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Obrogun
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Das Tal der Seufzer:
Luvia
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Mayaleah
Outis
Kasimir

Waldstück nahe Kohwatt:
Mathilda
Lil'yandra Iathaille
Pak

Gasthaus 'zum wilden Giersch':
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Jarko
Hlevana Tuscha
Xern

Badehaus (Grunnat):
Thech Sharr
Raltjof
Itjaika

Perlfurt:
Celen
Rasaya

Anwesen der Familie Cerrou:
Sinthoras
Jayan

Einsame Straßen Karatinas:
Ivar
Luna

Handelsstraße durch Finstersteig:
Selina
Lucille

Westliche Steppe:
Jaekim
Kinim
Loke

Prachtvolles Gutshaus:
Araisan
Liloufain
Freya
Ciaran

Irgendwo nahe Finstersteig:
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Am Rande des Forstes (Nebelad Wald):
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Gasthaus "Rabenfürst":
Civia
Escaria

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Felsdorf:
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Rhúan

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Rhúan

Beitrag von Rhúan am Mo Apr 02, 2018 10:21 am



Infos zum Schreiberling

Alter des Schreiberlings: 30+
Hauptcharakter: Jayan
Nebencharakter(e): Aivindhir, er hier



Charakter - Grundlagen

Name: Rhúan
Rasse: Elf
Alter:   285 Jahre
Geschlecht: männlich
Zugehörigkeit: Licht



Erscheinung

Größe: 1,98m

Aussehen:
Fahlweisses Haar, lang bis zu den Schulterblättern, umrahmt ein schmales, asketisches Gesicht mit hohen Wangenknochen und scharf geschnittenen Zügen. Die Ohren sind spitz, die Augen haben die elfentypische Madelform, sind aber ebenso mondbleich wie die Haare und besitzen weder Iriden noch Pupillen, was den zutreffenden Schluss zulässt, dass ihr Besitzer blind ist. Tagsüber sind sie hinter einer Maske verborgen, die so straff sitzt als sollte auch der kleinste Lichtschimmer ausgesperrt werden. Bei Nacht nimmt er sie manchmal ab. Einmal im Monat, wenn das Unlicht zu sehen ist, verändern sich die Augen, bekommen sowohl Iriden als auch Pupillen, und sind dann von einem hellen, eisigen Grau. Das Haar wirkt auf natürliche Weise seidig, aber nicht als ob allzuviel Sorgfalt auf seine Pflege verwendet würde. Manchmal trägt er es zusammengebunden oder zu einem mehr oder weniger ordentlichen Knoten geschlungen. Die Haut ist sonnenverbrannt, unzählige Narben erzählen die Geschichte vieler Kämpfe. Manche davon sind alt und verblasst, manche scheinen neuer. Die hochgewachsene Gestalt ist schlank bis an die Grenze zur Unterernährung. Umso mehr fallen die gut trainierten Muskeln und Sehnen auf, die bei jeder Bewegung unter der Haut spielen.

Wenn er keinen Umhang mit Kapuze trägt, sieht man eintätowierte Runen, die auf der Stirn beginnen, sich beidseitig des Kopfes fortsetzen, wo jeweils über den Ohren ein Streifen bis zum Nacken kahl geschoren ist, dort aufeinander treffen und sich dann teilen: Zu beiden Seiten der Wirbelsäule den Rücken hinab bis zum Steiss, nach vorn über die Schultern, wo sie über der Brust zusammentreffen und zum Nabel hin auslaufen. Ähnliche Runen finden sich auch an den Handgelenken. Die Bewegungen des Mannes wirken geschmeidig, wenn auch in fremder Umgebung immer zunächst tastend und vorsichtig, dann aber schnell sicherer sobald er sich auskennt. Bei sich führt er immer einen einen einfach aussehenden Holzstab, mit dem er den Weg erkundet. Auffallend sind die langen, feingliedrigen Finger, die auch einem Künstler gehören könnten.

