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Valeriana Shion

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Valeriana Shion

Beitrag von Valeriana Shion am So Feb 12, 2017 5:31 pm



Infos zum Schreiberling

Alter des Schreiberlings: 27
Hauptcharakter: Shayela
Nebencharakter(e): Valeriana



Charakter - Grundlagen

Name: Valeriana, Daiyla Shion; Kosename: Val oder Valeria
Rasse: Elfe
Alter: 43 Jahre – Äußerlich wie 26
Geschlecht: weiblich
Zugehörigkeit: Licht



Erscheinung
Größe: 1, 85m
Aussehen:
“Ich wollte nie perfekt sein, den an der Perfektion erkennt man die Fehler.“
Valeriana ist, wie man es ihrem Volke nachsagt, einfach als atemberaubend schön zu beschreiben. Ihre Haut hat die Farbe von Porzellan, wirkt ebenso rein wie ebenmäßig wie frisch gefallener Schnee. Wallend fällt das seidige, helle Haar über ihre schmalen Schultern hinab und reicht ihr beinahe bis zum Po, gehalten in der Farbe junger Kornähren, ein helles Blond, beinahe schon so hell wie der frühe Morgen. Je nach Stimmung trägt sie es schlicht offen, oder mit einem silberblauen Band zusammengebunden im Nacken. Unter dem zierlichen Näschen befinden sich satte, zartrotte Lippen, die jedes Wort so voller Sinnlichkeit formen können, dass jede Hübschlerin wohl neidisch wäre. Ausdrucksstark und von jugendlicher Unschuld gezeichnet besitzt sie dieselben anmutenden Züge wie ihre Mutter sie schon hatte. Wie goldenen Strahlen der Sonne leuchten die Augen der Elfe in einem tiefen Bernstein und anmuten dabei so unergründlich, dass es schwer fällt zu lesen, was sich dahinter in dem hübschen Kopf verbirgt. Val ist für eine Elfe recht groß gewachsen, besitzt eine schmale Taille und etwas breitere Hüften, dass ihre ganze Silhouette als mehr als wohlgeformt erscheint. Lang und graziös tragen sie ihre Beine über den Erdboden hinweg und sind weder in hohen Schuhen noch in flachen Stiefeln jemals unsicher in ihrem Schritt. Im Ganzen wirkt ihre Erscheinung mehr als perfekt, beinahe zu perfekt und maskenhaft schön.  

Kleidung: Ganz wie man es den Elfen nachsagt trägt auch Valeriana am liebsten fließende, seidige Stoffe, die den wohlgeformten Leib der jungen Frau umspielen und in ihren Bewegungen so zart sind wie der Wellengang des Wassers selbst. Sie besitzt zwei große Kleiderschränke voll anmutenden Gewändern, die jeglichen Anlass abdecken. So nennt sie aus feinen, weichen Leder genähte Reiterbekleidung sowie ein elegantes, in zartem Rot gefärbten Kleid, dessen Stoff merkwürdig durchsichtig erscheint, ihr eigenen und ihre Reize perfekt betont. Je nach Laune bewegt sie sich aber meistens in detailverliebten leichten Stoffhosen und passenden, enganliegenden Corsagen durch das Schloss, die mit zahlreichen kleinen Stickereien verziert sind. So auffallend ihre Kleider sind umso schlichter ist ihr Geschmack was Geschmeide betrifft. Sie träg meistens eine einfache silberne Kette, an der ein stilisierter Anhänger in Form eines Ahornblattes hängt, das einzige Überbleibsel ihrer Mutter und ihr liebstes Stück. An den schmalen Armgelenken rasseln dazu öfters feine Silberreifen. Ihre Hände sind beinahe immer von weißen, schlichten Handschuhen bedeckt, damit sie auch bei zufälliger Berührung keine Visionen erleiden muss, da dies nur bei direktem Hautkontakt passiert. [/color]




