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Shayelas Auftrag

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Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo März 06, 2017 10:38 pm

das Eingangsposting lautete :

Srodholm im Südosten von Sommasflucht ist ein scheinbar ruhiges und idyllisches Dorf mit vielen Feldern und dem großen Kargatrass-Wald im Rücken. Obgleich es dort Bauern gibt, sind doch die meisten mit dem Fallenbau, dem erstellen von Pfeil, Bogen, Armbrust und Bolzen und Gerben des Fells tätig. Nahrung und Reiseutensilien bekommt man hier leicht. Ebenso einen Talisman der an den Schädel eines toten Tieres erinnert und die Warnung, im Wald achtsam zu sein und nur zu nehmen, was man wirklich braucht. Jüngst ist es hier noch stiller geworden, wegen eines seltsamen Apfelbaumes inmitten des Dorfes.

Zwischen den Feldern steht eine kleine, noch unscheinbare Linde. Ein Trampelpfad führt an ihr vorbei in Richtung Srodholm. Dieser Weg kommt von der Straße zwischen Brunya und Sommasflucht, ist aber nicht der eigentliche Weg nach Srodholm. Hierbei handelt es sich viel mehr um einen Pfad, der durch die Feldarbeiter und geführte Pflugochsen, oder andere Arbeitstiere entstanden ist.

Hier draußen gibt es kein Licht, nur das ferne unstete Leuchten der Irrlichter - meist Sterne genannt - am Himmel. Von diesen fliegt kaum eines zum Erdboden herab. Der Mond würde die Stelle sicherlich gut beleuchten, doch gibt es ihn nur einmal in jedem Monat. Des Nachts geht hier auch normalerweise niemand umher.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am So März 19, 2017 9:38 pm

Riella nickte nur stumm, als Shayela zustimmte und ihr weiteren Tee einschenkte. Sie hatte auch noch gar nicht so viel mehr getrunken, als Amrela zurück kam. Tatsächlich war sie selber davon überrascht, welchen Appetit sie bekam, nachdem sie ein paar Löffel der Suppe verspeist hatte. Ihre Erziehung griff dabei ganz von selbst. Amrela verwunderte das Verhalten kein Stück. Sie schien es jedenfalls nicht zu beachten.

"Oh, ja.. der Baron hat angeordnet, dass du ausnahmsweise eines der Zimmer gegenüber nutzen darfst. Es liegt ihm sehr daran, dass Riella so rasch als möglich versorgt wird und jemand ein Auge auf sie hat. -- Er wünscht wirklich sehr, dass es dir bald besser geht, Riri", teilte Amrela nun zunächst Shayela und dann Riella mit. Plötzlich waren die Augen Riellas feucht und die Schreiberin wischte sie mit ihren Fingerspitzen sanft trocken, ehe sie so leise sprach, dass es fast nur ein Wispern war: "Danke."

Riella aß langsam weiter, doch jetzt zeichnete ihre Lippen ein stetes, kaum merkliches Lächeln. Amrela wandte sich unterdessen wieder an Shayela: "Du kannst nachher mit mir nach unten gehen. Wir essen alle gemeinsam im Dienstbotensaal... Du weißt schon, den Raum, wo die Esstische stehen. Wir warten zwar auf Frau Kirsen, die noch ein kurzes Dankgebet an das Große Licht richten wird, aber dann können wir essen. Frau Kirsen füllt die Teller und die werden weitergereicht bis alle etwas haben. - Ach so, ja.. wir stehen alle zum Gebet. Also, nicht dass du dich schon hinsetzt nachher."

"Wenn sie zum Baron musste, wird sie sowieso schlecht gelaunt sein", fügte Riella noch mit leiser Stimme hinzu, ehe sie weiter aß. Nach einigen Löffeln fragte sie Amrela: "Wie geht es eigentlich Tiana... kommt sie zurecht?"

Amrela schüttelte den Kopf und Riella wirkte betrübt darüber. Schließlich blickten beide auf Shayela und Amrela stellte die Frage, die wohl beiden in den Sinn gekommen war: "Kannst du.. also, hast du schon einmal den Herrschaften Essen zu Tisch gebracht.. und Besteck poliert und Tische aufgestellt und das alles?"
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am So März 19, 2017 10:10 pm

Irgendetwas schien hier von statten zu gehen, ohne dass sie bemerkt hatte was es war. Und je länger sie mit den zwei jungen Frauen im Zimmer verweilte, desto mehr erhärtete sich ihr Verdacht, dass Riella tatsächlich nicht einfach nur eine einfache Schreiberin war. Strengt mahnte sich Shay innerlich zur Ruhe und zügelte die Ungeduld, die an ihren Ketten riss und mehr erfahren wollte. Ihre Situation war unstet genug und jeder Fehltritt würde wohl dafür sorgen, dass man sie vor die Türe setzte. Das durfte sie nicht riskieren.

"Du hast wohl ein sehr gutes Verhältnis zum Baron, wenn er sich so sehr um dich sorgt.", rann es ihr ungewollt über die Lippen, noch ehe ihr Verstand eingreifen wollte, waren die Worte schon im Raum verklungen. Überrascht und ein klein wenig ertappt blinzelte Shay und schüttelte dann den Kopf. "Entschuldigt mir bitte, wenn ich unsittliche Fragen stelle. Es ist mir nur rausgerutscht.... ich wollte nicht unhöflich sein., stotterte sie unglücklich und schwieg dann still. Mist, das war so nicht gedacht.

Dankbar lächelte der Rotschopf Amrela zu, als jene vom Abendessen zu erzählen begann. Schon mit dem Duft der Suppe, der den kleinen Raum rasch füllte, hatte sie bemerkt wie hungrig sie mittlerweile war. Es war wohl allein dem Tee und der begleitenden Wärme zu verdanken, dass ihr Magen noch nicht geknurrt hatte. "Oh, dass ist gut. Dann kann ich jederzeit sofort hier sein, wenn etwas sein sollte. Nein, das war absolut nicht gut! Sie war viel zu weit weg vom Herrenhaus und musste zusehen, dass sie näher an Remiron herankam.
"Verstanden. Bloß nicht hinsetzten, bis es alle anderen tun", lachte sie verlegen und grinste dann spitzbübisch der Stubenmädchen entgegen.

"Entschuldigt, aber wer ist Tiana?", erkundigte sich der Rotschopf neugierig und zog dann eine Augenbraue hoch als sie plötzlich ein erwartungsvoller Blick aus vier paar Augen traf. Was war den nun los? Verdutzt schwang sich nun auch die zweite Augenbraue in die Höhe. Die zwei Mädchen heckten doch etwas aus! Sie konnte es förmlich riechen. Ein leises Lachen drang aus ihrer Kehle und sie nickte langsam.  "Ja, ich habe auch schon einmal als Schankmädchen gearbeitet. Zwar nicht in so einem feinen Haus wie diesem hier, aber wohl schon für den Adel. Aber wieso?"
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo März 20, 2017 8:49 am

"Hmm", machte Riella fragend, als Shayela anmerkte, wie sehr der Baron sich um sie sorgte. Amrela war schneller und erklärte: "Der Baron kümmert sich um das Wohl aller seiner Leute. Arbeiter, Dienstmagd, Aufseher, Wachen, Buchhalter oder was auch immer..." Riella nickte dazu nur und aß dann weiter an ihrer Suppe. Auch waren beide sehr glücklich, dass Shayela gerne hier oben nächtigte, um sich um die Schreiberin zu kümmern.

"Ja, du hast auch wirklich Glück. Sonst hättest du bei den Küchenmädchen unten schlafen müssen", teilte ihr Amrela mit. Shayela würde immerhin auf diese Weise auch einen Ofen haben. Die beiden Frauen nickten ernst, als sie schließlich bestätigte, sich erst mit allen anderen hinzusetzen.

Erwartungsvoll hatten beide auf Shayela gesehen und da diese nun bestätigte, wenigstens etwas annähernd Ähnliches getan zu haben, sahen Amrela und Riella sich geradezu begeistert und hoffnungsvoll an. Die Schreiberin begann wieder fröhlich weiter zu essen, während das Stubenmädchen erklärte: "Wenn Tiana gemacht hat, was sie vor hatte und die Frau Kirsen deswegen beim Baron war... - Nun, wir werden sehen."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo März 27, 2017 4:20 pm

Mit verborgener Skepsis und einem sanften Lächeln auf den Lippen beobachtete die Katze äußerst genau die Züge der recht blassen Frau, deren Farbe langsam aber stetig mit jedem Löffel Suppe zurück kam. Zu dumm nur, dass sie sich mehr aufs Nachahmen und Imitieren von Mimik verstand, als darauf sie zu lesen, weshalb sie auch absolut keine verräterische Regung auf Riellas Gesicht finden konnte, als sie den Baron und seine Sorge ansprach. Natürlich sprang ihr ihre Freundin sofort zu Hilfe, dass sich der Blick der tiefblauen Augen langsam gen Amrela richtete und sie ein wenig breiter lächelte.
"Wirklich? Er sorgt sich so sehr um seine Angestellte? Das hätte ich icht erwartet und kenn ich auch so garnicht. Das ist wirklich bewundernswert! Er muss ein guter Herr sein."

Für einen kurzen Augenblick überlegte Shay, ob die Information, dass sie sonst bei den Küchenmägden hätte schlafen müssen ihr irgendetwas mitteilen sollte, dass das Privileg oben schlafen zu dürfen, greifbarer machte. "Wo schlafen den die Küchenmädchen? Und ist es dort nicht so angenehm wie hier oben?", fragte sie kurzerhand und entschied sich dagegen sich den Kopf noch weiter darüber zu zerbrechen. Außerdem war jedes Detail, dass sie von den Angestellten erfuhr Gold wert. Immerhin wussten sie meist besser als der Hausherr selbst was vor sich ging, wobei sie glaubte bei Remiron da etwas falsch zu liegen.

"Ja, aber was hat den Tiana getan, weshalb Frau Kirsen nun bei ihm war? So klär mich doch auf.", verlangte der Rotschopf zu wissen und sah Amrela flehentlich an, als Riella einfach munter ihrem Blick auswich und sich wieder ihrer Suppe widmete. Wer war Tiana und was beim Licht hatte sie so merkwürdiges oder besonderes getan, dass es sich die zwei Frauen so aus der Nase ziehen liesen?
"Ich bitte dich, Amrela. Nun verrat es mir doch!"
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo März 27, 2017 7:51 pm

"Glaub mir, wir wissen, was wir an ihm haben. Wir schätzen ihn alle sehr", erklärte Amrela und nickte noch bekräftigend. Als Shayela dann nachfragte, ob die Küchenmädchen es nicht so gemütlich hätten, schüttelten beide Frauen den Kopf.

"Die Küchenmädchen schlafen im Keller. Da ist, wie du wohl schon bemerkt hast, weitaus weniger Licht... der Geruch vom Pferdestall kommt leichter herein und außerdem gibt es keine Öfen... Zugegeben, der Stall hat auch seine gute Seite... zumindest kommt auch etwas Wärme mit... Naja, aber ohne deiner fleißigen Hände hier, würde es wohl fast so schlimm aussehen wie unten", erzählte Amrela und bremste sich gerade noch ein, Shayela vorerst noch nicht vom Herrenhaus zu erzählen. Das käme alles noch bald genug.

"Je wichtiger deine Aufgabe ist, desto eher gibt es auch hellere Zimmer und Öfen", erklärte Riella und aß dann wieder still weiter. Jetzt da die Suppe langsam zu Ende ging, hob sie den Teller leicht von sich weg und löffelte von der Stelle, wo sich daher die Hühnersuppe sammelte. Als sie fertig war meinte sie etwas verlegen: "Aber, ihr beiden sitzt da mit etwas Tee... und habt sicher schon großen Hunger. Bei all der Arbeit... und ich liege nur hier im Bett."

