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Shayelas Auftrag

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Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo März 06, 2017 10:38 pm

das Eingangsposting lautete :

Srodholm im Südosten von Sommasflucht ist ein scheinbar ruhiges und idyllisches Dorf mit vielen Feldern und dem großen Kargatrass-Wald im Rücken. Obgleich es dort Bauern gibt, sind doch die meisten mit dem Fallenbau, dem erstellen von Pfeil, Bogen, Armbrust und Bolzen und Gerben des Fells tätig. Nahrung und Reiseutensilien bekommt man hier leicht. Ebenso einen Talisman der an den Schädel eines toten Tieres erinnert und die Warnung, im Wald achtsam zu sein und nur zu nehmen, was man wirklich braucht. Jüngst ist es hier noch stiller geworden, wegen eines seltsamen Apfelbaumes inmitten des Dorfes.

Zwischen den Feldern steht eine kleine, noch unscheinbare Linde. Ein Trampelpfad führt an ihr vorbei in Richtung Srodholm. Dieser Weg kommt von der Straße zwischen Brunya und Sommasflucht, ist aber nicht der eigentliche Weg nach Srodholm. Hierbei handelt es sich viel mehr um einen Pfad, der durch die Feldarbeiter und geführte Pflugochsen, oder andere Arbeitstiere entstanden ist.

Hier draußen gibt es kein Licht, nur das ferne unstete Leuchten der Irrlichter - meist Sterne genannt - am Himmel. Von diesen fliegt kaum eines zum Erdboden herab. Der Mond würde die Stelle sicherlich gut beleuchten, doch gibt es ihn nur einmal in jedem Monat. Des Nachts geht hier auch normalerweise niemand umher.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi Mai 03, 2017 10:48 pm

"Du hast wohl nicht die beste Meinung von Frau Kirsen, was? , grinste Shayela im Sattel und fluchte neuerlich leise, als ihre Hüfte wieder nach links wegkippte, als sie die Übung wiederholte und nun mit der anderen Hand vorsichtig nach dem Ohr der Stute langte. Jene lies sich alles mit einer unendlichen Geduld gefallen, auch wenn sie glaubte dem Tier anzumerken, dass es nicht recht wusste, was es davon halten sollte.
"Nunja, wenn man bedenkt, dass ich sie erst einen Tag kenne, hast du wohl Recht mit deiner Einschätzung. Ich hatte zumindest gehofft, dass sie Zufrieden zu stellen ist, wenn man eben brav macht, was sie verlangt.... aber so wie das klingt, scheint sie doch strenger zu sein, als ich angenommen hatte. Herrje... und dabei bin ich ihr nun direkt unterstellt. Glaube ich zumindest.", seufzte Shay leise und schüttelte kurz den Kopf. Vor dem Hausdrachen gab es wohl kein entkommen. Besser sie arrangierte sich damit.

Auf seine Bitte hin, ihn bloß nicht bei Frau Kirsen zu verraten, glitt der Katze ein Kichern über die Lippen und sie schüttelte langsam den Kopf. "Ja, dann wärst du tatsächlich sogar mehr als tot. Beim Licht, das würde ich nicht miterleben wollen. Denkst du wirklich ich würde es ihr verraten...?, schmunzelte die Diebin und augenblicklich blitzte es in ihren Augen spitzbübisch auf, während sich ein schelmischer Ausdruck auf ihr Gesicht schlich und das Lächeln breiter werden lies, eine Spur hinterlistiger. "Wobei... es wäre doch irgendwo luistig mit an zu sehen... oder vielleicht kannst du mich ja anders überzeugen, es ihr nicht zu sagen... dass du sie unausstehlich genannt hast.", ärgte sie den Stalljungen etwas und lachte wieder leise, nur um zu unterstreichen, dass sie es natürlich nicht ernst meinte.

Als Amalya auf der Stelle zu tänzeln begann fasste Shay die Zügel sofort wieder etwas fester und klammerte die Beine unsicher um den Leib der Stute, was natürlich nicht zuträglich war, dass jene wieder Ruhiger wurde, doch Gerulon besänftigte die Stute dennoch sofort wieder, dass die Diebin seinen Anweisungen folgte, und versucht ihre Beine im wechsel zu heben und dabei nicht vom Pferd zu fallen.  So langsam begangen ihre Muskeln hörbar zu jammern und protestierten gegen die Anspannung und Konzentration, die es sie kostete, tatsächlich nicht einfach auf einer Seite herunter zu rutschen.
"So in etwa?, presste sie zwischen den Zähnen hervor und schob den linken Ellenbogen zum rechten Knie.
"Das ist ja fast anstrengender als das Putzen vorhin...
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Do Mai 04, 2017 9:39 am

"Wer hat das schon.. außer dem Baron, sonst würde er sie wohl nicht behalten... Naja. Ich muss zugeben, unter ihrer Führung wird auch alles rasch ausgeführt und nach besten Kräften, allein schon weil man sich jeden Ärger mit ihr möglichst ersparen will... In so fern hat der Baron wohl ein gutes Recht zufrieden zu sein", überlegte Gerulon laut und verzog das Gesicht unglücklich und beinahe leidend, als Shayela ihn so neckte, wegen der Mitteilung an die Hauswirtschaftsfrau. Seine einzige Verteidigung, die er noch aufzubringen wusste war: "Wer weiß, am Ende musst du die Sauerei wegwischen und aufräumen... oder, wenn ich noch kann, vielleicht sorgt sie dafür, dass ich vom Gut humple und nie wieder zurückkehren kann. Das würdest du doch nicht wollen, oder?"

Er grinste zwar selbst schelmisch dabei, aber natürlich wusste er, dass er von Frau Kirsen wohl äußerst gründlich niedergeschimpft würde und für die nächsten Wochen, ach was, Monate, ziemlich schlecht bei ihr stehen würde. Das hieße wahrscheinlich nicht nur, dass sie öfters zusätzliche Aufgaben für ihn finden würde, sondern auch, dass sie ihm nicht erlauben würde, so viel zu essen, wie er gerne hätte, wenn er überhaupt mehr als eine Mahlzeit am Tag bekäme... Gerulon schüttelte sich innerlich bei dem Gedanken daran.

"Behalt's für dich, Shay, bitte", wünschte er sich dennoch nochmals von ihr. Als Shayela dann mit der nächsten Übung anfing, beobachtete er sie erst ernst und auf ihren Kommentar hin mit einem sehr breiten Grinsen: "Ich hatte es mit Stallausmisten verglichen... aber ja, es ist anstrengend. Mach noch zwei und dann Schluss für heute. Morgen kannst du dich vielleicht jetzt schon nicht mehr rühren, wenn du das so bald schon anmerkst. Immerhin, eine Reise hast du auch noch im Körper stecken."

Bevor sie abstieg, hielt er sie jedoch nochmals auf: "Warte. - Ich erkläre dir erst etwas, ja? Du solltest beim Absteigen schon den zweiten Fuß auch aus dem Steigbügel nehmen, dann den Fuß übers Pferd schwingen und darauf achten, dass dein oberkörper nah beim Sattel bleibt und vorgebeugt ist, damit das Gewicht den Stattel möglichst nicht auf die Abstiegsseite zerrt. Außerdem solltest du mit den Händen eher auf der Seite am Sattel hingreifen, wo du eben kein Bein mehr hast. Insgesamt solltest du dabei möglichst wenig Zeit brauchen. Auf die Art schonst du deine Amalya auch. - Klar so weit?"
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo Mai 08, 2017 6:02 pm

Mann oh mann, wer hätte gedacht, dass Reiten so anstregend sein konnte? Und dabei bewegte sich das Tier noch nicht einmal von der Stelle! Wie würde das wohl erst sein, wenn der Pferderücken nicht mehr ganz so still hielt und sich unter dem weichen Fell die Muskeln bewegten und so noch mehr Unruhe brachten? Shay wollte es sich noch gar nicht ausmalen! Und trotz der dunklen Vorahnung, die ihr Reitunterricht noch bringen würde, lachte sie leise bei Gerulons Bemerkung und nickte.
"Ich wollte gerade sagen, .... es kommt auf das "wie"
drauf an.... was natürlich für de Baron keine Rolle spielen mag, solange alles Reibungslos verläuft... Was ich? Sauber machen? Schon wieder?! Oh nein, bitte nicht. Na schön, damit hast mich überzeugt. Außerdem kann ich doch nicht zulassen, dass mein hervorragender Reitlehrer so schnell gelyncht wird."


Ihre Hand glitt zu dem warmen Hals der Stute und sie tätschelte ihn vorsichtig. Sie spührte den Herzschlag des Tieres unter ihren Fingerspitzen und lies jene, sanft über das Fell gleiten. Wie immer wenn die Diebin ihre Stute berührte durchfloss sie ein Gefühl von Vertrautheit und etwas Tröstliches lag in der kurzen Verbindung. Pferde waren schon mysteriöse Tiere. "Zumal mir das Amalya wohl auch nicht verzeihen würde. Nein, nein, ich verrate dich schon nicht", versprach der Rotschopf hoch und heilig.
,
Oh! Da kam ihr plötzlich der Vorfall beim Abendessen wieder in den Sinn!
"Oh, da fällt mir etwas ein. Weist du mit welcher Bitte eins der Stubenmädchen zu dem Baron gegangen ist? Frau Kirsen schien darüber nicht sonderlich begeistert gewesen zu sein. Sie hat sich wohl ein wenig hintergangen gefühlt. , sinnierte Shayela und lies den Blick kurz abschweifen. Ein Zwist zwischen dem Hausdrachen und einem der Mädchen? ES wäre mutig aber kaum vorstellbar. Dummerweise hatte sie den Namen der Kleinen schon wieder vergessen. Mist!
"Ich hab überhaupt nicht verstanden worum es ging."

Jedes Detail seiner Anweisung beachtend, oder zumindest dem Versuch zu wagen, alles zu beachten, schob Shay den Fuß aus dem rechten steigbügel und fasste jene Sattelhälfte dann etwas fester. Das Absteigen war ihr nicht mehr geheuer seid sie einmal mit dem Fuß am Sattelknauf hängen geblieben war und ihr Rücken dann mit dem harten Untergrund Bekanntschaft gemacht hatte. Sie hatte zwei Wochen kaum halbwegs angenehm sitzen können! Und der einzige Rat, den sie damals erhalten hatte war "Nicht zögern" gewesen.
Einen Entschluss fassend schluckte die Diebin ihre Unsicherheit herunter und schwang ihr Bein über den Sattel während sie den Oberkörper nach vorne beugte und sich dann vom Pferd abstieß, um eben nicht den Sattel mit runter zu reißen.

Ein wenig wackelig auf den Beinen seufzte Shayela auf und grinste dann gen Gerulon. "Ach rühren werd ich mich schon können.
Die Frage ist eher ob das noch iin einem Tempo sein wird, dass Frau Kirsen auch reicht.
, witzelte sie und löste dann den Sattelgurt der Stute etwas. "Morgen darf ich ja hoffentlich auch den Baron endlich ein wenig näher kennen lernen... zumindest soll ich mich wohl bei ihm melden. Wahrscheinlich wegen der Pflege der Schreiberin."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo Mai 08, 2017 6:24 pm

Gerulon grinste erleichtert, aber auch amüsiert über ihre Umgangsweise mit dieser doch sehr ernsten Situation. "Da hast du wohl recht", pflichtete er ihr auch bei, als sie anmerkte, dass auch Amalya etwas gegen einen toten Gerulon hätte. Ihre nachfolgende Frage wusste er allerdings auch nicht zu beantworten. Daher griff er sich an den Hinterkopf und rieb dort mit der Hand leicht auf und ab, ohne damit etwas bewerkstelligen zu wollen: "Keine Ahnung... aber du meinst wohl Tiane. Sie ist eins der Zimmermädchen und soll irgendetwas Neues lernen. Vielleicht ging es darum, aber so genau kann ich das nicht sagen."

