Neueste Themen
» Amazonenlegenden
Gestern um 8:14 am von Jaiva

» Avonid Prestus
Do Nov 15, 2018 6:51 pm von Das Große Licht

» Die Verrückte Zeitmaschine
Mi Nov 14, 2018 10:18 pm von Outis

» Abwesenheit
Mi Nov 14, 2018 8:19 pm von Ciaran

» Ihr sucht einen Schreibpartner?
Di Nov 13, 2018 6:05 am von Lestat

» Blacklist
So Nov 11, 2018 10:57 pm von Das Große Licht

» Das Grimoire
So Nov 11, 2018 3:16 pm von Gast

» Aloha!
Mi Nov 07, 2018 7:27 pm von Das Große Licht

» Werbung bei Handyaufruf
Fr Nov 02, 2018 8:03 am von Das Große Licht

Wer schreibt wo?

Perleris-Meer
Das östliche Meer:
Anju
Erzähler

Riguskant
Auf den Straßen (Königsburg):
Élie
Jaden
Kraja der Rabe

Leiswasser:
Terano Leiryfe Sanador
Ardaja Elasia
Sélari

Sommasflucht:
Chakko
Faycine
Schreiberling (Remiron)

Schavennas Hafenviertel:
Faylinn
Myrrmayarra

Die Kristallhallen (Schavenna):
Egon
Schreiberling (Kleines Abendlicht)

Brunya (Hafenviertel)
Trevas
Lucille

Das Jungferntal:
Clavius
Nocturna
Ikarus
Eiris

Anwesen der von Mittklang (Königsburg):
Helia
Erzähler

Fluss Perllauf:
Xena
Irelia

Armenviertel (Königsburg):
Alrishaera
Orrashal

Taverne zum schwarzen Schwuuh (Auenheiden):
Ophelia
Caius Aulus
Cyrelas Caemire

Kargatrass-Wald:
Yuki
Ragmer
Amicara

Steppenstraße:
Thech Sharr
Raltjof
Itjaika
Jaiva

Mittleres Stockwerk Gasthaus 'Seilers Tochter' (Davencia):
Luvia
Kit

Die Grüne Hölle
Eichenfurt:
Julian
Korinius

Karatina
Gasthaus 'Am Markt' (Dornenwacht):
Yheran Maknossar
Obrogun
Akina

Westlich des Nysbelth:
Malachai
Narmil Machatrim

Entlang der grünen Hölle:
Mayaleah
Kasimir

Waldstück nahe Kohwatt:
Mathilda
Lil'yandra Iathaille

Perlfurt:
Rasaya

Dorf Karstwein:
Sinthoras

Handelsstraße durch Finstersteig:
Selina
Lucille

Westliche Steppe:
Jaekim
Kinim
Loke

Prachtvolles Gutshaus:
Araisan
Liloufain
Freya
Ciaran

Irgendwo nahe Finstersteig:
Pan
Neisseria

Am Rande des Forstes (Nebelad Wald):
Kzaraigh
Vaevi Blattsee

Gasthaus "Rabenfürst":
Civia
Escaria

Katunga:
Nenvar
Cilucamaidra

Tragalùn
Felsdorf:
Elaimandraia
Dragor

Harashan Gebirge
Wakizar
Solacelea

Westliche Wüste:
Rhúan
Sayola

Forcewald
Forcewalds Grenze:
Parito
Merle
Cahir

Taverne an der Grenze:
Raven
Schreiberling (Myiarla)

Wald nahe Húlzinburc:
Kehilan
Cearis

Die Wilden Lande
Waldtiefen (Frostbakenwald):
Aiurasim
Frala
Unsere Schwester

Verzeichnis für aktive RPGs


Statistik
Wir haben 290 eingetragene Mitglieder
Der neueste Nutzer ist Kyjana.

Unsere Mitglieder haben insgesamt 31284 Beiträge geschrieben zu 2062 Themen

Aendra

Nach unten

Aendra

Beitrag von Aendra am Di Aug 29, 2017 11:51 am

Infos zum Schreiberling

Alter des Schreiberlings: 31 Jahre
Hauptcharakter: Kshri'Nakh / Thech Sharr
Nebencharakter(e): mehrere


---------------------------------------------------------------------------------------


Charakter - Grundlagen

Name: Aendra
Rasse: Mensch
Alter: 31 Jahre
Geschlecht: weiblich
Zugehörigkeit: Zwielicht


---------------------------------------------------------------------------------------


Erscheinung

Größe: 1,62m

Aussehen:
Ihr langes gewelltes rotes Haar, das ihr bis zum Po reicht, kann auch schon mal Blätter und Zweige darin haben, oder verfilzt sein. Meistens achtet sie jedoch darauf, ihre Haarpracht zu pflegen und sich zu waschen. Ihre helle und ebenmäßige Haut kann gleichfalls etwas Erdspuren tragen, aber sie achtet, wie gesagt, durchaus auf ihr Äußeres. Ihre dichten, aber schmalen braunen Augenbrauen sind leicht geschwungen und ihre mandelförmigen braunen Augen haben häufig einen einerseits verträumten, andererseits sehr offenen und aufmerksamen Blick. Ihr Gesichtsausdruck ist meist sehr offen und kündet von Lebensfreude und Entdeckerlust. Ihre Lippen sind zart und von rosa Farbe. Ihre Nase ist gerade und von normaler Größe.

Kleidung:
Sie bemüht sich darum, sie gut in Stand zu halten. Sie trägt braune Reitstiefel, eine naturfarbene Reithose, eine dunkelgrüne Tunika und einen fast knielangen braunen Reitmantel. Wegen des Habichts trägt sie auch sehr häufig einen dicken Lederhandschuh auf der linken Seite und einen dicken Lederschutz an der linken Schulter.


---------------------------------------------------------------------------------------


Persönlichkeit

Charakter:
Sie liebt die schönen Dinge und ist gerne kreativ. Sie liebt es zu entdecken und in der Natur zu sein. Sie hätte nichts dagegen, dass alle alles miteinander teilen. Sie sucht ihre Kraft in ihrem Inneren und braucht keine Bestätigung von Außen für das was sie tut. Sie steht zu sich selbst und ist grundsätzlich ehrlich und ungebunden. Sie sucht allerdings auch nach einem Lebensgefährten.

Vorlieben:
- Natur, Schönheit
- Abenteuer, Neues entdecken, Wagnisse eingehen, Offenheit
- Freiheit, kommen und gehen wann sie will und wohin sie will
- frisch gebackenes Brot, generell frisches Essen
- Loyalität und Ehrlichkeit

Abneigungen:
- richtig kaltes, nasses, oder stürmisches Wetter
- wenn die Lichtquelle (Fackel, Laterne, Kerze..) an einem dunklen Ort aus geht
- Verschwörungen, oder wegen ihrer Fähigkeiten gejagt zu werden (zB von den Schwingen Baritons)
- schwarze Magie
- nichts zu haben, das sie teilen könnte bzw. nicht helfen zu können

Religion: sie glaubt an das Große Licht bzw. wie sie sagen würde, die Sonne


---------------------------------------------------------------------------------------


Fähigkeiten

Beruf: an sich ist sie eine Reisende, die ggf. mündliche Nachrichten/Briefe überbringt

Sprachen:

  • Muttersprache: Arcum (beide Eltern)
  • Muttersprache: Nebelzung (Mutter)
  • Muttersprache: Forcera (Vater)
  • Fremdsprache: Rigusta (auf Reisen)

Lesen/Schreiben: Arcum, Nebelzung, Forcera

erlernte Fähigkeiten:
rechnen, klettern, schwimmen, jonglieren (auch zu zweit), den Otter den Ball auf der Nase tragen lassen, das Eichhörnchen von Becher zu Becher springen/laufen zu lassen und es dazu bringen anzuzeigen unter welchem Becher die Nuss ist, Geschichten erzählen bzw. berichten was anderswo passiert ist, sie kann singen (hatte nie Unterricht), Überleben in der Wildnis inklusive einfache Unterkünfte bauen, Spuren lesen und Wasser finden, Erstversorgung von Verletzungen, Herstellung von Salben/Heilmitteln/Gegengiften, Hund und Habicht zur Jagd anleiten/ausschicken, den Hund anweisen, den Habicht anweisen, Ausnehmen bzw. Häuten von Tieren, kochen/braten/dünsten, Feuer machen, trocknen der Felle, Kleidung und Habicht-Kappen herstellen

Eigenschaften/Gaben: magiebegabt

körperliche/geistige Stärken:
- ausdauernd im Laufen, Tauchen, Wandern, Reiten (gute Reiterin)
- sehr gutes Merkvermögen
- sehr guten Orientierungssinn
- sehr gute Konzentrationsfähigkeit
- sehr kreativ

körperliche/geistige Schwächen:
- keine Kampfausbildung
- Angst vor engen Räumen
- Ekel vor Spinnen
- Neugierde
- sie möchte den Menschen lieber glauben, statt sie Lügner zu nennen, selbst wenn sie das Gefühl beschleicht, die Person könnte etwas vortäuschen


---------------------------------------------------------------------------------------


Magie

Art des Magiepols: Wahrnehmungsmagie
Zauberliste:

  • Übertragung: geht in beide Richtungen, d.h. eine Person kann fühlen, sehen, hören, riechen, schmecken, was sie fühlt, sieht, hört, riecht, schmeckt, ganz gleich ob die Person bzw. das Wesen normalerweise (noch) fähig wäre dies wahrzunehmen, oder nicht.. also zB würde eine taube Person trotzdem hören und damit vielleicht zum ersten Mal einen Eindruck davon haben, wie es ist zu hören usw. sie kann fühlen, sehen, hören, riechen, schmecken, was eine Person, (auch Tier oder Baum) fühlt, sieht, hört, riecht, schmeckt. Besucht sie das Erlebnis eines Blinden, kann sie natürlich auch nichts sehen etc.
    Der Zauber kann fünf mal am Tag ausgeübt werden, wenn sonst kein Zauber gewirkt wurde. Jedes Mal ist die Zeit weiter verkürzt. Die Wahrnehmung hält nur so lange, wie sie den Zauber aufrecht erhält. Sie kann den Zauber 62 Minuten lang am Stück aufrecht erhalten, allerdings ist dann all ihr Mana für den Tag verbraucht. Der Zauber bezieht sich auf die Gegenwart und die Vergangenheit. Sie muss die Person dafür schon einmal gesehen haben, leichter zu halten ist es, wenn sie die Person berühren kann.
    Würde sie etwas essen und jemand anderen dies schmecken lassen, oder wäre es eine Erinnerung an etwas das sie gegessen hat etc. würde es die andere Person nur in so fern betreffen, als dass diese eben schmeckt, wie es geschmeckt hat, aber die Person wäre nicht satt, würde auch nicht ernährt, oder krank, oder was auch immer...
    Würde sie wahrnehmen, wie jemand mit einem Dolch in den Leib gestochen wurde, oder wird... so würde sie keine Verletzung davon tragen, aber denselben Schmerz spüren bis sie den Zauber abbricht. Eventuell würde ein Nachhall bleiben, d.h. für einige Minuten oder ggf. Stunden würde sie die Stelle spüren, aber es wäre kein echter Schaden entstanden.

  • Telepathie: sie kann gedanklichen Kontakt mit einer Person halten, die sie schon einmal gesehen hat. D.h. sie kann Gedanken senden und empfangen. Die Entfernung spielt keine Rolle, aber auch hier gilt: Der Zauber kann fünf mal am Tag ausgeübt werden, wenn sonst kein Zauber gewirkt wurde. Jedes Mal ist die Zeit weiter verkürzt. Die Wahrnehmung hält nur so lange, wie sie den Zauber aufrecht erhält. Sie kann den Zauber 62 Minuten lang am Stück aufrecht erhalten, allerdings ist dann all ihr Mana für den Tag verbraucht. Der Zauber bezieht sich auf die Gegenwart.
    Zusatz:
    - Gedankenlesen (Gegenwart), keine Vergangenheit / Erinnerungen lesen
    - Gedankensenden kann sie ihre Gegenwart und Vergangenheit/Erinnerungen (die können alle Sinne mitteilen)
    - nur wer weiß, dass es Gedankenleser gibt, kann sich schützen (auch unbewusst)
    - auch der Schutz kann durchbrochen werden (ähnlich wie Harry Potter: Okklumentik)
    - Wird gegen das Wessen bzw. den Willen des Wesens in die Gedanken eingedrungen, ist es körperlich erschöpfend.
    - Ist eine "Okklumentik" zu durchbrechen, verkürzt es je nach Stärke des Widerstandes die Dauer, die eingedrungen werden kann, das Mana ging dann für das Durchbrechen drauf. Es kann also auch komplett abgeblockt werden, wenn jemand sehr starke "Okklumentik" besitzt.
    - Geschieht es mit dem Einverständnis / Wissen des Wesens, ist _keine_ körperliche Erschöpfung zu erwarten.
    - Ist das Wesen grundsätzlich einverstanden gedanklichen Kontakt zu haben, wird aber davon überrascht, so kann es bis zur Hälfte der Zeit kosten, oder auch nichts. (Das kommt darauf an, wie stark die unbewusste "Okklumentik" war.) Eine körperliche Ermüdung findet nicht statt.

    - Es besteht die Möglichkeit, dass sie eine "Markierung" setzt, die demjenigen Mitteilt, dass sie gerne gedanklichen Kontakt hätte und derjenige weiß auch, dass sie es ist, die sich da meldet. (Jeder Magier hätte dann seine eigene Signatur.) Stimmt die Person dann zu, ist Gedankenkontakt ohne Zeitverlust möglich. Lehnt er ab, bekommt Aendra ein entsprechendes "Signal" und weiß dann, sie würde es gegen den Willen der Person und mit Zeitverlust tun, wenn sie es doch tut.

    Generell betrachtet Aendra es allerdings so, dass ein erzwungenes Gedankenlesen bzw. -senden ihrerseits (und von anderen bei ihr natürlich auch) gleichbedeutend ist mit einem Einbruch in das Haus eines anderen Wesens. Also, etwa so, als würde sie egal ob Freund/-in, Nachbar, oder Unbekannter, einfach in dessen Haus gehen und sich umsehen. Das würde sie physisch betrachtet nie tun wollen (ohne dem Einverständnis der Person) und somit auch nicht gedanklich.

Zauber-Dauer:

  • erster Zauber: 30 Minuten
  • zweiter Zauber: 15 Minuten
  • dritter Zauber: 10 Minuten
  • vierter Zauber: 5 Minuten
  • fünfter Zauber: 2 Minuten

d.h. also, wirkt sie einen ersten Zauber, bleiben ihr für andere Zauber nur noch höchstens 15 Minuten


---------------------------------------------------------------------------------------


Hintergrund

Stand: ledig
Familie:
Der Vater Iseyon ist ein abtrünniger Magier aus Forcewald. Die Mutter Larana stammt aus Karatina. Beide sind aus dem Dorf in Karatina geflohen, als die ersten Berichte über die Rebellion in Tragalún aufkamen. Sie leben nun in Schwalbenstein in Riguskant.

Herkunft/Geburtsort: Karatina
Wohnort: überall

Besitz:
ein Karren, der vom Pferd gezogen wird. Auf dem Karren sind:

  • eine Laterne mit Kerze (nur diese eine Kerze)
  • ein Korb mit Essensvorräten
  • fünf gefüllte Wasserschläuche
  • ein Häutungsmesser
  • ein normales Messer
  • ein Topf und eine Pfanne
  • Verbandszeug
  • Nadel und Faden, Sehnen, etwas zum durchstoßen der Felle bevor sie den Faden oder Sehnen durch zieht
  • Tiegel mit Salben, Tonflaschen mit Heilmitteln
  • getrocknete Kräuter und Gewürze
  • Tonflasche mit Speiseöl
  • eine Schale und ein Stössel
  • etwas Holz, Feuersteine und Zunderschwamm
  • ein Holzkamm, Pferde- und Hundebürste, Hufkratzer
  • drei Jonglierbälle
  • eine Ersatz-Kleidung und ein Paar Ersatz-Schuhe
  • eine Decke für den Hund und eine Pferdedecke
  • eine Decke, Tierfelle und ein Kissen für sie selbst
  • ein Liegeplatz für den Otter
  • ein etwas größerer Spielball für den Otter (er kann ihn auf der Nase balancieren)
  • ein abgedeckter Eimer mit Wasser der nach Möglichkeit mit frischen bzw. lebenden Fischen gefüllt ist
  • ein Beutel mit Nüssen
  • zwei Holzbecher und zehn ungezinkte Würfel
  • ein Lande-/Sitzplatz für den Habicht
  • ein Sattel für das Pferd und Schnürung für die Pferdeschnauze

Gefährten:
ein Pferd (Reittier und Karrenzieher), ein Hund (unterstützt bei der Jagd, passt auf das Lager auf), ein Eichhörnchen (meist vorwarnend bei Gefahr, aber auch ein vorsichtiger Kundschafter und "Circus"-Mitglied, das meint die kleinen Kunststückchen), ein Habichtweibchen (abgerichtet auf Hasen, Rebhühner, Fasane und Enten, jagd aber auch manchmal für sich selbst kleinere Vögel im Flug) und ein Otter (Fischfänger, "Circus"-Mitglied und Erkunder im Wasser, liegt sehr gerne auf dem Karren)


Geschichte:

Vorgeschichte, die Eltern:
Der Vater kam aus Forcewald nach Karatina und half einer damals noch jungen Frau, die von irgendetwas angefallen worden war. Er versorgte ihre Wunden und brachte sie anschließend in ein Dorf. Auch ihre Kräuter und Heilpflanzen, die in einem Korb waren und etwas verstreut um sie herum lagen, nahm er mit. Nachdem sie unbehelligt in ihrer Gemeinschaft angekommen waren, wurde der Forcewälder freundlich aufgenommen. Immerhin hatte er die Dorfheilerin gefunden und gerettet. Er blieb eine Weile, ging dann aber auf Reisen. Eines Tages kam er in das Dorf zurück. Er war nun selbst schwer verwundet und wurde über mehrere Wochen von der Heilerin versorgt. Ihre Fürsorge und dass sie sich nach all der Zeit noch an ihn erinnerte, gewann letztendlich sein Herz.

Vier ihrer Kinder starben. Zum Leidwesen der Mutter, war der Vater auch oft auf Reisen, um den Schwingen Baritons zu entgehen. Bis zur Geburt Aendras hatten die Schwingen das Dorf so oft passiert, dass sie nicht mehr glaubten, dass er dort leben würde. Die Mutter hatte behauptet, ihr Mann sei unterwegs, um Feuerholz zu suchen, oder zu jagen, oder um in einem anderen Dorf zu helfen, deswegen wäre sie allein. Das erste ihrer Kinder wurde etwa acht Jahre alt, das zweite war fünf und das dritte gerade ein Jahr alt. Der Achtjährige starb durch die Nebelwanderer, wenngleich der Vater ihn noch Dank eines Schutzzaubers ins Haus gerettet hatte. Die Wunden des Kindes waren zu stark, als dass es überlebt hätte. Der Fünfjährige erfror in einem eiskalten Winter in dem selbst die Eltern Mühe hatten, sich zu wärmen und alles taten, damit das Kind nicht darunter litte. Die einjährige Tochter starb letztendlich, weil die Mutter krank wurde und keine Milch mehr geben konnte, sich aber auch sonst nichts fand, was das Kind angenommen hätte. Es verhungerte. Das vierte Kind wiederum war ein Junge. Er wurde etwa sieben Jahre alt, dann aß er einen giftigen Pilz, den er gerade gefunden hatte und trotz aller Bemühungen, gab es keine Rettung mehr für ihn.


Spiel und Ausbildung in Kindheitstagen:
Aendra überstand Hunger und Not, wurde stärker und begann schon früh die Welt auf eigene Faust zu erkunden. Der Vater ließ sie nie aus den Augen, denn alle vorigen Kinder hatten sie verloren. Er lehrte sie ab ihrem sechsten Lebensjahr nach und nach essbare Pflanzen und Tiere von giftigen zu unterscheiden, Spuren zu lesen, karge einfache Unterkünfte zu bauen, Wasser zu finden, Tiere auszunehmen und zu häuten. Vieles durfte sie nicht gleich selbst machen, aber sie konnte zusehen und später auch selbst Hand anlegen.

Wieder und wieder prüfte der Vater auch, ob sie das Wissen wirklich in sich aufgenommen hatte und ihr auch keine Fehler unterliefen. So zeigte er ihr auch häufig giftige Pilze, die essbaren sehr ähnlich sahen und meinte: "Schau mal da! So viele gute Pilze. Komm, wir ernten sie." Dann würde das Kind sagen: "Aber Papa, die sind doch giftig!" und der Vater würde sie noch weiter testen: "Ach wo, ich kenne doch die Pilze schon so lange. Die sind die guten, wir wollen sie einpacken!" Das Mädchen würde zögern, sie noch einmal näher betrachten und letztendlich wiederholen: "Aber Papa, du hast mir gesagt, wenn sie so aussehen, sind sie giftig!" Danach würde sie fortfahren, ihm zu erklären, woran sie die Pilze als giftig erkannte und der Vater würde Aendra loben, weil sie so gewissenhaft aufgepasst hatte und er würde sie glücklich auf die Stirn küssen und ihr Recht geben, ihr auch erklären, dass er nur ganz sicher sein wollte, dass sie nun den Unterschied zweifelsfrei erkannte.

Die Mutter brachte ihr bei, wie sie Feuer machte und alles zubereitete und Felle zu Kleidung verarbeitete, wenn sie auch kein Leder herstellen konnte. Das würde sie auch später noch für die Habichtkappen kaufen müssen. Ebenso lernte sie von ihr das richtige Trocknen der Kräuter und Heilpflanzen, die Herstellung von Salben und Heilmitteln. Wie das meistens mit den kleinen Kindern ist, durfte Aendra erst nur zusehen, oder ganz einfache Teilarbeiten machen, um sie mit einzubeziehen. Mit etwa zehn Jahren durfte sie aber schon die ersten Salben selbst herstellen, sobald sie die Schritte vorher richtig aufgesagt hatte. Auch die Mutter testete, wie sicher sich Aendra bei ihren Arbeiten war und lobte sie, wenn sie sich nicht von Richtigem abbringen ließ, aber auch, wenn sie durch das Nachfragen der Mutter auf einen Fehler aufmerksam wurde, den sie so noch nicht direkt verraten hatte. Sie wurde aber auch nicht geschimpft, wenn die Mutter ihr rasch mitteilte, worauf sie achten musste.

Von ihrem Vater lernte sie auch die Zauber, die sie heute beherrscht. Eines Abends sagte er zu Aendra: "Wenn du versprichst, es keinem weiter zu sagen, verrate ich dir ein ganz großes Geheimnis." Natürlich versprach sie es ihm und er erklärte ihr: "Es ist wirklich ganz wichtig, dass du nichts von dem erzählst, was ich dir jetzt sage und zeige. Ich bekomme sonst ganz große Schwierigkeiten. Verstehst du das?" Für Aendra war es seltsam, dass ihr Papa ein Geheimnis hatte, das ihm schaden würde, aber sie nickte sehr bestimmt. So ein Geheimnis wollte sie ganz bestimmt keinem erzählen. Nun fuhr ihr Vater fort: "Es wird dir bestimmt gefallen. - Du weißt, ich komme aus Forcewald." Das war irgendwo seltsam, aber machte auch Sinn, denn ihr Vater hatte ihr schon die ganz geheime Sprache Forcera beigebracht, die sie nur mit ihm sprechen durfte. Vielleicht durfte sie also jetzt ein noch größeres Geheimnis erfahren, weil sie sich so brav daran gehalten hatte? Sie nickte also auf seine Feststellung hin.

"Gut", sagte der Vater, "Ich kann dir nämlich ein Bild in deinen Gedanken zeigen. Bist du bereit?"
Aendra war nicht ganz sicher, ob ihr ihr Papa da nicht doch einen Bären aufbinden wollte, aber sie vertraute den Menschen ja grundsätzlich und wollte immer gerne glauben, dass sie die Wahrheit sagten. Also nickte sie, obwohl sie nicht wusste, wie das gehen sollte, oder was genau sie da erwartete.

"Da! Was siehst du", fragte der Vater und Aendra beschrieb den Pilz den er ihr zeigte. Der Vater bestätigte ihr, dass das das Bild war, das er meinte. Sie dachte daraufhin an ein rosa Pferd mit Fuchsschwanz und der Vater lachte und fragte sie, was sie mit einem rosa Pferd mit Fuchsschwanz tun würde. Aendra quietschte vor Vergnügen. Ihrem Vater vertraute sie ja voll und ganz und die Idee, dass man damit auch Böses tun könnte, kam ihr erst mit der Zeit.

Erst übten sie also, indem der Vater ihr Bilder, Gedanken, Gefühle, Geschmäcker, Gehörtes usw. zukommen ließ. Zunächst stellte auch immer er die Verbindung her. Sie dachte einfach nur und sprach wortlos mit ihm. Manchmal sehr zum Unmut der Mutter, die sich doch beunruhigt über diese "abendlichen Unterhaltungen" fühlte. Aendra schlug vor, dass ihre Mutter doch mitmachen sollte, aber die wollte lieber nichts davon wissen. Der Vater erklärte Aendra also, dass sie diesen Wunsch respektieren mussten. Er gebrauchte auch das Bild, dass sie nicht in das Haus ihres Freundes unangemeldet eindringen würde, was auch stimmte.

Sie übten also bald weniger beim Abendessen, sondern mehr wenn Aendra nun ohne Vater nach draußen ging und mit den Kindern spielte, oder die Gegend erkundete. Beim Spielen sandte ihr ihr Vater die Bilder, wo die anderen sich versteckten und Aendra schimpfte ihn, dass sie doch nicht schummeln wollte und dass das gemein sei. Zufrieden mit dem Ergebnis, hörte er auf, ihr solche Informationen zu schicken. Wenn er aber Nebel aufkommen sah, warnte er sie immer. Aendra kam dann immer rasch zurück und auch die anderen Kinder, die sie aufmerksam machte, flüchteten in die Häuser. Wenn sie draußen unterwegs war, durfte sie ohne ihn, nie besonders weit gehen. Die Furcht vor dem Nebel war zu groß und Aendra akzeptierte ihn als eine große Gefahr vor der sie sich wirklich hüten musste. So lange er noch dünn genug war, dass sie ein Stück in die Ferne sehen konnte, war sie draußen. Wurde der Nebel dichter, rannte sie zurück nach Hause.

Nachdem sie so mit den Möglichkeiten vertraut wurde, wollte sie aber auch wissen, wie sie das anstellte und erhielt die entsprechende Anleitung von ihrem Vater. Es selbst zu tun war viel schwerer und hielt auch weit nicht so lange, wie bei ihm. Bis zu ihrem zwanzigsten Geburtstag hatte sie jedoch gelernt, die Zauber für etwas mehr als eine Stunde durchgehend zu nutzen und war fähig geworden, die nötige Markierung zu setzen, die ihrem Vater sagen würde, dass sie Zugang zu ihm wollte. Er als geschulter Magier konnte sie auch wieder entfernen und so konnte sie den Vorgang mehrfach üben. Manchmal würde er ihren Zutritt zu seinem Geist ablehnen, andere Male sofort zustimmen.

Beim Üben hatte der Vater ihr immer wieder andere Orte in Karatina gezeigt und ihr dadurch sehr eindrücklich von seinem Leben erzählt. Allerdings hatte er sich stets geweigert, ihr Bilder aus Forcewald zu zeigen. Trotzdem war es für Aendra, die immer gerne entdecken und erforschen wollte, mehr wissen und erfahren wollte, mehr ausprobieren wollte, ein wachsender Anreiz eines Tages selbst herum zu reisen. Sie verstand, dass es gefährlich war.


Letzte Warnung und erste Reisen in Karatina:
Erst vor einem Jahr hatte ihr Vater ihr gezeigt, wie er jene schweren Verletzungen bekam, die ihn wochenlang in die Fürsorge ihrer Mutter brachten. Er hatte damals keine magische Kraft mehr gehabt, als er auf Reisen war. So war er verwundbar geworden. Er blendete für Aendra zwar die Schmerzen aus, aber es war nicht schwer zu erkennen, dass diese heftig gewesen waren. Natürlich wusste ihr Vater, dass all die Eindrücke, die er ihr geschickt hatte, ihren Drang die Dinge selbst zu erfahren, geweckt hatten. So hatte er ihr noch einmal einschärfen wollen, wie gefährlich es war, das Dorf zu verlassen. Dennoch entschied sie sich einige Tage nach ihrem zwanzigsten Geburtstag dazu, aufzubrechen. Der Vater und die Mutter diskutierten lange, aber letztendlich entschieden sie, dass sie zumindest einen Karren mit einigen nützlichen Sachen mitnehmen sollte.

Sie hatte Nadel und Faden, einen Kochtopf, eine Pfanne, eine Decke, ein mit Federn gefülltes Kissen, ein Häutungsmesser und ein gewöhnliches Messer, sowie etwas Salbe, Heilmittel, einen Wasserschlauch und nur wenig getrocknetes Fleisch.

Auf ihren Reisen nutzten ihr ihre Wildniskenntnisse sehr häufig. Mit ihren Salben und Heilmitteln hatte sie manchem Reisenden, oder Dorf, geholfen. In Karatina war sie bekannt als eine "Geschichtenerzählerin" und Sängerin von Volksweisen, die jeder kannte. Sie vermittelte ein Gefühl von Freiheit und Sicherheit, wie sie so durch die Länder zog, von anderen Dörfern berichtete und es schaffte im Großen und Ganzen sorglos zu sein. Sie vermied es normalerweise von den Verlusten und Ängsten anderer zu erzählen, tat es aber, wenn es dem Dorf auf seltsame Weise eine Erleichterung war, dass sie nicht alleine waren in ihrem Leid und mit ihren Sorgen, sondern auch andere diese nach wie vor kannten. Meist erzählte sie aber von Neugeburten, von gelungenen Unternehmen, von erfolgreichen Jagden und von guter Ernte - so gut es in Karatina eben ging. Außerdem wurde sie über die Jahre mehr und mehr so etwas wie eine Botin zwischen den Dörfern.

"Wann kommst du wieder nach", und dann folgte ein Dorfname. Aendra lächelte meist und versuchte ihre Wege so einzurichten, dass sie die gewünschten Dörfer bald erreichte. So überbrachte sie Briefe, manchmal ganze Stapel davon, die nie hatten abgeschickt werden können, weil es keine allgemeinen Postboten gab und weil keiner das Dorf verlassen konnte, oder wollte. Manchmal dauerte es lange und manchmal kam sie auch mit den gesandten und den dort geschriebenen Briefen zurück und musste mitteilen, dass der Verwandte gestorben war. Dann erhielt sie entweder Dank, dass sie es dennoch versucht hatte und Briefe mitbrachte, oder sie wurde beschimpft als eine die schlechte Kunde bringt, oder die früher hätte kommen sollen und müssen, oder dass sie sich zu viel Zeit gelassen hätte das Dorf des anderen zu erreichen. Im ersten Fall wurde sie meist freundlich in das Haus aufgenommen, so sie eine Rast brauchte. Im anderen Fall gab es aber oft jemanden, der die betroffene Person tröstete und andere, die Aendra aufnahmen. Die Menschen wussten, dass das Leben hart war und sehr selten klagte sie ein ganzes Dorf für solch einen Verlust an. In diesen Fällen zog sie natürlich stets gleich weiter. Anderenfalles nahm sie manchmal das Angebot zu bleiben an und manchmal dankte sie auch und verließ die Dorfgemeinschaft trotzdem.


Botengang und ein Pferd vor den Karren:
Eines Tages brachte sie einem jungen Mann einige Habseligkeiten, von denen seine Eltern gewollt hatten, dass er sie bekäme. Nun übergab sie dem Mann die Briefe seiner Familie und als er, wohl wegen der Dinge die sie da gebracht hatte, schon nachfragte, ob sie gestorben wären, nickte sie und noch ehe sie ihr Beileid aussprechen konnte, wurde er wütend und begann sie anzuschreien. Aus seinen Worten wurde den Nachbarn deutlich, dass er schlechte Kunde erhalten hatte, sie begannen ihn zu beruhigen und halfen Aendra ihren Karren fort zu bringen. Die Leute vertrösteten sie, dass er sich schon beruhigen würde. Er hatte gewiss für viele Jahre keinen Kontakt mehr mit ihnen gehabt und so kam dies wie ein Schock für ihn. Außerdem hatte er erst kürzlich ein Pferd gekauft, um bald zu seinen Eltern zu reisen und sich mit ihnen auszusöhnen.

Der junge Mann kam am nächsten Morgen. Er entschuldigte sich für sein Verhalten und bestätigte, was ihr die Dorfleute schon erzählt hatten. Sie sprach ihm ihr Mitgefühl für den Verlust der Eltern aus und war überrascht, als er ihr sein Pferd überließ. "Ich brauche es jetzt nicht mehr", erklärte er. Das Feld das er hatte, war zu klein, als dass er einen Pflug hinter ein Tier gespannt hätte und er wollte nirgendwohin verreisen. Seine Eltern hätten aber gewiss gewollt, dass er sich dankbar zeigte. So nahm sie das Tier und den Sattel dankend an. Im Dorf half man ihr, den Karren etwas anzupassen, so dass das Pferd ihn ziehen konnte.

Von da an führte sie die Stute einfach und diese zog den Karren. In einem anderen Dorf erzählte sie eine Geschichte und am Ende erhielt sie Lob dafür und wurde auch gefragt, warum sie nicht reite, wenn sie doch Pferd und Sattel habe. Sie erklärte, dass sie es nie gelernt hatte, sich das Tier aber wohl auch dafür eignen würde. Sodann erhielt sie für ihre Mithilfe im Dorf etwas, das wir heute wohl Reitunterricht nennen würden.


ein streunender Hund, der erste Jagdgefährte:
Auf ihren späteren Reisen traf sie auf einen jungen streunenden Hund. Sie warf ihm etwas rohes Fleisch zu und er folgte ihr daraufhin auf Schritt und Tritt. Das Fleisch stammte aus keiner eigenen Jagd, sondern von einem Dorf, das sie verlassen hatte und da es ungetrocknet war, musste sie es rasch verbrauchen. Er blieb vor den Dörfern zurück, aber wenn sie wieder kam, hatte sie fast immer ein kleines Stückchen Fleisch für ihn. Da sie ihm immer wieder etwas zu Fressen gab, statt ihn zu vertreiben, wurde er immer zutraulicher. Das Tier war sehr aufmerksam, vorsichtig gegenüber Menschen, aber doch freundlich und wenn Aendra keine Schwierigkeiten hatte, kam er schließlich immer öfter näher zu ihr heran.

Auf ihrer Reise nahe einem der kargen Wälder Karatinas erzählte ihr ein Jäger, dass er ein Tier angeschossen habe, dass ihm der Wind aber den Pfeil zu sehr vertrug und ihm das Reh entwischte. Es wäre so gut für das Dorf gewesen und jetzt hatte er einen weiteren Grund das Tier zu jagen, denn es würde nur leiden und es schwerer haben zu überleben. Er hatte aber keinen Plan mehr, wohin es flüchtete, glaubte aber, es könne nicht weit sein. Also ließ Aendra den Karren samt Pferd und Hund zurück und bat den Jäger, sie zu einer gut sichtbaren Spur zu führen. Der Jäger war tatsächlich dem Reh gut auf der Spur gewesen. Gemeinsam verfolgten sie es bis an eine winzige Wasserstelle. Nun konnte er es erlegen. Aendra half ihm es ausbluten zu lassen und zu ihrem Karren zurück zu tragen. Die Innereien bekam der Hund zu fressen. Für ihn war es gewiss ein Festmahl. Das Pferd war weniger begeistert von dem Geruch, aber es ließ sich von Aendra beruhigen.

Schlussendlich kamen sie ins Dorf. Es war sehr klein, nur sieben kleine Hütten und kleinste Gemüsefelder, die mickrige Erträge lieferten. Die Leute hier lebten mehr vom Fleisch, Wurzeln und Pilzen aus dem Wald, als vom eigenen Anbau. Der Boden war einfach zu trocken und Gräser kamen noch am besten durch. Sie sang mit ihnen einfache Lieder. Mit einem echten Barden hätte sie jedoch nie mithalten können. Für Karatinas Dorfleute genügte es aber. Sie erzählte von ihren Reisen und dass der Hund erst dieses Mal so ganz nahe bei ihr blieb. Der Jäger meinte, sie sei das Leittier für ihn geworden, weil sie ihn immer zu Futter führte. Er erzählte dann, wie sie geholfen hatte, das verloren geglaubte Reh zu finden und über die nächsten Wochen brachte er ihr und dem Hund bei gemeinsam Hasen und Kaninchen zu jagen. Der Hund hetzte sie herum, bis sie müde wurden und trieb sie dann auf Aendra zu. Diese hatte es nun leichter das müde Tier mit ihren Händen zu fangen, sofern der Hund es nicht vorher tot biss. Die Innereien gingen an den Hund, die Felle und das Fleisch an die Dorfgemeinschaft und Aendra. Da er so schmutzig war, bat sie die Dorfleute, ihn mit dem Brunnenwasser waschen zu dürfen. Sie waren einverstanden, allerdings war der Hund nicht so ganz begeistert davon. Erst als er verstand, dass ihm gar nichts passierte, ließ er sich wirklich waschen und kämmen.


Pferd, Hund und Eichhörnchen:
Schlussendlich zogen sie weiter. Der Hund warnte sie, wenn etwas nicht stimmte. Eines Tages fand er ein Eichhörnchen, das sich verletzt hatte. Aendra pflegte es und das Tier blieb fortan bei ihr. Es war nie sonderlich nützlich, aber ein lieb anzuschauendes Tierchen und sehr zutraulich zu Aendra. Es vertraute sogar dem Hund und dem Pferd. Umgekehrt akzeptierten die beiden auch den kleinen Klettermax. Manchmal erlaubte sich Aendra, den Zauber einzusetzen, der ihr erlaubte, wahrzunehmen, was das Eichhörnchen erlebte. Es war ihr recht lustig, wie das Tier durch die Bäume, Zweige und Büsche huschte, wann immer sie welche fanden.


Bedrohung aus Tragalún und die Reise nach Riguskant:
Als nun aber immer mehr von der Rebellion in Tragalún nach Karatina durch drang, brach sie nach Hause auf. Sie wollte ihre Eltern wieder sehen. Als sie ankam, trafen sich die Dorfleute bereits, um zu besprechen, wie sie vorgehen sollten: fliehen, oder bleiben. Niemand vertraute so recht auf den Schutz durch das Königshaus, viele wollten nicht, dass ihre Söhne für einen Kampf eingezogen würden. Es gab aber auch solche, die darauf beharrten zu bleiben, wo ihre Familie seit Generationen gelebt hatte. Diese Diskussionen kannte Aendra schon aus anderen Dörfern. Sie hatte sich nie eingemischt, aber nun sagte sie ihren Eltern, dass sie nach Riguskant ziehen wollte und bat sie mit zu kommen. Dies war noch, als die ersten Nachrichten aus Tragalún eintrafen und viele Dörfer eher noch glaubten, dass es vielleicht doch nicht so gefährlich würde.

Aendra und ihre Eltern waren nicht die Einzigen, die das Dorf verließen. Jedoch waren es nur wenige, die sich für die Flucht entschieden. In späteren Tagen mochten mehr gefolgt sein. Auf ihrem Weg wechselte die Ladung auf ihrem Karren seine Zusammenstellung mehrfach. Damit niemand völlig erschöpft würde, nahm immer ein Teil seine Sachen wieder auf und ein anderer Teil der Gruppe legte seine Habe auf den Karren. Von Zeit zu Zeit zogen sie den Karren auch selbst, damit das Pferd sich länger ausruhen konnte. Sie erreichten Riguskant und einige blieben schon in Grunnat, andere zogen noch mit ihnen weiter. Aendras Eltern blieben in Schwalbenstein, aber sie selbst hatte sich so sehr an das Reisen gewöhnt, dass sie nun auch dieses Land kennenlernen wollte.


der Falkner, ein Habicht zur Jagd:
In Riguskant half sie schließlich einem Falkner bei der Jagd, erzählte ihm Geschichten, half ihm seine kranke Tochter zu pflegen und erhielt etwas Einblick im Umgang mit den Falken, Habichten und sogar Adlern. Letztendlich wusste sie, wie man einen Habicht fütterte, ihn verkappte und entkappte (die Kopfhaube aufsetzt, damit er ruhig und entspannt bleibt bis zur eigentlichen Jagd) und wie man ihn auf Beizjagd schickte. Vor allem ihr Hund war dabei sehr hilfreich, da er die Tiere aufscheuchte und der Habicht die flüchtende Beute erlegte. Sie durfte schließlich einen Habicht behalten, der besonders gut mit ihr und dem Hund zusammenarbeitete. Für ihn errichteten sie auch den Landeplatz bzw. Sitzplatz am Karren.


ein Gaukler und seine Tricks:
Auf ihren Reisen traf sie auf einen jungen Gaukler. Er besaß sechs Jonglierbälle und einen größeren Ball. Sein ständiger begleiter war ein Otter. Sie zogen durch die Lande und zeigten ihre Kunststücke. Aendra war sehr fasziniert davon und lernte die Bälle zu werfen. Er konnte es mit sechsen gleichzeitig, sie nur mit dreien. Kurze Zeit schaffte sie es auch drei in einer Hand zu werfen, aber nach dem vierten oder fünften Mal fiel ihr fast immer schon einer zu Boden. So fingen sie auch an, gemeinsam zu jonglieren und der Otter hielt seinen Ball auf der Nase. Das Eichhörnchen lernte von einem Becher zu einem anderen zu springen und über einen Ast von einem Becher zum anderen zu laufen, war aber sonst einfach nur erfolgreich süß zum Ansehen. Pferd und Hund konnten mittlerweile gestreichelt werden und den Habicht durften sie auf Aendras Schulter, Hand oder auf seinem Sitzplatz begutachten, jedoch nicht zu nahe kommen. So verdienten sie gut und unterhielten sich hervorragend.

Der Gaukler begann dem Eichhörnchen auch beizubringen, sich in Häuser und Scheunen hinein zu schleichen. Manchmal brachte es auch etwas mit. Als Aendra das bemerkte, gab es den ersten großen Streit zwischen ihr und dem Gaukler. Er musste dem Tier unbedingt beibringen, Sachen wieder liegen zu lassen. Widerwillig übte er also nun das mit dem Tier und fütterte es nur mit Nussstücken, wenn es nichts eingesammelt hatte. Trotzdem konnte das Eichhörnchen nun in Gebäude geschickt werden, oder in andere Zimmer und Aendra konnte nun beobachten und vor allem belauschen, was andere besprachen.


Das Ende einer Freundschaft und der Otter:
Eines Tages war der Gauklerjunge sehr seltsam. Er bestand darauf, allein an einen Ort zu gehen, den er ihr auch nicht nennen wollte. Der Otter blieb jedoch bei ihm, weil er ihn nie allein ließ. Aendra verfolgte also über den Otter wohin sie gingen und hörte das Streitgespräch zwischen dem Gaukler und einigen anderen. Er schien ihnen etwas zu schulden, oder etwas versprochen zu haben, das er nun nicht einhalten wollte. Der Weg war weit gewesen, deswegen hörte sie nicht mehr alles, was sie besprachen. Jedoch machte sie sich lieber auf den Weg zum Gaukler. Auf halbem Weg traf sie auf den aufgeregten Otter, der sie auch prompt zu ihm hin führte. Als sie endlich eintraf, war ihr guter Freund jedoch schon tot.

Sie bestattete ihn und irgendwie schien das Begräbnis dem Otter klar zu machen, dass es für seinen Gauklerfreund zu spät war. Für ein paar Tage hatte Aendra Mühe, das Tier zum Fressen zu motivieren. An irgendwelche Kunststücke, oder irgendwo hin zu gehen, war überhaupt nicht zu denken. Schlussendlich schien er jedoch zu akzeptieren, was passiert war und zog fortan mit Aendra durch die Lande. Sie lässt den Otter wann immer möglich in ein Gewässer. Durch den Gauklerjungen hatte sie gesehen, wie sie den Otter dazu brachte, den Ball auf seiner Nase zu tragen und was das Tier so alles fraß. Es mochte Fisch, vorzugsweise bis zu 10 cm Länge, Amphibien, Muscheln, Ratten, Mäuse, Käfer, Regenwürmer, Krebse und Wasservögel.

Bei den Tauchgängen des Otters ist sie eben so gerne mit ihrem Übertragungszauber dabei, wie beim Klettern und Erkunden des Eichhörnchens, oder bei den Flügen des Habichts, wenn sie ihn zur Erkundung aufsteigen lässt. Sie hat dabei aber keine Kontrolle darüber, wo die Tiere hinlaufen bzw. hinfliegen, oder wie lange sie in eine Richtung schauen, oder an einem Ort bleiben. Sie kann es nur verfolgen.


---------------------------------------------------------------------------------------


passende Musik: ---


Zuletzt von Aendra am Di Sep 05, 2017 3:01 pm bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
avatar
Aendra

Anzahl der Beiträge : 18
Anmeldedatum : 29.08.17

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten