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Amazonenlegenden

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Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Sa Mai 19, 2018 9:39 am

das Eingangsposting lautete :

Es war einmal, wird einmal, wird niemals werden.


Und Vinu und Melva gedachten derer, die ihr Dasein verzweifelt und ohne Hoffnung im Schatten fristeten, denn sie liebten alle ihre Kinder gleichermaßen, ganz gleich wer sie auch waren; glücklich wollten sie sie sehen, denn die Tage jener Zeit waren dunkel und die Nächte bitter für jene, die nicht mehr wussten wohin sie sich wenden sollten.

Tag und Nacht suchten sie nach einer Möglichkeit wie sie dieses Wunder bewirken konnten, doch selbst sie als Göttliche – ganz gleich wie mächtig sie auch waren – konnten ohne einen Funken schöpferischer Inspiration etwas derartiges vollbringen. Selbst ihnen war es nicht möglich mit einem Gedanken allein Leid und Trauer und Sorgen von ihren Kindern zu nehmen, denn die Kinder waren frei und so sollte es auch bleiben.
Nach einer langen Zeit des fruchtlosen Sinnierens empfanden die Göttlichen selbst eine große Schwere, die sich über ihre Herzen gelegt hatte und so beschlossen sie eines schönen Morgens ihre Tochter Sola zu besuchen, die sie vergnügt und ohne Sorge in einer Lagune badend antrafen.

Da fragten sie Sola warum sie so glücklich sei und sie sagte ihnen bald, dass ihr gerade ein hübscher Gedanke gekommen war.
Jeder Tag, meinte sie strahlend, sei eine Pforte zu neuen Gedanken und Möglichkeiten. Ganz gleich wie dunkel die Nacht auch gewesen sein mochte, ein neuer Tag folgte ihr nach. Immer und immer wieder.
Ohne sich in ihrem Spiel stören zu lassen meinte sie weiter: Ein neuer Tag ist das größte Geschenk, das ich zu teilen habe.
Da lächelten Vinu und Melva, die gerührt von den klugen Worten ihrer Tochter waren und sieh da! Sie fühlten sich tatsächlich leichter.
Ein Gedanke später löste sich ein Funke ihrer unendlichen Gnade und fiel auf das Wasser und mit einem Mal war der Morgen voller Licht, Musik und Leichtigkeit.

Um diesen Tag niemals zu vergessen machten sie ihren Kindern diesen Ort zum Geschenk und ließen die Kunde verbreiten: Jede Frau, die sich von ihren Gedanken befreien wollte, solle bei Tagesanbruch zu dieser Lagune kommen, ins Wasser steigen und jeden einzelnen dieser Gedanken beim Namen nennen. Auf diese Weise würden sie sich von ihnen reinwaschen können.
Und die Kinder der Göttinnen kamen, erst vorsichtig doch bald schon immer zahlreicher bis die Lagune voller Lachen und kein einziger übler Gedanke mehr geblieben war.

„... So wird es hier im Dorf von einer Hohepriesterin zur anderen weitergegeben auf dass nie vergessen werde welche Wunder die Götterschwestern mit uns, ihren Kindern, teilten“, erzählte die Hohepriesterin Nesrin an der Schwelle der luftigen, in schwindelerregender Höhe erbauten Hütte, die auf einer Plattform zwischen den weit auseinander fächernden Astgabeln errichtet worden war. Schmale Brücken aus Lianen, Hanfseil und Brettern führten zu dieser hin und doch war ein Fehltritt genug um einen Fall aus gut zwanzig Metern Höhe nach sich zu ziehen.
Murmelnd fügte sie an: „... und, dass es immer Hoffnung für diejenigen gibt, die bereit sind sich ihr zu öffnen.“
Keine Stimme antwortete ihr aus dem Inneren der Hütte, doch Nesrin wusste auch ohne Worte, dass ihr ehemaliger Schützling wach war.
Jaiva. Und obschon sie sich von dem Mädchen gelöst hatte, hatte lösen müssen, so empfand sie noch immer tief für dieses. Sie konnte es nicht mitansehen wie sich die junge Amazone immer mehr und mehr ihrem Kummer ergab obwohl noch so viele Möglichkeiten vor ihr lagen. Sie war doch so jung.
Die ältere Amazone ging ohne noch ein weiteres Wort gesprochen zu haben und brütendes Schweigen umhüllte das Baumhaus.

Was für ein Unsinn“, murmelte die Dorne nach einer Weile. „Als ob ein paar Spritzer Wasser den Unterschied machen würden...“
Doch die Hohepriesterin wäre nicht die Hohepriesterin gewesen wenn sie nicht gewusst hätte, dass ein Grundstein genügte um die junge Amazone neugierig zu machen und so geschah es, dass Jaiva nach ein paar Tagen zum Tempel kam, um sich einfach nur so nach diesem Reinigungsritual zu erkundigen.
Freilich erzählte ihr Nesrin auch einfach nur so von dem, was zu tun war.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am So Mai 27, 2018 3:57 pm

Ich zischte leise. „Dafür, dass so vieles bei euch bekannt ist, weißt du aber eine ganze Menge nicht! Dekoration zum Beispiel“, spielte ich darauf an, dass sie es vorher falsch benannt hatte. „Und der Grund dafür ist doch vollkommen egal!“, brauste ich auf und senkte im gleichen Moment wieder meine Stimme, da zum einen die Amazone am Boden ein leises Stöhnen von sich gab und zum anderen, um die Amazone am Fuße des Baumes nicht auf uns aufmerksam zu machen.
„Ich wüsste nicht, dass wir uns über Küsse unterhalten hätten!“, maulte ich, doch gleichzeitig horchte ich auf. „Und wenn schon? Wen willst du denn geküsst haben? Einen von den Geckos?“ Wenn sie noch nie einen Mann gesehen hatte... Meine Überlegung blieb mir sprichwörtlich im Halse stecken und ich zuckte unwillkürlich ein Stück zurück und starrte Jaiva ungläubig an. „Dann...dann war das...“, stammelte ich, mit einem Mal mehr als verlegen. Das...das war doch...komisch! Und dazu... hatte sie mir dann auch noch etwas voraus! Ich schüttelte den Kopf. Das musste ein Missverständnis sein!
„Du tust immer noch so, als würde jeder Mann gleich über euch herfallen“, murmelte ich abfällig und wandte mich wieder meiner Arbeit zu, die ich lange genug vernachlässigt hatte, dass die Lider der gelähmten Amazone bereits wieder einen leichten Blauton annahmen. „Du hast ja keine Ahnung, was außerhalb dieses Waldes geschieht“, murmelte ich und dachte an mein Volk. Da würde Jaiva wirklich all ihre Vorurteile bestätigt sehen. Ob die Amazonen früher einmal auf Dunkelelfen getroffen waren?
„Ein Schlafmittel“, antwortete ich, um Neutralität in meiner Stimme bemüht. Ihre Worte hatten mich ganz schön aus der Bahn geworfen. Mehr, als ich zugeben wollte und mehr, als ich hoffte, dass sie spüren konnte. „Wie ich es dir schon erklärt habe.“ Die Amazone unter mir versuchte mit noch immer schwachen Muskeln sich aufzubäumen und es fiel mir immer schwerer genug Luft in sie hinein zu bekommen. „Nadel“, forderte ich und würde sie mir zur Not auch selbst nehmen. So lange musste die Gelähmte dann halt ohne Luft auskommen. Ich tastete kurz den Arm der Rothaarigen entlang, fand eine kleine Kerbe am Ellenbogen, wanderte von dort aus Richtung Ellenbeuge und stach die Nadel durch ihre Haut. Beinahe Augenblicklich ließ ihr Widerstand nach und ich atmete erleichtert auf. Das machte das Ganze um einiges einfacher. Aber wenn ich Glück hatte würde sie bald wieder von alleine atmen. Ich konnte es kaum erwarten.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am So Mai 27, 2018 4:34 pm

Jaiva war sich selbstverständlich keiner Schuld bewusst, daher ging sie auch gar nicht auf seine Spitze bezüglich ihrer falschen Aussprache ein. In ihrem Kopf hatte es sich natürlich vollkommen richtig angehört. Dekoration! Genau so hatte sie es doch gesagt. Vielleicht sollte sich dieser Besserwisser zur Abwechslung mal die Ohren putzen. Sie schnaubte. Wenigstens war er jetzt so richtig wütend. Wütend genug um auf die vorherige Thematik einzugehen und mit neuerlichen Anmaßungen daherzukommen. Geckos. Sie rollte bedeutungsvoll mit den Augen und wartete dann bis er verstanden hatte. Sie konnte seinem Verstehen sogar zusehen. Das war... verdammt lustig. Ja, genau, sie hatte eine andere Amazone geküsst. Seine Reaktion reichte ihr vollkommen aus um es (vorerst) darauf beruhen zu lassen, außerdem gab es da noch etwas anderes, das sie unbedingt weiter ausdiskutieren mussten.
Ja natürlich ist das so“, beharrte sie weiterhin, immerhin war sie sich vollkommen sicher, dass in jedem Mann ein Widerling schlummerte. „Jede Amazone weiß das.“ Und auch was Ciaran mit dem Gedanken an sein Volk anfügte, wusste sie nicht zu erschüttern. „Ich weiß genug, dass es besser dort draußen bleiben sollte wenn es ein langes Leben führen will.“ Ob sie damit auf ihn anspielte? Sie sagte es nicht direkt, allerdings gab sie sich auch keine große Mühe zu betonen, dass sie ihn nicht meinte.

