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Fynn Hellwind
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Thech Sharr
Raltjof
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Rasaya
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Lucille
Ciaran

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Elaimandraia
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Shayelas Auftrag

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Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo März 06, 2017 10:38 pm

das Eingangsposting lautete :

Srodholm im Südosten von Sommasflucht ist ein scheinbar ruhiges und idyllisches Dorf mit vielen Feldern und dem großen Kargatrass-Wald im Rücken. Obgleich es dort Bauern gibt, sind doch die meisten mit dem Fallenbau, dem erstellen von Pfeil, Bogen, Armbrust und Bolzen und Gerben des Fells tätig. Nahrung und Reiseutensilien bekommt man hier leicht. Ebenso einen Talisman der an den Schädel eines toten Tieres erinnert und die Warnung, im Wald achtsam zu sein und nur zu nehmen, was man wirklich braucht. Jüngst ist es hier noch stiller geworden, wegen eines seltsamen Apfelbaumes inmitten des Dorfes.

Zwischen den Feldern steht eine kleine, noch unscheinbare Linde. Ein Trampelpfad führt an ihr vorbei in Richtung Srodholm. Dieser Weg kommt von der Straße zwischen Brunya und Sommasflucht, ist aber nicht der eigentliche Weg nach Srodholm. Hierbei handelt es sich viel mehr um einen Pfad, der durch die Feldarbeiter und geführte Pflugochsen, oder andere Arbeitstiere entstanden ist.

Hier draußen gibt es kein Licht, nur das ferne unstete Leuchten der Irrlichter - meist Sterne genannt - am Himmel. Von diesen fliegt kaum eines zum Erdboden herab. Der Mond würde die Stelle sicherlich gut beleuchten, doch gibt es ihn nur einmal in jedem Monat. Des Nachts geht hier auch normalerweise niemand umher.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo Jun 05, 2017 11:09 am

"Letzten Winter? Oh, der arme Baron...dann kann er nicht einmal angemessen trauern, wenn sich sofort so viele Probleme damit auftun.", bemerkte die Diebin und Mitleit schwang in ihrer Stimme mit, ehe sie ihren Stein zielsicher absetzte. Dann hatte sich ihr Auftraggeber ohnehin ein wenig Zeit gelassen, bevor er reagierte. Vielleicht hatte er sich erhofft, dass es auch ohne solche Maßnahmen zu regeln wäre, oder dass Remiron ohnehin keine Chance hätte, sich auf dieser Position zu halten. Herrje, was für ein Haufen von Intrigen. Solche Dinge waren ihr viel zu lästig, selbst wenn sie teil davon war.


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"Ja, aber Remiron... äh der Herr Baron,.... ist es in Ordnung, wenn ich ihn in nur deiner Gegenwart beim Vornamen nenne?", fragte Shay vorsichtig nach. Sonst würde sie sich wohl die ganze Zeit verplappern. "Was ich eigentlich sagen wollte war, dass er doch soetwas wie Besitzurkunden und ein Testament haben wird, oder? Nutzt ihm das den garnichts? Damit ihn die anderen akzeptieren? Es müsste doch genügen.", bedachte sie und stellte sich mit Absicht ein wenig dümmer und naiver als sie eigentlich war. Es gereichte ihr nur zum Vorteil, wenn die Angestellten sie für sehr einfach gestrickt hielten und sie ein wenig unterschätzten.

Ihre Stirn legte sich noch mehr in Falten, als Riella weiter erzählte und bemerkte, was es für eine Qual gewesen war, Remiron zeitweise zu unterrichten. Ihre letzten Worte entlockten dem Rotschopf ebenfalls ein Lächeln. Ganz prächtig entwickelt? Nun, sie würde es ja noch sehen. Bis jetzt hatte sie nur den Umgang mit der Schreiberin beobachten können und jener war doch sehr ... hm... liebevoll. Ihr Gegenüber... nunja. Ein leises Seufzen glitt über ihre Lippen. "Hach, ich bin schon gespannt, wie dieser Ball wird, den er geben möchte. Ich war noch nie auf solchen Festlichkeiten. Ja natürlich hatten ihr die Anderen schon erklärt, dass es mehr Arbeit als sonst etwas war, doch sie war neugierig, was für eine Position sich Remiron für sie erdacht hatte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo Jun 05, 2017 11:47 am

Riella nickte ernst. "Mhm, ja. Obwohl er sich bislang weigert, sein Zimmer für das des Barons zu tauschen. Das ..ist wohl seine Art, Kyren Pelins zu gedenken", erzählte sie nun und betrachtete das Spielfeld eingehend. Nach etwas Überlegung entschied sie sich auch für ihren nächsten Spielzug.

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"Mh.. An sich ist es für alle üblich, ihn den Baron zu nennen. Aber, ich schätze, wenn wir seine Familie bereden, sollten wir eher die Vornamen nutzen, dann wird es unkomplizierter....", befand Riella, während sie den Stein ablegte und nickte dann sachte zu Shayelas weiteren Worten.

"Ja, das schon... zumindest war das wohl Kyrens Absicht und Hoffnung. Wie viel es ihm tatsächlich hilft, könnte er dir wohl besser beantworten", teilte sie ihr mit. Unterdessen blieb ihr Blick jedoch auf das Spielfeld gerichtet, denn sie wollte nun ein wenig vorausplanen, wie sie die nächsten Steine setzen würde.

"Das Frühlingsfest findet also statt", erkundigte sich Riella und seufzte dann erleichtert, ehe sie anfügte: "Dann steht es wohl doch nicht so schlecht, wenn die Adeligen ihn besuchen kommen. Ohne diese höflichen Gesellschaften wäre er im Grunde ausgeschlossen. Es wäre ein vollkommen unschickliches und haltloses Verhalten ihn geradewegs abzulehnen, aber es gibt natürlich auch die Möglichkeit Gründe vorzuschieben, warum es nicht möglich sei zu kommen... Remiron fürchtete so etwas, denn das würde heißen, dass alle Freundlichkeit ihm gegenüber bisher nur eine Maske war, die sie wegen Kyren aufrecht erhielten. Ich habe versucht ihn zu beruhigen, aber.. Er meinte, er habe ihre Ablehnung stets gefühlt, auch wenn sie hinter höflichen Gesten und Worten versteckt war. Wenn sie also nicht kommen... Wird Remiron es so lesen, dass sie ihn aus der Gemeinschaft ausschließen und sich darum bemühen werden, ihn zu vernichten. Kyren war nun einmal sein größter Schutz, ob die Dokumente diesen ausreichend erhalten können.. Wie gesagt, das zeigt sich wohl nun am Frühlingsfest."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di Jun 06, 2017 2:42 pm

Überrascht zog Shay eine Augenbraue hoch und nickte dann langsam. Gut, sie konnte verstehen, warum er das Zimmer des Barons noch nicht bezogen hatte. Immerhin war er sein Ziehvater gewesen und irgendwie wäre es auch merkwürdig, sofort dessen Zimmer zu übernehmen, nicht? Sie würde es zumindest nicht wollen, allein schon weil viel zu viele Erinnerungen daran gehaftet waren. Armer Remiron. Für einen kurzen Moment drehte sie ihren Spielstein zwischen den Händen und legte ihn dann ab.

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"Zumindest könnte er durch Urkunden und Testament beweisen, dass es sein Erbe ist, wenn die adelige Gesellschaft schon so sehr an seinem Stand zweifelt und ich nicht akzeptieren will", bedachte sie und nahm einen Schluck aus ihrer Tasse. Der Tee darin war mittlerweile nur mehr lauwarm und hatte dennoch nichts von seinem Geschmack und Aroma verloren. Sie würde Riella noch eine Kanne besorgen, bevor sie sich dann zum Baron aufmachte.

"Also wird dieses Frühlingsfest eine Art... Probe. Ob sie ihn akzeptieren oder nicht, oder ob sie ihn ablehne? Ich hoffe, dass es ihm gelingt, sie zu überzeugen. Immerhin kann es doch nicht sein, dass er solche Probleme hat nur weil er ein Tiermensch ist. Ja, ich meine mit dem Aufstand hat sich die Situation generell verschärft, aber damit hat Remiron doch nichts zu tun... wie furchtbar kompliziert das alles zu sein scheint.", seufzte sie und schüttelte seicht den Kopf während sie auf den nächsten Zug der Schreiberin wartete.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di Jun 06, 2017 5:02 pm

"Ja, das ist sehr wichtig. Zwar ist es auch bedauerlich, dass es nötig ist,.. denn wie du sagst, ihn so zu behandeln, nur weil er ein Tiermensch ist, ist grauenvoll", bestätigte Riella nochmals und seufzte, ehe sie fortfuhr: "Aber das ist wohl ein Denken, das die meisten hier nur haben, weil sie Remiron seit seinen Kindertagen kennen."

Riella wirkte durchaus etwas unglücklich über die Wahl, die Shayela da getroffen hatte, aber zugleich war sie auch nicht überrascht. Es war für die Neue eindeutig ein notwendiger Zug gewesen. Jetzt tat sie sich nur schwer, ihre endgültige Entscheidung zu treffen, auch wenn sie zuvor schon darüber nachgedacht hatte, was sie genau in diesem Fall tun würde. Der neue Stein landete aber doch sehr schnell auf seinem Feld.

