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Shayelas Auftrag

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Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo März 06, 2017 10:38 pm

Srodholm im Südosten von Sommasflucht ist ein scheinbar ruhiges und idyllisches Dorf mit vielen Feldern und dem großen Kargatrass-Wald im Rücken. Obgleich es dort Bauern gibt, sind doch die meisten mit dem Fallenbau, dem erstellen von Pfeil, Bogen, Armbrust und Bolzen und Gerben des Fells tätig. Nahrung und Reiseutensilien bekommt man hier leicht. Ebenso einen Talisman der an den Schädel eines toten Tieres erinnert und die Warnung, im Wald achtsam zu sein und nur zu nehmen, was man wirklich braucht. Jüngst ist es hier noch stiller geworden, wegen eines seltsamen Apfelbaumes inmitten des Dorfes.

Zwischen den Feldern steht eine kleine, noch unscheinbare Linde. Ein Trampelpfad führt an ihr vorbei in Richtung Srodholm. Dieser Weg kommt von der Straße zwischen Brunya und Sommasflucht, ist aber nicht der eigentliche Weg nach Srodholm. Hierbei handelt es sich viel mehr um einen Pfad, der durch die Feldarbeiter und geführte Pflugochsen, oder andere Arbeitstiere entstanden ist.

Hier draußen gibt es kein Licht, nur das ferne unstete Leuchten der Irrlichter - meist Sterne genannt - am Himmel. Von diesen fliegt kaum eines zum Erdboden herab. Der Mond würde die Stelle sicherlich gut beleuchten, doch gibt es ihn nur einmal in jedem Monat. Des Nachts geht hier auch normalerweise niemand umher.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo März 06, 2017 11:52 pm

Ruhig und friedlich wogen sich die Ähren der Felder im seichten Abendwind, der die restliche Wärme des Tages mit sich davon trug und den frischen Hauch der Nacht zurück lies. Jeder fleißige Arbeiter war schon längst vom Feld zurück nach Hause gekehrt und genoss dort wohl die abendliche Erholung oder ein gutes Mahl auf dem Tisch. Selbst die Grillen hatten ihr nächtliches Spiel angestimmt  um der Idylle den formvollendeten Schliff zu verpassen, wie man ihn nur aus Geschichten kannte. Ein perfekter Abend um eben jene Dinge zu erledigen, die in solchen Geschichten ausgelassen wurden.

Reglos verharrte die Gestalt im untersten tragenden Geäst des Lindenbaumes, der ob seiner dürftigen Größe noch unscheinbarer wirkte, als ohnehin schon. Sie wartete,... schon eine geraume Weile, schon als die Sonne sich in farbenprächtiger Prahlerei langsam gesenkt hatte, um die letzten wärmenden Strahlen ganz für sich allein einzufangen, ehe der beruhigende Schleier der Nacht sich gesenkt hatte. Nur noch ein paar Augenblicke und sie sollte Gesellschaft bekommen, gesprächigere Gesellschaft als die der Grillen oder Feldhasen, die sich langsam aus ihrem Versteckt wagten, jetzt da alles ruhig war.

Wichtige Gesellschaft, die ihr eine gute Stange Geld einbringen würde, wenn sie alles richtig machte. Ihr letzter größerer Auftrag war schon eine geraume Weile her und die täglichen Taschenspielertricks begannen den Rotschopf zu langweilen. Sie brauchte mehr, etwas aufregendes, ein Abenteuer um der tristen Eintönigkeit ihres Lebens zu entkommen. Und genau auf eben Jenes wartete die Katze seelenruhig im Geäst des Baumes. Der Treffpunkt war sehr einfach gewählt, sowie die Uhrzeit ebenso. Einzig und allein der, der den Auftrag erteilt hatte fehlte noch und lies tatsächlich ein wenig auf sich warten.

Mit einem lautlosen Seufzen auf den Lippen kontrollierte Shay noch einmal den Sitzt ihres Haarreifs, der ihre Katzenhaften Ohren unter der voluminösen Wellenpracht verborgen war, sowie den Sitz ihrer Hose, immerhin versteckte sich im der lange Katzenschweif in einem Hosenrohr. Nachdem sie überzeugt war, dass sich alles an seinem Platz befand, lehnte sich die junge Frau wieder zurück und stüzte sich behutsam an dem Stamm des Baumes ab.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di März 07, 2017 9:08 am

In der Ferne konnte sie vom Baum aus sicher schon lange eine unruhige Person beobachten, die sich wiederholt umdrehte und wohl auch sonst umschaute, ob auch wirklich kein anderes Licht zu sehen wäre. Die Bewegungen waren deutlich zu erkennen, denn die kleine Laterne wanderte immer auch ein Stück weit über die linke, oder rechte Seite zurück. Dann und wann näherte sie sich auch dem tückisch erscheinenden Boden. Wer mochte schon sagen, wo hier Unebenheiten waren, wenn es kein entsprechendes Licht gab?

Nein, nein, diese Person war es nicht gewohnt, mitten in der Nacht auf irgendwelchen Abwegen zu gehen und seltsame Leute zu treffen, die irgendeinen ominösen Auftrag für den hohen Herrn erledigen sollten. Jetzt wo die Person näher kam, konnte man ihn über einen Ast, oder Stein, stolpern sehen und beobachten, wie er sich gleich wieder fing. Es war nicht so schlimm gewesen und dennoch hörte jedes feine Ohr bestimmt, wie dieser Mensch nun leise vor sich hin schimpfte und sich über diesen 'lächerlichen' Auftrag ärgerte.

Schließlich erreichte die in weiten Umhang und Kaputze eingehülte Gestalt, die lediglich den Unterarm mit der Laterne voraus streckte und sich sonst gänzlich verschlossen hielt, den kleinen Lindenbaum. War das denn die Linde? Fast hätte die Person die Laterne gehoben, um die Umgebung nach anderen Bäumen abzusuchen - aber, so weit hätte der Schein der Kerze ohnehin nicht gereicht, also senkte sie die Laterne wieder. Nervös leckte sich der Mensch über die Lippen und wagte dann ein leises: "Halloo? -- Ist jemand da?"

Trotz des Flüsterns war es wohl eher ein Mann, als eine Frau. Auch wenn er lediglich schlank und weder groß, noch klein gewachsen war. Die Hand war von einem Stoffhandschuh grober Machart verborgen, doch auch hier verriet sich dem klaren Beobachter, dass es eine größere und kräftigere Hand war, die eben auch eher einem Mann angehörte. Die Person versuchte gleich nach der Frage jemanden hinter dem Baum zu finden und wandte sich kurz darauf auch schon wieder etwas ab, um nach jemandem in der nahen Umgebung zu suchen...

Scheinbar hatte sich der Gesprächspartner verspätet. Oder, war er am Ende schon wieder gegangen, weil er selbst zu lange gebraucht hatte, diesen Ort in der stockfinsteren Nacht und völlig alleine zu erreichen? Das würde dem hohen Herrn aber ganz gewiss missfallen und so blieben die Bewegungen des Laternenträgers nervös und unsicher.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di März 07, 2017 5:27 pm

Es war absolut faszinierend wie lange man für einen so kurzen Weg benötigen konnte, einmal abgesehen davon, dass es ein Trampelpfad war und mittlerweile nur mehr die Sterne karges Licht spendeten. Dennoch war die Zeitspanne in der die sichtlich nervöse Person immer wieder stehen blieb, sich umdrehte, um wohl zu überprüfen ob ihr jemand folgte und dann erst nach weiterem Zögern ihren Weg fortsetzte, absolut enorm. Einen fähigeren Boten, oder zumindest einen, dessen Nervenkleid ein wenig stabiler war als das des armen Kerls, der sich langsam der Linde näherte, schien es wohl nicht gegeben zu haben.

