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Élie

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Élie

Beitrag von Élie am Sa Jul 15, 2017 7:41 pm

Infos zum Schreiberling

Alter des Schreiberlings: 27
Hauptcharakter:  Ciaran
Nebencharakter(e):  Élie


Charakter - Grundlagen

Name: Élie
Rasse: Lumenar
Alter: 28 Jahre
Geschlecht: männlich/weiblich - wird im Folgenden erklärt
Ava momentan: weibliches Aussehen
Zugehörigkeit:  Unlicht

________________________________________

Erscheinung

Größe: 1,80m (m)/ 1,65m (w)
Aussehen:
Élie ist groß und schlank gewachsen. Er ist kein ausgesprochener Kämpfer, aber durchaus trainiert, wobei dies weniger in Richtung Stärke, als eher Ausdauer geht. Seine mandelförmigen, auffälligen türkisen Augen ziehen häufig Aufmerksamkeit auf sich und verändern sich in seiner weiblichen Illusions-Gestalt nicht sehr, so dass sie seinen Verfolgern einen Hinweis auf seine wahre Identität geben können. Er hat braune Haare, die vorne etwas länger als hinten geschnitten sind und über seine Ohren reichen.

In weiblicher Gestalt (Aussehen eines etwa 13-14 jährigen Mädchens) ist er eher klein und zierlich. Seine braunen Haare fallen ihm etwas weiter als schulterlang offen über die Schultern. Durch die Illusionsmagie sind auch die Flügel-Male auf dem Rücken vollkommen verborgen.

Kleidung: Élies Kleidung besteht aus dunklen, langen Hosen und einer dunkelblauen Kurztunika mit silber-grauen Borten. Er hat einen schwarz-silbernen Gürtel um seine Taille geschlungen. In weiblicher Gestalt bleibt diese Kleidung in Grundzügen so bestehen und passt sich nur etwas in der Größe an. Um seine Verfolger abzulenken hat er in der Schnelle der Zeit nur die Farbe angepasst, um diese etwas abzulenken: Aus dem dunklen Blau wurde Violett.

________________________________________

Persönlichkeit

Charakter: Élie ist sehr neugierig und wissbegierig. So beschäftigte er sich schon in seiner Kindheit viel mit Experimenten und Büchern. Er war immer aufmerksam und ein guter Schüler, so dass er die offizielle Schule bereits zwei Jahre früher abschloss als seine Altersgenossen und stattdessen von eigens vom regierenden Rat bestellten Lehrern ausgebildet wurde. In dieser Zeit machte er auch ersten Kontakt mit den Forschungsexperimenten der Lumenaren, die streng vor der Außenwelt verborgen gehalten werden. Élie ist sehr zielorientiert und bereit, seinem Wissensdurst viele Dinge zu opfern und schaltete sämtliches Mitleid für die armen Kreaturen, an denen experimentiert wurde, aus - bis er sich plötzlich seiner eigenen Schwester gegenüber sah.  
Vorlieben: neue Erkenntnisse/Fortschritt, wird noch ergänzt
Abneigungen: wird noch ergänzt
Religion: Élie glaubt wie alle Angehörigen seines Volkes an das große Unlicht, wobei er wohl nicht der eifrigste Religionsanhänger ist. Nach seiner Flucht - und dem Gedächtnisverlust - kann er sich jedoch vorerst an nichts davon erinnern.  
________________________________________

Fähigkeiten

Beruf: Forscher im Auftrag der Lumenaren-Regierung
Sprachen: Arcum,  Lenush
Lesen/Schreiben: Ja, in beiden Sprachen
erlernte Fähigkeiten: Élie ist ein guter Sänger, hat dies jedoch wie so vieles andere vergessen. Er ist sehr geschickt und handwerklich begabt genug, um unkomplizierte Gerätschaften , die er für deine Forschungen/ Probe-Durchgänge benötigt selbst zu konzipieren und zu bauen. Er hat ein gutes naturwissenschaftliches Verständnis entwickelt und kann mit Hilfswerkzeugen wie Maßstab, Zirkel und Kartierungswerkzeug umgehen. (alles zur Zeit unbekannt). Er kann mit einem Schwert umgehen, wird jedoch niemals einen geübten Schwertkämpfer allein mit der Waffe überwältigen können. Seine eigentliche Stärke liegt in der Magie und im Denken.

