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Shayelas Auftrag

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Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo März 06, 2017 10:38 pm

das Eingangsposting lautete :

Srodholm im Südosten von Sommasflucht ist ein scheinbar ruhiges und idyllisches Dorf mit vielen Feldern und dem großen Kargatrass-Wald im Rücken. Obgleich es dort Bauern gibt, sind doch die meisten mit dem Fallenbau, dem erstellen von Pfeil, Bogen, Armbrust und Bolzen und Gerben des Fells tätig. Nahrung und Reiseutensilien bekommt man hier leicht. Ebenso einen Talisman der an den Schädel eines toten Tieres erinnert und die Warnung, im Wald achtsam zu sein und nur zu nehmen, was man wirklich braucht. Jüngst ist es hier noch stiller geworden, wegen eines seltsamen Apfelbaumes inmitten des Dorfes.

Zwischen den Feldern steht eine kleine, noch unscheinbare Linde. Ein Trampelpfad führt an ihr vorbei in Richtung Srodholm. Dieser Weg kommt von der Straße zwischen Brunya und Sommasflucht, ist aber nicht der eigentliche Weg nach Srodholm. Hierbei handelt es sich viel mehr um einen Pfad, der durch die Feldarbeiter und geführte Pflugochsen, oder andere Arbeitstiere entstanden ist.

Hier draußen gibt es kein Licht, nur das ferne unstete Leuchten der Irrlichter - meist Sterne genannt - am Himmel. Von diesen fliegt kaum eines zum Erdboden herab. Der Mond würde die Stelle sicherlich gut beleuchten, doch gibt es ihn nur einmal in jedem Monat. Des Nachts geht hier auch normalerweise niemand umher.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi März 08, 2017 8:11 pm

noch im Gasthaus:

"Meinst du das ernst, kleines Küken", fragte der Wirt überrascht und vergaß sich für einen Moment selbst. Zwar war da keinerlei Wut, aber echtes Erstaunen über ihre Rede. "Der Adel würde doch normal niemals ein so niederes Wesen in seinen Reihen akzeptieren. Ein vom Mond verfluchter, auch wenn er sich angeblich gar nicht verwandelt, wenn Mondnacht ist. Oh, aber ich sollte nicht so viel über ihn plaudern", besann er sich mit einem mal. Am Ende macht er sonst keine Geschäfte mehr mit mir und sein Wildfleisch oder die Fische... würden mir dann doch abgehen..

Shayela hatte auf ihn einen ausreichend einfältigen und naiven Eindruck gemacht, so dass er sich nicht all zu viel dabei dachte. Bis zu dem Zeitpunkt hätte sie nahezu alles aus ihm herausbekommen können, aber nun würde er sich besser hüten. Da war er dann doch erleichtert, als sie ging und versicherte, über die Sache mit den Wachen zu schweigen. Schade war es aber schon... Sie hätte bestimmt viele Gerüchte und Geschichten aus den Gästen gelockt. Ja, er hätte sie zu gerne in der Schankstube oder am Tresen angestellt. Sie schien dafür wie gemacht. Wie sagte sie... Shayela... nicht wahr?

Aber da war sie zur Tür hinaus und dem Wirt blieb nichts weiter übrig, als sein Glück mit anderen zu versuchen und natürlich seine Gäste frisch fröhlich zu bedienen, was er auch gleich wieder begann.


auf der Straße:

Die Straße mochte bald breit für zwei Kutschen sein, doch die Sträucher waren keineswegs so über die Maßen gepflegt, lediglich verhinderten Arbeiter wohl, dass sie den Weg verwucherten, oder Pferde aufschrecken konnten. Auf der, der Straße abgewandten Seite wucherten sie aber, wie es von der Kleinstadt Sommasflucht zugelassen wurde.

Dagegen konnte Shayela nach einer Weile links und rechts der Straße einige Hütten sehen. Ärmlich mochten sie durchaus wirken, aber keineswegs so als würden sie jeden Moment zerfallen oder gar siechende Menschen beherbergen.

die Unterkünfte:

Zur frühen Morgenstunde, wie zur späten Abendstunde war hier am meisten los. Da gingen oder kamen die ganzen Arbeiter und Arbeiterinnen mit ihren Kindern von den Feldern zurück. Tagsüber lebten hier nur die Alten, Kranken und zu kleinen Kinder. All zu viele Kranke gab es jedoch nicht. Es gab auch schlichte Brunnen hier und da, außerdem hatten die meisten Häuser ein kleines Gemüsegärtchen. Ein paar Hühner liefen frei herum. Sie gehörten der gesamten Gemeinde an Arbeitern, die die Eier aufteilten und ab und zu entschieden Hühner zu schlachten und von den Frauen kochen zu lassen. Dafür würden neue gekauft. Die Alten und die Kinder die laufen konnten, passten auf die Hühner auf, wenn alle anderen fort waren.

Dann und wann kam hier eine Wache zu zweit oder dritt vorbei, sodass Pferdegetrappel ohne dem Geräusch der Wagenräder, eher kein Aufsehen erregte. Wenn jedoch jemand die einzelne Reiterin erspähte, würde der ein oder andere schon schauen, wer sich da auf den Weg zum Baron von Sommasflucht machte.

Die Wachen selbst würden Shayela natürlich in Augenschein nehmen, aber nicht notwenidgerweise aufhalten. Von einer einzelnen Frau sahen sie dann doch keine Gefahr ausgehen, so seltsam der Anblick - ihrer Schutzlosigkeit wegen - auch war.


Irgendwann begannen jedoch die weiten Mohnblumenfelder links und rechts der Straße. Diesen Anblick konnte man je nach Jahreszeit mehr oder weniger genießen. Im Augenblick waren die Pflanzen alle noch sehr klein. Schlussendlich erblickte jede anreisende Person zunächst natürlich das große Herrenhaus, doch wer sich gut umsah, konnte auch die Häuser zur Lagerung und Verarbeitung des Mohns sehen, wie auch das Wachgebäude.

Näheres zum Gebiet der von Sommasfluchts, beginnend mit dem Herrenhaus:

Der große Eingang mit weitem, eleganten Treppenaufgang war gerade gegenüber der Zufahrtsstraße. Davor bot ein weiter Vorhof ausreichend Platz, um die Kutschen und Pferde angenehm abzustellen, die Herrschaften aussteigen und absteigen zu lassen und dann alle Wagen und Tiere in den Hinterhof zu führen.

Da war der Prunkgarten noch rechts des Hauses durch gepflegte immergrüne hohe Hecken abgegrenzt und letztlich dem Betrachter noch verborgen. Links des Haupthauses zunächst ein breiter steinerner Torbogen. Dieser verband das Haupthaus mit der ehemaligen kleinen Villa, die ihren breiten Eingang mit eben so breitem Treppenaufgang gegenüber dem 'linken' Mohnfeld behielt, jedoch heute Küche, Lagerraum und Waschküche eingebaut hatte und im zweiten Stock voller Baderäume war.

Fuhr man also vom Süden her direkt auf den Haupteingang des Herrenhauses zu, konnte man sich auch nach rechts wenden und dort der Straße zwischen Mohnfeld, Lagerhaus und Bearbeitungsstätten einerseits und einem der drei Ackerfelder andererseits, auf den Weg zum Weingut und zum Olivenhain begeben.

Am Torbogen zwischen Herrenhaus und ehemaliger kleiner Villa, also im zweiten Stock, verlief ein überdachter Weg mit Geländer. Blieb man unten, so lag hinter dem Torbogen der kleinere Hinterhof mit den Stallungen.
Zwischen den beiden Häusern gab es unten auch schmale Türen mit kleinen Treppen, die den Dienern und Mägden das rasche und kaum bemerkte Versorgen des Hauses ermöglichten.
Hier führte aber auch am Herrenhaus ein Weg in einen Gewölbekeller hinter einer schweren Holztür, die für gewöhnlich gut abgeschlossen war.
Links der kleinen Villa war ein Brunnen und nun auch neue Wäscheleinen in mehreren Reihen an ausreichend hohen Querbalken befestigt. Diese Querbalken lagen wiederum auf eigens gefertigten Pfählen, die tief in den Boden eingeschlagen waren.

Der große Haussee der von Sommasfluchts lag noch links der kleinen Villa und links des Mohnblumenfeldes. Von der kleinen Villa aus betrachtet, lag links hinten der Wald, der auch an den See heranreichte. Im Eck hinter der Villa und den Stallungen lag das Bedienstetenhaus und hinter dem Herrenhaus, Hinterhof und Stallungen kam bald die Pferdekoppel.

Würde Shayela zum See reiten, so wäre dann links davon eine Hüttengruppe (Jäger, Holzfäller, ein Gerber, ein Kürschner und ein Ausweider) und direkt am Seeufer wären Fischerhütten und kleine Stege mit Booten voller Netze. Ebenso war dort eine Räucherhütte für Fisch und Fleisch. Vom Vorhof aus betrachtet, rechts des Sees würde der Wald an diesen heran kommen und den gepflegten weichen Wald-Reitweg höchst angenehm überschatten.

Rechts des Herrenhauses war der Prunkgarten. Rechts davon gab es jedoch Ackerfelder und ebenso Gebäude, die der Lagerung und Bearbeitung der Ernte dieser Felder dienten. Auch hier arbeiteten Männer und Frauen mit Kindern zusammen. Hier wurde ein Teil auf die Getreidesaat vorbereitet. Auf einem anderen Teil würden Gemüse und Salate angepflanzt. Der dritte Teil jedoch wurde nur umgegraben, um den Boden von 'Unkraut' frei zu bekommen.

(Bitte für ein etwaig hilfreiches Bild in den eigentlichen Spielort des Herrenhauses gehen, dort ganz unten ist eine tatsächlich grobe Zeichnung.)

