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Anwesen der Familie Cerrou

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Anwesen der Familie Cerrou

Beitrag von Jayan am Di Jan 23, 2018 1:43 pm

das Eingangsposting lautete :

Von der Strasse aus führt eine breite, mit weissen Kieseln gesäumte Auffahrt hinauf zu einem schmiedeeisernen Tor. In schlichter Eleganz prangt dort inmitten schlanker Speere, die am oben Ende mit goldenen Spitzen versehen sind, der ebenfalls goldene Buchstabe C, von schmiedeeisernen Ranken umwunden. Die Händler-Dynastie, deren letzter Erbe Jayan Cerrou ist, befand es praktischer es bei diesem einen Buchstaben zu belassen, anstatt in jeder Generation das Monogramm auszutauschen. Das Tor wird dem angekündigten Besucher von zwei Wachen geöffnet, und ebenso lautlos wie es sich öffnet, schliesst es sich auch wieder hinter ihm.

Das grosse, herrschaftliche Haus, welches man ab hier schon sehen kann, erinnert mit seinen vielen Erkern, Giebeln, Kuppeln und Zinnen fast schon an ein kleines Schloss. Die Mauern sind - wie die meisten Gebäude in Bangalore - schneeweiss getüncht um die Ausläufer des heissen Wüstenklimas abzumildern, welches man dem benachbarten Tragalun zu verdanken hat. Die Bauweise ist offen und luftig gehalten, Balkone und Terrassen verbinden die Räume und Wohnbereiche untereinander. Fenster und Türen haben gern verspielte Rundungen und Bögen, und allüberall ist das Plätschern von Wasser zu hören. Es sprudelt aus Springbrunnen und Wasserspeiern, rinnt in kleinen Wasserfällen die Wände hinunter und wird von steinernen Becken aufgefangen, von wo es durch Rinnen und Kanäle weiter fliesst.

Alles Wasser sammelt sich in einem grossen, ovalen Becken inmitten eines atriumartigen Innenhofs, der das Zentrum des Gebäudes bildet. Hier kann man baden und sich abkühlen. Bei Nacht kann man hier auf Kissen unter den Sternen sitzen, in der Mittagshitze sorgen Segel und Markisen für angenehmen Schatten. An Spalieren klettern Ranken und Stauden die Mauern hinauf und sorgen für bunte, duftende Blütenpracht. Dazwischen schwirren Vögel und schillernde Insekten. Nicht alle Pflanzen und Tiere sind ungiftig, man sollte sich vorsehen wonach man die Hand ausstreckt. Im Inneren des Hauses gibt es selbstredend eine Vielzahl von Räumen, Zimmern und anderen Überraschungen zu entdecken. So ist zum Beispiel der hintere Teil des Hauses in den Berg hinein gebaut, was in Bangalore ebenfalls keine Seltenheit ist - aus schlichten Platzgründen. Hier herrscht stets eine angenehme Kühle, selbst im Hochsommer, sowie sehr dämmrige Lichtverhältnisse. Hier befinden sich die Schlaf- und Arbeitsgemächer des Hausherrn. Aus dem Inneren des Berges werden auch die Wasserspielereien gespeist, sowie der Garten bewässert.

Das Grundstück wird von einem hohen Zaun umfriedet, der aus demselben Material besteht wie das Tor. Er ist etwa 2,50m hoch und oben mit Spitzen bewehrt. Ausserdem patrouillieren auch dort immer einige Wachen. Ausser auf der hinteren Seite, dort ragt eine steile Felswand auf und verhindert, dass man sich von dieser Seite dem Gebäude nähert. Da schon einiges Geschick erforderlich ist um den Zaun zu überwinden, wird im Fall dass jemand dabei erwischt wird, kriminelle Absicht vorausgesetzt. Die Wachen hauen im Zweifel erst drauf und fragen später, auf Diskussionen lassen sie sich nicht ein. Sie sind gerüstet und mit Schwertern bewaffnet, manche haben auch Armbrüste, und können als geübte Gegner angesehen werden.

