Neueste Themen
» Nuri
Mi Okt 17, 2018 8:14 am von Kleines Abendlicht

» Mein Wille geschehe
Di Okt 16, 2018 8:04 pm von Sinthoras

» The world of Signum [RP Forum | Anfrage]
Di Okt 16, 2018 7:35 pm von Nimeria

» Avonid Prestus
Di Okt 16, 2018 6:48 pm von Avonid Prestus

» Ihr sucht einen Schreibpartner?
Di Okt 16, 2018 10:15 am von Kaer

» Lichtschurken
Mi Okt 10, 2018 6:48 pm von Freya

» Ideen-Sammelstelle
Mi Okt 10, 2018 3:33 pm von Quaona Leae Ohana

» Die Verrückte Zeitmaschine
Di Okt 09, 2018 11:38 pm von Outis

» Inselwelten [Plotgesuch]
Di Okt 09, 2018 9:55 pm von Gast

Wer schreibt wo?

Perleris-Meer
Das Östliche Meer:
Anju
Erzähler

Na'kuhani:
Seraphelia
Villan

Wasser:
Branric
Quaona Leae Ohana

Riguskant
Auf den Straßen (Königsburg):
Élie
Jaden
Kraja der Rabe

Die weiten Felder (Davencia):
Terano Leiryfe Sanador
Ardaja Elasia
Sélari

Sommasflucht:
Chakko
Faycine
Schreiberling (Remiron)

Schavennas Hafenviertel:
Faylinn
Myrrmayarra

Die Kristallhallen (Schavenna):
Egon
Schreiberling (Kleines Abendlicht)

Brunya (Hafenviertel)
Trevas
Lucille

Das Jungferntal:
Clavius
Nocturna
Ikarus
Eiris

Auenheiden:
Xiara Schnitter
Schreiberling (Ciaran)

Anwesen der von Mittklang (Königsburg):
Helia
Erzähler

Fluss Perllauf:
Xena
Irelia

Nahe östliches Stadttor (Königsburg):
Alrishaera
Orrashal

Der alte Marktplatz (Königsburg):
Nimmernis
Jace

Fuchsbrunn:
Ophelia
Caius Aulus

Kargatrass-Wald:
Yuki
Ragmer

Amicara
Arelis

Marktplatz (Grunnat):
Thech Sharr
Raltjof
Itjaika
Jaiva

Stadtrand (Davencia):
Luvia
Kit

Die Grüne Hölle
Eichenfurt:
Julian
Korinius

Karatina
Gasthaus 'Am Markt' (Dornenwacht):
Yheran Maknossar
Obrogun
Akina

Das Tal der Seufzer:
Luvia
Narmil Machatrim

Buchinholz:
Mayaleah
Outis
Kasimir

Waldstück nahe Kohwatt:
Mathilda
Lil'yandra Iathaille
Pak

Gasthaus 'zum wilden Giersch':
Fynn Hellwind
Jarko
Hlevana Tuscha
Xern

Perlfurt:
Celen
Rasaya

Anwesen der Familie Cerrou:
Sinthoras
Jayan

Einsame Straßen Karatinas:
Ivar
Luna

Handelsstraße durch Finstersteig:
Selina
Lucille

Westliche Steppe:
Jaekim
Kinim
Loke

Prachtvolles Gutshaus:
Araisan
Liloufain
Freya
Ciaran

Irgendwo nahe Finstersteig:
Pan
Neisseria

Am Rande des Forstes (Nebelad Wald):
Kzaraigh
Vaevi Blattsee

Gasthaus "Rabenfürst":
Civia
Escaria

Katunga:
Nenvar
Cilucamaidra

Tragalùn
Felsdorf:
Elaimandraia
Dragor

Harashan Gebirge
Wakizar
Solacelea

Westliche Wüste:
Rhúan
Sayola

Forcewald
Forcewalds Grenze:
Parito
Merle
Cahir

Taverne an der Grenze:
Raven
Schreiberling (Myiarla)

Wald nahe Húlzinburc:
Kehilan
Cearis

Die Wilden Lande
Waldtiefen (Frostbakenwald):
Aiurasim
Frala
Unsere Schwester

Verzeichnis für aktive RPGs


Statistik
Wir haben 292 eingetragene Mitglieder
Der neueste Nutzer ist Avonid Prestus.

Unsere Mitglieder haben insgesamt 31067 Beiträge geschrieben zu 2051 Themen

Sayola

Nach unten

Sayola

Beitrag von Sayola am Mi Jun 20, 2018 10:42 am

Zu mir: Luvi! ^-^


Charakter - Grundlagen

Name: Sayola Yvill Arvendis
Rasse: Nephilim (Elfe/Engel)
Alter: etwa 63 Jahre
Geschlecht: weiblich

