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dunkle Machenschaften

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dunkle Machenschaften

Beitrag von Remiron am Mi Apr 26, 2017 1:48 pm

das Eingangsposting lautete :

eine Nachricht an alle Meuchler und ähnlich begabte...
(frei für alle, wer sich durchsetzt, hat den Zuschlag, sozusagen)


Ein Mann in abgetragener grün und braun gefärbter Kleidung und mit einem abgenutzten Tragebeutel kam in eine zumeist von düsteren Gestalten besuchte Taverne. Üblicherweise versoffen hier die einen ihren mageren Lohn, oder was sie erbettelt hatten, während andere an Karten- und Würfelspielen teilnahmen, in der Hoffnung, die wenigen Münzen zu mehren, die ihnen zugekommen waren.

Hier und da stand eine hübsche, aber meist armselig gekleidete Frau an einem Tisch, oder einer der wenigen Stützpfähle des Hauses. Bei ihnen konnte man für wenig bis viel Geld einige schöne Minuten, vielleicht sogar eine Stunde Glück ergattern. Sie führten ihren Gast dann durch eine schäbige Tür, die kaum Widerstand leisten würde. Allerdings standen dort dafür sehr kräftige Männer, die jeden Gast, der nicht im Vorhinein zahlen wollte, am Eintreten hinderten. Auch kamen sie jedem der Einrichtung zu Hilfe, wenn es Schwierigkeiten gab.

Der Schankraum war kaum beleuchtet. Hier und da eine verruste Laterne auf einem Tisch, das musste genügen. Nur nahe dem Tresen gab es Fackeln, die die Umgebung besser erhellten. Das hatte vor allem damit zu tun, dass keiner fürchten musste, ihm würde etwas in sein Getränk gemischt, das da nicht hinein gehörte. Der kräftige Mann an der Schenke trug allerdings deutlich sichtbare Waffen und sah auch danach aus, als würde er sie jederzeit gebrauchen, wenn es nötig wäre.

Hinter dem Schankraum ging es weiter in eine kleine, wenig aufgeräumte Küche. Die Speisen waren deftig bis dürftig, je nach Geldbeutel. Es konnte jedoch leicht passieren, dass einem leicht oder mittelstark Angebranntes gebracht wurde. Mancher mit gepflegterem Gaumen würde sich wahrscheinlich fragen, ob seine Speise vielleicht deswegen so stark gewürzt war, damit man weniger schmeckte, dass es schon fast verdorben war. Ein wirklicher Feinschmecker, würde gut daran tun, einfach bei den Getränken zu bleiben. Andererseits kümmerte es einen armen Kerl nicht, wenn er hier für ein paar Draken sogar Fleisch bekommen konnte.

Wer bei Tisch saß und etwas zu trinken oder zu essen wollte, konnte seine Bestellung bei den Jungen und Mädchen aufgeben, die vermutlich der ein oder anderen Begegnung der Frauen mit einem der Gäste entsprangen. Manche riefen ihre Wünsche auch einfach in Richtung Tresen.


Unser unscheinbar gekleideter Fremde sah sich erst im Raum um, der gefüllt war mit einer dicken Luft aus Tabak, Alkohol und Schweiß. Selbst der knappe Luftzug den sein Eintreten verursacht hatte, konnte daran keinen Herzschlag lang etwas ändern. Hier war es warm, wenn auch gewiss nicht, weil der Raum an sich so gut beheizt gewesen wäre. Nein. Wer hier herein kam, war es besser gewohnt mit wenig Sauerstoff auszukommen, oder er gewöhnte sich wenigstens sehr rasch daran.

Der Fremde hatte etwas Mühe damit, trat aber dann doch weiter ins Innere der 'Wilden Höhle', wie es hier hieß. Spieler interessierten sich nur sehr kurz für ihn. Gruppen oder Einzelne, die an Tischen saßen und irgendetwas verzehrten und noch mehr Alkohol tranken, beobachteten durchaus für drei oder vier seiner Schritte, wie sich der neue Gast langsam immer weiter seinen Weg bahnte. Es klang nur dumpf vom ungepflegten Holzboden wider, wenn er seine festen Stiefel aufsetzte. Reitstiefel. Das beste an seinem ganzen Erscheinungsbild. Wer so gute Schuhe hatte, hatte wahrscheinlich auch noch ein Pferd, oder wenigstens einen Esel. War es das wert, ihn niederzustrecken? Vielleicht, wenn er wieder nach draußen ging.

So war es vielleicht nicht verwunderlich, dass jemand die Schenke verließ, als der Fremde den Tresen fast erreicht hatte. Jetzt konnte man die Stiefel noch besser erkennen und ebenso, dass er sein Gesicht mit einem rauen Schal verhüllte und einen löchrigen Hut trug. Er stellte den Tragebeutel auf einen Hocker vor der Theke. Dabei wurde auch klar, dass er ebenso geschundene Handschuhe anhatte. Wirklich, er hatte nichts von Wert dabei, wenn da nicht seine Schuhe wären.

Nun ließ er sich auf einem anderen Hocker, gleich neben dem mit dem kleinen Tragebeutel nieder. Er wirkte alles andere als stark. Sicher konnte man ihn leicht überweltigen, wenn einem danach war. Kaum dass der Fremde saß, nahm er sein eines Mitbringsel auf seinen Schoß und senkte den Blick in die Öffnung. Die rechte Hand grub zwei lange Atemzüge darin herum. Schließlich war er wohl fündig geworden und schob etwas zu dem Mann hinter dem Tresen. Der nahm es beiläufig auf. Wenig später stand ein Bierkrug vor dem Fremden, wohl auch mit dem entsprechenden Getränk gefüllt.

Einer der Jungen kehrte gerade mit einem Schwung von fünf Tonkrügen in die Küche zurück. Als er wieder heraus kam, steckte ihm der Mann am Tresen etwas zu. Der Junge nickte und eilte zu einer Säule am Mittelgang, wo er mit einem Messer eine Kerbe ins Holz schlug, aber nicht einfach so aus Jucks und Tollerei. Nein. Ein Zettel hing jetzt dort und die Schrift daran war klar und deutlich, wenn es hier denn einen gab, der lesen konnte...
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Lucille am Sa Jul 08, 2017 10:34 am

Immer mehr Leute schienen sich für den Auftrag zu interessieren, einige sahen auch so aus als ob sie sich nicht unbedingt mit denen anlegen wollte. Sie trank einen Schluck aus ihrem Glas und versank in Gedanken, das Geld hatte sie jetzt nicht unbedingt nötig, so viel war sicher und was noch sicherer war das sicher auch einige Attentäter unter den Interessenten für den Auftrag waren. Wenn sie so darüber nachdachte könnte es wohl doch nicht so lohnenswert sein, aber sie würde dennoch abwarten, selbst wenn sie den Auftrag nicht wollte, so könnte sie dabei zusehen wie sich andere darum kloppten. Lucille sah sich kurz um, ein Paar Leute unterhielten sich, ob über den Auftrag oder über was anderes wusste sie nicht, auch wenn es sie interessiert hätte. Aber schön so wie es aussah würde sie weiterhin warten müssen, sie trank also einen weiteren Schluck, mit Alkohol war so vieles leichter. Sogar die langweile konnte man damit besiegen, sie fing an sich Geschichten zu jedem einzelnen auszudenken, diese Geschichten waren natürlich weil und reisserisch, also bestimmt nicht war aber es war auf jeden Fall ein lustiger Zeitvertreib. Das würde mir sicher helfen die Zeit totzuschlagen bis endlich wieder etwas interessantes geschah.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Jaekim am Mo Jul 10, 2017 5:13 pm

"Nah, am Auftrag interessiert?" fragte Elko locker und ließ sich halb auf den Tresen neben der Hellhaarigen Lucille fallen. Der Wirt entschied sich offenbar erst einmal nicht zu reagieren und kümmerte sich um alle anderen. Klar, er sollte Elko wohl kennen und wusste, dass der Kerl meistens nicht mehr trank, als ein Bier. Da waren die anderen Leute schon interessanter für ihn.

Jaekim war zwar niemand, der mal eben jemand umbrachte, aber Elko sah durchaus so aus, als würde er das tun. Wie ein Auftraggeber sah er aber garantiert nicht aus, eher wie jemand, der selbst zum Messer griff. Jetzt hätte er gerne ein paar Informationen von Lucille gehabt, zum Beispiel, ob sie wirklich eher eine Diebin war als eine Mörderin. Es gab da durchaus einige Diebe, die nicht vor einem Mord zurückschreckten, wenns nötig wurde, nicht wie Jaekim, der sich dann lieber elegant aus der Affäre zog.
"Wenn die Raben sich abends treffen, wirds laut."
Das Sätzchen konnte man vielfältig verstehen, ein Mitglied der Diebesgilde würde darin aber die Losung erkennen. Allerdings glaubte Jaekim, dass sein Informant richtig lag und sie das noch nicht war.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Outis am Di Jul 25, 2017 8:46 pm

