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Tarren

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Tarren

Beitrag von Tarren am Di Apr 25, 2017 3:42 pm



   Infos zum Schreiberling
   
   Alter des Schreiberlings: 19
   Hauptcharakter: dieser hier
   Nebencharakter(e): Frala



   Charakter - Grundlagen

   Name: Tarren
   Rasse: Mensch
   Alter: 18 Jahre
   Geschlecht: Männlich
   Zugehörigkeit: Zwielicht

   


   Erscheinung
   Größe: 1,71 Meter
   Aussehen: In  der Menge ist Tarren ein Jemand, an den sich niemand erinnert. Erst, wenn man ihn genauer ansieht merkt man, dass er gar nicht so unauffällig aussieht, wie man auf den ersten Blick oft meint. Zum Ersten wären da seine Haare, die seit einem gewissen Vorfall gräulich-weiß sind, wie bei einem alten Mann. Offen liegen sie ihm knapp auf den Schultern, aber meistens trägt er sie zu einem lockeren Zopf gebunden. Wenn er dann noch einen Hut oder eine Kaputze trägt, achtet niemand mehr auf die ungewöhnliche Farbe. Dann schauen einem nur zwei unauffällig blaue Augen entgegen und das aus einem Gesicht, das überraschend jung wirkt, bartlos und mit schmalem Kiefer. Auch Tarrens Körper wirkt eher androgyn: Schlank, mit kräftigen Beinen, aber insgesamt eher schwach ausgeprägten Muskeln. Wegen seiner Statur wird er oft nicht für voll genommen, häufig sogar damit aufgezogen, dass er wie ein Mädchen aussehe. Seine Mimik, Gestik, Haltung und Stimme strafen diese Annahme jedoch Lügen.
   Kleidung: Für gewöhnlich trägt Tarren ein (ehemals) gutes Hemd,  eine Hose aus festem Stoff, Lederstiefel und einen Wetterfesten Mantel. Ab und zu ziert auch ein Hut seinen Kopf, wenn er ihn nicht gerade irgendwo verloren hat. Außerdem fällt ein großer, schwerer Rucksack auf, den er fast immer bei sich hat.


   


   Persönlichkeit
   Charakter: Frei nach dem Motto „Ein Königsburger in Königsburg und ein Dschefaner in Dschefan“ lässt sich Tarren gern vom Geschehen treiben. Neugierig, aufgeschlossen und optimistisch bleibt er meist als fröhlicher Geselle in Erinnerung, der etwas zu viele Fragen stellt. Doch obwohl er mit nahezu jedem auskommt, lässt er niemanden wirklich an sich heran. Selbst wer monatelang sein Kamerad war und Essen und Geschichten mit Tarren geteilt hat, wird am Ende mit einem freundlich gelächelten „Leb wohl“ verabschiedet und dann in eine abgelegene Ecke seiner Erinnerung verbannt. Auch wird es kaum vorkommen, dass Tarren sich für irgendwen in große Gefahr begibt, selbst wenn er diesen Jemand seinen Freund nennt. Man könnte ihn deshalb für feige und unaufrichtig halten, tatsächlich aber stimmt nur Ersteres. Wahrheit und Ehrlichkeit liegen ihm sehr am Herzen, obwohl er natürlich die ein oder andere Notlüge nicht scheut. Wenn man ihm jedoch ein Versprechen abgerungen hat,  kann man sich absolut auf ihn verlassen, da er solche sehr ernst nimmt.

   Vorlieben:
Gesellschaft,
gute Musik und Geschichten,
ein kräftiger Eintopf mit viel Fleisch
   Abneigungen:Die hat Tarren natürlich auch, selbst wenn er sich bemüht sich nichts anmerken zu lassen:
Unfreundlichkeit
Langeweile
nostalgische Geschichten über Heimat und Familie

   Religion: Tarren glaubt zwar an das Große Licht, lebt diese Religion aber seit einiger Zeit nicht mehr aus.

   


   Fähigkeiten
   Beruf: Sein Vater wollte ihn zum Verwalter ausbilden, doch nachdem Tarren aus seiner Heimat vertrieben wurde, verdient er seinen Lebensunterhalt als Barde und Geschichtenerzähler.
   Sprachen: Rigusta und Arcum fließend, und da sein Vater Wert darauf legte, spricht er auch einfaches Trangalisch und ein paar Brocken Nebelzung
   Lesen/Schreiben:Schreiben kann Tarren nur Rigusta fehlerfrei. Bei Arcum stolpert er schon über zahlreiche Schwierigkeiten und bei allen anderen Sprachen verlässt er sich nur noch auf sein Gefühl als auf irgendwelche Rechtschreibregeln.
   erlernte Fähigkeiten:  Das Meiste seines Wissens hat Tarren von seinem Lehrer. Dazu gehören u.A. Kopfrechnen, Buchhaltung und medizinische Grundkenntnisse (er weiß, wie man Wunden verbindet, Knochenbrüche schient, und dass man bei Fieber besser im Bett bleibt). Er ist ein guter Geschichtenerzähler und passabler Musiker auf Laute und Flöte. Theoretisch kann Tarren auch Reiten, doch da er seit seiner Verbannung auf keinem Pferd mehr gesessen hat, ist nicht klar, ob er es nicht verlernt hat.


   körperliche/geistige Stärken:
Gutes Gedächtnis (Außer bei Sprachen)
sehr ausdauernder Läufer
unvoreingenommen
gebildet
   körperliche/geistige Schwächen:
unvorsichtig
kaum Kampferfahrung
„Bindungsangst“
Feigheit

  Eigenschaften:
Ein magischer Unfall hat nicht nur seinen Körper stark verändert, sondern auch dafür gesorgt, dass er ihn mit seiner Zwillingsschwester teilen muss. Es geschieht außerhalb seiner Auftritte zwar nur selten, dass sie die Kontrolle übernimmt, aber wenn, dann merkt man es an der veränderten Haltung und Stimme, welche dann sanfter und melodischer wird. Ihr musikalisches Talent nutzt sie, um Tarren bei seinen Bardenauftritten zu unterstützen indem sie ihm Bilder von den richtigen Bewegungen zeigt oder beim Spielen den Körper übernimmt.
Sie hat eine scharfe Beobachtungsgabe und kann auch ziemlich stur sein, aber ihre Schüchternheit und die Schuldgefühle gegenüber Tarren stehen ihr oft im Weg. Da sie ihren Körper so selten benutzt wirkt sie zudem oft unbeholfen und tollpatschig.

   


Magie Keine, aber er weiß, dass es sie gibt

   



   Hintergrund
   Stand: ledig
   Familie:
Sein Vater Moro, der ihn jedoch verstoßen hat
Seine Mutter Elena, die ihn für eine Kreatur des Unlichts hält
Seine Schwester Tera, die eigentlich immer noch an seiner Seite ist,

Sein Hauslehrer William Veltor
   Herkunft/Geburtsort:Ein Inseldorf im Süd-Perleris Meer
   Wohnort: immer dort, wo er einen Schlafplatz findet
   Besitz: neben der Kleidung, die er am Leib trägt besitzt er einen großen Rucksack, in welchem er unter Anderem ein zweites Hemd, ein kurzes Meser, eine Wolldecke, einen großen Wasserschlauch, eine kleine Laute und eine Flöte untergebracht sind. Ein zweites Messer trägt er zur Selbstverteidigung am Gürtel.


   Geschichte:
Auf einer bescheidenen Insel im Süd-Perleris Meer lebte ein reicher Gutsverwalter in einem großen Haus mit Glasfenstern, eigenen Bediensteten und mehreren Pferden, was auf so einer kleinen Insel eine Seltenheit ist. Woher sein Geld kam, wusste niemand so genau, warf das karge Land auf der Insel doch kaum Erträge ab. Aber der Mann war freundlich und großzügig und so stellte man keine unbequemen Fragen. Angetan von ihrem großen musikalischen Talent nahm er eine Einheimische zur Frau und bald gebar sie ein Zwillingspaar: Tarren und Tera.
Neugierig waren sie beide, das merkte man schnell. Während Tera von früh an in die unmöglichsten Winkel krabbelte um das Objekt ihrer Neugier genauer betrachten zu können, zeigte sie sich bei Tarren erst, als er das Sprechen lernte. Fortan hörte man zu jeder Tages und Nachtzeit Sätze wie „Mama was ist das?“, „Wie geht das?“ und  „Papa, wo kommt das her?“
Tera wurde mit der Zeit eher schüchterner, was wohl auch an der Erziehung lag, um die sich ihre Mutter kümmerte. Fromm und konservativ wie sie war, wollte sie ihre Tochter auf das Leben als Haus- und Ehefrau vorbereiten. Während man Tarren mit Holzschwert auf ein Pferd setzte, setzte man Tera schon mit drei Jahren vor ein kindergroßes Spinnrad.

Trotz ihrer unterschiedlichen Erziehung waren die Zwillinge unzertrennlich. Kinder in ihrem Alter gab es in dem kaum vierzig Einwohner zählendem Dorf nicht und so spielten sie wann immer man sie ließ zu zweit. Sie standen sich so nahe, dass es schwierig war, ihnen zu erklären, dass sie sich nicht heiraten konnten. „Wir bleiben trotzdem immer zusammen“, war der beste Kompromiss, mit dem sich die Kinder zufrieden gaben.
So war der Widerstand entsprechend groß, als der Vater Tarren mit sieben Jahren an eine Schule in Riguskant schicken wollte. („Vielleicht kann man da seine Neugierde befriedigen“) Doch der Junge wollte sich partout nicht von seiner Schwester trennen. Nach langem Streit und viel gutem Zureden seitens der Mutter holte man stattdessen einen Privatlehrer ins Haus.
Die nächsten sechs Jahre war Tarren damit beschäftigt, alles Wissen, das sein Lehrer ihm zu bieten hatte eifrig aufzusaugen. Er war ein guter Schüler, nur die Fremdsprachen bereiteten ihm ernsthafte Probleme. Mit unverminderter Begeisterung versuchte er, auch seiner Schwester alles beizubringen, was er lernte. Mit mäßigem Erfolg. Zwar hörte Tera ihrem Bruder interessiert zu, doch sie hatte ein ganz eigenes Themenfeld für sich entdeckt: die Musik. Angespornt von ihrer Mutter nahm sie Unterricht, in Gesang, Klavier, Flöte, Tanzen, ect.
Ansonsten geschah nicht viel, von ein paar wenigen gesellschaftlichen Anlässen abgesehen, zu denen Tarrens Vater gelegentlich einlud, um seinen guten Willen zu beweisen.

Das ruhige Leben änderte sich, als ein Fremder auf die Insel zog. Das allein war schon Grund genug für jede Menge Tratsch und Gerüchte. Doch als man erfuhr, dass der Mann tatsächlich Magie benutzte, wuchs das harmlose, anfängliche Misstrauen zu wütender Furcht an. Ein böser Dämon war in das Dorf gekommen und selbstverständlich musste man ihn austreiben. Aber als der Priester nach einem langen Gespräch mit dem Fremden zu den Dörflern sprach, glänzten seine Augen vor Freude. Es sei kein Dämon, sondern ein Schutzengel, den das Große Licht  in ihr Dorf gesendet habe!
Die Angst war fort, doch das Befremdliche blieb. Der Fremde blieb für sich und niemand wagte so recht, mit ihm zu sprechen. Niemand, bis auf Tarren, der bald darauf mit einem Korb selbstgebackener Kekse (von Tera, versteht sich) bei ihm klopfte und sich vornahm, den so genannten Engel über den Himmel auszufragen. Und über die Magie. Und das große Licht. Und über sowieso alles. Der Fremde ließ sich, trotz der Kekse leider nur vage Antworten entlocken.
Nach diesem Besuch schien das Eis jedoch gebrochen. Als die Zwillinge das nächste Mal ins Dorf gingen, wurden sie Zeuge, wie eine Bäuerin den „Engel“ freundlich zu sich ins Haus einlud. Als sie auf dem Rückweg statt im Haus der Bauern in ihrem Stall ein Licht brennen sehen, ließen es sich die Geschwister nicht nehmen, über den Zaun zu klettern und durch die Lücken zwischen den Brettern in den Stall zu spähen.  Dort sahen sie, wie der Fremde vor einer kranken Kuh stand, ein seltsam anmutendes Kästchen in der Hand. Sie beobachteten, wie er dem Kästchen ein helles Pulver entnahm, welches er erst selbst einatmete und dann der Kuh als weißer Rauch in die Nüstern blies. Nur Sekunden später war die Kuh wieder gesund. „Magie!“, staunten die Zwillinge und rannten nach Haue, bevor der Mann sie entdeckte.

