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Dakryon, der Beschützer der Schwachen und Hilfsbedürftigen

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Dakryon, der Beschützer der Schwachen und Hilfsbedürftigen

Beitrag von Gast am So Jan 13, 2013 11:04 pm

Name:
Dakryon, er nennt sich der Einfachheit halber oft einfach Kryon
Alter:
21 Jahre
Rasse:
Nephilim, was in Anima eine Bezeichnung für eine Mischrasse ist, die aus Engeln und Menschen hervorgeht. In Kryons Fall ist es die eher weniger klassische Verbindung eines weiblichen Engels und eines menschlichen Mannes, aber mehr dazu in der Geschichte selbst.
Zugehörigkeit:
Licht
Herkunft:
Anima
Größe:
1,83 m

Aussehen:
Dakryons Aussehen könnte man wohl am besten mit den Worten "sympathisch-schmuddelig" beschreiben. Seine Haare sind straßenköterblond und sehen auch entsprechend ordentlich aus, sie stehen in alle Richtungen ab, wobei sie die Schwerkraft zu überwinden scheinen, sodass man selten merkt, dass sie die Kinnlänge schon längst überschritten haben, deswegen bändigt er sie meistens in einem Pferdeschwanz. Kryons Gesichtsausdruck wirkt meist etwas gelangweilt, doch man kann ihn, während er mit Menschen redet, die seine Hilfe benötigen, oft in einen Zustand wachsender Begeisterung fallen sehen. Wut hingegen ist eine Emotion, die er selten zeigt und wenn dann nur Frustration gegenüber seiner eigenen Unfähigkeit. Seine Augen sind engelsblau und seine Haut so hell, dass sie selbst nach einem Monat in der Kilenight Wüste nicht brauner werden würde. Der Nephilim hat eine gewöhnliche Statur, die nicht allzu breitschultrig, aber eben so wenig schmächtig wirkt, sein Gesicht ist schmal und beherbergt ein nicht all zu maskulin wirkendes Milchgesicht, was ihn jedoch bei gerade pubertierenden Mädchen unfassbar beliebt macht. Eine Tatsache, die für ihn unerklärlich ist. Obwohl er wie ein gewöhnlicher Mensch wirkt, kann man bei genauem Hinsehen zwei winzige, unförmige Stümpfe gegen den Rücken seiner Rüstung drücken sehen, diese zeigt er ungern anderen Leuten und schämt sich auch ein klein wenig für diese. Ansonsten ist sein ganzer Körper von kleineren Narben übersät, die er sich bei seinen unzähligen Rettungsaktionen zugezogen hat. Sei es verlorene Pferde wiedereinzufangen oder  Wassereimer zu schleppen, Kryon schafft es mit seiner Ungeschicklichkeit die simpelsten Aufgaben zu nahezu unlösbaren Hindernissen zu machen. Was Kleidung angeht, versucht er nicht einmal mehr dem Stil der Engel zu folgen, auch wenn es ihm schwer fällt. Wenn es nach ihm ginge, würde er ständig luftige, lange und weiße Hemden und Hosen tragen und Rüstungen aus Diamanten, allerdings hat Dakryon ständig Geldprobleme und solche Dinge können sich einige leisten, aber er gehört definitiv nicht dazu. Abgesehen davon, dass seine Lederrüstung mit passender Hose und Schuhen zu 90% der Zeit aufgrund von kleineren und größeren Unfällen nur so von Flecken und Rissen strotzen und er damit jegliche angeborene Eleganz und Reinheit zunichte macht.