Beim Absteigen beobachtete er sie genau und nickte dann. "Nur ein bisschen schneller, aber sonst schon recht gut. Halt dich noch ein kleines bischen weiter unten an der Seite des Sattels fest und vertraue ruhig daruf, dass du den kleinen Augenblick noch sicher am Rücken ...also fast aufliegst, wenn du dich so vor beugst. Dann kannst du dich ganz beherrscht runter sinken lassen. Du musst keine Angst haben zu fallen. Einfach alles zügig, aber ganz ruhig machen und du landest wie jetzt, sicher am Boden", wies er sie dennoch noch einmal an und zeigte ihr auch, wo die Hände liegen sollten, wenn sie abstieg.

"Es gibt noch mehr Übungen, die dich ins Schwitzen bringen werden, Shay", versicherte er ihr lachend, nachdem sie versicherte sich zwar bewegen zu können, aber vielleicht nicht mehr all zu schnell. "Und bei Frau Kirsen kannst du nur schnell sein", grinste er und ging dann daran die Stute wieder in den Stall zu führen.

"Könnte mir vorstellen, dass der Baron morgen beschließen will, als was er dich einstellt, wenn Riella wieder gesund ist", dachte Gerulon laut nach, während er Amalya festband und darauf wartete, dass Shayela die Stute absattelte und in die Box führte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Do Mai 11, 2017 10:34 pm

"Tiara? Ja, das war der Name... denke ich.... entschuldige, es sind doch ein wenig viele neue Gesichter und Namen heute gewesen.", grinste Shay entschuldigend und wiegte den Kopf zu Seite. Wie lange sie wohl brauchen würde, um sich alle zu merken? Wahrscheinlich doch noch eine Weile... Für den Bruchteil einer Sekunde huschte ein irritierter Zug über ihr Gesicht. Was war den das für ein merkwürdiger Gedanke? Warum sollte sie sich den alle Namen merken? Sie war hier um einen Auftrag zu erfüllen und nichts weiter!
Dennoch fühlte sie sich merkwürdig wohl auf dem Anwesen und vorallem Gerulon hatte sich beeindruckend schnell um ihre Mauern herum geschlichen. Sie mochte den Kerl einfach!

"Hier? Ja... dann werde ich es das nächste Mal so versuchen, wie du erklärt hast... ich habe ein wenig Respekt davor, weißt du... bin mal vom Pferd gefallen....", letzteres murmelte sie beinahe kaum verständlich in die wallend rote Mähne, als sie den Kopf drehte und die Stute wieder gen Stallungen führte. Auf seine Ankündigung hin, dass es wohl noch mehr Übungen gab, die anstrengend werden würden, schmunzelte die Diebin spitzbübisch und warf nur einen Blick über die Schulter.
"Wenn du das so sagst, Gerulon, klingt das irgendwie nicht mehr nach .... gewöhnlichen Reitübungen." Die Katze wollte ihn ohne Zweifel ärgern und ein wenig aus der Fassung bringen, was er natürlich an dem überaus breiten Grinsen auf ihren Lippen nicht sehen konnte, da sie den Blick schon wieder nach vorn gerichtet hatte und sich glücklicherweise ein paar Schritte vor ihm bewegte.

Der Gedanke an Frau Kirsen lies ihren Schabbernack unbarmherzig schnell zerschellen. "Puh... damit magst du wohl recht haben... ich weiß nicht so recht, wie ich mit ihr umgehen soll. " Oder ob sie sich überhaupt die Mühe machen sollte. Am besten war jedoch, wenn sie sich so unauffällig wie möglich verhielt und das gelang ihr wohl nur, wenn sie brav tat, was der Drache von ihr verlangte.

Kaum, dass der Stallbursche die Stute festgebunden hatte, löste die Diebin gänzlich den Sattelgurt und hob ihn von dem Rücken des Tieres. Amalya hatte sich zwar kaum bewegt, denn war ihr Fell seicht feucht unter der Satteldecke geworden. Gemächlich und ein wenig weniger geschmeidig als zuvor führte der Rotschopf das Pferd in die Box zurück und begann sie mit etwas Stroh trocken zu rubbeln.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Fr Mai 12, 2017 11:11 am

"Tiane. Ihr Name ist Tiane", erklärte Gerulon freundlich. "Ich habe auch meine Zeit gebraucht, bis ich mir alle Namen gemerkt habe. Das wird schon. Du wirst dich sogar an Frau Kirsen gewöhnen", versicherte er ihr schmunzelnd. Es war zwar absolut nicht gut mit ihr Kirschen essen, aber dennoch gewöhnte sich jeder an sie.

"War das mit Amalya", fragte Gerulon wegen des Sturzes nach, obwohl er es sich bei dem sanften Tier überhaupt nicht vorstellen konnte. Auf ihre nächste Andeutung hin stieg er jedoch gar nicht durch wie sie es meinte und sagte daher nur leichthin: "Oh, gewöhnlich sind sie wohl wirklich nicht. Zumindest hat mir vor Meister Tilo nie jemand diese Übungen gezeigt. Hilfreich sind sie aber alle gewesen. Du wirst schon sehen."

"Das ist einfach", teilte er Shayela mit und erklärte halb grinsend, halb ernst: "Tu alles so gut und schnell du kannst, nimm ihren Tadel ernst und hake es trotzdem sofort ab. Wenn sie dafür mal mit dir zufrieden ist, oder dich gar lobt, kannst du dir den Tag als glorreich vermerken. Alles andere reibt dich nur zu sehr auf."

Nach einer kleinen Pause fügte er noch hinzu: "Und wenn ich sage, so schnell du kannst, meine ich damit auch, am besten auch gleich sofort, wenn es irgend möglich ist. Aber sieh zu, dass du die anderen Aufgaben auch alle rechtzeitig hinbekommst." Er zuckte mit den Schultern und erläuterte noch: "Wenn du ihr aber wenigstens sagen kannst, dass du etwas anderes unbedingt vorher machen musstest und das auch so stimmt, dann schnappt sie zwar vielleicht unwirsch, sagt aber nichts dazu, außer dass du dann 'wenigstens jetzt gleich' die Aufgabe erledigen sollst, die sie dir gegeben hat."

Gerulon wartete bis Shayela fertig war und stellte anschließend sicher, dass im Stall alles in Ordnung war, ehe er nach und nach alle Laternen ausmachte. Nur eine Kerze nahm er mit, damit sie noch sahen wo sie hinstiegen. Viele waren es ohnehin nicht mehr, die noch brannten. Danach gingen sie durch die Stallgasse zurück zum Abgang in den Keller des Bedienstetenhauses. Nachdem er Shayela erst die Tür aufgehalten hatte und sie nun hinter ihr schloss, verabschiedete er sich: "Dann eine gute Nacht, Shayela. Eins der Zimmermädchen wird dich morgen früh wecken."

Danach ging er auch auf seine Kammer zu. Sie lag direkt links vom Treppenaufgang zurück ins Erdgeschoß. Für Gerulon war damit ein langer Tag abgeschlossen und er wollte nun wirklich nur noch ins Bett. "Warte, du kannst gleich die Kerze hier haben...", flüsterte er und entzündete sich noch eine kleine Kerze in seinem Zimmer, ehe er die Kerze in der Tragehalterung an Shayela weiter reichte. "Also.. nochmals gute Nacht", wünschte er und schloss anschließend die Tür hinter sich. Danach verlor er keine Zeit mehr, seine Tageskleidung auszuziehen und in sein Nachthemd zu schlüpfen, ehe er unter die Bettdecke kroch, die Kerze wieder auspustete und dann rasch einschlief.


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Am nächsten Morgen war es draußen noch dunkel, als es an Shayelas Tür klopfte, oder viel eher, als nach und nach an allen Türen des oberen Stockes vom Bedienstetenhaus geklopft wurde, nur nicht an der von Riella. Diese war ja krank und sollte ruhig ausschlafen. Sie hätten auch nicht an alle Türen geklopft, wenn sie gewusst hätten, welches Zimmer sich Shayela ausgesucht hatte. So lauschte das Zimmermädchen darauf, ob sich nach dem Klopfen auch jemand im Zimmer zu regen begann.


Einrichtung in der Kammer:
Die Kammern der künftigen Buchhalter hatten kleine Öfen zur Verfügung. Es gab hier jeweils ein Bett, jeweils einen Hocker, einen kleinen Wasserkrug und eine kleine Wasserschale zum Gesicht waschen, ein Tuch zum Trocknen, unter dem Bett ein Nachttopf. Ebenso hatte jeder einen Kerzenhalter mit Kerze darin. Außerdem gab es hier oben deutlich mehr Licht, da die Fenster gerade wegs hinaus schauten, zu ebener Erde. Verglichen mit den Fenstern der kleinen Villa und des Herrenhauses waren sie klein, aber verglichen mit denen im Keller des Bedienstetenhauses dann doch wieder groß. Auf den Fenstersimsen lag bei den Männern auch hier ein geschlossenes Rasiermesser.


Lagebeschreibung:
Wenn man vom Treppenaufgang aus die Zimmer rechts des Ganges wählte, waren dies die Zimmer der Buchhalter, die es derzeit noch nicht gab. Deswegen konnte sich Shayela hier frei ein Zimmer aussuchen. Diese Kammern hatten ihre Schmalseite zum Gang hin ausgerichtet.
Gegenüber der Treppe waren die zwei Kammern der Aufseher. Kest war der Zuständige für die Mohnfelder, Girald der für die Acker- und Gemüse-Salat-Felder. Danach kam Riellas Zimmer und dann das des Kochs.

Am Gang gab es hier zwischen dem Zimmer des Kochs und dem letzten für einen der künftigen Buchhalter ein Fenster, das Richtung Wald hinaus blickte und von dem aus man auch ein Stück des Sees weiter links sehen konnte.

Die Kammern auf der der Treppe gegenüber liegenden Seite, waren fast alle mit der Breitseite zum Gang ausgerichtet. Nur der Raum für den Koch war ebenfalls mit der Schmalseite zum Gang ausgerichtet und stand so ein wenig vor. Das heißt, von Riellas Zimmer aus nach links, gab es eine Ecke, die den Zwischengang verengte und dann blieb der Gang auch schmäler bis vor das Fenster hin.

Insgesamt gab es auf jeder Seite vier Türen mit den zugehörigen Kammern.


Der Koch gab halblaut bekannt, dass er wach war und stand auch ohne Umschweife auf, auch wenn die Luft draußen mittlerweile kalt war. Zwar besaß Kurt einen Ofen in seinem Zimmer, aber das Holz in diesem war restlos heruntergebrannt und hatte seit einigen Stunden schon keine Wärme mehr gespendet. Er wusch sich das Gesicht mit etwas Wasser, das er sich selber ins Zimmer gebracht hatte und zog sich dann die doch klamm gewordenen Kleidungsstücke an und setzte damit fort, sich zu rasieren.