"Ah, mach dir darum keinen Kopf, Riella. Wir kommen schon früh genug dazu. Außerdem müssten wir jetzt sowieso warten, bis Frau Kirsen wieder da ist", wies Amrela ihre Freundin auf offensichtliche Tatsachen hin.

Riella erklärte also mit leichtem, doch wiederholtem Nicken: "Oh, ja, stimmt... gegen Frau Kirsen stellt man sich besser nicht. Aber, gerade deswegen hätte ich Tiane davon abgeraten mit dem Baron zu sprechen. Es wird ihr nicht gut tun, Amrela... Ich sag' es dir jetzt schon, das war keine so gute Idee."

"Nun ja, aber mit Frau Kirsen hätte sie nicht darüber reden können, nicht wahr", gab Amrela sanft widersprechend zurück und winkte zu Shayela hin ab: "Wenn Tiane es überhaupt getan hat. Sie hatte ja schon Angst davor... oder besser gesagt, eben gerade vor Frau Kirsen...", zuckte Amrela nun mit den Schultern und fuhr fort: "Aber wenn sie den Mut aufgebracht hat, mit dem Baron zu reden, erfahren wir sicher beim Abendessen vom Ergebnis..."

"So, oder so, Amrela.. Sie hätte besser die Ausbildung einfach durchgestanden. Sie bleibt ja doch unter Frau Kirsens Hand... Es sei denn sie würde gehen", wusste Riella dazu zu sagen.

Amrela seufzte, ehe sie die Diskussion beendete: "Sei 's drum... Wir werden ja bald genug alles erfahren. Hast du noch Hunger, Riella?"

"Hmm.. nein, ich glaube, das genügt mir vorerst. Aber, wenn der Tee hierbleiben könnte, mit meiner Tasse, das wäre sehr schön... und Shay kommt doch später wieder vorbei, oder nicht", wollte die Schreiberin wissen und Amrela nahm ihr einfach schon einmal das Tablett mit dem leeren Suppenteller und den darin liegenden Löffel ab. Sie hielt das Tablett so sicher, dass der Löffel ganz still hielt.

"Gut... Die Hocker lassen wir erst einmal hier.. und ich begleite Shay jetzt nach unten. Nach dem Essen muss ich aber sehen, was es noch zu tun gibt. Wir sehen uns aber wahrscheinlich morgen wieder", sprach Amrela sanft, während sie nun aufstand und zur Zimmertür ging, um diese zu öffnen. Sie wartete auf Shayela, dann trat sie auf den Gang hinaus.



Der Weg führte sie die Treppe hinunter in den Keller, dort wieder durch die Tür in den Stall und die Treppe hoch, den kleinen Hügel oben bedenkend, "Achtung", sagte sie warnend, konnte sie ja nicht sagen, wie gut sich Shay schon alles eingeprägt hatte. Danach ging Amrela vorsichtig vorbei am Rappen. Anschließend öffnete sie die nächste Tür und querte den Waschraum wieder indem sie den großen Zuber umrundete. Kurz darauf trat sie durch die nächste Tür in den Essbereich, wo sich schon die Diener und Mägde versammelt hatten.

Da waren der Koch, die Hebamme Luana, das Stubenmädchen Aneira, Stallmeister Tilo, der Kutscher, der Stallbusche Gerulon, die zwei anderen Stallburschen, der Hausbursche, das Zimmer-Stubenmädchen Tiane mit einer weiteren jungen Frau, dann das Zimmermädchen und die vier Küchenmägde.

Gerulon lächelte Shayela leicht zu, auch wenn ihm die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand und sein Magen schien auch nicht sonderlich begeistert weiter warten zu müssen, wenn man sein Knurren so anhörte. Das wäre vielleicht lustig gewesen, aber alle hatten Hunger. Amrela sah sich rasch um, fand Frau Kirsen noch nicht und erklärte in eiligem Flüsterton: "Am besten du stellst dich einfach gleich ganz ans Ende der Reihe da hinten."

Danach verschwand sie kurzerhand in die Küche mit dem Tablett und allem Geschirr aus Riellas Zimmer. Die anderen nickten Shayela nur freundlich zu, oder flüsterten ein rasches "Willkommen". Es war wohl eine der wenigen Zeiten, in denen sich die Diener und Mägde auf den Anblick von Frau Kirsen freuten, denn schließlich hieß das, dass sie endlich essen durften - nach dem Gebet, aber das war dann nur noch eine Kleinigkeit.
Amrela kehrte zurück und gesellte sich zu Tiane und den anderen Zimmer-Stubenmädchen in die Reihe. Shayela kam also neben einer der Küchenmägde zu stehen.

"Willkommen, ich heiße Imga", stellte sich diese vor, doch gerade da kam

Frau Kirsen herein: "Gscht. Jetzt wird nicht geredet. Ich habe ein paar Mitteilungen zu machen, aber dazu später. Zeit für das Abendgebet:
Oh, Großes Licht, wir danken dir, für unseren gnädigen Herrn Baron, die Speisen, die du uns schenkst und das reine Wasser, das wir trinken dürfen. Bitte segne für uns Speis und Trank mit deinem göttlichen Licht und schenke uns Frieden und eine gute Zusammenarbeit von uns allen. Möge auch unser Neuzugang ihren Platz in unseren Reihen finden und sich gut einleben. Wir danken dir."


An dieser Stelle fügten alle ein mehr oder weniger herzliches, aber durchaus ernsthaftes: "Großes Licht, wir danken dir", der kleinen Andacht hinzu.

Als sich dann die ersten rührten, um ihre Plätze einzunehmen, sagte Frau Kirsen: "Einen Moment noch. Ich weiß ihr seid hungrig, aber das steht ihr auch noch durch.

Daraufhin fanden sich alle wieder in der Reihe ein und Frau Kirsen setzte fort: "Unser erwähnter Neuzugang heißt Shayela. Sie ist vorerst für die Pflege und Versorgung der Schreiberin Riella zuständig. Sie wird morgen Vormittag von Amrela zum Baron geführt werden, damit abgeklärt werden kann, welche Aufgaben Shayela künftig haben wird. Des Weiteren darf ich mitteilen, dass Tiane ihre Ausbildung zum Stubenmädchen fortsetzen wird. Tiane, ich wünsche, dass du künftig deine Klagen zuerst mir vorträgst, oder schweigst. Ich werde aber dem Wunsch des Barons entsprechen und dir mehr Zeit für die Übungen lassen. Weiterhin muss ich euch mitteilen, dass die Feierlichkeit in drei Tagen anders ablaufen wird, als wir es bisher gewohnt waren. Dazu muss ich später noch mit dir reden, Kurt."

An dieser Stelle nickte der Koch bestätigend, dass er dies vernommen hatte, dann stellte sich Frau Kirsen vor: "Beginnen wir eine kurze Vorstellungsrunde. Ich heiße Maleka Kirsen. Für alle hier Frau Kirsen und ich bin die Hauswirtschafterin hier beim Herrenhaus. Kurt, wenn du bitte fortfährst."

Kurt nickte erneut kräftig und erklärte dann: "Ja, also, ich bin der Kurt und der Koch des Hauses."

Eine ältere Frau ergriff das Wort, sobald Kurt verstummte: "Mein Name ist Luana. Ich bin die Hebamme hier im Haus, auch wenn es derzeit keine Hausherrin und keine herrschaftlichen Kinder gibt."

Als nächstes stellte sich eine Frau von etwa 40 Jahren vor: "Ich heiße Aneira und bin das Stubenmädchen des Barons."

Gleich darauf meldete sich der Stallmeister zu Wort: "Wir haben uns ja schon getroffen. Ich bin der Stallmeister, Tilo mein Name und ich hoffe, Gerulon bringt dir wirklich das Reiten bei."

Nun trat ein etwa gleich alter Mann wie Tilo vor und erklärte kurz und knapp: "Werron, der Kutscher."

Dann meldeten sich die Stallbuschen mit etwas mehr Freude zu Wort: "Gerulon - Temrit - Nehest, Stallburschen", sagten sie das letzte Wort gemeinsam.

Ein etwas jüngerer Mann stellte sich vor: "Jaiken, der Hausbursche."

Die fünfzehnjährige meldete sich im Anschluss etwas vorsichtig zu Wort: "Tiane.. ich bin Zimmer- ...und Stubenmädchen." Es war ihren kurzen Blicken zu Frau Kirsen und etwas häufigeren zu Shayela durchaus abzulesen, dass ihr unbehaglich zumute war.

Die junge Frau neben ihr fügte hinzu: "Cassa, ebenfalls Zimmer- und Stubenmädchen."

Amrela lächelte und stellte sich nochmals vor: "Mein Name ist, wie du weißt, Amrela und ich gehöre zu den Zimmer- und Stubenmädchen."

Eine andere fünfzehnjährige erklärte: "Ich heiße Branna und ich bin Zimmermädchen."

Die vier letzten Mädchen, stellten sich schließlich auch vor: "Hilka, Küchenmagd."
"Fenja, Küchenmagd."
"Vayis, Küchenmagd."
"Imga, Küchenmagd."


Nachdem dies endlich erledigt war, wies Frau Kirsen an die lange Reihe zusammengestellter Tische: "Ihr könnt euch nun alle setzen. - Vayis, Imga.. Ihr könnt den Suppentopf und die Brotkörbe jetzt herüber tragen."

Die Mädchen gingen sofort, während alle anderen sich daran machten, bei Tisch Platz zu nehmen.
Den 'Vorsitz' hatte natürlich Frau Kirsen. In der Reihe links von ihr saßen der Koch, die Hebamme Luana, das Stubenmädchen Aneira, Stallmeister Tilo, der Kutscher Werron, die Stallbuschen Gerulon, Temrit und Nehest, sowie der Hausbursche Jaiken. Das machte neun Leute auf dieser Seite.

Rechts von Frau Kirsen gehörten die Plätze den drei Zimmer-Stubenmädchen Tiane, Cassa und Amrela, anschließend dem Zimmermädchen Branna und letztendlich den vier Küchenmägden Hilka, Fenja, Vayis und Imga. Das machte wiederum acht Leute auf dieser Seite. Auf dieser Seite stand seit heute ein weiterer Stuhl.

Nachdem sich bis auf Vayis und Imga alle gesetzt hatten, gab es noch drei freie Plätze, alle auf der rechten Seite und am anderen Tischende von Frau Kirsen. Allerdings kamen die zwei Küchenmägde sehr rasch wieder, stellten in der Tischmitte nahe bei der Hauswirtschafterin einen Brotkorb, etwa mittig vom Tisch den Suppentopf und nahe dem anderen Tischende den zweiten Brotkorb ab.

Während sich die beiden hinsetzten und gegebenenfalles Shayela ihren Platz ganz am Ende zuwiesen, wurde der Teller von Frau Kirsen zu jemandem beim Suppentopf geschickt, der ihn mit dem Schöpfer auffüllte und dann begab sich der volle Teller auf die Rückreise zur Hauswirtschafterin. Danach wanderten weitere Teller zum Suppentopf, die gefüllt und zurück gereicht wurden. Auch Shayela erhielt bald ihr Essen: Gemüsesuppe und Brot.

Alsbald waren alle erst einmal damit beschäftigt ihren Hunger zu stillen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di März 28, 2017 3:37 pm

Ungeduldig bewegte sich die junge Frau auf ihrem Stuhl hin und her und hob dann in einem leisen Seufzen die Tasse an die Lippen, um von dem mittlerweile lauwarmen Tee zu nippen. Remiron schien tatsächlich ein sehr guter Hausherr zu sein, anders, als sie es auf den ersten Blick erlebt hatte. Aufrichtige Dankbarkeit schwang in der Stimme Amrelas mit, die keinen Zweifel zulies, dass sie es auch tatsächlich so meinte. Ihre Worte waren ehrlich.

"Ah ich verstehe... Je bedeutungsvoller die Aufgabe, desto schöner und komfortabler sind die Zimmer eingerichtet.... sorgt das nicht ab und an für Unmut? Ich könnte mir denken, dass nicht alle damit zufrieden sind.", sinnierte Shay nachdenklich und verlor sich kurz in Gedanken in den gesellschaftlichen Strukturen, die wohl im Anwesen herrschten. Andererseits war es verständlich, dass es gewisse Unterschiede gab.

