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Outis
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Waldstück nahe Kohwatt:
Mathilda
Lil'yandra Iathaille
Pak

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Fynn Hellwind
Jarko
Hlevana Tuscha
Xern

Badehaus (Grunnat):
Thech Sharr
Raltjof
Itjaika

Perlfurt:
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Rasaya

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In den Tiefen der Berge

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In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Fr Mai 11, 2018 9:05 pm

Das Gasthaus befand sich am Rande der nördlichen Ausläufer Karatinas, etwa eine halbe Tagesreise von der Bergkette entfernt, die wie ein Wall aus Speerspitzen Karatina von den Wilden landen trennte. Es war ein verkommener Bau, der einstmals schön gewesen sein mochte, doch mittlerweile fast bis zur Unkenntlichkeit verfallen war. Unzählige Risse und abgebröckelter Putz, von Moos und Flechten bewachsen, verliehen dem Gebäude den Anblick eines Aussätzigen, der in dem letzten Stadium seiner Krankheit angekommen war. Ein Schild quietschte beständig in den peitschenden Sturmböen, die seit den letzten Stunden ununterbrochen durch diesen Landstrich  jagten und kalten Regen mit sich führten, der wie Nadeln in die Haut stach.
Auf dem Schild konnte man mit viel Phantasie das verblasste Bild eines schwarzen Hahns ausmachen, wohl der Name des Hauses, für das einfache Volk, welches dem geschriebenen Wortes nicht mächtig war.

Malachai stapfte missmutig durch den Regen, wobei seine Stiefel tiefe Abdrücke im Schlamm der Straße hinterließen. Seine Stimmung war... angespannt, um es neutral auszudrücken. Nicht nur hatte ihn bei seinem letzten Besuch in einem der kleinen Dörfer des nördlichen  Karatinas eine Gestalt auf dem Marktplatz angesprochen und ihm eine "lukrative Geschäftsmöglichkeit" angeboten, nein, diese Person hatte außerdem eine recht genaue Vorstellung von seiner Person und seiner Vergangenheit abgegeben, die den Jäger überrascht hatte. Der Mann, der sich selbst nur als Geldan vorgestellt hatte, erklärte, sein Patron würde  dem eisernen Jäger gerne ein Angebot machen, allerdings in einem "privateren Umfeld". Dann hatte er ihm eine kurze Wegbeschreibung gegeben und war in der Menschenmenge untergetaucht, bevor Malachai mehr aus ihm herausbekommen konnte. Nun war er hier, und sei es nur, um herauszufinden, woher dieser mysteriöse Patron so viel über ihn wusste. Das Mysterium um seine Person war ein wichtiger Teil seiner Persönlichkeit und auf eine seltsame Art und Weise fühlte er sich durch das Wissen des Geheimnisvollen persönlich herausgefordert. Und er war geneigt, diese Herausforderung anzunehmen.

Mit einem Krachen schlug die Tür gegen die Wand und Malachai betrat den nur dürftig erleuchteten Schankraum. Es waren nur wenige Gäste anwesend, doch als sie sahen, wer dort in der Tür stand, verstummten die halb ausgesprochenen derben Flüche, die so manchem auf den Lippen lag. Hier im Norden Karatinas waren die Geschichten über den Jäger mit der Maske aus blankem Stahl ein fester Teil der örtlichen Folklore und viele zuckten unwillkürlich zusammen, als sein Blick sie streifte. Gut so, er hatte kein Interesse an mehr Ärger, als ihm diese "Einladung" eh schon bereitet hatte. Halbherzig warf er die Tür wieder zu und ging zur Bar, mehr eine lange Platte aus dunklem Kernholz, überzogen mit klebrigen Bierrückständen und den Abdrücken unzähliger Krüge.
Der Wirt, ein bulliger Mann von circa 30 Jahren, wischte monoton mit einem dreckigen Lappen ein noch verdreckteres Glas und es dauerte einen Moment, bis unter dem Vogelnest von einem Bart, welches sein Kinn zierte, ein gemurrtes:" Was willst du?" erklang.

Malachai sah ihn an, musterte seine mit Bierflecken verdreckte Schürze, die massigen Oberarme und das Gesicht, das an einer Seite von einer länglichen Narbe verunstaltet war, vermutlich von einer lang zurückliegenden Messerstecherei. "Ich werde erwartet. Ein Mann namens Geldan hat mir den Weg hierhergewiesen. Also?"
Falls der Name etwas in dem Mann auslöste, ließ er es nicht erkennen. Er hob nur eine massige Hand und deutete mit ihr auf eine Tür neben ihm. "Hinten. Aber benimm dich, sonst..."
Weiter ließ Malachai ihn nicht kommen. Er ging um die Bar herum und konnte dabei förmlich die Blicke der anderen Gäste in seinem Rücken brennen spüren. Die meisten schienen zu wissen, wer ihn erwartete. Nun war es zeit, dass herauszufinden.

Der Raum, den er nun betrat, war im Vergleich zum Schankraum recht gemütlich möbliert. Ein Tisch aus dunklem, vor kurzem  gewischten Eichenholz, dominierte die Raummitte und wurde von Stühlen umstellt, insgesamt 6 an der Zahl. Vor Kopf saß eine gestalt, die übrigen waren leer.

Malachai fixierte aus Reflex sofort die Person vor Kopf.Ein Mann, hochgewachsen, von unbestimmbarem Alter, den Körper von einem weiten Mantel verhüllt, der nur die in weißen Handschuhen steckenden zartgliedrigen Finger enthüllte und den Rest im Verborgenen ließ. Das Gesicht von bleicher Farbe, ohne eine Art von Makel. Dann kamen die Augen. Rot, als wäre Blut in sie hineingeflossen, starrten sie aus dem Gesicht und schienen auf eine verstörende Art und Weise in seinen Geist zu kriechen.
Bei seinem eintreten neigte sich der Fremde leicht nach vorne, hob dann die hand zum Gruß und deutete auf einen der freien Stühle:"Ich grüße dich, Malachai Vostroya. Bitte setz dich, wir warten noch auf einen weiteren Gast."
Malachai wollte zunächst zu einer Frage ansetzen, unterließ es dann aber doch. Er würde mehr erfahren, wenn er der Aufforderung Folge leistete. Also nahm er zur rechten der Gestalt Platz, die Wand im Rücken und sowohl Tür als auch den Fremden fest im Blick.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am Sa Mai 12, 2018 8:52 pm

Misstrauisch durchbohrte mein Blick den Rücken des Fremden, der vor mir die leicht ansteigende Straße empor stieg. Wer war er? Woher hatte er gewusst, wofür ich mich interessierte? Und warum hatte er es so gut verstanden, seine Worte so zu wählen, dass sie tief in mein Innerstes drangen und dort genau die Punkte trafen, die mich nun dazu bewegt hatten, ihm zu folgen? Jeglicher Vorsicht zum Trotz. Jeglicher Vernunft zum Trotz. Ärgerlich zog ich den Umhang ein wenig dichter um mich und die Kapuze tiefer in mein Gesicht, damit sie wenigstens ein wenig Schutz gegen den vom Wind aufgepeitschten Regen bot.  Das war kein Wetter, bei dem man unterwegs sein sollte - schon gar nicht am Rande eines Gebirges. Und dennoch setzte ich entgegen jeden besseren Wissens einen Schritt vor den anderen und verfluchte mich dafür bei jedem Schritt innerlich. Aber das Muster... die Symbole, die der Mann, der sich nur als Ethor vorgestellt hatte, mir gezeigt hatte, sie waren denen auf dem Amulett, das ich immer bei mir trug so ähnlich... Ich hatte die Möglichkeit etwas Bedeutendes herauszufinden einfach nicht einfach so vorbeiziehen lassen können! Erst Recht nicht, wenn es sich wirklich um ein magisches Artefakt handelte, was ich im Stillen noch bezweifelte. Und trotzdem war ich hier. Es war grotesk, aber jetzt war es vermutlich eh zu spät, um noch einmal umzukehren. Ich konnte mir also genauso gut anhören, was der Mann zu sagen hatte - wenn er schon nicht sprechen wollte, bevor wir nicht unser Ziel erreicht hatten. Mein Blick richtete sich weiter nach vorne und ich glaubte aus dem Regenschleier das Licht eines Hauses auftauchen zu sehen. Ich war durchnässt bis auf die Knochen und bei jedem Schritt gab der Schlamm unter meinen Füßen ein leichtes Schmatzen von sich. Egal, was unser Ziel war: Ich hoffte, es war warm, trocken und nicht mehr weit.

