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Obrogun
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Entlang der grünen Hölle:
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Perlfurt:
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Dorf Karstwein:
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Westliche Steppe:
Jaekim
Kinim
Loke

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Araisan
Liloufain
Freya
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Am Rande des Forstes (Nebelad Wald):
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Gasthaus "Rabenfürst":
Civia
Escaria

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Orrashal-Valanyr

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Orrashal-Valanyr

Beitrag von Orrashal am Di Mai 15, 2018 4:56 pm

Infos zum Schreiberling

Alter des Schreiberlings: 20
Hauptcharakter: Malchai
Nebencharakter(e): Dieser hier


Charakter - Grundlagen

Name: Orrashal-Valanyr
Rasse: Neptaner
Alter: 50  Jahre
Geschlecht: männlich
Zugehörigkeit: Licht


Erscheinung
   Größe: 1,97m
   Aussehen:
In der Gestalt, mit der es mir gegeben ist, auf dem Land zu wandeln, bin ich nicht zwingend das, was der allgemeine Konsens als schön erachten würde. Mein Schädel ist kahl und drei Furchen ziehen sich wie weiße Rinnen über die sonnenverbrannte Haut, die den Rest meines Körpers bedeckt, wie die Spuren von Klauen oder eines gewaltigen Gebisses. Doch wer in mein Gesicht schaut, dem wird zuerst der Unterschied zwischen meinem linken und rechten Auge auffallen. Das Linke lässt nichts ungewöhnliches erkennen und besitzt die tiefblaue Farbe des klaren Meeres, welche ich so lange meine Heimat nennen konnte. Doch das Rechte... ist anders. Beginnen wir mit dem schwarzen Mal, welches sich wie eine Tätowierung darum zieht: Eine gewaltige Spirale, in deren Mitte mein Auge eingebettet ist. Desweiteren ist auch die Farbe eine völlig andere: Es ist vollkommen rot, als hätte sich der gesamte Glaskörper mit Blut gefüllt und nur die  schwarze Pupille sticht aus diesem karminroten See heraus. Diese Absonderlichkeit besaß ich nicht immer, aber mehr dazu später.
Der Rest meines Körpers ist im Gegenzug dazu durchschnittlich, geradezu mundan. Meine Statur ist eher schlank zu nennen und zeugt nicht von übermäßiger Kraft, was allerdings auch nicht nötig ist. Dem aufmerksamen Beobachter könnte vielleicht mein eher knochiges und leicht gefurchtes Kinn auffallen, oder der Fakt, dass meine Arme sich nicht so recht an ihre Gelenke angliedern wollen, aber dafür bedarf es schon ein sehr gutes Auge oder die Fähigkeiten, diese Illusionen zu durchschauen.

Meine wahre Gestalt zeichnet mich deutlich als einen der "Weichen" aus. An die Stelle meines Mundes tritt ein scharfer Schnabel, der allerdings unter einem Kranz von Fangarmen verborgen ist, wie die großen Kraken, von denen meine Blutlinie ihre Merkmale ableiten kann. Meine Haut wird zu einer gummiähnlichen Struktur, die nur schwer zu durchschneiden ist und auch Schutz gegen viele Umwelteinflüsse bietet. Ihre Farbe wandelt sich in ein kräftiges Blau, ein Farbton wie klares Wasser an sonnigen Tagen. Arme bleiben mir in dieser Form erhalten, doch anstelle gewöhnlicher Beine dient mir ein weiterer Kranz aus acht Fangarmen, auf denen ich mich an Land bedeutend langsamer, im Wasser aber durch den ruckartigen Ausstoß von Wasser mit überraschender Schnelligkeit bewegen kann. Durch diese Fortsätze erhöht sich meine Größe auf über zwei Meter, was mich zu einer imposanten Erscheinung macht, die in die Herzen der Unwissenden durchaus Furcht sähen kann. Das Mal in meinem Gesicht bleibt in meiner wahren Gestalt ebenfalls bestehen
   Kleidung:
In den Jahren an Land habe ich die Annehmlichkeiten von langen Roben zu schätzen gelernt, wobei ich dabei die grün- und bläulichen Färbungen des Meeres bevorzuge. Darunter trage ich nur ein einfaches Gewand, sowie eine gewöhnliche Tuchhose. Woran ich mich nie gewöhnt habe war das seltsame Bestreben der Menschen, ihre Füße mit Schuhen zu bedecken, weswegen ich bis jetzt darauf verzichtet habe. Ich habe von den schneebedeckten Ländern des Nordens und ihren eisigen Meeren gehört und erachte sie dort als sinnvoll, aber momentan habe ich keine Intention, dorthin zu reisen. Um den Hals trage ich eine Kette mit einer skelettierten Koralle, ein Geschenk zur Feier des Erreichen meines Erwachsenendaseins. Weiteren Schmuck besitze ich allerdings nicht.

