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Das Volk der Amazonen

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Das Volk der Amazonen

Beitrag von Das Große Licht am Mi Sep 21, 2011 6:47 pm



Die Amazonen

Geschichte
Die wilden Frauen der Grünen Hölle sind seit Urzeiten die erklärten Feinde der menschlichen Holzfällerdörfer. Sie leben versteckt in den Tiefen der Nebelad-Wildnis und zeigen sich nur, wenn sie Überfälle tätigen oder Eindringlinge aus ihren Gefilden vertreiben. Für viele Menschen ist dieses rein aus Frauen bestehende Volk daher ein Rätsel und sie spinnen viele Ammenmärchen und Geschichten darum. Wachsen sie auf Bäumen? Oder entführen sie junge Mädchen in ihr Reich? Eine männliche Amazone wurde jedenfalls noch nicht beobachtet. Es ist auch unklar, woher sie ursprünglich stammen. Die Amazonen selbst erzählen sich natürlich ihre ganz eigene Entstehungsgeschichte, die tief mit ihrer Glaubensvorstellung verknüpft ist.
Wegen ihrer grundlegenden Feindseligkeit allen Fremden - besonders Männern - gegenüber, erhielt sich dieses Naturvolk seine Kultur fast in seiner reinen Form. Nicht wenige Amazonen verbringen ihr ganzes Leben im Dschungel, ohne jemals einen Außenstehenden zu Gesicht zu bekommen. Wieso sollten sie ihr gefährliches Paradies auch verlassen?

Rassenmerkmale
Äußeres
Körpergröße: 1,60-1,90m
Haarfarbe: schwarz, braun, blond, fuchsrot, feuerrot, golden, pink, grün, blau, …(jede erdenkliche Farbe möglich, selten ist weiß)
Augenfarbe: haselnussbraun, olivgrün, kohlschwarz, stahlgrau, meerblau, … (jede erdenkliche Farbe, selten sind rot, weiß und gold)
Hautfarbe: weiß, hell, gebräunt, braun, dunkelbraun, schwarz

Amazonen kann man zunächst für menschliche Frauen halten, doch gleichzeitig sind sie keineswegs mit einer gemütlichen Bäuerin aus Sommasflucht zu vergleichen. Das Leben im Urwald formt den Körper einer Amazone. Die meisten haben sportlich, schlanke Gliedmaßen, mit denen sie behände zwischen den Ästen großer Bäume entlang klettern können. Gleichzeitig verfügen sie über schöne, weibliche Rundungen. Größe, Haut- und Haarfarbe einer Amazone können sehr unterschiedlich ausfallen. Mancher Typus ist so dunkel, dass er auf eine tragalúnische Herkunft hinweisen könnte, doch dann gibt es auch Frauen mit heller, sommersprossiger Haut. Wirklich ungewöhnlich kann die Haarfarbe ausfallen, denn eine Amazone könnte jede erdenkliche Farbe vererbt bekommen haben. Das kann eben auch grün, blau oder rosa sein! Doch das ist nicht die einzige Eigenart, die bei einer Amazone anders als bei einer menschlichen Frau.
Vielen Amazonen wachsen Pflanzenteile aus der Kopfregion. So tragen manche immergrüne Blätter oder Blüten im Haar, die sehr zu ihrem individuellen Gesamtbild beitragen. Manchmal sind die Blätter so zahlreich und weit entwickelt, dass die Amazone aus Sonnenlicht Energie gewinnen kann und dadurch weniger essen muss.

Die Kleidung der Amazone besteht meistens aus Leder- und Fellstücken. Hitze und Freiheitsliebe sorgen aber dafür, dass nur wenig Haut verdeckt wird. Die Frauen schämen sich nicht für ihre Körper und haben auch keine Scham, diesen zu präsentieren. Lieber schmücken sie ihn mit Holzperlen, Federn, Knochen und anderen Dingen, die die Natur hergibt. In manchen Amazonendörfern sind auch Narben sehr beliebt. Dazu fügen die Amazonen sich immer wieder Schnitte an bestimmten Stellen und in bestimmten Anordnungen zu, sodass sich ein Muster oder Runen ergeben.
Sehr viele Amazonen schätzen es auch ihre Körper zu bemalen. Dazu nutzen sie natürliche Pigmente aus farbiger Erde, die sie mit Pflanzenölen anmischen. Besonders bei kriegerischen Übergriffen bemalen die Frauen ihre Gesichter und schrecken so ihre Feinde.

