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Gwendolin Hoppe

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Gwendolin Hoppe

Beitrag von Gwendolin am Mi Apr 22, 2015 9:57 pm

Informationen über den Schreiberling:
Hauptcharakter (wenn vorhanden): Das Große Licht
Nebencharaktere (wenn vorhanden):
Fynn Hellwind, Xern, Phoebe, Aurora, Seraphelia, Nocturna, Pan, Astrid

Charakter: 
Name: Gwendolin Hoppe
Alter: 10 jahre
Rasse: Tiermensch
Zugehörigkeit: Zwielicht
Herkunft: Süseljau
Größe: 1.45m

Aussehen:
Gwendolin (Bild):
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Gwendolin ist von kleinem Wuchs und schmaler Gestalt. Ihre Beine und Arme sind dürr ihre Finger filigran und dünn. Davon ausgehend möchte man gar nicht meinen, dass ihr Inneres Tier wirklich zu ihr passt. Sie wurde nämlich als Elefantenmensch geboren und besitzt daher große Elefantenohren, die ihr bis zu den Schultern hinab reichen. Auch ein Rüssel wurde ihr gegeben, mit dem sie sogar zupacken kann. Komplettiert wird das Ganze von klobigen Elefantenfüßen, die ihr trotz seltsamer Anmutung doch einen sicheren Stand verleihen. Wenn sie sich bewegt, tut sie dies meist langsam und bedacht. Sie schaut sich alles an, lässt ihren Kopf von dieser Richtung zur nächsten wandern und streckt instinktiv ihren Rüssel aus, sobald sie etwas interessantes entdeckt. Aber dieses gemütliche Verhalten täuscht, sollte man sie erschrecken oder Gefahr im Verzug sein, kann sie erstaunlich schnell rennen und sich verstecken. Ihre Gestik lässt sich also als sehr ruhig und vorsichtig beschreiben, kann aber in schnelle Bewegungen umschlagen, mit denen keiner rechnet. 

Das Mädchen hat blondes, gelocktes aber kurzes Haar, was ihr wild im Gesicht hängt und auch gerne mal absteht. Seine großen braunen Augen sind meist weit aufgerissen, um ja alles zu erfassen, was ihm begegnet. 
Ihre Mimik ist meist von einem neugierigen Blick geprägt, der sich aber auch schnell in ein begeistertes Lachen verwandeln kann. Sie kann verschiedenste Gesichtszüge annehmen, wie ein jeder Mensch, doch schaut sie meist eher neugierig bis neutral und kann ihren Gesprächspartner damit auch etwas verunsichern, da sie manchmal einfach in ihren Gesichtszügen und ihrer Bewegung verharrt und scheinbar mit den Gedanken abschweift. 

Gwendolin trägt derzeit einen großen Strickpulli, den sie von ihrer Mutter gemopst hat, da er ihr so gut gefällt. Dieser ist nämlich erstaunlich weich und riecht nach Magnolienblüten – dem Parfum ihrer Mutter. Allerdings ist ihr dieser auch ein wenig zu groß, sodass die Ärmel erst ein Stück unter ihren Händen enden. Darüber hinaus trägt sie einen langen, grünen Schal, um den schmalen Hals und einen braunen Rock, der ihr bis zu den Knien reicht. Schuhe trägt sie keine, da ihr ohnehin keine passen würden. 

Da Gwendolin ein Tiermensch ist, besitzt sie noch eine Tiergestalt und eine Unlichtgestalt. Als Tier ist sie kaum von einem gewöhnlichen Elefantenbaby zu unterscheiden. Da Elefanten aber ebenfalls sehr aufsehenerregend sind, begibt sie sich selten in diese Verwandlung. 


