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Gebrael Ibrahim

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Gebrael Ibrahim

Beitrag von Wakizar am Sa Jan 06, 2018 9:57 pm



Infos zum Schreiberling
Alter des Schreiberlings: 31 Jahre
Hauptcharakter: Kraja der Rabe & so viele mehr



Charakter – Grundlagen

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Tradition ist nur eine Entschuldigung für Bequemlichkeit.
Veränderung ist Fortschritt; Stillstand der Tod
.


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Wir sind so glücklich.
Wir sind so glücklich.
Wir lieben alle den Schein.
Drum reiht euch alle mit ein.
Die Welt ist göttlich.
Die Welt ist göttlich.
Wir sind gemeinsam allein...
Die Lüge wird euch befreien.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]

Name: Gebrael Ibrahim (gesprochen: Geb-ra-el I-bra-him), genannt Zakhar (gesprochen: Tza-kahr, von Shevarash, Arena- & Sklavenname, Umbra) und Wakizar (gesprochen: Wa-kisahr, 'Der-Krieger-dessen-Schatten-von-oben-fällt' von Amaryllis, Ferus).
Würde man ihm die Gelegenheit geben, so würde er sich als Wakizar vorstellen, denn er hat keine Hoffnung darauf jemals wieder Gebrael zu sein.

Rasse: Engel
Alter: 32 Jahre
Geschlecht: männlich
Zugehörigkeit: Licht



Erscheinung
Größe: Engelgestalt: 1,85m (Scheitel bis zum Fuß); 4,75m (Flügelspannweite) | Tigergestalt: 1,75m (Schulterhöhe), 3,75m (Kopfrumpflänge) – hinzu kommt ein Schwanz von 1,5m.
Aussehen:
Engelgestalt: Vor der Verwandlung in einen monströsen Tiger war Gebrael ein charismatisches Ebenbild seines Volkes, das durch hohen Wuchs, geschmeidige Gliedmaßen sowie das ansehnliche Gesicht eines jungen, ernsten Mannes bestach, der zu schwere Gedanken und zu viele Fragen im Kopf hatte.
Rauchblaue, sehr klare Augen zeichneten sich vor dem Hintergrund heller, leicht rotstichiger Haut ab während sich rote, wirre Locken über seinen Kopf kräuselten und ihm ungeordnet in die Stirn fielen. An den Seiten waren seine Haarbahnen nicht mehr als halbfingerlang, doch über seinem Scheitel ragten sie eine bis eineinhalb Fingerlängen weit auf, allzu genau ließ sich dies jedoch aufgrund ihrer unbezähmbaren Struktur nicht sagen. Von seinen Mitengeln wurde er für seine ungewöhnliche Haarfarbe von jeher mit forschenden, nahezu misstrauischen Seitenblicken bedacht, als wüssten sie ganz genau was für ein wandelndes Risiko er doch darstellte; welche Gefahr.
Stille Nachdenklichkeit war das Credo, das sich seine Augenbrauen gleichsam seiner Stirn geschworen hatten, denn das, was auf dem Grunde seines Blickes eingebettet war, verlangte eine Antwort auf ein fortwährendes Warum? Und drei weitere Fragen auf eine Antwort.
Schmale, blassrote Lippen, hohe Wangenknochen und eine in sanftem Bogen nach unten geschwungene Nase komplettierten die Musterung seines Gesichts, doch seine Stimme war es, die letztendlich das Verderben über ihn brachte, denn was nützte ein wohliger Klang wenn die gesprochenen Worte voller Zweifel waren? Voller... Lügen? Warum?, verlangte seine nachdrückliche Stimme zu wissen. Warum so und nicht anders? Und ganz am Ende wollte Gebrael nur noch eines wissen: Ist es so schlecht anders zu denken? Bin ich deswegen weniger wie ihr? Warum?
Warum? Warum? ...
Reinweiß wie frisch gefallener Schnee waren seine Schwingen, kräftig und befähigt den jungen Engel zuverlässig durch die Lüfte zu tragen. Sie vervollkommneten seine einnehmende Ausstrahlung, die den eine oder anderen ebenfalls dazu animierte insgeheim alte Traditionen und festgefahrene Herangehensweisen zu hinterfragen.

Doch jetzt... jetzt ist all das nur noch eine blasse Erinnerung ferner, nicht unbedingt glücklicherer Tage. Nur in den seltensten Momenten sieht sich Gebrael noch auf diese Weise wenn er sich in der Spiegelung einer Wasseroberfläche betrachtet, ...