Zu Anfang war Shayela doch ein wenig aufgeregt gewesen, als sie das hin und her hüpfende Licht der Laterne plötzlich am Saum der Felder ausgemacht hatte. Wie immer wenn sie einen neuen Auftrag übernahm spielte eine gewisse Vofreude immer mit und erhellte die sonst so kühlen Züge. Doch mit jeder Sekunde, die sich endlos lange zog wie Honig von einem Löffel, in der die Gestalt kaum merklich näher gekommen war, hatte sich ihre Aufregung zuerst im Empörung und Ärger gewandelt, über die Unfähigkeit ihres Auftraggebers eine geeignetere Person zu wählen und war mittlerweile zu bloßer Langeweile verkommen.

Gemächlich lagen die tiefen Seelenspiegel auf dem allmählich - endlich! - näherkommenden Person, dass sich die Katze von ihrem Platz erhob und geschmeidig, wie es nun einmal ihrer Rasse angeboren war, auf ihrem Ast etwas nach vorne lehnte, in der Hoffnung schon ein paar verräterische Details mehr ausmachen zu können. Doch selbst ihre hervorragenden Augen konnten durch nichts auf die Entfernung erkennen, also wartete der Rotschopf. Und dabei wusste doch jeder, dass Geduld nicht unbedingt eine Stärke ihrer Art war.

Oh sein Flüstern was so entzückend verunsichert und verlieh der wohl sonst tieferen Männerstimme einen höchst weiblichen Tonfall, dass die Diebin beinahe gekichert hätte auf ihrem Platz, der noch immer verborgen in der Linde lag. Der arme Kerl hatte es tatsächlich nicht leicht und mit ihr schon gar nicht. Als er sich auch noch tatsächlich umsah, um zu überprüfen, ob das wohl die richtige Linde war, konnte sie nicht anders, als auf das Spiel einzusteigen. So lautlos es ihr eben möglich war, lies sie sich von ihre Sitzplatz heruntergleiten, dass sie hinter dem Kerl auf den weichen Sohlen aufkam und spitzbübisch grinste, während sie sich gegen den Stamm lehnte und die Arme vor der Brust verschränkte. Sie liebte dramatische Auftritte.

"Ihr seid spät dran.", erwiderte der Rotschopf wesentlich lauter auf sein Flüstern und etwas dunkler als ihre eigentliche Klangfarbe war. So wie sich der arme Kerl verhielt war es völlig überflüssig sicher zu gehen, ob er ihr Mittelsmann war. Man konnte seine Nervosität meilenweit riechen.
"Ich schätze ihr seid nicht derjenige, der nach einer helfenden Hand verlangt hat nicht wahr? Natürlich war er nur der Mittelsmann, ein Umstand, der ihr nicht unbedingt zusagte. Sie schloss keine Geschäfte mit Hilfsboten, sondern nur mit ihrer Quelle direkt.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di März 07, 2017 6:04 pm

"Ha-aaah", schreckte der Fremde auf und musste sich entsetzt umwenden, stolperte dabei wieder etwas, blieb aber doch auf den Beinen. Nun schlug ihm das Herz endgültig bis zum Hals, auch wenn es ihm für einen kurzen Moment eher in die Hose gerutscht war: "M..mmüsst Ihr mich so erschrecken?" Er atmete hörbar durch. War das die Person die er treffen sollte? Was waren die Worte, die sie sagen sollte? Oder er? Sollte er anfangen und sie.. war doch eine Sie? Jedenfalls... Na, sie scheint ja bescheid zu wissen..

Außerdem wollte ihm weder der erste, noch der zweite Teil der Losung einfallen. Also schön, was hatte sein Herr nun gesagt, was der Person mitgeteilt werden sollte? "Also..", er räusperte sich, kam tatsächlich etwas zur Ruhe und erklärte dann in leiser, doch männlicher Stimme: "Hört.. Es wird gewünscht, dass Ihr einen Herren Baron von Sommasflucht ..aufsucht. Sehr wichtig ist es, dass Ihr ..."
Er stockte. Es schien ihm so ungeheuerlich, dass er wirklich von derlei Sache zu reden hatte und er wollte das Wort kaum gebrauchen, doch letztendlich sagte er: "Würdet Ihr Euch also im Stande sehen, unbemerkt dem Baron einige Dokumente ..abzunehmen?"

Die Laterne schwebte immer etwas unter Hüfthöhe, da der Mann versuchte sein Gegenüber irgendwie doch zu erkennen, aber zugleich Angst hatte, dass sein Gesicht erkannt würde. Er trug zwar diese Kaputze und ein Tuch, das bedeckte aber nur den untersten Rand seines Kinns. Sonst hätte er sich zu sehr wie ein Verbrecher gefühlt und das brachte er dann trotz Anweisung nicht über sich.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di März 07, 2017 6:39 pm

Seine Reaktion war absolut köstlich, wie er überrascht vor ihr zurückschreckte und sie ansah, als wäre sie das Unlicht persönlich. Mit der Kapuze tief im Gesicht und den rotglühenden Haarsträhnen, die darunter hervor über ihre Brust fielen, die von dem dunklen Mantel umschlossen war musste sie aber auch einen furchteinflößenden Eindruck hinterlassen, nicht wahr? Wie auch immer, der arme Kerl musste sich zunächst ein wenig von ihrem Schabernack erholen, ehe er fieberhaft überlegte, ob er nun mit ihr reden sollte oder nicht. Es stand ihm förmlich auf die Stirn geschrieben.

"Müssen nicht, aber es hat sich so wunderbar angeboten, verzeiht., schmunzelte die Katze im Schatten ihrer Kapuze und wiegte den Kopf zur Seite, als er endlich zu sprechen begann. Einen Baron von Sommasflucht... ja, sie hatte sich schon selbst ein paar Informationen eingeholt, wenngleich jene auch sehr spärlich waren.
"Natürlich sehe ich mich im Stande, deshalb bin ich ja hier. Aber wenn ihr verzeiht, ich kläre normalerweise die Einzelheiten mit eurem Herrn persönlich.", wies sie ihn darauf hin, dass sie keineswegs gewillt war nur das hinzunehmen, was er ihr zu sagen hatte. Nein, die Forderung war wohl unmissverständlich.

"Wie ihr das handhaben mögt überlasse ich ganz euch. Geht voran und ich folge euch wie ein Schatten in etwas Abstand zurück zum Hause eures Herrn, oder ihr übermittelt ihm meine Nachricht und er bestimmt einen neuen Treffpunkt. Mir soll es ganz gleich sein. " Sie würde dieses Abkommen sicherlich nicht mit dem armen nervösen Tropf treffen, der vor ihr Stand und nicht recht wusste, wie er nun mit ihren Worten umgehen sollte. Zumindest schien es so. Gelassen löste Shay die verschränkten Arme und streckte sich einmal genüßlich lang, ehe sie ihren Gegenüber musterte und langsam umrundete, als wolle sie den Trampelpfad schon wieder entlang gehen.

