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Dareion Eld´reth

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Dareion Eld´reth

Beitrag von Dareion am Fr 27 Jul - 11:20:29

Infos zum Schreiberling
Alter: 20
Hauptcharakter: Malachai
Nebencharaktere: Orrashal

Charakter - Grundlagen



Name: Dareion Eld´reth

Rasse: Mensch

Alter: 30 Jahre

Geschlecht: Männlich

Augenfarbe: Sanftes Grau

Haarfarbe: helles Braun

Zugehörigkeit: Zwielicht

Größe: 1,70 Meter



Aussehen: Einst war die Gestalt von Dareion Eld´reth ein Anblick, den man als ansehnlich und vielleicht sogar als schön bezeichnen konnte. Schulterlanges, braunes Haar fiel über ein Gesicht mit markanten Zügen, aus dem der sanfte Blick seiner grauen Augen jedem Gegenüber freundlich entgegenblickte, seine sanft geschwungenen Lippen für jeden Besucher ein sanftes Wort zu finden vermochte. Doch diese Zeit ist vorbei. Unter einer goldverzierten Robe, verziert mit Stickereien von tanzenden Marinetten und fantastischen Orten, hinter einer tief ins Gesicht gezogenen Kapuze, versteckt sich ein ausgemergeltes, eingefallenes Gesicht. Wie Pergament zieht sich die Haut über den Schädel und die Augen blicken getrübt aus den Tiefen ihrer Höhlen hervor. Das haar ist an einigen Stellen bereits von grauen Strähnen durchzogen, bisweilen schütter und stumpf und es scheint, als wäre es an einigen Stellen ausgerissen worden, nur um langsam wieder nachzuwachsen. Sein Körper ist schwächlich, als hätte ihm etwas vor seiner Zeit die Jugend genommen, und so benutzt er einen Stock aus schwerem Holz mit einem versilberten Knauf, um ihn aufrecht gehen zu lassen. Abgemagert, die Arme und Beine kaum mehr als dürre Äste, so gibt es nur zwei Orte, an denen seine frühere Gestalt für einen Moment in die ausgemergelte Hülle zurückzukehren vermag: In seiner Werkstatt und bei einer Aufführung.

Persönlichkeit:
Dareion ist, trotz seines erschreckenden Äußeren, eine durch und durch gute Seele. Für ihn war es immer wichtig, andere zum Lachen zu bringen, ihre Gesichter zu erhellen und ihr Herz mit Freude zu füllen. Es würde ihm nie in den Sinn kommen, eine andere Person willentlich zu verletzen, und so sucht er beständig nach einer Möglichkeit, die keine Gewalt erfordert. Sollte allerdings jemand seinen Begleitern oder gar seiner neuen "Familie" Schaden zufügen oder dies auch nur androhen, so ist sein Zorn grenzenlos und er wird alles in seiner Macht stehende tun, um dies zu verhindern.Er ist ein rastloser Mann, kompromisslos auf sein Ziel fixiert, und wird sich störrisch zeigen, wenn jemand versuchen sollte, sich ihm in den Weg zu stellen. Er ist ein Künstler, sein Geist frei und unabhängig, und doch wird er immer noch durch die Bande eines Versprechens gebunden, dass er einst gegeben hat. Viele Gefühle ringen in seinem Geist um die Vorherrschaft, und so können seine Gefühle sich binnen Augenblicken von einer ruhigen Freundlichkeit zu einem plötzlichen Ausbruch an Trauer oder Wut ändern, auch wenn er sich nach ihrem Ende vielmals dafür entschuldigen wird.



