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Civia

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Civia

Beitrag von Civia am Fr März 09, 2018 11:03 am



Infos zum Schreiberling

Alter des Schreiberlings: 39
Hauptcharakter: Civia
Nebencharakter(e): keine



Charakter - Grundlagen

Name: Civia Rakal
Rasse: Hungerteufel/Mensch-Skars-Mischling
Alter: 29 Jahre
Geschlecht: weiblich
Zugehörigkeit: (Unlicht)



Erscheinung
Größe:1,91m
Aussehen:
Civia hat normalerweise eisgraue Augen, doch wenn sie erregt ist wechselt diese in ein dunkleres blau. Ist sie wütend oder stark verärgert sind sie am dunkelsten. Dunkelbraune, bis zur Hüfte reichende, Haare zieren das schmale Gesicht. Ihr knabenhafter Körper hat leicht muskulöse Ausprägungen, die Haut wirkt leicht gebräunt,im Winter verschwindt jedoch diese leichte Pigmentierung und die Hautieht so weiß aus wie sie ist an allen stellen, die der Kälte ausgesetzt sind für länger als 10 Minuten. Die Haut des Rückens und der Beine ist bedeckt von unregelmäßigen schuppig verhornten Narben von Züchtigung und Folter. Daher zeigt sie ungerne nackte Haut. Jedoch sind die ersten Narben bereits am Halsansatz zu sehen. Auf ihrem Kopf sind fast schwarze Hornansätze, die sie entweder unter einer kunstvollen Frisur oder einer Kappe verbirgt. Ein 41 cm langer, mehrfach geknickter und um etwas mehr als die Hälfte gekürzter, Schwanz ziert ihr Heck. An einigen Stellen ist er schuppig und verhärtet, lässt sich nicht voll bewegen. Lange Fingernägel zieren ihre Hände, die fast Krallen gleichen. Ihr Blut ist rot mit einem starken Stich ins Violett.

Kleidung:
Civia trägt mit Vorliebe eng anliegende Hosen und ein Hemd aus kühlem Linnen. Wenn sie sich in Siedlungen begibt zieht sie einen bodenlangen Rock über die Hose, um ihren Schwanz zu verbergen. Ein Umhang mit Kopfüberwurf aus Loden  komplettiert ihre Kleidung. Über der Schulter trägt sie einen Beutel, in dem sie ihre wenige Habe verstaut hat. Dunkle Kleidungsfarben sind bevorzugt. Die Kleidung selbst ist älter und etwas verschlissen. Wenn sie die Möglichkeit hat nimmt sie sich was sie braucht.




