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Jarko
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Raltjof
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Faylinn

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Faylinn

Beitrag von Faylinn am Do Sep 01, 2016 2:40 pm

Zum Schreiberling: Luvi und co^^


Charakter - Grundlagen

Name: Faylinn
Rasse: Neptaner
Alter: 20 Jahre
Geschlecht: weiblich

Zugehörigkeit: Licht


Erscheinung

Größe: ca. 2,00m von Kopf bis Schwanzspitze, in Menschengestalt 1,70m

Aussehen:
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Faylinns Erscheinung ist äußerst farbenfroh, was sie mit den Wasserschnecken gemeinsam hat, an die ihre Gestalt angelehnt ist. Ihr Oberkörper ist überwiegend orange, das nach unten hin dunkler wird und in rot übergeht. Ihr Unterleib besteht aus einem schneckenähnlichen Körper, der oben und unten violett gefärbt ist und zu den Seiten in dunkles Rot ausläuft. An den Seiten ihres Körpers befinden sich lange, durchgehende schleierartige Fortsätze, die von den Armen ausgehen und sich über den gesamten Körper bis über den Schwanz hinaus ziehen. Diese sind rot, mit weißlichen Rändern und Punkten. Zum Schwimmen vollzieht dieser Schleier wellenförmige Bewegungen, was an das elegante Schwingen eines weiten Kleides erinnert und äußerst schön anzusehen ist. Besonders schnell kann Faylinn damit verglichen mit anderen Neptanern allerdings nicht schwimmen.
An Faylinns Rücken befinden sich federartige Fortsätze, die gleich nach den Haaren beginnen und lila und gelb gefärbt sind. Während diese recht weich sind, besitzt sie am Ende ihres Schwanzes einige etwas härtere, dickere gelbe Fortsätze, die wie Stacheln aussehen. Auch an Faylinns Ellbogen befinden sich diese kurzen gelben Fortsätze, und außerdem Schwimmhäute zwischen den Fingern.
Faylinns Haare haben die gleiche Farbe wie der Schleier, ebenfalls im gleichen Rot und mit hellen Strähnen darin. Allerdings fühlen sie sich nicht ganz an wie Haare, sondern ähneln eher den Nesseln von Quallen, und sind damit ähnlich wie die Fortsätze an ihrem Rücken. Es wäre also schmerzhaft, wenn jemand diese "Haare" und auch die Fortsätze ausreißen oder abschneiden würde. Jedoch besitzt Faylinn eine gute Regenerationsfähigkeit und die Anhänge würden wieder nachwachsen.
Ihre Augen sind hellviolett und beginnen schnell neugierig zu funkeln, sobald etwas ihre Aufmerksamkeit erregt hat. Im Gesicht besitzt sie einige Sommersprossen. Ihre Haut fühlt sich weicher an als die eines Menschen, und durchaus auch etwas schleimig, jedoch nur wenn sie nass ist. Kleidung benötigt sie keine.

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Ihre menschliche Gestalt ist ebenso zierlich gebaut wie ihre normale Gestalt, jedoch ist ihre Hautfarbe die eines normalen, eher leicht gebräunten Menschen. Ihre Haare sind knallrot und buschig und reichen ihr bis über die Schulterblätter. Ihre Augen sind in dieser Form blau und auch hier hat sie Sommersprossen.

Kleidung:
Ein langärmliges Leinenhemd und ein knielanger brauner Rock, beides schlicht und Faylinn etwas zu groß. Außerdem zwei Paar Schuhe. Die einen sind ganz aus weichem Leder, ohne Sohle, sodass sie mehr wie Strümpfe scheinen. Das andere Paar sind halbhohe Stiefel aus rötlichem Leder mit Ziernähten und einem kleinen Absatz.