Girald und Kest, die beiden Aufseher in ihren Kammern gegenüber der Treppe, gingen in ihren Kammern recht ähnlich vor. Wenig später waren alle drei auf dem Weg nach unten, wobei sie sich bemühten, nicht ganz so laut aufzusteigen, damit Riella nach Möglichkeit nicht auch so früh schon wach würde und doch im Bett zu bleiben hätte.

Allerdings wurde Riella an diesem Tag trotzdem von den Geräuschen des Morgens aufgeweckt. Sie seufzte, wäre gerne aufgestanden und wusste doch, dass es am klügsten war, wenn sie einfach weiter das Bett hütete.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am So Mai 14, 2017 8:44 pm

Verflixt! Wieder falsch Shayela verzog unglücklich das Gesicht und seufzte tief. “Tiane, natürlich.“ Es war den exotisch anmutenden Gesichtszügen abzulesen, dass sie sich ein klein wenig über sich selbst ärgerte, den Namen falsch ausgesprochen zu haben, bzw. einen anderen Namen. “Was? An Frau Kirsen gewöhnen? Das halt ich für ein Gerücht!“, lachte sie auf, als Gerulons Worte ihre Gedanken unterbrachen und sie seicht ungläubig den Kopf schüttelte. Mit dieser Frau auszukommen war wohl ein Unterfangen, dass sie weder erreichen wollte, noch möglich sein würde in der Zeit, die sie da war.

“Oh, äh ja, das war sogar mit Amalya. Aber sie konnte nichts dafür…“, begann Shay wieder und wurde sofort kleinlaut. Es war wohl tatsächlich etwas, dass an ihrem Stolz zu kratzen schien. “… sie hat sich ja nicht einmal bewegt. “ Ihre Stimme wurde noch einen Hauch leiser und verbitterter, ehe sie plötzlich die Augen aufriss, als ihr wohl klar wurde wie merkwürdig und lächerlich das klingen mochte. Ihr Blick huschte zu Gerulon, um darin die erwartete Erheiterung zu lesen. “Also an dem Tag hat sie sich dauernd erschreckt, als ich mit ihr auf der Koppel geübt habe und ist dauernd durch gegangen… naja ich war am Ende wohl so müde, dass ich mit viel zu wenig Schwung den Fuß über den Sattel geworfen hab, als ich absitzen wollte…und bin mit der Kniekehle irgendwie hängen geblieben…“

Ein weiteres, noch schwereres Seufzen rollte über ihre Lippen, ehe sie Amalya endlich versorgt hatte und irgendwie dankbar darüber war, dass Gerulon nicht lange auf dieses Thema einging, sondern ihr rasch ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit Frau Kirsen gab. Sichtlich erhellte sich ihre Laune wieder und der gewohnte Schabernack kehrte in die tiefblauen Seelenspiegel zurück, die für einen Moment gar ein wenig trüb geworden waren vor Scham.  “Ohje, ich werde versuchen es zu beherzigen. Aber das klingt als wäre es ein Drahtseilakt zwischen den Aufgaben, die sie einem aufgibt und denen die man direkt vom Herrn Somasflucht erhält.“, überlegte sie laut und schob die Türe der Box zu. “Ich hoffe einfach nur, dass ich sie nicht allzu sehr ärgern werde oder sie gar unzufrieden mit mir ist. Mehr will ich vorerst garnicht.“ Man sollte sich immer kleine Ziele stecken. Dass die Diebin eigentlich überhaupt nicht im Sinn hatte irgendwen zufrieden zu stellen, musste der Stallbursche ja nicht wissen. Zumindest nur so lange wie sie eben Zeit benötigte um die Dokumente zu finden.

Ohne Umschweife folgte der Rotschopf Gerulon zurück ins Bedienstetenhaus und versuchte dabei die Illusion aufrecht zu erhalten, dass es ihr natürlich Mühe bereitete im Dunkeln den Weg zu finden. Zum Glück hatte sie lange genug unentdeckt unter den Menschen gelebt, um solche Gewöhnlichkeiten perfekt zu beherrschen. Rasch huschte sie durch die aufgehaltene Türe und drehte sich zu Gerulon um. “Danke Gerulon, dass du dich ein wenig um mich kümmerst und mir das Reiten besser beibringst. Ich bin dir wirklich dankbar und falls ich mich irgendwie revanchieren kann, lass es mich ruhig wissen. “, erwiderte sie ehrlich und nahm die Kerze entgegen. “Gute Nacht.“

Ebenso wie Gerulon sputete sich auch der Rotschopf unter der Decke zu verschwinden und fiel nach dem doch langen Tag schnell in einen unruhigen Schlaf. Umso ruckartiger schreckte sie hoch, als sie das Klopfen des Zimmermädchens hörte und ein leises “Ich bin wach! Ich bin wach!“, austieß, damit sie bloß nicht eintrat und etwa das paar Ohren entdeckte, dass da zwischen den Locken hervorblitze. Natürlich hatte sie gestern den Haarreif vergessen vom Kopf zu nehmen, der nun irgendwo immer noch am Kopf anlag, nur nicht mehr dort wo er sein sollte und auch nicht mehr seinen Dienst verrichtete.

Als Shay die Beine aus dem Bett schwang, rann ein jämmerlicher Laut über ihre Lippen, der mehr nach einem Miauen klang als sonst etwas. Ihre Glieder schmerzten tatsächlich von der ungewohnten Belastung gestern und zogen bei jeder Bewegung. Dennoch zwang sie sich dazu aufzustehen und sich das Gesicht zu waschen, ehe sie in die selben Kleider wie gestern schon schlüpfte und aus dem Zimmer huschte. Vorsichtig und beinahe lautlos bewegte sich die Katze auf Riellas Zimmertüre zu und öffnete sie leise. Sie wollte vorsichtig schon einmal den Ofen anmachen, damit es die Schreiberin nicht fror, wenn sie erwachte.

Umso verwunderter blinzelte der Rotschopf der jungen Frau entgegen, die ihr wenngleich noch müde entgegen sah. “Oh, du bist ja wach. Hab ich dich geweckt? Wenn ja tut es mir leid, ich wollte nur ein wenig Feuer machen, damit du es warm hast. “, meinte sie ein wenig ertappt und schuldbewusst. Jetzt, da sie ohnehin niemanden mehr wecken konnte, der schon wach war, kniete sich Shay vor dem Ofen nieder und begann routiniert ein Feuer zu entzünden, ehe sie sich wieder Riella zuwandte. “Möchtest du, dass ich dir Frühstück bringe, oder bevorzugst du es lieber noch ein wenig zu schlafen?“
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am So Mai 14, 2017 10:41 pm

Zunächst war Gerulons Blick vor allem völlig ungläubig. Amalya verhielt sich doch so ruhig und einfühlsam, da war es unvorstellbar, dass sie so sehr bocken konnte. Als er dann hörte, dass sich die Stute nicht einmal bewegt hatte, konnte er daher nicht mehr anders als zu lachen. Zwar versuchte der Stallbursche es sofort wieder zu unterdrücken, aber es gelang ihm kaum. Wenn er nicht leise lachte, grinste er von einem Ohr zum Anderen und schien geradezu stumm weiter zu lachen.

"Was hast du denn bitte mit ihr gemacht, dass sie durchgegangen ist... oder sich erschreckt hat", wollte er schließlich wissen, als Shayela die Begebenheiten näher erklärte. Dennoch verriet sein Gesichtsausdruck, wie erheitert und fassungslos ungläubig er über diese Wahrheit war. Er merkte auch, dass es ihr unangenehm war und wahrscheinlich bedauerte sie es jetzt, ihm überhaupt etwas davon gesagt zu haben, aber es war einfach zu komisch. Trotzdem hatte er keine Absicht darauf herumzureiten und bemühte sich um die nötige Ruhe.

Zu Frau Kirsen und den vielen Aufgaben sagte er lieber nichts mehr. Shayela würde schon früh genug merken, wie es war. Als sie dann aber von Remiron sprach, hatte er doch wieder einige Worte zu verlieren. "Dem Baron. - 'Sommasflucht', oder 'von Sommasflucht' gehört zu seinem Titel. Es ist aber kein Name hat man mir erklärt. Deswegen besser einfach immer 'Herr Baron'. Ganz einfach. Eintönig, aber einfach. Meister Tilo ist Meister Tilo und Frau Kirsen... naja, Frau Kirsen. Der Meister erlaubt schon einmal das Du, aber Frau Kirsen... nie. Und sonst... gibt es eigentlich nur den Hauptmann und die Aufseher zu denen du Ihr sagen musst. Jedenfalls, wenn du nichts im Haus zu tun bekommst. Riella ...eigentlich auch, weil sie Schreiberin ist und Ausbildung hat... aber sie hat nie darauf bestanden. Jetzt sagen alle du zu ihr", erklärte er Shayela lieber, egal ob sie es schon wusste, weil sie ja schon Bedienstete und Dienstmagd für hohe Herrschaften war. Er wollte einfach sicher gehen, dass sie einen möglichst guten Einstieg hatte und vor allem der Baron sie mochte.

Als sie dann im Keller vom Bedienstetenhaus waren, lächelte er etwas verlegen zu ihren Dankesworten. "Och, ist doch nicht der Rede wert. Wir müssen uns doch alle helfen, wenn das alles was werden soll", meinte er und war doch froh über das was sie gesagt hatte. Nur ihr Angebot verstand er nicht ganz, oder zumindest wollte er sicher gehen: "Heißt 'rewan...' ..wie immer das Wort war.. äh, meinst du wie du mir helfen kannst? Da ließe sich sicher etwas finden.. aber, ich mache das gern. Also mach' dir keinen Kopf deswegen", beschwichtigte er sie und machte sich daran sich Licht zu machen, ihr die Kerze im Halter weiterzugeben und dann schlafen zu gehen.


Auch von unten her konnten leise Schritte gehört werden. Der Koch und die Aufseher grüßten Shayela im Vorbeigehen, doch die Zimmermädchen waren schon gleich wieder über die Treppe nach unten gehuscht, sobald sie sicher waren, dass alle wach wurden.

Im Zimmer öffnete Riella schläfrig wieder die Augen, als sie die Tür aufgehen hörte. Sie lächelte Shayela dankbar zu, doch bevor sie etwas sagen konnte, musste sie husten. Es legte sich zum Glück sehr bald wieder, aber die Schreiberin seufzte dennoch leise.

"Nein, du hast mich nicht geweckt. Ich danke dir. Das ist sehr lieb von dir", merkte sie zu Shayelas Absicht den Ofen anzuheizen und das Zimmer warm zu halten an. Wegen des Frühstücksangebots dachte sie einen Moment lang nach, dann nickte sie langsam. "Ja. Ich denke, es ist gut den Tagesablauf ein bisschen einzuführen. Geh aber ruhig erst selber essen und komm' dann.. Ich schlafe wahrscheinlich zwischendurch ohnehin wieder ein. Wecke mich einfach auf, wenn du wieder da bist", antwortete sie schließlich ruhig auf die Frage.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo Mai 15, 2017 5:25 pm

Jetzt, da sie ohnehin niemanden mehr stören konnte, versuchte Shay auch nicht mehr sonderlich leise zu sein sondern schlichtete geschickt Holz um Holz übereinander, angefangen mit den ganz kleinen, zarten Reißig bis hin zu den kräftigeren Holzscheiten. Dazwischen platzierte sie immer wieder etwas Stroh, dass sie mit der mitgebrachten Kerze entzündete und ganz unten hinein schob. Immerhin war es draußen noch recht dunkel und nur langsam krochen die ersten, müden Anzeichen der Sonnenstrahlen über den Fenstersims.