„Selbstgefälliges Milchgesicht“, war Outis einziger Kommentar zu dem neuen Mann am Tresen. Das Bier, das der Schankknecht gerade vor ihm abstellte, war da in seinen Augen deutlich spannender. Ganz egal wie dünnflüssig und abgestanden es auch sein mochte. Ein knappes Nicken und ein paar abgezählte Münzen auf dem Tresen mussten als Dank für das gelieferte Getränk reichen. „Ich wette, dass die wenigsten hier es wagen würden einem bewaffneten Mann offen entgegenzutreten. Aber wenn das noch mehr werden, müssen wir uns überlegen, wie wir aus der Gruppe herausstechen wollen“, raunte er Selina zu. „Das ist das Problem mit den Meuchlern. Sobald eine Sache zu stinken anfängt, beginnen sie darum zu kreisen wie die Schmeißfliegen.“ Dass er an Tagen, an denen er so abgebrannt war wie heute, keinen Deut besser war, und dass auch das Kriegshandwerk nicht unbedingt sauber war, ließ er unerwähnt.
„Es sei denn unser rätselhafter Auftragsgeber ist großzügig“ und dumm „genug uns alle zu bezahlen.“ Schließlich stellten mehr Mitwisser auch immer eine größere Gefahr dar. Doch in der Hinsicht war es auch nicht unbedingt förderlich die ganze Schankstube auf diese Sache aufmerksam zu machen. Aber das war nun wahrlich nicht das Problem des Söldners.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Ciaran am Sa Aug 05, 2017 12:31 am

Mein Grinsen wurde breiter, als ich mich etwas zurücklehnte. "Und dabei hätte ich schwören können, dass du gar nicht mehr so klein bist...", fügte ich mit einem leicht provozierenden Blick in Richtung des sich leicht unter dem Oberteil der Diebin abzeichnenden Busens hinzu. Ich wusste nicht, was es war, aber ich liebte es, sie zu necken und die verschiedenen - von empört zu verärgert - Nuancen ihrer Mimik zu beobachten. "Und was das andere betrifft... möchtest du das herausfinden?", fragte ich mit dunkler Stimme, Bezug nehmend auf ihre Bemerkung zu meinem Blut. "Das ließe sich bestimmt einrichten..." Ich stibietzte einen Schluck Bier aus ihrem Glas. "Hmmm...noch nicht besser als in meiner Erinnerung", stellte ich ernüchtert fest und behielt dabei den Schankraum im Auge. "Nein. Zu uninteressant", beschied ich mit einem Blick auf Taeli. "Im Vergleich zu anderen Personen hier." Ich warf ihr einen kurzen Seitenblick zu, bevor ich meine Aufmerksamkeit wieder auf den Tresen richtete. Ich stützte mein Kinn auf meine Hand, während ich beobachtete, wie die dort Versammelten leise Worte wechselten. Wer von ihnen mochte es sein? "Du meinst, es handelt sich um eine Art Ablenkungsmanöver? Um jemand anderen auf den Plan zu rufen?" Dieser Gedanke wiederum hatte seinen ganz eigenen Reiz. Ich liebte Spiele - je undurchsichtiger am Anfang, umso besser. "Vielleicht könnte es mit den Anfängern doch noch lustig werden", wisperte ich mit einem Grinsen und bediente mich erneut an Shays Getränk.
"Nein danke", beschied auch ich die Magd, die unruhig vor unserem Tisch von einem Bein auf das andere trat. Ob sie clever genug war zu wissen, was ich war? "Wenn ich der Dame schon etwas schulde, dann etwas besseres als dieses dünne Gesöff. Und ich weiß, dass ihr das nicht einfach so ausschenken dürft."
Mein Blick wanderte wieder zum Tresen. Leise Worte wurden gesprochen und ich wollte unbedingt wissen, was es dort zu hören gab. Meine Finger klopften den Takt der schief aufspielenden Musikanten mit, während mir eine Idee kam. Mit einem verwegenen Grinsen im Gesicht wandte ich mich wieder meiner Gesprächspartnerin zu. In ihren tiefblauen Augen hatte ich schon oft die gleiche Neugierde aufblitzen sehen, die auch mich allzu oft antrieb. Ob ich das nutzen konnte?
"Madame? Darf ich Euch für den Verlust dieses wässrigen Gesöffs, dass den Namen Getränk nicht verdient hat, entschädigen?" Ohne auf eine Antwort zu warten zog ich sie auf die Füße und drückte ihren Körper an meinen, während ich sie zwischen die mehr oder weniger tanzend oder vor sich hin wackelnden Leiber halb Betrunkener schob. Ich legte ihre Arme um meinen Hals und meine Hände an ihre Hüften, während ich sie langsam aber sicher in Richtung des Tresens schob. Meine Augen zuckten unruhig zwischen ihr und meinem Ziel hin und her und konnten sich kaum entscheiden, was mehr von meiner Aufmerksamkeit beanspruchen sollte. Es gab definitiv unangenehmere Arten, sich unauffällig seinem Ziel zu nähern.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Selina am Sa Aug 05, 2017 8:03 pm

'Na etwas freundlicher könnte man als Wirt doch auch sein.', dachte sich Selina zu der Person vor ihr und Outis. Andererseits verstand sie auch, dass man an einem solchen Ort wohl diese Art von Ausstrahlung haben musste und immerhin erhielt Selina von ihm auch noch den verlangten Whiskey. Was wollte man mehr?
Da sie nicht wusste, wie viel man in dieser Absteige für das Getränk verlangte, warf sie einfach eine Drake auf den Tresen, wie sie es in gewöhnlichen Bars auch gewohnt war. Um ehrlich zu sein erwartete sie hier kein Rückgeld. Wenn sie es bekam - gut. Wenn nicht, würde sie es auch nicht vermissen. Immerhin war sie nicht des Geldes wegen auf den Auftrag aus, anders als der Rest hier, so schien es ihr.

Selina nahm einen Schluck ihres Getränkes und war schon fast überrascht darüber, wie normal es schmeckte. Nach dem Anblick des Bieres hätte sie etwas wesentlich schlechteres erwartet. Sie lächelte in ihr Glas als sie Outis' Kommentar zu Cron hörte. Outis schien wohl genauso wenig begeistert zu sein, wie sie, aber es war wohl eine kluge Entscheidung seinerseits nicht weiter auf den Neuankömmling einzugehen, sondern einfach wieder zum alten Thema zurückzukehren.
"Und wie sollen wir deiner Meinung nach aus der Gruppe herausstechen?", fragte Selina ihr Gegenüber, als sie sich wieder nah zu ihm lehnte. "Wir sind zwar eine Gruppe, also wohl effektiver, aber dann sind wir auch zwei potentielle Zeugen, die dem Auftraggeber zur Last fallen könnten." Andererseits dachte Selina gleichzeitig, dass dem Auftraggeber Zeugen wohl egal waren, wenn er einfach in einer Taverne nach Auftragsmördern suchte. Entweder war er nicht besonders intelligent, oder er wollte gezielt Aufmerksamkeit erregen und für einen späteren Zeitpunkt nutzen. Ooh, dieses rätseln machte Selina wirklich zu viel Spaß. Der ominöse Auftraggeber war zwar weder erschienen, noch wurden die Ziele bekannt gegeben, aber man konnte teilweise schon theoretisieren, wie alles zusammenhängen könnte. Vielleicht hätte Selina doch lieber Detektiv wie ihr Vater werden sollen. So war man oft fast so nah am Verbrechen dran wie sie selbst zu diesem Zeitpunkt auch. Andererseits hatten die Verbrechen selbst wiederum ihren ganz eigenen Reiz und Selina würde alles dafür geben, diesen erleben zu können, selbst wenn ihr im Moment noch Konkurrenz im Weg stand.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Remiron am Sa Aug 05, 2017 8:26 pm

Die Musiker spielten wieder einmal auf. Sie waren genau so von minderer Qualität wie alles andere hier, aber man konnte sie ertragen. Der Schankwirt genehmigte sich selbst einen Schluck Schnaps und ließ dann seine Begeisterung mit einem Seufzer vernehmen. Danach wandte er sich an die Runde: "Ihr müsst besser werden. All zu viel Zeit bleibt euch nämlich auch nicht mehr."

Damit stellte er sein Glas zur Seite und ließ den Blick einerseits über die Runde am Tresen, andererseits auch durch den Schankraum gleiten. Es war so langweilig, wenn diese Aufträge keinen Abnehmer fanden und außerdem pflegten durchaus einige kleine Meuchler und vor allem die Diebe nach erfolgreicher Arbeit wieder hier abzusteigen und sich ein paar schöne Stunden zu machen. Beinahe schien es wie ein ungeschriebenes Gesetz.

Das Mädchen bei Shayela und Ciaran war erleichtert und zog sich augenblicklich zurück. Ihr war es nach wie vor lieber, wenn die Leute nichts bestellten. Das war einfacher. Allerdings bekam sie nach der Arbeit mitunter ärger, wenn sie niemanden dazu brachte, etwas zu essen oder zu trinken. So erleichtert sie auch den einen Moment war, packte sie im nächsten jemand am Arm und zog sie zu sich hinüber. Sie quiekte, aber der Mann beruhigte sie gleich, damit sie wieder still war und sich seine Wünsche anhörte.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Shayela am Di Aug 08, 2017 11:08 pm

"Ich sprach ja auch von der süßen Taeli.", korrigierte Shay ihn und bemerkte missbilligend, wie ihr ihr Oberteil musterte. Konnte ein Kerl überhaupt noch unverschämter sein als er? Wie immer, wenn sie aufeinander trafen - in dem Sinne schien es das Schicksal wirklich gut mit ihnen zu meinen - waren ihre Gespräche ebenso hitzig wie ihre Blicke. Da schon wieder! Schon wieder verriet sie dieser schwächliche Menschenkörper, war ihre kätztische Seite viel zu Stolz als auf solch billige Versuche herein zu fallen, nicht? Rann ihr schon wieder ein Schauer über den Rücken, als seine Stimme diesen gewohnten, dunklen Klang annahm. Doch dieses Spiel konnte man auch zu zweit finden. "Ach, Schätzchen.", seufzte der Rotschopf schwer und wartete, bis er sich niedergelassen hatte, ehe sie näher rückte und ihren linken Arm um seinen Stuhl gleiten lies, während sie mit wachsender Verärgerung zusah, wie er nach ihrem Glas griff.