Während sich die beiden Frauen über Tiane unterhielten, von der sie immernoch nichts wusste, außer dass sie wohl ein Problem mit irgendetwas zu haben schien und deshalb auch Angst vor Frau Kirsen, oder zumindest nicht mit ihr darüber reden konnte, legte sich ihre Stirn immer mehr in Falten. Was war das wohl für ein Anliegen, dass sie der Hauwirtschafterin nicht vortragen konnte, sondern damit direkt zum Baron ging? Und was war überhaupt ihre Position. Nun, die dahingeworfenen, zusammenhangslosen Gesprächsfetzen der Beiden halfen ihr nicht sonderlich weiter. Sie konnte die Puzzleteile nicht zu einem sinnvollen Bild zusammenfügen und leerte stattdessen lieber ihre Tasse mit einem Zug, ehe sie Riella bestätigte, dass sie nach dem Abendessen nochmal nach ihr sehen würde.

"Am besten ruhst du dich noch etwas aus bis ich zurück bin... ich erzähl dir dann ob es etwas Neues gegeben hat. ", lächelte die Katze der Schreiberin fröhlich zu und folgte dann rasch Amrela. Ihr Hunger, der sich bis jetzt durch den wärmenden Tee zurückgehalten hatte, knurrte ihr nun tatsächlich langsam immer deutlicher entgegen, weshalb sie froh war, dass es endlich  Abendessen geben würde. In dem Speisesaal angekommen, nickte Shay nur, als das Stubenmädchen sie anwies sich ans  andere Ende zu stellen und lies den Blick musternd über alle Anwesenden schweifen, ehe sie sich ein freundliches Lächeln auf die Lippen zwang.

Inmitten der Reihe entdeckte sie auch den Stalljungen und ihre Zügen erhellten sich bei dem vertrauten Gesicht gleich ein wenig mehr, ehe sie neben Imga zu stehen kam und leise hauchte:"Shayela.", ehe der Hausdrache auch schon in den Saal rauschte. Ohne dem Gebet sonderlich viel Beachtung zu schenken, murmelte die Diebin dennoch am Ende wie alle Anderen einen ehrfürchtigen Gruß, um den Schein zu wahren. Sie war noch nie sonderlich religiös gewesen. Erst als Frau Kirsen ihren Namen ausprach, riss sie damit ihre Aufmerksamkeit wieder an sich und die Angesprochene lächelt zustimmend, ehe sich eine der feinen Augenbrauen in die Höhe schwang. Ein Fest? Hervorragend! Es könnte mir einen wesentlich einfachen Zugang zum Haupthaus gewähren, und genügend Ablenkung um mich etwas umzusehen.

Bei der Vorstellungsrunde nickte der Rotschopf Jedem zu, der ihr seinen Namen nannte und versuchte sich alle sofort einzuprägen. Es würde wohl etwas dauern, bis sie tatsächlich auch jedem fremden Gesicht den passenden Namen zuordnen konnte, es waren doch einige. Zu viele für ihr ohnehin schlechtes Namensgedächtnis. Geschäftig machten sich die Küchenmägde daran das Essen zu verteilen, dessen feiner Duft ihr schon aus der Küche in die Nase gestiegen war und nicht unbedingt ihren Hunger befriedigte. Im Gegenteil. Imga wies sie leise darauf hin, dass der letzte Stuhl in der Reihe für heute der ihre war, ehe auch schon die zwei servierenden Küchenmädchen herbei kamen und zwischen ihr und Imga Platz nahmen. Der Rotschopf tat es ihnen gleich und beobachtete mit gezwungener, stoischer Ruhe den Ritus, der wohl jeden Abend vollzogen wurde, bis schließlich auch ein Teller Suppe und Brot an ihrem Platz ankamen.

Galant nahm sie den Löffel in die Hand, tauchte ihn in die Suppe und führte ihn zum Mund. Ein leises, zufriedenes Seufzen rann über ihre Lippen als die Wärme wohltuend ihre Kehle hinunterrann. Hungrig wie sie war beschränkte sich ihre Aufmerksamkeit vorerst, wie auch die alle Anderen, nur auf ihr Essen, bis der größte Hunger gestillt war. Erst dann begann sie neugierig in die Runde zu blicken und die tiefblauen Augen schweiften von einem Gesicht zum nächsten, während sie versuchte gedanklich die richtigen Namen zuzuordnen.


Zuletzt von Shayela am Mi März 29, 2017 7:25 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di März 28, 2017 5:06 pm

------------- Kurt, Luana, Aneira, Tilo, Werron, Gerulon, Temrit, Nehest, Jaiken
------------ Koch, Amme, Stube., Stall, Kutsche, Stallburschen..........., Hausbursche
Frau Kirsen
------------- Tiane, Cassa, Amrela, Branna, Hilka, Fenja, Vayis, Imga, Shayela
----------- Zimmer-/Stubenmägde, Zimmer, Küchenmägde..............., Krankenpflegerin



Kurt, Tilo, Werron, Temrit und Branna holten sich bereits noch einen zweiten Teller Gemüsesuppe, oder ließen sich einen reichen. Imga, die eben fertig geworden war, fragte Shayela: "Willst du auch noch etwas?" Der Topf war noch gut gefüllt und auch etwas Brot lag noch im Korb. Auch Imga ließ sich ihren Teller noch einmal füllen.

Unterdessen fragte Temrit seinen Kollegen Gerulon: "Wohin gehst du denn mit ihr reiten? Ein romantisches Plätzchen?"
Nehest scherzte: "Vielleicht sollte Luana mitgehen.. so als Anstandsdame."
"Ihr seid so bescheuert..", begann Gerulon, woraufhin Tilo einwarf: "Nicht beim Herrenhaus jedenfalls, der Herr Baron soll davon nicht gestört werden."
"Äh, ja, natürlich.. am Seeweg dann", versuchte es Gerolun verständig, aber Nehest und Temrit ließen es sich nicht nehmen, doch verführerische Absichten anzudeuten.
"Sag ich doch, romantisch..", feixte Temrit erneut.
Gerulon schien nicht recht zu wissen, ob er rot werden, oder genervt sein sollte, als er meinte: "Ach, hört doch auf."

Cassa dagegen erkundigte sich zeitgleich bei der Hauswirtschafterin: "Frau Kirsen..? Was für Änderungen werden das denn sein? Ist anderer Schmuck aufzubringen.. oder wird zu anderen Zeiten gegessen werden? Was wird anders?"
"Der Baron hat noch nichts Genaues gesagt, aber, es sieht so aus als würde die Liste an Gästen kürzer, erklärte Frau Kirsen, woraufhin sich etwas Erleichterung breit machte, hießen weniger Gäste doch auch immer weniger Arbeit. Daraufhin warf die Hauswirtschafterin sofort ein: "Das heißt aber nicht, dass ich erlaube, dass mit weniger Fleiß gearbeitet wird."
Einhellig wurde mit einem, "Natürlich nicht", bestätigt, dass es dazu nicht kommen würde. Danach waren die Frauen eindeutig neugierig, wer wohl nicht kommen würde und wer schon - aber neben Frau Kirsen würde keine von ihnen anfangen darüber zu spekulieren.

Kurt, Tilo, Werron, Temrit und Branna holten sich bereits noch einen zweiten Teller Gemüsesuppe, oder ließen sich einen reichen. Imga, die eben fertig geworden war, fragte Shayela: "Willst du auch noch etwas?" Der Topf war noch gut gefüllt und auch etwas Brot lag noch im Korb. Auch Imga ließ sich ihren Teller noch einmal füllen.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mi März 29, 2017 7:34 pm

Zunächst war es recht ruhig im gesamten Saal, war doch bis auf das behändig angehobene und wieder gesenkte Besteck und den verschiedensten Kau- und Schlürflauten in den unterschiedlichsten Farben nichts zu hören. Ein jeder schien sich gänzlich darauf zu versteifen seinen knurrenden Magen zu füllen und der Rotschopf konnte es nur allzu gut verstehen. Sie selbst fixierte sich im ersten Augenblick nur auf ihre Suppe, siegte ihr Hunger über die aufkeimende Neugierde, doch ihre vorerst neuen Gefährten zu mustern und einzuordnen. Als Imga sich danach erkundigte, ob sie auch noch etwas haben wollte, nickte Shay zögerlich und versuchte zunächst einzuschätzen ob es den angebracht war oder nicht. Doch da sich auch die Anderen einen Nachschlag genehmigten und immer noch genügend da war, nickte sie noch einmal bestärkender. "Oh ja, sehr gern sogar. Danke dir!"

Lächelnd nahm sie den gefüllten Teller wieder entgegen und lies sich noch ein Stückchen Brot reichen, dass sie in die Suppe tunkte und es schnell zwischen den Lippen verschwinden lies, ehe auch nur ein Tropfen der Gemüsesuppe verschwendet wurde. Aus den Augenwinkeln nahm sie Gerulons Gestalt war und seine Stimme, die sich etwas von den Anderen abhob, als er sich gegen die gemeinen Unterstellungen zu wehren versuchte, was ihre Reitstunden betraf. Der arme Kerl schien nicht wirklich zu wissen, wie er seine Freunde zum Schweigen bringen sollte. Ein leises Kichern rann über die Lippen der Katze und sie hob den Kopf um nur allzu deutlich in ihre Richtung zu sehen. Es herrschte zwar eine doch etwas lautere Stimmung, dennoch vermochte sie die Worte der Burschen gut zu vernehmen.

Ohne das Wort an die jungen Burschen zu richten grinste sie einfach nur und lies es sich nicht nehmen Gerulon einfach zuzuwinkern, ehe sie sich wieder ihrem Essen zuwandte und den Teller recht rasch leerte.
"Was für ein Fest ist den geplant, Imga? Steht das schon länger an, oder hat es einen bestimmten Grund?", erkundigte sie sich danach, weit genug von Frau Kirsen entfernt sitzend, dass sie sich in Sicherheit wiegte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mi März 29, 2017 10:14 pm

"Sie schaut schon, sie schaut schon", amüsierte sich Nehest, woraufhin Temrit tatsächlich Shayela fragte: "Sag, Shay, soll noch jemand mitkommen?"

"Hey.. ich bin doch kein Raubtier oder sowas... Ich bringe ihr einfach nur das Reiten bei",
meinte Gerulon etwas machtlos, wurde zu allem Überfluss nach Shayelas Zwinkern tatsächlich rot.

"Ja, reiten", fuhr Temrit fort und Nehest merkte an: "Seine Ohren werden schon ganz rot."

"Hhhh... ich zeige ihr, wie sie besser mit ihrer Stute zurecht kommt. Das ist alles", versicherte Gerulon etwas genervt und holte sich noch einen Teller Suppe und etwas Brot. Er würde sich jedenfalls nicht den Appetit von den beiden verderben lassen.

Cassa, Amrela und Fenja holten sich ebenfalls noch etwas Suppe.

Imga antwortete unterdessen Shayela: "Es ist das Frühlingsfest. Ein Nachmittag und Abend voll Tanz und Unterhaltung. Bei Schönwetter werden die Gäste auch ein Stück weit rund um den See gehen... Zum Frühlingsfest kommen alle Adeligen aus Sommasflucht bevor sie nach Brunya ziehen, weniger werden nach Schavenna oder gar nach Königsburg aufbrechen. ...Aber anscheinend wird die Liste der Gäste heuer kleiner als sonst. Nun, so viel ändert das ja nicht, wir weden trotzdem viele Vorbereitungen treffen und großartige Speisen vorbereiten und dann am Festtag viel zu tun haben."

"Und noch mehr zum Abwaschen... aber wenn wir schnell genug sind, dürfen wir vielleicht sogar ein wenig der Musik lauschen - natürlich nur, so lange uns keiner sieht",
fügte Vayis hinzu, die gleich neben Imga saß.