Wenigstens beim Erwähnen des Schlafmittels hielt sie ihre Zunge hinter ihren Zähnen und verkniff sich ein Kommentar, das Hinweise darauf gab sie hätte ihm nun ihrerseits nicht aufmerksam genug zugehört.
Wie ich dir schon erklärt habe, äffte sie ihn in Gedanken nach, reichte ihm aber die Nadel als er nach ihr verlangte. Ein Schlafmittel würde ihnen dienlich sein auch wenn es ihr ganz und gar nicht gefiel wie er es zum Einsatz brachte. Diese Nadeln waren eine schaurige Waffe und je länger sie Ciaran dabei beobachtete, desto zwielichtiger kam er ihr vor. Jetzt, da sie nicht mehr in seinen Sachen herumwühlen musste, nutzte sie ihre Zeit besser dafür einen Schluck aus dem Wasserschlauch zu nehmen. Sie ließ dem Lerchossohn sogar etwas übrig und hielt selbiges Trinkbehältnis auch so, dass er danach greifen konnte, wenn er denn wollte, praktischerweise bereits geöffnet, sodass er rasch einen Schluck nehmen konnte bevor er mit der Beatmung weitermachte. Dafür, dass er das so lange tun musste, hatte er noch erstaunlich viel Luft für Widerworte.
Schlussendlich würde sie ihre Arme verschränken und abwarten bis dieses grausige Schauspiel ein Ende fand. Sie wusste zwar, dass Ciaran nichts Ungebührliches tat, allerdings machte es das keineswegs besser.
Diese Nadeln“, sagte sie dann. „Sie sind grässlich.“

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am So Mai 27, 2018 4:50 pm

„Was genau weißt du denn über draußen?“, fragte ich nach. Langsam wurde mir etwas schwindelig und so nahm ich mit einem leisen, aber überraschten ‚Danke‘ den Wasserschlauch entgegen. Ich atmete tief durch, aber das machte es kaum besser. Ich beobachtete den Brustkorb der Amazone und tatsächlich konnte ich bereits ein paar leichte auf und ab Bewegungen sehen. Ich hielt meine Wange über Nasen- und Mundöffnung und fühlte den leichten Luftstrom. Erschöpft ließ ich mich nach hinten fallen und schloss die Augen.
„Drück dich nächstes Mal einfach klarer aus“, murmelte ich. „Noch einmal mach ich das bestimmt nicht.“ Ich versuchte, wieder in einen normalen Atemrhythmus zu finden. „Außer du bist es“, setzte ich nuschelnd dazu. „Dann muss ich wohl.“ Ich drehte mich auf die Seite, so dass ich sie ansehen konnte. „Und ich werde jede Sekunde über dein imaginäres Strampeln und Schimpfen lachen!“, versprach ich ihr mit blitzenden Augen. Es war wirklich kurios, wie sie sich manchmal aufführte. „So. Und nun?“, fragte ich in die plötzliche Stille, die nur durch die leichten Atemzüge der Amazone unterbrochen wurde.
„Außerdem sind die Nadeln nicht grässlich“, widersprach ich ihr nach einer Weile. „Sie sind der Grund, warum ich noch lebe.“
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am So Mai 27, 2018 5:12 pm

Jaiva setzte sich ein wenig aufrechter hin um ihr Wissen entsprechend zu präsentieren.
Sie sagte:„Ich weiß, das dort Gemeinschaften aus Menschen leben, die aus Männern und Frauen bestehen, die aber trotzdem Kinder bekommen können. Außerdem wissen die Menschen nichts von der Natur, wie man sie ehrt und wie man mit ihr leben muss. Oder davon wie man Musik macht. Und wenn ich dich so betrachte, dann scheint auch vieles wahr zu sein, das man über Männer sagt, auch wenn dir das Fell im Gesicht fehlt.“ Das war doch schon einmal ein guter Anfang, oder? Das hatte sie richtig gut gemacht. Jetzt würde er aber Augen machen, immerhin hatte er nicht einmal von Amazonen gewusst.

Als er sich dann auf den Rücken fallenließ, blickte sie ihm kurzzeitig hinterher, widmete ihre Aufmerksamkeit jedoch zuerst der besinnungslosen aber atmenden Naewrah. Ihm allein hätte sie nicht geglaubt, dass sie noch am Leben war, daher beobachtete sie die Amazone vom Stamm der Singenden Okapi so lange bis sie überzeugt war und widmete sich dann Ciaran, ehe sie sich so positionierte, dass sie ihn besser ansehen konnte.
Man versteht nur was man auch hören will“, ereiferte sie sich. Dieses folgenreiche Missverständnis lag ihr schwer auf der Seele. „Wie kann man vom bloßen Wort 'Loswerden' auf 'Umbringen' schlussfolgern? Das ist doch verrückt!“ Sie hob ihre Arme an und spreizte auch ihre Finger ab. Sie presste die Lippen fest aufeinander als er die Unverschämtheit bewies sie darauf hinzuweisen er würde das bei ihr tun.
Das würdest du nicht wagen. Ooooh nein, das würdest du nicht wagen!“, brauste sie auf. Das war eine Stichelei, die sie nicht einmal zwei Herzschläge lang unkommentiert lassen konnte. Entsetzen und Empörung überschlugen sich und wussten sich noch einmal zu intensivieren als er meinte er würde darüber lachen.
Bevor du das machst, wirf ich mich von einer Klippe“, versprach sie ihm. „Ohnmächtig oder nicht. Da wirst du aber gucken!“

Zuletzt presste Jaiva die Lippen aufeinander. „Du lebst nur weil du an mich gebunden bist“, sagte sie ihm. „Die schwarze Amazone vorhin, das war Myrrhaq. Wenn ich nichts gesagt hätte, wärs das für dich gewesen.“

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am So Mai 27, 2018 6:07 pm

"Hm", machte ich.  "Das ist auch nur die halbe Wahrheit. Wahrscheinlich die, die ihr glauben wollt." Ich schüttelte leicht den Kopf. "Natürlich singen und musizieren Menschen.  Einige Männer singen sogar für ihre Frauen oder anders herum. Über Liebe. Oder sie schreiben Gedichte." Ganz so einfach, wie Jaiva es sich machte, war es nicht. Ich fasste an meinen nicht vorhandenen Bart. "Fell. Soso."  Ich schmunzelte. "Das wäre ein Bart. Und nicht jeder Mann trägt einen." Ich machte eine kurze Pause.
"Und für mich heißt loswerden eben loswerden. Ein Problem lösen. Schnell und... nachhaltig." Mehr wollte ich dazu eigentlich nicht sagen. "Ich bin so aufgewachsen",  versuchte ich es dennoch zu rechtfertigen. Irgendwie lag mir daran.
"Würde ich doch!", versprach ich ihr noch immer lachend. "Alleine für diesen Gesichtsausdruck!"  Doch dann wurde ich wieder ernst. Das Lächeln verschwand. "Nein",  sagte ich leise." Vorher. Viel, viel früher." Ich suchte nach Jaivas Blick. "Außerdem", fügte ich etwas beleidigt hinzu, "unterschätzt du mich!"
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am So Mai 27, 2018 6:48 pm

Ich meine andere Musik“, ließ sie sich hinreißen obwohl sie sich für ihre unbedachten Worte am liebsten geohrfeigt hätte, dennoch schnaubte sie belustigt als er wieder einmal meinte sie korrigieren zu müssen.
Männer, die singen oder Gedichte schreiben?“, griff sie als nächstes auf, woraufhin ein belustigtes Glucksen ertönte, das zwar nicht sonderlich freundlich klang aber wenigstens von Herzen kam. „Das kann ich ja kaum glauben. Kannst du das auch?“ - so wie es aussah hatte sich Ciaran sein eigenes Grab geschaufelt.
Bart“, probierte sie das neue Wort einmal selbst aus und lachte noch einmal, ging sogar so weit, dass sie sich eine der längeren Federn aus ihrem Haar pflückte und es mitsamt seiner schattenhaften Bahn zu ihrem Gesicht führte. Sie hatte keine Ahnung wie so ein Bart funktionierte, daher legte sie sich die eineinhalb Handspannen lange Feder quer über ihren Mund, sodass sie von Ohr zu Ohr reichte. Und ihren Mund vollkommen bedeckte. Ihre Augen blitzten vergnügt.

Mhm“, machte sie dann und klang nichtssagend dabei obschon sie sich durchaus ihre Gedanken zu dieser Aussage machte. Er... war so aufgewachsen? Das klang... irgendwie seltsam. Warum musste er das so betonen? Aber bevor sie so recht darüber nachdenken konnte, kam er noch einmal auf diese unleidliche Thema zu sprechen! Inzwischen wünschte sie sich, dass sie es niemals zur Sprache gebracht hätte! Küssen, ja, genau. Warum sprach sie überhaupt mit ihm darüber und wie – bei allen Geistern dieser Welt! - waren sie überhaupt bis hier hin gekommen! Zum Glück war Naewrah bewusstlos. Spätestens jetzt hätte die dornige Amazone begonnen sich zu schämen. Wenn sie allein waren, dann war es irgendwie 'in Ordnung' sich mit ihm so zu streiten; aber mit Publikum war das noch einmal etwas vollkommen anderes.

