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dunkle Machenschaften

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dunkle Machenschaften

Beitrag von Remiron am Mi Apr 26, 2017 1:48 pm

eine Nachricht an alle Meuchler und ähnlich begabte...
(frei für alle, wer sich durchsetzt, hat den Zuschlag, sozusagen)


Ein Mann in abgetragener grün und braun gefärbter Kleidung und mit einem abgenutzten Tragebeutel kam in eine zumeist von düsteren Gestalten besuchte Taverne. Üblicherweise versoffen hier die einen ihren mageren Lohn, oder was sie erbettelt hatten, während andere an Karten- und Würfelspielen teilnahmen, in der Hoffnung, die wenigen Münzen zu mehren, die ihnen zugekommen waren.

Hier und da stand eine hübsche, aber meist armselig gekleidete Frau an einem Tisch, oder einer der wenigen Stützpfähle des Hauses. Bei ihnen konnte man für wenig bis viel Geld einige schöne Minuten, vielleicht sogar eine Stunde Glück ergattern. Sie führten ihren Gast dann durch eine schäbige Tür, die kaum Widerstand leisten würde. Allerdings standen dort dafür sehr kräftige Männer, die jeden Gast, der nicht im Vorhinein zahlen wollte, am Eintreten hinderten. Auch kamen sie jedem der Einrichtung zu Hilfe, wenn es Schwierigkeiten gab.

Der Schankraum war kaum beleuchtet. Hier und da eine verruste Laterne auf einem Tisch, das musste genügen. Nur nahe dem Tresen gab es Fackeln, die die Umgebung besser erhellten. Das hatte vor allem damit zu tun, dass keiner fürchten musste, ihm würde etwas in sein Getränk gemischt, das da nicht hinein gehörte. Der kräftige Mann an der Schenke trug allerdings deutlich sichtbare Waffen und sah auch danach aus, als würde er sie jederzeit gebrauchen, wenn es nötig wäre.

Hinter dem Schankraum ging es weiter in eine kleine, wenig aufgeräumte Küche. Die Speisen waren deftig bis dürftig, je nach Geldbeutel. Es konnte jedoch leicht passieren, dass einem leicht oder mittelstark Angebranntes gebracht wurde. Mancher mit gepflegterem Gaumen würde sich wahrscheinlich fragen, ob seine Speise vielleicht deswegen so stark gewürzt war, damit man weniger schmeckte, dass es schon fast verdorben war. Ein wirklicher Feinschmecker, würde gut daran tun, einfach bei den Getränken zu bleiben. Andererseits kümmerte es einen armen Kerl nicht, wenn er hier für ein paar Draken sogar Fleisch bekommen konnte.

Wer bei Tisch saß und etwas zu trinken oder zu essen wollte, konnte seine Bestellung bei den Jungen und Mädchen aufgeben, die vermutlich der ein oder anderen Begegnung der Frauen mit einem der Gäste entsprangen. Manche riefen ihre Wünsche auch einfach in Richtung Tresen.


Unser unscheinbar gekleideter Fremde sah sich erst im Raum um, der gefüllt war mit einer dicken Luft aus Tabak, Alkohol und Schweiß. Selbst der knappe Luftzug den sein Eintreten verursacht hatte, konnte daran keinen Herzschlag lang etwas ändern. Hier war es warm, wenn auch gewiss nicht, weil der Raum an sich so gut beheizt gewesen wäre. Nein. Wer hier herein kam, war es besser gewohnt mit wenig Sauerstoff auszukommen, oder er gewöhnte sich wenigstens sehr rasch daran.

Der Fremde hatte etwas Mühe damit, trat aber dann doch weiter ins Innere der 'Wilden Höhle', wie es hier hieß. Spieler interessierten sich nur sehr kurz für ihn. Gruppen oder Einzelne, die an Tischen saßen und irgendetwas verzehrten und noch mehr Alkohol tranken, beobachteten durchaus für drei oder vier seiner Schritte, wie sich der neue Gast langsam immer weiter seinen Weg bahnte. Es klang nur dumpf vom ungepflegten Holzboden wider, wenn er seine festen Stiefel aufsetzte. Reitstiefel. Das beste an seinem ganzen Erscheinungsbild. Wer so gute Schuhe hatte, hatte wahrscheinlich auch noch ein Pferd, oder wenigstens einen Esel. War es das wert, ihn niederzustrecken? Vielleicht, wenn er wieder nach draußen ging.

So war es vielleicht nicht verwunderlich, dass jemand die Schenke verließ, als der Fremde den Tresen fast erreicht hatte. Jetzt konnte man die Stiefel noch besser erkennen und ebenso, dass er sein Gesicht mit einem rauen Schal verhüllte und einen löchrigen Hut trug. Er stellte den Tragebeutel auf einen Hocker vor der Theke. Dabei wurde auch klar, dass er ebenso geschundene Handschuhe anhatte. Wirklich, er hatte nichts von Wert dabei, wenn da nicht seine Schuhe wären.

Nun ließ er sich auf einem anderen Hocker, gleich neben dem mit dem kleinen Tragebeutel nieder. Er wirkte alles andere als stark. Sicher konnte man ihn leicht überweltigen, wenn einem danach war. Kaum dass der Fremde saß, nahm er sein eines Mitbringsel auf seinen Schoß und senkte den Blick in die Öffnung. Die rechte Hand grub zwei lange Atemzüge darin herum. Schließlich war er wohl fündig geworden und schob etwas zu dem Mann hinter dem Tresen. Der nahm es beiläufig auf. Wenig später stand ein Bierkrug vor dem Fremden, wohl auch mit dem entsprechenden Getränk gefüllt.

Einer der Jungen kehrte gerade mit einem Schwung von fünf Tonkrügen in die Küche zurück. Als er wieder heraus kam, steckte ihm der Mann am Tresen etwas zu. Der Junge nickte und eilte zu einer Säule am Mittelgang, wo er mit einem Messer eine Kerbe ins Holz schlug, aber nicht einfach so aus Jucks und Tollerei. Nein. Ein Zettel hing jetzt dort und die Schrift daran war klar und deutlich, wenn es hier denn einen gab, der lesen konnte...
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Finn am Do Apr 27, 2017 8:32 pm

Überaus lustlos rührte Finn mit dem groben Holzlöffel in der streng riechenden Paste herum die ihm als Bohneneintopf verkauft worden war. Er hatte freilich nichts gegen eine günstige Mahlzeit und war auch bereit dafür so Einiges hinzunehmen, aber was man ihm hier bot war wirklich eine gehörige Frechheit. Einzig und allein sein Hunger motivierte ihn einen Löffel voll zu probieren und direkt mit einem Schluck Bier herunter zu spülen. Der Riguskanter seufzte, es war widerwärtig und nur der Blick auf den klammen Geldbeutel motivierte ihn still und langsam mehr und mehr Nahrung in sich aufzunehmen.
In seiner miesen Stimmung vermochten weder die Kartenspieler noch die weibliche Gesellschaft ihn zu interessieren, zumal beide Formen der Unterhaltung ja seinen Geldbeutel unnötig strapazieren würden. Er war also ein stiller Beobachter, warf missmutige bis feindselige Blicke in Jedermanns Richtung der töricht genug war wiederum in Finns Richtung zu blicken. Ein Neuankömmling bedeutete folglich auch immer einige wenige Momente der Ablenkung vom grausigen Fraß und vom schalen Bier. Jemanden konzentriert zu mustern lenkte eben vorzüglich ab, so auch bei dem Fremden mit den auffälligen Stiefeln samt durchlöchertem Hut. Ein leichtes Kopfschütteln war Finns einzige Reaktion und kam auch nur weil einer der Gäste doch allzu auffällig mit einem überstürzten Abgang reagierte.
Es scherte Finn nicht was geschehen würde sobald der Neuankömmling die Taverne verließ, aber das Verhalten im Inneren war doch irgendwie faszinierend. Es hatte mit karger Holzwand und ollem Fraß zugeben auch wenig Konkurrenz, was wohl dazu beitrug das Finn jedem Schritt des Fremden genau folgte. Sein Tragebeutel interessierte ihn, ebenso der Zettel im Holz. Blöderweise war es mit dem Lesen ein leidiges Thema bei Finn und in dieser halben Dunkelheit hatte er absolut keine Chance. Ihm blieb also nur abzuwarten und die Augen weiter offen zu halten. Irgendwer würde da schon neugierig werden.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Lucille am So Apr 30, 2017 4:23 pm

