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Jaiva

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Jaiva

Beitrag von Jaiva am Sa März 18, 2017 11:13 pm



Infos zum Schreiberling
Alter des Schreiberlings: 30 Jahre
Hauptcharakter: Kraja der Rabe
Nebencharaktere: Yheran Maknossar, Lil'yandra Iathaille, Myrrmayarra



Charakter – Grundlagen

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Die Musik spricht zu meinem Herzen...
jetzt muss ich nur noch lernen
...aus meinem Herzen Musik sprechen zu lassen.

Name: Jaiva (gesprochen: Dschaifah), genannt Dorne-ohne-Rose oder einfach nur Dorne
Rasse: Amazone
Alter: 22 Jahre
Geschlecht: weiblich
Zugehörigkeit: Zwielicht


Erscheinung
Größe: 188 cm

Aussehen:
Hoch ist die Dorne gewachsen und von schlanker aber nicht aufdringlicher oder übermäßig athletischer Statur – die Jahre in der Grünen Hölle haben sie gezeichnet und ihre Gliedmaßen definiert, denn auch wenn sie niemals eine wirkliche Jägerin gewesen ist, ist auch sie wie all ihre Stammesschwestern auf Bäume geklettert und viel Bewegung gewohnt. Ihre Beine sind demnach kräftig und wie zum Rennen gemacht während ihre Arme über genügend Kraft verfügen um sich auf einen höher gelegenen Ast oder Mauervorsprung hinaufzuziehen. Dennoch ist das nicht die einzige Besonderheit, die ins Auge des Betrachters springen will.
Ein unterschwelliger Rosenduft geht von ihrer gebräunten Haut aus, welche beinahe als makellos zu beschreiben ist. Dieser Eindruck zerplatzt wie ein morgendlicher Traum sobald das Auge der zwölf blutroten Dornenauswüchse* gewahr wird, die Jaivas Leib an verschiedenen Stellen entspringen. Sie sind es, die ihr den Beinamen Dorne beschert haben und ihr bis zum heutigen Tage zweifelhafte wenn auch treue Freunde geblieben sind - eine Blüte, wie sie dem Kopf so mancher Amazone zu entspringen weiß, wird man vergeblich suchen, denn in ihr nachtschwarzes, eigentlich sehr glattes Haar ist zwar nach der Art der Amazonen in ein aufwändiges Allerlei aus Holzperlen und Federn eingearbeitet worden, doch bleibt ihr Kopf vollkommen blatt- und blütenlos. In ihre Stirn fallen Jaiva einige offene Strähnen, denn erst auf der höchsten Stelle ihres Kopfes befindet sich ein auffälliges, eingeflochtenes Holzperlenband, dem verzierte, dicke Haarstränge entspringen – dadurch wirkt ihr Haar sehr viel dichter als es in Wirklichkeit wäre. Nichtsdestotrotz reicht die längste Partie ihres Haupthaares über die Hälfte ihres Rückens. Darunter versteckt und auf ihrem Nacken angebracht, verbirgt sich ein Tattoo eines bunten, exotischen Singvogels in der Größe einer eng geschlossenen Faust, der für die Göttertochter Min steht.
Aus ihrem ovalen, scharf geschnittenen Gesicht heraus blicken zwei mandelförmige Augen von verschiedenartiger Intensität, denn nur das rechte erzählt von giftigem Grün während sich das andere in mildem Blassgrün zeigt. Es kam in der Vergangenheit schon vor, dass sich der Blick eines Gegenübers in diesen bemerkenswert-beunruhigenden Spiegeln der Seele voller Verwunderung zu verlieren drohte, doch nur so lange bis sich die schmalen, von hellem Rosenroten erzählenden Lippen der Amazone zu einem misstrauischen, missbilligenden Ausdruck kräuselten. Solche Reaktionen sind keinesfalls eine Seltenheit, denn Blicke, die für ihren Geschmack zu lange andauern, erfüllen sie nicht nur mit Wachsamkeit sondern gehen mit skeptischen Blicken ihrerseits einher. Oftmals ertappt man sie dabei wie sie unzufrieden oder zumindest abwartend dreinblickt, nichtsdestotrotz liebt es Jaiva aber zu lachen und zu lächeln solange man ihr nur einen Grund dazu liefert. Frohsinn liegt ihr im Blut und wenn sie sich statt des mahnenden Augenausdrucks freigiebiger Offenheit hingibt, ist man gerne einmal überrascht wie freundlich und warm sich ihr Gesicht zeigen kann.
Ihre Stimme setzt alledem die Krone auf, denn sie gleicht viel mehr dem Anblick flüssigen Goldes als rauchiger Dunkelheit wie man sie wohl erwarten würde – warm und glänzend wie dieses geschmolzene Edelmetall ist sie und vor allem ihr Gesang vermag das Herz zu berühren.


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*Dornen: Zwölf insgesamt. Etwa je fünf Zentimeter lang. Blutig rot; der Übergang zu ihrer Haut ist leicht gewölbt aber keinesfalls blutig.
Eine auf dem Handrücken der rechten Hand.
Eine in der Handfläche der linken Hand.
Eine knapp auf Höhe der rechten Achsel auf ihrem Torso, 
eine direkt auf dem Bizeps des linken Armes und 
jeweils eine auf dem linken und rechten Oberarm.
Eine direkt auf dem Kopf, sieben Zentimeter lang, verletzt
Eine auf der linken Halsseite, direkt über der Schlagader.
Jeweils eine am linken Ober- und Unterschenkel, ebenso am rechten.


Kleidung:
Jaiva liebt eng anliegende und vor allem praktische Kleidung, die ihr zwar bestmögliche Bewegungsfreiheit gewährt aber auch hübsch anzusehen ist; dementsprechend groß ist ihre Vorliebe für Holzperlen, Federn, geflochtene Lederbänder oder Fellbesätze, die einfach geschnittene Stücke optisch aufwerten und ihre Persönlichkeit unterstreichen.
Für sie ist es auch keinesfalls problematisch leicht bekleidet umherzuziehen, auch wenn sie schnell gelernt hat, dass die Temperaturen außerhalb ihrer Heimat andere Anforderungen an ihre Garderobe stellen als sie es gewohnt ist, allerdings fällt es ihr sehr schwer sich mit all diesen Schichten aus Leibchen, Tuniken, Röcken, Unterröcken und Strümpfen anzufreunden. Auch Schuhwerk ist ihr ein Graus, weswegen sie zwar bei Bedarf leichtes Schuhwerk trägt; aber am liebsten barfuß unterwegs ist – in Häusern geht sie zumeist dazu über Schuhe auszuziehen. Generell bevorzugt Jaiva Kleidungsstücke aus Leder und Fell, auch wenn sie gegenüber den Stoffen aus der neuen Welt nicht rundheraus negativ eingestellt ist. In jedem Fall tendiert sie noch immer dazu Verschönerungen anzubringen, für die nicht jeder gesittete, brave Bürger Verständnis hat.
Sie trägt daher außerhalb der Grünen Hölle am liebsten eng anliegende, seitlich geschlitzte Kleider mit langen Ärmeln, die sie mit einem Langmantel aus Leder ergänzt damit sie diesen im Zweifelsfall einfach abstreifen kann.
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Persönlichkeit
Charakter:
Wenn man etwas über die Dorne sagen kann, dann, dass sie sehr dornig ist. Wer nicht darauf achtet wie er sich ihr gegenüber präsentiert und Obacht gibt welche Worte er wählt, wird diesen Dorn schneller zu spüren bekommen als ihm lieb ist – dabei sind nicht einmal zwangsläufig ihre Dornenauswüchse gemeint, sondern ihr spitzes Mundwerk. Beleidigungen oder Kommentare, die sie für Beleidigungen hält, wird Jaiva mit uneingeschränkter Empörung entgegentreten und kennt da auch keine Zurückhaltung. In solchen Augenblicken zeigt sich ihre aufbrausende und manches Mal sogar engstirnige Seite, denn wenn sie von etwas überzeugt ist, rückt sie nicht mehr allzu schnell davon ab. Auch können die besten Argumente nicht nur wenig daran ändern sondern schüren in ihr den Wunsch ihrem Gegenüber wehzutun. Meistens verfällt sie dann in ihre Muttersprache, in der sie sich ausschweifend und nach allen Regeln der Kunst beschwert. Ein glühendes Temperament schlummert also in ihrer Brust, immerzu bereit hervorzubrechen, was sich in forschen Worten, wohl aber auch in ihrer hingebungsvollen Musik widerspiegelt, denn für diese schlägt ihr Herz.
Während sie Neuem und Unbekanntem durch ihr Leben in der Grünen Hölle für gewöhnlich skeptisch gegenübersteht, sind es Geschichten und vor allem Lieder, die sie aus ihrer Abwehrhaltung herauszulocken wissen. Nichtsdestotrotz bleibt sie zumeist vorsichtig, denn über Menschen weiß sie noch sehr wenig und besonders Männer stellen sie vor einen schier unüberwindbaren Berg aus Irritation und Befremdung obschon sie durchaus neugierig ist mehr über die ihr so fremde Welt herauszufinden. Genau deswegen gerät sie nicht selten in Situationen, in denen sie wirklichkeitsfern, respektlos oder gar primitiv wirkt – was soll man denn mit einem Topf unter dem Bett? Versteckt man darin Mahlzeiten um bei nächtlichem Hunger zugreifen zu können? Warum verbeugt man sich vor anderen? Menschen sind doch keine Bäume ...oder? Und warum braucht man verschiedene Anreden? Außerdem … was hat es mit dem Kater nach einer durchgezechten Nacht auf sich? Wo ist er denn nun? Die spinnen doch, die Menschen.

In ihre alte Heimat hingegen will sie nicht zurückkehren, denn zu viele negative Erinnerungen haben sich in ihrem Inneren zu einem Pfropfen aus hilflosem Zorn, aus Verletzlichkeit geborenem Kummer und bissiger Sturheit geformt, dementsprechend vorsichtig sollte man sein wenn man dieses Thema anschneidet, zumindest wenn man nicht gegen eine lebendige Wand aus Ablehnung reden will. Da wird die Dorne gerne einmal zum sturen Esel, denn mehr als nur Engelszungen sind dann von Nöten um sie zu beschwichtigen.
Aus ihrem alten Leben hat sie einige Werte mit in die neue Welt genommen, die auch jenseits der Grünen Hölle keinesfalls ihre Bedeutung verloren haben, demnach hat Jaiva kein Problem zu teilen, denn Besitz ist ebenfalls etwas, das sie nicht wirklich verstanden hat. Darüber hinaus ist sie sehr gesellig und empfindet es als Strafe sich selbst überlassen oder gar ausgegrenzt zu werden.
Aufmerksamkeit wurde ihr nicht nur in die Wiege gelegt sondern über Jahre hinweg weiter ausgebaut, denn wer im Urwald überleben will, muss sein Umfeld genauestens im Auge behalten und manches Mal auch eine gehörige Portion Mut an den Tag legen um gefährliche Situationen zu meistern. Auch wenn sie nicht die beste Meinung von ihrem Volk hat, so schätzt sie es wenn man füreinander einsteht und sich umeinander kümmert. Jaiva hat ein gutes Herz und keinerlei Verständnis für Ungerechtigkeit, dementsprechend ist sie zu großherzigen und wagemutigen Taten durchaus bereit – manchmal neigt sie dazu übers Ziel hinauszuschießen, denn den Unterschied zwischen Mut und Dummheit machen manchmal nur zwei kleine Worte aus.
Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen Jaivas Freundschaft zu gewinnen, denn auch wenn sie sich hinter einer Mauer aus Misstrauen und Skepsis verbirgt, so sehnt sie sich wie jedes andere fühlende Wesen nach Anerkennung, Wertschätzung und Zuneigung, jedoch ist Vorsicht geboten – auch für Falschheit hat sie kein Verständnis. Sie für ihren Teil würde jedoch fast alles tun um ihre Lieben zu verteidigen – wenn nötig mit Fingernägeln und ihren Zähnen.
Mit ihren Dornen steht sie seit jeher auf dem Kriegsfuß und auch wenn ihr Versuch sich ihrer zu entledigen gescheitert ist, so sucht sie noch immer einen Weg sie loszuwerden. In ihren Augen gehören sie nicht zu ihr und auch wenn sie es nie und nimmer zugeben würde, wünscht sie sich durchaus so zu sein wie die Amazonen, die sie hinter sich gelassen hat. Daher will sie auch nicht, dass man ihre Dornen berührt, doch auch sie selbst will nicht berührt werden.


Vorlieben: Musik und Tanz, die Göttertochter Min, die Hohepriesterin Nesrin, Eiris, das Meer, Geschichten aus aller Welt, Freiheit, Wertschätzung, leichte Kleidung, die Zehen in feuchte Erde graben
Abneigungen: Vinu und Melva, Amazonen, ihre wahre Familie, Berührungen, Kälte, Einsamkeit, Kleidung der Welt jenseits der Grünen Hölle, Falschheit
Religion: Jaiva hadert mit dem Schwesternpaar Vinu und Melva, denn ihnen und den Lehren, die sie für ihre Schutzbefohlenen ersonnen haben, gibt sie die Schuld an ihrem Schicksal, einzig zu Min, welche die schönen Künste verkörpert, fühlt sie sich hingezogen, besonders dann wenn sie sich der Musik hingibt.



Fähigkeiten
Beruf: Musika, in ihrer Sippe war sie ohne Status, allerdings war es ihre Aufgabe einer Jägerin zu assistieren
Sprachen: Ferus, Arcum, ein paar Brocken Rigusta
Lesen/Schreiben: Nein
Erlernte Fähigkeiten: Überleben (Wildnis), Pflanzenkunde (Wildnis), Tierkunde (Wildnis), Folklore der Amazonen, Klettern, Tiere ausnehmen, Kochen, Gesang, Musikmagie, Stammestänze (Amazonen), Instrumente: Fußrasseln und Handtrommeln (Fortgeschritten), Mandolinenspiel (Anfänger)
Eigenschaften/Gaben: Rosenduft (Amazonen)
körperliche/geistige Stärken: Dornen (sie eignen sich zum Verletzen), bezaubernde Stimme, begabte Magierin (Musikmagie), gute Kondition/körperliche Verfassung
körperliche/geistige Schwächen:  Dornen (in ihnen verlaufende Nervenbahnen würde das Entfernen schmerzhaft machen und sie könnte unter Umständen sogar dabei verbluten; machen körperliche Nähe schwierig), weltfremd, Ruf (Amazonen): Unglückskind, mäßig begabt was körperliche/sportliche Leistungen anbelangt, Verlustängste
 


Magie
Art des Magiepools: Musikmagie

Jaivas Magie speist sich aus einem unsichtbaren jedoch hochmagischen Material, das sich 'Klanggewebe' nennt und sowohl aus ihrem Gesang als auch aus dem anderer sowie dem Spiel von Instrumenten gewonnen werden kann. Es spielt keine Rolle welche Art von Musik gewählt wird, doch nur aus Musik können Klangfäden gewonnen und zu Klanggewebe geformt werden. Es ist essentiell für ihre Zauber und kann auf magischen Spulen für einige Stunden aufgewickelt und somit temporär haltbar werden ehe es zerfällt und erneut gewonnen werden muss. Magische Spulen können zum Einsatz kommen, müssen es jedoch nicht – das Klanggewebe kann auch in der hohlen Hand in Form eines unordentlichen Knäuels aus Klangfäden gesammelt werden, was das Wirken jedoch erheblich erschwert.
Um aktiv Magie zu wirken muss das zuvor gewonnene Klanggewebe mit eigener, just im Augenblick des Magiewirkens gespielten Musik verwoben werden; je mehr Klanggewebe dabei zum Einsatz kommt desto machtvoller ist der Effekt des gewirkten Zaubers. Ist das magische Material verbraucht oder Jaiva nicht in der Lage ihren Gesang und/oder das Spiel ihres Instruments aufrecht zu erhalten, endet der Zauber sofort in einem unangenehmen aber nicht weiter schädlichen Missklang.
Jaivas Magie verbreitet sich hauptsächlich kegelförmig in die Richtung, in die sie musiziert, beeinflusst jedoch nur gültige Ziele. Ein gültiges Ziel muss lebendig sein und sowohl einen zumindest primitiven Verstand  besitzen als über auch Hörsinne verfügen.
Jede zum bereits vorhandenen Klangmaterial beigefügte, musikalische Komponente (Gesang und/oder Instrumentenspiel) verstärkt den gewirkten Zauber, sodass der maximale Effekt eines Zaubers eine Dreieinigkeit aller Möglichkeiten sowie eine gute Vorbereitung in Form einer gut gefüllten Spule ist.


Zauberliste:

  • Zauber I:
    Latataila – eingepflanztes Gefühl | Manaverbrauch: mittel-hoch
    Durch das Spiel von Instrumenten und/oder Gesang wird ein vom Zaubernden bestimmtes Gefühl in jenen hervorgerufen, die nahe genug sind um die Musik zu hören. So können beispielsweise sowohl Freude als auch Traurigkeit, Mutlosigkeit, Zorn oder gar Verliebtheit in die Herzen der Zuhörenden gesät werden, doch sind diese Gefühle nicht von langer Dauer. Sobald die Musik endet oder sich der oder die Bezauberte/n weit genug entfernt/en, verebbt auch die Wirkung. Es sind bis zu zehn Ziele möglich, jedoch steigt sowohl der Manaverbrauch als auch die nötige Konzentration dementsprechend.
    Es ist nicht möglich ein eingepflanztes Gefühl gegen oder auf jemand zu richten wie beispielsweise Hass auf eine bestimmte Person zu schüren, allerdings kann es durchaus passieren, dass sich im Bezauberten ohnehin schon vorhandene Gefühle verstärken und verselbstständigen.
    Es kann daher dazu auch kommen, dass sich diese eingepflanzten Gefühle auf den Zaubernden richten, doch auch das kann der Zaubernde nicht steuern.
    Möglich ist jedoch das eingepflanzte Gefühl mit der Musik zu variieren, allerdings ist immer nur eines dominant. Es ist ebenfalls möglich sich dem Zauber freiwillig zu unterwerfen, allerdings arbeitet das Unterbewusstsein dagegen an und macht es schwieriger bezaubert zu werden.
    Der Manaverbrauch steigt je länger das Lied aufrecht erhalten wird.
  • Zauber II:
    Ilas - Stärkung | Manaverbrauch: mittel-hoch
    Durch den Zauber Ilas- Stärkung ist es möglich das Selbstvertrauen mitsamt der Zuversicht in das Gelingen eines Vorhabens oder einer Aktion von besonderer Bedeutung von einem oder mehrerer Ziele erheblich zu steigern. Dadurch ist beispielsweise ein Läufer in der Lange den entscheidenden letzten Spurt auf der Zielgeraden hinzulegen oder ein Krieger befähigt den entscheidenden Schlag zu setzen, der den Gegner niederzustrecken vermag. Eine Verzauberung von bis zu drei Zielen ist möglich, allerdings erhöht sich dadurch die Schwierigkeit des Zaubers und erfordert zudem mehr Mana.
    Dem einen oder anderen Bezauberten mag es so vorkommen als hätte er auf magische Weise 'mehr Kraft' oder 'mehr Ausdauer' allerdings spielt sich der wahre Zauber im Kopf eines jeden einzelnen ab – die nötige Entschlossenheit ist bereits vorhanden, sie wird lediglich aufgeweckt.
    Auch Selbstverzauberung ist möglich, allerdings muss der durch Musik hervorgerufene Zauber weiterhin aufrecht erhalten werden können – sobald die Musik ins Stocken gerät schwindet auch die Wirkung. Es ist daher meistens schwieriger sich selbst zu verzaubern, da es höhere Konzentration erfordert.
  • Zauber III:
    Atama - Schwächung | Manaverbrauch: mittel-hoch
    Der Zauber Atama – Schwächung funktioniert nahezu so wie sein positiver Zwilling Ilas- Stärkung, allerdings verkehrt er die positiven Effekte ins negative und schadet einem oder mehrerer Ziele maßgeblich. Anstatt das Selbstvertrauen anzuregen, werden die Selbstzweifel verstärkt, sodass beispielsweise ein Läufer zu große Sorge über Sieg und Niederlage hätte um den entscheidenden Spurt zu wagen oder ein Krieger zu zögerlich um zuzuschlagen. Auch hier liegt die maximale Anzahl von Verzauberten bei drei. Ob der Zauber erfolgreich ist, hängt sehr von der geistigen Verfassung des Ziels ab. Ein mit einem gefestigten Charakter gesegnetes Wesen ist daher sehr viel schwieriger zu verzaubern als eines, das ohnehin mit Zweifeln zu kämpfen hat.
    Auch hier ist Selbstverzauberung möglich, allerdings müsste man schon gute Gründe haben um sich absichtlich zu hemmen – zudem steigt die Schwierigkeit des Zaubers, da das Unterbewusstsein gegen den Zauber ankämpft.



Hintergrund
Stand: ledig
Familie:

Mutter (): Manja (gesprochen: Mannja), 47 Jahre alt. Verbleib unbekannt
Mutter (): Ambroseia (gesprochen: Ambroseya), 44 Jahre alt. Verbleib unbekannt
Schwester (): Namenlos , Zwillingskind, bei der Geburt verstorben

Ziehmutter (): Nesrin (gesprochen: Nessrhinn), 64 Jahre alt. Hohepriesterin

Herkunft/Geburtsort: Nebelad-Wildnis, eine Siedlung von ca. zweihundert Seelen, die tief im Herzen der „Grünen Hölle“ liegt
Wohnort: Derzeit befindet sich Jaiva auf Reisen und besitzt keinen festen Wohnort
Besitz: Drei etwa fünf Zentimeter lange, magische Spulen (Geschenk von Nesrin, verzauberte Relikte zur kurzzeitigen Speicherung von Musikmagie), Ketten aus Bein und Holzperlen, Lederarmschmuck, Holzperlen, Federn, die Kleider, die sie am Leib trägt, einen langärmligen Ledermantel mit Kapuze, leichtes Schuhwerk, eine Umhängetasche, ein großes Messer in einer Lederscheide, eine alte Mandolin (Geschenk von Birk)
Gefährten: -

