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Shayelas Auftrag

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Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo März 06, 2017 10:38 pm

das Eingangsposting lautete :

Srodholm im Südosten von Sommasflucht ist ein scheinbar ruhiges und idyllisches Dorf mit vielen Feldern und dem großen Kargatrass-Wald im Rücken. Obgleich es dort Bauern gibt, sind doch die meisten mit dem Fallenbau, dem erstellen von Pfeil, Bogen, Armbrust und Bolzen und Gerben des Fells tätig. Nahrung und Reiseutensilien bekommt man hier leicht. Ebenso einen Talisman der an den Schädel eines toten Tieres erinnert und die Warnung, im Wald achtsam zu sein und nur zu nehmen, was man wirklich braucht. Jüngst ist es hier noch stiller geworden, wegen eines seltsamen Apfelbaumes inmitten des Dorfes.

Zwischen den Feldern steht eine kleine, noch unscheinbare Linde. Ein Trampelpfad führt an ihr vorbei in Richtung Srodholm. Dieser Weg kommt von der Straße zwischen Brunya und Sommasflucht, ist aber nicht der eigentliche Weg nach Srodholm. Hierbei handelt es sich viel mehr um einen Pfad, der durch die Feldarbeiter und geführte Pflugochsen, oder andere Arbeitstiere entstanden ist.

Hier draußen gibt es kein Licht, nur das ferne unstete Leuchten der Irrlichter - meist Sterne genannt - am Himmel. Von diesen fliegt kaum eines zum Erdboden herab. Der Mond würde die Stelle sicherlich gut beleuchten, doch gibt es ihn nur einmal in jedem Monat. Des Nachts geht hier auch normalerweise niemand umher.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo März 13, 2017 4:38 pm

Hach, der Kerl war doch ein kleiner Sonnenschein und ebenso euphorisch begrüßte er die junge Frau, die sich ein breites Grinsen nicht verkneifen konnte. Anstatt sich über den Stallmeister zu ärgern zog sie es nun doch lieber vor, sich einfach ein wenig darüber zu amüsieren. So wurde das Grinsen zu einem entschuldigenden Lächeln und sie folgte Tilo kurzerhand.
"Ich bin noch nicht so geübt in der Stallarbeit und habe Gerulon wohl etwas aufgehalten.

Sie folgte dem Stallmeister in die kleinere Villa und versuchte sich so gut wie möglich die räumlichen Strukturen einzuprägen, damit sie sie mit den Karten vergleichen konnte, die ihr der Bote gegeben hatte.
Kaum das die Katze die Bottiche entdeckt hatte und erkannte, dass sie sich wohl im Waschraum befanden, bereitete sie sich innerlich auf die Beleidigung ihrer Nase vor, die sich zwangsläufig aus den intensiven Seifegerüchen ergeben würden. Doch zu ihrer Verwunderung roch der gesamte Raum einfach nur frisch und angenehm und umhüllte ihre Sinne nicht mit übermäßige Parfumduft.

Der nächste Raum erklärte sich beinahe von selbst, zumindest nahm Shay an, dass es sich wohl um den Essbereich für das Personal handeln musste, auch ohne dass Meister Tilo sie darauf hingewiesen hatte. Doch was danach folgte übertraf ihre Vorstellungen ein wenig. Die Person, die sich als Frau Kirsen herausstellte, war eine gut beleibte, eher kleinere Frau, deren Augen töten konnten. Sogar der Stallmeister suchte recht schnell wieder das weite und lies sie mit ihr allein.

Ein vorsichtiges Lächeln zwang sich dennoch auf die Lippen der Diebin, die die strenge Musterung einfach über sich ergehen lies. Ihr Blick schien vor allem an ihrer Kleidung für einen Augenblick länger zu verharren, ehe sie sie barsch nach ihren Fähigkeiten fragte.
"Seid gegrüßt...", begann Shayela zunächst bemüht freundlich, vielleicht sogar ein wenig provokanter als gewollt. "Mein Name ist Shayela und wenn Ihr  so fragt bevorzuge ich lieber die Zimmer.", entgegnete der Rotschopf noch immer schmunzelnd und wartete auf weitere gebellte Anweisungen, die sicherlich sofort folgen würden.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo März 13, 2017 5:45 pm

Meister Tilo hatte nichts dazu zu sagen, aber vielleicht hatte sie Gerulon eine kleine Ansprache wegen zu langsamen Arbeitens wegen schöner Frauen dann doch erspart. Der Stallmeister war schon draußen, als die Hauswirtschafterin bellte: "Was du lieber tust, habe ich nicht gefragt. Sondern was du besser kannst."

Sie brummte missbilligend und nickte dann forsch: "Für heute muss dein unschickliches Gewand reichen... Geh in den Waschraum, schnapp dir alles was du zum Putzen und Wischen brauchst und dann ab ins Gesindehaus."

Sie wandte sich schon wieder ab, da fiel ihr noch etwas ein und sie wandte sich noch einmal zum Zimmermädchen: "SHAY.. Das Gesindehaus findest du, wenn du jetzt in den Waschraum gehst, dann so schräg durch, halt dich fern vom Rappen, hörst du! Ich spring dir an die Gurgel wenn du den aufregst. Geh danach links die Tür raus, da putzt du dann alle Räume und den Gang sauber. Oben kannst du auch putzen. Wenn du fertig bist, kommst du zu mir."

Sie würde es Shayela überlassen, den Brunnen zu finden. Wie schmutzig die Räume wären, die sonst nie gereinigt wurden - außer vielleicht ab und zu ganz dürftig - wusste selbst die Hauswirtschafterin nicht. Hinzu kam, dass die meisten ja den Schmutz auch auf den Schuhen hatten und so etwas wie Hausschuhe besaßen sie alle nicht. Kaum dass Frau Kirsen fertig gesprochen hatte, wandte sie sich auch schon wieder der Küche zu, wo sie nun eine Küchenmagd anschnauzte: "Du sollst schon drüben sein! Mach schneller!"

"Ja, Frau Kirsen", kam die Antwort eilig und kurz darauf trat die junge Frau auf den Gang, huschte weiter und war rasch durch den Essraum in den Waschraum und von dort durch die Tür die Tilo mit Shay gekommen war, wieder hinaus. In Händen hatte sie ein großes Tablett mit feinen Porzellan-Tellern, die allesamt von glänzenden metallenen 'Glocken' verdeckt waren, damit es darunter warm bleiben sollte. Nur der Salat hatte eine solche Glocke, damit die Vögel sich nichts stibitzten. - Salat und Suppe würden dem zurückgekehrten Baron sicherlich munden. Sie brauchten vor allem wegen der Tellergröße so viel Platz. Der Hauptgang befand sich in der letzten Vorbereitungsphase und die Nachspeise stand schon in der Küche bereit, musste nur abgedeckt bleiben.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo März 13, 2017 8:41 pm

Oh die Frau war sogar noch barscher als sie vermutet hatte und reagierte auf ihre Freundlichkeit ebenso, wie Shay es erwartet hatte, sie bellte sie wieder an. Mit Müh und Not verkniff sie sich das Grinsen, dass sich auf ihre Lippen stehlen wollte und versuchte stattdessen ernst zu wirken. "Dann kann ich wohl besser kochen als putzen.", entgegnete sie rasch, immerhin wollte sie den Drachen nicht weiter reizen als Notwendig. Der Baron hatte da wirklich eine kuriose kleine Ansammlung verschiedenster Gestalten unter seinen Fittichen und so langsam fand sie gefallen daran. Ihre Neugierde war geweckt.

Als Kirsen tatsächlich ihre Kleider ansprach, schwang sich eine der feinen Augenbrauen verständnislos in die Höhe und sie runzelte sachte die Stirn. Was war denn an einer einfachen, braunen Hose und einem weißen Leinenhemd so verwerflich? Einmal abgesehen davon, dass es wesentlich bequemer war damit zu reiten, als mit einem Kleid. Doch in weiser Voraussicht lies die Diebin jene Bemerkung stillschweigend im Raum verklingen und nahm missbilligend ihre Aufgabe entgegen. Natürlich zeigte sich absolut keine ablehnende Regung auf ihren Zügen, schimpfte sie nur gedanklich darüber, dass sie es tatsächlich wieder zum Dienstmädchen geschafft hatte. Zumindest für den heutigen Tag.

Einmal abgesehen davon war es von Vorteil wenn sie bewies, dass sie putzen konnte und reinlich die Zimmer zurück lies. Vielleicht könnte sie dann auch im Haupthaus sauber machen und so in Ruhe alles durchstöbern. "Ich mache mich sofort an die Arbeit." Mit jenen Worten verabschiedete sich Shay von dem herrischen Drachen, der ohnehin schon eine Küchenmagd zum anfauchen gefunden hatte. Mit dem Putzzeug in der Hand lief sie den beschriebenen Weg zurück und öffnete vorsichtig die Türe zu der Flur des Schreckens, wie sie kaum einen Wimpernschlag später feststellen musste. Selbst die angrenzenden Zimmer waren nicht in besserem Zustand, dass Shay ein leises Seufzen ausstieß und den Kopf schüttelte. Das würde den kompletten, restlicher Tag benötigen.

Ohne sich länger darüber zu ärgern griff Shay nach dem Eimer und lief zurück in den Vorhof, in wager Erinnerung dort den Brunnen gesehen zu haben. Als sie an den Stallungen vorbei lief, kam ihr der Hinweis wegen des Rappens wieder in den Sinn und sie schüttelte den Kopf. Als ob sie nichts besseres zu tun hätte als das Pferd aufzuscheuchen. Aber hilfreich war die Information auf alle Fälle, falls sie ein sehr erfolgreiches Ablenkungsmanöver benötigen würde. Mit Mühe füllte der Rotschopf den Wassereimer an dem Brunnen und hiefte ihn zurück in die verschmutzten Räumlichkeiten, die dringend einer Reinigung bedurften.

Ohne länger zu zögern begann Shay in dem ersten Zimmer alles an Mobiliar und Auflagefläche abzustauben und zu säubern. Sie würde zunächst all das Mobiliar reinigen und säubern und sich dann in einem Wisch dem kompletten Boden widmen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo März 13, 2017 11:39 pm

Vom Waschraum aus musste sie in den Stall, dort war gleich die Box des Rappen zu ihrer linken Seite und das Tier beobachtete sie aufmerksam. Rechts von ihr wäre ein großes Stallfenster, das tagsüber meist auch offen ist, um dem Tier Licht zu geben. Gleich hinter der Box war rechts die große Stalltür und links die Tür zu finden, die in das Haus der Bediensteten, von Frau Kirsen das "Gesindehaus" genannt, führte. Hier musste jeder aufpassen, denn gleich um die Ecke gab es zunächst eine Erhöhung, wie ein abgerundeter Höcker. Gleich danach gab es den oberen Treppenabsatz und dann ging es relativ steil hinab in den Keller. Der Bau kam durch eine recht spontane Planänderung zustande, während der Bau gerade in den Anfängen war und man eine entsprechend rasche Lösung suchte, wie das Bedienstetenhaus nun ein ganzes Stockwerk tiefer gelegt werden konnte.

Unten gab es dann noch eine Tür und dahinter lag gleich rechts der Treppenaufgang ins Erdgeschoß, auf höhe des Stalls zurück. Der Boden hier unten war genau so staubig und verdreckt, wie der Boden in den Kammern auch. Denn keiner hatte großartig Zeit, hier zu Fegen oder gar zu schrubben und zu wischen...

Die meisten Bewohner stellten ihre Schuhe offenbar gleich neben der Tür in ihrem Zimmer ab, um das Schlimmste an Schmutz zu vermeiden. Viel boten diese Räume auch nicht. Da war das Bett, ein sehr kleines Fenster mit einem Lichtschacht. Auf jedem Fenstersims lag bei den Männern eine geschlossene Rasierklinge und ein Tuch zum Trocknen, sowie eine kleine Schale und ein kleiner Krug mit kaltem Wasser. Öfen gab es hier keine und es stand zu erwarten, dass das Gewand am Morgen klamm war, wenn sie hineinschlüpften, dafür am Abend das Bett kalt und beinah feucht war, wenn sie schlafen gingen. Erst nach einer Weile würde einerseits das Gewand, andererseits das Bettzeug warm werden. Hier im Raum gab es auch eine derzeit gelöschte Kerze in einem Kerzenhalter - die einzige Beleuchtung, wenn es dunkel wurde. Unter dem Bett stand ein Nachttopf. Shayela hatte Glück, alle Nachttöpfe waren geleert und ausgespült worden. Kleiderschränke gibt es hier keine, denn sie haben allesamt ohnehin nur ein Kleidungs-Set und ein paar Schuhe. Einzig ein Nachthemd kann sie wohl derzeit von jedem und jeder finden.

Gleich nach der Stiege zur rechten Seite der Eingangstür, wohnt hier ein Stallbursche allein in einer kleinen Kammer.

Dann kommt eine eher geräumige Kammer, doch hier gibt es vier Betten, die sie gut auffüllen. Es ist das Zimmer der drei Küchenmädchen. Das vierte Bett bleibt offenbar unbenutzt. Es gibt hier zwei kleine Waschschüsseln und zwei kleine Wasserkrüge, auch drei Kerzenhalter mit Kerzen, sowie vier Nachttöpfe. Das Zimmer hat drei Fenster mit Lichtschächten.

Die nächste kleine Kammer hat auch ein Fenster mit Lichtschacht, nur das Bett des Hausburschen und das Rasierzeug am Fenstersims, einen kleiner Wasserkrug, eine kleine Schüssel, den Nachttopf und ein Hocker steht auch da.

Die nächsten zwei kleinen Kammern gehören jeweils einem Stallburschen und sind so karg eingerichtet wie das des ersten.

Dann kommt das Zimmer des Kutschers, so karg eingerichtet wie das der übrigen Bediensteten hier unten, nur dass er auch einen Hocker zur Verfügung hatte.

Auch Stallmeister Tilo im letzten Zimmer, dem das gleich links vom Eingang liegt, hat es kaum ein Stück besser als die anderen. Nur, dass er wie der Kutscher und der Hausbursche einen Hocker im Raum stehen hat. Seine kleine Kammer wäre dem ursprünglichen Plan nach auf Höhe und quasi hinter der Box des Rappen gewesen. Eigentliches Ziel war es, dass Tilo den Hengst hören sollte, wenn er in der Nacht unruhig würde. Nun war er im Keller und ein Aufseher würde dieses fragliche Vergnügen haben.

Nachdem Shayela die Treppe hinauf gestiegen war, die ins Erdgeschoß des Bedienstetenhauses führt, fand sie rechts der Stiege vier kleine Kammern vor. Sie gehörten den Buchhaltern, die es aber noch nicht gab. Diese hatten kleine Öfen zur Verfügung, die aber entsprechend ungenutzt waren. Abgesehen davon sahen diese Kammern aber sehr ähnlich aus wie die unten. Es gab hier jeweils ein Bett, jeweils einen Hocker, einen kleinen Wasserkrug und eine kleine Wasserschale zum Gesicht waschen, ein Tuch zum Trocknen, unter dem Bett ein Nachttopf. Ebenso hatte jeder einen Kerzenhalter mit Kerze darin. Außerdem gab es hier oben deutlich mehr Licht, da die Fenster gerade wegs hinaus schauten, zu ebener Erde. Verglichen mit den Fenstern der kleinen Villa und des Herrenhauses waren sie klein, aber verglichen mit denen im Keller des Bedienstetenhauses dann doch wieder groß. Auf den Fenstersimsen lag bei den Männern auch hier ein geschlossenes Rasiermesser.

Der Gang zwischen den beiden Kammerreihen führte hier anders als unten von der Wand links der Treppe bis zur Außenwand, hinten rechts. Dort gab es auch ein Fenster, das am Gang Licht spendete. Gegenüber der vier Kammern für die Buchhalter waren weitere vier. Wobei das beim Fenster ein Stück weiter in den Raum herein stand, da es 'stehend' und nicht quer ausgerichtet war, aber sonst dieselbe Größe hatte. Diese Kammer gehörte dem Koch, auch hier fand sich ein Ofen und ein Hocker neben den üblichen Sachen.

Vor seiner Kammer war jene der Schreiberin. Diese lag derzeit im Bett, weil sie krank geworden war. Es gab auch hier Ofen, schlichtes Fenster, Hocker, Krug, Schüssel, Trockentuch, Kerzenhalter mit Kerze, Nachttopf unter dem Bett. Unterwäsche, Untergewand, Kleid, Kopfbedeckung und ein paar schlichte Schuhe.

Nochmals näher zur Treppe lag das Zimmer eines Aufsehers, gleich eingerichtet wie das der anderen Männer hier im Erdgeschoß. Ebenso war auch das Zimmer gegenüber der Treppe für einen Aufseher und auch hier das gleiche Bild wie sonst in diesem 'Stockwerk'.

Die unbenutzten Räume der Buchhalter waren bis auf einen sauber. Die benutzten von Koch, Schreiberin und den beiden Aufsehern dagegen hatten Schmutz angesammelt, wenn auch nicht ganz so schlimm wie in den unteren Kammern.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di März 14, 2017 2:03 pm

Shay hatte absolut jedes Zeitgefühl darüber verloren, wie lange sie schon von Zimmer zu Zimmer wanderte und auf den Knien mit einer Bürste in der Hand den Boden schrubbte, um ihm von dem hartnäckigen Dreck zu befreien, der sich wohl schon über Wochen angesammelt hatte. Keiner konnte ihr erzählen, dass die Wohnräume der Bediensteten regelmäßig sauber gemacht wurden, sonst hätte sie nun nicht solche Mühe damit. Nachdem sie den gesamten eingetretenen Dreck mit der Bürste gelöst hatte, wischte sie nachträglich noch mit einem Tuch darüber, um das gelöste Schmutzwasser aufzunehmen und den Boden tatsächlich sauber und nicht einfach nur von einer Mischung aus Wasser und Dreck zurück zu lassen, der einen weißlichen Schleicher über das Holz legte, sobald er getrocknet war.

Immer wieder musste die Diebin das Wasser in dem Eimer wechseln gehen, um nicht von Vorne beginnen zu müssen, weil sie mit dem Schmutzwasser versuchte den Schmutz aufzuwischen. Mit einem leisen Ächzen auf den Lippen wandte sich Shay dem letzten Zimmer im oberen Stock zu und öffnete jenes vorsichtig. Überrascht stellte sie fest, dass darin eine Frau im Bett lag und tief schlief. Sie sah sehr blass aus und bewegte sich immer wieder unruhig. So leise es ihr möglich war, begann sie auch jenes Zimmer zu putzen, beschränkte sich aber weitgehendst auf den Boden, um nicht allzu lange verweilen zu müssen und die Schlafende nicht noch zu wecken. Wer sie wohl war? Als die Katze neuerlich frisches Wasser holen ging, nahm sie den Krug neben dem Bett der Frau einfach mit und füllte ihn mit frischem Wasser. Das arme Ding atmete sehr schwer und unruhig, dass sie die Stirn runzelte und vorsichtig eine Hand an ihre Wange legte. Sie war glühend heiß!

