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Wer schreibt wo?


Riguskant
Dorf Ahring:
Oluwoye

Das verlassene Haus (Nahe Srodholm):
Kraja der Rabe
Erzähler

Handelsstraße von Srodholm nach Königsburg:
Jaden
Schreiberling (Kraja)

Die weiten Felder (Davencia):
Terano Leiryfe Sanador
Ardaja Elasia
Sélari

Das Gasthaus zur Seidenblume (Königsburg):
Lossea

Der Nipherweg:
Kshri'Nakh
Tarren

Rastplatz nahe Grunnat:
Jaekim
Loke
Kinim

Gut Faneuil:
Shayela
Francis Faneuil

Smaragdsee (Haus Sommasflucht):
Remiron
Chakko
Faycine

Die Kristalhallen (Schavenna):
Egon
Faylinn
Myrrmayarra

Kreuz und Quer durch Riguskant:
Azariel
Luna
Arelis

Seitengasse (Grunnat):
Xorastra
Adaline
Èlie

Die Grüne Hölle
Die Blutwehr (Waldrand):
Kasimir
Alice van Harp
Neisseria
Lo'Ren

Karatina
Dorf Merrehain:
Yheran Maknossar
Obrogun

Rabans Einsiedelei (Graue Wacht):
Luvia
Narmil Machatrim
Fatisa' Ideno Pheal

Kleine Siedlung (Dämoneneinöde):
Mayaleah
Kiran
Outis

Fluss Perlflucht:
Phoebe
Finn

Kohwatt:
Mathilda
Lil'yandra Iathaille

Lokettgraun Hauptstraße:
Hlevana Tuscha
Xern

Gasthaus 'zum wilden Giersch':
Fynn Hellwind
Jarko

Hexenhütte (Amdalon):
Vithsotah

Westlich des Nysbelth;
Thech Sharr
Raltjof
Itjaika

Buchinholz:
Korinius
Julian

Perlfurt:
Esya
Rasaya
Cron

Kleine Höhle (Dämoneneinöde):
Lucille
Ciaran

Tragalùn
Felsdorf (Gebirge der Gewalten):
Elaimandraia
Dragor


Die Wilden Lande
Westlicher Waldrand (Frostbakenwald):
Carnak
Astrid
Goldmund

Das Große Langhaus (Starkheym):
Bertram Bärentöter
Schreiberling (Kraja)

Östliches Waldgebiet Starkheyms:
Jaiva
Sven Wolfszähmer
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Helia

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Helia

Beitrag von Helia am So Jul 16, 2017 1:22 am



Infos zum Schreiberling
Alter des Schreiberlings: 31 Jahre
Hauptcharakter: Kraja der Rabe
Nebencharaktere: Yheran Maknossar, Lil'yandra Iathaille, Myrrmayarra, Jaiva



Charakter – Grundlagen

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Höflichkeit ist eine Vermeidung von Distanz und Nähe.

Name: Helia (gesprochen: Hel-ia), genannt Hel
Rasse: Halbblut (Mensch/Lumenar)
Alter: 25 Jahre
Geschlecht: weiblich
Zugehörigkeit: Zwielicht