Kleidung:
Rhúan trägt so gut wie immer einen weiten grauen Umhang, der abgetragen aussieht und eine Kapuze hat, die tief in die Stirn gezogen wird sobald er in die Nähe menschlicher Behausungen kommt. Der Mantel ist so geschnitten, dass er bei Bedarf leicht abgeworfen werden kann. Darunter kommt ein rockartiges Beinkleid zum Vorschein, welches von einem breiten Hüftgurt gehalten wird und maximale Bewegungsfreiheit ermöglicht. An dem Gürtel sind diverse Lederbeutel befestigt, die den Bedarf des täglichen Lebens enthalten, sowie eine Scheide mit einem Messer. Wenn es die Witterung zulässt, sind Füsse und Oberkörper nackt, ansonsten werden leichte Stiefel und Weste bevorzugt, bei Bedarf ergänzt durch ein weites Hemd. Schmuck oder Zierrat wird man vergeblich suchen, ebenso wie eine Rüstung.



Persönlichkeit

Charakter:
Rhúan hört lieber zu als dass er selbst redet, wobei man sich nie sicher sein kann ob er wirklich zuhört, oder seine Gedanken längst abgeschweift sind. Da er es gewöhnt ist seine Umgebung mit dem Gehör wahrzunehmen, verfolgt er ein ungewohntes Geräusch oder einen aufgeschnappten Wortfetzen zuweilen mit mehr Aufmerksamkeit als das was direkt vor seiner Nase stattfindet. Er meidet Alkohol und berauschende Kräuter. Sich auf seine Sinne nicht verlassen zu können ist für ihn ein Alptraum. Da er in dieser Hinsicht etwas paranoid ist, würde er niemals unbedacht etwas zu sich nehmen, was er nicht selbst zubereitet oder eingeschenkt hat. Rhúan liebt die Abgeschiedenheit. Oft streift er tagelang durch die Wildnis, um seinen Geist zu reinigen, zu fasten und innere Einkehr zu finden. Stimmengewirr und Reizüberflutung machen ihn nervös, weshalb er Menschenansammlungen meidet. Zu mehr als flüchtigen Bekanntschaften kommt es selten. Seit er den Tod seiner Gefährtin nicht verhindern konnte, erträgt er keine Nähe mehr und kann ein echter Stinkstiefel sein, sobald jemand diese sucht.  Auch wenn er dem Anschein nach nicht viel Wert auf sein Äusseres legt, ist er sehr reinlich und nutzt jede Gelegenheit zum Baden oder Schwimmen. Am liebsten in eiskaltem, klarem Wasser. Sobald es gilt ein Menschenleben vor Tod oder Verderbnis zu retten, wird jede andere Tätigkeit unterbrochen, sogar ein Kampf. Das geschieht nicht unbedingt aus Edelmut, er muss es nur einfach tun. Wenn nicht, würde er das als Niederlage empfinden, und er hasst Niederlagen. Verborgen in seinem Inneren spürt er einen tiefen Hass auf sich selbst, seine eigene Unzulänglichkeit und das Unlicht, welches ihn seit er denken kann mit Versprechungen lockt. Manchmal ist er allerdings nicht sicher, ob er das Licht in seiner unerträglichen Selbstgefälligkeit nicht noch mehr hasst. All diese Gefühle sind jedoch seit langem eingesperrt und brodeln nur noch tief unter der Oberfläche, wie kochende Lava unter Schichten glasharten Vulkangesteins. Lediglich im Kampf brechen sie hervor und entladen sich in einem magischen Zorn.

Vorlieben:

# Dunkelheit
# Einsamkeit
# die Kälte eisigen Wassers
# Schwimmen
# der Klang seiner Flöte
# die meditative Versenkung in eine Schnitzarbeit

Abneigungen:

# Tageslicht
# Menschenmengen
# unübersichtliches Gelände
# Springen, Rennen und Klettern
# der Zustand des Berauschtseins
# der bittere Geschmack der Niederlage
# sein eigenes, unzulängliches Selbst



Religion:

Er verehrt das Grosse Licht, hat aber gleichzeitig ein ambivalentes Verhältnis dazu.



Fähigkeiten

Wer sich im Kampf mit ihm misst, wird feststellen dass er blitzschnell und wendig ist, und die Angriffe seines Gegenübers fast schon voraus zu ahnen scheint. Das ist zum Einen jahrzehntelanger, harter Übung geschuldet, zum anderen verfügt er über unterstützende magische Fähigkeiten, die jedoch erst unter bestimmten Voraussetzungen eingesetzt werden können.

Er hat ein extrem feines Gehör und kann durch erstaunlich gezielte Würfe verblüffen, sofern der Gegner sich durch Geräusche verrät. Einem heran sirrenden Pfeil kann er unter Umständen ausweichen, wo der Schütze steht weiss er aber nicht.

Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn sind ebenfalls übermässig ausgeprägt. Ferner ist er immun gegen auf Sicht basierende Täuschungen und Illusionen.

Rhuan kann Fallen stellen, Feuer machen, Nahrung zubereiten, sich einen sicheren Schlafplatz suchen und in der Wildnis lange Zeit überleben. Das gilt insbesondere für die Wüste.

Er verfügt ausserdem über rudimentäre medizinische Kenntnisse, kann eine Wunde verbinden oder grob nähen, einen Knochen richten oder ein Gelenk wieder einrenken. Ausserdem weiss er welche Pflanzen schmerzlindernd oder fiebersenkend wirken. In der Praxis hat er allerdings  hauptsächlich mit eigenen Verletzungen Erfahrung, um eine fremde Person zu versorgen bräuchte er deren aktive Mithilfe.

Er kann ausserordentlich kunstvolle Gegenstände aus Holz oder Knochen schnitzen, die er manchmal gegen Nahrung oder anderen Bedarf des täglichen Lebens eintauscht. Manchmal schenkt er sie auch Kindern.

Wenn die Einsamkeit doch einmal so drückend sein sollte, dass nichtmal er sie mehr erträgt, spielt er auf einer knöchernen Flöte und entlockt ihr getragene, schwermütige Melodien. Er spielt aber nicht zur Unterhaltung.


Beruf:

Schutzengel/Unlichtjäger

Sprachen:

Cantio, Angelisch, Arcum, Trangalisch (fliessend)
Lenush, Umbra (kann er identifizieren und halbwegs verstehen, spricht es aber nicht)

Lesen/Schreiben:

Cantio, Angelisch, Arcum ja*/ja
Trangalisch nein/nein
Lenush, Umbra leidlich*/nein
(*wenn die Zeichen tastbar sind oder in der Unlicht-Nacht)

erlernte Fähigkeiten:

# Kampfkunst: Waffenloser Nahkampf, Stabkampf, Kampf mit 2 Klingen
# Beidhändigkeit
# Blindkampf
# Überleben in der Wildnis
# Wüstenkundig
# Schnitzen
# Musizieren

Eigenschaften/Gaben:

Altersresistenz
Geistreise
Langsamer Lerner

körperliche/geistige Stärken:

# magischer Kämpfer
# geschärfte Sinne (ausser Sicht)
# hohe Schmerztoleranz
# unerschrocken
# aufmerksam
# ausdauernd
# guter Schwimmer
# Beschützerinstinkt

körperliche/geistige Schwächen:

# unlichtverflucht
# blind
# kontaktscheu
# wird nervös in Städten/Menschenansammlungen
# auffälliges Äusseres
# Unfähigkeit springen, rennen
# Ehrenkodex
# Selbsthass



Magie
Art des Magiepols:

Zornmagie
Besonderheit: Zornmagie kann erst eingesetzt werden wenn sich die Runen durch Schmerz und damit verbundenen Zorn aufgeladen haben, üblicherweise bei Kämpfen auf Leben und Tod, nicht willkürlich z.B. bei einer Wirtshauskeilerei.

Zauberliste:

  • Heiliger Zorn: Aktiviert sich automatisch wenn die Runen aufgeladen sind, nicht bewusst steuerbar. Hält an bis der Kampf endet oder alles Mana verbraucht ist und ist Voraussetzung für alle anderen Runenzauber. Während der Dauer spürt der Kämpfer keinen Schmerz und wird durch Auswirkungen von Verletzungen nicht behindert. Endet der Kampf, "verraucht" der übrige Zorn sofort, Erschöpfung und Verletzungen werden spürbar. Aufsparen z.B. für den nächsten Kampf ist nicht möglich. Manaverbrauch: Gering, aber stetig während der Dauer. Andere während der Wirkung angewendete Zauber verbrauchen zusätzliches Mana.

  • Hingabe des Märtyrers: Steigert Geschwindigkeit und Wahrnehmung. Angriffe, Ausweichmanöver und Paraden sind erleichtert, Manöver des Gegners können vorausgeahnt werden weil dessen Bewegungen langsam erscheinen. Manaverbrauch: Gering, aber stetig während der Dauer.