Ihre Gedanken verloren sich für einen Moment lang in den langsam auflodernden Flammen, die gierig nach dem Holz züngelten und es zu verzehren begangen. Gerulon erschien vor ihrem inneren Augen während die katzenhaften Iriden leer ins Feuer blickten. Natürlich hatte es ihn amüsiert, dass sie vom Pferd gefallen war und dazu noch, dass es sich dabei nicht einmal bewegt hatte. Kleinlaut hatte sie ihm gestanden, dass neben der Koppel Holzarbeiten verrichtet worden waren und jedes Mal wenn einer der Arbeiter einen Karren voll weggebracht hatte, quietschten die Reifen des Karrens ab und an. Und eben dieses Geräusch schien Amalya immer erschreckt zu haben, dass sie natürlich als unerfahrene Reiterin nicht viel dagegen ausrichten konnte, wenn ihr die Stute jedes Mal durchging. Mit einem leisen Seufzen schüttelte der Rotschopf den Gedanken ab und erhob sich mühselig wieder aus ihrer Position.

Aber wie süß der Stallbursche sie angeblickt hatte, als er das Worte revanchieren nicht auszusprechen wusste. Zugegeben, sie hatte es selbst einmal irgendwo aufgeschnappt und sich erklären lassen, was es den bedeutete. Dass der Stallbursche nicht kannte, was für sie schon selbstverständlich geworden war, wunderte sie nicht. Dennoch, sein Blick war einfach niedlich gewesen. Eine Mischung aus Verwirrung und dem Drang es dennoch auszusprechen, ehe sie ihm bestätigt hatte, dass sie ihm eben auch gerne helfen möchte bei Gelegenheit. Merkwürdig...

"Aber selbstverständlich, immerhin bin ich doch deine ganz private Pflegerin.", grinste Shayela der Schreiberin entgegen und schritt zum Fenster, um für ein paar Augenblicke etwas frische Luft herein zu lassen. "Bist du dir sicher? Ich kann gerne warten, wenn du jetzt schon hunger hast. Du musst zu Kräften kommen.", hackte sie dann doch nochmals nach und lies Riella aber ihren Willen, als sie ihr nachdrücklicher versicherte, dass das schon in Ordnung war. "Na gut, ich werde dir nachher wieder einen Tee und etwas zum Frühstücken mitbringen. Möchtest du auch etwas haben, womit du dich beschäftigen kannst? Ich kann mir denken die ganze Zeit im Bett zu liegen ist sicherlich langweilig.... Ein Buch vielleicht? Oder etwas zum ... hm... malen? Nachdenklich wiegte die Diebin den Kopf zur Seite. Natürlich konnte Riella lesen, sie war ja als Schreiberin angestellt, oder?

Das Fenster war wieder sorgsam verriegelt und nochmals versichert, dass Riella im Augenblick nichts brauchte, ehe die Katze das Zimmer wieder verlies und in den Speisesaal huschte. Ein Weg, den sie sich mittlerweile eingeprägt hatte. Ebenso wie gestern Abend nahm sie einfach den selben Platz ein wie zuvor, da ihre Position noch immer offen stand war und sie sich der Gewohnheiten unsicher war.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo Mai 15, 2017 7:28 pm

Shayelas zweiter Tag

grobe Zusammenfassung vom Vortag:
Ja, nun war sie am Vortag angekommen und war gleich nach einem knappen Gespräch mit dem Baron zum Putzen eingeteilt worden. Da sie Riella fiebernd vorfand, wurde sie kurzum zur persönlichen Pflegerin eben jener Schreiberin und der Arzt ließ sie wissen, dass die Medizin am Morgen, am Mittag und am Abend einzunehmen war. Nur einen gestrichenen Teelöffel voll sollte Shayela in das heiße Wasser geben und zusehen, dass Riella das auch wirklich austrank. Wenn das Pulver verbraucht wäre, sollte es ihr besser gehen und nach einer weiteren Woche, dürfte sie endlich wieder aus dem Bett. Wärme hatte der Heiler auch verschrieben. Ebenso sei es wichtig, dass sie genug warme Getränke zu sich nähme und gut warme Suppe solle sie essen. Wenn Riella es schlucken könne, solle sie auch Hühnchenfleisch darin haben. Für ihren Dienst solle Shayela zwei Draken pro Tag erhalten.

Mittlerweile kennt Shayela auch den vollständigen Namen des Barons, dank Amrela und zu einem Teil auch wegen Riella, die ihn im Traum nur 'Remi' genannt hatte. Auch weiß sie, dass sie mit Frau Kirsen besser vorsichtig, das heißt, ihr gegenüber gehorsam, ist. Amrela erzählte, dass die Hauswirtschafterin vom Baron gerufen worden war und vor dem Abendessen wurde klar, dass sie alles andere als Begeistert davon war, dass Tiane um irgendetwas beim Baron gebeten hatte. Nach einer Vorstellungsrunde durften endlich alle essen.
Die Stallburschen machten sich einen Spaß daraus, dass Gerulon mit Shayela reiten üben wollte.
Gerulon konnte Shayela nicht sagen, was Tiane genau getan haben mochte, doch dafür zeigte er ihr wie sie die richtige Haltung am Pferd einnahm und ließ sie einige erste Übungen machen.

Übermorgen wird ein Fest sein.


Riella lachte verhalten. "Das sieht R.. dem Baron ähnlich", meinte sie und musste prompt etwas Husten, jedoch legte es sich nach einigen Malen wieder. Sie schluckte und seufzte anschließend. "Ja, geh ruhig... und.. mmmh... ein Buch wäre fein, ja. Vielleicht weiß Amrela ein gutes... irgendetwas das sich leicht lesen lässt", bat sie Shayela tatsächlich um etwas Unterhaltung. "Oh, und.. vielleicht kann dir ja jemand den Beutel 'Die Wildländer kommen' geben? Es ist ein sehr einfaches Spiel. Vielleicht gefällt es dir ja. Oh, und wenn jemand noch das alte 'Fünf oder Zehn' hat, oder das 'Hüpfer'.. oder... - Ich muss furchtbar kindisch auf dich wirken", unterbrach sie sich selbst. Aber es war in der Tat sehr langweilig im Bett und sich abzulenken schien ihr eine sehr verlockende Idee.


Zuletzt von Remiron am Mo Mai 15, 2017 8:51 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo Mai 15, 2017 7:45 pm

Es war wieder dieses verräterisches seichte Zucken ihrer Ohren, dass zeigte, wie viele Informationen doch ihr Bewusstsein erreichten, selbst wenn es es nur so ein simpler Versprecher war... wie eben den Baron schon wieder beinahe beim Vornamen zu nennen. Nun, hätte man den die fellbedeckten Ohren der Katze gesehen, wäre wohl aufgefallen, dass sie sich in Riellas Richtung geneigt hatten, bei dem einfachen Satz.

Ein Lächeln glitt über Shayelas Lippen als Rielle zuerst verhalten, dann doch recht rasch um ein wenig Unterhaltung bat und ihr nach Spielen der Sinn war. Herrje, wie lange es wohl her war, dass sie irgendeins dieser Spiele gespielt hatte? Nicht einmal zu Kinderzeiten hatte sie wirklich Zeit dafür gehabt, wenn man beinahe jeden Tag darum kämpfen musste zu überleben. Nur ab und zu, an sehr seltenen Tagen, wenn die Mittagssonne hoch stand und ihre unschuldige Seele damals für ein paar Stunden aus der harten Wirklichkeit entflohen war hatte sie mit den Kindern in der Stadt gespielt... viel zu selten.
"Ach Unsinn... es ist aber auch furchtbar langweilig allein im Zimmer zu sein, und dann auch noch ans Bett verbannt. Ich werde Amrela fragen, ob sie eins der Spiele hat oder ein einfaches Buch.", versprach Shayela lachend und grinste vergnügt, ehe sie sich schon aus dem Zimmer begab und in den Speisesaal huschte.

Allmählich fanden sich auch auch alle anderen Bediensteten ein und zu ihrer Erleichterung sahen sie ebenso müde aus wie sie sich fühlte. Einmal abgesehen davon, dass ihre Muskeln tatsächlich schmerzten als hätte sie gestern den ganzen Tag durchgeackert. Das war ja nicht zu vergleichen mit ein paar Stunden lautlosem Herumtänzeln oder balancieren auf Dächern. Sie sollte die kommende Nacht dafür nutzen in ihrer tierischen Gestalt sich ein wenig genauer umzusehen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo Mai 15, 2017 8:53 pm

Riella bedankte sich und gab sich damit zufrieden, vorerst wieder zu schlafen.

Als Shayela unten ankam, konnte sie vor dem Stall Meister Tilo sehen, wie er den Rappen pflegte. Er hatte überhaupt keinen Kopf für sie, war nur bei dem Hengst. Der Kutscher war weiter hinten mit einem Pferd in der Stallgasse beschäftigt und kümmerte sich auch nicht um sie. Die Stallburschen waren verstreut und alle irgendwo tätig.

Wenn sie aus dem Stall in den Waschraum trat, konnte sie hier die zusammengesammelte Wäsche sehen, die heute erledigt werden musste. Vorerst war hier noch alles trocken, aber alles lag bereit. Jetzt fehlte nur noch das heiße Wasser.

Noch eine Tür weiter war sie im Essbereich. Hier war an einer Tischreihe alles frei. Es war der Esstisch vom Vorabend, der offenbar wirklich für die Bediensteten reserviert war. An weiteren Tischreihen hatten sich einige Wachen eingefunden. Es gab Brot vom Vortag und Butter, Marmelade und kaltes Wasser. Warmwasser und Tee musste vorerst noch warten. Später würden sie ihre Wachrunden beginnen.

Den Gang hinab konnte Shayela sehen, wie die drei Küchenmägde immer wieder Wasser holten, oder brachten. Sie eilten entweder nach draußen zum Brunnen, oder bogen stets in die von ihr aus gesehen linke Seite ab, hinein in die Küche. Jenseits der Küche aßen die zwei Aufseher und der Hauptmann. Sie hatten ihren eigenen kleinen Tisch, nicht direkt am Weg den alle vorbeilaufen würden.


Den Der Koch Kurt stand in der Küche und knetete bereits einen Brotteig. Drei der Küchenmädchen holten beständig Wasser vom Brunnen herein und füllten es aus ihren großen Eimern um in große Kochtöpfe. Die vierte Magd bemühte sich darum den großen Herd anzuheizen. Nebenan standen am Boden drei schlichte weiße Porzellankrüge, je einer für den Baron, den Hauslehrer und die Hebamme. Frau Kirsen war dabei, sich für das Mittagessen des Barons in einem Buch schlau zu machen. Erst wenn das Frühstück für den Tisch des Barons draußen war, konnten sie essen. Danach begannen auch schon die Vorbereitungen für das Mittagessen.


Wo sind die anderen bekannten Gesichter?:
Luana schlief um diese Zeit noch im Herrenhaus, ebenso der Hauslehrer und der Herr Baron.
Das Stubenmädchen und der Hausdiener waren dagegen schon auf und entzündeten die Kerzen in den Gängen. Gleich darauf würden sie den Esstisch eindecken und dann daran gehen Luana, den Hauslehrer und zuletzt den Baron zu wecken. Danach würde der Hausdiener Remiron beim Ankleiden helfen, so fern dieser dies wünschte. Das Stubenmädchen und der Hausdiener würden letztlich für die Hebamme, den Hauslehrer und den Baron das Frühstück bringen. Luana konnte es sich aussuchen, ob sie bei den Bediensteten essen wollte, oder lieber mit Remiron. Manchmal schickte dieser sie aber auch, um nach der Stimmung unter seinen Leuten zu sehen. Luana konnte sonst den lieben langen Tag tun wonach ihr war, so auch der Hauslehrer. Remiron dagegen hatte seine eigenen Aufgaben. Das Stubenmädchen Aneira und der Hausdiener konnten erst frühstücken, wenn die drei fertig waren und alles wieder aufgeräumt war.

Stallmeister Tilo sah bereits nach dem schwarzen Rappen, danach waren die Stuten Himra und Tienra an der Reihe und der Kutscher pflegte der Reihe nach die Kutschpferde, würde dann die Kutsche prüfen und die Sättel und Zaumzäuge pflegen. Die Stallburschen dagegen waren dabei die Stiegenaufgänge und den Vorplatz, sowie den Hinterhof zu reinigen. Ebenso mussten sie am Weg rund um den See nach dem rechten sehen und konnten bei der Gelegenheit auch gleich darauf achten, dass die Leute am See aufstanden und ihrer Arbeit nachgingen. Erst dann würden sie bei der Versorgung der Pferde helfen, wenn dies wirklich noch unvollständig war. Schließlich konnten sie mit Stallmeister Tilo und dem Kutscher Werron zum Frühstück kommen. Danach mussten sie den Zaun der Koppel überprüfen und die Pferde bewegen.

Der Hausbursche Jaiken war damit beschäftigt sämtliche Aborte zu reinigen und die Inhalte zur Grube zu tragen. Danach hatte er es in allen Zimmern des Herrenhauses warm zu machen. Danach konnte er frühstücken gehen.

Die Zimmermädchen Tiane, Cassa, Amrela und Branna waren dafür zuständig, dass zunächst einmal im unteren Stock der ehemaligen Villa, also in Küche und Essbereich, Kerzen brannten, damit es auch ausreichend Licht gab. Danach hatten sie möglichst bald und lautlos dafür zu sorgen, dass warmes Waschwasser im Zimmer des Barons, beim Hauslehrer und bei der Hebamme war. Außerdem mussten sie die Nachttöpfe leeren. Erst dann konnten sie frühstücken gehen und später würden sie Wäsche waschen, Schuhe putzen, Fenster reinigen, Teppiche und Böden im Herrenhaus schrubben. Dazwischen mussten sie immer wieder zusehen, dass warmes Wasser für den Baron, Hauslehrer und die Hebamme vorhanden waren.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di Mai 16, 2017 3:20 pm

Auf dem kompletten Anwesen herrschte schon reges Treiben, mehr als man zu dieser frühen Stunde vorerst erwarten würde. Emsig tänzelten Füße über den Boden und brachten Dies und Jenes an Ort und stelle, trugen Eimer umher oder bereiteten das Frühstück vor. So viele Hände die routiniert ihre alltäglichen Aufgaben erledigten, mit einer bedenkenlosen Selbstverständlichkeit, wie sie es selten gesehen hatte. Wie ein perfekt laufendes Uhrwerk schienen alle ihre Aufgaben zu kennen und auszuführen.
Und was war mit ihrer Aufgabe? Die schlief hoffentlich wieder seelenruhig in ihrem Bett und hatte sie zum Frühstück geschickt.

Natürlich lies sich Shayela nicht an dem Tisch nieder an dem sich noch keine weitere Menschenseele eingefunden hatte. Es wäre ihr unangenehm gewesen sich hinzusetzten und zu warten, bis alle ihr Tagwerk vor dem Frühstück erledigt hatten, oder zumindest einen Teil davon. Unschlüssig sah sie sich um und suchte nach einer Lücke in diesem routinierten Mechanismus, wo sie behilflich sein konnte. Doch da sie weder die anstehenden Aufgaben noch deren Dringlichkeit kannte, marschierte die Katze einfach schnurrstracks zu Amrela.

"Guten Morgen, Amrela! Kann ich dir irgendwie helfen? Riella schläft noch und ich will ihr die Ruhe nicht nehmen. Alle sind so emsig und ich habe ja nur diese eine Aufgabe vorerst zu erfüllen..., begann sie und fühlte sich tatsächlich ein wenig hilflos und deplaziert. "Ansonsten frage ich Frau Kirsen... ich hab sie nur noch nirgends gesehen..., schlug sie hastig vor und wollte das Stubenmädchen ja nicht von ihrer Arbeit abhalten. Doch ihre Logik besagte, dass wenn sie sich nützlich machte alle auch früher zum Frühstücken kamen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di Mai 16, 2017 4:48 pm

"Guten Morgen, Shay. Äääh... Schwierig... Die Kerzen sind jetzt fertig", pustete Amrela auch gleich ihre mitgebrachte aus, nachdem die an der Wand endlich mit etwas mehr Wachs in der Halterung hielt und der Docht brannte. Sie stand einen Moment lang da, spähte durch einen Türspalt in die Küche und seufzte: "Wasser wird nun hoffentlich bald heiß sein..."

Die Wachen brachen nun zu zweit oder in größeren Gruppen wieder auf und der Tisch war im Nu menschenleer. Amrela nickte, öffnete die Tür in die Küche auf einer Seite und forderte Shay auf: "Hilf mir die ganzen Teller und Becher einzusammeln und dann bringen wir das in die Waschecke der Küche. Versuch nur den Wasserträgerinnen nicht in den Weg zu geraten." Kaum dass sie zu reden begonnen hatte, arbeiteten ihre Hände auch schon daran, die leeren Teller vom Tisch der Wachen aufzustapeln.

"Die Brote kannst du auch in einem Korb zusammensammeln und die leeren mitnehmen..", fuhr sie fort, während sie nun schon mit zwei kleinen Tellern zwischen Daumen und Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger, sowie einem ganzen Stapel von mindestens sieben kleinen Tellern auf den zwei Tellern, dem Unterarm und dem kleinen Finger trug. In der rechten Hand hatte sie dann noch das benutzte Besteck eingesammelt. Sogleich wandte sie sich der Küche zu, ohne durch den Gang zu müssen. Kurz darauf legte sie mehrere Messer neben einer großen Waschschüssel ab. Dann nahm sie die Teller vom kleinen Finger und stellte sie dazu, danach legte sie die zwei letzten oben auf.

Das Mädchen, das bisher mit anheizen des Herds beschäftigt war, füllte nun mit einer Schöpfkelle kaltes Wasser in die drei Krüge neben dem Herd. Sie hatte noch kein heißes Wasser, also tat sie, wofür das kalte genutzt werden konnte. Schließlich sollten die Hausleute sich ja keine Finger verbrühen, wenn sie sich wuschen.

"Du kannst den Mädchen dann auch helfen Wassereimer herein zu bringen und das Wasser heiß zu bekommen. Heute ist Waschtag, da brauchen wir besonders viel Wasser. Die Krüge für die Zimmer müssen aber zuerst fertig werden und natürlich braucht Imga auch etwas für den Abwasch... Sieht zumindest so aus, als würde sie das heute übernehmen", führte Amrela weiter aus, während sie schon wieder aus der Küche huschte und weiteres Geschirr und Besteck einsammelte.

"Der Tisch muss von den Bröseln abgekehrt werden und dann wischst du ihn, kehre anschließend den Boden zusammen, am besten sehen wir dann auch in den Essbereich der Aufseher und des Hauptmannes. Der muss auch wieder vollständig gereinigt werden. Frau Kirsen mag Ordnung", erklärte Amrela während sich das Geschirr nochmals auf ihrem linken Arm und in der Hand sammelte und das Besteck rasch in ihre rechte Hand glitt.

Kaum dass wieder alles bei der Abwasch abgestellt war, sagte sie zu Shayela: "Komm." Sogleich verschwand sie durch eine andere breite Tür, die in einen ursprünglichen Vorraum der ehemaligen Villa führte. Er folgte der Längsseite des Gebäudes und man konnte außen die breite Aufgangstreppe sehen. Die Tür nach Draußen stand hier einen kleinen Spalt offen und Amrela schloss sie sogleich. Während sie dann begann eilig das Geschirr und Besteck einzusammeln wies sie ihre Helferin an: "Sammel alle Brote in einen Korb zusammen und bring den rüber auf unseren Tisch. Bring auch den vom anderen Esszimmer auf unsern Tisch und dann fang schon mal an den Tisch drüben zu säubern. Bis du den Boden durch hast, sollte ich hier auch so weit sein, dass du nur noch den Boden machen musst."

Unterdessen verflogen die Minuten und alsbald war der Ofen heiß genug, dass der Brotteig hineingeschoben werden konnte. Das Wasser wurde nun auch heiß und so konnten die großen Krüge auch aufgefüllt werden. Das Stubenmädchen Aneira kam, half beim Verteilen des heißen Wassers und nahm alle drei Krüge auf einmal mit hinüber ins Haus. Rasch war sie wieder verschwunden. "Wir sind heute etwas spät", bemerkte der Koch leise, während er daran ging die Arbeitsfläche zu reinigen. Frau Kirsen sah von ihrem Buch auf: "Das ist, weil Imga noch immer Schwierigkeiten hat, den Ofen anzuheizen. Wenn es sich heute wieder nicht ausgeht, lernt sie es eben nicht."

Imga wurde rot vor Wut und Verlegenheit. Dem Koch fiel das auf und so merkte er zu ihr flüsternd an: "Aber deine Schneidarbeit ist schon sehr viel besser geworden." Das munterte sie wieder etwas auf, trotzdem ließ sie zwei Kochtöpfe erst einmal in den Waschraum entführen und nahm nur den Rest Heißwassers aus dem einen, von dem die Krüge angefüllt worden waren. Sogleich begann Imga den Abwasch zu erledigen, der sich angesammelt hatte und den Amrela weiter vermehrte.

Eins der Mädchen trug gerade wieder zwei große Wassereimer herein, stellte sie neben dem Herd ab und holte sich den Topf von der Abwaschstelle. Die Backen waren erhitzt von der Schlepperei und den schnellen Schritten. Sie schnaufte etwas, hiefte aber trotzdem den Eimer hoch, füllte damit den großen Kochtopf und gab noch einen Teil des anderen Eimers hinzu. Danach hob sie den Topf auf die Herdplatte. Das Wasser musste noch heiß werden.