Beruf:
Krieger//selbsternannter Beschützer aller Schwachen und Hilfsbedürftigen
Waffen:
Nichts allzu Schweres, ihm lagen die Waffen der Engel nie sonderlich, weshalb er seine Ehemaligen, mit Ausnahme seiner Wurfmesser schnell in Crepererum verkauft hat, auch wenn er ab und zu dem guten Material hinterher trauert. Kryon bevorzugt zum Kämpfen Messer und Dolche, sein zweiter Favorit hierbei ist hingegen die klassische Kombination aus einhändig geführtem Schwert und Schild.
Magie:
Nein, er ist schlicht und einfach zu ungeschickt, um Magie benutzen zu können. Auch wenn er magische Gaben hat, tun diese ihm mehr weh als seinen Gegnern. Vergleichbar ist dies mit jemandem, der theoretisch die Kunst des Schmiedens in allen Einzelheiten studiert hat und 100 Anleitungen zur Herstellung verschiedener Keulenarten rezitieren könnte, sich allerdings sofort versehentlich die Augen ausstechen würde, wenn er auch nur in Versuchung käme, etwas schwereres als eine Speerspitze zu schmieden. Zauber, die beispielsweise eine Lichtkugel auf seiner Hand erscheinen lassen oder ein Feuer entzünden, mögen ihm noch gelingen, alles was schwerer ist, könnte sich durch falsche Anwendung eventuell gegen ihn selbst richten.
Besitz:
Fünf Wurfmesser, ein Stilett, ein Dolchmesser, eine Wolldecke, ein Schleifstein, diverse Lebensmittel, die lange haltbar sind; eine Tasche aus braunem Leder mit einem langen Riemen, die zehn Liter Wasser fassen würde, sollte er auf die hirnrissige Idee kommen, sie damit zu füllen.
Geld:
5 Draken und 20 Drachmen


