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Marcella Edoras

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Marcella Edoras

Beitrag von Mar am Sa Dez 30, 2017 5:20 pm

Seid gegrüßt! Hier ist meine erste Bewerbung mit dem Charakter Marcella Edoras. Marcella ist aus dem Bauch heraus entstanden, beim Lesen der Regeln und Inhalte von Arcus. Ich hoffe sehr, dass ich mit ihr zum RPGn kommen darf. Ich hoffe es ist alles soweit verständlich und ich warte sehnlichst auf die "Freigabe"!

Infos zum Schreiberling

Alter des Schreiberlings: 21
Hauptcharakter: Marcella Edoras
Nebencharakter(e):  /


Charakter - Grundlagen

Name: Marcella Edoras, früher Marcella genannt, heute nennt und stellt sie sich als Mar vor - so wohl als Kurzform, als auch um die Weiblichkeit in ihrem Namen zu verstecken
Rasse: Mensch
Alter: 13 Jahre
Geschlecht: weiblich
Zugehörigkeit: Zwielicht


Erscheinung
Größe: 1,65 m
Aussehen: Marcella hat rotbraunes, ungefähr brustlanges, gewelltes Haar, welches im Sonnenlicht mehr rot schimmert und sie auffallen lässt. Um dies zu verbergen trägt sie stets eine braune Mütze ihres verstorbenen Bruders, unter der sie ihr Haar, zu einem Knoten zusammen gebunden, verschwinden lässt. Auf ihrem Gesicht um die Nase herum sind einige Sommersprossen verteilt, die auf ihrer sonst sehr blassen Haut sehr auffallen. Ihre Haut ist sehr rau und trocken, jedoch ohne Muttermale. Am gesamten Körper verteilen sich ebenfalls einige Sommersprossen. Mar hat grüne Augen, welche um die Pupille herum etwas bräunlicher werden. Sie hat sehr lange, jedoch helle Wimpern, die kaum auffallen. Ihr Gesicht wirkt durch die Stupsnase kindlicher und weiblicher, weswegen sie die Mütze gerne tief über die Stirn zieht um einen Schatten über ihr Gesicht zu legen. Der Mund von Mar ist nicht auffallend groß, ihre Unterlippe ist etwas voller als die Oberlippe und sie haben einen natürlichen, rosigen Ton. Mar ist relativ schlaksig und dürr. Auf Grund der mangelnden Ernährung lässt auch die Pubertät auf sich warten. Ihr Brustwachstum ist kaum sichtbar. Ihre Schultern sind relativ schmal, durch ihre Körperhaltung jedoch variiert sie gerne. In manchen Situationen will sie stärker erscheinen und baut ihren zierlichen Körper auf, um ihr mehr Stärke zu verleihen, bei anderen Situationen (z.B. beim Laufen durch Massen) möchte sie kleiner und unauffälliger erscheinen. Durch ihren schlaksigen Körperbau und die wenig vorhandenen weiblichen Merkmale wirkt Marcella wie ein Junge, welches sie auch ausnutzt. Deswegen wirkt sie nach außen hin wie ein Bursche. Das einzige, was sie verrät, ist ihre helle melodische Stimme, die sie, wenn sie mal mit jemandem spricht, versucht zu verdunkeln.

Kleidung: Als Kind trug Marcella schlichte braune Baumwollkleider mit einer Schürze darüber. Inzwischen jedoch, um den Schein zu wahren, trägt sie die Kleidung ihres verstorbenen, älteren Bruders. Ein einfaches weißes Leinenhemd, mit einer braunen, abgewetzten Hose und passenden Hosenträgern. Als Wechselkleidung hat sie nicht viel, da ihre Familie und ihr Bruder wenig besessen haben. An kalten Tagen trägt sie eine Jacke aus sehr altem Leder, welcher bereits Mängel aufweist und längst nicht mehr so viel wert ist, wie am Anfang. Ihre Füße sind bedenkt von dünnen Leinenschuhen, die an der Sohle durch eine sehr dünne Sohle Leder verdickt sind, jedoch weder wärmen noch vor scharfen Sachen schützen. Im Großen und Ganzen macht Marcella einen jungenhaften, jedoch auch sehr heruntergekommenen Eindruck.



