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Obrogun
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Luvia
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Mayaleah
Outis
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Waldstück nahe Kohwatt:
Mathilda
Lil'yandra Iathaille
Pak

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Fynn Hellwind
Jarko
Hlevana Tuscha
Xern

Badehaus (Grunnat):
Thech Sharr
Raltjof
Itjaika

Perlfurt:
Celen
Rasaya

Anwesen der Familie Cerrou:
Sinthoras
Jayan

Einsame Straßen Karatinas:
Ivar
Luna

Handelsstraße durch Finstersteig:
Selina
Lucille

Westliche Steppe:
Jaekim
Kinim
Loke

Prachtvolles Gutshaus:
Araisan
Liloufain
Freya
Ciaran

Irgendwo nahe Finstersteig:
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Am Rande des Forstes (Nebelad Wald):
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Pater Sinthoras Donathal

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Pater Sinthoras Donathal

Beitrag von Sinthoras am So Dez 10, 2017 8:08 pm



    Infos zum Schreiberling
   
    Alter des Schreiberlings: 20
    Hauptcharakter: Tarren
    Nebencharakter(e): Frala



    Charakter - Grundlagen



Name:
Darf ich vorstellen, Luris Sinthoras Donathal. Aber ich erlaube dir, mich mit Sir Sinthoras anzusprechen. Pater tut es auch. Den ersten Namen benutzen nur Familienangehörige und enge Freunde.

    Rasse: Dunkelelf
    Alter: 35 Jahre
    Geschlecht: Schon mal ein Weibchen in meinem Volk gesehen?
    Zugehörigkeit: Unlicht

   


    Erscheinung
    Größe: 1,87m
    Aussehen:
Verführerisch dunkle Haut, seidig glattes, schwarzes Haar, das bis auf den mittleren Rücken fällt, tiefe, dunkelblaue Augen, mit einem breiten, schwarzen Ring um die Iris, welche im Dunkeln leuchten. Dazu ein feines Gesicht das ebenso Gerissenheit ausstrahlt wie Selbstbewusstsein. Eine Stimme wie ein blauer Winterhimmel: Klar und von schneidend kalter Schönheit gepaart mit einer sinnlichen Tiefe. Der Körper schlank und athletisch mit einem breiten Kreuz... ja, ich denke, man kann mich getrost als unverschämt gutaussehend bezeichnen. Über die Narben an meinen Schultern und auf meiner Brust werde ich nicht reden.
Ich muss? Na meinetwegen. Es sind Brandmale, die das Symbol des Großen Unlichts zeigen und mich als Priester ausweisen.

    Kleidung:
Ich trage das weite Gewand der Wahrheitspriester, aus sibergrauer Seide. Die Farbe soll den Priester vom Rest der Masse abheben; Die meisten Dunkelelfen bevorzugen dunkle Farben.
Die Robe wird von einer dunkelblauen Schärpe um die Hüfte festgehalten und besitzt einen tiefen Ausschnitt, der das große Mondsymbol auf meiner Brust erkennen lässt. Darunter trage ich eine einfache, graue Hose. Um meinen Hals hängt ein Amulett, das ebenfalls ein kleines Mondsymbol darstellt und als Talisman einen gewissen magischen Schutz bietet. Mein Schuhwerk besteht wie bei allen Priestern aus leichten Sandalen, welche durch jede Menge Schnüre die Fußknöchel fest umschließen. (wie Römersandale) Ich habe mir allerdings die Freiheit genommen, die Sohle verstärken zu lassen. Man will schließlich nicht auf kleine Gemeinheiten wie Scherben oder Nägel hereinfallen.