Auf den Mohnblumenfeldern würden die Arbeiter dann und wann einen kurzen Blick auf die Reiterin werfen, jedoch keine Zeit haben, sich einem Gespräch zu widmen. Auch Frauen und Kinder waren dort emsig tätig. Sie pflückten abgestorbene Blüten ab, gruben tote Pflanzen aus und setzten eine neue Saat ein. Für das Wasser sorgte in den letzten Tagen schon das Wetter selbst, so blieb ihnen vorerst das Bewässern erspart. Die Eltern zeigten dabei den Kindern, wie die Arbeit zu tun war und diese passten durchaus gut auf und gingen dann eilig daran Blumen zu streicheln, andere zu rupfen und manchmal auch einfach nur die Erde etwas umzugraben, oder sie setzen den kleinen Samen für die neuen Pflanzen unter der Leitung eines Erwachsenen in die Erde.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Do März 09, 2017 12:26 am

Wie falsch sie doch mit ihrer Einschätzung, was die Entfernung zum Haupthaus betraf, lag bemerkte die Katze erst, als die Straße sich weiter gen Norden zog und allmählich den Blick auf zahlreiche Reihen von Häusern  oder eher Hütten frei gab. Das einfache Arbeitervolk schien hier untergebracht zu sein und nahm recht wenig Notiz von der merkwürdig anmutenden Reiterin, die ihr Pferd gemächlich weiter schreiten lies, während sie sich ihrer Neugierde nicht länger erwehrte und sich alles genau einprägte. Nur flüchtig streiften sie die verschiedenen Augenpaare, blieben einzig und allein die der Kinder länger an ihr haften, mochten sie wohl fasziniert sein von der roten Mähne, die in der Mittagssonne leuchtete, wie die Leuchtfeuer selbst.

Die Häuser selbst waren in keinem schlechten Zustand, sondern schienen zwar vom Wetter gezeichnet ganz in Ordnung zu sein. Das dunkle Mauerwerk war vom Alter gezeichnet und wies hier und da ausbesserungswürdige Stellen auf, wo das Mauerwerk schon seicht abbröckelte, doch nichts was wirklich einer schnellen Handlung bedurfte. Ebenso wie die Kinderaugen und doch gänzlich anders verharrte der musternde und einschätzende Blick der Wache auf ihrer Gestalt, deren Misstrauen sie mit einem zarten Lächeln begegnete und unbehelligt weiterritt. Die Kunst dabei etwas falschen zu tun lag darin es mit einer Selbstverständlichkeit auszuführen, dass keiner daran zweifeln würde.

So hatte es der Rotschopf schon immer gehalten und beinahe immer war sie von Erfolg gekrönt gewesen. Und dennoch nagte leichter Zweifel an ihrer so selbstsicheren Fassade, offenbarte sich sogar als seichtes, besorgtes Funkeln in den katzenhaften Augenpaar, dass sich bei falschem Lichteinfall verräterisch verengte.  Doch den meisten Menschen viel diese Eigenart zum Glück nie auf, sie waren viel zu blind für die feinen Veränderungen in ihrer Umgebung. Jung und zart waren die wachsenden Mohnblumen, die sie auf ihrem weiteren Weg begrüßten und der Blick über die riesigen Felder lies langsam erahnen mit was für einem pompösen Anwesen sie es zu tun hatte.

Darüber hatte ihr Informant absolut kein Wort verloren, vielleicht um nicht zu offenbaren wie wertvoll die Dokumente tatsächlich sind, die sie beschaffen sollte. Und endlich konnte sie nun das Haupthaus erkennen während sich bei näherer Betrachtung sich ein Kloß in ihrem Hals bildete. Einmal abgesehen von den ganzen Anbauten war das Haupthaus allein gigantisch, zumindest in ihren Maßstäben gemessen. Himmel sie hoffte wirklich, dass ihr Bote recht behielt und die Papiere sich an der eingezeichneten Stelle befanden, sonst würden drei Wochen niemals reichen, um das gesamte Haus auszukundschaften.

Nach einem kurzen Zögern führte Shay das Pferd in den großen Vorhof und blieb nicht unweit der eleganten Treppe stehen, die so geschmeidig den Eingangsbereich schmückte. Das gesamte Anwesen erstreckte sich weiter, als Shay angenommen hatte und umfasste mehr Ertragsquellen als bis jetzt vermutet. So langsam konnte sie nachvollziehen, warum ihr Auftraggeber die Besitzurkunden haben wollte. Das Anwesen war eine reine Goldmiene und würde den Fortbestand einer Familie für viele Jahre sichern.

In gewohnt graziler Manier schwang sich die junge Frau aus dem Sattel, hoffentlich zum letzten Male für den heutigen Tag, zumindest ihr Hinter würde es ihr danken und wieder zitterten ihr die Knie seicht unter der ungewohnten Belastung. Wider klopfte sie sich kurz den Staub etwas aus den Kleidern und strich das Haar zurück, dass ihr über die Schultern geglitten war. Ganz automatisch rückten die zarten Finger auch wieder den Haarreif zurecht, ohne dass die Katze noch wirklich darüber nachdenken musste, galten ihre Überlegungen ganz allein dem weiteren Vorhaben.
"Hallo? Ich suche den Baron von Sommasflucht...", begann sie zögerlich und fand sich schnell wieder in ihrer erfundenen Rolle wieder. Selbst das freundliche Lächeln blieb unentwegt an ihren Lippen hängen, huschte nur ihr Blick aufmerksam und wachsam umher. "....ich bin auf der Suche nach einer Anstellung und würde ihm gern meine Dienste anbieten..."

Noch während die letzten ihrer Worte leise verklangen, drang von irgendwo her ein Geräusch an ihrer Ohren. Jemand hatte sie gehört, doch noch sah sie niemanden. Nun gut, dann würde sie eben warten, die Zügel ihrer Stute in der Hand und die ganze Gestalt in stolzer Haltung. Immerhin wollte man ein gutes Bild vermitteln, nicht?
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Do März 09, 2017 9:47 am

Arbeiter auf den Feldern blieben bei ihren Tätigkeiten. In der Küche war man ordentlich zu Gange. Da war zu hören, wie ein Topf von seinem Deckel befreit wurde und eine leicht köchelnde Speise verteilte ihren zarten Geruch, während an anderer Stelle eilig etwas zugeschnitten wurde und dann hörte man noch das Zischen von heißem Fett in der Pfanne, als etwas zugegeben wurde. Es roch nach frischem Fleisch, das da abgebraten wurde. "Immer schön weiterrühren", wurde da jemandem von einem Mann zugerufen und jemand anderes erhielt den Befehl: "Drück nicht so fest, schneiden musst du!"

Dann war da eine Frau, die das Herrenhaus kurz nach dem steinernen Torbogen - und hinter einem schmalen Abgang zu einer größeren, schweren Holztür - verließ. Sie hatte keinerlei Blick für ihre Umgebung, wie es schien, denn sie verschwand sofort durch eine andere schmale Tür in der kleinen Villa.

"Der Huf ist noch nicht sauber, sieh ihn dir nochmal an", war die strenge Stimme von Meister Tilo zu hören. "Ja, Meister Tilo.. verzeiht", meinte der junge Stallbursche. "Entschuldige dich lieber bei Tienra, dass du sie so schlecht pflegst", meinte der Meister und kam dann auf den Vorhof zu, denn er glaubte, dass da jemand gerufen hatte - auch noch irgendetwas wegen dem Baron.

Dann konnte er die junge Frau mit roten Haaren in staubiger Reisekleidung sehen und warf auch gleich einen Blick auf das Pferd. Am Tier erkannte man immer die Qualität des Reiters und welche Persönlichkeit der haben mochte, so sah es zumindest der Pferdenärrische Meister Tilo. Dieses Tier sah reichlich erschöpft aus, so als hätte die Reiterin nicht richtig mitzugehen gewusst und der Ritt sei lang gewesen.

"Was willst du denn vom Herrn Baron", fragte der Meister.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Do März 09, 2017 7:51 pm

Mindestens vier Türen schmückten die kleine Villa und das Haupthaus, von den großen Türen einmal abgesehen, und noch mehr Fenster als sie in der kurzen Zeit zählen konnte. Das komplette Anwesen gestaltete sich auf den ersten Blick beinahe als Labyrinth. Durch den Torbogen hindurch konnte sie die Stallungen sehen und ein weiterer Anbau, dessen Zweck sie noch nicht erkannte. Allein der Punkgarten schien sich weit nach hinten zu erstrecken und war beeindruckend schön. Der gesamte Aufbau schien sehr durchdacht zu sein, dass selbst der kleine Brunnen seinen Zweck eben genau dort erfüllte, wo er stand. Oh ja, sie konnte tatsächlich verstehen, warum da jemand unbedingt die Besitzurkunden für das riesige Anwesen haben wollte. Es war wohl eine reine Goldgrube, wenn man es sinnvoll zu wirtschaften wusste.

Ein Ruck am Zügel, den Shay noch immer in der Hand hielt, lies sie kurz zusammenschrecken, als die Stute den Kopf gen Brunnen neigte und kurz schnaubte. Ja natürlich, das Tier musste sehr durstig sein, ebenso wie sie selbst bemerkte, dass sie seit dem Morgengrauen keine Rast mehr eingelegt hatten, außer in Sommasflucht selbst. "Geduld, ich werde sehen, dass ich dir etwas Wasser auftreiben kann.", versprach sie den treuherzigen, dunkelbraunen Augen, die da so wissend ihren Blick erwiderten. Wieder ein Schnauben und ein kurzes Schütteln der großen Kopfes, ehe das Pferd den Hals etwa gen Boden neigte und entspannt auf der Trense zu kauen begann.

Zumindest bis es die fremde Stimme vernahm, den kaum hatte die raue Stimme ihre Ohren erreicht, hob die Stute wieder den Kopf und richtete die Ohren aufmerksam und abschätzend nach vorne, beinahe im Gleichsinn mit ihrer Reiterin, deren Ohren jedoch genau Garnichts unter dem Haarreif anstellten und nicht einmal sichtbar waren. Die Diebin achtete sorgsam darauf, dass wenn sie sich unter den Menschen bewegte immer einige Haarsträhnen über ihre Ohren zu bürsten und mit dem Haarreif zu fixieren.

Mit einem seichten Lächeln auf den Lippen und ein wenig unsicher, verlagerte der Rotschopf das Gewicht von einem Bein auf das andere und umschloss die Zügel ein klein wenig fester.
"Oh, Hallo...Ich... ja also... ich...", begann Shayela zögerlich und atmete kurz durch, ehe sie es erneut versuchte, ohne das ganze Gestottere.
"Mein Name ist Shaylea und ich bin auf der Suche nach dem Baron von Sommasflucht. Ich bin Dienstmädchen und wollte ihn fragen, ob er vielleicht noch Verwendung für mich hätte."