Persönlichkeit
   Charakter:
Ich bin mir meiner eigenen Stärken und Fehler durchaus bewusst, vielleicht mehr als andere, da ich durch meinen Dienst in ihrem Namen dazu angehalten bin, mich selbst allezeit kritisch zu hinterfragen. Man kann mich durchaus als zielstrebig und konsequent bezeichnen. ich verfolge meine Ziele mit einer solchen Treue, dass sie von einigen als Fanatismus bezeichnet wird. Aber wenn dies der Preis ist, den ich dafür bezahlen muss, ist mir das mehr als recht. Auch halte ich an meinen Prinzipien fest und bin im Allgemeinen von einer einmal gefassten Meinung nur sehr schwer abzubringen. Auch würde ich mich durchaus als loyal bezeichnen, denn wer sich einmal in meinen Augen bewiesen hat, der kann sich meiner Hilfe sicher sein. Allerdings gilt das Gleiche auch für den umgekehrten Fall: Ich vergesse kein begangenes Unrecht und mein Zorn ist wie das stille Wasser, was bekanntlich sehr tief ist.
 
Vorlieben:


Die Geräusche der See
Wissen über andere Völker und Gebräuche
Kampf in jeder Form, sei es physisch oder geistig



   Abneigungen:


Die Hoffnungslosen
Leute, die zwar reden, aber ihren Worte keine taten folgen lassen
Hochstapler


   Religion:
Ich diene ihr, die in der Sprache aller Völker Auchenai-Achaiah genannt wird, "Die Stimme des Mahlstroms, welche die Untergegangenen verschlingt".
Sie ist die Göttin der Prüfungen, des Sich Behauptens und des Überlebens. In ihrem Dienst prüfen wir die Unwissenden und bereiten sie auf den großen Umbruch vor, der uns prophezeit wurde, sowie auf das Zeitalter des Tiefen Wassers, welches sie uns in Visionen verkündete


   

   Fähigkeiten
   Beruf:Ich bin Priester, Stimme meiner Göttin und Herold ihres Kommens.
   Sprachen: Neptanisch, Arcum
   Lesen/Schreiben: Lesen ja, Schreiben nur in den allergröbsten Zügen
   erlernte Fähigkeiten:
Durch meine Berufung als Priester der Tiefen Göttin habe ich mittlerweile die Fähigkeit erworben, mittels meiner Stimme eine Menschenmenge zum Kochen zu bringen oder sie zu beruhigen, ganz, was die Situation verlangt. Des weiteren habe ich meine Fähigkeit zur Empathie in großem Maße weiterentwickelt und kann aus der unruhigen See der Emotion meines Gegenübers mittlerweile mehr herauslesen als aus so manchem Buch. Den physischen Kampf habe ich zwar in den Grundzügen erlernt, verlasse mich aber lieber auf die anderen mir zu Gebote stehenden Fertigkeiten, wie die Kräfte, die meine Göttin mir verliehen hat. Sollte ich mich doch einmal in einer solchen Situation wiederfinden, ist der Stab, den ich bei mir trage, eine äußerst reale bedrohung für jeden, der sich mir in den Weg stellt.
   Eigenschaften/Gaben:
-Landgestalt
-Verwandelt sich bei Kontakt mit einer handvoll Wasser zurück in seine Wassergestalt
-Muss sich jeden tag eine Stunde im Wasser aufhalten
-Salzige Haut
-Tintenwolke: Durch die Art meiner Blutlinie haben ich auch die Fähigkeit der großen Kraken übernommen, unsere Feinde mit einer Wolke aus Tinte einzuhüllen, die ihnen die Sicht nimmt und leicht ätzend wirkt. An Land ist dies zwar auch möglich, allerdings ist es hier eher ein konzentrierter Ball aus Tinte statt einer lockeren Wolke. Außerdem gelingt mir dies nur, wenn ich mich an Land in der Situation befinden sollte, in meiner wahren Gestalt zu sein. In meiner wahren Gestalt entsteht diese Wolken durch Öffnungen am Rande meines Gesichts, welche von den Fangarmen um meinen Mund verborgen werden. Als Mensch sammelt sich die Tinte in meinem Mund, bis sie schließlich auf das Ziel gespien wird.




