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Goldmund

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Goldmund

Beitrag von Goldmund am Mo März 13, 2017 11:54 pm



Infos zum Schreiberling

Ich bin das Große Unlicht  



passende Musik:
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Charakter - Grundlagen

Name: Snuki von der Fjallgar-Sippe
Bekannt als: Goldmund
Rasse: Wildländerin
Alter: 29 Jahre
Geschlecht: weiblich
Zugehörigkeit: Zwielicht



Erscheinung
Größe: ~2,18m
Aussehen:

Unter den ihren zählt die verschlagene Goldmund zu den Kleinen. Ihre Statur ist durchschnittlich kräftig und tendiert ganz leicht ins Knabenhafte. Dem zuträglich bindet sie sich ihre Brüste mit straffen Leinen zurück, kleidet sich wie ein Mann und trägt ihren wild wuchernden Lockenkopf nie länger als bis zum Kinn. Manche der quirligen, straßenköterblonden Strähnen sind so stark verfilzt, dass schnell klar wird: ein Kamm hat diese Haarpracht schon lange nicht mehr berührt. Auch die sonnengebräunte Haut der Wildländerin zeugt nicht von einem hohen Maß an Körperhygiene.
Goldmunds rundwangiges Gesicht wirkt listig, was vielleicht auch an den schmalen Augen liegt. Es ist von Narben entstellt. Zwei besonders prägnante Narben ziehen sich einmal quer über ihre untere Gesichtshälfte, dabei den Mundwinkel kreuzend, und noch einmal über ihre linke Wange bis über die Augenbraue.
Die "kleine" Wildländerin geht trottend ihren Weg und sieht mit unruhigen, haselnussbraunen Augen um sich. Sie wirkt verbissen und still, wenn sie sich unbeobachtet fühlt, aber typischerweise begegnet sie einem mit einem äußerst gehässigen Grinsen - oh, und dann blitzt es in ihrem Mund aber auf! Die Wildländerin musste nämlich bereits einige ihrer kleinen, spitzen Zähne einbüßen und gleich mehrere davon wurden ihr durch Goldzähne ersetzt. Woher sie ihren Spitznamen hat, leuchtet einem also schnell ein.
Goldmund besitzt übrigens eine rostige, interessant klingende Stimme und ein bellendes Lachen.

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Kleidung:
Die Wildländerin passte sich den rauen Bedingungen ihrer Heimat an. Ein graubrauner, struppiger Pelzmantel reicht ihr bis über die Knie hinab, stellt das prägnanteste Stück ihrer Bekleidung dar und lässt seine Besitzerin gedrungener und kräftiger erscheinen, als sie ist.
Unter diesem Berg Fell trägt Goldmund einen verstärkten, unförmigen Lederharnisch, ein Wollhemd, einen Gürtel mit großer, glänzender Schnalle, und eine vor Schmutz starrende, grün-weiß gestreifte Wollhose, die sie sich in ihre wadenhohen festen Lederstiefel stopft. Um ihre Hände trägt Goldmund dicke Felllappen gebunden, die ihre Finger frei lassen.
Sie besitzt auch eine dicke Fellmütze mit Klappen für die Ohren. Diese trägt sie aber nur in den wirklich bitterkalten Nächten.