Lucille sass an einem Tisch etwas abseits vom Geschehen, sie hatte keine Lust sich mit irgendwelchen Kerlen zu befassen die sie nur für eine andere Dame hielten die ihre Liebesdienste anbot. Vor ihr hatte sie ein kleines Glas stehen welches mit starkem Alkohol gefüllt war, sie trank immer wieder was daraus und beobachtete das Geschehen. An sich passierte nichts was ihr interesse in irgendeiner weise Weckte, immer wieder ging ein Kerl mit einer der Frauen durch die Tür um sich beglücken zu lassen, was hier nichts ungewöhnliches war. Auch die Glücksspiele waren für Lucille nicht von interesse weil es einfach nichts neues war. Erst als ein Kerl mit schäbiger Klediung erweckte ihre Aufmerksamkeit, dafür das er so abgetragene Kleidung hatte schien er gute Stiefel zu haben. An und für sich könnte man ihn von dem anderen Abschaum der sich hier herumtriebt nicht unterscheiden, wenn da nicht diese Stiefel wären, sie passten einfach nicht ins Bild und genau das machte Lucille neugierig. Sie beobachtete den Fremden auf seinem Weg zum Tresen, was er wohl in dem Beutel hatte? Lucille war echt gespannt als sich der Fremde hinsetzte und den Beutel auf seinen Schoss legte. Er zog etwas aus dem Beutel und schob es dem Mann hinter dem Tresen zu, als der Mann dem Fremden einen Bierkrug hinstellte war Lucille schon fast enttäuscht, war also doch nichts spannendes. Sie wollte den Blick schon abwenden als der Mann einem der Jungen etwas zusteckte, der Junge eilte zu einer der Säulen und kurz darauf hing ein Zettel an der Säule. Er war anscheinend beschriftet, da hatte der Fremde aber echt den falschen Ort ausgesucht um einen beschrifteten Zettel auszuhängen, die meisten Leute konnten mit ziemlicher Sicherheit nicht mal ihren eigenen Namen lesen. Dies traf auf Lucille aber nicht zu, sie war durchaus in der Lage zu lesen, wäre der Zettel nur nicht so weit von ihrem Platz entfernt... sie sah sich um. Die Aktion hatte scheinbar Aufmerksamkeit erregt, einge hoben die Köpfe um den Zettel anzusehen, aber so schnell wie das interesse für das Geschehene da war, so schnell war es auch wieder verschwunden. Lucille wartete ein Paar Momente ab ehe sie ihre Kapuze hochzog und aufstand um zu der Säule zu gehen, sie spürte die gierigen Blicke der Männer auf ihr, aber das störte sie nicht so lange sie ihr nicht zu nahe kamen. Schliesslich stand sie vor dem Zettel sie wollte unbedingt wissen was da drauf stand.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Outis am So Apr 30, 2017 11:56 pm

Mit düsterem Blick saß Outis in einer ebenso düsteren Ecke des schummrigen Schankraums. Doch in diesem Loch konnten die schlechten Lichtverhältnisse das Ambiente wohl nur aufwerten. Mit angewiderter Miene nahm der Söldner einen Schluck schalen dünnen Bieres aus seinem Krug. Anfangs hatte man es fast genießen können, doch inzwischen hatte es den letzten Rest an Frische verloren. Eine Schande, wenn man bedachte, dass es eine seiner letzten Münzen war, die er da versoff. Doch der arme Mann war gezwungen sparsam mit seinem Geld umzugehen und entsprechend langsam zu trinken.
Und vielleicht hätte er etwas dankbarer sein können. Wäre er nicht über eine frische, noch nicht geplünderte, Leiche gestolpert, hätte er sich an diesem Abend gar nichts leisten können. Er hätte allerdings die Leiche eines etwas wohlhabenden Mannes mit größeren Füßen bevorzugt. Die Stiefel drückten, der Geldbeutel enthielt kaum genug für ein paar Krüge dieses schrecklichen Bieres und das Messer, das er erbeutet hatte, konnte kaum als Ersatz für seinen verlorenen Dolch durchgehen.
Mit einem unzufriedenen Seufzten begann er seine Fingernägel mit der billigen Klinge zu reinigen. Dazu war sie gerade gut genug.
Der rastlos wandernde Blick des Schwertkämpfers, der sonst eher von den leichtbekleideten Damen des Hauses angezogen wurde, blieb an den Stiefeln eines Neuankömmlings hängen. Der Mann hatte vielleicht das Glück gehabt über die richtige Leiche zu stolpern und einen kleinen Augenblick lang überlegte Outis, ob es sich für solche Stiefel zu töten lohnte. Aber nein, so verzweifelt war er nicht – noch nicht. Und wer konnte schon dafür garantieren, dass die guten Stiefel ihm besser passen würden, als die billigen Exemplare an seinen Füßen.
Ein Schulterzucken später wanderte der Blick abermals, blieb einen Herzschlag lang an einem ausladenden Dekolleté hängen und verweilte schließlich voller Neid an einem der Spieltische. Doch der Söldner hatte nichts, das sich auch nur als erster Einsatz anbieten würde. Die Versuchung war groß und auch schon ein bescheidener Gewinn wäre ein Segen, aber außer seiner Klinge und dem verstärkten Lederwams besaß er nichts von nennenswertem Wert. Und diese zwei Gegenstände würden ihm verlässlicher Münzen einbringen als das untreue Glück. Irgendwo gab es immer jemanden, der einen bezahlte wenn man kühnen Stahl zu führen wusste. Und dieser Jemand war selten weit entfernt.

Mit dem Instinkt des Glücksritters heftete sich deshalb sein Blick auf den Zettel, der an eine hölzerne Säule angeschlagen wurde. Outis machte sich nicht die Mühe aufzustehen. Mit geschriebenem Wort wusste er ohnehin nichts anzufangen. „Einfach vorlesen!“, brummte er stattdessen, als sich jemand dem Pergament näherte. Normalerweise hätte ihm der Anblick einer solchen Frau wohl ein anzügliches Grinsen ins Gesicht getrieben, aber im Moment war der Ruf des Goldes verlockender als jener der Lust. Und er war es leid das knurren seines Magens zu ignorieren.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Selina am Mo Mai 01, 2017 6:49 pm

Wirklich gerne war Selina, um ehrlich zu sein, nicht hier. Auch wenn sie sich in heruntergekommene Tavernen und bei deren zwielichtigen Kunden immer zugehörig und so auch etwas wohler fühlte, wollte sie in dieser Bruchbude nicht allzu lange verweilen. Es gab bessere Orte, an denen sie jetzt sein könnte. Von guten Quellen, allerdings, hatte sie erfahren, dass dieses Gasthaus hier sehr nützlich war, wenn man gerade neue Arbeit suchte und genau dafür war Selina hier. Nicht dass sie das Geld wirklich nötig hatte. Sie konnte jederzeit zurück zu Val und einfach in ihrer Burg leben, wenn sie wollte. Aber darum ging es nicht. Selina suchte Herausforderung und ein neues Abenteuer.
Besagte Quellen haben ihr jedoch auch davon abgeraten, irgendwelche Lebensmittel in diesem Haus anzurühren, also verbrachte die Kopfgeldjägerin die Zeit bis ein nächster Auftrag bekannt gegeben wurde mit ein wenig Kräftemessen. Die meisten Leute schätzten Selina am Anfang als schwächer ein und machten es der Frau daher beim Armdrücken wesentlich leichter, als sie es eigentlich nötig hatte. Es war leicht, zu gewinnen und sich noch ein paar zusätzliche Münzen zu verdienen, wenn das Gegenüber einen nicht kannte. Eine Weile lang schwankten die Fäuste schon von einer Seite zur anderen, ohne dass eine Person wirklich gewann oder verlor. Selina hatte nebenbei immer noch den Rest der Gäste im Blick, um zu sehen, wann sich etwas wichtiges tat. Als letztendlich ein an die Holzsäule geschlagener Zettel die Aufmerksamkeit einiger Gäste weckte, beschloss Selina, ihr kleines Turnier zu vorzeitig beenden und gab sich mit Mana einen kleinen Energieschub. Der Arm ihres Gegners wurde mit einem kräftigen Schwung auf den Tisch, der wohl nun einen kleinen Bruch bekommen hatte, gedrückt, sie schnappte sich die paar Münzen, die als Einsatz abgegeben wurden und machte sich schon auf dem Weg zu diesem ominösen Zettel, den sie die schon seit er dort aufgehängt wurde, im Fokus hatte.

Eine andere Person, zu Selinas Überraschen ebenfalls eine Frau, hatte wohl auch den Zettel angesteuert, was die Kopfgeldjägerin etwas störte. Sie hatte nicht vor, ihren Auftrag mit einer anderen Person teilen zu müssen, oder sogar gegen andere wettlaufen zu müssen...aber das war wohl einfach üblich in ihrem Beruf. Selina lehnte sich mit einem Arm an die Säule, sodass sie schließlich zwischen der anderen Frau und dem Zettel stand.
Gerade, als sie irgendeinen dummen Spruch abgeben und den Zettel an sich reißen wollte, hörte sie hinter sich eine bekannte Stimme sprechen. Reflexartig drehte sie sich um und erkannte dort einen Söldner, der einmal so gut wie seinen ganzen Besitz an Selina verspielt hatte.
"He, du bist doch der Kerl, der mal in Riguskant seinen Dolch an mich verloren hat, oder?", fragte sie und kniff dabei die Augen zusammen, um sicherzugehen, dass sie ihn in der Dunkelheit nicht verwechselt hatte. Der Anblick zauberte automatisch ein Grinsen in das Gesicht der Frau. Vielleicht würde es gar nicht schaden, den Auftrag als Gruppe auszuführen. Immerhin hatte Selina den Söldner als halbwegs unterhaltsame Person in Erinnerung. Die andere Frau würde wohl trotzdem vorerst ein Hindernis darstellen.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Remiron am Fr Mai 05, 2017 3:43 pm

Die Holzsäule hatte offenbar schon den ein oder anderen solchen Anschlag erlebt, denn sie hatte noch andere Kerben, die auf einen Messerstich hinwiesen. Die Klinge steckte gerade tief genug, um sich und den Zettel festzuhalten. Das Papier war zwar von guter Qualität, die Schrift darauf jedoch krakelig und gerade so lesbar.

Es wird gut bezahlt, wer sich als fähig erweist,
eine bestimmte Person zu töten und
vier weitere Personen nur beinahe zu töten.
Die Ziele befinden sich an fünf Orten.

Komm an den Tresen.

Wer daraufhin zum genannten Tresen blickte, konnte den Fremden der zuletzt hingekommen war nicht mehr sehen. Der Schankwirt verteilte gänzlich ungerührt weitere Bierhumpen an zwei heruntergekommene Männer, die sich offenkundig nur für den Alkohol interessierten.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Finn am Di Mai 09, 2017 10:17 pm

Der Anschlag auf der Holzsäule erregte offenbar nicht nur Finns Aufmerksamkeit. Von seinem Beobachtungspunkt aus erkannte der Abenteurer so manch ein wachen und teils zwielichtiges Augenpaar, dessen Aufmerksamkeit sich auf den mysteriösen Schrieb richtete. Da war die kapuzenbehangene Frau, die den Anfang wagte, nicht einmal die Seltsamste in der Runde. Finns innere Alarmglocke schrillte bei dieser Gesellschaft natürlich auf Hochtouren, was aber auch mit dem angenehmen Kribbeln von Abenteuer verbunden war. Der Aufenthalt war soeben interessant geworden.
Der Aufforderung doch vorzulesen konnte er sich anschließen, auch wenn er es nur innerlich tat ohne ein Wort zu sprechen. Es war ihm durchaus recht das die Anderen miteinander sprachen ohne das er groß bemerkt wurde. So hatte er es leichter ein stiller Beobachter zu sein ohne sich selbst ins Rampenlicht zu rücken. Zu seinem Glück kam ein Betrunkener vor den Zettel getorkelt und las ihn lauthals lallend vor. Eine reiche Belohnung wurde also für den Tod einer nicht genannten Person geboten? Es klang für Finn nicht direkt verlockend, aber zumindest war er gespannt wie die anderen Leute darauf reagieren würden. Finn blieb zunächst einfach ruhig sitzen.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Lucille am Mi Mai 10, 2017 10:31 pm

Lucille sah den Zettel genau an und las schnell das was darauf stand, trotz der eher dürftigen Schrift. Gerade als sie den Zettel durchgelesen hatte schob sich schon jemand zwischen sie und den Zettel. Lucille wollte eigentlich was sagen, aber da sie hatte was sie wollte hielt sie zur Abwechslung doch mal die Klappe, wäre für den Moment besser. Sie ging einfach wieder zurück zu ihrem vorherigen Platz und dachte über die geschriebenen Worte nach. Es war also jemand gesucht der dazu in der Lage war jemanden zu ermorden und vier andere nur beinahe, dazu in der Lage wäre sie auf jeden fall. Dazu kam ja noch das anscheinend gut gezahlt wurde und Lucille mochte es gut bezahlt zu werden, sie nahm zwar im Grunde keine Aufträge an, aber in diesem Fall könnte sie ja eine Ausnahme machen. Sie sah sich um und dann zum Tresen, der Fremde war verschwunden. Es gab niemanden mehr der irgendwie interessant wirtke, nur der Barmann und zwei Kerle welche einfach nur am saufen waren. Da gab es echt niemanden der irgendwie interessant wirkte, aber gut sie sollte zum Tresen gehen also würde sie das auch tun. Sie erhob sich und ging zum Tresen wo sie sich an einen freine Platz setzte und sich kurz umsah ehe sie sich ein Glas mit Branntwein bestellte und abwartete.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Outis am Do Mai 11, 2017 7:57 pm