Persönlichkeit
Charakter: Marcella war stets ein Wirbelwind. Fröhlich, aktiv, hilfsbereit. Ältere Menschen fanden sie zugleich nervig, aber auch hilfreich. Still sitzen war nie ihre Stärke und so musste sie ständig etwas tun. Auch war sie stets freundlich, obwohl sie von vielen als kleine Hexe bezeichnet wurde - vom Feuer geboren auf Grund ihrer rötlichen Haare.  Zu ihren Eltern war Marcella immer respektvoll und höflich, so wie allgemein zu älteren Leuten. Bei anderen jedoch, meist um ihr Alter herum oder nur wenig Älter und jünger, ließ sie die Anführerin raushängen. Sie war aber nie eins der Kinder, vor allem der Mädchen, die Blumen pflückten um Kränze zu bauen. Lieber rangelte sie mit den anderen Jungen, spielte mit Stöcken und rannte mit ihnen durch die Gassen.
Pflichten, die man ihr auftrug, erledigte sie jedoch ungern und schob es meist vor sich her und setzte ihre Prioritäten falsch. Aus freiem Willen jedoch, war Marcella stets ehrgeizig. Doch dies alles änderte sich nach den einem schicksalhaften Schlag.
Die Freundlichkeit und Fröhlichkeit verflog. Still sitzen kann sie immer noch nicht, ist stets unter der Menschenmenge. Dort stellte sie sich als sehr geschickt heraus. Auch empfindet sie kein schlechtes Gewissen, wenn sie jemanden bestiehlt. Durch das neue Kühle in ihrem Wesen, wirkt sie auch burschikoser als vorher. Um nicht aufzufallen hält sie sich inzwischen eher zurück. Als gesellig kann man sie nicht bezeichnen und die Einsamkeit umfängt sie immer und immer mehr.

Vorlieben:
- Freiheit
- Menschenmengen

Abneigungen:
- Ungerechtigkeit
- Sklaverei
- Armut

Religion: Marcella wurde ohne Glauben erzogen, da dies in Karatina verboten war


Fähigkeiten
Beruf: Dieb
Sprachen: Arcum war in dem Hause der Edoras die Standardsprache, da die Mutter und der Vater sich so seit sie sich kennen gelernt hatten, verständigt haben.
Sehr wenig Rigusta, da ihr Vater gebürtig aus Riguskant kommt und dort viele Jahre gelebt hat. Er wechselt deswegen häufig zwischen Arcum und Rigusta, wenige Worte Nebelzung, da ihre Mutter gebürtig aus Karatina kommt
Lesen/Schreiben: Ja lesen und schreiben jedoch nur in Arcum, ihr Vater legte stets sehr viel wert darauf, dass seine Kinder wenigstens das Alphabet der wichtigsten Sprache können, es entziffern und schreiben können, so wie einfaches rechnen
erlernte Fähigkeiten: Durch ihren Vater verstand Marcella ein wenig der Kräuterkunde. Sie weiß zum Beispiel welche Kräuter bei was helfen, wo sie die jedoch findet, fällt ihr noch schwer.
Marcella ist sehr geschickt mit einem Messer/Dolch und möchte unbedingt das Kämpfen mit einem Schwert erlernen, da sie dies nur vom Spielen mit Stöcken kennt.
Eigenschaften/Gaben: Marcella hat eine schnelle Auffassungsgabe. Sie weiß, wann sie einen Raub gut durchführen kann und wann sie es lieber lassen sollte.

körperliche/geistige Stärken: Marcella ist sehr windig und schnell, durch ihr burschikoses Auftreten schützt sie sich selber vor Angriffen, wie vor lästigen Männern. Auch das schnelle Laufen fällt ihr nicht schwer, vor allem im Sprint kann sie mehr Weg zurück legen, als manch anderer. Mar schafft es in wenigen Sekunden ein Geschehnis zu analysieren und zu handeln.

körperliche/geistige Schwächen: Durch ihren schlaksigen Körperbau hat Mar kaum Kraft. Würde man sie schupsen, dann würde sie sofort umfallen. Dadurch fällt auch der Nahkampf nicht in ihre Stärken. Auch die mangelnde Ernährung zerrt an ihren Kräften. Oft handelt sie schnell und intuitiv, was schnell zu einem Fehler werden kann. Durch den schicksalhaften Tod ihrer Familie ist aus Marcella eine wahre Egoistin geworden. Für sie zählt ihr Überleben, selbst wenn sie anderen armen Menschen das Essen stiehlt. Marcella hat große Angst vor Tieren, da ihre Mutter von einem infizierten Tier gebissen wurde.