Es schien, als würde mein Wunsch erhört werden, als sich die Silhouette eines Gasthauses aus dem Regen schälte. „Zum schwarzen Hahn?“, murmelte ich im Vorbeigehen, als mein Blick auf das verblasste Schild fiel. Nun, das war weder ein besonders ausgefallener noch unüblicher Name, so weit ich wusste. Und er sagte rein gar nichts über das Klientel aus, welches ich im Inneren erwarten konnte. Schon mehrmals hatte ich mit dem Gedanken gespielt, ob es eine Falle meines Bruders war, in die ich hier gerade tappte. Aber jedes Mal waren meine Gedanken zu dem gleichen Schluss gelangt: Warum sollte er sich solche Umstände machen? Und selbst wenn es doch ein Hinterhalt war - das Risiko musste ich einfach eingehen, um möglicherweise einer Spur über die Herkunft des Amuletts nachzugehen. Ethor war inzwischen bei der Tür angelangt, hielt dort kurz inne, um auf mich zu warten und hielt sie mir auf. Ich beeilte mich, um zu ihm aufzuschließen und schließlich ins schummrige Innere des Gebäudes zu schlüpfen.

Der schwere Geruch von Bier und Rauch umfingen mich augenblicklich, aber ich atmete trotzdem auf, als ich meine Kapuze zurückschlug und die mich plötzlich umgebende Trockenheit genoss. Was war da schon ein wenig Rauch? Die Wärme des in einer Ecke munter vor sich hin prasselnden Feuers schien augenblicklich den Kampf gegen die Kälte der Nässe aufnehmen zu wollen und ich hätte nichts dagegen gehabt, mich kurz vor eben jenes zu setzen und den Flammen die Handflächen entgegen zu strecken. Aber anscheinend würde mir das nicht vergönnt sein, denn Ethor trat wieder neben mich. „Kommt. Die anderen sind schon da.“

Die anderen? Ich hob die Augenbrauen. Was hatte das alles zu bedeuten? Wer war denn noch da? War das der Grund, warum Ethor auf meine Fragen nicht hatte Antworten wollen? Mit ein wenig Skepsis folgte ich ihm durch die Menge der anwesenden und für meinen Geschmack zu lauten Gäste zu einem Hinterzimmer. Er klopfte ein Mal, schien jedoch nicht auf irgendetwas zu warten, sondern zog die Tür einfach auf. Er trat einen Schritt in den Raum und machte eine Verneigung. „Hier ist er. Wie Ihr wünschtet.“
Ich spähte hinter ihm hervor in den Raum, bevor er zur Seite trat und mich einließ. Der Raum war schlicht gehalten, strahlte aber eine ruhigere Atmosphäre aus als der Schankraum aus dem wir kamen. Im Zentrum des Zimmers befand sich ein schwerer Eichenholztisch, an dem bereits zwei Männer saßen. Ich trat näher, während ich die beiden abwechselnd betrachtete. Der Eine war beinahe von Kopf bis Fuß verhüllt. Der weite Mantel ließ keinen Schluss auf die Figur zu, die sich unter dem Stoff verbergen mochte, aber ein anderes Detail sprang sofort ins Auge: Rote Iriden. Meine Augen wurden ein wenig schmaler. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich hier um einen normalen Menschen handelte, war gerade noch um ein gutes Stück gesunken. Der andere Mann jedoch wirkte kaum weniger unauffällig: Er wach zwar hochgewachsen und sah aus wie jemand, der wusste was es hieß sich durchschlagen zu müssen, aber das wirklich Interessante war die stählerne Maske, die er trug. Stechende grüne Augen lagen dahinter und weckten in mir unwillkürlich Neugier auf den Charakter, der sich ebenfalls hinter der Maske verbergen mochte.

Mein Blick ruhte noch einen Wimpernschlag länger auf ihm, während ich die merkwürdige Situation zu ergründen versuchte. Dann verschränkte ich die Arme vor der Brust und nahm eine leicht ablehnende Haltung ein. „Es freut mich, dass Euer Wunsch sich erfüllte“, sprach ich in Richtung des Rotäugigen, denn Ethor hatte sich vorhin ganz offensichtlich in seine Richtung verbeugt. „Nun erfüllt mir auch meinen und beantwortet mir endlich die Frage, was das Ganze hier soll.“ Ich klang abweisender, als ich eigentlich war, aber das merkwürdige Gespann sollte sich bloß nicht zu schnell am Ziel wähnen. Nichts schmälerte die eigene Verhandlungsposition mehr, als wenn man zu offensichtliches Interesse zeigte. „Euer Handlanger hier war nicht besonders gesprächig“, fügte ich noch hinzu um zu verdeutlichen, dass ich endlich Antworten bekommen wollte.
"Ah, Ciaran!" Der Mann am Kopfende des Tisches schien leicht zu lächeln. "Komm, setz dich zu uns. Dann können wir alles in Ruhe besprechen."
"Hm." Ich zögerte einen Moment und ließ den Mann dann nicht aus den Augen, während ich mich dem Tisch näherte. "Ich hoffe für Euch, Ihr verschwendet unsere Zeit nicht", erklärte ich, während ich einen Stuhl zurück zog, dem anderen Mann leicht zunickte und mich setzte. "Unsere und Eure."
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am So Mai 13, 2018 2:55 pm

Malachai beobachtete den jungen Mann, der in der Tür des Raumes erschienen war. Jung, keinesfalls alter als 30, die Haare blond und Augen von der Farbe eines Amethysten. Definitv etwas, was man nicht jeden Tag zu sehen bekam. Seine Augen folgten ihm durch den Raum und er erwiderte das kurze Nicken des Mannes, bevor er sich wieder dem Rotäugigen zuwandte. Dieser holte gerade mit Schwung eine Rolle Pergament hervor und entrollte sie mit einer fließenden Handbewegung auf dem Tisch. Darauf war eine Karte des Gebirges mit einer eingezeichneten Route, die an einem Kreuz tief in den Bergen endete, welches mit seltsamen Schriftzügen markiert war. Er räusperte sich vernehmlich und ließ seine glühenden Augen einmal über die Runde schweifen, bevor er zu sprechen begann:" Vor einiger Zeit wurde mir durch einen Mittelmann diese Karte zugespielt. Sie enthält die Route zu einer alten Tempelanlage, in der einst wohl ein Kult unbekannter Art seinen Sitz hatte. Das einzige was er mir noch sagen konnte, dass dieser Kult wohl sehr begabt darin gewesen sein soll, gewisse Energiemuster in Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs zu weben. Einfachere Geister würden sie wohl als "Artefakte" bezeichnen. Nun stehe ich allerdings vor einem Problem: Ich kann keine große Suchmannschaft dorthin entsenden, da dies zweifelsohne Leuten auffallen würde, die mir nicht wohl gesonnen sind. Deswegen seid ihr hier".
Sein Blick ruhte zuerst auf dem jungen Mann. "Du, mein lieber Ciaran, hast dich bereits durch einige Dinge hervorgetan und dein Wissen wird in dieser Sache gewiss von Nutzen sein. Im Gegenzug wirst du etwas bekommen, was dir sicherlich bei einigen Problemen von "privater" Natur hilfreich sein wird".
Dann wandte er sich an Malachai und die Augen schienen jeden Winkel seines Geistes auszuleuchten. "Und du, Malachai. Ein Mann, der sich so viel abverlangt, der so vielem entsagt hat. Das Ergebnis deiner harten Arbeit steht dir förmlich ins Gesicht geschrieben". Er lachte kurz. "Verzeih den kleinen Scherz. Aber dir kann ich etwas geben, was dir ebenfalls sicherlich auf deinen Reisen von Nutzen sein wird: Wissen. Was immer du erfahren willst, ich kann es dir geben."
Er breitete die Hände aus und richtete sein Wort an beide:" Ich möchte, dass ihr als Team arbeitet, der Route folgt und erkundet, was ihr dort oben vorfindet. Dann kehrt ihr zu mir zurück und berichtet mir davon. Eine einfache Aufgabe, nicht wahr? Also, was sagt ihr?" Er lehnte sich zurück und genoss sichtlich die stille, die sich im kleinen Raum ausbreitete
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am So Mai 13, 2018 7:08 pm