Persönlichkeit
Charakter:
Civias Charakter wurde geformt in den Mühlen der dunkelelfischen Gesellschaft aus Kampf, Schmerz und Intrigen. Mitleid bedeutete Schwäche, Schwäche bedeutete den Tod. Seit frühester Kindheit war sie Übungspuppe für die dunkelelfischen Kinder. Nicht nur dass sie immer wieder verlor, sie lernte selbst auch das Kämpfen mit Messer, Kurzschwert und Waffenlos. Verletzungen waren an der Tagesordnung. Als sie anfing die Kinder zu besiegen wurde es noch schlimmer, denn nun wurde sie dafür bestraft, dass sie gewann.
Das machte sie hart. Tränen hatte sie bald keine mehr, denn sie bedeuteten Schwäche. Ihre Gefühle wandelte sie in Wut, Wut wurde zu Hass. Hass auf alles Dunkelelfische und Ungerechte.
Intrigen und eiskalte Berechnung gingen in ihr Blut über. Eiskalt folgte sie ihren Weg, nahm keine Rücksicht auf Gefährten oder Schwächere. Freunde kannte sie nicht.
Einzig bei Tieren zeigt sich ihr wahres Wesen und ihre innere Zerrissenheit. Das Erbe ihrer Eltern lässt sie immer wieder zweifeln und im inneren Zwiespalt sitzen. Tränen erlaubt sie sich nur, wenn sie mit Tieren alleine ist.
Im Gegensatz zu vielen anderen Wesen sieht sie die Tiermenschen nicht als Unwesen. Sie ist gerne mit ihnen zusammen, denn diese können ein Stück weit nachvollziehen, was sie erlebt hat.
Vorlieben:
Civia mag es in einer Ecke zu sitzen und die Leute um sie herum zu beobachten. Dabei lernt sie, auch wenn sie mit der Gefühlswelt nicht viel anfangen kann. Da ihr selbst die Gefühle weggeprügelt wurden ist sie nicht in der Lage in den Personen zu lesen. Und doch ist sie nicht in der Lage Frauen oder Kinder zu verletzen, solange diese ihr nicht bewaffnet gegenüber treten.
Dazu hat sie eine Schwäche für alles Glitzernde. Wenn sie etwas sieht, was ihr gefällt setzt sie alles daran um es zu bekommen. Dabei schreckt sie auch vor Mord nicht zurück. Ihr ist es dabei egal ob der Gegenstand wertvoll ist, es kann sich auch um ein Stück geschliffenen Stein handeln, solange er in der Sonne glitzert.
Einen Dunkelelfen leiden zu sehen ist das, was ihr eine ungeheure Befriedigung verschafft.
Sie mag ihr Essen – Natur – Ihr ist es am Liebsten Körperwarm wenn es sich zuckend an ihrem Gaumen bewegt. Die normale Körpertemperatur der meisten Wesen kommt ihr bereits heiß vor, weshalb sie das Fleisch lieber ungegart verzehrt.
Abneigungen:  
Stark gewürztes Essen verursacht ihr Brechreiz. Von gegartem Essen und Grünzeug hält sie nicht viel, auch wenn sie sich zur Not damit über Wasser halten kann. Doch nimmt sie, bevor sie zu Grünzeug greift, lieber Insekten. Das kann dann auch schon mal eine Fee sein. Auch verträgt sie gegartes Fleisch nicht so gut, es verursacht ihr Blähungen und auch Durchfall.
Der Sommer ist ihr ein Gräuel. In mäßigem bis sehr kaltem Klima fühlt sie sich wohl. Den kalten Stall zieht sie dem beheizten Zimmer zum Übernachten vor.
Allem Dunkelelfischen begegnet sie mit brennendem Hass.
Religion:
Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast. (Buddha)
Die Religion ist für sie nichts weiter als die Feigheit vor dem eigenen Schicksal. Wesen, die an irgendwelche imaginären Wesen beten, sind für sie nichts als arme Irre. Sie bedauert diese Menschen, da sie ihrer Meinung nicht die Kraft haben, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.  Civia geht freiwillig nur auf die Knie, wenn sie mit einem Mann alleine ist. Und dann ganz sicher nicht zum Beten.


Fähigkeiten
Beruf: Beschafferin (Lebewesen, Gegenstand oder Information)
Sprachen: Umbra Arcum / kann Ishkar verstehen, spricht es jedoch nicht
Lesen/Schreiben:
Lesen passabel
schreiben ungelenk und fehlerhaft
erlernte Fähigkeiten:
Fährtensuche und verbergen
Waffenloser Kampf
Messerkampf
Kurzschwertkampf
geschult in körperlichen Freuden
Eigenschaften/Gaben:
Höchstalter: ca. 120-130 Jahre, altert körperlich langsamer
Spürt Wesen, bevor sie sie sehen kann (Auren sehen)
Die normale Körpertemperatur liegt unterhalb normaler Wesen bei etwa 20 Grad.
körperliche/geistige Stärken:
Geschulter Sinn für Gefahr
Sehr diszipliniert mit dem eigenen Körper
Geschulte Reflexe
beherrscht den Messerkampf meisterlich
körperliche/geistige Schwächen:
Gefühlskalt
Emotionaler Krüppel
Kann nicht balancieren, da ihr der volle Schwanz zum Ausgleich fehlt-
- kann daher auch nicht in Höhen (etwa auf einem Baum oder Dach) kämpfen
Wird rasch ungehalten
Aufgrund ihrer geringen Körpertemperatur kann sie nur in mäßigem bis kaltem Klima überleben, da sie keinen Schutzanzug besitzt.
Ist nicht in der Lage Frauen, Kindern oder Tieren körperlichen Schaden zuzufügen, sofern sie nicht angegriffen wird.
kann unter bestimmten Auslösern in altes, unterwürfiges Sklavenverhalten zurück fallen