Tigergestalt: ... denn das, was ihm aus dem Rahmen eines gerundeten Gesichts mit Raubtieraugen entgegenblickt, ist schon lange kein Engel mehr. Es ist der massive Schädel einer gigantischen Großkatze, die ihren stechenden Blick aus dem Wasser blitzen lässt. Von hellstem Orangebraun erzählen diese gefährlich funkelnden Augen, deren Mitte jeweils eine runde Pupille ziert, doch umgeben sind die verzerrten Spiegel einer Engelseele von dem typischen, intensiv orangeroten Fell, weißen Stellen über den Augen und um die Schnauze sowie den symmetrischen Gesichtszeichnungen in dunkelstem Ton. Die katzenhafte Nase ist rosarot und schwarze Tupfen sind mitsamt den weißen Schnurrhaaren rund um diese zu erkennen; sie bilden gebogene, exakt aneinander gefügte und punktierte Linien knapp oberhalb seiner Schnauze. Ein vollständiges Raubtiergebiss von Verderbnis bringenden Reißzähnen verbirgt sich dahinter, zeigt sich aber erst wenn er zu bedrohlichem Grollen ansetzt, was jedoch nur dann geschieht, wenn die Instinkte des Tiers die Oberhand gewinnen, denn wie so viele seiner Artgenossen ist er meistens beunruhigend still.
Die Fellfärbung mit ihrer unregelmäßigen Streifenzeichnung und den breiten, dunklen Querstreifen, die sich vom Kopf über den gesamten Rumpf bis zur tiefschwarzen Schwanzspitze ziehen, sind nur ein paar weitere charakteristische Merkmale des Tigers zu dem Gebrael geworden ist. Auch seine Ohren sind Teil davon, deren Rückseiten zwar schwarz sind aber auffällige, weiße Markierungen dahinter aufweisen während ihnen feine, gewundene Härchen in Weiß entspringen. Die Unterseite seines gleichermaßen kräftigen wie auch geschmeidigen Leibs ist weiß; dort ist sein Fell auch etwas länger und herrlich weich.
Sollte einem anderen das zweifelhafte Vergnügen zuteil werden über seinen Rücken streichen zu dürfen, so wird dieser unzählige Narben von Peitschenhieben ertasten können, die erst durch Berührungen sichtbar werden – andernfalls werden sie von seinem kräftig gefärbten Fell verdeckt.
Sowohl Vorder- als auch Hinterbeine sind mit Streifen gezeichnet, erstere jedoch eher weniger und wirken im Verhältnis zu seiner restlichen Gestalt blasser; sie enden in wuchtigen Pranken.
Für gewöhnlich bewegt sich Gebrael in dieser, ihm auf den Leib geschneiderten Form so natürlich fort als wäre er Zeit seines Lebens nichts anderes als eine Raubkatze gewesen, doch diese Selbstverständlichkeit täuscht, denn dem direkten Vergleich mit einem richtigen Tiger würde er nicht standhalten – er ist nun einmal mehr als ein wildes Tier, auch wenn man (… er) manches Mal versucht ist dies zu vergessen.


Anmerkung: Sollte es Gebrael eines Tages gelingen den Fluch zu brechen und seine Engelgestalt anzunehmen wird er nicht nur sowohl die Narben auf dem Rücken, die orangerote Fellfarbe als Haarfarbe als auch die Augenfarbe des Tigers übernehmen, sondern den Körper eines Mannes in den Anfängen seiner Dreißiger sein Eigen nennen. Auch seine Statur wird nicht mehr die eines schmalen Burschen sondern muskulöser, definierter und auch athletischer sein.
Die ungezähmte Wildheit des Tigers wird mit ihm in die fleischliche Hülle eines Engels schlüpfen und ein Andenken an... prägende Jahre geben; den jungen Gebrael gibt es nicht mehr.


Kleidung:
Gebrael trägt in seiner derzeitigen Gestalt keine Kleidung, allerdings kleidete er sich im Reich der Engel im Stil seines Volkes und bevorzugte leichte Stoffe, weite Schnitte und sehr helle und vor allem blasse Farben, die ins weiß übergingen.
Das einzige, was sich im Jetzt mächtig und unheilvoll um seinen Hals schlingt, ist ein wuchtiges Halsband aus in dunklem Metall eingebetteten, aneinander gefügten Quarzquadern, die mit dunkelelfischen Runen verziert sind. Es ist nicht möglich diesen verfluchten Schmuck mit konventionellen Mitteln zu entfernen. In diesem sind die unheilvollen Zauber verankert, die Gebrael in der Gestalt eines Tigers halten und den Engel in ihm mitsamt seinen Fähigkeiten versiegeln.




Persönlichkeit
Charakter:
In den letzten Jahren ist viel von dem, was Gebrael einst gewesen ist, verblasst wenn nicht sogar verloren gegangen. Als Engel war er ein Querdenker und Visionär, der sich nicht davon einschüchtern ließ, dass die Dinge sind wie sie eben sind. Mehr wollte er; die Welt verändern, mit alteingesessenen Traditionen brechen und neue Impulse setzen – ganz nach dem Leitsatz: Tradition ist nur eine Entschuldigung für Bequemlichkeit. Veränderung ist Fortschritt; Stillstand der Tod. Derzeit denkt er jedoch kaum mehr daran; zu sehr ist er in sich selbst gefangen. Doch es ist noch da, schlummert und wird eines Tages vielleicht wieder erwachen.
Und obschon noch immer ein gutes Herz in seiner Brust sitzt und Mitleid kein Fremdwort für ihn ist – damals wie auch heute -, so sind die Mittel mit denen er seine Ziele zu erreichen gedenkt manches Mal mehr als fragwürdig. Eine Lüge kommt ihm daher nicht nur mühelos über die Lippen und kostet ihn darüber hinaus nicht nur weder einen zweiten Gedanken noch bereitet ihm eine solche Kopfzerbrechen. Der Zweck heiligt die Mittel. Ein schlechtes Gewissen kennt er in solchen Augenblicken nicht, auch Reue ist etwas, das in seinem Leben nur selten einen Platz findet. Moral? Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben, genauso von seinem ohnehin schon brüchigen Glauben, so akzeptiert er viel mehr die Existenz von Gut und Böse in Form von getroffenen Entscheidungen und Taten, wobei die Intention ebenfalls eine Rolle spielt.