Persönlichkeit
Charakter: Wer glauben mag, dass Elfen kühl und distanziert sind, hat damit wohl nicht ganz unrecht. So finden sich jene Züge auch bei der jungen Frau wieder. Valeria ist an sich kein übellauniges Wesen, im Gegenteil. Sie besitzt einen feinen Sinn für Humor und ist in ihrer Grundstimmung meistens recht fröhlich, wenngleich sie es nicht nach Außen hin zeigt. Nur wenig können hinter ihre kühle, berechnende Maske aus kontrollierten Emotionen blicken, die sie angestrengt versucht wegzusperren, um sich nicht angreifbar zu machen. Der Verlust, den sie erlitten hat und die Gräueltaten, die sie schon im Kindesalter sah, ließen sie sehr vorsichtig werden und immer öfter verbittert, dass man sie beinahe in ihrem Tun als Grausam beschreiben könnte. Vor allem neigt Val dazu Wesen eigenhändig zu bestrafen und zur Rechenschaft zu ziehen, sollten sie den Fehler gemacht haben, und die makellose Haut berühren. So hat sie einen gewissen Rachedurst entwickelt, um ihren Fluch selber erträglicher zu machen, scheint er immer schwächer zu werden, wenn sie eben jene Gräueltaten sühnt, die das berührte Wesen begangen hat. Wenngleich ihre Linderung nur von kurzer Dauer ist. So ist die Elfe im stetigen Zwiespalt gefangen, Nähe zu suchen, um ihren Fluch abzuschwächen und sie im gleichen Zuge zu vermeiden, da ihr Geist kaum erträgt, was er immer wieder sieht.
Wenn sie einmal nicht versucht eben die Unberührbare zu mimen ist Val eigentlich recht fröhlich und unglaublich neugierig, was aus dem schier unstillbaren Wissensdurst zu resultieren scheint, der ihren Geist ständig auf Trab hält. So hat sie auch eine Affinität für den Tanz und die Musik, wenngleich sie kein Instrument beherrscht und ihre Singstimme nicht unbedingt ausgebildet ist.  Dennoch liebt sie es sich im Takt der Musik zu wiegen und die Lieder nachzusummen.
Doch jene gelöste Ader ist der Elfe nur vergönnt, wenn sie ihrer „Gabe“ nachgegeben hat und das Wissen, dass auf ihren Schultern ruht durch Rache gesühnt hat. So ist es ein stetiges Wechselspiel zwischen erdrückenden Gefühlen und ruhiger Gelassenheit.


Vorlieben:
+ Klares Wasser
+ jegliche Musik und Tanz
+ Bücher
+ Vergeltung üben
+ Pferde

Abneigungen:
- Berührungen jeglicher Art
- Zuviel Nähe zu anderen Wesen
- Einsamkeit
- Bindungen einzugehen
- Verlustängste
- Albträume

Religion:  Valeriana hat über die Religion ihres Volkes und das große Licht sehr viel gelesen, doch da sie nie danach erzogen wurde, lebt sie auch gut ohne jegliche Religion.


Fähigkeiten
Beruf: keinen soweit
Sprachen: Muttersprache: Cantio
Grundlegend: Rigusta, Nebelzung
Lesen/Schreiben: Ja
erlernte Fähigkeiten:
- Fechten
- Bogenschießen
- Wenig Magiebegabt
- Redegewandt
- Sprachengewandt

Eigenschaften/Gaben: Als markanteste Eigenschaft der jungen Elfe könnte man wohl ihren Dickkopf bezeichnen. Wenn Valeriana etwas haben möchte, setzt sie alles daran es auch zu bekommen, sei es ein einfaches Kleid oder den Kopf eines Unglücksseeligen, dessen Vergangenheit sie gesehen hat. Wenngleich es eine angeborene Gabe ist, hatte sie in ihrem Leben nur sehr wenige Geistreisen und selbst diese unwillkürlich, nicht so, dass sie sie kontrollieren könnte. Als weitere Gabe oder Fluch könnte man ihre Fähigkeit bezeichnen, dass sie durch bloße Berührung in der Lage ist die Vergangenheit eines vernunftbegabten Wesens zu sehen. Zumeist sieht sie nicht die gesamte Vergangenheit sondern nur jegliche negative Taten, die begangen wurden, was in ihr wiederum mit der Zeit den Wunsch geweckt hat, jene zu sühnen und so ihrem Fluch nachzugeben, der dadurch wesentlich abgeschwächter auftritt. Je länger sie die Berührung mit einem Wesen vermeidet, umso stärker wird ihre innere Unruhe, als wäre es gar ein lebendiges Tier, dass von der Kette gelassen werden möchte, um dann wieder zu ruhen. Deshalb ist Val mehr oder minder gezwungen von Zeit zu zeit ihre Handschuhe abzulegen und dem Pakt mit der Hexe nachzukommen, was unterschwellig zu der dunklen Seite ihrer Seele passt.