"Also?"
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di März 07, 2017 6:55 pm

"Verzeiht", wiederholte er zu einem Achtel erbost, zum Großteil aber einfach nur fassungslos und irritiert. Verzeiht, als ob das alles gleich auflösen würde. Er hätte eines Herztodes sterben können! Nun ja, aber das Ganze wurde offenkundig noch viel schlimmer. Jetzt wollte sie zu seinem Herrn geführt werden. "Nein", schnappte er nervös, panisch gerade zu. "Das geht nicht", erklärte er weiterhin. Was sollte er denn nun tun? Die Nachricht überbringen, das schien das Einzige, was er tun konnte.

"Er wird nicht selbst kommen", brachte er halb erstickt hervor und weiterhin:
"H-hat nicht vor sich zu zeigen."
Das lief alles sehr schlecht, sehr, sehr schlecht. Was sollte er nur tun? Warum hatte er es auch sein müssen? Es war entsetzlich, entsetzlich! Also - forderte sie. Das ging doch aber nicht. "Nein", schnappte er erneut panisch. Weder jetzt noch zuvor klang es in irgendeiner Form herrisch, viel eher, als hätte er statt nach Luft zu japsen, diese japsend zu einem Nein geformt. Was sollte er nur tun?

"Bringt die Dokumente hier her. Die vom Baron von Sommasflucht. Alles was ihm seine Besitztümer zuschreibt, alles.. und dann erhaltet Ihr guten Lohn. Für jedes Dokument 500 Draken", erklärte er notgedrungen. Vielleicht würde sie ja doch darauf ansprechen, wenn es um's Geld ging.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di März 07, 2017 7:12 pm

Wie eine Raubkatze, die sie zum Teil eben auch war, umrundete sie geschmeidig langsam ihren Gesprächspartner, während das katzenhafte Augenpaar unter dem Dunkel der Kapuze immer wieder aufblitzte. Er war viel zu nervös als dass ihm wohl die anders geformten Pupillen auffallen würden. Doch dass sich bei seinem aufgeregten Haspeln eine der feinen Augenbrauen sich in die Höhe schwang würde er sehr wohl bemerken, ebenso wie sich die Mundwinkel für einen Herzschlag lang abfällig verzogen, ehe wieder darauf ein seichtes Schmunzeln ruhte.

"So euer Herr will sich also nicht zeigen, ich hätte es mir denken können., wiederholte Shay nachdenklich und lachte kurz leise auf. Das war dennoch nicht, wie sie normalerweise vor ging. Nun gut, aber in diesem Fall und vor allem bei diesem Preis würde sie wohl eine Ausnahme machen... müssen. Ein leises melodisches Seufzen glitt über die zartroten Lippen, ehe sie kurz den Kopf schüttelte und dann mit den Schultern zuckte.

"Also schön. Habt ihr ein wenig mehr Details zu den Dokumenten? Wisst ihr wo sie aufbewahrt werden? Wie sehen sie aus? Sind es einfach nur Urkunden? Sowas wie Besitzurkunden vielleicht?". Ein wenig mehr Informationen wären tatsächlich hilfreich, denn wen sie bedachte wie groß die Bürger, die sie nach dem Anwesen Sommasflucht gefragt hatte, jenes beschrieben hatten war es pompös und riesig, mit unendlich vielen Zimmern und noch mehr. Nun gut, die Leute neigten dazu zu übertreiben, aber dennoch würde es wahrscheinlich größer sein als ein normales Anwesen.

"Habt ihr Pläne von dem Anwesen selbst? Einen Grundriss vielleicht, oder zumindest skizzenhaft eine Aufzeichnung? Irgendetwas, dass mir bei der Orientierung helfen würde?", hackte Shay nach und blieb ihm Gegenüber stehen. Es konnte doch nicht sein, dass er tatsächlich mit leeren Händen gekommen war, oder?
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di März 07, 2017 7:28 pm

Das Seufzen einhergehend mit fallenden Schultern, verkündete wohl mehr als deutlich seine Erleichterung, als sie schließlich doch mehr wissen wollte. Darüber hinaus war es außerordentlich praktisch, dass er nicht noch mehr Geld bieten musste! Das Landgut von Sommasflucht würde über Jahre hinweg leicht mehr Draken einbringen. Nun, das brauchte diese Person ja nicht wissen!

"Ja, also...", die Stimme klang nun ruhiger und mit jedem Wort wurde er entspannter: "Hiiiier", sagte er noch etwas langgezogen, kramte nach den Unterlagen und zog sie geräuschvoll hervor. Sie waren fein gefaltet und doch durch das unsichere Gebaren des Boten ein wenig zerknittert worden. Nun hielt er ihr die Papiere hin.

"Eines zeigt wo die Häuser sind und wo die Felder... Das Haus mit dem roten Iks solltet Ihr aufsuchen. Das andere Blatt zeigt die Räume darin", kurz drang ein etwas nervöser, doch auch beinahe belustigter Tonfall aus seinem Mund, dann fuhr er fort: "Oben sind die Räume weniger bekannt. Wo die Dokumente sein könnten, ist ein Iks eingezeichnet. Das meint aber nur den Raum, nicht den Ort im Raum... der Herr weiß nicht genau, wo die Urkunden und Papiere sind, die den Baron als Erben und Besitzer auszeichnen."

Kurz pausierte er, um nachzudenken, konnte sich aber auch erinnern: "Auch wäre es ihm genehm, wenn Ihr die Urkunde mitbringen könntet, die beglaubigt, dass er vom alten Baron adoptiert wurde. Sämtliche Dokumente haben ganz gewiss herrschaftliche Siegel darauf. Es wird sechs Dokumente geben, die sich dem Hab und Gut widmen, eines, das das Testament des vorigen Barons sein wird und eines, das den jetzigen Baron als Adoptivsohn kennzeichnet. Es könnte auch eines geben, das den jungen Baron als Adeligen tituliert. Das wäre auch zu bringen."

Einzig und allein am Ende seiner Rede angekommen, wollte er mit neuerlicher Unsicherheit wissen: "Eeh.. Noch Fragen?"
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi März 08, 2017 12:01 am

Seine Erleichterung war mehr als nur belustigend mitanzusehen, wurde er vom aufgescheuchten Mäuschen plötzlich wieder wesentlich ruhiger und schien sich auf seine Aufgabe zu besinnen. Nur zu gerne hätte Shayela ihn noch ein wenig länger geärgert und ihn ein wenig weiter verunsichert. Doch der Kerl war wahrscheinlich ohnehin schon gestresst genug durch den merkwürdigen Auftrag, den er zu überbringen hatte, zumindest glaubte sie zu wissen, dass wenn sie ihr Spiel noch etwas weiter trieb, er tatsächlich noch ein wenig panisch wurde.

Aufmerksam folgte die Katze seinen Ausführungen und musterte die Karten, während sie sich im Geiste schon grob ihre eigenen Grundriss des Grundstücks und der Räume des Haupthauses zeichnete. Es würde tatsächlich ein wenig komplizierte werden als gedacht, dass war kein Auftrag wo sie kurz über Nacht einstieg und wieder verschwand. Dadurch, dass sie nicht wissen konnte, wo genau sie die Dokumente fand, sollte sie vielleicht eine andere Strategie wählen, die ihr etwas mehr Zeit verschaffte.