Magie
keine

Kralle des Tieres: nicht immun (Erbe des menschlichen Großvaters)



Hintergrund
Stand: ledig
Familie: Eltern: Mutter (Ag'tyr'nal) starb bei Geburt, Vater (Weissling) beim Massaker im Alter von 7 Jahren, 2 dunkelelfische Söhne (Darael & Ornin)
(Namen eingefügt auf Anweisung, Civia kennt diese jedoch nicht)
Herkunft/Geburtsort: Letum / Sklavenzucht aus dem Süden
Wohnort: hier und da, bevorzugt allein
Besitz: Wechselkleidung, 2 Dolche, Zunder, ein Stück geschliffenes Glas


Geschichte:

Irgendwo im Nirgendwo...
Auf einer Hügelkette in einer trostlosen Gegend stand eine Burg. Unterhalb der Burg und um sie herum hatte sich ein Ort gebildet, den man Stadt nennen konnte, denn er war groß genug um mehr wie fünftausend Wesen etwas zu geben, was man ein Zuhause nennen konnten. Wo ehemals dichter Wald gestanden hatte erstreckte sich nun nur noch Steppe und vereinzelte Büsche. Ratten teilten sich die Steppe mit Kaninchen, wo es noch ausreichend Grün gab um zu leben. Wo es das nicht mehr gab hatten sich die Ratten alleine den Lebensraum erobert und lebten von dem, was die Stadt abwarf. Die Ratten trauten sich selten in die Stadt selbst, zu oft schon hatten deren dunkelhäutige Bewohner ihnen einfach so mal ein Bein, einen Schwanz oder direkt den Kopf abgerissen. Das qualvolle Quieken der gepeinigten Tiere hielt die anderen davon ab, der Stätte zu nahe zu kommen.
Diese Wahl hatten die vielen Sklaven, die in der Stadt lebten, jedoch nicht.
Beginnend von den Sklaven des grausamen Burgfürsten bis hin zu den Sklaven der einfachen Soldaten bestand mehr als siebzig Prozent der Bevölkerung aus Sklaven. Wo immer man lang ging traf man auf sie. Alle trugen Spuren von Folter und Züchtigung und man hörte immer ein gepeinigtes Stöhnen oder einen Schrei, ausgestoßen in höchster Qual.
Die Burg bildete den inneren Kern. Darum hatten sich die Adeligen angesiedelt, dicht gefolgt von den Magiern.
Nach einem Ring mit einfachen Häusern folgten die Slavenquartiere, von denen ein ganzes Viertel einem einzigen Mann gehörten.
Dieser Dunkelelf war ein Mann, der sich durch Intrigen, Raum und Mord zum größten Sklavenhändler der Gegend gemacht hatte. Selbst aus anderen Burgen gab es Nachfrage nach seinen Sklaven. Denn er handelte nicht nur mit ihnen, er züchtete sie auch auf Bestellung. Einige der besten Magier standen in seinem Dienst, um den Kunden immer einwandfreie Ware zu liefern und selbst die exotischsten Züchtungen zustande bringen zu können. Auch machte er sich Portale zu nutze um neues Rohmaterial zu bekommen, welches er mit Vorliebe selbst bearbeitete, bis der Willen brach, sich die Sklaven besteigen ließen um die bestellten Züchtungen zu produzieren.
Das Wappen des Mannes war ein Wolfskopf, welcher mit gebleckten Fängen den Betrachter anzuspringen schien. Jeder der Sklaven, die nicht zum Verkauf vorgesehen waren, trug dieses Wappen als Brandzeichen an der Innenseite der Oberschenkel, wo das Fleisch zart und für Schmerz höchst empfänglich war.
Wenn die Sklaven soweit waren kamen sie in die Zuchtkammern, wo die Männer so lange ihren Samen an die ausgewählten weiblichen Partner verteilten, bis dieser aufgegangen war. Die Frauen kamen dann in die Geburtshäuser. Dort blieben sie bis das oder die Kinder so weit gereift waren, dass sie geboren werden konnten. Bei einigen Sklavinnen geschah dies nicht auf natürlichem Wege, denn sie sollten noch weitere Kinder gebähren. Statt dessen schnitten Ärzte den Frauen die Bäuche auf und holtgen die Kinder in die Welt, die sofort an Ammen übergeben wurden. Dies geschah meistens dann, wenn die Zuchtlinge als besonnderer Leckerbissen bei einer Feier bestellt worden waren. Denn es wurden nicht nur neue Sklaven produziert sondern auch Schlachtvieh.
Mit Hilfe von Magie wurden die Frauen dann sofort so weit gestärkt, dass sie wieder in die Zuchtkammern gehen konnten, um das nächste Kind zu empfangen.
Immer wieder besuchte der Herr die Kammern, begutachtete die produzierte Ware und entschied, was damit geschehen sollte. Wenn die Frauen nicht mehr in der Lage waren zu empfangen oder die Männer keinen Samen mehr geben konnten gab es für sie nur drei Wege.
Entweder, wenn sie noch kräftig genug waren, wurden sie im großen Masakker verheizt. Dort hatten sie wenigstens eine verschwindend geringe Chance, ihre Freiheit zu erringen, wenn sie siegten.
Oder sie wurden verkauft, falls sich jemand für sie interessierte.
Am häufigsten jedoch wurden sie geschlachtet und dienten den anderen Zuchtsklaven als Nahrung.