Persönlichkeit
Charakter:
In der Bande ist Goldmund nicht das beliebteste Mitglied. Sie gilt als abweisend, listig und wenig ehrenhaft, scheut sie doch einen direkten Zweikampf und erschießt Feinde lieber aus dem Hinterhalt oder hetzt ihre Hunde auf sie. Sie weiß eben, dass ihre Stärken in anderem liegen und bildet sich auf ihren gescheiten Kopf und ihre flinke Zunge einiges ein. Insbesondere die jähzornigen Mitglieder haben daran zu knabbern, wenn Goldmund mal wieder mit spitzfindigen Bemerkunden daherkommt.
Doch obwohl sie nicht sehr beliebt ist, schätzt man sie und ihre Fähigkeiten doch mehr, als manch einer zugeben mag. Guter Rat ist teuer; und Goldmund ist schon viel herumgekommen. Verbunden mit ihrem wachen Geist ist ihre Erfahrung einiges wert. Sie teilt anderen gerne ihre Meinung mit, kann aber auch etwas knickerig werden, wenn man sie explizit darum bittet. Sie mag es, wenn andere ihr einen Gefallen schuldig sind und fordert diesen auch allzu gerne ein. Sie selbst hat jedoch äußerst ungerne Schulden.  
Keiner traut Goldmund so recht über den Weg. In einer jeden Gruppe gibt es doch einen falschen Judas - und hier könnte er Goldmund sein... wäre da nicht die unerschütterliche Treue zu ihrer Anführerin. An Goldmunds Hingabe Astrid gegenüber zweifelt niemand, obwohl zugleich auch niemand versteht, wie so ein verlogenes Geschöpf wie Goldmund gerade hier eine Ausnahme machen kann.


Vorlieben:
- Hunde
- Met
- Gold
- Kartenspiele
- sich profilieren und zynische Bemerkungen verteilen
- sehr salziges Essen und kurz gegartes Fleisch, das quasi noch roh ist
Abneigungen:
- analysiert zu werden
- Märtyrer
- Humorlosigkeit
- wenn ihr jemand zu sehr "auf den Pelz rückt"
- wenn ein anderer ihre Hunde maßzuregeln meint

Religion:
Snuki versucht sich möglichst wenig mit ihrer Religion zu befassen. Dann befällt sie nämlich jedes Mal mit Grauen der Gedanke, dass ihr unehrenhaftes Verhalten, insbesondere aber ihr Werken als Grabräuber Nachwirkungen auf ihr Nachleben haben wird.
Wird ihre Seele überhaupt ins Himmelreich geführt, wenn sie in die Dunkelheit von Bnas Wirkungskreis eingedrungen ist, ihn gestört - und auch noch bestohlen hat? Oder verschlingt der dunkle Gott sie nach ihrem Tod wohlmöglich - Körper samt Seele?



Fähigkeiten
Beruf: Mitglied einer Räuberbande
Sprachen: Arcum, Nohrt
Lesen/Schreiben: ja
erlernte Fähigkeiten: Schütze und Späher (Schätzen von Gruppengröße, Spurenlesen, ein wenig Kartographie/Orientierung und sowas), Abrichten ihrer Hunde, Jagen, Handeln(Feilschen und rechnen), hat einige Gifte und Drogen kennengelernt und auch, wie man sie herstellt, Messerwerfen, Falschspiel und miese Tricks im Kampf, Erfahrungsschatz was Wildländersippen angeht...
Eigenschaften/Gaben:
Seelentier: Hund
Hat einen recht verlässlichen Gefahreninstinkt und eine "gute Nase" dafür, wenn jemand lügt.

körperliche/geistige Stärken:

  • Fernkampf - sie ist mit ihrer Armbrust eine erschreckend gute Schützin und außerdem nicht schlecht im Messerwerfen
  • schnelle, ausdauernde Läuferin
  • hat ein Händchen für Tiere
  • Loyalität - ihr fällt nichts so leicht, wie zu ihrer Anführerin zu halten. Snuki ist eine solche Person, die sich eher die Zunge abbeißt und verblutet, statt Astrid zu verraten.
  • listig und redegewand
  • Selbstbeherrschung - andere flippen aus und werden gewalttätig, Snuki bewahrt Ruhe
  • gute Intuition

körperliche/geistige Schwächen:

  • mit ihrer Armbrust besitzt sie eine langsamere Schussrate als ein Bogen, weil sie sie mithilfe ihres Fußes spannen muss
  • Nahkampf liegt ihr nicht so; sie hilft sich da meist mit schmutzigen Tricks
  • waffenloser Kampf und Umgang mit schweren Waffen (Schwerter, Äxte etc)
  • ihre heruntergekommene Gestalt macht sie nicht gerade zu einer vertrauenswürdigen Person; und bei jedem feinen Hause würde man ihr die Tür vor der Nase zuschlagen...
  • Es gibt keine grässlichere Köchin als sie!
  • rachsüchtig
  • ein loses Mundwerk zieht Schwierigkeiten nach sich wie ein Scheißhaufen die Fliegen
  • äußerst goldgierig - mit Münzen kann man sie nicht nur locken; sie würde vmtl auch ihr leibliches Wohl aufs Spiel setzen
  • entstellt - die Narben und das malträtierte Gebiss machen Snuki nicht gerade zu einer Schönheit




Hintergrund
Stand: ledig
Familie: Mutter: Hedda
Herkunft/Geburtsort: wildländisches Küstengebiet
Wohnort: zieht umher
Besitz: Kleidung am Leib, Waffen(Armbrust, einige Messer), eine Fellmütze, ein Schlitten mit Gepäck: ein kleines jurtenartiges Zelt, verschiedene Felle, Utensilien zum Gerben von Fellen, Rucksack, Proviant(hauptsächlich Dörrfleisch und Alkohol,...), Feuerstein und Zunder, einige Seile und Bänder, Nadel und Faden, Stofffetzen, eine kleine Auswahl an Giften, eine Karte der wilden Lande, Spielkarten und Würfel...
Gefährten:

  • Ihre zwei treuen Hunde: Mohn und Frir. Sie gehören einer typischen Art an, die von Wildländern gehalten wird und auf Menschen monströs groß wirken dürfte. Mit einer Schulterhöhe von etwa 1,70m könnte ein Mensch glatt auf ihnen reiten. Sie haben graues, zotteliges Fell, lange Beine und eine kräftige, lange Schnauze.
  • Astrid Ingebork (der Räuberhauptmann), Kjera Gunnulf (der "Kriegsteufel"), ein kleines Schneehuhn namens Gretel und der Rest der Räuberbande...


Geschichte:

Kindheit

Snuki war der Spross der räuberisch lebenden Fjallgar-Sippe. Ihre Mutter war Hedda, eine Kriegsgefangene dieser Sippe, und ihr Vater waren entweder der Krieger Snorri, sein Bruder Sighart oder der Späher Fjomund. Davon abhängig hat sie entweder sieben Brüder und elf Schwestern, vier Brüder und sechs Schwestern, oder fünf Brüder und keine Schwester. Von den vielen Cousins und Cousinen mal ganz zu schweigen.
Das Kind war allen egal und seitdem es einmal dem Sippenoberhaupt unglücklich vor die Füße gelaufen war, musste es immer bei den Hunden schlafen - was im übrigen auch niemanden kümmerte. In dieser sehr kriegerischen Gemeinschaft mussten die Kinder zusehen, dass sie sich ihre Ration von den Erwachsenen erbettelten, erschlichen oder es einem anderen Kind wegnahmen. Keiner wurde hier verhätschelt, ganz besonders nicht die Kinder der Gefangenen. Snuki gehörte eher zu den Kleinen - und das bekam sie häufig zu spüren. Sie war nicht stark - also musste sie mit listenreichem Vorgehen dafür sorgen, dass sie nicht verhungerte. Was sie ergattern konnte, teilte sie sich mit den jungen Hunden. Die Tiere vergalten es ihr mit Treue.

siebtes Jahr

Der Schamane der Sippe, ein halbblinder Mann, der in seinem Leben schon zu viele Rauschmittel konsumiert hatte, teilte allen siebenjährigen Kindern ihr Seelentier mit. Die unscheinbare Snuki vergaß man fast. Es wunderte niemanden, dass ihr Seelentier der Hund sein sollte. Ein einzelnes Kind blieb ohne Seelentier. Man jagte es fort.