„Hört sich jedenfalls ganz nach mir an“, gab Outis unverblümt zu, während er sich Selina näherte. „Aber wenn mit Glücksspiel und einer schönen Frau wie Euch zwei meiner wenigen Schwächen an einem Ort zusammentrafen, war ich wohl machtlos.“ Wenn er sich etwas davon versprach, war der Söldner mit Komplimenten schnell bei der Hand. „Und ich könnte mir vorstellen, dass Wein auch beteiligt war. Damit wären meine Schwächen komplett versammelt gewesen. Dennoch eine schreckliche Angewohnheit. War es denn ein guter Dolch?“ Als Beleg dafür, dass das nicht selbstverständlich war, bog er die billige Klinge seines Messers weit durch.
Irgendwie hatte es ein Besoffener geschafft zu dem Zettel durchzudringen, während er mit der aschblonden Frau geredet hatte. Noch dazu einer, der des Lesens mächtig war. An und für sich hatte er genau das getan, was Outis gefordert hatte. Aber jetzt nachdem in ihm die Hoffnung aufgekeimt war, dass er über seine Zufallsbekanntschaft an die Information käme, ohne dass die ganze Schankstube mithörte, ärgerte es ihn. Nun, es half wohl nichts über vergossene Milch zu jammern.
„Auftragsmord“, schnaubte der Schwertkämpfer. Nicht gerade sein bevorzugter Gelderwerb. Auf der anderen Seite drückten seine Stiefel und der Krug mit dem schrecklichen Gesöff war auch schon wieder fast leer.
„Was meinst Du dazu?“, fragte er an die Frau, die ihn angesprochen hatte, gewandt und sah anschließend zum Tresen. Dort war nichts Auffälliges zu entdecken. Doch wenn der Auftraggeber es vorzog geheimnisvoll zu wirken, konnte man ihm die Freude gerne lassen.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Selina am Fr Mai 26, 2017 8:43 am

(Sorrry, dass ich während der Abwesenheit gerade das Play ziemlich aufhalte. Ich hoffe, ich bin noch nicht zu langsam.)

Ein Grinsen machte sich auf Selinas Gesicht breit, sobald sie erkannte, dass der Mann tatsächlich die Person war, für die sie ihn gehalten hatte.
"Oh bitte..." Sie winkte wenig begeistert die Schmeicheleien ab. Komplimente bezüglich ihres Äußeren bekam Selina selten. Zumal die meisten sie auf den ersten Blick überhaupt nicht als Frau erkannten.
"Ich bin noch gar nicht dazu gekommen, ihn zu verwenden.", gab sie auf die Frage nach dem Dolch zurück. "Ich vertrau da lieber auf etwas mit mehr Reichweite." Lächelnd tippte sie ein paar mal auf die Armbrust an ihrer Hüfte.
Das Lächeln verschwand allerdings sofort wieder, sobald Selina einen Besoffenen hinter dich den Inhalt des Zettels vorlas. Jetzt waren ihr womöglich noch einige Leute mehr im weg als nur die Frau vorhin. Mit einem Furienblick funkelte sie betrunkenen Mann an und mit ihrer Hand auf der Waffe hätte man für einen kurzen Moment wohl wirklich schlimmeres erwarten können. Statt allerdings etwas leichtsinniges wie einen Kampf in einer vollen Taverne anzufangen, drehte sich Selina wieder zu ihrer neuen Bekanntschaft um, immer noch sichtlich verärgert. Ihr Gegenüber schien ja nicht besonders begeistert von dem ausgehängten Auftrag zu sein. Selina allerdings war immer für derartiges zu haben, also sagte sie sofort zu, sobald der Mann nach ihrer Meinung fragte...nicht dass sie ihn überhaupt benötigt hätte. Würde er nicht mitmachen, würde Selina einfach alleine den Auftrag annehmen.
"Ich meine..." Ihr Blick wanderte zum Tresen, an dem sie die Frau von eben entdeckte. Diese würde wahrscheinlich länger ein gewisses Hindernis darstellen. "...es klingt sehr verlockend.", fügte sie mit einem teuflischen Grinsen und einem Funkeln in den Augen hinzu, als sie wieder zurück zu ihrer Bekanntschaft sah.
"Das wirkt nur etwas verdächtig leer." Mit ihrem Kopf deutete Selina auf den Tresen, an dem neben der Frau niemand besonderes zu sitzen schien. "Sollen wir es trotzdem einmal wagen?"
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Remiron am Fr Mai 26, 2017 3:02 pm

kein Problem, Selina, alles bestens

Nachdem der Auftrag laut vorgetragen worden war, gab es hier und dort Gemurmel und Geflüster. Manches war auch einfach nur ein Grummeln. Nicht alle interessierten sich wirklich dafür. So einige Säufer wollten einfach nur darüber spekulieren, wer denn hier mal wieder wen zu beseitigen versuchte. An einem Tisch konnte man etwas von einem 'großen Auftrag' aufschnappen, an einem anderen "immer gefährlicher." Irgendwo wurde etwas zu laut ein, "Nää", ausgesprochen und von draußen kehrte jemand zurück, der sich sich nur wieder in seine Ecke verdrückte und sich ärgerte, dass jemand so frech gewesen war einfach sein Bier auszutrinken, obwohl er es wohl selber gewesen war.

Die Aufpasser der Spelunke blickten nun noch finsterer drein als ohnehin schon. Wer hier eine Kämpferei anfing wurde sofort nach draußen befördert, wo jeder gerne den Kopf des anderen einschlagen durfte. Das kurz unterbrochene Glücksspiel wurde wieder aufgenommen und die Kinder und Jugendlichen brachten weiter Speisen und Getränke an die Tische.

"Einmal Branntwein...", wiederholte der Schankwirt und stellte kurz danach ein leeres Glas vor Lucille, das gleich aus einer großen Flasche mit dem Bestellten gefüllt wurde. Dann nannte er den Preis in Draken. "Kann ich sonst noch etwas für dich tun", wollte er wissen und wischte die Theke trocken, wo der Auftraggeber vor kurzem noch gesessen hatte.

"Darf es noch etwas sein", wollte ein kleiner Junge von Finn wissen. Der Knirps hatte kein Lächeln auf seinen Lippen und sah den Fremden vorsichtig an. Es war ja nie sicher, wann jemand plötzlich in Wut ausbrach, oder ob es nicht doch jemand war, der ihn verschleppen würde, oder dies zumindest versuchte. Trotzdem hatte der Junge auch einen ernsthaften Blick, denn er wollte seiner Aufgabe ordentlich nachkommen.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Lucille am Mo Jun 05, 2017 4:50 pm

Sie nahm den Branntwein entgegen und bezahlte das Getränk, als er sie noch frage ob sie sonst noch etwas brauchte, schüttelte sie nur den Kopf. Sie würde erstmal abwarten, dafür musste sie sich in Geduld üben, was nicht wirklich eine Stärke von ihr war. Sie wollte allerdings den Auftrag, sie liebte es Geld zu machen, egal was sie dafür tun musste, na ja ihre Liebesdienste anzubieten war davon ausgenommen, niemals würde sie für Geld mit einem Mann schlafen. So sass sie einfach da, darauf wartend das etwas passieren würde und ihr wurde bereits jetzt langweilig. "Kennst du den Kerl der vorher hier sass?" fragte sie den Barmann schliesslich und deute auf den Platz welchen dieser gerade sauber machte. Sie sah den Mann einfach nur an und lächelte dabei leicht, sie hoffte das er etwas wusste, selbst wenn sie sein Gedächtnis 'auffrischen' musste. Vielleicht würde er ihr sogar sagen was er wusste ohne das sie ihn bezahlen musste, aber das hing davon ab ob sie heute Glück hatte oder nicht. Wenn er nichts wusste, würde sie wohl noch mehr Alkohol brauchen und so lange warten bis jemand an den Tresen kommen würde. Sie sah sich ein wenig um, noch wirkte niemand wirklich verdächtig auf sie, dennoch hatte sie das Gefühl beobachtet zu werden.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Jaekim am Di Jun 06, 2017 4:02 pm

[Jaekims Aussehen:
Dunkles strähniges Haar, das ihm ins Gesicht fällt und teilweise von einem Tuch verborgen wird, dass er um den Kopf gebunden hat. Das Tuch und die Kleidung die er trägt ist unauffällig, in Braun und Grau. Die Stiefel wirken gut, aber billig und auch sonst hat er nichts auffälligeres an sich, als einen Mantel unter dem er seine Schwerter und den Fächer verborgen hat. So ungepflegt sieht der Dieb wirklich selten aus, aber es passt sehr gut in dieses Gasthaus.]