Rakaschi...
.... das war das Wort, welches sie seit ihrer frühesten Kindheit gehört hatte in den Sklavenquartieren, die dem größten Sklavenzüchter der Stadt gehörten.
Rakaschi ... Muttermörderin
Dabei hatte sie gar nichts dafür gekonnt. Es war nicht ihre Schuld, dass sie bereits Hörner im Mutterleib entwickelt hatte. Und damit während der Geburt ihre Mutter aufgeschlitzt hatte, von innen nach außen, was die Magier des Herrn nicht vorausgesehen hatten.
Das störte niemanden. Sie war das verfluchte Kind.
Nur ihr Vater machte ihr keinen Vorwurf. Obwohl sie kein Wunschkind war mochte er die Kleine. Ihre Mutter und er hatten sich geliebt, heimlich und nur mit Blicken, denn ein Kontakt zu den Zuchtstuten war den Männern ohne Befehl verboten. Sie erinnerte ihn an sich selbst als er Kind war, sturrköpfig und freiheitsliebend. Sie lebte diese Freiheit im Rahmen ihrer Möglichkeiten aus, im Gegensatz zu ihm hatte sie den Vorteil, dass sie wirkliche Freiheit nie kennengelernt hatte.
Wann immer er konnte kam er in die Kinderquartiere. Doch das war nicht sehr häufig, denn auch er war nur ein Sklave, der seinem Herrn gehorchen musste, neue Sklaven produzieren nach der Auslese durch den Herrn, eines Dunkelelfen mit hartem Blick und noch härterer Hand.
Manchmal, wenn sie abends zusammen saßen, begann er zu erzählen. Er erzählte wundersame Geschichten von seinen Eltern, von einer Welt ganz aus Eis in der er mit seiner Mutter gelebt hatte. Und er erzählte von seinem Vater, den es durch einen Sturm in die Welt des ewigen Eises verschlagen hatte. Seine Mutter habe ihn gefunden und sich in ihn verliebt. Die restliche Mannschaft des Schiffs wurde nie gefunden, nur einige Trümmer wurden vom Eis freigegeben.
Ausführlich erzählte er auch von der Wandereung, die er unternahm, die ihn dann nach mehreren Jahren in dieses Reich geführt hatte. Er gab ihr durch die Geschichten ein wenig der Freiheit, sie er genossen hatte, auch wenn es für sie Zeit ihres Lebens nur Träume bleiben würden.
Civia lauschte gespannt den Geschichten. Nachts träumte sie von den Welten ihrer Großeltern. Sie träumte sich in eine schönere Welt.
Nur um jeden Morgen wieder in dieser Welt zu erwachen, in der sie geschlagen wurde und sich nirgendwo ganz dazugehörig fühlte.
Eines Tages, nach dem Massaker, bemerkte sie, dass ihr Vater lange nicht mehr da gewesen war. Sie nahm es hin und stellte keine Fragen. Wahrscheinlich hatte er seinen Zweck erfüllt und war ein letzten Mal ihrer beider Herrn zu Dienst gewesen durch seinen Tod.
Bald lernte sie, wie sie den anderen Sklaven ausweichen konnte, wie sie sich die Anderen mit gut gestreuten Gerüchten und der einen oder anderen heimlichen Attacke vom Hals halten konnte. Jedoch merkte sie schnell, dass es ihr keinen Spaß machte Kinder zu ärgern, die sie nicht zuvor auch geärgert hatten.
Es dauerte nicht lange, da fiel das auf. Einer der Wächter hatte sie beobachtet und sie wurde zu ihrem Herrn gebracht.
Dieser begutachtete sie, wie ein Pferdehändler ein vielversprechendes Fohlen. Dabei ging er nicht eben zimperlich mit ihr um, drehte und wendete sie, wie er sie haben wollte.
Er entschied dass sie keine guten Erbanlagen für die Bestellungen hatte, die bei ihm in der Regel aufgegeben wurden. So wurde sie verkauft an den Lehrmeister der Waffenkunst.
Dieser drückte ihr ein Messer in die Hand und schickte sie auf den Platz. Ohne Vorbereitung musste die Siebenjährige sich gegen dunkelelfische Kinder verteidigen. Verbissen lernte sie durch Schmerz, wurde nach und nach besser.
Bis sie das erste Mal einen Kampf gewann.
Sie war acht, als sie es schaffte im Kampf ihrem zwölfjährigen Gegner, der mehr wie zwei Köpfe größer war wie sie, ein Bein zu stellen, ihn in den Staub des Platzes zu schicken und ihm das Messer an die Kehle zu setzen.
Doch bevor sie ihm die Frage nach der Aufgabe ins Gesicht zischen konnte legte sich ein Riemen um ihre Waffenhand. Sie landete selbst im Staub, zurückgerissen von der Peitsche des Waffenmeisters.
Sofort war ihr Gegner über ihr, setzte ihr stattdessen das Messer an die Kehle. "Belbau phor!" hörte sie nur. Wütend biss sie sich auf die Lippe, schmeckte ihr Blut. Doch gehorsam antwortete sie mit "Xas..." Civia drehte resigniert den Kopf weg, als sie den Druck an ihrem Oberarm spürte, der im nächsten Moment zu einem Schmerz wurde. Langsam drückte der Dunkelelf das Messer in ihr Fleisch. Mit einem fiesen Grinsen zischte er ihr zu "jiv'elgg lueth jiv'undus phuul jiviin!" Folter und Schmerzen sind unser Vergnügen!
Civia biss die Zähne zusammen, verbot sich sogar ein schmerzhaftes Keuchen.
Als er endlich von ihr abließ drehte sie sich langsam auf den Bauch und ging auf die Knie, den Kopf im Dreck liegend. Sie wartete auf die Erlaubnis zum Aufstehen, die jedoch eine ganze Weile nicht kam. Pochend drückte ihr wütendes Herz ihr Blut aus der Wunde, welches von ihrem Ellenbogen in den Staub tropfte. Zitternd vor Wut und Schmerz beobachtete sie, wie jeder Tropfen auf den feinen Staub auftraf, sich etwas ausdehnte und sich fast vollständig vom Staub bedeckt wieder zu einem Tropfen formte. Mit ihrem Blut schien auch das Adrenalin ihren Körper zu verlassen, der Schmerz wurde fast übermächtig. Derweil hörte sie, wie der Waffenmeister die Schüler entließ. Erst als alle weg waren trat er zu ihr und bedeutete ihr aufzustehen.
Trotzig schaute sie ihn an, während er den Riemen von ihrem Arm löste, die Peitsche sorgfältig einrollte und wieder an seinem Gürtel befestigte.
Den Hieb mit der Rückhand sah sie nicht kommen, spürte nur den Schmerz in ihrem Gesicht explodieren während ihr Kopf zur Seite gerissen wurde, sie einen Schritt zurück machen musste um stehen zu bleiben. Diesmal keuchte sie schmerzvoll auf. Ihr war bewusst, dass sie sich diesen Schlag für ihren Blick gefangen hatte.
Es steht einem Sklaven nicht zu zu gewinnen. Du sollst ihnen nur eine Herausforderung bieten. Merk dir das, Civia Rakal. Nun geh und lass deine Wunde behandeln. Ich will dich mindestens sieben Zyklen hier nicht mehr sehen. Dafür gehst du zu Hal'jesh und lässt dich von ihr unterrichten. Für das Leben nach dem Kampf.
