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Amazonenlegenden

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Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Sa Mai 19, 2018 9:39 am

Es war einmal, wird einmal, wird niemals werden.


Und Vinu und Melva gedachten derer, die ihr Dasein verzweifelt und ohne Hoffnung im Schatten fristeten, denn sie liebten alle ihre Kinder gleichermaßen, ganz gleich wer sie auch waren; glücklich wollten sie sie sehen, denn die Tage jener Zeit waren dunkel und die Nächte bitter für jene, die nicht mehr wussten wohin sie sich wenden sollten.

Tag und Nacht suchten sie nach einer Möglichkeit wie sie dieses Wunder bewirken konnten, doch selbst sie als Göttliche – ganz gleich wie mächtig sie auch waren – konnten ohne einen Funken schöpferischer Inspiration etwas derartiges vollbringen. Selbst ihnen war es nicht möglich mit einem Gedanken allein Leid und Trauer und Sorgen von ihren Kindern zu nehmen, denn die Kinder waren frei und so sollte es auch bleiben.
Nach einer langen Zeit des fruchtlosen Sinnierens empfanden die Göttlichen selbst eine große Schwere, die sich über ihre Herzen gelegt hatte und so beschlossen sie eines schönen Morgens ihre Tochter Sola zu besuchen, die sie vergnügt und ohne Sorge in einer Lagune badend antrafen.

Da fragten sie Sola warum sie so glücklich sei und sie sagte ihnen bald, dass ihr gerade ein hübscher Gedanke gekommen war.
Jeder Tag, meinte sie strahlend, sei eine Pforte zu neuen Gedanken und Möglichkeiten. Ganz gleich wie dunkel die Nacht auch gewesen sein mochte, ein neuer Tag folgte ihr nach. Immer und immer wieder.
Ohne sich in ihrem Spiel stören zu lassen meinte sie weiter: Ein neuer Tag ist das größte Geschenk, das ich zu teilen habe.
Da lächelten Vinu und Melva, die gerührt von den klugen Worten ihrer Tochter waren und sieh da! Sie fühlten sich tatsächlich leichter.
Ein Gedanke später löste sich ein Funke ihrer unendlichen Gnade und fiel auf das Wasser und mit einem Mal war der Morgen voller Licht, Musik und Leichtigkeit.

Um diesen Tag niemals zu vergessen machten sie ihren Kindern diesen Ort zum Geschenk und ließen die Kunde verbreiten: Jede Frau, die sich von ihren Gedanken befreien wollte, solle bei Tagesanbruch zu dieser Lagune kommen, ins Wasser steigen und jeden einzelnen dieser Gedanken beim Namen nennen. Auf diese Weise würden sie sich von ihnen reinwaschen können.
Und die Kinder der Göttinnen kamen, erst vorsichtig doch bald schon immer zahlreicher bis die Lagune voller Lachen und kein einziger übler Gedanke mehr geblieben war.

„... So wird es hier im Dorf von einer Hohepriesterin zur anderen weitergegeben auf dass nie vergessen werde welche Wunder die Götterschwestern mit uns, ihren Kindern, teilten“, erzählte die Hohepriesterin Nesrin an der Schwelle der luftigen, in schwindelerregender Höhe erbauten Hütte, die auf einer Plattform zwischen den weit auseinander fächernden Astgabeln errichtet worden war. Schmale Brücken aus Lianen, Hanfseil und Brettern führten zu dieser hin und doch war ein Fehltritt genug um einen Fall aus gut zwanzig Metern Höhe nach sich zu ziehen.
Murmelnd fügte sie an: „... und, dass es immer Hoffnung für diejenigen gibt, die bereit sind sich ihr zu öffnen.“
Keine Stimme antwortete ihr aus dem Inneren der Hütte, doch Nesrin wusste auch ohne Worte, dass ihr ehemaliger Schützling wach war.
Jaiva. Und obschon sie sich von dem Mädchen gelöst hatte, hatte lösen müssen, so empfand sie noch immer tief für dieses. Sie konnte es nicht mitansehen wie sich die junge Amazone immer mehr und mehr ihrem Kummer ergab obwohl noch so viele Möglichkeiten vor ihr lagen. Sie war doch so jung.
Die ältere Amazone ging ohne noch ein weiteres Wort gesprochen zu haben und brütendes Schweigen umhüllte das Baumhaus.

Was für ein Unsinn“, murmelte die Dorne nach einer Weile. „Als ob ein paar Spritzer Wasser den Unterschied machen würden...“
Doch die Hohepriesterin wäre nicht die Hohepriesterin gewesen wenn sie nicht gewusst hätte, dass ein Grundstein genügte um die junge Amazone neugierig zu machen und so geschah es, dass Jaiva nach ein paar Tagen zum Tempel kam, um sich einfach nur so nach diesem Reinigungsritual zu erkundigen.
Freilich erzählte ihr Nesrin auch einfach nur so von dem, was zu tun war.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Sa Mai 19, 2018 10:43 am

Ich fluchte leise vor mich hin, während ich den Ast einer Grünpflanze zurückbog, um dem kaum erkennbaren Pfad weiter folgen zu können. Das Blatt war groß- beinahe so groß wie mein Oberkörper - dick und fleischig und mit zahlreichen zarten Blattadern übersät. Es war das Blatt einer exotischen Pflanze, wie ich sie noch nie zuvor gesehen hatte. Und zuerst hatte mich jedes einzelne von ihnen fasziniert und ich hatte auf meiner Suche innegehalten und es betrachtet. Inzwischen jedoch - nach mehreren Tagen Wanderung durch diese grüne Hölle - und das war sie wirklich! - widmete ich den Pflanzen um mich herum kaum noch einen zweiten flüchtigen Blick. Ich hatte gelernt, dass einige von ihnen giftig waren, so giftig wie das Blut eines Dunkelelfen. Und auch das hatte mich die ersten Tage während meiner Rasten begeistern können - ebenso wie die vielen unterschiedlichen Tiere, die man hier und da entdecken konnte, die jedoch zu scheu waren, um sich näher an Eindringlinge heran zu wagen. Das jedoch war auch schon lange verflogen und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als endlich mein Ziel zu erreichen. Ich umklammerte das Amulett meiner Mutter, während ich einem Pfad über glitschige, regennasse Steine folgte, auf denen Oberfläche sich eine Art rotbraune Flechte gespannt hatte. „Wenn dieser Kerl gelogen hat, dreh ich ihm den Hals um! Nachdem ich ihm die Zunge herausgeschnitten habe und seine Augäpfel über seiner verdammten Pfeife geröstet habe!“, versprach ich dem wolkenverhangenen Himmel über mir nicht zum ersten Mal, bevor ein erneutes Grollen aus der Ferne ein rasch aufziehendes Gewitter ankündigte. Ich verdrehte die Augen. Nicht schon wieder. In den paar Tagen, die ich hier bereits unterwegs war, hatte ich gelernt, dass das Wetter hier launischer war als ich es sonst irgendwo bisher erlebt hatte. Regen konnte binnen kürzester Zeit herab prasseln und die Senken zwischen den dicht wuchernden Pflanzen füllen. Genauso schnell konnte die Wolkendecke jedoch auch wieder aufreißen und einer unbarmherzig herab brennenden Sonne Platz machen. Ich seufzte. Für beide Extreme war ich anscheinend nicht gemacht, denn die hohe Luftfeuchtigkeit und die vom Boden verdunstenden Wasserströme bildeten einen feuchten Film auf meiner Haut, der rasch zurückkehrte, wie oft ich ihn auch wegwischte. Ich hielt kurz inne, um einen Schluck zu trinken. Doch auch das wirkte eher wie ein Tropfen auf einen heißen Stein. Und ich hatte kaum noch etwas bei mir, obwohl ich meine Vorräte erst am Vorabend aufgefüllt hatte. Ich biss die Zähne zusammen und richtete meinen Blick stur geradeaus - und schwor dem Unlicht erneut, dass ich den Kerl umbringen würde, wenn seine Geschichte von den Ruinen inmitten des Dschungels und die Schriftzeichen, die er dort gesehen haben wollte, nicht wahr war. Er hatte keinen vertrauenserweckenden Eindruck gemacht, aber nachdem ich wochenlang keinen einzigen Menschen gefunden hatte, der mit den Inschriften auf dem Amulett auch nur das Geringste hatte anfangen können, war ich verzweifelt genug gewesen auch zwielichtigen Gestalten zu glauben - natürlich nicht ohne angemessene Ausführung was ihm geschehen würde, sollte sich seine Wegbeschreibung als falsch herausstellen. Anscheinend hing der arme Tropf jedoch zu wenig an seinem Leben, um sich darum zu scheren, wie ich jetzt voller Bitterkeit feststellte.

Ich griff nach oben, ertastete einen kleinen Vorsprung zwischen den Felsen und fand genug Halt, um mich in die Höhe zu ziehen. Ich schob meinen Fuß in einen Felsspalt und drehte den Kopf ein wenig, um mich umzusehen. Überall nur Baumkronen und dichtes Grün. Keine Ruine, keine Schriftzeichen, keine Hinweise. Ich war nahe daran die Suche abzubrechen und mich auf den Rückweg zu machen, doch der Gipfel des kleinen Felskammes war nicht mehr fern und vielleicht konnte ich ja auf der anderen Seite doch noch mein Ziel entdecken... Mit einem Seufzen kletterte ich weiter, zog mich noch ein paar Mal in die Höhe und wäre ebenso oft beinahe an den glitschigen Felsen abgerutscht. Endlich konnte ich einen Blick auf die andere Seite erhaschen und wusste nicht, ob ich jubeln oder resignieren sollte. Eine Lagune bereitete sich unter mir aus, an zwei Seiten von Felsen und an den anderen von dichtem Urwald umgeben. In diesem Moment schob sich die Sonne durch die Wolken und ließ das still daliegende Wasser in einem atemberaubend schönen Türkis glänzen. Aber auch hier gab es auf den ersten Blick keine Zeichen von irgendeiner Zivilisation, die Tempel gebaut haben könnte. Trotzdem beschloss ich, mich auf dieser Seite an den Abstieg zu machen, um meine Wasservorräte aufzufüllen. Wenigstens das sollte ich tun, bevor ich mir meinen weg aus dieser Hölle suchte. Und dann würde jemand sehr, sehr lange leiden müssen... Ich konnte nicht sagen, dass es eine meiner Lieblingsbeschäftigungen war, jemanden zu foltern. Und es war auch definitiv nichts, was mich erregte oder das gleiche, freudige Funkeln in meine Augen treten ließ wie ich es so oft bei meinen Brüdern beobachtet hatte... aber Vergeltung musste geübt werden. Und das erschien mir als eine passende Form. Tief in Gedanken versunken trat ich ans Wasser heran und betrachtete in der spiegelklaren Oberfläche mein Antlitz - das Gesicht meiner menschlichen Tarnung. Ich verzog ein wenig das Gesicht. Wann würde ich wieder ich selbst sein können? Würde ich jemals nach Letum zurückkehren? Wollte ich das überhaupt?
Ich ging in die Hocke und tauchte meinen Wasserschlauch in das Wasser, das nun kleine Wellen schlug und mein Abbild zerstörte. Sei es drum. Es war eben auch nur eine Illusion. Ich schreckte zusammen, als ich plötzlich ein ohrenbetäubendes Donnern hörte. Mein Blick schnellte nach oben und ich sah die finsteren Wolken, die sich direkt über mir auftürmten. Ein weiteres Krachen folgte und schon fielen die ersten Tropfen auf die Wasseroberfläche und wühlten sie so sehr auf, dass ich den Grund nicht mehr sehen konnte. Fluchend sprang ich auf und sah mich nach einem Unterschlupf um. Ich hatte wirklich keine Lust schon wieder bis auf die Knochen durchnässt zu sein. Ich entdeckte einen Felsspalt, der sich womöglich zu einer Höhle öffnen würde und versuchte dort mein Glück.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Sa Mai 19, 2018 1:28 pm