körperliche/geistige Stärken:
+ elfentypisch extrem gute Sicht, lassen sich schwer blenden
+ ewige Jugend
+ manipulativ
+ charmant und überzeugend
+ leichtfüßig
+ kann gut mit Bogen und Degen umgehen
+ geschickt und wendig
+ gebildet

körperliche/geistige Schwächen:
- Unnahbar und misstrauisch, d.h tut sich sehr schwer mit Beziehungen zu Anderen
- Nicht besonders kräftig
- Kann absolut nichts mit Kochen anfangen
- Launisch
- Oft zu neugierig
- Nach außen hin nicht unbedingt empathisch
- lernt extrem schlecht
-  kann absolut nicht schwimmen



Magie
Art des Magiepools: Die einzige Art von Magie, die die Elfe beherrscht oder besser eine Neigung dazu hat ist jene, die den Geist beeinflusst. Da sie jedoch niemals eine Ausbildung erhalten hat ist sie sehr schwach und eher willkürlich als bewusst
(Zauberliste:)

  • Temporäre Amnesie: Im Grunde der einzige Zauber, den die Elfe direkt und bewusst anwenden kann, als sie aus Versehen einmal das Gedächtnis ihrer Amme beeinflusst hatte, dass jene für wenige Minuten vergessen hatte, dass Val eine Vase vom Kaminsims gefallen war. Seit jenem Moment beschäftigte sie sich neben dem Fechten damit, jene Fähigkeit weiter auszuüben und zu verbessern. Mittlerweile schafft sie es sogar die letzte Erinnerung für beinahe ganze 15 Minuten zu blockieren, ehe sie zurückkehrt. Völliges Vergessen scheint nicht möglich. (Manakosten, einmalig mittelgradig)

  • Visionen: Val überkommt, sooft sie ein Lebewesen berührt, Tiere ausgenommen, eine Vision von dessen schlimmsten Taten in Zeitraffung und in seltenen Fällen auch die mögliche Todesursache zur jenem Moment im Leben, sollte Derjenige nicht einen anderen Pfad einschlagen. Es wäre wohl als Gabe anzusehen, wenngleich es für die junge Frau eher ein Fluch ist, den sie nicht kontrollieren kann. (Manakosten gering)






Hintergrund
Stand:  ledig
Familie:
Mutter: Daiyla Shion
Vater: Anion Shion
Herkunft/Geburtsort: Burg Shion, Karatina
Wohnort: Burg Shion
Besitz: Die Burg ihres Vaters mit allen Habseeligkeiten, die sich darin befinden, sowie ein kümmerlichen Teil des übrig gebliebenen Vermögens.
Gefährten:

Geschichte:
Es ist bekannt, dass Geburten und Schwangerschaften untern den Elfenvölkern ein schwieriges und seltenes Unterfangen sind. Man sagt, es sei der Preis das das schöne Volk für ihre unsterbliche Jugend bezahlen müsse. Und dennoch wünschte sich Daiyla nichts sehnlicher als ein Kind unter dem Herzen und später in den Armen zu tragen. Der ihr Wunsch war so tief in ihrer Seele verwurzelt, dass sie jeden Preis in Kauf genommen hätte. Das war schlussendlich der Grund dafür, warum sich Valerias Eltern von ihrem gewohnten Leben trennten und nach Crepererum reisten, nachdem sie in ihrer Heimat alles unternommen hatten, um eine Schwangerschaft möglich zu machen. Gerüchten zufolge gab es in Grenzlanden von Riguskant eine Hexe, die verschrien war in jenen Belangen tatsächlich über einen Zauber mächtig zu sein, der die Fruchtbarkeit steigerte. So entschloss sich Daiyla dazu, zu versuchen, was ihre eigenen Heiler nicht zustande gebracht hatten. Das junge Paar wandte sich von ihrem Volke ab und suchten Hilfe bei einem kundigen Freund der Familie, der durch Zauberformeln in der Lage war Portale zu öffnen. So raffte Valerianas Vater alles an Hab und Gut zusammen, dass er tragen konnte und lies seine einstige Heimat zurück, um dem Wunsch seiner Frau nach zu kommen.