Selbst in ihren Ohren klangen jene Worte einfach nur unglaublich dämlich, perfekt also für ihr Schauspiel. Welche Dienstmagd kam den ohne Aufforderung an den Hofe eines Adeligen und bat um Arbeit? Zumindest die Katze selbst hätte dies nie so getan, wenn sie den einen rechtschaffeneren Beruf gewählt hätte als die Langfingerei. Und selbst wenn der Herr sie nun wegschicken würde, bliebe ihr immer noch die Möglichkeit des Nachts einfach einzusteigen, und so ihr Glück zu versuchen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Do März 09, 2017 8:42 pm

"Hrrmm", brummte Tilo zunächst nur und musterte sie erneut. Jedoch war es nicht die Art der Bediensteten, sich ein endgültiges Urteil über jemanden zu erlauben, ehe nicht der Baron selbst gesprochen hatte. So also konnte er sie auch nicht einfach wegschicken, obwohl ihm das sehr recht gewesen wäre. Nun, außer im Namen des Pferds, das da so leidig wohl nach Wasser dürstete und sicher gut gepflegt werden wollte.

"Hast du Pech", meinte der Stallmeister dann, durchaus nach längerem Schweigen. Erst nach einem gemächlichen Atemzug war er auch gewillt zu erklären warum: "Der Herr Baron ist nämlich nicht da." Wieder eilte sich Tilo nicht, sein Wissen weiter zu geben. Er ließ das Pferd bei sich schnuppern, wenn es das überhaupt wollte und war für einige Augenblicke mit der Aufmerksamkeit eindeutig bei dem Tier, ehe er endlich weiter ausführte: "Er kommt aber vielleicht bald."

Wieder betrachtete er die Frau und seufzte dann Kopfschüttelnd: "Er sucht keine Dienstmädchen, so weit ich weiß. Also mach dir mal keine großen Hoffnungen." Kurz darauf ging er in den Hinterhof. Noch nach dem zweiten Schritt sagte er: "Ich bring Wasser für deine Stute."

Das tat er dann auch wirklich. Er stellte den Eimer leicht warmen Wassers vor dem Tier ab und sah kurz über den Hof. Von Remiron sah er noch nichts, dennoch kehrte er jetzt einfach zu den Ställen zurück und ging daran, diese weiter auszumisten. Er konnte später seine Mahlzeit zu sich nehmen, das machte nichts. Sogleich trieb er einige seiner Helfer an, nicht herumzulümmeln und die Arbeit wurde fortgesetzt.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Do März 09, 2017 9:18 pm

Unangenehm lange zog sich das Schweigen dahin, als wäre der Zeit ein Fehler unterlaufen und sie stand auf einmal still.  Zähflüssig wie Honig verrannen die Sekunden, als müsste ihr Gegenüber erst einmal ihre Worte auf sich wirken lassen, oder zumindest seine Musterung abschließen. Doch mit jedem Wimpernschlag der verstrich nagte die Ungeduld an ihrer Selbstbeherrschung, dass sie sich zur Ruhe zwingen musste und wieder lautlos tief Luft holte. Ein einzelnes Brummen drang aus der Brust des Mannes, als einziges Zeichen, dass er sie sehr wohl gehört und verstanden hatte. Dann wieder Schweigen, dass wirklich an ihren Nerven sägte. War er schwer von Begriff oder wollte er sie einfach nur quälen?

Sie hatte Pech? Für einen Augenblick entgleiste der jungen Frau tatsächlich die feinen Züge, dass das Lächeln verblasste und entgeistert starrte sie dem Stallmeister entgegen. Warum hatte sie Pech? Wollte der neue Baron auf keine Fall neue Mädchen einstellen? War er auf einer längeren Reise und kam erst in ein paar Woche wieder? Warum zum Teufel hab ich Pech! Sprich endlich!, bellte Shay gedanklich dem Mann entgegen, während sie einen wesentlich harmloseren Gesichtsausdruck auf ihr Gesicht zwang.

"Darf ich währenddessen hier warten?", fragte die Diebin ein wenig enttäuscht und ärgerte sich ein klein wenig darüber, dass er ihrer Stute tatsächlich mehr Aufmerksamkeit schenkte als ihr. Aber gut, so wie es aussah war er wirklich der Stallmeister und dementsprechend war das Tier wichtiger als sie.
"Oh... nun vielleicht kann ich ihm dennoch behilflich sein." So schnell würde der Rotschopf sicherlich nicht aufgeben. Allein ihr Sturkopf würde es niemals zulassen, dass sie jetzt schon das Feld räumte, schon gar nicht ohne den Baron einmal gesehen zu haben. Ohne ein weiteres Wort drehte sich der Fremde um und schlenderte in Richtung Stallungen davon, dass sich die Katze tatsächlich im letzten Moment ein Fauchen verbiss, dass in ihrer Brust emporzusteigen drohte. Züngelnd heiß lies ihr Temperament das Blut durch ihre Adern rauschen, war der Kerl tatsächlich eine harte Prüfung für ihre Beherrschung.

"Habt dank.... Gleich ein wenig versöhnlicher gestimmt und wieder mit einem entspannten Lächeln auf den Lippen, neigte sie kurz den Kopf in einer demütigen Haltung und tätschelte dann ihrer Stute vorsichtig den Hals. Sie war wirklich ein braves Tier.
"Seid ihr euch sicher, dass der Herr nicht irgendwo meine Dienste benötigen könnte? Ich bin schon eine Weile unterwegs und würde sehr gern wieder etwas zur Ruhe kommen und arbeiten."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Do März 09, 2017 10:11 pm

"Das wird der Baron entscheiden", antwortete Tilo da schlicht, als sie nach anderen Möglichkeiten fragte und ließ sie damit auch tatsächlich wieder allein da stehen. Er hatte genug zu tun und die Frau musste warten, wenn sie den Hausherren sprechen wollte. Eine Bedienstete huschte jetzt erneut aus der einstigen Villa, eilte mit zwei großen Eimern auf den Brunnen zu und ließ den kleineren Holzeimer am Seil hinunter. Er tauchte leise platschend in das Wasser ein, als die Kurbel lang genug gedreht wurde. Holz auf Holz reibend wurde bald darauf der volle Eimer mit dem sich stetig aufwickelnden Seil hochgezogen. Die Frau leerte das Wasser in den großen Eimer um und begann von vorne. Das wiederholte sich bis das Wasser in beiden großen Eimern nahe dem Rand schwankte. Sie hob sie auf, als wäre es nichts und ging zügig wieder ins Haus. Dabei plätscherte und gluckste es zwar leise in den Eimern, aber sie hatte offenbar einen Weg gefunden, sicherzustellen, dass trotzdem nichts verloren ging.

Eine andere Frau ging voll beladen mit Laken, Tuchendbezug und Polsterbezug, einigen Handtüchern und etwas das nach Vorhängen aussah, oben über den Torbogen hinweg vom kleinen Gebäude in das große Herrenhaus. So leise wie sie das eine verließ, trat sie in das andere hinein und dann war es wieder ruhig.

Für eine Weile geschah scheinbar nichts, außer der voranschreitenden Feldarbeit an den Mohnblumen. Dann kam die Frau wieder mit leeren Eimern, wiederholte die vorige Arbeit und verschwand erneut in der ehemaligen kleinen Villa. Eine andere Dienstmagd verließ etwas schmutzig das Herrenhaus. Sie hatte einen Eimer Wasser, Schrubbzeug und Tücher, die offenkundig Schmutz aufgenommen hatten, bei sich. Auch sie verschwand in dem kleineren Gebäude.

Dieses mal dauerte es nicht so lange, da war ein Hufgetrappel zu hören: tadim-tadup, tadim-tadup, tadim-tadup... kam es gemächlich näher. Der Reiter saß elegant aufrecht im Sattel und ging mit dem feinen Schritt des edlen Rappen geübt mit. Sein rotes Haar war wohl vom Wind ein wenig aus der Ordnung gebracht worden. Die langen Hörner auf seinem Kopf waren unmöglich zu übersehen und jetzt da er näher kam, wurde der aufmerksame Beobachter vielleicht auch seines Silberschmucks auf den Krallen gewahr. Remiron trug eine seiner feinen, jedoch vor allem am Gesäß gestärkten Hosen, sowie eine seiner bestickten, seidenen Tuniken, den edlen Mantel mit Fellbesatz, Lederhandschuhe und lederne Reitstiefel. Der Hengst war groß gewachsen und der Hausherr selbst passte sehr gut darauf, mit seinen eigenen zwei Metern Körpermaß.

Da er der die fremde Frau mit ihrer Stute sah, ritt er gemächlich und das Pferd letztlich nur mit einer Hand an den Zügeln haltend, näher an den Rotschopf heran. Tatsächlich war Remiron sich gewahr, dass sich offensichtlich niemand besonders um die Frau kümmerte. Er hielt in etwa drei oder vier normalgroßen Schritten Abstand von ihr an und betrachtete sie in aller Ruhe, ehe er sich erkundigte: "Was führt dich hier her."
Seine Augen waren von grüner Farbe und leicht gezeichnet von einem dezenten frühlingsgrünen Muster.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Do März 09, 2017 10:39 pm

Kaum das der Stallmeister außer Hörweite war, seufzte die Katze laut auf und schloss für einen Moment die Augen während sie den Kopf in den Nacken legte und die warme Sonne auf dem Gesicht genoss. Das war wohl die anstrengendste Unterhaltung gewesen, die sie jemals geführt hatte, oder eben nicht, denn dann wäre sie wohl informativer gewesen. Doch der Kerl war eben das was er war, ein Stallmeister und mit seiner ruhigen Art eben perfekt für die Stallungen geeignet. Seine stoische Ruhe würde auch das aufgescheuchteste Pferd wieder beruhigen und zahm werden lassen.