Entschlossen schnappte sich Shay das gesamte Putzzeug und trug es die Treppe hinunter, wo sie sich dann den nächsten Zimmern widmen würde. Doch zunächst konnte sie es nicht für sich behalten, dass die Kranke oben glühte und sicherlich ärztliche Hilfe benötigte. Dafür würde sie es, wenn notwendig, auch mit dem Drachen aufnehmen. Eilig hastete sie zurück Richtung Küche, wo sie Frau Kirsten das letzte Mal gesehen hatte.

"Frau Kirsten? Frau Kirsten?! Seid ihr da? Sie war sich beinahe sicher, dass sie die beleibte Frau mit Sicherheit schon gehört hatte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di März 14, 2017 4:18 pm

"Was gibt es denn?" Die Frage von Frau Kirsen klang barsch wie sie zuvor auch gewesen war. Unfreundlich forderte sie eine Küchenmagd auf: "Da.. mach weiter." Woraufhin die junge Frau auch sofort damit begann etwas Obst auszupressen. Der Koch rührte kräftig in einer Schüssel. Ein Küchenmädchen war mit Abwaschen beschäftigt, ein anderes trocknete gerade ab. Frau Kirsen kam sogar zu Shayela hinüber und fragte nach: "Bist du mit den Kammern fertig?"
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di März 14, 2017 4:40 pm

Ungeduldig tänzelte die junge Frau von einem Bein aufs Andere während sie auf eine Regung der Haushälterin, die nicht lange auf sich warten lies. Sie legte sogar ihre Arbeit aus der Hand und kam zu ihr herüber, um sich zu erkundigen, was sie wohl so beunruhigte. Sie musstet tatsächlich sehr beunruhigt aussehen, denn die Haushälterin schenkte ihr wahrlich für einen Moment ihre volle Aufmerksamkeit.
"Ja, ich bin mit den oberen Kammern fertig. In der letzten Kammer lag eine Frau. Ich denke ihr wisst darüber bescheid, dass sie krank ist. Aber sie glüht förmlich. Man sollte nach einem Arzt schicken..."

Shay war sich sicher, dass sie davon Kenntnis hatte, immerhin schien es so zu sein, dass nichts in ihrem Umfeld passierte, ohne das sie davon nichts mitbekam, oder es sogar angeordnet hatte. Um einer barschen Antwort gleich vorzubeugen, fügte die Katze hastig hinzu: "Ich mache mich sofort wieder an die Arbeit und säubere die unteren Kammern. Ich wollte nur, dass ihr darüber informiert seid. Ich glaube das Fieber ist wirklich sehr hoch."

Der Rotschopf wartete nur kurz die Reaktion des Drachen ab, ehe sie sich dann schon wieder den Eimer schnappte, um frisches Wasser zu besorgen. Sie hatte Kirsten bescheid gegeben, was den Zustand der Frau betraf und somit ihr Gewissen wieder beruhigt. Wieder ging sie an der Koppel des Rappen vorbei, den sie immer wieder aufmerksam musterte. Er war tatsächlich so ein schönes Tier.

Mit dem Eimer frischen Wassers machte sich die Katze wieder ans Werk und begann sich durch die unteren Kammern zu quälen, bis sie schließlich aus das letzte Zimmer gereinigt hatte und jeder Muskel, vor allem ihre Knie, nach einer Pause, ganz zu schweigen von dem Rest. Müde und geschafft kehrte sie wieder zu Frau Kirsten zurück.
"Ich bin fertig...
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di März 14, 2017 6:13 pm

"Unfug", bellte die Hauswirtschafterin sofort, als Shay ankündigte die unteren Kammern putzen zu wollen. Stattdessen befahl sie ihr: "Bring einen eimer frisches Wasser hoch und ein sauberes Tuch, kühle ihre Stirn. Sieh zu was du tun kannst, um das Fieber zu senken. Ich lass nach dem Arzt rufen! - Und schau ob ihr Ofen noch eingeheizt ist!"

Tatsächlich legte sich bei aller Strenge so etwas wie Sorge in ihre gerunzelte Stirn und den Ausdruck ihres Gesichts. Kurz darauf erteilte sie einige Befehle und verschwand dann selber hinaus auf den Hinterhof, wo sie nach dem Stallmeister Tilo rief. Wenig später hörte man die Hufe eines Pferdes vom Hinterhof aus Richtung Kleinstadt donnern. Der Hausherr wurde ebenso unterrichtet, jedoch blieb dieser im Herrenhaus.

Kehrte Shay zu der kranken etwa 24 Jahre alten Frau zurück, würde sie feststellen können, dass der Ofen ausgekühlt war. Niemand hatte ihr nachgelegt. Die Schreiberin schlief nach wie vor unruhig, dann und wann hustete sie im Schlaf, öffnete aber nicht die Augen. Zeit verstrich, doch schließlich kam der Arzt, ein alter Mann mit grauem Haar aber schlanker Statur, in die ihm bereits bekannte Kammer. Dort stellte er zunächst seinen Arztkoffer ab.

"Dieses Mädchen.. Wie lange ist sie schon so", fragte der Arzt und griff mit der Rückseite seiner Finger gegen ihre Wangen, ertastete bestimmte Stellen am Hals, hörte vorsichtig die Lungen ab. Anschließend sagte er: "Bringt mir einen Becher heißen Wassers."

Sobald er es hatte füllte er etwas weißes Pulver hinein, rührte um und wartete eine Weile. Dann versuchte er die junge Frau wach zu bekommen. Sie blinzelte, gab ein Geräusch des Unbehagens von sich und der Arzt stütze sie etwas auf: "Alles wird wieder... Du musst nur trinken."

Sie nahm einen winzigen Schluck, doch es schmeckte offenbar grauenhaft und sie verweigerte einen weiteren Schluck. "Komm... komm, du willst doch wieder gesund werden.. Ich weiß, es schmeckt grauenhaft, aber trink", forderte sie der Arzt erneut auf und sie tat es, wenn auch widerwillig. Als sie ausgetrunken hatte, ließ der Arzt sie wieder auf ihr Kissen sinken und weiter schlafen.

Nun gab er Shayela den Becher und erklärte: "Gib ihr heute Abend noch einmal einen leicht gegupften Löffel in heißes Wasser. Sieh zu, dass sie es wirklich ganz austrinkt. Dann bekommt sie jeden Tag, morgens, mittags und abends eine Tasse mit einem gestrichenen Löffel des Pulvers darin. Sie muss es austrinken und sie darf keines vergessen. Wenn das Pulver zu Ende ist, sollte es ihr wieder besser gehen. Trotzdem soll sie dann für eine weitere Woche im Bett bleiben. - Und achtet darauf, dass der Raum beheizt bleibt. Sie muss es warm haben."

Der Arzt seufzte und schüttelte den Kopf: "Und da war sie doch eigentlich schon über den Berg.." Während er dies anmerkte, maß er genügend Pulver in eine Papiertüte aus, die dicht gefaltet war, so dass sie die Medizin gut hielt. Er bog das obere Ende noch drei mal um, dann hielt er es Shayela hin: "Heute einen leicht gegupften Löffel zum Abend. Dann morgens, mittags und abends ein gestrichener Löffel. Das Wasser soll zum Auflösen heiß sein, trinken sollte sie es etwas abgekühlt. Wenn sie sonst einfach warmes Wasser trinkt und warme Brühe isst, vielleicht sogar mit etwas Huhn darin, würde ihr das gut tun. Ja?"
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di März 14, 2017 10:46 pm

So schnell wurde man also vom Dienstmädchen zur Krankenpflegerin befördert und dabei ohne das nötige Können wahrscheinlich zu besitzen. Zumindest maß sich Shay jene Fähigkeiten nicht zu, doch das schien dem Drachen egal zu sein. Sie bellte ihr augenblicklich neuerlich Befehle entgegen, die sie gern gegen das Schrubben tauschte.
"Ja, wird erledigt."

Ohne Umschweife griff der Rotschopf neuerlich nach dem Eimer, den sie zuvor noch zum Wischen benötigt hatte und lief wieder zum Brunnen, wie schon so oft an diesem Tag. Sie trug ihn zurück zum Zimmer der Kranken und öffnete beinahe lautlos die Türe. Vorsichtig trat sie ein und nahm augenblicklich den Geruch nach Krankheit wahr, der zuvor von der stickigen Luft überlagert worden war. Jetzt da alles frisch und sauber roch drang er umso intensiver in die Nase. Sie stellte den Eimer neben dem Bett ab und kümmerte sich zunächst um den ausgekühlten Ofen, der ihr vorhin schon aufgefallen war.

Ein Glück für sie, dass sie selbst schon öfters Feuer wieder entfacht hatte, so dauerte es nicht lange bis ein wärmendes Feuer in dem Ofen hoch loderte. Zögerlich näherte sich die Diebin der jungen Frau, die wohl kaum älter als sie selbst war, wenn nicht sogar gleich alt. Sie war immer noch so unsagbar blass,  die Haut war fahl und ihre Haare von stumpfen Glanz. Mit dem durch das kalte Wasser gekühlten Lappen, den ihr Kirsten gegeben hatte, kühlte sie die Stirn der Fremden bis der Arzt endlich kam.

Als er nach einem Glas heißen Wasser verlangte, eilte Shay sofort in die Küche hinunter, für einen Augenblick erleichtert das Zimmer verlassen zu können. Sie fühlte sich schrecklich fehl am Platze und hilflos. Umso widerwilliger kehrte sie in das Zimmer zurück und trat erst näher zum Bett heran, als sie der Arzt wegen der Medizin benötigte. Ob sie ihm erklären sollte, dass sie eigentlich garnicht sicher war, ob sie den nächsten Tag überhaupt noch auf dem Gehöft verbrachte? Mit einem innerlichen Kopfschütteln entschied sie sich dagegen und prägte sich stattdessen ein, wieviel sie der Fremden wann verabreichen sollte.

"Ich werde dafür sorgen, dass eure Anweisungen befolgt werden und sie die richtige Menge Medizin zur passenden Tageszeit bekommt.", versprach Shay und fühlte sich merkwürdig verantwortlich für die junge Frau. Sie würde sie nicht mehr aus den Augen lassen, bis sie sich sicher war, dass tatsächlich Besserung eintrat.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi März 15, 2017 8:01 am

Das kleine Zimmer wärmte sich zum Glück recht schnell durch den wieder beheizten Ofen. Der Arzt blickte nochmals auf die junge Schreiberin und nickte dann langsam. "Gut.. - Du bist neu, nicht wahr? Wie ist denn dein Name," bestätigte er erst, dass er sich auf Shayela verließ. Sobald sie sich vorgestellt hatte, nickte er wieder.

"Es ist keine schwere Aufgabe. Das schaffst du schon. Nur nicht wegen anderer Pflichten darauf vergessen. So etwas hat wohl zu ihrem Rückfall geführt. Aber jetzt wird es bestimmt besser", wies er Shayela an und wandte die letzten Worte besonders an die erkrankte Frau. Dann tippte er sich an den Hut und packte seinen Koffer, ehe er den Raum verließ und sich auf den Weg ins Herrenhaus machte.

Wenig später war die Schreiberin wieder eingeschlafen. Dafür kam eines der Zimmer-und-Stubenmädchen und winkte Shayela nach draußen, wo sie ihr bei geschlossener Kammertür leise erklärte: "Du musst die Neue sein... Shayela, richtig? Ich heiße Amrela. - Also.. Der Herr wünscht, dass du dich nur um Riellas Genesung kümmerst. Lass dir bloß nicht von jemand anderem etwas auftragen. Damit würdest du uns allen tatsächlich sehr helfen. Du wirst selbstverständlich bleiben bis sie gesund ist. Natürlich bezahlt der Baron dich auch für deine Dienste. Zwei Draken pro Tag. Danach will er sehen, ob er dich weiter einstellt."
Ein besorgter Blick ging in Richtung der Krankenkammer, ehe sie fragte: "Du wirst die Stelle doch annehmen? Sie ist sonst so fröhlich. Ich vermisse sie und... ..Du kümmerst dich?" Es war zweifelsfrei eine drängende Bitte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi März 15, 2017 10:03 pm

Eine tiefe Unruhe griff nach ihrem Herzen und lies sie fast schon nervös ein wenig hin und her tänzeln. Das lief nicht unbedingt wie geplant, ganz und garnicht. Sie war schon viel zu tief in das ganze Geschehen verstrickt und nun zu allem Übermaß auch noch für ein Menschenleben verantwortlich. Zumindest verschaffte es ihr ein wenig mehr Zeit, da der Hausherr selbst nicht unbedingt angetan von ihr zu schein schien. Oder er verbarg es recht gut. Wie auch immer, es war nun einmal so wie es war. Ändern konnte sie es nicht mehr.
"Ja, ich bin gerade erst heut in den Dienst des Barons getreten. Mein Name ist Shayela., gab die junge Frau dem Arzt einen Namen zu ihren wohl unbekannten Gesicht und wollte schon danach fragen, wie es den um die Fremde stand, als er die erlösenden Worte sprach, dass alles wieder gut werden würde.

Bedauerlicherweise hatte Shay kein Herz aus Stein, weshalb sie das Schicksal der jungen Schreiberin nicht einfach so auf die kalte Schulter nehmen konnte. Ganz im Gegenteil, ein gewisser Beschützerinstinkt, wie es wohl nur eine Katzenmutter feurig für ihre Jungen haben konnte, erfasste ihre Gedanken.
"Ich werde gut auf sie achten, Versprochen.", hörte sich der Rotschofp da beinahe schon mit einem feierlichen Unterton sagen, nahm den Beutel entgegen und hätte beinahe die Stirn verständnislos über sich selbst gerunzelt. Warum noch eins fühlte sie sich der Anderen so verpflichtet?

Kaum dass der Arzt sich verabschiedet hatte, lies sich die Diebin auf einem Stuhl nahe des Bettes nieder sinken und starrte auf das ruhiger werdende Gesicht der jungen Frau. Ihre Züge entspannten sich langsam und sie schien in einen erholsamen Schlaf zu fallen. Ruckartig wandte sie den Kopf gen Türe, als da plötzlich ein junges Mädchen eintrat und sie nach draußen bat.
"Amrela, es freut mich. Ah... Riella? Ist das ihr Name?..., wiederholte Shay nachdenklich und warf einen Blick zu der geschlossenen Türe. Die beinahe schon flehenden Worte und der bittende Blick aus den Augen Amrelas sprachen von tiefer Freundschaft und Liebe zu der Kranken, mehr noch als es ihre Worte auszudrücken vermochten.

Ein leises Seufzen glitt über die Lippen der Katze, ehe sie langsam den Kopf senkte und in einem angedeuteten Nicken wieder hob.
"Ja, ich werde mich um sie kümmern. Ich kann doch nicht zulassen, dass sie noch in dem Zimmer vergessen wird und Frau Kirsen mir dann noch grollt.", schmunzelte sie ein wenig und versuchte mit dem halbherzigen Scherz die Stimmung ein wenig zu lockern.
"Könntest du mir vielleicht bitte noch zeigen, wo ich Feuerholz zum nachlegen finde? Ich bin noch ein wenig verloren hier. Es ist sehr groß und weitläufig gebaut.", lächelte sie entschuldigend.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Do März 16, 2017 7:44 am

"Danke", umarmte Amrela sie jetzt spontan, zog sich dann aber etwas verlegen ob ihres freudigen Ausbruches zurück. "Und ja... ja, Riella ist ihr Name", bestätigte sie, auch wieder leiser sprechend als bei ihrem Dank. Hoffentlich hatte sie die Schreiberin da nicht geweckt? Aber, nach der Medizin schlief sie jetzt sehr entspannt und hatte nichts von der Freude Amrelas mitbekommen.

"Oh! Jaa, das mache ich natürlich. Kein problem", erklärte Amrela nachdem Shayela nach dem Feuerholz gefragt hatte. Sie winkte ihr und machte sich dann leisen Schrittes auf, die Treppe in den Keller hinunter zu steigen, wo Shay noch nicht geputzt hatte. Unten musste sie dann durch die Tür, die in den Stall führte und dort die Treppe hoch. "Achtung, die kleine Erhöhung", warnte sie Shay vor, denn fast alle Bediensteten waren anfangs mehrfach darüber gestolpert, bis es in ihren Köpfen und Körpern eingespeichert war und sie wie von selbst darüber stiegen.

Langsam und ruhig ging Amrela dann am Rappen vorbei, vorsichtshalber aber auch näher beim Torende und dem großen Fenster, das noch für ihn offen stand. Es bot Licht und frische Luft. "Am besten, du gehst an ihm langsam vorbei - und mit Abstand", erklärte sie dann im Waschraum, nachdem sie die Tür hinter Shayela wieder geschlossen hatte. "Zwar fängt er manchmal an ein bisschen zu tänzeln und zu schnauben.. bei mir zumindest.. aber ich hab auch ein bissl Angst vor diesem Riesen", setzte sie fort, während sie nun durch den Waschraum in einer Diagonale hindurch ging - zumindest von der Luftlinie her, tatsächlich musste sie einen Bogen machen, denn da stand ja noch der große Waschzuber in der Raummitte.

"Aber, das ist noch nicht so schlimm.. da beruhigt er sich dann schon wieder... Ich versuche einfach ruhig da beim Fenster an ihm vorbei zu gehen... keine Ahnung wann ich mich an ihn gewöhne... ich bitte Tilo immer noch mit dem Herrn Baron zu reden, dass es umgestellt werden soll...", erzählte sie ein wenig von ihrer kleinen Misäre. Schließlich mussten doch alle Bediensteten ständig da vorbei, spätestens am Abend blieb ihnen nichts anderes übrig, wenn sie schlafen gehen wollten. Sie fand es überhaupt nicht günstig, selbst wenn das Tier Kontakt mit anderen Menschen als Tilo und dem Baron zumindest am Rande erleben sollte. Amrela war eindeutig dagegen das Tier zu treffen, obwohl sie kleinere Pfeide durchaus mochte.. Himra und die Kutschpferde, selbst die Botenpferde.

