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Myiarla

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Myiarla

Beitrag von Myiarla am Fr 16 Feb - 21:56:22



Infos zum Schreiberling

Ich bins - Xora
Anmerkung: Dies ist die Wiedergeborene Xorastra




Charakter - Grundlagen

Name:Myiarla (?), eher selten auch Myia genannt
Rasse: Amazone (?)
Alter:sieht aus wie ca. 27 Jahre
Geschlecht:weiblich
Zugehörigkeit:Zwielicht



Erscheinung
Größe:1,78m
Aussehen:
Myiarla hat einen sehnigen schlanken Körperbau mit langen Beinen, wie er bei vielen Amazonen zu finden ist. Ihr Haar ist Orange-Gelb und zu einer großen Anzahl feiner Zöpfe geflochten die eng am Kopf beginnen und ihr ein Stück weit über die linke Schulter fallen. In die Zöpfe sind mehrere grüne Perlen und kleine blaue Federn eingeflochten. Offen getragen würden die Haare bis zu den Ellenbogen reichen. Ihre Augen haben eine fein geschwungene Mandelform und leuchten in einer klaren blauen Farbe. Ihr Gesicht ist eher rund geformt und ihre Lippen sind zwar voll, aber nicht kräftig gefärbt. Das rechte Ohr ist mit drei metallenen Ohrringen verziert, die im Aussehen an Dornen erinnern die zum Kopf hin deuten.
Aus dem Hinterkopf sprießen feine Ranken die das ganze Jahr über kleine Blätter und Blüten tragen. Die Blüten erinnern in Form und Farbe an kleine Grün-Weiße Sternchen. Auffällig ist das dunkle Muttermal auf ihrer linken Schulter, das einem unförmigen Fleck gleicht. (Diesen Fleck hatte Xorastra auch als Engel auf ihrem linken Flügel.)
 
Kleidung:
Die Amazone trägt ein graublaues Oberteil ohne Ärmel, dass ihr nur bis kurz unter die Brüste reicht und einen kurzen braunen Hosenrock, der bis zur Mitte der Oberschenkel reicht. Ihre Füße werden durch lederne Sandalen geschützt, die durch lange Lederriemen gehalten werden. Diese Riemen reichen ihr ein ganzes Stück die Wade hinauf und schützen auch diese vor Ästen und Dornen. Wenn sie unterwegs ist wird diese Kleidung durch einen braunen Stoffgürtel, eine Umhängetasche mit allerlei Kleinigkeiten und ein wollenes graues Tuch ergänzt.



Persönlichkeit
Charakter: 
Myiarla ist eigentlich eine sehr fröhliche Person, die fast immer ein Lächeln auf den Lippen trägt. Wenn sie von Schmerz und Leid erfährt, hört sie den Personen zu und zeigt sich als gute Zuhörerin. Sie ist eher zurückhaltend und bleibt für sich, da sie andere Personen nicht verstehen kann. Ihre Hilfe drängt sie nie auf, bietet sie aber immer wieder an. Zudem hat sie einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und handelt jemand ungerecht anderen gegenüber greift sie ein, wenn dies innerhalb ihrer Möglichkeiten liegt. Das heißt, dass sie sich auch immer wieder in Konflikte anderer Personen einmischt, was nicht immer gerne gesehen ist. Dabei ist es nicht allzu verwunderlich, dass sie nicht viele Freunde hat. Sie vertraut aber ohnehin selten anderen und macht lieber alles alleine. Das liegt nicht daran, dass sie den Leuten nichts zutraut oder denkt das sie ihr nur böses wollen. Es liegt eher daran, dass sie nicht auf Erfahrungen mit anderen Personen zurückgreifen kann. Darum fällt es ihr auch schwer die Körpersprache und Gesichtsausdrücke anderer zu lesen. Dabei lernt sie jedoch ständig dazu und versucht immer mehr aus Gesichtern und Bewegungen heraus zu lesen. Aber auch mit Ironie und hintergründigen Scherzen kann sie nichts anfangen und nimmt sie für bare Münze.
Außerdem gibt es einen deutlichen Unterschied in ihrer Empfindung zwischen der Jagd die zum Überleben notwendig ist und dem Umstand Menschen verletzten zu müssen. Das kann sie einfach nicht tun, selbst wenn sie angegriffen wird, achtet sie also darauf möglichst keine ernsthaften Verletzungen bei irgendwelchen Personen zu verursachen.