Zähneknirschend drehte sie sich um und stapfte davon. Leise hörte sie ihn noch hinter sich her rufen Gut gekämpft, lotha Sargtlin.
Stolz keimte in ihr auf. Zum ersten Mal hatte er sie gelobt. Das ließ sie den Schmerz fast vergessen.
Sie begab sich zur Verbandshütte, ehe sie sich rasch wusch und sauber einkleidete. Dann ging sie zu Hal'jesh. Zwar wusste sie nicht, was diese unterrichtete, doch wenn der Waffenmeister es befahl hatte sie zu gehorchen.
So begann für sie der Unterricht in Dingen, die Männer erfreuen.
Wann immer sie jetzt nicht kampffähig war musste sie zu Hal'jesh. Civia hatte das Gefühl, dass der Waffenmeister genau gewusst hatte, dass sie diesen Unterricht nicht mögen würde und sie sich dadurch noch mehr anstrengen würde, ohne Verletzungen aus den Kämpfen zu kommen.
Civia gewann von nun an nicht mehr. Doch sie lernte wie die die anderen Kinder mit so viel Schmerz wie möglich piesacken konnte, so dass für sie jeder Sieg wie eine Niederlage war, da sie sich noch tagelang an sie erinnerten, manchmal kaum sitzen konnten in den Schreibstuben.
Die Zeit verstrich, der Waffenmeister stellte ihr immer neue Aufgaben, sie musste immer mehr lernen anhand ihrer Gegner. Anfangs landete sie immer häufig in der Verbandsstube, immer wenn dies weniger wurde und schließlich ganz aufhörte, kamen neue Aufgaben dazu. Ihre Reflexe wurden immer besser, je älter sie wurde. Und es bereitete ihr immer mehr diebische Freude, ihren Gegnern richtige Schmerzen zuzufügen. Und doch büste sie Teile ihres Schwanzes ein. Einigen machte es Freude, ihr genau diesen Teil ihres Körpers abzuschneiden oder zu brechen, weil sie ihn, ihrer Ansicht nach, sowieso nicht brauchte.
Ihren Gegnern wurde auch beigebracht, wie sie sich gegen überraschende Angriffe zu wehren hatten. Da sie immer die Angreiferin war lernte sie, wie sie den Spuren der Leute folgen konnte. Im Übungslabyrinth, das aus Büschen und Mauern gebaut war, musste sie die Gegner aufspüren und versuchen sie auszuschalten.
Ihr körper veränderte sich immer mehr, sie wurde langsam zur Frau. Was sich erst nur als geringfügige Veränderungen annahmen wurde mit der Zeit unübersehbar. Auch sie selbst merkte die Veränderungen. Sie geriet immer schneller in Schweiß und wenn sie jemand anders berührte hatte sie das Gefühl, die Leute um sie herum waren glühend heiß. Sie spürte die Hitze der Leute sogar wenn sie etwas von ihnen weg stand. Auch verrug sie geheizte Räume nicht mehr.
Mit der Erlaubnis des Aufsehers zog sie um in den Voratskeller, als dieser sich davon überzeugt hatte, dass das Erbe ihrer Großmutter wirklich durchgebrochen war und sich in der Pubertät ihre Körpertemperatur geändert hatte.
Dann kam der Tag an dem sie jeden Monat für sieben Zyklen ganz mit dem Kämpfen pausieren musste. In dieser Zeit intensivierte sich der Unterricht bei Hal'jesh. Jetzt lernte sie auch einem Dunkelelfen eine gute Gesellschafterin zu sein.