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"Ja, eine Probe, allerdings", meinte sie erst jetzt, da der Stein platziert war. Es war in der Tat komplizierter, als es Riella lieb war. Sie fragte sich allerdings, warum Remiron noch keinen festen Platz für Shayela gefunden hatte. Vermutlich hat er einfach zu viel zu bedenken, als dass er sich jetzt sofort festlegen möchte... und wenn sie einverstanden ist, macht das ja auch nichts, überlegte die Schreiberin kurz und trank selbst wieder etwas von dem Tee.

"Hattest du schon viel mit Tiermenschen zu tun", wollte Riella schließlich wissen, da Shayela doch sehr mitfühlend mit Remiron war und sich viel für ihn aussprach, obwohl sie doch erst kürzlich hier angekommen war und die meisten in Riguskant wohl skeptischer und vorsichtiger ihm gegenüber wären. Aber dann wäre sie wohl auch nicht hier geblieben.., bedachte sie und lächelte, während sie einen neuen gelben Glasstein aufnahm.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo Jun 12, 2017 9:22 pm

Äußerst genau beobachtete Shay, wo Riella den nächsten Stein ablegte und seufzte leise in sich hinein. Sie hatte eigentlich einen ganz anderen Zug geplant, aber so blieb ihr wohl nichts Anderes übrig, als dauernd nur die Züge der Schreiberin so weit wie möglich zu verurteilen, anstatt einer eigenen Strategie folgen zu können. Gezielt platzierte sie den roten Stein auf dem Tuch.

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"Ja, davon habe ich gehört... also dass das Pesonal nicht unbedingt stark gewechselt hat seit dem Tod des Barons. Außer auf eine Person... kann das sein? Der Wirt im Dorf erwähnte da irgendetwas.", sinnierte die Katze und nahm neuerlich einen Schluck aus ihrem Tee. Wen hatte er den nur nochmals erwähnt? Der das Anwesen verlassen hatte wiegen Remiron? Oder weil er eben nicht damit zurecht kam einem Tiermenschen unterstellt zu sein. Es wollte ihr einfach nicht einfallen.

"Oh... hm... naja direkt nicht, aber in Köngisburg sieht man schon Einige von ihnen. Aber die meisten werden als Sklaven oder Dienstpersonal gehalten je nach Nutzen. Das finde ich doch sehr ungerecht, immer hin war ein Teil von ihnen zuvor auch einfach nur Menschen und sie haben sich ihre Krankheit ja nicht ausgesucht. Ebenso denke ich mir, dass Remiron sich seine Position nicht ausgesucht hat, sondern sich auch irgndwo fügen musste..", erklärte sie langsam und versuchte wieder so Nahe wie mölgich an der Wahrheit zu bleiben.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo Jun 12, 2017 10:07 pm

Wie erwartet blockierte Shayela eine der beiden Seiten der Dreierlinie. Riella war zufrieden damit und doch konnte sie ihren nächsten Stein nicht sofort setzen. Wieder versuchte sie abzuwägen, wo sie die größten Chancen hatte, zuerst eine Fünferreihe hinzubekommen. Schließlich traf sie aber doch nach fünf oder sechs Atemzügen ihre Wahl.

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"Ah... du meinst wohl seinen Buchhalter... Es spricht sich also schon herum. Nun. Er hatte gegen Remirons Anweisungen gehandelt und deswegen musste er gehen", erklärte Riella, ohne jedoch den Namen des Mannes zu nennen, bevor die junge Frau weiter danach fragte, fügte sie jedoch hinzu: "Der Name ist uns verboten. Remiron hofft, dass so möglichst wenige erfahren wer es war und ihm damit eine Zukunft zu ermöglichen."

Sie hörte Shayela aufmerksam zu, als diese von Königsburg sprach. Die Hauptstadt schien hier mitunter sehr weit fort zu sein, aber natürlich hatte Remiron sie mit seinem Ziehvater Kyren Pelin häufig aufgesucht. "Mh... ich weiß nicht all zu viel über Königsburg. Ich war nie mit... und.. Remiron hat selten von seinen Reisen erzählt. Ich hatte immer den Eindruck, dass es ihm hier am liebsten ist. Die Feierlichkeiten nannte er immer schön, unterhaltsam, aber auch anstrengend. Wenn ich sehr nachbohrte, pflegte er davon zu reden, wie schön die Frauen dort waren und die Blumenpracht, oder dass er mit einigen Damen getanzt habe und dass es sonst einfach nur um Geschäfte und Höflichkeiten ging. Sie sprachen auch viel davon, welche höfischen Entscheidungen dem Land gut täten und derartige Dinge", erzählte sie nun ihrerseits was sie von der Hauptstadt erfahren hatte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo Jun 12, 2017 10:29 pm

Ein Grinsen umspielte die Züge der jungen Frau, als sie sah, wo die Schreiberin ihren Stein nieder legte. Ja, sie hatte es vermutet, war es doch die logischste Entscheidung gewesen, eben dort eine weitere Reihe fortzuführen. Damit wusste sie auch ganz genau, wohin ihr nächster Stein wandern würde. Allmählich begann sie das Spiel zu verstehen und auch Spaß daran zu empfinden. Es weckte ihren Ehrgeiz.

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"Ah, ja genau! Buchhalter! Ja, das hatte der Wirt erzählt. Der Buchhalter musste gehen. Warum wusste er jedoch nicht und auch keinen Namen hat er mir genannt. Ich verstehe, dass ist ohnehin sehr zuvorkommend von Remiron. Es würde wohl nicht jeder so handeln." Anscheinend besaß der Herr von Somasflucht doch ein gutes Herz, dass er sehr offen seinen Angestellten zeigte. Hm... eigentlich kann er einem doch leid tun. So Freundlich und doch von der eigenen Verwandschaft mehr oder minder gehasst. Bei Allem was sie mittlerweile erfahren hatte, war Shay sich sicher, dass es sich bei ihrem Auftraggeber um ein entferntes Familienmitlgied handelte.
s
Ein leises Kichern begleitete die nachfolgenden Worte der Diebin. "Nimm es mir nicht übel, aber das klingt sehr danach, als hätte Remiron nicht sonderlich lange darüber nachgedacht. Mehrw ie ein Brief, den Eltern schicken mochte. Schöne Frauen, schöne Blumen, alles schön.", schmunzelte sie und schüttelte seicht den Kopf. "Ich bin irgendwo sehr froh, dass ich mich nicht um derlei Dinge kümmern muss, wie man auftritt, oder sich verhält,... zumindest nicht in so gehobenenm Maße.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di Jun 13, 2017 10:58 am

"Wenn ich nicht irre, hast du schon so gut wie verloren, Shay.. aber wir können gerne ein Gegenspiel machen", sagte Riella lächelnd, als Shayela eine an sich kluge Wahl traf, wenn es darum ging auf welcher Seite der Dreierreihe sie ihren Blockstein setzte. Schmunzelnd setzte die Schreiberin nun sehr zielstrebig ihren nächsten Stein auf das Feld und füllte damit eine kleine Lücke auf.

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Riella seufzte, als Shayela meinte, Remirons Bericht von Königsburg klänge mehr wie ein Brief an die Eltern. "Es war nie.. sonderlich zufriedenstellend, nein", bestätigte sie auch und teilte ihr freimütig ihre Sichtweise dazu mit: "Ich frage mich, ob er es wirklich so schön fand. Remiron wurde darin geschult keine unüberlegten Dinge zu tun. Ich weiß zumindest, dass er nicht gewollt hätte, dass ich mich wegen ihm schlecht fühle. Zum Beispiel hat er mit mir gelernt, aber zunächst wohl nur, damit ich bleiben durfte.. und, damit ich nicht mehr mitansehen musste, wie Herr Melten ihn mit der dünnen Rute schlug, weil er Fragen nicht beantworten konnte."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di Jun 13, 2017 7:22 pm

"Tatsächlich?" Zart zog sich ihre Stirn in Falten, als Shay das Spielbrett nachdenklich betrachtete und sich die Konstellation sehr genau ansah. Was meinte die Schreiberin nur? Irgendetwas schien sie zu übersehen, dass ihr noch nicht klar werden wollte, als sie die Spielsteine angestrengt anstarrte, als würde jene ihr irgendwann verraten, was vor sich ging. Natürlich taten sie es nicht und so setzte sie ihren Zug.

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Mürrisch spielte sie in Gedanken nochmals alle möglichen Züge Riellas durch den Kopf. Doch bis jetzt sah sie nur eine Gefahrenstelle mit vier Steinen. Mit einem seichten Schulterzucken wandte sie sich wieder dem Gespräch zu und lächelte amüsierte.  "Es klingt nicht unbedingt danach, als hätte es ihm sonderlich gefallen... aber die Beschreibung ist sehr diplomatisch gewählt.", bestätigte sie nochmals und konnte das verfluchte Spielbrett nicht aus den Augen lassen. Riellas Worte hatten sie verunsichert.   "Oh, dann habt ihr euch aber gegenseitig geholfen. Ich denke, er wird mit dir als Lehrerin um Welten besser gestellt gewesen sein,... zumindest so wie sich dieser Herr Melten anhört.", grinste Shay.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di Jun 13, 2017 7:47 pm

"Mhm", sagte sie und setzte sogleich ihren nächsten Stein.