Ich beugte mich ein wenig vor - gegen meinen Willen doch neugierig geworden - und betrachtete die Karte interessiert. „Dort...“, ich deutete auf einen Punkt „...und dort....“ und auf einen anderen „..befinden sich sonst nur weiße Flecken auf den Karten, die groß genug sind dieses Gebiet abzubilden.“ Ich verglich in Gedanken das, was ich bisher gesehen hatte mit dem, was nun vor mir auf dem Tisch auf die Karte gezeichnet war. Der Rest schien mehr oder weniger überein zu stimmen. „Artefakte?“, wiederholte ich und legte den Kopf schief. Das wurde ja immer mysteriöser - und interessanter! Bis mein Gegenüber einen Satz fallen ließ, der mich dazu bewog mich zurückzulehnen, die Arme vor der Brust zu verschränken und ihm einen Blick zuzuwerfen, der Feuer hätte gefrieren lassen können. „Wie nett, dass Ihr Euch um mein Privatleben sorgt“, erwiderte ich mit schneidender Stimme. „Aber ich wäre Euch sehr verbunden, wenn Ihr Euch da raushalten könntet.“ Mein Tonfall klang weder höflich noch nach einer Bitte. Im Gegenteil, meinen Worten wohnte eine unausgesprochene Drohung bei, die unser Gastgeber jedoch nur mit einem Lächeln quittierte. „Möchtet Ihr etwas Wein? Bier?“, fuhr er ungerührt fort, als wäre nichts gewesen.
Ich warf einen kurzen Blick auf den anderen Mann, der noch mit uns am Tisch saß. Malachai. Was hatte er entsagt? Und welches Wissen mochte er begehren? Zu gerne hätte ich in seinem Gesicht gelesen, wie er auf die Worte des Fremden reagierte, doch das schien aufgrund der Maske unmöglich. Als Team? Wir beide? Warum? Und woher schien dieser Mann so viel über uns zu wissen? „Bevor ich irgendetwas dazu sage, verratet mir doch zwei Dinge: Erstens... wie ist Euer Name, wo Ihr unsere doch kennt. Und Zweitens...“, mein Blick wurde noch finsterer, „warum sollten wir Euch trauen?“
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Mo Mai 14, 2018 1:17 am

Der Mann beugte sich vor, sah dem jüngeren, Ciaran, direkt ins Gesicht. Für einen Moment schien es Malachai, als würden die Augen des Mannes stärker funkeln. "Nun, wer bin ich? Ich könnte dir Namen nennen, Titel. Doch keiner von ihnen ist für euch von Belang. Aber wenn du unbedingt einen Namen brauchst, nenn mich Naham-Tar. Dieser Name hat mir immer am meisten gefallen."
Nun stand er auf und auf eine eigentümliche Art und Weise schien seine Gestalt mehr Raum auszufüllen, als es ihr eigentlich zustünde. Doch seine Stimme war weiterhin ruhig, klar, von einer eigentümlichen Schönheit und ihr innewohnenden Melodie. Er sprach weiter, während dabei ein feinen Lächeln über seine Züge huschte. "Warum solltet ihr mir trauen. gerade für dich eine wichtige Frage, nicht wahr? Die Vergangenheit hat gezeigt, dass man niemandem trauen kann..." Eine kurze Kunstpause, um dem gesagten mehr Eindruck zu verleihen. Dann wandte er sich Malachai zu, der unwillkürlich zurückzuckte. Er spürte instinktiv, dass diese Person mehr Macht innewohnte, als er zu erkennen gab. "Ja, selbst die, die einem am nächsten stehen, können einen in einer Stunde der Not verraten, um ihr Leben zu verlängern. Man wird verkauft, wie ein Stück Fleisch, und eine Tür schließt sich. So traurig, nicht wahr?"
Er weitete die Arme. "Die Wahrheit ist: Ihr werdet es einfach tun müssen, ohne besseren Wissens. Aber lasst mich euch sagen: Würde eine Person, die euch verraten möchte, euch nicht mit großer Dringlichkeit von ihrer Ehrlichkeit überzeugen wollen? Damit ihr euch sicherer fühlt? Ich habe euch ein Angebot gemacht und eure Bezahlung genannt, nun liegt es an euch." Er kicherte, ein seltsames Geräusch, was im Raum wiederzuhallen schien. "Wenn ihr einverstanden seid, nehmt die Karte. Zusammen. Damit wäre unsere kleine Abmachung besiegelt."
Sichtlich zufrieden ließ er sich wieder in seinen Stuhl nieder. Malachai sah zu Ciaran und legte den Kopf dann auf die Seite, eine Frage, wie sie deutlicher nicht sein konnte: Ja?
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am Mo Mai 14, 2018 4:02 pm

Naham-Tar. Diesen Namen hatte ich noch nie gehört. Noch während ich überlegte, welcher Sprache er vielleicht zuzuordnen sein mochte, legte sich ein kleines Lächeln auf meine Lippen. Es war kein freundliches Lächeln, sondern eher eines von der Sorte, das selbst meinen Brüdern einen Schauer über den Rücken jagte, da sie nicht wussten, ob ich gleich eine meiner gefürchteten Giftnadeln zücken würde. „Ich wollte nur wissen, was wir auf Euren Grabstein meißeln lassen sollen, solltet Ihr uns in irgendeiner Art und Weise hintergehen...“ Dabei war ich mir keineswegs sicher, ob es so einfach sein würde dieses Wesen ins Jenseits zu befördern. Das belustigte Funkeln in seinen Augen jedenfalls verriet mir, dass er ähnlich dachte, es jedoch nicht auf eine Konfrontation ankommen ließ. „Ich hoffe, das wird nicht nötig sein.“ Er machte eine abwinkende Handbewegung und brachte damit eine der Kerzen auf dem Tisch zum Flackern. Schatten begannen über sein Gesicht und die Wände zu tanzen. Meine Augen verfolgten jede seiner Bewegungen, als er zu dem Glas griff, das vor ihm auf dem Tisch stand und einen Schluck trank. Woher wusste dieser Kerl so viel über mich? Wusste er auch, dass ich ein Dunkelelf war? Vermutlich. Wie zu einer stummen Antwort hob sich in diesem Moment der Blick des Mannes und ich bildete mir ein, ein winziges Nicken zu sehen, während ein ebenso nebliges Lächeln seine Mundwinkel umspielte. Es war da, nicht wirklich greifbar aber auch nicht offensichtlich: Wollte man es sehen, sah man es, sonst blieb es verborgen.
„Würde sie. Vielleicht. Oder aber die Person spekuliert darauf, dass einen das noch misstrauischer macht“, antwortete ich und zuckte die Schultern. Letzten Endes war es gleich. Der Mann hatte schon gewusst, dass er gewonnen hatte, bevor einer von uns den Raum betreten hatte. Oder? Ich richtete meinen Blick auf den anderen Mann ... Malachai ... und hob erst leicht die Schultern, nickte dann aber. Ich wusste nicht, was ich von dieser ganzen Situation halten sollte. Sie wirkte falsch, arrangiert, uns in einen bereits vorgegebenen Pfad drängend. Und dennoch vermochte es dieser Mann - zumindest was mich betraf - genau die richtigen Saiten zum Klingen zu bringen, um mich doch diesem Pfad folgen zu lassen. Ob es bei Malachai genauso war? Was meinte der Mann mit ‚verkauft‘? Wieder fragte ich mich unwillkürlich, welches Wissen er wohl herbeisehnte. „Von mir aus“, bestätigte ich dann noch einmal in einem Tonfall, der hoffentlich nichts von meiner Neugierde dem gegenüber, was wir wohl finden würden, verriet. Ich wandte mich wieder an unseren Auftraggeber. „Lasst mich raten. Wenn wir gefunden haben, was ihr sucht, werdet Ihr uns finden?“
Der Mann neigte leicht den Kopf. „So ist es.“ Wieder umspielte dieses mysteriöse Lächeln sein Gesicht.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Mo Mai 14, 2018 5:27 pm