Das, was ihm im Reich der Engel eine Lehre war, nämlich den Großteil seiner Gedanken für sich zu behalten und nur im passenden Moment ausgesuchte Einblicke zu gewähren, ist für ihn inzwischen zur grausamen Realität geworden, in der das Schweigen nicht nur treuer Wegbegleiter sondern viel mehr Teil seines Wesens ist. Soziale Kontakte beschränkten sich seit seinem Fall auf ein ernüchterndes Minimum; es musste erst eine Frau wie Amaryllis in sein Leben treten um ihn an sich selbst zu erinnern und es ist nicht übertrieben wenn man sagt, dass er ohne sie wirklich und wahrhaftig verloren gewesen wäre.
Sie war es, die ihn wenigstens für eine Weile aus seiner Isolation holen und ihm das Gefühl geben konnte mehr als ein Tier zu sein, das zum Spaß töten sollte. Jemand, dank Amaryllis ist er wieder zu einem Jemand geworden; sie zu verlieren ist ein herber Rückschlag für Gebrael, denn ihr gelang, was sonst keinem bislang gelingen sollte: Sein Vertrauen zu erringen und fester Bestandteil seines Lebens zu werden. Etwas, was in Zukunft über alle Maße schwierig werden sollte; die Misshandlungen der letzten Jahren sitzen schlichtweg zu tief. Zwang ist daher ein rotes Tuch für ihn, denn solcher lockt lediglich das Tier in ihm hervor. Ähnlich ist es auch mit solchen, die ihn auf Teufel komm raus zu Handlungs- oder Denkweisen bewegen wollen, die nicht die seinen sind. Freier Wille ist sein oberstes Gebot; das letzte, was ihm noch geblieben ist und er verteidigt dieses bis zum Letzten.
Nie wieder will er zu etwas gezwungen werden. Nie, niemals wieder.

Durch seine einschüchternde Gestalt mag es den Anschein haben er wäre eine aggressive Bestie, doch Gebrael ist tatsächlich ruhiger und ausgeglichener als es auf den ersten Blick den Anschein hat – er ist mehr als ein Tier wenngleich sich Instinkte und tierisch gesteuerte Verhaltensweisen im passenden Augenblick hervortun können. Ein Tiger zu sein ist für ihn inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen und er fühlt sich auch viel mehr als 'vernunftbegabtes Tier' wie als Engel, denn Erinnerungen an seine Zeit vor seiner Verwandlung sind über die Jahre immer blasser und blasser geworden. Manchmal zweifelt er auch daran jemals ein Engel gewesen zu sein.
Durch die Zeit in der Arena kennt er weder Furcht noch Skrupel; zudem erkennt er die Überlegenheit anderer nicht an. Hindert man ihn nicht anderweitig daran wird er so lange kämpfen bis sein Gegner erschlagen in seinem eigenen Blute liegt oder er selbst tot ist.
Rückzug ist keine Option für ihn, genauso wenig wie aufzugeben.


Vorlieben: Gute Winde & Freiheit, auch nach so langer Zeit noch: (der Wunsch) zu fliegen, Aeneas, Amaryllis, Izaak (irgendwie), ...
Abneigungen: Engel & ihre Gesellschaft, Dunkelelfen & ihre Blutrünstigkeit, Shevarash & seine Schergen, Arenakämpfe, zum Kämpfen gezwungen sein, Engstirnigkeit, Religionen, insbesondere wenn deren Anhänger fanatisch sind und ihn von ihren Ansichten überzeugen oder auf den 'rechten Weg zurückbringen' wollen, das Knallen von Peitschen – es erfüllt ihn mit rasender Unruhe, offenes Feuer, ...
Religion: Obwohl Gebrael nicht nur von sich behaupten würde nicht besonders gläubig zu sein sondern auch nichts vom Großen Licht oder anderen Göttern wissen zu wollen, so schlummert in seinem Herzen noch immer ein Funke des Ewigen Lichts, denn er ist sich trotz aller Zweifel sicher, dass da jemand ist, der sein sehendes Auge auf die Kinder dieser Welt gerichtet hält. Im Gegensatz zu den Engeln in Anima und auf Crepererum ist er jedoch davon überzeugt, dass wer-auch-immer dort oben ist, kein besonders großes Interesse an den Geschehnissen dieser Welt hat oder gar Liebe für seine Söhne und Töchter empfindet. Er glaubt daher weder an das Eingreifen einer göttlichen Macht in Form von Wundern oder Strafen noch an das Schicksal selbst.
Das, was den Kindern dieser Welt geschieht, ist die Summe von Entscheidungen und Konsequenzen, eigener sowie fremder, so sieht er beispielsweise seine Verbannung aus Anima und seiner Versklavung durch Shevarash nicht als göttliche Strafe sondern viel mehr als den Urteilsspruch fanatischer, nicht minder verdummter und blinder Anhänger des Glaubens sowie die ausgelebte Grausamkeit dunkelelfischer Unsympathen an.
Das Prinzip von Gut und Böse existiert für ihn daher nur in Form von Taten und orientiert sich nicht daran wo man geboren wurde – aus eigener Erfahrung kann er jedoch bezeugen, dass es sowohl in Anima als auch in Letum Wesen gibt, die seiner Meinung nach nicht wert sind am Leben zu sein.




Fähigkeiten
Beruf: (Bote in Ausbildung), (Schutzengel-Anwärter), (Sklave & Arenakämpfer), ...
Sprachen: Angelisch (Muttersprache, fließend), Arcum (fließend), Umbra (einzelne Worte & kurze Sätze, hauptsächlich Befehle, die an ihn gerichtet worden sind), Ferus (rudimentär, er versteht mehr als er selbst sprechen kann)
Lesen/Schreiben: Angelisch: Ja/Ja, Arcum: Ja/Ja; das Schreiben ist ihm derzeit logischerweise nicht möglich.
Erlernte Fähigkeiten: Anima: Fliegen, Wissen über die Gesellschaft der Engel, ihren Glauben sowie ihre Sprache, ihre Geschichte und die wichtigsten Wissensgebiete in Form von Lesen, Schreiben und Rechnen. Ausflüchte & Lügen. Er hat er eine fesselnde Art zu reden und zu agieren.
Er wurde in der Magie unterwiesen und verfügt sowohl über theoretisches wie auch praktisches Wissen in dieser Materie.
Da in ihm die Gabe eines Ophanim festgestellt wurde, wurde verstärkt darauf Wert gelegt ihn auch das Abgeben von Mana zu lehren.
Letum: Der Kampf mit Reißzähnen und Klauen.