Erscheinung
Größe: 175 cm
Aussehen:
Aus einem fein geschnittenen Gesicht mit edlen Gesichtszügen blicken zwei ausdrucksstarke, farngrüne Augen hervor, gerahmt von dichten Wimpernkränzen und kessen Augenbrauen. Hohe Wangenknochen, eine gerade, unauffällige Nase und fein geschwungene Lippenbögen wissen einen vornehmen ersten Eindruck zu zeichnen während sanft gelocktes, mahagonibraunes Haar ihre definierten, schmalen Schultern umspielt. Es reicht vorne bis zum Busen während es hinten die untersten Bögen der Schulterblätter streift, ausgebürstet oder gar durchfeuchtet ist es sogar noch etwas länger.
Glatt ist die Haut, die ihren Leib umhüllt und durch ihre lumenarische Abstammung so hell wie Alabaster. Narben oder andere Male wie Tätowierungen wird man vergeblich an ihr suchen. Nur auf ihrer Nase sind exakt sechs Sommersprossen zu erkennen.
Von weiblicher Schlankheit erzählt ihr Körper, von einem gerundeten Gesäß, festen Brüsten und straffen Beinen – Helia ist schlank aber keinesfalls mager und sieht gesund aus. Von ihrer menschlichen Mutter erbte sie eine einladende, warme Ausstrahlung und ein hinreißendes Lächeln, und wirkt dadurch sehr jung.
Sie besitzt einen aufrechten Gang und bewegt sich zumeist zwar zielstrebig aber ohne Eile vorwärts. Ähnlich hält sie es mit Gestik und Mimik – sie bewegt sowohl ihre Hände als auch ihre Gesichtszüge sehr akkurat und präzise. Nur wenn es ihrem Gegenüber gelingt sie aus der Reserve zu locken zeigt sie sich unbeschwert und lebhaft. Ihre Stimme besitzt einen dunklen, nahezu rauchigen aber überaus angenehm warmen Klang, der wie dafür gemacht scheint aus Büchern vorzulesen.
Bis zum heutigen Tage entwickelte Helia keine Schwingen, doch sollte dies geschehen werden sie rotbraun wie gebrannte Erde sein.


Kleidung:
Helias Ziehvater Pero legte schon immer großen Wert darauf, dass sein Mündel angemessen gekleidet war. Lange Zeit war er es, der ihre Garderobe auswählte und mehr als ein Mal dafür sorgte, dass ein Reisender sie für eine Adelige hielt.
Inzwischen besitzt sie einen eigenen Geschmack für Mode, kleidet sich jedoch zumeist bescheiden. Im Alltag trägt sie dunkle Hosen und altweiße, an Hals und Handgelenken geschnürte Blusen, welche die Schultern freilassen sowie ärmellose Westen in dunkleren Farben. Ergänzt wird dieses Ensemble um festes Schuhwerk und einen fest geflochtenen Zopf, der ihre Lockenmähne zumindest etwas bändigt.
Lediglich an freien Tagen oder zu besonderen Anlässen trägt sie Kleider, die schlicht aber auch elegant sind und ihrer Körperform schmeicheln. Dazu trägt sie passendes, leichtes Schuhwerk und dies ist auch der Augenblick, an dem sie ihr Haar offen trägt. Für Schmuck hat sie keine großartige Verwendung, wenn sie solchen trägt, dann in Form von Lederbändern an ihren Handgelenken. Umso auffälliger ist der kleine, vergoldete Ring mit dem grünen Schmuckstein aus Glas, den sie an ihrer linken Hand trägt.
An Farben gefallen ihr besonders Rot- und Brauntöne, aber auch gedecktes Waldgrün, zudem weiß und schwarz.