Malachai nahm die Karte vom Tisch und stand auf. "Wir brechen auf. Jetzt." Der Raum schien plötzlich finsterer geworden zu sein, und er hatte nicht die Absicht, länger als nötig hierzubleiben. "Wie steht es mit Ausrüstung, Verpflegung? Es würde mich ein paar Tage kosten..." Der Mann schnitt ihm mit einer scharfen Geste das Wort ab. "Man wird euch geben, was ihr benötigt. Jetzt geht. Es ist alles gesagt." Das ließ Malachai sich nicht zweimal sagen. Er bedeutete dem jungen Mann, zu folgen und trat aus der Tür zurück in den Schankraum.
Der Wirt sah ihn heraustreten und brummte:"Hinter dem Haus ist ein kleiner Schuppen. Dort findet ihr zwei gepackte Bündel." Malachai nickte ihm als Antwort einfach nur zu, eine Geste des Verstehens. Ohne sich nochmal umzusehen, verließ er die Taverne.
Draußen hatte sich der Himmel mittlerweile merklich aufgeklart und nachdem die Tür wieder ins Schloss gefallen war, atmete er erleichtert auf. Etwas dort drin hatte ihn extrem gestört, auch wenn er nicht sagen konnte, was genau. Abgesehen von ihrem Auftraggeber natürlich. Ein grimmiges Lächeln spielte um seine Lippen, von der Maske verborgen. Er zweifelte keine Sekunde daran, dass unter anderen Umständen er und diese Gestalt sich als feinde gegenübergestanden hätten, und mit einem Schauer erkannte er, dass er nicht wusste, wer diese Begegnung als Sieger verlassen hätte. Aber das war jetzt nicht wichtig.
Er drehte sich um und musterte seinen Partner. Er wirkte wie jemand, der auf sich selbst Acht geben konnte. Gut. Hüter für irgendein naives Kind zu spielen, war so ziemlich das letzte, was er gebrauchen konnte.
So streckte er ihm die Hand entgegen und nickte ihm zu: "Nun, ich schätze es gibt nur einen Weg: nach vorne. Bist du bereit?" Er stellte sich die Frage in seinem Gedanken und fand als Antwort nur Stille. Das beunruhigte ihn, mehr als er zugeben wollte.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am Mo Mai 14, 2018 6:19 pm

Ich warf einen letzten Blick auf dieses merkwürdige Wesen, bevor ich ebenfalls aufstand und Malachai folgte. Selbst Ausrüstung hatten sie schon zusammengetragen? Ich runzelte die Stirn. Waren sie sich ihrer Sache so sicher gewesen oder hatten sie noch mehr Anwärter gehabt - vor und vielleicht auch nach uns? Die Tür fiel hinter uns zu und ich bemerkte, dass nicht nur ich aufatmete. Dabei sollte es hier eigentlich wenige Wesen geben, die die Atmosphäre eines Raumes auf solch eine Art und Weise beeinflussen konnten. Ob er aus Letum stammte? Das wäre zumindest eine Erklärung... Ich schreckte aus meinen Gedanken auf, als der Mann mit der Maske sich zu mir umwandte. Für einen kurzen Moment musterte ich unschlüssig die Hand, die er mir entgegen streckte. Hatte ich jemals so etwas wie einen Partner gehabt? Nein. Höchstens Leute um mich herum, die einen Auftrag noch komplizierter machten, weil man darauf achten musste wann und wo sie einem die Kehle durchtrennen wollten. Aber auch Malachai schien ein Schicksal zu haben, den Worten unseres Auftraggebers nach zu schließen. Ich ergriff die mir angebotene Hand und schüttelte sie, so wie ich es über die Gepflogenheiten der Menschen in Büchern gelesen habe. „Ciaran“, stellte ich mich noch einmal vor, da ich es irgendwie störend fand, dass das Wesen das für uns erledigt hatte. „Bereit?“ In meinen Augen blitzte eine Spur des Schalkes auf, den ich sonst so mühsam zu verbergen suchte. „Bereit ist man nie. Höchstens dazu, sich mit den immer neuen Gegebenheiten zu arrangieren.“ Ich spielte auf die ungewisse Reise an, die vor uns lag. Ich wäre in einem Monat genauso unvorbereitet auf das, von dem ich jetzt nicht einmal wissen konnte, dass es auf uns zukam, wie jetzt. Mein Blick glitt über den Mann vor mir. „Nicht deine erste Reise, hm?“, fragte ich, während ich mich dem Schuppen zuwandte und versuchte mir im Kopf zurecht zu legen, was wir an Ausrüstung auf jeden Fall benötigen würden - zusätzlich zu dem, was ich mit mir führte. Ich zog die klapprige Holztür auf und ließ dem anderen den Vortritt. „Mal schauen, wie vorausschauend unser Gastgeber war, während er unsere Rucksäcke gepackt hat“, murmelte ich, während ich einen der beiden zu mir heran zog und ihn neugierig öffnete.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Mo Mai 14, 2018 6:44 pm

Als er die Ansichten seines Begleiters zum Ausdruck "Bereit", lachte Malachai herzlich auf, spiegelten dessen Aussage doch seine Gedanken so gut wieder. "Stimmt, das ist nicht meine erste Reise. Auch wenn man sagen muss, dass ich immer auf Reisen bin." Das stimmte nicht ganz. Der Nebelad-Wald war ihm mittlerweile zu einer Heimat geworden, die er inzwischen so gut kannte wie kein zweiter. Zwischen den nebelverhangenen Stämmen seiner alten Bäume war er zuhause, mehr als ein Haus es ihm jemals vermitteln könnte. Und nun eine Reise, die ihn aus dieser Heimstatt fortführen sollte, in die Berge, die er nicht kannte. Ärgerlich schob er die Gedanken beiseite, doch konnte sie das nicht auf immer vertreiben. Er öffnete seinen Rucksack und musterte den Inhalt: Nahrung, Zunder, Decken und andere zum Überleben nützliche Dinge, genug für einige Wochen. Er sah Ciaran an. "Es wird genügen, da bin ich sicher". Für einen kurzen Moment überlegte er, bevor er die nächste Frage stellte: "Wie bist du an diesen Auftrag gekommen? Weißt du, warum du ausgewählt wurdest?" Das erschreckende Wissen des rotäugigen Mannes und die Andeutungen über seine Vergangenheit gab ihm nach wie vor Rätsel auf. Er schulterte das Bündel über seinen Rücken, wobei für einen kurzen Moment sein Umhang verrutschte und man die beiden Gehänge mit den Wurfmessern und den verschiedenen Glasphiolen sichtbar wurde. Er wandte sich erneut an den jungen Mann und sagte:"Normalerweise arbeite ich allein. Aber ich denke, du weißt, was zu tun ist und kannst dich deiner eigenen Haut erwehren. Uns sollte nur bewusst sein, dass wir uns aufeinander verlassen können, denn ich weiß nicht, was uns dort oben erwartet"
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am Mo Mai 14, 2018 7:07 pm

Ich nickte beiläufig, während auch ich einen Blick in den Rucksack warf. Ja, Malachai hatte Recht. Es war alles vorhanden, was man auf einer normalen Reise benötigen würde. Die Frage war, ob sie normal werden würde... Ich hob den Blick bei Malachais Worten einen Moment. Immer auf Reisen? Das klang nach einem einsamen Leben. Ob dies selbst gewählt war? Oder war das ein Teil der Vergangenheit, die ihn letztendlich hierher geführt hatte? „Ich habe keine Ahnung, warum gerade ich hier bin“, erklärte ich wahrheitsgemäß. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass dieses Wesen ein Herz für Familienangelegenheiten hatte... „Und du? Eine Idee? Kommst du hier aus der Nähe?“ Das würde wenigstens noch eine - zugegebenermaßen schlechte - Erklärung abliefern. Ich jedoch war auch nur auf der Durchreise gewesen. Die Chancen, dass man mich hier zufällig gesehen hatte und dann auch noch Auskünfte hatte einholen können, gingen also gegen Null. „Dann sind wir ja schon zu zweit - mit dem allein arbeiten“, grinste ich, tat es dem anderen nach und schulterte ebenfalls meinen Rucksack. „Keine Sorge, im Normalfall kann ich ganz gut auf mich aufpassen.“ Zu dem zweiten Teil seiner Bemerkung sagte ich nichts. Ich wollte ihn nicht vor den Kopf stoßen, doch jemandem vertrauen? Das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Mich darauf verlassen, dass jemand zur Stelle war? Bisher in meinem Leben undenkbar.
„Wir können von Glück reden, dass dieser Regen aufgehört hat. Noch mehr davon und die Bergstraße wäre wegen Schlammlawinen unpassierbar geworden.“ Mein Blick wanderte nach oben zum inzwischen nur noch mäßig bedrohlich bewölkten Himmel. Der Wind pfiff immer noch eisig und ich zog mir den Umhang wieder einmal fester um die Schultern. „Du willst nicht im Gasthaus übernachten?“ Es war mehr eine Feststellung als eine Frage und im Stillen nickte ich Malachei für seinen Instinkt anerkennend zu. „Dir gefiel die Spelunke genauso wenig wie mir.“ Ich machte ein paar Schritte vorwärts und versuchte, mich an die Kate zu erinnern. „Zunächst östliche Richtung, oder?“ Ich deutete mit dem Kinn in Richtung eines schmalen Weges, der sich zwischen den Bäumen an der Seite des Gasthauses auftat. Bald schon würden diese wenigen kargen Bäume auch noch verschwunden sein und einer strauchig-kargen Felslandschaft Platz machen, so viel wusste ich.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Mo Mai 14, 2018 8:19 pm

Malachai lauschte den Worten seines Begleiters. "Hast du vom Nebelad-Wald gehört? Das ist meine Heimat. man könnte auch sagen:Mein jagdrevier." In gedanken nickte er. Anscheinend kannte der Junge die Geschichten nicht. Also kam er wohl kaum aus dem nördlichen Karatina. Er antwortete also:"Vielleicht hat er von mir gehört. Die Leute hier kennen mich. Wissen, was ich tue.".
Auf die Feststellung seines Begleiters bezüglich der Straße nickte er. "Sobald wir höher kommen, wäre das ein geringeres Problem. Dort oben ist es der Schnee." Er ging voran, gab ein schnelles Schritttempo vor. Er wollte noch eine gute Strecke zurücklegen, bevor die Nacht hereinbrach. "Hast du schon mal längere zeit in der Wildnis überlebt?", fragte er. Das könnte später einen wichtigen Unterschied machen. Er hob den Blick und sah in den Himmel. Es waren noch circa 3 Stunden bis zur Abenddämmerung. Er hoffte, dass man der Karte gut folgen konnte und sie ihr Ziel nach circa 2 Tagesreisen erreichen konnten, vielleicht früher, wenn sie sich beeilten. Er wandte sich im gehen zu Ciaran um. Wie viel konnte man ihm zumuten? Er würde es vermutlich noch schnell genug herausfinden.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am Mo Mai 14, 2018 8:37 pm

„Nein... beziehungsweise nicht viel“, gab ich zu und musterte Malachai noch einmal gründlicher. Die stechenden grünen Augen hinter der Maske hatten vermutlich eine ganz eigene Geschichte zu erzählen, doch heute würde ich nicht mehr danach fragen. Aber vermutlich war es bei diesem Aussehen kein Wunder, wenn Geschichten kursierten. Doch Geschichten verschleierten die Wahrheit manchmal mehr, als dass sie sie enthüllten. „Was tust du denn?“, knüpfte ich an seine Worte an. „Was jagst du? Menschen oder Tiere?“ Meine Frage war vollkommen ernst gemeint, denn in meiner Heimat wäre es auch nichts verwunderliches, wenn er auf Menschen oder eben allgemeiner gefasst sein eigenes Volk Jagd gemacht hätte. Der Stärkere gewinnt. So war das eben.

Schnee. Ob Schnee hier anders aussah als im Land der Skar? Ich hatte gelesen, wie schön er in dem hier helleren Licht glitzern sollte. „In der Wildnis?“ Ich schmunzelte beim Gedanken an die Festung. Wild wäre eines der treffenden Wörter... „Ich habe hin und wieder ein paar Nächte unter freiem Himmel verbracht. Aber es wird auch für längere Zeit gehen“, erwiderte ich mit fester Stimme. Sein Tonfall verriet mir, dass er sich auf sicherem Terrain bewegte. Verbrachte er die meiste Zeit draußen. „Für dich scheint das jedenfalls nichts Neues zu sein...“, warf ich ein und wartete auf seine Reaktion. „Und keine Sorge.“ Wieder stahl sich ein kleines Lächeln auf mein Gesicht, als ich Malachais Blick bemerkte. „Ich kann mehr ab, als man auf den ersten Blick denken mag. Aussehen ist nicht alles.“ Meine Augen funkelten vergnügt. Was er wohl tun würde, wenn er wüsste, dass er gerade mit einem Dunkelelfen unterwegs war? Ob er überhaupt schon einmal von uns gehört hatte? Vermutlich nicht, oder? Die Sagen und Legenden wurden schließlich in Forcewald unter Verschluss gehalten.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Di Mai 15, 2018 11:56 am

Malachai lachte, als er die Frage seines Begleiters hörte. Dann wurde er wieder ernst: "Ab einem gewissen Punkt bemerkt man, dass es keinen Unterschied zwischen beiden gibt." Er schaute zurück auf den Weg, suchte nach einem Platz weiter vorne, an dem man ein Lager aufschlagen konnte. "Gut. Auf weiche Betten oder ähnlichen Komfort werden wir nämlich fürs erste verzichten müssen." Er fragte, sich, wann er das letzte Mal in einem Bett gelegen hatte. Es gab da einen Moment, vor langer Zeit: Eine schwere Wunde, die er nicht alleine hatte heilen können, ein kleines Hospital an einer Flussbiegung, der Geruch von Lavendel und Heilkräutern...
Er schüttelte den Kopf und der Gedanke zerfiel zu Staub. Das alles war lang vergangen. Stattdessen sah er sich seinen Begleiter nochmal genauer an. Aussehen war nicht alles, da hatte er recht. Er sah ihn an, überlegte, bevor er sprach. "Du siehst nicht aus wie ein Krieger. Zumindest nicht wie jemand, der den Kampf Mann zu Mann sucht. Versteh das nicht als Beleidigung, aber du scheinst wie jemand, dessen beste Freunde Schatten und Gift sind." . Diese Aussage stammte zum teil aus der Beobachtung der Gangart und des Verhaltens des jungen Mannes, zum anderen aus Intuition und Malachai war gespannt, wie sein Begleiter darauf reagieren würde.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am Di Mai 15, 2018 3:57 pm

„Interessante Antwort.“ Ich legte den Kopf ein wenig schief und betrachtete den neben mir laufenden Mann mit anderen Augen. Er erschien in erster Linie weder hinterhältig noch unnötig grausam, aber wie jemand, der rationale Entscheidungen traf. Und wenn diese dazu führte, Menschen nicht anders als Tiere zu betrachten, musste er bisher ein interessantes Leben gehabt haben, denn soweit ich wusste, machten die meisten dieses Volkes da doch einen gewaltigen Unterschied. „Kein Problem für mich.“ Ich winkte ab. Obwohl mir Betten eindeutig lieber waren als harter Boden würde das große Unlicht hier aufgehen müssen, bevor ich diese Schwäche allzu offensichtlich zugab und darüber jammerte. Ich fand zwar nicht alle Punkte meiner Erziehung unbedingt gut, aber diesen nicht wirklich verachtenswert.