Eigenschaften/Gaben: Fliegen (Engel), Gabe der Ophanim (Engel), anziehende Aura der Engel (Engel) – Das verfluchte Halsband setzt alle Gaben außer Kraft.
Besonderheiten: Durch verderbte, dunkelelfische Ritualmagie wurde Gebraels wirklicher Körper unter unaussprechlichen Qualen in die Form eines gigantischen Tigers gestreckt, gezerrt und gezwungen, zudem wurden ihm tierische Instinkte eingepflanzt und der Engel in ihm versiegelt, sodass ihm der Zugriff auf sämtliche frühere Fähigkeiten verwehrt bleibt. Diese Zaubersprüche wurden in einem mächtigen Artefakt, dem Halsband, verankert und können nur von einem Meister der Magie gelöst werden. Durch dieses ist er auch in der Lage mit denjenigen auf gedanklicher Ebene kommunizieren, die es berühren – und nur mit diesen. Seine Stimme erklingt dann im Kopf derjenigen, transportiert jedoch so viel mehr als die bloßen Worte sondern auch auch Emotionen, die für seine Zuhörer spürbar sind.
Wer auch immer Gebrael ansieht, wird in ihm eine (magische) Bestie, nicht aber einen Engel erkennen.


körperliche/geistige Stärken: Zuordnung von Attributen zu Tiger und Engel | aktiv sind nur die des Tigers, weiß betrifft beide Gestalten und ist daher ebenfalls aktiv.
Stärken des Tigers (aktiv)
Stärken des Engels (nicht aktiv)
Schleich- & Spurtjäger; gefährlich & schnell & leise, besonders über kurze Distanz.Geschickter Flieger; Kapriolen und geschickte Wendemanöver stellen für ihn keine Schwierigkeit dar.
Tierattribute; Raubtierkrallen & -zähne, eignen sich zum Zerreißen, Zerbeißen und Knacken von Knochen, Muskeln und Fleisch. Zudem verfügt er über einen exzellenten Geruchssinn.Engelgaben; sie verschaffen ihm einen gewissen Vorteil im Umgang mit Menschen.
Verheerender Kämpfer; bewährte sich durch unzählige Kämpfe auf Leben und Tod und beweist daher dabei blutrünstige Skrupellosigkeit.Charme; charismatisches & einnehmendes Äußeres; seine Art zu reden schmeichelt dem Ohr des Zuhörers, sodass man ihm gerne zuhören und glauben möchte.
Stark; eine große Bestie begünstigt sowohl körperliche Überlegenheit & furchteinflößendes Äußeres.Stark; auch in Gestalt eines Engels wird er eine gewisse körperliche Überlegenheit beibehalten, denn sein Leib ist nicht mehr der eines schmalen Burschen.
Furchtlos; nach jahrelanger Konditionierung fürchtet er nichts und niemand mehr, selbst den Kampf gegen überlegene Gegner würde er nicht scheuen – was es sehr schwer macht ihn zu verängstigen oder gar einzuschüchtern.

körperliche/geistige Schwächen: Zuordnung von Attributen zu Tiger und Engel | aktiv sind nur die des Tigers, weiß betrifft beide Gestalten und ist daher ebenfalls aktiv.
Schwächen des Tigers (aktiv)
Schwächen des Engels (nicht aktiv)
Furchteinflößendes Raubtier; Vertrauen? Wer würde das tun? Doch wohl eher davon laufen und mit Verstärkung zurückkehren. Städte und Dörfer sind... schwierig für ihn. Tiere fürchten ihn und sind in seiner Nähe kaum zu beruhigen.Schlecht ausgebildet; trotz seiner körperlichen Stärke ist er nicht in der Lage eine Waffe zu führen, denn sein bisheriges Leben bereitete ihn auf kämpferische Auseinandersetzung als Engel nicht vor.
Tierinstinkte; obschon ein wacher Geist hinter den Augen des Tigers ruht, so sind es oftmals doch die Instinkte, die ihn im Griff haben. Feuer ist beispielsweise ein großes Problem für ihn und macht es unmöglich für ihn klar zu denken oder gar wohl durchdachte Entscheidungen zu treffen. Ähnlich verhält es sich mit Jagdtrieb und territorialem Verhalten, auch wenn er noch kein Revier sein Eigen nennt.Vermächtnis; selbst nach seiner Rückverwandlung in einen Engel wird Gebrael niemals wieder derjenige werden, der er vor seinem Fall gewesen ist. Nicht nur sein Körper wird ihm vollkommen fremd und falsch vorkommen sondern diverse Veränderungen werden sich abzeichnen. Der Tiger wird Spuren in seinem Verhalten hinterlassen, sodass ihm schnelle Reizbarkeit und tierisches Verhalten erhalten bleiben werden.
Schattenseiten des Tigerdaseins; seine massive Gestalt eignet sich nicht dafür Bäume oder ähnliches zu erklimmen, denn dafür ist er schlichtweg zu schwer; obendrein ist er kein ausdauernder Läufer und durch seine immense Größe besonders auffällig und leicht zu verfolgen.
Verheerender Kämpfer; Gebrael mag zwar ein wahres Monster sein, doch das bringt ihm nicht nur Vorteile ein. Seine gesamte kämpferische Expertise zwingt ihn in den Angriff zu gehen; seine Verteidigung bleibt dabei vollkommen auf der Strecke. Durch seine massive Gestalt ist er auch ein leichtes Ziel von Pfeilen oder Bolzen. Auch mit Magie ist es leicht ihm großen Schaden zuzufügen; den Geist beeinflussende Magie funktioniert wegen seiner tierischen Seite besonders gut bei ihm.
So gut wie stumm; abgesehen von den Lauten, die ein Tiger ausstoßen kann, ist es Gebrael nur dann möglich zu 'sprechen' wenn man das Halsband berührt, ansonsten kann er sich nicht mitteilen und selbst wenn er es tut, so hört ihn nur die Person (oder Personen), die sein Halsband berührt (berühren).
Isoliert; die Jahre in Gefangenschaft sind ihm genauso in Erinnerung geblieben wie die in Anima und obschon sich beide Lebensabschnitte vollkommen voneinander unterscheiden, so haben sie doch eines miteinander gemeinsam: Gebrael war schon immer für sich und jetzt, als verfluchter Tiger, der nur dann in der Lage ist sich mitzuteilen, wenn man ihn am Hals berührt, ist es keinesfalls leichter für ihn geworden. Obendrein fällt es ihm nach den jahrelangen Misshandlungen schwer Vertrauen zu anderen aufzubauen.
Furchtlos; nach jahrelanger Konditionierung fürchtet er nichts und niemand mehr, selbst den Kampf gegen überlegene Gegner würde er nicht scheuen – was ihn gut und gerne Kopf und Kragen kosten könnte, denn er vermag dies nicht einzuschätzen wann es an der Zeit wäre den Rückzug anzutreten.