"Elko, komm setz dich zu uns!" wurde Jaekim aufgefordert und irgendjemand spendierte ihm sogar ein Getränk. Es hatte halt auch so seine Vorteile, wenn man etwas bekannter war. Also, Elko war hier bekannt, Jaekim selbst hingegen gar nicht. Aber im Moment war er Elko und darum hatten ihn auch gleich ein paar Leute erkannt.
Er wirkte nicht gerade interessiert, als der Mann mit den auffälligen Stiefeln herein kam und noch weniger, als der Zettel vorgelesen wurde. Dennoch war er nicht ganz so desinteressiert, wie er zu sein vorgab.
Darum verfolgte er auch was in der Nähe von Zettel und Theke so vor sich ging.

Offenbar gab es schnell ein paar interessierte Personen, die sich nicht zu schade waren unbekannte Leute für etwas Geld - wie viel nun wirklich machte für ihn kaum unterschied - Menschen zu ermorden. Der Mord, der dort stand, interessierte den Schauspieler nicht, jedoch die zwei oder drei Leutchen, die sich dafür interessierten.
"Hey," fragte er rasch in seinem Bekanntenkreis nach "kennt jemand einen von denen dort?"
Er bekam ein paar gemurmelte Antworten, die aber eher undeutlich und unklar ausfielen. Besonders bekannt war also keiner der drei so wirklich. Es handelte sich demnach um 'Vielleicht Söldner', 'Womöglich Diebin oder so' und 'Armbrust auf alles Richterin'. So viel mehr wusste er dadurch jetzt auch nicht, aber die Frau mit der Armbrust schien jene zu sein, zu der die Art des Auftrages am besten passte. Also wartete er weiter ab, was passieren würde.



(Jae konnte es nun doch nicht lassen sich ein bisschen einzumischen, auch wenn er trotzdem keinen Mord begehen wird.)
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Outis am Di Jun 06, 2017 7:12 pm

„Aye, und ich trage den Tod gern nah bei mir“, meinte Outis und tätschelte mit einer beinahe liebevollen Geste das Heft seines guten alten Schwertes. Dass er mit seinen Komplimenten auf Granit gebissen hatte, schien ihm wenig auszumachen. Er würde derlei Bemühungen von nun an ganz einfach bleiben lassen.
Einen Moment glaubte der Söldner die burschikose Frau würde ihre Armbrust gegen den Säufer einsetzen, der den Zettel so ungebeten vorgelesen hatte. Er überlegte schon welchen Fluchtweg er ihnen anschließend am besten aus dem Gastraum bahnen konnte, bevor der Ärger richtig hochkochte. Doch dann schien sich seine neue Bekannte anders zu entscheiden.
„Verlockend?“ Das geflüsterte Wort des Schwertkämpfers wirkten nicht gerade überzeugt. „Wie gut ist gut bezahlt und wen gilt es zu töten? Für manche Leben ist 1 Drake zu viel und manche sollte man auch für 1000 Draken nicht antasten. Nur hat man bei solchen Aufträgen meist nicht die Möglichkeit sich zu entscheiden nachdem alle Details geklärt sind. Ich bevorzuge einen guten ehrlichen Krieg. Da kann man die Risiken und die Gewinnaussichten besser abschätzen.“
Außerdem war ihm der Beruf des Söldners schon schmutzig genug. Auftragsmord kam ihm noch eine Spur schäbiger vor. „Doch mein Geldbeutel ist leicht wie eine Feder und erinnert mich daran, dass heute keiner meiner wählerischen Tage ist. Versuchen wir es.“ Mit einer einladenden Geste in Richtung des Tresens setzte sich der Krieger in Bewegung.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Ciaran am Di Jun 06, 2017 8:47 pm

Ich ließ meinen Blick unter dem Rand meiner Kapuze hervor durch den Schankraum schweifen. Es war interessant zu sehen, welch zwielichtige Gestalten sich hier unter die nichtsahnenden Säufer mischen konnten, um ihre Geldbörsen zu füllen oder ihr nächstes Opfer auszumachen. Schon zwei Diebe hatte ich bei ihrem Handwerk beobachten können und ein ebenfalls wenig Vertrauen erweckender Zeitgenosse hatte nur ein klein wenig zu schnell nach einem der Gäste, die beim Glücksspiel gewonnen hatten gezahlt und beinahe überstürzt das Wirtshaus verlassen. Zufall? Vielleicht. Aber ich glaubte nicht an Zufälle. Zumindest nicht dieser Art.

Doch bevor ich überlegen konnte, ob es amüsant wäre dem nun wohl folgenden Mord beizuwohnen, kam ein bisschen Bewegung in die Gesellschaft. Ein Zettel wurde angeschlagen und schließlich sein Wortlaut vorgelesen. Ich rückte ein wenig weiter in die Schatten und widerstand nur mit Mühe der Versuchung nach der Fibel an meinem Umhang zu tasten, um mich zu vergewissern, dass meine menschliche Tarnung noch funktionierte.
Verrate niemals deine Tricks. Sonst offenbarst du deine Schwächen, rief ich mir ins Gedächtnis und blieb reglos gegen die Wand gelehnt sitzen, während sich einige Gestalten vor dem Zettel und andere vor dem Tresen versammelten.

Wer?
Wer von ihnen war es wohl? Einer oder zwei der Namen, die auf meiner Liste standen. Ob sie sich wirklich hier blicken lassen würden? Oder war das eine Fehlinformation? Und wenn ja, welche Namen würden sie benutzen? Jemanden fast töten? Welcher Sinn ist darin zu finden, außer ihm Angst zu machen? Ob es hier um Politik ging? Wo sonst würde man jemanden einschüchtern wollen, wenn nicht dort oder bei finsteren Geschäften? Aber für beides schien dieses heruntergekommene Gasthaus nicht der richtige Ort. Zu dreckig und zu offensichtlich. Dennoch sollten sie hier erscheinen.

Als unauffälliger Schatten glitt ich weiter in Richtung des Tresens. Was auch immer nun bald geschah, es hatte meine Aufmerksamkeit mehr gefesselt, als der Mord, der in der nächsten Gasse geschehen würde. Hier ging es um etwas Größeres - und das weckte meine Neugierde. Gespannt wartete ich, wer sich alles am Tresen versammeln würde. Ob die Zielpersonen darunter waren? Ich hoffte es. Sonst würde das Spiel gar nicht erst beginnen. Und das wäre doch langweilig.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Selina am Di Jun 13, 2017 5:12 pm

Auf Outis' Bemerkungen zu dem Auftrag zuckte Selina lediglich mit den Schultern.
"Nur wenn man manche Leben nicht antasten sollte, heißt das nicht, dass ich es nicht tuen werde. Und ich liebe eine gute Herausforderung. Da sind mir Risiken und sonst was egal."
Für einen Moment befürchtete sie, dass sie bei ihrem Vorhaben tatsächlich alleine wäre. Der Söldner schien immerhin nicht sonderlich Begeistert von der Idee eines Auftrsgsmordes zu sein. Entweder er hatte tatsächlich Angst vor möglichen Konsequenzen, oder er war einer dieser Leute, die an ihre Ehre glaubten. Um ehrlich zu sein hatte Selina damals selbst versucht, eine gewisse Ehre aufrechtzuerhalten. Irgendwann hatte sie dann allerdings doch gemerkt, dass dies nicht viel mehr als ein lächerliches, von der Gesellschaft erfundenes, Konzept war, das einen daran hinderte, zu tuen, was man wollte. Dass Outis trotzdem zusagte, verwunderte Selina im ersten Moment etwas, aber sie konnte ein Lächeln dennoch nicht unterdrücken. Sie wünschte anderen Leuten nicht unbedingt finanzielle Probleme, aber gerade eben hatten sich diese als sehr vorteilhaft - für sie - erwiesen. Ihr Gesprächspartner schien nämlich nicht die Person zu sein, die wie Selina einfach aus Langeweile Aufträge in Tavernen wie dieser suchte. So war sie umso glücklicher darüber, nun eine Begleitung zu haben. Zwar hätte sie jeden Auftrag auch alleine ausführen können, aber mit einem Partner, besonders einem, mit dem man sich halbwegs gut verstand, war das ganze doch gleich viel unterhaltsamer.