   körperliche/geistige Stärken:

-Die Magie des Mahlstroms

-Demagoge/Prediger

-Konsequent

-Stabkampf



   körperliche/geistige Schwächen:

-Blindes Gehorsam seiner Göttin gegenüber

-neigt zu Arroganz

-nachtragend

-Ist im kampf nicht besonders ausdauernd

Magie
   Art des Magiepols: Die Magie des Mahlstroms... Wie Auchenai nach Belieben Löcher in das Meer zu reißen vermag, so beeinflusst ihre Magie das unruhige Meer des Geistes. Meine Kraftreserven werden entweder über Zeit aufgefüllt oder durch das Vollbringen von taten, die das Wohlgefallen meiner Herrin erwecken (Behauptung im Kampf, über sich selbst hinauswachsen etc)




   Zauberliste:

"Geist offenlegen"
Wirkung: Ich konzentriere mich auf das Ziel und bin in der Lage, in seinen Geist einzudringen und seine allgemeinen Gefühle und Gedanken wahrzunehmen. Dies ist für mein gegenüber ein schmerzloser Prozess, es sei denn ich entschließe, nach spezifischen Eindrücken oder Erinnerungen zu suchen. In diesem fall spürt das Opfer einen beständig anwachsenden, immer stärker werdenden Schmerz, einer Migräne nicht unähnlich.
Manakosten: gering-mittel, abhängig von der Stärke der Projektion. Hierbei wird einmalig Mana verbraucht
Reichweite&Anwendungsart: Für diesen zauber ist kein Augenkontakt notwendig, die Reichweite beträgt 5 Meter. Allerdings wird durch Augenkontakt das Eindringen in den Geist erleichtert

"Segen des Abyss"
Wirkung:
Ich kann mittels dieser Anrufung die Wunden meines Ziels heilen, egal, wie schwer sie auch sein mögen. Allerdings wird das Ziel für die nächsten Stunden bis Tage, abhängig von der Schwere der Verletzung, von Visionen und üblen Albträumen sowie geisterhaften Trugbildern geplagt werden, die seine Stärke testen.
Manakosten: Gering. Mana wird solange verbraucht, bis die Wunde geschlossen ist, also bei einer größeren Wunde dementsprechend mehr Mana.
Anwendungsart: Ich muss das verwundete Körperteil für diesen Zauber berühren.

"Sog der Tiefe"
Wirkung: Mein gegenüber fühlt sich von einem geisterhaften Anker oder Fischernetzen in die Tiefe gezogen und fühlt sich so, als würde es ertrinken. Es kann dem Zauber mit seinem puren Willen wiederstehen und sich so befreien, aber geschwächte oder im allgemeinen willensschwachen Personen wird der Zauber in einem Stadium von Erschöpfung und Schock zurücklassen. Eine Anrufung, die sowohl im Kampf als auch bei der Initiation von neuen Gläubigen gerne Anwendung findet.
Manaverbrauch: Mittel. Hierbei wird das Mana einmalig verbraucht
Anwendungsart: Ich muss mein gegenüber ansehen, um diesen Zauber zu wirken.