Jugend

Es gab da einen Späher namens Fjomund, der sich neben Snuki um die Hunde kümmerte und sie zur Jagd und zum Kampf abrichtete. Er tolerierte das Mädchen in seiner Nähe mehr als andere, vielleicht hielt er sich für den Vater. Dann gab es da noch einen Knaben, einige Jahre älter als Snuki, namens Sjoring, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hatte, sie zu quälen. Snuki trieb sich stets in Fjomunds Nähe herum, den Sjoring fürchtete, und lernte von ihm durch Zusehen. Wenn Fjomund einen guten Tag hatte, zeigte er ihr ein paar Kniffe beim Messerwerfen, oder wie man beim Spiel mit Karten betrog.  
Snuki wuchs langsam heran und entwickelte erste weibliche Reize. Als Fjomund und einige andere auf einem Raubzug waren, nutzte das Sjoring. Er bedrängte Snuki und, weil sie sich wehrte, schlug er sie dabei halb tot. Hier verlor sie einige der Zähne, die in ihrem späteren Leben durch Goldzähne ersetzt würden. In dieser Nacht schwor Snuki sich außerdem, Sjoring zu töten und damit das einzige Gesetz zu brechen, das in ihrer Sippe Bestand hatte: Mord an einem Blutsbruder zu begehen.  
Sie hatte sich einigermaßen erholt, da stahl sie auch schon eine Armbrust, um ihren Peiniger heimlich zu erschießen. Sie musste jedoch einsehen, dass sie nicht stark genug war, das Gerät überhaupt zu spannen. Einige Monate später versuchte sie es mit Gift, doch der zähe, starke Bursche überlebte den Giftanschlag wie durch ein Wunder. Sie musste sich jetzt mehr denn je vor ihm und seiner Wut verstecken - er hatte zwar viele Feinde in der Sippe, aber Gift deutete doch sehr stark auf ein gewisses junges Mädchen hin.
An einem Herbsttag stellte Snuki ihm eine Falle. Sie lockte ihn abseits des Lagers und zu einem Durchgang zwischen zwei schmalen Klippen. Hier hatte sie einen Felsen so positioniert, dass sie ihn leicht auf Sjoring hinabstoßen konnte. Es war ein riskantes Manöver und gelang nur mit viel Glück - der Felsen stürzte auf den Wildländer hinab. Nur - er war dadurch nicht erschlagen! Blutend und sehr, sehr wütend setzte er Snuki nach... da sprangen plötzlich ihre Hunde herbei und lieferten sich mit Sjoring einen wilden Kampf, bevor sie ihn endlich zerfleischten.
Es waren ihre Hunde, die Sjoring getötet hatten und man würde annehmen, dass sie Schuld daran trug. Also kehrte Snuki ihrer Sippe den Rücken und suchte das Heil in der Flucht. An ihrer Seite nur einer ihrer Hunde - das einzige Tier, das den Kampf gegen Sjoring überlebt hatte.


die folgenden Jahre

Als nächstes fand das Mädchen Anschluss an einer Bande Grabräuber. Hier waren nicht nur Wildländer, sondern auchzwei Menschen mit von der Partie. Was soll man sagen - sie war eben nicht sehr wählerisch.
Einer der Menschen, ein sehr erfindungsreicher Mechaniker, der sich darum kümmerte, die Gräber zu öffnen, ein Einstürzen der Höhlen zu verhindern und Fallen zu entschärfen, bastelte Snuki eine auf sie zugeschnittene Armbrust, die nicht so groß war wie ein wildländisches Modell und auch nicht dieselbe Durchschlagskraft besaß - die von ihr aber per Hand aufgezogen werden konnte.
Ein paar Jahre klappte die Zusammenarbeit, dann versprengte sich die Gruppe und Snuki war wieder allein mit ihren Hunden (Ja, inzwischen hielt sie sich wieder zwei). Zusammen mit einem anderen Wildländer lebte sie jetzt vom Raub einiger Felle, die sie in einer friedlichen Siedlung an der Küste in Draken umsetzte. Sie machte sich gut im Handel, bewies hier eine flinke Zunge. Nach einem Streit mit diesem Wildländer, bei dem er sie rüde mit dem Messer attackierte, worauf ihm einer ihrer Hunde ans Bein Sprang, gingen sie wieder auseinander.
Auch darauffolgende Zusammenschlüsse mit anderen Wildländern waren nur lose Bande. Keiner traute Snuki so richtig (was auch seinen Grund hatte) und wollte sich längerfristig mit ihr abgeben. Manches Mal geriet Snuki auch zwischen die Fronten verfeindeter Sippen und musste ihr Heil wieder einmal in der Flucht suchen.