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"Jetzt kannst du mich nicht mehr stoppen", verkündete Riella siegessicher. Sie grinste jetzt von einem Ohr zum Anderen. "Remiron und ich haben das Spiel sehr, sehr oft gespielt. Vielleicht ..aber nein, wo denke ich hin. Diese Zeiten sind sicher längst vorüber", erzählte sie erst und ließ sich von ihrer momentanen Begeisterung etwas hinreißen, nur um dann murmelnd abzuschließen.

"Wir haben beide von Herrn Melten gelernt. Er ist ein strenger Mann und er dachte wohl, Strafe wäre das beste Mittel, um dafür zu sorgen, dass Remiron und ich lernten, wenn uns Wissen fehlte...", sie seufzte und erklärte weiterhin:

"Ich habe Remiron lediglich dazu ..angeleitet, dass wir wirklich lernen, was Herr Melten uns erklärt hatte und dass wir die Aufgaben erledigten, die er uns erteilte. Remiron hat oft versucht, mich im Gegenzug dazu zu bringen, dass wir einfach hinaus gingen und spielten... ganz besonders wenn es so herrliches Wetter hatte. Also habe ich ihm meistens vorgeschlagen an irgendeinem Ort draußen zu lernen und so zu tun, als ob das was wir lernten, geheime Botschaften wären und äh, Fundsachen, die wir erst studieren mussten um ihren Sinn zu verstehen...", nun kicherte Riella und endete ihre kleine Geschichte mit den Worten:

"Er war sehr empfänglich dafür, wenn er sich vorstellen konnte, es sei Teil eines Abenteuers... Obwohl ich ihm manchmal zureden musste, dass sich das alles für ein solches Spiel eignete. 'Wir machen es einfach passend' sagte ich und meistens hat es geklappt. Herr Melten war nicht unbedingt begeistert, wenn Remiron dazu ausschweifte, was unsere Geschichte rund um das Gelernte war... aber er gab dann doch seufzend und kopfschüttelnd nach, wenn Remiron zumindest richtig antworten konnte."

Sie betrachtete nochmals das Spielfeld und merkte an: "Mh! ich sehe gerade, es könnte noch einmal spannend werden. Wenn du richtig setzt."


Zuletzt von Remiron am Di Jun 13, 2017 8:02 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di Jun 13, 2017 8:00 pm

Noch immer besah sich die Katze angestrengt das Spielfeld und schüttelte seicht unverständlich den Kopf. Sie sah es einfach nicht! Das war doch zum Verrückt werden. Herrje, nunja, zumindest war es ein sehr spannendes Spiel gewesen. Als Riella endlich ihren Stein legte, bemerkte Shay den Fehler, den sie begangen hatte und grinste wissend. Nunja, jetzt war das Spiel tatsächlich so gut wie entschieden. In einem letzten Versuch setzte sie ihren Spielstein.

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"Ja, sieht so aus als hättest du mich geschlagen.", lächelte sie und gönnte der Genesenden ihren Sieg, wobei das Spiel noch nicht beendet war. Vielleicht, liese sich das Ruder ja noch herum reißen. Vielleicht...

Wieder runzelte sie seicht die Stirn und schüttelte den Kopf über die Methoden des Lehrers. Strafe als Lernmittel einzusetzen, nunja, es wahr wohl der schnellste Weg nicht? Aber ob es auch der effektivste war? Sie wagte es zu bezweifeln. Als Riella weiter erzählte, dass sie sich immer Geschichten dazu ausgedacht hatten, war das vertraute Grinsen wieder auf ihren Lippen. "Remiron muss wirklich froh gewesen sein, dich als Kindheutsfreundin zu haben. Das klingt danach, als hättet ihr sehr viel Spaß gehabt, selbst beim lernen., schmunzelte sie und lies den Spielstein geschickt durch ihre Finger gleiten, ohne das er auch nur ein einziges Mal zu Boden fiel.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di Jun 13, 2017 8:40 pm

"Awww.. das war die falsche Stelle. Nun ja", sagte Riella und setzte ihren nächsten Stein hin.


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"Willst du.. nachher zurücksetzen und eine andere Stelle probieren? Oder.. soll ich es dir sagen? Und wir spielen es dann von da aus nochmal? Oder einfach ganz neu.. wie du willst", erkundigte sich Riella und vergaß für den Moment komplett, dass Remiron mit Shayela hatte reden wollen.

"Nun.. ja. Ja, er war schon froh, mich hier zu haben. Mmh.. wir konnten nicht mit allem spielen.. aber meistens schon, ja. Es wurde auch tatsächlich sehr lustig... und manchmal.. etwas zu lustig. Dann wurde es schwer es wirklich noch bis zum nächsten Tag zu lernen", schmunzelte Riella. Es war mitunter schon schwer, beim Spielen noch ans Lernen zu denken.

"Mit der Zeit änderte sich das aber. Remiron wurde ernsthafter und gewissenhafter. Er wollte nun lernen und besser werden. Er sprach immer häufiger davon, dass er die Zeit hier nutzen musste... für den Tag, an dem er gehen musste, um selbst irgendwo zu dienen. Es wurde ihm wichtig zu wissen, wer zur Familie gehörte und wie er sich gepflogen verhielt und unterhielt. Soweit ich ihn verstand, hoffte er, dass er später Hausdiener werden dürfe, bei irgendeinem freundlichen Händler. Er sprach nie davon einem Adeligen dienen zu wollen... und dann, als sein Vater starb... Es war keine Überraschung, aber es war dennoch hart für Remiron. Als er aufbrach, um zum Notar zu gehen... Er hatte sich von mir verabschiedet. Er sagte, wenn er nicht wieder käme, sollte ich auch allen anderen lebewohl sagen. Luana erzählte mir, er habe sich lange mit ihr unterhalten... Aber mit mir sprach er damals nur sehr kurz. Ich vermute, es fiel ihm einfach so schwer... und dann kam er wieder... und ...verschwand in sein Zimmer. Er antwortete auf niemanden.. für Stunden... Es war Agril der uns erzählte, dass Remiron nun der neue Baron wäre. Es war... ein seltsames Gefühl", schloss Riella die neuerliche Erzählung.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi Jun 14, 2017 8:27 pm

Das Unabwendbare erwartend betrachtete Shay, wie Riella den Stein siegessicher an die Stelle legte, die schon zuvor ihr Schicksal in diesem Spiel besiegelt hatte. Es war völlig egal wo sie nun ihren Stein platzierte, sie hatte schon verloren. Weshalb ein anerkennendes Nicken ihrerseits der Schreiberin galt. "Ein gutes Spiel. Glückwunsch zum Sieg.", erwiederte die Katze fair und war dennoch nicht unbedingt glücklich über ihre Niederlage, es kratze an ihrem Stolz.

"Oh du kannst es mir gerne sagen, aber wenn du es mir sagst verspielst du vielleicht deinen Vorteil fürs nächste Mal, bedenke dass., gab Shay zu bedenken und grinste spielerisch. Ja, sie hatte tatsächlich Lust noch eine Partie mit der Schreiberin zu spielen. Doch ein kurzer Blick aus dem Fenster sagte ihr, dass es langsam schon zur Mittagsstunde schritt und bei Remiron sollte sie doch auch noch vorbei sehen. Jener Umstand brannte ihr gehörig unter den Fingern und sie wollte ihn eigentlich so schnell wie möglich hinter sich bringen.

"Wirklich? Er dachte er könnte Hausdiener werden? Ich hatte erwartet, dass er ambitioniertere Ziele hat, als Sohn eines Barons, selbst wenn er nur adoptiert war.... Dann muss das wirklich ein Schlag für ihn gewesen sein, als er die Nachfolge seines Vaters antreten musste.", ihre Worte wurden von einem seichten Stirnrunzeln begleitet, ehe sie vorsichtig den Kopf schüttelte und ihre Spielsteine vom Brett fischte.

"Wir können gern noch eine Runde spielen, doch ich denke du solltest dich jetzt ein wenig ausruhen und ich einmal bei Remiron vorbei schauen, um zu sehen, was es für mich zu tun gibt. Wir könnten am Nachmittag noch eine Partie starten. Immer hin muss ich ja meine Niederlage wieder ausbügeln., schlug die Diebin vor.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi Jun 14, 2017 9:08 pm

"Vielen Dank, es hat Spaß gemacht", sagte Riella ihrerseits und nickte dann zu Shayelas Worten: "Mag sein, aber ich sage es dir trotzdem. - Sieh mal...", Riella räumte rasch und geschickt die nötigen Steine wieder weg, bis der Entscheidende Moment wiederhergestellt war.

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"So lagen die Steine und ich dachte momentan wirklich, dass es keinen Weg gäbe, noch einmal das Ruder herumzureißen. Dann aber fiel mir das hier auf..., erklärte sie und setzte jetzt einen roten Stein auf das Spielfeld.

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"Wenn du das tust, hast du eine meiner Dreierreihen schon blockiert... aber das Entscheidende ist, dass ich nun im Zugzwang bin. Wenn du nämlich jetzt nicht um genau den einen Zug schneller sein sollst als ich, bin ich gezwungen nun hierhin zu setzen," fuhr sie fort und setzte einen gelben Stein direkt unter den eben neu gesetzten roten.

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"Oh... naja, zumindest hättest du mich damit noch einmal sehr wahrscheinlich sehr nervös gemacht und ich hätte es vielleicht wirklich bis zum Schluss so gesehen... Aber jetzt merke ich, dass es selbst dann nicht mehr möglich gewesen wäre... Außer ich hätte deine Drohung als real angenommen und verängstigt eben genau das hier gemacht... dann hättest du alle Wogen glätten können und wir hätten noch eine Weile irgendwie weiter gespielt... Wie auch immer.. es war sehr schön. Vielen Dank nochmals", gestand sie und schüttelte etwas den Kopf über ihre Sorge, dann seufzte sie und da das Spiel nun zu Ende war, wich das Spielfieber auch so weit von ihr, dass sie sich wieder auf Remirons Wunsch besann.

"Nun... Ich würde mich sehr auf ein neues Spiel freuen. Allerdings fällt mir ein, dass Remiron dich wollte, damit du etwas für ihn schreibst. Wenn du kannst, bring mir noch einen Tee herauf, oder sag einfach in der Küche bescheid, dann kommt schon irgendwer. Oh, und.. vermutlich findest du eins der Zimmermädchen in der Küche, sie kann dir dann auch den Weg rüber zu Remiron zeigen..", überlegte Riella nun laut und musste gähnen. Tatsächlich sah sie danach schläfrig aus. Sie hatte sich richtig Mühe gegeben Shayela ordentlich herauszufordern und offenbar war sie zusammen mit Medikament, Tee, Essen und allgemein ihrer Erkrankung nun doch wieder bereit zu schlafen.

"Entschuldigung", murmelte sie und betrachtete Shayela aus müden Augen, aber froh um die gemeinsam verbrachte Zeit.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo Jun 19, 2017 12:09 am

Wieder nickte Shay der Schreiberin anerkennend zu. Es war ein schönes Spiel gewesen und ein verdienter Sieg. Merkwürdig wie sich der Ehrgeiz zu gewinnen in so vielen verschiedenen Situationen anders präsentierte. Sie hatte das selbe Feuer gespürt, wie wenn sie einem begehrten Objekt nachjagte oder sich in fremde Häuser stahl, um etwas bestimmtes zu erbeuten. Doch auf das Spiel gerichtet, war der selbe Ehrgeiz weniger verbissen gewesen, sanfter und dennoch herrlich aufregend. Neugierig folgte das tiefblaue Augenpaar den Ausführungen Riellas, als jene ihr demonstrierte, wie sie ihren Zug zumindest ein wenig länger hätte vereiteln können.

Doch nichtsdestotrotz war ihre Niederlage unvermeidbar gewesen. Ab wann sie wohl den entscheidenden Zug verpasst hatte? Shay wog den Kopf zur Seite, nachdenklich das Spiel nochmals mitsamt den Zügen im Geiste wiederholend. Nein, sie wusste es nicht. Wie auch immer, das nächste mal würde sie vorsichtiger sein. "Danke dir für das tolle Spiel. Ich hab das wirklich schon lange nicht mehr gemacht und es hat sehr viel Spaß gemacht."

Mit einem Grinsen auf den Lippen nichte der Rotschopf langsam und ein wissender Ausdruck funkelte in ihren Augen. Es hätte si eauch wirklich gewundert, wenn die Scheiberin nicht müde gewesen wäre Immerhin musste sie sich gut erholen nicht? Da war viel Ruhe wichtig, vorallem zu anfang.
"Ja natürlich, ich werde einem der Zimmermädchen bescheid sagen, dass sie dir noch Tee nachbringt. Möchtest du ihn gleich haben oder lieber zuerst etwas schlafen?", hackte sie nach und erhob sich von ihrem Platz, ehe sie zum Fenster schritt und es gänzlich wieder schloss. Die frische Luft war sehr lau und hatte eine angenehme Temperatur, jetzt da die Sonne ihre Kraft zu entfalten begann.

Somit wäre wohl auch der Ofen unnötig nachzufeuern, in dem immer noch hell die Glut vor sich hin flammte. "Möchtest du, dass ich nochmal Holz nachlege?" Zu warm sollte es auch nicht sein, nicht dass sie zu schwitzen begann. Mit zielstrebigen schritten kehrte sie zurück an das Bett und griff nach dem Glas, in dem zuvor die Medizin gewesen war. Wieder wog sie genau die beschrieben Menge ab und stellte es zur Seite. "Da ich nicht weiß wie lange es dauernd wird... wie lange Remiron meine Dienste benötigt, lasse ich dir die Medizin schon einmal hier. Du solltest sie zu Mittag nehmen. Ich werde auch fragen, ob man dir auch noch Wasser hochbringen kann." Bei dem Gähnen schüttelte Shay versöhnlich den Kopf.

"Schon gut. Ich werde dir dann erzählen, was Remiron gesagt hat. ", zwinkerte sie ihr zu. "Erhol dich gut. Ich komme später wieder", versprach sie und verlies dann leise das Zimmer. Die Katze huschte die Treppe hinab zurück in Küche, wo sie auch Frau Kirsen antraf. Sie lächelte zögerlich und wandte sich dann an eines der Zimmermädchen, um zu fragen, ob sie Riellas Wunsch wegen des Wassers und des Tees nachkommen könnten. Ein wenig schneller als wohl nötig gewesen wäre huschte Shay auch schon wieder davon Richtung Haupthaus, um sich nicht noch mit Frau Kirsen auseinander setzten zu müssen. Sie wusste aus der Frau noch nicht ganz schlau zu werden und wollte nichts provozieren.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo Jun 19, 2017 12:53 am

"Mmh, ich glaube... ich..", sie hielt sich beim Gähnen die Hand vor und beendete ihren Satz: "..schlafe jetzt wirklich erst. Aber später frischen Tee zu haben wäre schön." Sie räumte die Spielsteine in die Mitte des Tuches und verschnürte dieses wieder mit dem Stoffband. Danach legte sie das kleine Bündel zur Seite, ebenso das Buch von Remiron.

"Vermutlich ist es jetzt warm genug", stimmte Riella zu, dass der Ofen wohl einfach auskühlen durfte. Wegen der Medizin sah sie sich kurz um und nickte dann bereits schläfrig. "Ist gut", bestätigte sie auch dies und ließ sich dann auf ihr Kopfkissen niedersinken. Es war wundervoll gewesen sich mit Shayela zu unterhalten, aber dieses einfache Spiel hatte sie offenbar mehr angestrengt, als sie gedacht hätte.

"Danke", murmelte Riella und schloss die Augen. Als Shayela versprach von ihrem Gespräch mit Remiron zu erzählen, nickte sie leicht und gab sehr undeutlich von sich, dass sie sich darauf freute. Shayela hatte kaum das Zimmer verlassen, da schlief die Schreiberin auch schon.

In der Küche wurde der Wunsch nach dem Tee sofort aufgenommen und für später vorgemerkt. Schließlich sollte Riella ihn heiß trinken können und nicht, wenn er schon wieder abgekühlt war. Frau Kirsen schickte allerdings Tiane hinter Shayela her, damit sie ihr den Weg ins Herrenhaus zeige. Sie hatten eben den Waschraum verlassen, in dem einige Mädchen und Frauen zugange waren, da wandte sich Tiane auch schon der gegenüber liegenden Hauswand des Herrenhauses zu.

"Das ist der Dienstboteneingang. Die große Treppe drüben dürfen wir nicht verwenden, außer wenn sie gesäubert wird... aber, das kann man wohl nicht wirklich als 'verwenden' gelten lassen... Wie auch immer, hier entlang", führte sie sie zur schmalen Eingangstür. Rechts davon war eine Abgrenzung, denn sonst fiele womöglich noch jemand hinunter, wo eine Außentreppe vor der Kellertüre endete.

Drinnen standen sie vor einem großen Saal, der allerdings nun vor allem mit übereinander gestapelten Tischen und Stühlen gefüllt war. Diese waren allesamt von großen weißen Tüchern überdeckt, um ein etwas ansehnlicheres Bild zu bieten. Nur eine kleine Tischgruppe stand etwa in der Raummitte und war ebenfalls von großen weißen Tischtüchern überdeckt worden. Rundum stand je ein Stuhl für den Baron, den Hauslehrer, Luana und theoretisch auch Riella bereit. Vom Dienstboteneingang aus ganz zur linken war der schwere lilane Vorhang zu sehen, ebenso ganz zur rechten Seite. Sie waren etwa ein-einhalb normalgewichtiger Personen breit von der durchgängig fensterlosen Wand entfernt.

"Der Speisesaal", erklärte Tiane knapp und führte Shayela am Tisch vorbei auf die geschlossene Doppeltür zu. "Warte kurz", forderte sie sie auf, klopfte leicht an einen der Türflügel und öffnete ihn gerade weit genug, dass sie hindurch schlüpfen und ihn wieder hinter sich schließen konnte. Wenig später hielt das Zimmermädchen die Tür für vier Herrn auf, die einfach und doch gut gekleidet waren. Einer steckte gerade erst seinen Geldbeutel weg. Sie grüßten Shayela nur im Vorbeigehen und verschwanden durch die Dienstbotentür nach draußen.