Wird nochmal überarbeitet:
Ihre Unlichtgestalt ist hingegen eine unfreiwillige Erscheinung, die das Mädchen sehr groß werden lässt und ihr eine schaurige Gestalt verleiht. Sie ist dann etwa 1.80m groß besitzt einen noch viel größeren Rüssel als sonst und spitze Stoßzähne. Ihre Augen leuchten in einem milchigen Weiß und sehen alles andere als gesund aus. Auch von ihrer restlichen Gestalt lässt sich dies sagen, denn sie wird dürr bis knochig und ihre Gliedmaßen scheinen nur aus Haut und Knochen zu bestehen. Ihre Arme sind länger und enden in riesigen Krallen, die ziemlich gefährlich sind. Ihre Beine sind hingegen dick und klobig, diese besitzen auch Krallen, welche aber eher wuchtigen Stößen oder dem Zertrampeln von Feinden dienen. Zu guter Letzt seien noch die langen, glatten, blonden Haare erwähnt, die ihr wie ein gewaltiger Schleier, bis zum Boden reichen und ihr Äußeres geisterhaft umschmeicheln. Ihre Ohren haben sich in Fledermausartige Flügel mit scharfen Dornen entwickelt, die blitzschnell nach vorne schießen und Feinde aufspießen können. Dies wird möglich dank der Kugelgelenke, die sich direkt am Kopf Gwendolins gebildet haben. Fliegen kann sie damit allerdings nicht. Gwendolin hasst diese Gestalt und meidet es in dieser in den Spiegel zu sehen. Das ist aber auch das einzige, was sie dann in der Unlichtnacht kontrollieren kann. 

Beruf: Keiner
Waffen: Ihr Rüssel kann als Schlag-Hieb und Stoßwaffe verwendet werden. Durch das Einrollen und das darauffolgende plötzliche ausrollen, wird ein Schlag mit nicht zu unterschätzender Kraft ermöglicht. 
Magie: Keine
Besitz: Klamotten am Leib und das Kissen Kalypso
Geld: 2 Draken


Charakter:
Gwendolin ist ein sehr ruhiges Kind, war sie schon immer gewesen. Selbst als kleines Baby hatte sie kaum einen Laut von sich gegeben, obgleich dies weniger mit Schüchternheit zu tun hatte. Gwendolin kann sehr wohl auf Fremde zugehen und auch mit ihnen reden, nur manchmal hat sie einfach keine Lust dazu. Sie beobachtet viel lieber und betastet ihre Umwelt mit dem Rüssel. Das mag auf den einen oder anderen befremdlich wirken, aber das ist nun mal ihre Art, Neues zu entdecken. 

Wo wir gerade beim entdecken sind: Gwenny ist äußerst neugierig und sehr wissbegierig. Sie ist schließlich noch ein Kind und hat viele Fragen, die beantwortet werden wollen. Aus diesem Grund mag sie auch Leute gerne, die viel erzählen können und wollen, die weltoffen sind und sich auf Neues einlassen können. Besserwisser und Dummschwätzer wiederum sind ihr zuwider, da sie ungern auf unwichtige Fehlerchen aufmerksam gemacht wird und es auch nicht mag, wenn man nur noch Unsinn redet.

Allerdings heißt das nicht, dass sie keinen Spaß versteht. Gwendolin liebt es zu lachen, besonders mit anderen zusammen. Ihr Humor ist dabei keinesfalls verletzend sondern von eher harmloser Natur. Sie mag es nicht wenn andere sich verletzen und darüber dann auch noch gelacht wird. Ja, sie ist ein großer Feind der Schadenfreude. Viel lieber, mag sie es mit gleichaltrigen zu spielen und sich die fantastischsten Geschichten auszudenken. Sie ist also auch sehr verspielt und verträumt. Manchmal kommt es sogar vor, dass sie Minuten lang nur auf eine Stelle starrt. Dann ist sie besonders nachdenklich und hat vielleicht gerade wieder irgendeinen Quatsch erfunden, der andere oder sie selbst zum lachen bringen soll. 

Was an Gwendolin aber besonders auffällt ist ihr gutes Gedächtnis. Sie erinnert sich an jedes Gesicht und den dazugehörigen Namen, sowie an Zahlen, Daten und Straßennamen. Sie hat keineswegs ein Fotografisches Gedächtnis, wird ein Buch also sicherlich nicht auswendig aufsagen können, wenn sie es einmal gelesen hat, aber alles was ihr widerfuhr, wird auf irgendeine Art und Weise abgespeichert. So kommt es auch zustande, dass sie sehr nachtragend ist. War ein Mensch böse zu ihr, wird sie sich immer an diesen Menschen erinnern und ihn auch überall wiedererkennen können. Und glaubt mir, wenn dieses Mädchen einen erst einmal auf dem Kieker hat, lässt sie nicht locker, bis dieser dafür bezahlt hat. Streiche und harte Schläge mit Alltagsgegenständen oder ihrem Rüssel, gehören dann zur Tagesordnung. 