Was ihnen die Hexe natürlich nicht verraten hatte war, dass ihr Zauber der grotesken Magie entsprungen war und somit auch seinen Tribut forderte. Aus Verzweiflung ließ sich das junge Paar dennoch auf den Handel ein und die Elfe wurde tatsächlich ein halbes Jahr später schwanger. Um seine Frau vor jeglichem schädlichen Einfluss zu schützen nutzte Anion das Vermögen seiner Familie, eine angesehene Politikerfamilie und verbarg sie in einer kleinen Burg in den Landen Karatinas. Karatina selbst war bekannt als Ödland, als schwieriges Gebiet, dass kaum Erträge abwarf und somit der perfekte Ort, um sich zu verstecken. Keiner würde hier nach Ihnen suchen, immerhin hatten sie die Gesetze ihres Landes gebrochen.
Er wählte ihr neues Zuhause sorgsam aus, dass die Burg hinter einem tiefen, kleinen See lag, gespeist aus einem Ausläufer des Nysbelthersees, damit die reinigende Kraft des Wassers die werdende Mutter schützen sollte.  Das Personal wurde fein säuberlich ausgewählt, mischten sich menschliche Bedienstete mit ein paar engsten Vertrauten des Paares. So gebar Daiyla ein wunderhübsches Mädchen mit schimmernden, bernsteinfarbenen Augen. Doch der Blutverlust war zu hoch und die menschlichen Heiler zu unwissend um der jungen Elfe zu helfen, dass sie noch im Kindsbett verstarb. Anions Kummer war schmerzlich tief, beinahe so tief, dass er nicht in der Lage war das Kind aufzunehmen und sich um sie zu kümmern, dass die kleine Val beinahe mehr von den Dienstmädchen und Angestellten großgezogen wurde, als von ihrem einzigen lebenden Verwandten.

Als Valeriana etwa 5 Jahr alt war, schlug das Verhalten ihres Vaters jäh ins Gegenteil um. Er behütete seine Tochter wie einen kostbaren Schatz, lies sie nicht mehr aus den Augen und unterrichtete sie nur mehr Zuhause. Ihr war es nicht mehr erlaubt auch nur einen Schritt vor die Mauern der kleinen Burg zu setzen, geschweige den Kontakt zu den Menschen in den umliegenden Dörfern aufzunehmen. Und es wurde von Jahr zu Jahr schlimmer, je älter das Mädchen wurde, je mehr sie begann ihrer Mutter zu gleichen. Zerrissen von unüberwindbarer Trauer und Angst verfiel Anion immer mehr in einen Wahn, ehe tatsächlich Wahnsinn nach seinem Herzen griff. Sein kleines Mädchen wollte sich nicht einmal mehr von ihm anfassen lassen, sondern begann heftig zu weinen, sobald er sie berührte. Es quälte sein einsames Herz und er glaubte zu wissen, dass sie ihn für den Tod ihrer Mutter verantwortlich machte. Valeria verlor nie ein Wort darüber, dass sie jegliche Art von Berührung mied, doch je älter sie wurde, desto heftiger reagierte sie darauf.   Was er jedoch nicht mehr erfuhr war, dass Val nicht nur seine Berührungen nicht ertrug, sondern auch die Aller anderen in ihrer Nähe.

Es war ein Fluch, genährt aus der Magie der jungen Elfe und ausgelöst durch den Zauber, der der Ursprung ihres Lebens war. Ein Fluch der ihr bei Berührung bildhaft jegliche schändliche Taten des Berührenden vor Augen führte und in einzelnen Fällen sogar seine mögliche Todesursache. Eine abgewandelte Art von Visionen, die Valeria nicht kontrollieren konnte und auch nicht beeinflussen konnte. Die Verzweiflung ihres Vaters war so offensichtlich, dass sie es nicht wagte, ihn in ihr Geheimnis einzuweihen und ich noch mehr zu belasten, als es die fortgerissene Geliebte schon tat. Doch so sehr sie es auch versuchte, die junge Frau konnte jene heftigen Reaktionen auch nicht unterdrücken. In der Hoffnung durch mehr körperliche Disziplin sich besser kontrollieren zu können, begann sie schon recht früh damit zu fechten und wurde von Jahr zu Jahr besser. Auch als Bogenschützin stellte sie sich nicht schlecht an sondern zeigte sogar ein Händchen dafür. Nichts desto trotz halfen alle Konzentrationsübungen nicht gegen ihre Visionen oder zumindest dagegen, dass sie jedes Mal wie unter Schmerzen zusammenzuckte und gequält das Gesicht verzog.