Charakter:
Während Kryons Aussehen dem seines Vaters mehr gleicht und er nur wenig der natürlichen Schönheit seiner Mutter bekam, sind Geist und Taten von der Kultur der Engel stark beeinflusst. Er hat eine ausgeprägte, soziale Seite und einen Beschützerinstinkt gegenüber allen Leidenden Crepererums und allen Randgruppen und fühlt wahre Empathie gegenüber diesen. Da seine Mutter zu den "bemerkenswert-heldenhaften Schutzengeln" - wie er sie nennt - zählt, hat er schon als kleiner Junge davon geträumt, nach Crepererum zu gehen. So kann es passieren, dass er Ewigkeiten lang einfach in die Landschaft starrt und fasziniert von ihrer Schönheit ist; so wie es nun einmal die Art der Engel ist, auf solche Dinge zu achten. Er ist die Art von Person, die jede Aufgabe mit demselben Ernst würdigt. Der Nephilim würde einem kleinen Mädchen so helfen ihre Puppe wiederzufinden, wie er auch eine Mutter mit ihrem Kind aus einem brennenden Haus retten würde. Diese Verehrung des Heldentums wurde schon von vielen als eher albern angesehen, doch Dakryon ist mit seinen 21 Jahren ab und zu noch ein halbes Kind. Wie die Helden in den Abenteuergeschichten, die ihm seine Mutter früher erzählt hat, ist er hoffnungslos neugierig und abenteuerlustig, wobei er versucht möglichst furchtlos auszusehen.  Kryon lässt sich selten verunsichern, da er sehr von sich selbst und seinem Handeln überzeugt ist. Sein Ego ist erstaunlich groß und mit ein paar Komplimenten kann man ihn zu beinahe allem überreden, solange es nicht gegen seine Vorstellungen vom "Guten" spricht.
Auch halbe Engel haben das Bedürfnis akzeptiert und geschätzt zu werden. Aufgrund seiner “Behinderung” war er in Anima nie in der Lage, Leute von seinem Wert zu überzeugen. Und selbst wenn er den bescheidenen Ritter mimt, kann ihm in Wahrheit nach einem Lob noch stundenlang ein Grinsen auf den Lippen liegen.
Sprachen:
Angelisch (Muttersprache), Arcum und Rigusta
Vorlieben:
Kryon liebt es, Crepererum mit all seinen Lebewesen zu betrachten, es wirkt auf ihn wie ein kostbares Juwel, dessen Schutz seine Lebensaufgabe ist. Zudem schätzt er nichts so sehr wie einen zufriedenen Bittsteller. Ihm wird ganz warm ums Herz, wenn er aufrichtige Dankbarkeit sieht. Außerdem liebt er die Kunst und Kultur seines Volkes von dem tief verankerten Glauben an das Große Licht bis hin zu den Gemälden und Liedern, die zu seiner Verehrung gesungen werden. Allerdings ist er ebenso offen für die Kultur Crepererums. Ihm gefallen die ausgefallenen, deutlich härteren Sprachen der Königreiche und die zähen Menschen, die dort leben. Die letzte, wirklich erwähnenswerte Sache ist seine Vorliebe für eine sehr geschwollene Ausdrucksweise, die zuletzt vor einhundert Jahren auf Crepererum modern war. Wenn er sich aufregt, ändert sich seine Wortwahl schlagartig und sein Sprachgebrauch ähnelt eher dem Riguskant'schen Slang, den er in Kneipen aufgegriffen hat.
Abneigungen:
Zu den Dingen, die ihm eher weniger gefallen, gehören alle Einwohner Letums. Es ist zwar nicht wirklich Dakryons Art, Leute, die er nicht kennt, komplett zu verachten, doch ist er sehr davon überzeugt, dass sie das Böse verkörpern. Schließlich konnten sich tausende von Engeln nicht irren. Zudem stellen sich ihre ganzen Ansichten gegen das Große Licht selbst, was – egal wie man es dreht und wendet – nicht damit vereinbar ist, dass das so ziemlich seine Ansichten sind. Dies ist für ihn wirklich auch nur eine Ausnahme, denn er hasst ansonsten nichts so sehr, wie die, die voreingenommen sind und sich ein Urteil über andere bilden, bevor sie ihnen persönlich begegnet sind. Dazu gehört auch das komplette Pack was das verursacht: Waschweiber, Tratschtanten, Gerüchte und Lügen. Um des Großen Lichtes Willen, Lügen! Ihm liegt weder das Substantiv noch das Verb. Wenn ihm jemand eine Lüge über etwas erzählt, von dem er noch nichts wissen kann, wird er es ihm oder ihr höchstwahrscheinlich glauben. Es sei denn, es ist so unwahrscheinlich, dass jeder Berghöhlendämon es besser wüsste. Selber eine Lüge zu erzählen käme für ihn nicht in Frage. Für Kryon würde das unfassbare Schuldgefühle bedeuten, außerdem stellt er sich beim Lügen unfassbar ungeschickt an. Stottern, wildes gestikulieren und zusammenhangsloses Gebrabbel, selbst wenn es nur eine Notlüge ist: es wird ihn deutlich unglücklicher machen, als die Wahrheit zu erzählen, wie schrecklich sie auch sein mag. Die letzte erwähnenswerte Abneigung wäre jede Art von Mitteln, die zur Berauschung dienen. Zum einen, weil er damit selber schlechte Erfahrungen gemacht hat und zum anderen, da ihm unheimlich ist, wie Leute die Kontrolle über sich verlieren können. Dennoch mag er Kneipen, der Atmosphäre wegen.
Stärken:
Es gibt so einige Dinge, die ein zweischneidiges Schwert für Dakryon sind. Er ist ehrlich, aber es ist nicht immer gut ehrlich zu sein. Gegenüber anderen Leuten ist er gutgläubig und vertraut ihnen, das kann einerseits dazu führen, dass sein Gegenüber freundlicher und offener ist, andererseits kann es ihm mit seiner vorurteilsfreien Art und all den dunklen Gestalten, die in Crepererum so herumlaufen, schnell zum Verhängnis werden. Als Optimist stimmt ihn das allerdings nicht lange trüb. Kryon ist ein Mann der Taten, ohne dabei dumm zu wirken. Zur richtigen Zeit das Tun dem Denken vorzuziehen, also vollkommen instinktiv zu handeln, hat ihm schon so einige Male das Leben gerettet. Tatsächlich ist er eine Kämpfernatur, zielstrebig und zäh. Geschult in der Waffenkunst und intelligent genug, die Macht der Magie nicht zu unterschätzen. Ein junger Mann, der offen ist, hart arbeitet und wirklich ernsthaft bei der Sache ist.
Schwächen:
Der Nephilim hat mit so manchen Dingen seine Schwierigkeiten. Lügen ist, wie schon erwähnt, eine davon. Eine andere ist Magieanwendung. Der Mensch in ihm weigert sich vehement, richtig mit seiner Gabe umzugehen. Nicht dass Kryon nicht versucht hätte das zu ändern, indem er jeden Tag stundenlang daran arbeitete. Doch die einzigen Ergebnisse waren erschrockene und glücklicherweise nicht all zu schwer verletzte Engel und eine Narbe an seinem Bauch. Das wiederum hatte ihn rasend gemacht. So gut wie er auch mit den Fehlern und Macken anderer Leute umgehen kann, umso kritischer ist er mit sich selbst. Dakryon versucht mit allen Mitteln keine Fehler zu machen und jeden Auftrag, den er bekommt, tadellos zu erfüllen. Passiert ihm jedoch doch einmal ein Missgeschick, wird er äußerlich merkwürdig still, beißt krampfhaft auf seine Unterlippe und Zornesröte ist plötzlich in seinem ganzen Gesicht präsent, während er sich innerlich zerfleischt. Damit das eintritt muss der Fehler aber wirklich gravierend sein, denn sonst wäre er, Dank seiner angeborenen Tollpatschigkeit, schon längst ein depressives Häufchen Elend. Tatsächlich verliert sich der Nephilim oft in Gedanken auf seinem Weg durch Crepererum, da kann es schnell passieren, dass eine Wurzel urplötzlich vor seinem Fuß auftaucht oder er gegen einen Baum rennt. Ihn scheinen solche Dinge anzuziehen oder andersrum. Dakryon passiert dies glücklicherweise nicht im Kampf, denn dieser saugt seine ganze Konzentration auf und presst sie ins Hier und Jetzt. Seine letzte erwähnenswerte Schwäche sind seine hohen Anforderungen an sich selbst, mit denen eine noch höhere Selbstüberschätzung einhergeht. Prinzipiell geht er davon aus, dass er alles kann und tun würde, um Menschen zu helfen. Würde man ihn darum anbetteln ein Boot zu bauen, dann würde Kryon es definitiv versuchen, selbst wenn er in seinem ganzen Leben noch kein Boot gesehen hätte.
Besonderheiten:
Nach einem Jahr in Crepererum hat er ein seltsames Verhältnis zu seinem Volk entwickelt. Nach wie vor verehrt er die Engel, ihre Hochkultur und unterstellt sich ihren Idealen. Träfe er allerdings auf einen Engel, so wie er es sich manchmal schaudernd vorstellt, würde er wieder unter demselben Leistungsdruck und der Anspannung stehen, die er seit jeher gegenüber ihnen empfindet, was ihm jedoch erst klar geworden ist, als er zum ersten Mal den Menschen begegnet ist. Eine andere Besonderheit ist die gute Aura, die von ihm ausgeht, welche besonders die Bewohner Crepererums spüren können. Alle Engel haben diese, so fällt es in Anima nicht all zu sehr auf, aber in der Mittleren Welt...