Zugehörigkeit: Licht



Erscheinung

Größe: 1,80 m, Flügelspannweite ca 3,60 m

Aussehen:
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Sayolas einst übernatürliches, elfentypisch schönes Aussehen litt stark unter der grotesken Magie, die bei ihr schon recht weit fortgeschritten ist. Noch immer besitzt sie ein fein geschnittenes Gesicht und mandelförmige, smaragdgrüne Augen – besser gesagt ein smaragdgrünes Auge, denn das andere, linke Auge ist durch die Hexerei rot verfärbt. Dies hängt mit einem dunklen, unschönen Mal zusammen, das ihre linke Gesichtshälfte zum Großteil bedeckt, und nur eins von vielen ist, die auf ihrem gesamten Körper verstreut sind. Die Haut an diesen Stellen wirkt verschrumpelt, manchmal eingetrocknet und manchmal nässend, und oft blättern die obersten Hautschichten ab, ähnlich wie bei Verbrennungen. Für solche könnte man diese Male auch halten, doch in Wahrheit entstammen sie der Hexerei, die Sayolas Körper auffrisst. Auch Blasen und Ausschläge finden sich manchmal an verschiedenen Stellen, meist als Vorstufe der ausgedehnten roten Male.
Sayolas Haare sind blond und kräuseln sich eher unordentlich und glanzlos bis auf Höhe ihres Halses. An den Stellen, an denen auf ihrer Kopfhaut die roten Male prangen, fallen ihr die Haare aus oder wachsen wenn dann in Strähnen von der Farbe getrockneten Blutes heraus.
Sie besitzt sowohl die spitzen Elfenohren, als auch die Flügel der Engel, letztere sind durch die Hexerei allerdings ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Federn wirken stumpf und zerfetzt, stehen aufgeplustert ab und viele sind an den Rändern zerfressen, manche sogar dunkel verfärbt. Durch den schlechten Zustand wirken die Flügel kleiner als sie sind, und fliegen kann Sayola damit nicht mehr.
Insgesamt erweckt sie einen kranken, aber würdevollen Eindruck. Sie weiß sich noch immer zu präsentieren, und trotz ihrer Makel könnte man eine Adelige in ihr vermuten. Ihre Stimme klingt rau und selten sieht man sie lächeln, oder überhaupt ein anderes Lebewesen freundlich ansehen.

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Kleidung:
Sayola bevorzugt weite Gewänder und trägt lieber Kleider oder Roben als Hosen, und wenn dann nur weite, bequeme Hosen. Auch allzu festes, enges Schuhwerk mag sie nicht. Das alles hängt damit zusammen, dass Druck auf ihre Hexerei-Male unangenehm ist. Dennoch versucht sie, diese so gut es geht unter Kleidung zu verstecken.
Derzeit trägt sie eher abgewetzte, staubige Reisekleidung aus zusammengewürfelten, gestohlenen Kleidungsstücken. Ein weites, sandfarbenes Gewand, eine dunkle Tunika darunter, ein lockeres braunes Kopftuch, einen Schal gegen den Wüstenwind und die Nachtkälte und lederne, zu große Sandalen. Ihre Flügel verbirgt sie unter einem weiten Mantel, wenn sie muss, der sie außerdem gegen die Nachtkälte schützt. Da sie sich als Tiermensch ausgibt, trägt sie ihre Flügel aber meist offen.



Persönlichkeit

Charakter:
Durch die vielen Dinge, die sie in ihrem Leben erleiden musste, ist Sayola misstrauisch und äußerst ablehnend gegen so gut wie jeden geworden. Zu oft wurde ihr Vertrauen enttäuscht, sie selbst ausgenutzt oder zum Spielball der Umstände gemacht. In ihrer Heimat durfte sie nie sein wer sie wirklich war, denn ihre Magie wurde als schlecht oder gar böse betitelt, und inzwischen versucht sie auch nicht mehr, etwas an diesem Eindruck zu ändern. Im Gegenteil fördert sie ihn teilweise sogar noch. Sie versucht nicht länger, gut und brav zu sein, sondern findet manchmal sogar Gefallen daran, andere für ihr eigenes Leid büßen zu lassen, selbst wenn diese nichts dafür können.
Hauptsächlich verfolgt Sayola aber einfach ihre eigenen Ziele, kümmert sich um sich selbst und ihr eigenes Wohl und schert sich nicht darum, was aus anderen wird. Dabei ist sie weniger offensiv, sondern mehr gleichgültig. Sie möchte mit niemandem etwas zu tun haben und lehnt Kontakt zu anderen Personen ab, kann aber gleichzeitig nicht alleine in der Wildnis überleben und ist somit auf andere angewiesen. Im besten Fall wird sie jemandem also kühl und distanziert begegnen, so lange man sie in Ruhe lässt. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, scheut Sayola sich aber auch nicht davor, sich von einer Person zu nehmen was sie braucht, sei es nun Essen, Kleidung oder gar Lebensenergie. Auch wenn sie sich bedroht oder eingeengt fühlt, oder sie mit jemandem aneinander gerät, lässt sie andere ihre Zauber spüren.
Da sie derzeit außerdem mehr oder weniger ein Flüchtling des Krieges ist, geht sie lieber kein Risiko ein und schaltet jemanden lieber aus, bevor er ihr gefährlich werden kann. Hilfsbereitschaft liegt ihr fern, zumal sie ohnehin der Meinung ist, oft mehr Schaden als Gutes anzurichten.

Vorlieben: Ruhe und Frieden, fließendes Wasser, ...

Abneigungen: Religiösität, Sklaverei, ausgenutzt/benutzt zu werden, ...

Religion:
Sayola wurde im Glauben an das Große Licht erzogen und lebte diesen auch, doch als ihre Magie der Flüche stärker wurde, wurde die Religiösität der Engel ihr bald zur Last. Zwar versuchte Sayola, das Richtige zu tun und sich vom Großen Licht reinwaschen zu lassen, doch mit der Zeit wurde es zehrend, dass die Priester in ihr einen Schandfleck sahen und versuchten, sie mit Berufung auf das Große Licht zu verändern. Die schwere Zeit nach der Ankunft auf Crepererum trug nur weiter dazu bei, dass Sayola an der Macht und Güte der lichten Gottheit zweifelt.
Das Große Licht kann ihr nun gestohlen bleiben. Wenn es sie nicht von all dem Schlechten in ihrem Leben befreien wollte, es ihr aber auch nicht absichtlich geschickt hatte, dann ist es entweder zu schwach, oder grausam, oder schert sich nicht um sie – alles gute Gründe, dem Glauben den Rücken zu kehren.



