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„Tänzerin“

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„Tänzerin“

Beitrag von Tänzerin am So März 25, 2018 3:37 pm



Infos zum Schreiberling

Ich bin das Große Unlicht  



passende Musik:
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Charakter - Grundlagen

Name: "Tänzerin"
Als Kind trug sie den Namen "Geraldine", doch mit dem Eintritt ins Haus Immerwein legte sie den Namen ab. Erst nach ihrem ersten Mord, im Alter von sechzehn Jahren, bekam sie einen neuen Namen.
Rasse: Mensch
Alter: 26 Jahre
Geschlecht: weiblich
Zugehörigkeit: Zwielicht



Erscheinung
Größe: 1,84m
Aussehen:

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Eine raue, tiefe Frauenstimme. Düster und ernst sind die Blicke, mit denen die Assassinin einen aus ihren rotbraunen Augen taxiert. Kräftige, androgyne, fast ein wenig majestätisch wirkende Züge machen ihr helles Gesicht aus. Unter der dunklen Kapuze quillt ein Schwall aschblonden Haares hervor, der meist durch unordentliche Flechtzöpfe zusammengehalten, und über eine Schulter geworfen getragen wird.
Tänzerin ist groß, schlank und sportlich gebaut, mit deutlichen weiblichen Rundungen in Gesäß und Brustbereich. Ihr athletischer Körper ist der einer Klingen schwingenden Meuchlerin - nicht der eines hilflosen Burgfräuleins. Wie eine Raubkatze sind ihre Bewegungen - oder eben wie die einer Tänzerin.

Kleidung:

Die Meuchelmörderin ist ihrer Profession entsprechend dunkel gekleidet, und deshalb von den meisten Personen schnell als zwielichtig ausgemacht. Zudem kann ihre Kleidung als nur wenig feminin betitelt werden, da man Röcke, Rüschen, Schleifen und Schmuck vergeblich bei ihr suchen wird. Die übliche Bekleidung könnte so aussehen: Eine dunkle Lederrüsung, die die voluminöse Brust, den Rücken- und Schulterbereich schützt, als auch die Arme und Handrücken komplett verdeckt, und zudem eine weiche Lederkapuze besitzt, die Tänzerins helles Haupthaar bedeckt. Unter der Rüstung trägt sie ein ärmelloses, graues Leinenhemd. Dazu dunkelbraune Lederhosen und Wadenhohe Stiefel.
Bei Kälte greift Tänzerin auf einen grauen Wollumhang zurück, der seitlich auf Höhe ihres Brustbeins mit einer schmucklosen Brosche gehalten wird.

Tänzerin trägt immer ein kleines Waffenarsenal mit sich herum. In ihrem Stiefelschaft ist ein versteckter Dolch untergebracht. Außerdem befinden sich an ihren Unterarmen, in der Rüstung eingearbeitet, jeweils eine gewitzt mechanische Vorrichtung, die zwei kleine, filigrane Klingen beherbergt, die sie mithilfe eines Sprungmechanischmus vorschnellen lassen, und dann mit ihren Händen, wie andere Messer auch, im Kampfe führen kann. Die Konstruktion stammt ursprünglich von einem Mechanikus aus Schavenna, und wird von den Assassinen Immerweins nicht zum ersten Mal verwendet. Gut sichtbar sind die größeren Waffen: An ihrem Hüftgürtel baumeln meistens eine Handvoll Wurfmesser und ein kostbar zu beschreibender Langdolch.



Persönlichkeit
Charakter:

Sie ist eine bezahlte Mörderin. Damit einher geht eine eher zweifelhafte Moralvorstellung und eine gewisse Abgeklärtheit gegenüber Grausamkeiten. Dennoch. Beim Töten Unschuldiger empfindet sie keine Freude. Das mag manchem der Assassinen Immerweins anders ergehen, und vielleicht ist auch das der Grund, wieso Tänzerin sich zunehmend von ihrer sogenannten "Familie" distanziert und Einsamkeit, sowie den Wunsch nach einer Veränderung verspürt. Jedoch ist da trotzdem noch ein Pflichtgefühl gegenüber den ihren, das sie bislang davon abgehalten hat, die Richtung des eingeschlagenen Weges zu ändern.
Dieser innere Zwist ist mit den Jahren gewachsen, doch Fremde werden ihn wohl mitnichten zu Gesicht bekommen. Tänzerin tritt als eine willensstarke und furchtlose Persönlichkeit auf. Sie ist mutiger als viele, hat jedoch auch gelernt, nicht unvorsichtig zu handeln und ist in der Lage, selbst in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren.  


Vorlieben:

- Ein dunkler Kakao, bei einer Pfeife Kadusch
- Singvögel

Abneigungen:

- Tanzen
- Die riguskantische Sicht auf Frauen
- Feminine Kleidung

Religion:

Ihren Opfern hat es nie etwas gebracht, ihre Götter anzurufen. Und so hält Tänzerin es für vergebene Müh, irgendwelche Götter oder Sagengestalten anzubeten. Wenn man genauer nachhaken würde, käme sie einem wohl mit dem Sonnenglauben Riguskants. Dieser Glaube wird von ihr aber nicht praktiziert und stets angezweifelt.