Eigentlich war heute kein besonderer Tag. Dakryon hatte gehofft, dass heute keiner sein würde. Er saß entspannt an eine Brücke gelehnt, rechts von ihm Menschen von außerhalb, die eben diese passierten, um zum Markttag zu gehen, links ein Abhang, welcher nicht so steil war, wie das Wort „Abhang“ vermuten ließ, aber doch in einem 80° Winkel herunterging und direkt zu einem munter blubbernden Fluss lief. Die Brücke selbst war aus Stein gebaut. Robust, verhältnismäßig kurz, aber einige Meter breit, sodass drei Stiere sie gleichzeitig hätten passieren können. Die Sonne schien und insgesamt war es weder zu heiß noch zu kalt. Hatte er am Anfang seines mittlerweile schon ein Jahr dauernden Aufenthaltes in Davencia noch fast um Aufträge gebettelt und war von Mann zu Mann gegangen, um überall anzufragen, ob nicht doch seine Hilfe benötigt wurde, so kannten die Menschen ihn mittlerweile und von Mund zu Mund hatten sich die Gerüchte über seine billigen Preise und der hervorragenden Qualität seiner Arbeit herumgesprochen. Die Luft roch nach Freiheit, Stadt und dem Schweiß vieler Menschen, schien aber herzlich wenig darüber zu verraten, in was für Schwierigkeiten er gleich stecken würde. Schwere Schritte bewegten sich gezielt in Kryons Richtung und der schon halb vor sich hin dösende Nephilim öffnete widerwillig die Augen. Vor ihm standen Noren Boregson und ein Mädchen, das eventuell um die 16 Jahre alt sein könnte, ihm aber dennoch gerade mal bis zur Brust reichte, hätte er gestanden. Noren kannte er von mehreren Aufträgen, als selbsternannter Beschützer aller Schwachen und Hilfsbedürftigen, hatte er schon oft Leibwache für den reichen, davencianischen Händler gespielt, seine Klienten nach einem Geschäftsessen auf dem Heimweg vor Räubern beschützt und es hatte sich sogar eine Art Freundschaft entwickelt. Deswegen lächelte Dakryon breit, als er Noren sah. Sofort stand er auf und sah ihn erwartungsvoll an. Peinlich berührt starrte dieser erst einmal zur Seite, was der junge Mann recht seltsam fand, da Boregson bei ihren vorherigen Treffen alles andere als schüchtern war. Das Mädchen zupfte ihm ungeduldig am Ärmel und schließlich räusperte er sich, blickte dem halben Engel in die Augen und sprach ernst und feierlich: „Kryon“, er stoppte an der Stelle, an der gewöhnlicherweise ein Nachname folgen sollte und sah unheimlich irritiert aus, fasste sich dann und machte weiter.
„Dir soll das Glück und die Ehre zuteil werden, meine Tochter zu heiraten.“