Persönlichkeit

Charakter:
Im Grunde besitzt Faylinn einen freundliches, offenes und neugieriges Wesen. Sie liebt es, Geschichten aus fernen Ländern zu hören, von fremden Gegenden und Völkern, seltsamen Wesen und ungewöhnlichen Tieren. Zu gerne würde sie solche Dinge mit eigenen Augen sehen, doch so lange sie in Gefangenschaft war, glaubte sie nicht, dass es je dazu kommen würde.
In Gefangenschaft hat sie gelernt, dass sie zuerst und vor allem nur an sich selbst denken muss um zu überleben, selbst wenn andere darunter leiden müssen. Tief in ihrem Inneren ist sie mit dieser Haltung nicht einverstanden, doch sie gehörte so sehr zu ihrem Leben dazu und ist so fest verankert, dass Faylinn im Glauben lebte, es müsse so sein – und dass jeder andere ebenfalls nach diesem Prinzip handelt. Da Faylinn nie besonders gefördert wurde, ist sie auf eine gewisse Art noch immer recht kindlich. Vielleicht hilft ihr das auch, nicht allzu sehr über die Dinge nachzudenken, zu denen sie gezwungen wurde.
Obwohl die Verbrecherbande sie für ihre finsteren Machenschaften ausnutzte, tat Faylinn alles was von ihr verlangt wird. Ja sie freute sich sogar darauf, denn dies waren die einzigen Momente, in denen sie aus ihrem Gefängnis hinaus durfte. Schon damals war das Eingesperrtsein zwar normal für sie, doch sie sehnte sich nach der Welt draußen - was noch immer der Fall ist - und tat alles dafür, um hinaus zu dürfen. Sie leidet darunter, dass sie oft ganz alleine ist, daher war sie selbst über die Gesellschaft der Verbrecher froh.
Kontakt zu anderen hatte Faylinn während dieser langen Zeit keinen. Da Faylinn glaubt, alle seien so wie die Verbrecherbande, wird sie möglicherweise zu Beginn noch vorsichtig und zurückhaltend sein. Doch vermutlich würde schnell ihre brennende Neugier geweckt werden, sobald sie die Gelegenheit bekäme, mit einem Fremden zu reden, vor allem wenn dieser auch noch Gutes zu erzählen weiß. Denn im Grunde ist Faylinn noch immer neugierig und würde liebend gerne die Welt entdecken.
Da sie es nicht anders gewohnt ist, fügt sie sich sehr schnell den Anweisungen anderer, ohne viel darüber nachzudenken (auch wenn es vielleicht gar keine Anweisung war, sondern lediglich ein Vorschlag). Dies würde sie auch dann tun, wenn jemand grob oder gewalttätig wird, denn ihrer Erfahrung nach ist es besser, sich zu fügen. Faylinn ist leicht zu begeistern und auch abzulenken, wenn man ihr etwas Schönes oder Aufregendes in Aussicht stellt, und so vergisst sie die schlechten Dinge nur allzu gern.

Vorlieben:
- Regen und Wind (so lange sie drinnen ist)
- Geschichten von anderen Ländern und Völkern
- weiche Stoffe
- bunte Farben
- Muscheln und Seesterne
- der Himmel, vor allem wenn Wolken da sind

Abneigungen:
- Fleisch und Fisch – sie ernährt sich vegetarisch
- alleine zu sein
- Dunkelheit – sie hat keine Angst davor, sie mag sie nur einfach nicht
- Trockenheit
- Langeweile

Religion: Sie wurde von ihren Eltern im Glauben an das Große Licht erzogen, allerdings ist das schon lange her und spielt inzwischen keine Rolle mehr für sie.


Fähigkeiten

Beruf: Sklavin und Auftragsmörderin
Sprachen: Arcum, Neptanisch (Muttersprache, hat aber vieles wieder vergessen, da sie es nicht benutzt), einige Bruchstücke in Nebelzung, einzelne Worte in Rigusta und Trangalisch
Lesen/Schreiben: nein

erlernte Fähigkeiten: Kleidung nähen und flicken. Außerdem kann sie hervorragend mit ihrem Gift umgehen und damit still und leise töten.

Eigenschaften/Gaben:
- Verwandlung in eine Menschengestalt, hat in dieser salzig schmeckende Haut
- gute Regenerationsfähigkeit, wegen ihrer Verwandschaft zu Meeresschnecken. Wunden heilen schneller als bei Menschen, sie ist nicht sehr anfällig gegenüber Krankheiten, und abgetrennte Körperanhänge wachsen langsam nach.
- sondert über die Haut ein giftiges Sekret ab, besonders über die Fortsätze an ihrem Rücken, wegen der großen Oberfläche. In Menschengestalt ist dieser Effekt schwächer, aber ebenfalls vorhanden. Auch kann sie, wenn sie sich anstrengt, willentlich mehr Gift aussondern. Wird sie wütend oder hat sie Angst, geschieht dies von allein ohne dass sie es verhindern kann.
Das Gift wird bei Berührung immer ausgesondert, die Wirkung hängt aber stark von der Dosis ab. Wird die Berührung unterbrochen, wird kein Gift mehr abgegeben.
Bei einer kleinen Berührungsfläche, beispielsweise einer Hand, spürt der Betreffende nach einigen Augenblicken ein unangenehmes Kribbeln und die Stelle wird für eine Weile taub. Der Effekt ist stärker, je länger die Berührung dauert, und breitet sich auch rasch aus, so lange sie andauert. Je nach Stelle kann der betreffende Bereich auch für eine Zeit lang gelähmt werden (zb eine Hand).
Bei einer größeren Berührungsfläche wird mehr Gift abgesondert, somit ist auch die Wirkung stärker und tritt schneller ein. Nach dem sich ausbreitenden Kribbeln breiten sich auch die Lähmungen aus und erfassen bald den gesamten Körper, wenn genug Gift aufgenommen wurde. Wenn Faylinn die Berührung für längere Zeit aufrecht erhält, ist die Dosis hoch genug und der Betreffende kann sich nach etwa zehn Minuten nicht mehr bewegen und stirbt irgendwann an Atemlähmung, wenn sich das Gift auf die Atemmuskeln ausgebreitet hat. Dies muss nicht immer passieren, doch der Grad zwischen vollständiger Lähmung und Atemstillstand ist sehr schmal.
Da das Gift an sich bis auf das Kribbeln nicht sehr schmerzhaft ist, merkt der Betreffende nichts davon, wenn er bewusstlos ist oder tief schläft. Außerdem wirkt es nur bei direktem Hautkontakt. Dünner Stoff hält das Gift zwar nicht vollständig ab, doch genug dass die Wirkung viel schwieriger eintritt. Dickeren Stoff oder gar Leder kann das Gift nicht durchdringen.
Ihre Giftvorräte sind nicht endlos, weshalb sie nicht zu viel davon am Stück einsetzen kann. Hat sie viel davon eingesetzt, muss sie eine Pause einlegen und warten, bis ihr Körper neues Gift produziert hat, was bis zu einem Tag dauern kann.

Stärken:
- ihr Gift wirkt zwar langsam, doch in der richtigen Dosis und mit genug Zeit kann sie damit töten
- ist immun gegen die meisten Gifte
- gute Regenerationsfähigkeit
- ihr wird nicht leicht kalt, denn im Wasser ist es sowieso meist kühler
- durch ihre wenig anstrengende Art zu Schwimmen besitzt sie im Wasser große Ausdauer
- fröhliches und munteres kindliches Wesen, das den Beschützerinstinkt weckt und andere oft "verzaubert"

Schwächen:
- verwandelt sich bei Berührung mit Wasser in ihre Neptanergestalt zurück, in der sie an Land recht hilflos ist
- durch ihre zierliche Statur ist sie nicht besonders stark
- ungebildet, hat nicht viel Ahnung wie das richtige Leben abläuft
- naiv und leicht zu beeinflussen
- sie schwimmt für einen Neptaner eher langsam, kann aber selbst mit guten menschlichen Schwimmern mithalten
- hat sie all ihr Gift verbraucht, dauert es bis zu einem Tag, bis es sich wieder regeneriert hat. Sie kann es also kaum zur Verteidigung gegen mehrere Gegner anwenden
- für einen wirklichen Kampf ist ihr Gift außerdem eher nutzlos, da es zu langsam wirkt und Kleidung kaum durchdringen kann
- wegen ihrem Gift kann sie niemanden längere Zeit berühren, wenn sie demjenigen nicht schaden will


Magie
Faylinn trägt Magie in sich, doch sie hat noch nicht entdeckt, wozu diese in der Lage ist.


Hintergrund

Stand: ledig
Familie: Sie verlor ihre Familie, als sie durch ein Portal nach Crepererum kam
Herkunft/Geburtsort: Anima
Wohnort: Grunnat
Besitz: ihre Kleidung und eine schlichte Umhängetasche
Gefährten: Ehemals die Verbrecherbande, bei der sie lebte. Sie besteht aus mehreren Mitgliedern, von denen nicht immer alle anwesend sind, doch meistens hatte Faylinn mit vier bis fünf von ihnen zu tun.
Jetzt niemanden mehr.

Geschichte:
Faylinn wuchs behütet bei ihren Eltern im Meer Animas auf. Sie war ein fröhliches und aufgewecktes Kind, dessen Neugierde kaum zu stillen war. Doch ihr Leben änderte sich schlagartig, als sie im Alter von 8 Jahren bei einer Erkundung auf ein seltsames Loch stieß, das mitten im Wasser zu schweben schien. Natürlich musste dieses sofort untersucht werden.
Ihre Neugier wurde Faylinn zum Verhängnis. Sie wurde durch das Loch gesogen, alles um sie herum wurde durcheinander gewirbelt und plötzlich landete sie auf etwas Hartem. Die Schwerkraft lastete schier unerträglich auf ihr und drückte sie zu Boden. Natürlich war Faylinn noch nie zuvor an Land gewesen und wusste daher nicht wie sich das anfühlte. Dazu kam noch die starke Übelkeit, die sich in ihr breit machte. Und wo war überhaupt das ganze Wasser hin? Da war nur Luft um sie herum!
Die fremde Umgebung und neuen Eindrücke machten ihr Angst. An viel von den nächsten Minuten erinnerte sich Faylinn hinterher deshalb nicht.
Irgendwann wachte sie wieder auf und fühlte sich so trocken wie noch nie in ihrem Leben. Nie hatte sie erlebt wie es war, ohne Wasser zu sein.
Hilflos lag sie auf dem Boden und stützte sich auf den Armen auf, um sich umzusehen. Die Gegend in der sie gelandet war war kahl und trostlos, und weit und breit war kein Wasser zu sehen. Nur in der Ferne ragten seltsame eckige Gebilde aus dem Boden. Und waren da nicht auch Gestalten zu sehen?
Faylinn rief um Hilfe und versuchte sich auf die Gestalten zu zu bewegen, doch es gelang ihr nur mit Mühe, voran zu kommen. Ihre Kraft verließ sie.
Das nächste woran sie sich wieder erinnerte war ein erschrockener Aufschrei in ihrer Nähe. Faylinn öffnete die Augen und sah zwei Gestalten. Sie gingen auf zwei Beinen wie die Elfen und Engel, von denen ihre Eltern ihr erzählt hatten, aber sie hatten keine Flügel oder dergleichen. Also mussten es wohl Elfen sein, befand sie. Wieder bat sie um Hilfe, doch die beiden Gestalten redeten nur miteinander und Faylinn verstand nicht was sie sagten.
Natürlich waren es keine Elfen, und natürlich hielten die beiden karatinischen Bäuerinnen die kleine Neptanerin für einen Tiermenschen. Da in der nächsten Nacht bereits die Mondnacht war, hatten sie zurecht Angst. Und sie wussten genau, wen sie um Hilfe bitten könnten, die augenscheinliche Bedrohung schnell loszuwerden...
Verzweifelt sah Faylinn zu, wie die beiden davon eilten. Doch zu ihrer Erleichterung kehrten bald andere Zweibeiner zurück. Diesmal waren es drei Männer, und sie sahen finster aus. Trotzdem bat Faylinn wieder um Hilfe, und diesmal traten die Männer an sie heran und hoben sie hoch. Noch nie hatte Faylinn eine so grobe, trockene Haut gespürt. Hände, die einen so festen Griff ausübten, während sie die Kleine nun mit den mitgebrachten Seilen fesselten, und sie dann mit sich trugen. Faylinn weinte und verstand nicht was vor sich ging, und dass die Männer so grob zu ihr waren, machte ihr noch mehr Angst. Sie wurde mitgenommen, auf die Gebäude zu.
Auf dem Weg und später in dem Unterschlupf, in den die kleine Neptanerin gebracht wurde, stellten die Männer zum ersten Mal fest, dass die Berührung mit Faylinns Haut seltsame Auswirkungen hatte. Es sollte noch weitere Tage und einige mehr oder weniger freiwillige Versuchspersonen dauern, bis sie sich darüber klar wurden, dass Faylinn ein Gift aus ihrer Haut aussonderte. Und natürlich fiel ihnen sehr wohl auf, dass die Kleine sich in der Mondnacht nicht verwandelte. Sie musste etwas anderes sein als ein Tiermensch. So unglaublich es den Männern schien, sie hatten einen echten Wassergeist gefangen.
Faylinn wurde dabehalten und bekam schließlich auf ihr Betteln hin einen Bottich mit Wasser, in dem ihre Kräfte zurückkehrten. Sie wurde eingesperrt und lebte fortan bei der kleinen Gruppe, an die sie geraten war. Da sie – typischerweise für Neptaner – keinen Namen hatte, nannten die Männer sie Faylinn.