Fähigkeiten

Beruf: Heilerin, Sklavin, Rebellin
Sprachen: Cantio und Angelisch (Muttersprachen, beides ein wenig eingerostet), Arcum, Trangalisch
Lesen/Schreiben: ja, außer Trangalisch

erlernte Fähigkeiten:
Heilkenntnisse, gute Kenntnisse über Magie und Hexerei

Eigenschaften/Gaben:
Sie beherrscht groteske Magie, welche bei ihr schon so weit fortgeschritten ist, dass sie begonnen hat, ihren Körper zu verändern. Diese wird letztendlich wohl auch ihre Lebenszeit begrenzen, die auf jeden Fall deutlich kürzer als die einer Elfe ausfallen wird.
Wie alle Elfen besitzt sie die ewige Jugend und die guten Augen. Auch ihre übernatürliche Schönheit besaß Sayola einst, doch durch die groteske Magie litt ihr Aussehen stark unter Verfall. Sie ist immer noch ansehnlich, aber bei weitem nicht mehr schön. Die anziehende Aura der Engel besitzt sie trotzdem noch immer, auch wenn es mehr eine Art Faszination ist, die Menschen für sie verspüren. Sie lernt langsamer als ein Engel, doch im Vergleich zu Elfen immer noch schnell.
Die Geistreise der Elfen beherrschte sie einst, doch aufgrund ihres Verfalls ist ihr dies nur noch unter allergrößter Anstrengung möglich und sie braucht viel länger, um sich davon zu erholen. Engelgaben hat sie keine und wegen ihren beschädigten Flügeln kann sie auch nicht mehr fliegen.

Stärken:
- starke Hexerei
- immun gegen gewöhnliche Zauber. Da die Hexerei bereits so weit fortgeschritten ist, ist im Umkreis von zwei Metern um Sayola herum keine gewöhnliche Magie möglich
- Kenntnisse über Heilkräuter und Tränke
- Kenntnisse über Magie und Hexerei

Schwächen:
- auch gewöhnliche Zauber mit positivem Effekt wirken auf sie nicht. Verbündete Magier können in ihrer Nähe nicht zaubern
- körperliche Schwäche und Verfall
- kann mit keiner Waffe kämpfen
- die meisten ihrer Zauber setzen Körperkontakt voraus und sind daher im Kampf nur eingeschränkt einsetzbar
- Verbitterung, emotionale Kälte und Distanz
- auffälliges Aussehen
- hat in der Zivilisation ihre Probleme, ist aber auch auf diese angewiesen, da sie nicht in der Wildnis überleben kann



Magie

Ihre Magiepole waren Heilmagie und die Magie der Flüche, aber da sie nun eine Hexe ist, wurden alle ihre Zauber von der grotesken Magie verschlungen. Ihre Heilmagie verlangt nun einen hohen Preis oder wurde vollkommen ins Gegenteil verkehrt, während die Flüche stärkere Nachteile mit sich bringen. Um einen Zauber zu wirken muss Sayola den jeweiligen Zauberspruch aufsagen (wenn sie stumm ist, kann sie also nicht zaubern) und je nach Zauber weitere Voraussetzungen erfüllen. Bei den Zaubern, bei denen Körperkontakt notwendig ist, stört normale Kleidung nicht, sehr dicke Schichten oder eine Rüstung verhindern den Zauber aber.
Die groteske Magie hat Sayola bereits stark verändert und frisst ihren Körper immer mehr auf, der von Krankheit gezeichnet zu sein scheint. Auch kann sie nicht mehr viel essen, weil sie weder das Verlangen spürt, noch allzu viel verträgt. Da sie so zu wenig Energie übers Essen aufnimmt, raubt sie stattdessen über zwei ihrer Zauber Energie. Derzeit braucht sie aber beides, um am Leben zu bleiben.
Sie selbst vermutet, dass sie irgendwann durch die groteske Magie zu einem Zombie werden wird, einem von Krankheit und Zerfall zerfressenem Monster... Ob sie damit recht behält, bleibt abzuwarten.

  • "Nesrail"
    Hält Sayola eine Hand über eine Wunde oder berührt deren Umgebung und spricht dabei diesen Zauber aus, kann sie so zwar die Wunde heilen, löst aber eine Krankheit bei der geheilten Person aus. Das kann jede Krankheit sein, die man sich einfangen kann – von einer einfachen Erkältung über Durchfall bis hin zu tödlich hohem Fieber oder einer Lungenentzündung. Der Zauber funktioniert nur bei Wunden. Je nach Größe ist die Wunde innerhalb von einigen Minuten geheilt, während der Sayola stetig wenig Mana aufwenden muss, bei besonders tiefen Wunden mehr. Die Ansteckung mit der Krankheit erfolgt direkt danach, bis diese ausbricht vergehen jedoch meist einige Stunden.
    Sayola kann sich auch selbst heilen, braucht dann aber eine externe Manaquelle; also entweder einen Magiestein oder einen anderen Magier, dem sie das benötigte Mana durch Berührung entzieht. Das Einverständnis oder die Mitarbeit des Magiers ist hierbei nicht nötig (und auch nicht möglich, da er in Sayolas Nähe keine Magie wirken kann).

  • "Surca"
    Früher einmal konnte dieser Zauber Schmerzen nehmen, doch die groteske Magie verzerrte ihn ins Gegenteil und nun fügt er stattdessen Schmerzen zu, die scharf und intensiv sind, und mit mehr Manaaufwand sogar sehr stark werden können. Die Person muss dafür berührt werden, die Schmerzen können aber überall am Körper entstehen, oder ihn komplett erfassen. Wird der Körperkontakt unterbrochen, wirkt der Zauber noch einige Momente lang nach und erlischt dann. Mana wird während der Berührung stetig wenig verbraucht, bei stärkeren Schmerzen mehr.
    Je mehr Schmerzen die andere Person hat, desto mehr davon färbt aber auch auf Sayola ab. Bei ihr sind die Schmerzen zwar erträglich, werden aber mit zunehmender Dauer stärker.

  • "Thalarn"
    Dieser Zauber beschert einer Person durch die groteske Magie Albträume. Was diese sind, ist von Person zu Person unterschiedlich. Sicher ist, dass sie keinen ruhigen Schlaf haben wird, so lange bis die Nacht vorbei ist. Aus den Albträumen der Betroffenen – sprich, aus deren verloren gegangener Erholung – bezieht Sayola für sich selbst Energie. Sie muss dafür nicht in der Nähe sein, denn der Zauber schafft die Verbindung.
    Sayola muss die Handfläche in Richtung der Person heben, um diese zu verzaubern, berühren muss sie sie aber nicht. Die Person kann auch im Wachzustand verzaubert werden, der Zauber beginnt dann zu wirken, sobald die Person einschläft, und hält ab dann für die Dauer einer Nacht (also etwa 8-10 Stunden nach Einschlafen, auch dann wenn die Person zu einer anderen Tageszeit schlafen sollte), egal wie oft sie von den Albträumen wach werden sollte. Die Verzauberung verbraucht einmalig wenig Mana.

  • "Rhach"
    Sayola kann eine Person verfluchen und ihr so eine körperliche Eigenschaft wegnehmen – und zwar jeweils immer nur eine. Beispiele was sie bei einer Person blockieren kann sind z.B. Sinne, wie Augenlicht, Hörsinn, oder die Stimme, aber auch Dinge wie die Fähigkeit zu laufen (was Querschnittslähmung zur Folge hat), den Gleichgewichtssinn, Kraft in den Gliedern (kein Heben/Schwingen einer Waffe mehr möglich), das Schmerz- oder Temperaturempfinden. Es können nur körperliche Eigenschaften blockiert, also keine Gefühle oder Gedanken angetastet werden.
    Um jemanden zu verfluchen, muss Sayola ihn berühren, während sie den Zauber spricht. Je nachdem was blockiert wird, verbraucht der Zauber wenig bis mittelviel Mana und hält zwischen einem Tag und zwei Wochen an, es sei denn Sayola macht den Zauber mit minimalem Manaaufwand und einer erneuten Berührung rückgängig. Sie kann ihn aber auch erneuern, bevor er sich auflöst.

  • "Eosur"
    Früher einmal diente dieser Zauber dazu, anderen Sayolas Willen aufzuzwingen, indem sie ihre Stimme in ihrem Kopf hören und dieser nicht widerstehen können. Durch die Hexerei jedoch schafft Sayola eine zweiseitige Verbindung zwischen ihren eigenen Gedanken und denen einer anderen Person, sodass beide miteinander in Gedanken kommunizieren können und, wenn sie einen starken Willen aufbringen, den jeweils anderen zu Dingen bewegen können. Es kann also sein, wenn Sayola es bei einer zu willensstarken Person tut, dass sie selbst diejenige ist, die dem Willen des anderen unterworfen ist. Wenn sie merkt dass das passiert, kann sie aber den Fluch auch auflösen, was je nach Stärke der anderen Person jedoch nicht immer so einfach ist.
    Von allein verfliegt der Fluch nach etwa einem Tag. Die Person muss zum Verzaubern berührt werden, dabei wird einmalig wenig Mana aufgewendet.

  • "Firrhin"
    Sayola muss eine Hand flach auf den Boden legen und den Zauber sprechen, um ihn zu aktivieren. Im Umkreis von 5 Metern um sie herum entsteht ein Kreis des Todes, der allen Lebewesen jegliches Leben aussaugt. Lebewesen die sich bewegen können, können noch aus diesem Kreis flüchten, wenn sie schnell genug reagieren, doch so lange sie sich in dem Kreis befinden, spüren sie wie die Lebensenergie sie verlässt. Dies macht sich vor allem durch Schwäche bemerkbar, die jegliche Bewegung erschwert; je mehr Zeit sie in dem Kreis verbringen jedoch auch Zittern, ein stolpernder Herzschlag, Schwierigkeiten zu atmen, eingefallene Wangen und Augen, bis hin zu schrumpelnder Haut, als würden sie rasend schnell altern. Verlassen die Lebewesen den Kreis oder wird dieser aufgelöst, werden die Effekte wieder umgekehrt, doch mit zunehmender Zeit wird dies schwieriger und dauert länger, sodass eine Person auch nach Verlassen des Kreises noch eine Weile geschwächt sein wird. Nach etwa 10 Minuten in diesem Todeskreis stirbt ein Lebewesen (kleinere Tiere oder Pflanzen bereits nach wenigen Minuten).
    Der Kreis zeichnet sich dadurch aus, dass sein Inneres dunkel ist, als würde ein Schatten darauf liegen. Die Ränder sind eine weißlich schimmernde Linie, die auch von Hindernissen (zb. Wänden) nicht beeinflusst wird und einfach auf der anderen Seite am Boden erscheint. Falls sich Gras im Inneren des Kreises befindet, verdorrt es schon nach wenigen Augenblicken.
    Sayola muss die ganze Zeit über in der Mitte des Kreises bleiben und die Hand auf dem Boden lassen, während sie kontinuierlich mittelviel Mana verbraucht, so lange bis sie den Zauber auflöst. Zu Beginn erhält sie selbst die geraubte Lebensenergie ihrer Umgebung und kann so rasch und effektiv ihre eigenen Reserven auffüllen. Hält sie den Zauber aber zu lange aufrecht, leidet sie ebenfalls zunehmend darunter.



Hintergrund

Stand: ledig
Familie: Mutter: Arianna (Engel), Vater: Nevalor (Elf)
Herkunft/Geburtsort: Anima
Wohnort: nirgends
Besitz: Kleidung am Leib, eine Umhängetasche mit etwas Proviant, Wasserschlauch, ein wenig Geld, ein Messer, weiteren Stoffen und anderem Kleinkram wie Utensilien zum Feuermachen
Gefährten: -

Geschichte:
Sayola wurde in einer Elfenstadt in den Spiegelfeldern Animas geboren. Ihr Vater hatte ihre Mutter auf eine seiner Reisen als Diplomat kennen gelernt, die beiden hatten sich verliebt und Arianna war mit ihrem Liebsten zurück in seine Heimatstadt gezogen, wo die beiden heirateten. Bis Sayola geboren wurde, vergingen dank der geringen Fruchtbarkeit der Elfen einige Jahre, doch dann hatte die Kleine eine glückliche Kindheit im Haus ihrer Eltern.
Als Sayola fünf Jahre alt war, zogen ihre Eltern mit ihr zurück in die Heimat ihrer Mutter. Da sie bisher mehr wie ein Elfenkind aufgewachsen war, merkte man ihr den Unterschied zu den Engelskindern an, doch trotzdem war man offen und freundlich zu ihr und Sayola fand sich mit der Zeit gut zurecht. Sie lernte ein wenig langsamer, dafür war sie magisch äußerst begabt und entwickelte Heilmagie. Mit Eintritt in die Pubertät zeigte sich auch bei ihr die Fähigkeit des Geistreisens, in der ihr Vater sie anleitete und unterrichtete.
Oft war Nevalor als Diplomat unterwegs, doch als Sayola vierzehn war, verlangte sein Beruf einen längeren Aufenthalt in seiner Heimatstadt, sodass die Familie zurück zu den Elfen zog. Da es hier keine Schule gab, brachten Sayolas Eltern ihr alles weitere bei, aber dennoch vermisste sie Gleichaltrige. Als sie also Kontakt zu jugendlichen Elfen suchte, erfuhr sie von diesen nur spöttische Distanziertheit oder bestenfalls höfliche Kühle. Sie war nun einmal ein Mischling und verhielt sich nach der langen Zeit bei den Engeln nicht mehr ganz so, wie es einer Elfe geziemte.

Als sie alt genug war, ihre eigenen Wege zu gehen, begann sie auf Wunsch ihrer Eltern eine Lehre zur Heilerin, ihrer Magie entsprechend. Allerdings langweilte sie sich in diesem Beruf und begann daher nebenbei, Bücher über Magie zu studieren. Da die Möglichkeiten jedoch in der größeren Engelsstadt vielfältiger waren, zog sie im Alter von 25 Jahren zurück in die Heimat ihrer Mutter.
Allerdings musste sie feststellen, dass sie in den letzten Jahren doch einiges mehr von den Elfen mitgenommen hatte, als vermutet. Die Engel kamen ihr überschwänglich vor, oft zu vertraut und zu schnell mit Berührungen. Die traurige Wahrheit war: sie gehörte nirgendwo mehr hin.
Aufgrund ihrer magischen Veranlagung wurde Sayola erneut dazu ermuntert, als Heilerin zu arbeiten, denn ihre Zauber waren mehr als hilfreich. Höflich und brav wie sie war, entsprach sie dem Wunsch der Eltern, ging nebenbei aber weiterhin ihrem Interesse für das Studium der Magie nach.

Mit 28 jedoch erwachte ihr zweiter Magiepol, der bis dahin unbekannt gewesen war. Sayola war im Krankenhaus und nahm einem der besonders leidenden Patienten gerade mit ihrer Magie die Schmerzen, die so stark waren, dass sie kaum etwas ausrichten konnte. Der Kranke klagte und stöhnte, doch plötzlich verstummte er vollkommen und gab keinen Ton mehr von sich – konnte es nicht. Denn Sayola hatte ihn ohne es zu beabsichtigen mit einem Fluch belegt, der ihm die Stimme raubte.
Der Effekt verflog schnell, aber Sayola experimentierte weiter damit, war es doch aufregend für sie, eine neue Magierichtung in sich zu entdecken, die vielleicht sogar nützlich sein konnte. Als ihre Gabe – oder sollte man sagen, ihr Fluch – jedoch bekannt wurde, sah man Sayola mit schiefen Blicken an. Bald wurde gemunkelt, die Nephilim besäße dunkle Magie. Flüche! Völlig ungehörig! Wie konnte ein Kind des Lichtes solche Dinge wirken?
Das Gerede führte schließlich dazu, dass Sayola ihren nächsten Zauber entdeckte: sie drang in den Kopf anderer ein und trieb sie dazu, aufzuhören. Sie nicht mehr so anzusehen. Nicht mehr diese Dinge über sie zu sagen. Doch als mit der Zeit auch diese Fähigkeit bekannt wurde, machte das alles nur schlimmer.
Sayola wurde auf die magische Akademie beordert, wo sie lernen sollte, ihre Fähigkeiten zu zügeln und in geordnete Bahnen zu lenken, die niemandem schadeten. Eine Heilerin, die Flüche aussprach! Undenkbar! Die Engel waren nicht zufrieden und stuften die Magie der Flüche als ungehörig und nicht vom Lichte kommend ein.
Sayola wurde es verboten, ihre Fluchmagie zu wirken, wenn sie weiter Heilerin bleiben wollte. Durch reinigende Rituale wurde versucht, sie von diesem Schandfleck zu befreien, doch alle Gebete und Übungen halfen nichts. Sayolas Frustration wuchs, und damit sank ihre Kooperation, denn sie wollte sich nicht von den konservativen Engeln vorschreiben lassen, was sie zu tun und zu lassen hatte. Ihre Eltern aber zogen inzwischen zurück in die Stadt und ihre besorgte Mutter legte ihr ans Herz, doch Geduld und Vertrauen zu haben. Dies mochte eine Prüfung sein, aber das Große Licht würde sie segnen – davon war Arianna überzeugt.
Ihrer Mutter zuliebe beugte sich Sayola und verbrachte mehr Zeit damit, in der Akademie Bücher über Magie zu studieren. Sie nahm an allen Gottesdiensten teil, machte rituelle Reinigungen mit und betete brav zum Großen Licht, doch es änderte sich nichts.
Nun mit dem Zugang zu den Bibliotheken der Akademie, fand Sayola in einer Abteilung einen Hinweis auf groteske Magie. Die Andersartigkeit lockte sie, und als sie las, dass groteske Magie Zauber veränderte, beschloss sie, es zu versuchen. Schließlich wollte man das doch von ihr, nicht wahr? Dass sie sich änderte. Doch wie gelangte man an groteske Magie?
Im verbotenen Bereich der Bibliothek fand Sayola schließlich eine Antwort in Form eines Buches. Ein Satz daraus gelesen und das Buch verschwand – und von da an war alles anders.
Sayola merkte bald, dass etwas nicht stimmte, doch auch die Engel merkten es. Was hatte die junge Frau getan? Sie wusste keine Antwort darauf, doch als nun auch ihre Heilzauber begannen, Schaden statt Gutes zu bringen, wurde Sayola zur Gefahr. Offensichtlich hatte sie sich mit dem Großen Unlicht eingelassen! Wie sonst konnte diese Zerstörung, diese schädlichen Zauber entstehen?
Man wusste nicht, was man mit der Nephilim machen sollte, doch Sayola kam der Entscheidung zuvor. Eines Nachts schlich sie sich davon. Wie die Engel sie ansahen war für sie unerträglich und es machte sie wütend, dass sie nicht sein durfte wie sie war. Schließlich hatte sie es nur gut gemeint.

Mit 30 Jahren war sie nun also auf sich alleine gestellt, zog eine Weile durch die Dörfer Animas und genoss es, dass niemand sie kannte, und somit auch nicht verurteilte. Im Laufe der Zeit probierte sie weiter ihre Magie aus – und musste feststellen, dass sie tatsächlich mehr Schaden als Gutes brachte. Das hatte sie nicht gewollt. Sayola zauberte nicht mehr. Es war besser so.
Nach zwei Jahren aber stürzte sie durch ein zufälliges Portal nach Crepererum und landete in Tragalún. Desorientiert wie sie war, und mit der elfischen Schönheit gesegnet, landete sie sofort auf dem Sklavenmarkt, wo man sie ihrer Flügel wegen als Tiermensch verkaufte. Es half auch nichts, als sie versuchte ihre Lage zu erklären. Weder der Händler, noch der baldige Käufer hörten ihr zu oder glaubten ihr. Sayola bekam einen Zähmer – gegen die vermeintliche Mondgestalt – und lebte fortan als Sklavin eines reichen Tragalúners, ihrer Gefühle durch das Halsband beraubt.
Viele Jahre vergingen auf diese Weise, in denen Sayola so manches Leid ertragen musste, alles stumpf gemacht durch das Halsband. Ihre Schönheit war legendär und so war sie eine der Lieblingssklavinnen ihres Herrn – eine zweifelhafte Ehre...

Sayola wusste nicht, wie viele Jahre vergingen, aber sie musste etwa 45 sein, als eine örtliche Rebellion unter den Sklaven ausbrach. Jemand nahm ihr den Zähmer ab – und alle unterdrückten Gefühle der letzten Jahre strömten auf sie ein. Überwältigt von all dem Schmerz, Angst, Scham, Erniedrigung und Wut stürzte sie zu Boden und setzte zum ersten Mal ihren Todeskreis ein, der drei ihrer Befreier beinahe tötete.
Beeindruckt von ihrer Fähigkeit – und ein wenig furchtsam – nahmen die Rebellen Sayola mit und halfen ihr, wieder zu sich selbst zu finden. Sie überredeten die Nephilim, sich ihnen anzuschließen und sie zu unterstützen, denn ihre Fähigkeiten waren äußerst nützlich im Kampf gegen die Unterdrückung der Schwächeren. Ein lobenswertes Ziel also, dem sich Sayola nach einigen Widerstreben hingab.
Fortan verwendete sie also ihre Magie, um die Rebellen bei der Befreiung weiterer Sklaven und beim Kampf gegen die Unterdrücker zu unterstützen. Sayola wurde stärker und entdeckte neue Facetten ihrer Hexerei, aber die Rebellengruppe war vergleichsweise klein und als der König einige Truppen zur Unterbindung des Aufstandes aussandte, konnten die Rebellen nicht länger standhalten. Sie alle wurden zum Tode verurteilt und eingesperrt.
Am Tag der Hinrichtung schaffte Sayola es mit Hilfe ihrer Magie zu fliehen, doch sie wurde dabei schwer verwundet. Ihre Flügel trugen sie in die nahen Hügel, wo sie erschöpft und blutend niedersank.
Als sie zu sich kam, fand sie sich in der Obhut und Pflege eines kleinem Stamms nomadischer Ziegenhirten wieder, die sie zwar furchtsam ansahen, ihr aber die Gastfreundschaft nicht verwehrten. Es dauerte lange, bis Sayola wieder gesund war, und auch wenn sie anfangs misstrauisch war, lebte sie sich schließlich bei den Hirten ein. Es war ein friedliches Leben, dass Sayola etwa zwei Jahre lang genießen konnte, um sich wieder zu fangen.