Geschichte:
Die Geburt und die ersten Jahre:
Niemand sollte den Tag vergessen an dem sich die Tragödie um die Geburt der beiden Zwillingskinder von Manja und Ambroseia ereignete, denn obschon sämtliche Vorbereitungen in aller Sorgfalt und mit der angebrachten Freude getroffen worden waren, die Erwartungen gigantisch, die Liebe zwischen den beiden werdenden Müttern beispiellos und sowohl den beiden Götterschwestern Melva und Vinu als auch ihren zwölf Kindern gedankt worden war, wandelte sich das rauschende Fest Stück für Stück in sein groteskes Zerrbild. Anstatt Musik und Tanz dominierten alsbald still ins Gebet versunkene, auf dem geheiligten Mutterboden kniende Amazonen das Bild, das sich in das Bewusstsein einer jeden anwesenden Frau einbrennen sollte. Einzig die Schreie der beiden gebärenden Amazonen durchbrachen von Zeit zu Zeit die andächtige Atmosphäre und doch sollte das Dunkel der Nacht gekommen und wieder gegangen sein ehe zwei Mädchen mit dem Morgengrauen geboren wurden. Zuerst war die Erleichterung groß und verhaltener Jubel wurde laut um die beiden neuen Mitglieder in der Gemeinschaft willkommen zu heißen, doch als nur eines der beiden Mädchen die Welt mit einem kraftvollen Schrei begrüßte während das andere stumm blieb, wurde die Ahnung übermächtig, dass Unheil über das Dorf gekommen war. Das Zwillingskind war eine Totgeburt - ein ganzes Dorf hielt den Atem an.
Noch am selben Tag wurde das namenlose Mädchen verbrannt, damit seine Seele zu den Vinu und Melva aufsteigen konnte, auf eine klassische Feuerbestattung wurde verzichtet, denn niemand wollte den winzigen Leichnam die vorgeschriebenen zehn Tage aufgebahrt lassen – die beiden Mütter waren derart mitgenommen, dass sie dies nicht ertragen hätten. Dem anderen Kind aber sollte man fortan mit Argwohn begegnen, denn weder verströmte es den verlockenden Duft einer Blume noch ging der Liebreiz eines Neugeborenen von ihm aus, zudem waren seine beiden Augen verschiedenfarbig was als schlechtes Omen interpretiert wurde - es war als hinge ein Schatten über diesem Geschöpf und man ging sogar so weit zu befürchten es wäre von Lerchos berührt worden.

Ambroseia war schon immer die sanftere der beiden Frauen gewesen, doch der Verlust der Frucht ihres Herzens hatte sie derart verändert, dass sie es keinen Augenblick länger in der Gemeinschaft der Amazonen aushalten konnte. Kaum da sie sich von den Strapazen der Geburt erholt hatte, entschied sie sich für ein einsames Leben im Dschungel und auch das Wissen, dass Ambroseia weder für das entbehrungsreiche Leben einer Kopfjägerin geschaffen war noch im Dschungel lange allein überleben würde, änderte nichts daran, dass die meisten der anderen Amazonen ihre Entscheidung respektierten. Nur einige wenige versuchten die Unglückliche davon abzuhalten – keine sollte Erfolg haben. Viele von ihnen verabschiedeten sich von der Stammesschwester als ob sie an der Schwelle des Todes stünde.
Der plötzliche Verlust ihrer Liebsten stürzte Manja in tiefe Verzweiflung, denn sie hatte binnen weniger Tage nicht nur ihre Liebe sondern auch ihr Glück verloren, sodass sie sich weigerte ihre Tochter auch nur zu berühren. Sie allein machte sie für ihr in Schieflage geratenes Leben verantwortlich und gab ihr als einziges und letztes Geschenk den Namen Jaiva – was in der Sprache der Amazonen nichts anderes als Morgengrauen bedeutete - ehe auch sie die Gemeinschaft für immer verließ. Die wahre Bedeutung dieses Namens sollte Jaiva erst viele Jahre später verstehen.
Die Amazone, die sich bislang pflichtbewusst nebst ihres eigenen Säuglings um den fremden gekümmert hatte, entwickelte immer größeres Widerstreben wenn sie sich das kleine Bündel Leben an die Brust legte. Ihr Name war Azalea, doch auch ihr sollte es nicht gelingen Jaiva Liebe entgegenzubringen, denn kaum da diese nicht mehr gestillt werden musste, wandte sich die Amazone an die Hohepriesterin Nesrin um ihren Rat zu erbitten. Sie wollte das Unglückskind keinen Augenblick länger als nötig in der Nähe ihres eigenen wissen, denn sie befürchtete, dass das Unglück wie ein Strohfeuer überspringen würde.
Nesrin war selbst eine sehr besondere Frau, denn obschon sie kaum älter als vierzig Jahre war, war ihr langes, von weißen Rosen durchwirktes Haar weiß wie Wolken und ihre Augen von milchiger Fahlheit, denn ihre Nähe zum Göttlichen war nicht nur mit dem Verlust jedweder Pigmente sondern ihrer Sehsinne einhergegangen. Die Hohepriesterin zeigte sich von den Worten der anderen Amazone unbeeindruckt und berührte das kleine Mädchen, das daraufhin ganz ruhig wurde, denn es spürte, dass man ihm zum ersten Mal in seinem kurzen Leben offenen Herzens begegnete. Der Amazone jedoch wurde die Gnade eines Einblicks in die göttlichen Absichten gewährt und auch wenn sie Leid im Dunkel lauern sah, das Jaiva ihr Leben lang begleiten sollte, sah sie auch Glück und Liebe am Wegesrand warten und schöpfte daraus Hoffnung um die richtige Entscheidung zu treffen. Dieses Kind durfte nicht seinem Schicksal überlassen werden und so nahm sie sich des verlassenen Unglückskindes an. Die Dorfälteste Ethrah stimmte mit der Hohepriesterin überein und so lebte Jaiva fortan bei Nesrin.

Die ersten Jahre verliefen für Jaiva kaum anders als für jedes andere Amazonenkind, denn sie wurde spielerisch an die grundlegenden Fertigkeiten herangeführt, die für ein Überleben im Dschungel notwendig waren. Gemeinsam mit den anderen jüngeren Kindern wurde sie die essbaren und giftigen Pflanzen und Früchte gelehrt bis sie diese im Schlaf aufzählen konnte. Wie viele Mädchen zuvor bastelte auch sie sich einfache Holzspeere, verzierte sie mit Schnitzereien und übte mit ihren Spielgefährtinnen das Werfen derselben. Auch badete sie in Flüssen und fing Fische, kletterte hinauf in die höchsten Wipfel der Bäume und sang die von Generation zu Generation überlieferten Loblieder, die das Göttliche in jeder noch so geringen Sache betonten. Jaiva hörte die Geschichten, die man sich über Vinu und Melva erzählte und folgte den Lehren, welche die beiden den Amazonen gebracht hatten wie man es von ihr erwartete – Nesrin legte großen Wert darauf, dass ihr Schützling den beiden Göttinnen gedachte.
Genau wie die anderen Kinder schmückte sie sich mit Federn, Holzperlen und Knochen kleinerer Tiere und verbrachte unzählige Stunden mit der Suche nach besonders schönen Elementen, die sie sich ins Haar flechten konnte. Und auch wenn sie längst nicht so begabt wie die anderen Kinder ihres Alters in Geschicklichkeitsspielen war, ließ sich mit der Unerschütterlichkeit eines Kindes keinesfalls davon abhalten trotzdem mitzumachen. Es spornte sie sogar noch weiter an besser zu werden.
Nur manchmal wurde sie der Blicke gewahr, mit denen man sie bedachte. Die Präsenz der Hohepriesterin hatte sie zumeist vor mitleidvollen oder misstrauischen Blicken bewahrt, doch in ihrer Abwesenheit war das, was Nesrin die Amazonen in Sachen Verständnis und Mitgefühl ans Herz gelegt hatte, so leicht zu vergessen und an dessen Stelle Aberglaube zu setzen.
Auch das Mädchen bemerkte die verhaltenen Reaktionen, die man ihm entgegen brachte und fragte sich ob etwas nicht mit ihm stimmte. Auch schien Jaiva ... etwas zu fehlen; etwas, das sie nicht näher benennen konnte und sie mit immer wiederkehrender Unruhe erfüllte. Anstatt von Müttern hatte sie Nesrin, die zwar immer ein offenes Ohr für ihren Schützling hatte, jedoch auch für die Gemeinschaft da sein und sich um ihre Schülerin Calla kümmern musste. Nicht immer blieb so viel Zeit, wie Jaiva gerne mit ihrer Bezugsperson gehabt hätte und so streifte sie oftmals alleine durch das Dorf, spielte für sich oder versuchte Anschluss zu finden. Oftmals blieb es bei halbherzigen Versuchen, doch wann immer es ums Singen und Musizieren ging, gestattete man es Jaiva mit weitaus größerer Bereitwilligkeit mitzumachen. Tatsächlich entwickelte das Mädchen schon sehr früh eine musikalische Begabung und auch ihre Stimme zeigte großes Potential, sodass man sie immer öfter dazu aufzufordern begann Lieder vorzutragen. Jaiva tat das gerne und wann immer sie es tat, strahlten ihre Augen vor Freude. In Augenblicken wie diesen fiel es ihren Stammesschwestern so viel leichter das Unglückskind zumindest für eine Weile zu akzeptieren.