"Du kannst jetzt zum Baron gehen. Er erwartet dich natürlich bereits", erklärte Tiane nun Shayela und verabschiedete sich: "Ich muss zurück an die Arbeit. Viel Glück!"


Remiron saß in einem großen, bequemen Lehnstuhl an seinem nicht minder großen Schreibtisch ein gutes Stück weit links der breiten Aufgangstreppe in dieser großen Tanzhalle. Gerade öffnete er einen Brief, den er rasch überflog, während Shayela näher trat - zumindest nahm er an, dass sie das tun würde.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo Jun 19, 2017 12:23 pm

Erst als der Rotschopf seine Schritte aus der Küche hinaus gelenkt hatte, fiel ihr auf, dass sie garnicht wusste, wohin sie gehen sollte. Unschlüssig verlangsamte sie ihre Schritte und blieb dann kurz nachdenklich stehen, ehe schon Tiane zu ihr aufschloss und sie ihr dankbar entgegen lächelte. Riella hatte ihr ja gesagt, sie solle einfach eines der Stubenmädchen fragen, damit sie ihr den Weg wiesen, was sie wohl in der seichten Aufregung, die nun tatsächlich nach ihrem Herzen gegriffen hatte, schlichtweg vergaß. "Danke Tiane.", murmelte sie leise und folgte ihr dann zum Dienstboteneingang.

Mit einem Nicken bestätigte Shay, dass sie verstanden hatte die Treppe nicht zu benutzen, außer eben um sie zu säubern, ehe sie Tiane in den großen Saal folgte und wieder für einen Moment stehen blieb, während ihr Blick musternd umher glitt und sich so viele Details wie möglich einprägte. Es wäre fatal, wenn sie plötzlich einen Fluchtweg benötigen würde und nicht wusste, wo einer zu finden war. Schnellen Schrittes schloss sie dann wieder zu dem Zimmermädchen auf und huschte hinter ihr her zu der großen Türe, vor der sie  geduldig wartete und von einem Bein auf das Andere tänzelte.

Mit einem seichten Knicks grüßte sie ebenfalls die austretenden Herren und holte einmal kurz tief Luft, ehe sie sich durch die Türe schob. Mit einem Lächeln auf den Lippen huschte das tiefe Blau wieder neugierig umher, während sie sich langsamen Schrittes dem Schreibtisch näherte und gut drei Schritt davon stehen blieb. Die Finger griffen nach dem weichen Stoff des einfachen Kleides und sie deutete wieder einen Knicks an. Langsam hob sie den Blick. "Mylord...", grüßte die Diebin ihn und wartete.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo Jun 19, 2017 1:54 pm

Zunächst lenkte Remiron nur seine Augen von dem Brief in seiner Hand auf Shayela. Einen Wimpernschlag später lächelte er. "Tritt ruhig näher... das heißt.. du wirst wohl einen Stuhl benötigen.. Es wird doch eine Weile dauern, bis wir hier fertig sind. Nimm dir einfach einen vom Tisch drüben."

Während sie damit beschäftigt war eine Sitzgelegenheit zu holen und durch die Tür herein zu bringen, studierte er nochmals den Brief. Sobald sie sich jedoch seinem Schreibtsich wieder näherte, legte er ihn beiseite und deutete Shayela, den Stuhl rechts von ihm aufzustellen, wo auch die Arbeitsfläche weitestgehend frei war. So weit hatte er vorgesorgt. Für sie stand dort ein Tintenfass mit schmalem Hals und daneben eine kleine Holzhalterung mit einer Schreibfeder darin. Ebenso lag dort vor ihr ein Stapel an schlichtem Briefpapier. Da der Tisch jedoch abgeschlossen war, wo er nicht Raum für die Beine des Barons bot, war er diesbezüglich für Shayela wohl nicht ganz bequem.

Ehe Remiron jedoch mit der Arbeit begann, erkundigte er sich: "Ich nehme an Riella hat beim 'Fünf oder Zehn' recht sicher gewonnen, hm? - Bevor du fragst.. Sie liebt dieses Spiel über alles; UND, sie gewinnt fast immer gegen mich. Bei dem Spiel. - Aber ich habe ihr verboten schlechter zu spielen."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi Jun 21, 2017 6:21 pm

Noch immer waren die Blicke des Barons auf den Brief gerichtet, als sich der Rotschopf wieder erhob und innerlich leicht aufseufzte. Es waren zwar nur ein paar wenige Sekunden, ehe er seine Aufmerksamkeit zu ihr gleiten lies, doch eben jene Sekunden reichten ihr völlig aus, um sich in der Situation zurecht zu finden und die Nervosität und Anspannung abzuschütteln. Ihr Blick folgte seiner Anweisung und blieb an dem Tisch hängen, doch nur für einen Augenblick, ehe sie lächelnd nickte und sich in Bewegung setzte. Wie immer waren ihre Schritte von einer unverschämten Eleganz, die ein Mensch eigentlich nicht besitzen sollte und an die vielleicht nur Jene heran kamen, die sich dem Tanz verschrieben hatten.

Vorsichtig, als könnte das Möbelstück jederzeit zerbrechen, oder selbst etwas zu Bruch gehen lassen, trug sie es zurück an seinen Schreibtisch und stellte ihn an dem angewiesenen Platz ab, wo schon Füllfeder und Briefpapier für sie bereitstand. Dass sein Arbeitstisch eigentlich nur Platz für eine Person bot umging die Katze pragmatisch, schob den Stuhl dichter heran und griff wieder in den Stoff ihres Kleides. Was wohl Frau Kirsen dazu sagen würde, wenn sie soetwas sah? Ohne Umschweife raffte sie den Stoff etwas, zog ihn nach oben, dass ihre Beine bis zu den Knien sichtbar wurden und lies sich so auf den Stuhl nieder, sehr darauf Bedacht ihren Schweif nicht zu offenbaren. Sie winkelte das rechte Bein an, schob den Fuß etwas über ihre linker Kniekehle unter das andere Bein und ermöglichte sich somit, dicht am Tisch und dennoch - zumindest für eine Zeit – bequem zu sitzen.  

In den Saphiren flackerte es für einen Augenblick amüsiert auf, als er sich nach seiner Kindheitsfreundin erkundigte und ein Lächeln umspielte ihre Lippen. Wenn sie Riella erzählen würde, dass dies das Erste war, nachdem er gefragt hatte, würde sich ihre Wangen wieder vor Scham rot zeichnen. “Ja, sie hat tatsächlich gewonnen, sogar recht rasch muss ich leider zugeben. Ich werde wohl noch ein wenig üben müssen, damit sie sich nicht beginnt zu langweilen, wenn sie mich so schnell besiegt.“, entgegnete Shay und zog plötzlich die Stirn in Falten. “Wartet…was? Woher wisst wir, welches Spiel wir gespielt haben?“, hackte die Diebin verdutzt nach und wiegte den Kopf zur Seite. Selbst wenn es Riellas Lieblingsspiel war, hätte es doch gut sein können, dass sie ihr zuliebe ein Anderes erwählt hatte. Vielleicht war es auch nur sehr glücklich geraten gewesen, doch in der Art, wie er gesprochen hatte, lag eine gewisse Sicherheit. Merkwürdig.

“Wie auch immer. Zumindest ist es beruhigend zu wissen, dass sie wohl in diesem Spiel unschlagbar zu sein scheint… und ich nicht einfach nur furchtbar schlecht.“, lachte der Rotschopf und schüttelte seicht den Kopf. Jaja, sie benötigte wohl nur eine Ausrede für sich selbst, dass sie tatsächlich so schnell verloren hatte. Es nagte an ihrem Stolz. Verdammtes Katzengehabe.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi Jun 21, 2017 9:39 pm

Als sie ging um den Stuhl zu holen, sah er tatsächlich kurz von seinem Brief auf, um ein Bild davon zu bekommen, wie sich Shayela zu bewegen wusste. Unweigerlich ertappte er sich dabei, wie er einige Augenblicke zu lange hinsah und wandte sich wieder dem Brief zu. Kaum war Shayela zurück, wurde es nicht weniger ungewöhnlich. Es war ziemlich aufreizend aus der Sicht der gehobenen Schicht die er kannte, die Beine so zu zeigen. Remiron beobachtete sie dabei mit für zwei Herzschläge angehobenen Augenbrauen, dann besann er sich wieder und lenkte seine Aufmerksamkeit auf ihr Gesicht zurück.

"Wenn wir eins der Spiele spielten, wollte sie es immer als erstes spielen. Wenn ich sie einmal dazu bringen konnte, sogleich die anderen Spiele zu spielen, mussten wir wenigstens eine Runde davon zum Abschluss spielen.. oder, wenn die Zeit es tatsächlich nicht mehr erlaubte, würde sie wollen, dass wir das nächste Mal nur dieses Spiel spielten. Ich mochte es nicht so gerne, denn auch wenn ich anfangs gewonnen hatte, beherrschte sie das Spiel bald ebenso und besser. Es dauerte lange bis ich sie wieder einholte. Ich kann dir sagen, sie ignoriert vom Spielfeld abseits befindliche Steine zunächst, aber wehe es wird dort gefährlich. Dann ist sie sofort da. Ich wünschte, sie würde das öfter übersehen. Wenn sie im Übrigen keine große Gelegenheit sieht deine Steine einzukreisen, geht sie sehr rasch dazu über es mit dem Aufbau mehrerer gleichzeitig nutzbarer Reihen zu versuchen. Wenn sie mit den Reihen ein Problem hat, nutzt sie die Möglichkeit dich einzukreisen... und wenn beides Problematisch ist... dann späht sie immer auf beides; Reihen UND Einkreisen. Vielleicht hilft dir das ja, für euer nächstes Spiel", führte Remiron aus und betrachtete Shayelas Sitzhaltung, ehe er seinen ruhigen Blick wieder auf den Brief lenkte. Dieser lag offen auf der Tischfläche links von Remiron und damit etwas weiter weg von Shayela. Der Baron fühlte sich keineswegs unbehaglich wegen ihr, aber wegen so manch anderer Angelegenheit. Deswegen waren seine Augen auch von brauner Farbe.