[Ihre Abneigung gegenüber Männern ist nicht ganz so stark wie bei anderen Amazonen. Sie kommt mit diesen zurecht, so lange sie sich zu benehmen wissen und ihr nicht zu nahe kommen. Vertrauen kann sie ihnen aber genauso wenig. (Das weiß sie noch nicht, wird es aber sicher bei ihrer ersten Begegnung mit einem Mann feststellen.)]


Vorlieben: 
Sie mag fein verzierte Dinge
Sanften Wind in den Zweigen
Vögel am Himmel beobachten
Leiser Gesang

Abneigungen: 
Personen die anderen Unrecht antun
Anhaltend trübe Regentage
Lange und dunkle Winterabende
Grobe Personen und Dinge; Egal ob die Person grob zu einer anderen ist, oder ob Dinge unsauber gearbeitet wurden, sie mag beides nicht.

Religion:Myiarla schaut gerne zum Himmel hinauf und glaubt, dass eine Göttin über alles Wacht. Dabei glaubt sie jedoch weder an den Gott der Menschen noch so recht an die Göttinnen der Amazonen. Das hängt damit zusammen, dass sie sich nicht richtig an ihre Vergangenheit erinnern kann und ihr somit der Zugang zu den Religionen fehlt. Doch würde sie sich nie gegenüber dem Glauben einer anderen Person abfällig äußern.



Fähigkeiten
Beruf:--
Sprachen:
-Arcum
-Ferus (kann sie mehr oder weniger)
[ Angelisch und Rigusta könnte sie, wenn sie sich wieder daran erinnert ]

Lesen/Schreiben:
Arcum: ja/ja  
Ferus: nein/nein
[ Angelisch: nach Erinnerung daran ja/ja ]
[ Rigusta: nach Erinnerung daran ja/ja ]

erlernte Fähigkeiten: 
- Kennt die wichtigsten Pflanzen und Tiere
- Jagd und Kampf (Selbstverteidigung) mit Bogen und Messer
- Kann eine Valiha (Bambusröhrenzither) spielen und dazu singen
[ Gewisses Wissen über Magie (hätte sie teilweise nach Erinnerung, noch aus der Zeit als Engel) ]
[ Backen (könnte sie teilweise nach Erinnerung, noch aus Engelszeiten, das Gebäck hätte keine spezielle Wirkung) ]

Eigenschaften/Gaben: 
Myiarla verströmt den Geruch von Zitronenmelisse.
Ranken mit Blumen und Blättern wachsen mit den Haaren aus ihrem Hinterkopf. Dabei sind sie erstaunlich robust und werden selbst dann nicht beschädigt, wenn sie beim Kämmen einmal dazwischen geraten. Ein vorsichtiges Abpflücken von Blättern oder Blumen ist nicht schmerzhaft, sehr wohl aber das ziehen oder zupfen an den Ranken selbst. Ab und an fällt auch mal ein Blatt, eine Blüte oder gar ein Teil einer Ranke ab, das ist ganz normal, verursacht keine Schmerzen und die Ranken wachsen auch wieder nach.
Beherrscht Musikmagie die durch Singen gewirkt wird.


körperliche/geistige Stärken: 
- Ausdauernd im Laufen und Warten
- kann gut Singen
- Hat ein gutes Händchen beim Umgang mit Tieren und Tiermenschen
- Ihre Magie
- Wissen über Jagd und einige Pflanzen
- Rudimentäre Kenntnisse im Heilen mit Pflanzen
- Selbstverteidigung mit Bogen, Jagdmesser und Magie

körperliche/geistige Schwächen:  
- Ihre Erinnerung reicht nur drei Monate zurück
- Sie kennt ihre eigenen Stärken nicht richtig, da sie sich nicht weit zurück erinnert und ist oft selbst überrascht was sie kann und was nicht
- Geringe Allgemeinbildung, kein Wissen über Crepererum und seine Länder, sowie Bewohner
- Starker Gerechtigkeitssinn der sie immer wieder in Schwierigkeiten bringt
- Körperlich eher ausdauernd als stark
- Sie kann anderen nicht richtig vertrauen und versucht alles alleine zu schaffen
- Kann Personen nur sehr schlecht über deren Körpersprache und Ausdruck einschätzen 
- Sie kann einfach keine Personen mit Absicht ernstlich verletzen, selbst wenn es zu ihrem eigenen Schutz wäre