Wurde eigentlich schon erwähnt, dass sie einen gewaltigen Kampfgeist hat und sich mutig jeder Gefahr stellt? Obwohl sie so klein ist, schafft sie es in den meisten Situationen einen erstaunlich kühlen Kopf zu behalten und sich furchtlos der Gefahr entgegen zu stellen. Aber Mutter und Vater müssen sich nicht sorgen, erstaunlicherweise hat Gwenny es bislang immer geschafft heil aus einer Situation heraus zu kommen. Sie scheint vom Glück gesegnet, das behaupten jedenfalls viele, aber wenn man sich so manches waghalsige Manöver ansieht, dass sie bereits überlebt hat, könnte man durchaus meinen, dass sie von zehn Schutzengeln gleichzeitig beschützt wird. 

Sprachen: Arcum, Rigusta
Vorlieben: 

  • Blumen
  • Süßigkeiten
  • Nüsse jeglicher Art
  • Geschichten und Märchen
  • weltoffene Personen, die viel zu erzählen haben
  • Bücher
  • der Duft von Magnolienblüten

 

Abneigungen:

  • Brennessel
  • Fleisch und Fisch
  • Trockenfrüchte
  • Mäuse
  • Besserwisser und Dummschwätzer
  • Fischgestank
  • Schadenfreude

 

Stärken: 

  • gutes Gedächtnis
  • Rüssel als „dritter Arm“ 
  • Hervorragender Geruchssinn 
  • Unverschämtes Glück


Schwächen: 

  • schmächtiger Körper – weder besonders kräftig noch belastbar
  • unerfahren – weiß wenig über die Welt 
  • Keine Kampfausbildung – kann sich zwar wehren (Rüssel) wird aber gegen einen erfahrenen Kämpfer scheitern
  • Magieanfällig – hat keine Möglichkeit, um sich vor Magie zu schützen
  • kann nicht lesen und auch nicht schreiben.


Besonderheiten: 
Gwendolin ist ein geborener Elefantenmensch, mit einem Rüssel im Gesicht, Elefantenohren und Elefantenfüßen.
Sie hat das Gedächtnis eines Elefanten ist damit aber auch genauso nachtragend.
Ihr Rüssel kann bis zu zehn Mal besser riechen als ein gewöhnlicher Hund und kann darüber hinaus auch als Waffe verwendet werden.

Geschichte: 
Gwendolin wurde als einzige Tochter von Isaac Hoppe und Felicitas Hoppe in Süseljau geboren. Eigentlich hätte sie noch gut drei weitere Geschwister haben können, doch leider hatte die Kralle des Tieres diese dahin gerafft, noch ehe sie das Licht der Welt erblicken konnten. Denn es stimmte: Gwendolin wurde als Tiermensch geboren, weil ihr Vater ein Elefantenmann und ihre Mutter eine gewöhnliche Menschenfrau war. 

Eine ungewöhnliche Mischung zweier Rassen, aber diese Begebenheit ließ sich folgendermaßen erklären. Isaac Hoppe wurde einst von einem Elefanten mit der Kralle des Tieres infiziert. Eigentlich kam er aus Süseljau und hatte mit diesen Tieren daher nie etwas am Hut, aber als er anfing in einem Zirkus zu arbeiten und damit auch an weit entfernte Orte gelangte, geriet er mit einem Krankheitsübertragenden Tier in Kontakt und musste fortan dieses Schicksal ertragen. 

Aber er hatte Glück, der Zirkus wollte ihn behalten, unter der Bedingung, dass er einen Zähmer trüge, der seine Mondgestalt bändige. So verdiente er fortan sein Geld als 'Showkämpfer' und lernte nebenher seine zukünftige Frau Felicitas kennen. Eine Menschenfrau, die dort als Tierbändigerin arbeitete. Als sie ihr erstes Kind erwarteten, zogen sie sich aus dem Zirkusgeschäft zurück und versuchten in Süseljau Fuß zu fassen. Allerdings war dieses Unterfangen etwas schwierig, so waren die Menschen dort zwar freundlich und hilfsbereit, fürchteten sich aber vor Isaacs massigem Körper und mieden ihn teilweise. Unter diesen Bedingungen einen Job zu finden war daher so gut wie unmöglich. Darüber hinaus hatte das Pärchen kein Glück, was die Familiengründung anging, denn ein ums andere Mal wurden sie mit Fehlgeburten gestraft.