Jaiva wog die Schale in ihren Händen während sie Schritt um Schritt auf den festgetretenen Untergrund setzte – auf verschlungenen Pfaden von ihrem Heimatdorf fort, dem Herzen des Dschungels entgegen. Groß war sie, die Schale, ganz aus Holz gefertigt und durch ihre Machart, die ausladende Form sowie die reichen Verzierungen schwer. Sie brauchte beide Hände um sie zu tragen und nicht zum ersten Mal blickte sie abschätzigen und skeptischen Blickes hinab zu dem glatt geschliffenen Inneren, denn sie war sich noch immer nicht sicher was sie von alledem halten sollte.
Vertrau auf Vinu und Melva“, hatte ihr Nesrin noch mit auf den Weg gegeben, doch ganz gleich wie oft die dornige Amazone diese Phrase auch wiederholen mochte, sie klang abgedroschen in ihren Ohren. Die Götterschwestern, sie würden wissen wie sehr sie mit ihnen haderte. Sie wussten, dass sie sie für ihr Schicksal verantwortlich machte und jetzt sollte sie sich in ihre Hände begeben? Auf ihre Gnade hoffen...? Wäre Nesrin nicht gewesen und sie selbst so verzweifelt wie noch nie in ihrem Leben, hätte sie sich nie und nimmer in aller Frühe auf den Weg gemacht.
Lächerlich, einfach lächerlich, dass ich das mache“, seufzte sie und hob ihren hölzernen Begleiter über ihren Kopf um ihn auf diesem abzusetzen. Des dort wartenden, dornigen Auswuchs wegen musste sie ihr Kinn ein wenig absenken damit ihr Scheitelpunkt etwas mehr nach vorne rutschte, seltsam anzusehen und doch war dies eine natürliche Haltung für sie. So sehr sie sich auch dagegen sträubte, so waren ihr die Dornenauswüchse mit den Jahren vertraut geworden. Sie wusste wo sie waren, wie sie sich mit ihnen bewegen musste und was sie nicht tun durfte wenn sie sich nicht selbst verletzen wollte.

Eine gute Stunde war sie unterwegs und so konnte sie mit der zunehmenden Helligkeit des aufziehenden Tages auch das Unwetter erkennen, das sich über ihrem dunklen Schopfe zusammenbraute, doch Regen war nichts, was eine Frau der Grünen Hölle zu schrecken wusste. Obendrein wollte sie das so schnell wie möglich hinter sich bringen damit sie der Hohepriesterin sagen konnte was für ein ausgemachter Unsinn das alles doch war. Reinigungsritual, pah. Sie badete täglich in dem kleinen Weiher nahe des Dorfes, warum sollte das Wasser dieses Tümpels dort drüben anders sein? Seufzend, murrend und schnaubend ging sie den Weg, den viele Frauen vor ihr bereits gegangen waren und erreichte die Lagune, deren Wasseroberfläche von einem infernalischen Regenguss aufgewühlt wurde. Ein Seufzen später stand sie am Ufer und blickte geradewegs zu dem Fels, der sich gut sieben Meter aus der Mitte des Sees in die Höhe erhob. Des Regens wegen wurden dessen scharfe Ausläufer zu Wasserschanzen, sodass spritzende Fälle hinunter sprudelten.
Das muss es sein“, schlussfolgerte Jaiva und versuchte vergeblich in der steinernen Struktur ein göttliches Antlitz zu erkennen. Wenn das wirklich ein Bildnis einer Göttin sein sollte, dann war sie verdammt häs – ein Blitz grollte über ihr.
Besser sie beeilte sich...
Kurzentschlossen stellte sie die Schale auf einer übergroßen Wurzel ab und löste die Bänder ihrer aus Leder gefertigten Kleidung. Allzu lange dauerte dies nicht, immerhin trug sie doch lediglich einen aus zwei hellen Lederstücken gefertigten Streifen, der sich um ihre Brüste spannte sowie einen kurzen, seitlich geschlitzten Rock. Die Perlen, Federn und verdrehten Fäden machten es nur geringfügig besser – noch immer war viel Haut zu sehen und jetzt, da sie sich ausgezogen hatte noch mehr. Warme Dunkelheit spannte sich über ihren von schlanken Muskeln erzählenden Körper, der wenig später ins Wasser watete. Nur die Schale trug sie noch bei sich. Alles andere ließ sie unter einer Windung der Wurzel liegen lassen. So wurde es wenigstens nicht noch nasser.

Als sie bis zum Brustbein im schäumenden Nass stand und vom Spritzwasser der Steinformation berührt wurde, tauchte sie die Schale ins Wasser nur um sie auf Augenhöhe anzuheben.
Ich trete vor euch um mich reinzuwaschen“, begann sie murmelnd und war froh, dass der Regen ihre Stimme zu einem dumpfen Murmeln machte. Sie hätte sich sonst noch mehr geschämt als sie es ohnehin schon tat.
Nehmt sie von mir, die Schwere, die mein Herz umklammert. All die Worte, die mich so wütend machen, so hilflos, … so traurig. Worte, die mich verletzen.
Nehmt sie von mir. Die dunklen Gedanken. Ich will sie nicht haben.
Ich will doch bloß eine von ihnen sein
.“ Und obwohl der Regen ihr bereits gute Dienste tat, goss sie sich den Inhalt der hölzernen Schale über den Kopf.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Sa Mai 19, 2018 2:24 pm

Das Gewitter ballte sich weiter und weiter zusammen und färbte den Himmel beinahe nachtschwarz. Wie zorniges Grollen einer düsteren Bestie rollte das Donnern über das Land und hallte auch in dem winzigen Felsspalt wieder, in den ich mich zurückgezogen hatte. Ich presste meinen Rücken gegen die Wand, um dem kleinen sprudelnden Wasserstrom zu entgehen, der seinen Weg durch Ritzen und Löcher fand und kaum eine Handbreit von meinem Gesicht entfernt in die Tiefe prasselte. Meine Haltung war auf Dauer alles andere als bequem, aber ich hatte wirklich keine Lust schon wieder vollkommen nass zu sein. Das war ich die letzten Tage oft genug gewesen. Und es reichte.
Plötzlich glaubte ich zwischen dem Trommeln des Regens und dem Donner eine Stimme zu hören. Ich runzelte die Stirn. Menschen? Hier? Ich war in den ganzen vergangenen Tagen niemandem begegnet und ich bildete mir ein, dass ich es wahrgenommen hätte, wenn ich beobachtet worden wäre. Beim Unlicht, ich hatte ja noch nicht einmal irgendwelche Anzeichen einer Zivilisation gesehen, weder einer neuen noch einer alten! Wer also...? Ich reckte mich neugierig ein wenig. Die Felsen behinderten meine Sicht, ebenso wie der Regen. War es am Ende nur eine Täuschung, hervorgerufen durch das sprudelnde Wasser? Ich glaubte, eine Bewegung in der Lagune auszumachen. Das Wasser war noch immer aufgewühlt vom fallenden Regen. Gleichzeitig jedoch waren da einige Wellen - größere Wellen - die nicht in dieses Muster passten. Ich suchte mit der Hand einen anderen Griff, streckte mich noch ein wenig mehr und versuchte, etwas zu erkennen. Ein heller Blitz zuckte über den Himmel und tauchte die vorhin so idyllisch aussehende Lagune für einen kurzen Moment in ein fahles Licht, das direkt aus einer Geisterwelt emporzusteigen schien. Das darauf folgende Krachen ließ mich zusammenzucken. Es dröhnte so laut in meinen Ohren, als hätten zwei Riesen direkt neben mir mit einem Kampf begonnen und ihre Waffen mit aller Kraft gegeneinander geschlagen. Ich merkte, wie meine Finger langsam über den nassen Stein abglitten, versuchte neuen Halt zu finden und scheiterte kläglich. Panisch streckte ich meine Hand noch weiter, rutschte mit dem Fuß ebenfalls ab und stürzte in die Tiefe. Der Aufprall auf der Wasseroberfläche presste mir die Luft aus den Lungen und ließ mich gleichzeitig erschrocken einatmen, während ich noch gegen etwas anderes, ebenfalls festes aber wärmeres stieß. Das kühle Nass schlug über mir zusammen und raubte mir die Sicht. Ich streckte reflexartig die Hände nach der Oberfläche aus, während meine Beine durch das Wasser strampelten, nach festem Grund suchten und sich gleichzeitig mit irgendetwas anderem in die Quere kamen. Wasser füllte meinen Mund und endlich hatte ich es geschafft. Ich stieß mich vom Untergrund ab, kam prustend wieder an die Oberfläche und füllte meine brennenden Lungen mit der dringend ersehnten Luft.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Sa Mai 19, 2018 3:01 pm

Hätte die Dorne gewusst, dass sie nicht allein an diesem verlassen anmutenden Ort wäre, so hätte sie niemals all diese Worte gefunden, die ihr so schwer auf dem Herzen lagen. Nie hätte sie zugegeben, dass sie weitaus verletzlicher war als sie sich Tag für Tag gab. Die Blicke. Die Worte. All die Jahre! Das war einfach mehr als sie ertragen konnte! Sie hatte sich weder ausgesucht ein Unglückskind zu sein noch hatte sie wollen, dass ihre Mütter in den Dschungel gegangen waren. Sie konnte doch nichts dafür!
Melva! Vinu!“, rief sie; das Gold ihrer Stimme zerbrach in ihrer Kehle. Sie wusste nicht wie lange sie bereits gesprochen und ihre Stimme an Kraft gewonnen hatte. Jaiva war nicht dafür gemacht Demut zu zeigen, daher tat sie das, was sie am Besten konnte: sie machte ihrem Ärger Luft. Das war alles so unglaublich ungerecht! Und außerdem, warum hatte man ihr Dornen anstatt Blüten gegeben und sie damit zu einer Laune der Natur gemacht? Zu einer Absurdität?
Das ist nicht richtig!“, rief sie und hätte wohl die kostbare Schale ins Wasser geworfen wenn sie nicht etwas an ihren Beinen gespürt hätte. Die Berührung kam unverhofft und was sie zuerst für einen Fisch hielt, gab ihr die Illusion von Händen.

Ayeiyeiyei!!“, stieß sie aus und wünschte sich statt der sperrigen Schale ein Messer oder viel mehr einen Speer herbei, denn was auch immer im Wasser lauerte war sehr viel größer als ein Fisch, den sie hier so viel eher vermutet hätte. War es eine Schlange? Ein Krokodil? Im ersten Moment versuchte sie sich noch Abstand zu gewinnen und schon im nächsten tauchte jemand vor ihr auf! Sie hatte gar nicht genügend Zeit um Panik zu verspüren.
Göttinnen!!“, rief sie. War das der Geist dieses Sees, den sie mit ihren provokanten Worten aufgeweckt und erbost hatte? Als erstes bemerkte sie die Augen, in die sie für einen unendlich langen Moment starrte und so sonderbar, ach so sonderbar waren während sie selbst offenkundiges Entsetzen im Rahmen dunkler Haut und auffällig zweifarbigen Augen präsentierte. Das eine erzählte von giftigem Grün, das andere von blassem, geeint durch vollkommene Gedankenleere. Nachtschwarzes Haar fiel ob der Nässe glatt und weit über ihre Schultern. Federn. Perlen, kunstvoll in ihrem Haar arrangiert. Lippen, die so viel heller anmuteten und von einem zarten Rosenrot waren. Entsetzen wurde Unglaube und dann geschah etwas. Es waren gewiss nicht mehr als ein, zwei oder vielleicht drei Augenblicke vergangen, genug Zeit um sich zu wundern aber nicht etwas zu tun, da war ein ohrenbetäubender Lärm zu hören.
Ein Bersten und Knacken und Bröckeln und Rieseln. Der Stein, der seit Generationen für ein Bildnis der Göttinnen gehalten worden und angebetet worden war zersprang und mit einem Mal war der junge Tag erfüllt von einem Gleißen, das nicht von dieser Welt zu sein schien.
Der Himmel grollte, der Wald schrie. Nein, das war die Stimme einer Frau, die mit einem Mal spürte wie sie von etwas an der Schulter getroffen wurde. Etwas Schwerem.
Wasser. Mit einem Mal war überall Wasser.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Sa Mai 19, 2018 4:20 pm

Irgendjemand schrie, doch die Stimme drang nur verzerrt an meine mit Wasser gefüllten Ohren. Ich schnappte noch einmal nach der lebensnotwendigen Luft, füllte meinen Brustkorb damit und fuhr mir mit den Armen über das Gesicht, um das Wasser abzuwischen und endlich wieder klarer sehen zu können. Ich blinzelte, während mir Tropfen von meinen Haaren in die Augen rannen und meine Sicht so weit verzerrten, dass ich nur einen dunklen Schemen vor mir ausmachen konnte. Einen Schemen, der sich bewegte. Ein Feind? Wie von selbst taumelte ich einen Schritt zurück, während ich es endlich schaffte mir die triefend nassen Haarsträhnen aus dem Gesicht zu wischen. So viel dazu, dass ich heute gerne trocken bleiben wollte... Der Regen pladderte noch immer auf uns hinab, während ich meinen Gegenüber nun mit zunehmendem Staunen musterte. „Bei... beim...Licht“, ich verschluckte mich beinahe an diesem Ausdruck, „...was... bist du?“ Ich musterte das Wesen vor mir kritisch. Es hatte so dunkle Haut, wie ich es bisher noch nie außerhalb Letums gesehen hatte, obwohl sie nicht so dunkel wie die eines Dunkelelfen war. Ihr Haar war so schwarz wie die Nacht, durchflochten mit merkwürdigen.... Dingen, die bei jedem Schritt in Bewegung gerieten. Mein Blick glitt tiefer, streifte den nackten Körper, der mich leicht zurückzucken ließ, doch gleich darauf straffte ich die Schultern und heftete meine Augen auf die Schale, die sie noch immer in den Händen hielt. Keine Waffe. Gut. Eine Frau. Noch besser. Einfacher Gegner, befand mein Verstand innerhalb eines Wimpernschlages, bevor mein Blick über die merkwürdige Haut zurück zu dem Gesicht des Wesens glitt. Nein, kein Wesen. Eine Frau, verbesserte ich mich in Gedanken und blieb an ihren Augen hängen. Noch nie hatte ich jemanden mit zweifarbigen Augen gesehen, doch bevor ich auch nur in irgendeiner Art und Weise reagieren konnte, zerriss ein ohrenbetäubender Knall das monotone Geräusch der Regentropfen. Ich riss die Augen auf, als es plötzlich trotz der Wolken gleißend hell wurde. Und dann ging alles ganz schnell. Stein zerbarst, rutschte ins Wasser und erzeugte eine gewaltige Welle, die schneller über uns herein brach, als ich noch einmal Luft holen konnte. Wieder wurde mein Kopf unter Wasser gerissen und ich umher gewirbelt, ohne dass ich irgendetwas dagegen tun konnte. Wellen trugen mich fort und warfen mich gegen eine der Felswände, so hart, dass ich beinahe das Bewusstsein verloren hätte. Ein zweiter Körper prallte gegen mich und ohne nachzudenken packte ich sie und klammerte mich mit einer Hand an der Wand fest bis die Wellen sich gelegt hatten, damit wir nicht noch einmal irgendwo gegen geschleudert wurden. Noch immer war ich wie benommen. Da wanderte ich tagelang durch diesen verfluchten Dschungel und dann lief mir hier - gerade hier! - jemand über den Weg, den ich nach den Ruinen fragen konnte. Auch wenn es nur eine Frau war... reden würde sie ja wohl können, wenn sie in der Lage war so laut zu schreien, dass ich davon fast taub wurde.
„Hör auf zu zappeln und halt dich selber fest!“, herrschte ich sie an, als das Wasser sich langsam wieder beruhigte. Irgendetwas an meiner Hand tat verdammt weh. War ich gegen einen scharfkantigen Stein gekommen?
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Sa Mai 19, 2018 5:13 pm

Das, was ein Quell neuer Hoffnung oder wenigstens als Beweis dafür dienlich sein sollte, dass dieses Reinigungsritual der reinste Humbug war, gipfelte darin, dass Jaiva nicht mehr hätte sagen können wo oben und unten war. Wassermassen brachen über ihr zusammen und der Schmerz, der an ihrer Schulter explodiert war, riss sie entschieden in eine Richtung, sodass ihr nur ein einziger Wimpernschlag blieb um zu begreifen was sie da gesehen hatte. Ein Mann! Die dornige Amazone hätte nicht zu sagen gewusst wie sie sich einen Mann vorgestellt hatte, allerdings hatte sie auch nicht ausreichend gedanklichen Freiraum um das Bild mit der Wirklichkeit zu vergleichen und so spürte sie wie ihr Aufprall abgemildert wurde als sie gegen den Fremden stieß. Dennoch wurde ihr alle Luft aus den Lungen gepresst. Mit einer solchen Entwicklung hatte sie bei ihrem Aufbruch im Morgengrauen nicht gerechnet. So wie er nach ihr griff, griff sie auch nach ihm, denn da war kein Raum für Überlegungen. Jaiva handelte schnell, so wie es ihr seit frühester Kindheit beigebracht worden war, denn das Leben in der Grünen Hölle war unerbittlich.
Ihrer Kehle entschlüpfte ein schmerzerfülltes Keuchen als der Mann an ihrem linken Arm und damit auch an ihrer lädierten Schulter zerrte nur um herzschlagsdrauf erste Bekanntschaft mit einer ihrer Dornen zu machen; eben jener, die in ihrer linken Handinnenfläche lauerte und ihm daraufhin in seine Hand biss.
Normalerweise hätte darauf hinzuweisen gewusst, doch jetzt hielt sie sich einfach nur fest – an ihm, an dem Felsen, es war ihr vollkommen gleichgültig - bis die Wassermassen wieder zur Ruhe gekommen waren.

Das Gleißen war verschwunden und der Regen hatte ebenfalls an Intensität eingebüßt; nur dann und wann zuckten Blitze über den Himmel und erhellten den grauen Morgen. Rasch rückte sie von dem Mann ab und nahm so schnell es ihr möglich war Abstand, auch wenn dies nur bedeutete, dass sie ein kleines Stück um den Felsbrocken herumging. Hin und hergerissen sah sie zwischen dem Mann und dem zerstörten Relikt hin und her. Sie fühlte Trockenheit in ihrer Kehle und sie merkte, dass sie doch sehr viel mehr auf das Reinigungsritual gehofft hatte als sie sich eingestehen wollte.
Göttinnen...“, murmelte sie, hob eine Hand zu ihren Lippen und wirkte entsetzt. Und da war noch mehr als das. Der Fremde würde ihr Entsetzen nicht nur sehen können, nein, er würde es wie ein Echo in seiner Brust spüren, genauso wie die dornige Amazone einen Schmerz an ihrer Hand verspürte, den sie nicht zuordnen konnte während sich der Blonde wiederum fragen würde warum ihm die Schulter schmerzte.
Endlich fand Jaiva wieder ihre Sprache wieder. „Du bist ein Mann!“, brachte sie hervor und wies mit ihrem Zeigefinger in seine Richtung.
Ein Mann!“, betonte sie noch einmal. Was auch immer die dunkelhäutige und weiterhin nackte Frau da sagte, es schien ihren Aussagen eine gewisse Empörung zugrundezuliegen.
Du darfst nicht hier sein!“, beharrte sie weiter, schien entweder nicht zu bemerken, dass sie sich bloß wie die Göttinnen sie dereinst geschaffen hatten war oder... es kümmerte sie nicht. Ihre Worte klangen fremdartig, verschlungen und trugen eine vollkommen eigene Melodie in sich – eine Melodie, die etwas von einem sich zusammenbrauenden Gewitter erzählte. Dann aber schien sie zu merken, dass der Fremde sie nicht würde verstehen können falls er sie nicht ohnehin schon darauf hingewiesen hatte.
Du bist ein Mann!“, stellte sie fest. Ein Dank wäre vielleicht angebrachter gewesen, aber... nunja, das wollte erst einmal festgehalten werden. „Du darfst nicht hier sein!“

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Sa Mai 19, 2018 7:31 pm

Die Naturgewalten schienen sich langsam zu beruhigen, denn sowas das Donnergrollen, als auch der Regen ließen langsam aber sicher nach. Bis auf die Knochen durchweicht stand ich im hüfthohen Wasser. Meine nasse Kleidung klebte an mir und hinterließ ein ekliges Gefühl auf meiner Haut. Ebenso wie die Wellen sich langsam legten, versuchte ich auch meine Gedanken wieder zur Ordnung zu rufen und die Situation zu sortieren. Meine Hand schmerzte und als ich sie betrachtete fand ich eine Art Schnittwunde auf meiner Handfläche. Einzelne Tropfen dunklen Blutes sickerten daraus hervor, tropften in das Wasser der Lagune und hinterließen einen dünnen, violetten Schleier, bevor sie sich mit ihm verbanden. Als Zweites bemerkte ich, dass meine Schulter schmerzte und runzelte die Stirn. Ich konnte mich gar nicht erinnern, mich dort gestoßen zu haben. Bevor ich dem Ganzen jedoch weiter auf den Grund gehen konnte, brach bereits ein Wortschwall über mich herein und zwang mich, meine Aufmerksamkeit der Frau zuzuwenden, die inzwischen ein Stück zurückgewichen war und aussah, als versuchte sie, sich hinter dem gespaltenen Felsen zu verstecken. Ich machte einen Schritt auf sie zu, während mein Blick unstet von einem Punkt zum anderen zuckte und beinahe krampfhaft versuchte, gewisse Regionen ihres Körpers zu meiden. Sicher, ich hatte schon nackte Frauen gesehen. Nur hatte es sich dabei entweder um Leichen oder um eine Art Beute anderer Dunkelelfen gehandelt. Und beides war irgendwie anders als diese Situation, in der ich mich gerade befand.

Der Regen hatte nun gänzlich aufgehört und man hörte nur noch vereinzelte Tropfen, die sich irgendwo sammelten und dann aufs Wasser fielen. Ansonsten herrschte gespenstische Stille - bis auf die hervor plätschernden Worte der Frau zumindest. Ich hob in einer hilflosen Geste die Hände. „Ich verstehe kein Wort von dem, was du sagst!“, brachte ich schließlich hervor, während sie mit einer wild anmutenden Geste auf mich deutete. Aber sie schien mich gar nicht wahrzunehmen, denn die nächsten Sätze - zumindest glaubte ich, dass sie das waren - sprudelten genauso aus ihr hervor. Ein niemals versiegender Quell. Es war anstrengend. Furchtbar anstrengend. Meine Augenbraue zuckte. Waren alle Frauen so? War es am Ende gut, dass ich der ersten, die ich in diesem Land getroffen hatte, eine Klinge an die Kehle gehalten und sie damit zum Schweigen gebracht hatte? Ich war versucht, hier das gleiche zu tun, damit sie nur endlich aufhörte, mich in dieser fremden Sprache mit Worten zu bombardieren, die ich nicht kannte! „Sei still!“, fuhr ich sie an ohne wirklich auf die schöne Melodie ihrer Stimme zu achten. Diese Situation war... absurd. Merkwürdig und absurd. Ich hatte keine Ahnung, wie ich mich verhalten sollte und das machte mich nervös. Gerade beschloss ich, dass ich doch noch einmal auf sie zugehen und ihr wenn nötig den Mund zuhalten würde, als sie plötzlich etwas sagte, was ich verstand. Meine Augenbrauen hoben sich überrascht.

„Natürlich bin ich ein Mann. Was denn sonst?“, gab ich zurück, weil ich ihre Feststellung nicht verstand. Was sollte das? Waren wir gerade dabei, das Offensichtliche auszusprechen? Gut, dann konnte ich mithalten: „Und du bist nackt. Und kein Mann“, wies ich sie freundlicher Weise darauf hin. „Was bist du? Ein wandelnder Dornenbusch?“ Nun machte ich doch wieder einen Schritt auf sie zu und musterte sie abschätzend. Meine Hand und meine Schulter schmerzten und ich legte eine Hand auf letztere, um sie abzutasten. Wo zum Henker war die Verletzung? Ich konnte nichts entdecken und auch nichts tasten. Es... tat einfach weh. Irgendwo von innen heraus. Ich stieß einen Fluch aus und wandte mich wieder der merkwürdigen Person zu. „Was soll das heißen, ich dürfte nicht hier sein? Ist das dein Badeteich oder was?“ So langsam ging diese Frau mir auf die Nerven.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Sa Mai 19, 2018 8:24 pm

Jaiva war nicht sicher was zu tun war. Zeit ihres Lebens hatte man sie vor Männern und ihrer Verdorbenheit gewarnt – vor ihrem Irrsinn, ihrer Perversion. Doch darüber was sie tun sollte wenn ihr ein Lerchossohn begegnete schwiegen sich die Überlieferungen aus. Sie wusste, dass Melva Lerchos Monat für Monat niederstreckte, allerdings war sie keine Kriegerin. Wie jede Amazone war sie auf das Leben in der Grünen Hölle vorbereitet worden und man hatte sie mit den amazonischen Waffenkünsten vertraut gemacht, doch darüber hinaus hatte sie wenig Talent gezeigt. Freilich war sie flink wenn es darauf ankam und sie hätte sich wohl zu verteidigen gewusst, doch darüber hinaus fühlte sie sich nicht gewappnet für eine solche Begegnung, zumal sie ihre Waffen nicht bei sich trug.
Noch bevor sie eine Entscheidung getroffen hatte, fand der Blonde seine Stimme wieder nur um sie zurechtzuweisen. Tatsächlich war sie dermaßen überrumpelt, dass sie ihm den Gefallen tat. Sie wusste doch auch nicht warum ihr die Göttinnen einen solchen Streich spielten! Das alles war voll-komm-en absurd.
Noch immer vor Irritation blinzelnd lauschte sie seinen Worten und fragte sich woher die plötzliche Nervosität kam. Aber da war noch mehr, das sie partout nicht verstehen konnte und sie innerlich aus dem Gleichgewicht brachte.
Natürlich bin ich nervös. Das ist ein Mann. Ein Mann! Hier, an diesem heiligen Ort, durchfuhr es sie.

Erst als der Fremde sie auf ihre Blöße hinwies senkte sie ihren Blick für einen Moment, ein kurzes Hinunterzucken ihrer von zweifacher Intensität erzählenden Augen ehe sie ihn wieder ansah, doch auf Schamesröte wartete er vergeblich.
Ja. Ich bin nackt“, antwortete sie zugegebenermaßen nicht besonders schlagfertig und für einen kurzen Moment spürte ihr Gegenüber ein kurzes Erglühen von Verletzlichkeit ehe es von einer Schicht Empörung überdeckt wurde, „aber ich bin kein Dornenbusch. Ich bin eine Amazone.“
Ihr kam es gar nicht in den Sinn ihn darauf hinzuweisen, dass sie auch eine Frau war, denn... warum? Alle Amazonen waren Frauen und in Jaivas Welt existierten derzeit nur Amazonen, Tiere, Geister, Götter... und ganz am Ende ihrer Vorstellung existierten sie, die Menschen, die so etwas Seltsames wie Männer hervorbrachten. Eigentlich war sie immer neugierig gewesen, doch jetzt, da sie so einen Mann vor sich stehen hatte war sie sich nicht mehr sicher ob sie überhaupt neugierig sein wollte.

Jetzt, da er sie auch so eingehend bedachte und dabei tatsächlich die Formen der Höflichkeit wahrte, konnte er auch sehen, dass auch ihre Schulter verletzt war. Links, genau wie seine. Wahrscheinlich waren sie beide vom selben Felsbrocken erwischt worden. Ihre rechte Hand rieb über die gerötete und von einigen mehr oder minder schweren Kratzern erzählende Haut.
Das ist... war ein Heiligtum der Göttinnen. Jetzt ist es zerstört“, erklärte sie ihm. Verblüffung. Zaghaft flackernde Sorge. Was wohl die anderen Amazonen sagen würden wenn sie davon erfuhren...? Noch einmal zuckten ihre Augen dorthin, ehe sie rasch wieder zu ihm zurückkehrten.
Diesmal war sie es, die ihn anfuhr. „Bleib stehen! Komm mir nicht zu nahe!“
Kein Mann kommt so tief in die Grüne Hölle. Du solltest tot sein“, stellte sie fest und sie klang verwundert dabei. Er musste den Kopfjägerinnen entwischt sein. In ihr reifte ein Entschluss. Sie brauchte ihre Waffe. Kriegerin oder nicht, kampflos würde sie sich ihm gewiss nicht unterwerfen! Was auch immer er dann mit ihr tun würde! Und sie war auch nicht vollkommen wehrlos! Entschlossenheit glühte in ihr auf wie ein Sonnenstrahl durch ein wolkenschwerer Himmel während ein Schatten über ihre Stirn glitt. Sie musste rasch zu der Wurzel kommen.
Dann geschah etwas, was nicht zwingend der Deeskalation zuträglich war: Jaiva watete rasch zum Ufer während sie anfing zu... singen.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am So Mai 20, 2018 7:23 am

Meine Augen weiteten sich ein wenig, als sie mir so einfach zustimmte, als sei es das normalste der Welt. Hatte dieser wandelnde Dornenbusch denn keinerlei Schamgefühl? Also ich... Verwirrt blinzelnd versuchte ich, dieses Bild irgendwie in mein Weltbild zu rücken. Ich fühlte mich unwissend und...verletzlich? Warum das denn? Es war doch nicht mein Problem, wenn sie keine Kleidung trug! Oder doch...? Aber das Gefühl verschwand so schnell wieder, wie ich es loswerden wollte und machte Empörung Platz. Ja, das passte schon eher bei ihren merkwürdigen Worten, auch wenn ich irgendwie das Gefühl hatte, dass nicht ich so empfinden sollte. Ich schüttelte den Kopf, als könnte ich dieses Wirrwarr damit abschütteln wie ein lästiges Insekt - von denen gab es hier ja auch mehr als genug!
„Eine Amazone?“, wiederholte ich fragend. Davon hatte ich noch nie gehört. „Und was ist der Unterschied?“, verlangte ich zu wissen. „Dir wachsen Stacheln aus der Haut“, stellte ich erneut das Offensichtliche fest und deutete auf ihre Arme und... „Oh“, machte ich und starrte auf meine Hand als mir klar wurde, woran ich mich verletzt hatte. „Deine Bekanntschaft ist ein ganz schön pieksiges Vergnügen“, murrte ich. Ich fühlte mich noch immer überfordert und blieb sogar stehen, als sie es verlangte. Amazone? Dornen? Götter? Ich wusste ja nicht einmal wo ich hingucken sollte! Wo war ich hier nur rein geraten? „Sehe ich tot aus?“, gab ich ein wenig pampig zurück. Wenn meine Sachen nicht bald ein wenig trockneten, wäre ich wahrscheinlich nicht mehr weit davon entfernt. Ich hasste das Gefühl der nassen Kleidung auf meiner Haut, so schwer und träge, ganz anders als der sonst weiche und fließende Stoff, der einen nicht eine Sekunde in der Beweglichkeit einschränkte. Ich seufzte erneut. Ich hasste diese grüne Hölle! Dabei wollte ich doch einfach nur zu den Ruinen. „Sag mal“, setzte ich gerade an, den Blick noch immer unstet umherschweifend, als ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm. Mein Kopf schnellte herum und in diesem Moment war es egal, ob die Amazone nackt war oder nicht. Ich würde nicht zulassen, dass sie in diesem verdammten Dschungel verschwand ohne dass sie mir eine Frage zu den Ruinen beantwortet hatte! Blitzschnell nahm ich die Verfolgung auf und stürzte mich auf sie, bevor sie das Ufer erreichen konnte und womöglich im Urwald verschwand. Merkwürdige Töne erfüllten die Luft, aber ich war zu sehr auf die Möglichkeit fixiert, dass sie verschwand, als dass ich darauf wirklich achtete. „Hier geblieben!“ Meine Finger gruben sich in ihre Schulter und im gleichen Moment spürte ich einen stechenden Schmerz in meiner. Ich zuckte zurück und riss überrascht die Augen auf. Was zum...? Ich starrte sie an, sah direkt in dieses ungleiche Augenpaar und glaubte beinahe, mein eigenes erschrockenes Spiegelbild darin zu erkennen. Ihre Schulter war verletzt. Meine schmerzte. "Was....Was hast du getan?" Ich fühlte mich, als würde ich kaum noch Luft bekommen.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am So Mai 20, 2018 9:17 am

All das, was er sagte war an und für sich bereits verletzend, denn es zielte genau ins verborgene Zentrum all ihrer Unsicherheiten, Ängste, Sorgen und Nöte. Wenn ihr dies die anderen Amazonen sagten, dann war das kaum zu ertragen, sich das aber auch noch von einem Mann anhören zu müssen ging zu weit. Im starken Gegensatz zu dem, was als fremdes Echo in ihrem Gegenüber pochte, zeigte sich auf ihrem Gesicht etwas vollkommen anderes. Zorn, Feindseligkeit, Ablehnung.
So kann nur ein Mann reden!“, raunte sie. Sein Hinweis auf die Art wie man ihr Bekanntschaft schloss durchbrach den eng geschlossenen Ring für einen kurzen Moment, in dem sie die Lippen aufeinander presste.
Das ist nicht meine Schuld!“, stieß sie hervor. Das habe ich mir nicht ausgesucht. Nie. Nie!
Tatsächlich sah er ganz und gar nicht tot aus oder wie ein Geist; aber er sollte tot sein, ja, das hatte sie damit sagen wollen. Wo waren die Kopfjägerinnen? Sie sollten doch genau solche Situationen verhindern...

Der Ansatz seiner Nachfrage ging ins Leere, denn die dornige Amazone ließ sich nicht von Worten aufhalten. Sie musste zur Wurzel! Zu ihren Sachen! Sie brauchte ihren Dolch!
Die Töne, die sich in den Morgen erstreckten, waren golden und geschliffen, zudem in der melodisch ineinanderfließenden Sprache gesprochen, in der die Fremde bereits zuvor geredet hatte, bleiben jedoch unverständlich. Sein Gehör konnte ihm lediglich mitteilen, dass die Worte kurz waren und mit großem Nachdruck ausgestoßen wurden. Jedes einzelne war ein Zeuge ihres Willens. Eigentlich war das interessant anzuhören wenn die Situation nicht so absurd gewesen wäre. Jaiva tat das, was sie am Besten konnte – sie zupfte aus ihrer Musik Fäden aus Tönen, Silben und Melodien um sie zu Klangmaterial zu verzwirbeln, das sie in ihrer Hand sammelte. Der Anfang einer magischen Garnrolle. Nichts davon würde der Blonde sehen können, höchstens wie sie Zeige- und Mittelfinger ihrer linken Hand gegeneinander rieb, sofern er denn auf so eine Kleinigkeit überhaupt achten konnte während er der dornigen Amazone nachjagte und hinterherrief.

Hier geblieben!“, rief er. - Ha, das hättest du wohl gern, du Widerling!, grollte es durch ihre Gedanken und sie verstärkte daraufhin nur ihre Bemühungen darauf aus dem Wasser zu kommen sowie ausreichend hochmagisches Klangmaterial zu gewinnen. Trotz ihrer längeren Beine war sie nicht schnell genug und als er sie an der Schulter erwischte, entwich ihr ein scharfer Schmerzenslaut, der sie jedoch nicht daran hinderte sich herumzudrehen, im Versuch die Hand des Angreifers mit einer ausladenden Bewegung ihres linken Armes fortzuschlagen. Oh er sollte bloß nicht denken, dass sie was-auch-immer mit sich machen lassen würde!
Ganz gleich ob er sich abschütteln lassen würde, Feindseligkeit flammte im Rahmen ihres Gesichts auf, ließ ihr giftgrünes Auge dominanter anmuten und senkte ihre Augenbrauen ab. In ihren Augen zeigte er gerade sein wahres Gesicht! Ha, natürlich, deswegen hatte er ihr im Wasser geholfen.
Sie wollte fort von ihm und dieser Intention würde er auch rasch gewahr werden, denn sie setzte zu Rückwärtsschritten an. Ihre rechte Hand war zu einer lockeren Faust geschlossen, so als ob sie etwas darin halten würde, das jedoch nicht mit Augen zu erkennen war. Ihre Finger ertasteten das Volumen des Klangmaterials. Nicht genug.

Verschwinde sofort von hier“, sang sie, ein unter geschmälerten Augen geschmiedeter Sprechgesang. „Ich still gewiss nicht deine Gier.
Geh zurück woher du kommst, | komm nie wieder, denn sonst
...“

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am So Mai 20, 2018 5:13 pm

„Ach nein? Wessen Schuld ist es denn dann?“, hielt ich ihr wütend entgegen und meinte damit vor allem meine schmerzende Schulter. Und was hatte sie eigentlich immer damit, dass ich ein Mann war? Ich verstand nichts. Und ihr merkwürdiger Singsang machte es auch nicht besser. „Ich kann sowas schließlich nicht zaubern.“ Ich starrte sie an, während sie noch immer die Lippen bewegte und dieses...Lied vor sich hin murmelte. „Und hör doch mal damit auf!“, fuhr ich sie an, langsam am Ende meiner Nerven und Geduld. Waren alle Frauen so? Beim Unlicht, dann war ich froh, dass ich nur Brüder hatte!
„Ich will nur reden. Ein paar Fragen stellen und dann bin ich wieder weg, versprochen. Aber...du hörst mir ja nicht einmal zu!“ Ich hob die Hände in einer hilflosen Geste, ließ sie wieder sinken und fluchte lautstark, als meine Schulter erneut schmerzte. Sie wehrte sich aber auch wie eine Kratzbürste! Und dabei schien es ihr vollkommen egal zu sein, wohin sie mit all den Dornen treffen könnte.
Ich versuchte, ihre Arme festzuhalten, während in dem Gerangel erneut Wasser spritzte und ich Mühe hatte auf dem glitschigen Felsuntergrund überhaupt einen festen Stand zu finden. „Was für eine Gier denn?“ Ich bekam einen Schwall Wasser ins Gesicht und funkelte sie wütend an. „Meinst du ich steh‘ auf Dornen? So verrückt bin ich nicht, danke! Ich finde dieses Grünzeug hier schrecklich, da brauch ich es nicht noch in meinem Bett!“, fauchte ich sie an. Ganz zu schweigen davon, dass ich eh noch nie... Mein Blick wanderte von ihren Augen abwärts und ich konnte nicht verhindern, dass ich errötete. Aber ganz bestimmt nicht mit einem Dornenbusch!
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am So Mai 20, 2018 6:13 pm

Jaiva hatte das Gefühl, dass sie aneinander vorbeiredeten, doch ganz sicher war sie sich nicht, immerhin hörte sie ihm gar nicht richtig zu. Warum sprach er vom Zaubern? Hatte er ihr Vorhaben bereits durchschaut? Sie wusste so wenig über die Welt jenseits der Grenzen ihres Heimatwaldes, dass es sie nicht überrascht hätte wenn Männer in der Lage wären übles Zauberwerk zu vollbringen! So weit würde sie es aber niemals kommen lassen, wenn sie doch nur hnnngmmmm! Zudem wollte dieser Strudel aus Eindrücken nicht abebben – ihrer vollkommenen Überforderung, Irritation, Wut und dem Wunsch zu überleben setzte sich eine andere Art von Zorn entgegen, jener, der dem Ende eines Geduldsfadens entsprang. Aufhören, pah, sie fing gerade erst an! Und sie würde ganz gewiss nicht nachgeben, ganz gleich was es sie kosten würde. Der Mann konnte da sagen was er wollte, sie war sich vollkommen sicher, dass er etwas Übles im Schilde führte und seinen Vorteil aus dieser Situation ziehen wollte.
Noch immer versuchte er sie bewegungsunfähig zu machen, doch so einfach machte sie es ihm nicht, denn wann immer sie die Gelegenheit dazu bekam, spritzte sie ihm Wasser ins Gesicht oder versuchte seine Füße mit einem Tritt zu erwischen – kurzum: die dornige Amazone tat schlichtweg alles um den Blonden abzuschütteln, war jedoch nicht sonderlich erfolgreich damit. Da er jedoch ihre Hände beschäftigt hielt, war es unmöglich weiter Klangmaterial zu sammeln, erst recht als er ihr das entgegen schmetterte. Sein Zorn fand fruchtbaren Boden in ihrem Gedankengut und brachte ihre Augen zum Funkeln.

Du mieser Lump! Affe! Arschkopf!“, schäumte sie und bekam just in dem Augenblick eine ihrer Hände frei als er von ihren zwei Ausprägungen ihrer Weiblichkeit abgelenkt war. Glücklicherweise war es die rechte Hand, deren Dorn auf dem Handrücken nicht aber auf der Handinnenfläche war. Eben jene Handinnenfläche würde sie ihm quer übers Gesicht ziehen sofern er sich nicht schnell genug wieder fangen und reagieren würde.
Dabei sprechen wir nicht von der Ohrfeige einer feinen Dame, sondern einer zünftigen Schelle einer Amazone, die sich in keinster Form zurückhielt. Sie wollte ihm wehtun und auch wenn ihr im Gerangel nicht das Klangmaterial aus der hohlen Hand gerutscht wäre, hätte sie wohl diese Wahl getroffen. Wer wollte schon zi-vi-lisasie... ach egal, wer wollte schon zaubern wenn er viel eindrucksvoller zur Tat schreiten konnte!
Meinst du ich hab mir das ausgesucht Dornen zu haben? Das nervt! Und du nervst auch, also lass mich gefälligst los und verschwinde von hier. Ich helfe dir jedenfalls nicht!“
Oh ja, Jaiva war sauer, furiensauer, denn sie ließ sich doch nicht von einem Mann sagen, dass er sie... was? Was?!

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am So Mai 20, 2018 7:07 pm

„Ich weiß ganz genau, dass das eine Beleidigung war!“ Ich funkelte sie wütend an. Womit hatte ich das eigentlich verdient? Gut, ich war vor ihr...auf ihr...-was auch immer!- im Wasser gelandet. Und? Dafür, dass der blöde Felsen kaputt gegangen war konnte ich bestimmt nichts! „Hör auf rumzuzappeln! Ich will nur...“
Ihre Handfläche traf mit einer Wucht auf meine Wange, die ich ihr - einer Frau - gar nicht zugetraut hatte. Verblüfft hielt ich in meinen Bewegungen inne und starrte sie an, während meine Hand zu meinem Gesicht wanderte. Meine Wange brannte wie Feuer, das sich langsam auch in meinen Augen widerspiegelte. Frauen und reizvoll? Pah! Das war eine Furie, nichts weiter! „Dann geh doch! Verschwinde!“, schrie ich sie an. „Blöder um sich schlagender Dornenbusch!“
Ich wich einen Schritt zurück. Es reichte! Entweder, ich würde ihr jetzt gleich einen Dolch an die Kehle halten und vermutlich kurz danach heißes Blut über meine Hände fließen spüren oder ich ließ sie gehen. Ich war nahe daran, Ersteres zu bevorzugen, aber was brachte es mir? In mir brodelte Wut, doch weiter bringen würde mich ihr Tod nicht. Und ich war immer stolz darauf gewesen, nicht einfach so zu töten - weder aus Lust, Freude oder Impuls. Und wegen einer verkappten Grünpflanze würde ich diese Prinzipien bestimmt nicht ändern und mich auf das Niveau meiner Brüder begeben. Ich hob die Nase ein wenig. Das war sie nicht wert. Ich war gerade dabei einen großen Bogen um sie zu schlagen und endlich selbst zum Ufer zu gelangen, als ihre Worte mich stocken ließen.
„Wer hat denn gesagt, dass du dir Dornen ausgesucht hast?“ Ich sah sie verständnislos an. Diese Furie hatte sie doch nicht mehr alle... „Was weiß ich, ob du das wolltest oder nicht? Es ist mir auch egal. Passen tut es jedenfalls zu dir!“, setzte ich hinterher. „Blüten würden ja bedeuten du wärst niedlich.“ Und das war sie ganz gewiss nicht.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am So Mai 20, 2018 8:27 pm

Ein Hauch von Genugtuung stellte sich für den Bruchteil eines Augenblicks ein als er ihre Beleidigungen auf Ferus als solche erkannte. Ihre Augen funkelten, doch sie sagte nichts mehr, denn sie war noch immer fuchsteufelswild und je mehr Zeit verging, desto mehr verstärkte sich dieser Zustand. War sie jemals so sauer gewesen? Ganz gleich was der Fremde 'nur' wollte, es ging in einem klatschenden Geräusch unter, das nicht nur einen Augenblick der Stille entstehen ließ sondern Hitzewellen durch ihr eigenes Gesicht schickte. Au...a?! Wie bei einem verrückten Zerrspiegel hob auch sie ihre Hand und tastete ihre glühende Wange ab. Wann... was... wie war das überhaupt möglich? Wenn sie es nicht besser gewusst hätte, hätte sie angenommen der Lerchossohn hätte sie geschlagen, aber nein, das würde sie doch wissen... nicht wahr?

In einer ruhigeren Szenerie wäre dies der perfekte Augenblick gewesen um in sich zu gehen und einem Mysterium nachzuspüren, doch weit gefehlt – das Gezeter ging weiter und auch Jaivas Gegenüber fand eine Möglichkeit noch eine Schippe obenauf zu legen.
Na Endlich! Geh doch!“, raunte sie als er endlich von ihr abließ und sich zum Ufer aufmachte. Aber... konnte sie ihn einfach gehen lassen? Was wenn er geradewegs ins Dorf lief und dort Unheil stiftete? Und, was sie noch viel mehr beunruhigte, was würde sein wenn man dort herausfand, dass sie zusammen mit einem Mann gebadet hatte nur um obendrein ein heiliges Relikt zu zerstören? Die dornige Amazone war weitaus weniger abergläubisch als so manche ihrer Stammesschwestern aber ein solches Zeichen konnte selbst sie nicht abtun. Die Göttinnen hatten gesprochen und wenn die anderen Amazonen das herausfanden... was würde dann aus ihr werden?

Sie wurde aus ihren abschüssigen Gedanken gerissen als der Blonde sie darauf hinwies, dass die Dornen zu ihr passten und Rosen viel zu zart und... niedlich wären.
Pah, wer will schon niedlich sein“, gab sie zur Antwort um den Schmerz in ihrer Brust zu überdecken. Dies stellte auch die Wellen des Schmerzes an ihrer Wange in den Schatten. Kein Wunder, dass sich Amazonen von Männern fernhalten sollten! Die waren ja wirklich furchtbar. „Eine Amazone ist nicht niedlich!“
Sie watete also auch zum Ufer und murmelte auf Ferus vor sich hin. „So eine Unverschämtheit... dass er mir das einfach so ins Gesicht zu sagen wagt... so ein Flegel... pah. Wer will schon niedlich sein. Niedlich... pfff. Pfff.“
Sie stieg aus dem Wasser und kümmerte sich weiterhin nicht um ihre Nacktheit. Alsbald wandte sie sich der Wurzel zu unter der sie ihre Habe verstaut hatte und wankte mit einem Mal. Bei den Zweien und Zwölfen! Was war das? Mit einer Hand griff sie sich an die Brust und schaffte es gerade noch sich an einem bemoosten Stein festzuhalten.
Was... was... hast du getan?“, rief sie.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am So Mai 20, 2018 8:58 pm

Nur am Rande nahm ich wahr, dass auch die Amazone ihre Wange berührte und für eine kleine, winzig kleine kostbare Sekunde sogar einmal Stille einkehrte. Sollte sie doch machen, was sie wollte! Mir war das egal! Wütend stapfte ich von dannen und spürte dabei bei jedem Schritt die klitschnassen Sachen an mir kleben. War das eklig! Kaum am Ufer angelangt streifte ich das Oberteil über den Kopf und wrang es aus. Diese dumme Kuh! Dornenbusch! Hexe! Jetzt, da der Stoff nicht mehr im Weg war, begutachtete ich noch einmal kritisch meine Schulter. Es war wirklich nichts zu sehen - ganz im Gegenteil zu meiner Hand die aussah, als hätte ich mit einer zu groß geratenen Katze gekämpft. Ein schöner, tiefer Kratzer zog sich über meine Handfläche. Und da ich meine Hand notgedrungener Maßen ständig bewegte würde es auch ewig dauern, bis es heilte! Na wunderbar. Vielen Dank auch, giftete ich in Gedanken und warf einen kurzen Blick über die Schulter. Ob sie sich an meinem entblößten Oberkörper störte, wo sie doch so schockiert gewesen war, einen Mann vor sich zu sehen? Aber was sollte ich denn sagen, wenn einem ganz ungeniert so viel Frau vor die Nase gehalten wurde. Komisches Ding! Ich schüttelte den Kopf, beschloss den Stoff der Hose in sicherer Entfernung auszuwringen und stapfte in entgegengesetzter Richtung davon, während die Amazone zu ihren Sachen eilte.
„Dann musst du dich ja auch nicht so künstlich aufregen, wenn ihr eh nicht niedlich seid. Denn dann habe ich nur die Wahrheit gesagt!“, antwortete ich noch einmal, obwohl ich es wohl besser hätte sein lassen. Aber ich wollte auf gar keinen Fall ihr das letzte Wort überlassen. Das wäre ja auch noch schöner gewesen! Ich warf meine Tunika über meine nicht lädierte Schulter, machte einen Schritt und zuckte zusammen. Meine Hand zuckte zu meiner Brust. Was zum Henker...? Ich bekam kaum Luft. Wieder hörte ich die Stimme der Amazone hinter mir und wandte mich mit schmerzverzerrtem Gesicht um. „Ich? Was sollte ich getan haben? Du bist hier die Hexe!“ Ich deutet auf meine Schulter. „Und nun lass mich endlich gehen oder wolltest du dich doch noch bei mir entschuldigen?“ Irgendwie schaffte ich es noch ein halbwegs herausforderndes Lächeln aufzusetzen.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am So Mai 20, 2018 10:20 pm

Wäre die Haut der dornigen Amazone nicht dermaßen dunkel gewesen, hätte man vielleicht die Blässe gesehen, die über ihre Wangen gekrochen war. Der Schmerz, dieser drei Mal verfluchte Schmerz, er wollte und wollte einfach nicht aufhören. Es gab keine plausible Erklärung dafür und die Worte, die der Blonde da von sich gab, machten es auch nicht besser. Weder die Schippe auf der Schippe, die ihr einen glühenden Blick in seine Richtung abverlangte und tatsächlich für einen kurzen, sehr, sehr kurzen Augenblick Irritation abverlangte, denn wenn sie heute zum ersten Mal einen Mann sah, dann hatte sie erst recht noch keinen oberkörperfreien Mann gesehen. Weder dies noch seine unverschämte Nachfrage machten es besser. Irgendwann gab es keine Steigerung mehr für Wut, die in ihrer Magengrube rumorte. Hexe? Gehen lassen? Entschuldigen?! Der hatte sie doch nicht mehr alle!

Was bist du bloß für ein Schrumpfkopf! Ich habe rein gar nichts getan! Warum sollte ich mich... warum sollte ich mich entschuldigen?“, keuchte sie, sah tanzende Sterne vor ihren Augen und hielt sich nun auch mit der zweiten Hand an der bemoosten Steinfläche fest, gerade noch rechtzeitig um ihre Beine zu entlasten, die sich mit einem Mal weich und nachgiebig anfühlten. Was war mit ihr los? Was hatte dieser Affe mit ihr gemacht?
Affe... ja, so hatten die Überlieferungen Männer beschrieben aber dieses Exemplar, das aus dem Heiligtum emporgestiegen war, war gar nicht so haarig. Weder sein Gesicht noch sein Oberkörper. Sie hatte nun aber keinen gedanklichen Freiraum um sich Gedanken dazu zu machen, denn irgendwie hatte sie das Gefühl gerade bei lebendigem Leib geröstet zu werden.

Und was ist überhaupt eine Hexe? Ach vergiss es! Es ist egal! Hör jetzt auf, sonst wirst du es bitter bereuen!“, entgegnete sie. Bloße Sturheit allein hielt sie noch halbwegs aufrecht und wieder einmal blitzten ihre Blicke in seine Richtung.
Tyaeyaea! Weniger reden, mehr machen!“, fuhr sie ihn an; ein spöttischer Laut ging ihrer Aufforderung voraus. Wieder huschten ihre Augen zur Wurzel. Der Dolch... Der Mann sagte zwar, dass er 'nur' mit ihr hatte reden wollen und jetzt fortgehen wollte; aber das bedeutete nicht, dass er nicht noch etwas verbarg. Sie stützte sich auf, richtete sich auf und wankte einen Schritt in seine Richtung. Sie hatte ihm drohend die Faust entgegenstrecken wollen aber jetzt... es war vollkommen absurd... ging es ihr mit einem Mal besser. Sie blinzelte, verengte die Augen zu schlitzen. „Ist das ein übler Männertrick?“

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Mo Mai 21, 2018 6:56 am

Schrumpfkopf? Jetzt reichte es endgültig! Dieser dumme wandelnde Dornenbusch! Ich ignorierte das warnende, stärker werdende Stechen in meiner Brust und machte entschlossen einen Schritt in Richtung des Urwaldes. Der Schmerz, den das hervorrief, konnte man nicht beschreiben. Ich dachte, ich würde auseinandergerissen werden. „Was zum Henker...?“, keuchte ich auf und sank auf ein Knie. Das konnte doch nicht wahr sein! Warum rief ein einziger Schritt so eine Qual hervor? Ich wollte doch nur weg... Unter äußerster Kraftanstrengung drehte ich mich wieder um und sandte ihr Blicke entgegen, die in der Lage gewesen wären zu töten.
Der Amazone schien es jedoch kaum besser zu gehen, wie ich mit leichter Verwunderung, aber auch Genugtuung feststellte. „Wie blöd kann man sein?“, fragte ich mit einer Spur Häme in der Stimme. „Wenn man so etwas zaubert, sollte man doch wenigstens dafür sorgen, dass man selbst unversehrt bleibt!“ Ich ging immer noch fest davon aus, dass es ihre Schuld war. Ich konnte so etwas schließlich nicht bewirken und sonst war niemand in der Nähe gewesen. Nur ein Stein. Und wenn ich den jetzt schon dazu zählte, müsste ich doch an meinem Verstand zweifeln. Obwohl... ich redete mit einer Frau, der Dornen aus der Haut wuchsen! Auswirkungen des Charakters, dachte ich trotzig und hievte mich auf die Beine. „Eine Hexe ist eine widerwärtige Frau, die anderen mit ihren Zaubern Schaden zufügt!“, erklärte ich noch immer provozierend. Nein, ich war wirklich nicht in einer versöhnlichen Stimmung. „Zum Beispiel Männern Brustschmerzen, um sie an sich zu binden!“ Ich rang um Atem, stützte mich auf meinen Knien ab und kämpfte mit den bunten Punkten, die vor meinen Augen tanzten. Dann jedoch stellte ich überrascht fest, dass die Schmerzen etwas verebbten - und sah im gleichen Augenblick, dass die Amazone einen Schritt auf mich zu machte. Ich biss die Zähne zusammen, richtete mich etwas mehr auf und machte ebenfalls einen halben Schritt auf sie zu. Es war wirklich besser. Es folgte ein weiterer kleiner Schritt. Jetzt hatte ich das Gefühl, das alles wieder ganz normal war. „Übler Männer-Trick?“ Ich musterte sie mit einem grimmigen Blick und beschloss, es mit einer großen Portion Ironie zu kontern - ohne darüber nachzudenken, dass sie das vielleicht nicht verstand. „Glaub mir, dann würdest du jetzt genau hier auf dem Boden liegen, dich vor Wonne winden und meinen Namen stöhnen!“, malte ich ihr aus und schnaubte leise. Oder vor Entsetzen schreien, wenn du die dunkelelfische Variante bevorzugst... Dann verschränkte ich die Arme vor der Brust und wandte den Kopf zur Seite. „Aber das wäre das Letzte, was ich wollte“, setzte ich hinzu. „Eigentlich wollte ich nur eine Ruine finden. Und jetzt will ich nur noch aus diesem Dschungel raus.“ Aber anscheinend war heute einer dieser Tage, an dem keiner meiner Wünsche auch nur ansatzweise in Erfüllung gehen sollte. „Also: Raus mit der Sprache! Was ist das für ein Zauber?“ Ich sah sie durchdringend an. „Denn meiner ist es nicht.“
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Mo Mai 21, 2018 12:55 pm

Sind deine Ohren denn nur Dekoranation?“, raunte sie. Mehr und mehr mischte sich zu ihrem rasenden Zorn Frustration. Die Grenze der Unterhaltsamkeit war unlängst überschritten! Sie hatte genug davon! Sie drehten sich im Kreis. Ruhe. Sie musste sich beruhigen... Ein Schnauben. „Das ist nicht mein Zauber! Wenn ich zaubere wird es richtig.“
Die guten Vorsätze hielten exakt so lange bis ihr der Blonde die Definition einer Hexe nahelegte, denn dann rutschte ihr beinahe mit dem Ende seines Satzes ein trocken-provokantes „Das klingt nach Mann.“ über die Lippen.
Dich an mich binden?“ Sie schnaubte, hörbar gemachte Belustigung schmiegte sich zwischen die vorangehende und nachfolgende Aussage. Nicht nur ihr Gegenüber konnte gemein sein. Das konnte sie auch! Ohne mit der Wimper zu zucken! Und wie es mit der Rücksicht auf seine etwaigen Gefühle bestellt war? Pff. Als ob dieser Esel welche hätte! Er hatte schon jetzt so viele verletzende Dinge gesagt, da hatte es der Widerling gar nicht anders verdient! „Wer würde das denn schon wollen?“
Diesmal blieb sie stehen als er wieder etwas näher kam, lehnte sich mit ihrer Hüfte betont lässig gegen den Stein und verschränkte die Arme vor der Brust; besser hätte sie ihre ablehnende Haltung gar nicht zum Ausdruck bringen können. Immerhin konnte sie wieder frei atmen...

Übler Männer-Trick?“, griff er ihre Unterstellung auf. Sie nickte nachdrücklich, noch immer mit gerunzelter und von Missmut und Skepsis umwölkter Stirn. Genau das! Ein übler Männer-Trick! Doch das, was er daraufhin sagte, sorgte tatsächlich dafür, dass sie für ein, zwei, drei Herzschläge vollkommen still wurde. Moment... was?! Was hatte er da gesagt? Aus ihrer Perplexität brach letztendlich schnaubendes Gelächter heraus. „Du, kleiner Mann? Das... da-ahaha das... wird niemals passieren.“ Sie gluckste beinahe, allerdings erfuhr ihre Heiterkeit einen Dämpfer als er sagte, dass dies wohl das letzte war, das er tun wollte. Grimmigkeit mischte sich mehr und mehr hinzu und überlagerte ihre Schadenfreude. „Dann sind wir uns ja wenigstens ein Mal einig.“ Wie schroff sie doch klingen konnte! Wie dunkel ihr Gesicht anmuten konnte! Wie giftig ihre Augen dreinblicken konnten! Wahrlich, sie war ein Gewitter auf zwei Beinen.
Dennoch... so langsam aber sicher keimte in ihr ein übler Verdacht...

Dies war auch der Moment als sie wenigstens für den Moment aufhörte ihre besten Charaktereigenschaften zu präsentieren sondern schmälerte lediglich die Augen, runzelte die Stirn und wirkte... nachdenklich. Er mochte vielleicht verwundert sein aber sie konnte tatsächlich noch mehr als respektlos zu sein. „Ich sag es jetzt nur noch ein Mal: Das ist nicht mein Zauber! Und scheinbar auch nicht deiner.“ Jetzt klang ihre Stimme ruhiger, beinahe gefasst allerdings war sie weit, unendlich weit davon entfernt gefasst zu sein, denn sie fühlte die dunklen Wogen bereits herannahen. Hier war eindeutig... etwas schief gegangen.
Noch immer mit verschränkten Armen rieb sie sich über ihr Gesicht, senkte es für einen Moment ab. „Bei den Zweien und Zwölfen...“, nuschelte sie ehe sie die Hand vom Mund fort nahm. „Du hast die Götterschwestern verärgert! Du bist in ihren See gestiegen und hast mich bei einem wichtigen Ritual gestört. Da, schau, jetzt ist der heilige Stein zerstört. Jetzt zürnen die Göttinnen uns beiden!“ Für sie klang das vollkommen logisch! Sie hielt kurz inne und äugte dann wieder kritisch zu dem Fremden. Jetzt wäre ein guter Moment gewesen um innezuhalten und die Worte des Lerchossohnes abzuwarten; aber... nein. Wie war das mit der Schippe?
Was hast du überhaupt im See der Göttinnen zu suchen gehabt? Wolltest du uns auflauern?“

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Mo Mai 21, 2018 4:19 pm

Meine Augen verengten sich. Da! Sie hatte es zugegeben! Sie war eine Magierin! Das hieß also, dass ich auf der Hut sein musste. Zum anderen bedeutete das aber auch, dass ich mich zumindest in magischen Angelegenheiten nicht zurückhalten zu brauchte. Das war ja schon mal etwas Gutes an diesem Tag. Denn so wie diese verrückte Halb-Pflanze sprach, wäre es gewiss nicht schlecht das Windschild nutzen zu können. Wer wusste schon, auf welche Ideen meine dornige Bekanntschaft noch kam?
„Eine Hexe ist von Definition aus weiblich“, korrigierte ich sie. „Das andere wäre ein Hexer.“ Wozu machte ich mir überhaupt die Mühe? Die Hälfte der Zeit schien sie mir ja eh nicht oder nicht richtig zuzuhören. Ich seufzte vernehmlich. Warum gerade ich...?

Ihre nächsten Worte versetzten mir einen kleinen Stich. „Eine Menge Leute“, log ich rundheraus, weil es irgendwie an meinem Selbstwertgefühl kratzte, dass sie das so sagte, als würde sie mich am liebsten nur mit spitzen Fingern anfassen. Oder noch besser: Gar nicht. Ich biss mir auf die Lippe. Gut, ich war ein Dunkelelf. Aber dafür bestimmt nicht die schlechteste Zufallsbekanntschaft. Jeder andere hätte bestimmt einiges der Dinge mit ihr getan, vor denen sie anscheinend solche Angst hatte. Und gerade ich bekam das ab? Wie ungerecht! Alles an dieser Frau - ihre Stimme, ihr Blick, sogar ihre Haltung wirkte wie ein Vorwurf, dass ich überhaupt existierte! Ganz zu schweigen davon, dass ich hier war. „Beim großen Unlicht, Licht und allen anderen möglicherweise existierenden Gottheiten... lass meine Mutter keine dieser biestigen Halbpflanzen sein!“ Zum ersten Mal wünschte ich mir wirklich, dass ich sie nicht finden würde - zumindest nicht hier!

Hingegen genoss ich es spürbar, dass sie wenigstens für zwei, drei Atemzüge zu perplex war, um irgendetwas zu sagen. Diese Ruhe war einfach himmlisch und ich hätte beinahe gefragt, was ich tun müsste, um sie weiterhin schweigen zu lassen. „So klein bin ich gar nicht“, grummelte ich verärgert. „Du bist nur zu groß geraten, du dornige Bohnenstange!“ Ich funkelte sie wütend an. Ob sie überhaupt eine Ahnung hatte, über wen sie sich hier lustig machte? Für einen kurzen Augenblick dachte ich daran, die Fibel zu entfernen und von mir zu werfen. Oder einfach nur den Zauber zu lösen. Ob sie dann immer noch lachen würde? Ihr Blick stand meinem im Punkt Wut und Missbilligung in nichts nach und für einen kurzen - winzig kurzen - Moment imponierte mir ihr Mut sogar. Ob sie überhaupt eine Ahnung hatte, wie die meisten meines Volks mit ihr umgegangen wären? Vermutlich nicht. Selig sind die Unwissenden.

Ich versuchte, tief ein und aus zu atmen um zumindest den Ansatz eines klaren Kopfes zu bekommen. Diese Frau brachte mich wirklich um den Verstand. Und das meinte ich nicht im positiven Sinne, so wie es in einigen Balladen stand! Dann jedoch prasselten schon neue Vorwürfe auf mich ein, mit genau so heftiger Intensität wie vorhin der Regen. Ein Dschungelgewitter. „Ich? Wieso soll das meine Schuld sein?“ Ich verstand nur die Hälfte von dem, was ich sagte. „Was für Göttinnen? Ich kenne keine Götterschwestern!“ Diese Frau redete doch wirres Zeug! „Dann muss es ja wohl einen Grund geben, warum sie dir auch zürnen!“, gab ich ohne nachzudenken zurück. Ganz alleine würde ich das bestimmt nicht ausbaden! „Denn sonst hätte ja nur ich Schmerzen, nicht wahr?“ Ich warf ihr noch einen von diesen Blicken zu, die töten könnten, doch dann versuchte ich es noch einmal mit dem Durchatmen. „So kommen wir nicht weiter“, stellte ich resigniert fest. „Mir gefällt das genauso wenig wie dir, aber...“ Ich trat vorsichtig zurück, machte langsam einen Schritt und dann noch einen und schon spürte ich wieder ein leichtes Ziehen, das mit jeder Handbreit, die ich mich nachhinten schob, stärker wurde bis es wieder zu einem unangenehmen Stechen angeschwollen war. Ich schüttelte resignierend den Kopf und machte wieder zwei Schritte vorwärts. „Da ich vermute, dass du das nicht auf ewig haben willst...oder?“ Ich konnte mir den kleinen Einschub mit einem frechen Grinsen einfach nicht verkneifen. „Wir müssen etwas unternehmen. Es sind deine Götter. Also solltest du auch einen Weg finden können das zu beheben“, erklärte ich entschieden und sah sie abwartend an.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Mo Mai 21, 2018 5:01 pm

Oh man. Jetzt musste sie sich auch noch von einem Mann belehren lassen? Hexe, Hexer, wen interessierte das schon? Wenigstens ein formvollendetes Augenrollen musste ihr Gegenüber über sich ergehen lassen. In ihrem Leben war es noch nie notwendig gewesen zu unterscheiden. Es gab Jägerinnen und Hohepriesterinnen, Kriegsfürstinnenund so weiter.
Bist du immer so besserwisserisch?“, seufzte die dornige Amazone. Wenn das noch eine Weile so weiterging konnte sie für nichts mehr garantieren.

Eine emporgezogene Augenbraue war alles, was sie ihm auf seine nachfolgende Beteuerung zu entgegnen hatte. Eine Menge Leute, als ob. So wie der sich aufführte, führte jeder einen Freudentanz auf wenn er endlich den Raum verließ. Was er daraufhin von sich gab, hörte sich in ihren Ohren nach Gotteslästerung an, allerdings verstand sie zu wenig von alledem um mehr als auf das einzig Verständliche einzugehen – redete der Lerchossohn gerade von seiner Mutter? Freilich... auch er musste eine Mutter haben, doch so wie er von ihr sprach, schien er sie nicht zu kennen. Wie war das denn möglich? Durch Feindseligkeit, Zorn und Frustration zog sich ein fahler Streifen aus geschliffener Aufmerksamkeit... und Aufregung. Er kannte seine Mutter nicht? Aufgrund dieser nicht unerheblichen Tatsache, die sie wirklich und wahrhaftig verstehen konnte, sah sie sogar darüber hinweg 'biestige Halbpflanzen' zu kommentieren. Allerdings sagte sie auch sonst nichts darauf.

Diesmal war sie es, die ein Grinsen präsentierte. Der Schlag musste wohl gesessen haben. „Und wenn schon, ich bin noch immer größer als du“, kommentierte sie, doch so wirklich wollte sich kein Vergnügen einstellen – warum auch immer fühlte sie sich gereizt und... verletzt obwohl dornige Bohnenstange gewiss nicht seine beste Beleidigung gewesen war.