"Du weißt doch wie schwach ich werde, wenn du solche Dinge sagst....", begann sie und ihre Stimme wurde zu einem verheißungsvollen Versprechen, während ihre Finger an seiner rechten Schulter hinauf tänzelten. .... tu mir das nicht hier in der Öffentlichkeit an.", raunte sie verlangend, während die Finger ihrer linken Hand auf der anderen Seite seinen Geldbeutel gefunden hatten und die scharfen Krallen ebenso aufblitzten wie das Lächeln auf ihren Lippen. Die Kordel war zu dick, als dass sie sie mit einem Ruck vom Gürtel getrennt hätte, weshalb sie die Hand ebenso langsam wieder zurückzog und dabei die ihre Krallen sachte über seinen Nacken gleiten lies.

Als das Schankmädchen an ihren Tisch herangetreten war, saß die Diebin wieder völlig unberührt auf ihrem Platz und zog die Augenbrauen zusammen, wann immer der Dunkelelf sich an ihrem Bier bediente. Natürlich war es furchtbar, aber anders würde es auch absolut nicht hierher passen oder? „Etwas anderes würde wohl kaum Sinn machen oder?“, entlies sie in einem melodischen Seufzen. „Aber was führt dich hieher, Schänder.“ Wie gerne sie ihn mit diesem selbst gewählten Spitznamen ärgerte. Er war wahrscheinlich einer der wenigen oder gar der Einzige seines Volkes, der sich tatsächlich noch nie einfach so an einer Frau vergangen hatte. Umso mehr Freude bereitete es ihr, immer wieder das gefährliche Blitzen in den Onyxen zu sehen, wann immer sie ihn so nannte.

„Wer wird heute dein Opferlamm sein?“ Die Anwesenheit des Spitzohrs bedeutete meist, dass jemand sterben musste. Es war wohl ihre Ablenkung geschuldet, dass sie nicht bemerkt hatte, wie er das Schankmädchen wieder abgewimmelt hatte und sich plötzlich erhob? Alarmiert zog die Katze die Augenbrauen hoch, erst recht, als sie verstand, was er plötzlich wollte. Doch noch ehe sich der Rotschopf geschickt aus der Situation ziehen konnte, oder einfach aus dem nächstbesten Fenster springen, was in Anbetracht seiner Bitte wohl die angenehmere Situation war, zog der Dunkelelf sie schon auf die Füße, dass ihr Protest in einem leisen Zischeln unterging.

Wiederwillen flammte in den Saphiren auf, verblasste aber beinahe so schnell wieder, wie er erschienen war, als er ihren Körper einfach zu sich zog und so bestimmt ihre Hände um seinen Hals legte. „Ist es klug meine Krallen wirklich in die Nähe deiner Hauptschlagader zu bringen, nachdem du mich wirklich zum tanzen zwingst?“ Nun war es ihre Stimme, die von einem dunklen, unheilverkündenden Tonfall beseelt war, während sie eben jene Stelle entlangfuhr, an der es unter der dunklen Haut pulsierte. Danach zu fragen, was das Ganze überhaupt für einen Zweck hatte, sparte sich Shay kurzerhand. Sie war es gewohnt, dass er ihr nicht dann die Antworten gab, die sie haben wollte, wann sie danach verlangte. Einen kleinen Funken Aufregung hatte es ja doch, so konnte sie selbst auch besser beobachten, wer sich in das Spiel einmischte. „Sag mir zumindest früh genug Bescheid, wenn es eng für mich und meinen Kopf wird… ich will nicht noch einmal so eine Szenario wie im Raubschattenwald.“ … eine sehr alte Geschichte, und doch hatte es sie ein gutes Büschel Haare gekostet!
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Lucille am Fr Aug 11, 2017 2:12 pm

Lucille sah auf als sie von der Seite von einem Mann angesprochen wurde "Ich wüsste nicht genau was dich das angehen sollte." sagte sie zu dem Mann und nahm einen weiteren Schluck. "Aber da es dich scheinbar interessiert, nein ich habe kein Interesse daran, vor allem bei so viel Konkurrenz." antwortete sie schliesslich. "Hast du etwa Interesse an dem Auftrag?" wollte sie dann von ihm wissen, zugetraut hätte sie es dem Kerl zumindest. Der sah auf jeden fall so aus als ob er jemandem für Geld die Kehle aufschlitzen. Als er danach irgendwas von Krähen faselte, zog sie nur eine Augenbraue hoch, offensichtlich das sie keine Ahnung hatte was er damit meinte. "Erm, ja ich glaube das ist logisch wenn Krähen sich treffen das es dann laut wird." war ihre Antwort. Sie wusste zwar nicht was der Kerl vorhatte, aber sie hatte so ein Gefühl das er etwas vorhatte. "Aber ich werde das Schauspiel gern beobachten, sowas kann sicher unterhaltsam werden." meinte sie dann einfach und sah noch einmal ein wenig um, ehe sie sich wieder dem Kerl zuwandte "Ich heisse übrigens Lucille, wie darf ich dich nennen?" fragte sie ihn dann einfach mal. Es war zwar vielleicht etwas unklug ihm ihren Namen zu nennen, aber sie lernte gern neue Leute kennen.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Jaekim am Fr Aug 11, 2017 4:13 pm

"Nein, nicht so wirklich. Ich glaube, den Auftrag überlasse ich einem von denen da." er nickte zu ihren Nachbarn hinüber, eine Frau und ein Mann, die sich zu kennen schienen.
Das sie mit der Losung nichts anfangen konnte, wunderte ihn nicht, doch er tat es mit einem Auflachen ab.
"Ach, mit Krähen bezeichnet man doch auch Leute, die sich um etwas scharen, nicht wahr?" erneut machte er eine vage Handbewegung hin zu ihren Nachbarn, die offenbar weit interessierter am Auftrag waren, als sie beide.
Das es unterhaltsam werden könnte, wollte er nicht bestreiten, darum nickte er dazu grinsend.
"Ja, könnte lustig werden, besonders wenn sich mehrere melden und sich nachher vielleicht noch darum streiten."

Sie sah sich um, ließ ihn dabei aus den Augen und er fragte sich einen Moment, ob sie wirklich eine Diebin war. Vielleicht war sie ja geschickt genug, um sich keine Sorgen darum zu machen, dass er selbst versuchen könnte ihr etwas abzunehmen? Oder aber sie dachte bei seinem Anblick schlicht nicht daran...
Lucille, sie bestätigte was er vorhin erfahren hatte und er nickte ihr leicht lächelnd zu.
"Elko." entgegnete er kurz angebunden. "Wundert mich, dass du noch nicht von mir gehört hast, ich bin hier ziemlich bekannt." Wobei kaum einer wusste, wer er eigentlich war, aber das war ja auch Sinn einer solchen Gestalt wie Elko. - Man fragte lieber nicht genauer nach.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Outis am Sa Aug 12, 2017 10:07 pm

„Besser werden?“, fragte Outis an den Wirt gerichtet. „Wollt Ihr damit andeuten, dass es besser wäre unseren ominösen Auftragsgeber von unseren Fähigkeiten zu überzeugen anstatt hier herumzusitzen und unser aller Zeit zu vergeuden? Die einfachste Möglichkeit dazu wäre die Konkurrenz zu töten beziehungsweise beinahe zu töten. Aber irgendwie bin ich davon ausgegangen Ihr würdet in Eurem Gasthaus keine offene Gewalt dulden.“ Sein Blick wanderte zu den Aufpassern und der leicht spöttische Zug um seine Mundwinkel sollte wohl zeigen, dass er sie für kein ernsthaftes Hindernis hielt.
Dann wandte er sich Selina zu und diesmal sprach er laut genug, dass ihn jeder, der sich für Treiben am Tresen interessierte, hören konnte: „Wie wir herausstechen sollen? Es kann sein, dass die muntere Gesellschaft hier einige Individuen enthält, die ganz famos darin sind die ganze Nacht in einer dunklen Ecke zu kauern und auf die passende Gelegenheit zu warten ihrem Opfer eine vergiftete Klinge in den Rücken zu stechen. Aber hier geht es nicht darum Leute zu töten sondern darum sie annähernd zu töten.“ Zumindest in vier von fünf Fällen.
„Und wer tödliche Treffer vermeidet, läuft Gefahr, dass das Opfer noch Gelegenheit findet sich zu wehren, dass es zum offenen Kampf kommt. Dann sind andere Fertigkeiten gefragt und die sollte man gut genug beherrschen um weder selbst zu sterben, noch gezwungen zu werden seinen Gegner zu töten. Wer in dieser illustren Runde wäre für den offenen Kampf geeigneter als wir beide? Ich wette, dass ich jeden hier in einem tatsächlichen Zweikampf besiegen könnte.“ Eine klare Herausforderung. Und Outis wirkte durchaus zufrieden mit sich selbst, als er nun das Heft seines Schwertes tätschelte. „Mein Mädchen hat eh schon eine Weile kein Blut mehr zu trinken bekommen. Es dürstet.“
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Ciaran am So Aug 13, 2017 12:59 pm

„Hmmm...die ist mir noch gar nicht aufgefallen diese ‚süße Taeli‘. Ehrlich gesagt gibt es für meinen Geschmack nicht so viele süße Frauen hier im Raum. Kätzchen einmal ausgenommen“, grinste ich ihr entgegen, während ich sie geschickt um ein paar herumstehende und gaffende Bauertölpel herum manövrierte. Was auch immer es war, was mich an ihr faszinierte, ich wurde dieses immerwährenden Spiels nie müde. Und auch ihre Krallen, die ab und zu über durchaus empfindliche Stellen strichen und ihren beiläufig erscheinenden Berührungen einen Hauch von Gefahr verliehen, machten das Ganze nur noch interessanter.

„ ‚Schänder‘ schon wieder?“, fragte ich beinahe beleidigt, als ich sie in eine Rechtsdrehung zog, die Bewegung dann abrupt beendete und sie mit einem Ruck näher an mich zog. „Das klingt so grob...“, beschwerte ich mich leise, während mein Blick an der zarten Haut ihres Halses über ihre schön geschwungenen Lippen hinweg wanderte und an der Gruppe hängen blieb, die sich am Tresen versammelt hatte. Ich musste mich beinahe zwingen, tatsächlich die merkwürdigen Gestalten im Auge zu behalten, die sich dort um den Auftrag prügeln wollten, anstatt einfach zu der schönen Diebin in meinen Armen zurückzukehren. Erst recht, als sie mich so nannte... Zu gerne hätte ich sie eines Besseren belehrt, doch ich war nicht zu meinem Vergnügen hier. Und es gab eine Grenze zwischen uns, die wir zwar niemals offen definiert hatten, die jedoch unstreitbar da war und die keiner von uns beiden je überschritten hatte. Ich grinste, als ich sie erneut herum drehte, so dass ich jetzt mit dem Rücken zu der Gruppe am Tresen stand. Zumindest nicht dauerhaft... Für einen kleinen Moment musste ich mich auf mein Gehör verlassen, um weiterhin mitzubekommen, was dort gesprochen wurde, während ich mich ganz nahe zu ihr beugte, ihren Körper mit dem meinen gegen einen der Stützbalken drängend, die das obere Geschoss des Gasthauses stemmten.

„Die am Auftrag Interessierten versammeln sich“, hauchte ich kaum hörbar und strich mit den Lippen über ihren Hals, als würde ich ihr keine geheimen Informationen zuflüstern, sondern sie nur wie ein gewöhnlicher Verehrer liebkosen. „Einen von ihnen will mein alter Herr anscheinend tot sehen. Nur waren die Herren und Damen noch nicht so freundlich, mir ihre wahren Namen oder die Decknamen unter denen Vater sie kennen könnte, zu verraten...Somit wird es schwierig zu entscheiden, wer heute seinen letzten Atemzug tun darf. Was meinst du? Du hast doch eine überaus gute Menschenkenntnis“, neckte ich sie.
„Ach ja, der Raubschattenwald“, sinnierte ich leise und schenkte ihr nun ein aufrichtiges Lausbuben-Grinsen. „Aber spannend war es trotzdem... Und du warst wie immer äußerst attraktiv anzusehen, wenn du deine Krallen ausfährst.“ Vorsichtshalber machte ich mich bereit, ein Stück zurückzuweichen, sollte sie wütend reagieren. Bei diesem Kätzchen musste man schließlich mit allem rechnen - was einen guten Teil des Reizes ausmachte.
Dann holte mich eine Äußerung eines der Todeskandidaten wieder in die - zugegebenermaßen weniger reizvolle - Realität zurück. Ich warf einen Blick über die Schulter und lachte leise, als ich mich wieder Shay zuwandte. „Ob er überhaupt eine Ahnung hat, wie falsch er damit liegt?“ Für einen Sekundenbruchteil löste ich meine Rechte von Shay und es blitzten einige meiner liebsten Waffen zwischen meinen Fingern auf: Vergiftete Nadeln, die nicht unbedingt den Tod bringen mussten, aber auch beinahe jedes Opfer daran hindern würden, auf mich loszugehen. „Ob er schon einmal gespürt hat, wie es ist, wenn man nicht atmen kann? Wenn man schreien kann, und dazu nicht im Stande ist? Wenn man sich mit aller Kraft aus dem Griff des Feindes befreien will und es einfach nicht vermag?“ Meine Stimme war leise und so dunkel wie die Nacht und ich war mir beinahe sicher, dass selbst der magische Bann, der meine wahre Gestalt nach Außen hin verbarg, das unheimliche Leuchten meiner Augen in diesem Moment nicht verbergen konnte. Tharon wäre zufrieden. Irgendwo tief in mir schlummerte doch ein Tropfen Dunkelelfen-Blut und kämpfte darum, freigelassen zu werden.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Selina am Mo Aug 14, 2017 9:13 pm

'Was soll das denn jetzt bitte wieder heißen?, fragte sich Selina innerlich. Was erwartete der Auftraggeber bitte von einem, wenn er nicht einmal Vorgaben hab, zumindest andere als "kommt an den Tresen". Natürlich würde man im ersten Moment nichts anderes tuen.
Und da meldete sich auch schon Outis. Er war wohl ähnlich begeistert wie Selina und er hatte recht: "besser werden" konnte so gut wie alles bedeuten und wenn der Wirt nicht unbedingt wollte, dass Leute hier Das halbe Gasthaus auseinandernehmen würden, hätte sich der Auftraggeber wohl lieber etwas genauer ausdrücken sollen.
Selinas Blick folgte Outis' zu den Möchtegern-Wachen und sie konnte ein Lächeln nicht unterdrücken, als sie seinen abwertenden Gesichtsausdruck dabei sah.

Es dauerte auch nicht lange, dann sprach er wieder Selina an und begann ihre Frage zu beantworten. Man merkte, dass er wollte, dass ja jeder mithören konnte. Vielleicht tat er es um gleich so zu zeigen, wozu die beiden fähig waren und so 'besser zu werden' und vielleicht wollte er dadurch gleichzeitig die Konkurrenz einschüchtern. Mittlerweile schien es eh so, als hätte der Rest der Leute um sie herum das Interesse am Auftrag verloren. Zumindest schien es, als wären Selina und Outis die einzigen, die sich noch wirklich Mühe dabei gaben, bemerkt zu werden.
Wie gebannt hing Selina an Outis' Lippen. Das hätten ihre Worte sein können, die da gerade aus seinem Mund kamen und irgendwie war sie etwas stolz auf ihren Partner, der so offen für beide sprach. Natürlich wusste sie, dass er gerade etwas übertrieb und schön redete, aber sie fühlte sich doch etwas geschmeichelt, als er nicht nur für sich selbst warb, sondern sie beide als geeigneter als jeden anderen bezeichnete.

"Oh, und vergiss nicht, dass man selbst mit nicht-tödlichen Treffern Leute ausschalten kann. Die Frage ist nur, wie gut man zielen kann." Selina kramte noch eine Drachme aus ihrem Mantel, behielt diese aber vorerst versteckt in ihrer Hand "Und ich denke, darin ist niemand besser als ich."
Für einen kurzen Augenblick spielte Selina mit dem Gedanken, mit einem dämlichen Kunststück ihre Fähigkeiten zu demonstrieren, dann ließ sie es allerdings bleiben und spielte stattdessen mit der Münze in der Hand. Sollte sie anfangen, in diesem Gasthaus zu schießen, würden sie entweder rausgeworfen werden, oder der Auftraggeber würde das Interesse an ihr verlieren, weil Leute, die gerne angaben, auch die Leute waren, die gerne Geheimnisse, beziehungsweise Details über einen gewissen Auftragsmord, ausplauderten.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Remiron am Di Aug 15, 2017 10:54 am

"Selbstverständlich sind hier keine Kämpfe oder gar Morde gewünscht", gab der Schankwirt laut und deutlich zu verstehen. Sogleich regten sich auch einige der Wachen, so, als würden sie auf den Tresen zukommen, wenn jemand begann, mit einer Waffe herumzuschwingen, oder Ähnliches. Sie waren ihrerseits durchaus erfahrene Kämpfer, wenn auch nicht gerade Mörder und Diebe.

"So wie ich das sehe, seid ihr alle ungeeignet... aber was soll's, vielleicht kommt ja noch jemand auf den Gedanken, die richtigen Fragen zu stellen", meinte der Schankwirt und lehnte sich auf den Tresen.

Einige Männer verschwanden mit Frauen in die hinteren Räumlichkeiten. Es war offenkundig, dass sie sich dort gut vergnügen würden. Schon jetzt konnten sie kaum von den Huren ablassen.



Vergesst es... offenbar bin ich als Spielleiterin eben unfähig... also lassen wir es einfach gut sein. ist ja auch nix passiert...

ihr könnt hier noch spielen, wenn ihr Lust dazu habt,
aber der Auftrag so wie ich ihn mir vorgestellt habe, wird eben nicht ausgespielt, sondern nur in meinem Hauptspiel auftauchen...
Ihr könnt gern so tun, als ginge es um jemand anderen, der einen Aufrag stellt. Es ist mir auch egal, wie ihr den Kontakt zu diesem dann bekommt etc.


Zuletzt von Remiron am Do Aug 17, 2017 4:18 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Shayela am Mi Aug 16, 2017 8:13 pm

„Kätzchen?!“, zischte Shay leise und die Empörung auf den exotisch anmutenden Zügen war kaum zu übersehen. Beinahe hätte sie sich wie ein störrischer Bock gegen seine Führung entschieden und dickköpfig den Schritt gewechselt, aber sie besann sich im letzten Moment eines besseren Plans. Beinahe wie zufällig folgte sie seiner Bewegung ein wenig zu spät und lies den nächsten Schritt größer ausfallen und trat in ihrem „Ungeschick“ dem Dunkelelfen auf die linken Zehen. „Oh… entschuldige bitte. Wie tölpelhaft.“, säußelte der Rotschopf verlegen und zauberte dabei ein perfektes, unschuldiges Lächeln auf ihre Lippen.