"Sind die Krüge für das Haus schon weg", fragte eine andere und erhielt eine Bestätigung von Imga. Daraufhin pfauchte das Mädchen weiter den Gang hinunter, passierte das Esszimmer mit zwei vollen Eimern und stellte nur einen kurz ab, um die Tür in den Waschraum zu öffnen, dann brachte sie beide zum großen Zuber und schüttete sie hinein. Es würde noch ausreichend heißes Wasser nachkommen, da durften es ruhig auch ein paar Eimer kalten Wassers sein. Sobald die Eimer leer waren, eilte das Mädchen also wieder zum Brunnen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di Mai 16, 2017 10:52 pm

Für einen Augenblick verkniff sich Shay jegliches Grinsen, dass sich auf ihre Lippen schleichen wollte. Amrela erste Anwort auf ihre Frage war zwar gewesen, dass es schwierig sei ihr ein paar Aufgaben zu übertragen, doch davon merkte sie im weiteren Verlauf nichts mehr, kam eins zum Anderen und immer mehr Aufgaben wurden ihr zugeteilt. So viel zum Thema schwierig. Ohne ein Murren auf den Lippen begann sie damit das Geschirr wie aufgetragen zusammen zusammeln, wenngleich nicht so geschickt wie das Stubenmädchen. Sie trug gleich mehrer Teller und Tassen gleichzeitig und brachte sie sicher in die Küche, dass die Diebin für einen Moment über ihre Fertigkeit staunte. Doch anstatt es ihr nachzumachen, stapelte der Rotschopf das Geschirr einfach aufeinander und trug es wesentlich uneleganter in die Küche, aber dafür mit dem sicheren Gefühl, so nichts aus versehen zu zerbrechen.

Kaum dass sie die erste Aufgabe beendet hatte und schon das Wort Fertig auf ihrer Zunge lag, teilte Amrela sie gleich zum Wasser holen ein, dass sich Shay kurzerhand einen Eimer schnappte und es jetzt schon bereute gefragt zu haben. Ihre Glieder meldeten sich bei jeder Bewegung und bei jedem Schritt den sie tat. Und dennoch verrichtete sie ihr Werk ohne mit der Wimper zu zucken. Was für einen Eindruck würde es auch machen, wenn sie jetzt schon zu jammern begann?
Nach dem Wasser holen, wandte sie sich dem Besen zu und begann den Schmutz zusammen zu kehren und so gut wie möglich die Krümel zu beseitigen. Nach dem Kehren folgte das Zusammenklauben der übrig geblieben Brote, die sie zurück auf den Bedienstetentisch trug und irgendwann husche Shay nur mehr hin und her und tat, was Amrela ihr auftrug. Sie war so in ihre Arbeit vertieft, dass sie den kleinen Disput in der Küche nicht mitbekam und benötigte all ihre Kraft dafür, nicht unter machen Bewegungen zusammen zu zucken, die schmerzhaft in ihren Muskeln zogen.

Warum hatte sie nur danach gefragt helfen zu dürfen? Je länger sie umher wuselte und sich langsam in das Rad einzufügen begann, dass hier den Arbeitsgeist antrieb, desto mehr begann sie ihre Entscheidung zu bereuen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi Mai 17, 2017 12:41 am

Im Herrenhaus hatte Aneira die Krüge einem Zimmermädchen übergeben, nun half sie Agril beim Decken des Frühstückstisches.

Die Zimmermädchen räumten leise die Nachttöpfe aus den Zimmern, sie mussten geleert und gereinigt werden. Ebenso erhielten der Baron, Hauslehrer und Luana nun ihre Waschkrüge bereitgestellt. Das alles geschah so leise, dass noch keiner der drei geweckt wurde.

Die Küchenmägde stoppten das Heranschleppen der Wassereimer und warteten zunächst darauf, dass das Wasser in den Kochtöpfen kochte. Natürlich wurden sie zwischenzeitlich von Frau Kirsen eingeteilt, Gemüse zu schälen und entsprechend ihren Anweisungen zuzuschneiden. Der Koch prüfte die Morgenbrote und die Hauswirtschafterin lenkte ihre Blicke hier und dort hin, um zu sehen, dass auch ja keiner untätig war. Danach holte sie sich Mehl und anderes aus der Vorratskammer.

"So weit so gut", murmelte Amrela, als die Esszimmer in der ehemaligen Villa wieder ordentlich aussahen. "Lass uns noch ein paar Eimer zum Waschzimmer tragen", meinte sie schließlich, da es sonst dort nicht weiter ging und mehr kaltes Wasser machte nichts.

Stallmeister Tilo und der Kutscher pflegten die Pferde. Die Stallburschen hatten sich nach der erledigten Arbeit auf der Herrenstiege, dem Vorplatz und im Hinterhof auf den Weg rund um den See gemacht und beim 'Seedorf' angefangen, denn dort waren die Leute erst noch zu wecken.

Der Hausbursche Jaiken war damit beschäftigt in allen Zimmern des Herrenhauses die Öfen anzuheizen.

Agril, der Hausdiener, weckte die Hebamme Luana, dann den Hauslehrer und schließlich den Baron. Letzterer wünschte keine Hilfe beim Ankleiden, so dass Agril mit dem Stubenmädchen Aneira die letzten Vorbereitungen im Esszimmer traf. Sie hatten dabei jedoch ein Problem. Ihnen fehlte noch das Brot und drei gekochte Eier. Butter, Marmelade, Käse, etwas Wurst war nur rasch aus dem Lager zu holen und am Tisch zu platzieren.

Stallmeister Tilo und der Kutscher putzten nun die Sättel und Zaumzeuge, sowie die Kutsche.

Die Stallburschen waren nun schon ein Stück den Seeweg entlang, um zu prüfen, dass dieser auch ordentlich aussah und keine Äste und Zweige unliebsam in den Weg herein hingen, oder diesen gar versperrten.

Die Holzfäller und Jäger beschlossen nach einem Frühstück den Wald zu durchsuchen. Die einen wegen der Bäume, die anderen wegen dem Wild. Die Fischer wollten ihre Netze und Reusen nach dem Morgenmahl absuchen und der Gerber, Kürschner und Ausweider ebenfalls erst nach einer kleinen Mahlzeit mit der Arbeit beginnen.

Aneira konnte endlich die Eier holen, auch Tee gab es mittlerweile, aber das Brot war noch nicht fertig.

Luana und der Hauslehrer fanden sich bereits bei Tisch ein und ließen sich Tee einschenken. Sie süßten ihn mit Zucker und Honig. Abgesehen davon warteten sie aber auf Remiron. Das Getränk musste ohnehin erst wieder etwas abkühlen.

Remiron ließ auf sich warten. Tatsächlich hatte er Agril gefragt, ob alles bereit sein würde und jener hatte ihm mitgeteilt, dass er annahm, dass alles da sein würde, wenn der Herr Baron bei Tisch einträfe. Es lag Unsicherheit und Unruhe in Agrils Gefühlen und so entschied sich Remiron dafür, sich reichlich Zeit zu lassen und seine Kleiderwahl nochmals zu ändern.

Dieses Mal ging Agril um nach dem Brot zu fragen und bekam es zu seiner Erleichterung auch.
Nur wenig später kam der Baron herunter in den Speisesaal, nahm seinen Platz ein und sprach seinerseits ein Dankgebet verbunden mit einigen Bitten an das Licht. Erst danach eröffnete er das Frühstück.


Die Bediensteten trudelten mittlerweile nach und nach im Essbereich der ehemaligen Villa ein. Amrela stellte also den leeren Wassereimer in der Waschkammer ab und teilte Shayela mit: "Das reicht vorerst. Wir können auf das Morgengebet warten und dann frühstücken." Damit machte sie sich auch schon auf den Weg zu den anderen. Alle stellten sich bereits wieder in der Reihe auf, wie sie auch am Vorabend gewesen war. Als endlich wirklich alle da waren, außer Aneira und Agril, sprach Frau Kirsen das morgendliche Gebet für einen erfolgreichen und guten Tag, sowie die Gesundheit von Riella.

Am Frühstückstisch gab es nun eine Mischung aus altem und frischem Brot. Das meiste frische Brot ging aber selbstverständlich zum Frühstückstisch des Herrn Barons. Es wurde über bevorstehende Aufgaben gesprochen, worauf besonders zu achten sei, oder auch nur davon, dass sich alle gut stärken sollten, da der Tag reichlich Arbeit bot. Gleich nach dem Frühstück verschwanden alle wieder an ihr Tagewerk.


Stallmeister Tilo und der Kutscher, sowie einer der Stallburschen gingen bald, um den Zaun der Koppel zu überprüfen. Die übrigen Stallburschen machten jeder für sich ein Pferd bereit, an der langen Leine einige Runden zu drehen und Aufwärmübungen zu machen, ehe sie sie tatsächlich ritten.

Der Hausbursche Jaiken hackte nach dem Frühstück etwas Holz, das bereits von den Holzfällern gebracht, aber noch nicht gespalten worden war.

Die Zimmermädchen Tiane, Cassa, Amrela und Branna prüften bereits jetzt, ob noch ausreichendes Warmwasser für Luana, den Lehrer und Remiron da war. Schließlich hatten sie einen Teil schon benutzt um sich heute morgen zu waschen. Außerdem mussten sie die gereinigten Nachttöpfe zurückbringen. Wenig später setzte sich die Wasserschlepperei erneut fort und der Waschzuber füllte sich mehr und mehr mit kaltem und heißem Wasser, schlussendlich nur noch mit heißem. Danach begannen sie endlich die Wäsche in Seifenwasser und auf Waschbrettern zu schrubben und zu bürsten.

Frau Kirsen ließ Shayela nach dem Frühstück eine Tablett mit einer Kanne heißen Tees, einer schönen Tasse auf einem zugehörigen Teller, einen Brotkorb mit weißem Stofftuch, das das frische Brot fest einhüllte und Aufstriche reichen. Sollte Shayela bei Amrela tatsächlich wegen eines Buches oder der Spiele nachfragen, würde diese ihr mitteilen, dass sie diese besorgen würde, sobald sie Shayela zum Baron gebracht habe. Das stünde heute Morgen ja noch aus, sei aber gewiss nicht gefragt, so lange Aneira und Agril noch nicht wieder zum Frühstücken in der einstigen Villa aufgetaucht wären.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi Mai 17, 2017 8:58 am

Es war kaum vorzustellen wie viel Arbeit schon anstand, bevor die Angestellten des Barons überhaupt gefrühstückt hatten. Und hätte Shayela davon gewusst, wäre ihr wohl die Kinnlade herunter gefallen. So putzte und säuberte sie mit Amrela einfach weiter den Essbereich der ehemaligen Villa, bis dieser wieder ordentlich und beinahe unberührt aussah.

"Du... Amrela?, unterbrach sie jäh ihre Arbeit und haftete die tiefblauen Augen auf das Stubenmädchen, dass gerade wieder einen der Stühle zurecht rückte. "Ich war heut morgen schon bei Riella und sie hat nach einem Buch gebeten. Etwas Leichtem, dass nicht zu anstrengende Themen behandelt.... und ein paar Spielen." Für einen Moment stockte sie und wiegte den Kopf zur Seite, ehe sich ihr Gesicht in jäher Erkenntnis erhellte. "Ah, ja genau! Die Wildländer kommen heißt es glaub ich... und äh Hüpfer?"
Sie kannte kein einziges der Spiele oder es war einfach aus ihrer Erinnerung verblasst. Hoffnungsvoll lächelte sie dem Stubenmädchen zu, dass ihr versicherte, sich darum nach dem Frühstück und nach ihrem Treffen mit dem Baron zu kümmern.

