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Joolhaal

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Joolhaal

Beitrag von Joolhaal am Mi Jun 07, 2017 11:46 pm



Infos zum Schreiberling

Alter des Schreiberlings: 24
Hauptcharakter: Joolhaal
Nebencharakter(e): //



Charakter - Grundlagen

Name: Uznahgaar (Stamm) Ahkrin (Vater) Joolhaal (Eigenname); Spitzname: Jool
Rasse: Rakshuk
Alter: 24 Jahre
Geschlecht: Männlich
Zugehörigkeit: Licht



Erscheinung

Größe: 2,06 Meter; Schwanzlänge: 1,50 Meter  

Aussehen: Joolhaals Schuppenkleid hat einen sandig-braunen Farbton, geringe Veränderungen sind aber möglich, da er über die Fähigkeit Chamälion-Haut verfügt. Über sandig-braune Farben reicht das Farbspektrum seiner Haut jedoch nicht. Eine Ausnahme bildet eine rötliche Färbung, die sich von seiner Schnauze über die Stirn zieht, sie färbt sich entsprechend im rötlich-braunen Farbspektrum. An seinen breiten Kieferknochen befinden sich auf jeder Seite drei kleinere Hörner. Am Hinterkopf wachsen ihm zwei gerade Hörner. Auch über seinen Augen wachsen ihm, wie eine Art Augenbraue, auf jeder Seite drei kleine Hörner. Um seine Augen ist die Haut in einem dunklen Rot-braun gefärbt. Seine Augen haben Schlitzpupillen und eine leicht gelbliche Färbung.
Joolhaal ist schlank aber muskulös, im Vergleich zu einem Rakshuk jedoch eher durchschnittlich gebaut. Zudem hat er Klauen an Händen und Füßen und einen Schwanz.

Kleidung: Joolhaal trägt keine Schuhe und ist Barfuß  unterwegs, denn mit seinen Klauen kann er auf dem Sand besser laufen. Er trägt eine ärmellose Tunika aus grob gewebten Leinengarn, die bis zu seinen Knien reicht. An seiner Hüfte ist sie mit einem zweifingerbreiten Stoffgürtel befestigt. Darüber trägt er einen dünnen Überwurf mit Kapuze, der ihm bis zu den Knöcheln reicht. Dank seiner blass-bräunlichen Färbung verschmilzt Joolhaal förmlich mit seiner Umgebung.

Ausrüstung: Joolhaal trägt immer einen kopfhohen Speer mit sich. Sein Speer hat eine Spitze aus trüben Quarz und ist sehr scharf. Doch normalerweise trägt er ein schön gearbeiteten Beutel aus festem Stoff über der Spitze, um sie zum einen zu schützen und zum anderen, um friedliche Absicht zu signalisieren. Am Hals trägt er ein Amulett, dass nur Späher tragen dürfen. Das Amulett besteht aus besonders reinem Quarzglas mit kleinen, kupfern glänzenden Einschlüssen, das sehr selten in der Wüste zu finden ist. Es wird von einem einfachem Lederband um Joolhaals Hals gehalten. Durch dieses Amulett können sich die Späher untereinander durch Lichtsignale verständigen. Wenn Joolhaal vorhat, sich mit einer Karawane zu treffen, nimmt er ein größeres Schild mit, das er dann als eine Art Schlitten hinter sich herzieht, um damit Güter des Dorfes oder der Karawane zu transportieren.



Persönlichkeit

Charakter:

Joolhaal ist keine Abenteurerseele im strengen Sinne, wenn man darunter einen abenteuerlustigen Draufgänger versteht. Dennoch ist Joolhaal an Andersartigem interessiert und gerne unterwegs. Joolhaal ist zu liebevoller Begeisterung für andere und seine Umwelt fähig. Oft kann er aber nicht nachvollziehen, wieso Individuen handeln, wie sie eben handeln und fällt dann vorschnelle Urteile, auf dessen Unangemessenheit er nur ungern hingewiesen wird, gerade, weil er dieses Verhalten selbst an sich bemängelt.

Joolhaal meint es aber meistens gut, hat nur Probleme damit, es nach außen zu kommunizieren. Er schätzt es, wenn man ehrlich zu ihm ist und ihn nicht vor unangenehmen Wahrheiten schützen möchte. Leider ist er anderen Völkern gegenüber aufgeschlossener, als seinem eigenem Volk, zumindest gegenüber der stereotypischen Verhaltensweise der Rakshuk, wie er sie in seinem Stamm erfahren hat.