„Du hast einen scharfen Blick, Malachai“, antwortete ich mit einem feinen Lächeln. Ich zuckte mit den Schultern. „Man muss mit dem arbeiten, was man bewerkstelligen kann oder es bleiben lassen. Warum sollte ich also beleidigt sein? Solange man erreicht, was man sich vornimmt...“ Das war oft mein überzeugendstes Argument gewesen, wenn meine Brüder sich über meine mangelnde Kraft beschwert hatten. Das und die Tatsache, dass dann meistens einer von ihnen röchelnd und um Luft ringend vor mir im Staub lag, eine meiner Giftnadeln irgendwo in seiner Haut versenkt.
„Und was sind deine bevorzugten Waffen?“ Ich warf einen demonstrativen Blick auf die Schwielen an seinen Händen. „Versteh das nicht als Beleidigung, aber du scheinst wie jemand, der am liebsten Auge in Auge mit dem Feind ringt - und dabei ein Schwert führt“, erwiderte ich leicht zwinkernd in Anspielung auf seine Wortwahl eben. Ich konnte mir nicht helfen, aber irgendwie war mir der breitschultrige Mann sympathisch - auch wenn er ein Mensch war. Ich legte wieder den Kopf schief und lachte in mich hinein. Tharon hatte wohl wirklich Recht: Ich war merkwürdig. „Wenn du häufiger in der Wildnis unterwegs bist kannst du bestimmt auch Fallen aufstellen?“, knüpfte ich dann an, um einen Überblick über die Fähigkeiten meines Begleiters zu bekommen.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Di Mai 15, 2018 6:23 pm

Er lächelte in sich hinein. Sein Begleiter gefiel ihm immer besser. "Das Schwert, das Messer, die Armbrust. Für jede Reichweite etwas". In einiger Entfernung sah er einen Platz, der ihm als Lager geeignet erschien. Es würde noch circa, eine halbe Stunde dauern, bis sie ihn erreicht hatten. In dieser Zeit konnte er sich noch ein wenig in seinem Begleiter unterhalten. "Ich kann dir eine Kostprobe anbieten. natürlich nur, wenn du interessiert bist." Ich sah ihn an und meinte vollkommen ernst:"Fallen... Naja. Es kommt darauf an, wie du es siehst. Fallen sind mir persönlich zu uninteressant. Ich bevorzuge es, wenn Ich die falle bin." Er suchte im Gesicht Ciarans nach einer Reaktion. Zugleich spielte er mit dem Gedanken einfach die Maske abzunehmen. irgendwann würde sein gegenüber die Narben eh sehen und je früher, desto besser. Er blieb kurz stehen. "Warte. Ansonsten kommst du vermutlich um vor Neugier." Nach wenigen Augenblicken lag die Maske in seiner Hand und sein von Narben durchzogenes Gesicht lächelte den jungen Mann an. "Ich denke, irgendwann hättest du es eh gesehen. Und ich habe nichts zu verbergen. Wie gesagt, Vertrauen sollte auf so einer Reise von besonderer Bedeutung sein."
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am Di Mai 15, 2018 6:41 pm

Ich nickte. „Sehr flexibel einsetzbar also.“ Das klang auf jeden Fall hilfreich. Ich setzte weiter einen Fuß vor den anderen und versuchte, größeren Gesteinsbrocken auf der Straße auszuweichen, so lange es noch hell genug war, um sie zu sehen. Immer wieder glitt mein Blick zum Horizont hinauf, wo sich noch immer bedrohlich dunkle Wolken türmten. „Ich wäre einer Kostprobe nicht abgeneigt. Im Gegenteil“, antwortete ich dann wahrheitsgemäß, denn eine meiner vordringlichsten Eigenschaften war tatsächlich meine Neugierde - Segen und Fluch zugleich, wie ich schon so manches Mal festgestellt hatte. Umso überraschter war ich, als eine meiner Fragen vorweg genommen wurde und ich ihre Antwort heute schon präsentiert bekam. Ich starrte erst auf die Maske, die Malachai in der Hand hielt und hob dann den Blick zu seinem Gesicht. Die stechenden grünen Augen schienen sich perfekt in die kantigen Züge zu fügen. Er wirkte jung - jünger, als ich ihn mit der Maske geschätzt hatte. Doch die Narben, die seine Haut bedeckten erzählten, dass er schon einiges gesehen und erlebt haben musste. „War das so offensichtlich?“ Wieder umspielte dieses kleine Lächeln meine Mundwinkel. Nein, ich hätte ihn nicht gefragt. Nicht heute. Aber ich hatte mir auch keine besondere Mühe gegeben, es zu verbergen. Deine Augen, Ciaran. Deine Augen sprechen mehr, als deine Lippen es je könnten. Das war Cengar gewesen, mein ältester Bruder, der das gesagt hatte. Vertrauen? Schweigsam musterte ich meinen Gegenüber. Nein, von Vertrauen war ich noch weit entfernt. Es bedeutete in meiner Welt den sicheren Tod. Aber vielleicht... „Warum trägst du die Maske?“, fragte ich dann. Jetzt, da er damit angefangen hatte, durfte ich doch auch fragen, oder?
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Di Mai 15, 2018 6:54 pm

Malachai zuckte mit den Schultern. "Jeder fragt sich, was hinter der Maske ist. Es ist wie mit einer verschlossenen Truhe, einer verriegelten Tür. Neugier ist eine starke Kraft." Er deutete nach vorne. "Da hinten scheint mir ein guter Lagerplatz zu sein. Bald sind wir da." Er hängte die Maske an seinen Gürtel und beschleunigte seinen Schritt ein wenig. Er wollte vor dem Sturm einen Unterstand erreichen. Während des Gehens überlegte er. "Warum trage ich die Maske? Nun, irgendwann habe ich bemerkt, dass es besser ist, wenn die Leute einen gesunden Respekt aufbauen, wenn sie mit mir zu tun haben. Ich habe mich vor langer Zeit dazu entschlossen, mich von den Menschen meiner Heimat loszusagen, mich der Jagd zu widmen. Irgendwann verschwimmen die Grenzen zwischen Jäger und Beute, Jäger und Bestie. Den Menschen fiel dies natürlich auf. irgendwann entschied ich mich dazu, dass es besser sei, mit Furcht behandelt zu werden als mit Hass. Ist das soweit verständlich?" . Er lächelte. "ich vertraue nicht oft, und nicht jedem. Aber du scheinst mir vernünftig zu sein. Auch wenn dich etwas zurückzuhalten scheint." Er ließ diese Aussage offen im Raum stehen und wartete, wie sein gegenüber reagieren würde
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am Di Mai 15, 2018 7:17 pm