"Wo ihr gerade bei Gästen aus Brunya und Schavenna wart... Soweit ich das verstanden habe, bist du weit gereist, Shay.. Woher kommst du denn", erkundigte sich Jaiken, der Hausbursche. Er hatte sich bisher einfach auf sein Essen konzentriert, aber jetzt reichte er seinen Teller weiter, damit er nochmal mit Suppe gefüllt würde und zerlegte schon ein weiteres Stück Brot. Einen kleinen Happen steckte er sich in den Mund und kaute genüsslich darauf herum.

"Schmeckt's", wollte Hilka von ihm wissen und Jaiken nickte: "Klar, sonst würde ich es einfach runter würgen." Das ließ Hilka halb erfreut, halb verlegen lächeln. Es war wohl nicht ganz die Antwort, die sie sich erhofft hatte.

"Ich werde schlafen gehen, Frau Kirsen. Gute Nacht", wandte sich Luana erst an die Hauswirtschafterin, dann an alle bei Tisch, als sie fertig war mit ihrem Abendessen. Sie war müde, obwohl sie nicht all zu viel zu tun hatte, und sie sehnte sich nach ihrem Bett. Frau Kirsen nickte nur und wünschte ihr ebenfalls eine gute Nacht. Dem folgten erst die Stubenmädchen und Zimmermädchen, dann aber auch alle anderen am Tisch.

Nach dem Abendgruß an Luana genehmigten sich auch Vayis und Nehest einen zweiten Suppenteller. Die anderen begannen nun ihren zweiten Teller voll Gemüsesuppe zu essen, oder waren schon fleißig dabei.


verlassene Sitzplätze:

------------- Kurt, Luana, Aneira, Tilo, Werron, Gerulon, Temrit, Nehest, Jaiken
------------ Koch, Amme, Stube., Stall, Kutsche, Stallburschen..........., Hausbursche
Frau Kirsen
------------- Tiane, Cassa, Amrela, Branna, Hilka, Fenja, Vayis, Imga, Shayela
----------- Zimmer-/Stubenmägde, Zimmer, Küchenmägde..............., Krankenpflegerin
noch keine zweite Suppe:

Stubenmädchen Aneira, Frau Kirsen, Zimmer-Stubenmädchen Tiane, Küchenmägde Hilka
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Do März 30, 2017 8:11 pm

Mit einem sehr zufriedenen Ausdruck auf dem exotisch anmutenden Gesicht führte die Diebin den letzten Löffel zum Mund und legte ihn zurück in die akribisch genau geleerte Schüssel. Sie musste tatsächlich zugeben, dass der Koch wirklich wusste was er tat. Es könnte aber auch einfach daran liegen, dass sie sich schon vor einer halben Ewigkeit nicht mehr an den Herd gewagt hatte und ihre Kost dementsprechend meistens kalt war. Umso wohltuender war die Suppe gewesen, deren nicht existenten Reste sie versuchte mit dem letzten Stückchen Brot aufzuwischen, während sie Imga aufmerksam zuhörte.

"Ein Frühlingsfest! Oh das hört sich spannend an und anstrengend, aber vor allem spannend. Ich durfte noch nie bei einem Fest helfen. Ist es sehr viel Arbeit? Werden die Gäste auch über Nacht bleiben? ", erkundigte sich Shay neugierig, während ihr Blick zu Vayis glitt, der sich sofort in das Gespräch einmischte. Musik! Sie liebte Musik! Vorallem wenn mehrere Spielleute zusammen kamen und ihre Weisen zum Besten gaben. Doch nur allzu schnell kam ihr wieder in den Sinn welche Gelegenheit das Fest ihr bieten würde und ihr Begeisterung dämpfte sich sofort ein wenig.

Ihr Blick flog zu den Stallburschen und taxierte Temrit, der weiterhin den armen Gerulon ärgerte ob seinem Versprechen ihr das Reiten besser bei zu bringen. Mit einem zarten Lächeln auf den Lippen fixierte sie ihn aus umso intensiver funkelnden katzenhaft, anmutenden Iriden, wohl wissend, dass es ihn ein wenig verunsichern könnte, was sie auch beabsichtigte.
"Nein, ich denke Gerulon reicht mir völlig als Gesellschaft.... Neidisch? ", feixte sie ein wenig und kicherte dann wieder leise, ehe sie sich Jaiken zuwandte.

"Ich bin aus Königsburg angereist und dort aufgewachsen." Je näher sie an der Wahrheit blieb, desto weniger würde man wohl ihr Schauspiel durchschauen, nicht wahr?  Kurz schweiften ihre Gedanken zur Schreiberin ab. Sie sollte wirklich noch einmal bei ihr Vorbei sehen und ihr etwas Wasser mitbringen, bevor sie sich zu Bett begeben würde.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Do März 30, 2017 8:29 pm

"Oh... naja, ..ich verstehe deine Begeisterung. Das erste Mal hatte ich auch gehofft mehr zu erleben... aber das Vergnügen haben eben die hohen Herren und Damen... Wie gesagt, es bedeutet auch viel Arbeit und die haben halt wir alle", gab Imga zu verstehen. Sie zuckte missmutig die Schultern. Für die Bediensteten und Arbeiter gab es keine Feste, abgesehen vom Koch, der Hauswirtschafterin und wohl den Aufsehern oder auch einmal den Hauptmännern. Das waren dann aber andere gesellige Abende, als die hohen Herrschaften sie hatten.

Temrit stockte kurz der Atem, als Shayela ihn so ansah und mit solch sicheren Worten zurückwies. Nehest ließ es sich daraufhin nicht nehmen, nun fast tonlos ein: "Bhiuu", von sich zu geben und nach einer kurzen Pause nun auch gegen Temrit amüsiert anzufügen: "Getroffen wie ein Pfeil!"

Gerulon lächelte Shayela zu und war kurz fasziniert vom intensiven Ausdruck in ihren Augen. Knapp nach Nehests Worten gab er an: "Was freust du dich so, Nehest? Sie hat euch beide ausgeladen."

"Sagt er, als wolle er sie doch ganz für sich allein", versuchte Temrit eine Rückkehr unter die Streiter.

"Wenn ich es so wollte, hätte ich zumindest ihre Aufmerksamkeit, im Gegensatz zu euch", konterte Gerulon nun.

"Oho, da ist wohl einer vom Zuspruch ermuntert worden. - Aber, genug jetzt, genug! Ehe ihr noch auf ganz dumme Gedanken kommt", mischte sich Stallmeister Tilo ein, der streng auf die drei Burschen blickte. Damit war auch tatsächlich Schluss und wer noch zu essen hatte, löffelte einfach schweigend weiter.

"Zumindest muss ich mir wohl keine Gedanken machen, dass du dich von ihnen einschüchtern ließest", wandte Tilo sich dann an Shayela. Danach richtete er seine Worte wieder an die Stallburschen: "Besser ihr geht jetzt zu Bett.. Gerulon, mach heute nicht mehr zu lange, hörst du."

"Natürlich nicht, Meister Tilo",
antwortete dieser und blickte zu Shayela, ob sie wohl heute noch lernen wollte?
Stallmeister Tilo und die Stallburschen Temrit und Nehest verabschiedeten sich allerdings, sobald sie fertig gegessen hatten.

Hausbursche Jaiken nickte und wollte wissen: "Ich war noch nie in Königsburg, wie ist es da so?"

"Ja, erzähl",
stimmten auch Imga und Vayis mitein. Hilka schwieg nun, aber wirkte durchaus auch interessiert.

Das Stubenmädchen Aneira, die Zimmer- und Stubenmädchen Tiane, Cassa und Amrela, sowie das Zimmermädchen Branna baten jedoch um Erlaubnis schlafen zu gehen. Die Hauswirtschafterin erlaubte es und so waren sie bald darauf fort.

Kaum hatten die Mägde ihren Wunsch ausgesprochen, richtete sich die Aufmerksamkeit der Hauswirtschafterin nun auf eben diese: "Mädchen, wenn ihr fertig seid mit dem Essen, räumt den Tisch ab und kümmert euch um den Abwasch. - Und dann nichts wie zu Bett, ihr habt morgen wieder früh aufzustehen, wie ihr wisst."

Seufzend machten sich Hilka und Fenja also daran, die leeren Teller mit den Löffeln in die Küche zu tragen. Die Küchenmagd mit dem etwas männlich klingenden Namen Vayis packte den Suppentopf und Imga sammelte die Brotkörbe ein, legte dabei schon die Brotscheiben in einen Korb zusammen und verschwand dann mit den zwei ineinander gestapelten Körben in der Küche. Bald war zu hören wie heißes Wasser auf bereits eingefülltes Wasser geschüttet wurde und dann das Geschirr nach und nach gespült wurde. Wenig später wurde der erste Teller leise hörbar am Tisch abgestellt, nachdem er mit einem Tuch getrocknet worden war. Danach klapperte das Geschirr, als die Stapel höher wurden und auch der anwachsende Haufen an Löffeln war nach kurzer Zeit zu hören. Die vier Küchenmägde waren also schon wieder wie angewiesen bei der Arbeit.

Frau Kirsen zog sich dagegen mit dem Koch in eine andere Ecke ihres Herrschaftsbereiches in der Küche zurück. Tatsächlich kochte sie nämlich ebenso wie Kurt, der damit aber auch schon alle Aufgaben erfüllte.

So waren Kutscher Werron, Stallbursche Gerulon, Hausbursche Jaiken und Shayela die letzten am Tisch.


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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Do März 30, 2017 9:25 pm

Ein wenig ernüchtert neigte der Rotschopf den Kopf zur Seite bei Imgas Worten und nickte dann langsam. Natürlich war es für alle Bediensteten mehr Anstrengung als Fest in diesem Sinne. Es würde sicherlich schwierig werden sich davon zu stehlen, was bedeutete sie musste sich von Anfang an gut positionieren und am Besten für die direkte Bewirtung zuständig sein. So konnte sie sich hoffentlich im Herrenhaus selbst bewegen. Ein wenig gedämpfter Seufzte die Katze auf und nickte neuerlich:"Ja, da hast du wohl recht... das hatte ich noch garnicht bedacht. Dennoch freue ich mich irgendwie darauf. Ich finde Feste sehr faszinierend. Die Gäste, die Kleider, die Musik. Es ist einfach immer schön anzusehen... auch wenn man es nur aus der Ferne tut. "

Für einen Moment flog ihr Blick wieder zu den Burschen und sie genoss tatsächlich die Reaktion, die ihr Blick wohl ausgelöst hatte, schien der Stallbursche doch für einen Moment wie versteinert, eher seine Fassung wiederfand. Vor allem aber bei Gerulon hatte ihr Zuspruch das angestoßen, worauf sie gehoff hatte, nämlich das er wesentlich selbstbewusster sich gegen die Spitzen seiner Freunde wehrte und erst Ruhe einkehrte, als Tilo ein Machtwort sprach. Wie die pure Unschuld selbst sah Shayela zu Tilo und schüttelte dann seicht den Kopf, ehe ein überaus breites Grinsen auf ihren Lippen erschien. Ein wenig Schabernack musste doch sein, nicht?

Auffordernd grinste die Diebin wieder gen Gerulon, um ihm zu zeigen, dass sie heute sehr wohl noch etwas reiten wollte. Ihr Glieder würden sie zwar morgen umbringen, vor allem weil sie heute auch noch eine ganze Weile lang geschrubbt und geputzt hatte. Aber allein schon ihrer Stute zuliebe wollte sie die Zeit so gut wie möglich für ihre Vorteile nutzen. Mit einem Ruck wandte sie sich wieder Jaiken zu und blinzelte kurz verwirrt, ehe sie sich wieder in seiner Frage fand.
"Oh ja... äh. Es ist groß.", lachte Shay unbeholfen und kicherte leise. :"Nein.... ich meine, Königsburg ist tatsächlich sehr groß und die Vielfalt an Geschäften und Wunderlichkeiten sind berauschend. Es übersteigt jeden Ort, den ich bis jetzt gesehen habe, wobei ich zugeben muss noch nicht allzu viel gesehen. Viele Gebäude folgen einem eigenen Stil und die gesamte Stadt ist sehr schnelllebig. So beeindruckend dass auch sein mag muss man aufpassen nicht mitgerissen zu werden und darin zu ertrinken. Es gibt viel Schönes, aber auch sehr viel bekümmernde."

