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Wer schreibt wo? (Stand: 24.06.17)


Riguskant
Dorf Ahring:
Oluwoye

Das verlassene Haus (Nahe Srodholm):
Kraja der Rabe
Erzähler

Handelsstraße von Srodholm nach Königsburg:
Jaden
Schreiberling (Kraja)

Die weiten Felder (Davencia):
Terano Leiryfe Sanador
Ardaja Elasia
Sélari

Das Gasthaus zur Seidenblume (Königsburg):
Lossea

Der Nipherweg:
Kshri'Nakh
Tarren

Rastplatz nahe Grunnat:
Jaekim
Loke
Kinim

Steppenstraße:
Argus

Gut Faneuil:
Shayela
Francis Faneuil

Vorhof des Herrenhauses:
Remiron
Chakko

Die Kristalhallen (Schavenna):
Egon
Faylinn
Myrrmayarra

Kreuz und Quer durch Riguskant:
Azariel
Luna

Seitengasse (Grunnat):
Xorastra
Adaline

Die Grüne Hölle
Die Blutwehr (Waldrand):
Kasimir
Alice van Harp
Neisseria
Lo'Ren

Kleines Amazonendorf:
Faicyne

Karatina
Dorf Merrehain:
Yheran Maknossar
Obrogun

Rabans Einsiedelei (Graue Wacht):
Luvia
Narmil Machatrim
Fatisa' Ideno Pheal

Kleine Siedlung (Dämoneneinöde):
Mayaleah
Kiran
Outis

Fluss Perlflucht:
Phoebe
Finn

Kohwatt:
Mathilda
Lil'yandra Iathaille

Lokettgraun Hauptstraße:
Hlevana Tuscha
Xern

Gasthaus 'zum wilden Giersch':
Fynn Hellwind
Jarko

Hexenhütte (Amdalon):
Vithsotah

Westlich des Nysbelth;
Thech Sharr
Raltjof
Itjaika

Buchinholz:
Korinius
Julian

Perlfurt:
Esya
Rasaya

Tragalùn
Felsdorf (Gebirge der Gewalten):
Elaimandraia
Dragor


Die Wilden Lande
Westlicher Waldrand (Frostbakenwald):
Carnak
Astrid
Goldmund

Stjäla-Fjord:
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Jaiva
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Die Religionen Crepererums

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Die Religionen Crepererums

Beitrag von Das Große Licht am Mo März 30, 2015 12:24 pm

Die Religionen der Zwielichter

Im folgenden lassen sich Texte zu den Religionen finden.
Zur besseren Übersicht und schnelleren Navigation stellen wir hier Quicklinks bereit:

Der Sonnenglaube (Tragalún, Riguskant, Karatina)
Forcewald
Die Wilden Lande
Amazonen


Zuletzt von Das Große Licht am Mi Mai 10, 2017 11:26 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Die Religionen Crepererums

Beitrag von Das Große Licht am Mi Mai 10, 2017 11:03 pm

Der Sonnenglaube (Riguskant, Karatina, Tragalún)

Der Sonnenglaube ist die am weitesten verbreitete Religion in Crepererum und wird von den meisten Menschen zelebriert. In Karatina ist der Glaube verboten worden. Als das Land noch Nebelad hieß, war der Sonnenglaube noch erlaubt. Heute aber werden Geistliche sogar verfolgt und gefangen genommen häufig sogar getötet. Riguskant und Tragalún haben immer noch den Sonnenglauben auf ihre Fahnen geschrieben, leben diesen aber in zwei leicht abweichenden Variationen aus.

(Wichtig: das Große Zwielicht gibt es zwar aber es zeigt sich nicht. Die Menschen wissen also nichts von seiner Existenz. Es kann in wenigen Einzelfällen sein, dass jemand an einen Gott zwischen Sonne und Mond glaubt, aber das ist individuell)

Inhalt
Gottheiten und ihre Herolde
Man glaubt an das Große Licht, die Sonne am Himmel. Sein Gegenspieler ist der Mond, der auch Teufel genannt wird. Beide sind männlich. Dem Teufel dienen Dämonen und das Große Licht scharrt Engel um sich. In großen Teilen ist der Sonnenglaube am Christentum angelehnt. Daher sehen Engel und Dämonen wie uns bekannte Gestalten aus. Ebenso der Teufel. Das Große Licht wird als Sonne symbolisiert.