Da sie nur wenig körperliche Geschicklichkeit bewies, sah die Dorfälteste Ethrah davon ab Jaiva bei den Jägerinnen einzusetzen, allerdings bemerkte sie recht schnell, dass das Mädchen nicht nur ein Händchen für Musik hatte, sondern auch für das Zubereiten von Mahlzeiten. Fortan war sie einer Jägerin namens Eiris zugeteilt, der sie beim Ausnehmen ihrer Beute und bei der weiteren Bearbeitung helfen sollte – die beiden verstanden sich auch ohne Worte und sie hatten darüber hinaus sogar Gemeinsamkeiten, denn sie waren nicht nur im selben Alter sondern liebten beide die Musik und (auch wenn Jaiva das erst später erfahren sollte) waren beide Unglückskinder. Bis dahin sollten jedoch noch einige Jahre vergehen, denn keine von ihnen redete über das, was sie wirklich beschäftigte.
Die Jahre 12 bis 18:
Mit dem Erwachen ihrer Weiblichkeit bemerkte Jaiva eine Veränderung an sich, welche sie selbst mit Sorge die anderen Amazonen aber mit einem Anflug von Wohlwollen erfüllte, denn auch sie erinnerten sich an die Aufregung und Unsicherheit, die sie beim Wuchs ihrer ersten Blüten und Blätter empfunden hatten. Doch während sich die anderen Mädchen in ihrem Alter vermehrt an ihrem Kopf zu kratzen begannen, verspürte Jaiva auch an anderen Stellen kribbelndes Unbehagen - sowohl an ihren Händen als auch an ihren Beinen und ihrem Kopf, ihren Oberarmen als auch ihrem Torso schien etwas zu passieren. Bald schon bemerkte sie die ersten kleinen Beulen an ihrer Haut, die immer größer und größer wurden. Vor allen Dingen an ihren Händen beobachtete sie den raschen Wachstum mit großer Besorgnis und sie ließ es sich auch nicht nehmen daran herumzudrücken. Die Schmerzen, die sie dann und wann verspürte, sorgten zwar dafür, dass sie für eine Weile damit aufhörte, doch als ihre Haut aufzuspringen begann und etwas Blutrotes ihrem Leib entwuchs, wagte sie es nicht einmal mehr selbst sich zu berühren. Stattdessen versteckte sie sich vor sich selbst und der Welt.
Erst Nesrin, die das alles hatte kommen sehen, wusste sie wieder hervorzulocken und sagte Jaiva, dass sie etwas Besonderes sei und niemals Angst haben sollte. Das war natürlich leichter gesagt als getan, denn der Wuchs von Blüten und Blättern blieb aus, stattdessen erkannte man bald die Dornen - von Duft keine Spur. Tatsächlich sollte Jaiva noch Rosenduft entwickeln, jedoch nicht vor ihrem zwanzigsten Namenstag.

Die Dornen veränderten alles, denn sie entfremdeten die ohnehin schon skeptischen Amazonen nur noch mehr von ihrer Stammesschwester, die so... anders war. Jaivas Verzweiflung ging so weit, dass sie die Dorne an ihrem Kopf abzuschneiden versuchte, doch die damit verbundenen Schmerzen waren nicht nur unerträglich, sodass sie aufhören musste sondern beschleunigten den Wuchs dieser einzelnen Dorne nur noch mehr. Ganz gleich was sie auch versuchte, nichts und niemand konnte sie von ihrem Los eine Dorne zu sein befreien also flüchtete sie sich in die Musik und legte all ihre Energie in die Lieder, die sie sich erdachte. Dennoch weigerte sie sich ihrer Leere im Herzen Luft zu machen - keine ihrer musikalisch erzählten Geschichten war von Traurigkeit behaftet, denn weder wollte sie sich ihre Schwäche eingestehen noch sie den anderen Amazonen zeigen. Stattdessen suchte sie Trost in ihren immer raffinierter werdenden Werken und schottete sich immer mehr und mehr ab.
Dies mochte auch die Zeit gewesen sein, in der sie sich langsam aber sicher von Melva und Vinu abzuwenden begann um ihre Gebete an Min zu richten. Sie ließ sich sogar ihren Nacken mit ihrem Sinnbild, dem bunten Singvogel, tätowieren.

Jahre gingen ins Land und Jaiva war inzwischen sechzehn Sommer alt geworden, sodass Nesrin den richtigen Zeitpunkt gekommen sah dem Mädchen die ganze Geschichte über das Verschwinden von Manja und Ambroseia, seinen wahren Müttern, zu erzählen. Jaiva hatte dann und wann Gerüchte hinter ihrem Rücken vernommen und vor allem die Kinder hatten desöfteren Seitenhiebe fallen lassen, doch geglaubt hatte sie ihnen nicht - hatte ihnen nicht glauben wollen und sich rundheraus gegen die Wahrheit gesperrt, auch wenn die Sorge im Geheimen dennoch da gewesen war. Doch wann immer sie die Hohepriesterin hatte fragen wollen, hatte ihr der Mut gefehlt.
In aller Frühe brach die blinde Hohepriesterin zusammen mit ihrem Schützling auf und suchte mit Jaiva zusammen die Stelle am Wasserfall auf, die immer schon der richtige Platz für schwierige Themen gewesen war. Und auch wenn sich das Unwohlsein in ihrer Brust zu einem drückenden Klumpen geballt hatte, hatte es sie nicht auf das folgende Gespräch vorbereiten können. Schon immer hatte Jaiva Nesrin für ihre Mutter gehalten, hatte sich mit all ihrer Sturheit daran festgehalten, immerhin war es doch ihre einzige Hoffnung darauf gewesen eines Tages doch noch zu einer schönen Rose zu werden - doch das war nicht alles, was sie in Erfahrung bringen sollte. Sie hörte nun zum ersten Mal aus dem Munde der Hohepriesterin von ihrem Zwilling, der bei der Geburt gestorben war aber auch davon was es bedeutete ein Unglückskind zu sein – ein doppeltes Unglückskind, empfand sie niedergeschlagen, immerhin hatte sie eine Schwester gehabt, nur hatte diese ihren Weg ins Leben nicht gefunden.
Jetzt da all die unbequemen Wahrheiten auf Jaiva einstürzten, fühlte sie sich vollkommen allein, ihrer Familie und all ihrer Träume beraubt, doch auch dieses Mal sollte Nesrin für sie zur Stelle sein, denn auch wenn sie nicht die leibliche Mutter des Dornenmädchens gewesen sein mochte, so fühlte sie sich für es verantwortlich, nein, sie liebte es als wäre es ihr eigenes Kind. Ungeachtet der Verletzungen, die sich die Hohepriesterin durch die Nähe zu Jaiva zuziehen sollte, zog sie diese in ihre Arme und erklärte ihr in aller Sanftheit, dass sich rein gar nichts ändern würde.
Wie sehr sich Nesrin täuschte, zeigte sich nur zwei Jahre später als Jaiva beim Musizieren ihren Zugang zur Magie entdeckte.
Ihr war schon immer klar gewesen, dass es eines Tages so weit kommen würde, immerhin gab es nichts, das sie mehr geliebt hätte als die Musik selbst – mit Ausnahme von Nesrin und Min vielleicht. Von der Hohepriesterin indes erhielt sie drei sehr antik aussehende Relikte, die Jaiva keiner Arbeit zuordnen konnte, jedoch ließ sie sich erklären, dass sie einzig und allein für Musikmagie geschaffen worden waren und jetzt ihr gehören sollten. Nesrin sagte das mit einer lächelnden Gewissheit als hätte sie das schon lange gewusst und doch fehlte Jaiva das Verständnis die bittere Note um die Mundwinkel der ältlichen Frau zu verstehen. Nun war es aber so, dass sich partout keine Amazone finden wollte, die bereit war dem Dornenmädchen als Lehrerin beizustehen – sie am Rande der Gemeinschaft zu akzeptieren war eine Sache, übermäßig viel Zeit mit ihr zu verbringen eine vollkommen andere. Daher übte sie allein und experimentierte ungeniert mit den Vögeln, die der Gemeinschaft Eier lieferten bis Calla, Nesrins Schülerin, sie dabei erwischte, denn die übermäßig laut und euphorisch schnatternden Tiere hatte sie angelockt. Die Priesterschülerin gelobte Stillschweigen zu bewahren; aber nur wenn Jaiva ihr dafür von ihren geheimen Experimenten erzählte – nur zu gerne ging das Dornenmädchen darauf ein. Sie hatte noch nie eine richtige Freundin gehabt und auch wenn sie Calla immer schon mit großer Vorsicht (und unterschwelliger Eifersucht) begegnet war, wünschte sie sich sehr ihre Freundschaft zu gewinnen.