Sie hatten in raschen Schritten den Speiseraum durchquert und nun deutete Amrela mit dem Zeigefinger auf den Lippen an, dass sie leise sein sollten. Anschließend huschte sie den Gang hinunter, vorbei an der Küchentür und der geschlossenen Tür gleich gegenüber, immer weiter, bis am Ende eine Tür nach draußen wies und eine weitere rechts am Gang lag. Hierzu erklärte Amrela leise: "Da geht's fast direkt raus zum Brunnen. Für das Holz musst du aber hier rechts rein."

Kaum im anderen Raum, konnte jeder gleich die Treppe sehen, die von dieser Seite aus nach oben führte. Der ganze Raum hier unten war ein einziges Holzlager mit schön aufgeschlichteten Holzscheiten an den Wänden, es gab auch ein paar Holzeimer mit Holzspäne und dünnen Zweigen, oder Ästchen, darin. Mit diesem Reisig wurde das entfachte Feuer dann zunächst in Gang gehalten. Die dickeren Holzspreißel waren das erste festere Futter für die Flammen und dann kamen die Holzscheite.
Leicht rechts der Eingangstüre gab es also den Treppenansatz mit den Stufen nach oben. Wenn von hier aus nach rechts hinten in den Raum geblickt wurde, konnte man sehen, dass rechts hinten Platz gelassen wurde bei einer weiteren Tür, die jedoch genau so verschlossen war wie jene gegenüber der Küche.

"Hast du dann alles", wollte Amrela wissen. Sie wollte gerne weiterhelfen, aber gleichzeitig musste sie auch sehen, dass sie frisches Wasser in Remirons Gemächer brachte und etwas später musste sie wieder herüber, um einen Tee zu holen. Vielleicht würde sie ja dann Zeit finden kurz vorher noch zu Shayela und Riella zu sehen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Do März 16, 2017 8:03 pm

Unnachgiebig und ohne dass sie es hätte verhindern können, schlangen sich die Arme um ihren Körper und drückten sie kurz fest, dass dem Rotschopf kurz die Luft wegblieb. Nicht etwa, weil Amrela so fest zugedrückt hätte, sondern weil sie überrumpelt war von der plötzlichen Nähe zu ihr. Soetwas gab es in ihrer Welt nicht, bedeutete Körpernähe zwangsläufig, dass sie entdeckt werden könnte, wenn sie nicht Acht gab. So jäh sie sie umarmt hatte, entlies das Zimmermädchen sie auch schon wieder und wirkte für einen Augenblick selber überrascht, ob des Ausbruchs an Emotionen, die sie dazu verleitet hatten.

"Hervorragend, Danke!", entgegnete Shay, wieder mit einem Lächeln auf den Lippen, wenngleich es nicht ganz so entspannt wirkte, wie noch zuvor. Ohne Umschweife lief Amrela los, mit der Diebin im Schlepptau, die tatsächlich über die Stufe gestolpert wäre, wenn sie nicht ein paar Sekunden zuvor den rettenden Hinweis erhalten hätte. So geschickt sie auch durch ihre "Krankheit" sein mochte, derlei Fettnäpfchen schien sie dennoch förmlich anzuziehen und brachte es auch nicht fähig ihnen zu entgehen.

Als sich Amrelas Schritte verlangsamten, tat es ihr der Rotschopf gleich und lief ebenso gemächlich an der Box des Rappen vorbei. Das Tier musterte sie eingehend aus den klugen Augen heraus und ihr war, als wüsste er, dass er keinen reinen Menschen vor sich hatte. "Warum haben den alle solchen Respekt oder Angst vor dem Tier? Ich finde ihn wunderschön und er scheint zwar ein gewisses Temperament zu besitzen, aber jedoch kein bösartiges, oder? Sie erinnerte sich an Gerulos Worte und ihre Stirn legte sich verständnislos in Falten, während sie dem Stubenmädchen folgte und dabei versuchte, nicht allzu lautlos zu gehen, sondern mehr... menschlich.

"Macht er dir so große Angst?, hackte die Katze nach und konnte das Thema nicht einfach fallen lassen. Was es wohl mit dem Pferd auf sich hatte? Es war ihr einfach unverständlich. An der Küche vorbei stahlen sie sich tatsächlich beinahe lautlos, deutete ihr Amrela, dass sie ja leise sein sollte. Warum den das nun? War die Hauswirtschaftlerin etwa in der Küche? Oh! Dann würde sie sehr gut darauf achten, dass kein verräterischer Laut die Aufmerksamkeit des Drachen noch weckte. Die Information über den Brunnen hätte Shay eine Stunde eher benötigt, als sie immer wieder einen rießen Umweg gelaufen war, um frisches Wasser holen zu können, wie ihr nun bewusst wurde. Verärgert biss sie sich auf die Unterlippe und erstickte jeglichen Laut noch ehe er über ihre Lippen drang, da ihre Gefährtin noch immer nicht Entwarnung gegeben hatte.

Als sie endlich den Dachstuhl erreichten, wo das Holz gelagert wurde, griff sie sich sofort ein paar Scheite und lud sie sich auf den Arm, ehe die Diebin an Amrela gewandt meinte, ""Ja, danke. Alles übrige werde ich schon in der Küche finden, denke ich. Wenn du vielleicht Zeit hättest, wäre es nett, wenn du mich die nächsten Tage ein wenig herumführen könntest, falls dies der Baron erlaubt. Immerhin wird das Anwesen für ein paar Tage zumindest mein Zuhause sein. Hoffnungsvoll funkelte es in den tiefblauen Augen auf, ehe sie auch schon den Rückweg antraten.

Kurz bevor sie die Box des Rappen neuerlich passieren mussten, blieb Shay ruckartig stehen als sie Gerulon entdeckte. "Danke dir, Amrela. Ich denke von hier finde ich selbst zurück, und ich will dich nicht länger von deiner Arbeit fern halten., verabschiedete sie sich von dem Stubenmädchen und huschte kurz zu dem Stallburschen hinüber.
"Hallo Gerulon. Es scheint als würde ich nun doch einige Tage hier bleiben... also wenn dein Angebot noch steht, dann würde ich mir gern von dir das Reiten ein wenig besser zeigen lassen., grinste sie ihm spielerisch entgegen und nahm ihr Schrittempo wieder auf. "Entschuldige, ich muss zurück zu Riella. Das Feuer schüren.

Shayela wandte sich um und tänzelte an der Box des Rappen vorbei, nicht halb so ehrfürchtig wie Amrella und auch nicht so an die Wand gepresst. Sie warf dem Tier neuerlich einen Blick zu. Ich kann nicht glauben, dass du böse sein könntest. Eiligen Schrittes trugen sie ihre Füße zurück in das Zimmer der Kranken, wo sie ein paar Holzscheite ins Feuer legte, um ihm so neue Nahrung lieferte. Das Briefchen mit der Medizin lag unberührt auf dem Fenstersims, wo sie es zurückgelassen hatte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Fr März 17, 2017 9:13 am

"Naja, bösartig wohl nicht... - Das Problem ist... wenn man an ihm vorbei läuft, dann ...ich schätze, dann will er aus seiner Box raus und herumtoben können... Kann ich ja irgendwo verstehen, mir ist es trotzdem lieber, wenn er ruhig bleibt", erklärte Amrela die Vorsicht im Umgang mit dem Tier. Dann fuhr sie fort: "Und ja, wenn er da so gegen die Holzwände ausschlägt und schnaubt und herumtänzelt und wiehert... dann... macht mich das schon nervös... sehr nervös... ja."

Als sie dann in der Holzkammer waren und Shay bestätigte so weit informiert zu sein, nickte Amrela. Bei der Erwähnung der Küche verzog sie jedoch das Gesicht etwas: "Stell bloß sicher, dass du dem ..der Frau Kirsen nicht im Weg bist.. oder dem Koch oder irgendwem... da kommst du nämlich dann nicht mehr dazu zu holen was du brauchst und musst es dir anders organisieren.. - Also.. eigentlich ist es am besten, wenn du an der Tür stehen bleibst und sagst was du brauchst. Eins der Mädchen wird es dir dann geben, wenn die Hauswirtschafterin einverstanden ist..."

Sie seufzte und teilte Shay noch mit: "Leider muss ich gleich auch noch wegen des Tees fragen... - Oh und.. herumführen... kommt darauf an, wo du später arbeiten wirst. Im Moment weißt du ja schon, was du brauchst... sonst.. ja, den.. den Diensboteneingang.. also der wird dir sicher von mir oder wem anderen gezeigt, wenn Riella gesund ist und du dich anderen Aufgaben widmen könntest. Vielleicht sogar von Riella selber."

Am Rückweg stoppten sie tatsächlich kurz an der Küche und sie bat um einen Tee für den Baron. Der Hauswirtschaftsdrachen erteilte sofort Befehle und vergab einen Schlüssel an eine Küchenmagd, die wohl etwas von der Teemischung aus der Speisekammer zu holen hatte. In der Zeit war Amrela jedoch schon weiter gezogen, um sicherzustellen, dass Shay ihren Weg fand.

"Ja, gut. Der Tee braucht bestimmt nicht lange... also dann, alles Gute", verabschietete sich Amrela dann auch und huschte zurück in Richtung Küchentür, so ungern sie dort auch war.