Magie

Art des Magiepols: Musikmagie der Amazonen, die wirksam wird wenn ein Lied gesungen und dabei bewusst Mana eingesetzt wird. Dazu muss Myiarla sich einfach nur vorstellen, wie die Kraft in ihr Lied fließt. Wird das Lied einfach so gesungen entfaltet es keine besondere Wirkung.  
Die Texte der Lieder können unterschiedlich sein so lange sie das richtige Thema behandeln. Das Thema muss dabei immer zum Zauber passen, der gewirkt wird. Es gibt dabei einige Wörter die gewissermaßen als Auslöser für die Magie dienen und in den Text eingearbeiteten werden. Der Zauber wirkt dann auf jeden der ihn hören kann, außer sie selbst. Wenn sie also leise singt, wirkt er auf weniger Personen in ihrer Nähe, wenn sie laut singt auf mehr Personen.

Zauberliste:

  • Lied des wahren Traumes
    Das Lied führt dazu, dass die Zuhörer in der kommenden Nacht einen Traum haben der sie dazu bringt kürzlich begangene Taten noch einmal zu durchleben und darüber nachzudenken. Der Traum kann also sowohl angenehm, als auch sehr unangenehm sein. In der Regel sind es jedoch Taten die man im Unrecht getan hat und nicht bereut. Dabei ist der Traum nichts schlechtes, denn er gibt dem Träumer die Gelegenheit seine Tat aus einer anderen Sicht zu betrachten. Gibt es keine solche Tat in den letzten paar Monaten, wird es ein angenehmer Traum werden.
    Auslösende Worte: Erinnerung, Sterne, Nacht, Himmel
    Manaverbrauch: einmalig gering während des Liedes
    Dauer: der Zauber hält für eine Nacht lang an

  • Träumers Lied
    Träumers Lied unterscheidet sich vom Lied des wahren Traumes darin, dass es Möglichkeiten offenbart über welche man seinen Träumen näher kommen kann. Man hat dann vielleicht plötzlich die zündende Idee, wie man es schaffen kann sein eigenes kleines Geschäft zu eröffnen und ähnliche Dinge. Es ist immer ein Hoffnungsschimmer und in der Regel eine rein positive Erfahrung. Sehr selten kommt es zu Ideen die negative Auswirkungen haben.  
    Auslösende Worte: Traum, Hoffnung, Freude, Glück
    Manaverbrauch: gering während des ganzen Liedes
    Dauer: die Wirkung hält für eine Nacht und beinhaltet die Idee, die danach erhalten bleibt

  • Lied der Genesung
    Dieses Lied mindert Schmerzen und fördert die Heilung. Dabei heilen die Wunden zwar nicht sehr viel schneller, dafür aber mit größerer Sicherheit ohne Komplikationen wie Entzündungen. Schmerzen verschwinden nicht gänzlich, bleiben aber erträglich.
    Auslösende Worte: Schmerz, Hinweg, Heile(n), Gesund
    Manaverbrauch: gering während des ganzen Liedes
    Dauer: die Wirkung hält zwischen einer und vier Stunden an, was von der Intensität der Schmerzen und der Schwere der Verletzung abhängt, am Besten wirkt es, wenn der Patient nach oder während des Liedes schläft.

  • Lied der Einsicht
    Dieses Lied sorgt dafür, dass man sich Fehler eingestehen und akzeptieren kann das man sie begangen hat. Wird das Lied gesungen während eine Person dabei ist ein Unrecht zu begehen, wird sie dazu gebracht inne zu halten und nachzudenken. Allein das Nachdenken über eine Tat die sie gerade im Begriff ist zu tun, hilft oft um die Situation zu entspannen. Ist der Täter zudem nicht ganz sicher, dass er im Recht ist, wird er in vielen Fällen von der Tat ablassen und sich vielleicht sogar entschuldigen.
    Auslösende Worte: Gerecht, Weisheit, Weise, Verstehen, Verständnis
    Manaverbrauch: gering während des ganzen Liedes
    Dauer: die Wirkung tritt in der Regel bereits nach einigen Zeilen ein, die auslösende Worte enthalten und hält auch nach dem Lied noch bis zu einer Stunde an.