Fähigkeiten
Beruf: Meuchelmörder (Haus Immerwein)
Sprachen: Arcum, Rigusta(Muttersprache), Nebelzung(fließend), Trangalisch(simple Verständigung)
Lesen/Schreiben: Ja, auch eine Art Geheimschrift, mit der sie sich mit ihrem Lehrmeister austauscht
erlernte Fähigkeiten: Das Handwerk des Tötens (ausgebildet im Kampf Mann gegen Mann, im leisen Töten mit der Klinge, im Bogenschießen, Schleichen, Kenntnis über das Knacken von Schlössern, sowie das Herstellen und Verwenden der meisten Gifte; Etikette, Gebräuche und Tanz um sich unter die Gesellschaften zu mischen, Spurenlesen um Opfer zu verfolgen, etc)
Eigenschaften/Gaben:
-

körperliche/geistige Stärken:

  • Menschen töten
  • sportlich
  • Kampf mit Langdolchen
  • Messerwerfen
  • gefasst


körperliche/geistige Schwächen:

  • Zwischenmenschliches
  • Sturheit
  • Magier
  • Verpflichtungen gegenüber der Gilde
  • zwielichtiges Äußeres
  • Umgang mit schweren Waffen





Hintergrund
Stand: ledig
Familie:
Die Mitglieder des Hauses Immerwein. Allen voran "Wolf", der Mann, der sie ausgebildet hat. Ein unheimlicher Mann, der seine Opfer gerne auf blutrünstige Weise tötet. Tänzerin fühlt sich ihm schuldig, doch von "mögen" kann nicht ganz die Rede sein. Die Bedeutung ihrer wahren Familie verlor sich breits in jungen Jahren.

Herkunft/Geburtsort: Brunya (Riguskant)
Wohnort: Sie nennt eine kleine, gemietete Wohnung in Schavenna ihr eigen, ist jedoch sehr häufig unterwegs um Aufträge zu erledigen.
Besitz:  Kleidung und Waffen. Ein paar verschiedene Gifte, eine Sehne zum Erwürgen eines Opfers, Schreibutensilien und Geld. Außerdem ein Rappen mit Sattel und Zaumzeug.
In ihrer Wohnung in Schavenna hat sie außerdem noch diversen anderen Krempel.
Gefährten:

  • Ein schwarzes Pferd.


Geschichte:

Sie durchlief eigentlich den Musterwerdegang eines Mitglieds des Hauses Immerwein. Ein Waisenkind, aufgesammelt von einem der Assassinen. Von ihnen großgezogen, ausgebildet und an sie gebunden, geht Tänzerin noch heute ihrem Handwerk nach.

Ausführlicher?

Ausführlicher:

Als jüngste Tochter einer armen Wäscherin und eines von sechs Kindern erfuhr das Mädchen schon früh, was es hieß zu teilen und zu erdulden. Die meiste Zeit über ging sie an der Hand ihren älteren Geschwistern betteln, während ihre Mutter unentwegt für die reiche Bevölkerung Brunyas schuftete. Ihr Vater soll von der Kralle des Tiers infiziert und abgeführt worden sein, da sie keine zwei Jahre alt gewesen war, und als in ihrem siebten Lebensjahr die Mutter an einer unbekannten Lungenerkrankung starb, verstreuten sich die Geschwister in alle Himmelsrichtungen. Der zuständige Priester war etwas korrupt und nicht so sehr am Wohlergehen der Kinder interessiert, sondern mehr an der eigenen Bereicherung. Die erstbesten, die einen Platz für eines der Kinder in Aussicht stellten, waren ihm gut genug - wenn sie dabei ein paar Münzen springen ließen, umso besser!

Die älteste Tochter, Helen(17), wurde zusammen mit der zweitältesten Tochter Eveline (12) an ein Frauenhaus in Engelsbucht verkauft, einem Städtchen an der Küste weiter im Norden. Der älteste Sohn Johann (14) lief noch in der Todesnacht fort und wurde nicht wieder gesehen, während Araulf (10) als zukünftiger Knecht eines nahen Bauernhofs dienen sollte und Hardmund (9) in einem Kloster in der nähe Sommasfluchts landete. Geraldine(so hieß Tänzerin damals noch) wurde einem Schmuggler mitgegeben, dem ihr Gesicht gefiel, und der sie einem Mann in Perleris-Stadt zum Geschenk machen wollte, dem er noch etwas schuldete.
                                                               