Persönlichkeit
Charakter:
Helia wurde im Glauben erzogen ein Mensch zu sein und weiß nichts von dem in ihr schlummernden Erbe – demnach wird man die den Lumenaren nachgesagte Scheinheiligkeit vergeblich bei ihr suchen, stattdessen ist sie freundlich, hilfsbereit und humorvoll, denn in ihr ruht ein wacher und vor allem hungriger Geist. Wenn etwas oder jemand ihr Interesse erweckt - was oft genug geschieht -, dann will sie alles über dieses oder diesen erfahren und lässt sich auch nicht davon abbringen geschweige denn hinhalten. Ähnlich verhält es sich bei an sie gestellten Aufgaben, denn dann ist sie voller Tatendrang und will diese sowohl umgehend als auch umfassend erledigen und ist regelrecht ungeduldig wenn man ihr nicht zügig Auskunft oder entsprechende Anweisungen gibt. Misserfolge und Rückschläge wissen sie nur noch mehr anzuspornen. Manchmal geschieht es sogar, dass sie sich und ihre Etikette vergisst, lauter wird und so energisch zu reden beginnt, dass sich ihr Gesicht zu röten und sie selbst zu gestikulieren beginnt. Diese Eigenheit wird von den meisten Menschen in ihrer Umgebung als liebenswürdig empfunden und bringt ihr zumeist große Sympathien ein.
Von Pero weiß sie, dass er dieses ‚wilde Gebaren‘ nicht gern sieht, denn er versucht ihr schon seit frühester Kindheit mit freundlicher Bestimmtheit all die Werte zu vermitteln, die ihm wichtig sind und ist auch weitestgehend erfolgreich damit gewesen. Tadellose Manieren, formvollendete Höflichkeit und eine präzise Ausdrucksweise sind nur ein Teil von diesen ausgewählten Eigenschaften. Zurückhaltung sowie aufmerksames Zuhören und exaktes Wiedergeben des Gehörten gehören für Pero genauso dazu wie vollendete Ordentlichkeit und Schweigsamkeit.
Gerade was das Ordnunghalten anbelangt, hat sich Helia angewöhnt Kleidungsstücke oder andere Dinge aus Stoff wie Tischdecken oder Gardinen fein säuberlich zusammenzulegen und einem schief auf einem Tisch liegenden Platzdeckchen kann sie nicht lange widerstehen.

Schon früh brachte ihr Ziehvater ihr bei Fremden gegenüber misstrauisch zu sein und wurde auch nicht müde dies immer und immer wieder zu betonen. Noch heute lässt er sie erst das Haus verlassen wenn sie ihm verspricht vorsichtig zu sein. Daher ist es kaum verwunderlich, dass sie sich zwar in Gesprächen betont freundlich gibt aber nur in den seltensten Fällen auf lange Gespräche einlässt und wenn doch, dann nur auf belebten Plätzen.
Obwohl sie nie auf einer Schule gewesen ist und alles was sie weiß von Pero gelernt hat, hat sie die Angewohnheit von ihm übernommen auch bei anderen darauf zu achten, dass sich diese präzise ausdrücken. Deswegen geschieht es des Öfteren, dass auch sie ihre Mitmenschen korrigiert und auf Fehler hinzuweisen pflegt. Obwohl sie sich dieser Angewohnheit sehr bewusst ist, ist es ihr unangenehm wenn sie sich wieder einmal dazu verleiten lässt und kommt auch rasch mit einer Entschuldigung daher, wissend, dass es trotzdem bald wieder passieren wird.
Da sie ihr gesamtes Leben lang zu hören bekam was sie tun und lassen sollte, ist sie äußerst folgsam und verlässt sich auch darauf, dass das, was an sie herangetragen wird, Hand und Fuß hat. Sie ist es zwar gewohnt das Gehörte kritisch aufzunehmen und auch zu hinterfragen, allerdings hält sie einer guten Argumentation nicht besonders lange stand und es fällt ihr auch schwer aus diesem Verhaltensmuster auszubrechen. Nichtsdestotrotz hat auch dieses seine Grenzen, denn nur Helia bestimmt wem sie so weit vertraut und bislang gab es auch nur Pero, der diesen Status für sich beanspruchen konnte.  
Doch ganz gleich wie sehr sie sich auch bemüht den Ansprüchen ihres Ziehvaters gerecht zu werden, so hat sie sich ein mädchenhaftes Herz bewahrt und hat ein Sinn für Poesie und Romantik. Felsenfest ist sie davon überzeugt, dass ihre Eltern ein tragisches Liebespaar gewesen sind, die einander in tiefer Liebe zugetan waren und lässt sich auch nichts anderes erzählen.
Generell ist Helia alles andere als empfindlich, weder beim Wetter noch bei anderen äußeren Umständen, nur bei Speisen hört für sie der Spaß auf. Wenn sie etwas nicht kennt, dann wird sie es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht oder nur ungern essen.


Vorlieben: Sauberkeit und Ordnung, der Duft reiner Luft nach einem Gewitter, Musik, die Stille der Nacht, Regen
Abneigungen: Pilze, unbekannte Speisen, Unordnung, unpräzise Ausdrucksweise, unsaubere Aussprache/Dialekte,
Religion: Auf den Wunsch der Mutter hin versuchte Pero ihr den vorherrschenden Glauben Riguskants nahe zu bringen, war jedoch weder besonders energisch noch erfolgreich damit. Daher ist Helia nicht besonders gläubig.



Fähigkeiten
Beruf: -
Sprachen: Rigusta, Arcum
Lesen/Schreiben: Rigusta: Ja/Ja, Arcum: Ja/Ja
Erlernte Fähigkeiten: Genaues Zuhören und das exakte Wiedergeben des Gehörten, Tätigkeiten in einem Haushalt (Kochen, Wäsche waschen, Sticken usw.), Etikette (Manieren, höfliches Parlieren, etc.), Umgang mit Pferden (Reiten, Striegeln, usw.)
Eigenschaften/Gaben: Schwingen (noch nicht entwickelt)
körperliche/geistige Stärken: Gute Beobachtungsgabe, ausgeprägtes Gehör, wortgewandt, empathisch, magisch veranlagt
körperliche/geistige Schwächen:  (Menschenmengen (Magie)), körperlich schwach & kann auch nicht kämpfen, impulsiv, ungeduldig, autoritätsgläubig, Höhenangst
 


Magie
Art des Magiepools: Telepathie (noch nicht erwacht)
Sollte Helias lumenarisches Erbe eines Tages erwachen, so wird sie in der Lage sein telepathische Fähigkeiten zu entwickeln und Gefühle, Worte und letztendlich auch geistige Bilder sowohl zu senden als auch zu empfangen.
Sobald diese Gabe jedoch entfesselt wird, wird sie ihr Umfeld auf eine andere, nie dagewesene, beängstigende Art und Weise wahrzunehmen beginnen und diesem schutzlos ausgeliefert sein, denn sie wird es weder kontrollieren noch ausblenden können. Dies wird sich dahingehend äußern, dass sie verschiedenste Impulse (zuerst Gefühlsfragmente, einzelne Worte und dann auch ganze Phrasen) von außen wahrnehmen und nicht in der Lage sein wird zu differenzieren ob es ihre oder die anderer sind. Menschenmengen werden ihr ganz persönlicher Horror werden.




Hintergrund
Stand: ledig
Familie:
Mutter (): Inarra (gesprochen: Inah-rah), Mensch, 52 Jahre alt, lebt ein zurückgezogenes Leben als Wäscherin in Königsburg. Sie gab ihre Tochter weg, da sie sich nicht in der Lage sah diese ohne den Beistand ihres damals gerade ermordeten Mannes aufzuziehen. Zudem erinnerten sie ihre Augen an den kürzlich verstorbenen Vater. Helia kennt sie nicht.
Vater (): Cadrieb (gesprochen: Ka-drieb), Lumenar, ermordet worden mit 38 Jahren. Helia kennt ihn nicht.
Halbbruder (): Enoel (gesprochen: E-no-el), Lumenar. Helia kennt ihn nicht.

Ziehvater (): Pherael (gesprochen: Per-ra-el), genannt Pero, Lumenar, 58 Jahre alt, lebt zusammen mit Helia am Rande des Dorfes Schwalbenstein. Pferdezüchter. Er kannte Helias Vater und schwor ihm, dass er Mutter und Tochter beschützen würde. Auf Wunsch der vollkommen panischen und überforderten Mutter nahm er sich letztendlich Helia an und zog sie wie seine eigene Tochter auf. Er besitzt die Gabe die Fähigkeiten anderer mit einem Ritual in Gegenstände zu bannen und tat dasselbe mit Helias Erbe als Lumenar.