Sein Stamm ist ihm wichtig und er schätzt eine starke Sippe, jedoch hebt er sich im Vergleich zu den meisten seiner Stammesbrüder und -schwestern dadurch ab, dass er sich und andere vor allem als Kind des Shuk, als ein weiteres Beispiel für das waltende Lebensprinzip hält. Viele Rakshuk identifizieren sich besonders durch die Familie, den Stamm oder generell mit dem Volk der Rakshuk. Joohaal tut dies auch, betrachtet andere Völker jedoch als weitere Erscheinungsformen des Shuk. Was ihn daher von den anderen Unterscheidet ist, dass er für einen Rakshuk relativ aufgeschlossen ist und in Fremden nicht zwangsläufig eine Gefahr sieht. Daher ist sein Beruf, der des Spähers, zumindest seiner Meinung nach, nicht nur da, um potentielle Gefahr frühzeitig zu entdecken, er sieht sich in gewisser Weise auch als Entdecker und Mittelsmann.

Joolhaal empfindet zu starres Traditionsdenken als falsch, es wirkt ihm zu eingeschränkt und klammert all die offensichtlich existierende Andersartigkeit in der Welt aus. Dennoch lehnt er seine Kultur nicht ab, auch sieht er Wahrheit und andere Werte nicht als kulturrelativ an. Alles was er tut, ist eine Kulturpluralität anzuerkennen. Andere Humanoide dürfen gerne andere Werte vertreten, das heißt für ihn aber noch lange nicht, dass Werte relativ oder seine Werte gar falsch sind.

Joolhaal macht sich viele Gedanken über die Welt und ihre Bewohner, ist sich selbst aber ein Rätsel und findet es schwer, Aussagen über sein eigenes Innenleben zu treffen. Im Großen und Ganzen ist Joolhaal ein aufmerksamer und gutmütiger Rakshuk. Wenn es um schwere Entscheidungen geht vertraut er seinem Bauchgefühl und meistens herrscht Einklang zwischen dem, was er für richtig hält und dem, was er als richtig empfindet.

Vorlieben: Starke Familienverhältnisse, leichter Wind, heißes Wetter, weitläufige und überschaubare Landschaft, Sicht bis zum Horizont, seltsame und andersartige Dinge, Personen und Geschichten.

Abneigungen: Rakshuk, die seinen Heimatvulkan förmlich  vergöttern; respektlose Umgangsform; Rakshuk, die sich im Kampf darstellen, um Eindruck zu schinden; Einen beschränkten Horizont; Das Gefühl nicht zu wissen, was richtig ist.

Religion: Joohaal verehrt seinen Heimatvulkan Shuk, aber nicht als eine Art göttliche Entität. Der Shuk verkörpert für ihn nicht nur die Grundvoraussetzung für das Leben in Form von Wäldern, Flüssen, Bergen und Meeren, die er geschaffen hat und von dessen Tier- und Pflanzenwelt sich die Völker Arcus ernähren. Vielmehr verbindet er mit seinem Heimatvulkan auch das Lebensprinzip selbst. Der Shuk findet für Joolhaal in allem Ausdruck. Ob nun in der Form flüssigen Gesteins, tänzelnder Flammen, heißem Sands oder dem warmen Blut seines und anderer Völker. Doch empfindet Joohaal das Leben als höchste Ausdrucksform des Shuks.