Sie tat es dem Söldner gleich und bewegte sich in Richtung Tresen. Ohne auf die Begleitung zu warten - sie war sich zumindest sicher, dass der Mann folgen würde - setzte sie sich. Ihren Platz hatte sie möglichst nah an der blonden Frau, die gerade im Begriff war, Selina den Auftrag abzunehmen. So hatte sie die Möglichkeit, mitzuhören, selbst wenn sie den Auftrag nicht mehr persönlich erhalten würde. Von ihrem Platz aus sah sie sich etwas um, konnte aber immer noch nichts interessantes erkennen, weshalb ihr Blick einfach wieder auf ihren Partner schweifte.
"Hoffentlich lohnt sich das auch wirklich...", sagte sie mit gesenkter Stimme zu ihm.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Remiron am Di Jun 13, 2017 6:15 pm

Outis und Selina kamen zum Tresen hinzu, doch der Mann dahinter, ließ sich vorerst nicht weiter stören.

Kann sein. Ich merke mir weder Gesichter noch Namen, außer sie zahlen nicht", erklärte der Schankwirt gerade Lucille, die nachgefragt hatte, ob er den Auftraggeber kenne. Es war so auch wesentlich gesünder, denn wenn er zu viel wusste, konnte er selbst zum Ziel werden - zumindest fürchtete er das. Nach einem Schulterzucken fuhr er daher fort: "Da ich mich nicht an ihn erinnere... ist er entweder einer der zahlt, oder einer der noch nie hier war."

An das 'Paar' gerichtet, erkundete er sich jetzt: "Was wollt ihr zwei bestellen?"



Vor Finn stand der bereits erwähnte kleine Junge, vorsichtig, aber tüchtig und erkundigte sich, ob der Mann noch etwas bestellen wolle.


Sonst wurde es wieder annähernd ruhig im Raum. Das Interesse verebbte, nachdem nicht sofort eine Keilerei oder wenigstens etwas Streit um den Auftrag ausbrach. Spiele wurden fortgesetzt und schlechte Speisen und Getränke bestellt und in den Wirtsraum gebracht. Der ein oder andere Mensch verließ nun auch die Spelunke, wohl weil das Geld ohnehin nicht mehr reichte, oder sich anderes Machbarer anhörte.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Shayela am Mo Jun 19, 2017 12:36 pm

Unbewegt wie ein Schatten lastete die Aufmerksamkeit einer weiteren Person auf dem merkwürdigen Schauspiel, dass sich in der Schenke bot. Einmal abgesehen von dem mysteriösen Aushang waren auch merklich interessantere Gestalten anwesend, als sonst an irgendeinem Abend zuvor. Zufall?  Vielleicht mischten die Götter hier einfach auch nur ein wenig in das weltliche Treiben und wer wusste schon was Jene im Sinn hatten? Gleichgültigkeit zierte die zartroten Lippen, die sich an das Glas hoben und ein Schluck des mittlerweile schalen Bieres nahmen. Zugegeben, es war von Anfang an nicht unbedingt gut gewesen, doch mit jeder Minute, die verstrick, schien es noch mehr an Geschmack und Qualität zu verlieren, wenn sich den soetwas hier überhaupt finden liese. Doch darüber ärgerte sich die junge Frau dieses Mal nicht einmal weiter, als endlich Bewegung in den Raum kam. Langsam senke sie das Glas wieder und legte den Kopf auf der Hand ab, dessen Ellenbogen auf dem Tisch ruhte, während ein Funke von Neugierde über ihr Gesicht wanderte.

Als sich endlich jemand finden lies, der lesen konnte - was wohl passiert wäre, wenn keiner der Dummköpfe dazu im Stande gewesen wäre? - blitzte es in den tiefen Seelenspiegeln auf.  Ein Auftragsmord? So offen ausgehängt? Selbst wenn dies wohl tatsächlich der Ort war, an welchem man eben die passenden Gestalten dafür finden würde, war es doch sehr unverfroren und offensiv. Ob wirklich jemand mutig genug war das anzunehmen? Ihr konnte es egal sein, nicht? Schließlich machte sie sich sicherlich nicht die Hände an dem Blut Anderer schmutzig. Nein, doch wo es Tote oder beinahe Tote gab, war auch immer sehr einfach etwas zu holen. Und wer Tot war konnte nicht mehr die Stadtwache alarmieren oder? Leichenfleddern war auch nicht unbedingt ihr Stil, würde sich die Diebin mehr auf das zurückgelassene Hab und Gut der besagten Person kümmern.

Je nach Stellung könnte ein schönes Sümmchen dabei für sie herausspringen, dass Shay seicht lächelte nur um dann wieder gänzlich unbeteiligt und desinteressiert den Kopf etwas zur Seite zu wiegen und wieder in ihr Bier zu starren. Zumindest hatte es den Anschein. Doch ihre Aufmerksamkeit lag brennend auf den Anwesenden. Ob jemand mit ihr Wetten abschließen würde, wer sich wohl als erster meldete? Sie tippte ja auf den großen Kerl mit der... nunja... Begleitung, die zumindest von der Rückansicht weder eindeutig als Mann noch als Frau erkennbar war. Faszinierend...
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Jaekim am Sa Jun 24, 2017 5:30 pm

"Hmm, interessante Leute da." wurde Jaekim zugeflüstert. Es war ein Mitglied der flinken Finger der ihn zwar nicht gerade kannte, aber die Losung sofort erkannt hatte. Sie hatten ein paar Neuigkeiten ausgetauscht, darum hörte der Schauspieler ihm auch jetzt zu.
"Wir vermuten, dass die helle an der Theke und die da drüben mit dem roten Haar Diebe sind, wir konnten sie schon ein paar Mal beobachten. Noch sind wir nicht in Kontakt getreten, aber wenn sie so weiter machen, können wir das nicht mehr ignorieren..."
Es folgte noch einiges Blabla das Jaekim nicht wirklich interessierte, aber die Tatsache, dass auch mindestens eine Diebin Interesse an diesem Auftrag hatte, machte ihn neugierig.
Sein Fall war es ja nicht gerade Leute umzubringen um an Geld zu gelangen, aber hatte der Kerl nicht gelesen es ging auch um 'fast umbringen'?
Einmal war das sehr merkwürdig, denn was hatte man davon jemanden nur halb ermorden zu lassen? Erschrecken oder Einschüchtern konnte man jemanden auch anders und sicher genauso effizient. Vielleicht war der Auftraggeber selbst darunter um jeden Verdacht abzuwenden? Das wäre Wahnsinn, aber manche Leute waren einfach wahnsinnig.
"Ich geh mir das mal ansehen." erklärte er dem Informanten und tauchte in die Menge ein.
Zwei Tische weiter wurde Elko lauthals begrüßt und er musste einige Schultern klopfen, ehe er weiter kam. Ihn zu bestehlen getraute sich von ihnen keiner, davon hatte Jaekim sich bereits überzeugt. Elko hatte seinen ganz eigenen Ruf.
Unauffällig näherte er sich so dem Zettel und allen dort befindlichen interessanten Personen. Dabei kam er auch an einer Gestalt vorbei, die lässig an der Wand lehnte und warf auch der möglichen Diebin mit rotem Haar einen raschen gelangweilten Blick zu.
Er war gespannt, was jetzt gleich geschehen würde.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Cron am So Jun 25, 2017 7:09 pm

Nachdem die Gestalt mit den echt schicken Stiefeln und dem löchrigen Hut die Spelunke betreten hatte, öffnet sich erneut die Tür zum Gasthaus und ein schwarz gekleidete Gestalt betrat die warme Stuben. Cron begab sich unauffällig zu einer der anderen Säulen und beobachtet wie der Junge den Dolch an die gegenüberliegende anbrachte. Natürlich musste man nicht lange darauf warten bis die ersten neugierigen Tagelöhner ihr blicke auf das Blatt richteten. Und einer dieser besoffenen Hanswursts die Nachricht laut und lallend durch das halbe Gasthaus posaunte. Doch es schien als handle es sich heute um Crons Glückstag. Irgendjemand, schien auf irgendwelche Leute, nicht besonders gut zusprechen zu sein und wollte einen der Fünf armen Seelen ins Reich des Vergessens schicken, und die Anderen zumindest an die Pforte dazu. Wie sage ich immer, des einen Leid ist des anderen Freud. Nun eigentlich ging der Spruch ja umgekehrt, aber was solls. Cron grinste lässig hinter seiner Kapuze, die seine Augen und ein Teil seiner Nase in Schatten hüllte. Der junge Assassine stieß sich von seiner Säule mit den Schultern ab und schritt auf den Tresen zu. Selbstverständlich waren ihm seine ''Konkurrenten“ nicht entgangen. Da waren ein Trunkenbold mit einem Messer, mit dem er nicht mal hätte einem hilflosen Küken weh tun können. Dann war da noch die Frau, die wohl des Trunkenbolds „Bekanntschaft“ war? Und eine junge Dame in einer Kapuze die sich als eine der ersten zu dem Zettel aufgemacht hatte. Cron vermutet das einige der Gestalten in der Taverne wohl auch Langfinger waren, aber diese wären nun wirklich kein Problem. Er beobachtet wie sich eine Person nach der anderen, an dem Tresen zu versammeln schien. Er wartet bis sich die ganze Sache etwas beruhigt hatte und nahm sich schließlich den äußersten rechten Hocker der an dem Tresen stand. Er lehnte sich auf den Tresen und winkte mit den Fingern und einem Grinsen im Gesicht in die kleine Gruppe. Das dürfe ja nun äußerst interessant werden
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Outis am Mi Jun 28, 2017 7:29 pm

„Ja, hoffen wir es. Ich bin ja ein Freund klarer Worte. Eine feste Summe anstatt eines schwammigen Ausdrucks wie ‚gut bezahlt‘.“, raunte Outis zurück. „Das ist eine der Sachen, die mich an Leuten die ihre Aufträge in Tavernen wie dieser vergeben, stört. Sie versuchen rätselhaft und mysteriös zu sein und verstärken dadurch nur die Aufmerksamkeit, die man ihnen schenkt. Ich bevorzuge es schön einfach, sauber und unauffällig.“
Aber man konnte sich seine Auftragsgeber nicht immer aussuchen. Und dass er Gesellschaft bei dieser Sache haben würde, machte es um einiges schmackhafter. Als Söldner war er nicht unbedingt daran gewöhnt alleine in dunklen Gassen zu kauern. Und das sie zwei Leute waren, die zusammenhielten, würde hoffentlich dabei helfen den Auftrag überhaupt erst an Land zu ziehen. Denn sie waren nicht ohne Konkurrenz. Und andere in der Schankstube schienen eher aus Meuchelmord spezialisiert zu sein.
Unbewusst fingen die Finger des Schwertkämpfers an das Heft seines Schwertes zu liebkosen, wie eine alte Geliebte. Ein sicheres Zeichen dafür, dass er sich nicht ganz wohl fühlte in seiner Haut. Eines musste er dem ominösen Auftragsgeber lassen: Er hatte es geschafft die Aufmerksamkeit aller Anwesenden, die an solcher Arbeit interessiert waren, zu gewinnen. Und sie alle waren bereit für genug Gold über Leichen zu gehen. Das lag in der Natur der Sache.
"Für mich einen Krug Bier bitte", erwiderte Outis auf die Frage des Wirts. So dünn, wie das Gebräu hier war, war es genau das richtige, wenn man einen klaren Kopf behalten wollte.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Ciaran am Mi Jun 28, 2017 10:52 pm

Ich ließ meinen Blick weiter durch den Raum gleiten, um herauszufinden, wer noch Interesse an der geheimnisvollen Botschaft hatte, doch so langsam schienen sich alle Interessenten am Tresen zu versammeln. Es war beinahe schon eine Einladung. Sollte mein Ziel sich unter ihnen befinden, wäre es fast schon zu einfach nun dort vorbei zu schlendern und dem ein oder anderen eine giftige Nadel zwischen die Halswirbelkörper zu stechen. Es wäre so einfach - und langweilig. Außerdem unprofessionell. Immerhin konnte jeder einfach so viele Leute ermorden, wie er erwischen konnte. Die Kunst bestand darin, genau das richtige Maß genau zur richtigen Zeit zu haben. Ich seufzte leise. Sonst wäre ich nicht besser als Tharon... Und das wollte ich definitiv nicht sein.

Plötzlich hellte sich mein Gesicht auf, als ich bei meiner Erkundung des Raumes ein bekanntes Gesicht ausmachte. Für einen Moment war das Treiben am Tresen und die sich dort versammelnden Menschen vergessen. Unauffällig verließ ich meinen Platz und glitt zur anderen Seite des Schankraumes hinüber, den Rotschopf nicht aus den Augen lassend. Es wäre nur halb so lustig, wenn sie mich bemerkte, bevor ich bei ihr war. Hastige - Aufmerksamkeit erregende - Bewegungen meidend glitt ich aus ihrem Blickfeld hinaus und bewegte mich nahe der Wand in ihrem Rücken weiter, bis ich der Diebin nahe genug war.

"Na, welchen armen Trottel hast du heute ins Auge gefasst?" Aus den Schatten kommend, beugte ich mich über ihre Schulter zu ihr hinunter und berührte mit meinen Lippen fast ihre Wange, während ich meinen Blick ihrem folgen ließ. "Oh, der Fettwanst?" Ich gab ein missbilligendes leises Schnalzen von mir. "Du hattest schon einmal besseren Geschmack, Kätzchen. Zumal du zu spät kommst. Die hinkende Alte, die eigentlich keine zwanzig Lenze zählt und Taeli heißt, hat ihn heute schon mit ihrer Aufmerksamkeit beglückt." Ich grinste. Die Zeit, die ich hier gewartet hatte, bis etwas Spannendes geschah, hatte sich als äußerst lehrreich erwiesen, was die Maschen der Gauner und Betrüger anging. "Oder hast du das Handwerk gewechselt?" Ich musterte die junge Frau vor mir abschätzend, ein leichtes Lächeln auf den Lippen und deutete mit einem kurzen Nicken in Richtung des Tresens, während ich ungefragt auf den leeren Stuhl neben ihr glitt. Von hier aus hatte ich auch einen guten Blick auf das Geschehen - und interessante Gesellschaft.