Herkunft/Geburtsort: Dorf Schwalbenstein, nahe Königsburg
Wohnort: Ein kleines Gestüt am Rande des Dorfes Schwalbenstein
Besitz: Ein kleiner, vergoldeter Ring mit einem grünen Zierstein aus Glas, in dem ihr Erbe als Lumenar eingeschlossen ist, diverse Kleider, etwas Geld
Gefährten: -

Geschichte:
Helia wurde als Ergebnis einer ganz besonderen Liebe in das Reich des Zwielichts, Crepererum, hineingeboren. Viel von dem, was in den ersten Jahren geschah, sollte sie bis zum heutigen Tage nicht erfahren, denn weder kann sie sich an das Gesicht ihrer Mutter noch an das ihres Vater erinnern. Auch kennt sie nicht deren Namen.

Sie wuchs bei ihrem Ziehvater auf, der ihr lediglich unter dem Namen 'Pero' bekannt ist und seinerseits ein dichtes Gewebe aus fein ausgeklügelten Lügen um sie wob. Er war es, der noch am Tage ihrer Geburt ein dunkelmagisches Ritual vollzog und die lumenarische Seite in Helia versiegelte ehe er sie der vollkommen hysterischen Mutter entwand und mit sich nahm – weder sollte sie magische Fähigkeiten entwickeln noch Schwingen ihrem Rücken entwachsen. Kein einziges Mal sollte sie ihn darüber sprechen hören und viele Jahre lang bewahrte er den eigens dafür angefertigten Ring mitsamt dem so entstandenen, seltsam grünen Zierstein für sie auf bis er ihn ihr schlussendlich zu ihrem achtzehnten Geburtstag schenkte. Pero ließ sie im Glauben, dass dieses besondere Schmuckstück einst ihrer Mutter gehörte und sie ihm diesen einzig und allein für Helia und zum Zeichen ihrer Liebe mitgegeben hatte. Nachdem er diese Geschichte erzählt hatte, konnte er sich dessen sicher sein, dass seine Ziehtochter gut darauf achtgeben würde und so geschah es auch.
Seit Helia denken kann, erinnert sie sich vor allen Dingen daran wie ihr Pero immer und immer wieder einschärfte Fremden gegenüber misstrauisch zu sein und sich von diesen fernzuhalten.
Er legte besonders großen Wert darauf, dass sie sich jedes Gesicht mitsamt des entsprechenden Namens eines jeden Dorfbewohners einprägte und erlaubte es ihr auch nur mit Kindern des Dorfes und unter seiner persönlichen Aufsicht zu spielen. Helia gehorchte und sobald sie ein fremdes Gesicht erblickte, kehrte sie rasch nach Hause zurück, doch verstehen konnte sie nicht weshalb Pero immer ein derart finsteres Gesicht machte wenn ein Fremder nach Schwalbenstein kam.
Schnell lernte sie, dass es genau drei Tabus gab, die sie nicht brechen durfte: Weder durfte sie ihn nach ihren Eltern, den Fremden noch Peros Vergangenheit fragen. Wann immer sie es doch versuchte, wurde ihr Ziehvater sehr einsilbig und brachte sie mit seinen strengen Blicken zur Räson. Handgreiflich wurde er jedoch nie und so wurde er zu Helias Vorbild.
Eifrig lernte sie von ihm und genoss die Aufmerksamkeit, die er ihr zuteil werden ließ. Dass er sie nicht zur Schule gehen ließ, stimmte sie nur am Anfang unzufrieden, denn das, was sie bei ihm lernte – so sagte er -, konnte ihr keine Schule beibringen. Sie glaubte ihm.

Wann immer Geschäftspartner oder Kunden zu ihnen kamen, ließ Pero Helia zugegen sein und fragte sie anschließend nach dem, was sie gehört und gesehen hatte, und was dies bedeuten mochte. Nie war das, was sie ihm sagte, gut genug und so begann sie immer mehr auf Feinheiten zu achten, denn die Schwierigkeit der gestellten Aufgabe wusste sie nur noch mehr herauszufordern und sie musste zehnmal so oft scheitern bis sie einen Erfolg erzielte, denn Pero war sehr sparsam mit seinem Lob.
Sie half beim Ausmisten der Ställe, dem Versorgen der Pferde und lernte auch das Reiten. Außerdem lernte sie das Lesen und Schreiben auf Arcum und Rigusta, zudem die passende Art und Weise sich auszudrücken und zu verhalten – die Kunden ihres Vaters waren immerzu entzückt von dem kleinen Mädchen, das sich wie ein Dame zu verhalten wusste.
Je älter sie wurde, desto mehr Freiheiten erhielt sie und wurde mit Botengängen betraut, die ihre Aufmerksamkeit weiter schulen sollten. Wann immer sie das Haus verließ, wusste sie, dass sie zumindest eine Neuigkeit mitbringen musste damit Pero zufrieden mit ihr war und sie gab sich große Mühe seinem Gebot zu entsprechen. Tatsächlich war es so, dass der Pferdezüchter nur wenig Schwierigkeiten mit seinem Mündel hatte, denn Helia war ihm mit vollem Eifer zu Willen. Manchmal nur brach ihr Temperament durch die anerzogene Zurückhaltung und ließ sie all das sein, was ihr Ziehvater nicht haben wollte. Aber Helia, was soll denn dieses wilde Gebaren?, sagte er ihr dann und ließ sie spüren wie unpassend er ihr Verhalten hielt. Seine Enttäuschung war schmerzlicher als ein jeder Hieb es gewesen wäre. Sie versprach es sich zu bessern und wurde immer besser darin sich zu beherrschen. Den Dorfbewohnern allerdings machte es nichts aus wenn Helia über einen Scherz lachte oder über einen Zaun sprang, doch die Meinung ihres Ziehvaters war ihr sehr viel wichtiger.

Ein Mal nur gerieten die beiden aneinander. Helia war einundzwanzig Jahre alt geworden und hatte die Aufmerksamkeit des adretten und überaus charmanten Sohns des Müllers mit dem Namen Crath gewonnen. Es entstanden die ersten Bande einer harmlosen Liebelei, die Pero ihr jedoch rasch untersagte. So harsch und unnachgiebig hatte sie ihn noch nie erlebt, doch dieses Mal war sie nicht gewillt seinen Wünschen zu entsprechen. Sie war außer sich, gewillt davonzulaufen, nur wusste nicht wohin.
Gegen den Willen ihres Ziehvaters ging sie noch eine Zeitlang zu Crath, allerdings wollte sich dieser schon bald nicht mehr mit ihr treffen. Und obschon Pero nie zugegeben hatte, dass er derjenige gewesen war, der für diese Wendung Sorge getragen hatte, so ist Helia fest davon überzeugt, dass dem so war.
Derart ernüchtert, konzentrierte sie sich auf ihre Aufgaben, wurde distanzierter und mutloser und war überrascht als eines schönen Tages ein Bote aus Königsburg nach Schwalbenstein kam. Die Nachricht war an Pero adressiert und obschon Helia keinen Blick auf das Schriftstück werfen konnte, so sah sie doch die Sorge in den Augen ihres Ziehvaters. Auskunft wollte er ihr keine geben, doch war sie keinesfalls verwundert als nur zwei Wochen später eine Gruppe Fremder ins Dorf kam und sich für mehrere Wochen im kleinen Gasthaus einmietete. Dies war auch der Zeitpunkt, an dem sie angehalten wurde zu Hause zu bleiben. Auf Fragen erhielt sie auch bald schon keine Antwort mehr doch als sie zufällig beim Gasthaus landete und durch ein Fenster spähte, sah sie wie elegant die fünf Männer mit den dunklen Haaren und den auffällig hellen Augen anzuschauen waren. Sie konnte es sich nicht recht erklären; aber erinnerten sie Helia auf eine seltsame Art und Weise an Pero.
Von diesem Tage an sollte sich ihr Leben verändern, doch dies ist eine andere Geschichte und soll zu einem anderen Zeitpunkt erzählt werden.


Passende Musik:
folgt


Zuletzt von Helia am Mo Jul 17, 2017 5:02 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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