"Blick in den Mahlstrom"
Wirkung: Ich fokussiere den Blick meines roten Auges auf mein gegenüber und zwinge ihn so, der Wahrheit ins Auge zu sehen, dass er nichts weiter als ein kleines Sandkorn in einem unendlichen Meer ist, weiter und unendlicher, als er es jemals begreifen könnte. Diese Realisierung wird mein Gegenüber entweder in eine haltlose Panik oder eine katatonische Schockstarre versetzen, vorrausgesetzt sein Wille ist nicht stark genug, dem Zauber zu widerstehen.
Manakosten: Mittel. Das Mana wird solange verbraucht, bis die Vision aufhören soll oder das Ziel sich befreit.



"Seelenfischer"
Wirkung: Die Schwachen und diejenigen, die sich aufgeben, mögen ohne großen Wert sein, ihre Essenz hingegen ist es. Mit diesem zauber ist es mir möglich, den Geist eines gescheiterten Prüflings in ein passendes Gefäß, zum Beispiel eine Glasflasche, zu verbannen. Der Geist kann von mir zu jedem Zeitpunkt freigelassen werden und als Gegenzug für seine Erlösung wird er eine Aufgabe vollbringen, um sich in den Augen der Göttin (zumindest teilweise) zu rehabilitieren. Das kann beinhalten, eine Information für mich einzuholen, mich im Kampf zu beschützen oder eine gewisse Person heimzusuchen. nach Beendigung dieser Aufgabe ist es dem Geist möglich, in den Strom des Lebens zurückzukehren.
Manakosten: Das Bannen des Geistes mittel, das Erteilen der Aufgabe wenig. Während des Einfangens wird konstant Mana verbraucht, beim Erteilen der Aufgabe einmalig.



Hintergrund
   Stand: Ich habe dem Leben unter Wasser seit meiner Berufung den Rücken gekehrt, weswegen Stand für mich ohne Bedeutung ist
   Familie:
Meine Mutter und mein Vater waren Gelehrte in unserem Heimatort. Sie erzählten mir die Geschichten von den anderen Welten und ihren Bewohnern, weshalb ich mich irgendwann zum Gang auf das Land entschloss. Es ist lange her, dass ich sie zum letzten mal gesehen habe, aber ich habe eine Aufgabe zu erfüllen, die nun zum neuen Mittelpunkt meines Lebens geworden ist.
Geschwister besaß ich keine
   Herkunft/Geburtsort: Crepererum

   Wohnort:
Ich habe keinen festen Wohnort, da Reisen bis jetzt immer ein fester Bestandteil meines Lebens als Priester war.
   Besitz:
Die Kleidung an meinem Körper und ein Wanderstab, der mir auch im physischen Kampf ausreichend gut gedient hat. Desweiteren ein kleines Bündel mit geräuchertem Fisch und einigen Kräutern, sowie Kerzen und Kreide, falls es notwendig sein sollte, über eine Trance mit ihr in Kontakt zu treten. Für diesen Zweck trage ich auch einen Ritualdolch, geschnitzt aus den Knochen eines der großen Leviathane der Tiefe bei mir, die ihr heilig sind.

   Gefährten:-

Geschichte:

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Vor 50 Jahren erhielt ich im Tiefenreich Crepererums das Geschenk des Lebens. ich war ein neugieriges Kind und konnte kaum genug bekommen von den Erzählungen meiner Eltern, die beide Gelehrte im Dienste des Königreiches waren. Je älter ich wurde größer wurde der Hunger nach Abenteuer in mir, die Sehnsucht nach dem Land über den Wogen wurde immer schmerzhafter. Als ich schließlich 30 Jahre alt wurde, war dieser Drang schließlich zu solch einem Ausmaß herangewachsen, dass ich ihm nicht mehr standhalten konnte. Ich erbat den Segen meiner Eltern, meine Heimat zu verlassen und eigene Erfahrungen, eigenes Wissen zu erwerben. Schweren Herzens gaben sie mir ihren Segen und so verließ ich mein Heim, jung und unerfahren wie ich damals war. Ich wusste nicht, dass der Abschied so lange sein würde...
Wie gingen mir die Augen auf beim Anblick der Häuser der Menschen, ihrem Leben und Arbeiten, ihren Worten und ihrer Kunst! Ich sog alles in mich auf, begierig, soviel Wissen zu erwerben wie es nur irgend möglich war. Zehn jahre wanderte ich durch die Küstenlande Crepererums, überall neue Bande der Freundschaft knüpfend, niemals zufrieden, immer dem nächsten aufregenden Ding hinterhereilend, welches meinen Weg kreuzte.
Schließlich heuerte ich als Teil einer Schiffsmannschaft an und ihrem Kapitän enthüllte ich als erstem Menschen meine wahre Natur. Ich entschied mich dazu, da es mir bewusst war, dass ich mein Geheimnis nicht für alle Zeit verborgen halten konnte und ich so mein vertrauen in ihn setzte, mir dabei zu helfen.  Zuerst war er erschrocken, aber er behielt Stillschweigen, weil ich ihm versicherte, ich könnte ihm als Navigator nützliche Dienste leisten. Er nahm mein Angebot an, vielleicht weil er mich für einen der Meergeister aus den Legenden der Menschen hielt und nicht meinen Zorn auf sich und seine Mannschaft ziehen wollte. So fuhr ich mit ihm zur See und mein Erbe verhalf dem Händler so manches Mal dazu, eine Schnellere Route zu finden oder den Piraten zu entkommen, welche einige Teile des Peleris-Meeres wie eine Krankheit verseucht hatten. Weitere Jahre vergingen und ich wurde bald die rechte Hand des Kapitäns. Dann kam der Sturm.

Ich hatte schon öfter Stürme erlebt, war dann aber unter Deck geblieben, um meine wahre Natur nicht dem Rest der Crew zu enthüllen. Doch dieser Sturm war anders, viel größer und wilder als ich es je zuvor erlebt hatte. Das Schiff schaukelte wie ein Spielzeug zwischen Wellen, die sich ringsum wie Krallen erhoben und das Stück Holz zu zerreißen drohten. Der Regen peitschte den Männern fast waagrecht ins Gesicht und Blitze zuckten über den pechschwarzen Himmel. Ich hörte den letzten Schrei des Kapitäns, meines langjährigen Freundes, bevor eine gewaltige Welle ihn in den gierigen Schlund des Meeres riss. Die Männer waren panisch, einige warfen sich in Angst zu Boden und flehten zu ihren Göttern um Hilfe. Diese Männer brauchten Führung oder sie waren verloren! Ich stieg aus dem Laderaum empor und beinahe sofort enthüllte sich im Regen meine wahre Gestalt. Als die Männer mich sahen, sprangen einige voller Angst über Bord, andere sahen mich als ein Omen und lauschten meinen  gebrüllten Befehlen, während ich zum Steuerrat glitt, welches sich wie wahnsinnig in der Macht des Sturms drehte. Es riss mir die Hände blutig, aber ich konnte es greifen und brüllte weiterhin Anweisungen, damit wir es vielleicht heil aus diesem Todesurteil herausschafften. Dann erscholl vom Bug des Schiffes ein Schrei, der mir das Blut in den Adern gefrieren ließ:" Maelstrom!" Vor meinen Augen öffnete sich das Meer zu einem gewaltigen Rachen, der bis hinunter in die stygischen Tiefen zu reichen schien. Hatte ich vorher noch die Hoffnung gehabt, ich könnte von Bord gehen, sollte das Schiff unrettbar verloren sein, so wurde diese nun zerschmettert, als das Schiff langsam in den Sog des Strudels geriet. Wir drehten uns, immer schneller und einer nach dem anderen wurden die Männer von Bord gerissen und verschwanden, ihre Schreie vom Tosen des Meeres verschluckt. Ich hielt weiter am Steuerrad fest, ich konnte nicht loslassen, nicht aufgeben. Ich würde bis zum bitteren Ende kämpfen!

Plötzlich schien sich die ganze Szenerie um mich herum zu verlangsamen, bis schließlich jede Bewegung zum Erliegen gekommen war. Vor mir schwebten Regentropfen in der Luft, um mich herum schienen Blitze und Wellen wie festgefroren. Das war der Moment, als ich zum ersten mal ihre Stimme hörte, die sich wie eine Harpune in meinen Geist bohrte, ohne den umständlichen Weg über meine Ohren zu nehmen:"Kind des Meeres, du hast mein Wohlgefallen erworben, denn du kämpfst um das Geschenk des Lebens! Doch nun höre: Du stehst am Scheideweg, einer Gabelung und du sollst wählen: Umarme den Tod oder erkämpfe dir das leben als Diener meiner Macht, als Stimme für meine Worte, denn ich bin die Stimme des Mahlstroms!" Ich erschauderte. Langsam ging ich vorwärts, über das in der Zeit feststehende Schiff, bis ich schließlich am Bug angelangt war. Ich schielte herüber und was ich sah, ließ mich beinahe vor Angst schreien: Der Mahlstrom bewegte sich weiter und an seinem Grund funkelte ein gewaltiges rotes Auge, mit einer elliptischen Pupille, wie die der Katzen, die ich in den Siedlungen der Menschen gesehen hatte. Wieder hörte ich die Stimme in meinem Geist und ich wusste, dass sie und das Wesen unter mir eins waren:"Wähle, Kind! Ich bin Auchenai-Achaiah, Herrin der Prüfungen, Gebieterin des Kampfes, Herrin der Überlebenden. Das Leben ist ein Krieg und wer sich ergibt, ist verloren und wird verschlungen, während die Sieger überdauern, um das Ende zu sehen. Was soll dein Pfad sein?!" Ich brauchte einen Moment, nickte  dann aber. "Ich wähle das Leben!", schrie ich in den Mahlstrom. Die Antwort ertönte sogleich, wie ein Echo: "Dann... spring. Deine Prüfung beginnt!" Innerlich voller Angst erklomm ich die Reling, sah ein letztes Mal zurück und ließ dann los. In diesem Moment kehrte der Sturm zurück, das Bersten des Schiffes, das Krachen der Blitze und das Dröhnen des Meeres, welches meine Schreie übertönte.

Ich versank, immer tiefer. ich konnte mich nicht dagegen wehren und versuchte es auch nicht. Irgendwann, nach einer unendlich langen Zeit kam ich auf dem Grund an, ein schwarzer Basaltboden, übersät mit tausenden scharkantigen Steinen. Es war pechschwarz, doch konnte ich fühlen, dass noch eine Gestalt hier unten war. Plötzlich hörte ich wieder eine Stimme in meinem Geist, dieselbe, die auch bereits oben zu mir gesprochen hatte:Dreh dich um, Neonate, deine Prüfung beginnt!" Als ich mich umdrehte, schwebte hinter mir eine gestalt im Wasser: Eine Frau, durch deren Haut unzählige Fischerleinen getrieben waren, sodass deren haken sie wie tödliche Fangarme umwogten. Man konnte deutlich die Stellen sehen, an denen Fische oder andere Lebewesen von ihr gefressen hatten und ihr Kopf war vollkommen kahl. Um ihr rechtes Auge schlang sich die Zeichnung einer gewaltigen Spirale und das Auge in ihren Zentrum war rot, eine Miniaturisierung des Wesens, was ich auf dem Schiff erblickt hatte. Ihre anderes Auge leuchtete in einem kränklichen Blau und bevor ich reagieren konnte, stieß sie auf mich zu und hüllte mich mit den Fischleinen ein. Ihre krallenartig verlängerten Fingernägel schlugen mir durchs Gesicht und ihre Haken rissen meine Haut an Rücken, Brust und Kopf auf. Der Schmerz war betäubend, doch ich hielt stand und rammte ihr meine Faust in das leichenhafte Gesicht. Sie wurde dadurch noch rasender und schlug mit aller Gewalt auf mich ein, sodass sich das Wasser um uns bereits rot zu färben begann. ich erkannte, dass ich einen längeren kampf auf keinen Fall gewinnen konnte und entschied mich für ein halsbrecherisches Manöver: Ich umschlang sie mit meinen Fangarmen und riss sie mit mir zusammen auf den Meeresgrund zu, den spitzen Steinen entgegen. Kurz vor dem Boden stieß ich sie mit aller Macht von mir, wodurch die Haken aus meinem geschundenen Fleisch gerissen wurden, was ich allerdings kaum bemerkte, zu gebannt beobachtete ich meine Kontrahentin. Ihr Körper prallte auf eine herausstechende Felszacke, welche sie genau im Bauchbereich durchbohrte. Doch selbst jetzt, in einem Stadium, in dem sie bereits tot sein sollte, konnte ich noch immer ihre Stimme hören: "Prüfung... bestanden. Willkommen, neonate. Nun ruh dich aus. Deine zeit wird bald kommen". Ich fühlte, wie eine Müdigkeit nach meinen Lidern griff und war mittlerweile zu schwach, um mich ihr zu erwehren. So trieb ich, hilflos in diesen stygischen Tiefen. Und träumte.

Ich sah vieles in diesen Träumen. Eine Zeit des Krieges, des Umbruches. Ein Zeitalter, in dem die Würdigen eine Welt des tiefen Meeres herbeiführen würden, in dem nur der stärkste überleben würde. Mir gefiel diese Vision. ich sah auch eine Gestalt, dasselbe Wesen in 101 verschiedenen Formen. Meine Herrin, die Stimme das Mahlstroms. Ich war für sie gestorben, wurde geprüft und hatte mich wieder erhoben. Nun war es an der Zeit, anderen dieses Geschenk zuteil werden zu lassen.
Langsam wurde der Schleier des Traumes lichter und schließlich erwachte ich vollends, in einer kleinen Grotte, neben mir ein Bündel mit Kleidung und ein Wanderstab. Weder wusste ich, wie ich hierhergekommen war, noch, wer mir diese Dinge gebracht hatte. Ich kleidete mich an und entstieg der Grotte, die mich an einen Strand führte. Dort ging ich zuerst zum Wasser und erkannte die Person vor mir zuerst nicht: Mein Schädel war kahl geworden und mein rechtes Auge hatte eine komplett rote Farbe angenommen, umrahmt von einer schwarzen Spirale. Ich schreckte zurück, doch dann hörte ich wieder diese Stimme in mir, nur viel leiser als zuletzt:"Fürchte dich nicht. Dies ist meine Gabe an dich. Du wirst lernen, sie zu nutzen, für die Prüfung derer, die nicht um die Zukunft wissen.". Ich nickte, denn ich vertraute der Stimme. Sie hatte mich neugeboren, wissend und bereit, dass Wissen weiterzugeben.

So wandere ich seitdem in dem Ländern nahe des Meeres umher, denn hier ist die Macht meiner Göttin am größten. Wie sie es vorhergesagt hat, habe ich ihre Gaben zu nutzen gelernt und nach und nach gemeistert. Ihre Stimme leitet mich und zeigt mir, wo die Menschen daran erinnert werden müssen, dass Leben immer einen Preis verlangt. Den Preis des kampfes. Ich bin ihre Stimme. Ich bin ihre Hand. Die Zukunft wird kommen, denn ich habe sie gesehen. Und ich werde bereit sein? Doch ist diese Welt es?


Zuletzt von Orrashal am Do Mai 31, 2018 11:04 pm bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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