"Bis wann benötigt euer Herr die Dokumente? Ich habe da schon eine Vorstellung, nur jene ist etwas Zeitaufweniger, als nur über Nacht kurz einzusteigen. Da ihr den genauen Verwahrungsort der Dokumente nicht wisst, werde ich ein wenig suchen müssen und das kostet Zeit.", erläuterte Shay ihren Gedankengang, zumindest bis zu Hälfte, während sie dem Boten kurzerhand die Papiere aus der Hand nahm und genauer musterte.

"500 Draken pro Dokument, und nochmals 1000 bei erfolgreichem Abschluss, wenn ich euch alle sechs Papiere bringe. Das ist mein Angebot., erwähnte die Diebin beiläufig ohne auch nur den Blick von den Karten zu  heben. Nun hinein zu kommen würde sicherlich nicht das Problem werden, eher dass sie sich durch verschiedene Räume bewegen musste und auf gut Glück ihre Suche mehr oder minder begann. Immerhin konnten jene Dokumente überall aufbewahrt werden, vom klassischen Arbeitszimmer bis hin zu den Privatgemächern des Erben und jene zu durchforsten ohne Verdacht zu erwecken würde selbst für sie ein abenteuerliches Unterfangen werden. Nein, sie musste tatsächlich anders vorgehen. Vielleicht sich als Dienstmädchen vorstellen, es verschaffte ihr zumindest genügend Zeit.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi März 08, 2017 8:57 am

Sie hatte noch Fragen und das machte ihn wieder etwas nervös. Er musste es unweigerlich richtig machen und er durfte ihr keine Idee geben, dass sie mehr Geld verlangen könnte. Die Zeit, die sie haben sollte, war jedoch einfach zu beantworten: "Je eher Ihr es erledigt, desto besser, natürlich. Aber, Hauptsache es geschieht bald." Das war nun kein Ultimatum als solches, da dem Herrn wichtig war, dass die Sache gut durchdacht ausgeführt würde. "Das Wichtigste ist, dass es keinerlei Aufsehen erregt, ehe die Sache entdeckt wird.. und das sollte möglichst lange verzögert werden", erklärte er nun weiter. Ja, das war ein wichtiges Detail unter den Wünschen seines Herrn, äußerst naheliegend, wie ihm schien, aber er hätte beinahe genau deswegen vergessen, es auch zu erwähnen.

"Acht... o-oohder neuen..-", er stockte kurz wegen seines Redefehlers, dann korrigierte er: "Neun, meine ich. - A-acht bestimmt. Wenn es eines gibt, das bekundet, dass der Baron dem Adel angehört, sind es insgesamt sogar neun", korrigierte der Mann sofort, jedoch sagte er nichts zu der neuen Forderung. Das musste er erst überdenken. Sein Herr hatte auch dazu etwas gesagt. "Das.. das sind viele Draken", stammelte er zunächst. Es wäre gespielt gewesen, wenn ihn die Tatsache - dass er den Preis so niedrig wie möglich halten sollte und auf keinen Fall vermitteln durfte, dass das leicht zu bezahlen wäre - dann nicht doch wirklich erneut nervös gemacht hätte.

"Also.. weitere fünfhundert Draken, wenn Ihr erfolgreich wart", bot der Mann nun seinerseits. Es musste wohl zumindest gleich viel sein, wie sie für die einzelnen Dokumente bekäme. Immerhin das waren schon 4000 Draken für die acht Dokumente, 4500 Draken, wenn es neun gab und somit bei Erfolg insgesamt 4500 bis 5000 Draken. Sie würde doch sicher nicht mehr nein dazu sagen?
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi März 08, 2017 9:21 am

Vorsichtig rollte Shay das Pergament wieder zusammen, dass sich unter dem angenehmen Rascheln fügte, dass immer erklang, wenn man Papier zusammenrollte. Auf eine merkwürdige Art und Weise mochte sie dieses Geräusch, es legte sich so sanft in ihren Gehörgang und schien irgendetwas in ihr zu stimulieren. Ebenso bedacht fixierte sie die Rolle wieder mit dem Band, dass er ebenso mitgebracht hatte.
"Ich würde mich natürlich sofort darum kümmern, aber eben der Umstand, dass es so lange wie möglich verborgen bleiben sollte, verlangt etwas andere Vorgehensmaßnahmen, als ich es üblicherweise pflege.", sicherte sie dem Boten zu, der schon wieder wie ein nervöses Mäuschen zu kuschen begann und dessen Stimme sich beinahe schon wieder überschlug. Himmel, konnten sie ihr nicht das nächste Mal einen etwas gesetzteren Übermittler schicken? Das war ja kaum auszuhalten.

"Acht oder Neun. Gut, das lässt sich machen. Ich werde sehen, wie viele sich finden lassen." Wieder ein Nicken des Rotschopfs als Zustimmung, dass die roten Locken unter der Kapuze ebenso schreckhaft wie er der Bewegung widerwillig folgten. Langsam, wie sich die morgendliche Sonnenröte entfaltete, erhellte ein Lächeln die exotisch anmutenden Züge, als er blitzgescheid feststellte, dass ihre Forderung ein wenig Höher war, wie er vorgegeben hatte. Und dennoch war sie in ihren Augen durchaus berechtigt, immerhin verlangte der Umstand, dass alles so unbemerkt wie möglich Ablaufen sollte, dass sie sich tatsächlich unter das Personal des vermeidlichen Hausherren stahl.

"Weitere Tausend, nicht Fünfhundert. Seid ihr mit meinem Angebot nicht einverstanden, werdet ihr euch wohl einen anderen Langfinger suchen müssen und würdet damit wohl einen der Besten ablehnen.", hielt sie mit entgegen und zuckte dann Gleichgültig mit den Schultern. Sie rühmte sich tatsächlich damit, dass sie in der Diebesgilde eine der erfolgreichsten Diebe war, natürlich, immerhin war sie den armen, menschlichen Tölpeln um Einiges voraus. Ihre "Krankheit" brachte nicht nur Nachteile mit sich, vor allem in jenen kriminellen Berufen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi März 08, 2017 10:29 am

Rothaarige Teufelin, bedachte sie der Bote missmutig und innerlich zappelnd. Er konnte ihr jedoch nicht einfach so nachgeben. Daher überlegte er sich ein Gegengebot, mit dem sie doch wohl zufrieden sein würde, nicht wahr?

"Also gut... fünfhundert für jedes Dokument und achthundert, wenn alles länger unbemerkt bleibt", meinte der Bote und bemühte sich redlich, nicht ganz so nervös dabei zu klingen. Es war doch ein gutes Angebot, nicht wahr? Nun gab es aber noch eine Sache zu klären: "Wie viele Tage, ehe Ihr wieder hier sein könnt. Also.. eh.. mindestens."

Das war wichtig. Sein Herr wollte ja wissen, wann er den Boten wieder ausschicken sollte, um auf die Rückkehr der Diebin zu warten. Natürlich hatte der Herr auch diesbezüglich seine Anweisungen gegeben und der Bote würde sich bestmöglich daran halten.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi März 08, 2017 11:44 am

Mit einem siegessicherem Lächeln auf den Lippen schob die Katze die Karten ihn ihre Umhängetasche, die dicht an ihrer Seite ruhte. Sie war in einem unauffälligen Braun gehalten, schlichtes Leder, aber robust und widerstandsfähig. Sie hatte ihr schon sehr gute Dienste geleistet. Das lange Band, dass der Tasche den Namen verlieh, hatte sie sich kurzerhand um die Hüfte gebunden, um so die Gefahr zu verringern, irgendwo hängen zu bleiben. Als sie das Gegenangebot des Boten vernahm, erklang tasächlich ein leises Kichern aus ihrer Kehle, dass sie nicht mehr zurückhalten konnte. Er wollte wirklich feilschen?