Fähigkeiten

Beruf: Späher
Sprachen: Krem (fließend mit dem Dialekt seines Stammes), Arcum (mit Dialekt)
Lesen/Schreiben: Beides
erlernte Fähigkeiten: Gekonnter Nahkampf und Umgang mit Speer, Wissen von Heil- und Esspflanzen der Wüste und schnelles und ausdauerndes Laufen erlernte Joolhaal im Rahmen seiner Ausbildung; Einfachste Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben erlernte er vom Stammesshamanen, später baute er diese dann autodidaktisch aus.
Eigenschaften/Gaben:
Regeneration: Joolhaal wachsen Gliedmaßen nach und Gifte zeigen keine bis geringe Wirkung.
Temperaturunempfindlichkeit: Joolhaal verfügt über heißes Blut, extreme Temperaturen schränken ihn nicht ein.
Feuerflüstern: Diese Fähigkeit kommt bei Joolhaal etwas ungewöhnlich zum Ausdruck. Joolhaal erfährt weder Visionen noch spricht das Feuer zu ihm. Besonders ist, dass sich diese Fähigkeit nicht nur auf Feuer erstreckt. Joolhaal nimmt Feuer, Wärme und heiße Gegenstände selbst in großer Entfernung war. Je näher die Wärmequelle ist und je stärker sie sich von der Umgebungstemperatur unterscheidet, desto leichter fällt es ihm, sie wahrzunehmen. Man darf sich das aber nicht wie eine Wärmesicht vorstellen, Joolhaal spürt die Anwesenheit von Wärme auf eine sehr intuitive Weise ohne, dass sie mit visuellen Eindrücken verknüpft ist.
Chamäleon-Haut: Joolhaals Haut kann sich geringfügig der Umgebung anpassen. Sein Farbspektrum ist jedoch nicht besonders groß und bewegt sich um ein sandiges Braun herum. Zudem geschieht die Farbänderung nicht willentlich, dennoch sehr verlässlich. Sein Schuppenkleid passt sich immer der Umgebung an. Nur starke Emotionen können eine Ausnahme bilden. Befindet er sich in starken emotionalen Zuständen kann sich seine Farbe auch mal außerhalb eines bräunlichen Farbspektrums bewegen.

körperliche/geistige Stärken:
- Kräftiger Körper
- Für einen Rakshuk eines abgeschiedenen Stammes verhältnismäßig intelligent und gebildet
- Ausdauernder Läufer

körperliche/geistige Schwächen:
- Leicht unterdurchschnittliche Sehkraft
- Da ein Rakshuk in Crepererum nicht zu den alltäglichsten Gestalten gehört, fällt seine Anwesenheit ins Auge
- Trotz einer Handvoll Bücher, kennt er eigentlich nur seinen Stamm und eine kleine Gruppe von Händlern



Hintergrund

Stand: ledig
Familie: Vater: Uznahgaar Hahdrim Ahkrin; Mutter: Uznahgaar Voth Swadrim
Herkunft/Geburtsort: Norden von Tragalun, Kilenight Wüste
Wohnort: Ein verstecktes Dorf in Mitten der Wüste
Besitz: /
Gefährten: /

Geschichte:

Kindheit:
Joolhaal gehört dem unbekannten Stamm der Uznahgaar an. Er schlüpfte mit seinen vier Brüdern als Sohn von Swadrim und Ahkrin. Wie üblich bei den Uznahgaar war seine Erziehung Angelegenheit des ganzen Stammes.

Seltsamerweise schlüpfte Joolhaal blind. Hornhaut überzog seine Augen. Nach wenigen Wochen bildete sich diese zurück und Joolhaal begann zu sehen. Dieser seltsame Umstand hat womöglich etwas mit seiner besondere Ausprägung des Feuerflüsterns zu tun. Nun leidet Joohaal nur noch unter einer leichten Sehschwäche.

Seine Kindheit verbrachte er spielend und fest eingebunden in die dortigen familiären Verhältnisse. Abgesehen von seiner leicht unterdurchschnittlichen Sehkraft, stand er Altersgenossen körperlich in nichts nach. In seiner frühen Jugend war auffällig, dass er viele seiner Altersgenossen, spezielle seine vier Brüder, dumm fand. Er trotzte oft gegen ihr dummes, impulsives Verhalten und war von der ruhigen Weisheit des Stammesshamanen besonders angetan. Für ihn stand schnell fest, dass er klug sein wollte.

Beruflicher Werdegang:
Als es darum ging, seinen Beruf zu bestimmen, lag es nahe, ihn zu einem Shamanen zu machen. Leicht viel dies dem Stammesshamanen jedoch nicht, da er bei Joolhaal kein besonders stark ausgebildetes Potenzial erkennen konnte. Joolhaal wurde sodann in den Geschichten der Rakshuk, wie sie den Uznahgaar überliefert wurden, unterrichtet und sollte besonders die spirituelle Sichtweise der Rakshuk verinnerlichen. Doch als Joolhaal die Geschichten und religiösen Ansichten ausgiebig studiert hatte, war er enttäuscht. Er empfand sie als zu einfach, zu plump und nicht dazu geeignet die vielen Phänomene der Welt zu erklären. Er verstand nicht, wie man mit einer so großen Verständlichkeit den Shuk vergöttern konnte. Zu glauben, dass ein großer beseelter Vulkan einst ausgebrochen war und Land und Fauna erschuf, erklärte ihm zu wenig.