Letzten Endes stellte sich heraus, dass sich das Mädchen irgendwann in ihn verliebt hatte. Verwöhnt wie sie war, wollte sie ihn sofort heiraten und erwartete nicht, dass jemand, der nachts immer noch unter einer Brücke schlief, eine so gute Partie ablehnen würde. Noren wusste, was für ein „feiner Kerl“, wie er sich ausdrückte, Kryon war, außerdem bettelte er ihn an, es zu tun, da das Mädchen sich weigerte, jemand anderen zu heiraten. Schließlich tat er es, weil Boregson ihm Leid tat. Doch am Hochzeitstag, noch bevor die Braut zum Altar trat, floh er aus Davencia.
Hätte er erfahren, dass sie noch immer auf ihn wartete und sich weigerte das Ehebett, in das sie mittlerweile umgesiedelt ist, zu verlassen, hätten ihn wohl bis heute noch schlimme Gewissensbisse geplagt. Allerdings verstand er das Konzept von Liebe noch nie ganz. Bewunderung, ja, Wertschätzung und Freundschaft, auch das, aber Liebe war etwas, was er als kompletter Spätzünder nicht nachvollziehen konnte. Na gut, seine Mutter liebte er, aber das war eine völlig andere Sache. Das Mädchen wusste schließlich nichts von ihm, noch konnte er glauben, dass er ihr jemals ein guter Ehemann hätte sein können. So fiel es ihm vergleichsweise leicht, sie zu verlassen.
Sein Handeln sollte aber Konsequenzen haben. Boregson schickte ihm Kopfgeldjäger auf den Hals, mit dem Auftrag ihn zurückzuholen.

Und dies ist der Grund, warum Engel sich Menschen selten zeigen, denn selbst halbe Engel haben einen Teil ihres Charmes abbekommen.
Die letzte Besonderheit wäre vermutlich in seinem Aussehen zu finden. Kryon prahlt nicht gerne mit den Früchten seines Versagens, deswegen wissen nur einige ehemalige Lehrer und Engel, die mit ihm zur Schule gegangen sind, dass er eine recht große Brandnarbe am Bauch hat. Nachdem Lichtmagie bei ihm anscheinend zu nichts führte, versuchte er sich an Feuermagie, welche deutlich mehr zu ihm passte und sogar zu ersten Erfolgen führte. Kryon überschätzte seine Fähigkeiten jedoch und versuchte das Feuer in einem brennenden Klassenzimmer magisch aufzusaugen, statt es aber in seinem Körper abzukühlen, brannten sich überschüssige Teile davon, für welche seine Fähigkeiten einfach nicht reichten, in seine Haut und ließen eine Narbe in Form einer Brezel zurück.

Geschichte:

Erster Teil – Wie es zu...
Kryon war nicht unbedingt ein Wunschkind. Oniya, seine Mutter, wünschte sich – wenn irgendetwas an ihm gewollt war - , dass letzten Endes alles anders gekommen wäre. Das Große Licht rief sie, um den Vagabunden Arioth, einen Messerwerfer, der für Geld auf Marktplätzen auftrat, zu schützen. Es leitete sie durch Träume zu einem Portal, das nach Crepererum führte. Hier soll gesagt werden, dass Portale in Dakryons ganzer Vergangenheit eine unfassbar wichtige Rolle spielen. Sie sind beides: Segen und Fluch und manchmal beides gleichzeitig, doch dies wird man hier noch früh genug erfahren. Oniya verschwand durch den Riss der Welt und kam erst wieder irgendwo mitten in Tragalún zu sich. Trotz der Hitze trug sie einen dicken Umhang, der ihre Flügel verbarg und lief gebückt wie eine alte Frau, als sie losging, um Arioth zu suchen. Ihre Gestalt bewegte sich unauffällig durch die Gassen und Straßen und in ihren Träumen sah sie immer wieder dieselbe Szene: Einen Mann mit schulterlangen, dunkelblonden Haaren, einer schmächtigen, aber hochgewachsenen Gestalt, die zielgenau und lachend, Äpfel in die Luft warf und sie vor den Augen der staunenden Menge mit seinen Messern in zwei gleich große Hälften spaltete. Er trat in einer Kneipe namens „Zum tanzenden Schwuuh“ auf, doch hatte Oniya deutlich zu viel Angst sich zu verraten, indem sie jemanden nach der Lage dieser ominösen Gaststätte fragte. Schließlich musste wohl das Große Licht sie zusammengeführt haben, so erzählte sie es zumindest ihrem Sohn. Denn Oniya legte zufällig eine Rast in eben dieser Kneipe ein und traf auf Arioth, dem sie von dort an ständig und immer folgte. Insgesamt fünf Jahre lang. Sie wachte in der Nacht über ihn, wenn Räuber durch die Lande schlichen, wanderte durch ganz Crepererum und ihm widerfuhr kein Unheil in dieser Zeit. Missbilligend fiel ihr immer wieder auf, wie er ab und zu mit Frauen schlief, mit denen er sicherlich nicht vorhatte eine andauernde Bindung einzugehen und es entwickelte sich etwas, das wohl Liebe gewesen sein muss, denn sie war eifersüchtig auf diese Frauen. Arioth, auf der anderen Seite, fühlte sich schon seit den ersten paar Tagen beobachtet, stempelte das aber als unnötige Paranoia ab. Im fünften Jahr fiel ihm immer wieder eine verhüllte Gestalt auf, die immer wieder zu allen Plätzen kam, an denen er auftrat. Man konnte sagen was man wollte, aber Oniya hatte es nicht so mit dem Verstecken. Arioth lauerte der Gestalt auf und Oniya konnte ihrem Herz nicht mehr das verwehren, was sich ihr in einer dunklen Seitengasse anbot. Doch nach ihrer gemeinsamen Nacht sollte alles anders sein. Arioth war im Morgengrauen verschwunden, sie suchte wochenlang nach ihm, aber das Große Licht schickte ihr keine Träume mehr wie fünf Jahre zuvor. Der Schutzengel streifte drei weitere Monate durch Crepererum. Ohne Hoffnung, getrieben von einer vergeblichen Suche, denn dass das Große Licht sie von ihrer Pflicht entlassen hatte, konnte nur eines bedeuten: Arioth war weder auf Crepererum noch in Anima, also tot oder wesentlich schlimmer. Oniya wagte nicht daran zu denken, dass er auch nach Letum gelangt sein könnte. Verschwunden aus dem Einflussbereich des Ewigen Lichtes. Eine weitere schlimme Entdeckung beschleunigte ihre Schritte auf ihrer Suche. Sie war schwanger. Eine Zeit schrecklicher Selbstvorwürfe begann. Hätte sie nicht mit ihm geschlafen, wäre sie am Morgen danach aufmerksamer gewesen. Oniya glaubte, dass das Große Licht sie verstoßen hatte, doch das war keineswegs der Fall. Neun Monate dauerte ihre Wanderung, sie bestrafte sich oft selbst und zerschnitt sich die Haut, aber Oniya starb nicht. Ein alter Medizinmann oder ein freundlicher Bauer las sie immer irgendwo auf und behandelte sie. Als die Wehen einsetzten war zufälligerweise eine Hebamme in der Nähe und Dakryon wurde komplikationslos geboren und sobald sie ihn in den zittrigen Händen hielt, erfüllte neuer Lebensmut den gescheiterten Schutzengel. Hier in Crepererum konnte sie unmöglich glücklich werden. Sie wollte nach Hause. Und ihr Gott erhörte ihr Flehen. Oniya stolperte beinahe in das Portal nach Anima. Glücklich warf sie die Seile ab, mit denen sie ihre Flügel an ihren Rücken gebunden hatte und flog zu den Klippen der Engel.

Zweiter Teil - ...Dakryon kam...
In seinen ersten Jahren lebte der Junge mit seiner Mutter bei seinen Großeltern. Eigentlich war er eher ein Problemkind. Nicht weil er Ärger machte, sondern weil sein Körper sich vollkommen falsch entwickelte. Nach einem Jahr waren weit und breit keine Flügel zu sehen. „Das Kind kann man ja nicht mal den Nachbarn zeigen.“, polterte der Großvater Tag für Tag. Auch in den folgenden Jahren, trotz vieler Heilerbesuche, zeigte sich keine Spur von Flügeln. Man diagnostizierte eine „Behinderung schwersten Grades“. "Einen anderen Grund für die ausbleibende Entwicklung kann es schließlich nicht geben. Oder?", hakten die traurig lächelnden Heiler freundlich nach. Oniya schwieg.
Ansonsten hatte er eigentlich eine recht glückliche Kindheit. Seine Mutter erzählte ihm Märchen und wahre Geschichten. Die Märchen handelten von einer Zeit, in der sie sechs Jahre bei den Insektenfeen gelebt haben soll. Die wahren Geschichten handelten von Crepererum, aber das war geheim. Ihr ganz eigenes Geheimnis. Er schwor sich, selber einmal nach Crepererum zu gehen, auch wenn ihm seine Mutter das striktestens verbot, hauptsächlich - wie er mittlerweile verstand - um ihn vor einem Ort zu beschützen, der für sie die Stätte unzähliger schrecklicher Erinnerungen war. Sie betete sogar zum Großen Licht, dass ihr Sohn nicht zu einem Schutzengel erwählt wurde. Kryon spielte nicht so gerne draußen, denn dort waren die anderen Kinder, die dauernd irgendwelche Flügel sehen wollten.
Mit sechs Jahren kam er in die Schule. Die Schulkleidung mit den Löchern am Rücken hing schlaff an ihm herunter und obwohl ihn seine Mitschüler neugierig danach fragten, reagierte er harsch und wurde bald zu einer Art Außenseiter, der nur Zuhause auftaute, wenn er Bücher und seine Mutter um sich hatte. Seine fehlenden Flügel machte er mit Intelligenz wett und wurde bald zu einem der Klassenbesten. Sein Großvater, der irgendwann akzeptiert hatte, dass sein Enkel wohl ein wenig anders war, schnitzte ihm Holzschwerter und brachte ihm einige Grundlektionen bei. Als eines Tages seine Mutter dazu kam, fragte der alte Mann Oniya, ob sie ihm erlauben würde, ein richtiges Schwert anzufassen. Sie verneinte und so stieg er erst einmal auf Messer um, was sie mit einem seltsamen Gesichtsausdruck betrachtete, sich aber zu keinem anderen Kommentar herabließ. Kryon war begeistert. Zunächst wollte sein Großvater Küchenmesser als Schwertersatz benutzen, doch als der Junge begann, sie zu werfen, kaufte er richtige Wurfmesser. Ein unbeschreibliches Talent schlummerte in dem Nephilim.
Sobald die Flügel seiner Klassenkameraden groß genug waren, kamen die Fächer Flugunterricht und Magie ins Spiel, in welchen Kryon schnell zur Hilfskraft der Lehrer degradiert wurde. Mit Büchern machte er sich die Theorie zu eigen, aber darüber hinaus schaffte er es nie.
Mit vierzehn kam er in die Pubertät, über Jahre hin wurde langsam das Niedliche und Weiche aus seinem Gesicht verbannt und er wurde erwachsener, wobei sich zur selben Zeit ein unglaublicher Schmerz einstellte und Wachstumshormone sorgten, als er etwa fünfzehn war, für eine unangenehme Überraschung. Kryon fühlte sich so als wären Rieseninsekteneier in seinem Rücken und wanderten durch die Hautschichten zur Oberfläche, um hinauszuplatzen. Knochige Stümpfe wuchsen ihm plötzlich, die Heiler sprachen von einem Wunder des großen Lichts. Großmutter weinte, als sie die Anfänge der langersehnten Flügel sah.
Leider war dem nicht so. Bei den Stümpfen sollte es bleiben. Der junge Mann war achtzehn und schloss die Schule mit Höchstleistungen ab, außer in Magie und Flugunterricht, was bei ihm nicht gewertet wurde. Bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr wurde er als Krieger ausgebildet, was eine eher kurze Zeit war, da sein Großvater ganze Arbeit bei seinen Lektionen geleistet hatte. Schließlich folgte Dakryon eines Tages den Gerüchten von einem Portal in der Nähe. Lange stand er davor, nur mit seiner Rüstung bekleidet und seinen Waffen bewaffnet, und erfüllte sich schließlich seinen Traum, die Welt in der Mitte zu sehen, wo sein Vater herkam und seine Mutter sechs Jahre lang gelebt hatte. Dakryon, Sohn von Arioth und Oniya, ausgebildeter Krieger der Engel Animas, schritt durch das Portal.

Dritter Teil - ...und wie es weiterging.
In Davencia kam er an. Ein Jahr in einer Stadt, die er zu lieben lernte. Sie war heimisch und gemütlich und wurde zu seinem zweiten Zuhause. Der Halbengel fand schnell seine Berufung und half jedem Menschen und jedem Tier, er fühlte sich befreit. Hier wurde ihm klar, dass die Menschen nicht wussten, dass er ein Bastard war, und genauso wenig wussten sie um seine Behinderung. Während sich die Engel selten von ihm helfen ließen, da er ohne Flügel eher nieder war, wurde er hier gleich behandelt. Eine tonnenschwere Last fiel von ihm ab. Leider musste er dann aus Davencia fliehen, aufgrund von unglücklichen Umständen eine gewisse Heirat betreffend.
Nun reist er durch Riguskant mit keinem konkreten Ziel, außer den Schwachen, Armen und Hilfsbedürftigen zu helfen.

Gefährten:
Er hat zwar Freunde in Davencia, doch irgendwie kommen ihm permanente Begleiter unheimlich vor.
Familie:
Oniya, Engel, ehemaliger Schutzengel, 44 Jahre alt, Mutter; Kryon liebt seine Mutter und respektiert alles, was sie je getan hat, Oniya war schon immer ein Vorbild für ihn
Arioth, Mensch, zwischen 40 und 50 Jahren alt,  biologischer Vater, von Dakryon selbst „Erzeuger“ genannt; er ist ihm nur aus den Erzählungen seiner Mutter bekannt

Passende Musik:
Der Song Satellite von Rise Against, als Themesong würde ich aber eine instrumental Version von Nightwish - Amaranth wählen, beides verlinkt.


Zuletzt von Dakryon am Fr Feb 15, 2013 6:24 pm bearbeitet; insgesamt 8-mal bearbeitet
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