Hintergrund
Stand: Marcella war einem mittelständigem, adipösen Händler versprochen, der ihrer Familie eine kleine Summe bot, sobald sie ihr 14. Lebensjahr erreichte, jedoch verstarb ihre Familie und sie tauchte sofort unter.  
Familie:
+ Jord Edoras (45 Jahre alt),, ein ehemaliger Quacksalber, stammend aus Riguskant, der auf Reisen durch das Land seine Ehefrau Enith in Karatina kennen lernte, die einen kranken Vater hatte. Er blieb bei ihr am nördlichen Rand von Nysheim, da er im Riguskant nicht viel hatte, weder Familie noch Frau oder Kinder. Jord ging weiter der Kräuterkunde nach, musste jedoch Wege zurück legen um auf den wenig vorhandenen Feldern in Karatina für einen Hungerlohn zu helfen. |verstorben|

+ Enith Edoras (32 Jahre alt) , einziges Kind eines Ehepaares, welche am nördlichen Rand von Nysheim wohnten. Ihr Vater war der einzige Brotverdiener, welcher als Holzfäller tätig war. Ihre Mutter und sie kümmerten sich um drei Hühner und einen kleinen Garten, der selten etwas von sich brachte. Durch die Krankheit ihres Vaters lernte sie Jord kennen, der sogleich die Nöten der jungen Maid erkannte und ihr den Hof machte. Der Vater verstarb jedoch und Jord zog zu Enith nach Nysheim. Kurz darauf starb auch die Mutter von Enith - die Armut in Karatina war zu groß. |verstorben|

+ Jordan Edoras (16 Jahre alt) einziger Sohn von Enith und Jord, Bruder von Marcella, half ebenfalls auf den wenigen Feldern in Karatina, war die Hoffnung der Familie |verstorben|

Herkunft/Geburtsort: Nysheim
Wohnort: Die einfache Holzhütte der Familie am nördlichen Rand von Nysheim bestand noch, ist jedoch von Marcella nach dem tragischen Vorfall verlassen worden
Besitz: 6 Drachmen, ein Messer, ein Ledermantel
Gefährten: noch eine Einzelgängerin

Geschichte: Marcella wurde als zweites Kind von Enith und Jord Edoras geboren. Schon als Neugeborenes hatte sie diesen roten Flaum auf dem Kopf, von dem keiner der Familie wusste, woher sie dies haben könnte. Doch im Laufe der Zeit wurde ihr Haar brauner, was den Herren des Hauses beruhigte. Er warf seiner Frau jedoch nie die Untreue vor und auch Enith bestätigte immer wieder, Marcella sei das Kind von Jord. Durch ihren Bruder hatte Marcella wenig Verpflichtungen. Doch stets stand sie im Schatten ihres Bruders Jordan, da er der Erbe, der Brotverdiener und die Absicherung der Familie war. Sie war ja nur das Mädchen und in den Augen ihrer Eltern nur zur Heirat gut. Jordan bekam mehr zu essen, bekam die wärmere Kleidung und mehr Aufmerksamkeit der Eltern. Marcella fing früh an ihre Grenzen zu testen und spielte mit den Jungen im Dorf, schikanierte die Mädchen und wurde von der Nachbarschaft - der rote Wind oder die kleine Hexe genannt. Doch brauchten ältere Herrschaften Hilfe beim Überqueren von Hügeln, so hackte Marcella sich gerne ein und half beim erklimmen. Auch wenn Hühner davon liefen, so war Marcella die erste, die half ein Huhn zu fangen. Was ihr auch gelang, da sie unter den Kindern die schnellste war. Sie wuchs in den 13 Jahren mit wenig Regeln und wenig Aufmerksamkeit ihrer Eltern auf. Das einzige, wozu ihr Vater sie drängte, war das Lesen und Schreiben. Auch wenn einer der Dorfbewohner gesundheitliche Nöte hatte, war Marcella der Bote und lernte so einiges der Kräuterkunde.