Ehrlich schilderte sie den Anwesenden ihre Eindrücke aus Königsburg. Es war tatsächlich eine Stadt mit zwei Gesichtern ihrer Meinung nach, und es kam immer darauf an auf welcher Seite man stand. Als sich der Saal langsam zu leeren begann, suchte Shay wieder Gerulons Blick und fragte dann ungeniert, als sie seine Aufmerksamkeit endlich eingefangen hatte:"Sollen wir dann noch etwas reiten gehen? Ohne eigentlich lange auf eine Antwort zu warten erhob sie sich langsam und wünschte den Anwesenden eine gute Nacht, ehe sie sich an die Seite des Stalljungen begab.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Do März 30, 2017 9:52 pm

"Oh, naja... zu sehen gibt es auch nicht wirklich etwas... Wir sind hier immer schon fest am Arbeiten, wenn die Gäste eintreffen und.. dann sind sie ja schon im Haus und wir dürfen nicht rüber ins Herrenhaus... außer wenn wir wirklich wirklich gut gearbeitet haben und etwas Luft bekommen haben, zum Beispiel, das Essen wird warmgehalten, das Geschirr ist kein Schmutzturm.. und so... und wenn wir rüber dürfen, dann nur so, dass uns keiner hört und sieht und nicht für lange... ein Stück, höchstens zwei... danach müssen wir wieder an die Arbeit... und wenn alles um ist und die Gäste gehen, sind wir in der Küche beim Abwasch und so..", erklärte Imga wie sich das Fest für die Küchenmägde gestaltete. Es war also sicher ganz und gar nicht die Rolle, die Shayela wollen würde.

"Ich habe auch nichts im Herrenhaus verloren, dann... das muss alles vor der Ankunft der Gäste erledigt sein... und dann sehe ich sie vielleicht noch mit den Kutschen hereinfahren und aussteigen, die Kutschen werden am Vorhof abgestellt, die Pferde nach hinten gebracht... aber viel sehe und höre ich dann auch nicht mehr vom Fest", wusste auch Jaiken zu erzählen.

"Und meine Arbeit ist dieselbe wie die von Tilo, dem Kutscher Werron, Nehest und Temrit... Pferde versorgen.. manche dürfen in eine Box, manche kommen in die Stallgasse, manche bleiben vorne... alle werden gepflegt, vielleicht mit Decken versorgt, Hufe ausgekratzt, Wasser hinstellen... sollte leicht warm sein, weil kaltes sie womöglich krank machen würde... tja, und dann sehen, dass sie ruhig bleiben", meldete sich auch Gerulon zu Wort. Er endete ebenfalls mit der Anmerkung: "Bis auf das Aussteigen und Einsteigen der Gäste werde ich da nichts zu sehen bekommen."

Die Küchenmägde mussten an die Arbeit zurück, Frau Kirsen nahm sich Kurt, den Koch, mit in die Küche. So blieben bei der Frage zu Königsburg letztlich nur drei Zuhörer übrig: Werron, Gerulon und Jaiken. Letzterer hatte eigentlich noch nachfragen wollen, was sie mit der ein oder anderen Anmerkung sagen wollte. Da Shayela aber nun direkt fragte, ob sie noch Unterricht bekäme, ließ der Hausbursche es gut sein und wünschte einfach nur: "Dann noch viel Erfolg.. und gute Nacht."

Der Kutscher merkte auch nur an, dass er dann auch schlafen ginge und verließ den Tisch. Gerulon lächelte wieder erfreut, als Shayela noch lernen wollte und nickte bekräftigend. "Dann mal los...", meinte er und begleitete sie nach draußen. Er führte sie aber lieber über den Innenhof in den Stallbereich mit Amalya.

"Gut.. ich bleibe einfach am Boden und du sattelst noch einmal deine Amalya.. Wir müssen sehen, dass die Länge deiner Steigbügel stimmt und dann fangen wir einfach mal langsam an", erklärte Gerulon schlicht, während er sich der Stalltür näherte und diese aufdrückte. Ausruhen konnte die Stute ja immerhin. Ob sie Lust haben würde, heute noch einmal zu arbeiten, würden sie ja bald sehen. Im Licht versuchte Gerulon auch zu erkennen, wie locker Shayelas Körper war und in welcher Stimmung sich die Reiterin befand.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am So Apr 02, 2017 6:40 pm

So recht schien keiner den Nutzen eines Festes zu sehen oder gar die schönen Moment, die man erhaschen konnte, selbst wenn man nicht der Festgesellschaft angehörte, sondern den Arbeitenden. Imga erklärte ausschweifend, dass ihr Platz mehr hinter dem dreckigen Geschirr lag und es auch kein Entrinnen davon gab, ebenso wie Jaiken erzählte, dass er wohl mehr Pferde als Menschen an diesem Abend zu sehen bekommen würde. Warum waren sie den alle so negativ eingestellt? Oder vielleicht entsprach es tatsächlich der Wahrheit?

Als auch Gerulon noch den Anderen beipflichtete gab Shayela tatsächlich ernüchternd den Gedanken auf, dass an dem Fest irgendetwas sein sollte, was auch dem Personal ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Auch wenn alle Drei sehr sicher darüber schienen, wahrscheinlich auch die nötige Erfahrungen schon hatten und ihre kleine Hoffnung schon beinahe im Keim erstickt hatten, glomm die seichte Flamme ihrer Erwartungen dennoch unnachgiebig weiter und die Diebin weigerte sich schlichtweg den Gedanken völlig aus ihrem Kopf zu verbannen.

"Gute Nacht euch allen! ", verabschiedete sich auch der Rotschopf und konnte es kaum erwarten, dass Gerulon sich endlich von seinem Stuhl erhob und mit ihr noch etwas Reiten üben wollte. Mit einem vergnügten Grinsen auf den Lippen folgte sie dem Stalljungen nach draußen über den Hof und machte sich sofort nach seiner Anweisung daran Amalya zu satteln.

"Tut mir leid,...", begann sie plötzlich, als sie den Sattel auf die Satteldecke gelegt hatte und den Gurt unter dem Bauch der Stute durchführte, um ihn fest anzuziehen. Sie tätschelte dem Tier seicht den Hals und grinste dann gen Gerulon.
"Ich wollte dich wirklich nicht in Verlegenheit vor deinen Freunden bringen mit den Reitstunden... aber es war ja doch zu komisch, wie ... Temrit...  " Sie versuchte den richtigen Namen dem passenden Gesicht zuzuordnen. "... aus der Wäsche geguckt hat, als ich meinte, du würdest mir völlig reichen. Ich wollte ihn ein wenig ärgern und dich nicht ganz so allein der Stichelei aussetzen", kicherte die Katze wieder und schüttelte seicht den Kopf, ehe sie dem Pferd das Halfter abnahm und das Zaumzeug überzog, immer sehr vorsichtig, ehe sie ihr die Trense anbot und behutsam ins Maul schob.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am So Apr 02, 2017 7:01 pm

"Oh, das... das muss es nicht", begann Gerulon, als Shayela sich wegen der Sticheleien der anderen entschuldigte. "Es war auch nur Spaß... nichts böse gemeint.. Ich.. wollte nur nicht, dass du denkst, dass ich... also.. mich irgendwie aufdrängen wollte... oder so", erklärte er erneut etwas zögerlich. Unterdessen beobachtete er ganz ruhig, wie Shayela mit ihrer Stute umging. So weit schien alles in Ordnung zu sein. Das Tier senkte den Kopf beim Auftrensen und hob ihn nicht wieder hoch, um ihr zu entgehen. Auch beim Auflegen und Anschnallen des Sattels war es ganz ruhig geblieben. Das sprach alles für die Reiterin.

"Gut.. in jedem Fall vertraut sie dir und mag dich. - Nicht, dass es mich überrascht", bemerkte er und fügte den zweiten Teil rasch hinzu, um kein Missverständnis aufkommen zu lassen. Seine an sich sachliche Feststellung könnte ja sonst leider auch falsch aufgefasst werden. Er kontrollierte den Sattel nach und besah sich die Länge zum Steigbügel. Es sah gut aus, aber er würde noch einmal schauen, wenn sie aufgestiegen war.

"Gut, dann.. führe sie mal nach draußen und schwing dich ruhig schon am Hinterhof in den Sattel.. Aber wirklich nur aufsitzen, nicht wegreiten", forderte er sie schließlich auf. Er wollte sehen, ob das Pferd ruhig mitging, ob Shayela ziehen musste, oder ob Amalya sogar anschieben, oder vorauslaufen würde. Auch wollte er wissen, ob sie sich an die Reiterin drängte, oder dieser ausreichend Raum gab...
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am So Apr 02, 2017 8:08 pm

"Ach Unsinn, mach dir mal darüber keinen Kopf. Ich bin doch froh, dass du dich überhaupt bereit erklärt hast mir zu helfen, damit ich besser werde. Und das sogar noch nach deiner üblichen Tagesarbeit. ", erwiederte Shayela und winkte seine Einwürfe einfach ab, während sie kurz prüfte, ob sie auch nichts vergessen hatte und dann nach den Zügeln der Stute griff. "Und vorallem ist dir Amalya glaub ich sehr dankbar dafür.", lachte sie ein wenig über sich selbst.

Mit einer beinahe beneidenswerten Ruhe lies sich das Pferd satteln und aus der Box führen, trottete gemächlich los, lies sich aber ein wenig bitten. Es mochte die Anstrengung des Tages gewesen sein, weshalb sich die Stute nun ein wenig zierte, doch das treu Gemüt des Tieres lies sie dennoch gutmütig ihrer führenden Hand folgen. Mit einer hochgezogenen Augenbraue blickte Shay kurz zu Gerulon. "Das siehst du einfach so? Beeindruckend. "

Im Hinterhof angekommen überprüfte Shay noch einmal den Sitz des Sattelgurtes und setzt den Fuß in den Steigbügel, um sich schwungvoll in den Sattel zu heben. Soweit hatte sie ja noch nie Probleme bekommen, nur das reiten selber war sehr anstrengend, für sie und Amalya. Sie kam zu oft aus dem Takt, lies sich nicht mit dem Schritt des Pferdes mitwiegen, sondern verfiel immer wieder in den falschen Takt. Sie schob die Stiefelspitzen in die Steigbügel und lies sich in den Sattel sinken, während sie die Zügel locker umgriff, ohne wirklich Spannung aufzubauen. Immerhin hatte Gerulon ganz klar gesagt nur aufsitzen.

"Gut so?", erkundigte sich der Rotschopf zögerlich und war doch ein wenig unruhig, da sie absolut keine Ahnung hatte, was sie nun erwartete. Es würde sicherlich anstrengend werden, den der Stallbursche schien seine Aufgabe sehr ernst zu nehmen. Ein Zug, der ihr an sich sehr gut gefiel, doch jetzt war sie sich da nicht mehr so sicher. Mit einem etwas unsicheren Lächeln auf den Lippen wartete sie auf weitere Anweisungen und sträubte sich innerlich gegen das merkwürdige Gefühl. Es kam sehr sehr selten vor, dass sie sich in etwas nicht sicher war, was sie tat, aber das Reiten hatte sich bis jetzt einfach ihrem Verständnis entzogen, zumindest sehr weit.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am So Apr 02, 2017 10:50 pm

"Dann wollen wir mal sehen, ob ich Wort halten kann", meinte Gerulon schmunzelnd. So weit er es sagen konnte, war die Stute nicht gänzlich begeistert noch einmal zu arbeiten, aber auch nicht unwillig. Shayela war auch fähig das Tier einzuladen, statt nur in die gewünschte Richtung zu ziehen und dass das Pferd dann doch kam, war ebenfalls gut.