Als sie etwa 50 war, überfiel eine Räuberbande die hilflosen Hirten, raubten Habseligkeiten, töteten Tiere und Männer und nahmen Frauen und Kinder gefangen. Zum ersten Mal seit langem setzte Sayola wieder ihre Magie ein, um sich und ihre Gastgeber zu verteidigen. Es gelang ihr, die Räuber in die Flucht zu schlagen, aber erst nachdem diese einiges an Schaden angerichtet und Gefangene genommen hatten. Tote und Verletzte, sowie viel Zerstörung waren zurückgeblieben, und die verbliebenen Hirten blickten nun auch die Nephilim angstvoll an, jetzt da sie gesehen hatten wozu sie fähig war.
Dennoch bemühte sich Sayola, die Verletzten zu heilen. Sie alle wurden anschließend krank und einer überlebte die Nacht nicht, was für noch mehr Spannung sorgte. Anstatt sich dankbar zu zeigen, vertrieben die Nomaden Sayola aus ihrer Mitte und sie musste sich alleine durch die Wildnis schlagen.
Dies gelang ihr soweit, bis sie die Ausläufer der nächsten Stadt erreichte, die sie jedoch aufgrund ihrer Flügel nicht betreten wollte. Einige Tage lungerte sie in der Umgebung herum und wagte sich nur Nachts in die Stadt, denn mittlerweile trieben sie Hunger und Durst voran. Sie war keine gute Diebin, aber hierbei entdeckte Sayola, dass sie aus den Albträumen anderer Energie ziehen konnte, was zwar nicht gegen den Hunger half, sie aber bei Kräften hielt.
Eines Nachts erwischte sie ein alter Bettler beim Stehlen, doch anstatt sie zu verraten versprach er ihr Essen, und Sayola folgte ihm trotz anfänglichem Misstrauen. Es stellte sich heraus, dass der Bettler Teil einer Gruppe war, die ganz ähnlich jenen Rebellen agierte, die einst Sayola aus der Sklaverei befreit hatten. Die Gruppe des Bettlers, die sich selbst "Die Wüstenwölfe" nannte, ging allerdings vorsichtiger vor und agierte mehr im Untergrund. Tragalún war längst nicht mehr so friedlich wie es an der Oberfläche schien.
Für Sayolas leibliches Wohl wurde gesorgt und die Rebellen hießen sie herzlich willkommen, sodass die Nephilim schließlich bei ihnen blieb. Sie hatte Sklaverei am eigenen Leib erfahren, und wer dagegen ankämpfte, der konnte nicht so schlecht sein. Sie gab sich weiterhin als Tiermensch aus, denn davon gab es unter den Wüstenwölfen noch andere.
Als Sayola zum ersten Mal bei einer Befreiungsaktion dabei war, die beinahe schief gelaufen wäre, benutzte sie ihre Magie, um einige Wachen auszuschalten und so den Rebellen zur Flucht zu verhelfen. Fortan waren ihre Fähigkeiten zwar bekannt, doch die Wüstenwölfe begrüßten diese nur und ermunterten Sayola dazu, sie zu benutzen. Zum ersten Mal bekam sie wirklich die Anerkennung, die sie sonst nie erhalten hatte, und das war ein derart gutes Gefühl, dass Sayola weitermachte.

Über die nächsten zehn Jahre hinweg war die Nephilim in viele Aktionen der Wüstenwölfe eingebunden. Wer das Risiko eingehen wollte, von ihr geheilt zu werden, den heilte sie. Manche starben an den Folgen, doch niemand verurteilte Sayola dabei, denn jedes Mitglied wusste, dass sein Leben jederzeit verwirkt sein konnte, und alle taten dies auf eigene Gefahr. Bei Befreiungsaktionen bahnten andere sich den Weg frei, bis Sayola die feindlichen Wachen berühren und so mit ihrer Magie außer Gefecht setzen konnte, oft verknüpft mit einer List. Ihr Todeskreis war nützlich, sobald Sayola in die Nähe der Unterdrücker gebracht worden war. Und manches Mal, wenn die Wüstenwölfe einen Gefangenen über den Aufenthaltsort weiterer Drahtzieher befragten, war Sayolas Schmerzzauber äußerst hilfreich. Es mochte vielleicht nicht alles gut sein, was sie da tat, aber sie diente einer guten Sache und konnte endlich frei sein, wer sie war, mit all ihren Fähigkeiten, die endlich wertgeschätzt wurden. Sie genoss das Gefühl der Anerkennung, und auch der Macht.
Im Laufe der Zeit merkte sie allerdings auch, wie die groteske Magie begann, ihren Körper aufzufressen. Dagegen tun konnte sie nichts, und aufhören zu zaubern konnte sie genauso wenig – erst recht nicht, als ihr das Essen immer schwerer fiel und sie daher die Energie aus ihren Zaubern benötigte. Sie machte weiter.

Die Situation in Tragalún spitzte sich immer weiter zu, und letztendlich gipfelte das alles in den Tiermenschenaufständen, die das ganze Land erschütterten. Die Wüstenwölfe schlossen sich der Rebellion an, und da die Stadt recht weit im Westen lag, begannen hier nun erbitterte Kämpfe gegen die Eshari im Gebirge der Gewalten. Sayola war daran beteiligt, doch die ausgebildeten Eshari-Kämpfer waren etwas ganz anderes als einfache Wachen und Sklavenaufseher. Sayola wurde verwundet und gefangen genommen, um den Lagerplatz der Rebellen aus ihr herauszukriegen.
Die Eshari bemerkten schnell die Gefahr, die von ihr ausging, und es kostete sie einige Mühe, doch schließlich gelang es ihnen, Sayola so zu fesseln, dass sie weder den Boden mit der Hand berühren konnte, noch ihr jemand zu nahe kommen musste. Alle ihre Zauber waren damit nutzlos.
Zuerst verriet Sayola den Aufenthaltsort ihrer Gefährten nicht, doch schließlich blieb ihr nichts anderes mehr übrig. Sobald die Eshari aus ihr herausbekommen hatten was sie wollten, ließ man sie in Ruhe – was in ihrem Fall bedeutete, dass sie in irgendeinem unterirdischen Loch vor sich hin schmorte. Man kümmerte sich gerade genug um sie, damit sie am Leben blieb.

Es mussten Wochen vergangen sein, bis es so schien als würde das Dorf der Eshari angegriffen werden. Unten in ihrem Verlies bekam Sayola von den Kämpfen kaum etwas mit, und niemand hörte sie, als sie um Hilfe rief. Schließlich wurde das Dorf in Brand gesetzt, und Sayola entkam den Flammen nur, weil sie unter der Erde war.
Als das Inferno vorbei war, war es still im Dorf. Sayola schaffte es, mithilfe eines scharfen Trümmerteils der halb eingestürzten Decke ihre Fesseln durchzuschneiden und kletterte empor ans Tageslicht. Das Dorf lag verlassen und in Trümmern da und sie war vollkommen allein. Viel war von dem Feuer nicht verschont worden, doch Sayola rettete was sie konnte an nützlichen Dingen und zog davon.
Das Gebirge war allerdings noch immer hart umkämpftes Gebiet. Als eine Gruppe der Rebellion sie fand, blieben ihr nur zwei Optionen: sich ihnen anschließen oder sterben.
Wieder einmal fand Sayola sich also als Teil der Rebellion wieder, doch kämpfen konnte und wollte sie nicht. Zu ihrem Pech war es Ronmar, ein hochrangiger Wüstenwolf, der sie erkannte. Er nannte sie eine Verräterin, denn sie war es, die den Eshari den Aufenthaltsort der Wüstenwölfe preisgegeben hatte, was zu deren Zerstreuung und dem Tod vieler führte. Es kam zum Streit, im Zuge dessen sich Sayola mithilfe ihrer Magie zur Wehr setzte und fliehen musste, um dem Tod als Verräterin zu entgehen.

Zwischen beiden Fronten gefangen, wusste Sayola nicht mehr wohin sie fliehen sollte. Sie wollte zu keiner der beiden Seiten. Vom Krieg hatte sie genug. Sollten die Menschen und Tiermenschen ihre Differenzen alleine regeln. In Sayolas Augen waren sie alle gleich, keiner besser als der andere.
Alleine konnte sie in der Wildnis nicht überleben, doch in den Trümmern verlassener Häuser fand sie Zuflucht und manchmal etwas Nahrung. Da sie fürchtete, die übrig gebliebenen Wüstenwölfe um Ronmar würden sich an ihr rächen wollen, zog sie weiter in Richtung Süden.
Unterwegs begegnete sie einer kleinen Gruppe Tiermenschen und gab sich als einer von ihnen aus. Als alle in ihrer Nähe waren, setzte sie ihren Todeskreis ein und raubte ihnen die Lebensenergie, um ihre eigene Schwäche auszugleichen. Erst als sie begann, sich schwummerig zu fühlen, hörte sie auf. Die Tiermenschen lagen halbtot auf dem Boden und Sayola nahm ihnen die Wasserschläuche und was sie sonst noch gebrauchen konnte ab und ließ sie zurück.
Ähnliches wiederholte sie nun jedes Mal, wenn sie auf ihrem Weg jemandem begegnete. Manchmal war es der Todeskreis, manchmal ein anderer Fluch oder Schmerzzauber. Es scherte sie nicht, ob die Betroffenen am Leben blieben. Es fühlte sich sogar gut an, endlich Rache für all das zu bekommen, was ihr angetan wurde, und selbst Macht zu spüren.
Von einer Gruppe erfuhr sie schließlich, dass der Krieg vorbei war und Tragalún nun den Tiermenschen gehörte. Sayola war das egal. Sie war kein Tiermensch, ebenso wenig wie sie ein Mensch war.
Als heimatloser Kriegsflüchtling treibt sie nun zwischen den Fronten und hat nur ein Ziel: überleben.



passende Musik: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]


Zuletzt von Sayola am Mo Jul 02, 2018 12:58 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
avatar
Sayola

Anzahl der Beiträge : 26
Anmeldedatum : 20.06.18

Charakterbogen
Alter: ca. 63 Jahre
Größe: 1,80 m
Rasse: Nephilim (Elfe/Engel)

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten