausaufgaben auch einer Ausbildung durch ihn zu folgen.

Sie hatte gute Noten, als wollte sie damit sagen, „schaut her, ich kann auch etwas“ – und immerhin lobten sie ihre Eltern dafür. In der Klasse brachte es ihr nur den Titel der Streberin. Auch in der Kampfschule übte sie fleißig mit den älteren. Hier war es der gestrenge Blick ihres Vaters der alle zur Ordnung rief und sie vor Unannehmlichkeiten bewahrte und gleichzeitig davon abhalten sollte, sich ihre Mitschüler und Mitschülerinnen bei den Übungen vorzustellen.

Kindheitstraum:
Mit der Ausbildung in der Kampfschule tauchte plötzlich auch ein Traum auf, der sie in vielen Nächten begleitete. Sie war in einer Höhle, es war ganz still. Hinter ihr fiel helles Licht herein und vor ihr, saß eine seltsame Gestalt. Es war von der Form her einem Engel völlig gleich, nur ohne Flügel. Das Ungewöhnliche war jedoch, dass sein Körper gänzlich schwarz war, während es funkelte, wie das Licht der Sonne auf den Wellen. Das Wesen saß an einem Spalt, so breit wie der Körper eines erwachsenen Engels und so lang wie die Höhle breit war. Dahinter war nichts als Dunkelheit und ein einzelner schwach leuchtender Lichtpunkt, der weit hinten zu sein schien. Sie stand da und blickte auf den Rücken des anderen. Es regte sich nicht, bis sie irgendwann erwachte. Manchmal vergaß sie den Traum sehr schnell, manchmal dachte sie noch eine Weile darüber nach, doch nie erzählte sie jemandem davon.

grausamer Spaß:
Als sie etwa 16 war, kam in der Schule ein Junge auf sie zu und fragte sie, ob sie „mit ihm gehen“ wolle, doch das verräterische Gelächter der Mädchen warnte sie vor und so überlegte sie kurz, ob der Junge es ernst meinen konnte, obwohl sie wusste, dass dies eine unnötige Frage war. Sie entschied, dass er nur fragte, um seinen Spott - oder zumindest den Spott der Mädchen - mit ihr zu treiben und so sagte sie einfach nur, „Nein“. Er heulte auf vor deutlich gespieltem Schmerz und jammerte theatralisch über ihre Gefühlskälte und wie sehr ihn ihre Zurückweisung doch verwunde. Die Mädchen lachten sich in diesem Moment kaputt, so komisch fanden sie das Spektakel.

Elaimandraia jedoch weinte in ihrer Ecke und als der Junge dies sah, tat es ihm doch leid und er kam sich zu entschuldigen. Sie ließ ihn wissen, dass sie keine Närrin war, die je an die Ernsthaftigkeit seiner Frage geglaubt hätte und dass sein Mitspielen verletzend, das Lachen der Mädchen aber wirklich grausam für sie war. Er entschuldigte sich und versprach so etwas nicht wieder zu tun. Von da an hatte sie zumindest einen, der andere davon abhielt sie zu ärgern, denn er sagte oft: „Ignoriert sie doch einfach, wenn sie euch nicht passt.“

Das war besser, aber auch wenig hilfreich. Nützlicher war ihre wachsende körperliche Kraft, die sich zu zeigen begann und die anderen endlich vollständig davon abhielt, ihr schaden zu wollen. Ihre Flügel blieben nun auch vor und nach den Flugstunden verschont und die Haare konnten ordentlich wachsen, doch die Augen waren trüb geworden; kein Strahlen war darin zu finden und das weiße in den Augen glich eher ebenfalls einem Grau. Mit achtzehn Jahren schaffte sie den Schulabgang.

Wegen der fehlenden Federn hatte sie Schwierigkeiten gehabt, das Fliegen zu lernen, doch letztendlich hatte sie es doch noch zustande gebracht. Seit ihre Flügel in Ordnung waren, konnte sie auch problemlos fliegen und konnte vieles aufgrund der Anfangsschwierigkeiten sogar besser meistern, als die anderen. Die Magie hatte ihr nie Schwierigkeiten bereitet, doch als es darum ging damit gegen andere magisch zu Kämpfen, versagte sie völlig. Die anderen Fächer waren mehr oder weniger reine Lernfächer und so hatte sie hier keine Probleme.


nach der Schule:
Elaimandraia hatte sich entschieden die Heilkunst bei Meister Eleniel Aruo zu erlernen und zu erfahren wie man dem Körper anderer wohltuend begegnen kann. Ihr Vater war dagegen und drohte an, kein Wort mehr mit ihr zu reden. Er warf sie aus seiner Kampfschule – was sie für sich gesehen als Erleichterung empfand, jedoch als Ausdruck der Enttäuschung ihres Vaters als schmerzlich ansah. Die Mutter jedoch riet ihr, ihrem Herzen zu folgen und ihr Bestes zu geben und versprach, den Vater zu besänftigen, so dass er zumindest weiterhin mit ihr sprach – was ihr auch glückte.

Es war Elaimandraias Wunsch, dass die Leiden anderer, vielleicht sogar solcher wie ihr, gelindert oder geheilt werden sollten. Insgeheim hoffte sie auch, eine Möglichkeit zu finden, ihre Haar-, Augen- oder Federfarbe zu normalisieren. Als Meister Eleniel Aruo dies Bestreben wahrnahm, erklärte er ihr, dass sie eine schöne Engel war, ein wenig ungewöhnlich, aber dennoch schön. Er lehrte sie zu verzeihen, keine Schuld zuzuweisen und das Licht im Dunkeln, sprich das Gute auch im scheinbar Negativen, zu suchen.

Wie die anderen, lernte sie den Körper anderer Engel zu massieren. Doch die anderen Lehrlinge ließen sie nur mit knapper Not auch an sich üben, so dass der Aufkommende Unmut Meister Roheliel zwang, sie zu bitten, die Ausbildungsstätte zu verlassen. So hatte sie zwar erfahren, wie die Massage auszuführen sei, jedoch bisher kaum darin geübt und wie es schien, sollte ihr ihr Wunsch Heilerin zu werden, letztlich verwehrt bleiben. Sie war nur ein paar Wochen dort gewesen und stand nun enttäuscht vor der Kampfschule ihres Vaters, der sie jedoch nicht wieder aufnahm.

Alter Traum:
In dieser Zeit träumte ihr noch immer von dem seltsamen dunklen Wesen, das doch funkelte und mit hängendem Kopf am Spalt saß. Einmal trat sie einen Schritt auf die Gestalt zu und der Boden und die Wände der Höhle begannen widerzuhallen. Erschrocken blickte sie auf, hatte sie doch nicht erwartet, solch einen Lärm zu verursachen, und als sie ihren Blick wieder zu dem Fremden lenken wollte, war es verschwunden. Sie starrte in das Dunkel am Ende der Höhle und betrachtete das fahle Licht, bis sie etwas an der Nase kitzelte und sie niesend erwachte.

Ein anderes Mal fragte sie das Wesen schließlich: "Wer bist du?" Wer bist du... wer bist du... bist du.. bist du... du... du? Echote die Höhle, während das Wesen sich in den Spalt gleiten und hinabfallen ließ. Jetzt konnte sie sehen, dass die Stelle an der es gesessen hatte, immer noch glitzerte. Sie sah sich unsicher um und versuchte letztendlich, hinter dem Wesen nachzuklettern, indem sie sich links und rechts jeweils an der Spaltwand abstützte, doch irgendwann glitt ihr Fuß ab, als sie den anderen ebenfalls in der Luft hatte, verlor den Halt und fiel... eine lange Zeit, bis sie schließlich am Boden ihres Zimmers aufschlug. Sie war aus dem Bett gefallen.