"Ich denke, wir können auch später noch reden... Fangen wir also mit den Briefen an. Vorweg: Ich erwarte, dass du alles hiervon mit größter Geheimhaltung bewahrst. Du sprichst mit niemandem darüber und du wirst einen Teil der Briefe auch überbringen. Näheres dazu erkläre ich dir später", wurde er nun sehr ernst. Er hatte erst vorgehabt länger mit ihr zu reden, aber er wollte nicht, dass ihre Beine krampften oder sie sich sonst wie unwohl fühlte. Dass ihm wiederum seine Aufgabe und Nachricht unangenehm war, blieb vermutlich nicht verborgen, auch wenn er einen im großen und ganzen stoischen Gesichtsausdruck annahm.

"Also, schreib dies... Mein lieber Kest, du dienst der Familie Pelin nun schon seit 64 Jahren mit ganz wunderbarem Einsatz und Eifer. Nun habe ich erst vor kurzem mein Erbe angetreten und ich benötige dringend deinen guten Rat. Übermorgen veranstalte ich...", er sprach alles in einer Geschwindigkeit die Shayellas Notierfähigkeit entsprach. Sein Blick galt daher vordergründig ihrer Schreibhand und dem Schriftzug. Er war zufrieden, aber das konnte in seiner angespannten Lage keinen Ausdruck in seinen Augen finden.

An dieser Stelle pausierte er jedoch länger als sonst zwischen den angesagten Satzteilen, denn er näherte sich in raschen Worten seiner eigentlichen Botschaft und die machte ihm zu schaffen. Dennoch fuhr er nun ruhig fort: "das alljährliche Frühlingsfest. Anders als bisher üblich lade ich zu Speis und Trank folgende Gäste ein: Herrn Igius Melten, Frau Luana, Frau Maleka Kirsen, Frau Tabea Gelin, Kampflehrmeister Chakko Zenturo, Wachhauptmann Joren, Wachhauptmann Syggard, Herrn Ulnin, Herrn Merwig, Herrn Girald, selbstverständlich auch dich, mein lieber Kest, Herrn Tilo und Herrn Werron, einen der Fischer, einen der Jäger, einen der Holzfäller, den Ausweider, den Kürschner und den Gerber. Als neuen Geist des Hauses lade ich auch Shayela ein. Schreiberin Riella wird ob ihrer Erkrankung nicht teilnehmen können."

Erneut hielt Remiron inne. Er lehnte sich an den Stuhlrücken, der bis zu seinem Hinterkopf hochreichte, gerade so dass seine Hörner noch nach hinten hinausragen konnten. Seine Arme ruhten nur an den Ellbogen und einem Teil der Unterarme auf den Seitenlehnen. Die Hände hingen jedoch locker zu seinen Oberschänkeln hinab. In aller Ruhe atmete er einmal tief durch, wenn auch vollkommen lautlos.

Nachdem er sich für den Teil der ihm am schwersten fiel, gesammelt hatte, setzte er, mit dem Blick nun in den weiten Raum vor sich gerichtet, fort: "Nun zu dem Grund einer solch drastisch anderen Zusammenkunft. Sämtlicher Adel ist bedauerlicher Weise verhindert und ich benötige euren Rat in einer ernsten Sache. Sämtliche Händler, die Verträge mit meinem Vater hatten, haben beschlossen keinerlei Geschäfte mehr mit mir abzuschließen und sämtliche Verträge aufzukündigen. Noch ist jedoch nicht alles verloren und so bitte ich dich, guter Kest, bedenke meine Lage und bringe zum Festtag all deine Überlegungen und Gedanken mit, die zu einer Lösung beitragen könnten. Ich bin gewillt alle Möglichkeiten anzuhören, beschränke dich also in keiner Weise, wenn du deine Vorschläge ersinnst. Im Vertrauen auf deine absolute Verschwiegenheit, Baron Remiron Pelin von Sommasflucht."


Zuletzt von Remiron am Fr Jun 23, 2017 11:59 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi Jun 21, 2017 11:14 pm

Von der zuvor noch beinahe greifbaren Anspannung, die verräterisch ihre Bewegungen und ihre Züge gezeichnete hatte, war nichts mehr zu merken, als sich Shay endlich auf dem Stuhl nieder gelassen hatte und nicht unbedingt einer Dame angemessen saß. Aber das war sie ja auch nicht, oder? Außerdem lies der Tisch keine andere Sitzhaltung zu, außer die Beine Seitlich der Sitzfläche zu überschlagen und eben nur den Oberkörper dem Papier zuzuwenden. “Oh, das ist gut zu wissen… Danke für die Tipps.“, lächelte Shayela ein wenig breiter und hoffte tatsächlich für einen Augenblick Riella mit diesem Wissen vielleicht beim nächsten Mal schlagen zu können. Unwillig schallte sie sich kaum einen Moment später selbst in Gedanken! Sie lies sich viel zu sehr auf die Situation ein und so verlor man leicht sein Ziel aus den Augen!

“Natürlich!“, bestätigte die Katze und versprach Geheimhaltung. Oh sicherlich würde sie kein Wort darüber verlieren. Es waren Informationen, die ihr vielleicht noch nützlich sein konnten, allein schon deshalb wars es geschickter es für sich zu behalten. Überrascht schwangen die beiden Augenbrauen in die Höhe, als Remiron sie darüber unterrichtete, dass sie auch noch die Botengänge zu erledigen haben werde. Anscheinend wusste er tatsächlich nicht wofür er sie wirklich einsetzen sollte. Doch bis auf die Tatsache, dass dies wieder einen geraume Zeit auf einem Pferderücken bedeuten würde, beschwerte sie sich sicherlich nicht darüber. Elig umschlossen ihre Finger die Halterung der Feder, tauchten sie nochmals in das Tintenfass und begannen dann zu Schreiben. Den ersten Worten sah man vielleicht an, dass sie des längeren nicht mehr geschrieben hatte, doch kaum nach dem Beginn der Anschrift waren die Buchstaben wieder klar und sicher, beherbergten einen weiblichen, spielerischen Anschlag. Gänzlich auf das Papier konzentriert hätte die Katze wohl die Ohren gespitzt, wenn sie nicht in ihrer gewohnten Position verharrten, während sie weiterschrieb.

Kaum das ihr Name fiel, hielt der Rotschopf ruckartig in ihren Bewegungen inne und ihr Blick schnellte nach oben, hafteten sich an die immer noch undurchdringbare Mine des Tiermenschen. Was?! Wieso war sie den zu dem Fest eingeladen?! Sie war nur ein.. ja, was eigentlich? Egal welche Stellung sie bekleidete, es gab keine Erklärung dafür, dass sie zu dem Fest deshalb eingeladen wurde! Derlei Dinge waren doch immer nur für den Adel! Außerdem hatte sie doch gänzlich andere Dinge zum Zeitpunkt der Feierlichkeiten geplant! Was hatte Remiron nur im Sinn? Viel Zeit für ihre sich überschlagenden Gedanken gab er ihr aber nicht, als er nach einer kurzen Unterbrechung fortfuhr und sie gezwungen war die Feder wieder anzusetzen.

Den Blick starr auf das Papier gerichtet und seinen Worten folgend, flog die Feder weiter, formte Buchstabe um Buchstabe in der sehr femininen, dennoch gut leserlichen Handschrift. Wohlgemerkt gab sich die Katze gerade auch sehr viel Mühe, wenngleich sie eine gewisse Schwäche für die schönen Künste seit ihrer Wandlung entdeckt hatte. Außerdem war sie es gewohnt regelmäßig zu schreiben, wenngleich sich die Kommunikation in der Diebesgilde oder unter deren Mitglieder um wesentlich einfachere Zeichen und Symboliken drehte. Alle Händler verwehrten ihm weiter Geschäfte? Das war sehr ungewöhnlich, selbst wenn er ein Tiermensch war, so war er dennoch der ernannte Erbe und allein schon der Anstatt verbot ihnen solches Gehabe. Doch wahrscheinlich hatte sich der alte Pelin den denkbar schlechtesten Zeitpunkt ausgesucht, um zu sterben. Die Unruhe und die Nervosität waren überall spürbar. Vielleicht sahen sie einen Zusammenhang zwischen dem Rabenkönig und Remiron als Nachfolger.