(in Arbeit)
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Re: Anwesen der Familie Cerrou

Beitrag von Mar am Di Feb 13, 2018 8:39 pm

Mar hielt es für selbstverständlich, dass jeder hier baden durfte. Sie stellte es sich so vor, wie damals zu Hause. Wenn man Glück hatte, bekam man das warme Wasser. Umso erstaunter war sie über das Geständnis von Jannis. Auf jeden Fall würde sie ihn nicht verraten. Es war ja auch nichts großartig schlimmes und sie konnte sich kaum vorstellen, dass Jayan Cerrou böse werden konnte.
Ohne jeden Zweifel beschloss Mar dem jungen Burschen das nächste Mal zu sagen, er solle sich nicht vor ihr verbeugen. Immerhin war Mar ja jünger und weitaus ärmer als Jannis.
Nun galt die Aufmerksamkeit des jungen Mädchens vollkommen dem Wasser. Am liebsten würde Mar in Kleidung hineinspringen, doch das war hier sicherlich nicht gerne gesehen. Nach einem Blick von rechts nach links, legte Mar langsam den Mantel ab. Mit einem rums landete der Mantel mitsamt der Tasche, die sie Jayan geklaut hatte auf dem Boden. Die Tasche - diese Tat hatte das Leben eines Waisenkindes vollkommen auf den Kopf gelegt. Ein Kind welches in ihrem Leben kein Luxus vorhergesehen hatte und nun in einem prachtvollen Anwesen stand. Die Bekanntschaft mit dem Hausherren gemacht zu haben, war wohl bis jetzt Mars schönster Moment in ihrem Leben, vor allem nach der grausamen Vergangenheit des Kindes.
Mit aufgeregten Fingern knöpfte Mar sich das Hemd auf, welches einst ihrem Bruder gehört hatte. Inzwischen war es eher ein gräulich, schmutziges Leinenhemd, als ein weißes. Schnell streifte sie sich das Hemd, die Schuhe und den Rest ihrer Kleidung ab, bevor sie ein Fuß auf die erste Treppenstufe in das wohlige Wasser setzte. Nie vorher hat Mar diesen Geruch von Rosen so intensiv wahrgenommen wie direkt von einer Blume. Warmer Wasserdampf umhüllte sie wie eine Decke und das Wasser zog noch leichte Kreise um ihre Fußgelenke.
Jauchzend und voller Erwartung ließ Mar sich in das Wasser sinken und lachte herzhaft auf.
"So toll! Wow!", rief das Mädchen laut aus. Das warme Wasser war wie eine Umarmung einer liebenden Person - warm und innig. Sie schloss die Augen und hob mit ihren Händen Wasser nach oben, um es im nächsten Moment wieder zwischen ihren Fingern hindurch rinnen zu lassen.
Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass sie mit ihren Bewegungen wellen produzieren konnte, fing Marcella an mit den Füßen zu paddeln. Wasser schwappte über den Rand des Beckens, doch das Mädchen lachte voller Freude - laut und kaum überhörbar.
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Re: Anwesen der Familie Cerrou

Beitrag von Jayan am Mi Feb 14, 2018 9:17 am

Jayan hätte das entspannende Bad gern noch eine Weile länger genossen, aber auf ihn wartete noch Arbeit. Die Korrespondenz war zu sichten und einige Briefe mussten verfasst werden. Zudem wollte er seinen Gast nicht warten lassen und pünktlich zum Mittagstisch erscheinen. Da er selbst seit dem Morgen nichts mehr zu sich genommen hatte - auf der Strasse aß er nie etwas, weshalb er auch die Pastete dezent übergangen hatte, an der sich jetzt wahrscheinlich die Stallburschen erfreuten - fühlte er nun auch allmählich eine sich bemerkbar machende Leere im Magen. Aber dieses Bedürfnis musste noch etwas auf seine Befriedigung warten. Nachdem er sich hatte aus der Wanne helfen und in einen langen seidenen Hausmantel hüllen lassen, sass er nun an seinem Schreibtisch in einem weich gepolsterten Sessel, vor sich eine Tasse Tee mit Gebäck, die ihm Sebastian gebracht hatte. Die Süssigkeiten halfen zumindest kurzfristig gegen das Hungergefühl. Der Grossteil der Korrespondenz war langweiliger Routinekram, aber ein Brief zog das Interesse des Silberhaarigen auf sich, weshalb er sogar das ziselierte Drahtgestell mit den dünn geschliffenen Kristallgläsern auf die Nase setzte, um ihn besonders aufmerksam lesen zu können...

Die Dienstboten, jedenfalls diejenigen die auch hier wohnten, hatten wie in solchen Häusern üblich ihren eigenen Trakt, wo sie selbstredend auch baden konnten. Der war allerdings einfacher gehalten als die herrschaftlichen Räume, weshalb man sich denken konnte dass es ein Abenteuer für einen 14jährigen Laufburschen war, einmal die herrliche Marmorbadewanne auszuprobieren, die sonst den Gästen vorbehalten war. Dass Jayan, sollte er davon erfahren, mehr als ein milde tadelndes Kopfschütteln für die Vorwitznase übrig hätte, konnte man sich jedoch wirklich nicht vorstellen. Dennoch schienen die Dienstboten Respekt vor ihrem Herrn zu haben, und aus dem Zustand des Hauses liess sich schliessen, dass er sich wohl bei aller Freundlichkeit nicht auf der Nase herum tanzen liess.

Die abgetragenen, schmutzigen Sachen wirkten tatsächlich wie Fremdkörper auf dem weissen Marmorboden. Als hätte eine Raupe ihre Puppe abgestreift und wäre als Schmetterling davon geflattert. Im warmen Wasser wirbelten einige Rosenblätter auf, als Mar ihre Füsse hinein setzte, von denen wohl auch der Duft ausging. Jannis hatte recht gehabt, das Wasser war nicht tief. Nur eben genau richtig um sich behaglich auszustrecken und ja - eine kleine Überschwemmung zu veranstalten. Das Wasser plätscherte und schwappte, perlte als Tropfen von den schneeweissen Wänden und bildete Pfützen auf dem Boden, während das heitere Lachen widerhallte als lache jemand mit. Oder... war es vielleicht auch so? Erklang da nicht ein leises Kichern von der Tür, welches nicht von Mar selbst stammte?
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Re: Anwesen der Familie Cerrou

Beitrag von Mar am Do Feb 15, 2018 8:00 pm

Mar machte ein paar unbewusste Schwimmbewegungen und nahm ein Phiole mit einer gut duftenden Flüssigkeit. Ihre Nase steckte fast in der Öffnung als das Mädchen daran roch. Ein Seufzen entfuhr ihr, anscheinend mochte sie den Geruch und ließ sich eine große Menge in die Hand laufen, um es dann in ihrem rotbraunen Haar zu verteilen. Das Haar schäumte auf und schmutziger Schaum rann ihren Schultern hinab ins Wasser. Die kleine Gestalt war wirklich sehr schmutzig gewesen, man hätte es sich kaum vorstellen können das auf einem so zierlichen Körper so viel Schmutz sein könnte.
Nach dem Mar ihr Bad beendet hatte, stieg sie aus der Wanne und tapste zu den Handtüchern. Sie konnte sich tatsächlich fast ganz in den wohligen Stoff einwickeln.
Ihre Füße trugen Mar weiter zu dem Balkon und sie linste nach draußen. Wieder musste sie mit geöffnetem Mund stehen bleiben, da der Anblick so atemberaubend schön für das Mädchen war.
Der Ausblick vom Balkon hielt Mar einige Minuten in seinem Bann, bis sie sich löste und wieder zurück in die Badehalle schritt.
Mit großen Schritten tapste Mar weiter durch den Raum und sah sich den makellos weißen Marmor an.
Wie viel so ein Stein wohl kosten mag? Wahrscheinlich ist allein so eine Fliese so viel wert wie unser Haus...
Mar ging zur Tür, die aus der Halle heraus führte. So langsam hatte sie sich an dem Raum sattgesehen und drückte die Türklinke hinunter. Das Kichern vor der Tür hatte sie wohl überhört.
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Re: Anwesen der Familie Cerrou