Und mit einem weiteren Seufzen sank der Kopf wieder nach vorne, dass die rotleuchtende, wallende Mähne unwillig der Bewegung folgte. Noch immer lagen ihre Finger am Hals des Tieres, dass sich zufrieden über den Eimer voller Wasser her machte und sie konnte den warmen Pulsschlag unter dem Fell spüren, der in seiner Monotonie etwas Beruhigendes inne hatte. Das war nun ja nicht unbedingt so verlaufen, wie es sich die Diebin vorgestellt hatte. Blieb nur zu Hoffen, dass das Treffen mit dem Hausherrn selbst besser verlief. So wenig wie die geschäftigen Bediensteten sie beachteten, tat es die Diebin ihnen gleich und konzentrierte sich in weiser Voraussicht auf ihre Aufgabe.

Das leise Hufgetrampel, dass sie stetig näherte, erreichte ihre Bewusstsein erst, als der Reiter beinahe schon den Vorhof erreicht hatte. Neugierig und erwartungsvoll fixierte Shay den Eingangsbereich und kam nicht um ein seichtes Staunen herum, als der Reiter mit wallend roter Mähen auf sie zuhielt. Eine der feinen Augenbrauen hob sich anerkennend in die Höhe als ihr Blick auf seine Hörner fiel und sie jene fasziniert musterte. War das der Baron? Musternd glitten das tiefblaue, katzenhafte Augenpaar über seine Gestalt und blieb wieder an seinen markanten Zügen hängen, die sie merkwürdig faszinierten. Das konnte tatsächlich interessant werden.

"Oh, verzeiht! Ihr müsst der Baron von Sommasflucht sein.", begrüßte ihn der Rotschopf und deutet einen seichten Knicks an, ehe sie sich wieder galant erhob und ein Lächeln die zartroten Lippen umspielte.
"Mein Name ist Shayela. Ich bin... oder war Dienstmädchen in Königsburg, ehe ich auszog, um ein wenig mehr von Riguskant zu sehen. Man sagte mir, dass es einen neuen Baron auf Sommasflucht gibt und ich wollte euch meine Dienste anbieten, wenn ihr den Verwendung habt dafür. Wieder folgte ein angedeuteter Knicks, ehe die junge Frau den Kopf zur Seite wiegte und zu dem Reiter empor sah, dessen Gesicht sie immer noch faszinierte. Für einen Wimpernschlag zu lange blieb ihr Blick auch an den Schienen hängen, die er über seinen Krallen trug und die so hell im Sonnenlicht glitzerten. Ein Gefühl von Unsicherheit und Verständnis mischte sich in das Meeresblau.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Do März 09, 2017 10:54 pm

Remiron quittierte ihre Erkenntnis mit einem leichten Nicken, blieb jedoch aufrecht auf seinem Rappen sitzen. Das schwarze Tier blieb auch vollkommen ruhig stehen, bis auf einen einzigen Hufschritt nach hinten. "So.. aus Königsburg. Das sind ja einige Tagesreisen", stellte er fest und betrachtete sie nun. Ein wenig nervös schien sie ja zu sein, so weit fort von daheim. Verletzt war sie offenbar nicht. Das war schon einmal erfreulich.

"Was hast du denn so gearbeitet, in Königsburg", nahm er ihre Vorstellung wieder auf, ohne übertrieben lange geschwiegen zu haben. Sein grün-frühlingsgrüner Blick war offen und aufmerksam, jedoch keineswegs misstrauisch. Zwar sah er noch nicht, wie er das junge Fräulein einsetzen sollte, denn er hatte wirklich ausreichend Mägde, aber dennoch wollte er wirklich gerne hören, wozu sie im Stande war. Schließlich würde er nie jemanden aufs Geratewohl nehmen, oder ablehnen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Do März 09, 2017 11:12 pm

"Ich bin auch schon eine Weile unterwegs, deshalb entschuldigt bitte meine Kleider... sie sind... ein wenig staubig., grinste der Rotschopf entschuldigend und klopfte neuerlich ein wenig auf ihre Hose, dass tatsächlich ein wenig Staub aufgebracht in die Luft wirbelte und sie leise kicherte ob der Demonstration. So offensichtlich hatte sie es dann doch nicht darlegen wollen. Der dichte Wimpernkranz hob sich wieder über die tiefblauen Augen hinweg und musterte ihrerseits wieder den Baron, dass sie den Kopf ein klein wenig in den Nacken neigen musste, immerhin war der Rappe recht hoch und kräftig gewachsen.

Wenn er ein Tierwesen war, dann konnte sie noch nicht erkennen, mit welchem Tier er infiziert wurde. Die Hörner wollten ihr ja einleuchten, aber sie kannte kein Tier mit Hörnern und Krallen! Vor allem so lange Krallen, wobei jene auch durch die Krankheit eine Abwandlung ihrer eigentlichen Form sein konnten nicht? Als er sie nach ihren Fähigkeiten fragte wurde das Grinsen ein wenig breiter.

"Nunja, ich kann recht einiges. Ich war einmal Zofe für ein junges, adeliges Fräulein und habe auch schon in der Küche gearbeitet. Ich weiß wie man Betten machten und die Räume fegt oder kurzerhand säubert. Für eine ältere Madame musste ich auch öfter einmal Singen, wenn ich ihr Gesellschaft leisten sollte. Ich finde mich im Haushalt sehr gut zurecht.", antwortete die Diebin wahrheitsgetreu. Es war nicht so, dass sie, bevor sie eine so glorreiche Karriere als Diebin angefangen hatte, nicht versucht hatte etwas anderes zu sein. Doch früher oder später war ihr immer ihre "Krankheit" in die Quere gekommen und sie hatte sich von den gewöhnlichen Berufen abgewandt.

"Ich denke mit etwas Zeit kann ich jede Aufgabe übernehmen, die ihr mir aufteilen würdet. Ich bin sehr gelehrig und wissbegierig. Der Rotschopf wollte ihn unbedingt überzeugen und funkelte ihn zuversichtlich an, wenngleich es sie störte, dass sie wirklich zu ihm hoch sehen musste. Seine Augenfarbe war wirklich faszinierend, das zarte Grün mit tiefen Moosflecken hatte wirklich etwas an sich, dass einen seichten Bann um den Betrachter webte, und dem man sich nur schwer entziehen konnte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Do März 09, 2017 11:30 pm

Remiron hob die Augenbrauen, als sich tatsächlich eine Staubwolke von ihrer Hose hob. Die Kleidung schien ihm unpassend für eine Dienstmagd seines Hauses, aber das ließe sich gewiss lösen. Ein wenig Unmut gepaart mit Erheiterung drang zu ihm durch, während der Staub sich auch schon wieder verteilte und 'verschwand'. Die anfänglichen Beschreibungen ihrer Tätigkeiten waren wenig hilfreich, um nicht zu sagen nutzlos. Er hatte weder eine Frau, noch Töchter und Damen, die vielleicht Teil des Besuchs waren, würden immer ihre eigene Zofe mitbringen.

In der Küche und den Räumlichkeiten war er so weit auch versorgt, aber das mit dem Singen fand Anklang. Dennoch regte sich Remiron nicht, sondern hörte ruhig ihre abschließenden Worte an. Sie schien wahrhaft von sich überzeugt und zuversichtlich, das was sie anbot tatsächlich erfüllen zu können. Auch die Gefühle, die er spürte, entsprachen diesem Auftreten. Das war etwas das Remiron durchaus gefiel. Zudem war sie bereit zu lernen und auch hier war keine Falschheit in ihr zu finden, soweit er das beurteilen konnte.

"Eine Sängerin habe ich nicht. Welche Lieder kennst du denn? Beschränkt sich das auf Riguskant, oder bietest du auch Gesangliches aus anderen Ländern", wollte er letztendlich wissen. So recht wusste er noch nicht, ob ihm ihre Singstimme wohl gefallen würde. Abgeneigt war er dem Klang jedoch schon einmal nicht.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Fr März 10, 2017 8:38 am

Und wie es die Katze schon befürchtet hatte, wählte der Hausherr genau das, was ihr eigentlich das komplizierteste erschien, das Singen. Natürlich konnte sie singen, sie war eine Katze und allein das glockenhelle Miauen erforderte ein gewisses gesangliches Grundpotential, zumindest als Mensch. Ansonsten klang es nämlich von der Tonalität her eher wie ein nervtötendes Muhen einer Kuh. Gut das war heillos übertrieben, aber so empfand es der Rotschopf dennoch. Augenblicklich erhellten sich die feinen Züge in seichter Erleichterung, dass sie tatsächlich etwas hatte, was dem Hausherrn zu gefallen schien. Es würde ihr wesentlich mehr Zeit verschaffen, die sie absolut benötigte.

"Oh, ich kenne einige Lieder, zum Beispiel..." Fieberhaft begann die Diebin in ihrer Erinnerung nach den beinahe vergessenen Liedern zu stöbern, wiegte dabei den Kopf nachdenklich zur Seite. Wirklich oft hatte sie nun nicht darauf zurück greifen müssen. "Die Räuber,.... Es waren zwei Königskinder,... ein tragalûnisches Wiegenlied, hm... Das Nachtlied der Schwingen Baritons,...Wenn hell die goldne Sonne lacht." Es waren zunächst nicht viele Verse, die ihr in den Sinn kommen mochten, mussten die restlichen erst vom Staub des Vergessens befreit werden und wieder geübt um fehlerlos aus ihrer Erinnerung hervorgezogen werden zu können. Dennoch hoffte der Rotschopf, dass ihm diese Antwort zunächst reichen würde.

"Ich kenn ein paar aus Tragalún und dem Forcewald, aber hauptsächlich jene aus Riguskant."" Wobei jene aus dem Forcewald meist die schwierigsten Waren, was die Technik und Klangfarbe betraf, aber somit auch zumindest für ihre Ohren die Interessantesten. Um der Frage, die wohl schon auf seinen Lippen brannte vorweg zu greifen, bot Shay lächelnd an, "Möchtet ihr eine Kostprobe hören, um zu sehen, ob euch überhaupt gefällt, wie ich singe?"

Ohne wirklich eine Antwort abzuwarten, zerrte sie in ihrem Kopf rasch ein paar Verse aus dem Lieblingslied hervor, dass sie als Kind immer mit ihrer Schwester zusammen geträllert hatte. Sie atmete tief ein, spannte das Zwerchfell an und reckte die Schultern ein wenig nach Hinten, um eine angenehm aufgerichtete Haltung zu haben. Kurz für sich summte sie den ersten Ton, um zu überprüfen, ob sie auch den richtigen wählte und begann dann zu singen.