   


    Persönlichkeit
    Charakter:
Um ein möglichst realistisches Bild zu zeigen, füllt diesen Teil ein Erzähler aus, der weniger voreingenommen ist, als der gute Herr selbst.
Sinthoras ist ein Dunkelelf durch und durch. Sadistisch, hinterhältig, machthungrig. Seine Position als Wahrheitspriester verlangt von ihm, sich allen Wesen gegenüber zumindest höflich zu geben, gibt ihm gleichzeitig aber auch Autorität, die er sich nicht scheut einzusetzen.
Schmeicheleien hört er gerne, erwartet sie geradezu von Unterlegenen, lässt sich aber nicht von ihnen blenden.
Wer auf seinen Guten Seiten steht, kann sich auf eine gönnerhafte Behandlung freuen, doch hat man es sich mit ihm verscherzt ist er nachtragend wie kaum jemand. Seine Geduld und Gerissenheit machen ihn zu einem ernstzunehmenden Gegner.
Er hält nicht viel von Frauen, erst recht nicht von Zwielichtern, da er sie als schwach und entbehrlich ansieht.
Obwohl er im Allgemeinen Verrat als absolut legitimes Mittel ansieht, ist er seinem Glauben absolut loyal, da der Blutgott für ihn eine allmächtige Größe darstellt, der sich alles Leben zu fügen hat. Er sieht es als seine göttliche Pflicht an, den Mondglauben auf Crepererum zu verbreiten und die Zwielichtwelt in die Hände der Unlichter zu bringen – wenn möglich natürlich in seine eigenen Hände- oder zu zerstören.
Nur ein einziger Charakterzug steht ihm dabei im Weg: Er tut sich unsagbar schwer, Kindern oder kleinen Tieren etwas anzutun, obwohl sie eigentlich als schwache Wesen jedes Leid verdient haben.

    Vorlieben:


  • Gewitter
  • Malerei
  • andere foltern


    Abneigungen:



  • Schwäche
  • meinen Bruder
  • herablassend behandelt zu werden


    Religion:
Wie ich bereits andeutete, bin ich Wahrheitspriester. Mit anderen Worten, ich verehre das Große Unlicht. Der Blutgott hilft denen, die sich selbst helfen... und denen, die ihm Opfergaben darbringen.


   


    Fähigkeiten
    Beruf: Muss ich mich wiederholen? Ich bin Priester!
    Sprachen: Umbra, Arcum
    Lesen/Schreiben: ja
    erlernte Fähigkeiten: Das Leben als Dunkelelf ist hart und so lernte ich schnell, Schmerzen auszustehen sowie den Umgang mit zwei typisch dunkelelfischen Waffen: Sichel und Dolch. Dabei habe ich mich eher auf einen Kampftyp spezialisiert, der darauf ausgelegt ist, möglichst nah an den Gegner heranzukommen und ihn dann mit Magie auszuschalten. Wenn es zu Magie kommt, bin ich ein Meister meines Fachs, doch auch mit anderen Mitteln vermag ich es, anderen Schmerzen zuzufügen, sie zum Reden zu bringen oder einfach nur einzuschüchtern. Aber wenn es sein muss kann ich mich auch wie ein Gentleman benehmen und den Leuten ordentlich Honig um den Mund schmieren.

Als Wahrheitspriester kann ich alle damit verbundenen Rituale und Aufgaben durchführen. Und als Leidenschaftlicher Hobbykünstler vermag ich mit Pinsel und Blut die schönsten und erschreckendsten Szenen auf die Leinwand zu bringen. Egal, ob sie nun aus Papier oder Menschenhaut besteht...

    Eigenschaften/Gaben: Giftiges Blut, Dunkelsicht, Magie,





    körperliche/geistige Stärken:

-Magie/Manakontrolle,

-Lässt sich nicht unterkriegen

-Geduldig

-Nahkampf(mit Sichel und Dolch)

    körperliche/geistige Schwächen:

-wenig Manareserven (kann nicht viel am Stück zaubern)

-übermäßiger Stolz/Arroganz

-überschätzt sich oft selbst

-das Kindchen-Schema



   


    Magie
    Art des Magiepols: Magie aus dem Pool der Elektrizität konnte ich schon immer wirken, doch vor nicht allzu langer Zeit erhielt ich den Segen des dunklen Gottes, wodurch meine Zauber verändert wurden und einige neue hinzukamen.