Das, was er dann als nächstes zu betonen wusste, machte es nicht besser und sie betrachtete ihn für einen Moment ohne Widerworte. Sie hatte gesehen was er bewirken konnte und gerade sein leiser Tonfall wusste sie zu erreichen, denn er stand in einem großen Gegensatz zu ihren vorherigen Wortgefechten. Tatsächlich gab es sogar für Jaiva Grenzen, die sie nicht zu überschreiten wagte. Sie presste lediglich die Lippen aufeinander. Sie würde sich ganz bestimmt nicht in eine Kluft locken lassen, in der sie Mitleid für ihn entwickeln würde.
Ich hab gesehen, dass du den Wind reitest“, behauptete sie. „Nicht einmal Eilinn ist so schnell wie du.“

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am So Mai 27, 2018 7:39 pm

"Andere Musik?  Was für welche?",  fragte ich nach - dieses Mal ganz ohne Hohn oder Argwohn in der Stimme. Dann begann ich wieder leise zu lachen. "Ich? Nein, ich singe furchtbar. Das willst du nicht hören. Es wäre eine Beleidigung für deine Ohren. Und dichten?  Ich fürchte, dafür fehlt mir die nötige Kreativität. Aber ich kann Gedichte anderer aufsagen. Zumindest einige", schränkte ich ein.
Mein Lachen wurde lauter, als ich Jaivas Versuch sah, einen Bart nachzustellen. "Na ja, fast", grinste ich. "Sehr schick." Meine Hand schnellte vor und ich versuchte, ihr die Feder zu entwenden, um sie dann an der Nase zu kitzeln. Irgendwie tat es gut,  unbeschwerte Dinge zu tun.
"Den Wind reiten, huh? Das klingt toll!", erwiderte ich stolz und dachte tatsächlich kurz an einen stolzen Rappen, der durch einen Sturm fegte. Stoff für Legenden. "Eine Gabe meiner Mutter",  erklärte ich knapp das, was ich mir zusammengesetzt hatte, da sonst niemand diese Art der Magie bei uns besaß. Und ich klang immer noch ein bisschen stolz. "Wer ist Eilinn?"
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am So Mai 27, 2018 7:52 pm

Natürlich. Das hatte er ganz genau gehört! Das war wieder einmal typisch. Man konnte ihr ihre Unzufriedenheit anhören, allerdings machte sie jetzt keinen Rückziehen – es war nicht seine Schuld, dass sie sich verplappert hatte und außerdem... war sie stolz darauf eine Amazone zu sein! Da durfte sie ihn doch auch mal ein bisschen alt aussehen lassen indem sie sagte: „Ich rede von Musikmagie. Viele meiner Schwestern sind in der Lage durch Musik etwas Großartiges zu vollbringen.“ Ob das schlau gewesen war sich dermaßen hinreißen zu lassen? Nun, da sie einen Finger darauf halten würde, würde er ganz bestimmt nichts Übles tun können und wenn doch, dann sollte er nur wissen, dass Amazonen genauso wenig zu unterschätzen waren wie er von sich selbst behauptete!
Jaiva wusste nicht was sie davon halten sollte, dass ausgerechnet ihr Gegenüber sowohl unmusikalisch als auch unbegabt in den kreativen Künsten war. In ihrem Dorf gab es keine Amazone, die nicht in der Lage war eine Melodie zu klopfen, stampfen oder klatschen. Nicht jede von ihnen besaß eine Singstimme, der man mit Wonne stundenlang zuhören wollte; aber immerhin konnte jede singen! Wieder machte  sie einen nachdenklichen Laut, horchte aber auf als er von Geschichten zu erzählen begann. Geschichten! Oh ja, Geschichten wussten sie zu interessieren. Vielleicht würde sie ihn später bitten eine zu erzählen; aber nur wenn er versprach nicht den Klugscheißer heraushängen zu lassen!
Hey!“, machte sie als er nach der Feder fischte und sie tatsächlich in die Finger bekam. Sie rümpfte ihre Nase und machte wedelnde Bewegungen mit ihrer linken Hand. „Lass den Blödsinn“, schimpfte sie.
Als sie dann aber feststellte, dass er sich geschmeichelt fühlte, drückte sie ihre Lippenbögen aufeinander und blähte ihre Wangen auf. So hatte sie das gar nicht gemeint! Sie hasste sich in diesem Moment zwar selbst, allerdings ließ sie sich doch von Ciaran locken als er wieder einmal seine Mutter erwähnte. Wie bereits schon zuvor war das Thema 'Mutter' ein sicherer Hort. Jaiva hätte es niemals gewagt – absichtlich – einen Scherz auf Kosten seiner Mutter zu machen. „Deine Mutter kann auch den Wind reiten?“, fragte sie und legte in diese Frage weitaus mehr Aufmerksamkeit als in seine Nachfrage, denn sie sagte nur: „Das ist die schnellste Läuferin meines Dorfes. Man nennt sie Ailinn die-mit-dem-Wind-fliegt.“ Freilich übersetzte sie ihm auch den geschwungenen, kompliziert anmutenden Ausdruck auf Ferus, der mindestens acht Silben zu haben schien.
Was weißt du denn über deine Mutter?“, fragte sie.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am So Mai 27, 2018 8:18 pm

"Musikmagie?" Ich horchte auf. "Was bewirkt die? War es das, was du in der Lagune getan hast? Dieser Singsang?", hakte ich nach. Vor uns schlief die Amazone noch tief und fest. Was hoffentlich noch etwas so bleiben würde.
"Wieso Blödsinn?", fragte ich lachend nach. "Es soll dich zum Lachen bringen, also ist es kein Blödsinn."
Mein Lächeln verblasste wie immer beim Thema Mutter. "Ich nehme es an", sagte ich. "Ich kenne sie nicht, habe sie nie gesehen und mein... alle anderen reden nicht über sie."
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am So Mai 27, 2018 8:39 pm

Es wäre schön gewesen wenn Ciaran es dabei hätte bewenden lassen, aber... nein. Jetzt schien er Blut geleckt zu haben und wollte mehr davon hören. Es war eines davon zu prahlen, dass Musikmagie ein großes Stück Amazonenkultur war, allerdings noch mehr davon zu erzählen war... etwas anderes. Sie überlegte ob sie das wirklich wollte, immerhin gab niemand gerne seine Tricks preis.
Wenn du mir mehr davon erzählst wie du das mit dem Wind machst, erzähle ich dir mehr über Musikmagie“, versuchte sie das Gespräch wenigstens in eine Richtung zu lenken, die sie halbwegs verschmerzen konnte. Wenn sie im Austausch mehr über ihn herausfand, war es vielleicht nicht mehr ganz so schmerzhaft selbst Einblicke zu geben. Sie schmälerte dabei ihre Augen, ließ wieder etwas von ihrer alten Feindseligkeit durchblitzen, die jetzt, nicht einmal einen halben Tag und einige Erlebnisse später gar nichtmal mehr so gut zu passen schien. Das hinderte Jaiva allerdings keinesfalls daran sie dennoch zum Einsatz zu bringen. Sie gab ihr... Sicherheit.

Dieselbe Sicherheit, die eine schroffe Entgegnung mit sich brachte als sie sagte: „Dann solltest du mich richtig zum Lachen bringen und nicht mit einer Feder.“ Das war auch der Augenblick, in dem sie sich ihre mit einer Feder verwobene Strähne zurück erkämpfen und resolut auf ihren Rücken werfen würde. Freilich nicht ohne einen mahnenden Blick, der sagte: mach das nicht nochmal! Aber irgendwie... ließ sie sich dennoch von ihm anstecken. Es war wirklich gut ein wenig Leichtigkeit zu spüren, auch wenn dies bedeutete, dass sie sich bald wieder mit den ersten Themen befassen sollten – besser früher als später.

Mhm“, entgegnete sie. „Und da hast du erfahren, dass sie auch den Wind reiten kann, so wie du?“ Erst jetzt fiel ihr auf wie bequem sie sich hingesetzt und wie lange es her war, dass sie zum letzten Mal zur schlafenden Naewrah gesehen hatte.
Unwirsch strich sie sich übers Gesicht und sagte dann nachdenklich: „Wir müssen uns überlegen wie wir von hier wegkommen. Yaseminya darf uns nicht sehen und auch Naewrah sollte nicht erwachen bevor wir verschwunden sind... hast du eine Idee wie wir ungesehen nach unten kommen können? Wir können schlecht warten und darauf hoffen, dass sich das Problem von allein löst.“

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Mo Mai 28, 2018 4:00 am

„Was soll ich da groß erzählen?“, fragte ich sie, ein wenig abweisend. „Es... passiert einfach.“ Es war, als sollte man das Atmen beschreiben. Viel zu verraten gab es dabei nicht. Ich wusste nicht, wie genau es funktionierte. Es war nicht so, dass man einen Zauberspruch oder einen bestimmten Gegenstand benötigte. Es war einfach da. Und es machte mich schneller. Das hatte sie schon mitbekommen. „Es ist, als wärst du ein Blatt im Wind. Er wirbelt dich mit sich. Nur dass du steuern kannst wohin.“ Ich war nicht sonderlich gut darin, das in Worte zu kleiden, aber ich hatte darüber bisher auch noch nie mit jemandem gesprochen.
„Und die Musikmagie?“, fragte ich deshalb neugierig. „Was kann man damit tun? Außer Glas zerspringen lassen“, setzte ich mit einem Zucken meiner Mundwinkel hinzu. Ob sie den Spaß verstand?
Ich lehnte mich ein bisschen vor, den Blick auf sie gerichtet. „Wie bringt man dich denn zum Lachen? Ich habe dich immer nur mürrisch gesehen.“ Ich versuchte, ihren Gesichtsausdruck nachzuahmen und bereitete mich innerlich auf eine neue Schimpftirade vor. Aber ich konnte es nicht lassen, sie ein wenig aufzuziehen. Ich beobachtete, wie sie ihre Haare zurück warf und wie die Federn und Perlen ihres Schmuckes glänzten. „Ist das nicht unpraktisch hier?“, wollte ich wissen und deutete auf das lange Haar. Warum trugen Frauen ihre Haare so gerne lang?