Kindheit

In Perleris-Stadt kam es jedoch nicht dazu. Der Schmuggler hatte sich für die Nacht seiner Ankunft in ein Zimmer eingeschlossen. Hier schlief er im Bett, während Geraldine daneben auf dem Boden zu schlafen hatte. Geraldine spekulierte noch darüber, wie sie dem schlafenden Mann den Zimmerschlüssel abnehmen sollte, um zu fliehen, Da plötzlich schwang sich ein kleiner, leichtfüßiger Mann durchs Fenster und ins Zimmer. Er war ganz in schwarz gekleidet, trug ein herzensgutes Lächeln samt Pausbäckchen, und besaß gruselige, große Zähne, die fast so aufffällig glänzten wie sein langer, blitzender Dolch. Er zwinkerte dem verschreckten Mädchen am Boden zu und kitzelte dem Schmuggler mit der Spitze seines Dolches unter dem Fuß, bis dieser erwachte.
Der Schmuggler griff zur Waffe, um sich seines Lebens zu erwehren, doch der kleine Mann war so flink, dass er ihm mühelos die Kehle aufschlitzen konnte.
Der Mann stellte sich als "Nussknacker" vor und nahm das Kind mit sich zur Burg Weitheim, wo die Assassinengilde ihren Sitz hat. Dort verbrachte das Kind die nächsten Jahre seines Lebens und wurde in die Kunst des Tötens eingeweiht.

Aufgrund eines körperlichen Leidens, das Nussknacker an Burg Weitheim fesselte und vom Ausüben seiner Arbeit abhielt, übernahm ein jüngerer Assassine die Ausbildung des jungen Mädchens. Sein Name war Wolf, da er sein erstes Opfer in den Wald gezerrt und dort zerstückelt hatte. Er war groß, mit unheimlichen Augen und ein sehr blutrünstiger Mann. Die Ausbildung unter ihm war zwar effizient, aber auch alles andere als angenehm. Es gab Zuckerbrot und Peitsche. Außerdem ließ er das Mädchen bei einigen seiner kranken Morde mitwirken und stumpfte es dadurch schon früh gegenüber Grausamkeiten ab. Seine Schülerin fand dennoch nie dieselbe Freude am Töten wie er, was Wolf maßgeblich störte. Er spürte auch als Einziges die spätere, geistige Entfremdung des Mädchens von der Gilde.

Sie beging ihren ersten Mord im Alter von sechzehn Jahren in Perleris-Stadt. Hier sollte sie einen jungen Adeligen töten:

Das Mädchen wollte endlich wirklich, wirklich zur Familie gehören und wieder einen Namen tragen. Jahrelang hatte sie auf den Moment hingearbeitet. Und als es dann endlich so weit war, zwängte sie ihren Körper zum ersten (und letzen) Mal in ein Kleid, das ihren üppigen (von ihr gern verfluchten) Ausschnitt gut zur Geltung brachte. Man hatte ihr von den Vorlieben des Mannes erzählt, und sie sah im Bezirzen die einfachste Art, ihm bei zu kommen. Das Mädchen besuchte so verkleidet einen Kostümball der blauen Nacht, in dem der Mann sich aufhalten sollte. Auf der Tanzfläche ging ihr der Fisch an die Angel, und während sie sich in Tanzschritten umgarnten, fragte er sie, was sie sei (und meinte damit ihr Kostüm) Da antwortete sie ihm Wahrheitsgemäß: Eine Mörderin aus Haus Immerwein, gekommen, um ihn zu ermorden. Das nahm der Mann an dieser Stelle natürlich nicht ernst und tat es lachend ab. Daraufhin zog sie, mit der nächsten Drehung, die sie unter seinem Arm vollführte, ein Messer hervor, und schlitzte ihm in einer tausendfach geübten Bewegung die Kehle auf. Dann türmte sie durch eines der Fenster.

Ihre Familienmitglieder nannten sie ab nun "Tänzerin" und brachten ihr die Anerkennung eines Familienmitgliedes entgegen. Doch sie konnte sich nicht so recht freuen. Im Gegenteil verstörte sie das Geschehene insgeheim. Dies war der erste Mord, der ganz allein auf sie zurückzuführen war und sie hatte Gewissensbisse - trotz allem. Der Mann war jung gewesen und freundlich. Er hatte ihr gefallen. Und sie hatte sein Leben beendet. Es war etwas anderes eigenhändig ein Leben auszuhauchen, als das Töten nur zu üben, oder dem Lehrmeister beim Morden beizuwohnen.

Doch Tänzerin sah nur diesen einen Lebensweg vor sich. Sie wollte niemanden enttäuschen, und schon gar nicht wollte sie Wolf erzürnen, der sie mit Argusaugen beobachtete. Und so vergingen die Jahre, und Tänzerin versank tiefer und tiefer in dem grausamen Geschäft des Tötens. Und obschob sie mit der Zeit Abstand zu ihrer Familie suchte, und sich vom Streben nach ihrer Anerkennung frei zu machen versuchte, so schaffte sie es nie, den Faden vollends zu kappen. Sie fühlt sich ihren Ausbildern zu sehr verpflichtet, hat zu viel Respekt vor Wolf. Vielleicht... hat sie auch ein wenig Angst vor ihm und seinem Zorn...



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