"Neunhundert bei Abschluss und es tut mir leid, aber was glaubt ihr wie lange ein Diebstahl immer unbemerkt bleibt? Das liegt nicht in meiner Macht. Meine Aufgabe ist nur, die Dokumente ungesehen und unbemerkt so rasch wie möglich zu entwenden. Sollte es der Zufall so wollen, dass der Hausherr just ein paar Tage später danach zu suchen gedenkt und sie nicht findet, ist das nicht mehr mein Fehler.", wies sie den Boten etwas harsch zurecht. Was glaubte er den eigentlich was sie zu tun gedachte? Sollte sie die Papiere in kürzester Zeit abzeichnen und die Fälschungen zurück an Ort und Stelle bringen.

"Das hängt davon ab, ob der besagte Baron gerade auf der Suche nach einem Dienstmädchen ist? Das wäre wohl der leichteste Zugang. Wenn ihr also diesbezüglich Informationen habt, dann sagt es jetzt. Ansonsten denke ich, dass die Sache in zwei, drei Wochen erledigt sein wird. " Shay wählte mit Absicht einen etwas weiteren Zeitrahmen, damit sie auch genügend Zeit einplanen konnte, um sich zuerst das Vertrauen zu verdienen. Man würde an neues Mädchen nicht einfach so in die Privatgemächer lassen, wenngleich sie nicht vor hatte darauf zu warten, bis man ihr Einlass gewährte.

"Also? Es ist eure Entscheidung...", begann die Katze keck und setzte dann noch spielerisch dazu, nur um ihn ein wenig zu ärgern, "...und wenn ich euch wäre, würde ich mich langsam beeilen... Ich denke eine einzelne Laterne hier draußen auf dem Felde um diese Zeit erweckt irgendwann auch in einem verschlafenen Ort wie diesem Aufmerksamkeit."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi März 08, 2017 12:05 pm

"Ja.. ja, gut... wobei, der Auftrag... also wenn... es wäre natürlich wundervoll, wenn Ihr solche Fälschungen platzieren könntet", stammelte der verunsicherte Bote erneut. Tatsächlich war das eine grandiose Idee, wie er fand. Jedenfalls wusste er zuzusichern: "Gut, zwei Wochen", er stockte unsicher und meinte beschwichtigend: "oder drei.. drei Wochen. Werde es ausrichten." Und ihm irgendwie beibringen doch jemand anderen zu schicken.. aber er sagte, es sollen so wenig wie möglich davon wissen... herrje..

Eine einzige Laterne bei den Feldern... wenn nicht alle schliefen, hatte sie wohl recht. Aber bestimmt schliefen doch um diese Zeit alle Dorfbewohner, oder nicht? Es machte ihn tatsächlich nervös.
"Und neunhundert Draken bei Abschluss... erfolgreichem Abschluss... ja. In Ordnung. Kenne keine Pläne des Barons. Tut mir leid", erklärte er ihr nun noch. War es das nun? Konnte er nun gehen und dem Herrn sagen, was ausgehandelt worden und wie lange zu warten war? Hatte er nicht etwas vergessen? Nein, es schien alles gesagt.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi März 08, 2017 12:20 pm

Sichtlich verwundert schwang sich eine der feinen Augenbrauen in die Höhe, ehe Zweifel ihre zarten Züge schmückte und junge Frau verständnislos den Kopf schüttelte. Was sie nur so banal erwähnt hatte, griff der Bote tatsächlich auf und erwartete wohl, dass sie das tun würde. War er denk verrückt? Hatte er auch nur die geringste Vorstellung davon wieviel Zeit sie benötigen würde um neun Dokumente halbwegs glaubhaft zu fälschen? Der Kerl hatte tatsächlich keine Ahnung, nun gut, aber dass musste sie ihm ja nicht unter die Nase reiben, nicht?

"Ich werde sehen, was sich machen lässt. Aber seid euch gewiss, dass der Auftrag zur Zufriedenheit erfüllen werde.", versicherte ihm der Rotschopf und drängte tatsächlich langsam danach, das Treffen zu beenden. Die Laterne war doch ein wenig zu auffällig und es brauchte immerhin nur jemand aus dem Fenster auf die Felder zu sehen, um das schwache Glimmen zu erkennen und sich womöglich Gedanken zu machen, wer sich zu solch unzüchtiger Stunde herumtrieb.

"Auch gut, dann richtete eurem Herrn aus, dass er euch oder wen auch immer in drei Wochen wieder hierher schicken soll. Sollte ich mehr Zeit benötigen, werde ich euch eine Nachricht zukommen lassen.", versicherte die Diebin und blätterte noch einmal alle Informationen im Kopf durch.
"Eins noch, befindet sich das Anwesen direkt in Sommasflucht?" Es wäre ja nicht unbedingt unüblich, wenn so ein Herrenhaus etwas abseits der Stadt stand, um sich ein wenig über die normalen Bauten zu erheben und so indirekt nochmals seine Machtstellung zu bekunden.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi März 08, 2017 12:29 pm

"Ja.. äh.. danke", stotterte der Mann, der erleichtert war, dass sie nun nicht noch mehr Geld verlangte. Dann durfte sich sein Herr oder auch der andere Bote - er betete schon jetzt, dass es ein anderer sein würde - mit diesem feurigen Teufel unterhalten und Preise aushandeln! Mehr Zeit als drei Wochen würde zwar wenig Gefallen finden, aber das war weniger seine Sache, glaubte er zumindest. Nun denn, dann war alles abgemacht und er konnte gehen. Schon war er kurz davor sich abzuwenden, als die Rothaarige doch noch eine Frage stellte.

"Wie", fragte er im ersten Moment überrascht, dann jedoch erklärte er hastig: "Nein, nein... etwas außerhalb. Aber in Sommasflucht kennt man natürlich auch den Baron." Soviel war sicher. Er gab einen überlegenden kehligen Laut von sich und meinte etwas zögernd: "Vvielleicht gibt es auch einen Aushang irgendwo in der Stadt. Gerade so wie Euch wohl recht wäre... eine Suche nach einer Dienstmagd. Aber ob es so ist, weiß ich nicht."

Den letzten Satz hängte er eilig an, begann dann aber seinen Weg fort vom Treffpunkt anzutreten. Es würde ohnehin eine ungemütliche, dunkle und äußerst unschöne Reise werden, da konnte er auch gleich damit beginnen. Schon jetzt fühlte er sich elend deswegen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi März 08, 2017 12:55 pm

"Sehr gut, das habe ich mir schon gedacht. Nun... ich wünsche eine angenehme Nacht., verabschiedete der Rotschopf ihren Gegenüber, ehe sie spielerisch geschmeidig eine theatralische Verbeugung andeutete, ehe sich der Kerl auch schon umwandte und eilig wieder den Weg zurück lief, den er gekommen war. In angenehme Dunkelheit gehüllt genügte ihr das fahle Licht der Sterne beinahe gänzlich aus, um dennoch eine gute Sicht zu haben. Nachdenklich lies sich Shay gen den Stamm des Baumes sinken und seufzte leise auf.