"Es waren zwei Königskinder,
Die hatten einander so lieb,
Sie konnten zusammen nicht kommen,
Das Wasser war viel zu tief.

Herzliebster, kannst du nicht schwimmen?
Herzlieb, schwimm herüber zu mir!
Zwei Kerzen will ich hier anzünden,
Und die sollen leuchten dir."


Die ersten Worte mochten noch kurz etwas unsicher gewesen sein, doch dann fand der Rotschopf sich recht schnell wieder ein und gewann immer mehr an Sicherheit, je lebhafte ebenso ihre Erinnerungen an ihre Schwester aufblühten. Und ebenso wie das Lied  an sich als fröhliches Kinderlied gedacht war, trug es im Grundklang eher schwere mollige Töne, die die Dramatik der Fortschreitenden Geschichte tragen sollten. Ebenso bittersüß waren die Erinnerungen an ihre Schwester, mischte sich Trauer in die damals empfundene Lebensfreund und färbte sie dunkler. An sich ein sehr tragisches Lied, wenn man dem noch Kommenden lauschte, doch fürs erste sollte es wohl genügen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Fr März 10, 2017 11:44 am

Da war deutliche Unsicherheit, gepaart mit Nervosität und einem Hauch von Zweifel. Ebenso konnte er die Abwertung spüren, die sie für ihre eigene Kunst empfand. Sie lehnte ihren Gesang wohl als nicht all zu besonders ab und vielleicht war dies auch stimmig und sie hatte es deswegen nicht sehr häufig gebraucht. 'Öfter einmal' klang jedenfalls nicht nach vielen musikalischen Abenden und bei der älteren Dame mochte es auch gewesen sein, dass diese Frau Fehler nicht so unbedingt hörte.

Remiron hatte zwar noch sagen wollen, dass er von Shayela keine Kostprobe so direkt nach der Reise und bei womöglich ausgetrockneter Kehle verlangte, doch da begann sie auch schon eines der Lieder zu singen. Wenn es wenigstens 'Wenn hell die goldne Sonne lacht' gewesen wäre, aber doch kein so frivoles Lied über die verbotene Liebschaft zweier Geschwister, die so viele Kinder unschuldig daher sangen.

Es war zwar seine Art, Gespräche generell in Arcum zu beginnen, jedoch befand er nun, dass es bei einer Magd, oder Zofe, aus Königsburg unnötig war, auf Rigusta zu verzichten. Daher gebrauchte er seine Muttersprache nun auch, als er höflich zu Shayela sprach: "Danke, das genügt."

Er wollte wirklich nicht diese trübselige Geschichte in ihrer vollen Entfaltung hören. Ihre Singstimme konnte durchaus noch Ausbildung vertragen, auch wenn sie an Zuversicht und Sicherheit gewonnen hatte. Offenbar berührte sie dieses Lied in irgendeiner Weise, da sie gerade eben dieses auswählte und die Trauer, die sich in ihr bemerkbar machte, durchaus zu den unglücklich Liebenden passte. Versetzte sie sich also zumindest derart in die Geschichte hinein, dass ihre Stimme etwas von ihrer Tragik vermitteln konnte?

Was sie jedoch bisher aufgezählt hatte klang für ihn eher ungeeignet, um es bei adeliger Gesellschaft zu nutzen. Für die Arbeiter und Dienstboten reichte es höchstwahrscheinlich, aber mehr konnte er nicht in ihr sehen. Es stand jedenfalls außer Frage, dass sie für seine Gäste singen würde. Seine Augen hatten ihr Frühlingsgrün verloren, so dass sie nun dunkler erschienen in dem satten Grün, das von seiner nach wie vor entspannten Stimmung kündete. Da sie gesanglich leider nicht überzeugte, erkundigte er sich nun: "Bist du auch des Schreibens und Lesens befähigt?"
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Fr März 10, 2017 9:48 pm

Der letzte Hauch der Erinnerungen schwang noch im lauen Mittagswind mit, als die Singstimme längst verstummt war und nur ihren Körper noch in dem erlebten Gefangen hielt. So viele Emotionen, die ineinander verwischt wurden in einem einzigen Lied und sie empfand alle davon, wenngleich sie sich nur für einen Augenblick aus der Wirklichkeit und der Gegenwart des Barons verlor. Für einen kurzen Moment senkte sie den Kopf und starrte auf ihre Zehenspitzen, mochte es für den Reiter so wirken, als wäre sie zerknirscht über seine Reaktionen. Man hätte wohl erwarten können, dass sie sich mehr erwartet hatte, doch dem war nicht so.

Um ehrlich zu sein war die Diebin sogar ein wenig froh, dass ihm ihre Singstimme nicht so zusagte, als dass er sie tatsächlich als Sängerin einstellen wollte, wenngleich ein sehr femininer Teil ihrer Selbst durchaus gekränkt auf so wenig Reaktion reagierte. Es wäre ein leichter Weg gewesen sich Zugang zu seinem Hof zu verschaffen, aber ebenso auch der anstrengendste. Dennoch verlief das Gespräch absolut nicht so wie erwartet. Normalerweise half ihr hübsches Gesicht und die bemerkenswert exotischen Augen schon ein Stück, um gewisse Sympathiepunkte zu ernten. Dieser Baron schien jedoch völlig unberührt davon, zeigte er sich zwar freundlich aber nur bis zu dem Maße, das wohl auch gefordert war.

"Oh, ja ich kann lesen und schreiben.", wechselte der Rotschopf automatisch ebenfalls ins Rigusta und wiegte den Kopf zur Seite, unschlüssig darüber welchen Verlauf dieses Gespräch noch nehmen wollte. Weiters empfand sie es als verwunderlich, dass er sie von Anfang an so persönlich angesprochen hatte und nicht wie es die Höflichkeit gebot in der dritten Person das Wort an sich richtete. Einmal abgesehen von seiner äußerlichen Erscheinung, die durchaus nicht unbedingt unattraktiv war, war er eine der merkwürdigsten Personen, denen sie jemals begegnet war. Vielleicht deshalb weckte er eine gewisse Neugierde in der Katze, der sie sich schon immer nur schwer hatte entziehn können.

Ein wenig geknickt funkelte das Tiefe Blau dem Grün entgegen, abwartend, wie wohl sein Urteil lauten mochte, während sie eisern das Lächeln auf den Lippen hielt und versuchte so gutherzig wie möglich zu wirken, ohne den animalischen Teil der Katze zu offenbaren, der tatsächlich ein wenig beleidigt war und abwertend das Näschen rümpfte über so viel Kritik.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Fr März 10, 2017 11:07 pm

Als das Lied verklang und die Frau sich langsam wieder fing, war Remiron irgendwo erleichtert, dass ihre intensive Gefühlsmischung wieder verebbte und Shayela wieder konzentrierter auf ihre gegenwärtige Umgebung war. Zwar verschwand das Khaki auch sehr rasch wieder, aber das Grün war nun um so intensiver. Dass sie sich freute, als er lediglich bekannt gab, dass es genug des Gesanges wäre, bestätigte ihm seine vorige Wahrnehmung ihrer eigenen abschätzigen Haltung zu ihrem musikalsichen Können.

Oh, sie war schön, keine Frage. Remiron wollte sich davon aber nicht allein leiten - oder verleiten - lassen. So manche Dame, Zofe, oder auch Dienstmagd hätte ihm durchaus auch bei Hofe gefallen. Es lag ihm jedoch fern diesen Gelüsten nachzugeben, auch wenn gerade das, dereinst eine schwere Lehrzeit war. Selbstbeherrschung hatte er nur mühsam erlangt, doch nun war sie tief in ihm verankert.

"Mhm", gab er leise von sich, als sie ihm bestätigte schreiben und lesen zu können.
Kurz darauf rief er: "Meister Tilo!"

"Wir werden sehen, ob du dich eignest..", meinte er beiläufig zu Shayela und schenkte dem heraneilenden Stallmeister seine Aufmerksamkeit, der natürlich auch gleich fragte, was er für den Herrn Baron tun könne.

"Wer hat ihrem Tier Wasser gebracht", wollte Remiron wissen.

"Der Stute? Das war ich selbst, Herr Baron. Ich konnte aber nicht bei ihr bleiben... Die Pferde gehören gestriegelt, die Boxen ausgemistet, neues Stroh gestreut, die Futterkrippen und Wassertröge gefüllt, die Arbeitsgeräte", begann er zu erklären und Remiron hob beschwichtigend die Hand.

"Ist ja gut. Ich weiß ja, dass du immer viel zu tun hast", beruhigte ihn Remiron und blickte dann erneut auf Shayela, ehe er anfügte: "Zeig ihr, wo sie die Stute bis morgen unterstellen kann. Helft ihr bei der Versorgung und dann bringt sie bitte zu Maleka. Sie wird sie schon zu irgendeiner Arbeit einteilen können... und sie soll ein Bett für Shayela finden. Morgen früh soll sie zu mir geschickt werden, damit ich mir ansehe, wie ihre Schrift aussieht."

"Gewiss, Herr Baron. Ganz wie Ihr wünscht", versicherte Meister Tilo und nahm die Zügel des schwarzen Hengstes entgegen, da Remiron abgestiegen war und ihm diese überreichte. Danach verschwand der Hausherr ohne ein weiteres Wort zu Shayela. Er sah sie nicht einmal zum vorläufigen Abschied an, sondern stieg elegant und unbekümmert die Treppe zum Herrenhaus hinauf. Dort öffnete sich ihm auch wie von selbst, die doppelflügelige Tür auf beiden Seiten.



"Hattet Ihr einen angenehmen Ritt, Herr Baron. Ich nehme an, es war alles in Ordnung", konnte sie vielleicht mit feinen Ohren noch die Worte des Dieners hören, dann noch leiser Remirons Antwort: "Danke, es war sehr angenehm. - Ja, es war alles zu meiner Zufriedenheit. War hier viel los, während ich fort war?"
Die Türflügel schlossen sich.