  • Moment der Gnade: Der Zaubernde rammt den Stab in den Boden und löst einen heftigen Erdstoss in 10 Metern Radius um sich herum aus, der Feinde in seinem Wirkungsbereich zu Boden reisst und je nach Umgebung auch Brücken oder Gebäude einstürzen lassen bzw. Erdrutsche/Steinschläge auslösen kann, zum Beispiel Zugänge verschütten. Der Zaubernde selbst ist von der Wirkung nicht betroffen, würde aber von Trümmerteilen etc. ebenfalls getroffen werden. Manaverbrauch: Hoch.

  • Gottesurteil: Durch Aufbrauchen allen verbleibenden Zorns ist es möglich einen Hieb oder Stich so wuchtig zu führen, dass der Gegner getötet oder nachhaltig ausser Gefecht gesetzt wird. Da der Angriff magisch geführt wird, trifft er auch wenn er Feind bereits flüchtet, sogar wenn er fliegend oder durch Entmaterialisieren zu entkommen sucht. Manaverbrauch: Alles, "Heiliger Zorn" endet sofort, Auswirkungen werden spürbar.





Hintergrund
Stand:
ledig
Familie:

-Ionaîon, Elf, magischer Glasbläser, gehobene Mittelschicht (Vater, lebt in Anima)
-Lysarís, Elfe, Ionaîons Ehefrau (Mutter, lebt in Anima)

weitere wichtige Personen:
-Jesalyn, Kampfkunstlehrerin, Mensch (Gefährtin, verstorben)
-Rahin, Schamane, Mensch (Schicksal ungewiss, zuletzt gesehen in Tragalùn, Kilenight-Wüste)
-Seine angelischen Lehrmeister (die meisten inzwischen hochbetagt oder verstorben, aber unvergessen)


Herkunft/Geburtsort:

Anima, Spiegelfelder

Wohnort:

wo es sich gerade anbietet

Besitz:

Kampfstab mit zwei Klingen aus demselben geheimnisvollen Metall, aus dem die Engel ihre Klingen schmieden. Das Holz ist speziell bearbeitet und unzerbrechlich. Sowohl auf dem Holz als auch den Klingen befinden sich winzige Runen, die allerdings für das unkundige Auge unsichtbar sind. Es bräuchte schon einen Magier mit Kenntnissen in angelischer Magie um sie sichtbar zu machen. Sie zu entschlüsseln wäre noch schwieriger. Wenn Unlichter in der Nähe sind, wird das Holz warm. Der Stab ist an seinen Besitzer gebunden. Selbst wenn er ihm abgenommen wird, ist es diesem möglich ihn aufzuspüren. Die Gegenstücke der Runen für den Bindungszauber befinden sich an dessen Handgelenken.

Halbmaske aus dunklem, glattem Leder, ebenso wie Stab und Klingen mit unsichtbaren Runen angelischer Herkunft versehen. Kann nur vom Besitzer selbst abgenommen werden und passt sich dessen Gesichtszügen perfekt an. Die Bindungsrunen bewirken dass die Maske sich nicht aus Versehen lösen oder von jemand anderem abgerissen werden kann. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Augenbinde verrutscht sie auch nicht.

Weit geschnittener grauer Reiseumhang, der auch als Decke und sogar Zelt fungieren kann. Er besteht aus dicht gewebtem Stoff, der von Wasser nicht leicht durchdrungen wird. Rhúan erhielt ihn einst für Ausflüge in die Wüste. Eigentlich ist er gemacht um Hitze und Sandstürmen zu trotzen, leistet aber auch gute Dienste gegen Regen, Schnee und Kälte. Inzwischen ist er mehrfach geflickt und an den Rändern fadenscheinig, was aber seiner Funktion keinen Abbruch tut.

Einfaches, scharfes Messer (zum Beute ausnehmen, Schneiden, Schnitzen)
Dünne Schnur (für Fallen und zum Angeln)
Diverse Lederbeutel für Vorräte, Kleidung und Geld

Gefährten:

keine

Geschichte:

In der Nacht von Rhúans Geburt stand das unheilvolle Auge gross und drohend am Himmel. Es stürmte, donnerte und blitzte. Ein Fenster flog krachend auf und der bleiche Unlichtstern sandte seine Strahlen direkt auf das Gesicht des Neugeborenen, dessen Augen sich just in dem Moment öffneten. Sie waren nicht dunkelblau und unschuldig, sondern von einem eishellen Grau. Das Kind weinte nicht angesichts des ihn umgebenden Chaos aus Blitz und Sturm, sondern erwiderte den Blick des dunklen Sterns, als sei er etwas Vertrautes und Beruhigendes. Am nächsten Tag, nachdem der Spuk vorbei gezogen war und ganz Anima aufatmete, öffnete das Kind erneut die Augen. Und sie waren nicht mehr grau, sondern bleich und ohne jede Farbe, als hätte der Unlichtstern sie fortgenommen.