"Naja.. Amalya ist Sattel und Zaumzeug offensichtlich gewöhnt... trotzdem hat es auch damit zu tun, ob der Reiter.. oder in deinem Fall, die Reiterin entspannt ist, bei dem was sie tut. Außerdem würde sie den Kopf wieder heben, oder das Gebiss nicht gleich annehmen, wenn sie dir misstraut, oder du unsicher wärst.. Es ist gut, dass du ihr Zeit lässt. Sie zu drängen würde Stress auslösen und möglicherweise Schmerzen... wenn du unsicher wirst, mögen die Tiere nicht so gerne mitarbeiten, mitunter machen sie auch gar nicht mehr mit. Sie wissen nicht, was los ist und ob es nicht klüger wäre, sich fern zu halten, eine andere Richtung zu wählen und sie beginnen zu tänzeln und alles Mögliche. - Da das alles bisher sehr gut geklappt hat, gehe ich davon aus, sie mag dich und traut dir..", erklärte Gerulon auf dem Weg nach draußen und am Hinterhof, wie er in etwa zu seiner Einschätzung gelangte.

"Mal sehen...", sagte Gerulon langsam, während er prüfte, ob die Füße Shayelas zu beiden Seiten gleich weit hinab kamen. "Hunh", gab er leise von sich und merkte dann an: "Überprüfe einfach mit mir deinen Sitz. Und hab keine Scheu nachzufragen! -- Zunächst - Achte darauf, dass dein Oberkörper gerade ist. Deine Wirbelsäule darf weder nach vorne eingekrümmt sein, noch im Hohlkreuz. Die Schultern sollten leicht zurück genommen werden, aber zieh sie nicht krampfhaft nach hinten. Entspannt bleiben ist sehr wichtig. Eine leichte Spannung im Bauch hilft dir ein Hohlkreuz zu vermeiden. Aber es ist gut, wenn du entspannt in den Bauch atmen kannst. Die Schultern schön locker nach unten fallen lassen, oft hält man hier unbewusst, hebt sie unnötig ein kleines bisschen an... Arme und Hände auch locker lassen, aber nicht mit den Händen am Sattel oder Hals des Pferdes festhalten. Nimm die Zügel so, dass sie da wo sie vom Pferdekopf kommen, zwischen deinem kleinen Finger und dem Ringfinger liegen. Bilde eine Faust mit den Daumen oben. Oben kommen auch die Zügel wieder heraus. Lass diesen Schlaufenteil nach vorne wegfallen. Lege die Daumen auf die Zügel. Achte darauf locker und entspannt zu bleiben, in den Schultern und auch in den Armen, Ellbogen, Handgelenken und Fingern. - Das mag widersprüchlich klingen, aber behalte eine achtsame Körperspannung bei. Locker sein heißt nicht, dass du in dich zusammensacken sollst."

Er zwinkerte Shayela zu, einfach um auszudrücken, dass er nur versuchte ihr darzulegen was er meinte, nicht dass sie so viele Fehler machte. Dann erkundigte sich Gerulon: "Meinst du, du hast das so weit?"
Für einige Herzschläge wartete er einfach nur. Im zweiten Stock der ehemaligen Villa wurden während dessen Lichter angezündet. Allerdings war dies nur in dem Teil, der sowohl zum Herrenhaus gewandt war, als auch zu den Mohnblumen hinaus sah. Das Licht fiel somit aus Shayelas Sicht mehr auf der anderen Seite des Torbogens herab. Ebenso wurde der Vorhof etwas von oben her beleuchtet.

Gerulon war jedoch mit seiner Aufmerksamkeit ganz bei Shayela und Amalya, so dass er nun fortfuhr: "Sei locker in den Hüften, achte darauf dass du nicht vorgelehnt sitzt. Du darfst aber auch nicht nach links oder rechts wegknicken. Eine gerade Haltung ist das Ziel, aber entspannt gerade. Dann ist der Schwerpunkt wie von selbst im Bauch... also etwa zwischen Bauchnabel und Wirbelsäule.. Du sitzt gut und stabil, kannst aber in der Hüfte mit den Bewegungen deiner Stute mitgehen. - Alles klar so weit? Bin ich zu schnell?"

Gerulon sprach generell alles langsam durch und beobachtete Shayelas Haltung eingehend. Er wollte ihr sagen, wenn ihm auffiel, dass sie noch nicht im Gleichgewicht war. So wie er es von sich selbst kannte, würde sie wohl trotz allem zunächst noch viel mehr Haltearbeit machen, als es wirklich bedurfte. Er erwartete etwas Ähnliches bei ihr, zumal er nicht sagen konnte, wie gut sie ihren eigenen Körper kannte und dessen Ausgeglichenheit erspüren konnte. Wenn sie Fragen hatte, oder etwas zu schnell war, würde er es sofort und gerne noch einmal wiederholen. Es war doch viel an Anweisungen, die er ihr zur Selbstkontrolle gab.

Nach einer Weile fuhr er fort: "Jetzt sind wir fast durch... Nach Meister Tilos Anweisungen, ist es gut die Knie und Oberschenkel locker zu lassen. Drücke sie also nicht gegen die Seiten des Pferds. Die Waden bekommen dann leichter einen sanften Kontakt zum Pferd und du kannst sie immer noch nutzen, um dem Pferd mit einem leichten Druck Hinweise zu geben, dass es in die eine oder die andere Richtung, oder auch schneller gehen soll. - Also, lass die Knie locker. Presse sie nicht ans Pferd. Auch die Oberschenkel lass locker. Dann verkrampfst du nicht und wie es scheint, bewegt sich das Pferd auch leichter... oder.. du spürst es einfach besser und kannst besser mitgehen, weil du nicht mehr damit beschäftigt bist, dich festzuklammern. Seit ich mich an das gewöhnt habe, fühle ich mich viel sicherer im Sattel, obwohl ich bis dahin dachte, ich müsste mich festklammern, damit ich nicht herunterfalle... - Wichtig ist einfach, dass du später bei den Schritten des Pferdes einfach mit der Bewegung mitgehst."

Gerulon betrachtete Shayela eingehend, prüfte den Griff der Zügel, ob sie sie gut hielt und ob das Pferd dabei noch genug Freiraum hatte. Er überlegte, ob er versuchen sollte, wie locker ihre Knie und Beine waren, traute sich aber nicht sie einfach anzufassen und wollte auch nicht um Erlaubnis fragen. Also trat er nur an die Seite von Pferd und Reiterin und begutachtete ihre aufrechte Körperhaltung - das hoffte er zumindest vorzufinden. Gleichzeitig versuchte er zu erkennen, ob sie sich verkrampfte, oder zumindest noch halbwegs locker auf dem Pferderücken saß. Danach erklärte er weiter: "Gib die Fersen leicht nach unten. Das hält dich in den Steigbügeln. Du musst die Fersen nicht zwanghaft hinunter drücken, nur ein wenig... und dann solltest du entspannt reiten können. Einfach langsam los und so richtig jede Bewegung von Amalya spüren. Geh mit ihr mit, vertrau ihr, dass sie dich gut trägt, lass locker und halte nur eine... achtsame Körperspannung, aber sonst ganz entspannt. Ja? Versuch' es 'mal."


Ich habe zum Thema 'richtig reiten' etwas nachgelesen. Ich kann aber leider keineswegs sagen, ob das alles so stimmt. Manches scheinen neuere Erkenntnisse zu sein und/oder Sachen, wo sich die Geister scheiden...

Ich habe jetzt auch nicht gesehen, dass/ob/wie es hilfreich wäre nach jedem Abschnitt wo etwas erklärt wurde, erst einmal zu stoppen und auf eine Antwort zu warten... Ich habe daher einfach alles in ein Posting gepackt.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo Apr 03, 2017 5:58 pm

Seichte Aufregung wanderte langsam ihr Rückgrat empor und breitete sich über ihre Schultern aus, die sie automatisch ein wenig anspannte und somit auch anhob, anstatt sie einfach locker fallen zu lassen. Mit Satteln und aufzäumen hatte sie noch nie Probleme gehabt und auch was das Reiten betraf ging es einigermaßen, zumindest über kurze Strecken. Aber wann immer Shay längere Zeit im Sattel saß wurde ihr mehr und mehr bewusst, dass irgendwo wohl noch ein Fehler lag, es war schlichtweg zu anstrengend und artete mehr in Arbeit aus, als es sein sollte... zumindest hatten ihr das erfahrene Reiter schon erklärt.

"Ah ich verstehe, du beobachtest also die Körpersprache von Tier und Reiter. Kluger Ansatz! Daraus lässt sich sicher viel ableiten... Oh naja, Amalya ist zwar ein gutmütiges Tier, aber auch sie hat ihren eigenen Kopf und wenn ich sie zu sehr dränge, dann bockt sie nachher immer ein wenig, als wenn ich ihr einfach ihre Zeit lasse.", schmunzelte die Katze rutschte in dem Sattel kurz ein wenig hin und her, um bequemer zu sitzen. Sie verfluchte sich ein klein wenig dafür, dass sie eine Reithose gewählt hatte, anstatt eines einfachen Rocks, da er ihr jegliche Balance durch ihren Schweif verwehrte. Aber das Risiko entdeckt zu werden war so um Welten geringer.

Als Gerulon begann ihr alles zu erklären, was angespannt sein sollte und was nicht, wie sie die Zügel richtig in der Hand hielt - was sie schon wusste - und ihr Gewicht zu verlagern hatte, versuchte der Rotschopf seine Worte augenblicklich umzusetzen, um ja nichts zu vergessen.
"Warte, warte, nicht so schnell.", lachte sie leise und versuchte diesen Balanceakt zwischen angespannter Haltung und lockerem Sitz einzunehmen, von dem er sprach. Doch ganz so einfach war es dann doch nicht.

Als Shay tatsächlich alle seine Anweisungen umgesetzt hatte saß sich furchtbar verkrampft im Sattel und versuchte sich auf alles Gleichzeitig zu konzentrieren, was dazu führte, dass sie sogar langsam einen Krampf im Oberschenkel bekam, der sich schmerzhaft anzuspannen begann. Mit einem leisen Seufzen und einem neuerlichen Kichern löste sie wieder jegliche Spannung und lockerte ihr Bein etwas. "Beim Licht, was man da alles beachten muss.... warte, ich versuch es nochmal" Sie konzentrierte sich darauf in den Bauch zu atmen um so auch gefühlt ihren Schwerpunkt und Bewusstsein zu versetzten. Erst dann nahm sie die angegebene Haltung wieder ein, die tatsächlich nicht mehr ganz so steif wirkte wie zuvor. Gerader Rücken, Kopf erhoben, aber in der Hüfte nicht steif sondern immer noch beweglich.

"Wirklich? Oberschenkel und Knie nicht andrücken? Das ist mir neu... es erschien mir immer logisch weil, ja man dann eben nicht so leicht herunterfallen kann. Aber ich will es gern versuchen, vielleicht hast du ja recht. " Unwillig lockerte sie den doch eher engen Druck auf die Flanken der Stute und verdrängte das Gefühl der Unsicherheit sofort. Im Stehen war das ja noch alles einfach, aber all die Details auch beizubehalten, wenn sich die Stute bewegte würde spannend werden. Kaum dass Amalya freier atmen konnte und nicht mehr ihre Beine wie ein Schraubstock um den Bauch geschlungen spürte, schnaubte sie leise und senkte entspannt den Kopf.