Entstehungsgeschichte
Das Große Licht stand an erster Stelle und erschuf diese Welt. Allerdings wurde dadurch der Teufel auf den Plan gerufen, der als „kleiner Bruder“ des Lichtes gesehen wurde. Er war eifersüchtig auf seinen großen Bruder, da er etwas so wundervolles geschaffen hatte. Aus diesem Grund brachte er fortan Sünden und dunkle Begierden über das Land. Der Sonnengott wachte seit dieser frevelhaften Einmischung über seine Schöpfung, während der kleine Bruder einmal im Monat als Mond die Nacht regierte und unter anderem auch die Tiermenschen stark beeinflusste. Er war es schließlich, der die Kralle des Tieres über die Welt brachte.

Festlichkeiten
Taufe (Nur in Tragalùn)
Wie im Christentum. Wer nicht getauft wird, ist nicht im Glaubenskreis aufgenommen und kommt nach dem Tod ins Reich des Mondes/ in die Hölle. Der Ablauf ist derselbe wie im Christentum. Weihwasser wird über den Kopf des Taufenden geträufelt und ein Priester zitiert aus dem Arkon (die heilige Schrift des Sonnenglaubens)
Hier begründet sich eine gewisse Verachtung gegenüber Riguskant und Karatina, die eine Taufe nicht vorsehen. Die Taufe wird für gewöhnlich an Neugeborenen vollzogen. Allerdings werden auch Erwachsene getauft, die zum tragalúnischen Sonnenglauben wechseln.

Heirat
Menschen gehen eine Ehe ein, die heilig ist und nicht gebrochen werden darf. Es herrscht Monogamie, außer in Tragalùn, da wird vor allem im Adel mehrfach geheiratet (Harem). Wer das Ehegelöbnis bricht wird verachtet. In manchen Regionen sogar aus Rache getötet (Tragalùn – und das auch nur bei Frauen, getarnt als Unfall oder mithilfe eines Auftragsmörders). Eine Witwe oder ein Witwer darf in Riguskant  nicht erneut heiraten. Das gehört sich nicht. In Karatina ist dies notwendig geworden, daher darf nach der Trauerzeit (zwischen 1-3 Jahre) wieder geheiratet werden. In Karatina gibt es keine Heirat in der Kirche mehr, solche finden auf weiten Plätzen, Ställen, oder ähnlichem statt.

Beerdigung
Es gibt ein Leben nach dem Tod. Die Seele geht ins Himmelreich über, das wird in dieser Religion zumindest geglaubt. Die Menschen sehen Anima im Himmel als dieses Reich an. Die verbliebene Hülle jedoch ist tot und wird für gewöhnlich in der Erde begraben. Es gibt aber auch Seebestattungen an den Küsten oder Verbrennungen für diejenigen, die sich kein ordentliches Begräbnis leisten können. Wie im Christentum wird ein Ritus abgehalten, um sich von der Person zu verabschieden. Es ist ein trauriger und gleichzeitig glücklicher Tag, daher tragen die Trauernden Weiße oder Schwarze Kleidung. (Abhängig von der Region → Riguskant: Schwarz, Tragalùn: Weiß, Karatina: Schwarz). Anschließend gibt es ein Festmahl, was feierlich abgehalten wird. Die Toten werden auf Friedhöfen begraben, die meist in der Nähe von Kirchen sind. In Karatina werden die Menschen nicht mehr in Kirchen verabschiedet, auch dies findet auf neutralem Boden statt.


Organisation
Oberhaupt
Hier unterscheiden sich die drei Länder stark. In Riguskant und Karatina gibt es kein übergeordnetes Oberhaupt sondern in jeder einzelnen Kirche einen Hohepriester unter dem alle anderen Geistlichen dienen. In Riguskant gibt es dafür auch eine Kirchensteuer, um all die Kirchen zu unterhalten. Einmal jährlich kommen die Hohenpriester aus Riguskant zusammen, um den Rat der Geistlichen abzuhalten. Etwas, was es im damaligen Nebelad (heute Karatina) nicht gab. Dort konkurrierten die Hohenpriester und versuchten jeweils ihre Kirche besonders groß und mächtig werden zu lassen. Der König steht an oberster Stelle in jedem Land. In Tragalùn gibt es den Arkontrar, der über allen Priestern des Landes steht und den König Tragalùns krönt sowie heilig spricht.

Aufgaben
In allen Ländern dienen die Geistlichen als seelische Stütze der Bevölkerung. An sie werden Probleme aller Art herangetragen. Man kann seine Sünden beichten, um Vergebung bitten und Rat ersuchen. In Riguskant gibt es außerdem Mönchskloster, die als Schulen dienen, Wissen sammeln und Raum für eigene Studien bieten. Diese gibt es auch für Frauen in Form von Nonnenklöstern. In Karatina gibt es keine Kirchen und Geistliche mehr, sie werden verfolgt, sollten sie sich zeigen. Allerdings reisen sie noch in Verkleidung durch die Lande und versuchen das Leid der Karatiner zu mildern. Geistliche  sind in Tragalùn ausschließlich männlich. In Riguskant und Tragalún dürfen Geistliche nicht heiraten.

Gotteshäuser
In Riguskant sehen die Kirchen und Klöster wie gotische Bauten aus. Sie haben also hohe Decken, Maßwerkfenster, filigranes Zierrat und gewölbte Deckenstrukturen mit Spitzbögen. Allerdings gibt es auch Buntglasfenster. Auch in Nebelad (heute Karatina) gab es einst derartige Bauten, doch heute sind es nur noch Ruinen oder verlassene Gebäude. Es sind dunkle Orte an denen es spuken soll. Kein Mensch soll sie betreten. In Tragalùn finden sich vermehrt Tempelbauten und einfache Kirchen aus glattem Stein. Die Kirchen dienen als Versammlungsort und die Tempel dürfen nur von Geistlichen betreten werden.

Persönlichkeiten
Der aktuelle Akontrar ist Arhastaf der Erhabene. Er sprach König Hagetan heilig und auch dessen Vater. Viele Kirchen und Klöster werden nach Heiligen benannt. Der Heilige Sankt Luknis ist in allen drei Ländern als Heiliger anerkannt und gilt als der Überbringer des Sonnenglaubens. Sankt Arielis wird ebenfalls in allen drei Ländern als Heiliger anerkannt. Er war der Autor der heiligen Schrift, dem Arkon. Raphael der Märtyrer ist nur in Riguskant bekannt und starb in einem Glaubenskrieg gegen die Wildländer. Sankt Feralis war ein Heiliger der Karatiner, doch sein Erbe ist wichtig für den gesamten Sonnenglauben. Er entwickelte das heilige Symbol, die Sonne, mit dem das Große Licht angepriesen wird. Dieses ist nun in allen drei Ländern üblich.

Paladine
In Riguskant gibt es einen Orden, der den Glauben mit Waffen vertritt. Dieser agiert nur dort und benutzt heilige Waffen, um gegen die Kreaturen aus den Portalen anzugehen. Auch Sünder und Tiermenschen in Mondgestalt werden von ihnen gejagt und zur Rechenschaft gezogen.

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Re: Die Religionen Crepererums

Beitrag von Das Große Licht am Mi Mai 10, 2017 11:04 pm

Forcewald
Die Forcewälder haben einen etwas anderen Glauben entwickelt, da sie über deutlich mehr Wissen verfügen als der Rest der Menschheit. Sie wissen von der Unterwelt Letum und können auch mit Bestimmtheit sagen, dass es sich bei der Oberwelt Anima um ein eigenständiges Reich handelt und nicht um das Land, in dem sich die Toten versammeln. Forcewälder glauben daher eher an den ewigen Kreislauf. An die Wiedergeburt. Sodass jeder Mensch nach seinem Tod entweder in der Oberwelt, der Unterwelt oder wieder in Crepererum wiedergeboren wird. Je nach dem wie er sein Leben gelebt hat, ob er Gutes oder Böses tat werden ihm diese Taten vor Augen geführt nachdem er das Zeitliche gesegnet hat. Die Seele, die sich in diesem Prozess von seinem Körper löst wird dann vor das Große Licht geführt. Dieses entscheidet, welches Land seinem Leben gerecht wird und in welchem er neue Erfahrungen sammeln wird. Ihrem Glauben nach landen böse Menschen in der Unterwelt und Gutmütige in der Oberwelt.

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Re: Die Religionen Crepererums

Beitrag von Das Große Licht am Mi Mai 10, 2017 11:07 pm

Die Wilden Lande
"Einst erschuf der große Wolkenriese Yuarkhnim die Welt aus einem Klumpen Dreck. Er formte die Welt mit seinen Bergen und Tälern und hauchte ihr Leben ein. Dort, wo Yuarkhnims frostiger Atem direkt auf die Erde traf, überzog sie weißer Schnee, der im Licht hell erstrahlte... und dort entstanden Wesen die kräftig, gesund und groß gewachsen waren und damit seinem eigenen Antlitz glichen.
Dort jedoch, wo Yuarkhnims frostiger Atem die Erde nicht direkt traf, sondern sie nur leidlich streifte, da hielt sich der Schnee nicht... und die Kreaturen die dort entstanden waren klein, weinerlich und schwach von Gestalt."

"...Über die Himmelsweite führt der große Wolkenriese Yuarkhnim seine wilde Jagd an. Sein Arm ist stark. Sein helles Licht weist ihm den Weg. Tag für Tag drängt er seine wehrhafte Beute zum Horizont um sie dort nieder zu strecken. Ihr Blut färbt den Abendhimmel rot. Seine Fackel erlischt, wenn er sich zur Ruhe legt.
Yuarkhnim hat einen Bruder, der muss tief in der Erde leben, denn er ist nicht stark genug, um in der Himmelsweite jagen zu gehen.
Es ist Bna. Und damit sein starker Bruder ihn nicht sieht, jagt Bna nur in der Dunkelheit, wenn Yuarkhnim sich schon abgewandt hat. Und weil Bna nicht so stark wie sein Bruder ist, jagt er nur, was schon gestorben ist und sich nicht wehren kann.
Es ist Bna, der Aasfresser.
Wenn wir sterben, dann wird er kommen und unseren Körper holen. Doch unsere Seelen können emporsteigen. Unsere Seelentiere führen uns den Weg. Wenn wir würdig sind, wird Yuarkhnim unsere Seele in sein Land hinter der Himmelsweite einlassen. Und diejenigen, die sich besonders hervortun - diejenigen, die die stärksten unter uns sind, die dürfen an seiner Seite mit auf die wilde Jagd kommen, und über die Himmelsweite wandern, auf dass man sie niemals vergisst."

...So die Erzählungen der Schamanen. Für die Wildländer ist das Leben also nur eine Art Prüfung, in der sie ihren Wert beweisen. Die Welt Animas, die man an klaren Tagen am Himmel sehen kann, halten sie für das 'Land hinter der Himmelsweite', in das die starken Seelen nach dem Tod Einzug erhalten. Verwesung und Verfall, den man Leichnamen ansieht, ist für sie der Einfluss des bösen Götterbruders Bna, der vom Aas zehrt, sobald die Seele den Körper verlassen hat.

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Re: Die Religionen Crepererums

Beitrag von Das Große Licht am Mi Mai 10, 2017 11:15 pm

Amazonen
„Es heißt, einst liebten sich zwei Menschenfrauen. Doch diese Liebe war verboten. Die Männer schlugen sie, als sie davon erfuhren. Da flohen die Liebenden. Sie schlossen sich mit anderen Frauen zusammen, die frei sein wollten, die lieben, tanzen und singen wollten, ohne dass ein Mann es ihnen verbat. Sie waren mutig, also flohen sie in die Grüne Hölle. Sie wussten, dass die Männer es nicht wagen würden, ihnen zu folgen. Und die Männer folgten ihnen nicht.
In den Tiefen des Waldes waren sie sicher, doch nun waren sie auch verirrt und ängstlich. Da trafen die Flüchtigen auf die Zwillingsschwestern Vinu und Melva, die nicht ohne einander sein konnten. Vinu war weiß wie Wolken und die Steine an den Flüssen. Sie war das Leben, die Geburt und der Neubeginn. Melva war braun wie die Erde und das Holz der Bäume. Sie war der Tod, der zu Vinu gehört, damit neues Leben entstehen kann. Vinu und Melva nahmen sich bei der Hand und tanzten den Kreislauf des Lebens. Dann nahmen sie die geflohenen Frauen in ihre Mitte, um sie zu lehren.
Vinu brachte ihnen bei, sich zu lieben, Leben zu zeugen und zu heilen. Sie zeigte den Frauen die Schätze der Natur, die Früchte und Beeren, die sie essen durften. Melva brachte ihnen bei, den Tod und die Dunkelheit nicht zu fürchten. Sie lehrte den Frauen die Jagd, zu töten und zu kämpfen wie die Raubkatzen.
Als die Frauen alles gelernt hatten, zeigte Vinu in den Himmel. „Seht ihr dieses Land dort? Das ist unser Reich. Das Götterreich“, so sprach sie. „Wenn ihr unsere Lehren befolgt und die Natur ehrt, dürft ihr in unser Reich einkehren. Dann singen und tanzen wir den ganzen Tag. Ihr werdet niemals mehr hungrig sein oder Krankheit erleiden.“ Und Melva trat zu ihr und sagte: „Aber nehmt euch in Acht vor dem Verbannten. Es ist der widernatürliche Gott, der Mondmann, den wir aus unserem Reich verstoßen hatten und unter der Erde begruben. Er ist getrieben von Chaos und Gier, und will alles verderben und zerreißen. Er tötet nicht, weil er hungrig ist. Er tötet nur wegen der Lust, weil er irrsinnig ist und Freude daran hat, wenn die Welt aus den Fugen gerät. Lasst euch nicht von ihm fangen, oder er zieht euch unter die Erde und weit fort von unserem Himmelreich.“
Und die Frauen verstanden und lebten nach ihren Lehren...“


Die Amazonen verehren das Schwesternpaar Vinu und Melva als Hauptgottheiten. Vinu ist hierbei eine Art Fruchtbarkeitsgöttin und Schutzpatronin der Sammler und Heiler, während die Todesgöttin Melva gleichzeitig als Schutzpatron der Jäger und Fischer gilt. Vinu und Melva hatten mehrere Töchter, denen jeweils bestimmte Aufgaben zugedacht wurden. Die jüngste Tochter, Min, ist zum Beispiel die Göttin der Musik und Malerei. Sie wird oft als ein bunter Singvogel dargestellt. Ihr Zwilling ist Fra, die Göttin des Feuers, Tanzes und der Leidenschaft. Die Götter leben ihrer Ansicht nach im Himmelreich(gemeint ist Anima) und kommen manchmal von dort herunter in die Menschenwelt. Es gibt neben den mächtigeren Gottheiten auch noch weitere, zahlreiche lokale Gottheiten, die nur über einen Fluss, einen See oder einen Berg herrschen. Sie alle haben ihren Ursprung in Vinu und Melva und sind manchmal nur die Kindeskinder der Kinder der Göttinnen. Das trifft auch auf die kleinsten Naturgeister zu (zu denen sie zum Beispiel Feen zählen würden). Wobei Amazonen bei ungewöhnlichen Kreaturen gleich auf einen göttlichen Ursprung tippen. So könnten sie einen Engel als Tochter einer Luftgottheit verehren, etc.
Melva und Vinu hatten auch eine Tochter, die Lichtgöttin Sola, die in Form der Sonne über den Himmel wandert. Sie besaß den einzigen Sohn der Götterfamilie, den verdrehten Halbgott Lerchos: der kleine Mond soll in früherer Zeit für Licht in der Nacht gesorgt haben. Doch dann wurde Lerchos verrückt. Er wurde zum Gott des Wahnsinns und des Widernatürlichen und lässt einmal im Monat die Natur verrückt spielen, wenn er am Himmel steht. Alle bösen Kreaturen haben seinen Ursprung in ihm und auch die Kralle des Tiers wird seinem Wirken zugeschrieben. So soll er sich in wilde Tiere verwandeln und die Krankheit selbst weitertragen.

Über Sonne und Mond:
„Am Anfang waren Vinu und Melva, die göttlichen Schwestern. Die verschieden waren und doch nicht ohne einander sein konnten. Vinu war das Leben und Melva der Tod. Sie liebten sich und aus dieser Liebe entsprangen zwölf göttliche Töchter. Mit denen lebten sie in großen Palästen und gingen durch einen Wald voll wilder Pflanzen, Blumen und Tiere.
Die Älteste der Töchter war die wunderschöne Lichtgöttin Sola, die jeden Tag als Sonne über den Himmel wandert. Ihr Zwilling war die schüchterne Amu, der Schatten, der ihr auf Schritt und Tritt folgt. Als Sola sich eines Abends in einer Blumenwiese niederlegte, näherte sich ihr ein männlicher Affe mit schwarzem Pelz. Er hatte kräftige Arme, aber wenig Geist, und war betört von der Schönheit der Göttin. Er raubte Sola und es wurde dunkel in der Welt. Amu jedoch ist immer in der Nähe ihrer Schwester. Sie hatte alles gesehen und berichtete ihren Müttern, wer Sola entführt hatte. Melva war rasend vor Zorn und ging auf die Jagd. Sie erlegte den Affenmann und holte die Sonne zurück. Doch Sola war bereits schwanger.
Sie gebar ein einziges, einsames Kind, den kleinen Mond Lerchos. Keiner sah ihn gerne an und so schickte man ihn, in der Nacht den Himmel zu erhellen. Denn wenn Sola schlief, war die Nacht doch sehr dunkel! Den Göttern war es gut so, doch Lerchos selbst war sehr einsam, da am Nachthimmel, und die Einsamkeit machte ihn verrückt. Er formte sich Männer und Frauen aus Lehm, zu denen er sprach, aber sie sprachen nicht zurück. Vinu hatte Mitleid mit dem einsamen Lerchos und küsste die Lehmfiguren auf den Mund. Da erwachten sie zum Leben und fingen auch an zu sprechen. So entstanden die ersten Menschen.
Doch die Männer der Menschen hatte Lerchos nach sich selbst geformt und deswegen trug jeder von ihnen ein Stück seines Irsinns in sich. Sie bekämpften sich untereinander. Außerdem waren sie so tierisch und triebhaft, dass mehr und mehr Menschen kamen. Immer mehr Menschen liefen durch die Götterwelt. Und der verrückte Lerchos mischte sich unter sie und zeugte viele, kleine Sterne. Da verließen Vinu und Melva ihre Paläste und schufen sich ein neues Götterreich im Himmel. Von dort konnten sie das Treiben der Menschen beobachten. Und Vinu weinte, wenn die Menschen Lichtungen in ihre Lieblingswälder rissen und den Boden umwühlten und sie bereute es, sie zum Leben erweckt zu haben.
Lerchos wollte auch in das neue Götterreich, aber Melva sah Vinu weinen, und sie verbat es ihm. Er sollte bei den Menschen bleiben, mit denen er sich herumtrieb.  Da wurde Lerchos wütend und – weil alle Männer selbstsüchtig und grob sind – wollte er sich an den Göttinnen rächen. Und überall wo er auftauchte, brachte er Irrsinn und Widernatürlichkeit mit und mischte Mensch und Tier und machte Pflanzenfresser zu Fleischfressern, sodass die Welt in großes Chaos stürzte. Als die Göttinnen das sahen, verbitterte es sie und Melva zog aus und warf Lerchos auf die Erde. Einen Monat brauchte der Mondmann, bis er sich wieder erholt hatte, in den Himmel zurückstieg und wieder Chaos stiftete. Und wieder kam Melva und warf ihn auf die Erde. Und das passiert seitdem immer wieder. Monat für Monat. Jahr für Jahr.“


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