Bald ergab sich die Gewissheit, dass mit dem Jungen etwas nicht stimmte. Er schrie den ganzen Tag, vor allem wenn man ihn in seine Wiege am Fenster legte oder mit ihm im Sonnenlicht spazieren ging. Lediglich in der Nacht war er ruhig, oder wenn man ihn an dunkle, schattige Orte trug.  Die Eltern waren ratlos. Natürlich wollten sie nicht, dass ihr Kind Schmerzen litt. Deshalb bekam es ein Gemach im Keller des Hauses. Dort verbrachte der kleine Rhúan fortan den grössten Teil seines Lebens.  Möglicherweise war der Mangel an Licht die Ursache, vielleicht war er auch tatsächlich vom Unlicht verflucht - auf jeden Fall blieb seine Haut schneeweiss und durchscheinend wie dünnes Porzellan, und auch seine Haare wollten keine Farbe annehmen. Ferner stellte sich mit der Zeit heraus, dass seine Augen für eine Nacht im Monat normale, schöne Elfenaugen waren, wenn auch nicht von kristallklarer Farbe wie die der meisten seines Volkes, sondern von einem hellen, eisigen Grau. Das wäre sicher ein Grund zur Freude gewesen, wenn diese eine Nacht im Monat nicht ausgerechnet die gewesen wäre, in welcher der Unlichtstern am Himmel stand.

Rhúan wuchs zu einem zornigen, unbeherrschten Kind heran, alles andere als die Zierde eines Elfenhauses. Er neigte zu Wutausbrüchen, war verschlossen und liess ausser seinen Eltern niemanden an sich heran. Wie sollte er auch, beäugte man ihn doch im wohlwollendsten Fall wie einen bemitleidenswerten Fehlgriff der Natur, wenn man ihn nicht offene Ablehnung spüren liess. Doch sobald die Unlichtnacht herauf dämmerte, wurde er friedlich und ruhig, und er spielte wie ein ganz normales Kind. Am liebsten machte er dann mit seinen Eltern Ausflüge an den See, wo er die ganze Nacht damit verbringen konnte das glitzernde Wasser zu betrachten, am Ufer zu spielen und darin zu schwimmen. Man konnte sagen, dass das Kind dann glücklich war, und so leidgeprüft die Eltern auch waren, spürten sie doch zaghafte Freude. Doch wenn die Nacht verblasste und das Licht am Horizont aufzog, musste der Junge wieder in seiner Kammer sein, da die Strahlen seine Haut verbrannten und wie mit glühenden Nadeln in seine Augen stachen.

Im Alter von 12 Jahren begann sich eine Art Elementarmagie bei ihm zu manifestieren, was sich in plötzlichen Erdstössen äusserte, und einmal fast im Niederbrennen seines Elternhauses. Die Magieausbrüche waren umso heftiger, je wütender und frustrierter der Junge war, sodass es offensichtlich war dass die Zerstörungen nicht aus Versehen passierten. Ionaîon und seine Frau konnten ihm nicht mehr helfen, und da kein elfischer Magiekundiger sich des Kindes annehmen wollte, wandten sie sich In ihrer Verzweiflung an die Engel. Rhúan wurde auf den Engelsfelsen gebracht und lebte fortan dort, wo er ausgebildet und erzogen wurde. Seine Lehrmeister fertigten eine lichtundurchlässige Maske für ihn an, was die Nähe des Grossen Lichts erträglicher machte. Er lernte zu meditieren, seinen Körper zu stählen und sich im Kampf zu üben. Schwert und Schild meisterte er jedoch nie. Ein Stab war für einen Blinden viel effektiver und vielseitiger einzusetzen, und mit den Jahren verblüffte er mit diesem selbst entwickelten Kampfstil so manchen Schwertmeister. Da man Gegner aber nicht immer nur verprügeln konnte, sondern im Ernstfall auch mal töten musste, ersannen angelische Waffenbauer eine Konstruktion aus Stab und Klingen.