"Die Fersen?", fragte die Diebin konzentriert nach und tat wie ihr geheißen, was zu dem Ergebnis führte,  dass sie sie natürlich viel tiefer neigte als eigentlich Notwendig. Ob des sehr unnatürlichen Gefühls, das seichten Zweifel in ihr aufsteigen lies, lockerte sie ihre Haltung wieder ein wenig und zog die Fersen doch etwas mehr an, drückte sie nicht ganz so stark hinunter, dass sie automatisch angenehmer saß und auch einen besseren Halt hatte. Ah, so war das also. Ja so fühlte sie sich tatsächlich sicher genug um zu reiten.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo Apr 03, 2017 6:18 pm

"Pferde mit einem eigenen Kopf sind auch gut. Dann sind sie noch nicht kaputt, wenn sie ab und an zeigen, was sie nicht wollen... oder auch was sie jetzt sehr gerne hätten. - Eigentlich gibt es da zwei Arten, die einen, die so richtig schwierig werden und fast nur noch bocken und sich quer stellen... und die anderen die einfach alles ertragen, nur um nicht noch mehr zu leiden... Meister Tilo mag beide Arten von Reitern überhaupt nicht. Abgesehen davon gibt es aber eben auch die glücklichen Pferde, die mit ihrem Reiter zurecht kommen und ihm trauen können", erklärte Gerulon ruhig, während er Shayelas letztliche Haltung prüfte.

"Sieht ganz gut aus... Schön entspannt bleiben.. vielleicht bleibst du auch heute erstmal nur so sitzen. Scheint ja doch alles sehr neu für dich zu sein, die vielen Kleinigkeiten", schlug Gerulon dann vor und lächelte, als Amalya den Kopf etwas senkte. Er prüfte die Länge der Zügel in dem Moment und wiegte den Kopf leicht hin und her: "Gib ihr ruhig noch ein kleines bisschen mehr vom Zügel... muss gar nicht viel sein, aber im Moment ist er sonst sehr gespannt, wenn sie den Kopf so absenkt, dann fehlt ihr eine Kleinigkeit um sich ganz wohl zu fühlen. Lass die Hände auch mit den Daumen nach oben, dann kannst du am besten auf Amalya reagieren. Ich glaube, sie ist recht feinfühlig. Wenn mich mein Eindruck nicht täuscht, brauchst du nicht all zu viel tun und sie versteht was du willst, wohin, wie schnell, anhalten... einfach alles."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Mo Apr 03, 2017 8:23 pm

Es war bemerkenswert was es alles zu beachten gab, um einen guten Sitz zu haben und erschreckend, wie wenig man ihr bis jetzt davon gezeigt hatte. Wenngleich sich die Haltung jetzt noch merkwürdig unnatürlich anfühlte, was sie dennoch angenehmer, als sie zuvor im Sattel gesessen war und versprach auch wesentlich angenehmer zu sein beim Reiten. Doch was sie am meisten faszinierte war, dass sie Amalyas Bewegungen so viel deutlicher spüren konnte und besser auf das Pferd reagierte.

"Das ist ja fast wie bei uns Menschen... oder den Sklaven. Jene, die noch einen eigenen Kopf haben sind noch nicht gebrochen, als jene, die alles nur mehr über sich ergehen lassen.", bestätigte sie mit einem Nicken den Stallburschen und verlagerte ihr Gewicht wieder etwas nach hinten, als sie bemerkte, wie sie gewohnt den Oberkörper zu weit nach vorne neigte. "Das war jetzt wohl ein merkwürdiger Vergleich, aber er lässt den selben SChluss zu. In welche Sparte fällt den der Rappe des Hausherrn?", fragte sie neugierig und lies ihren Blick kurz zurück Richtung Stallungen schweifen. Erst jetzt fiel ihr der seichte Lichtkegel auf, der von einem Fenster im oberen Stock fiel, vermutete die Diebin zumindest. Ohne einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden, wandte sich ihr Oberkörper wieder Gerulon zu und sie gab augenblicklich etwas Zügellänge frei, dass Amalya dankbar annahm und auf der Trense zu kauen begann.

"Nur Sitzen? Wirklich?" In ihrer Stimme schwang ein doch recht deutlicher Hauch von Enttäuschung mit, ob der Langsamkeit mit dem er ihr Trainig anging. Dennoch erkannte sie sein Wissen auch an und lächelte dann ein klein wenig Stolz, als er die Feinfühligkeit der Stute ansprach.
"Das mag wohl stimmen. Deshalb ist sie auch das perfekte Pferd für unerfahrene Reiter wie ich, schätze ich. Sie ist sehr geduldig und gleicht meine Fehler schon vor mir selbst aus. Ich bin wirklich froh, dass ich sie damals erstanden habe.", grinste sie und tätschelte der Stute den Hals, vorsichtig, ehe sie darüberstreichelte.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Mo Apr 03, 2017 9:45 pm

Der Vergleich war wirklich etwas seltsam und doch verstand Gerulon ihn recht gut. "Ja, es gibt Reiter die auf Pferde so wenig geben, wie andere auf ihre Sklaven.. leider. Ich mag weder Sklavenhalter, noch solche, die das Wohl der Tiere missachten", gab er deutlich zu verstehen. Zwar hatte er nie selbst darunter gelitten, aber allein die Vorstellung machte ihn wütend. Weder Mensch, noch Tier war so geringschätzig zu behandeln.

Unterdessen ging ein Diener über den Torbogen von der ehemaligen Villa zurück ins Herrenhaus.

"Der Schwarze? ...natürlich zu den aufmüpfigen", schmunzelte Gerulon etwas, während er Shayela nun beim langsamen Reiten beobachtete. Dazu merkte er an: "Schultern etwas zurück, nicht nach vorne einrollen, aber sonst sieht es gut aus."

"Naja, es ist wichtig, dass du erst einmal ein eindeutiges Gefühl dafür hast, wie du im Sattel sitzt. Wenn du morgen gleich alles richtig machst, können wir ein paar mehr Sachen machen", versicherte er ihr und vermutete doch, dass er sie am nächsten Tag einfach einmal im Schritt reiten lassen würde. Trotzdem merkte er an: "Geduld ist sehr wichtig und so wie es aussieht, bleibst du ja länger bei uns."

Er nickte zu ihren Ausführungen wie geschickt Amalya war und erklärte: "Es ist aber für ein Pferd anstrengend, Fehler des Reiters ausgleichen zu müssen.. und es schädigt auf Dauer auch ihre Körper. Sie bekommen Verspannungen und dann kann es vorkommen, dass sie keinen Sattel mehr haben wollen und solche Dinge. -- Du hast vorhin nach dem Rappen gefragt. Der war so ein Fall, der keinen Sattel mehr wollte.. eigentlich gar nichts mehr. Sein Vorbesitzer wollte ihn schon töten lassen. Meister Tilo und Baron Kyren Pelin von Sommasflucht haben ihn entdeckt und hergebracht. Den Erzählungen nach, war der Rappe damals schier unbändig. Trotzdem konnte Meister Tilo ihn beruhigen und etwas umgänglich machen. Bis heute sind er und der jetzige Baron die einzigen, die den Schwarzen reiten und führen können. Wer ihn aus der Box holt, darf kein Herzklopfen dabei haben.. also, kein aufgeregtes.. sonst reißt er sofort aus. - Bevor du dir jetzt zu große Gedanken machst... Es ist ziemlich sicher, dass der Rappe einfach allgemein furchtbar grob behandelt worden war. Das hat alles nur beschleunigt und verschlimmert... Du machst so etwas ja nicht mit Amalya."

Während Gerulon so redete, trat Remiron seinerseits auf den Torbogen hinaus. Zwar hörte er, dass die Rede von einer Amalya war, setzte seinen Weg jedoch gemächlich zum oberen Stock der ehemaligen Villa fort.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Di Apr 11, 2017 10:28 pm

Zum Glück konnte Gerulon sehr gut ihren wohl recht verworrenen Gedanken folgen, dass er auch ihren Vergleich, so weit hergeholt er eben war, verstand. Ein merkwürdiges Thema, dass sie da aufgegriffen hatte, ein viel zu Persönliches, dass sich zu Nahe an ihre eigene Erfahrung herantastete. Als Tierwesen war man ständig gefährdet eben jenen Sklavenhändlern in die Finger zu laufen. Die meisten Menschen fürchteten oder verachteten sie aus den merkwürdigsten Gründen. "Ich mag sie auch nicht.... abscheuliche Wesen." Unüberhörbar nachdenklich rannen die Worte über Shays Lippen, während sie Gerulon musterte. Was für eine Art Mensch er wohl war? Wobei,... er hatte ja ein Tierwesen als Herrn, da konnte es ihm nur egal sein, nicht?

Wieder hatte sie jenen feinen Duft in der Nase, der so garnicht zu einem Tierwesen passen wollte und die markanten Gesichtszüge des Barons stahlen sich in ihre Gedanken. Ja, er hatte tatsächlich Hörnern, die natürlich den Schluss zuliesen, dass er ihrer Art angehörte... doch, da war etwas... etwas dass diesen Gedanken einfach nur falsch wirken lies. Auf die Worte des Stallburschen hin, zog Shayela sofort die Schultern zurück und lies sich wieder etwas tiefer in den Sattel sinken, entspannter, war ihre Haltung kaum merklich straffer geworden, als sie stirnrunzelnd über die Eigenart des Hausherrn gegrübelt hatte. Unmerklich jedoch nur für sie selbst, den Gerulon und der Stute war ihre Anspannung sehr wohl aufgefallen.
"Das heißt ich muss mich wohl in Geduld üben oder? Naja, gut. Du bist der Lehrer.", seufzte sie, ehe aus dem bedauerlichen Tonfall einen Grinsen wurde, dass sehr wohl zeigte, dass sie seine Erfahrung sehr wohl anerkannte.

Doch je länger er ihr von dem Folgeschäden erzählte, die ihr schlechter Reitstil haben könnte und dann auch noch zu dem Rappen den Vergleich zog, war Shayela tatsächlich ein wenig schockiert und beunruhigt. Dennoch verfehlte es nicht seine Wirkung, dass sie sich tatsächlich schwor unbedingt besser zu werden, um ihrem Tier nicht zu schaden.
"Ich verstehe... Du meine Güte, dass wusste ich nicht. Ich habe nicht gedacht, dass es Amalya so in Mitleidenschaft zieht, wenn ich nicht richtig reiten lerne, oder reite. Und es ist furchtbar, was man dem Schwarzen angetan hat! Das hat kein Tier verdient und so ein schönes, stolzes Tier erst recht nicht. Das ist wirklich schrecklich...."

Die flammend rote Mähne hätte sie wohl jederzeit wiedererkannt, war sie doch so markant wie ihre Eigene und im Augenblick gab es nur einen auf dem Hof, der sich damit zierte. Neugierig folgten die tiefblauen Iriden der Gestalt des Baron, der sich ohne umzuwenden, oder wahrscheinlich gar Notiz von Ihnen zu nehmen seinen Weg fortsetze und aus ihrem Blick verschwandt.
"War das nicht gerade der Herr Baron?", erkundigte sich die Diebin nun auch bei dem Stallburschen, der so fokussiert auf ihre Haltung war.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Di Apr 11, 2017 11:18 pm

Gerulon konnte ihr nur schweigend zustimmen, dass Sklaverei und Tierquälerei einfach nur grausam und unrecht war. Es freute ihn, dass Shayela so dachte, auch wenn er keine Ahnung davon hatte, dass es für sie sogar einen ganz besonderen Bezug zu diesem Thema gab. Als sie ansprach wohl etwas geduldiger sein zu müssen, nickte Gerulon sachte: "Ja, ein wenig. Im Übrigen kann es sogar für dich Haltungsschäden verursachen, wenn du falsch am Pferd sitzt. Du bildest dann Muskeln aus, die du gar nicht willst, oder ..nicht in der Weise. Meistens sogar auf einer Seite zum Beispiel dann mehr als auf der anderen. Meister Tilo könnte dir wahrscheinlich gleich auch sagen, wo du oder das Pferd schon anfangen sich falsch zu entwickeln. Es dauert aber zum Glück einige Zeit, mitunter Jahre, bis es wirklich bemerkbar wird. Trotzdem ist es natürlich besser, dem Ganzen gleich vorzubeugen."