An ihrem 20sten Geburtstag geschah was Valeriana schon die ganze Zeit gesehen hatte, immer öfter, wenn die zarten Finger ihres Vaters ihre Wange berührt hatten, er entschied sich seinem für einen Elfen noch jungen Leben ein Ende zu setzten und nicht länger zu leiden, dass er die sein Kind voller Kummer zurück lies, mitsamt den Anwesenden und den Bediensteten. Da Val von dem Tod ihres Vaters gewusst hatte, reagierte sie wesentlich gefasster darauf, als sie sollte, weshalb sich ihr Ruf unnahbar und kalt zu sein, nur noch verstärkte und die Hälfte ihrer Bediensteten die Burg verlies, dass sie nur mehr mit einem kleinen Teil zurückblieb. Und obwohl sie seinen Tod immer öfter gesehen hatte, war sie doch nicht im Stande gewesen ihrem Vater gegenüber ein Wort darüber zu verlieren. Er hätte ihr wohl nicht geglaubt und oder sie dafür noch mehr gehasst, dass sie ihre Mutter getötet hatte, seine Frau. Denn damit erklärte sich die junge, unerfahrene Elfe die Distanz zu ihm. Er musste sie hassen und so sah sie ihrem Schicksal in Hilflosigkeit entgegen. Gänzlich allein und im Stich gelassen von der Welt stürzte sie sich in die Bücher ihres Vaters, verschlang einen Wälzer nach dem Anderen und schlug so die viel zu lange Zeit tot, die ihr noch blieb, während ihre Verachtung gegen jegliche Lebewesen immer mehr wuchs, je öfter es ihr passierte, dass sie jene berühren musste oder zufällig tat. So erlernte sie zwei weitere Sprachen und eignete sich ein gutes Allgemeinwissen an. Selbst ihrer eigenen Rasse fühlte sie sich nicht mehr zugehörig, schienen jene so durchflutet von Licht, während ihr Herz nur grau war.

Nur eine Person vermochte es ein wenig Licht und Vertrauen in ihre Düsternis zu bringen, ihre Einsamkeit zu lindern, die sie suchte und zugleich hasste, eine Schwester im Geiste, deren Mordlust ebenso tief war wie ihre eigenen und doch aus völlig anderen Grundsätzen genährt. Sel. Es war ein merkwürdiges Treffen, als jene zwei ungleichen Frauen aufeinanderstießen und dennoch war da sofort eine Verbindung, die zu einer tiefen Freundschaft, ja beinahe schon Seelenverwandtschaft werden sollte. Zu Anfang hatte Valeria Sel gehasst, zutiefst, sie war ihr auf die Nerven gegangen bis sie beinahe durchgedrehte und dennoch war da etwas an ihr, dass sie sich nicht erklären konnte. Einmal ganz davon abgesehen, dass Sel die einzige Person war, die Valeriana unbedacht berühren konnte ohne von Visionen gequält zu werden, fast schon so als hätte das Schicksal ihre Geschichte gelöscht, denn sie hatte wahrlich viele Gräueltaten begangen. Und dennoch sah die Elfe keine Einzige davon. Nichts. Zum ersten Mal in ihren Leben konnte sie die Haut eines anderen Wesens berühren ohne zu erzittern oder zu erstarren. Daraus konnte nur eine bindende Freundschaft werden. Weshalb Sel auch zu Valeria auf die Burg zog, wenngleich die junge Frau mehr unterwegs war als tatsächlich „Zuhause“.


passende Musik:


Zuletzt von Valeriana Shion am Mo Feb 20, 2017 9:01 pm bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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