Was aber niemals verschwand, waren die Wut und der Schmerz und damit einhergehend die Magie, die sich aus dieser Quelle zu speisen schien, und die der Elf, der inzwischen ein junger Mann war, trotz aller Übung nicht zu kontrollieren lernte. Wo er dem Licht nun so nah war, war dessen Intensität noch unerträglicher, es brannte wie Feuer in seinen Augen und schien glühende Speere hindurch bohren zu wollen. Selbst mit der Maske war der Schmerz immer da, an manchen Tagen erträglicher als an anderen. Nur die Unlichtnacht konnte ihn lindern, was  allerdings war als würde man einen Verdurstenden eben lange genug die Lippen benetzen lassen dass er vom Wasser kosten konnte. Rhúan wusste manchmal nicht was von Beidem er mehr hasste, das unerträglich schmerzende Licht, was ihn für irgendetwas bestrafen zu wollen schien, von dem er nicht wusste was er angestellt hatte, oder die lockende Gaukelei des Unlichts, die ihn von seinem Weg abbringen wollte.

Nehmen konnte man ihm die Magie nicht, also liessen sich die Engel etwas anderes einfallen. In komplizierten Ritualen tätowierten sie Runen in seine Haut und zwangen die fehlgeleitete Kraft in neue Kanäle. Wut und Schmerz speisten fortan keine spontanen Eruptionen mehr, sondern konnten zielgerichtet eingesetzt werden. Sie wirkten nur noch auf den eigenen Körper, und richteten keinen Schaden in der Umgebung mehr an. Feuerrunen verstärkten Angriffe, Erdrunen die Verteidigung.

Mit 120 Jahren war aus dem zornigen jungen Mann ein veritabler Kämpfer geworden. Sogar die Sprache des Feindes hatte man ihn rudimentär gelehrt, um ihn erkennen und belauschen zu können. Die Wut und der Schmerz waren immer noch da, aber nun waren sie gezähmt und in Form gezwungen, brodelten nurmehr als stetiger, heisser Strom unter der Oberfläche. Frieden empfand der Elf dadurch nicht, aber es half ihm sich zurecht zu finden. Bis irgendwann die Träume begannen. Merkwürdige Visionen von Menschenkindern, Landschaften die er nie zuvor betreten hatte. Unlichter, die zu Tausenden hervor krochen und denen er sich entgegen warf um in ihrem Blut zu baden. Anfangs wusste er nicht was die verstörenden Träume zu bedeuten hatten und wachte oft schweissgebadet auf. Aber dann eines Nachts trat er in einer Vision in ein gleissend helles Licht, welches nicht seine Augen verbrannte und ihm Linderung und Heilung versprach. Er sah die Welt in überwältigenden Farben, die er nie zuvor erblickt hatte, nicht einmal in der Unlichtnacht. Jedoch sei ihm auferlegt tausend Seelen zu retten und die unlichte Brut erschlagen wo er sie finde, um die unreine Berührung zu tilgen, die seine Geburt hinterlassen hatte. Erst dann könne ihm Erlösung und Gnade zuteil werden, so sprach die lichte Stimme zu ihm. Verwirrt ging er zu seinen Lehrmeistern und erzählte ihm davon. Die Freude und das Staunen waren gross. Er sei zum Schutzengel erwählt, hiess es, und sollte fortan auf Crepererum wirken. Rhúan dagegen verspürte eher gemischte Gefühle. Aber der Entschluss stand fest und so wurde er durch das Portal nach Crepererum geschickt. Er wusste nicht, was ihn dort erwarten würde.

Zu diesem Zeitpunkt war er knapp 150 Jahre alt. Seine Lehrmeister hatten ihn länger und gründlicher ausgebildet als es sonst einem Engel zuteil wurde, aber sie hatten nunmal nicht mehrere Jahrhunderte Zeit. Rhúan war dankbar für alles was sie für ihn getan hatten. Anders als sein eigenes Volk hatten sie ihn nicht abgeschrieben und im Stich gelassen. Dies mochte das Zünglein an der Waage gewesen sein, weshalb er auf dem lichten Pfad geblieben war.