Geschmeidig setzte sie einen Fuß hinter den Anderen, lies sich führen wie sie es sonst nie tat und tänzelte um den Tunichtgut herum. Wenn Madame ehrlich war, genoß sie es sogar ein klein wenig, diese altbekannten Sticheleien, das Spiel, dass sie stetig neu aufnahmen und sich immer wieder aneinander aufrieben. Es hatte etwas amüsantes und die Diebin liebte einen guten Schlagabtausch. Als der Dunkelelf sich über ihren liebevoll ausgewählten Spitznamen beschwerte und sie ruckartig aus der Drehung zu sich heran zog, glitt ein leises, überraschtes Zischeln über ihre Lippen und die dunklen Pupillen verjüngten sich katzenhaft. In ihren Augen stand jäh eine Mischung aus Anerkennung, seichter Aufregung und Empörung geschrieben, dass nichts desto trotz verschleiern konnte, dass es genau jene Art war, die sie so an ihm faszinierte.

Warum nochmal lies sie sich nicht mit dem charmanten Mistkerl ein? Ahja, natürlich, weil er ihr eigentlich ein Dorn im Auge war, ihr ohnehin immer in die Quere kam und ihr Verderben bedeuten würde, liese sie es tatsächlich so weit kommen. Entweder das oder sie würden wohl das teuflischste Pärchen überhaupt werden. Was für eine amüsante Vorstellung. „Die Wahrheit ist nie angenehm, Schätzchen.“, erwiderte die Diebin mit einem bedauernden Unterton in der Stimme und lies kurzerhand nach hinten fallen, bog den Rücken durch, um selbst noch einen Blick auf den Thresen erhaschen zu können. Zugegeben, gerade unauffällig waren die Beiden ja nicht, aber wer war das schon in dieser Spelunke? Immerhin konnten sie so den Anschein erwecken, dass die Belangen des ominösen Fremden sie garnicht interessierten.

Abschätzend, was er nun im Schilde führte, wurde die Katze zurückgedrängt, bis sie das massive Holz des Stützbalkens im Rücken spürte und sich widerwillig dagegen drückte. Doch noch bevor sie sich geschickt in einer Drehung aus der misslichen Lage herausmanövrieren konnte, stand der Giftmischer schon viel zu dicht vor ihr und hatte sie eingefangen. Wenn die Katze nicht auffallen wollte, würde sie wohl oder übel stillhalten müssen. Nicht, dass es nicht gänzlich ohne Reiz gewesen wäre von seinem sehnigen Körper gefangen gehalten zu werden. Doch als er auch noch über ihren Hals strich, glitt ein beinahe lautloses Fauchen über ihre Lippen, verspührte er wohl mehr die Vibration ihres Brustkorbs als dass er den Laut wirklich hörte. „Du wirst wohl so lange du lebst das blutrünstige Schoßhündchen deines Vaters sein, nicht wahr?“, gab sie spitz zurück und musterte die Anwesende eindringlich.

Oh, natürlich war ihr bewusst, dass sie damit wohl einen äußerst gefährlichen Punkt reizte und in ein Wespennest stach. Doch das war eben das interessante an Ciaran. Sie hatte noch nicht heraus gefunden, wie weit sie wirklich gehen konnte, ehe es ihm zu bunt wurde. Und gewisse Grenzen auszutesten schien doch eins ihrer bevorzugten Beschäftigungen zu sein. Vor allem bei einem gewissen Dunkelelfen.

Die absolut dumme Aussage des fremden Mannes war kaum in Worte zu fassen. War der Kerl nicht ganz bei Trost? Er forderte eine offene Auseinandersetzung, die der Wirt mit Sicherheit niemals zulassen würde. Kaum einen Moment später reagierte jener auch schon und drohte mit den Wachen, sollte tatsächlich einer das Schwert ziehen. Zumindest waren seine Worte ausreichend gewesen, um ihre Aufmerksamkeit für einen Augenblick von dem Dunkelelfen los zu eisen, ehe jener da schon etwas in den Händen hielt, dessen Aufblitzen ihr nur allzu bekannt vorkam. Augenblicklich spannte sich der schmächtige Körper etwas an, während sie die Nadel fixierte. Sie verdrängte gern den Umstand, dass das tatsächlich seine Spezialität war. Ein Glück, dass er sie zumindest ein Stück weit zu mögen schien. Wer wüsste schon wie oft sie sonst jene Nadeln schon zu spüren bekommen hätte.

„Nein, ich glaube nicht, aber es wäre spannend zuzusehen, wenn er umfällt, wie ein gefällter Baum.“, grinste Shay und versuchte sich ihre Nervösität nicht zu offen anmerken zu lassen. Allein schon die veränderten Züge und der dunkle Bariton in der Stimme des Dunkelelfen liesen ihn tatsächlich bedrohlich wirken. Einer jener wenigen Momente in denen er tatsächlich sein Blut offen zur Schau trug.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Lucille am Fr Aug 18, 2017 7:15 pm

Lucille nickte nur leicht "Ja ich will mich nicht so wirklich mit jemandem anlegen wenn ich ehrlich bin, da ist mir mein Leben zu wertvoll." meinte sie dann. Als er dann das mit den Krähen erklärte, irgendwie leuchtete es ihr nicht so recht ein, aber sie nickte wieder, diesmal ohne Bemerkung. Als er sich dann vorstellte musterte sie ihn kurz "Elko... Elko..." murmelte sie kurz vor sich hin, der Name war ihr schon irgendwo untergekommen... "Gehört ja aber ich hätte den Namen nie auf dich zuordnen können." meinte sie dann einfach. "Weisst du zufällig etwas über diesen Auftraggeber?" wollte sie dann wissen, sie wollte den Auftrag zwar nicht, aber sie hätte gern gewusst was es damit auf sich hatte, war wohl ihre natürliche Neugier. "Der war ist nämlich einfach so verschwunden, wohin was wohl kaum jemand so recht." fuhr sie fort und sah kurz zu den Beiden welche unweit von ihnen sassen. Die beiden schienen nicht sonderlich begeistert zu sein und redeten davon die Konkurrenz zu töten "Hm so wies scheint wird hier aber vorerst nicht viel passieren, entweder hat der Auftraggeber noch niemanden gefunden der seinen Vorstellungen entspricht oder er ist einfach gegangen. Vielleicht ist das ganze auch ein schlechter Scherz." meinte sie dann und starrte dabei in ihr Glas ehe sie einen grossen Schluck nahm.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Jaekim am Fr Aug 18, 2017 8:44 pm

"Ehrlich, ich fand den Kerl gleich merkwürdig. Hast du seine Schuhe gesehen?" Elko winkte ab.
Die Vermutung mit dem Scherz hielt er für gar nicht so abwegig.
"Wenn es ein Scherz war, dann ein wirklich blöder."
Sein Blick glitt weg von Lucille hinüber über die anwesende Gesellschaft. Dann blieb sein Blick kurz an der Rothaarigen von zuvor haften. Sie befand sich jetzt an anderer Stelle, zusammen mit einem Mann. Wenn er sich nicht täuschte, hatte er ihn zuvor schon bei ihr gesehen.

Nun, wie bekam man heraus, ob eine Person ein Dieb war?
Da fielen Jaekim drei einfache Möglichkeiten ein. Entweder man gab sich sorglos und ließ sich selbst bestehlen, man sorgte dafür, dass jemand anders Sorglos war, oder, die aufwändigste der Möglichkeiten, man sorgte für Chaos, dass jedem Dieb willkommen sein würde. Ein schiefes Grinsen in Richtung Lucille ließ ihn zu der Überzeugung gelangen, dass die erste Möglichkeit nicht in Frage kam und die zweite zu einfach für sie war. Also blieb nur die Dritte, auch wenn da einige Leute rum standen, die wie Wachen aussahen, einen richtigen Dieb würde das kaum abschrecken. Also war es der perfekte Test für die liebe Lucille.
Jaekim hob einen Arm und streckte sich ausgiebig, dabei warf er seinem Gilden-Kollegen am hinteren Tisch einen eindringlichen Blick zu. Der sah herüber, wie er es die ganze Zeit immer wieder getan hatte. Jetzt hob er kurz fragend die Augenbraue, senkte dann jedoch den Kopf auf die Tischplatte und gab so seine Zustimmung. Er wollte wohl auch gerne wissen, ob sie bei Lucille richtig lagen.