„Nein“, entgegnete ich auf ihre Frage zu meiner Mutter. „Niemand sprach über sie. Kein Wort. Es wurde immer gesagt, sie sei tot. Aber weder mein Vater noch meine Brüder beherrschen solche Magie. Sie... ist ihnen ein wenig suspekt.“ Und das war auch verdammt gut so. „Deswegen denke ich, dass ich es von ihr habe.“
Ich folgte Jaivas Blick zu der schlafenden Amazone. „Ich könnte das Problem lösen“, bot ich mit einem Grinsen an und ließ absichtlich offen wie. Ich wartete den kleinen Augenblick, bis sie sich hoffentlich wieder aufregte, dann hob ich beschwichtigend die Hände. „Sag dieser... Yas...emina...oder wie auch immer, dass etwas mit ihrer Freundin ist. Es geht ihr nicht gut. Sie soll gucken kommen“, schlug ich vor. Sobald sie hier oben ist bekommt sie das gleiche Schlafmittel, wir machen uns aus dem Staub und die beiden dürfen ein bisschen ungestört ausschlafen.“ Ich fand die Idee gut und war zuversichtlich, dass es funktionieren würde.
„Was heißt... Mann...Affe und Blödmann in eurer Sprache?“, wollte ich wissen. „Ich möchte mitbekommen, wenn du über mich redest. Habe ich noch irgendwelche Schimpfworte vergessen?“ Wieder blitzten meine Augen auf.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Mo Mai 28, 2018 7:07 am

Wenigstens gab er sich kompromissbereit auch wenn er nicht allzu blicken ließ. Ein wenig enttäuscht war sie aufgrund der spärlichen Einblicke durchaus, allerdings wusste sie, dass sie es an seiner Stelle nicht anders gemacht hätte. Dafür irritierte sie etwas anderes. Er ritt den Wind, wusste aber nicht wie er es tat? Was für ein seltsamer Mann.
Mhm“, machte sie und klang dabei wenig überzeugt, fast ein wenig launisch, doch das kannte er bereits von ihr. Es schien eine Art Ausdruck ihrer pieksigen Persönlichkeit zu sein. Eine Augenbraue hatte sie angehoben und anstatt Worte vorauszuschicken, ließ sie ihn ihre Skepsis und Unzufriedenheit spüren. Dabei allein blieb es nicht. Natürlich nicht. „Das war es, mehr nicht?“ Dabei war er doch sonst nicht auf den Mund gefallen.
Das verstehe ich nicht“, antwortete sie ihm. In ihrem Dorf gab es kein Glas und erst recht keines in geschliffener Form, das als Trinkgefäß taugte oder in ein Fenster gedrückt werden konnte, daher war es mit Jaivas Verständnis an dieser Stelle nicht besonders weit. Freilich verstand sie den Spaß nicht, erst recht nicht die Phrase, die dahinter stand. „Musikmagie kann dein Ohr zerspringen lassen, wenn sie das soll. Meiner du das?“ Da hatte er sie aber gehörig aus dem Konzept gebracht. Eben hatte sie sich noch Worte bereitgelegt, die das Unbegreiflich begreifbar machen sollten und dann kam Ciaran.
Musikmagie ist ganz anders“, beschloss sie ungeachtet ihrer Unsicherheit bezüglich des zerspringenden Glases und erklärte weiter: „Musikmagie ist das Geschenk von Min an die Amazonen und sie kann wunderschön und furchtbar zugleich sein. Sie kann verändern was du hörst und Dinge mit dir machen, vielleicht ein bisschen wie der Wind, auf dem du reitest. Sie umgibt dich, trägt dich oder drückt dich nieder.“ Ihr war es wichtig, dass er sich wenigstens dieses eine Mal nicht über Amazonendinge lustig machte! Zuvor hatte er sich über Naewrahs Blüten lustig gemacht, allerdings fand die dornige Amazone, dass sie wunderbar zu ihr passten und ihr Duft rundete das Bild nur ab. Konnte oder wollte der Lerchossohn nicht sehen wie wunderbar sie, nein, wie viele Amazonen waren?

Jaivas mürrischer Gesichtsausdruck wusste sich noch zu vertiefen als er sich verbeugte und die Dreistigkeit bewies sie nachzumachen. Das gefiel ihr nicht, oh nein. Ciaran konnte es wie eine nicht ganz so gerne Gewitterwolke sehen, die rasch auf ihn zuhielt. „So jedenfalls nicht“, gab sie unwirsch zur Antwort. Als ob sie ihm gesagt hätte was sie zum Lachen brachte... Er machte sich doch blod lustig über sie.
Noch immer etwas pikiert fing sie seine Nachfrage nach ihrem Haar auf. Wollte er auch daran herummeckern? Mit verkniffenem Gesicht zupfte sie an ihren Haaren herum, die bis auf ein paar Strähnen bis zum obersten Punkt ihres Kopfes geführt worden und dort mit einem Band aus Holzperlen gehalten wurden. Auf ihrem Rücken ergoss sich die nachtschwarze Flut zusammen mit Federn und weiteren Holzperlen, die den Eindruck erweckten sie hätte dickes Haar.
Nein“, gab sie zur Antwort. „Es trägt eben nicht jeder das Haar so kurz wie du“, wies sie ihn ruppig zurecht.

Vater. Brüder... Für einen kurzen Moment fragte sich Jaiva wie seine Familie so war und... warum sie nicht bei ihm waren als er aufgebrochen war um nach seiner Mutter zu suchen. „Magie ist nicht sus...dings“, ein scharfer Blick streifte ihn. Er wusste doch, dass sie mit komplizierten Worten Probleme hatte. Resolut wischte sie das von sich und meinte weiter: „Magie ist ein Geschenk und man muss es ehren.“

Widerwillen. Ciaran spürte ihn groß und heftig über sich kommen. „Du kannst nicht jede Amazone, die dir begegnet, schlafen schicken“, beschwerte sie sich. Die Idee war gut, zweifellos aber ihr gefiel ihre Rolle darin nicht. „Und du beschwerst dich darüber, dass ich ihnen gesagt habe, dass du den heiligen Ort zerstört hast? Du machst das doch gerade auch so. Erst muss ich dein Schlafdings zusammenrühren und jetzt soll ich eine Amazone absichtlich nach oben locken damit du sie stechen kannst? Ich soll sie schon wieder hintergehen, meine Schwestern?“ Oh nein, das gefiel ihr ganz und ganz nicht.
Warum willst du das wissen? Affe ist keine Beleidigung. Es wird überliefert, dass der erste Mann ein Affe war.“ Dann seufzte sie. „Jaja von mir aus.“ Im Anschluss dazu übersetzte sie Ciaran - etwas unwillig und murrend - die gewünschten Worte. „Du hast Lerchossohn vergessen.“

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Mo Mai 28, 2018 3:41 pm

„Was soll ich denn noch erzählen?“, fragte ich unwirsch zurück. Es war ja nicht so, dass ich mich jeden Tag über Magie unterhielt. Im Gegenteil: Sie war normalerweise mein gut gehütetes Geheimnis. Umso weniger die anderen wussten, desto besser für mich, weil sie weniger einschätzen konnten was zu tun ich im Stande war. „Achso...eines noch“, fügte ich zögernd hinzu. Ja, das wäre vielleicht tatsächlich wichtig. „In... in einigen Situationen...“ Beim Unlicht, wie erklärte ich das jetzt wieder? „Also brenzlige Situationen...überraschend gefährliche Situationen“, begann ich. „Der Wind beschützt mich. Er... bildet wie einen Schild und kann Angreifer zurückschleudern. Ich... kann das nicht immer kontrollieren. Ich will nicht, dass es dich aus Versehen trifft und verletzt.“ Es war mir ein bisschen unangenehm zuzugeben, dass ich das nicht vollkommen unter Kontrolle hatte. „Also nur, damit ich nicht auch versehentlich sterbe“, setzte ich hinzu. Nicht dass sie dachte es käme mir auf ihr Wohlergehen an.

Ich machte eine wegwerfende Handbewegung. „Man sagt von einigen Sängern, dass sie so hoch und schrill singen können, dass... Gefäße aus einem bestimmten Material zerspringen können. Dabei ist das eigentlich stabil. Aber ich weiß nicht, ob es stimmt“, erklärte ich bereitwillig. Ich wollte schließlich nicht, dass sie sich wegen etwas auf die Füße getreten fühlte, das ausnahmsweise nicht so gemeint war. Auf die Füße treten? Ich betrachtete sie mit einem abschätzenden Blick und seufzte leise. Vermutlich würde sie das auch wörtlich nehmen. Und mit Vorliebe an mir ausprobieren. Unsanft verstand sich. Ihren Ausführungen zur Magie der Amazonen hingegen lauschte ich mit großem Erstaunen. Das klang wirklich nach einer mächtigen Waffe. Warum verschanzten sie sich hier in diesem Wald und zogen nicht aus das Land zu erobern? „Und das... kannst du auch alles?“ Respekt schwang in meiner Stimme mit. „Min? Wer ist Min?“ Hatte ich dieses Wort zuvor schon einmal gehört? Ich hätte es nicht beschwören können, ob es in ihrer Wortflut irgendwo schon einmal enthalten gewesen war. „Warum.. kannst du die anderen Amazonen dann nicht mit deinem Gesang betäuben? Kampfunfähig machen? Irgendetwas halt, das uns zur Flucht verhilft. Mach, dass sie uns nicht sehenund hören oder so. Denn im Gegensatz zu dir arbeite ich nur an einer Lösung anstatt rumzumeckern. Wir können sie natürlich auch freundlich bitten, ob sie uns gehen lassen, aber irgendwie sahen sie vorhin nicht so aus. Nein, vielleicht kann ich das nicht bei jeder tun. Aber wenn es sich anbietet und sie im Weg steht muss ich mir schließlich was einfallen lassen, wenn du nicht willst, dass ich sie töte.“ Ich sprach das Wort ganz normal aus, als wäre es eine durchaus überdenkenswerte, normale Option. Und das war sie auch in meinem bisherigen Leben. Und es war beinahe lachhaft, dass ich sie nun hinten anstellte, nur weil eine Amazone Skrupel hatte... und ich ihre Gewissensbisse nicht ertrug. Vielleicht hatten die anderen doch Recht. Ich war merkwürdig. Eine Schande für meine Familie.
„Du sollst sie nicht hintergehen. Du sollst so handeln, dass wir hier heil raus kommen.“ Man merkte an meinem Ton, dass mein Geduldsfaden schon wieder arg strapaziert war. „Und was bitte mache ich genauso? Ich bin produktiv. Du kontraproduktiv mit deiner ganzen Meckerei! Kannst du auch noch was anderes außer meckern, schmollen und eine Schnute ziehen? AH, pardon, ich vergaß das pieksen!“ Jetzt, da wir darüber sprachen spürte ich wieder den Schmerz und krempelte mein Hosenbein so weit rauf, dass ich einen Blick auf die Wunde werfen konnte. Ein wenig dunkles Blut war die Haut hinab gelaufen, doch alles in allem sah es besser aus, als ich befürchtet hatte.