Der Preis stimmte zwar oder wahr ehrlich gesagt sogar wesentlich höher als angenommen, doch die Umstände gestalteten sich auch nicht unbedingt als einfach. Sie hatte gehofft, dass es nicht unbedingt ein so langwieriger Auftrag werden würde. Drei Wochen waren nicht unbedingt knapp bemessen, vor allem wenn sie tatsächlich so lange wie möglich vertuschen sollte, dass sie die Original Dokumente entwendet hatte. Ganz zu schweigen davon, dass sie sie erst einmal finden musste, ohne dabei ihr Schauspiel aufzugeben oder zu verraten.

Galant stieß sie die Katze von der Linde ab und schritt gemächlich Richtung Sommasflucht davon. Es würde noch ein Stück Fußmarsch werden und währenddessen konnte sie sich immer noch den Kopf zerbrechen, wie sie sich wohl am Besten ins Haus schlich? Zuvor wären ein paar Informationen aus Sommasflucht selbst über den neuen Baron sicherlich nicht schlecht oder? Nur nicht zu auffällig, wenn man bemerkte, dass sie Nachforschungen anstellte würde das ihren Erfolg nicht unbedingt begünstigen. Abenteuerlustig blitzten die tiefblauen Iriden auf und das altbekannte Kribbeln einer neuen Herausforderung begann sich in ihrem Körper auszubreiten, dass ihre Schritte noch etwas mehr an Kraft und Behändigkeit gewannen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi März 08, 2017 4:54 pm

Hoch stand die Sonne mittlerweile schon Himmel und tauchte das Dorf Sommasflucht in ein sanftes, einladendes Licht, dass fast schon verträumt anmutete. Imposant ragte das Drei Zehen Gebirge hinter dem Örtchen in die Höhe, wie ein gigantischer Wächter, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte darauf Acht zu geben und Jedem, der diesem Ort schaden wollte als Warnung zu dienen. Und selbst der Rotschopf konnte nicht leugnen, dass sie das Gebirge beinahe schon ehrfürchtig betrachtete, während sie sich gemächlich der Hauptstraße folgte und ihrer Stute seicht etwas die Sporen in die Flanke stubste. Das feinfühlige Tier reagierte sofort und zog etwas an Tempo an, verfiel dann in einen gemächlichen Trab und trottete zufrieden weiter.

Shay war tatsächlich froh so ein angenehmes Pferd gefunden zu haben, dass wesentlich klüger war, als man ihm nachsagte und ihre Anfängerfehler immer vorausschauend korrigierte, noch ehe sie sie machen konnte. Wenn immer sie auf den Rücken der sanftmütigen Schönheit steigen musste, fühlte sie sich unwohl und unsicher, ein Gefühl, dass ihr sonst eher unbekannt war. Daran würde sie sich wohl nie gewöhnen und immer nur eine mittelmäßige Reiterin bleiben. Ein Umstand, mit dem die Katze aber durchaus leben konnte.

Ruhig zügelte sie das Pferd vorsichtig, als sie den Saum der Stadt erreicht hatte und führte es gen Marktplatz, während sie neugierig den Blick schweifen lies. Eine recht merkwürdige Stimmung griff um sich wie die leise Vorahnung vor einem Gewitter und legte sich drückend schwer auf ihr Gemüt, dass sie ein leises Seufzen ausstieß und verwundert die Augenbrauen wölbte. Misstrauische Blicke begegneten ihr beinahe aus jedem Gesicht, dass sie musterte und von der angenehmen Gastfreundschaft, von der sie schon Einiges gehört war absolut nichts zu spühren.

Vor der Taverne stieg Shay aus dem Sattel und hielt sich für einen Moment noch an dem Sattelknauf fest, während sie versuchte ihre zitternden Beine etwas zu beruhigen. Sorgsam schlang sie die Zügel um den Holzpfahl der vor dem Gasthof stand und zog die weite Leinenhose zurecht, in der sie ihren Schweif verbarg. Während sie noch den Haarreif zurecht rückte, der ihre Ohren unter der Haarpracht verbarg, wälzte die Diebin verschiedene Ideen gedanklich hin und her und schritt dann auf die Eingangstüre zu. Entschlossen atmete sie noch einmal tief durch und trat dann ein. Augenblicklich schlug ihr der gewohnte Geruch nach abgestandenem Bier und Essen entgegen, dass sie mit Müh und Not ein Rümpfen der Nase unterdrückte und direkt auf den Thresen zuging, um mit dem Wirt zu sprechen.

"Hallo... dürfte ich euch etwas fragen? Ich bin auf der Suche nach Arbeit. Kennt ihr zufällig jemanden der die Hand eines guten Dienstmädchens gebrauchen könnte? Ich komme aus Königsburg und habe schon in manchen Adelsfamilien geholfen.", plapperte Shay fröhlich einfach darauf los und kam ohne Umschweife zum Punkt. Auf ihrem Gesicht spielte sich seichte Naivität mit herzensguter Motivation eine gute Anstellung zu finden, wie man sie wohl nur bei jungen Mädchen sehen konnte. Absolut nichts lies mehr auf ihr gerissenes Wesen schließen, dass sich tief in ihrem Innerne köstlich über ihre Vorstellung amüsierte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi März 08, 2017 5:34 pm

in der Kleinstadt Sommasflucht, beim Wirten

Der Wirt ein bauchiger Mann, der wohl auch zu einem Bierchen, so dann und wann, nicht nein sagen kann, kommt zu ihr hinüber und putzt gerade noch einen Bierkrug trocken, als er sie auch schon ihre Frage stellen hört. "Tjaaa", macht er da nachdenklich und stellt den Krug mit leisem Klonk auf den Tresen ab, drückt das geknüllte Tuch auch mit der Hand auf diese ebene und frisch gewischte Fläche und betrachtet den unschuldigen Rotschopf in aller Ruhe.

"Aus Königsburg, da bist ' ja weit gereist", meinte er dann erst einmal und musterte ihre Kleidung. Ein bisschen reisestaubig war sie ja schon. Da konnte er schon annehmen, dass es stimmte, was sie so erzählte. So ein zartes Gesichtchen mochte man doch sicher in feinen Häusern, gleichzeitig war es vielleicht auch nicht zu fein, um ungewollte Aufmerksamkeit zu erregen. Naja, aber davon verstand er eigentlich nichts und es war ja auch nicht seine Sache.

"Ich könnt selber eine Hilfe gebrauchen. Du könntest Teller waschen, Zimmer putzen, in der Küche aushelfen, hier draußen mitmachen. Ich zahle auch gut", begann er dann erst einmal. Obwohl er sie vorsichtshalber erst einmal nur in die freigewordenen Zimmer schicken würde, nicht solche, die nur vorübergehend von den Gästen verlassen wurden. Dass er nur das normal Übliche und keineswegs bessere Löhne zahlte als anderswo, war ja unbedeutend. Wichtig war da schon eher, dass er nicht weniger als das her gab.


edit: nur die Überschrift und diese Anmerkung


Zuletzt von Remiron am Fr Mai 12, 2017 11:32 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi März 08, 2017 6:00 pm

Ein theatralisches Seufzen verlies die zartroten Lippen und die exotisch anmutenden Züge zeigten sich für einen Augenblick lang angstrengt bei der Erinnerung an die lange Reise, die sie angeblich schon hinter sich hatte. Sie nickte vorsichtig und lächelte dann wieder ihr freundliches Lächeln, dass kein Wasser trüben konnte, ehe sie dem Blick des Wirts folgte und augenblicklich ein wenig ihre Kleidung abklopfte, als würde es irgendetwas verbessern.
"Jah, es war ein langer Weg. Länger als gedacht, wenn ich ehrlich bin! Ich hatte geglaubt Sommaslfucht sei nicht ganz so weit weg., grinste sie entschuldigend und horchte dann bei seinem Angebot auf.