Und dann kam der Tag an dem sich ihr Leben schlagartig änderte. Wie immer kam sie am Abend von draußen nach Hause, mit einem halb gefüllten Korb. Zwei Eier, eine Flasche Milch und ein halbes Leib Brot - so bezahlten die Nachbarn für die lindernden Kräuter. Ihr Zuhause war eine kleine einfache Holzhütte, dicht gedrängt an die andere. Nur im Hinterhof befand sich ein Hühnerstall und eine wirklich kleine Fläche für einen Garten, der seit Jahren jedoch nicht mal mehr Gras zum Blühen brachte. Ihr Vater und ihr älterer Bruder mussten bereits von der Arbeit gekommen sein, meist gingen sie wenn das große Licht aufging und kamen wieder, wenn sie unterging. Es war still im Haus, auch sah man kein Rauch aus der Dachöffnung. Ohne zu Zögern, trotz der Auffälligkeiten, öffnete Marcella die Tür. Sie rechnete fest damit, sofort Rüge zu erhalten, dafür dass sie so spät wiederkam und sich ihrem baldigen Ehemann gegenüber dieses Verhalten nicht mehr erlauben durfte. Das hörte sie sich nun fast schon jeden Abend an und ihre Eltern klangen dabei nicht böse, sondern ein wenig erfreut, da sie etwas bekamen und dazu noch ein Magen weniger zu füttern hatten.
Der Korb fiel ihr schlagartig aus der Hand. Ihr Blick fiel auf das Szenario vor ihr - aus dem Hals ihres Bruder sickerte Blut. Er lag auf dem Boden, die Augen weit aufgerissen. In seiner Nähe lag ihr Vater auf dem Bauch in einer Blutlache. Den Arm nach vorne zu seinem Sohn ausgestreckt, als wolle er ihn halten, ihn beschützen und retten.
Marcella ging einige Schritte rückwärts. Wer hatte das getan? Ja es gab Kriminelle in Nysheim, aber sie hatten doch nichts wofür sich das Morden lohnte.
Ein Wimmern drang zu ihr durch. Es kam aus der abgegrenzten Schlafkammer ihrer Eltern.
War der Mörder noch im Haus?
Marcella schluckte, eine Träne rann ihre Wange hinunter. Sie war noch im Schock, wagte nicht sich zu bewegen. Wieder ein Wimmern, dann ein Fauchen. War es ein Tier? Marcella hätte am liebsten die Tür hinter sich zugeschlagen und wäre davon gerannt, aber ihre Mutter musste noch irgendwo sein. Mit zitternden Beinen ging Marcella einige Schritte vorwärts, darauf bedacht nicht in das Blut ihres Vaters und ihres Bruders zu treten. Beim näheren Hinsehen entfuhr ihr ein leises Schluchzen. Das Wimmern im Nebenzimmer hörte auf. Weiche Schritte erklangen auf dem Holzboden. Marcella hob den Blick und sah in braune große Augen, die umsäumt waren von weißem Fell. Aber die Augen kannte sie.
"Mutter?", brach Marcella hervor. Die Bestie, die die Augen ihrer Mutter hatte, legte den Kopf schief und öffnete den Mund. Spitze Zähne kamen zum Vorschein. Es sah aus wie ein weißer Wolf, nur aufrecht gehend und viel größere. Marcella schüttelte ungläubig den Kopf. Wann war das nur passiert? Die Bestie trug die zerrissene Kleidung ihrer Mutter. Unter der Kleidung hob und senkte sich der Brustkorb des Tiermenschen.
"Mutter... hast du..." Marcella schluckte und blickte auf das blutige Schauspiel. Das Tier regte sich. Vielleicht hatte sie sich gerade erst in dieses Biest verwandelt. Ein Tier war hier rein gekommen und hatte sie...
Marcella konnte gerade zur Seite springen und stieß gegen den Esstisch, bevor der Tiermensch sie anfiel.
"MUTTER!", schrie Marcella und krabbelte rückwärts zum Ofen. Nein. Sie wusste von Tiermenschen, dass diese sich nur in einer Mondnacht in Bestien verwandelten und ihre Kontrolle verloren. Manche hatten vorher schon Anzeichen eines Bisses. Andere hatten keine äußerlichen Merkmale. Aber ihr war in den letzten Tagen nichts an ihrer Mutter aufgefallen. Oder doch? War sie nicht ruhiger als sonst.. Mied den Blickkontakt. Sprach kaum.
Die Bestie fauchte und ließ die Augen nicht von Marcella.
"Mutter... Ich bin es. Deine Tochter Marcella", flüsterte Marcella und stolperte weiter rückwärts. Ihr Rücken stieß gegen das Kaminbesteck und ihre Hand legte sich um den Griff des Kaminhackens.
Jeder wusste was Tiermenschen bedeuteten. Angst und Schrecken. Marcella sah zu ihrem Vater und ihrem Bruder, die leblos in ihrem eigenen Blut lagen. Sie waren tot und Marcella würde die nächste sein. Selbst wenn sie diese Nacht überlebte und vor ihrer infizierten Mutter davon lief, wusste sie, dass es keine, wirklich keine Heilungsmöglichkeiten gab. Und wenn rauskam, dass in ihrer Familie dies geschehen war, dann würde Nysheim nicht nur ihre Mutter, sondern auch Marcella jagen.
"Es tut mir leid", schluchzte Marcella, "aber mir bleibt nichts anderes über Mutter. Du hast Vater umgebracht, du hast Jordan getötet und ich weiß, dass du am liebsten auch mich töten willst."
Ja, Marcella wollte überleben. Und trotz allem liebte sie ihre Mutter und es würde nicht leicht sein, auf sie zuzugehen und sie zu töten. Marcella trat einen Schritt vor. Konnte sie das wirklich tun?
Ihre Mutter, in Form dieser Bestie, umschlich sie wie eine Beute. Trat achtlos durch das Blut ihres Mannes und ihres Sohnes, den sie so sehr liebte. Marcella trat noch einen Schritt vor und die Bestie setzte zum Sprung an. Alles geschah in wenigen Sekunden. Der markerschütternde Schrei, welcher aus Marcellas Kehle entwich, das Brüllen der Bestie und wie Marcella mit beiden Händen den Hacken hob. Sie wurde von dem Tier umgerissen, welches auf sie fiel. Doch der Tiermensch schaffte nicht seine Zähne in Marcella zu versenken. Vorher hielt es inne und schnappte nach Luft. Sah panisch mit seinen tierischen Augen herum. Der Kaminhacken steckte schräg im Bauch der Bestie. Marcella wimmerte auf und trat um sich. Der Körper ihrer Mutter, der in Form des Tieres noch schwerer war, lag auf ihr.
"Es tut mir leid! Es tut mir leid! Leid... leid... leid!" Marcella wiederholte ihre Worte fortwährend. Tränen flossen über Gesicht, vermischten sich mit dem Blut, welches aus der Wunde des Tiermenschen, aus der Wunde ihrer Mutter lief. Die Bestie wurde schlaffer und Marcella schaffte es den Körper von sich zu stoßen. Schnell rollte sie sich weg und stieß sich mit den Füßen bis zur Wand vor. Mit den Armen umschlang sie ihre Knie und sah auf ihre tote Familie runter. Nur noch sie lebte und die Bestie, die im Sterben lag. Die Augen des Tiermenschen legten sich auf Marcella und sahen sie an. Waren es die Augen ihrer Mutter? Sah sie Trauer? Ja es war keine Mordlust mehr, kein Jagdinstinkt mehr. Ein lautes Schluchzen entfuhr Marcella. Niemand würde gucken kommen was bei den Edoras passiert war. Die Angst der Nachbarn war zu groß. Marcella blieb noch lange in ihrer Position, bis die Bestie und auch ihre Mutter, ihren letzten Atemzug tat. Dann hörte sie lautes Rufen draußen. Durch das Fenster schimmerte das Licht von Fackeln. Wenn sie Marcella jetzt erwischten, würde man sie umbringen. Aus Angst, dass sie vielleicht auch gebissen wurde. Wollte sie nach all dem wirklich leben? Sie sah ihren Vater, wie er tot da lag, dann ihren Bruder, wie seine Augen starr an die Decke sahen und ihre Mutter, die Bestie. Marcella war nie jemand gewesen der lange nachdachte. Sie lief zu einer Truhe, ohne darauf zu achten wo sie hintrat. Nur die Stimmen von Draußen nahm sie wahr. "Habt ihr das gehört?" "Ich hab ein Tier schreien gehört!" "Wir müssen es umbringen, bevor es hinauskommt und uns alle tötet!"
Marcella nahm aus der Truhe die Kleidung ihres Bruders heraus. Ihre oberste Priorität lag darin, nicht erkannt zu werden. Und ein Mädchen mit roten Haar erkannte man schnell. Vielleicht wäre alles anders gelaufen, wenn sie dageblieben wäre und alle gesehen hätten, dass sie unverletzt war. Aber die Angst war zu groß und zum Nachdenken war keine Zeit.
Mit einem Satz war Marcella bei der Tür zum Hinterhof angelangt. Wollte sie jetzt noch ein Mal zurücksehen? Vielleicht würde sie dann doch dableiben. Es klopfte an die Eingangstür. Kein freundliches Klopfen, sondern ein drängendes, wütendes, ängstliches Klopfen.
Es war eine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Wahrscheinlich war es der Schock und die Angst. Aber Marcella stieß die Hintertür auf und rannte los. Den Berg hinauf, durch die Gärten anderer, an Häusern vorbei. Sie rannte lange, so lange bis sie keine Lichter mehr sehen konnte. Jede Stimme hatte sie ausgeblendet und sie wusste auch nicht wie lange sie gerannt war, aber sie fiel erleichtert auf die Knie und ließ den Beutel, den sie gepackt hatte vor sich sinken.
Was habe ich getan? Ist das wirklich geschehen? Soll ich zurück kehren? Marcella wusste, dass man sich die Mäuler über sie zerreißen würde, dann man sie verachten würde, für etwas was sie nicht konnte, aber so waren Menschen nun Mal. So waren die Bewohner Karatinas nun Mal.
Aber ein völlig neues Leben beginnen? War sie dazu im Stande? Der Entschluss leben zu wollen kam so schnell. Sie hatte nicht Mal Zeit gehabt, dies zu überdenken. Marcella öffnete den Beutel und holte den Inhalt zögernd heraus. Kurz wusste sie nicht mehr, was ihr Plan dahinter war, aber dann zog sie sich in freier Wildnis auf einem Hügel ohne Licht aus. Nur der Mond spendete ihr Licht.
Es waren die Kleider ihres Bruders, die sie nun trug. Das einzige, was sie von sich selbst behielt, war der abgewetzte Ledermantel, der jedoch auch aus der Kindheit ihres Bruders stammte. Ihre roten Haare verbarg sie unter seiner feinen Ausgehmütze, die er immer an seinem einzigen freien Tag trug um den Mädchen zu imponieren. Sie sah in den Himmel hinauf. Konnte man Vergessen?