Dem Shamanen war Joolhaals skeptische Haltung aufgefallen und versuchte ihn daher auf einem intuitiveren Wege ans Shamanentum heranzuführen. Der Shamane brachte ihn zu einer Feuerschale in seinem Quartier und entfachte ein Feuer. "Das Feuer sagt mir, dass deine Seele das Weite sucht. Du möchtest nicht einfach nur frei sein von Verpflichtungen, du möchtest Freiheit in einer umfassenden Erkenntnis finden, Joolhaal". Als Joolhaal diese Worte hörte, hatte er das Gefühl, der Shamane hatte ausgesprochen, was tief in seinen Knochen steckte. Etwas, das er stets mit sich herumgetragen hatte, ihm aber dennoch verborgen geblieben war. Der Shamane wendete sich erneut an Joolhaal "Joohaal, suche die Freiheit in unserem Glauben, er wird dir zeigen wie die Dinge beschaffen sind, woher sie stammen und wohin sie gehen werden." Joolhaal wusste nicht was er sagen sollte. Aber ein unangenehmes Gefühl machte sich breit, er stockte. Der Shamane reagierte mit Nachdruck "Joolhaal, was spricht die Flamme zu dir?" Joohaal konzentriert sich auf die Flamme und erklärte schließlich "Ich höre nichts, sie spricht nicht...". Der Shamane war schockiert, zu jedem im Dorf flüsterten die Flammen, wenige konnten ihnen etwas Sinnvolles abgewinnen, die meisten nahmen nur ein undeutliches flüstern war – aber dennoch flüsterten die Flammen zu allen. "...aber ich kann dir sagen, dass die Späher in kürze über die große nördliche Düne wiederkehren, ich spüre ihre Fackeln." führte Joolhaal fort.

Der Shamane war verblüfft, als sich Joohaals Behauptung als wahr herausstellte. Er ließ sich Joolhaals Beziehung zum Feuer schildern und entschied, dass er Späher werden sollte. Mit einer Verzögerung begann Joolhaal also eine Lehre als Späher. Er erlernte wie alle, die einen ursprünglich militärischen Beruf erwählten, eine gute Kampfausbildung. Diese Ausbildung beinhaltete ausgefeilten Nahkampf und den, für die Uznahgaar traditionellen, Kampf mit dem Speer. Joolhaal mochte die regelmäßigen Kampfeinheiten und war ambitioniert die Kampfkunst der Uznahgaar bis zur Perfektion zu erlernen. Im Gegensatz zur religiösen Auffassung der meisten Rakshuk, war ihm diese Tradition kein Dorn im Auge, im Gegenteil er sah darin ein historisches Überbleibsel seiner früher kriegerischen Art und stellte sich gerne vor, wie er mit anderen Völkern über verschiedenste Kampfformen sinnierte. Joolhaal erlernte Atemtechniken, die ihn zu einem ausdauernden Läufer machten und hatte genug Gelegenheit, sein Feuerflüstern auszubauen.

Die Karawane:
Joolhaal pflegte Kontakt mit einer kleinen Handelskarawane, die weit Abseits von seinem Dorf, etwa alle drei Monate, durch die Wüste streifte. Er tauschte Güter des Dorfes gegen Güter der Händler. Diese Handelsbeziehung lag jedoch primär im Interesse von Joolhaal, da sich das Dorf autark versorgen konnte. Durch die Handelskarawane kam Joolhaal an die willkürlichsten Bücher anderer Völker. So sammelte Joolhaal allerlei, aber unsystematisches Wissen über den Rest der Welt und konnte ebenfalls sein Arcum verbessern. Anfänglich ließ er sich vom Stammesshamanen beibringen, Arcum zu lesen. Da aber auch dessen Wissen über Arcum recht eingeschränkt war, konfrontierte Joolhaal die Händler jeden dritten Monaten mit langen Listen von ihm unbekannten Worten. Beim Anfertigen dieser Listen konnte er sogleich das Schreiben üben, auch wenn seine Versuche keine motorische Glanzleistung darstellte. Ab und an präsentierte er seinem Dorf, wovon die Bücher sprachen, konnte aber meist keine große Begeisterung dafür wecken.