Astrid

Eines Tages, es schneite kleine, zarte Schneeflocken, da lernte Snuki Astrid kennen. Doch zunächst ahnte sie noch nichts von dieser einschneidenden Begegnung...
Snuki und ihr neuer "Geschäftspartner" rasteten in einem povisorischen Lager, das sie in den Ruinen einer verfallenen Burg aufgeschlagen hatten. Doch der Kerl steckte mit einigen Kumpanen unter einer Decke, die Snuki einmal übers Ohr gehauen und um ihre Bezahlung betrogen hatte. Er mischte ihren Hunden, die an diesem Tag seltsam unruhig waren, Schlafmittel unter das Fressen. Als die Tiere tief und fest schliefen witterte Snuki die Gefahr, doch es war bereits zu spät. Vier weitere Männer hatten stundenlang auf diesen Moment gewartet und sich dafür vom Schnee einwehen lassen. Jetzt verließen sie ihr Versteck und umzingelten Snuki. Endlich würden sie ihre Rache bekommen.
Aus diesem Schlamassel kam sie nicht so leicht heraus, das wusste die Wildländerin. Die fünf Männer prügelten und quälten sie eine Weile, und nachdem sie dem einen während des Geschlechtsakts das Ohr abbiss, beschlossen die Fünf schnell, sie jetzt lieber am Torbogen der Ruine aufzuhängen. Sie warfen ihr die Schlinge um den Hals und zogen sie daran empor. Da konnte Snuki sich wehren, wie sie wollte, ihre Hände waren verbunden und der Boden entglitt unweigerlich ihren Füßen. Sie sah ihren Tod kommen und eine wilde Panik ergriff sie bei dem Gedanken, was danach kam. Ob der dunkle Gott sich nicht dafür rächen würde, dass sie Gräber geplündert und ihn bestohlen hatte? Niemals würde sie in das Totenreich hinter der Himmelsweite gelangen...
Doch es war natürlich nicht Snukis Todestag.
Eine Räuberbande brach über die illustre Gesellschaft herein und ehe sich Snuki versah, hatte man den Mann gefällt, der das andere Ende ihres Strickes hielt. Nach Luft schnappend fiel sie zu Boden und Astrid selbst war es, die sich bei ihr niederkniete und ihren Hals aus der Schlinge befreite. Snuki weiß noch genau, wie sie ihren Blick hob und in das von dichtem, schwarzen Haar umspielte Gesicht blickte, in die eindringlichen blaugrauen Augen Astrids - als wäre es gestern gewesen, und dabei liegt dieser Tag jetzt bereits über vier Jahre zurück.

Astrid war genau so, wie Snuki in einem anderen Leben gerne gewesen wäre. In ihrer aufflammenden Bewunderung für diese Frau und nicht zuletzt weil sie ihr das Leben verdankte, schloss sie sich ihr an. Seitdem folgt sie Astrid so treu und ergeben wie ihre zwei Hunde ihr selbst. Zunächst konnte sie sich aufgrund der Strangulation nicht artikulieren und war ein heiseres, fast stummes Mitglied. Später sollte sie sich aber als ziemlich scharfzüngig erweisen und ihr Spitzname Goldmund verdankt sie nicht nur ihren vielen Goldzähnen, sondern auch der Gabe sich auszudrücken und zu feilschen.


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