„Oh ja“, bestätigte ich aus eigener Erfahrung. „Die stärkste Kraft überhaupt...“ Zumindest was mich anging. Denn sonst wäre ich nicht hier, würde mich nicht den Anweisungen meines Vaters widersetzen und versuchen ein Geheimnis aufzudecken, das mich möglicherweise das Leben kosten würde. Ich folgte Malachais Geste mit dem Blick und nickte anerkennend. „Und wieder hast du ein gutes Auge bewiesen, Malachai Adlerauge“, scherzte ich und war gleichzeitig froh anscheinend jemanden dabei zu haben, der sich wirklich auskannte und es nicht nur von sich behauptete. Klugschwätzer gab es nicht nur unter Dunkelelfen, sondern auch unter Menschen zu Hauf, wie ich hatte feststellen müssen.
Langsam näherten wir uns dem auserkorenen Platz und ich ließ meinen Blick über unser vermutliches Lager schweifen. „Wenn wir die Felswand dort nutzen, sind wir schon einmal gegen den gröbsten Regen und Wind geschützt“, überlegte ich laut.
Auf Malachais folgende Worte nickte ich langsam. „Ja. Es ist verständlich.“ Sehr verständlich sogar. Auch wenn das die Sache für den jungen Malachai vermutlich nicht schöner gemacht hatte. „Es tut mir leid. Es ist ... nichts gegen dich.“ Mein Blick wanderte zur Seite, über das Tal, das sich zu unserer Linken erstreckte und in dessen Schutz ich den schwachen Schein einer menschlichen Siedlung ausmachen konnte. „In meiner Vergangenheit bedeutete Vertrauen Tod“, erklärte ich leise.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Di Mai 15, 2018 7:46 pm

Er erreichte den Platz und begann bereits damit, seine Sachen aufzubauen. "Keine Sorge, ich bin nicht nachtragend. Aber verrate mir eins: Woher stammst du? Du siehst nicht aus wie ein Straßenkind, wobei das das mangelnde vertrauen erklären würde." Er erinnerte sich gut an seine Jugendjahre auf der Straße. An die Vorsicht, die gehetzten Blicke, wenn er etwas zu essen ergattern konnte, die konstante Vorsicht, die Angst, dass hinter jeder Ecke ein Feind lauern konnte. Ein weiteres Stück Alltag, was in dieser Form lang hinter ihm lag. Nachdem er seine Sachen zu seiner Zufriedenheit arrangiert hatte, drehte er sich in einer fließenden Bewegung zu Ciaran um und zog seine beiden Schwerter. "Du schuldest mir noch eine Kostprobe. oder hast du es dir anders überlegt?",provozierte er den blonden Jungen er seinen Begleiter. früher hätte er sich noch viel mehr zurückgehalten, aber nun war er älter. Viel war geschehen und fast kam es ihm so vor, als sei er ein zweites Mal neugeboren wurden: Zuerst Straßenkind, dann Jäger, nun... einfach er. "Ich kann auch nur ein Schwert benutzen, wenn dir zwei zu viel sind"
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am Di Mai 15, 2018 8:33 pm

Mein Blick folgte Malachais Bewegungen, während er seine Sachen in unserem Nachtlager verteilte und begann, es so weit aufzubauen. Es dauerte einen Moment, bis ich mir einen Ruck gab und mich selbst ebenfalls an die Arbeit machte. „Zûnar“, murmelte ich. „So heißt die Festung, in der ich geboren wurde.“ Ich hatte keine Skrupel, diesen Namen zu nennen. Kein menschliches Wesen, das nicht in irgendeiner Art und Weise bereits mit Letum in Berührung gekommen war, konnte diesen Namen kennen oder zuordnen. Und selbst wenn ich an einen der wenigen Wissenden geraten sein sollte war es dennoch unwahrscheinlich, dass gerade diese Feste ihm etwas sagte. Vater achtete sorgsam darauf, dass seine Sklaven nicht entkamen. Immer, bis auf ein einziges Mal...
„Nein, ich bin kein Straßenkind.“ Ich schüttelte den Kopf und mein Blick schweifte in die Vergangenheit, während meine Hände im Hier und Jetzt arbeiteten. „Unser Kampf fand auf Fluren und in gemauerten Hallen statt.“ Ich senkte den Blick. „Jedes weitere Kind wurde von den Älteren als potenzielle Bedrohung empfunden. Und es galt nur ein Gesetz: Der Stärkste überlebt.“ Es waren keine schönen Erinnerungen. Ein gemeinsam aufgeschlagenes Lager wie dieses hier? Undenkbar! Ich lachte freudlos in mich hinein und wandte mich bald darauf wieder Malachai zu. „Kostprobe?“ Etwas in meinen Augen blitzte auf, als ich mich langsam erhob, wieder ein Lächeln auf dem Gesicht. „Kämpfe so, wie du es immer tust. Dabei lerne ich am meisten!“ Ich ging in eine leichte Verteidigungsposition und schon lag einer meiner Dolche in meiner Hand. Verborgen in der anderen warteten zwei Metallnadeln auf ihren Einsatz. Das Gift auf ihnen würde nur lähmen. Und wenn ich absichtlich die Punkteverfehlte, würden sie auch damit nicht tödlich sein können. Aber... wollte ich das? Wollte ich das Risiko eingehen, dass ich vielleicht doch zu gut traf? Zum ersten Mal seit ich denken konnte, beschlichen mich Zweifel vor einem Kampf.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Di Mai 15, 2018 9:48 pm

"Du bist adelig?!", fragte Malachai mit einem hörbar erstaunten, wenn nicht gar erschrockenen Unterton. Das hatte er nicht erwartet. In Gedanken wiederholte er den Namen der Festung. Zûnar. Dieser Ort lag nicht in Karatina, so viel stand fest. Vielleicht eins der südlicheren Königreiche, von denen er noch nicht so viel gehört hatte. "Klingt nach einer harten Jugend. Es muss einiges gebraucht haben, damit du jetzt hier stehst und mich mit einem Brieföffner bedrohst", neckte er ihn. Seine Beschreibung erinnerte Malachai sehr an seine Lehrjahre bei Marek, nur waren es hier wilde Bestien und Straßendiebe, die ihm nach dem Leben trachtete, nicht seine eigene Familie. Er begann, sein gegenüber besser zu verstehen und freute sich darüber. Das war momentan das wichtigste.
Er begab mich in die Grundposition und musterte den Jugen. Ein sichtbarer Dolch, aber das war bestimmt nicht das einzige, worauf ermich gefasst machen musste. "Dann zeig mal, wie du überlebt hast.". Schnell wie ein Pfeil schoss er nach vorne und holte mit seinen Schwertern zu einem Seitwärtsschlag aus. Dabei beobachtete er jede Regung meines Gegner, auf jede Unwägbarkeit vorbereitet.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am Mi Mai 16, 2018 8:32 am

Ich zuckte mit den Schultern. „‘Adelig‘? Dieser Begriff hat bei uns keinerlei Bedeutung“, erklärte ich, während ich den ersten Schlägen zunächst auswich. „Derjenige, der das Kommando über die Festung hat, wechselt normalerweise so schnell wie die Jahreszeit.“ Dass mein Vater dieses Amt schon länger ausführte, sprach laut dunkelelfischem Maßstab für ihn - und seine Grausamkeit. „Es ist bei uns kein Geburtsrecht oder sowas.“ Irgendwie war mir wichtig, dass er nicht glaubte, ich hätte alles in die Wiege gelegt bekommen.
Malachai schien wirklich ein geübter Kämpfer zu sein. Seine Angriffe waren kraftvoll und präzise. Ich vermutete, dass der Großteil der menschlichen Kämpfer spätestens nach dem zweiten zu parierenden Hieb auf dem Boden gelegen hätte. Nur war ich das nicht - menschlich. Die zunehmende Dunkelheit spielte mir zusätzlich in die Karten, denn im Gegensatz zu einem Menschen konnte ich auch in Dämmerung oder Nacht gut sehen. Jedoch... sollte er das wohl besser nicht allzu schnell herausfinden. Trotzdem genoss ich dieses kleine Kräftemessen auf merkwürdige Art und Weise. Malachai war ein aufrechter Mann, ein Krieger durch und durch. Seine Beinarbeit war solide und erzählte von zahlreichen erfolgreich ausgefochtenen Kämpfen. Die Art, wie er sein Schwert führte war... ehrlich. Ich las keine Heimtücke in seinen Bewegungen. Es war erfrischend und ich lächelte, während ich mit der Anmut, die dem Elfenvolk nun einmal eigen war, um die Klingen herum tanzte. Ein Schwerttanz. Ja, das war es. Dann hielt ich plötzlich in meinem Ausweichen inne. Mein Dolch - der Brieföffner, eine Bezeichnung, die mich in diesem Moment grinsen ließ - prallte auf eines der Schwerter und lenkte es ein wenig ab - gerade so viel, dass sich eine Lücke öffnete und ich nicht zu viel Kraft verbrauchte, sondern Malachais eigene Kraft für diese Bewegung nutzen konnte. Ich duckte mich unter seinem Arm hinweg, zog eine meiner Nadeln hervor, visierte den Punkt zwischen Schädelbasis und Halswirbelkörper an und dann einen Punkt etwas daneben, damit das Gift nicht seine volle Wirkung entfalten würde, wenn ich denn traf.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Mi Mai 16, 2018 1:20 pm

Der Kampf mit dem Jungen nahm seine ganze Konzentration in Anspruch, weshalb er keine Konzentration darauf verschwendete, auf die Erklärung seines Gegenübers zu antworte. Ciaran kämpfte gut, verdammt gut. Für ihn nur ein weiteres Indiz dafür, dass der Junge, auch wenn er aus eigener Aussage nicht adelig war, doch zumindest aus einem gehobenen hause kam und eine Ausbildung an der Waffe erhalten hatte, die über das Übliche hinausging. Seine Bewegungen waren fließend und von einer Schnelligkeit, die er bis jetzt bei keinem seiner Gegner bemerkt hatte. In diesem Moment war er mehr als froh, dass Ciaran mit ihm und nicht gegen ihn war.
Der plötzliche Ausfall des Jungen brachte ihn kurzzeitig aus dem Konzept und so bemerkte er die Nadel in seiner Hand einen Augenblick zu spät. Mit einem Fluch drehte er sich zur Seite und spürte wenige Augenblicke später, wie die Nadel über seine Haut kratzte, aber nicht stecken blieb.
Allerdings war sein gegenüber jetzt in einer äußerst ungünstigen Position und Malachai handelte instinktiv: Er warf eins seiner Schwerter zu Boden und packte Ciaran am Kragen, zog ihn bis auf wenige Fingerbreit vor sein Gesicht. "geh niemals in den Nahkampf mit jemandem, den du nicht einschätzen kannst.", sagte er und stieß dann mit seiner Stirn gegen den Kopf des anderen, wobei er Sekunden versuchte, sein Gegenüber die Füße unter dem Körper wegzuziehen.
Plötzlich fühlte er eine seltsame Schwere in seinen Fingerspitzen aufsteigen, die sich über die Arme zu ziehen begann. Fast hätte er gelacht. Natürlich war die Nadel vergiftet gewesen, er hatte es dem Jungen ja selbst auf den Kopf zugesagt!
Wenn er das Gift einschätzen musste, blieben ihm wenige Minuten, bevor die lähmende Wirkung seinen ganzen Körper ergriffen hatte. Seltsamerweise fürchtete er nicht, dass der Andere ihn betrogen hatte. Er vertraute dem Jungen und es war seine eigene Schuld, dass er die Situation falsch eingeschätzt hatte.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Ciaran am Mi Mai 16, 2018 4:10 pm

Ich gab einen überraschten Laut von mir, als Malachai plötzlich eines seiner Schwerter Fallen ließ und mich am Kragen packte. Damit...hatte ich nicht gerechnet. Mein Fehler. Ich versuchte, von ihm los zu kommen, doch bevor ich irgendetwas unternehmen konnte um mich zu retten, verpasste mein Gegenüber mir eine Kopfnuss. Benommen taumelte ich zurück und ging zu Boden, als mir auch noch die Beine weggetreten wurden. Mit einem leisen Aufkeuchen landete ich auf dem Boden, blickte zu kurz zu Malachai auf und nutzte dann den verbliebenen Schwung des Fallens, um zwei Schritte von ihm entfernt durch eine Rückwärtsrolle wieder auf die Beine zu kommen. Ich strich mir ein paar Haarsträhnen aus der Stirn und betastete die Beule, die sich bereits ankündigte. Trotzdem lachte ich. Wann hatte ein Kampf mir einmal solch einen Spaß gemacht? Wann war es einmal nicht um Sterben oder Töten gegangen? Ich suchte den Blick meines Gegners und präsentierte drei weitere Giftnadeln, die wie durch Zauberhand plötzlich zwischen meinen Fingern lagen. „Du hast Recht. Das war wirklich unvorsichtig, aber...“, mein Grinsen wurde breiter, „hältst du dich auch an deine eigenen Ratschläge?“ Die Nadel hatte die Haut nur gekratzt. Die wirklichen Wirkpunkte waren verfehlt. Trotzdem las ich eine Art Erkenntnis in seinem Blick. Irgendetwas schien zu passieren. Die Frage war nur, wie weit es gehen würde. „Keine Sorge“, beantwortete ich die unausgesprochene Frage, die scheinbar zwischen uns in der Luft hing. „Ich habe absichtlich daneben gezielt. Und durch deine schnelle Reaktion war die Nadel nur an der Hautoberfläche. Dir geschieht nichts Schlimmes.“ Nicht einmal ein Mensch würde durch diesen Kratzer bleibende Schäden davontragen. „Normalerweise lägst du jetzt schon um Luft ringend auf dem Boden“, erklärte ich die Wirkung des Giftes. „Das Gift lähmt die Muskulatur, die dafür nötig ist. Weniger athletische Leute sterben also schneller. Aber ich bin beeindruckt von deinen Reflexen. Ich habe noch nie einen ... noch nie jemanden so schnell reagieren sehen“, korrigierte ich mich schnell selbst. Ich ließ die Nadeln zurück in ihre Verstecke gleiten, hob sein Schwert vom Boden auf und betrachtete es versonnen. „Willst du weiter kämpfen? Bewegung fördert die Wirkung des Giftes...“ Ich betrachtete ihn aus dem Augenwinkel, jederzeit auf einen neuen Angriff gefasst.
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Re: In den Tiefen der Berge

Beitrag von Malachai am Mi Mai 16, 2018 4:24 pm

Er lächelte. Der Kampf war fordernd, verblieb aber auf einer entspannten, freundschaftlichen Ebene. "Ich arbeite auch mit einem ähnlichen Gift. Allerdings verlässt dich dabei kurzzeitig die Kontrolle über deine Bewegungen. Ich bin neugierig: Wie stellst du es her?". Während ich so mit ihm sprach, öffnete ich vorsichtig die Halterung einer der kleinen Phiolen an meinem Gürtel. ich hatte 20 Stück von ihnen. "Gebannte Blitze" hatte Marek sie immer genannt, ich bevorzugte Bltzpulver. Ich prägte mir den Standort von Ciaran genau ein, sowie den kürzesten Weg dahin. Seine Augen hatten sich bestimmt mittlerweile an das Dunkel gewöhnt, die Wirkung des Blitzes würde ihn dadurch noch heftiger und unerwarteter treffen. "Glaubst du ich sollte aufgeben? Weißt du, dass ist so eine Sache: Ich behalte gerne etwas in der Hinterhand!". Ich warf die kleine Phiole zwischen uns und wendete schnell den Blick ab. Ich wusste, wie die Wirkung aussah: Ein gleißender, grellweißer Blitz schien dem Boden zu entsteigen, begleitet von einem ohrenbetäubenden knall. Jeder, der in den Wirkungskreis sah, war für mindestens eine halbe Minute kampfunfähig. Das wollte ich mir zunutze machen. Den Blick immer noch gesenkt, rannte ich durch den sich bildenden Rauch und versuchte Ciaran von den Füßen zu reißen. Wenn Bewegung die Wirkung des Giftes förderte, musste ich eben schneller sein.
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