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Anwesen der Familie Cerrou:
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Djehuti Isidoro

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Djehuti Isidoro

Beitrag von Djehuti am Sa Aug 11, 2018 6:57 pm



Infos zum Schreiberling

Alter des Schreiberlings:25
Hauptcharakter: Joolhaal
Nebencharakter(e): Om, Djehuti



Charakter - Grundlagen

Name: Djehuti Isidoro
Rasse: Mensch
Alter: 20 Jahre
Geschlecht: Männlich
Zugehörigkeit: Zwielicht



Erscheinung
Größe: 1,76 Meter
Aussehen: Djehuti ist von durchschnittlicher Statur; weder besonders hochgewachsen noch besonders muskulös. Für seinen hellen Hautton ist Djehuti relativ sonnengebräunt. Wuschelige braune Haare wachsen ihm vom Kopf. Seine blauen Augen sind von buschigen Brauen überdacht. Djehuti trägt lange und voluminöse Koteletten. Abgesehen von diesen zeugen nur ein paar wenige Härchen von Bartwuchs. Sein Gesicht wirkt noch sehr jugendlich und sein Gang frisch, locker und geschmeidig. Seine Ohren sind von Koteletten und Haupthaar verdeckt. Dadurch fällt es nicht auf, dass seine Ohren ein leichtes Fell haben.

Kleidung: Djehuti trägt an jedem Ohr einen schlichten goldenen Ohrring. Ein lockeres Leinenhemd liegt auf seinen Schultern auf. Darüber trägt er eine rostbraune Weste aus dünnem Leder, die mit gelben Kringeln, Schnörkeln und anderen Stickereien verziert ist. An seinen Beinen trägt er eine feste Leinenhose, die bis unter seine Knie reicht. An seinen Füßen trägt er dünne Lederpantoffeln, die im orientalischen Stil spitz nach oben zulaufen.



Persönlichkeit
Charakter: Aufgrund des jüngsten ‚Verlust‘ seines Vaters (siehe Geschichte) durchlebt Djehutis Persönlichkeit einen tiefen, teils unterbewussten Wandel. Denn durch diesen besagten Verlust entwickelte Djehuti ein Trauma, welches ihn das  traumatische Erlebnis und sein bisheriges junges Leben vergessen lässt. Djehuti neigt nun dazu, Ablenkung in den schönen Dingen des Lebens zu finden. Die meiste Zeit seines neuen Lebens verbringt Djehuti unbekümmert und fröhlich. Er denkt selten an die Ungerechtigkeiten und Missstände der Welt und setzt sich keine ambitionierten und langfristigen Ziele. Aufgrund seines schlechten, durch das Trauma bedingte, Langzeitgedächtnisses, hält er sich selten mit Erinnerungen an vergangene Tage auf, sondern lebt größtenteils im Hier und Jetzt.

Djehutis Interesse gilt der Poesie und einer poetischen Betrachtungsweise und Beschreibung der Welt. Er ist viel mehr an persönlichen Schilderungen des Erlebten interessiert, als an intellektuellen Erklärungsversuchen. Aus diesem Grund versucht er, jeden Tag ein paar Zeilen aufs Papier zu bringen, um dort seine subjektive Erlebnisperspektive zum Ausdruck zu bringen. Trotz nur mäßiger Begabung kann er es einfach nicht lassen, den Stift ans Papier zu legen. Auf eine sehr subtile Weise hat er dadurch das Gefühl, jemandem nahe zu sein und gleichzeitig eine Schuld zu begleichen. Jedoch versteht Djehuti nicht wirklich was in ihm vorgeht.

Dann und wann spürt Djehuti, dass irgendetwas im Argen liegt; dass es irgendetwas gibt, womit er sich beschäftigen sollte. Manchmal spürt er, wie sich ein beklemmender Schatten über sein Herz legt. Unterbewusst ist Djehuti tief traurig über den ‚Verlust‘ seines Vaters. Djehuti macht sich für das Schicksal seines Vaters verantwortlich und gibt sich die Schuld dafür. Diese Problematik zeichnet sich in Form eines tiefen Unbehagens, einer düsteren Ahnung ab, die dann und wann der Gegenstand seiner Aufmerksamkeit ist.

Dennoch ist Djehuti von einer grundoptimistischen Natur. In schwierigen Situation behält er meist die Hoffnung und ein helles Gemüt. Dieses Naturell  wird außerdem durch eine Art Verdrängungsmechanismus verstärkt. Dieser Mechanismus schützt ihn davor, sich mit dem ‚Verlust‘ seines Vaters und der damit verbundenen Schuldfrage auseinanderzusetzen, indem er sich den unmittelbaren schönen Dingen zuwendet.

Djehuti ist kein Idealist, der ausgeprägte Vorstellungen davon hat, was moralisch richtig ist. Dennoch macht ihn das Leid anderer Wesen traurig. Er ist einfühlsam und am Wohlergehen anderer interessiert.

Seit Kurzem - seit dem er unwissentlich mit grotesker Magie in Kontakt kam (siehe Geschichte V.) - üben wilde Tiere eine seltsame Faszination auf ihn aus. Nicht, dass er jedes Kätzchen unbedingt streicheln oder jedes Reptil sezieren muss aber Begegnungen mit Tieren lassen ihn häufig nicht mehr los. Er träumt von ihnen oder spielt tierische Begegnungen selbst ungewollt vor seinem inneren Auge durch. Er fühlt sich manchmal von ihnen beobachtet, angesprochen oder ertappt. Er hat einen tiefen unheimlichen Respekt vor wilden Tieren und kann eine tierische Anwesenheit kaum ignorieren. Auf eine unheimliche Weise kann er selbst grausame tierische Taten nachvollziehen. Je mehr die groteske Magie, die ihm nun innewohnt, sein herkömmliches Magiepotenzial tilgt, desto stärker haben Tiere diese Wirkung auf ihn. Noch muss er einen Weg finden, angemessen mit diesen Gefühlen umzugehen oder sie zu deuten.

Vorlieben:
+ Poesie
+ Sonnenschein
+ Natur
+ Buchläden
+ Geschichten
+ Er schläft gerne auf Bäumen

Abneigungen:
+ Leid (insbesondere Trauer) anderer humanoiden oder tierischen Lebewesen
+ Menschen, die keine Verantwortung für ihre Fehler übernehmen
+ Ignoranz gegenüber schönen Dingen
+ Allzu pragmatische Lebensweisen

Religion: Er glaubt an nichts und hat weder eine besonders positive noch negative Einstellung zu den Religionen. Allerdings kann er religiösen Geschichten einen poetischen Reiz abgewinnen und würde niemals jemanden für seinen Glauben diskriminieren oder auch nur belächeln.



Fähigkeiten
Beruf: Keinen
Sprachen: Trangalisch und Arcum
Lesen/Schreiben: Ja/ja in beiden Sprachen
erlernte Fähigkeiten: Keine besonderen
Eigenschaften/Gaben: Siehe Magie

körperliche/geistige Stärken:

+ Durch Feuerodem (siehe Magie) ist Djehuti ausdauernd, gesund und stets erholt.

körperliche/geistige Schwächen:

+ Absolut durchschnittliche Körperkraft
+ Schlechtes Langzeitgedächtnis
+ Wilde Tiere machen ihn unruhig
+ Zunehmende Verwandlung in einen Affen





Magie
Art des Magiepols: Feuer + groteske Tiermetamorphose

Djehuti und die Feuermagie: Als Findelkind aus dem Forcewald wurde Djehuti mit dem magischen Potenzial geboren, Feuerzauber zu wirken. Diese Art der Zauberei ist ihm die intuitiv am zugänglichste. Daher kann er nach dem Erwecken seiner Magie, im Alter von 19 Jahren, zuerst nur auf diese Zauberei zugreifen. Wie er direkt auf groteske Magie zugreifen kann - dass er überhaupt über sie verfügt - weiß er nicht und muss er erst erlernen. Bis zu diesem Zeitpunkt interferiert sie nur mit seiner Feuermagie und verleiht ihr neue Eigenschaften.


  • Beschwörung (aktiv): Dies ist ein äußerst vielseitiger Zauber. Djehuti kann feurige Tiergestalten (vorerst nur Affen) aus dem Nichts erzeugen und wieder verschwinden lassen. Das Beschworene Tier besteht nur aus Flammen, weist jedoch einen physikalischen Widerstand auf. Dadurch können die Beschwörungen Dinge tragen und verrücken etc.. Ganz so fest wie normal Tiere sind sie jedoch nicht, sehr schwere Gegenstände würden einfach durch sie hindurch gleiten.  Djehuti kann die Größe der Tieres bestimmen. Nur mit viel Übung kann er es über die Größe des Originals heranwachsen lassen. Außerdem kann er die Intensität des Feuers bestimmen, aus dem die Tiere bestehen. Eine Besonderheit ist, dass diese beschworenen Tiere eigenständig handeln. Aller meistens sind sie Djehuti wohlgesonnen und hören auf seine Befehle. Seine Beschwörungen verhalten sich meistens wie gut dressierte Tiere, handeln jedoch auch mal eigenständig. Der  Manaverbrauch hängt von der Anzahl, Größe, Feuerintensität der Tiere und Dauer der Beschwörung ab.

  • Feuerodem (passiv): Der wohl erstaunlichste Effekt, den die groteske Magie auf seine Feuermagie hat spielt sich passiv ab, ohne dass Djehuti davon weiß. Denn die Macht des Feuers greift in seinen Stoffwechsel ein und versorgt seinen Körper mit Energie, wenn er welche benötigt. Wenn Djehuti hungrig ist, wenn es kalt wird, wenn er lange Strecken laufen muss, erkrankt oder verletzt ist, dann dient sein feuriges Magiepotenzial als Energiereserve für seinen Körper. Da Djehuti nichts davon weiß, wirkt dieser Zauber fast ständig im Hintergrund. Dadurch spürt Djehuti praktisch nie starken Hunger, fühlt sich immer ausgeruht und selten Krank. Je mehr sich sein Körper von der Energie der  Feuermagie nährt, desto mehr Mana wird verbraucht.

  • Schützender Geist (passiv): Die groteske Magie hat seiner Feuermagie ein gewisse Eigenständigkeit verliehen. In lebensbedrohlichen Situationen wird das Feuer versuchen, ihn zu schützen, selbst, wenn Djehuti schläft, unaufmerksam oder bewusstlos ist. Dieser Zauber kann in Ausnahmefällen auch andere schützen, die Djehuti am Herzen liegen. Das Feuer bricht dann schlagartig aus ihm heraus und bildet eine schemenhafte feurige Tiergestalt (vorerst in Form eines Affen). Diese kann seinen Körper umhüllen oder unabhängig von seinem Körper agieren und die Originalgröße überschreiten. Djehutis schützender Geist wird solange agieren, bis die Lebensgefahr gebannt ist. Diese Fähigkeit aktiviert sich nur in seltenen Ausnahmefällen und kostet sehr viel Mana.

  • Groteske Verwandlung (passiv): Allerdings hat die groteske Magie auch einen Nachteil. Je mehr er auf seine Feuermagie zurückgreift, desto mehr verwandelt er sich in einen Affen. Diese Verwandlung beginnt subtil mit etwas stärkerem Haarwuchs, der Ausbildung von Eckzähnen und dem Wuchs eines Schwanzes und wird schließlich dazu führen, dass Djehutis Erscheinung der eines Affen gänzlich gleicht. Die Geschwindigkeit, in der seine Verwandlung voranschreitet hängt von der Menge des verbrauchten Manas ab. Leider sorgen Djehutis passive Feuerfertigkeiten für einen steten Manaverbrauch. Die Verwandlung in einen Affen ist also unabwendbar. Ist sein magisches Potenzial vollkommen von der grotesken Magie getilgt worden, ist die Verwandlung abgeschlossen. Diese Verwandlung ist primär körperlicher Natur, seine Psyche erlangt dadurch nur marginale tierische Eigenheiten.



Djehuti und die groteske Magie: Djehutis groteske Magie ist die der Tiermetamorphose. Bislang weiß er aber noch nichts davon. Sobald die groteske Magie sein gesamtes Magiepotenzial getilgt hat, bleibt ihm nur noch die groteske Magie. Falls er diese Magie irgendwann beherrschen wird, stehen ihm folgende Zauber zur Verfügung:


  • Eigen-Metamorphose (aktiv): Djehuti hat die Fähigkeit, sich in jedes nicht-magische Tier oder Teile seines Körpers in tierische zu verwandeln. Beherrscht er diesen grotesken Zauber, so kann er verschiedene Stellen seines Körpers zugleich in tierische verwandeln. So ist es ihm auch möglich, sich in eine groteske Mischkreatur zu verwandeln.

  • Fremd-Metamorphose (aktiv): Dieser Zauber ist sehr anspruchsvoll. Djehuti hat die Fähigkeit, andere in Tiere oder Teil von ihnen in tierische zu verwandeln. Dieser Zauber hat allerdings ein paar Einschränkungen. Möchte Djehuti jemanden z.B. in ein Huhn verwandeln oder nur einen Schnabel verpassen, so muss er sich für die Dauer der Fremd-Metamorphose ebenfalls in ein Huhn verwandeln oder sich einen Schnabel zaubern. Löst er die Verwandlung wieder auf, verwandelt sich das Ziel der Fremd-Metamorphose auch wieder zurück. Nur bei meisterlicher Beherrschung ist es ihm möglich, jemanden permanent in ein Tier zu verwandeln. Allerdings weiß niemand, wie man überhaupt zu einem Meister der grotesken Magie wird. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass Djehuti sich das selbst beibringt.

  • Anmerkung: Djehuti muss erst erlernen, wie man sich selbst oder jemanden anderen in ein bestimmtes Tier verwandelt. Es ist unklar, wie das von statten geht. Durch ein starkes emotionales Erlebnis mit einem Tier oder intensive Studien könnte eine bestimmte Tierform eventuell erlernt werden. Falls Djehuti irgendwann seine groteske Magie nutzen kann, so ist die erste Tierform die er beherrscht die eines Affen. In dieser Form wird sich Djehuti am wohlsten fühlen. Damit ist gemeint, dass es auf Dauer mühsam ist, sich in einer anderen Form – auch der Menschenform! - zu befinden. Sobald er sich also z.B. schlafen legt, wird er sich wieder in einen Affen verwandeln.

  • Essenz der Tierwelt (passiv): Tiere können in Djehuti all seine Tierformen erkennen und auf diese reagieren. Sofern Djehuti z.B. die Tierform eines Raubvogels beherrscht, werden ihn Nagetiere und kleinere Vögel meiden oder versuchen sich zu verteidigen. Oder ein Löwe, der keine natürlichen Feinde kennt, könnte in Djehuti, sofern er eine Raubkatzenform beherrscht, einen Rivalen sehen und ihm feindselig gestimmt sein. Wenn er aber z.B. nur eine Antilopenform beherrscht, wird das im Löwen den Jagdinstinkt wecken. Je mehr Formen Djehuti beherrscht, desto furchteinflößender nehmen ihn Tiere wahr. Auf domestizierte Tiere ist diese Wirkung schwächer.

  • Tierischer Beschützer (passiv): Wenn sich Djehuti in einer lebensbedrohlichen Situation befindet, wird ein besonderes Exemplar eines Tieres beschworen, dass alles daran setzt, ihm am Leben zu halten. Während dieser Beschwörung spürt Djehuti alles was sein tierischer Beschützer auch spürt. Erst, wenn die Gefahr gebannt ist verschwindet er wieder. Die entsprechende Tierform muss er davor erlernt haben. Ein großer Nachteil dieser Fähigkeit ist, dass Djehuti dauerhaft mentale Zustände und Einstellungen des Tieres übernimmt. Das kann z.B. impulsives Verhalten (wie bei einem Hund, der ein Eichhörnchen sieht) oder seltsame Erinnerungen (wie die Geburt oder der Tod eines Tieres) oder die Angst vor gewissen Fressfeinden (wie die Angst einer Gazelle vor dem Löwen) sein.

  • Elimination der Magie (passiv): Aufgrund der Magie negierenden Wirkung grotesker Magie, ist Djehuti außerdem immun gegen direkte magische Einwirkung. Dadurch zeigt keine direkte Magie Wirkung. Kein magisch gewirkter Blitz, keine Ilusionmagie, Telekinese oder magische Heilkunst, wird bei ihm wirken.








Hintergrund
Stand: Ledig
Familie: Djehutis leibliche Eltern stammen aus Forcewald, sind aber unbekannt, vermutlich tot. Djehutis Ziehvater ist Kebu-Aman Isidoro
Herkunft/Geburtsort: Forcewald
Wohnort:Ehemals Tragalun, Dschefan
Besitz: Eine Umhängetasche aus Leder. In ihr befindet sich ein kleines Buch, ein paar Federn, ein kleines Fass Tinte, das mit einem Korken verschlossen ist, eine paar beschriebene und unbeschriebene Blätter, ein paar Stücke Kohle.

Gefährten:-

Geschichte:

I. Der Vater:


Kebu-Aman Isidoro war ein wohlhabender Poet aus Dschefan, mit einem langen Bart und einem dicken Bauch. Für eine kurze Zeit seines Lebens war er berühmt für seine Poesie und trug sie Königen, Scheichen und anderem wohlhabenden Volk vor. Sein Ruhm währte jedoch nicht lange, bald schon vergaßen die Reichen sein Talent und mit ihm auch seinen Namen aus den Gehaltslisten zu streichen. So bezog Kebu-Aman Isidoro viele viele Jahre gutes Geld und konnte, sich frei von Arbeit, seiner Poesie widmen.

Eines Tages beschloss Isidoro, auf der Suche nach neuen Inspirationsquellen, Dschefan zu verlassen und auf Reisen zu gehen. Auf seinen Reisen verschlug es Isidoro unter anderem zur Festung Dornenwacht, der Hauptstadt Karatinas, wo er von geheimnisvollen und zugleich magischen Geschehnissen im Lande Forcewald hörte. Was könnte seinen Geist besser beflügeln als Zauberei! Also brach Isidoro nach Forcewald auf. Er musste allerdings bald feststellen, dass man kaum eine Chance hatte, in das Land hinein zu kommen. Isidoro versuchte es mit freundlichen  Worten, doch waren die Ohren der Grenzwachen unempfänglich dafür. Da Isdidoro nicht so schnell aufgeben wollte, pilgerte er entlang der nördlichen Grenze von einer kleinen Siedlung zur nächsten, in der Hoffnung eine Gelegenheit zu finden, nach Forcewald zu gelangen.

Ohne so recht zu wissen, wo er war, verträumte Isidoro den Weg zur nächsten Siedlung. Die Sonne ging unter und Isidoro tappte noch immer planlos im Grenzwald umher. Die Sonne war nun fast untergegangen, als Isidoro beschloss, eine Nacht im Freien zu verbringen. Also suchte er sich einen gemütlichen Baum zwischen dessen Wurzeln er nächtigen würde. Leicht fröstelnd schloss er die Augen. Aus unangenehmen Träumen gerissen, vernahm er plötzlich das Geschrei eines Säuglings. Er sprang auf, konnte aber kaum etwas sehen. Langsam aber sicher kam er dem Geschrei näher. Und da fand er es. Ein kleines Kind, mit kahlem Haupt, eingewickelt in eine Filzdecke lag in einer kleinen Höhle, die das Wurzelwerk eines umgestürzten Baumes in den Boden gerissen hatte. Zögerlich näherte sich Isidoro dem Kind. „Ha.. Hallo? Vermisst hier jemand sein Kind?“ Doch antwortete ihm nur das nächtliche Treiben des Waldes. Ich kann dieses Kind hier nicht alleine lassen, es wird noch erfrieren! Schlussfolgerte Isidoro und nahm das Filzbündel, in dem ein kleines schreiendes Wesen gebettet war, in seine Arme. „Ssssshh... shh-sshh“, versuchte Isidoro das Kind zu trösten und setzte sich mit ihm auf den Boden, um es zu wärmen und an dieser Stelle auf seine Eltern zu warten.

Am nächsten Morgen strahlte ihm nicht nur die Morgensonne entgegen, sondern auch ein aufgewecktes Kind, das wohl über Nacht gelernt hatte, wie man sich mit Isidoros Bart vergnügen konnte. Es war einfach magisch. Für einen kurzen Moment vergaß Isidoro die seltsamen Umstände und einzig das Kind und das Licht der aufgehenden Sonne traten in sein Bewusstsein.

Nachdem Isidoro den Fundort ausgiebig untersucht hatte, aber nichts finden konnte, beschloss er mit dem Kind in richtig der vermuteten Siedlung aufzubrechen. Doch als er die ersten Schritte auf den noch leicht feuchten Trampelpfad setzte, stockte ihm der Atem. Das untere Ende des Filztuchs, in das das Kind gewickelt war, war voller getrocknetem Blut. Ungläubig und schockiert zugleich schlug ihm im selben Moment der Geruch von verbranntem Fleisch um die Nasenflügel und durch die Baumkronen hinweg, zeichneten sich dicke Rauchschwaden ab. Sollte er weiter gehen? Was sollte er mit dem Kind tun? War es in Gefahr? Was würde ihn und das Kind in dieser Richtung erwarten? Plötzlich vernahm er das Wiehern und dumpfe Poltern mehrere Pferde, die durch Unterholz und Geäst hetzten. Erschrocken blickte er sich um und erkannte durch das Dickicht hindurch vier schwerbewaffnete Ritter des Forcewaldes, die in Richtung der Rauchschwaden verschwanden. Das wars, dachte Isidoro, dieses Kind wird mit mir kommen. Verbranntes Fleisch, Feuer und Gewalt hat nichts im Leben eines Kindes zu suchen. Und so kehrte Isidoro mit einem kleinem Säugling im Arm zurück nach Dschefan. Djehuti Isidoro wurde es getauft.

II. Djehutis Jugend:


Djehuti wuchs im Haushalt des Alleinerziehenden Vaters Kebu-Amen Isidoro auf. Sein Vater erzählte ihm nie, dass er ein Findelkind war, lediglich, dass seine Mutter in ein anderes Land gezogen war, um dort auf Wunsch der Familie einen anderen Mann zu heiraten. Das war für Djehuti nicht weiter schlimm, denn Kebu-Aman war ein liebender und sich sorgender Vater. Um seine vermeintliche Mutter wirklich vermissen zu können, hätte Djehuti Erinnerungen an sie haben müssen. Aber auf diese Weise ist ihm seine Mutter nur eine vage Vorstellung von etwas, das andere Kinder haben. Einen Mangel hat er dank der Liebe seines Vaters nie erfahren.

Djehuti wuchs behütet auf und übernahm einiges vom träumerischen, ja fast naiven Weltbild seines Vaters. Sie verbrachten viel viel Zeit zusammen. Djehuti hatte das Gefühl, nur sein Vater könne ihn wirklich verstehen und so entwickelte sich aus der Liebe zwischen Vater und Sohn eine interessante Freundschaft. Natürlich stritten sie sich auch und natürlich war ihr Zusammenleben nicht ausnahmslos harmonisch, doch zeigte sich stets, dass beide einen Platz für den anderen im Herzen trugen, den sie bedingungslos einfordern konnten.

Djehuti genoss Schulbildung und wurde von seinem Vater in Kunst und Poesie unterrichtet. Viele Gedichte seines Vaters waren insgeheim von Djehuti inspiriert und deshalb seinem Vater um so wichtiger. Es war ein großes Anliegen Kebu-Amans, seinem Sohn die Kunst der Worte beizubringen. Djehuti hatte aber leider kein besonderes Talent für den Umgang mit Worten und so verlor mit der Zeit das Interesse. Kebu-Aman schmerzte dies, aber ließ er seinen Sohn walten und sich in seinem Sinne entwickeln.

Djehutis Vater hatte ihm oft von den Erfahrungen berichtet, die er auf seinen Reisen gemacht hatte und so wuchs in Djehuti der Wunsch heran, es seinem Vater gleich zu tun. Djehuti wollte die Welt sehen und erst wieder kommen, wenn er sich sattgesehen hatte.

III. Geldsorgen und Reisen:


Zur gleichen Zeit begab es sich jedoch, dass die zahlreichen Häuser, für die sein Vater früher einmal gearbeitet hatte und von denen er seit Jahren Gehalt bezog, aufgrund einer Änderung der Steuergesetze ihre Ausgaben strenger kontrollierten. Schlagartig fehlte Kebu-Aman das Geld. Vorerst war das nicht all zu tragisch, weil er über die Jahre Geld ansammeln konnte, dennoch würde es langfristig ohne neue Einkünfte nicht gut gehen. Also eröffnete Djehutis Vater einen Verlag mit eigenem Buchdruck und Binderei, in der Hoffnung, dies wäre ein guter Kompromiss zwischen seiner Leidenschaft und der Notwendigkeit Geld verdienen zu müssen. Geld warf sie jedoch noch nicht ab, es würde schon noch ein zwei Jahre benötigen, bis sie sich lohnte.

Zunehmend wollte Kebu-Amar Djehuti darauf vorbereiten, später einmal den Verlag zu führen, zumal Kebu-Amar nicht mehr der jüngste war. Doch weigerte sich Djehuti in jugendlicher Engstirnigkeit vehement gegen den Wunsch seines Vaters und Begriff die Problematik ihrer Lage nicht. Geldnot war eben nie ein Thema in der Erziehung Djehutis gewesen. Djehuti wollte nichts mehr, als endlich auf Reisen zu gehen. Sein Vater gab schließlich schweren Herzens nach, er verkraftete es nicht den Traum seines Jungen zu zerstören, den sein Herz nur befürworten konnte. Und so ließ Djehuti seinen wohlwollenden Vater mit Geldsorgen zurück und ging ein Jahr auf Reisen, um die Welt zu sehen.

Djehuti schrieb seinem Vater regelmäßig Briefe und stellte sich gerne vor, wie sein Vater schmunzeln würde, wenn er seine Berichte laß. Djehuti hätte ja nicht ahnen können, dass sein Vater nicht einen der Briefe zu Gesicht bekam.

Bald nachdem Djehuti Dschefan verlassen hatte, bekam sein Vater ein Schreiben der königlichen Schatzmeisterei. Denn auch der königliche Hof Kazreds überprüfte aufgrund der neuen Gesetzeslage ihre Ausgaben. In diesem Schreiben wollte man ihn darüber informieren, dass er nicht nur gekündigt sei, sondern auch, dass er binnen weniger Tage seinen Wohnort räumen müsse, denn es handle sich um eine Dienstwohnung, die der Hof im für die Dauer seiner Anstellung gestellt hatte. Djehutis Vater war nicht darauf vorbereitet und hoffte die Sache mündlich zu klären. Doch vergebens. Djehutis Vater wurde unsanft auf die Straße geworfen, wo er seit dem um jede Drachme kämpfen musste.

IV. Die Rückkehr:


Für Djehuti verging ein Jahr wie im Flug. Viel war er herumgekommen, viel hatte er gesehen und gelernt. Er konnte es kaum abwarten, zu sehen, wie es seinem Vater ergangen war. Er würde ihm alles erzählen und sein liebender Vater würde jedem Wort aufmerksam lauschen. Darauf freute er sich. Er hatte das Gefühl, er hatte sich auf der Reise verändert und war Stolz auf sich. Er freute sich schon darauf, dass sein Vater diese Veränderung sicherlich ebenso positiv wahrnehmen würde.

Doch als er am Haus im Park, dem Ort wo er mit seinem Vater lebte, ankam, war dieses von einem alten Buchhalter besetzt. Dieser erklärte Djehuti erbost, dass dies seine neue Dienstwohnung sei, wo der Vorgänger geblieben ist, dass wisse er nicht und sei ihm offengestanden auch egal. Und nun solle er schnell verschwinden, er habe zu Arbeiten.

So hatte sich Djehuti seine Ankunft nicht vorgestellt. Vor den Kopf gestoßen war Djehuti zu weinen zumute doch vor dem alten unfreundlichen Mann wollte er sich nicht diese Blöße geben. Glücklicherweise wies ihn die Haushälterin des Buchhalters, die das Gespräch mitbekommen hatte, mitleidsvoll darauf hin, dass sich im Keller noch einige Sachen von seinem Vater befinden könnten.

V. Das Buch:


In einer feuchten Ecke des Kellers fand Djehuti eine chaotische Ansammlung von Bücher, Kisten und Schriftrollen vor. Einige Bücherstapel waren umgestürzt und lagen zerstreut auf dem kalten Steinboden. Es waren eindeutig die Sachen seines Vaters, denn eines der Bücher war eine Gedichtsammlung, aus der ihm früher oft vorgelesen wurde. Djehuti setzte sich auf einen Haufen Bücher. Was sollte er jetzt tun? Wo war sein Vater? Hoffentlich ging es ihm gut, dachte sich Djehuti und ließ seinen Blick schwermütig über das spärlich beleuchtete Hab und Gut seines Vater schweifen. Dann entdeckte er zwischen einem hohen Stapel Bücher ein Buch, dessen Einband das wenige Licht reflektierte. Er zog es heraus und der Stapel stürzte in einer Staubwolke zusammen. Ungeachtet der anderen Bücher betrachtete Djehuti das Buch. Er konnte sich daran erinnern, dass es sein Vater einst auf einem Flohmarkt gekauft hatte. Er hatte ihm erzählt, dass es ihm auf aufgrund seines schönen Einbandes aufgefallen war. Er kaufte es obwohl das Buch keine Worte enthielt, es war leer. Aufgrund des schönen Einbandes stellte er es trotzdem in sein Regal.

Der Einband war aus dunklem gehärtetem Leder und sehr stabil, die Deckelkanten und Ecken metallbeschlagen und mit einer sehr feinen  Schrift versehen, die Djehuti nicht entziffern konnte. Eigentlich war er sich nicht einmal sicher, ob es sich um einen Schriftzug oder nur um schöne Schnörkel handelte. Das Leder des Buchdeckels war kunstvoll geprägt worden. Frösche, Schlangen, Bären, Vögel und andere Tiere waren zu sehen. Und in der Mitte erhob sich ein großer Wolfskopf, in dessen Augen zwei kleine tiefrote Edelsteine eingelassen wurden. Der Buchdeckel wirkte wie ein dynamisches Muster. Hatten die Augen bei einem Tier begonnen, so glitten sie bald schon zum nächsten und wieder nächsten. Djehuti konnte verstehen, wieso sein Vater dieses Buch gekauft hatte; es bannte wirklich jeden Blick. Neugierig, ob das Buch tatsächlich leer war, öffnete Djehuti das Buch. Kein Deckblatt. Eine leere Seite folgte auf die nächste. Djehuti blätterte immer schneller und schneller, bis die Seiten rasch über seine Finger glitten. Doch da! Da stand doch etwas! Djehuti blätterte einige Male zurück und tatsächlich, ganz und gar nicht so kunstvoll geschrieben, wie es der Einband vermuten lässt, stand in mitten einer leeren Seite ein Satz: „...“ Dann ein Lichtblitz.

Djehuti wurde sanft von der Haushälterin aus der Bewusstlosigkeit gerüttelt. Von dem Buch keine Spur. Er erklärte ihr, dass er eventuell wieder kommen würde, um die Sachen seines Vater abzuholen. Die Haushälterin schaute ihm besorgt hinterher, als  Djehuti das Haus verließ.

VI. Das Wiedersehen:


Djehuti konnte sich noch an die Adresse des Verlagshauses erinnern, das sein Vater im letzten Jahr eröffnet hatte. Doch als er das ehemalige Verlagshaus betrat, fand er nur eine Schuhmacherfamilie vor, die das Haus vor rund einem Jahr erworben hatte. Verständnisvoll erklärte die Familie, dass sein Vater zuletzt vor hatte, eine Anstellung in einer Bibliothek zu bekommen; und, dass sie froh wären, ihm einen Rabatt für seinen nächsten Kauf zu gewähren. Nach rund zwei Wochen hatte Djehuti etliche Bibliotheken, Verlagshäuser, Archive und Buchläden besucht, jedoch ohne Erfolg; ohne einen Hinweis auf den Verbleib seines Vaters zu finden. Mittlerweile sah Djehuti aus wie ein Landstreicher, da er die letzte Woche auf der Straße genächtigt hatte: zerzaustes Haar, zerschlissene Hosen, ungewaschen, Dreck an Kleidung und auf dem Gesicht.

Seine Suche führte ihn zum Stadtrand Dschefans, dort wo das arme Volk lebte. Verloren und verzweifelt stapfte er in der grellen Mittagssonne an der Stadtmauer entlang, als ihm plötzlich heiße Tränen über die Wangen liefen. Als ob sie ihn daran erinnerten, dass er traurig war, begann Djehuti an zu schluchzen. Glizernde Perlen fanden ihren Weg über Djehutits gerötete Wangen und durch des Staubes Schmutz in seinem Gesicht. „Vater wo bist du nur“, stammelte Djehuti aufgelöst und rieb sich die Augen, die nur mit neuen Tränen auf sein Klagen antworteten. „Ich hätte niemals fortgehen dürfen. Es ist meine Schuld Vater… Es tut mir Leid.“

Plötzlich viel ihm ein alter, hagerer Bettler auf, der mit gebeugtem Haupt an der Stadtmauer saß. Sein Haar war grau und zerzaust, seine Kleidung staubig und die Haut wettergegerbt. Der Mann schien im Geiste nicht wirklich da zu sein und ließ seinen Kopf zwischen den Schultern hängen. Mit einem Arm über sein Knie gelegt streckte er einen schmutzigen Metallbecher zu Straße hin; seine Hand schien gerade noch genug Kraft aufzubringen, dass der Becher nicht auf den Boden viel. Er saß auf einem verstaubten Kissen und zwischen seinen Beinen lag ein kleines Bündel seiner Habseligkeiten, vermutete Djehuti.

Dann stürmte von nahegelegenen Bäumen eine Gruppe Affen heran. Herumalbernd zupften sie sich gegenseitig am Schwanz, kreischten und sprangen umher. Schließlich näherte sich einer der Affen dem Bettler. Neugierig betrachtete der Affe den armen Mann, dann viel sein Blick auf seinen glänzenden Becher. Ein kurzer Moment verging, bis der Affe, flink wie er war, zum Becher griff. Kreischend versuchte das Tier dem Bettler den Becher aus der Hand zu reißen. Doch wollte der Bettler nicht loslassen. Ein unverständliches Murmeln war zu hören. Der Affe zog nun wiederholt am Becher. Währenddessen näherten sich anderen Affen. Ein langes durch die Zähne gedrücktes „Nneeeiiiinnn!“ ertönte, als der Bettler sich an seinen Becher klammerte. Die Affen kreischten und sprangen umher, begannen an der Sitzunterlage des Bettlers zu ziehen und mit dem wenigen was er bei sich hatte davon zu springen. „Nneeeeiiiiiinnn!“ tönte es verzweifelt und gebrochen aus der Brust des Bettlers. Djehutis Herz sprang auf und ab, so etwas tragisches und ungerechtes hatte er noch nie gesehen. Selbst die Affen zogen über diesen armen Mann her und er hatte ihnen rein gar nichts entgegenzusetzen. Djehuti wischte sich seine Tränen von den Wangenknochen und als er sich gerade nähern wollte, entglitt dem Bettler sein Becher aus der Hand und viel zu Boden. Die Affen wuselten umher in der Hoffnung, etwas würde sich im Becher befinden. Doch auch zu Djehutis Überraschung, befand sich nichts im Becher. Djehuti war mehr den je zu Tränen gerührt, der Mann hatte so wenig, dass er selbst um einen leeren Becher kämpfte. Ein klagendes Stöhnen grollte aus dem Hals des Bettlers, ein Stöhnen, dass von tiefer Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Verlust erzählte. Tränen kullerten dem Mann über seine Wangen. Als er seine klagenden Laute gegen den Himmel richtete, wie jemand dessen  Vertrauen in eine bessere Zukunft gerade wie Sand durch die Finger glitt. Und als der Mann seinen Kopf gen Himmel richtete, erkannt Djehuti das Gesicht seines Vaters.

VII. Das Erwachen:


Djehuti schien, als würde die Zeit still stehen. Sein Herz klopfte langsamer und langsamer gleichwohl mit jedem Schlag kräftiger.  Wie in Zeitlupe blickte er umher, als würde er nach einer helfenden Hand suchen. Doch dann zündete ein Funken in Djehutis Innerem, der stetig an Wärme gewann. Plötzlich riss Djehuti seine Augen weit auf und sein Blickfeld wurde in Flammen getaucht. Die Menschen schrien und wichen zurück, als sich eine große Feuerkugel um Djehuti ausbreitete. So schnell das Feuer ausgebrochen war, so schnell war es auch wieder verschwunden und mit ihm auch Djehuti. An der Stelle seines Vaters saß nun ein kleines Äffchen, das zunächst verdutzt umherblickte und dann mit den anderen Affen davon rannte.

VIII. Ein böser Traum?:


Die Sonne stand schon hoch, als Djehuti auf einem breiten Ast eines Baums erwachte, der außerhalb von Dschefan wuchs. Er fühlte sich ausgeruht. Kurz horchte er in sich und erkannte den Schatten einer unangenehmen Wahrheit. Im war als liege ein Schwere last auf seiner Seele. Dort in seinem Innersten lagen schlimme Gefühle vergraben, doch ohne Erinnerungen an das, was sie hervorgebracht haben könnte. Wie aus einer Trance erwachend, wandte sich Djehutis geistiges Auge wieder der Außenwelt zu. Der Tag, zu sonnig und schön, als dass er dieser Spur folgen würde. Von seinem Platz, hoch oben auf dem Baum, hatte man eine wundervolle Aussicht auf Dschefan. Nun war es erst einmal Zeit für ein paar schöne Worte, um den Tag zu würdigen. Wieso? Das wusste Djehuti auch nicht so recht. Es gab ihm ein warmes Gefühl von Liebe; als gäbe es da etwas dem er es aus liebe schuldig war:

Hochgelbes Sommerlicht
Streichelst mich aus dem Schlaf!
Was Du mir heut wohl bringen magst?

Anschließend klappt er sein kleines Büchlein zusammen und verstaute es mit der Feder in seiner Umhängetasche. Mit schlaftrunkenen Gliedern schwang er sich den Baum herab, streckte sich und wurde plötzlich von einer Kraft erfüllt, die die Trägheit der Nacht aus seinem Körper verbannte. Vor ihm erstreckte sich Dschefan in seiner ganzen Pracht. Wieso also nicht in die Stadt gehen? Doch als er einen Fuß in Richtung der Stadt setzte, war er wie gelähmt. Er war sich nicht sicher warum, aber er wollte nicht in diese Stadt. Plötzlich traf ihn ein kleiner Kieselstein am Hinterkopf. Als er sich umdrehte saß eine kleine feurige Affengestalt vor ihm und warf wie aus Protest gleich noch einen kleinen Stein nach Djehuti. Djehuti war erstaunt, was war das für ein seltsamer Affe. Als ob der Affe seine Gedanken lesen konnte, kam er näher und streckte seinen langen Arm zu Djehuti aus. Zögerlich schob Djehuti sein Hand zum brennenden Affen, der ruhig und mit vielsagendem Blick Djehutis Augen fixierte. Der Affe war nicht heiß, im Gegenteil, er war angenehm warm! Als sich ihre Hände schließlich berührten, ging seine Handfläche in Flammen auf und der flammende Affe wurde in Djehutis Handfläche gesogen und verschwand. „Kleines Äffchen komm zurück“, rief Djehuti und betrachtete erstaunt seine Hand. Doch hatte sich dieses seltsame Spektakel zu natürlich, so harmlos, ja sogar irgendwie befriedigend angefühlt, dass Djehuti kaum Angst vor diesem Zauberspiel haben konnte. „Klein Äffchen... Äffchen klein, sollst wieder in meiner Begleitung sein!“, als Djehuti diese Sätze äußerte, schüttelte er seine Hand und wie aus dem Nichts formte sich vor ihm das selbe Äffchen aus einer flackernden Wolke, das ihn mit einem aufgeregten Schrei begrüßte. Djehuti spürte keine Gefahr, es war zwar seltsam was hier passierte, aber alles fühlte sich richtig an. Er fühlte sich gut, wusste zwar nicht woher er kam und was er hier machte, aber irgendwie interessierte ihn das gar nicht. Viel lieber wollte er das Ferne suchen. Also beugte er sich zum Äffchen hinunter und fragte es, wo hin des Weges und folgte ihm.



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