Magie
Art des Magiepools: Unterstützende Magie – derzeit versiegelt

Gebraels Magie ist einzig und allein darauf ausgelegt Verbündete zu stärken und ihnen zu helfen. Er kann weder mit ihr kämpfen noch kann sie dazu missbraucht werden um mutwillig Schaden anzurichten. Während der Zeit in Anima standen seine Ophanim-Gabe mitsamt der Befähigung Mana abzugeben im Fokus seiner Lehrmeister, daher blieb seine unterstützende Magie weitestgehend auf der Strecke.


Zauberliste:
  • Gute Nacht, schlaf' sacht | Manaverbrauch: gering, konstant bis der gewünschte Effekt eingetreten ist.
    Gebrael spricht, erzählt oder singt und bettet den Gedanken an Schläfrigkeit in seine Stimme. Dabei konzentriert er sich auf bis zu drei Ziele, die sich in unmittelbarer Nähe befinden müssen. Je müder sein/e Ziel/e bereits ist/sind, desto leichter ist es für ihn den Schlaf herbeizulocken. Vollkommen wache oder abgelenkte Ziele machen einen erfolgreichen Zauber unmöglich, genauso wenig kann er taube oder anderweitig im Hören beeinträchtigte Ziele erreichen. Zusätzlich unterliegt dieser Zauber den oben genannten Anforderungen.
    Wer seinem Zauber anheimfällt, sinkt langsam in einen sanften Schlummer.


Hintergrund
Stand: ledig
Familie:
Vater (): Zianor (gesprochen: Zia-nor) Ibrahim, Engel, 61 Jahre, Gerichtsdiener. Verheiratet mit Iodrah. Obwohl er Gebraels Vater ist, hatte dieser verhältnismäßig wenig Kontakt mit seinem Sohn.
Mutter (): Iodrah (gesprochen: I-od-rah) Ibrahim, Engel, 59 Jahre, Lehrerin. Sie unterrichtet die Geschichte der Engel. Schwester von Lehaliah; verheiratet mit Zianor.
Schwester (): Sioreen (gesprochen: Sio-riin) Ibrahim, Engel, 25 Jahre, Künstlerin. Sie verziert inzwischen heilige Texte mit aufwändigen Malereien.

Tante (): Lehaliah (gesprochen: Leha-liah) Aellass, Engel, 56 Jahre, Hausfrau und Mutter. Schwester von Iodrah; verheiratet mit Ymael.
Base (): Amia (gesprochen: A-miah) Aellass, Engel, 37 Jahre, Schutzengel. Sie verrichtet ihr Werk in der Menschenwelt seit nunmehr 17 Jahren. Schwester von Aeneas.
Vetter (): Aeneas (gesprochen: Ä-ne-as) Aellass, Engel, 31 Jahre. Bruder von Amia. Er verschwand mit 13 Jahren aus Anima durch ein plötzlich auftauchendes Portal. Sein Verbleib ist unbekannt.

Herkunft/Geburtsort: Die Engelsburg, Anima
Wohnort: -
Besitz: Ein breites Halsband aus aneinander gefügten Quadern aus Quarz mit dunkelelfischen Runen (verflucht)
Gefährten: Amaryllis' Tochter, Solacelea

Geschichte:

  • 0-6 Jahre: Gebrael ist der erstgeborene Sohn von Iodrah und Zianor Ibrahim und somit Teil einer Familie, die immer schon für äußerste Hingabe und größtes Pflichtbewusstsein gegenüber dem Großen Licht steht. Sein Vater arbeitet als Gerichtsdiener und glänzt vor allen Dingen durch lange Abwesenheiten. Seine Mutter jedoch unterrichtet Engelgeschichte an der Schule, die ihr Sohn in einigen Jahren ebenfalls besuchen wird, doch das erste Jahr bleibt sie zu Hause und kümmert sich um ihr Söhnchen.
    Doch kaum da er entwöhnt ist, will sie ihren Beruf, der auch ihre Berufung ist, wieder aufnehmen und gibt ihren Jungen in die behütenden Hände ihrer Schwester Lehaliah, die zu diesem Zeitpunkt schwanger ist. Amia, Lehaliahs erstgeborene Tochter, kümmert sich mit großer Hingabe um Gebrael, denn die fromme Sechsjährige sieht in ihm ein Brüderchen. Sie wird es in den folgenden Jahren sein, die den Wunsch in ihm schürt ebenfalls in die Schule zu kommen. Bis dahin hat er jedoch viele, unendlich viele Fragen. Seine Lieblingsfrage lautet 'Warum?' Er hinterfragt schlichtweg alles; eine Gabe, die ihm bis zu seinem Erwachsenwerden erhalten bleiben würde. 'Das macht man aber so', genügt ihm nicht.
    Dennoch kann niemand dem jungen Gebrael etwas übel nehmen und seine Familie übt größte Nachsicht mit ihm, denn sie interpretieren seine Nachfragen als aufgewecktes Interesse. Geduldig erklärt man ihm warum er immer beten und genügsam und bescheiden sein soll wenn er wieder einmal 'Warum?' fragt. Wenn er aber sagt: 'Das verstehe ich nicht', antwortet man ihm: 'Das lernst du noch, Gebrael. Das lernst du schon noch.'
    Er glaubt es ihnen.


  • 6-18 Jahre: Die Engelschule ist faszinierend und frustrierend zu gleichen Teilen für den jungen Engel, denn hier sind zwar Gleichaltrige, doch diese plappern auch nur munter alles nach was man ihnen vorsagt. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr wird klar, dass Gebrael anders ist. Es fällt nicht nur anderen auf, sondern auch ihm selbst; er sieht es an den Reaktionen auf seine... unangenehmen Fragen wie zum Beispiel: 'Wäre es nicht besser einen Himmelspriester anhand seiner Fähigkeiten auszuwählen anstatt ihn durch Geburtsrecht einen Titel erben zu lassen, den er unter Umständen nicht ausfüllen kann?' Oder: 'Woher wissen wir so genau, dass das Große Licht für uns da ist?' Aber auch: 'Warum Menschen beschützen? Wäre es nicht besser erst einmal vor unserer eigenen Tür zu kehren?' Es folgen Briefe nach Hause und auch seine Mutter bekommt einfach alles mit, denn über Gebrael wird unter den Kollegen gesprochen. Es folgen Gespräche mit den Eltern, Gespräche mit dem Vater und noch mehr Gespräche mit Lehrern und Eltern und da er sich nicht nur als geschickter Flieger sondern auch durch Redetalent hervorgetan hat, merkt er: Manchmal ist es besser den Mund zu halten.
    Der einzige, zu dem er noch offen spricht, ist Aeneas, sein Vetter, der nicht nur ein Jahr jünger als er sondern auch erschreckend leicht zu beeinflussen ist. Eines Tages ist aber auch er nicht mehr für ihn zur Stelle, denn bei einem Ausflug außerhalb der Engelsburg fällt dieser durch ein Portal und hinterlässt eine große Lücke im Leben des jungen Gebraels.
    'Ich geh ihn zurückholen!', ruft er, doch man sagt ihm das, was er schon in der Schule gelernt hat: 'Nur Schutzengel dürfen nach Crepererum gehen, Gebrael'. Doch einfach Schutzengel werden, nein, das geht nicht. Das Große Licht höchstpersönlich wählt nur die Besten unter den Engeln aus und jeder weiß, dass Gebrael nicht der geeignetste Kandidat ist.
    Nur ein Jahr später wird Amia, Aeneas' ältere Schwester, zum Schutzengel berufen. Ausgerechnet sie! Gebrael ist fünfzehn Jahre alt und in ihm beginnt ein Plan heranzureifen, der ihn noch weitaus tiefer fallen lassen sollte als hinab in die Menschenwelt. Dazu hört er Amia sehr aufmerksam zu, denn sie erzählt überaus freigiebig von ihren Erlebnissen während sie und Gebraels jüngere Schwester Sioreen zusammensitzen, denn Sioreen ist ebenfalls äußerst talentiert; eine passionierte Malerin in spé, die es weit bringen soll noch dazu fromm und schlichtweg wunderbar. Amia und Sioreen sind unzertrennlich, ein Umstand, der ihn zu stören weiß. Die Familie indes versucht mit dieser glücklichen Wendung den schmerzlichen Verlust zu übertünchen. Gebrael aber, er vergisst nicht.
    Mit dem Abschluss wird ihm ans Herz gelegt er möge ein Bote werden – ein guter Platz für ein Problemkind wie er es ist.