Meine eher kleinen Manareserven konnte ich schon früh durch überdurchschnittlich gute Kontrolle über die Magie ausgleichen.

    Zauberliste:

   
„Schlaf“: Trotz des Namens lässt es das Ziel nicht wirklich einschlafen. Ich berühre Das Ziel und blockiere die elektrischen Ströme seiner Nerven, was eine Lähmung hervorruft. Je nach mentaler Stärke des Ziels hält die Lähmung für eine halbe bis fünf Minuten an, kann aber während dieser Zeit erneuert werden.
Manakosten: einmalig gering
Göttermagie: Die Lähmung hält bei Lichtern und Zwielichtern länger an. Außerdem Spüren Lichter dabei eher einen unangenehmen oder schmerzhaften Griff, während Unlichter eher sanft in die erzwungene Entspannung fallen.
 
„Qual“: Elektrische Blitze schießen aus meinen Händen und durchzucken das Ziel, welches von höllischen Schmerzen geplagt wird und sich nur noch mit Mühe bewegen kann. Bei längerer Anwendung kann es Verbrennungen erleiden. Ich muss dazu mindestens auf eineinhalb Meter am Ziel dran sein. Trägt es jedoch metallene Gegenstände wird der Radíus erhöht, trägt es eine Rüstung, verdoppelt sich die Reichweite sogar auf zwei bis drei Meter.
     Mit etwas mehr Konzentration kann ich den Zauber auch auf leitende Gegenstände richten (solche, die nass/feucht sind oder Metall oder Kohle enthalten). Die Gegenstände erhalten einen leichten Stoß und werden elektrisch aufgeladen, wodurch sie dem nächsten, der sie berührt einen Stromschlag verpassen. Die Stärke des Schlags hängt davon ab, wie lange der Gegenstand aufgeladen wurde und wie viel Zeit seitdem vergangen ist.
Manakosten:durchgehend gering bis mittel, je nach Dauer und Entfernung.
Göttermagie: Bei Lichtern benötige ich deutlich weniger Mana. Unlichter gehen, obwohl sie von den Schmerzen nicht verschont bleiben, immer unbeschadet aus „Qual“ hervor. Stattdessen vertreibt der Zauber ihre Müdigkeit und Erschöpfung.
Nachwirkungen: Benutze ich diesen Zauber zu lang oder zu oft, beginnen meine Hände und Arme unangenehm zu kribbeln und werden schließlich für einige Zeit taub.


„Desaster“: Vermutlich der stärkste und zugleich der gefährlichste meiner Zauber, da ich ihn kaum kontrollieren kann. Mächtige Blitze zucken aus meinem Körper auf alles höhere Leben im Umkreis von ca. zehn Metern und fügen innere und äußere Verbrennungen zu. Das kann tödlich enden. Noch stärker als von Lebewesen werden die Blitze aber von massiven Metallobjekten angezogen, wie zB eine Rüstung. Aber auch schon Metallobjekte von der Größe einer Faust können die Blitze ablenken. Will ich die Blitze bewusst lenken, so muss ich gegen all diese Anziehungskräfte arbeiten, was jede Menge Konzentration und noch mehr Mana kostet.
Manakosten: hoch bis zur völligen Erschöpfung
Göttermagie: Die Blitze werden von Zwielichtern etwas mehr, von Lichtern deutlich mehr und von Unlichtern deutlich weniger angezogen. Unlichter erleiden außerdem weniger Schaden.