Hintergrund
Stand: ledig (?)
Familie: Keine bekannten Verwandten
Myiarla hat keine Zwillingsschwester wie Amazonen sonst, was sie in diesem Fall jedoch nicht zu einem Unglückskind macht, da sie einfach aufgetaucht ist und keine anderen Amazonen kennt.

Herkunft/Geburtsort: Unbekannt
Wohnort: Wohnte vorübergehend in einem Amazonendorf, hat jedoch keinen festen Wohnort
Besitz: Kleidung am Leib, Wolltuch, Bogen, Pfeile in Köcher, Jagdmesser, Valiha in Tasche, Beutel mit Kleinkram

Gefährten:weibliches Goldenes Löwenäffchen, das auf den Namen Ataka hört

Geschichte:
Nachdem Xorastras Körper regungslos am Boden lag, konnte sie sich plötzlich selbst dort liegen sehen. Es war klar, dass etwa nicht stimmte und etwas schlimmes geschehen war. Der Mann ragte noch einmal riesenhaft über ihr auf. Sein Anblick sollte das letzte sein, was sie für längere Zeit sehen sollte. Warum hatte er das getan? Sie wusste es nicht und auch alle anderen Erinnerungen begannen schon in diesem Moment zu verblassen.  
Doch sie war in diesem Leben ein Schutzengel gewesen. Sie hatte ihre Aufgabe so gut erledigt, wie sie konnte und darum schickte das Große Licht sie sehr schnell wieder nach Crepererum zurück. Dieses Mal jedoch fand sie sich im Körper einer Amazone wieder.

Myiarla befand sich irgendwo inmitten des großen Waldes als sie zu sich kam. Sie fühlte sich als hätte sie sehr lange geschlafen und einen verwirrenden Traum gehabt. Allerdings wusste sie weder wer sie war, noch wo sie sich befand, oder wie sie hier her gekommen war. Sie hatte das Gefühl es wissen zu müssen, doch sie konnte sich an nichts erinnern. Es war also eine große Erleichterung die anderen Frauen in der Nähe zu sehen, die sie voller Sorge musterten.
Myiarla trug ziemlich knappe Kleidung und für einen Moment fragte sie sich, ob das für sie normal war. Aber es fühlte sich so gewohnt an. Vermutlich lebte sie also hier irgendwo im Wald wie die anderen Amazonen das auch taten. Doch sie fühlte sich als wäre sie nicht vollständig, als würde etwas fehlen.

„Geht es dir wieder besser?“ fragte eine Amazone mit blaugrauem Haar und beugte sich zu ihr. „Scheinbar bist du schwer gestürzt und warst bewusstlos. Kannst du uns sagen was passiert ist?“
Die Amazone musste die Worte wiederholen, bis die andere die Worte verstand. Sie hatte das Gefühl, als könnte sie diese Worte eigentlich gar nicht verstehen. Ihr Sinn sickerte langsam zu ihr durch, doch konnte dazu nur den Kopf schütteln. Sie wusste nicht was passiert war, wo sie her kam, oder wohin sie gewollt hatte. Eigentlich wusste sie gerade gar nichts mehr. Verwirrt saß sie da und sah die Frau an.
„Wie ist dein Name? Aus welchem Dorf kommst du?“
Auch auf diese Fragen konnte sie keine Auskunft geben.
„Myiarla“ sagte sie zögernd. War das ihr Name? Er klang vertraut und doch so fremd, als sie ihn aussprach. Ob es ihr Name war, wusste sie nicht. Da sie keinen anderen Anhaltspunkt hatten, wurde sie ab jetzt Myiarla genannt.