Dass sie erst so bedauernd sprach, hätte Gerulon beinahe dazu verleitet, sie aufmuntern zu wollen. Jedoch hatte ihr Grinsen ihm gleich Entwarnung gegeben. Er war der Lehrer und als solcher wollte er auch gut sein. Meister Tilo hatte ihm gesagt, wenn er Shayela wirklich unterrichten wollte, sollte er es mit ganzer Ernsthaftigkeit tun und sich nicht von den anderen Burschen dreinreden lassen. Wankelmut in den Entscheidungen würde ein Pferd auch als Unsicherheit wahrnehmen und weniger Vertrauen haben, vielleicht sogar gar keines und das wäre beim Rappen ganz schlecht. Also sollte er das Üben durchaus auch als eine Lernaufgabe für sich selbst sehen.

"Ja.. er ist eigentlich sehr sensibel und ein kluges Tier. Wenn du ihn einen Tag lang nur in der Box stehen lässt, verzeiht er dir das kaum. Es ist ihm viel zu langweilig. Wenn, dann muss er schon auf einen Koppelteil können, damit er wenigstens nach eigenem Willen laufen kann. Das Problem bei so einem Pferd ist, dass der Reiter sehr klar sein muss, entschlossen in dem was er tut, aber ohne grob zu werden. Sein voriger Herr hat ihn kräftig gezogen, wenn er nicht in die richtige Richtung gehen wollte, oder beim Reiten die Zügel so kurz genommen, dass er den Kopf einziehen musste. Das mag er nicht. Allein wenn er in die andere Richtung geht, statt dir zu folgen, hast du schon etwas falsch gemacht und sein Vertrauen verloren. Der Baron tut sein Bestes ihn täglich längere Zeit zu reiten. Meistens führt sein Weg ... oh, aber ich plappere zu viel."

Gerulon hatte sich eben wieder daran erinnert, dass die Neuen zunächst gar nicht so viel wissen sollten. Das was für sie wichtig war, würden sie erfahren und alles Andere käme mit der Zeit. Wenn Meister Tilo ihn jetzt gehört hätte, wie er über den Baron und den Rappen tratschte - das wäre für ihn schlecht gewesen. Sicherheitshalber sah sich der Stallbursche um, aber natürlich war Meister Tilo wirklich schon schlafen gegangen. Gerulon atmete erleichtert auf und erklärte: "Du wirst sicher noch alles mögliche erfahren, je länger du hier bist. Ich hoffe natürlich, dass Riella bald gesund wird, aber so lange sie das Bett hüten muss, wird dich der Baron schon nicht wegschicken. Sehr viel Neues wirst du aber wohl auch nicht wirklich erfahren... Oh, aber sagte nicht Frau Kirsen, dass du morgen zum Baron sollst? Vielleicht kannst du ja da schon deinen längeren Aufenthalt sichern. Das wäre großartig!"

Irgendwie mochte Gerulon die junge Frau mit feurig rotem Haar, die Pferde - oder Tiere im Allgemeinen - so gerne mochte. Sie wirkte auch äußerst aufgeschlossen, wenn auch vielleicht ein wenig zu wissbegierig. Dann wieder scholt sich Gerulon selbst. Es war ja nicht ihre Schuld, dass er seine Zunge kaum im Zaum halten konnte. Das war auch eine Form der Beherrschung über sich selbst und je mehr er davon hatte, desto eher konnte er zum Rappen und mit diesem auch arbeiten. So gesehen war diese Ausbildung von Shayela einen echte Prüfung. Das gefiel dem Stallburschen aber sehr gut. Auf diese Weise konnte er noch ein wenig besser sehen, wo er derzeit in seinem Können stand.

"Der Baron", fragte er nach und blickte ebenfalls nach oben, aber da war Remiron schon in die kleine Villa gegangen und nur die ins Schloss fallende Tür war noch für Gerulon zu sehen, so dass er in jedem Fall sagen konnte, dass wirklich jemand dort gewesen war. Wieder zu Shayela blickend, zuckte er die Schultern und meinte: "Kann sein."

Hätte er sich nicht kurz vorher selbst davon abgehalten einfach so dahinzuschnattern was im gerade einfiel, hätte er ihr wahrscheinlich auch jetzt einiges mehr erzählt, als er eigentlich sollte. So aber schaffte er es, sich sogar sehr wortkarg zu geben. Zu seiner Erleichterung konnte er auch ehrlich sagen: "Ich habe ihn nicht gesehen.. wenn er das war."

Da er nicht besonders viel dazu sagen konnte und im Moment auch nicht wollte, lenkte er seine Aufmerksamkeit lieber zurück auf die Reitübung: "Wie fühlst du dich so im Sattel? Schaffst du es eine entspannte aufrechte Haltung zu bewahren? Oder hast du das Gefühl, da ist wo zu viel Spannung drinn? Ich nehme an, mit dem Gleichgewicht hast du keine Schwierigkeiten... Würdest du mal mit der rechte Hand einfach zum rechten Ohr von Amalya greifen? Bleib dabei möglichst gleichmäßig im Sattel. Es darf ihn nicht nach rechts kippen. Wenn er kippt, ziehst du ihre Rückenwirbel mit und das ist unangenehm für sie und auf Dauer auch schädlich."
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Shayela am Do Apr 13, 2017 9:24 pm

"Ja das wäre tatsächlich toll,  ", stimmte Shayela dem Stallburschen zu und zog dann die Augenbrauen ein wenig tiefer ins Gesicht, dass sich ein nachdenklicher Zug auf ihre Mimik legte. "Um ehrlich zu sein bin ich ein wenig nervös. Alle sind so nett hier und es wäre fantastisch wenn ich wirklich hier bleiben könnte und noch etwas mehr Zeit mit allen verbringen.... Bist auf Frau Kirsen, scheinen alle sehr interessant zu sein... aber ich denke sie ist auch sicherlich ganz angenehm, wenn man brav macht, was man soll", lachte die Katze und glitt dabei mit einem Fuß aus dem Steigbügel. Ein überraschter Laut glitt über ihre Lippen und sie schob den Stiefel wieder zurück wo er hingehörte, um dann wieder die Fersen hinunter zu drücken. Anscheinend hatte sie die Spannung verloren, sonst wäre sie wohl nicht heraus gerutscht.

Noch immer ruhte der störrisch Blick auf dem Fleck, an der zuvor noch der Flammende zu sehen gewesen war, als könnte sie noch etwas mehr entdecken, wenn sie nur lange genug an die Stelle starrte. Natürlich war von dem Baron selbst nichts mehr zu sehen, so sehr es sich die Diebin vielleicht auch ein klein wenig wünschte. Was er wohl zu so später Stunde noch in der kleineren Villa trieb? Ob dort vielleicht seine Gemächer lagen? Wohl kaum, residierte der Baron selbst doch immer im Haupthaus nicht?

Gerulon selbst war auch keine sonderlich große Hilfe, mochte er den Baron gesehen haben oder nicht. Verwunderlicherweise war aus dem gesprächigen Kerl plötzlich jeglicher Rededrang gewichen, dass sie tatsächlich darüber verwundert den Lippen kräuselte und den Kopf leicht neigte. Was war den jetzt los? Hatte er etwa etwas gesagt, was er nicht hätte tun dürfen? Ihr wäre nichts aufgefallen. Augenblicklich lächelte Shay wieder und überspielte die merkwürdige Stimmung galant. Sie wollte, dass er sich wohl fühlte in ihrer Gegenwart, es würde Einiges leichter werden lassen, wenn er ihr vertraute.

"Es fühlt sich noch ein wenig ungewohnt an,... aber an sich ganz gut. Entspannter als sonst. ", antwortete die Katze ehrlich und blinzelte dann irritiert, als er sie bat nach Amalyas Ohr zu greifen. Oh! Die Übung war also gerade im Sattel sitzen zu bleiben. Vorsichtig streckte sie die Hand nach dem Ohr aus und bemerkte augenblicklich wie sie mit der Hüpfte automatisch nach rechts wegknickte, nur ganz seicht. Mit einem Murren auf den Lippen zog sie die Hand wieder zurück und versuchte es erneut, beherrscht darauf achtend, eben nicht den selben Fehler noch einmal zu machen. Die selbe Prozedur wiederholte sich beinahe 4 Mal bis Shay es endlich schaffte das Ohr leicht zu berühren und dabei gerade im Sattel sitzen zu bleiben.
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Re: Shayelas Auftrag

Beitrag von Remiron am Fr Apr 14, 2017 8:36 am

"Hmh... Also, um ehrlich zu sein, würde ich bei Frau Kirsen nie arbeiten wollen. Ich bin sehr froh, dass Meister Tilo mein direkter Vorgesetzter ist... auch wenn sie grundsätzlich sowohl ihn als auch jeden von uns unter ihrer Fuchtel hat... also immer etwas zu uns sagen kann, Befehle geben kann und so weiter. Und was das Gehorchen angeht... ja, das wäre gut... aber, sie ..kann auch dann ungenießbar sein. Entweder man war zu ungenau oder zu langsam, oder hat nicht genug gebracht, oder - das Licht bewahre - man hat etwas übersehen. Also... ja.. so ganz gut ist mir ihr auch nicht 'zusammen' sein, wenn man ihre Befehle sofort ausführt", erklärte ihr Gerulon sogleich, damit sie sich da keine falschen Hoffnungen und Vorstellungen machte. Frau Kirsen war durch und durch einfach nur streng und, wie er fand, unausstehlich.

Nun sah Gerulon selbst noch einmal hoch zur Tür in die kleine ehemalige Villa, doch natürlich war dort nichts zu sehen, außer dem Licht im oberen Stockwerk. Er hat lange gearbeitet... ob er besorgt ist? Vielleicht weil weniger Gäste kommen? Gerulon grübelte im Stillen und zwang sich, den Blick wieder auf Shayela zu richten, so dass er gerade noch sah, wie sie den Fuß wieder in den Steigbügel schob.

"Frau Kirsen sollte es zwar nicht überraschen, dass sie keiner mag... aber, sag ihr trotzdem nicht, dass ich gesagt habe, sie wäre unausstehlich. Dann bin ich annähernd tot, danach... ja", erkundigte er sich letztlich doch lieber vorsichtig. Er glaubte zwar nicht wirklich, dass Shayela ihm das antun würde, aber, dennoch sah er nun etwas drein wie ein Schlingel, der etwas angestellt hatte und genau wusste, dass er das nicht hätte tun oder sagen dürfen. Tatsächlich galt es sogar mehr als nur dem Ausspruch über Frau Kirsen, aber vielleicht war es besser, wenn er Shayela nicht auch noch darauf ansprach. Oder? Was wenn sie irgendwie auf den Rappen oder eventuelle Gewohnheiten des Barons zu sprechen kam? Gerulon fühlte sich unwohl und Amalya nahm die Schwingung sofort auf. Sie begann ein wenig auf der Stelle zu tänzeln.

"Oh... schon gut, Amalya... Ich bin ja schon ruhig. Alles gut", sprach er ruhig und ein wenig langgezogen. Tatsächlich wurde die Stute wieder still, als sich Gerulon wieder auf die Gegenwart besann. Diese war eindeutig angenehm und wenn er wirklich im Hier und Jetzt blieb, auch sehr entspannt für ihn. Nun konnte Shayela auch problemlos ihre Übung machen und als es endlich klappte, nickte er zufrieden und bestärkte sie: "Sehr gut. Jetzt auf der linken Seite. Und dann kannst du mal die Steigbügel über den Pferderücken legen. Danach kannst du mit dem rechten Ellbogen ans linke Knie gehen und mit dem linken Ellbogen anschließend ans rechte Knie. Dafür wirst du deine Beine jeweils anheben müssen, sonst geht das nicht. Du wirst auch von selbst etwas links und rechts wanken, aber die Übung hilft dir ausgeglichen zu sein, wenn du dann tatsächlich reitest. Ich halte Amalya vorerst mal dabei, schließlich seid ihr das beide nicht gewohnt."
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Re: Shayelas Auftrag

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