Beitrag von Jayan am Fr Feb 16, 2018 9:06 am

Die Duftnoten, die den Phiolen entströmten, waren alle ein wahrer Rausch für die Sinne. Die, für die sich Mar schliesslich entschied, roch warm nach Zimt und exotischen Gewürzen, eine leicht erdige Note von Sandelholz war darunter gemischt, damit es nicht zu süss und schwer roch. Der Duft passte hervorragend zu dem roten Haar, welches im warmen Wind rasch zu trocknen begann, als das Mädchen in ein Badetuch gehüllt auf den Balkon trat. Die niedrige Balustrade war von blauen Blüten überwuchert und bot einen weiten Blick auf die tieferen Ebenen der Stadt, deren terrassenartige Bauweise von hier besonders gut zu bestaunen war. Wie anzunehmen war, führte der Balkon tatsächlich weiter zu einem Durchlass, der wohl in ein Gemach mündete. In diesem Haus schien alles irgendwie miteinander verbunden zu sein und mehrere Ein- und Ausgänge zu besitzen. Da es schon seit Generationen im Familienbesitz war, war es mehrfach an-, aus- und umgebaut worden und wirkte deshalb trotz - oder gerade wegen - der offenen Bauweise auf geheimnisvolle Art verwinkelt, so als würden Zimmer und Gänge aus dem Nichts auftauchen und sich ständig verändern. Tatsächlich war das natürlich nicht so, aber das ungeübte Auge liess sich schnell narren.

Als Mar sich schliesslich entschied das Bad zu verlassen und die Türklinke herunter drückte, schien davor bereits jemand zu stehen und seinerseits die Hand ausgestreckt zu haben, vermutlich um zu klopfen. Es war nicht Jannis, sondern ein Mädchen. Vielmehr schon eine junge Frau von vielleicht achtzehn Jahren. Sie trug eine weisse Bluse und einen langen dunkelblauen Rock, das Häubchen auf ihrem Kopf wies sie als Dienstmagd aus. Auf dem Arm balancierte sie einen Stapel Kleidung und schaute überrascht drein, als plötzlich die Tür von innen aufgezogen wurde. "Oh! Ihr seid schon fertig mit dem Bad", verneigte sie sich hastig. "Meister Sebastian hat mir aufgetragen Euch frische Kleider zu bringen. Verzeiht, es hat etwas länger gedauert Sachen in Eurer Grösse zu bekommen. Ich hoffe sie passen."
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Re: Anwesen der Familie Cerrou