Da es so nicht weitergehen konnte, ging Isaac wieder zum Zirkus und ließ seine wieder mal schwangere Frau alleine in Süseljau zurück. Sie verdingte sich dort als Tierzüchterin und kam damit gut über die Runden. Doch dann geschah ein Wunder. Das nächste Kind überlebte! Mit der Kralle des Tieres gezeichnet, war es zwar ebenfalls ein Aussenseiter, doch war es so niedlich anzusehen, mit seinem winzigen Rüsselchen und den gut sichtbaren Ohren, dass die Süseljauer ihre Angst weitestgehend überwanden und sich den beiden zumindest ein wenig offenherziger zeigten. Man durfte das nicht falsch verstehen. Die Leute in Süseljau waren keinesfalls feindlich gegenüber den Tiermenschen gesinnt. Sie bemitleideten eher ihre armen Schicksale, fürchteten sich aber auch vor deren Unlichtgestalt, weswegen Isaac und seine Familie ein einsames, aber zumindest von den anderen Bewohnern akzeptiertes Leben führten, solange diese wussten, dass es Halsbänder gab, die die Tiermenschen unter Kontrolle hatten. Gwendolin wurde anfangs noch nicht von Verwandlungen geplagt. Ihre ganze Kindheit über blieb sie das stille und liebe, Elefantenmädchen, was sowohl von Vater als auch von Mutter wohl behütet und umsorgt wurde. Schließlich war sie das erste Kind, was überlebt hatte und wurde aus diesem Grund auch mit Argusaugen bewacht.

Tatsächlich war Isaac in dieser Zeit öfter zuhause und half seiner Frau mit der Erziehung der Kleinen so gut es ging. Die Beziehung zwischen Vater und Tochter konnte so zu einem starken Band des Vertrauens und der Freundschaft heran wachsen. Zu ihrer Mutter hatte Gwendolin eine genauso starke Beziehung. Freunde hatte Gwendolin aber keine, da die Kinder sie wegen ihres Aussehens auslachten und daher nicht mit ihr spielen wollten. Sie sei seltsam, hat ein Kind einmal gesagt und das stimmte auch. Schließlich war sie zur Hälfte ein Elefant! Sie roch viel besser als normale Menschen es konnten, sie fasste ihre Umgebung anders auf und sie entwickelte eine solche Weltoffenheit und Neugierde, dass sie fast jedem Fremden mit ihren Fragen auf den Keks ging.

So verbrachte sie viele Jahre in Süseljau ohne sich darum zu scheren was andere von ihr hielten. Zwar weinte sie ab und zu, weil sie keine Freunde hatte, aber die meiste Zeit ignorierte sie das. Dafür hatte sie einen tollen Vater und eine tolle Mutter. Das reichte doch. Allerdings änderte sich dies bald. Als Gwendolin sieben Jahre alt war, zog es Isaac wieder zurück in den Zirkus. Er verdiene da mehr Geld, hatte er gesagt. Und das sei nun wichtig, da Gwendolin größer wurde und mehr Sachen bräuchte. Felicitas ließ dies nur widerwillig geschehen. Sie war äußerst ungern von ihrem Ehemann getrennt, da sie sich wirklich sehr liebten. Aber eben weil dies so war, ließ sie ihn ziehen, schließlich bedeutete ihm der Zirkus auch viel und das wollte sie ihm nicht entreißen.

Gwendolin ging auch zur Schule. Dort hatte sie besonders viele Schwierigkeiten mit anderen Kindern, die sie hänselten. Das machte sie aber nicht schüchtern oder introvertiert sondern trotzig und widerborstig. Sie fing an ihnen Streiche zu spielen, und wurde dabei sogar ab und an handgreiflich, da sie auch ihren Rüssel für harte Schläge verwendete. Da sie dadurch aber auch einem Mitschüler die Nase blutig geschlagen hatte, bekam sie ziemlichen Ärger daheim und einen schlimmen Ruf in der Schule. Niemand hänselte sie mehr, aber anfreunden tat sich auch keiner mit ihr. Immerhin wurde sie fortan in Ruhe gelassen und das reichte ihr zunächst.

In dieser Zeit also, in der Isaac auf Reisen und Gwendolin im Schulalltag gefangen war, bekam die Kleine immer wieder Geschenke von ihrem Vater geschickt. Kuscheltiere, Holzfiguren oder Puppen waren hauptsächlich in den kleinen Päckchen. Eines Tages lag aber auch ein Zähmer darin, was fortan Gwendolins Begleiter werden würde, denn sie begann sich in Unlichtnächten zu verwandeln. Vorsorglich hatte Isaac seiner Tochter dieses Halsband geschickt, damit kein Unglück geschah und einige Monde darauf, hatte sie bereits mit den ersten Krämpfen zu kämpfen. Damals war sie acht Jahre alt.