Beim nächsten Mal versuchte sie auf das Wesen zuzufliegen, doch sie hatte kaum damit angefangen, da stürzte sich das Wesen erneut in den Spalt. Da rief die Engelin: "Bleib doch da!" Bleib doch da! doch da! doch da! da! da! da!
Sie erreichte die Stelle, an der das Wesen gesessen hatte. Der Boden glitzerte immer noch, aber der Spalt war verschwunden. Sie stieg vorsichtig da hin, wo er sein sollte und fand festen Boden unter sich. Hier trafen sich das Dunkel der Höhle und das Licht von Draußen. Sie wandte den Blick zum Ausgang, aber dort war es so hell, als blicke sie direkt in die Sonne. Im nächsten Moment, war sie wieder aufgewacht.


nachdem sie die Heilerausbildung abbrechen musste:
Elaimandraia entschied sich also, doch irgendwie als Kriegerin tätig zu werden. Sie sagte sich, wenn sie die Wesen nicht heilen konnte, so wollte sie sie doch beschützen, wenn es in ihrer Macht läge. Da jedoch bekannt war, dass sie keine Kampfmagie wirken konnte und keine Liebe zum Kampf zu haben schien, wurde sie an den zuständigen Stellen abgewiesen. Ihr Vater wollte sie, stur wie er auch sein konnte, nicht wieder in seiner Schule aufnehmen, doch es gab einen, der sich für sie interessierte: Meister Roheliel Izaeia.

Er brachte ihr die Lehren über das Vergeben, das Vergessen von Schuld und das Streben nach Frieden näher und war bereits in einem ersten Übungskampf zwischen ihr und ihm fasziniert von den Auswirkungen ihrer Magie auf die Waffen, die er ihr gab, denn sie begannen allesamt zu „singen“, wie er es nannte und sie leuchteten stets blau auf, wenn sie ein Ziel trafen. Er hatte hart unter seinem Meister geübt, bis er endlich so weit war, eine eigene Schule zu eröffnen. Nun wollte er liebend gerne den Fortschritt und die weitere Entwicklung Elaimandraias sehen und ein Stück weit führen, wenn er konnte.

Während seine Schüler mit Stab und Dolchen kämpften, blieb sie stets bei ihren Schwertern. Dies weckte zunächst den Unmut der Schüler, die vermeinten, sie verweigere sich lediglich den Inhalten der Schule ihres Meisters. Dieser erklärte jedoch schließlich strickt, dass Elaimandraia schon früh in jener anderen Kunst unterwiesen worden war und viel gelernt habe. Sie sollten froh sein, dass sie Gelegenheit bekämen, gegen jemanden anzutreten, der einer anderen Waffengattung derart befähigt war wie sie. Es waren Worte, die Elaimandraia sehr aufbauten und ihr Mut machten.

Wieder und wieder...
Der Traum rund um das dunkle Wesen, das doch funkelte und in den Spalt glitt, blieb auch in dieser Zeit wiederkehrend. Nach wie vor hatte sie keine Ahnung, wie sie das Wesen dazu bringen konnte, mit ihr zu reden, statt sich in den Tod zu stürzen. Sie wusste auch nicht, wen es in ihrer Umgebung vielleicht darstellte und es schien ihr auch unpassend, nach so einer Person zu suchen, denn diese Gestalt sah sie ja nun schon seit Kindertagen. So sehr sie auch darüber nachdachte, der Traum blieb ihr ein Rätsel.


der Aufschwung
Sie errang sich zunächst nur mühevoll, doch schließlich mit Beständigkeit den Respekt und die Anerkennung der anderen Schüler. Meister Roheliel meinte, es läge daran, dass sie sich endlich selbst angenommen habe, wie sie war und sich selbst wertschätzte, dass es auch andere taten. Elaimandraia ließ es so stehen. Er mochte recht haben, oder auch nicht, in jedem Fall fühlte sie sich glücklich und angenommen.

Die Krieger und Kriegerinnen hatten ihre harte Arbeit gesehen und die Frucht, die ihr tägliches Üben trug. Sie hatten mehrfach erlebt, wie sie mit Feuereifer all ihr Wissen nutzte, um sich und andere zu schützen. Der Unwillen mit ihr in einer Gruppe zu kämpfen, wich einem Willkommensgruß und Freundschaften, denn sie wusste ihre Klingen schnell zu führen und ihr Körper war wendig und geschmeidig, fließend in jeder Bewegung. Es bestand kein Zweifel, dass sie eins war mit diesen Waffen. Was sie tat, schien so einfach und selbstverständlich zu sein.

Sie gab Ratschläge, wo man danach fragte und nutzte den freien Tag um denen, die schnell genug kamen und noch Platz hatten, eine Massage zukommen zu lassen. Im Kampf fand sie erneut ihre Wahrnehmung und Intuition stark geschärft, so dass sie einerseits die Angriffe geradezu vorausahnen konnte, andererseits nach den Übungen manche nur kommen sah und bereits wusste, dass ihnen etwas fehlte und sie ein Thema quälte. Sie war bemüht den anderen zu helfen und vergaß darüber hinaus sich selbst. Sie erkrankte und lag zwei Wochen im Bett, fiebrig und sich schlaff und elend fühlend.

Zu ihrer Überraschung erhielt sie Besuch. Täglich kam ein Grüppchen der Schüler Meister Roheliels und vertrieb die Langeweile mit Erzählungen aus den Übungseinheiten und den Weisheiten des Meisters, aber auch mit Geschichten über alltägliche Geschehnisse in der Stadt. Sie brachten ihr Blumen und kleine Kunstwerke, manche konnten es nicht lassen sie selbst jetzt um Rat zu fragen. So wollte der ein oder andere ihre Meinung zu einem Liebes- oder Dankgedicht hören, oder wissen, was sie von einer Rätselaufgabe des Meisters hielte.

Als es ihr wieder gut ging, stellte Meister Roheliel einen neuen Übungsplan vor. Dieser sah weiterhin Einzel-Übungen in der Gruppe, wo jeder für sich war und doch alle das gleiche taten, vor. Ebenso enthielt er Gruppenübungen, wo das einzeln Gelernte in einem abgesprochenen Ablauf mit jeder Gruppe im gleichen Takt geübt wurde, als sei es ein echter Kampf. Auch an den freien Kämpfen nach den Regeln von Meister Roheliels Schule änderte sich nichts. Hierin durfte jeder jeden gelernten Angriff ausüben, ohne jede Absprache. Sinn hiervon war es, die Reaktionsschnelligkeit und Wahrnehmung zu vertiefen. Eine weitere Übung der Achtsamkeit blieb ebenfalls bestehen: je zwei Gruppen die gegeneinander kämpften, sollten einerseits darauf aus sein die jeweils andere Gruppe zu besiegen, andererseits ihre jeweiligen Mitstreiter und die Umgebung allgemein bedenken.
Es dauerte, aber schließlich bemerkten sie zwei Unterschiede: Der erste war, dass jetzt Schülernamen am Plan standen, die besagten, wer wann zu welcher Übung zu erscheinen hatte und damit auch gewisse Zeiten jeweils frei stellten. Der zweite war, dass es allgemein freie Zeiten gab.

„Jetzt können wir öfter in der Woche zur Massage“, freute sich eine Engel. Die Vorstellung schien die meisten zu erheitern.
„Wir sollten Elaimandraia Zeit für sich gönnen, sonst wird sie nur wieder krank“, warf ein Schüler ein, als das Lachen etwas abflaute. Die anderen nickten einhellig, da erklang eine ihnen vertraute Stimme: „Wer ist krank?“
Sie wandten sich um und begrüßten Elaimandraia herzlich mit Umarmungen und freudigen Grüßen.
„Niemand“, sagte einer.
„Wir müssen nur aufpassen, dass du dich nicht wieder übernimmst“, meinte eine andere und stieß ihr freundschaftlich die Faust auf den Oberarm.
„Das werde ich schon vermeiden“, erwiderte Elaimandraia lächelnd, denn Meister Roheliel hatte diesbezüglich eben noch ein eingehendes Gespräch mit ihr geführt.

Das letzte Mal?
Der Traum kehrte immer noch wieder und jedes Mal sprang das Wesen einfach in den Spalt. Eines Nachts entschied Elaimandraia sich daher dazu, sich an exakt die Stelle zu setzen, auf der das Wesen scheinbar auf sie wartete. Dann nahm sie allen Mut zusammen und stieß sich selbst von ihrer Sitzfläche hinab in das Dunkel. Entgegen ihrer Erwartung fiel sie nur ein kurztes Stück und landete dann in weicher Watte, oder etwas Ähnlichem. Jedenfalls blieb sie unverletzt und blickte nun auf eine Umgebung, die im Dämmerlicht teils nur ungenau erkennbar war. Das Wesen saß auf einem umgefallenen Baumstamm, mit Moos bewachsen und von frischen Gräsern und kleinen Blumen umgeben. Dieses Mal, war es ihr zugewandt und wirkte mal silbergrau, mal rötlichblau, oder eher rosa und gold. So unbeständig wie seine Farbe war, so war es auch die Helligkeit seines Aussehens, mal eher dunkel, mal eher hell, doch nie gänzlich dunkel, oder gänzlich hell. Es war wirklich seltsam. Auch konnte sie irgendwie kein Gesicht darin ausmachen, wenngleich es zumindest die Engelform ohne Flügel beibehielt. Als sie sich darüber wunderte und sich fragte, ob er sie nur verbarg, so wie sie es gelernt hatte, lachte das Wesen leise und herzlich:
"Das beschäftigt dich tatsächlich am meisten?"

Elaimandraia blinzelte überrascht. Hatte das Etwas gerade ihre Gedanken gelesen?
"So ungefähr, Elaimandraia", sprach es und die Engelin blickte ihn erschrocken an, jetzt war das Wesen eine Mischung aus verschiedenen Blautönen, das war neu. Wieder lachte es, dann meinte es ganz sanft:
"Schätze das Leben.
Schätze es wirklich.

In Allem... und Jedem.
Wirklich Allem.
Und wirklich Jedem.

Dann wecke den Funken.
Entfache das Feuer.

Hab keine Angst.
Es verbrennt keinen.

Du musst jetzt gehen.
Auf Wiedersehen."

Sie erwachte und von da an träumte sie den Traum nicht wieder.


Kampfkunst
Ihr Vater hörte von Meister Roheliel was geschah und so kam er eines Tages und verlangte, dass sie gegen ihn kämpfe. Er selbst war Meister der Klingen. Der Kampf sollte in seiner Schule, vor seinen Schülern stattfinden, doch waren Meister Roheliel und seine Schüler herzlich eingeladen der Prüfung beizuwohnen. Elaimandraia verstand zwar nicht, was das für eine Prüfung sein solle, doch Meister Roheliel ermunterte sie, hin zu gehen und sich dem zu stellen.

„Beweise mir, dass du etwas gelernt hast“, sagte ihr Vater und sie beide nahmen einen Bogen zur Hand und schossen auf ein Strohgebilde, später kämpften sie nach einer zeremoniellen Begrüßung des jeweiligen Gegners ohne Waffen. Schließlich begann der Kampf mit Klingen. Er war hart und forderte all ihr Können. Vielen stand der Mund offen, als sie Vater und Tochter durch den Übungsraum auf den Übungsplatz wirbeln sahen. Es herrschte eine Harmonie, obgleich sie gegeneinander antraten. Klingen und Körper trafen sich, oder glitten aneinander vorüber, wie in einem endlosen komplexen Tanz, dessen Ablauf spontan in beiden Köpfen zu sein schien. Schließlich gebot ihr Vater Uleliel Edarus ein Ende des Kampfes. Sie grüßten einander zeremoniell und dann fragte er: „Bist du Willens und in der Lage, gegen meinen besten Schüler und mich anzutreten?“

Ohne recht zu wissen, was dies sollte, nickte Elaimandraia: „Wenn Ihr es wünscht, Meister Edarus.“ Seit Jahren redeten sie miteinander wie Meister und Schüler, doch nie wie Vater und Tochter. Er gab ein Zeichen und der Schüler stand etwas unsicher auf, fing sich jedoch und trat mit großem Ernst an die Seite des Meisters. Die beiden verneigten sich vor ihr und sie verbeugte sich gleichzeitig vor ihnen – keiner ließ das Gegenüber aus den Augen. Der Schüler begab sich erst seitlich zu Elaimandraia, dann folgten die ersten Angriffe, alsbald hatte sie ihn hinter sich und ihren Vater vor sich, doch stetig wandelte sich die Situation, je nach dem wie sie sich drehte, durch den gegebenen Raum bewegte und wie es die beiden taten, um sich zu unterstützen.

„Ich werde ihr helfen“, meinte ein Schüler Meister Roheliels, doch dieser hielt ihn an der Schulter zurück: „Mischt euch nicht ein, keiner von euch.“ Der Unmut ihrer Freunde blieb, doch zugleich beobachteten alle gebannt diesen Kampf. Der Schüler stolperte und wurde von Elaimandraia mit ihren Klingen durchdrungen, die singend seinen Körper in Schlaf versetzten. Die aufkommende Unruhe ließ Elaimandraia versuchen, den Kampf wieder von der Halle auf den Übungsplatz zu verlegen. Führte sie ihren Vater so sehr? Oder war er nur Willens ihrem Bestreben zu folgen?

Die Schüler Meister Uleliels trennten sich in jene, die den Kampf weiter beobachteten und jene, die zu ihrem „gefallenen“ Freund stürmten, während Meister Roheliels Schüler allesamt dem Geschehen am Platz folgten. Des Schwertmeisters Ansturm schien nochmals gewachsen zu sein, doch Elaimandraia hielt ihm Stand. Schließlich wurde sein Ruf laut und die beiden trennten sich, jedoch ließ Elaimandraia ihre Wachsamkeit keinen Augenblick fallen. Selbst als sie aufgefordert wurde, wieder mit hinein zu gehen, entspannte sie sich nicht vollends. Es schien unnötig, als sie der Halle nahe kamen, doch noch immer wagte sie nicht, ihre Vorsicht fallen zu lassen.

Die Schüler beider Meister beruhigten sich. Sie hatten erkannt, dass dem schlafenden Schüler nichts fehlte und waren nun neugierig, was dies alles zu bedeuten habe. Doch Meister Roheliel schalt seine Schüler närrisch. Gerade da zog Meister Uleliel Edarus zur Überraschung der Schüler noch einmal seine Klinge und attackierte Elaimandraia. Diese jedoch zog nur einen winzigen Bruchteils eines Augenblicks später, selbst ihre Klinge, blockte und konterte im Anschluss. Der Kampf der nun folgte war sehr kurz, dann gebot ihr Vater erneut Einhalt. Anschließend steckte er die Schwerter in die Scheiden, nahm diese aus dem Gürtel und hielt sie beide auf der linken Seite mit den Klingen nach unten gewandt.

Elaimandraia tat es ihm gleich und nun entspannte auch sie sich. Was auch immer ihr Vater damit bezweckt hatte, es hatte sein Ende gefunden. Sie verneigten sich voreinander, den Blick immer noch nicht abgewandt, dann traten sie zurück in die Halle. Hier nun, vor allen Schülern beider Schulen, erklärte Meister Uleliel Edarus: „Hiermit ernenne ich Elaimandraia Edarus zur Meisterin des Bogens, des waffenlosen Kampfes und der Doppelklinge. Ich bin stolz auf dich, meine Tochter.“

Für einen Moment konnte die Engelin nicht glauben, was sie eben gehört hatte, dann liefen Tränen über ihre Wangen, während sie irgendwie noch hervorbrachte: „Danke, – Papa.“ Sie verneigte sich erneut, wiederum den Blick auf ihn gerichtet. Er lächelte – es wirkte so fremd, und doch so warmherzig auf seinen Gesichtszügen. Dann forderte er einen seiner Schüler auf, seiner Frau mitzuteilen, dass das Festmahl aufgetragen werden solle. Wenig später begann eine ausgelassene Feier.