Beitrag von Mar am So Feb 18, 2018 4:31 pm

Mar stieß ein erschrockenen kleinen Schrei aus als dort jemand vor der Tür stand.
"Entschuldige", murmelte sie. Ihr Blick fiel auf die Kleidung, die von der Frau balanciert wurde.
"Ich wollte mich nur etwas umsehen." Das nasse rotbraune Haar hing wirr von ihrem Kopf. Vielleicht sollte sie wirklich erst Mal etwas anziehen bevor sie durch die Flure schlenderte. Und ihre Haare kämmen, wäre auch eine gute Idee.
Mar ging einen Schritt zur Seite und machte Platz für die junge Frau.
"Arbeiten Sie auch für Herr Cerrou? Oder für.. Sebastian?"
Das Mädchen entdeckte eine Haarbürste und die etwas kleinere Bürste daneben. So etwas hatte ihr Vater benutzt. Sie erinnerte sich daran, wie er jeden Morgen und jeden Abend über einem Eimer stand und sich die Zähne geschrubbt hatte.
Zögernd nahm Mar die Haarbürste und fing an sie durch ihr verknotetes Haar zu führen. Schmerzhaft verzog Mar das Gesicht. Ihre Haare hatte sie schon ewig nicht mehr gekämmt. Durch die Seife waren sie zwar weicher geworden, jedoch ließen sich die Knoten nicht lösen. Durch ihr lockiges Haar verstärkte sich dieser Effekt noch mehr.
Enttäuscht ließ Mar die Haarbürste wieder zurück auf den Waschtisch sinken und nahm sich den Kamm. Doch auch damit ließen sich die meisten Knoten nicht lösen.
"Ich glaube ich muss mein Haar abschneiden", seufzte Marcella enttäuscht und sah zu der jungen Frau.
"Können Sie mir helfen?"
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Re: Anwesen der Familie Cerrou

Beitrag von Jayan am So Feb 18, 2018 8:45 pm

Mehr aus dem Augenwinkel konnte man auch Jannis bemerken, der gerade grosse Augen machte und sich rasch wegdrehte, als das Mädchen nur mit einem Badetuch bekleidet die Tür öffnete. Er verlor auch keine Zeit eiligst davon zu huschen. Wahrscheinlich hatten sich die Dienstboten zuvor auf dem Gang unterhalten - oder auch miteinander gescherzt. Aber für einen jungen Mann gehörte es sich natürlich nicht, die Augen auf eine klaum bekleidete Dame zu richten. Auch wenn diese Dame wie er selbst noch ein halbes Kind war.

Das galt aber natürlich nicht für die weiblichen Bediensteten, weshalb die junge Frau lächelnd knickste und das Badezimmer betrat, nachdem Marcella Platz gemacht hatte. "Herr Jayan ist der Hausherr, werte Dame", erklärte sie. "Wir arbeiten alle für ihn, auch Meister Sebastian. Aber er ist der Dienstälteste im Haus. Wenn er etwas sagt, ist es zu befolgen als hätte der Herr es selbst gesagt. Ich bin übrigens Yolanda und werde Eure Kammerdienerin sein." Sie neigte den Kopf und lächelte, indem sie näher trat und die Kleidung behutsam an einer trockenen Stelle ablegte. Was gar nicht so einfach war, nach der Planscherei die Mar in ihrem Übermut veranstaltet hatte. Die Dienerin gestattete sich ein Schmunzeln, aber es lag ihr fern einen Kommentar dazu abzugeben. Darum würde sich später ohnehin eins der Zimmermädchen kümmern.

Indes hatte sich das Mädchen entschlossen Kamm und Bürste auszuprobieren. Das enttäuschte Seufzen liess Yolanda aufsehen. "Das wäre aber schade um Euer schönes lockiges Haar", merkte sie an und kam sofort näher um nach der Bürste zu greifen, die Mar soeben aus der Hand gelegt hatte. "Natürlich, wenn Ihr erlaubt." Sie würde warten bis die Kleine sie liess, und sich dann vorsichtig daran machen die verfilzten roten Strähnen zu entwirren. "Es könnte hin und wieder ein wenig ziepen, aber mit dem Kamm tut es das noch mehr", erklärte sie entschuldigend.
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Re: Anwesen der Familie Cerrou

Beitrag von Mar am Di Feb 20, 2018 7:15 pm

"Ja. Meister Sebastian wirkt wie eine Autoritätsperson", erwiderte Mar stolz und nutzte ein Wort, welches sie häufig bei ihrem Vater gehört hatte. Mar nickte freundlich und legte ihre Hände in den Schoß. Yolanda war wirklich sehr zart mit ihrem Haar und das Mädchen merkte wirklich nur ab und zu ein kleines Ziepen in ihrer Kopfhaut, das sie stumm annahm.
"Kammerdienerin...", murmelte Marcella kaum hörbar und versuchte sich zusammen zu reimen, was das wohl sein mag. Und 'ihre' Kammerdienerin. Hieß das, Yolanda war wohl für sie zuständig?
"Für was ist eine Kammerdienerin zuständig?" Fragend wendete Mar den Kopf kurz nach hinten zu Yolanda, um ihn dann aber wieder gerade zu richten.
Wie lange sie schon im Baderaum war, wusste Mar nicht. Inzwischen wippte sie etwas nervös auf dem Stuhl hin und her. Nicht, dass sie das Wiedertreffen mit Jayan verpasste. Das würde sie sich nie verzeihen und vor allem wollte sie den Mann, der ihr so viel gegeben hatte nicht warten lassen.
Aber vorher musste sie sich unter allen Umständen anziehen, damit sie wieder wie ein richtiges Mädchen aussah. Wenigstens hier konnte Marcella ihre Maskerade ablegen. Sicherlich würde niemand hier den Gast oder seinen Herren verraten. Mit jeder Minute, die verstrich, machte Marcella sich auch darüber Gedanken, ob sie morgen hier bleiben könnte oder wohin sie ihr Weg führen wird.
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Re: Anwesen der Familie Cerrou

Beitrag von Jayan Gestern um 8:31 am

"Oh!" Die junge Frau machte grosse Augen und schaute überrascht drein, als Mar ihre geistigen Muskeln spielen liess. Sie musste sichtlich einen Moment überlegen was wohl damit gemeint sein könnte, aber es klang nicht wie eine Beleidigung, sondern eher wie etwas Respektvolles. "Ja! Das ist er sicher", entschloss sie sich schliesslich zu einem Nicken und lächelte freundlich, bevor sie sich mit geübten Fingern und einer Bürste der zerzausten roten Locken annahm.

"Eine Kammerdienerin ist bei allen persönlichen Belangen behilflich, wie zum Beispiel Anziehen und Frisieren, sofern es gewünscht ist", half Yolanda bereitwillig aus und schien sichtlich froh zu sein, dass dies ein Gebiet war auf dem sie sich auskannte. "Ausserdem könnt Ihr mich nach allem fragen was Ihr begehrt, Süssigkeiten, ein Trunk oder ein Nachtmahl. Auch wenn Ihr etwas im Haus gezeigt haben möchtet oder eine Frage habt, stehe ich zur Verfügung." Sie knickste höflich und legte die Bürste beiseite, da sie es inzwischen tatsächlich geschafft hatte Marcellas Mähne zu entwirren. Nun griff sie nach dem Kamm und legte mit kunstvollen Griffen Locken und Wellen hinein. Wenn die Haare erst vollständig trocken waren, würden sie sicher schön glänzen.

"Fertig", lächelte das Dienstmädchen schliesslich, dem die Nervosität des jungen Gastes durchaus nicht entgangen war. Es geziemte sich jedoch nicht, sie vorlaut darauf anzusprechen. Die Regeln im Haus waren streng. Was aber erlaubt und sogar erwünscht war, war natürlich das Ablesen der Wünsche von den Augen - oder notfalls auch von der Nasenspitze. "Ich nehme an, Ihr möchtet Euch gleich hier ankleiden?" fragte Yolanda deshalb zuvorkommend und griff sogleich nach dem Kleiderstapel. Obenauf lagen Leibwäsche und Unterkleid, das Fini bildete ein langes, besticktes Kleid aus hellgrüner Seide, welches - ganz zufällig - zu den Pantöffelchen passte, und zudem auch hervorragend mit dem roten Haar harmonierte. "Herr Jayan erwartet Euch dann im Speisezimmer zum Mittagsmahl. Oh! Ich soll Euch ausserdem nach Euren Essenswünschen fragen", schien ihr dann noch einzufallen. "Gibt es etwas, was Ihr besonders gern esst?"
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