Gwendolin wusste nicht wie ihr geschah. Diese Verwandlungen waren unheimlich, schmerzhaft und verwirrten das junge Mädchen ungemein. Sie verstand nicht, warum ihr das widerfuhr und musste daher immer wieder ihre Mutter fragen, was denn die Ursache dafür sei. Wirklich erklären konnte Felicitas ihr das aber auch nicht und so blieb sie ratlos mit diesem Halsband zurück, was ihre Mutter ihr immer dann umlegte, wenn es wieder so weit war. Zum Glück war auch Gwendolin, ebenso wie ihr Vater, von Nebenwirkungen des magischen Halsbandes verschont geblieben. So hatte sie keinen Verlust ihrer Gefühle zu befürchten, musste aber trotzdem genau das tun, was man ihr sagte. Zumindest solange Felicitas ihr das Band nicht wieder abnahm.

So versuchte sie mit diesen Veränderungen klar zu kommen, wie mit allen anderen Problemen, die sie als Tiermensch so hatte. Der starke Geruch von Fleisch und Fisch ging ihr dabei besonders auf die Nerven. Ihre Mutter band ihr aus diesem Grund häufig ein Tuch um die Nase, damit sie das nicht weiter ertragen musste. Außerdem wurde sie häufig schräg angesehen, weswegen sie sich angewöhnte diese Blicke zu erwidern. Ja, manchmal stand sie einfach nur da und focht mit einem anderen Kind einen wahren „Anstarr-Wettbewerb“ aus, weil dieses einfach nicht wegschauen wollte.

Eines Tages änderte sich aber ihr Dasein als Aussenseiterin, denn ihr Vater hatte ihr etwas ganz besonderes nach Hause geschickt. Es war ein Kissen. Ein grünes, weiches Kissen, gefüllt mit feinsten Daunen. Das Besondere an diesem Kissen zeigte sich allerdings, als es plötzlich anfing mit ihr und Felicitas zu reden. Das Erstaunen war groß und zunächst sperrten sie das Kissen gekonnt wieder in das Päckchen und warfen es weg. Allerdings schaffte es das Kissen sich daraus zu befreien und in einem offenen Fenster wieder herein zu fliegen. Es versuchte zu Gwendolin zu kommen und wollte mit ihr reden, was ihm aber erst nicht wirklich gelang, denn die beiden hatten eine solche Angst, dass sie es immer wieder kreischend in die Flucht schlugen. Erst als das Kissen nach dem hundersten Besuch seine Seltsamkeit verlor und langsam zu einem Teil des Alltags wurde, wagten es Gwenny und Felicitas es anzuhören.

Es hieße Kalypso und sei von ihrem Vater Isaac geschickt worden, damit
es auf sie aufpassen würde. Es demonstrierte, dass es nicht nur schweben sondern auch die Größe verändern konnte. Darüber hinaus flehte und bettelte es, ob es nicht bei ihnen bleiben dürfe, denn schließlich war ein schwebendes Kissen bei niemandem sonderlich... 'beliebt' die meisten reagierten wie Gwendolin und Felicitas es getan hatten und selbst jetzt, wo sie Kalypso nun beim Namen nennen konnten, war ihr Skepsis groß. Es war jedes Mal beängstigend wenn das Kissen ins Zimmer geschwebt kam.

Felicitas beschloss jedoch es darauf ankommen zu lassen. Kalypso würde bei Gwendolin bleiben und stets seine Identität als Kissen wahren. Schweben war tabu, sprechen ebenso. Er durfte sich gedanklich nur mit Gwendolin oder Felicitas unterhalten ansonsten würde er schneller wieder auf dem Müll landen als ihm lieb war. Was aber keiner ahnte war, dass dadurch eine Freundschaft entstand, die Gwenny bislang nie verspürt hatte.

Kalypso war trotz seiner plumpen Erscheinung ein sehr schlaues Kissen. Er konnte viele Geschichten erzählen, da er mit Isaac schon eine Weile gereist war. Er erzählte ihr sogar, wie er ihren Vater kennen gelernt hatte, obgleich es eine eher unspektakuläre Begegnung gewesen war. Kalypsos Meister, derjenige also, der ihn erschaffen hatte, hatte ihn einfach irgendwann in einem Gasthaus liegen gelassen. Isaac hatte dieses Zimmer für eine Nacht bezogen und da war ihm aufgefallen wie sonderbar weich dieses Kissen im vergleich zu den anderen war. Das Offenbaren und die Aufklärung danach war mindestens genauso schwierig abgelaufen, wie bei Felicitas und Gwendolin. Gut, der Elefantenmann hatte gedroht ihn in Stücke zu zerreißen wenn er nicht bald aufhöre zu plappern, aber Kalypso blieb eisern und flehte, dass er doch bitte in Ruhe gelassen und mit ihm reisen dürfe.