Ihre Erinnerungen schienen vollkommen verloren zu sein. Sie verstand die Amazonen um sich herum nicht. Das lag weniger an der Sprache, sondern viel mehr daran, dass sie einfach keinerlei Erfahrungen mit anderen Personen hatte. Das machte sie zu Anfang so unsicher, dass sie die Hütte nie verließ, in die man sie gebracht hatte. Sie hörte wie die anderen sangen und musizierten, sie beobachtete, wie sie auszogen um zu jagen und andere Arbeiten verrichteten. Doch die meiste Zeit saß sie einfach da und machte nichts anderes als nachzudenken. Dabei versuchte sie sich ständig an irgendetwas zu erinnern, doch es wollte und wollte ihr nicht gelingen.
Natürlich versuchten die anderen Amazonen sie mehr in ihre Gemeinschaft zu integrieren, doch das fiel Myiarla ziemlich schwer.
Alles was sie hatte waren merkwürdige Träume die dafür sorgten das sie ständig schlecht schlief und darum nie richtig ausgeschlafen war. Wie oft sie in diesen Träumen starb wusste sie schon gar nicht mehr, aber es war sicher mehrmals in einer Nacht. Es war immer das gleiche Gefühl von kaltem Metall, dass sich durch sie hindurch bohrte und schreiend aus dem Schlaf aufschrecken ließ. Am liebten hätte sie nie wieder geschlafen, aber das ging eben nicht.
Nur der kleine Affe, der immer vor ihrem Fenster herum kletterte sorgte für eine gewisse Abwechslung. Irgendwann begann sie ihm kleine Fruchtstücke ans Fenster zu legen, die er sich schnappte um sie dann auf dem nahen Baum sitzend zu verzehren. Sie beobachtete ihn dabei und Tag für Tag wurde er zutraulicher, bis er ihr die Fruchtstücke sogar aus der Hand nahm. Dafür hatte sie viel Zeit, denn alles was sie bisher versucht hatte zu tun war schief gegangen. Sie konnte offenbar nicht nähen, nicht kochen und auch sonst keine hilfreichen Dinge verrichten. Nur ein Instrument, die Valiha, konnte sie spielen, was sie darum auch ausgiebig tat.

Eine Amazone nahm sie nach einem Traum, in dem sie im Wald unterwegs gewesen war, mit auf die Jagd. Auf diesem Wege fand sie heraus, dass sie mit Bogen und Jagdmesser umzugehen wusste. Immerhin konnte sie nun die Amazonen bei der Jagd begleiten, wo sie feststellte, dass sie mehrere Tiere und Pflanzen des Waldes kannte. Darunter mehrere Heilpflanzen und deren Wirkung.
Musik war auch in diesem Dorf ein wichtiger Teil des Alltags der Amazonen. Als sie gemeinsam sangen und Myiarla dazu gedrängt wurde ebenfalls mit zu machen und mit ihnen sang, flutete Wissen in ihr Gedächtnis. Als hätte sie es schon immer gewusst, immer gekonnt, taten sich ihr einige Zauber auf, die über Musikmagie ihre Wirkung entfalteten. Schwer war es zu überprüfen ob und wie sie wirkten, da sie meist erst dann ihre Wirkung entfalteten, wenn die Zuhörerinnen schliefen. Doch am nächsten Morgen konnten einige Amazonen von seltsamen Träumen berichten. Es schien also zu funktionieren.
Nachdem sie das herausgefunden hatte, fühlte sie sich nicht mehr so hilflos und verloren. Sie konnte etwas tun, sie war nicht nur Last und Anhängsel für die anderen Amazonen, sondern gewissermaßen ein Teil der Gesellschaft. Das war eine große Erleichterung für sie und sie begann wieder etwas fröhlicher zu werden. Ihre kleine Freundin, dass Löwenäffchen nannte sie Ataka, da sie diese inzwischen fast überall hin begleitete.

Da die Träume ihr keine Ruhe ließen und sie immer wieder eine kleine Stadt an einem Fluss darin zu sehen bekam, beschloss sie sich nach drei Monaten auf die Suche nach den Personen ihrer Träume zu machen.



passende Musik:
Brother Bear - Great Spirits: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


Zuletzt von Myiarla am So 25 Feb - 18:36:19 bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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