„Der erste Mann war eine Affe?“ Meine Augenbrauen hoben sich. Zu schade. Was sie wohl für eine Erklärung für die ersten Elfen hatte? „Was bedeutet....“, ich versuchte mich an der Silbenfolge. „Lher-schos-sohn?“
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Mo Mai 28, 2018 7:37 pm

Wenn ich das wüsste, müsste ich mir nicht die Mühe machen mit dir zu sprechen!“, kam es genauso rasch zurückgeschossen und doch zeigte sich ihre Miene zunehmend versöhnlicher als er tatsächlich etwas zu erzählen begann, denn dann neigte sie sich ihm ein wenig entgegen als ob sie ihm auf diese Weise besser zuhören könnte und lauschte dann sogar ohne ihr sonstiges Wenn und Aber!
Erst als er der Meinung war, dass seine gegen Ende tatsächlich beinahe freundlich und besorgt klingenden Worte einer Einschränkung bedurften, rollte sie bedeutungsvoll mit den Augen und meinte schnippisch: „Ja, das wäre natürlich ein Jammer, bei so viel Güte, die du zu teilen hast.“ Jaiva wusste, dass es ihr eigentlich hätte gleichgültig sein sollen, allerdings gefiel ihr seine Einstellung gleich auf mehreren Ebenen ganz und gar nicht. Ein unendlich leiser Teil von ihr wollte verstanden und beschützt werden, so wie Eiris es dereinst getan hatte und – ja! - es verletzte sie, dass er ihr nur aus Eigennutz helfen wollte, nicht, dass es sie überrascht hätte immerhin war ihr dieser Wesenszug keinesfalls fremd und zudem war er ein Mann. Wenn eine Erklärung nicht mehr griff, konnte sie sich noch immer daran klammern, dass er nur ein Mann war und es nicht besser wusste. Und dann war da noch immer die Skrupellosigkeit, die sie in ihm erkannt hatte. Ihr fiel es unendlich schwer sich mit diesem Wesenszug zu arrangieren.

Mhm“, machte sie auf seine Erklärung hin, wollte ihn keinesfalls wissen lassen, dass sie sich für jenes Material interessierte, das er Glas genannt hatte. Sie gab sich alle Mühe desinteressiert zu klingen, jedoch fehlte in diesem Augenblick der sonstige innere Widerstand, den sie immer dann an den Tag legte wenn ihr eine seiner Aussagen nicht passte. Glas, wiederholte sie ohne es ausgesprochen zu haben. Sie hatte an diesem Tage bereits mehrere neue Worte gelernt. Das war... toll.
Beinahe hätte sie begonnen sich geschmeichelt zu fühlen, beinahe, denn sie ließ es nicht geschehen, denn sie fuhr ihm, kaum da er zum Ende seiner Ausführungen gekommen war, in die Parade.
Der Himmel wird es bezeugen!“, schmetterte sie ihm nach dem mit geschmälerten Augen untermalten Schweigen, das sich jetzt als Ruhe vor dem Sturm entpuppte, bedeutungsvoll entgegen. Aus dem Sitzen heraus, rollte sie sich nach vorne – auf ihre Kniescheiben und stützte sich mit der rechten Hand vor sich ab damit sie die andere heben konnte um ihm einen mahnenden Zeigefinger unter einer geballten Faust vor die Nase zu halten.
Bevor du noch eine weitere Amazone verletzt, werde ich dich umbringen. Das schwöre ich dir jetzt und hier! Das werde ich nicht zulassen!“, zischte sie. Sie hatte genug davon! Wenn er es noch ein Mal sagen würde, dass er sein Leben über das anderer stellte, dann würde sie für nichts mehr garantieren können. Sie ertrug es nicht, sie konnte es einfach nicht ertragen, dass er sich wie Melva aufspielte, die allein über Leben und Tod entschied. Und die Resonanz, die Ciaran erreichte? Der Aufregung, die sie im festen Klammergriff hielt, ließ nicht entnehmen woher sie rührte, jedoch spürte er große Entschlossenheit – wenigstens jetzt war sie fest entschlossen ihn aufzuhalten bevor er noch einmal das tun konnte.
Vorsicht“, raunte sie. Beeindruckend wie dunkel ihre Stimme werden konnte wenn sie denn wollte.
Leider musste aufgrund dieser Androhung die Geschichtsstunde ausfallen.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Di Mai 29, 2018 6:19 am

Ich presste die Zähne aufeinander und eine Art von Verletzung begann in meinem Inneren zu toben. War es denn wirklich so schlimm auch nur mit mir zu reden? Eine solche ‚Mühe‘? Beinahe hätte ich gesagt, dass sie es auch gerne bleiben lassen könnte, doch irgendetwas in ihrem Gesichtsausdruck änderte sich, als ich weiter sprach und ihre Ablehnung, die sie sonst wie eine zweite Haut zu tragen schien, rückte in den Hintergrund. Bis sie das nächste Mal den Mund aufmachte. Ich warf ihr einen finsteren Blick zu. „Güte ist ein Luxus, den ich mir nicht leisten kann“, erwiderte ich scharf. „Dort wo ich herkomme gilt ein Gesetz: Der Stärkere überlebt. Es gibt niemanden, dem du uneingeschränkt vertrauen kannst. Nicht deinem Vater, nicht deinen Brüdern, nicht deinen Lehrern.“ Freunde führte ich gar nicht erst an. So etwas gab es nicht. Es gab höchstens Wegabschnittsgefährten - solange man ein gleiches Ziel hatte, arbeitete man zusammen. Änderten sich die Ziele, änderten sich die Bedingungen. „Bringst du jemandem Güte entgegen, kann es sein, dass er es dir mit einem Messer im Rücken dankt.“ Ich starrte finster auf ein Astloch im Boden, während ich sprach. Ich fand es beachtlich, wie Jaiva für die anderen Amazonen empfand, auch wenn diese eben noch eine Gefahr für ihr Leben gewesen waren. Und...irgendetwas anderes noch tief in ihr zu schlummern schien.

Es gibt nichts, was ich noch nie gehört hätte.


Ihre Worte kamen mir wieder in den Kopf und ließen mich nachdenklich werden. Was war es, was sie hatte hören müssen? Warum? Für mich schien sie ganz normal, so weit man Amazonen als normal bezeichnen konnte. Mein Blick glitt über die schlafende Rothaarige am Boden. Schweigend verglich ich das, was ich sah mit Jaiva, doch mir fiel nichts ungewöhnliches auf außer vielleicht der Gesichtsbemalung.
„Aber...“, setzte ich hinzu, nicht schlau geworden aus meiner Musterung, „keine Sorge. Es ist jenseits des Waldes nicht überall so. Viele Menschen leben viel friedlicher. Und das ist... schön.“ Eine gewisse Nuance Wehmut klang in meinen Worten mit und irgendwie war es mir wichtig, dass sie nicht glaubte es würde überall so zugehen wie in den Festungen der Dunkelelfen.
Dann jedoch kam Bewegung in die Amazone und bevor ich recht wusste, wie mir geschah, erfüllte das Dnnergrollen in ihrer Stimme den Raum. Ich blickte erst auf den drohenden Finger und dann in ihre blitzenden, grünen Augen. War die pieksige Amazone mir zuvor jemals schon freiwillig so nahe gekommen? Schweigend ließ ich ihre Worte über mich ergehen. Es war faszinierend, wie sie sich für diese Frauen, die doch gar nicht zu ihrer Sippe gehörten, so mit mir anlegte. Dabei schien sie sich keinerlei Sorgen um sich selbst zu machen. „Selbst, wenn es dich auch tötet?“, hakte ich nach. Meine Stimme war vollkommen frei von Spott oder Hohn. Mich interessierte die Antwort auf diese Frage wirklich. „Selbst wenn sie nicht deine Familie sind?“ Bisher hatte ich gelernt, dass die Menschen ihre Familie am höchsten stellten. Ich versuchte auf ihre Emotionen zu lauschen, doch neben ihrer wilden Entschlossenheit spürte ich nur einen Hauch Aufregung. Dazu gesellte sich nun ein Gefühl, das ich am liebsten sofort unterdrückt oder zumindest für mich behalten hätte - meine Bewunderung für diese Entschlossenheit. Ich lehnte mich ebenfalls ein bisschen vor, als könnte ich so noch tiefer in ihren Augen nach Antworten forschen. „Warum? Warum sind Leute eines fremden Stammes dir so wichtig?“
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Di Mai 29, 2018 7:11 am