So kam es, dass Isaac sich mit Kalypso anfreundete. Irgendwann hatte er aber beschlossen, seiner kleinen Tochter dieses wundersame Geschenk zu überlassen und so war er nach Süseljau gekommen.

Gwendolin war immer mehr und mehr von diesem Kissen begeistert. Sie begann es überall hin mitzunehmen, denn sie hatte durch ihn nicht nur einen viel angenehmeren Schlaf, sondern konnte auch schweben! Ja, Kalypso erlaubte dass sie auf ihn drauf stieg und mit ihm durch den Raum schwebte. Allerdings durfte sie das nur wenn kein Besuch da war und auch sonst kein Passant in der Nähe, der durchs Fenster hätte schauen können. Aber diese Eigenschaften waren es, die Kalypso für Gwendolin unersetzlich machten und das machte auch das Kissen sehr glücklich.

Die Jahre vergingen und Isaac blieb lange fort. Zwei Jahre schon war er nicht mehr zuhause aufgetaucht, obwohl er doch mindestens einmal im Jahr einen Besuch daheim machen durfte. Felicitas geriet in helle Sorge und auch Gwendolin vermisste ihren Vater sehr. Alsbald kam Kunde, dass der Zirkus nach Süseljau kommen würde, doch als er dann tatsächlich da war, befand sich Isaac nicht unter den Schaustellern. Der Zirkusdirektor selbst kam zu der jungen Familie und gestand, dass Isaac von Sklavenhändlern entführt wurde. Wo er jetzt sei, wisse nur die Große Sonne. Und für Felicitas und Gwendolin brach eine Welt zusammen.

Während ihre Mutter bittere Tränen weinte, beschloss Gwendolin den Mut noch nicht zu verlieren. Sie bereitete sich darauf vor, das Dorf zu verlassen und ihren Vater suchen zu gehen. Als sie Felicitas diesen Vorschlag aber unterbreitete, reagierte diese mit argem Zorn. Gwendolin bekam Hausarrest und die Beziehung zwischen den beiden wurde sehr angespannt. Allerdings ließ sich das Elefantenmädchen das nicht gefallen, also überredete sie Kalypso ihr zu helfen und mit ihr die gemeinsame Flucht anzutreten. Auch er war schließlich ein guter Freund des Dickhäuters und irgendwo konnte er Gwendolin auch verstehen. Daher machten sie sich eines Nachts auf und verließen Süseljau mit nur einer kleinen Nachricht, die sie mithilfe Kalypsos hingekrakelt und ihrer Mutter hinterlassen hatte:

Und ich gehe doch!
Bin bald wieder da, mit Papa im Schlepptau!

Alles Liebe
Deine Gwenny



Gefährten: Kalypso
Kalypso ist ein Irrlicht, was einst von einem Magier in ein Kissen gezwungen wurde. Er hat die Fähigkeit seine Größe zu verändern, per Gedanken zu kommunizieren und zu schweben. Er kann sogar hören, sehen, fühlen und riechen, obgleich er nicht einmal weiß, warum er das alles kann oder warum sein Schöpfer ihm auch diese Fähigkeiten mit auf den Weg gab. 
Die maximale Größe, die er erreichen kann, beträgt 4x6m. Minimal kann er sich auf eine Größe von etwa 1x1cm schrumpfen lassen. Kalypso ist ein sehr hilfsbereiter Zeitgenosse, der davon träumt eines Tages von seinem Dasein als Kissen befreit zu werden. Bis dahin steht er Gwendolin mit Rat und Tat und seinen schwebenden Eigenschaften zur Seite. Mittlerweile hat er dieses Ziel erreicht und konnte sich aus dem Kissen befreien. Seither läuft Gwendolin mit der übrig gelassenen Hülle herum und vermisst ihren heiteren Freund, weiß aber, dass es besser ist für ihn.

Familie: 
Vater: Isaac Hoppe, 45 Jahre, Schausteller
Mutter: Felicitas Hoppe, 39 Jahre, Tierzüchterin (züchtet Pferde), ehemalige Tierbändigerin

Passende Musik: bislang nicht gefunden
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