Die erste Zeit war sehr schwer für die Kleine. Sie vermisste ihr Zuhause und ihre Familie, und diese Männer waren zwar nicht mehr so grob wie zu Beginn, doch sie waren alles andere als herzlich. Bald verließen sie das schäbige Dorf, in dem sie auf Faylinn gestoßen waren, und zogen weiter, wobei sie den Wassergeist in einer Kutsche versteckt mitnahmen. Es ging zurück in ihren Hauptsitz – nach Grunnat.
Erst viel später dämmerte Faylinn nach und nach, dass sie an eine Bande geraten war, die in allerhand finstere Machenschaften verwickelt war. Sklavenhandel, Schmuggel und Drogengeschäfte waren nur einige davon. Auch vor Auftragsmorden schreckten sie nicht zurück, oder sie nahmen die Sache selbst in die Hand, wenn Leute ihre Schulden nicht bezahlen konnten. Immer wieder zogen einige Mitglieder der Gruppe durch die Lande, um ihre Geschäfte zu erledigen.
Anfangs wusste Faylinn nichts von diesen Dingen. Die Männer versorgten sie mit allem was sie brauchte, doch sie ließen sie nicht weg. Nach und nach fanden sie heraus, wie Faylinns Gift wirkte. Vermutlich verstand sie selbst nicht einmal so genau, wozu sie in der Lage war, denn in ihrer Familie waren alle Neptaner schneckenartig und gegen Gifte immun. Sie verstand nicht, warum die Menschen, die mit ihr in Berührung kamen, diese Reaktionen zeigten.
Anfangs nutzten die Männer die lähmende Wirkung von Faylinns Gift für ihre Zwecke aus. Sie versuchte sich dagegen zu wehren, doch es klappte nicht. Stattdessen verstärkte die Angst noch das ausgesonderte Gift und half der Verbrecherbande noch mehr.
Sehr bald jedoch starb das erste Opfer an Atemlähmung. Die häufige Verwendung des Giftes, die ständige Angst, und dazu noch das natürliche Wachstum der kleinen Neptanerin stimulierten ihren Körper zu stärkerer Giftproduktion. Die Verbrecherbande störte das nicht weiter. Sie hatten soeben eine neue Verwendung für ihre kleine Sklavin gefunden.
Fortan wurde Faylinn seltener aus ihrem Gefängnis geholt. Und wenn, dann war es meistens Nacht. Man verfrachtete sie in einen Sack, der das Gift abhielt, und brachte sie an einen anderen Ort. Oft in Grunnat, doch manchmal gab es auch weitere Reisen an andere Orte. Jedes Mal wurde sie zu einem Zimmer, einem Zelt oder Lager gebracht, und es gab eine einfache Anweisung: "Töte ihn. Entweder er stirbt, oder du."
Faylinn hatte keine Wahl. Stillschweigend wurde sie zum Bett des Schlafenden gebracht, der nicht einmal mitbekam, wie er seinen letzten Atemzug tat. Kein Blut, keine Wunde blieb zurück. Die sauberste, effektivste Art zu töten überhaupt. Die Bande hatte ihren persönlichen, endlosen Vorrat an kostenlosem Gift.
So wuchs Faylinn abgeschnitten und ohne Kontakt zu anderen Leuten auf. Diese Männer waren ihre einzigen Bezugspersonen, und sie erzogen Faylinn, wie es für sie am nützlichsten war. Ihre Erfolge wurden gelobt und die Männer waren immer netter zu ihr, wenn sie einen Auftrag ausführte. Ungehorsam wurde bestraft. Bald schon wurde dieses Leben für Faylinn normal, und da sie immer nur für einen solchen Auftrag aus ihrem Gefängnis geholt wurde, freute sie sich bald sogar darauf. Es war nicht so, dass sie es gerne tat. Sie tat einfach, was sie tun musste, um wenigstens einige Stunden lang nicht eingesperrt zu sein. Das stille und leise Töten wurde ein Handwerk, auf das sie sich verstand.
Von den Männern lernte sie auch etwas Nebelzung, denn die meisten stammten aus Karatina, doch auch Rigusta und Trangalisch wurden gesprochen. Ansonsten ließen die Männer ihr keine Bildung zukommen und behielten sie absichtlich auf dem Stand eines Kindes, um sie leichter kontrollieren zu können. Und da Faylinn das Wasser nicht verlassen konnte, hatte sie auch keine Möglichkeit zu fliehen. Irgendwann dachte sie auch nicht mehr an diese Möglichkeit.



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