Eigenschaften/Gaben:
Flügeltarnung, Illusionsmagie, in Grundzügen: Blitzmagie

körperliche/geistige Stärken:
geschickt, belesen, ehrgeizig, klug, ausdauernd (körperlich und geistig)

körperliche/geistige Schwächen:
in Hinblick auf seine Forschungen in weiten Teilen skrupellos, sozial eher isoliert (einzige Ausnahme: seine kleine Schwester), misstraut anderen häufig und hat dadurch keine wirklichen Freunde in der Gesellschaft der Lumenaren, geringe Körperkraft, blinder Rachedurst und untypisch unbedachtes Handeln, wenn es um seine Schwester geht
________________________________________

Magie
Art des Magiepools:


Élies Magie nutzt häufig Täuschung und Illusion in Form von manipuliertem Licht. Er nutzt dazu die in der Umgebung vorhandene Energie und seine eigene magische Begabung in Form von Mana, das an seine Lebensenergie gekoppelt ist, um die elementare Energie der Umgebung zu lenken und nach seinem Willen einzusetzen. Diese Form der Magie ist also auf zwei Arten begrenzt: Durch die Umwelt -> wenn zu viel verbraucht wurde ist sie nicht mehr anwendbar, weil nichts mehr "zum formen" da ist und durch den Körper: gefährdet das Leben, wenn Magie angewendet wird, die die körperlichen Ressourcen des dafür benötigten Manas übersteigt. Nach zu exzessiver Magieanwendung sind körperliche Schwäche bis hin zum Tod möglich.  

Zauberliste:


• Illusionsmagie (eigener Körper) -> normalerweise relativ geringe Manakosten (einmalig), wirkt  so lange der Zauber nicht umgekehrt oder gebrochen wird, Licht wird um ihn herum anders gebrochen, so dass eine andere Form vorgegaukelt wird. Dies kann so weit gehen, dass es durch Verdichtung von Energie zu spürbarer Materie auch Berührung anderer ‚übersteht‘. Dann deutlich höherer Manaverbrauch (mittel bis hoch). Im Falle von Élies Tarnung, um sein Leben zu retten war der Mana-Verbrauch sehr hoch, da die in Verzweiflung entstandene 'Illusion' alle Sinne täuscht. Bei so exzessivem Magie-Gebrauch kann danach eine geraume Zeit kein anderer Zauber mehr eingesetzt werden. Alles, was 'neu' dazu kommt (z.B. ein Rucksack, der in neuer Gestalt aufgesetzt wird, aber nicht gesehen werden soll; Blut, das sich auf der Kleidung ausbreitet) muss mit einem neuen Zauber getarnt werden.
-> wird zur Zeit unbewusst eingesetzt/nicht aufgehoben, um sein Leben zu retten
• Illusionsmagie (entfernt vom eigenen Körper) -> höhere Manakosten (=mittel), da hier nicht unbedingt nur vorhandene Formen abgewandelt, sondern teilweise vollkommen neu für das Auge geschaffen werden müssen. Hier sind 'greifbare Formen' im Moment für Élie noch nicht möglich, weil sie zu viel Mana verbrauchen würden.
-> vergessen
• Blitzkugel -> mittlere Mana-Kosten, einfachster Angriffs-Zauber, den Élie beherrscht. Dauer: Sekunden. Kugel wird geformt, auf Gegner geworfen und verbrennt die getroffene Körperstelle und elektrisiert denjenigen (bis hin zur Bewusstlosigkeit möglich).
-> vergessen
• Explosion -> hohe Manakosten, noch nie eingesetzt, Dauer: Sekunden. Gegner im Umkreis von 15 Metern von einer beliebigen Stelle, die aber für ihn sichtbar sein muss, werden von einer Explosion getroffen. Die Auswirkungen können je nach Entfernung zur Explosionsstelle unterscheiden: von ‚von den Füßen gerissen‘ werden bis hin zum Tod ist alles möglich




________________________________________

Hintergrund
Stand: ledig
Familie: Eltern (verstorben), kleine Schwester Elaine, 13 Jahre alt. Seine kleine Schwester ist sein Ein-und-Alles.
Herkunft/Geburtsort: Hauptstadt der Lumenaren in Letum
Wohnort:  Hauptstadt der Lumenaren in Letum, zur Zeit auf der Flucht
Besitz:nur die Kleider, die er gerade trägt und einen Beutel an seinem Gürtel mit etwas Geld, einigen Edelsteinen und einigen Werkzeugen für seine Maschinen (er hat vergessen, was es ist: winzige Schraubenschlüssel und Pinzetten)
Gefährten: nein

Geschichte:

Élie beschäftigte sich schon in seiner Kindheit viel mit Experimenten und Büchern. Er war immer aufmerksam und ein guter Schüler, so dass er die offizielle Schule bereits zwei Jahre früher abschloss als seine Altersgenossen und stattdessen von eigens vom regierenden Rat bestellten Lehrern ausgebildet wurde. In dieser Zeit machte er auch ersten Kontakt mit den Forschungsexperimenten der Lumenaren, die streng vor der Außenwelt verborgen gehalten werden.
Seine Eltern starben vor einigem Jahren, so dass er - zu diesem Zeitpunkt 19 - mit seiner kleinen Schwester alleine zurück blieb. Verwandte hatten sie nicht, so dass er gezwungen war, das überaus großzügige Angebot des Rates der Lumenaren anzunehmen und ab diesem Zeitpunkt als Forscher für sie zu arbeiten. Er hatte zunächst Bedenken, da die Wissenschaft für ihn oberste Priorität hat und der Rat durchaus als korrupt verschrien ist, doch er leistete gute Arbeit, die dem Rat auch noch sehr gelegen kam und so stieg er schnell in den Reihen der Forscher auf. Dies bescherte ihm viele Neider, die versuchten gegen ihn zu intrigieren, es jedoch nicht schafften das Vertrauen seiner Vorgesetzten in seine Leistungen zu erschüttern. Zunehmend fand er auch Gefallen an den Experimenten, die dazu dienen sollten, die eigene Art zu verbessern. Schneller und mächtiger sollten die Racheengel werden, um ihren erklärten Feinden - den Engeln - endlich die Stirn bieten zu können. Beinahe besessen verfolgte er sein Ziel und vernachlässigte alle anderen gesellschaftlichen Verpflichtungen - immer auch in dem Wissen, dass er gute Arbeit leisten musste, um sein und das Überleben seiner Schwester zu sichern. So kam es, dass schließlich alle Freundschaften aus früheren Zeiten zerbrachen. Er lebte nur noch für die Forschung und seine Schwester, die wohl das einzige Wesen war, das noch einen Zugang zu ihm fand. Um sie kümmerte er sich aufopferungsvoll, wenn er zu Hause war.
Doch eines Tages wurde einer seiner Neider auf die junge Elaine aufmerksam, die in der Schule einzigartiges magisches Talent zeigte. Seit Beginn der Aufzeichnungen der Lumenaren hatte ein so junges Mädchen noch nie so starke Blitzmagie kontrollieren können. Umgehend wurde diese Information dem Rat zugespielt und sie beschlossen, dass Elaine perfekt für ihre Experimente geeignet wäre.
So kam es, dass Élie sich eines Tages beim Betreten seines Labors plötzlich seiner gefangenen, gefolterten und beinahe toten Schwester gegenüber sah. Er versuchte alles, um sie zu befreien. Ein Kampf entbrannte, in deren Verlauf das Labor komplett zerstört wurde. Elaine verschwand zusammen mit vielen anderen Forschern zusammen in den Flammen. Élie versuchte, sich zu ihr durchzukämpfen, wurde jedoch von einer heftigen Explosion zurückgeschleudert. Gerade, als er wieder versuchen wollte zu ihr zu eilen, wurde der ganze Raum von einer Explosion zerfetzt.

(Hier wird der first post einsetzen und erklären, wie Élie sein Gedächtnis verlor, durch das Portal entkam und in anderer Gestalt in Crepererum landet)

First post:

- in Letum -

„Elaine!“ Ich schrie ihren Namen, wieder und wieder. Tränen liefen über meine Wangen, doch ich spürte sie kaum. Ebenso wenig wie die Hitze des immer höher lodernden Feuers, das eben meine Schwester verschlungen hatte und seine gierigen Finger nun auch nach mir ausstreckte. Ich versuchte, mich aufzurappeln, doch mein Körper - dieser miese Verräter! - versagte mir den Dienst. Vollkommen erschöpft brach ich erneut zusammen und starrte mit leerem Blick auf das einstürzende Gebäude. „Elaine...“ Meine Schreie verstummten und wurden mehr und mehr zu einem tonlosen Flüstern. Das letzte Wesen, das mir auf dieser Welt etwas bedeutet hatte, war mir genommen worden. Hass loderte in mir auf - glühend heiß wie das Feuer, das noch immer um mich herum tobte. „Verfluchte Bastarde!“ Meine Hand krallte sich in den Schutt und zerbröselte den angeschlagenen Stein zu Staub. „Das werdet ihr büßen, ihr verdammten...!“
Weiter kam ich nicht, da ein Tritt in die Seite mir die Luft aus den Lungen presste und mich herum warf.
„Wen haben wir denn da? Élie, den Verräter...“
Mit einem zornigen Blitzen in den türkisen Augen hob ich den Kopf und starrte die über mir aufragende Person an. „Zhûr...“, presste ich hervor. „Ich hätte es wissen müssen...“

Der Lumenar blickte mit einem arroganten Lächeln zu mir hinab, verschränkte die Arme vor der Brust und spreizte die pechschwarzen Flügel noch ein bisschen weiter. „Leg dich nicht mit mir an, Élie. Das habe ich dir von Anfang an gesagt!“ Mit einem triumphierenden Ausdruck auf dem Gesicht drückte er mir die Sohle seines Stiefels auf den Kopf. „Dreck zu Dreck“, murmelte er. „Auf mit dir dorthin, wo deine Schwester schon ist!“
Ich hatte keine Ahnung, woher die plötzliche Kraft kam, die durch meinen Körper schoss, doch sie verlieh mir genug Stärke und Mut, um mich auf ihn zu werfen und ihn mit mir zu Boden zu reißen. „Du widerlicher...!“ Ehe ich es mir versah, war ich über ihm und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Blut tropfte aus seiner Nase, doch ich holte erneut aus, blind vor Zorn. Doch dann hielten mich plötzlich mehrere Hände fest. „Lasst mich los!“, schrie ich und versuchte verzweifelt, mich zu befreien. Mehr und mehr Finger schlossen sich um meine Handgelenke und Arme und zogen mich von Zhûr fort. „Das könnt ihr nicht...! Lasst mich...! Mörder!“ Ich tobte und kämpfte gegen alles und jeden, der mich zu beruhigen versuchte.

„...und deswegen verurteilen wir dich hiermit im Namen des großen Unlichts zum Tode...“

Ich starrte den mir unbekannten Lumenaren an, der so eben diese Worte gesprochen hatte. Schwerter und Lanzen bohrten sich in meinen Körper, während ich immer nur eines vor mir sah: Zhûrs grinsendes Gesicht. Purer Hass vernebelte meinen Blick. So sollte es enden? Diese kleine Ratte glaubte wirklich, dass sie meine Schwester in diese Experimente involvieren, sie töten und mich einfach so aus dem Weg räumen konnte?
Ein beinahe unmenschlicher Schrei löste sich aus meiner Kehle, während sich um mich herum kleine Blitzkugeln formten. Einige der Angreifer sprangen zurück, andere sanken bewusstlos zu Boden, während ich meine Flügel entfaltete.
„Haltet ihn! Er darf nicht entkommen!“
Der Drang, Zhûr zu töten war so übermächtig, dass ich beinahe den Verstand verlor. Ich wollte mich einfach nur auf ihn stürzen und... Ich machte einen Schritt in seine Richtung und brach beinahe zusammen. Ich wankte und hustete Blut. Ungläubig starrte ich an mir hinunter. Mein ganzes Gewand färbte sich rot. Die Sicht vor meinen Augen verschwamm, als ich die Hände auf die größte Wunde an meinem Bauch presste. Sofort waren meine Hände rot. Mir wurde schwarz vor Augen. Wie aus weiter Ferne hörte ich die Rufe und nahm wahr, dass immer mehr und mehr Bewaffnete zu uns drängten. Ich hatte keine Chance. Ich würde sterben, wenn ich nicht... Ich zögerte noch einen Herzschlag - beinahe zu lang, bevor ich mich in die Luft schwang. Mehrere Hände griffen nach mir, zerrten an meinen Sachen, zerrissen meine Hosenbeine und rutschten dann glücklicherweise ab, während ich mich zum rauchverhangenen Himmel empor arbeitete. Ich schlug mit den Flügeln, entgegen aller Schmerzen, getrieben nur von dem Wunsch zu überleben, um irgendwann Rache üben zu können, doch ich gewann nicht so schnell an Höhe wie sonst. Das zerstörte Labor lag unter mir, am Rande der Stadt, nahe des felsigen Abhangs, in dessen Tiefen wir unsere Experimente durchgeführt hatten. Nun kam er mir nicht mehr vor wie das Tor zum Fortschritt, nur noch wie das weit geöffnete Maul eines grausigen Ungeheuers.
„Lasst ihn nicht entkommen!“ Ich warf einen Blick über die Schulter und mein Blut gefror beinahe in meinen Adern. Da waren sie alle. Die bestausgebildetsten Krieger unseres Volkes. Ich hatte keine Chance und... Mein linker Flügel knickte ein, ich begann zu taumeln und stürzte in die Tiefe, noch bevor ich auch nur daran denken konnte, irgendwo zu landen. Der felsige Abgrund kam immer näher. Ich versuchte, mich irgendwie herum zu werfen, doch mir fehlte einfach die Kraft. Warmes Blut sickerte immer weiter aus meinen Wunden und mein Verstand wollte einfach nicht mehr arbeiten. Die Felsen kamen näher und näher...

Ich muss hier weg. Ich muss mich verstecken. Ich muss... ein Fels... anders... irgendwie anders aussehen... Fels...Stein...

Mit letzter Kraft versuchte ich, mich an einem Felsvorsprung festzuhalten, um nicht weiter in die Tiefe zu stürzen, doch auch dafür reichte meine Energie nicht mehr. Beinahe ungebremst schoss ich weiter. Elaine! Ich sah sie vor mir, so deutlich so klar, so... Tränen sammelten sich in meinen Augen. Lebendig. Ich muss...eine Illusion...! Das wäre meine einzige Chance, den Blicken meiner Verfolger zu entgehen. Ich sammelte so viel magische Kraft, wie ich konnte, sog sie in mich hinein, formte sie und... Ein harter Schlag traf meinen Hinterkopf und ließ mir schwarz vor Augen werden, während die Luft um mich herum vibrierte. Elaine! Ich riss die Augen auf, doch der Abgrund vor mir flimmerte nur noch stärker. Hitze und Kälte brandeten über mich hinweg, genauso wie wildes Geschrei hinter mir. Wessen Geschrei? Ich wandte den Kopf, während ich weiter fiel, doch da war nichts. Blauer Himmel war das Letzte, was ich sah, wonach ich die Hand ausstreckte, bevor ich heftig auf dem Boden aufschlug. Mein Körper zog sich bis in die letzte Faser zusammen, während ich über das Pflaster schlidderte und schließlich in einer aufgewirbelten Staubwolke liegen blieb. Gemurmel wurde um mich herum laut, doch mir fehlte die Kraft, um darauf zu reagieren.

„Hallo? Mädchen? Geht es dir gut?“ - „Was ist denn mit ihr...?“ - „He, wie heißt du?“ Ein Schrei wurde laut. „Sie blutet! Seht ihr das! Sie blutet! Hilfe! Ein Heiler!“

Mein Blick starrte beinahe leer in Richtung Himmel, wo ein merkwürdiges Flirren zu sehen war, während die ganze Aufregung um mich herum überhaupt nicht zu mir durch drang. Die Stimmen waren immer ferner und ferner zu hören, leiser und immer leiser...

- tbc Grunnat, Riguskant -

Das Letzte woran er dachte, bevor Élie bei dem Aufprall an dem Felsabsatz durch den Schlag auf den Kopf sein Gedächtnis verlor, war dass er Illusionsmagie einsetzen musste und seine Schwester. Dadurch nahm er unbewusst mehr oder weniger ihre Form an (13-14-jähriges Mädchen, Gesichtszüge und Haarlänge weichen ebenso ab wie die Augenfarbe). Durch das Flirren in der Luft (=Portal) landet er in Grunnat, ohne sich daran erinnern zu können, wer er ist und woher er kommt. Der Rat der Lumenaren weiß nichts von der Gestaltänderung die er trotz der schweren Verletzungen noch zu Stande gebracht hat, wohl aber, dass er durch ein Portal entkommen ist und wird alles Mögliche in Bewegung setzen, um des Verräters habhaft zu werden.


Zuletzt von Élie am So Jul 16, 2017 10:04 pm bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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