Wie unterschiedlich sie doch waren. Jaiva kam nicht umhin dies immer wieder zwischen den Momenten des Disputs festzustellen und sie wusste nicht ob es sie verwundern sollte oder gar wütend machen sollte. Es war unsagbar anstrengend sich auf andere Standpunkte einzulassen oder wenigstens zu versuchen sie zu verstehen, besonders wenn sie Zeit ihres Lebens etwas anderes gelernt hatte. Entgegen ihrer sonstigen Haltung Ciaran gegenüber, hörte sie ihm doch still zu als er von dem anderen Teil seiner Familie und seiner Lebensweise zu sprechen begann. Eine Welt, in der es keine Güte gab... in der man niemandem uneingeschränkt vertrauen konnte und in der Verrat eine Größe war, mit der man zu rechnen hatte. Das Echo ihrer Gedanken kündete von einem Erstaunen, das ganz ohne Worte auskam und einer unterschwelligen Abneigung, die wie ein seichter Strom mit etwaiger Skepsis kam. Der dornigen Amazone gefiel nicht was er sagte, allerdings war es auch nicht an der Zeit über derlei zu sprechen.
Sogar seine Einschränkung der Welt jenseits des Waldes gegenüber brachten sie nicht dazu etwas zu sagen - noch nicht. Erst als sie nicht mehr anders konnte, brach es aus ihr heraus. Auf den Knien, böse Zungen hätten behauptet sie hätte sich sogar über ihn gebeugt und sie wich auch keine Winzigkeit zurück als er ihr entgegen kam. Trotz der Einblicke in sein Innerstes hatte sie keine Angst vor ihm und just in diesem Augenblick war sie einfach nur furchtbar wütend, sodass Mut und Dummheit ein Mal mehr Haut an Haut lagen - wie als sie nach Hilfe gerufen hatte wissend, dass sie mit Ciaran sterben würde. Sie wusste, dass er ihr nichts tun würde, es nicht tun konnte ohne auch sich selbst zu schaden und das nutzte sie schamlos aus um ihm ihre Meinung zu sagen.
Ja“, antwortete sie ihm ungnädig. „Selbst wenn es mich mit in den Tod reiß.“ Pathetisch. Jaiva spürte wir sich ein frostfeuriger Schauder über ihr Rückgrat ergoss und sie Entschlossenheit wie auch Furcht spüren ließ. Sie wollte nicht sterben aber sie wusste was sie zu tun hatte, wusste, dass ein Leben nichts war wenn man es vielen gegenüberstellte. Jetzt wünschte sie sich, dass sie anstatt ihres Zeigefingers ihren Dolch gewählt hätte, dann hätte er sie nicht mit Nachfragen auf die Probe gestellt.
Auch dann.“ Ihre Stimme zitterte bei so viel Emotion, die durch ihre Adern jagte. Nur weil sie wild entschlossen war ihm die Stirn zu bieten, so bedeutete das nicht, dass sie vollkommen abgebrüht war. „Ich weiß nicht woher du kommst und wie der Ort ist, an dem man Atem hat um sich zu verraten aber die Grüne Hölle lässt das nicht zu. Sie ist ein gefährlicher Ort. Ein Ort an dem es über Leben und Tod entscheiden kann wenn du noch überlegen musst ob du die Hand des anderen nimmst weil er dich verraten könnte. Eine Amazone allein kann nicht überleben, ganz gleich wie gut sie ist. Zusammen ist man stärker. Ein Stamm ist ein Stamm, durch die Grüne Hölle sind wir eine Familie.“ Und sie, die so unendlich verzweifelt war, hätte alles gegeben um ein Teil dessen zu sein wovon sie soeben gesprochen hatte. Vielleicht... so wollte Jaiva es sich gerne vorstellen... würden die anderen Amazonen letztendlich doch noch Respekt vor ihr haben wenn sie es geschafft hätte einen Mann zur Strecke zu bringen und dabei das größte Opfer zu bringen, das sie in der Lage zu bringen war. Das war eine süße, eine schmerzliche Geschichte.
Also lass dir gesagt sein - ich werde keinen Moment zögern, nicht einen Moment überlegen.“

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Di Mai 29, 2018 7:51 am

Noch immer sah ich die dornige Amazone fest an, während sie sich vor mir aufbaute. Ein Funkeln stahl sich in meine Augen und ein Lächeln auf meine Lippen. Ihre Haltung und Unerschrockenheit imponierten mir. „Dann“, antwortete ich langsam, „...fange ich wohl an diesen Ort zu mögen.“ Und das meinte ich vollkommen ernst. Ich hatte mich mit meiner Heimat arrangiert. Aber das bedeutete nicht, dass ich sie liebte. „Wie gesagt, der Begriff Familie zählt bei uns nichts. Ich habe ein gutes Dutzend Brüder. Und mindestens die Hälfte davon hat schon ein Mal versucht mich umzubringen“, erklärte ich leise. „Was nicht heißt, dass sie untereinander anders miteinander umgehen würden.“ Es war ein Wunder, dass noch so viele übrig waren, die Anspruch darauf erheben konnten Vaters Nachfolge anzutreten. Ich betrachtete die beiden unterschiedlichen Iriden und konnte dabei nicht sagen, welche Farbe mir besser gefiel. Schön waren sie allemal mit der Entschlossenheit, die in ihnen brannte wie ein verborgenes Feuer.
„Und doch haben sie dich verletzt...“ Jetzt flüsterte ich bei dem Gedanken an das, was ich zuvor gespürt hatte. „Womit?“ Meine Welt schien sich einzuengen und auf das dunklere und hellere grün zu fixieren. Ich war mir nicht einmal sicher, ob ich es wahrgenommen hätte, wenn die andere Amazone nun das Seil hinaufgeklettert wäre. Rosenduft stieg mir in die Nase, schien mich einzuhüllen und verhalf mir doch gleichzeitig wieder etwas weiter zu sehen. Mein Lächeln veränderte sich eine Nuance, wurde schelmischer. „Du...bist ganz schön mutig“, flüsterte ich anerkennend. Jaiva hatte sich so weit vorgelehnt, dass unsere Nasenspitzen kaum eine Handspanne voneinander entfernt waren. Wäre das nicht ein merkwürdiges Baumhaus in einer feindlichen Hölle aus Grün gewesen...und sie kein Dornenbusch mit pieksigem Charakter und Hang zum Streit... hätte ein Außenstehender beinahe glauben können sie wollte mich verführen. Schalk blitzte in meinen Augen auf. „Immerhin hast du dich für deine Familie so nah an mich heran gewagt wie noch nie freiwillig. Du machst Fortschritte!“, zog ich sie auf und wartete genüsslich auf ihre Reaktion.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Di Mai 29, 2018 8:47 am

Jaiva kam nicht umhin ihrer Irritation blinzelnd Ausdruck zu verleihen. Ciaran... gefiel die Grüne Hölle? Nun... das kam in jedem Falle unerwartet, daher lauschte die dornige Amazone in sich in Erwartung von Ironie und Sarkasmus hinein, doch nur Stille antwortete ihr. Er meinte das ernst. Unglaublich. Ciarans nachfolgende Erklärung machte jedwede potenzielle Antwort zunichte, denn Jaiva staunte mit großen Augen über seine Worte und wirkte in diesem Moment wieder einmal so viel jünger als man ahnst wegen ihrer vorgeschobenen Grimmigkeit annehmen mochte.
Das ist Lerchos' Irrsinn“, sagte sie im Brustton der Überzeugung, denn seine Erzählung passte so gut zu den Werten, die ihr vermittelt wurden. Er hatte es soeben selbst zugegeben - Männer waren verrückt.
Aber dann kam sie aus dem Hinterhalt, die eine Frage, die all ihre Mauern in Sekundenschnelle nach oben fahren ließ. Ciarans Dolch aus Silben war so viel schneller als sie hätte reagieren können und war zudem in der Lage so viel größeren Schaden anzurichten alles eine echte Klinge zu tun vermocht hätte. Mit geweiteten Augen sah sie ihn an, fühlte sich durchschaut und hin- und hergerissen, wollte antworten, wollte es auch nicht; Ciaran konnte es nicht nur sehen, er konnte es auch spüren. Jaiva rang mit sich, aber dann... „Wo schaust du schon wieder hin?!“, fuhr sie ihn an. Ihre dunkle Haut war nicht für Röte gemacht und doch ergoss sich kaum sichtbare Hitze auf ihre Wangen. Leider machten es seine nachfolgenden Worte keinesfalls besser, denn sie setzten genau dort an. Das Flüstern. Die Nähe. All das war Jaiva mit einem Mal sehr bewusst. Der Lerchossohn schien es genauso zu spüren, doch er kam ihr mit seiner Bemerkung zuvor. Die Art von Aufregung veränderte sich schlagartig, wurde von Unsicherheit durchzogen, doch Jaiva wich nicht. Niemals! Stattdessen streckte sie mit einem Mal ihre Finger, starrte ihm geradewegs in die Augen - und gab ihm einen Schubs nach hinten. Der Dorn in ihrer Handinnenfläche schlummerte. Sie wollte ihn nicht verletzen. Sie wollte nur... dass er aufhörte solche Fragen zu stellen.
Halt die Klappe, Ciaran“, sagte sie dabei. So wirklich zornig klang sie gar nicht, viel mehr abwehrend und ein bisschen pikiert.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Di Mai 29, 2018 9:07 am

Mein Lächeln wich nicht eine Sekunde, nicht einmal, als sie mich nach hinten schubste. Ich spannte höchstens meine Bauchmuskeln etwas an, so dass mein Hinterkopf keine Bekanntschaft mit dem massiven Holz machte. Den Blick nahm ich jedoch nicht von ihren Augen. Interessiert bemerkte ich, dass sie dieses Mal nicht extra ihre Dornen in meine Richtung streckte. Ich hatte sie also nicht genug geärgert. Und ihre Gefühle bestärkten meine Annahme. Das war...amüsant. Der Drahtseilakt mit ihr zu reden fing an, mir wirklich Spaß zu machen und mich zu faszinieren - wenn sie nicht gerade wieder in diesem Mecker-Modus war. „Ich habe dich leider nicht verstanden“, raunte ich. „Aber ich glaube, da war mein Name. Vielleicht solltest du näher kommen und es wiederholen?“ Es machte Spaß, sie aus ihrer mürrischen Laune zu holen und zu beobachten, wie die Unsicherheit sie ergriff. Das und...eine gewisse Art der Aufregung. Ich spürte ihren Widerhall in mir und fragte mich, ob das nur Jaivas Gefühle waren oder auch meine. Fand ich dieses Spiel aufregend? Vielleicht ein wenig. Ich schmunzelte über mich selbst ebenso wie über sie. Wenn man die richtigen Worte fand, waren dort keine Dornen mehr, sondern ein kleines, erstauntes Kind. So jedenfalls kam es mir vor.
„Wohin ich schaue? In deine Augen“, antwortete ich wahrheitsgemäß. „Und vielleicht in deine Seele. Wusstest du, dass man sagt, dass die Augen der Spiegel der Seele sind?“ Wieder ein paar mehr Worte, die sie hoffentlich beschäftigen würden und die Dornenrankenhecke weit genug offen halten würden, damit ich einen Blick dahinter werfen konnte. „Von welchem Irrsinn redest du? Wer ist dieser Lerchos?“ Ich wusste nicht, ob ich es richtig aussprach. Aber ich wollte weiter mit ihr reden. Reden und zur Abwechslung nicht streiten.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Di Mai 29, 2018 10:29 am

Die Dorne hatte trotz ihres augenscheinlichen Erfolgs nicht das Gefühl, dass sie den Blonden überrumpelt hätte. Seine Augen, diese provokant dreinblickenden Augen, die ihr das Gefühl gaben, dass er trotz allem die Oberhand hatte. Das war verrückt! Und sie, sie ging auch noch darauf ein! Vielleicht hatte er sie tatsächlich mit seinem Wahnsinn infiziert. Ihre Augen funkelten vor Empörung und Wut. Mit seiner Überheblichkeit kam sie nicht zurecht und war im Zuge dessen auch nicht bereit in sich hineinzulauschen, allerdings spürte sie, dass es sie sehr wohl noch wütender machte. Er hatte sie nicht verstanden? Sie sollte näher kommen? Oh, das konnte er haben! Er würde schon sehen was er davon hatte. Sie war eine Amazone, kein dummes Ding mit dem er tun konnte was er wollte. Noch immer trug sie den Gürtel um ihre Hüfte und somit auch ihren Dolch. Eben jenen zückte sie in einer einzigen fließenden Bewegung und ließ sich damit ein Stück nach vorne fallen - ihm entgegen; den Dolch wie ein Schild vor ihren Oberkörper haltend. Sie holte nicht aus, denn sie beabsichtigte nicht auf ihn einzustechen. Was sie was stattdessen zu tun gedachte? Jaiva wollte diesen überheblichen Lerchossohn zum Schweigen bringen indem sie ihm den Dolch an die Kehle hielt, nahe genug, dass er die Schärfe der leicht gebogenen Klinge spüren konnte. Ob sie so weit kommen würde? Wie war jedenfalls fest entschlossen dies zu tun.
Nah, sie war ganz nah - nah genug um die grellen Sprenkel in ihrem giftigen und die grauen in ihrem blassen Auge zu sehen, die Grübchen auf ihrer gerümpften Nase und zu sehen, dass sie immer dann ihre Oberlippe vorschob wenn sie eine Schnute zog.

Ich sagte, dass du die Klappe halten sollst“, zischte sie, doch den Gefallen tat er ihr nicht. Im Gegenteil. Er meinte wieder einmal große Reden schwingen zu wollen. Dieser Besserwisser!, tobte sie innerlich und er konnte sehen wie sie bei diesem Gedanken Ober- und Unterkiefer fest aufeinander presste, sodass die Muskulatur nahe ihrer Wangen hervortrat. Diesmal hatte er es wirklich geschafft. Sie war rasend vor Zorn!
Lerchos ist Solas Sohn. Er erscheint ein Mal im Monat am Himmel bis ihn Melva wieder zu Boden schlägt. Er ist es auch, der alle verrückt macht, die er nach seinem Bild geschaffen hat. Alles was er berührt, vergiftet er, deswegen sind Männer so wie sie sind. Du kannst nichts dafür, dass du bist wie du bist aber das heißt nicht, dass ich das akzeptieren werde!“
Vielleicht gab es jetzt ja doch eine etwas ungewöhnliche Geschichtsstunde, die von außen gewiss... interessant anzusehen war.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Di Mai 29, 2018 11:10 am

„So?“ Ich fühlte mich vollkommen ruhig, als ich das kalte Metall an meiner Kehle spürte. Das Metall war es nicht, das mein Herz schneller schlagen ließ. Ich wusste - glaubte zu wissen - dass sie mich nicht verletzten würde. Nicht, wenn ich sie nicht erschreckte. Für einen kurzen Moment erwog ich, sie herum zu werfen, die Situation umzudrehen und sie auf dem Rücken liegend unter mir zu haben. Doch dann würde sie strampeln, schreien und um sich schlagen. Und das wollte ich nicht. Dafür fand ich diese Situation hier viel zu spannend.
Aber warum war jetzt schon wieder dieser Zorn in ihrer Stimme? Konnte jedes meiner Worte sie denn wirklich nur verärgern? Zu einem Teil wollte ich das ja. Ich wollte dieses wütende Aufblitzen ihrer grünen Augen sehen, ich wollte dieses Feuer sehen, das ich so noch nie gesehen hatte. Ihre Augen erinnerten mich an das Lichtspiel auf den Blättern des Waldes: Einige satt und hell, andere eher von milderer Farbe und unauffälliger. Aber andererseits... ob ich sie irgendwann noch einmal wirklich lächeln sehen würde? Ich versuchte, mir dieses ebenmäßige, meist strenge, manchmal so junge Gesicht mit einem aufrechten, von Herzen kommenden Lächeln vorzustellen und stellte fest, dass es mir gefallen würde. „Und was wirst du tun, wenn ich schweige?“ Auf mir sitzen bleiben? „Oder viel spannender: Was wirst du tun, wenn ich nicht schweige?“ Ich kam ihr ein ganz bisschen entgegen, gerade so sehr, dass die Dolchspitze sich noch etwas weiter in meine Haut drückte ohne sie wirklich zu zerschneiden.
Oh ja, ich für meinen Teil genoss dieses Spiel, vermutlich mehr, als ich sollte.

„Wer ist diese Sola?“, flüsterte ich ganz vorsichtig, denn die scharfe Spitze des Metalls war meinem Kehlkopf erschreckend nah. „Auch eine Amazone? Wie kommt es, dass sie einen Sohn hat?“ Ich atmete ein wenig flacher als normal. Meine Sinne waren angespannt, jedoch auf merkwürdig angenehme Weise. Ich hatte das Gefühl alles viel deutlicher zu spüren als sonst. Auch die Präsenz meiner unfreiwilligen Gefährtin. Ein klein wenig Nervosität schlich sich in meine Emotionen, als ich feststellte, dass auch das mir gefiel.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Di Mai 29, 2018 12:13 pm

Jaiva glaubte, dass sie dieses unheilige Spiel an dieser Stelle würde beenden können; sie spürte die Macht in ihrer Hand, spürte sie weich und anschmiegsam in Form des mit Leder umwickelten Handstücks ihres Dolchs. Der Widerstand seines Halses und die Kraft mit der sie die Klinge hauchdünn in die seine Haut beißen ließ... Mit einem Mal wurde ihr Mund ganz trocken und eine große Leere begann sich in ihrer Kehle auszubreiten. Die dornige Amazone war noch nie in die Verlegenheit gebracht worden ihre Glaubenssätze unter Beweis stellen zu müssen. Jahrelang hatte sie gesagt, dass jeder Mann, der die Grüne Hölle betrat, sterben musste, doch jetzt... konnte sie es nicht tun. Sie konnte den Mann nicht umbringen und sie wusste, dass es nicht nur daran lag, dass es auch ihr Leben kosten würde. Verbitterte Zerrissenheit zerrte an ihren Mundwinkeln, den Nasenflügeln, ihren Augen. Vor Anspannung begann ihre Hand zu zittern und dann war da auch noch Ciaran, der alles noch einmal auf eine vollkommen andere Ebene hob. War das ein Spiel für ihn? Wollte er sehen ob sie wirklich so weit gehen würde? Wollte er sie vorführen?
Sie drehte den Dolch in ihrer Hand so, dass sie die flache Seite fest auf seinen Hals und ihn somit wieder zurück auf den Boden drücken konnte.
Du weißt nicht was du da sagst. Das ist verrückt, Lerchossohn“, sagte sie erstickt. Erst wenn er wieder ruhig liegen würde, würde sie ihn wieder die Schärfe kosten lassen.
Willst du sterben?“, hauchte sie.