Eines Tages, ihr Mondblut war grade vorbei, kam der Waffenmeister mit einem fein gekleideten Dunkelelfen in das "Haus der Freuden". Sie musste sich entkleiden und wurde von dem Mann begutachtet.
Einige Fehler hat sie ja doch, aber sie ist immer noch ansehnlich. Und sie ist wirklich so gut, wie Ihr sagtet, Chaer'el?
Der Waffenmeister lächelte wissend und nickte.
Sogar noch besser. Vor allem vermutet es bei ihr niemand.
Gut. Bring sie in mein Haus. Nächstes Jahr wird sie mir den ersten Sohn gebären.
Der Waffenmeister verneigte sich vor dem Dunkelelfen, der den Raum grußlos verließ.
Civia, du gehörst jetzt Danaam Ankorel. Du wirst ihm Leibwächterin sein und Mutter seiner Söhne werden. Gehorche ihm gut, dann hast du ein feines Leben.
Civia nickte nur. Sie war sprachlos. Der Waffenmeister hatte sie verkauft. Dabei hatte sie gedacht dass sie in den Jahren wie eine Tochter für ihn geworden war.
Einige Minuten stand sie da, bis sie begriff.
Er war ein Dunkelelf, sie eine Frau. Sie war nur Vieh für ihn, ein Gegenstand, den man benutzen konnte und wenn er zerbrach einfach wegwerfen. Dazu war sie siebzehn und alt genug um den Aufgaben einer Frau zu folgen. Diese Erkenntnis nahm die letzten Gefühle, die noch in ihr geschlummert hatten, einfach fort.
Civia wurde neu eingekleidet und von zwei Sklaven zu ihrem neuen Zuhause gebracht.
Ihr wurde fast schwindelig von dem Luxus, den sie hier sah. Ihr neuer Herr musste hohes Ansehen genießen.
Sie wurde in ihre neuen Aufgaben eingeführt, ihr wurde erklärt, was sie zu tun hatte.
Am Abend wurde sie zu ihrem neuen Herrn geführt und tauchte ein in eine Welt aus Schmerz und Gehorsam. Ihr Herr liebte den Geruch von Blut, er spornte ihn an. Und er schlief nur beim Gesang der Peitsche auf nackter Haut ein.
Feines Leben ... der Waffenmeister hatte nicht die geringste Ahnung, was in diesem Hause vorging. Vielleicht war es auch besser so. Manchmal trauerte sie ihrem alten Leben hinterher, doch dann sah sie wieder trotzig nach vorn.
Durch ihren neuen Herrn bekam sie jetzt auch viel von der Stadt zu sehen, denn er nahm sie überall mit hin. Sie hatte sich dezent im Hintergrund zu halten und doch alles zu beobachten. Zwei Mal verhinderte sie ein Attentat auf ihren Herrn. Beim ersten Mal sah sie, grade 19 geworden, wie der Mörder eine Klinge zog und auf ihren Herrn zustürmen wollte. Mit einem schnellen Schritt ging sie dazwischen und verwickelte den Gegner in einen Kampf, aus dem er nichts mehr lernen konnte. Als er beendet war lag er Tod zu ihren Füßen, von ihrem Messer tropfte Herzblut.
Beim zweiten Mal, einige Wochen später, hörte sie wie eine Armbrust abgefeuert wurde. Ohne darüber nachzudenken warf sie ihren Herrn zu Boden. Da drang der Bolzen auch schon in ihren Körper, knallte auf ihre Rippen und trat dann wieder aus, während er ein Stück der Rippe absplitterte.
Ihr Herr quittierte dies nur mit einem Nicken, kümmerte sich nicht mehr um sie und folgte seinem Vorhaben in der Stadt. Sie hatte ihn zu begleiten, auch wenn es ihr dreckig ging. Mit eisernem Willen hielt sie durch.