Natürlich wollte er sie für sich haben, davon war die Diebin schon ausgegangen, umso geschickter musste sie es nun einfädeln, dass sie sein Angebot ablehnte, ohne ihn dabei zu verstimmen, dass er ihr noch weitere Informationen verwehrte. Es musste sich bei Sommasflucht tatsächlich um ein sonst verschlafeneres Nest handeln, denn trotz dem herrschenden Misstrauen, nahm sie der Wirt dennoch sehr freundlich auf, wenngleich ihr seine Blicke nicht unbedingt behagten. Aber gut, sie brauchte ohnehin nur Informationen von ihm.
So wiegte der Rotschopf den Kopf zur Seite und schien tatsächlich einen Augenblick lang über sein Angebot nachzudenken, während ihr Blick durch den Gastraum schweifte. Als hätte sie ein Gedanke wieder eingenommen, den sie zuvor verloren hatte, gab sie einen leisen, überraschten Laut von sich und lächelte wieder entschuldigend.

"Oh ich wäre froh, wenn ich so schnell tatsächlich eine Arbeit finden würde. Vorallem scheint mir euer Gasthof schöner zu sein als beinahe alle, die ich gesehen habe. Ihr gebt gut darauf acht nicht?", stellte die junge Frau fest und sprach aufgeregt weiter. "Aber ihr versteht es sicherlich, wenn ich es zunächst erst anderweitig probieren möchte. Ich habe gehört, dass es einen neuen Baron von Sommasflucht gibt und... ich ... ja ... habe mir gedacht, vielleicht könnte er auch ein neues Dienstmädchen gebrauchen. Seid mir nicht böse, aber habt ihr da vielleicht etwas gehört?" Tatsächlich glomm soetwas wie Hoffnung in den meerfarbenen Seelenspiegeln auf, während sie den Wirt erwartungsvoll ansah, wie ein kleines Kind, dass sich von einem Älteren Hilfe erwartete.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi März 08, 2017 6:20 pm

Die junge Frau hatte wohl noch nicht viel von der Welt gesehen.. und trotzdem reiste sie alleine? Der Wirt sah prüfend durch den Schankraum, hin zur Eingangstür, aber da ging nur allerlei bekanntes Volk aus und ein. Ein Fremder zeigte sich da nicht. Verwundert sah er auf den Rotschopf zurück. "Warum hast du denn Königsburg verlassen, so ein hübsches Geschöpf wie du, wäre dort doch sicher gut aufgehoben... Besser als auf den offenen Straßen und unbekannten Wegen", fragte er nun doch nach.

Jedoch nickte er später bei ihrer lobenden Erwähnung der gut gepflegten Gaststätte. "Ja-haa..", machte er stolz und erklärte dann: "Ist auch mein Leben, das alles hier. Ich liebe meine Gäste und meine Gäste lieben mich, den sauberen Platz, die gute Küche, die gepflegten Zimmer, die warmen Sommer, die milden Winter... Es ist geradezu einmalig hier!" So wie er es sagte, klang es, als ob er dafür sorgen würde, dass das Wetter so angenehm blieb.

Sein Gesicht verzog sich zu einer etwas säuerlichen Miene, als sie ihn dann jedoch ablehnte und doch konnte er nicht anders als über ihre unschuldige Anfrage zu lachen, oder ihr zartes Wesen, vielleicht beides. Sie hatte aber auch so süß ausgesehen bei ihrer Bitte nach Auskunft! "Ja... nein, im Moment.. das heißt doch... aber nicht was du denkst, Mädchen", wechselte er dann seine Aussagen mehrfach. Es war ganz ruhig und entspannt. Das Hin und Her kam dabei eher von Einfällen, die seine Worte und Gedanken durchkreuzten und jeweils einen neuen Redestrang anrissen und wieder abreißen ließen.

"Soweit ich weiß, hat der junge Baron seinen Buchhalter hinausgeworfen. Kannst du dir das vorstellen? Den alten Beorist.. So angesehen war der! Und dann wirft er ihn einfach 'raus. Schön verrückt", merkte er mit einem Lachen in der Stimme an. Keiner hatte gehört, warum der Mann gehen musste. Natürlich vermutete man irgendeine Form von Zerwürfnis. "Manche behaupten allerdings, der alte Beorist hätte nicht für einen Tiermenschen arbeiten wollen und sei deswegen gegangen... aaaber, da scheiden sich die Geister", erzählte er einfach weiter.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi März 08, 2017 6:41 pm

Völlig gutgläubig folgte ihr Blick dem des Wirten über die Schulter hinweg. Hatte er irgendwen gesehen, der ihm suspekt vorkam? Oder zweifelte er vielleicht sogar an ihren Worten und hielt sie für einen Lockvogel, während das wahre Übel sich erst noch zeigen würde. Wie dem auch sei, sie sah nichts, was seinen Blick hätte erklären können und beließ es einfach dabei ihre Tasche auf dem Stuhl neben ihr abzulegen und erwartungsvoll ihre Aufmerksamkeit wieder dem Wirt zuzuwenden. Seine Worte schienen sie zu verwirren, zogen sich seichte Furchen über die hohe Stirn und ein wenig verständnislos färbten sich ihre Seelenspiegel, als wisse sie nicht, was sie mit seiner Andeutung anfangen sollte.
"Ja Königsburg ist sehr schön, groß, aber ich bin dort aufgewachsen und habe mein ganzes Leben dort verbracht und möchte nun endlich einmal etwas mehr sehen... ein wenig von der Welt. Ich weiß es ist vielleicht törricht, aber einfach etwas Abenteuerliches, Neues."", begann Shay und ihre Augen leuchteten voller Tatendrang und Inspiration. "Oh meine Mutter war fürchterlich dagegen,... sie sagte ich wäre noch zu Jung und ich sollte eben nicht alleine Reisen. Und dabei war ich den halben Weg gar nicht alleine sondern bin mit den fahrenden Händlern mitgezogen. Er ist ein Freund der Familie und hat sich gerne bereit erklärt. Da war die Mutter dann auch nicht mehr so besorgt.", plapperte sie einfach munter weiter und gab ihrer Geschichte mehr Tiefgang, um sie eben auch glaubhafter zu gestalten. Die Katze wollte ihn mit so vielen unwichtigen Details füttern, dass er davon völlig abgelenkt war und nicht auf die Idee kam etwa noch unangenehme Fragen zu stellen.

