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Nuri

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Nuri

Beitrag von Nuri am Sa Okt 13, 2018 9:07 pm



Infos zum Schreiberling

Das Große Licht




passende Musik:


Charakter - Grundlagen

Name: Nuri „Feuerzunge“
Rasse: Amazone
Alter: 21 Jahre
Geschlecht: weiblich
Zugehörigkeit: Zwielicht


Erscheinung
Größe: 1.73 m
Aussehen:

Da sitzt eine junge Frau auf einem dicken Ast und pflückt rote, süße Beeren von einem dunkelgrünen Wust aus Blättern. Ihr Mund und die sonnenbraune Kinnpartie ist schon ganz verschmiert von purpurnem Saft, allerdings stört sie sich nicht daran, sondern streckt ihre schlanken Finger wieder und wieder nach den Leckereien aus. Zielgerichtet ist ihr dunkelroter Blick auf die je nächste Beere gerichtet und gierig ist der Ausdruck, der in diesen Seelenspiegeln ruht. Die Anspannung in ihren Gliedern verrät die Eiligkeit, mit der sie hier ihr Mahl verzehrt und immer dann, wenn sie ihren schwarzen Haarschopf nach links und rechts dreht, flattern ein paar rote Schmetterlinge auf, die es sich auf ihrem Kopf gemütlich gemacht hatten und sich nun in ihrer Ruhe gestört sahen. Auch auf ihrer Schulter saß einer dieser sogenannten Vuurlinge und faltete sein Flügelpaar auf und wieder zu. Während die Frau sich also vergewissert, dass sie weiterhin ungestört ist, sieht man, dass ihr Haupthaar in glatten Strähnen lediglich bis zu ihrem Kinn reicht, ein langer Zopf jedoch, der aus dem Stirnhaar zu entspringen scheint, reicht ihr hinunter bis zum Steiß und enthält sogar eine dunkelgrüne Ranke, die den gleichen Ursprung besitzt. Auch an anderen Stellen ihres Kopfes ragen Lianenartige Gewächse heraus, ganz so als gehörten sie zu der Kohleschwarzen Haarpracht dazu. Dem ist auch so. Die junge Frau hat sich damit arrangiert und nutzt bunte Holzperlen, um sich die Haare zurück zu binden. Dies scheint auch wichtig zu sein. Just in dem Augenblick als ein Geräusch die Stille zerreißt, horcht sie auf, greift nach dem nächsten Ast und schwingt sich daran hinauf.

Die Ketten aus Tigerzähnen, Federn und Holzperlen klackern als sie um ihren Hals schwingen und sich an die neue Position gewöhnen wollen. Allerdings sollt so bald nichts daraus werden, denn die Amazone klettert auf baren Füßen auf die nächsthöhere Astgabelung und greift dort nach einer Liane, um sich auf den nächsten Baum zu schwingen. Wie stets trägt sie auch heute nur wenig Kleidung, lediglich ein kurzes Kleid aus Leder und Pflanzenteilen verhüllt das nötigste, während Schultern und Oberschenkel frei bleiben. Perfekt um der feucht-warmen Luft der Grünen Hölle entgegen zu kommen.



Persönlichkeit
Charakter:
Nuri die „Feuerzunge“ hat diesen Namen nicht nur, weil sie sich mit gewissen ungewöhnlichen Fähigkeiten hervorgetan hat, sondern auch, weil ihr freches Mundwerk schon so manch hitzige Streitigkeit vom Zaun brach und die Amazonen in ihrem Umfeld häufig mit Unmut erfüllte. Sie ist eine ehrliche Haut, die einen starken Beschützerinstinkt gegenüber ihrer Schwester Thea entwickelt hat, aber auch keine Chance verstreichen lässt, ihr zu imponieren und ihr zu zeigen wie toll sie jagen, klettern, schwimmen, singen, tanzen oder viele andere Dinge kann, auch wenn sie häufig dabei scheitert. Ein Lächeln auf den Zügen ihrer Schwester, bedeutet Nuri alles. Denn sie schaut zu ihr auf und bewundert sie als wäre sie über jeden Makel erhaben. Man könnte es daher naiv schimpfen, wenn sie Thea als Heldin erhebt, tatsächlich haftet dieser Amazone auch eine gewisse Beschränktheit an, die vielleicht auch dafür Verantwortlich ist, dass sie sich sehr leicht begeistern lässt und die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen scheint. Jedoch ruht in ihr die Erziehung einer waschechten Amazone. Sie ist robust, wild und Männerfeindlich, zudem eine begeisterte Sängerin und Tänzerin, die keine Gelegenheit verstreichen lässt, mit ihren Stammesschwestern zu feiern und Musik zu machen.

Was ihre Ausbildung angeht, hat sie jedoch weniger Leidenschaft in sich. So kommt sie nur langsam mit ihren Fähigkeiten vorwärts und scheint auch kein besonderes Interesse daran zu haben, im Priestertum weiter zu kommen. Es erscheint ihr vielmehr wie eine lästige Aufgabe, die ihr aufgehalst wurde, da sich bei ihr gewisse Zauber offenbart haben. Dabei wäre sie doch viel lieber eine Jägerin geworden, wie ihre Mutter Ifera oder ihre Schwester Thea! Jedoch machte ihr Körpereigener Geruch nach Rauch diesen Traum zunichte, sodass sie auf diesen Beruf auswich.

Vorlieben:
Musik/ singen/ tanzen
Thea/ starke Frauen/ weiße Tiger
Wildnis/ Jagen/ Abenteuer
Scharfes Essen/ Chilischoten/ Pfeffer

Abneigungen:
Weiße Tiger/ Mondverwandlung ihrer Schwester/ Ihr Leid
Männer/ Holzfäller/ Menschen
Ihr Rauchgeruch/ Schmetterlinge/ Anhängsel, die einem unentwegt folgen

Religion:
Nuri glaubt an das Götterpaar Vinu und Melva fühlt sich aber schon seit jeher an die Göttin des Feuers, des Tanzes und der Leidenschaft Fra gebunden, da sie ihr das Feuer schenkte und zum treuen Freund machte.



Fähigkeiten
Beruf: Hohepriesteranwärterin
Sprachen: Ferus und Arcum
Lesen/Schreiben: Ferus ja/ja, Arcum nein/nein
erlernte Fähigkeiten:
Jagen (nicht gut)
Klettern (gut)
Ausnehmen von Tieren (gut)
Kochen (gut)
Singen (sehr gut)
Tanzen (sehr gut)
Kampf mit dem Dolch (gut)


Eigenschaften/Gaben:
Ihr haftet der Geruch von Rauch an. Dies lockt eine gewisse Schmetterlingsart an, die ihr deswegen immer mal wieder um den Kopf flattert und sich auf ihre schwarzen Haare oder die Ranken darin setzen. Und ja: Ihr wachsen Ranken aus dem Kopf, die sie sich mithilfe eines langen Zopfes aus dem Gesicht hält. Ihre Stimme klingt etwas rau bis kratzig und erinnert an das heisere Knurren eines Pumas.

körperliche/geistige Stärken:
Kampf mit dem Dolch
Gelenkig
Schnelle Reflexe
Tanzen
Singen

körperliche/geistige Schwächen:
keine hohe Ausdauer
Nicht sehr kräftig
Weltfremd
Riecht nicht gut (Rauchgeruch)
Keine gute Jägerin (Rauchgeruch)




Magie
Feuermagie: 
Nuri beherrscht die Feuermagie und muss zum Wirken lediglich Konzentration und Willenskraft aufbringen. Sie verfügt größtenteils über Zauber, die keinen zerstörerischen Nutzen an oberste Stelle setzen, sondern vielmehr praktischer Natur sind.
Zauberliste:

  • Inneres Feuer:
    (Manaverbrauch einmalig Mittel, Dauer nach Bedarf maximal ein Tag)
    Mit diesem Zauber ist es möglich, ein Feuer in der Größe einer Faust durch den Mund aufzunehmen und zu schlucken. So verbleibt es im Zentrum des Körpers und hält diesen konstant warm, egal in welch kalten Gefilden man sich auch befinden mag. Maximal hält das Feuer in einem einen Tag an, man kann das Feuer aber auch vorzeitig wieder ausspucken und sich so auf unkomplizierte Weise ein Lagerfeuer machen. Selbst wenn man gerade Feuer geschluckt hat, kann man hinterher Wasser trinken, dies wirkt sich nicht auf den Effekt aus und das Feuer bleibt weiterhin erhalten.

  • Feuerzunge:
    (Manaverbrauch beständig wenig, Dauer nach Bedarf)
    Nuri kann mit den Flammen Kontakt aufnehmen und spricht ihre Sprache. So kann sie die Feuer um Rat fragen und erfahren, was sie „gesehen“ haben. Wenn sie diesen Zauber wirkt, wird ihre Stimme zu einem rauen, unverständlichen Flüstern, in die sich auch ein Knistern und Zündeln mischt.

  • Brennender Kuss:
    (Manaverbrauch einmalig mittel bis viel, Dauer maximal eine Woche)
    Wirkt Nuri diesen Zauber, sind Lippen, Zunge und Speichel ein „gefährlicher Brandherd“ den man besser nicht berührt. Auf Haut und Gewebe wirkt der Kontakt brennend und entwickelt einen starken Juckreiz. Er kann in manchen Fällen auch einen regelrechten Ausschlag verursachen und sorgt so für großes Unwohlsein. Bringt Nuri mehr Mana auf, tut dieser Zauber richtig weh. Ihre Zunge hinterlässt bei Berührung auf Haut eine glühend heiße Spur, die nicht nur die vorangegangenen Effekte auslöst sondern darüber hinaus auch schwere Brandwunden zufügt. Im schlimmsten Fall vernarben diese Wunden übel und entstellen damit das Opfer. Es fühlt sich an wie heißes Eisen. Auch ihr Speichel hat diese Wirkung. Berührt sie Gegenstände mit dem brennenden Kuss entflammen diese, auch wenn sie nur mittelviel Mana dafür verwendet.




Hintergrund
Stand: ledig
Familie: 
Mutter: Ifera 45 Jahre alt, Jägerin
Mutter: Meradenia 41 Jahre alt, Künstlerin
Schwester: Thea, 21 Jahre alt, Jägerin
Herkunft/Geburtsort: Die Dorfgemeinschaft Olunka, am östlichen Rand der Grünen Hölle
Wohnort: Dorf Olunka
Besitz:
Gefährten: Ihre Schwester Thea sowie einige feuerrote Schmetterlinge, die sie hin und wieder begleiten, je nachdem ob die Vuurlinge in der Nähe sind oder nicht. Sie setzen sich leidenschaftlich gerne in ihr Haar oder umflattern sie einfach, da ihr Geruch sie anzieht. Aber ansonsten besteht hier keine innige Beziehung zu diesen Tierchen, die Spitznamen oder eine gewisse Treue und Freundschaft vorausgesetzt hätte. Manchmal findet Nuri sie ganz hübsch, aber häufig nerven sie die Amazone einfach und müssen damit Vorlieb nehmen, wie Fliegen mit der Hand beiseite gewischt zu werden.

Geschichte:
Die Feueramazone Nuri wurde vor 21 Jahren in Olunka am Rande der grünen Hölle geboren. Gemeinsam mit ihrer heißgeliebten Schwester Thea waren sie die ersten und einzigen Töchter von der Jägerin Ifera und der Künstlerin Meradenia. Von Anfang an, waren sie eine recht glückliche Familie. Die junge Amazone hing aber die meiste Zeit bei Thea und ließ sich von ihrem Können beeindrucken. Häufig versuchte sie es nachzumachen. Das gelang ihr ab und zu, aber leider auch nicht immer, weswegen sie so manches Mal auf die Nase fiel. Auch versuchte Nuri ihrer Mutter Ifera nachzueifern, die eine stolze Jägerin war und so manch eine Geschichte zu erzählen wusste. Beide Töchter waren fasziniert von diesen Erzählungen, sodass sie sich auch beide mit der Zeit immer mehr für diese Berufung begeistern konnten. So spielten sie als Kinder bereits solcherlei Jägerszenen aus und übten sich darin Spinnengetier oder kleinere Schlangen für das Abendessen zu jagen. Als die beiden Mädchen aber 13 Jahre alt waren, zeigte sich, dass Nuris Geruch nicht dafür geeignet war, Wild zu erjagen. Immer wenn sie mit Thea auf Raubzug ging, wurden die Tiere vorgewarnt und flohen, da sie in der Nähe ein Feuer vermuteten. Dabei waren es nur zwei Amazonenkinder die frustriert wieder von dannen zogen, ohne auch nur die Chance gehabt zu haben, ein Tier zu schießen. Dies war aber nicht der hauptsächliche Grund, warum man Nuri den Beruf des Jägers verwehrte. Nein, vielmehr erwachte zu dieser Zeit die Magie in ihr und offenbarte Fähigkeiten, wie man sie in Olunka selten erblickt hatte. So schien sie in der Lage zu sein, mit Feuer zu reden und es für sich nutzen zu können. Eine sehr mächtige Waffe inmitten des Dschungeldickichts weswegen die alte Priesterin des Dorfes in ihr eine fähige Nachfolgerin sah. Das war eine wundervolle Nachricht für ihre Mütter, Nuri empfand es jedoch als eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, dass sie nun ganz andere Dinge lernen sollte als Thea und damit den halben Tag auch nicht mehr mit ihr verbringen durfte. Sie musste die Sprache der Amazonen lesen und schreiben lernen, die althergebrachten Geschichten des Dorfes und der Amazonen allgemein hören, den Glauben der Göttinnenschwestern rezitieren und deren Gesänge erlernen sowie die Tänze auswendig tanzen, die nötig waren, um Vinu, Melva und all ihren Töchtern ausgiebig zu huldigen. Immerhin letzteres mochte ihr sehr gefallen, da sie gerne sang und tanzte. Auch entwickelte sie eine ganz persönliche Beziehung zu der Göttinnentochter Fra, die nicht nur Leidenschaft und Tanzeslust verkörperte sondern auch das heiße Element vertrat.
Trotzdem war Nuri nicht wirklich mit aller Leidenschaft dabei. Sie versuchte zwar die Lehren auswendig zu lernen, ließ sich aber immer wieder ablenken. Immer wieder vergaß sie etwas, stellte sich bei den Ritualen dumm an und scheiterte selbst bei den Tänzen so manches Mal, da ihr die richtigen Schritte nicht mehr einfallen wollten. Kurzum: sie tat sich ziemlich schwer mit der Ausbildung zur Priesterin und suchte daher immer wieder Ausflüchte um dem Unterricht fern zu bleiben.

Stattdessen suchte sie immer wieder Thea auf, beobachtete sie bei ihren Übungen und versuchte das, was sie lernte selbst anzuwenden. So kam es dass sie eines Tages einen gewaltigen Fehler beging, der das Leben der beiden sechzehnjährigen Amazonen für immer verändern sollte. Nuri baute einen Käfig. Einen großen, mit Blättern getarnten Käfig, mitten im Urwald. Es sollte eine Falle für ein ganz besonders großes Tier werden, was allen beweisen sollte, dass sie sehr wohl eine Jägerin sein konnte! Sie legte frisch erlegtes Fleisch hinein und zog sich so zurück, dass der Wind ihren Rauchduft von der Falle weg wehen würde. Sie wartete lange doch nach einiger Zeit sollte es ihr gelingen einen seltenen weißen Tiger zu fangen! Die Falle schnappte zu und die riesige Raubkatze war gefangen! Unfassbar verblüfft über ihren eigenen plötzlichen Erfolg
holte sie sofort Thea herbei und zeigte ihr das Tier. Allerdings hatte sie nicht mit der Wildheit des Tigers gerechnet, der es schaffte, aus dem mehr schlechten als rechten Käfig auszubrechen. Noch ehe Nuri realisieren konnte was geschah, wurde sie bereits von Thea beiseite geschubst die ihrerseits von dem Tiger angegriffen und verwundet wurde. Zum Glück für beide Mädchen erschien in jenem Augenblick Ifera, die benachrichtigt worden war, weil Nuri wieder einmal nicht zu ihren Lehrstunden erschienen war. Mit einem geübten Pfeilschuss traf sie den Tiger und jagte ihn damit in die Flucht. Danach kümmerte sie sich um ihre beiden Töchter, beruhigte Nuri und nahm Thea in die Arme, um sie zurück nach Hause zu tragen. Die Feuerzunge würde sich diesen Fehler nie verzeihen, denn ihre Schwester war von da an nicht mehr dieselbe. Der Tiger trug die Kralle des Tieres in sich und hatte Thea infiziert. Sie wurde zu einer Tigerfrau mit Schwanz und spitzen Ohren, die sich in jeder Mondnacht in eine ungeheure Bestie verwandelte und damit starke Schmerzen durchlitt, die auch für Nuri spürbar waren. Fortan machte sie sich schwere Vorwürfe obgleich Thea ihr nie einen Grund dazu gab. Sie war weiterhin lieb zu ihr und beteuerte, dass sie keine Schuld daran trage, aber die Gewissensbisse blieben und fraßen sich tief in Nuris Selbst.

Trotz der Krankheit beteiligte sich Thea weiterhin am Geschehen im Dorf und konnte ihre Ausbildung auch zuende bringen. Als Jägerin trug sie nun ihren Beitrag zur Dorfgemeinschaft bei, während Nuri noch immer Schwierigkeiten hatte als Priesterin Anschluss zu finden. Ihre Lehrmeisterin Sabris übte sich in Geduld und versicherte Nuri, dass es gewiss nicht leicht war die Rolle der Priesterin in einem Dorf zu übernehmen. Selbst mit ihren nun 21 Jahren würde Feuerzunge also noch eine Anwärterin bleiben, doch neue Schwierigkeiten bahnten sich an, oder besser gesagt: alte Probleme verschärften sich.

Nahe des Dorfes Olunka hatte es schon ewig einen Ort gegeben, an dem sich die Menschen am Holz des Waldes bedienten. Sie fällten rigoros die teilweise schon sehr alten Bäume und bauten daraus ihre Häuser. So war ein Dorf entstanden, welches sich Kaflutter nannte und immer weiter wachsen wollte. Sie schienen nie zufrieden zu sein und so fühlten sich die Kriegerinnen des Waldes dazu berufen einzuschreiten. Auch Thea und Nuri mischten sich so manches Mal in dieses Getümmel und versuchten die Menschen zu vertreiben, jedoch kamen diese einfach mit bewaffneten Söldnern wieder, damit diese die Arbeiten der Holzfäller überwachen konnten. So gab es ein ständiges hin und her und der Konflikt beider Dörfer wollte und wollte sich einfach nicht schlichten lassen. So war das Leben der Feuerflüsterin von Schwierigkeiten aber auch von glücklichen Momenten geprägt. Nicht ahnend, dass es bald noch sehr viel aufregender für die beiden Schwestern werden würde...
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