andere Träume:
Von nun an arbeitete sie in beiden Kampfschulen als zweite Lehrmeisterin und verdiente dabei gutes Geld, so dass es ihr nun sehr leicht fiel ihre eigene Wohnung zu unterhalten. Immer öfter jedoch, hatte sie seltsame Träume. Ein Land ohne Wasser, dafür mit um so mehr Sand und Stein. Eine sengende Sonne stand am Himmel und brachte die Luft zum Flirren... Sie erwachte, ohne zu verstehen, weshalb sie eine solche Landschaft sehen sollte. Es schien ihr wenig behaglich dort. Nächte vergingen und immer wieder hatte sie diesen Traum. Schließlich änderte er sich und sie sah eine karge, vertrocknete Landschaft, kaum fähig Frucht hervor zu bringen. Sie schien über weite Flächen so triester Gegenden zu fliegen, dann plötzlich war sie umgeben von Flammen und erwachte mit klopfendem Herzen. Langsam schälte sie sich aus dem Bett und trat an eines der Fenster ihrer Wohnung.

Die Nacht lag tief über der Stadt der Engel und hüllte alles in ihren schützenden Mantel. Die Finsternis konnte Elaimandraia keinen Schrecken einjagen, nur wenn das Große Unlicht schien, war es ihr unbehaglich zu Mute. So öffnete sie nun auch das Fenster und eine angenehm kühle Luft drang in ihr Zimmer. Was nur hatte dieser Traum, diese beiden Träume zu bedeuten? Sie sprach mit Meister Roheliel und ihrem Vater, auch ihre Mutter befragte sie und einige der Schüler, die ihr nahe standen. Niemand konnte sich einen Reim darauf machen, aber manche meinten, dass vielleicht das Große Licht in ihren Träumen zu ihr sprach.

"Am Ende beruft es dich zu einem Schutzengel", meinte eine Schülerin schließlich. Eine seltsame Stille folgte, dann wurde sie gebrochen und der Alltag nahm seinen Lauf. Die Träume kehrten wieder, lebhaft und so real, dass sie beim Aufwachen unsicher war, wo sie sich befand und was eben mit ihr geschehen war. Ein drängendes Gefühl helfen zu wollen, erfüllte ihr Herz, aber sie wusste weder wem, noch wo. So blieb sie zu Hause und meditierte darüber. Sie saß dem Großen Licht zugewandt und schloss die Augen. Welche Bilder würde es ihr senden? Es vergingen vier Tage, auch ohne erinnerte Träume, ehe sie tatsächlich etwas sah.

Kinder, die sich an den Händen fassten und gewaltsam getrennt wurden. Sie verstand ihre Worte nicht, doch ihre Gesichter sprachen Bände. Eine Feuerstelle, das von einem Tuch verborgene Gesicht eines Mannes, glühendes Eisen, ein für den Engel markerschütternder Schrei, als es Haut berührte. Sie schlug die Augen auf. Ihr Herz raste. Wann war dies geschehen? Gerade eben? Vor Jahren schon? Vor ein paar Tagen? Sie dachte über die Bilder nach, die sie bisher gesehen hatte und entsann sich der Lehre über die Menschenländer. Fünf Länder... Riguskant und die Wilden Lande am Perleris-Meer, Forcewald voll Magie, das Dürre Karatina und das Trockene Tragalún...

War es Karatina, oder Tragalun, das ihr das Große Licht gezeigt hatte? Sie wusste es nicht. So entschied sie einen Gelehrten aufzusuchen, dessen Fachgebiet Crepererum war. Dieser nickte bedächtig und erklärte schließlich, dass sie wohl zuerst von Tragalún, dem Wüstenreich geträumt hatte und dann von Karatina. Die Flammen mochten für das Heim der Kinder stehen, die sie in ihrer Vision sah und das glühende Eisen deutete wohl auf die Sklaverei hin, die die Menschen teilweise pflegten. "Zwei unglückliche Kinder mit einem unglücklichen Schicksal", schloss der Gelehrte seine Deutung.