Oh, und da zeichnete sich doch eine unwillige Miene auf dem dicklichen Gesicht, als sie ihn vorsichtig ablehnte und sie fürchtete schon, er würde ihr grollen und versuchte einen besorgten Ausdruck auf ihre Züge zu zaubern, knickte mit einem Knie etwas ein und sank so ein klein wenig tiefer, dass sie richtig ausstrahlte, wie zerknirscht sie darüber war. Umso erlösender erreichte sie sein lachen, dass sich der Rotschopf wieder aufrichtete und freudig lächelte, während sie innerlich erleichtert ausatmete. Er hatte ihr Kompliment gefressen. "Es ist tatsächlich unglaublich sauber. Ich habe in Königsburg schon sehr viele Tavernen gesehen und keine war bis jetzt so sorgsam gepflegt. Ich bin wirklich beeindruckt." Ein wenig mehr Honig um seinen großen Mund zu schmieren, würde sicherlich nicht schaden.


Irritiert ob seiner fahrigen Gedankensprünge versuchte Shay ihm so gut es ging zu folgen, hing ebenso an jedem angefangenen und fallen gelassenen Gedanken, wie er sie in Worten wechselte und schien am Ende nur noch verwirrt, bis er sich endlich erklärte. So? Er hatte also seinen Buchhalter gefeuert? Wieso? Das war denkbar schlecht, er schien also ein gewisses Misstrauen zu hegen. Aber warum? Was hatte es mit dem Baron von Sommasflucht nur auf sich?
"Was? Er ist ein Tiermensch? Und dennoch Baron? Wirklich? Das habe ich noch nie gehört! Wie Faszinierend! Könntet ihr mir den Weg beschreiben? Ich möchte das nur zu gerne sehen.", bat der Rotschopf neuerlich voller Tatendrang.

"Oh, ich habe noch gar nicht nach eurem Namen gefragt! Oder mich vorgestellt! Wie Unhöflich, entschuldigt. Mein Name ist Shayela!"
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi März 08, 2017 6:56 pm

"So", machte er da nur, als sie mehr von Königsburg und der Reise erzählte. Obwohl sie dabei ja keinen bestimmten Mann benannte, sondern eher eine Reisegruppe, schien es doch irgendwie glaubhaft, dass wohl einer davon ein guter Bekannter der Familie war. Dennoch konnte er sich nicht verkneifen, anzumerken: "Ein bisschen dickschädelig, was?"

Aber hier war sie nun und schien wirklich eine tüchtige und wenig schreckhafte Person zu sein. Das weitere Lob gefiel ihm zwar, brachte ihn aber auch ins Grübeln. Sagte man der Königsstadt nicht zu, sehr reinlich zu sein? Warum sollte es da gerade in Gasthäusern und Unterkünften anders sein? Sicherlich übertrieb sie da, aber es war schön zu hören, dass er sich mit den dortigen Häusern vergleichen konnte und so nickte er zustimmend.

"Ja, jaa.. ein Tiermensch. Der alte Herr Baron hat ihn adoptiert. Gegen den Willen und zum Unmut seiner ganzen Familie... es heißt, es soll ein regelrechter Kampf gewesen sein.. Aaaber dem alten Baron konnten sie dann doch seinen Willen nicht streitig machen, also war der jetzige Baron sein Zögling, sein Sohn", er lachte heiter. Es war wirklich eine seltsame Geschichte, für viele unverständlich und lange Zeit unfassbar.

"Dass du das sehen willst, glaube ich sofort... nun, versprechen kann ich dir nichts, Kleines. Aber geh nur die Straßen Richtung Norden, da findest du dann schon hin. Am besten bleibst du auf den Wegen, breit genug für mindestens eine Kutsche. Zu ihm hinaus führt eine Straße, da können zwei Kutschen fahren und die Wachen halten die Reisenden sicher... Er besteht darauf sie zu schicken und es weiß keiner, warum klagen", erklärte der Wirt und fügte hinzu:

"Ich beschwere mich sicher nicht, kommen die Jungs doch gerne mal auf ein Bierchen hier vorbei, bevor sie wieder gehen. - Aber, sag's nicht ihrem Herrn. Hmm?"
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi März 08, 2017 7:15 pm

"Ein klein wenig, ja.", gab die junge Frau breit grinsend zu und ihre Wangen glommen kurz in einem seichten Rot auf, als sie ein wenig ertappt hin und her tänzelte. Oh ja, ein Dickkopf war sie auch außerhalb ihrer gespielten Rolle durchaus, ganz und gar Katze eben. Wenn ihr etwas nicht passte, wurde es eben passend gemacht.

Aufmerksam lauschte sie der Geschichte des Wirts und während sie innerlich ein weiteres Puzzleteil ihren anderen um diese Geschichte hinzu fügte und es langsam ein Bild einnahm, dass auch einen Sinn ergab, hing sie äußerlich erstaunt und neugierig an den Lippen ihres unfreiwilligen Informanten. Das war es also, deshalb wollte ihr Auftraggeber die Dokumente haben! Er wollte das Erbe zurück von einem Tiermenschen, der niemals hätte diesen Platz einnehmen dürfen. Kein Wunder, dass sie ihn nicht akzeptierten, nicht wahr? Das wird langsam immer interessanter.

"Ja, aber wenn der Baron ihn als Erben oder Sohn angenommen hat, wieso gönnt ihm die Familie dann nicht die Freude? Nunja, ich kann es ja irgendwo verstehen... ein Tiermensch als Baron ist schon sehr sonderbar." Sie legte nachdenklich einen Finger an das Kinn, während sie einfach aussprach, was sie dachte, ehe Shay wieder aufmerksam den Worten des Wirts lauschte und bei jeder Wegbeschreibung nickte, um zu zeigen, dass sie verstanden hatte. Es sollte nicht allzu schwierig zu finden sein, nicht?
"Habt viellen, vielen Dank für euer Hilfe. Ich werde es bestimmt nicht vergessen!", versprach die Katze mit einem dankbaren Lächeln, griff wieder nach ihrer Tasche und wandte sich zum Gehen.

"Und ich werde wegen den Wachen nichts verraten, versprochen!, rief sie noch über die Schulter ehe sie fröhlich durch die Türe schlenderte, etwas schneller als nötig gewesen wäre und sich wieder ihrem Pferd näherte. Mit dem lautlosen Seufzen, dass über ihre Lippen rann, verblasste auch das Dauerlächeln, dass sie die ganze Zeit getragen hatte. Galant schwang sie sich zurück in den Sattel und ignorierte das schmerzhafte Ziehen in ihrem Hintern, der langsam aber sicher deutlich machte, dass es genug mit dem Reiten war. Ein leises Schnalzen genügte und das Tier nahm den Schritt auf, gemächlich in die Richtung, die ihr der Wirt gewiesen hatte.

Und tatsächlich lag das Anwesen nicht weit entfernt von Sommasflucht selbst, zumindest als der letzte Ausläufer der Straße sich plötzlich jäh verbreiterte, glaubte sie das Gut des Barons betreten zu haben. Beinahe übergangslos erschien ihr auch das Gestrauch am Wegesrand gepflegter und die gesamte Straße um eine Spur besser erhalten, als jene zuvor. Nun, die Diebin war tatsächlich neugierig auf diesen vermeidlichen Baron, der doch nicht so ganz das zu sein schien, was er sein sollte. Ein Tiermensch. Unglaublich dass ihn die Menschen überhaupt akzeptiert hatten. Vorallem in jenen Zeiten, aber es erklärte auch, warum ihr Auftraggeber die Sache so schnell wie möglich erledigt wissen wollte.
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