Von diesem Tag an sangen Jaiva und Calla zusammen und meldeten sich freiwillig nach ihren sonstigen Verpflichtungen nach den Vögeln zu sehen. Es erfüllte die beiden Mädchen mit diebischem Vergnügen die Vögel in dieses oder jenes Gefühl zu hüllen und lachten gemeinsam wenn etwas lustiges passierte. Bald wurde ihnen dieses Spiel langweilig und Calla ermutigte Jaiva dazu ihre Musikmagie an ihr zu erproben und obschon die Dorne zögerte, wurde ihr von der Priesterschülerin so lange ins Gewissen geredet bis sie schlussendlich nachgab und einwilligte. Da sie beide unter einem Dach lebten, war es so viel einfacher unbemerkt zu experimentieren und was ganz harmlos begann, wurde bald schon äußerst bedenklich, denn Calla begann sich mehr und mehr zu verändern. Immer mehr und mehr steigerte sie sich in die Gefühlsmanipulationen ihrer Freundin und forderte in immer kürzeren Abständen eine neue 'Musikstunde'. Auch Nesrin bemerkte die Veränderung ihrer Schülerin, doch keines der Mädchen erzählte ihr was geschehen war; vor allem Calla schärfte Jaiva ein nichts zu erzählen und sagte ihr, dass sie doch kein Unglückskind sein wollte indem sie von ihren harmlosen Experimenten erzählte. Harmlos waren diese Experimente schon lange nicht mehr, denn Callas Geisteszustand verschlechterte sich zusehends bis sie dem Wahnsinn so nahe war, dass sie in lautes Gelächter ausbrach. Das war das Ende ihrer gemeinsamen Zeit, denn auch wenn Nesrin ihr kleines Dornenmädchen liebte, respektierte sie die Entscheidung der Dorfältesten, welche die beiden Mädchen voneinander getrennt sehen wollte. Calla sollte bei der Hohepriesterin bleiben und ihre Ausbildung fortsetzen; Jaiva jedoch sollte Verantwortung für ihr Leben übernehmen und auf eigenen Beinen stehen. Ihr wurde eine kleine, verlassene Behausung am Rande der Siedlung überlassen, die sie nach ihrem Gutdünken einrichten und dort leben sollte.
Jaiva empfand diese Entscheidung als äußerst ungerecht, immerhin war nicht sie es gewesen, die mit diesem Wahnsinn begonnen hatte, zudem fühlte sie sich einsam und überfordert und wann immer sie anderen Amazonen begegnete, wichen sie ihren Blicken aus. Auch Calla vermisste sie, denn auch wenn sie seltsam geworden war, war sie doch ihre einzige Freundin gewesen. Jetzt hatte sie niemanden mehr, der mit ihr singen wollte und auch die sonst so unkomplizierte Jägerin Eiris begann sich seltsam in ihrer Gegenwart zu verhalten.
Das waren überaus dunkle Tage für die Dorne, die inzwischen das zwanzigste Lebensjahr erreicht hatte und sich fremder denn je unter den ihren fühlte.
Die Jahre 20 und 22:
Eines schönen Tages wurde sie von Rosenduft geweckt, was sie in allerhöchste Alarmbereitschaft versetzte – die Situation war dermaßen abstrus, dass sie nicht wusste was sie tun sollte, deswegen lag sie ganz still und spähte unter gesenkten Wimpern in ihrer kleinen Bleibe umher. Niemand. Da war niemand anderes als sie selbst, deswegen begann sie ganz vorsichtig und voller Unglauben an ihrer eigenen Haut zu schnuppern. Rosenduft. Konnte es wirklich sein …? Zum ersten Mal seit Monaten gelang es ihr zu lächeln, nein, sie begann zu jubeln bis sie vereinzelte Rufe von außerhalb hörte immerhin war es noch in aller Frühe! Doch wem sollte sie es erzählen? Sie konnte weder zu Nesrin noch zu Calla gehen und hatte sonst auch keine andere, zu der sie gehen konnte, drum schlich sie sich zu Eiris, die sie zwar mit der üblichen Wortkargheit begrüßte, sie jedoch zu sich ins Heim einlud. Jaiva staunte, denn sie hatte die stille Jägerin noch nie zuvor zu Hause besucht – auch sie lebte allein, das sah die Dorne sofort. Mit verschränkten Armen fragte Eiris warum sie hier her gekommen war, denn bis zu ihrem täglichen Aufbruch waren es noch Stunden. Es kostete Jaiva einige Überwindung ihre Blicke von der spartanisch eingerichteten Bleibe zu lösen, doch dann erzählte sie Eiris was ihr widerfahren war. Selten hatte sie sich kleinlicher und dümmer gefühlt als in diesem Augenblick. Was hatte sie sich dabei gedacht zu Eiris zu gehen, mit der sie zwar schon unzählige Tage verbracht hatte und doch nichts über sie wusste? Zu ihrer Erleichterung reagierte die andere Amazone überraschend freundlich und beglückwünschte sie. Es entstand ein zaghaftes Gespräch über Gerüche und Blumen, Blüten und Blätter bis Jaiva die vorsichtige Frage auszusprechen wagte, die ihr die gesamte Zeit schon auf der Seele gebrannt hatte. Sie fragte Eiris ob sie allein lebte, doch sie erhielt keine Antwort darauf. Viel mehr zeigte sich die Jägerin wieder von ihrer gewohnt einsilbigen Seite und bestand darauf schon früher aufzubrechen. Erst von anderen Amazonen erfuhr die Dorne von dem verblüffend ähnlichen Schicksal der einsamen Jägerin und schalt sich eine Närrin.