Der Sturm:
Joolhaal wurde ein junger, erfahrener und respektierter Späher und mochte seinen Beruf sehr. Eines Tages traf er sich wie üblich mit der Händlerkarawane. Er konnte sie gut leiden und mochte den aufgeschlossenen Umgang mit ihnen. An diesem Tag nahm Joolhaal eine beunruhigende Atmosphäre war. Ein gigantischer Sandsturm musste sich aus der Entfernung nähern. Er erklärte den Händlern, dass sie vorsichtig sein sollten, mit Sandstürmen dieser beachtlichen Größe sei nicht zu scherzen. Joolhaal bot ihnen an, sie zu seinem Dorf zu geleiten, wo sie sicheren Unterschlupf finden konnten, solange der Sandsturm wüten würde. Die Karawane lehnte jedoch ab.

Joolhaal machte sich also auf den Heimweg. Nach einiger Zeit wurde der Wind stärker und er konnte in der Entfernung Blitze wahrnehmen. Als er sich umdrehte, erkannte er das ungeheure Ausmaß des Sandsturms. Ein derartiger Sandsturm war ihm noch nie untergekommen. Riesige Wolken aus Sand und Staub türmten sich in die Höhe. Feiner Sandstaub verdrängte jedes Blau aus dem Himmel und von links und rechts zogen sich lange Blitze durch die aufgetürmten Wolken und brachten das sonst dunkle Innere der Sandmassen von innen heraus zum leuchten.

Joolhaal war klar, dass die Karawane diesen Sturm nicht überstehen konnte. Er machte Kehrt um die Karawane davon zu überzeugen, mit ihm zu gehen. Sein Schild ließ er zurück, um schneller rennen zu können. Nach einigen Stunden Sprint befand sich Joolhaal bereits in den Ausläufern des Sandturms. Zwischen Sand, brüllendem Wind und krachenden Blitzen konnte er schließlich die Wärmesignatur der Karawane erkennen. Schlagartig wurde der Wind stärker und schmetterte Joolhaal eine dichte Wand aus Sand ins Gesicht. Trotz seiner Schuppenhaut fühlte sich jedes Sandkorn, das der Wind ihm entgegen warf, an wie ein Nadelstich. Er konnte kaum noch etwas sehen, fokussierte sich aber auf die Wärme, die die Körper der Kamele ausstrahlten. Obwohl Joolhaal sich am äußeren Rand des Sturms befinden musste, verlangte ihm die Gewalt aus Wind und Sand alles ab. Joolhaal spürte einen Knoten in seinen Gedärmen, als er sich eingestehen musste, den Sturm falsch eingeschätzt zu haben. Er konnte sich kaum vorstellen, wie es im Zentrum des Sturmes vor sich gehen musste, da er sich selbst in seinen Ausläufen nicht mehr sicher war, ob er es Überleben würde. Das Zentrum des Sturmes musste sich auf das Dorf zubewegen. Kurz spürte er eine Mischung aus Zorn, Verzweiflung, Sorge und Reue als er an die Zukunft seines Dorfes dachte. Plötzlich riss ihn ein Windstoß von den Füßen , der sich anfühlte wie eine massive Wand aus Stein, und schleuderte ihn am Boden entlang, der sich plötzlich steinhart anfühlte. Benommen versuchte er sich aufzurichten, als ein stechender Schmerz sein Bein durchfuhr. Der Sturm hatte ihn gegen die Felswand einer kleinen Felspalte geschleudert. Als er versuchte sich mühsam und nahezu blind aufzurichten, schmetterte ihm ein undefinierbares Objekt an den Schädel und er verlor das Bewusstsein.

Als Joolhaal sein Bewusstsein wieder erlangte, dachte er, er müsse ersticken. Augen, Ohrenöffnung, Rachen und Lunge brannten so unerträglich, dass er zu würgen begann. Krampfend wühlte er sich aus einer Sandschicht, die ihn begraben hatte. Der Sturm war über ihn hinweg gerollt. Joolhaals Schädel brummte, seine Rippen schmerzten und sein Oberschenkelknochen musste gebrochen sein. Sein Speer war noch über seinen Rücken gespannt und hatte unangenehme Prellungen hinterlassen. Joolhaal hatte keine Ahnung wo er war. Der Sturm hatte die Wüstenlandschaft radikal verändert und alles unter einer meterhohen Sanddecke begraben.




passende Musik: Etwas, womit man heiße Länder und Wüsten assoziiert, z.B. das hier:


Zuletzt von Joolhaal am So Jul 09, 2017 11:59 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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