"Sind das alles Anfänger?" Ich legte die Stirn in Falten. "Auffälliger einen Auftrag annehmen geht doch schon fast gar nicht." Was auch immer mein Vater mit diesem Mord bezweckte - wenn der Unglückliche schon da war, sollte er gewiss nicht sterben, weil er eine ernstzunehmende Gefahr darstellte. "Schau mal, da ist jemand nervös." Ich musterte den Mann, der wie ein Söldner aussah und gleich darauf seine Begleitung. "Hmmm.. ich hoffe nicht wegen ihr..."
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Selina am Di Jul 04, 2017 1:36 pm

"Hm." Selina zuckte lediglich mit den Schultern als Outis erneut seine Zweifel ausdrückte. "Aber wo ist denn da der Spaß ohne einen guten Kampf?" Selina war kein großer Freund all dieser stereotypen Meuchelmörder. Zwar gab sie zu, dass hinter deren Arbeit recht viel Können steckte und die meisten wohl auch sehr professionell waren, aber etwas an dem Fakt, dass man Leute im Dunkeln aus dem Verborgenen heraus ermordete, gefiel ihr nicht. Unauffällig zu sein war höchstwahrscheinlich schwieriger als ein normaler Kampf, aber genau in diesem Kampf sah Selina die wahre Herausforderung. Vielleicht hatte sie auch einfach allgemein eine Abneigung gegen besagte Meuchelmörder, weil diese sie etwas an Sky, den ehemaligen Magier aus Schavenna erinnerten.

Selina schüttelte den Kopf. Sie wollte nun wirklich nicht über ihre Vergangenheit nachdenken. Sie beschloss, dass es wohl besser wäre, sich mit etwas Alkohol abzulenken, jetzt wo sie schon an der Theke saß. Ihr Partner schien immerhin auch etwas zu bestellen. So hatten die zwei zumindest etwas zu tun, während sie auf den ominösen Auftraggeber warteten.
"Habt ihr hier hier auch Whiskey?" Sie machte eine kurze Pause und sah dabei auf einen der Bierkrüge, die gerade wieder aus der Küche in den Schankraum getragen wurden. Der Anblick erinnerte sie wieder daran, warum sie sich die meiste Zeit von derartigem Gebräu in vergleichbaren Tavernen ferngehalten hatte. "Oder etwas vergleichbar Starkes?"

Kaum hatte sie bestellt sah Selina schon die nächste Person am Tresen. 'Na toll, noch so einer.', dachte sie sich und warf dem Neuen, der so arrogant in die Runde lächelte, einen genervten Blick zu. Vielleicht würde sie ihn ja wieder vertreiben können, wenn sie ihn nur lange genug böse anstarrte...so wie dieser Kerl allerdings wirkte, bezweifelte sie, dass dies funktionieren würde. Sie kannte genug Leute wie ihn. Zum Glück waren diese meistens allerdings auch nicht gerade die Hellsten. Er würde zumindest ein weniger großes Hinderniss als die Frau mit der Kapuze darstellen.
"He, wir haben noch mehr Gesellschaft bekommen.", flüsterte Selina ihrer Begleitung zu und nickte mit dem Kopf Richtung Cron.


Zuletzt von Selina am Di Jul 04, 2017 3:47 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Remiron am Di Jul 04, 2017 3:38 pm

"Mhm...", brummte der Schankwirt in einer Form, dass es auch heißen konnte, 'ja, natüüürlich, deswegen seid ihr hier' und rief dann einmal aus, dass er ein Bier brauchte, während er gleichzeitig ein kleines Glas vor Selina abstellte und dieses mit dem geforderten Whiskey befüllte. Danach meinte er trocken: "Bezahlt gleich, dann müssen wir uns nicht merken was ihr alles hattet."

Ein junges Mädchen kam zu Shayela und Ciaran. Sie blieb in leichtem Abstand zu ihnen stehen und erkundigte sich: "Ihr... Ihr... möchtet.. vielleicht etwas.. also.. äh.. kann ich.. äh.. braucht.. ihr etwas?"

Sie war erst acht und die vielen fremden Menschen mit finsteren Gesichtern und oft dunkler, schäbiger Gewandung behagten ihr nicht. Sie trug ein helles Leinenhemd, das ihr etwas zu groß war und eine abgetragene, helle Hose mit leichten Schmutzspuren und einem Riss am rechten Knie, aber sonst noch in Ordnung. Ihre Schuhe waren gleichsam alt und zerkratzt, reichten aber gänzlich abgeschlossen bis an die Fußgelenke.

Das Bier kam aus der Küche und der Schankmann setzte es vor Outis ab. Cron erregte natürlich die Aufmerksamkeit des Schankwirten, schließlich sollte er jeden an der Theke betreuen, egal welcher Platz gewählt wurde. So kam er also auch auf diesen zu: "Kann ich etwas für dich tun?"

Jaekim wurde dagegen außer von seinen Freunden und Bekannten von niemandem angesprochen und auch Lucille würde sich erst wieder die Aufmerksamkeit des Schankwirten holen müssen.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Shayela am Mi Jul 05, 2017 10:37 pm

Es war nur ein Aufblitzen in dem dunklen Augenpaar, ein seichtes Zucken der Wimpern und ihr Blick, der, ohne den Kopf zu Bewegen zur Seite schnellte, welches verriet, dass sie der Dunkelelf erschreckt hatte. Sie hatte ihn bisher nicht bemerkt. Verfluchte Wesen der Dunkelheit. Er war beinahe schon so geschickt wie sein Bruder. "Hast du es dir nun schon zum Zeitvertreib gemacht kleine Mädchen zu beobachten und bespannen? Hm... ich hatte gedacht, dass das Dunkelelfenblut in dir nicht so stark wäre." gab sie feixend zurück und zügelte augenblicklich die zarte Aufregung und den Schauer, der unwillkürlich über ihren Rücken glitt, als sie seinen Atem auf der Wange gespürt hatte. Wie verräterisch ihr Körper doch war.

Ein abfälliges Schnauben quittierte das Grinsen, während ihr Blick starr auf den Tresen gerichtet blieb, wenngleich die Unruhe unerträglich war, ihn im Rücken zu wissen. "So wenig wie du wohl, oder warum treibst du dich hier herum? Ich weiß, dass du zwar solche Spelunken magst, aber nicht um dort zu plaudern, dafür widern dich die Menschen viel zu sehr an. Oder hat Taeli doch deinen Appetit geweckt?"

Nein es war absolut nicht verwunderlich, dass sich das Spitzohr sich in solchen Spelunken herum trieb. Dass er ihr aber gerade hier über den Weg lief, war schon mehr als nur Zufall, nicht? Was für einem merkwürdige Fügung von der die Diebin nicht wusste, ob sie sie begrüßen sollte. Immerhin gestaltete seine bloße Anwesenheit die gesamte Situation noch ein wenig interessanter. Denn, wann immer sie und Ciaran aufeinander trafen, artete es irgendwann in einem heillosen Chaos aus, ob sie nun miteinander oder gegeneinander arbeiteten. Ein seichtes Grinsen umspielte ihre Lippen, während sie, scheinbar gelangweilt, den Finger über den oberen Rand des Glases tänzeln lies. “Ich habe mir gerade dieselbe Frage gestellt. Merkwürdig so einen Auftrag so offensiv anzupreisen und auszuhängen. Beinahe so… als wollte derjenige ordentlich was an Aufmerksamkeit erregen.“, , sinnierte der Rotschopf und warf nun einen abschätzenden Blick auf den Mann zu ihrer Seite.

Er hatte sich kein bisschen verändert. Gut, immerhin blieben manche Dinge, so wie sie sein sollten. Dennoch, würde er ihr wieder in die Quere kommen, wäre sie nicht wieder so zimperlich wie beim letzten Mal in Königsburg. Als die Magd sich so süß schüchtern an das merkwürdige Paar wandte, winkte Shay ihrerseits ab, immerhin hatte sie noch ein Bier vor der Nase stehen und mehr davon würde sie an einem Abend nicht hinunterwürgen können.
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