Tarren war inzwischen vierzehn und ging immer öfter alleine zum Hafen, um die Seeleute die ab und zu mit den Versorgungsschiffen ankamen über die Welt auszufragen. Ob sie diese Geschichte kannten, Wer sich bereiterklärte, ihm Schwimmen beizubringen, ob jenes tatsächlich stimmte, was sein Lehrer ihm beigebracht hatte und ob sie ihn auf ihre Reise mitnehmen könnten. Denn je mehr er über das Festland hörte, desto größer wurde seine Neugier und sein Verlangen, es mit eigenen Augen zu sehen.
Als sein Vater von diesen Ideen hörte, wies er seinen Sohn mit ungewohnter Strenge zurück. Wenn er nur auf eine gesicherte Schule wollte, sei es kein Problem, aber dafür sei Tarren bald zu alt. Ansonsten sollte er gefälligst seinen Vater als Gutsverwalter beerben und sich nicht auf dem Festland in Gefahr begeben, wo es Diebe, Mörder, ränkeschmiedende Adlige, Wildländer und blutrünstige Tiere gab! Tarrens Überzeugungsversuche stießen auf taube Ohren. Seine Argumente brachten ihm nur einige Tage Hausarrest ein.

Ein weiteres Jahr verging und das Verhältnis zwischen Tarren und seinem Vater wurde immer schlechter. Der Vater gab seinem Lehrer die Schuld, er habe seinem Sohn diese Flausen in den Kopf gesetzt. Und als der Streit eskalierte, wurde William Veltor entlassen.
Das spornte Tarren jedoch nur weiter an und er nahm sich vor, mit dem nächsten Versorgungsschiff die Insel zu verlassen. Nur Tera weihte er in seine Pläne ein, in der Hoffnung, dass sie ihn begleiten würde. Sonst hatte sie immer auf seiner Seite gestanden, doch dieses Angebot lehnte sie ab. Zu sehr fühlte sie sich mit ihrer Familie verbunden und irgendjemand musste schließlich auf ihre Mutter aufpassen, wenn Tarren fort war. Und so schlich er sich alleine zum Hafen, mit dem Versprechen, eines Tages zurückzukommen und ihr Geschichten von einen Abenteuern zu erzählen.
Da die Seeleute schon mehrmals abgelehnt hatten, ihn mitzunehemen, stahl sich Tarren heimlich auf das Schiff und versteckte sich dort, bis sie ausliefen.
Unglücklicherweise wurde er ziemlich schnell entdeckt und als blinder Passagier enttarnt und, weil die Insel noch in Reichweite war und die Regeln des Kapitäns es verlangten, über Bord geworfen. Die Seeleute kannten ihn schließlich und wussten, dass er schwimmen konnte. Allerdings ist es etwas ganz anderes, in einer Bucht um einen Anleger herumzuschwimmen und sich auf offener See durch die Wellen zu kämpfen. Dazu war es Herbst und das Wasser kalt. Als Tarren endlich wieder festen Grund unter den Füßen hatte, brach er vor Erschöpfung zusammen. Stunden später fand man ihn, unterkühlt am Strand liegen.

Man brachte ihn in sein Haus, wo seine Eltern ihn wütend, weil er versucht hatte wegzulaufen aber auch erleichtert, dass er noch lebte, in Empfang nahmen. Natürlich kam es, wie es kommen musste und Tarren wurde krank. Husten, Schüttelfrost und Fieber zehrten wochenlang an seinen Kräften. Als man endlich den mysteriösen, fremden Heiler zu Rate zog, war Tarren bereits zu schwach, um lange bei Bewusstsein zu bleiben.
Der Mann, untersuchte ihn kurz und teilte dann der Familie mit, dass es zu spät sei und sie sich an den Gedanken gewöhnen sollten, dass Tarren bald sterben würde. Alle waren geschockt und betrübt, aber niemand stellte den „Engel“ in Frage. Niemand bis auf Tera, die ihm bis in sein Haus folgte, wo sie ihn mit ungewohnter Forschheit bedrängte, bis er ihr gestand, dass eine Heilung zwar nicht unmöglich sei, aber bei einem Menschen zu riskant, sodass er es nicht einmal versuchen wollte.
Wütend, aber mit neuer Hoffnung ließ Tera ihren Blick durch den Raum schweifen, bis sie auf einem Regal ein gewisses seltsam anmutendes Kästchen erblickte. In diesem Moment fasste sie einen Entschluss. Sie lief im Raum auf und ab, mit dem Vorwand den Heiler weiter überzeugen zu wollen, aber sobald er sie aus den Augen ließ, stahl sie das Kästchen.
Zu Hause, in Tarrens Zimmer angekommen öffnete sie es. Den Heiler nachahmend entnahm sie etwas von dem Pulver, atmete es erst selbst ein, beugte sich über ihren Bruder und
bekam einen fürchterlichen Hustenanfall. Das Kästchen fiel auf den Boden und alles wurde weiß...