Gerulon war dagegen überrascht, Shay im Stall anzutreffen. "Oh, hallo, Shay", gab er daher etwas verwundert von sich, sicherlich hatten sie ihr irgendwelche unschönen Aufgaben zugedacht. Zumindest fürchtete er das. "Nach der Arbeit... weil noch früher schaffe ich es nicht aus dem Bett," erklärte er und kratzte sich etwas verlegen hinter dem Kopf. Entweder sehr sehr früh morgens, was auch zu laut wäre, wie ihm verspätet in den Sinn kam, oder aber am Abend, wenn alles gemacht war. Dazwischen würde er sonst von Tilo, der Hauswirtschafterin oder vom Baron persönlich aufgefressen. Ob Shayela Abends noch genügend Kraft haben würde, um die Übungen zu machen? Allerdings beruhigte Gerulon sich diesbezüglich, als sie Riella erwähnte. Das war sicher nicht so anstrengend wie zahlreiche Kammern schrubben oder Ähnliches. Also nickte er und meinte: "Das ist sehr gut. Wir freuen uns alle, wenn es ihr endlich wieder gut geht."


Riella schlief immer noch, im Ofen brannte noch etwas Holz und das Feuer nahm begierig das Festmahl frischen Holzes entgegen. Nach einer Weile der Stille, begann Riella plötzlich im Traum leise zu sprechen: "Remi..? Wo bist du? ...Wir müssen lernen, Remi." Sie drückte ihren Kopf etwas an das Kissen und suchte eine neue bequeme Position, dann war sie vorübergehend wieder still.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Fr März 17, 2017 8:07 pm

Mit einem leisen Seufzen auf den Lippen lies sich die Diebin auf dem Stuhl neben dem Bett fallen und streckt die seicht schmerzenden Glieder lang. Ihr Blick lag auf der friedlich Schlafenden, während ihre Gedanken zurück zu Amrelas Worten flogen. Nachdem ihr die junge Frau erklärt hatte, wieso sie der Rappe ängstigte, konnte sie es tatsächlich nachvollziehen. Ein so großes Pferd, dass gegen die Wände seiner Box schlug und schnaubte und wieherte war natürlich angsteinflößend, vor allem ein Tier seiner Größe. Dennoch empfand sie bis auf ein klein wenig Respekt keine Furcht vor dem Schwarzen. Er sehnte sich eben nach Freiheit, etwas dass sie sehr gut nachvollziehen konnte.

Der Hinweis was die Küchenbelegschaft und ihre Anwesenheit dort betraf, kam Shay wirklich gelegen. Sie war ohnehin nicht unbedingt begeistert von dem Drachen und sie wollte wirklich nicht ihren Zorn auf sich ziehen. Die Hauswirtschaftlerin konnte sicher giftiger und bissiger werden als jede Giftschlange, die ihr bekannt war. Da bevorzugte sie doch die Unwissenheit darüber, wie Frau Kirsens Gesicht rot anlief, wenn sie jemandem grollte, geschwiege den die Konsequenzen, die darauf hin folgten. Der Drache schien dennoch alles überaus gut im Griff zu haben und sorgte mit übertriebener Genauigkeit für Ordnung. An sich die perfekten Vorrausetzungen für eine Hauswirtschaftlerin.

Die schwache Stimme der Schreiberin drängte sich zwischen ihre Gedanken, dass der Rotschopf kurz etwas zusammenschreckte und alarmiert auf "ihren" Patienten blickte, der sich seicht ein wenig zu rühren begann. Leise drangen Worte aus ihrem Mund, zuerst unverständlich, doch dann immer klarer werdend, dass sie tatsächlich auch etwas verstehen konnte, dass Sinn ergab. Verwirrt betrachtete sie, wie die noch immer Schlafende den Kopf in das Kissen schmiegte und allmählich wieder verstummte, als sie eine angenehme Schlafposition gefunden hatte.

Remi? Wer ist Remi? Nackdenklich und neugierig hin die Katze an den Lippen der Schlafenden, die ihr vielleicht noch ein wenig mehr Preisgeben würde. Vielleicht ihr Geliebter? Oder ihr Sohn? Wobei nein, bis jetzt war Amrela gekommen, um sie zu besuchen. Hätte sie Familie, wäre jene sicherlich schon herbei geeilt. Mit einem Mal schloss ihr ein Gedanke durch den Kopf. Hatte sie nicht den Namen auf den Papieren gelesen, die ihr der Bote geben hatte. Remi...Ron? Oder? Das war doch der Baron? Das ergab leider noch weniger Sinn als zuvor. Was sollte sie schon mit ihm lernen? Konnte der Baron etwa nicht schreiben? Es wollte sich nicht wirklich zu einem sinnvollen Bild zusammenfügen.

Aber wenn Remi tatsächlich die Kurzform von Remiron war, dann sprach sie wirklich von dem Hausherrn selbst. Apropos... Shay fragte sich, ob er selbst auch noch vorbei kommen würde, um mit ihr zu reden, oder zumindest nach der Kranken zu sehen. Sie hatte den unscheinbaren Verdacht, dass er ein recht nahes Verhältnis zu seinen Angestellten pflegte. Plötzlich war ihr, als spürte sie den Blick der forschenden Augen wieder auf sich, der so ganz eigen war, tastete wieder über ihre Gestalt, abschätzend, wie zuvor im Hof. Unwillig schüttelte der Rotschopf den Kopf und warf die wirren Locken wieder über die Schultern zurück.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Fr März 17, 2017 8:56 pm

Nein, der Hausherr war nicht gekommen, um nach Riella zu sehen. Genau so wenig schien er Shayelas Dienste kontrollieren zu wollen, denn über Stunden hinweg kam niemand, bis schließlich Amrela wieder auftauchte und leise die Tür öffnete. Sie hatte ein Tablett mit drei schlichten, billigen Teetassen und Tellern darunter, sowie eine schlichte Tonkanne mit Deckel mitgebracht. Erst als sie die Tür offen hatte, hob sie vorsichtig den Hocker auf, den sie einem der leer stehenden Buchhalterräume entwendet hatte. Wenig später stellte sie erst den Hocker neben Shayela ab, dann das Tablett oben auf.

"Bin gleich da", flüsterte Amrela und verschwand noch einmal, um bald darauf mit noch einem weiteren Hocker zurückzukehren. Tatsächlich war der Raum nun doch recht voll. Vorsichtig goss Amrela etwas Tee in die Tassen. Anschließend stellte sie erst die Kanne weg, dann nahm sie ihre Tasse auf. Sie pustete ein wenig auf das Getränk, sagte aber kein Wort, damit die Schlafende nicht wach würde. Der Nachmittag war gut vorangeschritten und Riella hatte nicht mehr im Traum geredet. Der Abend rückte näher und bald würde sie wieder Medizin einnehmen müssen.

Amrela schenkte der Kranken einen nachdenklichen Blick und pustete weiter auf ihren Tee. Irgendwie hätte sie gerne mit Shayela gesprochen, wagte es aber nicht, da sie damit Riella wecken könnten. Dass die Schreiberin aber längere Zeit unbeobachtet wäre, missfiel ihr noch mehr. Also schwieg sie vererst nur, lächelte Shayela zu und versuchte dann bereits vom Tee zu nippen. Sie ließ es aber gleich wieder sein. Er war einfach noch zu heiß für ihr befinden.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Fr März 17, 2017 10:21 pm

Noch ein paar MInuten lang lagen die tiefblauen Augen auf den entspannten Zügen der Schlafenden und hofften ihr doch noch ein paar Worte entlocken zu können. Doch sie schien sich nur mehr auf das wesentliche zu beschränken, nämlich schlafen und lies den Rotschopf in einsamer Stille zurück. Und mit jedem Herzschlag der verging verlor sie immer mehr jegliches Zeitgefühl und konnte nach geraumer Weile nicht einschätzen, wie lange sie schon in diesem Zimmer allein verharrte. Sie war zwar dankbar um die Ruhe, die ihr damit auch gegönnt war, doch es war unglaublich langweilig je mehr Zeit verging.

Als Amrela eintrat hob Shay den Kopf und lächelte der Anderen freundlich zu, während ihr Herz einen seichten Hüpfer machte beim Anblick der Teetassen. Es war zwar nicht kalt im Zimmer, aber ihr Magen knurrte und das heiße Getränk würde zumindest vorerst ihren Hunger stillen. Geduldig wartete sie, bis das Stubenmädchen einen zweiten Hocker für sich selbst geholt hatte und sich ihr gegenüber dann nieder lies. Selbst wenn sie kein Wort sprachen so hatte ihre Anwesenheit doch etwas tröstliches, dass ihr die erdrückende Last ein wenig von den Schultern nahm.

Vorsichtig nahm sie ebenfalls eine Tasse in die Hand und tat es Amrela gleich, pustete vorsichtig auf die tänzelnde Oberfläche und hoffte sie mit ihrem Atem etwas abzukühlen. Doch als ihr Lippen den Rand der Tasse berührten, stellte die Diebin sie doch wieder zur Seite und nahm stattdessen die dritte, leere Tasse in die Hand. So wie es ihr der Arzt angewiesen hatte, füllte sie die besagte Menge hinein und goss sie mit dem heißen Wasser auf. Es sollte ohnehin noch auskühlen, dass es Riella ohne sich daran zu verbrühen trinken konnte.

"Hat es schon zur Abendstunde geschlagen?, flüsterte die Katze hauchend, formte die Worte mehr mit den Lippen als dass sie von ihrer Stimme getragen wurden. Sie hielt die Stille einfach nicht mehr aus.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Fr März 17, 2017 11:19 pm

Amrela schüttelte sachte den Kopf, ehe sie leise antwortete: "Noch nicht, aber bald." Sie blickte vorsichtshalber zu Riella, doch diese schien ungestört zu sein, so dass sie noch flüsternd anfügte: "Zum Glück machen die Anderen den Tischdienst beim Baron.. deswegen kann ich hier sein."

Wieder pustete sie auf ihren Tee und da Shayela das medizinische Getränk für Riella zubereitet hatte, nahm sie an, dass sie die Schreiberin wohl wecken würden, sollte sie nicht doch bald von selber aufwachen. Trotzdem wollte sie ihr jeden Augenblick des Schlafes lassen. Da sie wieder mehr Farbe im Gesicht hatte, schien es ihr auch bereits besser zu gehen. "Ist das Fieber schon zurückgegangen", fragte sie dann doch noch leise nach.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Fr März 17, 2017 11:45 pm

Ein klein wenig Enttäuschung spiegelte sich auf den exotisch anmutenden Gesichtszügen des Rotschopfes, als Amrella ihre Frage mit einem Kopfschütteln verneinte. Sie war ein etwas enttäuscht darüber, dass die Zeit anscheinend doch nicht so zähflüssig und doch schnell vergangen war, als sie sich angefühlt hatte, während sie einfach nur einer Wächterin gleich, neben der Schlafenden gewartet hatte und ja, sie wohl auch behütet hatte. Ebenso, wie man es ihr auftrug. Dennoch fragte sich Shay, ob sie nun die nächsten Tage die ganze Zeit im Zimmer verbringen musste, oder ob sie durchaus in der Zwischenzeit das Krankenbett verlassen und sich ein wenig die Beine vertreten durfte. Sie würde es wohl noch früh genug herausfinden.

Vorsichtig und unendlich behutsam hob Shay die Hand und legte ihren Handrücken vorsichtig auf die Stirn der Schlafenden, ehe sie zart ihr Ohrläppchen umfasste, um dort ebenso ihre Körperwärme zu überprüfen. Ein Arzt hatte ihr einst diesen Trick gezeigt, war die Hitze des Körpers am Ohrläppchen wesentlich besser und genauer zu spüren, als an der Stirn.
"Ja, das Fieber ist zurückgegangen. Ich glaube, die Medizin hilft... Ich sollte sie wohl langsam wecken, dann kann sie in Ruhe zu sich kommen., dachte die Diebin laut nach und griff dann vorsichtig nach der Schulter der Schreiberin, um sie leicht etwas zu bewegen.

"Riella... Riella, wach auf... Komm meine Liebe, wach auf., weckte die Katze sie mit sanfter, gedämpfter Stimme. Sie wollte sie nicht ruckartig aus dem Schlaf reißen, oder sie gar erschrecken, wenn sie die Augen aufschlug und ein unbekanntes Gesicht sah.  

"Ist... Ist der Name des Barons... zufällig... Remi... Remiron?, fragte Shay behutsam und beobachtete dabei sehr genau die Regungen, die über das Gesicht des Stubenmädchens huschen würden. Wenn sie mit ihrer Vermutung richtig lag, würde sie wohl überrascht darüber reagieren, dass sie den Kosenamen des Barons benutzte. Langsam begann sich die Schlafende tatsächlich zu rühren und schien allmählich den erholenden Griff des Schlummers abzuschütteln.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Sa März 18, 2017 6:35 pm

Erleichtert atmete Amrela aus. "Dem Licht sei Dank", sprach sie sogleich und es war nicht einfach so daher gesagt. Denn, wie die meisten vom Gutsbesitz, glaubte sie ganz fest an den Gott 'Sonne', oder eben das Große Licht. Als Riella geweckt wurde, zitterten erst ihre Augenlider ein wenig, dann öffnete sie noch sehr schlaftrunken ihre Augen um einen kleinen Spalt. Für einige Herzschläge wirkte sie benommen und schläfrig. Tatsächlich musste Riella sich auch erst orientieren, wo sie war, welche Tageszeit es wohl sein würde und wer die Menschen hier waren. Shayelas Anblick ließ sie etwas wacher werden, aber dann sah sie auch Amrela und war beruhigt. Es war alles in Ordnung, wenn ihre Freundin Tee trank, während jemand Unbekanntes bei ihnen war.

Während dieser Aufwachphase der Schreiberin fragte Shayela aber auch wegen des Vornamens des Barons und tatsächlich stutzte Amrela für einen Moment: "Äh, ..ja.. also.. Remiron Pelin von Sommasflucht... um ..genau zu sein." Sie war sichtlich perplex von dieser Namenswahl. Warum gebrauchte Shay auch zuerst einen Kosenamen? Wie sollte sie das jetzt einordnen und hatte sie vorher schon vom Namen des Barons gehört und nur noch keine Möglichkeit gefunden danach zu fragen - wie auch immer, es war.. irgendwie seltsam.

Riella bekam davon aber nichts mit, weil sie zu dem Zeitpunkt noch zu schläfrig war. Jedoch fragte sie nun: "Ist es.. Morgen.. oder Abend?" Ihre Stimme klang schwach und sie wirkte wirklich unsicher, welches von beidem denn nun zutraf. Das führte auch zu einem unangenehmen Gefühl von Desorientierung, weswegen sie die Frage überhaupt gestellt hatte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am So März 19, 2017 3:45 pm

Amrelas aufrichtige Erleichterung zeichnete sich nicht nur auf ihrem Gesicht ab, sondern auch in ihrer Stimme, mit der sie inbrünstig dem Licht dankte, dass Shayela ein klein wenig grinsen musste. Sie sorgte sich anscheinend sehr um ihre Freundin, was selbst ihr Herz ein wenig wärmte, ob dem schönen Gefühl so geliebt zu werden... wie von einer Schwester. Eilig verdrängte sie den Gedanken wieder aus ihrem Kopf und rief sich zurück in die Gegenwart, ehe ihr Gedanken noch gänzlich zu ihrer Schwester abschweiften und Amrela den nachdenklichen Gesichtsausdruck bemerkte.

Mit einem unschuligen Lächeln auf den Lippen wiederholte sie den genannten Namen. "Remiron Pelin.... ich hab es mir beinahe gedacht. War mir nicht sicher." Die Katze versuchte so unbehelligt wie möglich zu wirken, war die Irritation der Anderen beinahe schon greifbar. Sicherlich wunderte sie sich, woher sie den Kosenamen hatte, aber sie fragte nicht weiter nach, sondern war augenblicklich gefangen bei dem Klang der Stimme, als die Schreiberin erwachte.

"Es ist ...Abend. Du hast eine ganze Weile geschlafen., begann die Diebin zu erklären und lächelte ihr zuversichtlich zu. Oh, natürlich war sie verwirrt, immerhin saß eine gänzlich Fremde neben ihr, nicht? Sie musste sich sehr unwohl fühlen! "Entschuldige, mein Name ist Shayela... Ich bin... nunja heute angekommen und wollte mich für eine Stelle bewerben. Der Haudra.... Frau Kirsen hat mich sofort eingeteilt die Zimmer zu putzen und als ich in deinem fertig war, viel mir auf, dass deine Stirn sehr heiß ist. Der Doktor kam und meinte, du sollst dich ausruhen und brav Medizin trinken... und naja, nun hast du sozusagen deine persönliche Pflegerin... nämlich mich.", begann sie ein wenig zu hastig zu erzählen und lachte leise.
"Das war zu schnell nicht? Sie seufzte leise und hielt erst einmal wieder den Mund, damit sie die Schreiberin nicht überforderte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am So März 19, 2017 6:35 pm

"Najaaa... für uns alle Herr Baron", erklärte Amrela noch immer etwas irritiert. Wer hatte da wohl geplaudert? Aber, Shayela war doch fast die ganze Zeit hier im Zimmer gewesen und Riella hatte geschlafen. Das war seltsam. Es passte irgendwie nicht zusammen. Es gab aber nur sehr wenige Personen die unter Umständen auch einmal den Kosenamen verwendeten - und, ja, da gehörte Riella schon dazu... Nun, es half nichts, Shayela wusste nun den gesamten Namen und so gänzlich schlimm konnte das ja eigentlich auch nicht sein.

Ihr Grübeln hielt Amrela jedoch davon ab, auf die Frage der Schreiberin zu antworten, so dass Shayela dies auch leicht übernehmen konnte. Es stimmte was sie da erzählte, also nickte Amrela nur. "Ich habe Shayela selbst gesagt, dass der Herr Baron will, dass sie sich um dich kümmert", bestätigte sie noch zusätzlich, um eventuelle letzte Zweifel auszuräumen.

Riella sah die beiden erst einmal ruhig an. Sie schien das Gehörte einfach nur träge aufzunehmen und dabei vielleicht auch nur das allerwichtigste zu behalten. "Freut mich.. Shay", sagte sie dann mit leiser Stimme. Sie roch den Tee und fragte daher: "Kann ich etwas Tee haben?" Abend... Wie soll ich dann heute Nacht schlafen? Sie fühlte sich momentan recht ausgeruht und da nun geklärt war, mit wem sie es zu tun hatte, fühlte sie sich auch schon wohler. Wenn Remiron zuließ, dass diese Person über sie wachte, war es sicher in Ordnung.

"Ja, sicher", antwortete Amrela sofort und war dabei ihre eigene Teetasse vorsichtig auf das Tablett zurück zu stellen. Es war also gut möglich, dass Shayela schneller dabei war, Riella das Getränk mit der Medizin zu reichen. Ein gegupfter Löffel im leicht abgekühlten Tee... vielleicht halfen die Kräuter ja, den Geschmack aufzubessern..?
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am So März 19, 2017 8:00 pm

"Oh natürlich. Herr Baron.", fügte Shay hastig an und konnte es in den Augen der Anderen sehen wie sehr sie darüber rätselte, woher sie jene Informationen hatte. Doch sie dachte gar nicht daran preiszugeben, dass Riella im Schlaf geredet hatte. Wer wusste schon, ob hinter verschlossener Türe und in trauter Zweisamkeit Riella nicht eine innigere Beziehung zu dem Baron pflegte und ihn deshalb beim Kosennamen rief? Sie wollte wirklich nicht die Person sein, die dann noch etwas ausplauderte. Wobei... er hatte sie noch nicht einmal besucht.

Beinahe so, als benötigte die Schreiberin noch die Gewissheit ihrer Freundin und Vertrauten, wanderte ihr noch müder Blick über irritiert über das Gesicht der Katze, ehe es weiter zu Amrela glitt, die ihr dann bestätigte, dass alles so seine Richtigkeit hatte und Shay. Jene griff indes nach ihrer eigenen Tasse und führte sie an die Lippen. Mittlerweile hatte der Tee seine Hitze an den Raum abgegeben und die Flüssigkeit angenehm warm, dass sie ein leises Seufzen ausstieß, als der Tee ihre Kehle hinunter rann. Wie Rielle ebenfalls nach etwas Tee fragte um ihre wohl ausgetrocknete Kehle zu befeuchten, reichte ihn Amrela ihr die Tasse und sie erinnerte sich wieder an ihre aufgetragenen Pflichten.

"Rielle? Möchtest du etwas essen? Vielleicht ein wenig Suppe? Ich gehe sehr gerne in die Küche und hole dir etwas, damit du wieder zu Kräften kommst?, bot sie der Schreiberin an und ihr Blick viel auf die Tasse mit der Medizin. Ja, das durfte sie nicht vergessen. Sie nickte in Richtung der Tasse und erklärte, "In der Tasse ist deine Medizin, die der Arzt mir gegeben hat. Du müsstest die Tasse bitte noch austrinken. Leider hat er nicht gesagt, ob du davor etwas essen solltest... aber ich schätze dann ist es wohl nicht relevant. Nachdenklich wiegte sie den Kopf zur Seite und erinnerte sich an seine Worte. Nein, er hatte nichts dergleichen gesagt. "Oh und ich glaube du solltest sie schnell trinken,... sie schmeckt, glaub ich, nicht besonders gut. Entschuldigend und mitfühlend verzogen sich die anmutigen Züge ein wenig in ein gequältes Lächeln, als ihr in den Sinn kam, wie sich Riella selbst im Schlaf dagegen gesträubt hatte, dass Gesöff zu trinken.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am So März 19, 2017 8:26 pm

"Vielleicht... ein bisschen... nicht viel", antwortete sie auf die Frage, ob sie Suppe essen wolle. Amrela reichte ihr den Tee und half ihr etwas beim Aufsitzen. Die Warnung kam gerade recht und Riella nickte. Es half wohl nichts. So trank sie einen Schluck, würgte ihn hinunter, seufzte und zwang den Rest die Kehle hinunter, ehe sie fragte: "Kann ich noch mehr Tee haben?"

Riella wusste nicht recht zu sagen, ob der Tee es schlimmer machte, oder einfach nur keine Hilfe bieten konnte, das Gebräu zu schlucken. Sie verzog jedenfalls ihr Gesicht und wäre sehr erfreut, wenn sie den Geschmack wenigstens wegspülen könnte. Also füllte Amrela ein wenig Tee in die Tasse. Als sie diese der Schreiberin reichte, meinte sie: "Nur ganz wenig, damit es schneller abkühlt. Du kannst bestimmt mehr haben, nicht?"

Die letzte Frage ging an Shayela, da Amrela nicht wusste, ob der Arzt sich gegen zu viel Essen oder Trinken nach der Medizin ausgesprochen hatte. Da die Dienstmagd aber schon wusste, dass eine Suppe mit sehr feinen und kleinen Huhnstückchen vorbereitet worden war, erbot sie sich: "Ich gehe die Hühnersuppe holen und Shay gibt dir noch mehr Tee, wenn du willst. - Dauert bestimmt nicht lange. Ich weiß schon, wo sie steht."

Wenig später verließ Amrela auch wirklich das Zimmer und war für ein Weilchen fort, ehe sie mit der Suppe in einem tiefen Teller und auf einem dicken Holztablett wieder kam. Auch ein Löffel lag dabei und ein Tuch, um sich den Mund abzuwischen. "Die Küche lässt herzlich grüßen", teilte sie Riella mit, während sie das Tablett vorsichtig auf dem Schoß der Schreiberin abstellte.

"Die Küche? War Frau Kirsen nicht da", fragte die Schreiberin da und stellte die Tasse auf das Tablett, um vorsichtig mit der Suppe anzufangen.

"Nein, den Moment war sie gerade weggegangen zum Herrn Baron. Der hat sie zu sich rufen lassen", erklärte Amrela und fügte hinzu: "Alle wünschen dir eine baldige Genesung."

Riella nickte, schien aber etwas betrübt zu sein. Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass sie sich auch krank fühlte. Vorerst aß sie ruhig ihre Suppe. Es mochte auffallen, dass sie dabei eine für eine Dienstmagd sehr aufrechte Körperhaltung hatte, wenn auch nicht exakt so. Zudem führte sie wirklich den Löffel zum Mund, kam ihm nicht mit ihrem Mund entgegen. Ihre Bewegungen verursachten auch nur sehr leise Geräusche am Teller und sie nahm die Suppe sehr gesittet am Rand auf. Dabei hielt sie den Löffel in der rechten Hand, tauchte ihn mit der rechten Seite zuerst ein und nahm die Suppe so auf die 'Schaufel', ehe sie sie anhob. Der Griff um den Löffelstiel war leicht, aber sicher. Außerdem schlürfte sie nicht. Der Teller war gut gefüllt und offenbar schmeckte es, denn Riella aß langsam immer weiter und schien dabei durchaus ihre Aussage nur wenig essen zu wollen, vergessen zu haben.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am So März 19, 2017 9:12 pm

Zufrieden senkte sich der Kopf des Rotschopfs zu einem Nicken als ihre "Patientin" tatsächlich schon zustimmte, dass sie gern etwas Essen wollte. Was hatte der Arzt gesagt, zunächst wohl am besten einfach nur eine klare Suppe ohne jegliche Beilagen oder Fleisch. Sollte sie ihr gut bekommen würde sie sicherlich morgen schon eine ordentliche Hühnerbrühe mit Fleisch essen können. Je nach dem wie sie sich fühlte und wie es um ihren Hunger stand. Womöglich würde sie Shay schon in ein, zwei Tagen vielleicht zu einem kleinen Spaziergang über den Hof führen. Etwas frische Luft würde ihr sicherlich gut tun und gemäßigte Bewegung dafür sorgen, dass ihr Organismus wieder in Schwung kam.

Aber erst ein Schritt nach dem Anderen, nicht dass sie sie überforderte. Auf Amrelas Frage hin, nickte die Diebin wieder und wiegte den Kopf zur Seite."Der Arzt hat leider nichts gesagt was das betrifft. Aber ich denke es ist sicherlich gut, wenn du etwas trinkst und isst." Wenn es ihr danach verlangte, würde es sicherlich nicht schaden! Immerhin wusste der Körper schon, was er wollte und brauchte.

"Danke, Amrela.", antwortete die Katze erleichtert darüber, dass sie nicht den Weg in die Küche antreten musste. Sie war nicht unbedingt heiß darauf Frau Kirsen über den Weg laufen zu müssen. Wenngleich sie die schrullige  Frau irgendwo amüsierte, hatte sie doch Respekt vor ihr, wie eben vor einem launischen Tier. Stillschweigend goss sie Rielle etwas mehr Tee ein, als diese den ersten Schluck getrunken hatte, um wohl den grässlichen Geschmack der Medizin aus ihrem Hals zu bekommen.

Unruhig wälzte der Rotschopf den Gedanken hin und her, ob sie sie Schreiberin darauf ansprechen sollte, was sie im Schlaf gesagt hatte. Doch die Zeitspanne, bis Amrela zurück kam war wohl zu kurz und wahrscheinlich erinnerte sie sich  auch gar nicht daran. Mit einem Schmunzeln hielt sie ihre Tasse in der Hand, als das Kammermädchen auch schon wieder mit der Suppe zurückkehrte und sie der Kranken reichte, die ruhig zu essen begann.

Es war etwas, dass man lernen musste, wenn man ihrem Beruf nachgehen wollte, da es über Erfolg und Misserfolg entschied. Es waren Kleinigkeiten, Details, die erkennen liesen, ob man nach einem vollen oder leeren Geldbeutel griff. So stutzte die Diebin ein klein wenig, als sie bemerkte mit welcher ungewohnten Eleganz Riella zu essen begann. Es passte nicht ganz zu dem Bild einer einfachen Schreiberin... war sie vielleicht doch aus adeligem Hause und sie lag mit ihrem Verdacht gar nicht so falsch? Wie spannend.

"Oh, Amrela. Ähm, könntest du mir nachher noch zeigen, wo ich schlafen kann?" Im Grunde wusste Shay noch nicht einmal wo die Schlafgemächer waren, geschweige den, wo sie sich etwas waschen konnte.
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