Erst als sie im Haus waren brach sie ohne ein Wort zusammen.
Drei Tage hatte sie Fieber, es dauerte mehr wie einen Monat, bis sie wieder ihren Aufgaben folgen konnte. In dieser Zeit brachte ihr eine andere Sklavin etwas lesen und schreiben bei, damit sie sich nicht langweilte.
Mit 21 wurde sie schwanger und sofort entband ihr Herr sie von allen Aufgaben. Doch er erlaubte ihr die Bibliothek zu nutzen. So lernte sie mehr lesen, doch das Schreiben wollte ihr einfach nicht flüssig von der Hand gehen.
Als die Zeit der Niederkunft kam dachte sie, es würde sie zerreißen. Der Schmerz war schlimmer als alles, was sie je erlebt hatte. Und doch kamen die Kinder aus ihr raus. Sie gebar Zwillinge, die ihr sofort weggenommen und in die Obhut einer Amme gegeben wurden.
Ihr Herr gab ihr zwei Wochen Zeit sich zu erholen, dann nahm sie ihre Aufgaben wieder auf.
So sehr sich ihr Herr auch bemühte, sie empfing kein weiteres Mal.
Herbst folgte auf Sommer, Sommer auf Frühling und die Zeit verstrich.
Je länger sie bei ihrem Herrn war und sich herausstellte, dass sie keine Kinder mehr bekommen würde, umso brutaler wurde ihr Herr mit ihr. So sehr, dass sie anfing sich nach dem Tod zu sehnen.
Langsam keimte in ihr die Idee.
Sie fing an Pläne zu machen, kundschaftete auf den Begleitungen die Stadt und die Umgebung aus.
Eines Abends kam ihr Herr wieder zu ihr. Er war trunken vom Wein und wollte sich an ihr abreagieren.
Mit einem Messer stieß er in sie, wie so oft zuvor, schmierte sie mit ihrem Blut. Zum ersten Mal seit Langem benahm sie sich wieder, wie sie es gelernt hatte, tat, als wenn es ihr gefiel. Als sie auf ihm saß nahm sie ihre Chance wahr.
Leicht und ohne Widerstand drang das Messer zwischen seine Rippe tief in sein Herz. Ein ungläubiger Ausdruck machte sich auf seinem Gesicht breit, mit dem er starb.
Civia schloss die Augen und atmete durch.
Rasch kleidete sie sich an, nahm dabei seine Sachen. Seine Geldkatze nahm sie ebenfalls an sich. Dann schlich sie sich aus dem Haus.
Es dauerte jedoch nicht so lange, wie sie gehofft hatte, bis der Tod ihres Herrn entdeckt worden war. Schon hörte sie in den Gassen die Rufe und das Getrappel der Pferde.
Sie floh durch die Gassen, bis es irgendwann nicht mehr weiter ging. Ihr blieb nichts anderes übrig als sich auf die Dächer zu begeben. Weiter ging ihre Flucht, von Dach zu Dach, immer wieder zischten Pfeile an ihr vorbei.
Bei einem Sprung über eine Gasse kam sie auf einem flachen Dach auf und hörte schon das Knirschen. Mit lautem Krachen brach sie durch das Dach. Unter sich sah sie ein Leuchten und Schimmern, zwei erstaunte Dunkelelfen waren da, doch lange konnte sie diese nicht sehen. Sie fiel von oben in das Leuchten.
Ihre Welt verschwand....


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Zuletzt von Civia am Fr Apr 06, 2018 7:51 am bearbeitet; insgesamt 19-mal bearbeitet

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