Dass er unter der Wüstensonne Tragalúns zu sich kam, mochte vielleicht ein Zufall sein. Jedenfalls erwachte er ausgedörrt und durstig. Eine neue Erfahrung für jemanden, der bisher nie Mangel hatte leiden müssen, und auch nicht gelernt hatte sich in lebensfeindlicher Umgebung zurecht zu finden. Zumindest hatte er seinen Stab noch, und so machte er sich auf einfach immer geradeaus zu gehen. Der Durst wude bald unerträglich, die Sonne brannte unbarmherziger als er es auf Anima je wahrgenommen hatte. Es dauerte nicht lange, da war seine Haut mit Blasen und Schrunden bedeckt, und eine neue Dimension von Qual und Schmerz liess ihn sogar fast den hinter der Augenbinde vergessen. Es wäre wohl ein kurzes Vergnügen auf Crepererum geworden, wenn ihn nicht eine Gruppe Reiter aufgelesen hätte. Sie gehörten zu einem wilden Stamm, der hier lebte. Auf Geheiss ihres Schamanen pflegten sie den Halbverdursteten, zeigten ihm wie man Wasser fand, welches Getier essbar war und vor welchem man sich hüten musste. Zum Dank half ihnen der  Fremde bei der Verteidigung gegen Feinde und Bestien, und unterwies sie im Kampf. Denn wahrlich - niemand von ihnen hatte bisher einen so unbesiegbaren Kämpfer erlebt.

Nachdem die Schuld beglichen war, trieb es Rhúan jedoch weiter. Eine ganze Weile - die Tage, Monate und Jahre zählte er nicht - zog er in der Wüste umher und erkundete sie, perfektionierte was er gelernt hatte und half seinerseits Seelen, die in Not geraten waren. Auch das eine oder andere Unlicht löschte er erfolgreich aus, wie es seine Mission verlangte. Er war ein guter Soldat. Bis er schliesslich vor die Tore einer grossen Stadt gelangte. Es war Dschefan, die Hauptstadt des Königreichs, dessen Herrscher damals noch Hagetan hiess. In den belebten Gassen machte Rhúan die Bekanntschaft einer selbstbewussten Dame, der es tatsächlich gelang den grossen Himmelskrieger auf die Bretter zu schicken - und zwar ganz ohne Waffen.  Sie hiess  Jesalyn und leitete eine angesehene Kampfkunstschule. Zunächst brachte sie nur die Aussicht viel voneinander lernen zu können zusammen, aber mit der Zeit wurde aus Kameradschaft Zuneigung, und schliesslich wurden sie ein Paar. Zum ersten Mal in seinem Leben spürte Rhuan so etwas wie Frieden. Die Runen auf seiner Haut verblassten, da sie nur noch selten von Schmerz und Wut gespeist wurden, und auch die scharfen Klingen blieben in ihren Futteralen. Sogar in den Unlichtnächten, die ihm sonst allein gehört hatten, zog er nicht mehr hinaus und legte auch die Maske nicht ab. Es war leichter glaubhaft zu machen dass die Schmerzen in dieser Nacht besonders stark waren, als die Tatsache zu erklären dass er plötzlich sehen konnte. So kam es, dass er seine Liebste niemals zu Gesicht bekam.

Das sanfte Dahintreiben hätte noch ewig so weiter gehen können - jedenfalls ein Menschenleben lang - aber dann trat das Schicksal auf den Plan. Unruhen brachen aus, überall im Land erhoben sich Tiermenschen, der König wurde von seinem Thron vertrieben und die Stadt Dschefar überrannt. Bei den blutigen Gefechten und verheerenden Feuersbrünsten wurde Jesalyn getötet. Rhúan überlebte knapp, konnte seine Gefährtin aber nicht retten. Seitdem gibt er sich die Schuld an ihrem Tod. Hätte er nicht seine Aufgabe vernachlässigt und sich dem süssen Frieden hingegeben, vielleicht hätte er die Zeichen erkannt und es wäre nicht soweit gekommen. Sein Gemüt verdüsterte sich noch mehr als es das je zuvor gewesen war. Er kehrte Tragalún den Rücken und legte einen Schwur ab: Niemals wieder wollte er sich gestatten Frieden zu finden oder den Verlockungen weicher Arme erliegen, bis seine Aufgabe erfüllt sei. In den Unlichtnächten nahm er die Maske seither niemals mehr ab.



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Zuletzt von Rhúan am Mi Mai 09, 2018 1:56 pm bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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