Als Tarren zu Bewusstsein kam, saß er aufrecht im Bett. Von Tera war nichts zu sehen, doch er wusste, was sie getan hatte, obwohl er bewusstlos gewesen war. Das war nicht das Einzige, was anders war. Benommen schaute Tarren an sich herunter und erstarrte. Sein Körper hatte sich verändert. War er geschrumpft? Was war mit seiner Haut los? Sie dürfte doch nicht so hell und weich sein! Und war das etwa eine Taille? Hatte er sich in eine Frau verwandelt?? Aber dann auch wieder nicht...
Bevor er irgendetwas begreifen konnte, öffnete sich die Tür und ein sehr wütend aussehender Heiler kam herein. Schnell bedeckte Tarren sich, aber der Heiler beachtete gar nicht ihn sondern nur das Kästchen, welches zerbrochen auf dem Boden lag.
„Heimatlos“, sagte der Mann oder so hörte es sich zumindest für Tarren an, der die fremde Sprache nicht verstand, in welcher der Mann fluchte. Er hob das Kästchen auf, schaute es sich genauer an und zischte noch einmal: „Heimatlos“. Dann erst schien er Tarren zu bemerken, und Wut flimmerte über sein Gesicht. Doch er schien sich eines Besseren zu besinnen und verließ das Zimmer. In der Tür blieb er für einen Moment stehen und sagte ein letztes Mal „Heimatlos“, bevor er verschwand. Es mochten bloß harmlose Worte gewesen sein, doch in Tarrens Ohren war es ein Fluch, welcher sich nur all zu bald bewahrheiten sollte.
Kaum dass der Mann fort war, stürmte Tarrens Vater ins Zimmer, gefolgt von seiner Mutter und einem Bediensteten. „Was war hier los? Was ist mit dir los? Und wo ist Tera?“ wollte er wissen.
„Sie... sie ist weg“, murmelte Tarren, immer noch unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen. Doch insgeheim spürte er, dass es eigentlich nicht stimmte. Ihm war, als würde Tera in diesem Augenblick neben ihm auf dem Bett sitzen. Doch weil das natürlich Unsinn war, sagte er nichts davon, während er mit monotoner Stimme berichtete, was passiert war. Seine Mutter bekam einen hysterischen Anfall. Sie schimpfte ihren Sohn einen Dämon, der ihre Kinder gefressen habe und musste aus dem Zimmer geschleift werden, bevor sie jemanden verletzte. Sein Vater war nicht weniger fassungslos, blieb aber deutlich ruhiger.

Er wollte sich umgehend bei dem Heiler entschuldigen, doch der war wie vom Erdboden verschluckt. Die Tatsache, dass er zusammen mit Tera verschwunden war, ließ Tarrens Erklärungen noch unwahrscheinlicher erklingen, als sie sowieso schon waren. Die Gerüchteküche brodelte über und so dauerte es nicht lange, bis der Fall vor der Dorfversammlung landete. Der Priester, der den Vorstand bildete, konnte nicht zulassen, dass man den Engel mit irgendwelchen fleischlichen Gelüsten in Verbindung brachte und sorgte dafür, dass man zu einem anderen Schluss gelangte:  Die Zwillinge hatten mit ihrem Frevel das Licht verärgert und den Segen von ihrer Insel genommen. Das Verschwinden Teras und des Heilers, sowie die dramatische Veränderung von Tarren waren der Beweis.
Man forderte die Höchststrafe.
Das wäre das Ende von Tarrens Geschichte gewesen, hätte sein Vater nicht seinen Einfluss geltend gemacht, um seinen Sohn zu retten. Anstatt ihn mit einem winzigen Floß auf offener See auszusetzen erlaubte man ihm, die Insel mit dem nächsten Versorgungsschiff zu verlassen. So wurde aus dem sicheren Tod eine Verbannung und bis das Schiff ankam wurde Tarren eingesperrt. Wieder war es ausgerechnet sein Vater, der es ihm ermöglichte, vor seiner Abreise ein paar Gegenstände einzupacken. Einem inneren Drang folgend entschied sich Tarren dafür, Teras Laute und Flöte mitzunehmen, ihre Lieblingsinstrumente.
„Ich hoffe du bist glücklich“, sagte sein Vater zum Abschied mit einem leicht sarkastischen Unterton, „jetzt gehst du doch noch auf Weltreise.“