Vorlieben:
Leute zum lachen zu bringen
Kunst jedweder Art
Reisen
Das Meer



Abneigungen:
Gewalt
Blindwütige Zerstörung
Heuchelei
Das Gefühl der Gefangenschaft


Religion: Dareion weiß vom Glauben an Licht und Unlicht, doch fühlt sich keinem besonders zugewandt. Aus seiner Sicht hat er Dinge begangen, die ihn für beide Glaubensrichtungen als Ausgestoßenen brandmarken, wodurch er sich am liebsten nicht mit ihnen beschäftigt. Allerdings wird er einem Gläubigen, der ihn um Hilfe bittet allein wegen seines Glaubens nicht abweisen, dass widerspräche seiner Moral. Dem in Forcewald allgemein vorherrschenden Glauben an eine Wiedergeburt steht er im Allgemeinen gleichgültig gegenüber, da er das Hier und Jetzt für weitaus bedeutungsvoller erachtet als ein nebulöses Versprechen an ein neues Leben nach dem Tode. Wird man ihn fragen, woran er glaubt, so wird diese Person folgende Antwort bekommen: Ich glaube daran, dass jede Person etwas zu schaffen vermag, etwas, was sie selbst überdauert. Einen Magnum Opus. Das ist mein Glaube, mein Ziel.


Fähigkeiten


Beruf: Fahrender Spielzeugmacher, Marionettenspieler

Sprachen: Forcera (fließend), Arcum (fließend)
Lesen/Schreiben: Arcum und Forcera

erlernte Fähigkeiten:
Begnadeter Spielzeugmacher/Marionettenbauer
Magier
Grundlegende kenntnisse der Heilkunst
Dichter

körperliche/geistige Stärken:
schnelle Auffassungsgabe
Kreativität und Improvisationstalent
Handwerkliches Geschick



körperliche/geistige Schwächen:
Gefühlsbestimmt
Stumm
Paranoia
Rastlosigkeit




Magie
Art der Magie: die Kunst der Belebung

Zauber:

1. Leben einhauchen
Manakosten: viel, nur bei sorgfältiger Vorbereitung einsetzbar, eher ein Ritual als ein einfacher Zauberspruch
Wirkweise: Mit diesem Zauberspruch kann Dareion einer seiner Kreationen Leben einhauchen, ihr ein eigenes Bewusstsein und Gefühle schenken, kurzum: Sie zu einem denkenden Wesen machen. Den Puppen ist es möglich, eigenständige Handlungen auszuführen und seine zwei Meisterwerke haben sogar die Möglichkeit, aus eigener Kraft zu sprechen. Für diese Prozedur sind einige wichtige Voraussetzungen zu erfüllen: Sie muss während der letzten Schritte des Erschaffungsprozesses der Puppe durchgeführt werden, einer bereits gebauten Puppe kann kein Leben mehr eingehaucht werden. Die Materialien, aus denen die Puppe besteht, müssen wenige Wochen vorher aufwendigen magischen Prozeduren unterzogen werden, um sie zu einem geeigneten Gefäß zu machen. Desweiteren muss das Ritual von einer magischen Formel begleitet werden, was aufgrund Dareions Stummheit ein Problem darstellt. Dieses hat er aber mithilfe eines zweiten zaubers überwinden können (siehe unten). Bei einem Erfolg wird ein Teil des lebensfunken, der Kreativität des Erschaffers in die Puppe übertragen und bildet so den Kern für ihre neue Existenz. Es ist dem Anwender auch möglich, ein bestimmtes Gefühl als Grundstruktur zu benutzen, was zu verschiedenen Ergebnissen geführt hat. (siehe Begleiter).
Der Zauber kann auch angewendet werden um einer Puppe für eine geringe Zeit zu autonomen Bewegungen zu verhelfen, was dann weniger Mana benötigt und auf mehrere Puppen gleichzeitig angewendet werden kann.

2. Einheit des Geistes:
Manakosten: wenig, wird permanent abgezogen, solange die verbindung besteht
Wirkweise: Dareion kann so ein geistiges Band zwischen sich und einer oder mehreren seiner Puppen knüpfen. Ihre Gedanken verschmelzen zu einer Einheit und so ist es ihm zum beispiel möglich, durch seine Puppen zu sprechen.  Auch ist es ihm möglich, durch die Augen seiner Puppen zu sehen und die Umwelt mit ihren Sinnen wahrzunehmen.






Hintergrund

Stand: Ledig

Familie: Vater: Gorn Eld´reth, Magister an der Akademie zu Burgstadt
           Mutter: Elaine Eld´reth, Edeldame Burgstadt´s
          Nach seiner Flucht und dem angeblichen Mord an seiner Geliebten Larielle wurde Dareion offiziell aus den Familienanalen getilgt und zu einem Vogelfreien erklärt. Er vermutet dies zwar, weiß davon aber nichts




Herkunft/Geburtsort: Forcewald, Randgebiete von Burgstadt

Wohnort: Freireisend, in seinem eigenen Wagen

Besitz: Wagen mit ausfahrbarer Bühne sowei einem Wohnbereich und einer kleinen Werkstatt. Sammlung von mittlerweile mehreren dutzend Marionetten, davon zwei menschengroß (Siehe Begleiter). Verpflegung für mehrere Tage, ein Geheimfach mit Gespartem  unter dem Dach des Karrens. Desweiteren sein Gehstock mit versilbertem Knauf und ein kleiner Dolch mit ziselierter Schneide.


Begleiter:

1. Madame Mchme

Aussehen: Eine circa 1,70 hohe Puppe aus Porzellan und eisernen Gelenken, mit einem Kleid aus roten Samt. Sie war die erste Puppe, an der Dareion sein Ritual der Erweckung als erstes testete, und man kann es an einigen Stellen bemerken. Zuweilen sind ihre Bewegungen leicht hölzern und  zuweilen bricht ihre Stimme mitten im Satz ab, als hätte sie vergessen, was sie sagen wollte. Doch ist ihr Gesicht eine beispielhafte Darstellung von Dareions Kunstfertigkeit: Es ist ihr möglich, grundlegende Mimik durchzuführen und wenn man die Gedanken ein wenig schweifen lässt, könnte man fast vergessen, dass sie nur ein belebtes Objekt ist. Bei Auftritten verhüült sie ihr Porzellanantglitz mit einer kunstvoll bemalten Holzmaske und trägt lange Handschuhe, um ihre marionettenartigen Arme und Finger zu verbergen.

Charakter: Sie ist ein freundliches Wesen, voller Sanftheit in ihrer Stimme. Bei Auftritten    übernimmt sie meistens die Rolle der Erzählerin und auch auf den Reisen ist sie etwas wie die Seele      der Gruppe.  Aus ihr spricht die besonnene Stimme Dareions, die sich um die Personen um sie herum sorgt und sie am liebsten alle zum Lachen bringen möchte. Allerdings kann sie auch  aufbrausend und garstig werden, sollte sich jemand in ihrer Nähe ungebührlich verhalten oder schwächere bedrohen, ein Abbild Dareions Gerechtigkeitsgefühls. Sie verhält sich gegenüber Dareion wie eine Tochter und hilft ihm, wo sie nur kann. Von ihm lernte sie auch die Grundzüge der Heilkunst, die sie jetzt jedem Bedürftigen anbietet, ungeachtet seines Auftretens.


2. Saringathorix, der Aspekt des Beschützers

Aussehen: Eine beeindruckende Gestalt ist die Schlange Saringathorix: Schwarzes Holz, durch gut verborgene Gelenke ebenso beweglich wie der Körper einer echten Schlange, auf das mit ruhiger hand unzählige Schuppen geschnitzt wurden. Die Augen sind zwei rote Glasmurmeln und sein Maul verbirgt zwei rasiermesserscharfe Metallfänge, die sich nur zu bereitwillig in all jene schlagen, die seinem Erschaffer oder seinen Werken Schaden zufügen wollen. Ausgestreckt erreicht er eine Länge von zweieinhalb Metern, aufgerichtet etwa 1,80. Er bleibt tagsüber meist in Dareions Wagen verborgen, da er sonst zu viel Aufsehen erregen würde. Aber wenn Dareion sein Lager außerhalb schützender Stadtmauern oder jenseits der MArksteine kleinerer Dörfer aufschlägt ist er nie weit von seinem Herrn entfernt, bereit, ihn gegen jede Gefahr zu verteidigen

Charakter: Dareion erschuf dieses Wesen als Schutz vor denen, die ihm oder seinen Geschöpfen zu nahe kommen. Es ist ein Ausdruck Dareions Paranoia, der Furcht vor Verfolgung aus Forcewald. Doch liegt im Charakter des Wesens auch ein Teil von Darions Unwillen, jemanden willentlich zu attackieren. Er spricht mit einer zischenden Stimme und besitzt, vielleicht wegen seiner Gestalt, einen verstohlenen und listigen Charakter. Gegenüber Fremden ist er misstrauisch, immer bereit, Dareion zu verteidigen. Allerdings kann er auch durchaus Vertrauen zu jemandem fassen, wenn er sich als ein guter Verbündeter erwiesen hat.

3.Victor Lockwood, der Abenteurer (noch unbelebt)
Ausshen: Diese circa 1,90m große Marionette trägt die Züge eines Reisenden aus fernen Landen, braune Glasmurmeln bilden die Augen und die Perücke aus schwarzem Haar wird von einem Band zusammengehalten und zu einem Zopf geformt. Das Gesicht birgt einen Hauch von altem Adel, die hohen Wangenknochen und scharf hervorspringende Nase verleihen ihm eine markante Ausstrahlung, die durchaus im Gedächtnis einer Person verbleiben wird, sollte sie auf diese Schöpfung Dareions treffen. Die Kleidung Victors besteht aus einer Weste aus schwerem, mit Seide durchwirkten Stoff und einer leichten, leinenen Hose sowie Stiefeln aus starkem, haltbaren Leder, die auf jedem Untergrund sicheren Halt bieten sollen. Diegrößte Besonderheit ist aber die Waffe, die Dareion extra für diese dritte seiner Begleiter hat anfertigen lassen: Ein Klingenstab, dessen Ende von zwei
scharfen geschwungenen Schneiden gekrönt wird, eine Waffe die nur mit enormer Kunstfertigkeit geführt werden kann.

Charakter: Da Victor noch nicht durch den Zauber der Erweckung belebt wurde, ist ihm noch kein fester Charakter zuzuordnen. Allerdings hat Dareion durch intensive Meditation bereits mit den grundlegenden Vorbereitungen für die Erweckung begonnen und hat bereits ein passendes Grundgefühl für seine neuste Schöpfung gefunden: Der Drang nach Abenteuer, der Wunsch, jeden Tag etwas Neues zu sehen und ein ritterlicher Ehrenkodex sollen die Grundzüge Victors sein, aber ob dies so geschehen wird, ist bis jetzt noch nicht abzusehen...


Geschichte:
Geboren als ein Mitglied der Noblen Forcewalds hätten Dareion alle Türen offengestanden, um eine Ausbildung an der Akademie vorzunehmen, ein angesehener Magier zu werden. Sehr zum Verdruss seiner Familie beschäftigte er sich aber viel lieber mit seinem liebsten Zeitvertreib: Dem Marionettenbau und der Schaustellerkunst. Oft strich er durch die Handwerkerviertel Burgstadts und ging den dort arbeitenden Tischlern, Schreinern und anderen Meistern zur Hand, lernte von ihnen und verfeinerte so seine eigenen Fähigkeiten. Mehr auf Drängen seiner Eltern als aus eigenem Antrieb absolvierte er eine grundlegende magische Ausbildung an einer der Schulen Burgstadts, wo er laut seiner Lehrer aber oftmals abgelenkt und mit seinen Entwürfen beschäftigt war, als dem Unterrichtsstoff. Er richtete sich eine kleine Werkstatt hinter dem Haus seiner Familie ein, wo er tagein tagaus feilte, hämmerte, anpasste, bemalte. So manche Nacht verlief ohne Schlaf, viele Mahlzeiten blieben unangetastet, bis irgendwann die Tür der Werkstatt aufgestoßen wurde und ein strahlender Dareion der Welt eins seiner Kunstwerke präsentierte: Miniaturen und Marionetten mit so lebensechten Zügen, dass sich so mancher verwundert die Augen reiben musste. Egal ob Metall, Holz oder Porzellan, alle seine Figuren strahlten eine Aura der Lebendigkeit aus, die bis dahin unbekannt war. Sein Ruf wurde flüsternd weitergetragen und verbreitete sich so nach Burgstadt. Doch Dareion lehnte jedes Angebot ab, für ein Honorar zu arbeiten. Seine Arbeiten stünden nicht zum Verkauf, wären mehr als bloße Objekte. Insgeheim hatte er hier schon mehrere versuche angestellt, seinen Kreationen mittels der ihm zustehenden Magie Leben einzuhauchen, allerdings waren die Ergebnisse allesamt nur temporärer Natur und nicht annähernd so autonom, wie er es sich wünschen würde.
Als der zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre alte Dareion wieder in eine seiner Arbeiten vertieft war, öffnete sich die Tür der Werkstatt und eine junge Frau von einzigartiger Schönheit: Larielle, die Tochter eines der Magister von Burgstadt, die sich mit eigenen Augen von der Kunstfertigkeit des Spielzeugmachers überzeugen wollte. Man kann es nur als Liebe auf den ersten Blick beschreiben, als die Blicke der beiden sich trafen und aus einer ausgedehnten Führung durch die Werkstatt und ihren verschiedenen fertiggestellten Marionetten wurden viele Wochen, dann Monate des vergnügten Zusammenseins. Sie war die erste Person, für die er jemals etwas anfertigte: Eine kleine Porzellanfigur, die eine Dame in einem Hofkleid darstellte. Als er die Figur Larielle überreichte, tat er dies mit dem Geständnis, dass er sich in sie verliebt hatte, was sie erleichtert erwiderte. Als sich ein weiterer Sommer, zwei Jahre nach ihrem ersten Zusammentreffen, jedoch dem Ende zuneigte und die beiden einen der letzten Tage auf einem grünen Hügel mit zahlreichen Wildblumen verbrachten, gestand Larielle Dareion den Wunsch, der schon seit langem in ihrem herzen brannte: Forcewald mit seinen zahlreichen Mauern, sowohl physischer als auch etikettärer Natur, hinter sich lassen zu können. Sie erzählte in brennenden Worten vom Meer und wie es ihr größter Wunsch sei, es einmal zu sehen, bevor sie sich an ihren Geliebten wandte, mit der brennenden Bitte, mit ihr fortzugehen.
Dareion war hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, die Liebe seines Lebens glücklich zu machen und der Furcht, was bei einer Entdeckung ihres Vorhabens passieren würde. Doch letztendlich siegte der verliebte, vielleicht auch der närrische Teil seines Geistes und er versprach Larielle inmitten einer innigen Umarmung dort auf dem Hügel, im Licht der untergehenden Sommersomme, dass sie beide eines Tages das Meer sehen würden.
Zusammen planten sie ihre Flucht, Detail für Detail, horteten Vorräte, bestachen Wächter und kauften heimlich zwei Pferde. Doch als sie sich schließlich eines Nachts trafen, um zusammen fortzureiten, wurden sie, nichtsahnend, von einer Magd Larielles verraten, die als einzige in ihr Vorhaben eingeweiht wurde, und die in dieser letzten Nacht ihre Pflicht gegenüber Larielles Haus als wichtiger als das Gelübde des Schweigens erachtete, dass sie dem jungen Mädchen gegeben hatte. So hörten die Beiden Liebenden hinter sich das Rufen von Männern auf Pferden und den gierigen Schein von Fackeln, als sie durch einen dichten Wald nahe der Bergkette an der grenze Forcewalds ritten. Als immer offensichtlicher wurde, dass das junge Paar ihren Verfolgern zu entkommen drohte, zückte einer der Häscher eine schwere jagdarmbrust und zielte auf Larielles Pferd, im Versuch, die Beiden dadurch zum Anhalten zu bringen.Doch traf dieser unglücksbehaftete Bolzen nicht etwa Larielles Pferd, sondern durchschlug Larielles linke Brust und ihre Lunge, worauf die junge Frau mit einem gellenden Schrei vom pferd stürzte und blutend auf dem Waldboden zusammenbrach. Dareion ließ sich neben ihr nieder, ungeachtet der näherkommenden Verteidiger und Panik drohte ihn zu übermannen, als er sowohl seine Zukunft als auch das Leben Larielles vor seinen Augen verblassen sah. Bevor sie die Augen endgültig schloss, sah sie ihren geliebten an und sagte:“ Du bist der größte Baumeister deiner Kunst. Wenn es jemand gibt, der dieses Herz wieder zum Schlagen bringen kann, dann du. Jetzt geh; und vergiss dein Versprechen nicht: Eines Tages werden wir das Meer sehen...“. Und vor Dareions Augen wirkte die junge Frau die ihr eigene Magie, welches ihr Herz in eine wunderschöne Kristallform wandelte, welches sie ihrem geliebten Spielzeugmacher in die Hände gab, bevor ihr letzter Atemzug ihre tote Hülle verließ.
Der bis ins Mark erschütterte Dareion wandte sich von seiner nun reglos daliegenden Geliebten ab und ritt davon, während die Verfolger hinter ihm an der Leiche des Mädchens anhielten, erstarrt beim Anblick des toten Mädchens und unschlüssig über ihr weiteres Vorgehen nach dieser grässlichen Wendung Er sah nicht zurück, hielt während des gesamten Weges aber das nun stumme Herz fest in seiner Hand.

Seit dieser Nacht sind Jahre ins Land gegangen und sowohl Dareion als auch seine Kunst sind gewachsen. Sein Versprechen aber hat er nie vergessen und das Herz seiner Geliebten liegt, noch immer in Kristall verschlossen, geschützt in einer Schatulle aus dunklem Holz, mit Samt ausgeschlagen. Zuerst schlug er sich als wandernder Schreiner durch die Lande, sparte sich durch seine stille, genügsame lebensweise genug Geld für einen Pferdewagen und eine neue Werkstatt zusammen. Dann konnte er mit der eigentlichen Arbeit beginnen.
In diesen Jahren erlernte er auch den letzten Schritt, der ihm bei der Erschaffung von Puppen mit eigenem Geist gefehlt hatte, meisterte das perfekte Zusammenspiel von Material, Zeitpunkt und Intonation der Formel. Allerdings erkannte er auch den schwerwiegenden Preis, den er für diese unglaubliche leistung zu bezahlen hatte: Für jedes Mal, dass er diesen zauber anwendet, geht ein teil seiner Selbst, seiner körperlichen und geistigen Stärke, in eine der Puppen über. Für dieses Wissen bezahlte er schwer, denn ein kleiner Fehler bei der Intonation der Formel zur Erweckung seiner ersten Schöpfung kostete den jungen Mann seine Stimme, die er bis heute nicht zurückerlangen konnte. Deswegen hat er es nur geschafft, zwei menschengroße Exemplare mit eigenem Lebensfunken zu erschaffen: Madam Mchme, eine detaillgetreue Nachbildung der Figur, welche er einst Larielle schenkte, und Saringathorix, eine Kreatur in Gestalt einer gewaltigen Schlange, die als Beschützer seiner kleinen „Familie“ dient. Nun zieht er durch das Land, auf der Suche nach dem besten, perfektesten Materialien, um seinen Magnum Opus zu kreiieren: Eine Marionette, die das Herz seiner Geliebten in sich tragen soll. In der Zwischenzeit gibt er Auftritte als Marionettenspieler und verzaubert seine Zuschauer mit nahezu magischen Auftritten, Spielen und Bewegungen voller Leben. Doch all diese Momente, in denen er Menschen schon zum lachen bringen konnte, können ihn doch nicht ganz von der Angst befreien, dass er sein Versprechen nicht einhalten können wird.


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Zuletzt von Dareion am So 26 Aug - 18:03:26 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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