Meister Tilo lenkte Shayela aber wahrscheinlich ab, denn er sprach sie gleich an: "Also gut, komm mit. Sha-yela.. war dein Name, oder?" Er hatte kurz nachdenken müssen, aber nun führte er sie mit ihrer Stute und selbstverständlich den schwarzen Hengst in den Hinterhof. Die Hufe waren deutlich zu hören und bald kam Tilo ein Stallbursche entgegen.

"Nein, du bist noch nicht so weit, Gerulon. Der Rappe geht dir glatt noch durch, wenn du doch zögerst", erklärte der Stallmeister. Tatsächlich wirkte der Bursche recht erleichtert. Tilo befahl ihm nun: "Kümmer dich lieber um die Stute. Sie gehört Shayela hier. Beide dürfen bis morgen früh hier bleiben."

Damit verschwand der Stallmeister auch mit dem Rappen durch eines der offenstehenden Tore, wo er ihn vor seine Box führte. Diese war bereits vollständig gereinigt und für die Rückkehr des Hengstes vorbereitet. Hier am Gang wollte ihn Tilo aber noch absatteln und versorgen.



Shayela wurde dagegen etwas verlegen von dem etwa zweiundzwanzig-jährigen Stallburschen angelächelt. Dann blickte er auf die Stute und meinte wesentlich entspannter: "Also gut.. Ich weiß schon, wo wir sie unter bringen."
Er führte sie also beide auf eine Stalltüre zu, hinter der Boxen für die Reit- und Kutschpferde der Gäste waren. Dort am Gang deutete er auf eine Stelle, an die das Tier angebunden werden konnte.

"Hier, binde sie fest. Ich hole Trockentücher, Striegel und Bürste.. Etwas Stroh und Futter sollten wir dann auch für sie holen... Bin gleich zurück", meinte er und war froh, dass er mit Shayela einfach nur die Aufgaben besprechen konnte und nicht sonst etwas zum Reden finden musste. Er brauchte auch wirklich nicht all zu lange, um die Tücher und Werkzeuge zu holen. Als er wieder bei ihr war, erklärte er: "Habe vorsichtshalber auch einen Kratzer geholt."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Fr März 10, 2017 11:51 pm

Es war wie ein Schlag, der die Zeit jäh stillstehen lies und ihr durch die Glieder fuhr, wenngleich die äußerlichen Anzeichen weitaus geringer waren. Tatsächlich weiteten sich die katzenhaften Pupillen nur etwas, als da einfach so die Augenfarbe des Herrn wechselte, wie die Blätter im Herbst, nur anders herum. Von einem Gelb wieder zurück zu grün. Und mit dem nächsten Wimpernschlag war da doch wieder nur jene moosgrüne satte Farbe, die er schon zu Anfang inne gehabt hatte. Einbildung?

Shayela wusste es nicht, dennoch lies es sie für einen Herzschlag lang stocken, wenngleich sie jenes innere Stolpern geflissentlich mit einem Lächeln überspielte, in dass sich immer noch seichte Verwirrung mischte ob der Frage nach ihren Schreib- und Lesefähigkeiten. Sie besaß sogar eine recht schöne Handschrift, die den typischen femininen Schwung innehatte und eine gewisse Eleganz auszeichnete, wenngleich der Weg dorthin unglaublich mühsam gewesen war. Da es sich Shay mehr oder minder selbst beigebracht hatte, einmal abgesehen von den Grundzügen, hatte sie beinahe 4 Jahre dafür benötigt. Eine mühseelige Zeit, mit recht vielen frustrierten Ausbrüchen und wütendem Zetern.

Als der Herr Baron, dessen Name sie noch immer nicht kannte, den Stallmeister wieder herbei rief, zog der Rotschopf überrascht eine Augenbraue in die Höhe und verfolgte die kurze Unterhaltung aufmerksam, ehe ein helles Grinsen ihre Lippen zierte, als er ... Tilo anwies, ihr zu zeigen, wo sie die Stute unterstellen konnte. Es war tatsächlich Freude, die ihre feinen Züge erhellte, als sie die erste Hürde überwunden hatte, vorerst, aber dennoch ein kleiner Triumph nicht? Selbst das der Hausherr sie ohne ein weiteres Wort der Verabschiedung verlies, konnte ihre Laune nicht trüben. Ein wenig unhöflich war er ja, nun ihr konnte es egal sein.


"Ja, ja genau. Shayela, oder einfach nur Shay",, antwortete die Diebin Meister Tilo und führte ihre Stute neben dem Rappen her, als schon der Stalljunge entgegen geeilt kam und schließlich ihr und ihrer Stute annahm. Und das Grinsen auf den Lippen der jungen Frau wurde noch eine Spur breiter, als sie den verlegenen Blick des Jungen sah, der wohl nicht recht wusste, was er mit ihr anfangen sollte, oder ein wenig irritiert von ihrem Blick war, der ihn ein klein wenig taxierte.

"Vielen Dank für deine Hilfe.",, schmunzelte der Rotschopf und führte ihr Pferd zur besagten Stelle, um ihr dort die Trense abzunehmen und das Halfter anzulegen, ehe sie sie festband und noch einmal den Knoten kontrollierte. Während der Stallbursche alle übrigen Dinge holte, um sie trocken zu rubbeln, löste Shay derweil den Gurt des Sattels und hob ihn über einen breiten Balken. Sie zog ebenfalls die Satteldecke vom Rücken des Tieres und stellte mit einem seichten Stirnrunzeln fest, dass das Tier darunter tatsächlich völlig verschwitzt war. Kein wundern nach dem Weg den sie zurück gelegt hatten. Vorsichtig tätschelte die Katze der Stute den Hals und strich ihr über die Stirn.

"Tut mir leid, dass du mit mir noch Mühe hast. Ich werde mich bessern, versprochen.",, flüsterte sie dem Tier zu, ehe schon der Stallbursche zurückkehrte.


"Danke... Gerulon? Richtig?", Die Diebin hatte seinen vermeidlichen Namen vorhin von dem Stallmeister aufgeschnappt. Ohne zu zögern griff sie nach einem Tuch und strich damit über den Rücken des Tieres, dass leise schnaubte und den Hals entspannt etwas senkte.

"Bist du schon lange im Dienste des Barons? Wie ist er so? Ist er ein netter Herr?", Die Neugierde stand ihr ins Gesicht geschrieben und wieder musterten die tiefblauen Augen den Stallburschen eindringlich, während sie versuchte ein Gespräch aufzubauen


Zuletzt von Shayela am Sa März 11, 2017 10:57 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Sa März 11, 2017 10:50 am

"Äh.. ja.. ja, Gerulon ist mein Name", bestätigte der Stallbursche und machte sich mit der Stute etwas bekannt, damit diese nicht vor ihm scheuen sollte. Danach begann er ihren Hals zu striegeln und gleich darauf zu bürsten. Er ging sehr sorgfältig dabei vor, denn Meister Tilo würde seine Arbeit sicher überprüfen. Für Shayela hatte er auch einen Striegel und eine Bürste geholt.

Auf seine Arbeit bedacht, verlor der Bursche kein Wort. Ihr nachfragen ließ ihn jedoch kurz lächeln, ehe er schmunzelnd erzählte: "Ich bin erst seit ein paar Monaten hier. Was ich sagen kann, ..Ich arbeite lieber für ihn als für einen seiner Vorgänger."

Er bemerkte, dass dies missverständlich sein konnte und erklärte daher: "Ich meine, ich habe an anderen Gutshöfen und auch für einen Adeligen gearbeitet. Hab' sie verlassen und bin hier gelandet. Der vorige Baron hat mich eingestellt und seither bin ich hier. Gefällt mir auch besser als anderswo. Mit dem neuen hatte ich noch kaum zu tun. Ich kümmere mich um die Pferde, das genügt."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Sa März 11, 2017 7:08 pm

Sorgsam glitt das Tuch über das nasse Fell der Stute, während sie zeitgleich gestriegelt wurde und sich diese Behandlung sichtlich gefallen lies. Zufrieden schnaubte das Pferd und blähte dabei die Nüstern etwas, wohl wissen, dass es sich die Ruhe zumindest für heute redlich verdient hatte. Und ebenso sah es auch die Katze, weshalb sie sich besonders viel Mühe gab das treue Tier zu pflegen. Ihre Finger griffen nach dem Striegel und begannen dass weiche Fell vom Staub der Straßen zu befreien, dass es nach einigen Zügen schon wieder zu glänzen begann, immerhin war die Stute, einmal abgesehen von der Müdigkeit, in sehr guter Verfassung.

"Freut mich, Gerudon. Mein Name ist wie Meister Tilo schon sagte Shayela, aber Shay reicht völlig.", stellte sie sich vor und lächelte dem Jungen freundlich zu, vorsichtig, immerhin wollte sie ihn nicht verunsichern. Sie beschlich das seichte Gefühl, dass er eher scheuer Natur war und nicht unbedingt oft mit dem weiblichen Geschlecht sprach, zumindest würde es seine etwas unbeholfene Art erklären. Seine Antwort zauberte feine nachdenkliche Falten auf die Stirn des Rotschopfes und sie stockte für einen Moment in ihren Bewegungen, darüber nachdenkend, was er wohl damit meinten könnte.

Das Fragezeichen auf ihrem Gesicht musste wohl allzu deutlich gewesen sein, erklärte sich Gerulon rasch und lieferte ihr die nötigen Informationen, um seine Worte zu einem vollständigen Bild zusammen zu fügen.
"Ach ich verstehe. Du warst beim vorherigen Baron? Wie war jener so? Wie lange ist der Wechsel den her? Es scheint mir noch nicht allzu lange zu sein?", fragte die Diebin vorsichtig weiter und versuchte so unauffällig wie möglich mehr Details über die Situation zu bekommen. Sie wollte unbedingt mehr über den ominösen Hausherrn herausfinden, vielleicht würde sich irgendetwas noch als nützlich erweisen.