Als er geendet hatte, legte Shay die Feder weg und besah sich den Brief für ein paar Herzschläge lang. Es musste wirklich eine sehr schwierige Situation sein und es war kaum zu übersehen, dass sie ihn auch gleichermaßen schwer auf den Schultern lastete. “Das… hm… tut mir leid.“, rann es leise über ihre Lippen, während sie nicht von dem Briefpapier hoch sah, unschlüssig, ob ihre Worte überhaupt angemessen waren.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Fr Jun 23, 2017 11:24 am

"Nun, ich war nie sonderlich beliebt. Für eine Weile glaubte ich, sie würden lernen mich zu akzeptieren, aber darin lagen mein Vater und ich wohl falsch. Vielleicht ist es auch dieser unglückselige Aufstand in Tragalún.. Wer weiß. Es ist jedenfalls zweifelsfrei zu erkennen, dass meine Gleichgestellten gedenken jedweden Kontakt mit mir zu meiden und folglich können es sich die Händler kaum leisten, Waren von mir anzunehmen. Damit liefen sie Gefahr, dass der Adel zu anderen Schneidern oder Handwerkern ginge, die ihre Materialien von.. von Menschen beziehen. So mögen sie kurzfristig in Bedrängnis sein, die nötigen Dinge zu beschaffen, aber sie würden dennoch wesentlich wahrscheinlicher ihre gut zahlende Kundschaft bewahren können. Das verstehe ich schon, nur erleichtert dieses Verständnis keineswegs meine Lage. Solltest du also Einfälle haben, wie dem beizukommen wäre, scheue dich nicht, mir diese beim Treffen mitzuteilen," fasste er nochmals zusammen und sah sie tatsächlich bittend aus seinen braunen Augen an, auch wenn ihr Blick auf den Brief geheftet war.

Zwei oder drei Herzschläge später nahm er den Brief vom Papierstapel, nahm seinerseits den Federkiel und setzte seine Unterschrift zu jener Stelle, die Shayela bereits mit seinem Namen markiert hatte. Es sah sehr kantik und unvollendet aus, aber es tat seinen Zweck. Danach steckte Remiron den Federkiel wieder in seine Halterung, fächelte den Brief etwas hin und her und stellte sicher, dass die Tinte auf dem Blatt bereits trocken war. Dann faltete er den Brief einmal von unten nach oben, ehe er ihn auch von oben nach unten säuberlich bog. Wobei er mit sehr großer Feinarbeit vorgehen musste, um das Papier nicht mit seinern Krallen zu beschädigen. Diese natürlichen Waffen waren im Augenblick ohne die Silberschienen, die Remiron bei Hof, zu Feierlichkeiten, oder beim Reiten nutzte. Im privaten Umfeld ließ er sie nun, wie üblich, weg.

Der Brief war nun so gefaltet, dass die obere Hälfte tatsächlich schon etwa bei der Mitte endete, statt den unteren Rand zu erreichen. Remiron entzündete jedoch unbeirrt eine Kerze und hielt gleich darauf ein bereitliegendes Stück Wachsstange in die Flamme. Kaum dass dieses flüssiger wurde, drückte er etwas davon auf das Papier, dort, wo die obere Falte schon am Brief aufkam. Sogleich legte er den Wachsstift weg und drückte seinen Siegelring in das formbare Wachs am Brief. Als er den Ring wieder wegnahm, zeigte sich das Wappen des Barons von Sommasflucht.

"Normalerweise versende ich so nur Briefe an den Adel, oder an wichtige Händler. Für meine Leute sollte eigentlich, wenn schon, ein kleiner schmuckloser Wachsfleck genügen. Eine Sicherheit und mit dem Siegelbild auch ein kleines Vergnügen meinerseits... in einer eher bitteren Angelegenheit", merkte er trocken an, reichte Shayela den Brief und wies sie an: "Notiere dir Kests Namen darauf, nicht dass wir am Ende durcheinander kommen. Gerade so klein, dass du es noch lesen kannst. Und dann wollen wir den nächsten Brief verfassen, ja?"

Er lehnte sich wieder in seinem Stuhl zurück, atmete tief durch und formulierte neuerlich: "Geschätzte Frau Kirsen! Wie dir bereits bekannt ist, bleiben dieses Jahr unsere Gäste aus. Ich bekräftige, dass ich dennoch ein ordentliches Mahl für alle 21 Teilnehmenden wünsche, wenngleich nur mit dem allernötigsten Zukauf an Waren. Darüber hinaus solltest du Kurt in allen Dingen genau anweisen, was zu tun ist, denn ich brauche dich hier an meiner Tafel um mich in folgender Sache zu beratschlagen: Wie kann dein Baron das Gut fortführen, wenn ihm sämtliche Händler jedes Vertragsabkommen kündigen und weitere Lieferungen ablehnen? Freilich habe ich eigene Gedanken dazu, aber ich interessiere mich für jeden Vorschlag von Seiten meiner so getreuen Untergebenen. Im Vertrauen auf deine Verschwiegenheit, Baron Remiron Pelin von Sommasflucht. p.S.: Es darf gerne etwas für alle Untergebenen übrig bleiben."

Er wartete, bis Shayela mit dem Schreiben fertig war, ehe er sich erkundigte: "Ich nehme an, du hast dir etwas Anderes unter dem Frühlingsfest vorgestellt. Ich kann auch gut verstehen, dass es dich überrascht, bei Tisch sitzen zu dürfen, statt lediglich die Speisen aufzutragen und die Getränke einzuschenken. Tatsächlich ist deine Stellung hier.. ungewöhnlich. Im Augenblick bist du zum Beispiel meine Schreiberin und ich pflege meine Schreiberin bei mir am Tisch sein zu lassen. Riella würde auch teilnehmen, aber ich wünsche nicht, sie in ihrem Gesundheitszustand mit solchen Neuigkeiten aufzuregen. Dagegen würdest du als Pflegerin oder auch als Botin entweder bei dir zu Hause oder mit den anderen Bediensteten essen, wie bisher auch. - Sag.. verstehst du dich auf Buchhaltung?"

Als er von Riella sprach, drang lediglich ein sehr dünner rosa Stern durch das stete Braun seiner Iris hindurch. Dass es überhaupt aufschien, zeugte jedoch auch von der Kraft jenes Gefühls für die Schreiberin. Remirons Stimme blieb jedoch durchwegs sachlich, wenngleich in freundlichem Ton. Ebenso verrieten seine verbleibend stoischen Gesichtszüge nichts von seinen Gefühlen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Fr Jun 23, 2017 6:53 pm

Shay biss sich seicht auf die Unterlippe und bedachte den Tiermenschen mit einem langen nachdenklichen Blick, ehe sie selbigen ein wenig senkte und kurz seufzte. Es war ein unsicheres Seufzen, sie verstand ihn nur zu gut. Verstand die Ablehnung die er erfuhr und konnte derlei aus eigenen Geschichten erzählen. In diesem Sinne waren die Menschen einfach nur dumm und starrsinnig. Sie hob den Blick wieder und verfiel dem bittenden Blick. Herrje, er war wirklich sehr besorgt darüber. “Ich bin mir nicht sicher, ob es euch gefallen wird, welche Idee ich habe… aber was wäre, wenn… ihr mit den Tiermenschen in Tragalún Handel treiben würdet? Die Menschen werden sich sicherlich nicht mehr so schnell darauf einlassen, Adel hin oder her und ich denke, Jene, die sich dem Aufstand angeschlossen haben, sind ebenfalls gänzlich ausgeschlossen von irgendwelchen Handelsbeziehungen, die sie zuvor eventuell im Verborgenen gepflegt haben. Ihr hättet nichts zu verlieren, abgelehnt wurdet ihr von den … alten Kontakten eures Vaters ohnehin schon und nicht sehr hoch geschätzt. Es müsste euch nicht kümmern, ob sie euch dafür noch mehr … verachten.“

Es war merkwürdig faszinierten und unheimlich zugleich dabei zuzusehen, wie er mit den Krallen, die so plump wirkten, geschickt das Papier faltete. Wie lange es ihn wohl gekostet haben musste das nötige Feingefühl und Geschick dafür zu erlernen? Und wie er es wohl anstellte andere Menschen anzufassen? Vielleicht unterlies er es aber auch gänzlich? Was für merkwürdige Fragen durch den Kopf der Katze geisterten, während sie aufmerksam seinen Bewegungen folgte und ihn dabei betrachtete, wie der Brief versiegelt wurde. Ob es einer Jener war, die sie später austragen sollte? Das würde ihren Zeitplan ordentlich durcheinander werfen und weit das Maß, dass sie dem Boten genannt hatte, überschreiten. Doch vielleicht konnte sie ihm zwischenzeitlich eine Nachricht zukommen lassen?

Wieder nahm die Katze die Feder auf, notierte Kests Namen in dem Sie einfach nur ein winziges K in eine Ecke des Briefes zeichnete und begann ganz seinen Worten folgend niederzuschreiben, was er sagte. Ah, es würde also mehr oder minder ein Fest für die Angestellten werden, oder zumindest einem Teil davon. Wie es wohl die Anderen aufassten, wenn er ihr, einer Neuen, diese Ehre zuteil werden lies, wo es sich doch andere sicher sehr viel mehr verdient hätten. Ihr bangte vor den Reaktionen,… wenngleich es ihr im Grunde doch auch gleichgültig sein könnte, nicht? Immerhin schien er großes Vertrauen in Frau Kirsen zu haben.