Elaimandraia erkundigte sich, wo er die Kinder nun eher vermuten würde und da er auf Tragalún setzte, beschloss sie die dortige Landessprache zu erwerben. Trangalisch schien ihr dabei eine vergleichsweise unrunde Sprache zu sein, aber sie machte Fortschritte. So weit es möglich war, versuchte sie auch etwas von der Kultur und Lebensweise der Menschen Tragalúns zu erfahren. Zwei Jahre vergingen so, ehe sie erneut träumte:

Ein Mann beobachtete eine Gruppe Sklavenhändler. Sie ahnten noch nichts von ihrem baldigen Ende. Elaimandraia war überrascht von Gedanken, die kühl und berechnend wirkten. Ihr wurde klar, dass sie seine Überlegungen auffing. Alles geschah sehr leise, zwei Männer starben. Sie sah Blut den Sand tränken, ehe sie in eine plötzlich gleißende Sonne blinzelte. Sie sah einen Jüngling schweißgebadet beim Üben mit einer Klinge, dann einen jungen Erwachsenen, mit nunmehr zwei Schwertern, der von einem Mann wieder und wieder abgewehrt und in arge Bedrängnis gebracht wurde. Die Szene wandelte sich. Sie war direkt neben dem jungen Mann, der nun beobachtete, wie sein Meister drei Männer zügig und vor allem Leise niederstreckte, dann rannte er selbst los und machte sich selbst an einem Tor zu schaffen... Es war immer noch dunkel, ein Lagerfeuer brannte und müde Körper ruhten unter warmen Decken. Im Lichtschein sah sie deutlich das Gesicht eines zufriedenen und doch unbefriedigten jungen Mannes. "Wie fühlst du dich", fragte der Meister und Elaimandraia erkannte, dass er Trangalisch sprach. Die Worte des Schülers verstand sie nicht, das Bild schwand bereits vor ihren Augen.

Als sie nun ihre Augen öffnete, wusste sie, dass sie eine Aufgabe hatte. Sie mussten diesen jungen Mann finden. Aber wie? Die Wüste war weit und es wäre ungünstig, würde das Portal all zu weit von ihm entfernt geöffnet. Sie setzte sich also an diesem Tag erneut zur Meditation, nachdem sie einen Boten zu Meister Roheliel und ihrem Vater entsannte, dass sie heute erneut fern bleiben würde. Ihre Hoffnung auf einen weiteren Hinweis wurde erfüllt. Vor ihrem inneren Auge zeigte sich ein Wüstenland in dem ein junger Mann niederkniete, etwas Sand aufhob und durch seine Hand rieseln ließ. Das Bild wandelte sich und sie sah die Stadt Dschefan, ohne ihren Namen zu kennen. Sie sah den jungen Mann ein Fenster aufbrechen und in das Gebäude eindringen. Das Gespräch blieb ihr verborgen, aber sie wusste, dass er mit jemandem gesprochen hatte.

Als sie später mit dem Gelehrten über das Menschenreich Tragalún sprach, entschlüsselte er ihr, dass sie wohl nach Dschefan reisen müsse, wenn sie diesen jungen Mann finden wollte. So trat Elaimandraia an die zuständigen Engel heran und erzählte von ihren Träumen: "Ich glaube, das Große Licht hat mich zum Schutzengel berufen. Wenn ich recht habe, so soll ich nach Dschefan reisen und einen jungen Mann finden, von dem ich nur das Gesicht kenne."

Würden die Engel der 30-jährigen Engelfrau ein Portal öffnen?


Gefährten: noch keine
Familie: Vater Uleliel, Mutter Azamariel

Passende Musik: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


Zuletzt von Elaimandraia am Sa Apr 04, 2015 11:37 pm bearbeitet; insgesamt 8-mal bearbeitet
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