"Ich muss sagen du kannst sehr gut mit Pferden. Amalya scheint dich sehr zu mögen., schmunzelte Shay, als sie sah wie ruhig sich die Stute unter den Händen des Jungen verhielt. Natürlich war sie eine sehr zahmes Pferd, aber dennoch lies sie sich nicht sofort von Jedem anfassen. Doch der Stallbursche schien den richtigen Beruf gewählt zu haben, bildete er wohl die Ausnahme der Regel.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Sa März 11, 2017 8:55 pm

Kurz überlegte er, sie zu korrigieren, aber bestimmt hatte Shayela sich nur versprochen. Falls nicht, konnte er es ihr ja immer noch sagen. Er selbst lächelte und nickte, dann wiederholte er: "Shay also... schöner Name. Kommst du von weit her? Als was wirst du hier arbeiten?" Nun traute er sich doch Fragen zu stellen. Immerhin schien sie ja ganz nett zu sein. Ihre Fragen dagegen waren ihm irgendwo unangenehm. So antwortete er zögernd: "Tjaaa, weißt du... ich hab den Herrn Baron kaum kennengelernt. Hab ja auch fast nur mit den Tieren zu tun. Und halt.. mit Meister Tilo.. und so.."

Den jetzigen Baron? Kannte er den? Nun, wenn er es so bedachte, eigentlich nicht. Das sagte er Shay dann auch: "Naja, und der Herr Baron... so oft hat der von mir noch nichts gebraucht... Kann nicht sagen, dass ich ihn kenne.. darf ja auch seinen Rappen noch gar nicht anfassen. Obwohl Meister Tilo sagt, nicht mehr lange und dann habe ich den Dreh 'raus. Dann darf ich ihn auch führen ..und so."

Mit einem etwas schiefen Grinsen fügte er hinzu: "Seine Box ausmisten und füllen und sein Fressen bereiten.. das darf ich allerdings schon." Er seufzte, als freue er sich wirklich auf den Tag, an dem Tilo ihm erlauben würde den Hengst zu halten, zu pflegen und zu führen. "Aber bald.. und dann bin ich nach Tilo der erste der den Rappen handhaben darf", erklärte er ein bischen stolz. Ob er damit bei der Schönheit punkten konnte? Es war jedenfalls nicht gelogen, dafür war er viel zu ehrlich.

"Amalya ist bestimmt ein sehr gutes Pferd", meinte er, während er seine Arbeit weiterhin fortsetzte. Sie sah auch gut aus, überhaupt jetzt, wo Schweiß und Schmutz mehr und mehr aus ihrem Fell schwanden, wobei sie von anfang an durchaus eine gewisse Pflege aufwies - aber eine lange Reise merkte man der Stute doch an, wenn man ständig von Pferden umgeben war.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am So März 12, 2017 1:59 pm

"Oh danke.", Es schmeichtelte der Diebin, dass er ihren Namen als schön empfand. Ob sie ihn wohl schon immer getragen hatte? Oder hatten ihre Eltern ihr einen anderen Namen angedacht? Immerhin hatte sie sie nie kennen gelernt. Nun, es spielte aber auch keine Rolle, sie war sehr glücklich mit dem Namen ihrer Zieheltern. Wenngleich es ihr ein Grinsen entlockte, dass der Stallbursche tatsächlich zu reden begann und etwas seine Schüternheit fallen lies, so waren ihre Hoffnungen doch größer gewesen, als er sie erfüllen konnte.

Er war wohl zu weit weg, um wirklich viel über die Sache mit dem Wechsel der Adeligen zu wissen und leider auch noch nicht lange genug auf dem Hof. Die Zeit war dennoch auf der Seite der Katze und sie ja gerade erst angekommen. Eine seiner Zofen wusste sicherlich mehr und konnte ihr erzählen, was ihr überhaupt vorgefallen war, oder wie es zu dem Zwist zwischen ihrem Auftraggeber und dem Baron kam. Sie stürzte sich niemals blind in einen Auftrag, sondern immer alle Details. Es trug wesentlich zum Gelingen eines Auftrags bei und wenn sie jenen tatsächlich zur Zufriedenheit erfüllen konnte, musste sie sich die nächsten Jahre keine Sorgen mehr über leere Teller oder knurrende Mägen machen.

Als der Stallbursche den Rappen des Baron erwähnte beugte sich die junge Frau etwas vor und linste durch den Stall, konnte das schöne Tier aber nicht aus ihrer Position sehen. Wie das Tier so sein Reiter? Vielleicht benötigte Remiron auch eine stärkere Hand und besondere Pflege. Der Gedanke entlockte ihr ein leises Kichern, als sie wieder zu Gerulon sah, der damit begonnen hatte die Hufe der Stute auszukratzen.
"Ist der Rappe den so ein eigenwilliges oder anspruchsvolles Pferd? Oder vielleicht so wild? Er sieht auf jeden Fall sehr gut aus.",, bemerkte der Rotschopf und nickte zustimmend, als er ihre Stute ansprach.

"Sie ist vorallem ein sehr gutmütiges und geduldiges Pferd..",, lachte Shay leise und tätschelte dem Tier wieder den Hals, ehe sie damit fortfuhr sie zu striegeln und tatsächlich etwas entspannendes darin fand. "Ich bin noch nicht unbedingt geübt im Reiten und sie gleicht wohl sehr viele meiner Fehler aus, weshalb sie auch so erschöpft ist. Der Ritt war zwar nicht unbedingt kurz, aber ich denke es kostet sie noch etwas mehr Kraft mich zu tragen und auszubalancieren.",, lächelte sie versöhnlich gen ihrem Begleittier.

"Darf ich dich etwas fragen, Gerulon?", Die Katze hatte die Stimme fast bis auf ein Flüstern gesenkt und sah sich kurz nach dem Stallmeister um, ehe sie verschwörerisch hauchte. "Ich hm.. habe es nicht geglaubt, aber der Baron hat tatsächlich Hörner auf dem Kopf. Ist er wirklich ein Tiermensch?.",
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am So März 12, 2017 2:25 pm

Sie bedankte sich, dass er ihren Namen schön fand. Also hatte er es geschafft, ihn zu 'loben' und dabei gleichzeitig beiläufig und ernst genug gewirkt, dass sie es auch ernst nehmen und nicht als hohle Worte abtun konnte. Das war ein guter Anfang! Oh, aber genau solche inneren Aufregungen waren es, die ihn noch fern hielten vom Rappen.

Vom Rappen erzählte er ihr auch gerne, schließlich träumte er davon das Tier bald versorgen und führen zu dürfen, auch wenn er es leider nie reiten würde. Er erinnerte sich gut an etwas, das recht bald nach seiner Ankunft geschehen war: "Nah.. er fühlt nur sehr stark, ob derjenige, der mit ihm umgeht nervös ist.. oder unsicher was er tun soll.. und er wird ungestüm, weißt du.. etwas wild.. wenn er die Gelegenheit wittert... Einer der anderen Stallburschen hat ihn kurz nach meiner Ankunft hier aus der Box führen wollen, aber gezögert. Da hat ihn der Hengst umgerannt und ist aus der offenen Box rausgeprescht, durch das Stalltor und hinaus auf den Hof... Das hat Meister Tilo dann natürlich bemerkt. Der Rappe ist zum Glück zur Koppel gerannt, da gibts sonst auch noch Wiese... Habe den Stallmeister bisher nie mehr so aus der Haut fahren sehen... hat dann auch Stunden gedauert, ehe er den Rappen wieder eingefangen hatte. Oh.. das gab eine Schelte sag ich dir... Wenn dem Rappen etwas passiert wäre! Seither hat keiner mehr einen Fuß in die Nähe des Schwarzen gesetzt. Also, außer Meister Tilo und dem Herrn Baron natürlich..."

Er erzählte es ruhig, aber doch drang ein wenig von seiner erinnerten Aufregung hindurch. Seine Arbeit hatte er auch unterbrochen, nun besann er sich wieder und striegelte die Stute weiter. "Ja, da kann ich dir ja vielleicht mal helfen, wenn sich Zeit findet... Aber, so wie ich es verstanden habe, reist du ja morgen schon wieder ab", meinte er erst begeistert von seinem Einfall und dann doch zerknirscht, weil es dazu wohl gar nicht erst kommen würde.

Als sie dann flüsternd so direkt nach dem Baron fragte, sah sich der Gerulon unwillkürlich um, ob auch wirklich niemand in der Nähe war, dann flüsterte er ihr zurück: "Bsscht..! Ist das nicht offensichtlich? Was sollte er sonst sein? ..Du darfst ihn aber auf keinen Fall darauf ansprechen. Dann schickt er dich bestimmt fort."
Gerulon sah sich nochmals um und bestätigte dann: "Am besten, du redest gar nicht davon."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am So März 12, 2017 3:07 pm

Aufmerksam lauschte die Diebin den Worten über den Rappen und dessen zügelloses Temperament wohl schon einige Stallburschen das Genick gebrochen hatte. Hoffentlich nicht Wortwörtlich. Er war einfach so ausgebrochen? Das klang tatsächlich nach einem Tier, dass einen eigenen Kopf hatte und jegliche Unsicherheit und Schwäche sofort zu seinem Vorteil nutzte. Der Baron musst ein ausgezeichneter Reiter sein mit starker Hand, wenn er trotzdem fähig war den Rappen zu führen. Und wen er tatsächlich seinem Reittier ein wenig ähnlich war, musste sie unbedingt ihre Tatik ändern und wesentlich sicherer auftreten.
"Oh, das klingt tatsächlich danach, als wäre er ein sehr schwieriges Tier, wenn man sich nicht sehr sicher ist, was man tut."

Shay stimmte ihm völlig zu und lachte dann leise. "Ohje, dann darf ich ihm wohl niemals zu nahe kommen. Er würde mir genauso durchgehen, wenn nicht schlimmeres.", grinste sie und seufzte dann ebenfalls bedauerlich, als er meinte, ihr doch helfen zu können, was ihre Reitfähigkeiten betrifft.
"Nun ich hoffe doch, dass der Herr mich einstellen wird oder eine Aufgabe für mich findet. Ich würde zu gerne hier blieben. Es schein sehr interessant zu sein. Weißt du den zufällig, ob er zufällig jemanden sucht?"


Shay wusste, dass es wohl nicht gern gesehen war, wenn jemand so offen die Andersartigkeit des Baron ansprach, weshalb sie zuvor selbst überprüft hatte, ob der Stallmeister in Hörweite war. Erst als sie sich sicher gewesen war, hatte sie leise die Frage gestellt, die Gerulon eben wieder nervös machte, dass er ihr leise zuzischte.
"Verzeihung, ich bin so schrecklich neugierig. Ich habe mich nur gefragt, was es für ein Tier sein mag... aber ich werde deinen Rat beherzigen.", versprach sie und nickte zustimmend, als er ihr noch einmal nachdrücklich riet, lieber nicht danach zu fragen, oder am Besten wohl nicht darüber nachzudenken.

Mittlerweile war die Stute wieder sauber und frisch gepflegt und schien wieder sehr zufrieden mit der Welt zu sein.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am So März 12, 2017 3:43 pm

Gerulon nickte bestimmt und flüsterte ihr zu: "Es heißt, der Herr Baron hat lange gebraucht bis er den Rappen reiten konnte." Danach zuckte er die Schultern und erklärte leise sprechend: "Meister Tilo kann den Schwarzen ohne Probleme reiten. Es ist erstaunlich. Einerseits ist er sanft mit den Tieren, andererseits kann er so herrisch sein.. Er sagt, es braucht immer das rechte Maß. Und das stimmt wohl auch."

Als Shayela anmerkte, dass ihr der Hengst durchgehen würde, nickte der junge Stallbursche eifrig: "Ja! ..Ja, halte dich lieber fern von ihm. Meister Tilo hat gesagt, er lässt mich erst heran, wenn ich scheue Pferde rasch beruhigen und unwillige Tiere gefügig machen kann.. wenn ich genau weiß, wann ich die Zügel kürzer nehmen muss, und wann ich dem Tier mehr frei geben kann. Ich habe schon viel gelernt, sehr vieles in der kurzen Zeit bei Meister Tilo. - Aber er ist immer noch nicht ganz zufrieden mit mir."

Sie kamen gut mit der Stute voran und so überließ Gerulon Shayela den Rest des Fells und die Hufe. Shayela hatte ihn wegen Arbeitsstellen am Gut des Barons gefragt. Statt ihr zu antworten, meinte er zunächst nur: "Moment." Danach ging er etwas weiter nach hinten. Als er mit einem leeren Eimer zurückgekehrt war, antwortete er ihr: "Ich hole Wasser für Amalya... mach du einstweilen die Hufe - und was die Arbeit betrifft... Ich bin sicher, der Herr Baron wird das alles in Ruhe mit dir besprechen."

Er hatte eigentlich schon viel zu viel erzählt, dafür, dass Shayela womöglich schon am nächsten Tag wieder abreisen würde. Da kam es ihm recht gelegen, sich wieder abzukühlen, während er das Wasser vom Brunnen holte. Es würde auch ein bisschen wärmer werden, während das Pferd die Hufe gesäubert und die Mähne ausgekämmt bekam. Dabei fiel ihm auf, dass er den entsprechenden Kamm ganz vergessen hatte. Meister Tilo wäre schon wieder unzufrieden mit ihm. Allerdings würde den Stallmeister noch viel mehr ärgern, dass er angefangen hatte zu plaudern, als könne jeder alles über den Baron wissen. Wenigstens hatte er ein paar der wichtigsten Dinge noch für sich behalten.

Als er zurück in den Hinterhof kam, fragte ihn Tilo, wie lange sie denn noch brauchen wollten - zu zweit, für ein Pferd. Gerulon versicherte, dass sie sehr bald fertig wären, holte eilig einen Kamm und schritt zügig auf Shayela und Amalya zu. Kaum dort, füllte er den Wassertrog für die Stute auf und teilte der jungen Frau mit: "Ich hole noch etwas um es in die Box zu streuen... später bringe ich ihr dann Futter. Du solltest dich rasch bei Meister Tilo melden. Er wartet schon ungeduldig. - Ah, ja, hier ist ein Kamm für die Mähne und den Schweif."

Damit legte er ihr die Sachen bereit und verschwand erneut. Kaum dass er wiederkehrte, füllte er den Boxenboden ausreichend mit Einstreu und stellte der Stute auch Futter zur Verfügung. "So.. ich glaube, das war erstmal alles. Bring sie rein und dann nichts wie auf zu meister Tilo... der frisst mich ohnehin schon wieder, weil es so lange gedauert hat...", sagte er etwas missmutig, aber nun konnten sie ja gleich los.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am So März 12, 2017 6:00 pm

Als Zeichen, dass sie sich das sehr gut vorstellen konnte, wiegte Shay den Kopf in einem Nicken und neigte ihn dann zur Seite, ehe sie kurz ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht strich. "Das mag wohl keine Schande sein, bei so einem anspruchsvollen Tier und schlussendlich hat er es ja geschafft.", erwiederte sie ebenso leise, noch immer mit jenem nachdenklichen Unterton in der Stimme, konnte sie es nicht unbedingt nachvollziehen, warum er sich nicht einfach ein umgänglicheres Pferd suchte.

"Ich habe selber sehr wenig Ahnung  davon, aber ich denke du wirst schon bald den Schwarzen führen dürfen. Es ist bemerkenswert wie schnell dich Amalya ins Herz geschlossen hat. Sie mag es normalerweise nicht unbedingt von Fremden angefasst zu werden.", grinste der Rotschopf und nickte nur knapp, als sich der Stallbursche kurz verabschiedete, um etwas Wasser zu holen. Sie griff nach dem Kratzer und hob sanft den Fuß der Stute um ihren Huf zu reinigen und so mit allen Übrigen zu verfahren.

Es war bemerkenswert wie rasch Gerulon sich auf sie eingelassen hatte und von seiner Wortkargheit abgekommen war. Sie mochte ihn, er war sehr einfach gestrickt und lebte völlig für die Pferde, die er umsorgen durfte. Das war etwas, dass die Katze sehr bewunderte und es berührte sie auch ein Stück weit mit welcher Hingabe er das tat. "Ich werde mich gleich zu ihm bemühen. Nur noch schnell die Mähne etwas..., versprach die Diebin und begann das Haar der Stute zu kämmen und wieder etwas zu entwirren. Es hatte sich durch den Ritt schon ein wenig verknotet.

Als der Stallbursche die Box fertig vorbereitet hatte, band Shay die Stute wieder los und führte sie in die Box. Augenblicklich machte sich Amalya über das Wasser her und entlockte ihr ein leises Kichern, wenngleich sie wirklich zukünftig besser darauf achten sollte, dass das Tier mehr trank während ihren Reisen. "Vielen Dank für deine Hilfe. Ich hoffe ich bekomme die Gelegenheit mir von dir auch das Reiten etwas besser zeigen zu lassen.", verabschiedete sich die Diebin von ihrem Helfer und lief dann schnellen Schrittes zu Meister Tilo, der tatsächlich sehr ungeduldig auf sie wartete.

Mit einem entschuldigenden Lächeln auf den Lippen bedachte sie ihn einer kurzen Musterung und freute sich schon über die nächste Gelegenheit ihre Selbstbeherrschung unter Beweis stellen zu können, wenn er wieder so furchtbar langsam sprach, oder eher mit so unerträglich langen Pausen dazwischen. "Entschuldigt, dass es so lange gedauert hat.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am So März 12, 2017 7:54 pm

"Oh ja, das hat er", bestätigte Gerulon unnötiger Weise nochmals. Ja, wenn man mit ihm über Pferde sprach, wollte er sich gerne unterhalten. Da vergaß er auch schon einmal die ein oder andere Anweisung zu schweigen. Dass sie glaubte, er würde bald den Rappen führen dürfen, freute ihn sehr - vor allem, weil er sie wohl von seinem Können überzeugen konnte.

"Danke. Es wäre wirklich wunderbar", versicherte er und war froh, dass Shayela und er hier bald fertig sein würden. Es war ja klar, dass es noch reichlich zu erledigen gab. Als sich Shay dann verabschiedete, nickte er nochmals. "Gern... sehr gern", versicherte er und lächelte ihr schüchtern zu. Es wäre großartig mit ihr mehr zu tun haben zu können, aber vorerst blieb das wohl noch ein Traum. Dieser endete auch sobald sie aus dem Blick geraten war, denn Gerulon wandte sich seufzend anderen Aufgaben zu.

Draußen hatte Stallmeister Tilo einen der Stallburschen gerade weggeschickt etwas zu erledigen. Da kam es dem guten Mann gerade recht, dass Shayela jetzt auftauchte. "Wurde auch Zeit. Gehen wir", forderte er sie ohne Umschweife auf und machte sich auf zur schmalen Tür beim Torbogen. Diese führte in die ehemalige kleine Villa. Dahinter lang ein größerer Raum, der mit dem riesen Waschbottich in der Mitte und Waschbrettern an den Wänden eindeutig verkündete, dass hier Schmutzwäsche gewaschen wurde. Die verwendeten Seifen hatten keinen Eigengeruch.

Stallmeister Tilo schritt die Seitenwand zur linken entlang und trat dort durch die Tür. Hier war es sehr schlicht eingerichtet, mit einigen einfachen Holztischen, die zu einer langen Tafel zusammengestellt worden waren. Rundum standen mehrere Sessel. "Hier wird gegessen... aber erst später", erklärte Tilo sicherheitshalber und folgte einem schmalen Gang. Als sowohl zur linken eine offene und zur rechten Seite eine geschlossene Tür war, rief er in den Raum: "Frau Kirsen? ..seid Ihr hier?"

Sogleich kam eine kräftig gebaute Frau auf den Gang: "Was gibt es Tilo?"

"Der Herr Baron wünscht, dass Ihr Euch um diese Frau kümmert. Sie soll bis morgen hier arbeiten", erklärte der Stallmeister sogleich und die Frau musterte Shayela eingehend, ehe sie sagte: "Fein...", obwohl ihre Stimme gar nicht danach klang, dass es 'fein' wäre. Meister Tilo verschwand dennoch augenblicklich. Er hatte hier nichts mehr zu tun, bei den Stallungen dafür um so mehr.

"Küche oder Zimmer, was kennst du besser? Wehe ich erwische dich im Herrenhaus oder höre, dass du hier über's Holzlager nach oben gewandert bist! Wie heißt du überhaupt", selbst die letzte Frage klang wie ein Befehl und ihre Augen blickten streng auf die ungewöhnlich gekleidete junge Frau vor ihr. In ihren Augen sollte Shayela nun einmal ein Kleid tragen, wie alle vernünftigen Dienstmägde.
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