“Ich habe tatsächlich anderes unter dem Frühlingsfest verstanden, soweit es mir auch die Anderen erzählt haben… und vorallem hätte ich nicht gedacht, dass ich daran teilnehmen würde als Gast, nicht als Servierkraft. “, erwiderte sie ehrlich.

Buchhaltung? Nunja, Shay hatte früh gelernt mit dem wenigen, dass sie hatte zu haushalten, aber ob dies wirklich dem gleich kam? Sie war geschickt im Umgang mit dem Geld, auf die eine oder andere Weise. Unsicher neigte sie den Kopf zur Seite und sah Remiron forschend aus dem sturmumwölbten Meeresblau an. “Das kommt ganz darauf an, was ihr darunter versteht. Ich habe es nie gerlernt, falls ihr das meint, aber ich weiß sehr wohl mit Geld zu Haushalten. Ob es für eure Zwecke reicht, weiß ich nicht. Das käme auf den Umstand an, wofür ihr es benötigen würdet. “ Welche Ironie, dass der unwissende Baron gerade einer Diebin sein Vermögen anvertrauen wollte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Fr Jun 23, 2017 8:34 pm

Remiron seufzte auf ihren Vorschlag hin, bedachte ihn kurz und schüttelte dann den Kopf: "Ich begrüße deine Offenheit, Shayela. Wirklich. Bedauerlicherweise ist es unmöglich. Im schlimmsten Falle stehe ich als Verschwörer gegen die Krone, womöglich sogar als geheimer Unterstützer dieses Aufstandes da... und man würde mir vermutlich vorwerfen, ähnliches oder gar selbiges hier durchführen zu wollen. Es ist.. ein Risiko das ich unmöglich eingehen kann."

Er sah sie aus seinen braunen Augen an und erklärte sanft: "Wenn ich falle, wenn sie mich verstoßen... verliert die Hälfte meiner Arbeiter ihre Stellen und ihr jeweiliges Zuhause. Achtzig bis hundertsechzig Menschen, die darauf hoffen müssten, zumindest zur Erntezeit wieder kommen zu können, um irgendetwas zu verdienen. Vielleicht würde Zelgen Pelin sogar noch mehr hinaus werfen. Ich betreibe dieses Gut nicht gänzlich auf Gewinn ausgerichtet, aber daran war mein Vater interessiert, nicht seine Brüder."

Remiron schüttelte wieder leicht den Kopf: "Meine Entscheidungen haben große Tragweite. Der Adel mag mich ablehnen, mein König ebenso, aber um so weniger kann ich mir all zu heftige Schritte erlauben. Nein, der Handel mit den Tiermenschen in Tragalún ist ausgeschlossen. Außerdem... bei allem was ich so gehört habe, wie sie nun Menschen behandeln... Nein. Ich kann diesen König nicht gutheißen. Sicher, sicher... den Tiermenschen geschieht viel Unrecht. Aber es mit gleicher Bösartigkeit aufwiegen zu wollen, zeugt von wenig Verstand und einem harten Herzen. Ich habe auch aus diesem Grund kein Interesse daran."

Während er so sprach, widmete er sich dem Brief an Kest, den er wie beschrieben versiegelte. Er hörte sich auch Shayelas Worte zu ihren Erwartungen für das Frühlingsfest an und nickte verstehend, ehe er erläuterte: "Ja, normalerweise wäre das Frühlingsfest eine Menge Arbeit für euch und keiner derer, die dieses Mal bei mir zu Tisch sitzen, wäre eingeladen. Du hättest tatsächlich Speisen und Getränke gereicht und wärst anderen Falles bereit gestanden sofort zu reagieren, wenn jemand etwas benötigt. Für die Frauen in der Küche und natürlich auch für Kurt, den Koch, wäre es sicherlich ein Abend voller Aufgaben in der Zubereitung und Bereithaltung aller Speisenfolgen. Nun, für die meisten wird das auch dieses Mal zutreffen. Du wirst Agril, Aneira, Amrela und Cassa bei der Arbeit zusehen können, wenn sie uns die Speisen bringen."

Wegen der Buchhaltung nickte Remiron zunächst sachte, dann griff er nach dem Brief für Frau Kirsen, den er wie den anderen unterschrieb, trocken fächelte und faltete, ehe er das Wachssiegel darauf gab. Unterdessen erklärte er Shayela: "Im Grunde solltest du zwei Bücher führen. Eines in dem festgehalten wird, wer wieviel Mohn sammeln konnte, oder wie groß die Flächen waren, die bei der Saat und Frühpflege geschafft wurden und so weiter.

Das andere Buch würde aufführen, welcher Händler wieviel Mohn erhielt und was dafür bezahlt wurde, gleichsam auch, welche Gerätschaften beschafft wurden und wieviel uns das gekostet hat. Zudem müsstest du notieren, wann wieviel der Waren für unser Haus verwendet wurde.

Gemeinsam mit dem Aufseher würdest du auch für die Lohnverteilung zuständig sein. Das hieße, er verteilt und du schreibst auf, wer seinen Lohn erhalten hat und wieviel es war. Du würdest auch aufschreiben, wer zur gesundheitlichen Versorgung mehr Geld bekommen hat, um etwa Arztbesuche und Heilmittel bekommen zu können, die ohne diese Unterstützung nicht möglich wären.

Am Ende wäre natürlich festzustellen, wieviel Gewinn oder Verlust entstanden ist und wie viel des Saatgutes gewonnen wurde, wieviel der Waren übrig blieb und wieviel davon möglicherweise Schaden nahm und unbrauchbar geworden ist.

Wenn dir der Mohn nicht zusagt, könntest du auch bei den Getreidefeldern, dem Weingut oder dem Olivenhain arbeiten, wenn du willst auch beim Wald, oder dem See. Alles zu machen wird dir zu viel, das hat noch keiner wirklich geschafft... aber sieh es dir an und wenn dir ein Gebiet zusagt, will ich sehen, ob es dem Mitschreiber recht wäre mit dir zusammenzuarbeiten."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Do Jul 06, 2017 7:59 pm

Nachdenklich wiegte Shay den Kopf zur Seite und blieb an einem einzelnen Satzfetzen hängen. Verschwörer gegen die Krone? War man das? Einfach nur weil er ein Tiermensch war? Gut, sie sah ein, dass ihr Vorschlag sehr impulsiv und unüberlegt gewesen war. Sicherlich würde es all seinen Neidern nur in die Karten spielen, wenn er sich dabei erwischen liese, wie er den Aufstand unterstützte. Aber es konnte doch unmöglich sein, dass keiner mit ihm Handeln wollte! Wenngleich sie nie sonderlich viele getroffen hatte, aber manche Menschen oder Wesen waren tatsächlich nicht so unglaublich engstirnig, wie der Schlag, mit dem er sich auseinander zu setzten hatte. “Das stimmt… das hatte ich nicht bedacht.“, gestand sie kleinlaut

Wie ungeheuer schwer die Last auf seinen Schultern sein musste. All die Verantwortung die er über jene Menschen trug, die ihn schon seit Jahren treu ergeben waren. Nein, dass war absolut keine leichte Position und keine mit der sie bereitwillig getauscht hätte, auch wenn es sie zumindest für eine Zeit davor bewahren würde sich Gedanken über den nächsten Tag zu machen. Um nichts in der Welt würde sie dafür ihre Freiheit aufgeben, war der Drang danach nur noch stärker geworden, als sie sich infiziert hatte. Nein, die Katze hatte genug damit zu tun ihr eigenes Leben irgendwie vernünftig zu durchleben, natürlich nach ihren eigenen Definitionen von Vernünftig.

Nur einen Augenblick lang betrachtete der Rotschopf ihn mitleidig, fühlte die Schwere, die auf seinen Gedanken und auch seinem Herzen lag. Vielleicht diente sie der falschen Seite… wobei Moral noch nie ihre Stärke gewesen war. Widerwillig schüttelte Shay innerlich den Gedanken ab und rief sich zur Ruhe. Als Remi ihr eröffnete, dass sie dabei zusehen würde, wie die Anderen den ganze Abend lang durch die Gegend hetzten, ergriff sie ein merkwürdig schuldbewusstes Gefühl. Das war doch nicht fair, oder? Vielleicht könnte sie mit jemandem tauschen, der es mehr verdiente? Und ohnehin hatte sie für den Abend schon andere Pläne. Unschlüssig biss sich Shay auf die Unterlippe und sagte nichts dazu.

Langsam senkte die Diebin dem Kopf zu einem Nicken, als er ihr ihre Aufgabe erklärte was den Mohn betraf. Nun gut, das klang nach etwas, das sie tatsächlich erledigen konnte, wenngleich ihre Aufmerksamkeit immernoch bei seinen Bediensteten haftete, die wohl nicht unbedingt verstehen würden, warum sie am Fest teilnehmen durfte, anstatt ihnen. Zumindest vermutete Shay das. “Ja, das klingt vernünftig zuerst mit einem Bereich zu beginnen. Werde ich die Mohnfelder alleine verwalten oder wird mir dabei jemand helfen? Vielleicht zumindest, bis ich die Struktur kenne, wie es bisher gemacht wurde?“
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Re: Shayelas Auftrag

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