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Hamilkar

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Hamilkar

Beitrag von Hamilkar am Mo Sep 25, 2017 3:21 pm



Infos zum Schreiberling

Alter des Schreiberlings: 23
Hauptcharakter: Ist der Folgende
Nebencharakter(e):
Nüscht


Charakter - Grundlagen

Name: Hamilkar
Rasse: Mensch
Alter: 25 Jahre
Geschlecht: männlich
Zugehörigkeit: Zwielicht



Erscheinung
Größe: 1,83 m
Aussehen: Verwahrlost, krank und mitleiderregend sind drei Attribute, die man der gewöhnlichen Erscheinung von Hamilkar durchaus mitgeben kann. Ursprünglich von natürlicher Schönheit gesegnet hat der Alkohol, dem er vollkommen verfallen ist, tiefe Furchen in seinem Antlitz hinterlassen. Die müden grünen Augen werden umspielt von tiefen Schatten und sind so matt, dass man glauben mochte, das Licht verliere sich viel mehr in ihnen. Fettige Haare von kräftigem schwarz stehen zerzaust nach allen Seiten ab und sehen nur selten einen Kamm. Ineinander über geht die traurige Haarpracht in einen wilden Bart, den zu pflegen sich Hamilkar schon lange keine Mühe mehr macht. Alles gemeinsam fügt sich ausgesprochen passend in ein Bild der traurigen Gestalt ein, deren Haltung und Gestik nichts anderes ausdrückt als Aufgabe.
Und dennoch, sehnige Muskeln ziehen sich unter der fahlen, kränklich wirkenden und von Narben vergangener Kämpfe überzogenen Haut entlang und sind eines der wenigen Überbleibsel vergangener, besserer Tage. Gehüllt wird der Kriegerkörper in verschlissene Stoffe voller Flecken und Nähte, ja sogar Löcher. Das einzige von Wert scheinen zwei Halbschwerter zu sein, die Hamilkar immer am Körper trägt, zu denen er auch eine heiratsähnliche Beziehung zu pflegen beliebt. Nicht selten bringt ihm das mehr als fragwürdige Blicke ein, denn beide Waffen wirken tatsächlich wie ein Paar Diamanten in einem großen Haufen Kuhmist und für einen guten Kämpfer wird er mit seinen zitternden Händen auch sehr selten gehalten. Doch all sein Auftreten mündet letztendlich genau in dem, was er eigentlich haben will: Einsamkeit. Wer möchte schon mit einem stinkenden, lallenden Säufer gesehen werden?
Kleidung: Verschlissene Kleidung mit Flecken, Nähten oder Löchern. Dazu entgegengesetzt zwei hochwertige Schwerter.



Persönlichkeit
Charakter: Hamlikar ist in erster Linie ein gebrochener Mann, den ausschließlich das nächste Bier interessiert. Der Krieger ist geplagt von Bildern der Vergangenheit, die er vor Jahren begann mit Alkohol zu ertränken. Seit dem ist er quasi in einem andauernden Zustand der Benebelung, den er mit einem kernigen Humor zu überdecken weiß. Er setzt sich damit eine fröhlich erscheinende Maske auf, die er zu jedem um sich herum zeigt. Dabei gibt er sich als rauer Zeitgenosse, der für Kurzweil auf jeden Fall zu haben ist und in gewissen Kreisen auch nicht zu schlecht ankommt. So hat ihm seine völlige Sorglosigkeit schon manch eine Bekanntschaft eingebracht, jedoch beinahe niemals wirklich mehr, was ihm aber auch mehr als genug ist. Als ein Freund lakonischer Beziehungen ist Hamilkar auch nicht an Freundschaften interessiert, die in Gefahr laufen lassen würden eben diese Maske fallen zu lassen. Prinzipiell hat er sich sogar so schon an diesen Zustand gewöhnt, dass der Krieger sich nicht einmal mehr seines wahren Wesens wirklich bewusst ist. Aber genau gegen diese Auseinandersetzung wehrt sich Hamilkar gezielt.
Der selbstzerstörerische Hang zur Zerstreuung hat ihn sich nicht nur dem Alkohol hingeben lassen, sondern auch dem Glücksspiel, weshalb auch ein großes Problem im Umgang mit Geld besteht. Von diesem hat er nämlich nie ausreichend um seine Eskapaden zu bezahlen, was nicht selten zu offenen Auseinandersetzungen führt, denen er auch nicht aus dem Weg geht. Gleichsam liebt Hamilkar Strategiespiele aller Art und hat ausschließlich in diesen klare geistige Momente, in denen seine hohe Intelligenz zum Vorschein kommt an deren Vernichtung er eifrig arbeitet. In seinem innersten Selbst hofft er sogar irgendwann bei einem solch sinnlosen Kampf um Wettschulden sein Leben zu lassen, nur um seinem unaufhörlichen Selbstmitleid endlich ein Ende zu setzen. Den Mut dafür hat er aber bisher, sehr zu seiner Überraschung, niemals gefunden.
Hamilkar ist weder loyal, noch freundlich oder sympathisch, was vielleicht auch gerade seinen Reiz ausmachen kann. Dafür ist er nämlich von einer brutalen Ehrlichkeit beseelt, die er gern mit Witz zum Ausdruck bringt. Tatsächlich treibt ihn sein Zynismus stets in das Gegenteil, was weder seinem Seelenheil nützt, noch seinem Geldbeutel, wohl aber seinen rauen Saufkumpanen. Und obgleich er das sicherlich weiß, liegt genau darin das ganze Dilemma seiner Existenz: Die Angst vor sich selbst. In dieser Hinsicht ist der Krieger ein absoluter Feigling, doch dafür im Kampf umso furchtloser. Vielleicht ist das der Einfluss des Alkohols, doch eigentlich kann Hamilkar nichts aus der Ruhe bringen abseits vom Fehlen desselben. Ob nun der Kampf gegen Magier, andere Krieger, oder Unlichter, er hat alles hinter sich und für Geld auch immer wieder vor sich. Dabei ist es ihm völlig einerlei, was ein Kunde für Hintergründe hat... dafür hat er schließlich auch zu wenige, aber die Aussicht auf Geld für ein weiteres Bier würde ihn bis ans Ende der Welt treiben.
Diese Aufträge erfüllt Hamilkar aber durchaus zuverlässig, obgleich es oft auch Glück ist, dass sein Rausch ihn nicht das Leben kostet. Von einem angemessenen Arbeitsethos oder Professionalität kann definitiv nicht die Rede sein, wenn er einmal völlig besoffen vom Stuhl auf den Boden fällt und das mitten im Gespräch mit einem Auftraggeber.

Unter dieser völlig draufgängerischen Art verbirgt sich aber das wahre Wesen Hamilkars und es köchelt dort unbeobachtet vor sich hin. Lediglich in seinen Träumen kommen die Bilder aus der Vergangenheit hoch, was der Ursprung seines Schlafmangels ist, der nicht selten auch gehörige Konzentrationsschwächen und Dösmomente mit sich zieht. Der Mord an seiner Mutter, der Gedächtnisschwund seiner einstigen Frau und der Tod seiner Tochter... aber auch seine Reisen nach Letum zehren so sehr an ihm, dass die Vergangenheit etwas ist, dass Hamilkar lieber begraben sieht als festen Bestandteil seiner Persönlichkeit. Diese kommt nur in sehr einsamen Momenten zum Vorschein und zeigt wie sehr der Krieger Hilfe braucht, die er sich niemals eingestehen würde. Daher auch sein Antrieb allein zu arbeiten, da jede Art von neuer Bindung eine weitere Gefahr birgt... aber auch die einzige Möglichkeit der Heilung seiner seelischen Wunden.
Vorlieben:
- Alkohol
- Glücksspiel/Strategiespiel
- seine Schwerter Fylkir und Ariost
- Geld
- Nervenkitzel
- Einsamkeit
Abneigungen:
- Schulden
- Mitmenschen/Wesen
- Antialkoholische Getränke
- Arbeit
- Moralaposteln
- Gastwirte
- Süßes Essen
Religion: Da Hamlikar von der Unterwelt, sowie Oberwelt weiß, aber mit dem Sonnenglaube aufgewachsen ist, hat er sich von diesem abgewandt. Aufgrund anderer Probleme hat er diese Lücke in seinem Leben bisher noch nicht füllen können



Fähigkeiten
Beruf: Söldner und Löhner für Aufträge aller Art. Insbesondere in der Unterwelt für Leute, die aus welchen Gründen auch immer, die Dienste offizieller Stellen nicht entgegennehmen können.
Sprachen: Nebelzung, Forcera, Arcum und Trangalisch
Lesen/Schreiben: beides, aber eine grauenvolle Handschrift
erlernte Fähigkeiten: rechnen und auch etwas höhere Mathematik, schwimmen, klettern, Akrobatik, singen, waffenloser Kampf und Schwertkampf, sowie der Kampf mit Dolchen, reiten
Eigenschaften/Gaben: Vielleicht findet er eine besondere Fähigkeit, wenn er aufhört zu trinken...

körperliche/geistige Stärken:
- begnadeter Schwertkämpfer/Faustkämpfer
- Absolut stoisch im Angesicht von Gefahr
- mathematisch begabt/intelligent
- körperlich sehr leistungsfähig (Wenn die Alkoholabhängigkeit nicht wäre)
körperliche/geistige Schwächen:
- alkoholabhängig in höchstem Maße
- blind auf dem rechten Auge
- uncharismatisch
- unvorsichtig
- keine Empathie



Magie
keine Magie



Hintergrund
Stand: Hamilkar ist ledig
Familie: Sein Vater ist Hamilkar unbekannt und seine Mutter ist eine Kriegerin aus den Reihen der Eshari. Ihr Name ist Kesha aus dem Clan der Eshari-Jan. Von dort musste sie aufgrund einer falschen Mordbeschuldigung fliehen und sich fortan vor Racheaktionen schützen, die ihr bis an ihr Lebensende nachjagten.
Herkunft/Geburtsort: Geboren wurde Hamilkar auf irgendeiner Straße Karatinas. Ein genauer Ort war nie wichtig gewesen.
Wohnort: Keinen
Besitz: Zerschlissene Kleidung, Reisebeutel, Decke, Feuersteine, Zunder, Wasserschlauch, Reitstiefel, die Schwerter Fylkir und Ariost (aus Lyroneisen)
Gefährten: keine

Geschichte:
Zur Welt kam Hamilkar unter maßgeblich widrigen Umständen an einem Wegesrand in Karatina. Gehetzt von der Flucht vor ihren Häschern war die Zeit der Niederkunft eine Schwere für Kesha, seiner Mutter, die aus dem heimatlichen Eshari Clan aufgrund einer Mordanschuldigung geflohen war. Ihr Glück war, dass sie kurz darauf Obhut bei einer fahrenden Gauklergruppe fanden, die sie in den folgenden Jahren begleiteten und die die Kindheit Hamilkars maßgeblich prägte. Für den heranwachsenden Jungen war diese Zeit eine sehr glückliche und beinahe ausschließlich gute Erinnerung verbindet er auch noch heute mit dem Kreise der Gaukler, in deren Nachwuchs er viele Freunde fand. Wie alle anderen Kinder spielten sie ihren Eltern streiche, wälzten sich im Schlamm und konsternierten ihre Aufpasser nicht immer ungewollt. In dieser Gesellschaft wuchs Hamilkar selbstverständlich mit Nebelzung auf, doch mit seiner Mutter sprach er Trangalisch, was ihre Muttersprache war, da sie nie so recht von ihrer Heimat, die ihr kleiner Sohn nur aus ihren Geschichten kannte, loslassen konnte. Ebenso wurden sie nach und nach Teil der arbeitenden Gemeinschaft, seine Mutter sorgte für Ordnung mit ihren ausgesprochen guten kämpferischen Fähigkeiten und Hamilkar reihte sich schon früh in die Akrobaten ein. Selbstverständlich aber legte Kesha sehr viel Wert darauf, ihren Sohn in den Künsten ihres Clans auszubilden und das schon seit der frühsten Kindheit. Einfach war es nicht, doch Disziplin und geistige Stärke wurden dem Heranwachsenden so schon sehr früh eingebläut.
Es kam aber, wie es kommen musste und nach Jahren, in denen sie sich schon sicher geglaubt hatten, fanden ihre Häscher sie. Hamilkar war gerade 12 Jahre alt und nach einem Kampf mit den Auftragsmördern kam es zu Verlusten unter den Gauklern. Ohne ein Wort des Abschieds flohen Kesha und ihr Sohn Halsüberkopf und eine weitere schwere Zeit sollte beginnen, in der sie die Gesellschaft mieden und sich mit kurzen Arbeiten, immer in Bewegung über Wasser hielten. Für den noch immer sehr jungen Hamilkar war diese Zeit ohne einen einzigen Freund abseits seiner Mutter sehr schwer und er flüchtete seinen Zorn darüber in der noch immer ungebrochen andauernden Ausbildung. Dieser Umstand war es auch, der sein großes Talent im Umgang mit dem Schwert aufzeigte, dass er ganz in  der Tradition seines Clans, den er nie kennengelernt hatte, zwiefach führte.
Dieses Leben auf der Flucht führte das Duo näher an die Grenze zu Forcewald und die gut geschützten Außengrenzen dieses Landes machten Kesha neugierig. Sie begann sich umzuhören und sich einen Ruf zu erarbeiten, der sie als fähige Kriegerin und zuverlässige Löhnerin darstellte. Selbstverständlich unter anderem Namen und sehr auf Anonymität bedacht und als Hamilkar älter wurde, so kam auch er immer öfter in die Lage, sie bei ihren Aufträgen begleiten zu müssen. Sie taten alles: Von Mord über Diebstahl, bis hin zu Botengängen. Am Lukrativsten waren allerdings Aufträge in denen es darum ging Kreaturen zu erlegen, die ihre Unwesen dort trieben, wo es nicht sein sollte. Auf diese Weise sammelte der junge Krieger allerlei Wissen über alle möglichen Ungetüme dieser Welt und wie man mit ihnen fertig wurde. Ein besonderes Gewicht kamen bei derartigen Aufträgen immer den beiden Schwertern seiner Mutter zugute, welche aus einem sagenumwobenen Metall gefertigt waren: Lyroneisen. Irgendwann jedenfalls wurde ein Kunde auf sie aufmerksam, der sie mit einer ganz besonderen Aufgabe betraute, die dazu geeignet war sie zu prüfen. Eben diese Aufgabe führte sie nach Forcewald, jenes Land, dass schon immer Interesse bei Hamilkar geweckt hatte. Jenes Land, dass in aller strenge über den Übertritt seiner Grenzen wachte. Selbstverständlich gelang die Erfüllung der Aufgabe, bei dessen Beendigung sie in einen Kreis von Schmugglern eingeführt wurden, die geheime Wege über die Grenze Forcewalds kannten.
Die Aussicht auf viel Geld beflügelte Mutter und Sohn geradezu, doch das Glück sollte nur kurz halten. Ihren Häschern wieder einmal entkommen geglaubt, sollten sie sich auch noch ein weiteres Mal irren. Verdeckt waren nun sogar Assassinen des Hauses Immerwein auf ihren Versen, die jene Schmugglertruppe infiltriert hatten und schon gleich bei ihrem ersten Besuch in Forcewald aus ihrem Schatten traten. Es war reines Glück, dass Hamilkar den Mordversuch bemerkte und nach einem schweren Kampf überlebte. Seine Mutter hatte davon weit weniger und so musste er mit ansehen, wie sie vor seinen Augen ermordet wurde. Im Zorn die Schwerter an sich reißend, führte er mit seinen eigenen Händen unmittelbare Rache aus.
Mit sechzehn Jahren also war Hamilkar in einem fremden Land auf sich allein gestellt, doch er war entschlossen das Werk seiner Mutter fortzusetzen. Was sollte er auch anderes tun? Sicherlich gab es immer einen weg zurück, doch was lag dort schon? Das fremde Land Forcewald war zwar beängstigend, doch es hatte auch seinen Abenteuergeist geweckt und so begann er zu entdecken. In seinen Reisen lernte er und lernte er. Gut war dies jedoch nicht immer, denn die Existenz der Ober - und Unterwelt zerstörten seinen Glauben fundamental. Eine große Hilfe diese Leere vorerst zu überkommen war eine Frau, Arvalia, die er zu dieser Zeit kennenlernte. Auch sie war ein Löhner, der allerhand Aufträge annahm, die nicht über offizielle Stellen an den Mann gebracht werden konnten. Sie war ein wenig älter als er und eine Magierin, die schon in jungen Jahren von Baritons Schwingen ausgeschlossen wurde, was sie aber nicht davon abhielt, ihre Fähigkeiten weiter zu verfeinern. Überhaupt war Magie etwas, dass Hamilkar unfassbar fremd und beängstigend vorkam. Schon vom ersten Moment an verspürte er so etwas wie eine Abneigung gegen allerlei Hokuspokus, auch wenn er in seinem Gewerbe sehr schnell lernte, dass es doch unheimlich praktisch war. Nichts aber, so sagte er sich, nichts ersetzte eine gute alte Klinge, geführt von einem fähigen Kämpfer.
Das war es wohl auch, was ihn recht beliebt in gewissen Kreisen machte, denn seine Kampfkunst war erfrischend in einem Reich, wo es nur wenige Menschen gab, die sich überhaupt mit Waffen abgaben, wo man doch die Magie hatte. Aber es hab ja nicht einmal nur Menschen, auch allerhand andere Wesen lernte Hamilkar mit der Zeit kennen und füllte die Leere der neuen Welt Stück für Stück. Als der junge Krieger neunzehn Jahre alt war, wurde der gemeinsam Sohn von ihm und Arvalia geboren, dem sie den Namen Hannibal gaben und nach all den Schrecken der Vergangenheit schien es nun so, als legte sich endlich ein Reigen des Glücks über sie. Doch wie ein Fluch waren es genau diese Höhepunkte, die gleichsam den tiefsten Fall im Leben des Kriegers hervorriefen. Ihre Machenschaften in der Unterwelt Forcewalds hatten scheinbar Spuren hinterlassen, magische Spuren, die man bis zu ihnen zurückverfolgte. So wurde das junge Glück gefangengenommen von einem Gegenspieler, dem sie einst mit einem Auftrag viel Geld gekostet hatten. Dieser Mann nannte sich Merewald und war ein Magier der Schwingen, der aber im Hintergrund viel Geld mit Beziehungen in das Letum verdiente. Dieser ließ vor den Augen der Eltern das Kind töten und über Wochen hinweg Arvalia und Hamilkar foltern, bis erstere den Verstand verlor. So sehr, dass sie ihren eigenen Mann nicht mehr erkannte in der Stunde ihrer Flucht. So gelähmt von Entsetzen scheiterte der Fluchtversuch und mit der Prämisse nur dann seine Frau wiedersehen zu können, wenn er einen Auftrag im Letum verrichtete, führte Hamilkars Weg nun direkt in die Unterwelt.
Über ein Jahr hinweg verbrachte der Krieger in Letum, im stetigen Kampf um sein Überleben, bis er endlich ein Portal fand, um nach Forcewald zurückzukehren. Den Auftrag hatte er ausgeführt, die Juwelen Skars aber, waren das einzige Kapital seinerseits. Hamilkar hatte Angst, große Angst und genau diese Furcht lähmte ihn zurück zu Merewald zu gehen, nur um seine Frau entweder tot oder ohne jedweder Erinnerung an ihn zu treffen. Eine Entscheidung, für die er sich selbst hasste und die in ihm selbstzerstörerische Tendenzen weckte. Der junge Krieger verfiel dem Alkohol, der ihm die Flucht aus den Schmerzen der irdischen Existenz ermöglichte. Eine Zeit lang reichte sein Budget für seine Eskapaden, doch ehe er sich versah, war Hamilkar wieder gezwungen zu arbeiten. Trotz seiner langen Abwesenheit, war sein Ruf nicht überall verloren gegangen, insbesondere in der Grenzregion Forcewalds, die er fortan zu seiner Heimat machte. Wie ein Vagabund zog er von Kneipe zu Kneipe und von Auftrag zu Auftrag, nur um sich dabei in Selbstmitleid zu ertränken. Auch noch heute.



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Zuletzt von Hamilkar am Mi Sep 27, 2017 12:18 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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