"Ich glaube, da bahnt sich was an." meinte Elko zu Lucille gewandt und deutete vage in eine dunkle Ecke.
Tatsächlich stemmte dort genau in diesem Moment ein Mann beide Hände auf den Tisch und schrie sein Gegenüber an, dass es durch das ganze Gasthaus scholl.
Mehrere Blicke wandten sich sofort in diese Richtung und ein Teil bekam gar nichts davon mit, weil sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren. Alles ganz normal für ein Gasthaus wie dieses. Doch das der Beginn dieses Chaos organisiert war, das kam sicher nicht gar so oft vor.
Die Wachen wandten sich sogleich in diese Richtung, sahen sie die Gefahr von dort ausgehend als größer an, als jene von Outis und Selina aus. Kurz darauf rempelte der Dieb aus der Gilde auf der anderen Seite des Gasthauses eine Frau an, diese hielt sich nach Halt suchend an jemandem fest, der beschuldigte sie des Diebstahls und schon ging es rund.
Elko lehnte sich mit dem Rücken gegen den Tresen und grinste vergnügt. Dann warf er Lucille einen herausfordernden Blick zu.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Outis am Sa Aug 19, 2017 4:15 pm

“Ich schlage doch keine Rauferei vor, sondern einen Zweikampf unter Ehrenmännern. Nichts was das Eingreifen Eurer Wachhunde erfordern würde”, entgegnete Outis mit Unschuldsmiene und zwinkerte Selina zu. Außer bei ihr schien sein Vorgehen nirgends auf Gegenliebe zu stoßen. „Ohne Deine Rückendeckung würde ich keine solch großen Töne spucken“, ließ er sie wissen ehe er sich wieder dem Wirt zuwandte. „Das ist meine Art meinen Wert zu beweisen. Ich dachte, es wäre jemand gesucht, der Probleme mit der Klinge und nicht mit Worten löst.“ Der Söldner zuckte mit den Schultern, als wäre es nicht weiter wichtig für ihn. Und das obwohl er wirklich ein paar Münzen gebrauchen könnte. „Kann sein, dass ich mich geirrt habe. Und mangels williger Gegner wäre aus meinem Vorhaben wohl eh nichts geworden.“
Der Schwertkämpfer nahm einen großen Schluck aus seinem Krug. So viel zu reden machte durstig. „Man kann von den Herrschaften hier aber auch nicht verlangen, dass sie ihre dunklen Ecken, in denen sie es sich so gemütlich eingerichtet haben, verlassen, oder?“, wandte er sich Selina zu. Es wirkte gerade unwahrscheinlich, dass die frischgebackenen Geschäftspartner in dieser Sache engagieren werden würden. „Sollen wir andernorts unser Glück versuchen? Es findet sich immer jemand, der unsere Talente zu würdigen weiß – im Idealfall mit blanker Münze.“
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Ciaran am Sa Aug 19, 2017 8:11 pm

"Das hast du mit Absicht gemacht", warf ich Shay leise vor, die Lider halb gesenkt. "Du spielst mit dem Feuer. Pass auf, dass du dich nicht verbrennst", riet ich ihr noch immer flüsternd, während meine Augen die ihren fixierten. Dabei war gerade das das Spannende an unseren Zusammentreffen. Wie jedes Mal, wenn sie mir so nahe war, konnte ich meinen Blick kaum von den katzenhaften Iriden in den Tiefen der tobenden Meeresspiegel wenden. Es war, als hätte jemand eine Naturgewalt eingefangen und in ein paar Augen gebannt. Niemals würde ich müde werden diese Facetten zu studieren und durch die ein oder andere Provokation einen Sturm hinein zu beschwören.

Ich zuckte leicht mit den Schultern und betrachtete sie noch ein paar Herzschläge lang, wobei ich mir ihrer Nähe mehr als bewusst war. "Wer nur nach dem Angenehmen sucht, wird niemals wachsen." Schwierigkeiten und deren Überwindung waren es, die jemanden stark werden ließen. Stark genug, um... "Ich bin kein Schoßhündchen!" Dieses Mal hatte sie wirklich meinen Zorn entfacht und meine Hand glitt zu ihrem Handgelenk. Mein Griff war fest, als ich es für einen Moment verdrehte und den womöglich aufkommenden Schrei in einem Kuss erstickte. Mein Herz klopfte. So weit war ich noch nie gegangen und die Versuchung war groß, auch dieses Spiel weiter zu treiben, doch ich zog mich zurück, bevor ich genug von ihr kosten konnte, um andere Dinge zu bereuen.
"Vorsicht", wisperte ich noch einmal. "Vergiss nicht, mit wem du hier sprichst." Meine Augen funkelten in einer Mischung aus Gefahr und Übermut. Aber genau das war es, was mich an Shay so anzog. "Aber genug davon", beschloss ich. "Ich will mir den Abend in netter Gesellschaft nicht durch dumme Worte verderben lassen. Taten sind doch eh viel überzeugender, findest du nicht?" Für einen Herzschlag zuckte mein Blick zu ihren Lippen. Obwohl es nicht meine Absicht gewesen war, war ich kaum umhin gekommen zu bemerken, wie weich sie waren. Weich und schön geschwungen... Ich riss mich von dem Gedanken los. "Wie sieht es aus?" Ich deutete mit einem kleinen Lächeln eine Kopfbewegung in die Runde an. "Lust auf ein kleines Spiel?", fragte ich mit einem geheimnisvollen Lächeln. Wieder ließ ich meinen Blick über die Anwesenden wandern. Ich glaubte inzwischen, einen guten Überblick zu haben, wer wegen dem Auftrag die Ohren gespitzt hatte. Und es war eine interessante Schar. "Lass uns etwas Spaß mit ihnen haben", schlug ich vor. "Shay, Königin der Diebe", neckte ich sie wieder mit blitzenden Augen und beugte mich näher zu ihr, um ihr flüsternd meinen Plan zu erklären. "Ich fürchte, der ominöse Auftraggeber hat kalte Füße bekommen oder wittert eine Falle", erklärte ich. "Ich glaube zwar nicht, dass mein Ziel sich unter den Anwesenden befindet, aber sicher bin ich nicht. Noch nicht. Immerhin könnte er seine Gestalt verändert haben... Aber eines wissen wir: Sie alle erwarten einen Auftrag..." Mein Lächeln wurde ein wenig schelmisch, als ich ein Stück Papier herauszog und es zerteilte. Auf jeden Fetzen schrieb ich die gleiche Nachricht von einem Treffen in einer Stunde - auf dem Friedhof vor den Toren der Stadt, am einzeln stehenden Baum auf dem Hügel - und drückte Shay die Zettel in die Hand. "Schaffst du es, jedem von ihnen unbemerkt einen in die Tasche zu stecken?", fragte ich mit wissendem Grinsen, dass ich nicht irgendjemanden vor mir hatte, sondern eine der Talentiertesten. "Ich zähle auf dich", flüsterte ich, bevor ich mich umwandte und mich räusperte. Ich würde sie durch eine kleine Rede ablenken. Währenddessen hatte Shay Gelegenheit, ihren Auftrag zu erfüllen. Und sobald sie damit fertig war, würde ich die Anwesenden bitten, in ihre Taschen zu sehen, wo sie die geheimnisvollen Zettel finden würden - wenn Shay Erfolg hatte, aber daran zweifelte ich nicht. Schon alleine, weil sie beweisen wollen würde, dass sie dazu in der Lage war.
Ich trat lachend einen Schritt vor und applaudierte dem Söldner und seiner Partnerin. "Welch wahre Worte, mein Freund. Ihr scheint die Seele eines wahren Kriegers zu besitzen", lobte ich. "Doch könnt Ihr Euch auch mit den Schattenseiten dieses Daseins anfreunden? Nicht jeder Auftrag ist ehrenvoll. Nicht jeder Tote gerechtfertigt. Nicht jedes Wagnis kann mit Stolz eingegangen werden. Seid Ihr Euch dessen bewusst?" Ich ließ meinen Blick über einige andere Gesichter schweifen, von denen ich annahm, sie wären wegen des Auftrages hier. "Ich bin ein Mann, der Talente sehr zu schätzen weiß", versprach ich mit einem geheimnisvollen Lächeln. Wieder einmal war ich dankbar für die Fibel, die meinen Umhang zusammenhielt. Sie war nicht nur Ursprung des Zaubers, dem ich meine menschliche Tarnung zu verdanken hatte, sondern wies mich auch noch als Angehöriger einer wohlhabenden Familie aus - jemand, der sich so eine Aktion leisten könnte, auch wenn er wohl dumm oder naiv war, selbst hier zu erscheinen. Aber gut, Dummköpfe gab es zuhauf.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Shayela am So Aug 20, 2017 12:10 am

(Falsche Reihenfolge)


Zuletzt von Shayela am So Aug 20, 2017 11:41 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Selina am So Aug 20, 2017 10:28 am

Etwas gelangweilt hörte Selina die Diskussion zwischen dem Wirt und ihrem Partner mit, wobei sie ihren Kopf mit verschwärmten Armen auf den Tresen senkte. Langsam verlor auch sie schon das Interesse an diesem Auftrag. Wenn man schon so großkotzig etwas in einer Schänke aushängte, konnte man doch auch schon etwas konkreter sein mit dem, was man wollte. Zwar lächelte Selina wieder kurz ihren Nachbarn an, als sich dieser ihr zuwandte, aber abgesehen davon konnte man schon erkennen, dass Selina ihre zeit eigentlich lieber mit etwas anderem verbrachte, als in einer heruntergekommenen Gastwirtschaft auf einen Auftraggeber, der wahrscheinlich gar nicht existierte, zu warten.
Dann hin sie ihren Kopf und richtete sich wieder normal auf, als Outis zu ihr sprach. "Ja, ich wollte auch schon fast gehen. Ich glaube nicht, dass das heute noch etwas wird." Kaum hatte sie ausgesprochen, hörte sie allerdings schon Lärm wie den von einer kleinen Rauferei, die zu beginnen drohte, aus dem Rest des Raumes und drehte sich um. Mehrere Leute begannen plötzlich, zu schubsen und rufen. Selina sah darüber zwar wahrscheinlich eher verwirrt aus, aber innerlich freute sie sich doch irgendwie darüber, dass jetzt etwas Spannendes passierte. Sie lehnte sich wieder zu Outis herüber und legte ihren Kopf diesmal auf seiner Schulter statt auf dem Holz ab. "Wie war das nochmal mit den dunklen Ecken?", sprach sie durch ein Lächeln, welches gleichzeitig mit der Schlägerei immer weiter wuchs. Es war fast so, als hätte man sich seine Behauptung zu Herzen genommen und versuchte gerade mit allen Mitteln genau das zu tuen, was er eigentlich nicht von einem erwartet hatte.

Selina konnte das Spektakel allerdings nicht allzu lange beobachten. Da trat schon eine andere Person zu den Leuten am Tresen. Hatte er gerade das Chaos hier angerichtet, nur um seine kommende Rede zu unterstreichen - wie auch immer das hätte helfen sollen. Immerhin verstand man ihn durch das Gebrüll nicht besonders gut.
Selina kniff die Augen zusammen, die Lippen halb geöffnet, als wollte sie schon laut aussprechen: "Was zur Hölle tut er da? Hat er überhaupt eine Ahnung, wovon er spricht?" Aber sie blieb vorerst still. Doch der Kerl wirkte zumindest etwas wohlhabend und auch die Art, wie er sprach, wirkte etwas arrogant, weshalb Selina auch erst einmal dachte, dass er doch gar nicht von besagten "Schattenseiten" zu sprechen brauche. Immerhin sah er nicht wie die Person, die sehr damit vertraut war, aus. War die ganze Sache mit dem Auftrag nur ein Trick gewesen, damit er am Ende die Aufmerksamkeit erlangen könnte? War er vielleicht auch der ursprüngliche Auftraggeber? Letzteres bezweifelte Selina. Das kam ihr gerade alles etwas zu seltsam vor. Vor allem nachdem der Wirt die Sache eigentlich schon fast abgeblasen hatte.

Selina, deren Kopf immer noch auf der Schulter ihres Partners rastete, flüsterte wieder zu Outis: "Was denkst du? Der Kerl kommt mir nicht ganz geheuer vor - bestimmt nicht der Auftraggeber, den wir gesucht haben." Dann hob sie ihren Kopf wieder und sah Outis stattdessen an. "Aber er sieht auch aus, als könnte er diese 'Talente', die er so schätzt, bezahlen...wenn das ganze hier nicht nur ein Scherz ist." Selina konnte sich gut vorstellen, dass sich jemand nach der wohl eher erfolglosen Suche des "alten Auftraggebers" - vorausgesetzt dieser würde überhaupt existieren - über diesen lustig machte. Oder vielleicht war einfach alles von Anfang an nur ein großer Scherz gewesen, einfach um etwas Verwirrung und dann das jetzige Chaos zu stiften.

(Wenn Shay und ich praktisch nur getauscht haben, ist jetzt wieder Lucille dran)
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Shayela am So Aug 20, 2017 11:42 am

„Wie gemein soetwas zu behaupten! Ich würde das niemals absichtlich tun.“, brüskierte sich der Rotschopf leise und nahm das stille Duell auf, dass er nun mit Blicken auszutragen wünschte. Es war doch merkwürdig, dass das ungleiche Paar nicht aufeinander treffen konnte, ohne dass der Eine versuchte dem Anderen immer einen Schritt voraus zu sein und umgekehrt. Es war doch einfach absurd und so unglaublich amüsant, dass es sich Shay nicht mehr anders wünschte.

Es war wie der kalte Windhauch vor einem drohenden Sturm, der ihr verriet, das die Stimmung des Dunkelelfen gerate kippte, noch bevor sich seine Augen zu schlitzen verengten. Oh, da war sie wohl tatsächlich an eine Grenze gestoßen. Wie überaus spannend. Doch noch bevor sich ein überlegenes Lächeln auf ihren Lippen formen konnte, packte der Giftmischer jäh ihr Handgelenk und drehte es mit einem Ruck herum. Das hatte er noch nie getan! Natürlich hatten sie sich immer geneckt und geärgert, aber derart offensiv war er nie geworden. Überraschung und Schmerz blitzte in dem Meeresblau auf, als sich ihre Lippen zu einem scharfen Zischeln öffneten, dass ebenso jäh wie der Schmerz durch ihren Arm gezüngelt war, erstickt wurde unter ein paar Lippen. Seinen Lippen.

Die Diebin riss die Augen auf und versuchte zu ordnen was gerade geschah. Was war nur in ihn gefahren? Was verdammt noch mal tat er da nur?! Dieser Idiot! Wollte er den alles kaputt machen? Er brach die verdammten Spielregeln! Doch noch bevor ihn die Katze in wachsender Aufregung und seichtem Ärger von sich stoßen konnte, wich er auch schon und lies sie atemlos zurück, dass ihre Finger sich in den Balken hinter ihr krallten. Fassungslos haftete sich das dunkle Blau an seine Züge, suchte in dem Purpur nach einer Antwort, die er wohl selber nicht hatte. Und doch hatte Ciaran erreicht was er wahrscheinlich wollte, die Katze war tatsächlich sprachlos.

Ein, zwei tiefe Atemzüge lang starrten sie einander nur an, ehe langsam ein Lächeln das erstarrte Gesicht der Diebin löste und sie den Kopf zur Seite wiegte. „Also wenn das die Bestrafung dafür ist,… sollte ich dich wohl öfter aufs Blut reizen.“, säußelte der Rotschopf ihm keck zu und versuchte noch immer die Hitze aus ihrem Körper zu vertreiben, die sie jäh befallen hatte. Seine Worte waren klar gewählt doch fehlte Ihnen jegliche Überzeugung. Seine Warnung erreichte sie nicht, nicht im geringsten, als sprach er sie nur aus, damit es eben getan hatte. Was für eine merkwürdige Situation.
„Worauf willst du hinaus?“ Ah diese verfluchte Neugierde lies sich einfach nicht zügeln und Ciaran wusste leider, wie er sie anstacheln konnte, noch mehr wohl als ihren Zorn oder Ärger, oder ganz andere Dinge. Wie ungemein rau und dennoch verlockend der Kuss gewesen war, ertappte sich die Katze dabei, wie sie sich ausmalte, wie wohl… Nein! So etwas durfte sie nicht einmal denken. Schon garnicht bei einem Kerl, der den Spitznamen „Schänder“ trug. Oh, Moment, den hatte sie ihm ja gegeben.

Ein kurzes Kopfschütteln half nicht unbedingt weiter, aber es gewährter ihr eine weitere wertvolle Sekunde Zeit, um derlei unpassende Gedanken aus dem Kopf zu verdrängen und sich lieber aufmerksam dem Plan des Dunkelelfen zu widmen. Je länger er sprach, desto breiter wurde das Grinsen auf den zartroten Lippen, und der Schalk kehrte in die sturmumwölbten Iriden zurück. „Dass klingt nach einem äußerst interessanten Spiel. Ich bin dabei, Schänder.“, kicherte die junge Frau vergnügt und war ihm nicht einmal böse, ob dem was er getan hatte. Oder?

Grazil trat sie einen Schritt zur Seite, um an ihm vorbei zu tänzeln und blieb dann jedoch jäh hinter ihm stehen und drehte sich um, gerade als sich der Giftmischer seinem „Publikum“ zuwenden wollte. „Ach Ciaran?“Sie setzte einen gezielten Schritt zwischen seine Beine und drängte ihn so ihrerseits gegen denselben Balken. Zumidnest musste er weichen, wenn er nicht ihr Knie in gewissen, emfindlichen Stellen spüren wollte. Ihre linke Hand schnellte an seine Schulter, während sich die Rechte, oder ehe die messerscharfen Krallen, an seine Kehle legten und im Meeresblau ein unruhiger Wellengang entbrach, als der Rotschopf seinen Blick fixierte. „Wag es ja nie wieder mich zu küssen… oder ich werde dafür Sorge tragen, dass es die letzten Lippen sein werden, von denen du kostest.“, hauchte sie ihm entgegen, die Stimme dunkel und vielversprechend, wie das Wispern eines Liebhabers in die Ohren seiner Angebeteten.

Ebenso unverwandt stieß sie sich von ihm ab, hoffentlich noch ehe er einen dummen Gedanken formen konnte und wieder nach ihrer Hand griff. Zeit sich ans Werk zu machen. Der erste Zettel ruhte schon in ihrer Hand während sie durch den Schankraum schlenderte und ihr erstes Ziel ausmachte. Ohne sich auch nur zu dem Dunkelelfen umzudrehen, konnte sie seinen Blick im Rücken spüren, während sie „Elko“ und Lucille ansteuerte, oder eher mit etwas Abstand an ihnen vorbei. Sobald sie ihre Aufmerksamkeit dem Dunkelelfen zuwandten, würde sie zuschlagen. Das Glück meinte es anscheinend sehr gut mit ihnen, kam in jenem Augenblick Unruhe auf, Geschrei wurde laut und die Wachen sowie wahrscheinlich die Aufmerksamkeit der Anwesenden richtete sich auf die Streitenden. Geduldig wartete Shay auf den richtigen Moment, während sie so tat als würde sie die Toiletten suchen, ehe sie Elko und Lucille ein Briefchen zusteckte. Verwunderlicherweise schien der Fremde merkwürdig zufrieden über den Aufruhr, jener, der sich Elko nannte. Natürlich war er ihr ein Begriff, man hörte dies und jenes Munkeln und ihre kätzischen Ohren saugten nur allzu bereitwillig alles auf.
Vor Sel und Outis war es wesentlich einfacher, drängte sie sich zwischen das Bar an den Tresen und torkelte dabei ein wenig umher, als wäre sie einfach nur eine Betrunkene auf dem Weg zum nächsten Bier. Und auch jenen zwei lies sie ein Zettelchen in die Hosentaschen gleiten.