Die ersten Monate auf dem Festland waren hart. Kaum angekommen wurde ihm das wenige Geld gestohlen, das er mitgenommen hatte. In kalten Nächten musste er draußen schlafen und tagsüber für sein Essen betteln. Hinzu kam das Gewicht der Musikinstrumente, die er nicht spielen konnte und wiederkehrende Schikanen wegen seiner Haarfarbe und weiblichen Figur, mit der er sich lange nicht anfreunden konnte. Eines Tages, als Tarren dachte, es nicht länger ertragen zu können, wollte er die Instrumente verkaufen. Doch als er mit diesem Entschluss den Laden eines Pfandleihers betreten wollte, verlor er plötzlich die Kontrolle über seinen Körper und seine Füße stemmten sich wie von slebst in den Boden, sodass er nicht weitergehen konnte. Im gleichen Moment hörte er klar und deutlich die Stimme seiner Schwester in seinem Kopf: "Das kannst du doch nicht machen! "
So fand Tarren heraus, dass Tera mit ihm gemeinsam in diesem merkwürdigen Körper steckte. Er bot ihr sofort an, dass sie sich die Zeit darin zu gelichen Teilen teilen sollten, doch Tera lehnte ab. Schließlich sei es ihre Schuld, dass es so gekommen war und er hatte ohnehin mehr Freude am Leben auf dem Festland. Tarren stritt beides ab, aber Tera war stur und ihre Argumente schlüssig. Dennoch versprach Tarren, dass er sie niemals davon abhalten würde ihren Körper zu übernehmen, wenn sie es sich jemals anders überlegen sollte. Sie fanden auch heraus, dass sie gewisse Gedanken teilen konnten und auf das Verhalten des anderen Einfluss nehmen konnten.  
So glücklich Tarrenauch war, seine Schwester nun doch nicht verloren zu haben, sie standen immer noch kurz vor dem Hungertod. Doch auch dafür hatte Tera die rettende Idee: "Ich bringe dir das Musizieren bei, dann kannst du damit Geld verdienen", schlug sie vor. Tarren willigte ein aber das Musizieren fiel ihm anfangs noch schwerer als das Sprachenlernen. Bald verlor Tera (und ihr Magen) die Geduld und sie übernahm das Spielen selbst.  Mit Blick auf den sich füllenden Geldbeutel kamen die Zwillinge stillschweigend zu der Übereinkunft, dass Tera das Spielen übernehmen würde. In ihrer Sturheit ließ sie es sich jedoch nicht nehmen, Tarren weiterhin zu unterrichten.

Bald hatte Tarren genug Geld, um von der Straße zu kommen, wenn auch nicht in dem Luxus, den er von zu Hause gewohnt war. Er zahlte für ein Zimmer in einem Gasthaus, froh, endlich wieder in einem richtigen Bett zu schlafen. Doch in der dritten Nacht begannen ihn jedoch Alpträume heimzusuchen. Ihm gingen die Worte des Heilers nicht mehr aus dem Kopf: „Heimatlos“.
Es hörte erst auf, ihn zu plagen, als er sich dazu durchringen konnte, die Stadt zu verlassen und weiterzuziehen auch auf die Gefahr hin, dass er wieder unter freiem Himmel schlafen musste. Und so begann Tarrens lange Reise durch Crepererum und seine Länder.
Die Hoffnung, seinen Fluch zu brechen und Tera wieder ihren eigenen Körper geben zu können, musste er bald aufgeben, da kaum ein Mensch den er traf ernsthaft an Magie glaubte, geschweige denn sich damit auskannte. Doch auf wenn er nicht mehr offen danach sucht, behielt er für zufällige Hinweise immer ein offenes Ohr.

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Zuletzt von Tarren am Fr Mai 19, 2017 10:07 am bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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