Shay wandte sich wieder ihrer Arbeit zu und dachte über das bevorstehende Treffen nach. Sie konnte sich vorstellen, dass der Baron einige Fragen hatte und sie vor allem genau auf den Prüfstand setzten mochte, immerhin war sie eine völlig Fremde, die einfach so an seinen Hof gekommen war, um bei ihm zu arbeiten. Ihre Gedanken flogen zurück zu dem Wirt, der ihr doch nicht direkt, aber unmissverständlich seine Skepsis gegenüber dem Baron klar zum Ausdruck gebracht hatte. Ein leises Seufzen rann über ihre Lippen passend in dem Moment als Amrela entschied, dass sie fertig waren. Diese Hürde muss ich noch nehmen... es würde so vieles erleichtern... und wenn nicht, gibt es eben immer noch den direkten Weg.

Zuversichtlicher als sie es wohl sein sollte folgte der Rotschopf wieder den Anweisungen und begann Wasser vom Brunnen zurück in die Küche zu schleppen, bis ihre Finger unter der Last schon schmerzten und endlich zum Frühstück gerufen wurde. Hungrig wie ein Bär lies sich Shay galant auf ihren gestrigen Platz nieder und begann nach dem Morgengebet mit allen Anderen zusammen zu essen. Es hatte schon etwas sehr angenehmes sich während des Essens auszutauschen und nicht allein speisen zu müssen, wie sie es sonst pflegte.

Nach dem Frühstück, als sich die Katze gestärkt für den kommenden Tag fühlte, nahm sie das Tablett mit dem Frühstück für Riella entgegen und kehrte in den oberen Stock zurück. Vorsichtig drückte sie mit dem Ellenbogen die Klinke ihrer Türe hinunter und fand die Schreiberin tatsächlich wieder schlafend vor. Gut so, sie musste sich ausruhen. Behutsam stellte sie das Tablett auf dem kleinen Tisch neben dem Bett ab und rührte in der zweiten mitgebrachten Tasse die Medizin an, immer einen gehäuften Löffel.

Erst als sie damit fertig war legten sich die langen Finger auf Rielllas Schulter und begangen diese vorsichtig etwas zu bewegen. "Riella.... Guten Morgen... Ich bin zurück, sprach sie in gedämpften Tonfall auf die Schreiberin ein, um sie so behutsam wie möglich aus dem Land der Träume zurück zu rufen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi Mai 17, 2017 9:41 am

"Luana", murmelte Riella eine Frage und blinzelte dann doch bald wieder in den Raum: "Oh.. äh.. Wie ..mh.. wie war dein Name", fragte sie nun, als sie langsam munter wurde und sich vorsichtig ein wenig aufsetzte. Sie erinnerte sich an Shayela, aber ihr Kopf arbeitete momentan etwas langsam. "Ich fühle mich noch ganz schläfrig", erklärte sie und musste beim letzten Wort auch gleich gähnen.

Wieder blinzelte Riella, rieb sich die Augen und sah sich dann etwas um. "Oh, du hast Frühstück mitgebracht. Danke", stellte sie fest und griff auch gleich nach der Teetasse, die ihr näher stand. Etwas gedankenverloren murmelte sie: "Mmh, der Baron wird wohl auch gerade frühstücken, hm?" Anschließend trank sie von dem Tee und verzog das Gesicht. Das Heilmittel darin machte sich unweigerlich bemerkbar. "Mgh.. hatte ich vergessen", würgte sie etwas, trank aber tapfer den Rest der Tasse und erkundigte sich dann: "Schenkst du mir jetzt normalen Tee ein, bitte?" Sie war nicht böse, aber, wer mochte schon Medizin, wenn es um den Geschmack ging?
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi Mai 17, 2017 9:15 pm

Ein sanftes Lächeln lag auf den blassroten Lippen, als Riella unter ihrer Berührung langsam erwachte und sie beim falschen Namen nannte. Natürlich nahm sie es ihr nicht übel, immerhin war sie noch nicht einmal völlig erwacht.
"Shayela...", erinnerte sie sie sanft und zog die Hand zurück, die gerade noch auf ihrer Schulter gelegen hatte."Ja, ich dachte mir, dass du vielleicht etwas Hunger hast.... oh äh ja ich denke, sie werden wohl auch gerade frühstücken.", antwortete der Rotschopf etwas verwirrt auf die Bemerkung. Die junge Frau schien sehr viele Gedanken an .... wie hatte sie ihn genannt? Remi... zu verschwenden.
Jetzt da sie alleine waren, wollte Shay versuchen, ob sie nicht ein paar mehr Informationen aus der Kranken herauslocken konnte. Aber zunächst, wollte sie sich ebenfalls setzten und ihr beim Essen gesellschaft leisten.
Sie drehte sich kurz um, um wieder einen der Stühle von gestern Abend ans Bett heran zu ziehen und sich darauf nieder zu lassen. Der Schreiberin den Rücken zugedreht, sah sie nicht, wie jene nach der Tasse mit der Medizin griff.

Gerade als die Katze eine Warnung ausstoßen wollte, hatte die Schreiberin die Tasse auch schon an die Lippen geführt und die wohl garstig schmeckende Medizin darin die Kehle hinabrinnen lassen. Ein leises Lachen drang aus ihrer Kehle und Shay lächelte entschuldigend. "Tut mir leid, ih hätte dir sagen müssen, dass ich schon deine Medizin angerührt habe... Oh ja, natürlich!" Die langen Finger schlossen sich um den Henkel der Teekanne und gossen der Schreiberin nun etwas von der noch dampfenden Flüssigkeit ein.

"Ich habe nebenbei Amrela nach ein paar Büchern udn den Spielen gefragt... sie meinte, sie schaut was sie auftreiben kann. Ich denke um die Mittagszeit werde ich es dir sicherlich vorbeibringen können...nachdem ich von meinem Treffen mit dem Baron zurückkomme.", versprach Shayela und lächelte aufmuntern, wenngleich ihre Gedanken kurz wieder nachdenklich schwer wurden. Auf eine merkwürdige Art und Weise bereitete ihr das anstehende Treffen Unbehagen. Sie konnte diesen faszinierenden Mann einfach nicht einschätzen.  

"Riella...?", begann sie vorsichtig.  "Tut mir leid wenn ich zu forsch sein sollte, aber darf ich dich fragen in was für einem Verhältnis du zum Baron stehst? Du sprichst immer so viel vertrauter von ihm, als all die Anderen hier... Nunja, ich äh....
ich weiß sowas ziemt sich nicht zu fragen... aber ich wollte wissen... ob du ...
hm...
Die Worte wollten einfach nicht über ihre Lippen. Mit einem leisen Seufzen fasste sich die Diebin ein Herz und zwang sich es einfach auszusprechen. "Ich wollte wissen ob du vielleicht seine Geliebte bist.", rollte es rasch über ihre Lippen und sie zog die Augenbrauen unsicher zusammen. Selbst wenn dem so wäre, spielte es keine Rolle. Sie würde sie gleichermaßen weiterpflegen solange sie hier war. Aber es lag natürlich ein gewisser Vorteil darin. Auch da die Schreiberin so gern im Schlaf redete.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi Mai 17, 2017 10:30 pm

"Schon gut", versicherte ihr Riella als Shayela ihr Bedauern wegen der Medizin aussprach. Sie lächelte und wartete auf den frischen Tee. Es war eindeutig, dass dieser aber noch zu heiß war, weswegen sie zunächst noch wartete. Wegen der Spiele und dem Buch freute sie sich allerdings: "Oh, das ist wunderbar! - Ähm.. du.. spielst doch dann auch mit mir?" Sonst würde die Dinger ihr nur wenig helfen, denn gegen sich selbst spielen war nie so interessant, wie gegen jemand anderen, wie Riella fand.

Auf die Frage nach ihrer Beziehung mit dem Baron hin, hob die Schreiberin die linke Hand an den Mund, wobei sie diese zu einer sehr lockeren Faust formte und den Zeigefinger am höchsten Punkt sein ließ. Ein leises Lachen drang aus ihrer Kehle, ehe sie Shayela erklärte: "Nein, so ist das nicht. Tut mir leid, wenn ich den Eindruck erweckt habe. Wir... verstehen uns sehr gut. Aber, es ist nichts in dieser Art. Ich glaube, er ist eher wie ein Bruder für mich."

Sie ließ die Hand wieder auf die Bettdecke sinken. Riella hatte vorhin herausgehört, dass Shayela bei Remiron noch vorsprechen musste und sie mochte die junge Frau, also teilte sie ihr mit: "Der Baron schätzt Ehrlichkeit und redliches Bemühen die Aufgaben nach bestem Vermögen zu erfüllen. Aber ich schätze, das ist normal. Was ich meine ist.. wenn er dir eine Frage stellt, antworte am besten frei heraus. Er mag die Antworten natürlich nicht immer, aber er mag es, wenn nicht drumrum gesprochen wird. Mit seinen Adelsfreunden hat er genug davon. Trotzdem solltest du immer respektvoll und höflich bleiben, aber das versteht sich ja von selbst."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi Mai 17, 2017 10:43 pm

Es war ihr tatsächlich unangenehm. Zumindest konnte man das glauben nicht? So perfekt mimte sie die Betroffene, nahm das Schauspiel mühelos auf und hauchte ihm das nötige Quäntchen leben ein, dass es benötigte. Zumindest versuchte es sich die Diebin so einzureden, doch wenn sie ehrlich war, war sie tatsächlich allmählich langsam emotional mit all den unterschiedlichen Bewohnern hier befangen. Mit manchen mehr und mit manchen weniger. Mochte es sein, weil sie eben mehr oder minder hineingestolpert war, aber es kam selten vor, dass sie ohne weitere Fragen so offen aufgenommen wurde. Ein merkwürdiges Gefühl.

"Natürlich spiele ich dann mit dir. Ich glaube ich kenne die Spiele noch aus meiner Kindheit, aber ich habe schon ewig keins mehr davon gespielt.... also ja, ich würde meine Erinnerungen gerne wieder etwas auffrischen.", grinste Shay und freute sich tatsächlich ein klein wenig darauf, dass sie mit der Schreiberin spielen konnte. Einfach nur spielen, gedankenlos, ohne einen Hintergedanken, oder dem Zwang gewinnen zu müssen, da sie sonst mit hungrigem Bauch ins Bett ging.

Das Lachen wirkte sonderlich erlösend und wischte ihre Bedenken und ihre Beklommenheit mit einem Male wieder weg, dass der Rotschopf leise aufseufze, erleichtert. "Ach so ist das. Dann bist du wahrscheinlich wirklich schon länger hier nicht? ", stellte Shay fest und lächelte zaghaft. Zu schade, aber immerhin etwas nicht? Als Riella ihr dann tatsächlich Tipps zu geben schien, wie sie am Besten mit Remiron umgehen sollte, lächelte Shay überrascht und ein klein wenig berührt von ihrer Sorge. Es war irgendwo ein Zuspruch an sie und ihre Person, dass die Schreiberin wollte, dass das Gespräch einen positiven Verlauf hatte. Es würde bedeuten noch etwas länger hier sein zu können.

