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Branric
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Branric

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Branric

Beitrag von Branric am So Mai 27, 2018 5:40 pm



Infos zum Schreiberling

Alter des Schreiberlings:39
Hauptcharakter: Civia
Nebencharakter(e): . /.



Charakter - Grundlagen

Name: Branric
Rasse: Elf
Alter: 42 Jahre
Geschlecht: männlich
Zugehörigkeit: Licht





Erscheinung
Größe: 1,89 m
Aussehen: Branric hat sehr helle Haut, die Haare sind strohblond und fallen im offenen Zustand bis knapp unter die Schulterblätter. Doch von beidem sieht man nicht viel. Die Haare färbt er sich mit Walnuss bräunlich, die Haut hat eine leicht orangebraune Färbung, die er dadurch erreicht, dass er täglich mehrere Gramm getrocknete gemahlene Karotten und andere rot-orangene Pflanzenpulver zu sich nimmt. Aus leicht schräg gestellten Augen blicken eisblaue Augen. Die typischen Elfenohren sind bei ihm nicht vorhanden, wo die Ohren sein sollten sind einfach nur zwei vernarbte Löcher, die von den Haaren verdeckt werden. (->Geschichte)
Kleidung: Er trägt Kleidung aus Naturstoffen in verschiedenen Brauntönen. Diese färbt er selbst (->Geschichte)





Persönlichkeit
Charakter: Branric ist ein Pedant, wenn es um sein Äußeres geht. Er empfindet Braun und rot sowie deren Mischtöne als die schönsten Farben der Welt und will sie in allem an sich haben. Er ist freundlich und zuvorkommend, sehr charmant und höflich. Ihm hängt aber immer eine gewisse Traurigkeit an.
Doch er hat auch eine dunkle Seite. Diese tritt in bestimmten Situationen zu Tage und verändert ihn. Auch dann ist er pedantisch. Wenn es um die Besorgung seiner Farben geht ist er unnachgiebig und gnadenlos. Es bereitet ihm eine diebische Freude und eine gewisse Lust, die Rohstoffe so vorzubereiten, dass er daraus die besten Farben gewinnen kann. Laute Geräusche sind ihm ein Greul. Er versucht sie um jeden Preis abzustellen.
Vorlieben:
die Farben rot und braun
das leise Winseln der Rohstoffe
leicht angebratene Leber
Den Geruch der Erde nach dem Regen
"seine" Ordnung
Ruhe
Abneigungen:
beherrscht werden
laute Geräusche
Spitze Frauenschreie
wenn ihm jemand etwas in seinem "Atelier" durcheinander bringt
Religion:
er zelebriert die Beschaffung seiner Farben




Fähigkeiten
Beruf: Künstler, Taschendieb
Sprachen: Arcum, Nebelzung, Rigusta
Lesen/Schreiben: Er kann Arcum lesen und schreiben
erlernte Fähigkeiten:
Wilderei mit Fallen und Schlingen (und die damit verbundene Selbstversorgung)
Anatomische Kenntnisse
Malen
Färben
Eigenschaften/Gaben:
Traumwandeln (wandert nur im Schlaf in die Geisterwelt)
gesteigerte Sicht
Geräuschempfindlich, kann sehr leise Geräusche hören (pers. Eigenschaft, keine Rassenfähigkeit)
Langsames lernen
verlangsamtes Altern/"ewige" Jugend

körperliche/geistige Stärken:
Diszipliniert in seiner Kunst
Ordnungsliebend
geschickt im Umgang mit kleinen Messern
körperliche/geistige Schwächen:
beherrscht seine Magie nicht bewusst
vermeintliche Kränkungen und Bedrohungen lösen Wut aus
sehr Geräuschempfindlich
anankastische Persönlichkeitsstörung





Magie
Art des Magiepols: Branric beherrscht seine Magie nicht, weiß nicht mal dass es Magie ist, die er wirkt. Sie tritt zufällig auf wenn er sich auf etwas stark konzentriert. Er spürt dann ein Ziehen in der Brust und merkt, dass er müde wird.
Zauberliste:


  • Zaubername: Atmen der Maus (Manaverbrauch permanent während der Anwendung)
    Der Anwender konzentriert sich auf leise Geräusche und vermag dabei die leisesten Geräusche wie den Flügelschlag eines Schmetterlings zu hören und dessen Richtung zu bestimmen.
  • Zaubername: Wandernder Tropfen (Manaverbrauch permanent während der Anwendung)
    Der Anwender kann salzhaltige Flüssigkeiten (z.B. Blut, Meerwasser) bewegen und durch die kleinsten Poren nach außen dringen lassen. Er muss dabei direkten Körperkontakt haben über einen Zeitraum von mindestens fünf Minuten oder in Berührung mit der Flüssigkeit (z.B. Wasser) sein.
    - Stufe 1
    Der Anwender kann etwa 200 ml bewegen oder einen dünnen Film Blut auf der Haut erscheinen lassen in einem etwa handflächengroßen Bereich.
    -Stufe 2
    Der Anwender kann etwa 500 ml bewegen oder einen Film Blut auf der Haut erscheinen lassen in einem etwa handflächengroßen Bereich, welcher dann Tropfen bildet
    -Stufe 3
    Der Anwender kann eine Wassersäule entstehen lassen oder einen Menschen aus allen Körperöffnungen im Laufe von 15 Minuten komplett verbluten lassen.

    Branric beherrscht nur die erste Stufe.







Hintergrund
Stand: ledig
Familie: keine, Mutter Aylynn Silbersand starb bei der Geburt, Vater Olirin Silbersand beim Übergang
Herkunft/Geburtsort: Wilder Wald, Diebeslager
Wohnort: Eine Höhle in Riguskant am Ufer des Nifer unweit der Straße nach Königsburg, ist aber viel auf Reisen zur Farbbeschaffung
Besitz: verschiedene Messer, ein Seil, selbst hergestellte Pinsel, einige Blätter Pergament, Kleidung, eine Geldkatze, ein faustgroßer Mörser, mehrere kleine fingerlange Fläschchen zum Aufbewahren der gesammelten Pigmente
Gefährten: eine gestohlene Stute, hellbraun mit dunkelbrauner Mähne, namens Liebchen

Geschichte:

Die Nacht wurde plötzlich durchbrochen von einem hellen zuckenden Licht, welches sich einige Sekunden hielt und dann zurückging. Zwei Schreie mischten sich in die Geräusche fallender Körper. Hätte nicht schon das Licht ausgereicht um die Ausgestoßenen vom Diebeslager im Wilden Wald aufzuschrecken, so hätten die Schreie alleine sie erwachen lassen.
Die Mutigsten unter ihnen gingen vorsichtig nachschauen, alle bis an die Zähne bewaffnet, sobald die Augen sich wieder an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Was sie allerdings fanden, war nicht das, was sie erwartet hatten.
Vor ihnen lagen, im Wust von zerbrochenem Unterholz, zwei Elfen. Der männliche Elf war tot, das konnten sie auf den ersten Blick sehen. Zu verdreht lagen seine Glieder an seinem Körper. Der weibliche Elf aber lebte noch so grade. Und er war hochschwanger.
Die Männer wussten nicht, was sie tun sollten, denn scheinbar hatten bei der Elfenfrau die Wehen eingesetzt. Das Kind wollte raus. Doch die Frau hatte nicht mal mehr die Kraft den Geburtsschmerz herauszuschreien, wie es die Frauen normalerweise taten. Schließlich schickten sie einen um Kesra zu holen, die alte Frau, die etwas davon verstand.
Als diese kam atmete die Frau kaum mehr wahrnehmbar. Sie erfasste die Lage mit einem raschen Blick, fühlte die Lebenszeichen der Elfin, dann griff sie zu einem Messer. Mit mehreren raschen Schnitten trennte sie die restliche Kleidung der Frau auf, dann den geschwollenen Bauch und die darunter liegenden Gewebe. Aus dem Bauch hob sie ein Bündel Elf, klein, fast winzig, und mit dem Blut seiner Mutter bedeckt. Kräftig schrie der Junge seinen Protest in die Welt, dabei bekam er Blut in den Mund. Das erste, was er in seinem Leben schmeckte, war das Blut seiner Mutter in dem Moment, wo ihr Herz aufhörte zu schlagen.
Kesra scheuchte die Männer die zwei Leichen zu begraben, damit die Tiere sich nicht an ihnen vergehen würden. Das Bündel Leben nahm sie mit.
Die wenigen Frauen im Lager teilten sich die Aufgabe, ein Kind mit Ziegenmilch groß zu ziehen, auch wenn die Männer das Kind selbst lieber auch getötet hätten. Sie sahen es als Schande der Natur, die langen Ohren, die helle Haut.. es war ein Geisterkind. Kesra versicherte ihnen, dass sich das verwachsen würde. Was sie plante sagte sie nicht.
Das Kind, was sie Branric nannte, fing grade an zu laufen, da kam es wieder zu einem Streit zwischen ihr und dem Anführer der Bande. Trunken vom Kirschwein und der Wut in ihm griff er sich den Jungen und schnitt ihm die Ohrspitzen ab. Wenn er schon hier leben wolle dann müsse er auch so aussehen wie sie.
Weinend stillte Kesra die Blutungen des schreienden Kindes. Und fasste den Entschluss ihren Plan in die Tat umzusetzen.
Die fing an dem Jungen mit einem Sud aus Walnussschalen die Haare zu spülen, die rasch eine hellbraune Färbung annahmen. Es dauerte etwas, dann trugen auch die Pulver, die sie ihm ins Essen mischte, ihre Früchte. Die Haut wurde bräunlich und dunkler. Doch seitdem er angegriffen wurde war der Junge anders. Er war still geworden, achtete immer darauf niemals aufzufallen, auch wenn er fiel schrie er niemals. Immer wenn die Männer einen Raubzug feierten versteckte sich das Kind, auch bei lauten Geräuschen versuchte es zu entkommen. Einmal, als der Junge vielleicht sieben Jahre alt war, bellte plötzlich neben ihm einer der Hunde. Branric wimmerte auf, aber anstatt sich die Ohren zuzuhalten, wie er es sonst immer getan hatte, stürzte er sich auf den Hund, drückte ihn zu Boden und schnitt ihm mit seinem kleinen Kräutermesser die Kehle durch. Der Junge lernte, wenn man die Wesen tötete waren sie ruhig.
Und noch etwas lernte er.
Die Farbe gefiel ihm, die aus der Kehle des Hundes sickerte. Das Blut hatte eine andere Farbe wie das, was sonst aus einer Wunde kam. Mit den Händen begann er mit dem Blut zu zeichnen auf einem glatten Birkenstamm.
Als Kesra den Jungen fand und sah was er getan hatte, war sie entsetzt. Sie wusch das Blut von den Bäumen, versteckte den Hund und wusch das Kind in dem kleinen Bach. Sie schärfte ihm ein sowas nie wieder zu machen.
Doch der Junge hielt sich nicht daran.
Er schlich den Erwachsenen nach, lernte durch zu sehen, wie man Fallen stellte und Wild erlegte. Das Zerlegen der Tiere lernte er von den Frauen, wenn sie es für die Mahlzeiten fertig machten wie er auch alles andere, was Frauen konnten, von ihnen lernte. Er machte es sich zur Aufgabe die Fallen vor den Männern zu kontrollieren und fing auch an eigene aufzustellen. So fing er kleinere Tiere wie Eichhörnchen und Hasen, deren Blut er nahm und auf Rindenstücken damit Bilder malte. Bilder, die immer von Menschen und dem Tod handelten auf eine Art, dass sie jeden Grausen ließen, der sie zu Gesicht bekommen hätte. Jedoch waren sie sein Schatz, seine selbst geschaffene Welt. Manchmal verbrachte er Stunden damit, sie einfach nur zu betrachten und sich in dieser Traumwelt zu verlieren, denn er malte das, was er gerne mit allen Lebewesen machen würde.
Auf einem seiner Streifzüge fand er eine mächtige umgestürzte Eiche, die auf einer kleinen Felsenhöhle gewachsen war. Diese Höhle wurde seine Zuflucht. Dort lagerte er seine Rinde, das Blut und brachte die Tiere hin. Hier lernte er den Tieren das Blut zu nehmen ohne sie gleich zu töten. Er fand heraus wo er hin stechen musste um die Schreie zu unterbinden.
Zwanzig Jahre lebte er schon bei den Ausgestoßenen. Immer noch färbte er sich Haare und Haut, damit er nicht ganz so auffiel. Da er als Elf immer noch sehr jung aussah und auch kleiner war, nahmen ihn die Anderen jetzt mit auf Beutezüge. Er hatte nicht mehr so viel Zeit für seine Kunst, denn manchmal waren sie tagelang unterwegs. Dies war für den jungen Mann eine Qual, denn alles um ihn herum war laut und nur wenn sie Beute machen wollten waren alle still.
Auf einem der Raubzüge legte er sich mit zwei der Männer an, weil sie einfach nicht ruhig sein wollten. Es kam zu einem handfesten Streit, bei dem die Männer dann handgreiflich wurden um ihre Ansichten zu unterstreichen. Einer der Männer rang ihn schließlich zu Boden, der andere packte seinen Kopf und schnitt ihm die ganzen Ohrmuscheln ab.
Jetzt hörst du nichts mehr! höhnten sie, als sie ihn blutend liegen ließen.
Notdürftig verband er sich die Wunden mit Fetzen seiner Kleidung und schwor Rache.
Als es Nacht wurde und sich alle hinlegten verdonnerten sie ihn zur Wache. Ihm war das Recht, denn er konnte seinen Plan in die Tat umsetzen.
Er wartete bis die Männer eingeschlafen waren. Dann schlich er sich durch das Lager. Er tötete alle mit gezielten lautlosen Stichen.
Lachend saß er am Feuer und murmelte Jetzt bin ich glücklich. Ihr seid endlich still.
Als der Morgen zu grauen begann sammelte er die Habseligkeiten der Männer ein, nahm sich Geld und die schärfsten Messer. Er zog sich Kleidung der Männer an, bevor er den Ort des Geschehens verließ.
Drei Wochen wanderte er durch den Wald, folgte Wildpfaden und geriet so immer weiter an den Rand des Waldes. Er ernährte sich von dem, was der Wald ihm bot, aber das Wichtigste war ihm das Erlegen kleinerer Tiere. Er konnte hören, wo sich eine Maus oder eine Eule im Baum versteckte, es war leicht für ihn die Tiere aus ihren Löchern zu holen, da sie keine zweiten Ausgänge hatten. Die Tiere wanden sich an dem Ast, an den er sie gebunden hatte, doch es berührte ihn nicht. Oder nein, im Gegenteil, es berührte ihn schon, aber anders. Er freute sich dass sie sich bewegten, denn dann konnte er das Blut gewinnen. In einer Schale fing er es auf, ließ es trocknen und zerrieb es in einem kleinen selbstgebauten Mörser. Die Pigmente sammelte er in einem ausgehölten Ast, den er mit Wachs verschloss.
Eines Tages hörte er das Singen einer Frau. Sie sammelte Holz im Wald. Die Auskünfte erlangte er, weil er sich sehr auf sein Gehör konzentrierte. Es schien ihm auf einmal alles so klar und doch spürte er, dass er dabei müde zu werden schien.
Leise schlich er sich an sie heran. Sie bemerkte ihn nicht, da sie keinerlei Mensch hier erwartete. Leise kletterte er auf einen Baum, unter dem sehr viele alte Äste lagen. Die Frau wanderte langsam auf ihn zu.
Als sie fast unter ihm war ließ er sich auf sie fallen, griff sie bei den Haaren. Der Schrei schmerzte wie eine Explosion in seinem Kopf. Mit einem Stich seines Messers in ihren Hals brachte er sie zum Schweigen. Doch sie blutete stark, auch wenn sie noch lebte und bei Bewusstsein war. Schnell fesselte er sie mit Efeuranken an den Baum, damit sie ihm nicht entwischen konnte.
Er lernte wieder etwas. Menschen hatten mehr Rohstoff als seine kleine Schale fassen konnte. Und wenn es sich absetzte, dann konnte er die gelbliche Flüssigkeit oben wegnehmen. Probeweise mischte er sie mit einigen seiner gesammelten Pigmente. Es entstand eine rotbraune Paste, mit der er malen konnte.
Über sein Experiment hatte er die Frau ganz vergessen. Als er sich wieder an sie erinnerte war sie tot, verblutet.
Branric wollte wissen, warum. Also nahm er sein Messer und öffnete die Haut, er schaute sich an wo das Messer getroffen hatte. Und er schaute sich auch den Rest an, bis zur Dunkelheit schnitt er an der Frau herum, legte Muskeln frei, sah sich an wie sie im Innern aussah. Als es dunkel wurde machte er sich ein Feuer. Holz hatte er ja genug. Von der Leber der Frau nahm er sich und briet es sich. Er hatte gelernt, dass man nichts verkommen lassen durfte. Und für ihn gehörten nur die Leute im Lager zu denen, die man nicht essen durfte, alles andere waren für ihn nur Tiere. Und er lernte, dass menschliche Leber ungleich köstlicher schmeckte als jede von einem Tier, die er je probiert hatte.
Am nächsten Morgen wanderte er weiter, er hatte etwas gelernt. Menschen waren bessere Pigmentspender als Tiere.
Er kam an einen Back und folgte ihm Stromabwärts. Schließlich kam er aus dem Wald raus. Der Bach mündete in einen größeren und es dauerte drei weitere Tage, bis er zum ersten Mal in seinem Leben einen großen Fluss sah.
Und er sah Menschen.
Sie ritten auf Pferden, wanderten wie er den Fluss hinauf. Er hielt sich immer außer Sichtweite, doch folgte er ihnen. Es waren zwei Männer, der eine gut gekleidet, der andere etwas ärmlicher.
Als die Nacht herein brach machten sie Lager am Fluss. Der gut gekleidete legte sich hin und schlief, der andere hielt Wache. Doch es dauerte nicht lange bis auch er eingeschlafen war.
Branric näherte sich den Beiden vorsichtig. Die Pferde schnaubten leise, doch hatten sie sich schon an ihn gewöhnt in der Zeit wo er ihnen gefolgt war. Daher scharrten sie auch nur mit den Hufen und blieben ansonsten still.
Die Wache tötete er sofort und leise mit dem Messer, denn er war nicht in der Lage zwei Menschen zu bändigen. Dem anderen legte er vorsichtig eine Schlinge um den Hals und zog von hinten zu, stemmte seine Beine in dessen Rücken. Der Mann wehrte sich doch er konnte sich nicht drehen, Branric nicht erreichen. Es dauerte nicht lange, da erlahmte die Gegenwehr, er verlor durch den Sauerstoffmangel das Bewusstsein.
Einige Sekunden hielt er die Schlinge noch zu, dann löste er sie. Es war schwierig, da sich die Efeuranke tief in den Hals des Mannes gedrückt hatte.
Erschöpft schaffte er es grade noch den Mann zu binden und ihn mit einem Stück des Hemdes des Anderen zu knebeln, dann schlief er neben ihm ein.
Branric erwachte, weil der Mann neben sich bewegte. Doch die Fesseln hielten.
Mit einiger Anstrengung schleifte er ihn zwischen die Bäume, band ihn an Händen und Füßen zwischen den Bäumen fest.
Er holte einen Ast aus und stach das spitze Ende in die Ader am Hals. Langsam ließ er das Blut in die Schale laufen. Als die voll war nahm er das Röhrchen weg.
Den ganzen Tag arbeitete er daran und ließ den Mann langsam ausbluten. Er schaffte es viel Pigmente zu bekommen, bis der Mann den letzten Atem aushauchte.
Branric war glücklich.
Am nächsten Tag zog er dem Mann die Kleidung aus, legte sie sich selbst an und nahm sich die braune Stute. Das andere Pferd ließ er frei und jagte es davon.
Mit dem Pferd kam er rasch voran. Er legte in einem halben Tag mehr Strecke zurück als in drei Tagen zu Fuß.
Fünf Tage blieb er am Fluss. Dann fand er etwas, was ihn vor entzücken glucksen ließ.
Hinter einem Vorhand aus Moos und Efeu war ein schmaler Eingang einer Höhle in der Felswand, grade breit genug dass er die Stute hinein führen konnte. In dieser Höhle richtete er sich häuslich ein.
Er jagte die Tiere rundherum mit Fallen und fertigte aus den Häuten Leder, spaltete es und hatte Leinwand für die Bilder. Das Fell verspann er zu garn, aus dem er Kleidung fertigte. Er wendete an was er bei den Frauen gelernt hatte.
Ab und zu fing er einen Menschen, ließ ihn ausbluten, fertigte damit seine Farben. Bis er bemerkte, dass er mit dem Blut auch die Kleidung und das Leder färben konnte.
Die Jahreszeiten zogen dahin. Es dauerte nicht lange bis er keine Menschen mehr sehen konnte. Er wusste nicht dass die Menschen von der Gegend nur noch als die Felsen der Geister sprachen, weil dort immer wieder jemand verschwand. Daher traute sich niemand mehr hin.
Irgendwann gingen ihm seine Pigmente aus.
Die Stute war alt geworden, doch noch trug sie ihn. Also nahm er sie und zog aus, um sich neue Pigmente zu besorgen.





Zuletzt von Branric am Mo Jun 04, 2018 9:51 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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