„Messe“ (Göttermagie): Dieser Zauber ist noch nicht ganz ausgereift, doch ich übe, sooft es geht. Lässt mich Unlichter heilen und sogar stärken, indem ich sie mit Blut segne. Dabei spielt es keine Rolle, wo das Blut herkommt, aber es muss frisch sein. Auch scheint es einen Unterschied zu machen, wie ich das Blut auf die zu segnenden auftrage. Male ich beispielsweise das Symbol des Blutgottes auf die Stirn, hat es eher einen stärkenden Effekt. Ein anderes Zeichen ist vielleicht besser zum Heilen geeignet. 
Manakosten: je nach Zustand des Gesegneten unwesentlich bis mittel

"Suchen“ (Göttermagie): Lässt mich elektromagnetische Wellen von Lebewesen im Umkreis von 20-30 Metern wahrnehmen. Lichter, Unlichter und Zwielichter fühlen sich dabei je anders an. Der Radius müsste sich durch Training erweitern lassen.
Manakosten: dauerhaft gering

„Langsam“: noch nicht gelernt. Beschleunigt mein Bewusstsein und damit auch meine Bewegungen. Lässt alles in meiner Umgebung deutlich langsamer erscheinen, obwohl eigentlich ich es bin, der deutlich schneller geworden ist.
Manakosten: mittel
Göttermagie: Erlaubt es mir, den Zauber auf ein anderes Unlicht zu übertragen, sodass wir beide beschleunigt werden. Ist der andere des Zauberns mächtig, übernimmt er automatisch die Manakosten. Ist er es nicht, verdoppeln sich die Kosten für mich.

   


    Hintergrund
    Stand: Ich gehöre dem Clerus an.
    Familie:
Nun, dazu gehört wohl mein Vater, der ehemaliger Burgherr und inzwischen verstorben ist

Dann ist da noch mein älterer Bruder (auch tot), mein älterer Halbbruder, der irgendwann verschwunden ist, ein jüngerer Halbbruder, der vermutlich immer noch sein Leben als Sklave fristet, eine Reihe weiterer Halbbrüder, die es nicht übers Kindesalter gebracht haben... und ER.

ER – mögen die niedersten Kreaturen in seinem Blut baden während seine Todesschreie irgendwo fern allen Göttern verhallen - ist mein jüngster noch lebender Halbbruder Egusto Theogars Donathal.

    Herkunft/Geburtsort: Letum

    Wohnort:
das bleibt abzuwarten
    Besitz:

Zur Zeit nur, was ich am Körper trage: Kleidung, Waffen, Ritualdolch aus Schwarzsilber, Schutzamulett, ein paar Münzen und eine schwarze Schreibfeder. Aber da wird sich sicherlich noch einiges zusammenfinden.
Das Amulett ist ein magischer Gegenstand, der schwache, feindliche Zauber abwehrt. Stärkere Zauber kann es zumindest abschwächen, allerdings wird es zerstört, wenn es zu viel Mana abwehren muss.


    Gefährten:-

    Geschichte:
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Ich könnte jetzt lang und breit von meiner Kindheit erzählen... Von meinen Geschwistern, von denen ich mich nur mit meinem ältesten Bruder durch eine Art brüderliche Rivalität verbunden fühlte... bis ich ihn in einem Übungskampf tötete. Von den vielen jüngeren Halbbrüdern, welche kurz nach der Geburt auf mysteriöse Weise umkamen.
Von den unzähligen Stunden, in denen ich meine Magie erprobte – erst an den Gefangenen meines Vaters, später an meinen eigenen Sklaven. Und mir dabei nebenbei das Folterhandwerk beibrachte. Oder davon, wie ich bei solchen Gelegenheiten meine Leidenschaft fürs Malen entdeckte.

Aber all das ist eher unwichtig. Ich beginne meine Erzählung am Tag meiner Ernennung zum Wahrheitspriester. Ich war einundzwanzig zu dem Zeitpunkt außer meinem zwölfjährigen Halbbruder der letzte verbliebene Sohn des Burgherren. Der rechtmäßige Erbe. Und Vater lag im Sterben, was, wie ich damals dachte, an dem Gift lag, das ich ihm seit meiner Volljährigkeit in sein Essen mischte.
So war es keine große Überraschung, als ich früh an diesem Morgen die Nachricht erhielt, dass mein Vater seine Söhne zu sich rief. Er wollte über sein Ableben und die Thronfolge sprechen, vermutete ich und freute mich auf dieses Gespräch. Er würde mich zu seinem Nachfolger machen und mir die Gelegenheit geben, meinen Halbbruder ein für alle Mal unschädlich zu machen. So hatten es sein Vater vor ihm getan und dessen Vater auch, so würde auch er es machen.
Nur eine einzige Gefahr ahnte ich; Es war ein offenes Geheimnis, dass ich der Blutmalerei frönte. Es mochte von allen Künsten noch die ehrenwerteste sein, aber es blieb eben Kunst und war eines Burgherren unwürdig.

So standen also der große Sinthoras und der kleine Theogars in einem großen, steinernen Saal vor ihrem Vater. Schwer in seinem Richtstuhl hängend richtete er nach ein paar einleitenden Sätzen sein Wort an mich:
„Luris, du bist mein ältester Sohn. Dem Gesetz nach bist du mein Erbe, aber nur, wenn ich dich dessen würdig erweist. Warum also sollte ich dich erwählen?“
„Vater“, ich deutete eine Verbeugung an, „Dieses Gesetz hat unsere Familie seit vier Generationen auf diesem Thron gehalten. Ich bin euer einziger volljähriger Sohn und habe Euch immer die Treue gehalten. Mit Sichel und Dolch habe ich mich bewiesen und ich bin ein anerkannter Magier.
„Und ein Künstler!“, unterbrach mich Theogars mit höhnender Stimme, „Aber während er seine Birne mit Malerei aufweichen lässt, studieren andere hier wichtige Dinge. Kriegskunst. Unsere Burg. Unsere Geschichte.“
Ich wollte etwas erwidern, doch in diesem Moment wurde die Tür aufgestoßen und ein Diener brachte die Botschaft, dass alle Wahrheitspriester der Burg, bis auf einen, tot aufgefunden worden waren. Ich bemerkte das zufriedene Lächeln meines kleinen Bastards von Bruder.

Die darauf folgende Schlammschlacht die wir uns vor den Augen und Ohren unseres Vaters lieferten, erspare ich euch. Entscheidend ist, dass der Burgherr anschließend davon überzeugt war, dass ich mich besser der Religion widmen sollte, um die leeren Stellen aufzufüllen. Zwei Tage später starb er. Das Einzige, was ich herausschlagen konnte war, dass ich bis zu seiner Volljährigkeit den Vormund meines Bruders bestimmen konnte. Ich wählte einen hochrangigen Offizier, einen ehrgeizigen Karrieristen, von dem ich mir erhoffte, dass er sich während der Vormundschaft irgendwie den Thron unter den Nagel reißen würde. Wenn ich ihn nicht haben konnte, sollte mein verlogener Bruder ihn auch nicht haben.
Später fand ich heraus, dass mein Bruder damit gerechnet hatte und bereits ein Abkommen mit dem Offizier geschlossen hatte. Bastard. Als mir die Male in die Schultern gebrannt wurden, schwor ich Rache.


Doch zunächst hatte ich keine Möglichkeit, den Schwur umzusetzen. Der letzte verbliebene Priester war alt und setzte alles daran, mir meine neue Aufgabe so schnell wie möglich so tief wie möglich einzubläuen. Es gab Rituale zu lernen, sich in dem unterirdischen Labyrinth zurechtzufinden und etliche Schriften zu studieren.
Und so lernte ich. Doch es sollte noch so viel länger dauern, bis ich tatsächlich begriff. Bis ich begriff, welche Macht ich trotz der politischen Abstinenz als Priester besaß.Welchen Einfluss Worte haben konnten, die in einem Gottesdienst gesprochen wurden.  
Wenn sich die Mordanschläge auf meinen Bruder ab dieser Zeit häuften, so kann ich stolz behaupten, meinen Teil dazu geleistet zu haben. Manchmal brauchen die Leute eben nur einen Schubs in die richtige Richtung.
Doch Wahrheitspriester waren nicht nur das spirituelle Zentrum der Burg sondern auch sein Gedächtnis. Wenn sich die Machtfolge ständig änderte und die Gesellschaft von Chaos beherrscht wurde lag es an den Priestern, dafür zu sorgen, dass kein wichtiges Wissen abhanden kam.Und so lernte, las und schrieb ich mürrisch, bis meine Ausbildung drei Jahre später abgeschlossen war. In einer öffentlichen Zeremonie, bei der zu meinem Unmut auch mein Bruder anwesend war, wurde mir das dritte und größte Mondzeichen auf die Brust gebrannt.
Von nun an musste ich die Gottesdienste mit leiten, aber ich hatte auch mehr Freizeit, da das Training vorbei war. Freie Zeit, in der ich endlich wieder ungestört malen konnte. Es stellte sich sogar heraus, dass die Opfer...tiere sogar noch zahlreicher waren und und vielfältigere Bluttypen hatten als die Gefangenen auf die ich als Burgerbe Zugriff hatte.
Zwischen Gottesdienst, Opferungen und privaten Kunst-Orgien suchte ich nach einer Möglichkeit, es meinem Bruder heimzuzahlen. Die von mir initiierten Anschläge schlugen ein ums andere Mal fehl und doch konnte ich nicht direkt etwas machen. Als Wahrheitspriester musste ich jeden Kontakt zur Politik meiden. Doch in der Unterirdischen Bibliothek hoffte ich, Antworten zu finden. Bei meinen Recherchen stieß ich auf faszinierende Dokumente. Über das Unlicht, das Licht und über die Welt Crepererum, mit der meine Burg offenbar bis vor kurzem sogar Handel getrieben hatte. Es gab hunderte interessante Dinge, die ich während der Ausbildung übersehen hatte, die aber plötzlich viel wichtiger schienen als meine Rache. Je mehr ich erfuhr, über die Welt und die Religion, desto tiefer wurde meine Verbindung zum großen Unlicht. Ich begann, die Gottesdienste ernster zu nehmen und selbst meine Malerei samt der damit einhergehenden Folter dem Blutgott zu widmen. Dennoch blieben meine Gebete, das Unlicht möge meinen Bruder vernichten ungehört. Aber zu diesem Zeitpunkt störte mich das kaum noch.


So viel dazu, mein Hass auf Theogars blieb natürlich trotzdem, aber machen wir einen Zeitsprung. Etwa sieben Jahre vor, ich stand kurz vor meinem einunddreißigsten Lebensjahr und hatte auf dem Sklavenmarkt eine wahre Rarität erstanden: eine Elfe aus Anima. Ich entschied mich dagegen, sie bei einem öffentlichen Gottesdienst zu opfern sondern brachte sie in eine Höhle im Tempellabyrinth, welche ich schon länger Zeit als persönliche Folterkammer benutzte. Der Raum wurde geputzt, die Elfe gewaschen, ihr Körper manierlich aufgebahrt. Es sollte etwas besonderes werden. Ein ganz privates Opfer an den Blutgott. Zuerst ritzte ich nur leicht ihre Haut an, mischte ihr Blut mit meinem und malte damit ein übergroßes Mondsymbol an die Höhlendecke. Weitere Details spare ich jetzt lieber aus und springe direkt ans Ende der Zeremonie. Der gesamte Raum war mit Mustern und Szenarien bemalt, ich selbst hatte auch einiges Blut gelassen und die Elfe tat ihren letzten Atemzug in Richtung des großen Mondsymbols.
In diesem Moment geschah es. Das Symbol an der Höhlendecke schien auf einmal lebendig zu werden. Die Ränder begannen zu verschwimmen und das blasse Leuchten des großen Unlichts schien daraus hervor. Das Leuchten drang in mich ein und füllte meine magischen Meridiane mit heller Schwärze und meine Gedanken mit Bildern von einer fremden Welt. Eine Welt mit zu viel Licht.. Eine Welt, die dem Unlicht missfiel. Eine Welt voller Leben, das darauf wartete, unterworfen oder vernichtet zu werden.
Und dann verschwand das düstere Leuchten so plötzlich wie es gekommen war. Die Symbole an der Höhlenwand und -Decke waren nur noch Symbole und die Elfe lag tot in der Mitte des Raums. Ich war nicht einmal sicher, ob das, was ich gesehen hatte überhaupt real gewesen war, hätte der Blutverlust doch genauso gut eine Halluzination auslösen können. Doch das nächste mal, als ich Magie benutzte, merkte ich, dass sich etwas verändert hatte. Da wusste ich, dass die Vision echt war. Der Blutgott hatte mich gesegnet und zu etwas Großem auserkoren.
Mit fliegendem Eifer machte ich mich daran, die neue Magie, die Göttermagie kennenzulernen. Das Große Unlicht hatte etwas mit mir vor und ich tat gut daran, mich vorzubereiten. Mein Bruder musste eben weiter warten. Sicherlich stand ihm eine göttliche Bestrafung vor, sobald ich meine Aufgabe erfüllt hatte.
Drei weitere Jahre vergingen in denen ich versuchte, neben der Magie auch alles über Crepererum zu erfahren, was die Bibliothek zu bieten hatte. Leider waren die meisten Aufzeichnungen veraltet und die früheren Handelsrouten unmöglich nachzuverfolgen. Dennoch lernte ich so fleißig, dass selbst der ältere Wahrheitspriester mich seltsam ansah. Auch im Magielosen Kampf übte ich mich, bis das Training mit Sichel und Dolch zu einer morgendlichen Routine wurde.
Für eine perfekte Vorbereitung fehlte mir aber noch etwas. Meine Magie setzte mir selbst viel zu sehr zu, da ich nicht gegen meine eigenen Blitze immun war. Es war offensichtllich, dass das früher oder süäter zu Schwierigkeiten führen würde, erst recht bei einem Vorhaben wie meinem. Ich gab also einem Verzauberer und Goldschmied die Mittel in die Hand, etwas gegen meine Schwäche zu unternehmen. Ein verzaubertes Schmuckstück, das die Nachwirkungen meiner Zauber aufhob. Das war nicht gerade billig, aber da ich in heiliger Missipn handelte, hatte ich keine Scheu, mich aus der Tempelkasse zu bedienen. Einen ganzen Monat lang brauchte der Handwerker dafür, was nicht zuletzt daran lag, dass er für diesen Zweck in das unterirdische Labyrinth umzog und für alle Erledigungen einen Boten losschicken musste. Eine Menge Aufwand also. DOch als das Schmuckstück fertig war und ich es ausprobierte, hatte es trotzdem nicht die gewünschte Wirkung.... Inzwischen weißt du genug über mich, um dir vorzustellen, was mit dem Handwerker geschah. Natürlich hat er versucht, sich zu wehren. So fand ich die tatsächliche Wirkung des Amuletts heraus.
Nachdem ich mich abgeregt hatte, entschied ich mich, den Anhänger zu behalten. Er war zwar nicht exakt, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber gut genug, um meine Schwäche auszugleichen.

Damit war ich bereit, aber wie sollte ich nach Crepererum gelangen, jetzt, wo alles vorbereitet war? Erwartete das Unlicht, dass ich selbst einen Weg in die andere Welt fand? Aber wie sollte ich aus der Burg kommen? War die Vision am Ende doch nicht echt gewesen?
Gerade als meine Zweifel ihren Höhepunkt erreichten wurden sie außer Kraft gesetzt. Ich war dabei, den Tempel nach einem Gottesdienst aufzuräumen, als sich über dem Altar plötzlich ein Loch in der Luft auftat. Wie ein Strudel, der ins schwarze Nichts führte wirbelte die Luft herum. Anderen mochte so eine Erscheinung Angst einjagen, doch ich wusste genau, was ich zu tun hatte. Eine solche Einladung schlägt man nicht aus. Und so trat ich ohne zu zögern durch das Portal und wurde von der herumwirbelnden Luft erfasst.


Zuletzt von Sinthoras am Mi Dez 13, 2017 1:11 pm bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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