Marcella irrte gedankenverloren durch Nysheim und schlug einen Fußweg ein. Ihre Füße trugen sie wie von selbst in den nächstgelegenen Ort, wo sie sich an eine Hausmauer kauerte und ihrem Magen zuhörte, wie er nach Essen brüllte.

Wie sollte sie mit so wenig Geld, ohne Essen, alleine nur überleben?

Die Frage beantwortete sich wie von selbst. Sie hatte es noch nie getan, aber oft die Möglichkeit gesehen. Wenn Menschen vergaßen, dass sie einen Beutel mit ihrem einzigen Habe am Gürtel trugen.
Und dann versuchte sie es einfach. Schlich sich als junger Bursche zwischen die Menge, fiel nicht auf und griff dann zu der Ware. Die Beutel verschwanden schnell in ihrem Ledermantel und dann bog sie meistens in die nächste Straße ein.
Es wurde immer einfacher für sie, aber lange konnte sie an diesem Ort nicht mehr bleiben. Sie musste weiterziehen, aber wohin?


Zuletzt von Mar am Di Jan 02, 2018 8:01 pm bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Re: Marcella Edoras

Beitrag von Jaiva am Do Jan 04, 2018 2:54 pm

Hallo Marcella; frohes Neues,

ich habe mir deinen Charakter in zweiter Instanz angesehen und habe nichts anderes mehr hinzuzufügen als, dass er dir wunderbar gelungen ist!
Du bekommst ein Tragik-Herzchen von mir, denn ich liebe tragische Geschichten. *zwinker*

Viel Spaß im Spielgeschehen!
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Re: Marcella Edoras

Beitrag von Mar am Do Jan 04, 2018 4:26 pm

Oh mein Gott! Mein Herz hat gerade tatsächlich einen Hüpfer gemacht! <3 Vielen vielen vielen Dank. Und das Tragik-Herzchen werde ich stolz mit mir herum tragen!

Dankeschön!!!
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