Eiris am nächsten Tage in die Augen zu blicken verlangte einiges an Mut von Jaiva ab und doch sagte sie ihr, dass sie beide Unglückskinder waren und ging sogar noch weiter. Sie müssen zusammenhalten, betonte sie der Jägerin gegenüber und brachte sie tatsächlich dazu sich ein Stück weit zu öffnen. Von dieser Stunde an schienen die Tage schöner und schöner zu werden, denn noch nie hatte sie sich einer anderen Amazone in diesem Maße anvertraut. Sie erzählte Eiris alles und obschon ihre Stammesschwester weiterhin wenig Interesse daran zeigte viel von sich preisgeben zu wollen, hörte sie Jaiva gerne zu. Sie mochte es wenn sie von den Dingen erzählte, die sie bewegten und sie mochte es wenn sie sang. Eines Tages bat Eiris sie sogar darum ihr jene Magie zu zeigen, die Calla in den Wahnsinn getrieben haben sollte. Jaiva war hin und her gerissen, denn zum Einen wollte sie ihrer liebgewonnenen Freundin keinesfalls ihren Wunsch absprechen, doch wollte sie auch nicht, dass sie schlecht über sie dachte. Letztendlich ließ sie sich jedoch überreden und hüllte ihr abwartendes Gegenüber in Latataila – eingepflanztes Gefühl. Dieses Mal ging sie sehr viel vorsichtiger vor und konzentrierte sich einzig auf die Facette, die sie Eiris zeigen wollte. Freude, sie wollte Eiris froh machen. Jaiva war dermaßen konzentriert, dass sie überrascht war als sie die andere Amazonen lachen hörte. Sie solle nicht so ernst schauen, sagte Eiris als sie Jaivas Stirn berührte, denn sonst würde sie Falten bekommen.
In dieser Nacht war keine von ihnen allein.

Zusammen mit Eiris war alles so viel leichter, sodass nicht nur die Monate wie im Flug vergingen sondern Jaiva ernsthaft darüber nachdachte Nesrin darum zu bitten sie aneinander zu binden. So weit sollte es jedoch nicht kommen, denn auf einem gemeinsamen Jagdausflug wurden die beiden Amazonen von wilden Tieren überrascht und auch wenn vor allem Eiris geschickt im Umgang mit ihrem Speer war, reichte ihre Kunst nicht aus um ihrer beider Leben zu retten – sie wählte das der Dorne und forderte sie dazu auf davonzulaufen. Zuerst wollte sich Jaiva weigern, doch vor den strengen Blicken ihrer Liebsten konnte sie nicht bestehen. Sie rannte so schnell wie sie noch nie gerannt war und rief die anderen Amazonen ihres Dorfes zu Hilfe. Gemeinsam kehrten sie in aller Windeseile zur Stelle zurück, an der Jaiva Eiris zurückgelassen hatte und schafften es mit vereinten Kräften die übel zugerichtete Amazone zu retten. Die Heilkundigen des Dorfes nutzten all ihre Kunst um die Verletzte zu retten, doch die Wunden waren kompliziert und tief, sodass es mehrere Tage lang sehr schlecht um Eiris stand. Auch Jaiva wusste, dass das Leben ihrer Liebsten am seidenen Faden hing, deswegen begann sie zu beten wie sie es noch nie getan hatte. Tag und Nacht harrte sie an der Seite der Jägerin aus, hoffend und bangend – bangend und hoffend und als diese am zwölften Tag die Augen öffnete weinte die Dorne vor Glück, doch anstatt Jaivas Freude zu teilen, verlangte Eiris etwas anderes von ihr. Sie spüre den Tod in ihren Knochen, sagte sie und wünschte sich ein letztes Lied. Wie hätte Jaiva diesen Wunsch ablehnen können? Ein letztes Mal hüllte sie Eiris in die süßen, mitreißenden Klänge ihrer Stimme und schenkte ihr mit dem letzten den Kuss des Todes.
Die folgenden zehn Tage war Jaiva wie in Trance, denn sie konnte nicht glauben was passiert war. Wie hatten Vinu und Melva das nur geschehen lassen können? Zum ersten Mal konnte sie ihre beiden Mütter verstehen, auch wenn sie ihnen keine Liebe entgegen bringen konnte. Noch bevor die Asche ihrer Liebsten am zehnten Tag kalt geworden war, verließ die Dorne das Amazonendorf und ließ nur zwanzig Tage später auch die Grüne Hölle hinter sich. Nie, nie, nie wollte sie zurückkehren und nie, nie, nie wollte sie darüber sprechen.

Sie ging voran ohne zu wissen wohin sie ging, aß ohne zu schmecken was sie aß und trank wann immer sie glaubte, dass es an der Zeit war dies zu tun. Die Temperaturen wurden zunehmend kühler und der Wind, der ohne die gigantischen Bäume ihrer Heimat ungebremst über ihre Haut streifte, fühlte sich unangenehm und unliebsam an. Die fremde Welt kam ihr grau vor und die Wesen, die sie bevölkerten fremd und ablehnend. Dennoch wagte sie sich aus der Not heraus in ein Dorf, in dem sie ziellos umher streifte, bis sie von den Wächtern des Ortsvorstehers festgesetzt wurde – das war ihre erste wirkliche Begegnung mit Männern und sie sollte ihr in Erinnerung bleiben, denn wagten es diese nicht nur sie zu ergreifen und gegen ihren Willen an einen ihr unbekannten Ort zu bringen, nein, sie starrten sie auch noch so seltsam an. Vielleicht war nicht alles, was Vinu und Melva den Amazonen beigebracht hatten, Unsinn gewesen …
Der Ortsvorsteher jedoch war ein umgänglicher Mann, der sich nur zu gerne dieses blutjunge Ding zeigen ließ, das sich das, was es hatte haben wollen, einfach genommen hatte. Mit Widerstreben und verschränkten Armen räumte Jaiva ein, dass sie hungrig gewesen sei und blickte reichlich provokativ drein. Das schien den Mann in den Mittfünfzigern keinesfalls zu empören, denn er lachte nur und ließ der Dame ein Zimmer herrichten und für einige Monate sollte die Amazone an diesem Ort bleiben. Birk – so war sein Name – war vom Gemüt her ein einfacher Mann, der sich nicht viel aus den größtenteils widerborstigen Kommentaren seines Gastes machte und sogar Freude dabei verspürte von Jaiva herausgefordert zu werden. Von Amazonen wusste er nichts und ihre Dornen sahen zwar nicht weniger beeindruckend aus wie ihre Haarpracht oder ihre verschiedenfarbigen Augen, allerdings genoss er das Spiel und sorgte sich darüber hinaus um das Wohl seines Gastes. Er sorgte dafür, dass man ihr angemessene Kleidung brachte und ließ ihr sogar ein Instrument bringen, das einst seiner verstorbenen Frau gehört hatte damit sie musizieren konnte. Zuerst konnte sie nur wenig mit dem komplizierten Dings anfangen, das Birk eine Mandoline nannte, allerdings bemerkte Jaiva bald, dass es ihr Freude bereitete auf ihr zu spielen.
Es tat ihr gut sich wieder der Musik hinzugeben zu können, denn so war der Schmerz, den sie tief in ihrem Herzen noch immer verspürte, so viel leichter zu ertragen.



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Zuletzt von Jaiva am Di März 21, 2017 10:13 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Jaiva

Beitrag von Azariel am Fr März 24, 2017 8:16 pm

Da Unlicht ihr Okey schon gegeben hat, bekommst du von mir jetzt ein Zweites! : D


Wo ich doch von einem Wildländer mit einem echt lieben Blick überzeugt wurde mir den Steckbrief anzusehen. ^^
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Re: Jaiva

Beitrag von Jaiva am Mi Jul 26, 2017 2:30 pm

Charakterentwicklung

Einstiegsposting
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Besitz

  • Eine in die Jahre gekommene, aber sehr gut erhaltene Mandoline (Geschenk)
  • Drei magische Spulen (Geschenk, Musikmagie)
  • Holzperlen, Lederbänder und Federn (Haar)
  • Amazonenkleidung: eine schillernd bunte Federkette, ein kurzer, geschlitzter Rock aus hellem Leder, ein dazu passendes, ledernes Oberteil, das ihre Brust umspannt.
  • Kleidung aus Mechtelingen: ein knielanges, langärmeliges Kleid in Erdtönen und mit Holzperlenverzierungen, ein dünner Mantel, leichtes Schuhwerk.
  • Kleidung aus Starkheym: ein gefüttertes Kleid mit seitlicher Schnürung, ein dicker mit Pelz besetzter Umhang, wind- und wetterfeste Stiefel.
Begegnungen
Einwohner Mechtelingens – NPCs

Birk – der Dorfvorsteher des Dorfes
»Es begann ganz gut. Für ein Mann war er sogar recht nett zu mir und nahm mich bei sich auf. Er meinte, dass es nicht gut wäre wenn man stiehlt. Ist es stehlen wenn sonst verhungern würde? Hum. Sei's drum! Viel wichtiger: als ich von den Großmenschenmännern, eh nein Wildländern entführt wurde, hat er nur dumm geschaut. Ich weiß, er ist nur ein Mann aber nicht einmal versucht hat er es. Tze.«

Amalie – Dorfvorsteher Birks Nichte
»Die erste andere Frau jenseits der Grünen Hölle, die ich kennengelernt habe. Sie ist sehr anders als meine Stammesschwestern, verweichlicht, uneigenständig, ... schwach? … aber das scheint außerhalb der Grünen Hölle normal zu sein...?«

Einwohner Starkheyms – Spielercharaktere
»Ein Dorf im Norden, so kalt wie ich es noch nie erlebt habe«

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]  - Sippenoberhaupt Starkheyms
»Bertram. Mein Entführer. Gegen meinen Willen nahm er mich mit, erzählte mir von einer Prophezeiung über einen Dornenbusch, der ich sein soll. Davon, dass ich Teil seines Schicksals wäre. Er glaubt daran, so viel steht fest. Ich bezweifle das. Ich meine … warum sollte ich Teil einer Prophezeiung für einen Wildländer sein? Von einem fremden Gott bestimmt? Was will dieser Yuarkhnim schon über mich wissen?
Ehre und Aufrichtigkeit hat für ihn einen besonders hohen Stellenwert, wahrscheinlich würde er sich lieber seine vielen Haare abschneiden lassen bevor er einen Schwur brechen würde.
Außerdem gab mir Bertram den Namen ‚Ferun‘ – die Freude Zaubernde. Ich werde es ihm zwar nie sagen, doch gehört dieser Name zu den kostbarsten Dingen, die ich je erhalten habe. Auch als ich ihm erzählte, dass ich bei meinem Volk ein ‚Unglückskind‘ sei, überraschte er mich, denn er wirkte keinesfalls ablehnend sondern tat das ab. Das zähle nicht für ihn und sein Volk. Auch an meinen Dornen scheint er sich nicht zu stören. Entweder weiß er nur wenig über mein Volk oder es hat wirklich keine Bedeutung für ihn.
Wie eine Gefangene behandelt er mich auch nicht, ist freundlich zu mir und lässt mich sogar am Familienleben teilhaben; aber gehen lassen würde er mich nicht.
Ihm scheint es auch egal zu sein, dass ich grässlich zu ihm bin. Nur ein einziges Mal habe ich ihn dazu gebracht aus der Haut zu fahren … und dann tat es mir leid. Entschuldigt habe ich mich trotzdem nicht. Das wollte mir nicht über die Lippen gehen …
Manchmal wünschte ich mir, dass er sich mehr wie ein Entführer verhalten, ein Abbild Lerchos‘ und nicht so freundlich zu mir sein würde. Das würde es mir so viel einfacher machen so weiterzumachen wie bisher; es macht mich ganz wahnsinnig. Ob ich ihm vergeben können werde, dass er mich entführt hat? Das weiß ich nicht. Eigentlich will ich bis dahin schon längst über alle Berge sein bevor ich mir ernsthaft Gedanken darüber machen kann, auch wenn das schwer wird.
«


[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] – Bertrams Bruder
»Sven. Er ist Bertrams jüngerer Bruder und scheint auch viel von ihm zu halten. Ich habe ihn bereits in Mechtelingen gesehen, doch wirklich kennengelernt habe ich ihn erst in Starkheym als er vollkommen nackt zusammen mit Bertram aus dem Meer stieg. Und das bei dieser Kälte, brrr…!
Unsere erste Begegnung verlief anfänglich nicht allzu gut. Obwohl ich es mir gar nicht vorgenommen hatte, habe ich ihn verärgert und es dauerte auch eine ganze Weile bis er wieder wirklich mit mir reden wollte; aber dann … ich weiß nicht was da wie passiert ist; aber als ich gesungen habe, muss er etwas von mir gesehen haben. Das macht mir Angst. Große Angst, denn jetzt weiß er etwas über mich, das ich lieber für mich behalten hätte, denn ihn wirklich einzuschätzen fällt mir schwer.
«


Einwohner Starkheyms – NPCs

Wilgard – Bertrams Frau
»Schon von Anfang an war sie freundlich zu mir und behandelte mich nicht nur wie ein willkommener Gast sondern ein Teil der Familie.
Warum? Das verstehe ich einfach nicht. Warum ist sie so freundlich zu mir?
Sie sieht glücklich aus, zufrieden mit sich und dem Leben, das sie führt. Ich weiß noch ganz genau wie sie gestrahlt hat als wir in Starkheym angekommen sind. Ich konnte gar nicht hinschauen…
«


Erna – Sklavin in Bertrams Haushalt
»Sie arbeitet in Bertrams Haus und scheint eine Art Bedienstete zu sein; aber damit ist nicht alles gesagt. Auch sie ist freundlich zu mir, besitzt einen angenehmen Humor und strahlt Zufriedenheit bei ihrer Arbeit aus; hatte wohl kein besonders angenehmes Leben bevor sie nach Starkheym geholt worden ist. Jetzt ist sie ein Teil der Familie. Weg von hier scheint sie jedenfalls nicht gehen zu wollen.
Meine ersten Worte auf Nohrt brachte sie mir bei, außerdem schlafe ich bei ihr im Nebengebäude.
«


Bertrams und Wilgards Kinder
»Mein erster Eindruck von Bertrams Kinderschar? Viele sind es, Mädchen und Jungen. Die Kleinste, Ida, scheint mich aus mir unerfindlichen Gründen irgendwie ins Herz geschlossen zu haben. Sie ist wirklich ein süßes Kind, das es mir schwer macht ablehnend und distanziert zu sein. Auch mit Dietlind hatte ich schon zu tun. Sie ist eifrig, darauf bedacht ihren Eltern zu gefallen und führte mich zuletzt sogar im Dorf herum. Ihr Arcum ist sehr viel schlechter als meines aber um uns zu verständigen genügt es. Von ihr habe ich weitere Nohrt-Worte gelernt und wann immer ich etwas nicht verstehe, dann übersetzt sie es für mich. Auch sie scheint die aufgeschlossene Art ihrer Eltern in sich zu tragen, denn sie begegnet mir nicht nur freundlich sondern auch neugierig.
Mit den drei Jungen hatte ich noch nicht allzu viel zu tun, doch die Aufführungen, die sie eigens zur Feier der Rückkehr ihres Vaters gelernt haben zeigen mir, dass sie ihre Eltern aus ganzem Herzen lieben.
«



Bisherige Geschehnisse
»Wenn man mir vor ein paar Monaten gesagt hätte, dass ich im hohen Norden landen würde und wie, dann hätte ich gelacht. Aus einem Menschendorf von großen, bärtigen Männern verschleppt, alles wegen einer Prophezeiung? Das hätte ich nie und nimmer geglaubt. Doch jetzt, so weit entfernt von meiner Heimat wie noch nie, wäre mir das Lachen im Halse stecken geblieben. Als mich Bertram, wie ein Sack über die Schulter geworfen, mitnahm, sah ich zum ersten Mal ein ‚Drachenboot‘. Ich weiß nicht wie viele Wochen wir auf See unterwegs waren, denn die zunehmende Kälte setzte mir sehr zu und als wir einen schweren Sturm gerieten, wurde ich auch noch krank. Was mich jetzt hier, in Starkheym, erwartet? Ich weiß es nicht; aber hoffentlich bemerken meine Entführer bald, dass sie die Falsche mitgenommen haben.«

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