Diese Aufregung... Sie vernebelte ihr beinahe die Sinne. Und dennoch wies sie entschieden von sich, dass ihr auch nur ansatzweise etwas an dieser Situation gefallen konnte. Das... wäre doch verrückt!
Sola ist keine Amazone“, teilte sie Ciaran mit. „Sie ist eine Göttin, die Tochter von Vinu und Melva. Sola zieht ihre leuchtende Bahn am Tag über den Himmel und dass Lerchos ihr Sohn ist, ist eine traurige Geschichte.
Als die Welt noch anders war, war die Nacht immer nur von Sternen erhellt. Da wurde Sola von einem Affen geraubt, doch als ihre Mutter kam um sie zu retten, war es bereits zu spät und sie trug ein Kind unter dem Herzen. Lerchos vereint das Göttliche und Tierische in sich, kein Wunder, dass er wahnsinnig ist
.“ Auch wenn das nicht die ganze Geschichte war, aber... nun das war auch gewiss sie seltsamste Geschichtsstunde, die Jaiva je erlebt hatte.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Di Mai 29, 2018 12:38 pm

Ich beobachtete ihre Mimik genau. Was auch sonst sollte ich tun, mit dem Rücken am Boden liegend und sie und der Dolch so nah, dass ich mich kaum bewegen konnte...und sollte. Noch immer lächelte ich. „Ich weiß sehr genau, was ich sage“, antwortete ich. „Und ich bin mir sehr wohl bewusst, dass du meinem Leben hier und jetzt ein Ende setzen könntest.“ Auch das entsprach der Wahrheit. „Aber es fasziniert mich, wie weit du für deine Schwestern zu gehen bereit bist. Und...“ Mein Lächeln wurde etwas verlegen. „Ich will wissen, wie es ist auf etwas... jemanden zu vertrauen. Und bis auf die Klinge fühlt es sich auch gar nicht mal so schlecht an.“ Ich hatte nicht gewusst, dass man andere Leute auf diese Weise in seiner Nähe spüren konnte. Normalerweise war das immer nur in einer Situation gewesen: In einer Entscheidung zwischen Leben und Tod. Seines oder meines. Und das war niemals angenehm. Niemals warm. Niemals auf diese Weise aufregend. „Und es duftet nach Rosen.“
Ich hing an ihren Lippen, als sie die Geschichte ihrer Göttin erzählte. „Dann hat...eure Göttin sich einem Affen hingegeben?“ Diese Geschichte war wirklich..merkwürdig. Oder stand ‚Affe‘ hier wieder für Mann? „Und dann?“, fragte ich leise und bewegte mich ein ganz kleines bisschen unter ihr. Die Dornenwunde an meinem Oberschenkel blutete wieder ein wenig und ich wollte nicht, dass sie damit in Berührung kam. Vorsichtshalber. „Hat sie das Kind verstoßen?“ Ich konnte nicht verhindern, dass ein wenig Bitterkeit in meiner Stimme mitklang. Die Geschichte rührte an einem Schmerz tief in mir. „Hat sie es nicht geliebt, weil es auch das Kind eines Affen war?“ War es so? Konnte man so ein Kind nicht so lieben, wie Menschen es normalerweise taten? Weil sie die andere Hälfte sahen? Den Dunkelelfen, der das Aussehen des Kindes in jedem Fall dominieren würde? Zum ersten Mal seit Beginn dieser Situation gab ich mir Mühe Jaiva nicht anzusehen.
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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Jaiva am Di Mai 29, 2018 2:56 pm

Dieses Lächeln, Götter, warum hörte er nicht damit auf? Ganz gleich was sie auch sagte, es blieb dennoch bestehen. Jaivas Herz klopfte ihr bis zum Halse, doch noch immer war sie nicht gewillt etwaiger Unsicherheit oder gar Angst stattzugeben. Sie war eine Amazone. Das einzige was sie zu schrecken wusste war Einsamkeit. Bis zum heutigen Tage hatte sie gedacht, dass sie bereit war bis zum Äußersten zu gehen um ein vollwertiges Mitglied ihrer Stamms zu werden; aber was war jetzt? Was bedeutete das? Die dornige Amazone wagte kaum darüber nachzudenken. Ciaran lenkte sie erfolgreich davon ab, doch die Alternative war keinesfalls besser. Sie starrte ihn an, konnte unlängst nicht mehr die Mischung aus Erstaunen und Entsetzen verbergen, die von ihrem Gesicht Besitz ergriffen hatte und keinen Platz für etwas anderes ließ. Da war keine Feindseligkeit mehr. Kein Lächeln. Kein glühender Blick. Die ganze Situation wurde merkwürdiger und merkwürdiger je länger sie währte, denn obschon sie es nicht wollte entstand doch etwas Sonderbares. Sie spürte es und Ciaran schien es auch zu spüren. Nichts geschah und obwohl sie nicht bereit war ihn zu verletzen, so war sie doch nicht bereit ihn freizugeben - der Dolch blieb wo er war, denn er gab der Dorne die Illusion von Überlegenheit. Das war nicht so. Sie wusste es. Und doch schob sie den Gedanken immer wieder resolut von sich. Sie kontrollierte hier rein gar nichts, stattdessen schluckte sie bei seinen Worten. Seine Verlegenheit, die er ihr so dreist präsentierte, machte sie befangen und was mit seinen Worten an ihre Ohren drang, ließ sie leise keuchen.
So... funktioniert Vertrauen doch gar nicht“, sagte sie atemlos. „Vertrauen kann man nicht erzwingen... oder ausprobieren wie das wäre. Wenn du jemand vertrauen willst, dann... passiert das nicht aus der Not heraus. Das ist etwas Tieferes.“ Er wollte ihr vertrauen? Ausgerechnet ihr, einer Amazone? Einem Unglückskind? Das war beinahe so verrückt wie auf ihm zu sitzen und sich das hier anzuhören.
Und bis auf die Klinge fühlt es sich auch gar nicht mal so schlecht an“, sagte er. Dieser... Blödmann! Kurz zuckten ihre Lippen. Das war ja beinahe schmeichelhaft. „Wenn der Dolch nicht da wäre, hättest du keinen Grund mir vertrauen zu müssen“, sagte sie ihm, doch der schroffe Tonfall klang nicht mehr ganz so schroff.

Sie hat sich ihm nicht hingegeben“, sagte sie ihm bestimmt. In ihrer Welt gab es wahre Zärtlichkeit nur zwischen Frauen. Seine Nachfrage irritierte sie. Warum interessierte er sich dermaßen für Lerchos? Wollte wissen ob er ungewollt war...? Oh, Himmel... Sie ahnte es, nein, sie spürte es einfach. Auch als er ihrem Blick auszuweichen begann spürte sie eine große Leere in sich, eine, die der ihren so unglaublich nahe war.
Das...“, begann sie langsam und zögerlich, „ist nicht im Detail überliefert... Man sagt, dass man ihn nicht gerne ansah und ihm auferlegte die Nacht zu erhellen wenn seine Mutter schlief. Die Götter waren damit zufrieden, doch Lerchos war sehr einsam, daher erschuf er sich Figuren aus Lehm um sich mit unterhalten zu können. Aber sie waren leblos, denn nur Vinu ist in der Lage Leben zu schenken. Sie war es auch, die Mitleid mit Lerchos hatte und seine Lehmfiguren zum Leben erweckte. Die Menschen. Die Männer gerieten sehr nach seinem Bild und so trugen sie einen Teil von seinem Irrsinn in sich.“ Jaiva schwieg kurz aber sehr tief, denn Einsamkeit war etwas, das ihr selbst schwer zu schaffen machte. Das war auch der Moment, in dem sie den Dolch von seinem Hals nahm und ihre Hand neben seinen Kopf sinken ließ. Ein dumpfes Tock erklang.

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Re: Amazonenlegenden

Beitrag von Ciaran am Di Mai 29, 2018 6:00 pm

"Nicht? Ich dachte der Grund, warum ich dir vertrauen sollte, sitzt am Fuße dieses Baumes und hält Wache?" Nun sah ich sie doch wieder an. Und irgendwie wurde mir dabei mulmig zu mute. Was war das? Der Gefühlscocktail, der von der Amazone zu mir hinüber brandete war auch nicht hilfreicher. "Ich... Du..." Ich schluckte. "Du... Könntest es mir beibringen. Wie man vertraut", schlug ich leise vor, noch immer von ihren Augen gefesselt. Ob ihre Seele ebenso zweigeteilt war wie ihre Augen?
"Also... war dieser Lerchos nichts anderes als einsam?" Ich stieß ein wenig der Luft aus, von der ich gar nicht mitbekommen hatte, dass ich sie angehalten hatte. "So sehr, dass er wahnsinnig wurde? Bedauernswert. Wer würde sich da keinen Partner wünschen? Wenigstens jemanden, mit dem man reden kann... Aber wenn man nur existieren darf, während der Rest der Familie nicht da ist... Was ist das dann für eine Familie?", fragte ich noch immer in leisem Tonfall.Kein Vorwurf klang darin mit, allenfalls ein wenig Trauer.
Mit einem dumpfen Geräusch landete der Dolch neben meinem Kopf und Jaiva stützte sich auch genau dort ab.Mein Herz schlug noch einen Takt schneller und zum ersten Mal seit Beginn dieser komischen Situation war auch ich ein wenig unsicher. Was... geschah jetzt? Ich sah sie an und hatte das Gefühl sie zum ersten mal richtig wahrzunehmen. Die mandelförmigen Augen, die kleinen Grübchen um die Mundwinkel, die einzelnen Haarsträhnen...
"Und was...?", setzte ich leise an, doch in diesem Moment wurde meine Stimme von einer anderen übertönt.
"Was geht hier vor?"
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