(Diejenigen, die bei dem neuen Spielverlauf mitmachen wollen, sollen einfach tatsächlich die geheime Nachricht bekommen, zugesteckt von meinem Char. All jene, die kein Interesse daran haben, können Sie meinetwegen gern erwischen oder so XD)
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Lucille am So Aug 20, 2017 9:51 pm

Lucille nickte zustimmend "Ja das Gesamtbild des Mannes war etwas seltsam, das stimmt." meinte sie und sah zu Elko. Als er meinte das es ein blöder Scherz war nickte sie wieder "Über sowas macht man keine Scherze." meinte sie und das war tatsächlich ernst gemeint. Als Elko dann meinte das sich etwas anbahnte, sah sie in die Ecke auf die er zeigte und so wie es aussah würde es eine Massenschlägerei geben. Sie hatte auf eine solche Gelegenheit gewartet, sie betrat doch keine Taverne und ging mit leeren Händen. Sie bemerkte das die rothaarige ihr etwas unterjubeln wollte, sie tat einfach mal so als ob sie es nicht bemerkt hatte und liess zu das sie ihr den Zettel in eine Tasche steckte.
Als Elko ihr einen herausfordernden Blick zuwarf, beschlich sie das Gefühl das er irgendwie etwas damit zu tun haben könnte, aber das war ihr egal sie wollte sich selber bereichern. Also stand sie auf und mischte sich unter die Leuten, dabei achtete sie darauf das sie in keine der Schlägereien hineingezogen wurde, ein Kerl taumelte gerade auf sie zu, sehr schön der wäre ihr erstes Opfer. Sie fing ihn auf "Alles ok mit dir?" fragte sie ihn und der Mann nickte leicht benommen, Lucille nutze die Gelegenheit, griff ihm in seine Tasche Ha perfekt war der einzige Gedanke als sie den Geldbeutel zu fassen bekam, diesen aus der Tasche zog und in ihrer eigenen verschwinden liess. Dann stiess sie den Kerl einfach wieder in die schlägernde Menge, zufrieden kehrte sie zum Tresen zurück, setzte sich neben Elko und zählte das Geld das sie gerade erbeutet hatte.


Zuletzt von Lucille am Fr Sep 01, 2017 2:51 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Jaekim am Di Aug 22, 2017 6:24 pm

Lucille ging wirklich auf seine Herausforderung ein und begab sich in die Menge. Jaekim verfolgte jede ihrer Bewegungen genau und erkannte, dass sie das wirklich nicht zum ersten Mal tat.

Währenddessen versuchte sich der Mann Gehör zu verschaffen, der noch eben mit der rothaarigen Diebin zusammen gewesen war. Tatsächlich wandten sich einige Köpfe ihm zu, doch das Meiste ging im entstandenen Chaos unter und Elko grinste in sich hinein. Der hatte sich eindeutig einen schlechten Zeitpunkt ausgesucht.
Dann huschte die Rothaarige vorbei und versuchte ihm einen Zettel unterzujubeln. Er streifte ihre Hand mit der seinen und nahm ihr den Zettel ab, ehe sie ihn irgendwo hin stecken konnte. Dann drückte er sie auf die gleiche Art leicht beiseite. Sie sollte ja nicht meinen, dass er sie in seine Taschen greifen lassen würde. Als sie wieder zwischen den Umstehenden untertauchte, wandte er sich wieder Lucille zu, die begonnen hatte die erbeuteten Münzen zu zählen.
"Hat es sich gelohnt?" fragte er lässig grinsend und nickte zu den Münzen hin.
Er schätzte, dass sie wirklich eine Diebin war, aber das war etwas zu leicht gewesen um sagen zu können, wie gut wie wirklich war. Da würde er sich noch etwas anderes einfallen lassen müssen.

Ein großer Kerl bahnte sich den Weg durch die Menge und strebte auf Elko zu, dabei hatte er ein Messer gezückt und alle die ihm im Wege standen wichen entweder schnell aus, oder wurden unsanft beiseite geschoben.
Er schien wütend über den Aufruhr, oder freute sich darüber um ihn für sich zu nutzen, das war nicht so ganz klar, aber er kam direkt auf Jaekim zu, unterschätzte diesen aber und stach mehrfach in die Luft über dem Dieb.
"Sag mal, willst du dich mit mir anlegen?!" brüllte der Kerl und stach erneut zu, leider traf er dabei die Frau, die sich gerade hinter Elko befand und sich soeben umsah.
"Wer sagt denn etwas davon?" fragte Elko und runzelte die Stirn.
Der große Kerl zog sein Messer einfach wieder heraus und stieß alle beiseite, die ihm in der Nähe standen.
"Ich glaube eher, dass du jetzt Ärger bekommst." meinte Elko und sah zu, wie die anderen reagierten.
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Outis am Di Aug 22, 2017 11:37 pm

„Ich nehme an, dass sich diese Leute irgendwann auf die Füße steigen, wenn sich zu viele von ihnen in der gleichen dunklen Ecke tummeln“, kommentierte Outis mit Blick auf die beginnende Schlägerei. „Ich glaube ein hübscher ordentlicher Zweikampf hätte weit weniger Schaden für unseren Wirt verursacht, als das da…“ Der Söldner ließ die Worte eine Zeit lang in der Luft hängen und wollte gerade fortfahren, als er angesprochen wurde.
„Normalerweise kenne ich meine Freunde“, erwiderte er die Worte des Fremden. Es gab schließlich zu wenige Leute, die er so genannt hätte, um da durcheinander zu kommen. „Aber Ihr habt natürlich vollkommen Recht. Wer auf Schlachtfeldern aufgewachsen ist, hat keine Ahnung von den Schattenseiten des Lebens, ehrlosen Pflichten und ungerechten Toden. Ich sollte wohl die Klappe halten, wenn es um Ding geht, mit denen ich mich nicht auskenne.“ Auf den Hinweis, dass der andere Mann Talente zu schätzen wusste ging er vorläufig nicht ein. Er musste seiner Partnerin beipflichten, irgendwas an dem Kerl war nicht ganz geheuer. Alles andere wäre in dieser Umgebung wohl auch überraschend gewesen.
„Das wird hier heute nichts mehr werden“, stellte er fest ohne den Zettel, der ihm zugesteckt worden war, bemerkt zu haben. „Ich schlage vor, dass wir uns ein gemütlicheres Lokal suchen und Du mich zum Essen einlädst. Dass würde uns etwas Zeit verschaffen uns einen Auftrag zu suchen, der nicht zehntausend Schritte gegen den Wind stinkt.“
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Re: dunkle Machenschaften

Beitrag von Selina am Fr Aug 25, 2017 5:51 pm

Auch Selina bemerkte die Frau, die ihr gerade etwas in die Tasche schmuggelte nicht. Dafür war sie zu sehr damit beschäftigt, sich einen Reim aus der Situation zu machen und außerdem noch Outis zuzuhören. Sie biss sich leicht auf die Lippe, als es sich für sie so anhörte, als wollte Outis den kleinen Adeligen provozieren. Sie verstand ihn und sie verstand auch, dass man des Öfteren seine Meinung äußern musste, aber vielleicht war gerade - in einem kleinen Raum, in dem sich ein sehr großer Kampf aufzubauen drohte - kein guter Zeitpunkt dafür.

Selina nickte, als Outis wieder ganz alleine zu ihr sprach. "Ja, ich hab' auch das Gefühl, dass es hier nicht mehr allzu lange sicher sein wird und -" sie brach kurz ab und warf ihrem Partner stattdessen einen gekränkten Blick zu. "Hey, warum muss ich dich unbedingt einladen?" Kurz daraufhin zwinkerte sie ihm allerdings gleich wieder zu und klopfte ihm mit dem Handrücken leicht auf den Oberschenkel. "Nein, mir macht das nicht wirklich was aus. Nur lass uns schnell von hier verschwinden. Die ganze Sache ist mir immer noch nicht ganz geheu-"

Erneut wurde Selina in ihrem Satz unterbrochen, als irgendein Verrückter neben ihr mit einem Messer herumfuchtelte. Sie hatte ihn bis eben gar nicht bemerkt, oder einfach ignoriert, weil Outis und jetzt auch noch der seltsame Mann, der die beiden angesprochen hatte, interessanter gewirkt hatten. Hätte sie den kleinen Kampf neben ihr doch nur etwas ernster genommen. Ein stechender Schmerz und ein Blick in sich herunter, ließen sie erkennen, dass besagter Verrückter ihr soeben in die Schulter gestochen hatte. Ihn schien das nur nicht sonderlich zu interessieren. Selina wollte er wohl nicht treffen, also zog er lediglich das Messer wieder heraus und begann andere Leute durch die Gegend zu schubsen.
Es dauerte einen Moment, bis Selina sich wieder gesammelt hatte, also saß sie für einen kurzen Augenblick nur still da und fasste sich an die verwundete Schulter, von der aus sich ihr Hemd nun langsam rot zu färben begann. "Scheiße...", murmelte sie nur leise in sich selbst hinein.
Die nächste Handlung war instinktiv und wenn Selina mehr Zeit zu überlegen gehabt hätte, hätte sie wohl auch anders reagiert. Jetzt stand sie zumindest auf und machte eine kleine, ruckartige Bewegung mit einem Bein und der heilen Schulter in Richtung des großen Kerls mit dem Messer, der augenblicklich nach hinten und gegen die nächste Wand flog. Es dauerte auch nicht lange, da hatte Selina erkannt, was sie gerade getan hatte. Sie sah sich kurz etwas außer Fassung um und drehte sich anschließend schnell zu Outis.

"Ja, du hast recht.", hauchte sie zu ihrem Partner, den sie sogleich am Kragen packte und mit ihm Richtung Tür humpelte. "Lass uns schnell verschwinden!"


Zuletzt von Selina am Sa Aug 26, 2017 3:19 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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