"Danke, ich werde versuchen das zu beherzigen.", versprach sie zuversichtlich und überschlug die Beine entspannt. "Sag mal, wie bist du überhaupt hierher gekommen... oder wie lange bist du schon hier?" Sie wollte mehr über die junge Frau erfahren, sie besser kennen lernen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Do Mai 18, 2017 10:09 am

"Oh, wunderbar! Es ist so lange her, dass ich mit... jemandem spielen konnte", bremste Riella ihre Begeisterung ein, fürchtete aber, ohnehin schon zu viel gesagt und damit Shayela ein weiteres Stückchen Wissen gegeben zu haben, das sie vielleicht noch nicht unbedingt haben sollte. Nun, so schlimm wird es schon nicht sein, befand sie und lächelte. "Ich erklär dir die Spiele auch, wenn du es nicht mehr weißt", meinte sie wiederum fröhlich. Es würde so entspannend und aufmunternd sein, sich wieder einmal damit zu beschäftigen.

"Oh, schon länger... nun ja, ich wurde hier in den Arbeiterhäusern geboren. Also,.. als du zum Baron gekommen bist, auf der Straße bist du bestimmt an der Ansammlung Hütten vorbei gekommen. Eine davon gehört meinen Eltern. Ich werde sie besuchen, sobald ich wieder gesund bin. Sie trauen sich leider nicht einmal in den oberen Stock des Bedienstetenhauses... Da sind nur die mit höherem Ansehen und da haben sie nichts verloren, sagen sie leider immer. Aber sie lassen mich regelmäßig grüßen. Amrela ist so lieb und leitet die Nachrichten weiter", erklärte Riella und seufzte am Ende, ehe sie anfügte: "Leider wohl auch, dass ich wieder einen Rückfall hatte. Ich hoffe, sie machen sich keine all zu großen Sorgen."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Sa Mai 20, 2017 2:14 pm

Die überschwängliche Begeisterung der jungen Frau erfüllte den gesamten Raum, breitete sich die ehrliche Freude schneller aus als vermutet und erwischte auch Shayela ohne Gegenwehr, dass sich ein amüsiertes Lächeln auf ihre Lippen stahl und sie schmunzelnd den Kopf kurz senkte. Es war wirklich süß wie sehr sich Riella darüber freute, einen Spielkameraden zu bekommen. Wobei, ... wie lange sie wohl schon in diesem Zimmer festsaß mit verstreuten Besuchen der anderen Bewohner, die natürlich nie genug Zeit hatten, um die Langeweile vollkommen zu verbannen und dennoch ihrer Arbeit nach zu kommen. Da war es tatsächlich Glück, dass Shay zu nichts anderem eingeteilt worden war, als sich um Riella zu kümmern, zumindest zu dem Glück der Schreiberin. Die Katze hingegen... ja empfand die Aufgabe nicht einmal als so anstrengend wie vermutete.

"Oh ja, ich fürchte du musst sie mir sogar erklären. Ich weiß keine Regel mehr, oder keinen Spielzug. Zumindest nicht wenn ich so darüber nachdenke... Vielleicht kommt dass dann wieder mit dem spielen?, grinste sie ebenso fröhlich und bot der Schreiberin etwas von dem mitgebrachten Brot an. Es war von jenem Teil, der frisch gebacken worden war. , sie musste ja gesund werden. Der Duft, der die resche Kruste verströmte schmiegte sich verlockend in ihre Nase, dass sie selbst, obwohl sie gerade erst gefrühstückt hatte, locker noch ein Stück hätte essen können, einfach aus Lust heraus.

Aufmerksam lauschte die Katze der Geschichte der Erkrankten und wiegte den Kopf seicht zur Seite. "Das heißt du hast dir alles selber erarbeitet bis zu deiner Stellung hier. Das ist wirklich beeindruckend., erwiederte sie anerkennend und ein leichter Zug von Melancholie schlich sich auf ihre Lippen. Sie wusste selbst wie hart dieses Leben sein konnte... nur allzu gut. "Oh, das ist aber schade, dass sie dich nicht besuchen kommen... vor allem weil du einen Rückfall hattest. Ein Glück, dass ich zufällig hier oben geputzt habe... Frau Kirsen hat sofort reagiert. Die Erinnerung holte die Diebin für einen Moment lang ein, ehe sie seicht den Kopf schüttelte. "Zum Glück geht es dir wieder ein bisschen besser und das Fieber ist gesunken...
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Sa Mai 20, 2017 4:37 pm

Als Shayela meinte, sie brauche wohl eine Auffrischung aller Regeln, nickte die Schreiberin, lächelte fröhlich und versicherte ihr: "Aber sicher. Oh, ich hoffe, ich kann es selbst noch alles."

Riella trank nun Tee und aß dazu eines der Brote, das sie sich aufschnitt und mit Butter und Marmelade bestrich. "Mmh, Kurt bäckt einfach wundervoll", freute sie sich und erfreute sich am reschen Knuspern ebenso wie am großartigen Geschmack. Zwischen den Bissen kam sie nicht umhin, Shayela einfach mehr vom Leben hier zu erzählen: "Frau Kirsen war ursprünglich empört, als sie Kurt zu Hilfe bekam."

Sie trank einen Schluck und führte aus: "Erst wollte sie ihn gar nichts machen lassen. Das hat aber dem lieben Kurt nicht gefallen. Er war ja hier angestellt und Kurt steht ihrem Ansehen kaum etwas nach. Daher sind die beiden mehrfach aneinander geraten."

Wieder trank sie vom Tee und nahm ein paar Bissen Marmeladebrot zu sich, ehe sie nach einer entsprechenden Pause fortfuhr: "Nach einigen solchen Auseinandersetzungen drohte sie, dem Baron nichts mehr zu kochen, wenn Kurt bliebe und hat das tatsächlich auch in die Tat umgesetzt."

Man konnte sich fragen, ob Riella es als dramaturgische Pausen verstand, oder ob sie tatsächlich einfach nur begierig weiter von Brot und Tee zu sich nahm. Jedenfalls erzählte sie kurze Zeit später weiter: "Kurt kam durchaus gut zurecht und die Speisen schmeckten, so dass sie doch lieber wieder selber am Herd stand. Kurt hat sie auch gern gelassen. Er und der Baron waren ja überein gekommen, dass er nur einen Teil der Küche übernehmen sollte und naja, auf so alte Tage würde er wohl auch keinen annähernd gleichwertigen Helfer haben wollen.

Wieder ließ sich Riella ihr Frühstück schmecken, ehe sie fortfuhr: "Es hatte sich wohl bedrohlich angefühlt und vermutlich dachte sie, sie wäre dem Baron nicht mehr gut genug. Mittlerweile genießen wir meist die Speisen vom Herd und Gebratenes aus dem Ofen von Frau Kirsen und die Bäckereien, also auch alle Süßspeisen, von Kurt."

Sie schob das letzte Stück Brot in den Mund und kaute es genüsslich, bevor sie Shayela noch mitteilte: "So wie es jetzt aussieht, empfindet es Frau Kirsen nun doch als angenehm, nicht mehr alles machen zu müssen und ich glaube fast, sie mag Kurts Bäckereien auch lieber, als ihre eigenen. Jedenfalls verstehen sie sich nun sehr gut und Kurt hält die Küchenmägde bei Laune, wenn Frau Kirsen wieder einmal zu übler Stimmung ist."

Sie trank nun auch den Tee aus und während sie die Tasse zurückstellte, gab sie noch ihre Meinung kund: "Ich glaube, sie wären glücklicher mit Kurt, aber naja.. Sie lernen andererseits auch viel in der Küche, sagen die Mädchen. - Wärst du so lieb und schenkst mir noch etwas Tee ein?"

Riella bediente sich unterdessen vom Käse und aß ihn einfach so mit der Hand. Bei Tisch hätte sie das zwar nicht getan, aber hier mit Shayela fühlte sie sich auf der sicheren Seite, wenn sie einmal etwas weniger fein speiste als üblich. Während sie also ein Käsestück kaute, brach sie sich auch etwas vom nächsten Brot ab. Dann lud sie Shayela ein: "Wenn du magst, kannst du das dritte Brot noch essen. Nimm dir ruhig auch vom Aufstrich, oder etwas Käse. Ich kann sowieso nicht das alles aufessen. Manchmal meinen sie es zu gut."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo Mai 22, 2017 8:42 pm

"Haha, naja ansonsten gibt es sicher jemand, der uns die Regel nochmal sagen kann,... Amrela vielleicht." Nachdenklich wiegte die Katze den Kopf zur Seite und dachte kurz an das Stubenmädchen. Was jene wohl gerade zu tun hatte? Hoffentlich hatte sie ihre Bitte nicht vergessen, wobei, sie konnte sich sicher auch vorstellen, wie furchtbar langweilig es allein im Zimmer war. Auf ihre Bemerkung was ihre Eltern betraf ging die Schreiberin gleich garnicht mehr ein, sondern ignorierte es beinahe. Mochte es sein, dass sie das Thema lieber vermeiden wollte? Nun, sie würde sie nicht weiter drängen, sondern lauschte ihren Worten über die Beziehung zwischen Kurt und Frau Kirsen.

Es schien beinahe so als ob es keiner wirklich einfach mit Frau Kirsen hatte und allmählich stellte sich Shay wirklich die Frage, warum der Baron sie bei sich behielt. Natürlich schien sie ihre Arbeit und Aufgaben voll im Griff zu haben, aber jeder fürchtete sie mehr, als das man sie wohl mochte. Das war doch eine furchtbare Stellung... sie wusste nur zu gut wie sich das anfühlte."Hui das klingt tatsächlich danach als hätten sie zu Anfang ordentliche Startschwierigkeiten gehabt. Aber was meinst du damit,
dass Frau Kirsen mit Kurt wohl glücklicher wäre? ... Oh äh, ja natürlich.
Hastig griff sie nach der Teekanne und schenkte Riella noch etwas von dem frischen Tee ein, der seinen feinen Duft im ganzen Zimmer verbreitet hatte. Gemischt mit dem verlockenden Aroma des frischen Brotes war das Zimmer erfüllt von einem absolut mundwässerndem Geruch. Langsam setzte der Rotschopf die Tasse wieder ab und erhob sich von ihrem Platz, um sich einmal wieder um den Ofen zu kümmern.

Die Glut schimmerte faszinierend Hell in der Feuerstelle aber verlor immer mehr und mehr an Kraft und Intensität, während sie dem Raum die nötige Wärme spendete. Shay griff nach ein paar Holzscheite und legte sie auf die Glut, ehe sie sachte dagegen blies und augenblicklich kleine Flammen an dem frischen Holz emporzüngelten und es zu verzehren begannen. Erst als sie sich sicher war, dass das Feuer weiter brennen würde, auch ohne ihr zutun, kehrte sie zu Riella zurück, die ihr ihr letztes Brot anbot.

Es war schön zu sehen, dass sie wirklich Appetit hatte und auch gut zulangte. So würde sie sicherlich schnell wieder gesund werden... und sich die Zeit der Diebin hier drastisch verkürzen, ganz abhängig von dem Verlauf des Treffens heute. "Oh, das ist sehr lieb.... Ich habe eigentlich schon gefrühstückt, rang Shay mit sich selber und wollte auf der einen Seite Riella nicht das Frühstück aufessen, aber auf der anderen Seite roch es so verdammt gut. Hin und her gewissen wiegte die Katze den Kopf zur Seite.

"Also... also wirklich nur, wenn du keinen Hunger mehr hast. Immerhin musst du wieder zu kräften kommen.
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