Lächerlich... Welchen Grund könnte es schon geben, dass sie mir zürnen“, murrte sie während ihr Blick wie zufällig zur Seite auswich und einen Bogen zum zerstörten Heiligtum beschrieb. Sie fühlte sich ertappt. Nunja... sie konnte sich da durchaus die eine oder andere Sache vorstellen, die den Göttinnen nicht besonders behagte, allerdings war sie auch nicht vor die Wahl gestellt worden ein Unglückskind zu sein!
Denn sonst hätte ja nur ich Schmerzen, nicht wahr?“, sagte er und sie verstummte für einen Moment und fing an zu murren, gab ihrem nachtschwarzen Haar einen Schwung, sodass sich der Großteil davon auf ihrem Rücken anordnete. Ein paar Federn kitzelten ihr Schlüsselbein also wischte sie diese beiläufig beiseite. Pff.
Natürlich will ich das nicht. Es ist bereits ein Frevel, dass du hier bist, wie könnte ich dann...“ Sie seufzte, wenigstens für den Moment musste das Streiten ein Ende haben.
Sie hob ihre linke Hand und hakte ihren Daumennagel an ihre oberen Vorderzähne und beließ ihn auch dort als sie weitersprach. Jaiva murmelte: „Ich? Was sollte ich schon tun können? Ich bin keine Hohepriesterin....“ Sie murmelte noch ein paar Sätze auf Ferus, nickte, schüttelte dann wieder den Kopf – schien die Optionen abzuwägen und seufzte dann.
Wir haben ein Problem.“ Sie schnaubte, ließ etwas wie ein Lachen erklingen, welches sarkastischer nicht hätte sein können. „Ich muss mit der Hohepriesterin reden, aber das ist unmöglich. Du scheinst mir ja irgendwie nicht von der Pelle rücken zu wollen, jajaja oder ich von dir. Was auch immer. Der Punkt ist – du kannst nicht in mein Dorf. Meine Schwestern werden dich umbringen wollen wenn du da auftauchst.
... und wir brauchen die Schale.
“ Ja, genau die, die jetzt irgendwo in dem Wasserbecken lag.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Mo Mai 21, 2018 5:29 pm

Ich schluckte sämtliche Bemerkungen, die mir noch auf der Zunge lagen herunter. Erst einmal mussten wir aus diesem Schlamassel herauskommen. Und dann... konnte ich sie immer noch zurechtweisen so viel ich wollte! Und das würde ich. Nicht zu knapp! Ich presste die Zähne aufeinander, so dass es beinahe weh tat und ein leichtes Knirschen zu hören war.
„Das ist jetzt nicht dein ernst, oder?“, fragte ich entgeistert. „Wir können uns nicht mehr als ein paar Schritte voneinander entfernen..und deine größte Sorge ist eine alte Schale?“ Ich sah sie an, als wäre sie vollkommen verrückt geworden. „Dann erklär deinen Schwestern gefälligst, was passiert ist! Oder dass sie mich nicht umbringen können, ohne auch dich zu töten!“ Ich hielt mitten in meiner Geste inne und wurde aschfahl. Ihre Schulter. Meine Schulter. Große Scheiße. Ich starrte sie an. Wäre das am Ende gar keine Notlüge? Mein Herz hämmerte schmerzhaft gegen meinen Brustkorb. Nein, nein, nein. Musste ich jetzt etwa auch noch auf diesen Dornenbusch aufpassen, damit ich nicht starb? So gehässig konnte doch kein Gott sein! Die sah so aus, als könnte sie alleine nicht einmal von morgens bis mittags in der Wildnis überleben mit all diesen Federn und Perlen und.. „Bist du wirklich alleine hier her gekommen?“, fragte ich vorsichtshalber nach. Ich wollte sie ja nicht unterschätzen, aber das erschien mir doch... merkwürdig. War sie so begabt in Magie, dass sie sich trotz dieses Aufzuges allein in den Dschungel wagte? Wieder ließ ich meinen Blick über sie gleiten. Nicht sehr überzeugend. Aber etwas anderes nagte noch immer an mir. Bevor ich mir selbst im Klaren darüber war, ob ich das versuchen sollte oder nicht, lag mein Dolch in meiner Hand und ich stach mir in den Unterarm - nicht tief, aber so, dass man es merkte. Ich selbst biss die Zähne zusammen und beobachtete nur ihren Gesichtsausdruck. Oh bitte, mach, dass das nicht stimmt. Bitte, kette nicht auch noch mein Leben an diese Frau! Wann hatte ich das große Unlicht jemals so oft um etwas gebeten...nein, angefleht? Ich konnte mich nicht erinnern.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Mo Mai 21, 2018 6:00 pm

Jaiva schmälerte ihre von zweifacher Intensität erzählenden Augen. Noch immer war das Giftige dominant. Keine Widerworte? Das war ja zu schön um wahr zu sein... Irgendetwas musste der Lerchossohn aushecken. Oh ja, das würde er und sie würde ihn davon abhalten. Das war ihre Pflicht als Amazone, gleich nachdem dieser erniedrigende Schicksalsspruch der Göttinnen aufgehoben war.
Ohne recht zu wissen was sie tat rieb sie sich den Kiefer.

Natürlich ist das mein Ernst“, fuhr sie den Blonden an und schnaubte. „Glaubst du nach dem ganzen Schlamassel ist mir noch nach Späßen? Nein, du Nervensäge. Das ist überhaupt gar nicht lustig. Hör zu, diese Schale ist ein Relikt, das seit Generationen weitergereicht wird und Teil dieser Reinigungszeremonie ist. Wenn ich ohne die Schale auftauche, kann das ziemlich unangenehm für mich werden!“
Ein Seufzen löste sich aus ihrer Kehle, machte ihrer Frustration Luft. „Wie soll ich das bittesehr meinen Schwestern erklären wenn du gleich neben mir stehst? Wenn sie dich sehen werden sie dich mit Pfeilen spicken noch bevor ich überhaupt den Mund aufgemacht habe diesen Schlamassel zu erklären! Und selbst wenn, wenn das Dorf davon erfährt, könnte das ziemlich üble Folgen für uns haben!“ Wenn sie daran dachte, dann empfand sie eine rasch anschwellende Furcht. Eigentlich hielt sie nichts an diesem Ort aber der Gedanke daran vom Rand des Dorfes verbannt zu werden, ausgestoßen in den Schoß der Grünen Hölle, ganz allein, ..., nein, nein!, das wollte sie nicht. Nicht das! War das die Antwort auf all ihre missgünstigen Wünsche? Sie hatte es doch gar nicht so gemeint! Sie war nur... zornig gewesen. Das mussten die Göttinnen doch wissen! Nur ein bisschen Zorn...
Was?“, kommentierte sie mit feindseligem Tone in ihrer Stimme und drehte sich ein wenig, sodass er nicht die gesamte Zeit ihre Vorderseite anstarren konnte. Ihre Arme hielt sie weiterhin verschränkt. Mit ihrer Nacktheit hatte sie eigentlich keine Probleme, allerdings fühlte sie sich dennoch verletzlicher als es sonst der Fall gewesen wäre. „Schau nicht so blöd. Hast du noch nie eine nackte Frau gesehen?“
Natürlich bin ich allein hier her gekommen. Ich bin hier aufgewachsen. Ich kenne jeden Stein und jeden Baum in diesem Wald“, murrte sie. Jeder Stein war vielleicht... ein bisschen übertrieben; aber dennoch! Sie kannte sich aus.

Was machst du denn da – AU!“, stieß sie aus und presste ihre Hand auf den Unterarm. „Spinnst du?“, fuhr sie ihn an. In ihren Augen funkelte es gefährlich ehe sie sich zu weiten begannen und ihr etwas klar wurde. „Nein, neinneinneinnein! Das kann nicht sein!“

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Mo Mai 21, 2018 7:11 pm

Ich wusste nicht, ob ich einen Triumphschrei ausstoßen sollte, weil ich mit meiner Vermutung richtig lag - oder doch eher aus dem gleichen Grund weinen sollte. Der Mittelweg war in Form eines leicht verzweifelten Aufstöhnens gefunden. Immerhin schien der Amazone nun ebenfalls gedämmert zu haben, was ich vermutet hatte. Ich steckte den Dolch weg. „Ich fürchte, du solltest dafür sorgen, dass sie mich nicht umbringen“, sagte ich tonlos. Irgendwie fühlte ich mich plötzlich matt. Die Wut warf verflogen und hatte einer Art Resignation Platz gemacht. „Also noch mal von vorne: Du wolltest ein Reinigungsritual durchführen?“ Meine Mundwinkel zuckten trotz der vertrackten Situation etwas nach oben. „Was hast du angestellt, dass du dich reinigen musstest?“ Ich legte den Kopf ein wenig schief.
„Und nein, du bist nicht die erste Frau, dich ich nackt sehe.“ Mein Ton klang ein wenig eingeschnappt. „Nur der erste Dornenbusch, der so gar keine Scham empfindet!“ Wusste sie denn nicht, dass die verschränkten Arme den Ansatz ihrer Brüste nur noch betonten? Wahrscheinlich nicht, schoss es mir durch den Kopf. Wahrscheinlich hat ihr das noch nie jemand gesagt oder durch entsprechende Gesten zu Verstehen gegeben. Wer sollte auch, wenn ich das erste männliche Wesen war, das sie zu Gesicht bekam. Ich musterte ihr Gesicht noch einmal neugierig. Wie alt mochte sie sein? Auf jeden Fall kein Kind mehr, so viel war klar.
„Gut. Dann...holst du jetzt erstmal diese Schale. Und dann, überlegen wir weiter. Kannst du diese Hohepriesterin nicht irgendwie aus dem Dorf holen? Damit sie mich nicht gleich mit Pfeilen spicken?“
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Mo Mai 21, 2018 7:33 pm

Als der Blonde das Offensichtliche noch einmal betonte war es an der dornigen Amazone sich eines Stöhnens zu bedienen, denn immerhin ihr war klar, dass das alles andere als leicht werden würde. Wusste er denn gar nichts?
Seine Nachfrage nach dem Reinigungsritual machte es auch nicht besser, nein im Gegenteil fühlte sie entsetzlich matt und erschöpft. Für einen Moment hatte sie gar keine Lust mehr sich mit ihm zu streiten und doch verzog sie ihre Lippen zum Ansatz eines missmutigen Ausdrucks. „Na klar, ich erzähl dir das gleich nachdem du mir in allen Einzelheiten erzählt hast warum du hier in der Grünen Hölle bist und scheinbar nicht den blassesten Schimmer davon hast, dass das für einen Mann lebensgefährlich ist.“ Ihr Tonfall machte deutlich, dass wohl weder das eine noch das andere allzu bald eintreten würde. Sie war wirklich und wahrhaftig eine Dorne. Alles war pieksig und stachelig. Dennoch war er ein Fremder. Sie würde ihm ganz gewiss nicht ihre Geschichte auf die Nase binden damit er sie damit aufziehen konnte!
Und wenn es nach ihr ging waren sie bis zum Abendessen bereits wieder voneinander getrennt und dann auf Nimmerwiedersehen Blödmann!

Jaiva hob eine Augenbraue an als er ihr sagte er hätte bereits mehr als eine Frau nackt gesehen. So ganz glaubte sie ihm das nicht und eigentlich... wollte sie das auch gar nicht wissen! Himmel noch eins! Sie wollte gar nicht wissen welche perversen Hintergründe alledem zugrunde lagen. Noch einmal seufzte sie. „A-ma-zone“, betonte sie so langsam, dass auch jedes Kretin ihren Worten folgen konnte. „Das heißt Amazone.“
Schon wieder diese seltsamen Blicke. Was war denn nur mit ihm... Ja, sie wusste ja selbst, dass es auch bei ihrem Stamm alles andere als üblich war etwas anderes als Pflanzenmerkmale auf dem Kopf zu haben. Bei ihr... war das alles etwas ausgeartet. Von ihrem beinahe immer grimmig anmutenden Gesichtsausdruck schien sie Anfang Zwanzig zu sein, vielleicht auch Mitte Zwanzig.
Wie ich hole die Schale? Ist dir nicht bereits selbst aufgefallen, dass wir gerade einmal ein paar Schritte auseinander sein können ohne dass -“ sie machte eine wegwerfende Handbewegung „- das passiert?“
Sie seufze noch einmal; theatralischer hätte dies auch kein Bühnenkünstler hinbekommen. „Erst die Schale, in Ordnung? Danach überlegen wir weiter.“ Ihre Augenbrauen zuckten nach oben. Oder hatte er noch weitere Einwände, die sie unbedingt jetzt diskutieren mussten?

_________________
»ƧтᵉϹᴋᴯᴿᴵᵉϝ«
Dornen sind immer allein – ganz am Ende
Und das ist kein Märchen


Nachtschwarzes Haar, mit Holzperlen & Federn – ein giftgrünes & ein blassgrünes Auge
gerade Nase – schmale, blassrosenrote Lippen - ovales Gesicht – gebräunte Haut mit blutroten Dornen
hoher Wuchs, geschmeidiger Körper, starke Beine


PNs bitte an das Kleine Abendlicht.
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Jaiva
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