Lebensraum

Die „Grüne Hölle“, so wird die Nebelad Wildnis auch genannt. Dieser Urwald war schon der Tod vieler Abenteurer. Es heißt, wer sich einmal hinein gewagt hat, der würde nie wieder herausfinden. Vielleicht sind die Amazonen einer der Gründe dafür. Neben den giftigen Schlangen, Insekten und wilden Tieren natürlich. Das Betreten des Waldes ist wie das Eintauchen in eine völlig andere Welt. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, es ist schwül warm und vor dem Grollzinnen-Gebirge kommt es regelmäßig zu kräftigen Gewittern und Schauern, die den Regen wie aus Kübeln niedergehen lassen. Auch gibt es hier so viele verschiedene Pflanzen und Tierarten, dass nicht einmal die Hälfte all dieser als erforscht gilt. Aber welcher Forscher ist auch verrückt genug, sich in die Grüne Hölle vorzuwagen? Auch Ruinen könnten die Forscher in der grünen Hölle entdecken. Die Reste einer unbekannten, vergangenen Zivilisation, ganz verwachsen von mächtigem Wurzelwerk und Lianen, vergessen, versunken – und verlassen.
Wahrscheinlich kennen nur die Amazonen selbst die verschlungenen Pfade zu ihren Dörfern. Tief versteckt im Herzen der Wildnis bewohnen sie Siedlungen, die zumeist nur aus Baumhäusern bestehen, welche mit Brücken und Stegen miteinander verbunden sind und einen feindlichen Überfall von vornherein zum Scheitern verurteilen.
Die Amazonen nutzen ihr Umfeld, gehen in der Wildnis auf die Jagd, sammeln die Früchte des Waldes und baden in dem klaren Wasser der zahlreichen Flüsse und Seen. Und vor allem tun sie eines: Sie machen Musik. Manch armer Wanderer irrte schon durch die Tiefen der Grünen Hölle, blieb plötzlich stehen und lauschte. Und dann hörte er die leisen Trommeln, die Flöten und die vollen Stimmen der Amazonen, wie sie durch den Wald schallten. Und nicht nur irgendwelche Wanderer, nein, der ganze Wald scheint zu lauschen, wenn die Amazonen zusammen musizieren…

Fortpflanzung

„Ihr fragt mich, wie sich ein Volk fortpflanzen kann, das nur aus Frauen besteht? So viel sei gesagt, es ist möglich. Für nähere Einzelheiten solltet Ihr wohl eine Amazone fragen. Und wer weiß? Falls Ihr eine Frau seid, …wird sie es euch ja vielleicht zeigen…“

Die Amazonen haben die besondere Gabe, sich untereinander befruchten zu können. Im üblichen Fall werden dabei beide Frauen schwanger und gebären beide nach neun Monaten ein Mädchen. Diese Mädchen werden Zwillingskinder genannt und sind durch ein besonderes Band miteinander verknüpft, dass sie befähigt, die Gefühle ihres Gegenparts zu spüren. Wenn die eine traurig ist oder Schmerzen hat, so wird die andere es erfahren, selbst wenn es viele Meilen sind, die sie voneinander trennen. Selten wird auch nur eine der Frauen schwanger. Die so geborenen Mädchen werden aber als Unglückskinder bemitleidet und haben stets das Gefühl, ihnen würde etwas fehlen. Viele von ihnen sind unstet und ziehen in die Welt hinaus.
Amazonen können auch mit Menschenmännern Kinder zeugen. Ein männliches Kind weist dann aber keine amazonischen Eigenschaften auf, während bei einer Tochter die Chance besteht. Ähnlich verhält es sich mit den anderen, humanoiden Rassen(Elfen, Engel,...). Bei Dunkelelfen setzt sich das dunkelelfische Erbe durch. Wie immer.
Aus einer Verbindung mit Tiermenschen gehen oft Fehlgeburten hervor. Mit Rakshuk können Amazonen Geschlechtsverkehr haben, aber keine Kinder in die Welt setzen. Bei Feen scheitert es schon an dem Größenunterschied. Der Temperturunterschied der Skar macht den Akt nicht ohne Hilfsmittel möglich.

Nahrung
Amazonen nehmen sehr viel Fleisch und Fisch zu sich, den ihre Jägerinnen oder Fischerinnen erbeuten, außerdem essbare Nüsse, Früchte, Pflanzen, Beeren und Wurzeln des Dschungels. Ackerbau findet keiner statt und Viehhaltung nur in begrenztem Maße. So halten sich Amazonen zum Beispiel eine Vogelart, die Wachteln ähnelt und deren Eier sie gerne verzehren.
Getrunken werden neben Wasser auch Säfte. Alkoholische Getränke genießen die Amazonen in Form von Obstwein, der durch einen Gärprozess aus den süßen Früchten der Grünen Hölle gewonnen wird. Der Alkoholgehalt ist etwas höher als bei den handelsüblichen Biersorten der Menschenstädte.

Besondere Fähigkeiten/Eigenschaften

Duft
Jede Amazone besitzt einen ganz eigenen Duft, der sie wie ein Parfüm umgibt und mit dem sie ihre Mitamazonen betören. Das können alle möglichen natürlichen Düfte sein. So gibt es unter ihnen Frauen, die nach Lavendel, Vanille, Rosen, nach einer Meeresbrise oder Salbei riechen. Besonders wenn es warm ist und eine Amazone ins Schwitzen gerät, verströmt sie diesen intensiven Duft.

Das Blattwerk
Eine weitere besondere Eigenschaft vieler Amazonen ist die Gabe, Blätter und Blüten zu entwickeln, die ihnen aus der Region des Deckhaars sprießen. Dies tritt nicht bei jeder Amazone auf und auch in unterschiedlicher Intensität. So tragen manche Amazonen ein regelrechtes Blätterdach auf dem Kopf, andere besitzen nur dezent verteilte Blümchen im Haar und manche gehen ihr ganzes Leben ohne diese Eigenart durch die Welt.



Magie

Der Großteil der Amazonen ist musisch begabt und unter ihnen gibt es solche, die mit ihrer Musik Magie wirken können. Sie nennen das ganz schlicht „Musikmagie“. Man findet sie so nur bei ihnen; es ist die Macht, mit Gesang, Melodie und Rhythmus magisches Wirken zu erzeugen. Amazonen können mit ihren Liedern zum Beispiel Furcht in den Feinden sähen oder Mut in ihren Verbündeten. Sie manipulieren Gefühle, lähmen die Glieder eines Gegners oder bezirzen mit ihren Melodien Tiere, die sich plötzlich gegen ihren Herrn wenden.  

Gesellschaft
Regierung
Bei den Amazonen sind alle Frauen gleich viel wert. Es gibt keine Adeligen und keinen Pöbel. Allerdings gibt es auch in einem Amazonendorf Personen, deren Wort mehr Gewicht innehat. Das sind derer drei: die Dorfälteste, die Hohepriesterin und die Kriegsfürstin.
Die Kriegsfürstin steht für Stärke. Sie befehligt die Kriegerinnen, überwacht die Verteidigung der Dörfer und plant Überfälle auf die Siedlungen der Holzfäller.
Die Hohepriesterin steht für das Leben, für die Schöpfung und ist das Sprachrohr der Götter. Sie leitet die religiösen Zeremonien, führt das Bindungsritual zwei sich liebender Frauen durch und gibt Neugeborenen ihren Segen.
Die Dorfälteste steht für Weisheit. Sie hat viel im Leben gesehen und kann aus ihrem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Sie ist die wichtigste dieser drei Persönlichkeiten. Wenn sich zwei Amazonen uneinig sind oder wenn ein Verbrechen begangen wurde, werden die Beteiligten der Dorfältesten vorgeführt. Diese versucht den Streit zu schlichten und verhängt Strafen über Amazonen, die Böses getan haben. Die schlimmste Strafe ist hierbei die Verbannung aus der Gemeinschaft der Amazonen. Die Dorfälteste trifft auch alle weiteren schweren Entscheidungen, obwohl die Hohepriesterin, sowie die Kriegsfürstin ein Mitspracherecht haben, wenn es die religiösen Riten oder die Kriegsführung betrifft.

Berufe

Besonders angesehen:
Dorfälteste
Hohepriesterin
Kriegsfürstin

Üblich:
Kriegerin
Priesterin
Späherin/Waldläuferin/Botin
Jägerin/Fischerin
Tischlerin
Bogenbauerin
Fleischerin
Sammlerin

Besonders verschmäht:
Kopfjägerinnen

Diese Liste dient nur der Anregung, und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

So gut wie jede Amazone ist handwerklich begabt und fände sich gut in der Wildnis zurecht, würde man sie dort aussetzen. Mit Stöckern Feuer zu entzünden, sich einen notdürftigen Unterschlupf zu bauen oder Fallen auszulegen wird den meisten Mädchen in Kindesalter beigebracht. Davon abgesehen hat in einem Amazonendorf jede Frau ihren speziellen Aufgabenbereich. Manche sind Jägerinnen, andere sammeln die Früchte des Waldes oder gerben Felle. Manchmal mischt sich die Arbeitsteilung auch, je nachdem, wo es gerade viel zu tun gibt. Auch Kriegerinnen führen neben ihrem eigentlichen Handwerk oft noch weitere handwerkliche Arbeiten aus.
Reine Künstlerinnen, Musikantinnen oder Geschichtenerzählerinnen sind äußerst selten, weil sie keinen konkreten Beitrag zum Überleben leisten würden, und eigentlich jede Amazone in der freien Zeit musiziert, Schmuck bastelt oder anders kreativ wird.
Ungewöhnlich ist der „Beruf“ der Priesterin, denn diese Frauen beschäftigen sich wirklich ausnahmslos mit der Ausübung der religiösen Zeremonien. Es gibt nur zwei, drei von ihnen pro Dorf. Meistens eine Ältere Priesterin, die einer Schülerin alles beibringt.  
Eine weitere Besonderheit unter den Amazonen bilden die Kopfjägerinnen, die nicht von allen Amazonen gerne gesehen werden. Sie streifen ohne festen Wohnort an den Waldgrenzen entlang, jagen und sammeln die Köpfe der unglücklichen Männer, die sie dabei auflesen und bringen sie zu Melvas Schreinen, um sie zu ehren. Die Habseligeiten der Opfer tauschen sie wiederum in den Amazonendörfern ein. So finden ungewöhnliche Gegenstände ihren Weg tief in die Grüne Hölle hinein.


Lebensweg

Die Geburt neuer Kinder ist ein Fest, das mit Tanz, Gesang und herrlichen Speisen gefeiert wird. Es werden – im üblichen Fall – zwei Mädchen geboren. Diese Zwillingskinder hängen ab ihren ersten Monaten zusammen und werden es vermutlich auch nach Jahren noch. Die Mütter, oder andere Verwandte, führen sie bereits im Kindesalter an die Grundlagen heran, die man zum Überleben in der Wildnis benötigt. Je nach Neigung und der persönlichen Entwicklung, lässt man den jungen Mädchen dann die Wahl, welches Handwerk sie erlernen wollen und bekommen eine passende Lehrerin zugeteilt. Oft eifern die Mädchen ja ihren Müttern nach, die sie dann als Schüler nehmen können, doch das trifft nicht auf jede Amazone zu.
Die Amazonen kennen ein Ritual, das dem der Hochzeit ähnelt. Sie nennen es aber eine „Bindung“ eingehen. Hierbei treten zwei sich liebende Frauen vor die Hohepriesterin des Dorfes und binden der Partnerin jeweils ein rechteckiges Stück Tuch oder dünnes Leder um das Handgelenk, das sie zuvor frei gestaltet haben. Dies Zeichen der Verbundenheit muss man aber nicht immer um den Arm gebunden tragen. Wichtig ist nur, es mit sich zu führen. Manche stecken das Band auch in einen Lederbeutel, den sie um den Hals tragen, binden es sich ins Haar oder befestigen das Band an ihrem Waffengurt. Die Priesterin gibt dem neuen Paar außerdem einen gemeinsamen Nachnamen, der an die gemeinsamen Kinder weitervererbt wird, bis diese selbst ihren Namen ablegen um die Bindung mit einer anderen Frau einzugehen. Einmal verbunden trennen sich Amazonen nur selten. Sie glauben an die wahre Liebe. Und trotzdem behaupten manche von ihnen, am stärksten würde doch das angeborene Band der Zwillingsschwestern halten. Die Liebe, die könnte kommen und gehen, wie der Wind…
Wenn Amazonen alt werden, kümmern sich die Familienmitglieder um die Pflege. Manchmal geht eine Amazone dann auch hinaus in die Wildnis, um alleine ihren Frieden zu finden. Es ist außerdem nicht selten dass, bei dem Tod des einen Zwillings, ihm der andere bald folgt.

Wenn eine Amazone stirbt, wird sie gewaschen, geschmückt und im Gesicht bemalt. Anschließend wird sie in einen Mantel aus Leder gewickelt, der Brust und Kopf freilässt und auf ein niedriges Holzgestell gelegt, damit sich alle verbliebenen Freunde und Verwandte von ihr verabschieden können. Direkt nach der Trauerfeier wird ihr Körper dann komplett in Leder eingewickelt und auf ein Hochgestell gelegt, wo sie neun Tage lang liegen bleibt. In dieser Zeit dürfen die Trauernden sich ganz ihrem Gefühl hingeben, sich an die Verstorbene erinnern und müssen nicht am gesellschaftlichen Geschehen teilnehmen. Am zehnten Tag wird das Hochgestell schließlich verbrannt und alle Habseligkeiten, die der Person wichtig waren, werden dazugelegt und ebenfalls verbrannt. Die Trauernden dürfen die Asche der Toten in einer Tonvase aufbewahren oder dem Wind überlassen. Manche lassen sie auch an Ort und Stelle, denn jede Amazone geht anders damit um. Nach dieser zweiten Trauerfeier, kriegen die Verbliebenen genug Zeit für sich, um mit ihrem Verlust fertig zu werden. Sie entscheiden selbst, wann sie sich wieder ihrer Arbeit widmen.

Existiert der Leichnam einer Amazone nicht mehr, werden stattdessen nur ihre Habseligkeiten aufgebahrt und verbrannt. Dies ist auch der Fall wenn eine Amazone dem Tode nahe ist und sich dazu entscheidet, ihren Körper der Wildnis zu überlassen. Dann gehen sie nämlich entweder mit oder ohne Abschied in den Wald und verbringen dort ihre letzten Stunden.

Amazonen ist es besonders wichtig nicht begraben zu werden, da sie dem Götterpaar und ihrem Götterreich nahe sein wollen. Kommen sie in die Erde, kommt es ihnen wie eine Art Verdammnis vor, denn dann werden sie von Lerchos verdorben und tief hinab in sein Reich gezogen. Aus diesem Grund ist ihnen der Hochstand so wichtig. Die verbrannten Habseligkeiten werden mit ins Götterreich genommen und die Asche dient den Verbliebenen als Trost und Erinnerung.

Kultur
Religion
„Es heißt, einst liebten sich zwei Menschenfrauen. Doch diese Liebe war verboten. Die Männer schlugen sie, als sie davon erfuhren. Da flohen die Liebenden. Sie schlossen sich mit anderen Frauen zusammen, die frei sein wollten, die lieben, tanzen und singen wollten, ohne dass ein Mann es ihnen verbat. Sie waren mutig, also flohen sie in die Grüne Hölle. Sie wussten, dass die Männer es nicht wagen würden, ihnen zu folgen. Und die Männer folgten ihnen nicht.
In den Tiefen des Waldes waren sie sicher, doch nun waren sie auch verirrt und ängstlich. Da trafen die Flüchtigen auf die Zwillingsschwestern Vinu und Melva, die nicht ohne einander sein konnten. Vinu war weiß wie Wolken und die Steine an den Flüssen. Sie war das Leben, die Geburt und der Neubeginn. Melva war braun wie die Erde und das Holz der Bäume. Sie war der Tod, der zu Vinu gehört, damit neues Leben entstehen kann. Vinu und Melva nahmen sich bei der Hand und tanzten den Kreislauf des Lebens. Dann nahmen sie die geflohenen Frauen in ihre Mitte, um sie zu lehren.
Vinu brachte ihnen bei, sich zu lieben, Leben zu zeugen und zu heilen. Sie zeigte den Frauen die Schätze der Natur, die Früchte und Beeren, die sie essen durften. Melva brachte ihnen bei, den Tod und die Dunkelheit nicht zu fürchten. Sie lehrte den Frauen die Jagd, zu töten und zu kämpfen wie die Raubkatzen.
Als die Frauen alles gelernt hatten, zeigte Vinu in den Himmel. „Seht ihr dieses Land dort? Das ist unser Reich. Das Götterreich“, so sprach sie. „Wenn ihr unsere Lehren befolgt und die Natur ehrt, dürft ihr in unser Reich einkehren. Dann singen und tanzen wir den ganzen Tag. Ihr werdet niemals mehr hungrig sein oder Krankheit erleiden.“ Und Melva trat zu ihr und sagte: „Aber nehmt euch in Acht vor dem Verbannten. Es ist der widernatürliche Gott, der Mondmann, den wir aus unserem Reich verstoßen hatten und unter der Erde begruben. Er ist getrieben von Chaos und Gier, und will alles verderben und zerreißen. Er tötet nicht, weil er hungrig ist. Er tötet nur wegen der Lust, weil er irrsinnig ist und Freude daran hat, wenn die Welt aus den Fugen gerät. Lasst euch nicht von ihm fangen, oder er zieht euch unter die Erde und weit fort von unserem Himmelreich.“
Und die Frauen verstanden und lebten nach ihren Lehren...“


Die Amazonen verehren das Schwesternpaar Vinu und Melva als Hauptgottheiten. Vinu ist hierbei eine Art Fruchtbarkeitsgöttin und Schutzpatronin der Sammler und Heiler, während die Todesgöttin Melva gleichzeitig als Schutzpatron der Jäger und Fischer gilt. Vinu und Melva hatten mehrere Töchter, denen jeweils bestimmte Aufgaben zugedacht wurden. Die jüngste Tochter, Min, ist zum Beispiel die Göttin der Musik und Malerei. Sie wird oft als ein bunter Singvogel dargestellt. Ihr Zwilling ist Fra, die Göttin des Feuers, Tanzes und der Leidenschaft. Die Götter leben ihrer Ansicht nach im Himmelreich(gemeint ist Anima) und kommen manchmal von dort herunter in die Menschenwelt. Es gibt neben den mächtigeren Gottheiten auch noch weitere, zahlreiche lokale Gottheiten, die nur über einen Fluss, einen See oder einen Berg herrschen. Sie alle haben ihren Ursprung in Vinu und Melva und sind manchmal nur die Kindeskinder der Kinder der Göttinnen. Das trifft auch auf die kleinsten Naturgeister zu (zu denen sie zum Beispiel Feen zählen würden). Wobei Amazonen bei ungewöhnlichen Kreaturen gleich auf einen göttlichen Ursprung tippen. So könnten sie einen Engel als Tochter einer Luftgottheit verehren, etc.
Melva und Vinu hatten auch eine Tochter, die Lichtgöttin Sola, die in Form der Sonne über den Himmel wandert. Sie besaß den einzigen Sohn der Götterfamilie, den verdrehten Halbgott Lerchos: der kleine Mond soll in früherer Zeit für Licht in der Nacht gesorgt haben. Doch dann wurde Lerchos verrückt. Er wurde zum Gott des Wahnsinns und des Widernatürlichen und lässt einmal im Monat die Natur verrückt spielen, wenn er am Himmel steht. Alle bösen Kreaturen haben seinen Ursprung in ihm und auch die Kralle des Tiers wird seinem Wirken zugeschrieben. So soll er sich in wilde Tiere verwandeln und die Krankheit selbst weitertragen.

Über Sonne und Mond:
„Am Anfang waren Vinu und Melva, die göttlichen Schwestern. Die verschieden waren und doch nicht ohne einander sein konnten. Vinu war das Leben und Melva der Tod. Sie liebten sich und aus dieser Liebe entsprangen zwölf göttliche Töchter. Mit denen lebten sie in großen Palästen und gingen durch einen Wald voll wilder Pflanzen, Blumen und Tiere.
Die Älteste der Töchter war die wunderschöne Lichtgöttin Sola, die jeden Tag als Sonne über den Himmel wandert. Ihr Zwilling war die schüchterne Amu, der Schatten, der ihr auf Schritt und Tritt folgt. Als Sola sich eines Abends in einer Blumenwiese niederlegte, näherte sich ihr ein männlicher Affe mit schwarzem Pelz. Er hatte kräftige Arme, aber wenig Geist, und war betört von der Schönheit der Göttin. Er raubte Sola und es wurde dunkel in der Welt. Amu jedoch ist immer in der Nähe ihrer Schwester. Sie hatte alles gesehen und berichtete ihren Müttern, wer Sola entführt hatte. Melva war rasend vor Zorn und ging auf die Jagd. Sie erlegte den Affenmann und holte die Sonne zurück. Doch Sola war bereits schwanger.
Sie gebar ein einziges, einsames Kind, den kleinen Mond Lerchos. Keiner sah ihn gerne an und so schickte man ihn, in der Nacht den Himmel zu erhellen. Denn wenn Sola schlief, war die Nacht doch sehr dunkel! Den Göttern war es gut so, doch Lerchos selbst war sehr einsam, da am Nachthimmel, und die Einsamkeit machte ihn verrückt. Er formte sich Männer und Frauen aus Lehm, zu denen er sprach, aber sie sprachen nicht zurück. Vinu hatte Mitleid mit dem einsamen Lerchos und küsste die Lehmfiguren auf den Mund. Da erwachten sie zum Leben und fingen auch an zu sprechen. So entstanden die ersten Menschen.
Doch die Männer der Menschen hatte Lerchos nach sich selbst geformt und deswegen trug jeder von ihnen ein Stück seines Irsinns in sich. Sie bekämpften sich untereinander. Außerdem waren sie so tierisch und triebhaft, dass mehr und mehr Menschen kamen. Immer mehr Menschen liefen durch die Götterwelt. Und der verrückte Lerchos mischte sich unter sie und zeugte viele, kleine Sterne. Da verließen Vinu und Melva ihre Paläste und schufen sich ein neues Götterreich im Himmel. Von dort konnten sie das Treiben der Menschen beobachten. Und Vinu weinte, wenn die Menschen Lichtungen in ihre Lieblingswälder rissen und den Boden umwühlten und sie bereute es, sie zum Leben erweckt zu haben.
Lerchos wollte auch in das neue Götterreich, aber Melva sah Vinu weinen, und sie verbat es ihm. Er sollte bei den Menschen bleiben, mit denen er sich herumtrieb.  Da wurde Lerchos wütend und – weil alle Männer selbstsüchtig und grob sind – wollte er sich an den Göttinnen rächen. Und überall wo er auftauchte, brachte er Irrsinn und Widernatürlichkeit mit und mischte Mensch und Tier und machte Pflanzenfresser zu Fleischfressern, sodass die Welt in großes Chaos stürzte. Als die Göttinnen das sahen, verbitterte es sie und Melva zog aus und warf Lerchos auf die Erde. Einen Monat brauchte der Mondmann, bis er sich wieder erholt hatte, in den Himmel zurückstieg und wieder Chaos stiftete. Und wieder kam Melva und warf ihn auf die Erde. Und das passiert seitdem immer wieder. Monat für Monat. Jahr für Jahr.“




Kunst
Die Kunst der Amazonen ist so wild und frei wie sie selbst. Sie fängt schon damit an, dass viele Amazonen selbst aussehen wie ein Kunstwerk. So geschmückt, wie viele von ihnen sind. Mit Federn, Perlen, dann mit bunten Symbolen bemalt. Manche Tätowierer sehen ihren Beruf auch wie den eines Künstlers und schaffen mit jedem Tattoo ein neues Werk. Außerdem wird gerne Holz bearbeitet. Große religiöse Skulpturen stehen manchmal mitten im Wald und überraschen einen Wanderer.
Auch in ihren Behausungen mögen die Amazonen es, kreativ zu werden. Sie bemalen Wände. Manchmal ganz abstrakt mit wilden Farben, dann wieder abbildend, indem sie Landschaften und Wälder ihrer Heimat nachmalen.
Sehr wichtig ist bei den Amazonen die Musik. Jeder Amazone werden schon früh die Weisen ihres Volkes beigebracht. Sie singen, tanzen und musizieren zusammen. Aus der Grünen Hölle stammen sehr viele eigenartige Instrumente. Am beliebtesten bleiben aber Trommeln, Flöten und Rasseln.

Sprache
Ferus (#008080 - teal) ist die Sprache der Amazonen. Sie klingt manchmal komplexer als sie ist, mit einer sehr altertümlichen, seltsamen Note darin. Es fällt sehr leicht, aus den Silben einen Singsang zu machen und zu reimen.
Auch eine Schrift haben die Amazonen, doch ist sie mehr eine Bildschrift, in der einzelne Symbole eine bestimmte Bedeutung haben. Manchmal stößt man im Wald auf Bäume, in denen ein bestimmtes Zeichen eingeritzt ist. Das könnte zum Beispiel „Gefahr“ bedeuten. Oder die Richtung zu einem Ort anzeigen.

Namensgebung
Amazonische Namen lassen sich manchmal auf die Eigenschaften des Kindes zurückführen. Zum Beispiel seinen Geruch oder seine Haarfarbe. Oft klingen die Namen melodisch und erhaben. Für Außenstehende vermutlich auch sehr exotisch.
Der Nachname der Kinder ist der der Mütter. Diese nehmen einen einheitlichen Nachnamen an, wenn sie eine Bindung eingehen.

Kampfkunst
Amazonen sind vor allem in ihrem Element, der Wildnis der grünen Hölle, furchteinflößende Gegner. Sie agieren hier wie Raubtiere, die kaum sichtbar zwischen dem Blattwerk umher pirschen und jederzeit angreifen können. Einem Hinterhalt der Amazonen entgeht kaum ein Mensch lebend.
Amazonen kämpfen gerne mit Speeren, Bögen oder Spuckrohren. Aber auch andere Waffen sind beliebt. Säbel oder Schwerter in der Kombination mit bunt bemalten Schilden; Dolche, Äxte und Schleudern… amazonische Kriegerinnen haben eine meisterliche Körperbeherrschung und wissen es, sich wie Schlangen zu winden, wie Affen zu klettern und zu sprinten wie eine Raubkatze. Man sollte sie nicht unterschätzen, nur weil es Frauen sind.

Sonstiges

Weltfremd
Üblicherweise wächst eine Amazone in der Wildnis und fernab der menschlichen Zivilisation auf. Besonders bei den Amazonen, die sehr zurückgezogen und fernab der Waldgrenzen ihre Siedlungen haben, führt das auch zu einer gefährlichen Ahnungslosigkeit, was die menschlichen Gepflogenheiten und Erfindungen angeht. Dann wissen sie nicht, dass man vor einem König knien sollte, oder dass man nicht splitterfasernackt über einen Marktplatz laufen darf. In einem Amazonendorf wird außerdem Tauschhandel betrieben. Sie besitzen keine Währung. Das heißt für viele: der Umgang mit Geld muss erst einmal geübt werden.
Amazonen die näher an den Waldgrenzen leben, haben meistens ein größeres Verständnis für die Welt 'außerhalb' ihres Dschungels und dürften nicht ganz so rückständig wirken. Dass Menschen aber keine bunten Haarfarben und Pflanzenmerkmale besitzen, durfte wohl jede Amazone wundern, die innerhalb der Grünen Hölle aufgewachsen ist.

Heilung
Die Grüne Hölle beherbergt zahlreiche, zum Großteil noch unerforschte Pflanzen. Die Amazonen machen sich ihr Wissen um viele dieser Gewächse zunutze um sogar solche Krankheiten zu heilen, die in den Königreichen der Menschen als unheilbar gelten. Jedoch hüten sie ihre Geheimnisse und sind nicht immer hilfsbereit, wenn sich ein Außenstehender an sie wendet um Heilung zu erfahren. Manchmal können sie so grausam sein, wie die Wildnis selbst. Andererseits wurde aber auch schon von Wunderheilungen kranker Kinder berichtet, die man in die Grüne Hölle geschickt habe. Auch Tiermenschen gegenüber sollen sich die Amazonen viel gnädiger und gastfreundlicher gegenüber geben, als man es erwarten könnte. Manchmal werden vertriebene Tiermenschen von ihnen aufgenommen und gepflegt. In ihren Auge sind sie nämlich arme Seelen, die dem verrückten Mondgott berührt haben mussten.  

Immunitäten/Anfälligkeiten
Amazonen können sich mit der Kralle des Tiers und mit dem Vampirismus infizieren.
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