  • 18-20 Jahre: Ohne Proteste beginnt er seine Lehre, hat aber vollkommen andere Pläne, denn jetzt, da Amia ihn ohne es zu wissen vorbereitet hat, beginnt er von seltsamen Träumen zu erzählen, die ihn nicht mehr loslassen. Er nutzt das Wissen seiner Base um als Schutzengel-Anwärter aufgenommen zu werden und dem Priester Rede und Antwort zu stehen; sein Talent geschmeidige Worte zu finden kommt ihm dabei ebenfalls zugute. Das Große Licht will aus ihm keinen Schutzengel machen? Dann nimmt er sich diesen Platz eben aus eigener Kraft! Er bricht seine Ausbildung ab und widmet sich ganz den Schutzengeln, singt und redet ganz wie es von ihm verlangt wird – er hat ein großes Ziel; wen kümmern da die Mittel? An das Große Licht? Natürlich glaubt er an das große Licht und er lächelt selig dabei.
    Eine Weile geht es gut, denn er ist ein Nachzügler und es ziehen einige Monate ins Land bis die nächste 'Lichtprüfung' ansteht – ein besonderer Gottesdienst, bei dem die angenommenen Schutzengel-Anwärter wie durch göttliche Fügung in Licht getaucht werden. Dies gilt als göttliche Bestätigung und wird mit donnerndem Applaus und Hochrufen der Engel bejubelt. Als Gebrael an der Reihe ist leuchtet kein Licht durch das bunte Mosaikglasfenster.
    Er fliegt auf.
    Die Engel sind entsetzt und er wird in Gewahrsam genommen.
    'Ich hab es doch nur für Aeneas getan!' ruft er; aber das will niemand hören. Seine Tat ist beispiellos. Er hat nicht nur gelogen und sein Volk entehrt, nein, es ist Gotteslästerung! Doch was soll man tun? Ihn verbannen? Aber genau das will er doch...
    Tatsächlich hofft Gebrael insgeheim, dass man ihn nach Crepererum schickt, Amia hinterher, deren glorreichen Auszug er nur aus dem Turmzimmer beobachten konnte, in dem man ihn gefangen gehalten hatte.
    Dann folgt das erschreckende Urteil: Er soll nach Letum verbannt werden, denn er ist eine Gefahr für alle, die reinen Herzens sind.


  • 20-23 Jahre: Gebrael landet orientierungslos, einsam und verlassen in der Wildnis Letums, in der er beinahe verhungert wäre, denn sein bisheriges Leben hat ihn nicht auf diese Wendung vorbereitet. Er weiß nichts vom Überleben in der Natur, geschweige denn vom Überleben in Letum... und beinahe wäre dies sein Ende gewesen wenn ihm in der Stunde größter Not nicht Izaak begegnet wäre. Izaak ist ein Vampir und im Tausch gegen Blut nimmt er den gefallenen Engel bei sich auf. Mit Ruß schwärzen sie Gebraels Schwingen, Augenbrauen und schlussendlich auch sein Haar und so geht es ein paar Jahre gut; Izaak hält ihn am Leben und Gebrael gibt ihm sein Blut. Sie werden keine Freunde, denn sie sind Engel und ehemaliger Lumenar, aber sie kommen irgendwie miteinander aus. Izaak nennt Gebrael einen Ascheengel, der trotzdem nach Engel stinkt; Gebrael reibt Izaak unter die Nase, dass er zumindest noch immer ein Engel ist, ganz im Gegensatz zu Izaak. Manchmal fliegen die Fetzen, oder viel mehr die Federn; aber irgendwie brauchen sie einander trotzdem.
    Gemeinsam hausen sie in der Wildnis, doch wie so oft finden gute Zeiten viel zu schnell ihr Ende, denn Izaak ist kein unbeschriebenes Blatt und es gibt so manchen Lumenar, der diesen vampirgewordenen Schandfleck ausmerzen will. Sie sind in der Überzahl und erkennen den Engel an der Seite des Vampirs – natürlich sind sie Feuer und Flamme, denn ein Engel macht sich gut in den Forschungseinrichtungen der Lumenare. Izaak wehrt sich nach Leibeskräften, entfesselt das Monster in ihm und tötet einige der Angreifer; so gelingt Gebrael die Flucht. Das Letzte, was er von seinem Vampirfreund-Nichtfreund sieht, lässt ihn davon ausgehen, dass er im Laufe des Scharmützels sterben wird. Armer Teufel.


  • 23-27 Jahre: Eine lange Trauerzeit ist ihm jedoch nicht vergönnt, denn bei seiner halsbrecherischen Flucht durch die umliegenden Wälder wird er nicht nur von dunkelelfischen Sklavenjägern gefangen genommen sondern hat es zudem den Anschein, dass er wenige Wochen später an dieselben Lumenare verkauft werden soll, die Izaak getötet haben. Dunkelelfen bleiben jedoch Dunkelelfen und der Handel kommt nicht zustande; stattdessen wird er an Shevarash verkauft, ein dunkelelfischer Arenameister, der ihn im Zuge eines finsteren Rituals in einen monströsen Tiger verwandeln lässt, denn er hat ehrgeizige und zugegebenermaßen blutrünstige Pläne mit dem ehemaligen Engel. Im Laufe von vier Jahren wird Gebrael unter der Peitsche geformt; jedwede Menschlichkeit ausgetrieben bis er bereit für die Arena ist. Es sind fürchterliche Jahre, Jahre, in denen er begreift, dass er schlichtweg alles verloren hat und was sich zuerst in glühendem Widerstand äußert, gipfelt am Ende in Resignation.

  • 27-32 Jahre: Gebrael macht sich bei den Dunkelelfen einen Namen als Zakhar und gewinnt Kampf um Kampf. Er tötet Tiere, dann Sklaven und andere Arenakämpfer. Es ist ihm einerlei. Skrupel werden ihm abtrainiert; Instinkt regelt den Rest. Jahre vergehen und Gebrael ist so weit von sich selbst entfernt wie noch nie. Er zweifelt seine Vergangenheit an. Ist er wirklich einst ein Engel gewesen? Selbst sein Name fühlt sich so entsetzlich fremd an...
    Nach so entsetzlich langer Zeit ohne Hoffnung geschieht etwas Unvorhergesehenes, denn es trifft - wie ein Blitz aus heiterem Himmel - eine neue Sklavin ein; es ist eine Amazone mit dem Namen Amaryllis und sie beweist sich nicht nur in der Arena sondern fängt den Engel im Tigerpelz auf, denn sie erkennt mehr in ihm als eine grausame Bestie. Da sie in der Zelle direkt neben ihm untergebracht ist und sie nur durch Gitterstäbe voneinander getrennt sind, erzählt sie ihm Dinge und weckt in ihm den Wunsch es ihr gleichzutun. Von Shevarash weiß er, dass sein Halsband auch als Kommunikationsmittel dient und bringt die Amazone dazu es zu berühren. Mehrere Monate teilen sie miteinander, teilen ihre Geschichte und ihre Sehnsüchte. Ihre Träume. Als Amaryllis ihn nach seinem Namen fragt, sagt er ihr, dass er keine Rolle mehr spielt, doch das reicht ihr nicht. Sie schenkt ihm den Namen Wakizar und als sie ihm die Bedeutung des Namens erklärt, bittet er sie ihm ein wenig von ihrer Kultur und Sprache beizubringen – ihnen bleiben nicht mehr als Gespräche und Träume, denn die Arena ist ihr Leben.

    Innerhalb von sechs Monaten entwickelt sich zwischen Amaryllis und Gebrael, der im Herzen nun Wakizar ist, ein dünnes Band der Freundschaft, denn sie wissen, dass ihre gemeinsame Zeit jeden Tag zu Ende sein kann. Als ihnen offenbart wird, dass sie in einem Kampf auf Leben und Tod gegeneinander antreten werden, sind sie keineswegs überrascht sondern schwören einander mit Blut im Falle des Ablebens des Anderen dessen größten Herzenswunsch zu erfüllen, denn sie haben schlichtweg keine andere Wahl. Gebrael, der nichts mehr hat, verlangt von der Amazone, dass sie seinen Tod rächen und Shevarash, den Arenameister, töten wird, ganz gleich wie lange es auch dauert. Sie wiederum hat nur einen Wunsch: Solacelea, ihre Tochter; Gebrael darf nicht ruhen bis sie in Sicherheit ist.
    Ihrer beider Schwüre sind feierlich doch in der Arena gibt es weder Freundschaft noch Gnade und Shevarash hat sich noch etwas einfallen lassen, was den Kampf versüßen soll. Kurz vor dem Kampf verabreicht er Gebrael eine Droge, die ihn nur umso wilder werden lässt.
    Unter dem johlenden Beifall der blutrünstigen Zuschauer kämpfen die so unterschiedlichen Kontrahenten gegeneinander, nutzen die Vorzüge der Arena, die allein für ihren Kampf in einen künstlichen Urwald verwandelt wurde. Keine Kosten und Mühen wurden gescheut um die Kulissen mit Pflanzen zu schmücken und den Sand der Arena zu schwärzen, sodass er den Anschein von echter Erde erweckt.

    Nach einem langen Kampf, der die Ebenbürtigkeit der beiden Kämpfer nur zu betonen weiß, gelingt es Gebrael den Speer der Amazone zu packen und diese solange umher zu schleudern bis das Griffstück zersplittert und Amaryllis gegen einen Felsen geschleudert wird.
    Mit dem Tod der Amazone erwacht der Engel im Tigerpelz aus seinem Wahnsinn, oder ist es nicht viel mehr das Erscheinen einer zweiten Amazone, der es gelungen ist sich in die Arena zu schleichen und aus vollem Halse 'Mutter' ruft?
    Er weiß, dass sie es ist. Solacelea, die Amazone, die an der Seite ihrer toten Mutter kniet und die Welt ausblendet, ist Solacelea und sie ist nicht allein hier her gekommen, denn ihr sind Dunkelelfen auf den Fersen; Dunkelelfen, die sie in ihrer Trauer nicht mehr wahrnimmt. Ehe er sich versieht, kämpft er für sie, tötet Feind um Feind, brüllt diese an; brüllt auch Solacelea an, die aufstehen muss! Und als sie es tut singt sie mit einnehmender Stimme und alles Leid, das sein Gedankengut ausfüllt, wird leise. Es ist ihre Musikmagie, die ihn lenkt. Er tut was sie von ihm verlangt. Er tötet die Feinde, beschützt sie und als sie am Bein verwundet wird, legt er sich nieder damit sie auf seinen Rücken klettern kann. Sie sind eine kämpfende Einheit und an der Stelle, da jeder für sich bereits ein verheerender Kämpfer gewesen wäre, sind sie zusammen so viel mehr.
    Mit vereinten Kräften gelingt es ihnen nicht nur sich einen Weg zurück ins Innere zu erkämpfen sondern Dunkelelf um Dunkelelf zu töten. Doch ganz gleich wie viele der Dunklen sie auch töten, es sind viel zu viele und als auch noch Shevarash, der Herr der Arena, mit seinen Schergen erscheint, ist es für alle Vernunft zu spät. Nicht einmal die unbekannte, halbtote Amazone, die Shevarash in den Armen hält, hält ihn auf. Nein. Keine Macht dieser Welt kann Gebrael zurückhalten, der den dunklen Elf vernichten will. Es gelingt ihm nicht diesen zu töten, doch ein einprägsames Andenken gibt er ihm mit auf den Weg: drei tiefe Kratzer seiner Pranke durch das Gesicht des Dunkelelfs. Mit Hilfe seiner Magie entzieht sich Shevarash Gebraels Zugriff und entkommt. Solacelea und Gebrael aber geraten immer mehr und mehr in Bedrängnis und hätten wohl ihr Leben verloren wenn sich kein Portal aufgetan hätte.
    Gemeinsam entkommen sie der Hölle.

    ((Der zweite Teil der Geschichte ist bei Solacelea nachzulesen, der beschreibt wie es dazu kam, dass sie und die andere Amazone in die Arena gekommen sind.))
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