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Damien Maethor

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Damien Maethor

Beitrag von Gast am Di Jun 25, 2013 11:46 am

Name: Damien Maethor
Alter: 35 Jahre
Rasse: Tiermensch (Löwe)
Zugehörigkeit: Zwielicht
Herkunft: Riguskant
Größe: 1,94 m

Spoiler:



Aussehen: Nach Damiens Infizierung mit der “Kralle des Tieres” hat sich seine Physiologie stark verändert: das Einzige, was noch an seine “Vergangenheit” erinnert wäre seine Fähigkeit aufrecht zu gehen sowie seine Hände, deren Knochenbau noch größtenteils menschlich ist. Letztere sind, wie seine Füße, krallenbesetzt. Anders als Löwen, kann er seine Krallen jedoch nicht einfahren, hat jedoch ein paar Handschuhe, die für ihn in Mulgarth angefertigt worden sind, um diese zu verbergen.
Damiens ganzer Körper ist nun mit sandfarbenem Fell bedeckt, er hat einen Schweif sowie den Kopf eines Löwen, mit voller, brauner Mähne, dem Maul eines Löwen und den typischen dunklen Raubtieraugen des Tieres. Mit diesen Veränderungen erlebte Damien auch einen Wachstumsschub und ist nun um einiges größer als zuvor. Damiens Stimme fiel hingegen um einige Oktaven, weswegen er nun eine sehr tiefe Bass-Stimme hat, an der ihn Menschen leicht von anderen unterscheiden könnten, selbst wenn sein Aussehen nicht auffällig genug wäre.

Damiens starke Verwandlung macht es für andere Menschen so gut wie unmöglich seine Launen anhandvon irgendwelcher Mimik zu erkennen. Er erschwert dies zusätzlich durch eine oftmals unveränderliche Körperhaltung, was ihn äußerlich ruhig erscheinen lässt. Seine Raubkatzenaugen hingegen scheinen seinen Gegenüber taxierend zu betrachten und zeigen ebenfalls nur selten die üblichen Anzeichen, anhand derer Menschen den Gemütszustand ihrersgleichen erraten können.

Im Moment trägt Damien seine leichte Rüstung aus Mulgarth, zusammen mit einem Umhang, in den er sich zur Not einhüllen kann, um seine tierische Gestalt zu verbergen. Der Umhang hat eine tief Kapuze, die Damiens löwenhafte Züge in ihrem Schatten verbergen kann. Jeder Tiermensch, der als Wache eine Karawane begleitete, trug diesen, um nicht als solcher erkannt zu werden, falls sie auf dem Weg nach Tragalún oder bei der nächtlichen Bewachung des Lagers auf andere Reisende trafen.

In Vollmondnächten verwandelt sich Damien in eine Bestie, wobei seine menschenähnlichere Gestalt stark verzerrt wird. Sein ganzer Körper wächst auf eine Größe von über 2m an, seine Arme werden um einiges länger und kräftiger, und auch die Größe seines Kopfes, Kiefers und seiner Reißzähne ändert sich. In dieser Gestalt kann er nicht länger auf zwei Beinen gehen, höchstens für kurze Zeit auf ihnen stehen, um unter anderem nach seiner Beute Ausschau zu halten.

Trotz der Ähnlichkeit, die sein normaler Körper zu einem Löwen hat, kann auch Damien sich, wie viele Tiermenschen, gänzlich in ein Tier verwandeln. Dabei unterscheidet ihn nichts von einem normalen Löwen, er behält aber in dieser Gestalt seine Färbung und alle anderen Merkmale.


Beruf: Früher war er mal Dieb, Söldner und Mitglied von Mulgarths Stadtwache, übt zur Zeit jedoch keinen Beruf aus.

Waffen: Schwert, Messer, Klauen sowie Reißzähne

Magie: -

Besitz: leichte Rüstung, Kleidung (ein Teil ist in den Satteltaschen verstaut), Beutel und Satteltaschen, 3 Wasserschläuche (davon 2 leer), halbes Laib Brot, ein Paket mit gepökeltem Fleisch, ein Buch mit Ezählungen, Eryx' Zaumzeug und Sattel

Geld: 30 Draken & 64 Drachmen


Charakter:
Damien Maethor ist ein misstrauischer und verbitterter Geselle. So gut wie nichts ist von dem jungen Mann übrig geblieben, der einst optimistisch und voller Träume in die Welt hinauszog, sich seines Erfolges sicher. Schon die ersten Jahre vernab seines Elternhauses ließen ihn durch zahlreiche Hürden und Schwierigkeiten lernen, dass die Welt nicht so perfekt war, wie sie ihm einmal schien. Nach seiner Verwandlung wurde Damien schlagartig von jenen Illusionen befreit, die noch in seinem Kopf gehaust haben.
Alles fing schon mit seinem ersten Vollmond an, an dem er diejenigen tötete, die er zu seinen engsten Freunden zählte und das, obwohl sie bei ihm geblieben waren, um ihm zu helfen. Diese Schuld nagt ständig an seiner Seele. Damien hatte seiner Verzweiflung und seinen tierischen Instinkten fast vollkommen nachgegeben, als er zum ersten Mal Gwidon Rembe traf und dieser ihm scheinbar einen neuen Weg zeigte und Hoffnung auf ein gutes Leben schenkte.
Damien glaubte nur zu gerne an die Wahrheiten, die Mulgarth und Gwidon boten, genauso wie viele andere Tiermenschen. Dank der ersten Jahre in dieser Stadt hatte er Zeit gewonnen, sich in einer scheinbar friedlichen Umgebung mit seinem Schicksal abzufinden und sein geselliges, weltoffenes Wesen sowie seine Menschlichkeit und Sozialkompetenz bevor seiner Verwandlung nicht vollständig zu verlieren.
Leider musste Damien mit der Zeit feststellen, dass Mulgarth und auch Gwidon Rembe nicht so perfekt waren, wie sie schienen. Wärend seiner Zeit bei der Stadtwache wurden ihm immer mehr negative Seiten dieses Ortes offenbart, doch Damien – und auch viele andere – wollten diese zunächst nicht wahrhaben. Auch er wurde einer der vielen Mitläufer, die tief in ihrem Innersten Hass und Missmut verspürten, jedoch nichts gegen das vorhandene System taten – dies zu tun, würde das Ende einer viel zu schönen Illusion bedeuten.
Erst nach einigen Jahren drang sich Damien endlich dazu durch, Mulgarth zu verlassen. Er war nun völlig desillusioniert: es gab hier keine Oase der Ruhe für die Tiermenschen, keine Menschen, die Ersteren helfen wollten. Und er selbst war bestimmt kein Held, wie er es sich als kleiner Junge erträumt hatte, der sie aus diesem gut durchdachten System befreien würde. Sie alle wollten an ihre Wahrheit glauben und außerdem, wohin würden sie gehen?
So verließ Damien Mulgarth alleine, misstrauisch, verbittert und geplagt von alten sowie jüngeren Schuldgefühlen, den letztenendes hatte er selbst ebenfalls etwas zu der weiteren Versklavung der Tiermenschen beigetragen.


Sprachen: Rigusta (Muttersprache), Arcum, Trangalisch, “Sprache der Löwen”


Vorlieben:
+ die Jagd
+ frisches, rohes, blutiges Fleisch
+ warmes Wetter
+ das Alleinsein
+ von Menschen unberührte Natur, vernab jeglicher Siedlungen

Abneigungen:
- Obst und Gemüse als einzige Nahrungsquelle zu haben
- Sklaverei
- Menschen wie Gwidon Rembe, die die Tiermenschen ausnutzen, nicht als ebenbürtig ansehen und in die Sklaverei verkaufen
- der Vollmond, der die Tiermenschen in tötende Bestien verwandelt
- Städte und Siedlungen allgemein, da er als Tiermensch in keiner menschlichen Gemeinde akzeptiert werden würde

Stärken:
+ Nahkampf mit Klauen oder Schwert
+ guter Stratege
+ geschärfte Sinne
+ kann sich sehr leise fortbewegen, was ihm öfters bei der Jagd hilft
+ seine Disziplin, die es ihm überhaupt ermöglicht, seinen Instinkten und seiner Verzweiflung nicht augenblicklich nachzugeben

Schwächen:
- durch seine Körpergröße nicht so wendig, wie kleinere Wesen
- auch wenn Damiens Schritte nicht zu hören sind, kann sein großer Körper von Gegnern und Gejagten vorzeitig bemerkt werden
- seine tierischen Instinkte sind sehr stark ausgeprägt, weswegen in ihm öfters ein Kampf zwischen Instinkt und Verstand herrscht
- seine geschärften Sinne bieten eine breite Angriffsfläche
- seine Schuldgefühle, die er gegenüber seinen, von ihm selbst getöteten, Freunden sowie den Tiermenschen in Mulgarth, denen er nie geholfen hatte, verspürt


Besonderheiten: Die Bezeichnung “Löwenmensch” beschreibt Damien ziemlich gut, denn äußerlich ähnelt er stark einem Löwen, dessen Körper menschliche Proportionen angenommen hat. Mit diesem Körper hat Damien auch einiges von den Löwen “geerbt”, darunter ziemlich gut ausgebildete Instinkte und schärfere Sinne. Trotzdem behält er seinen menschlichen Verstand und auch sein Gewissen, was ihm dazu verhilft, sich größtenteils unter Kontrolle zu haben. Auch in seiner menschenähnlichen Gestalt kann er in allen Sprachen sprechen, die er kennt.


Geschichte:
Schon als kleiner Junge hatte Damien gewusst, was er einmal werden wollte: ein Krieger. Die Geschichten seiner Mutter von Helden und ihrem Ruhm dominierten seine Gedanken und ließen ihn sich eine fast schon zu idealistische Zukunft erträumen, in der er ganz Crepererum bereisen und als einer der besten Schwertkämpfer in allen Ländern bekannt sein würde. Und Damien hatte die Freiheit, solchen Träumen nachzuhängen und Pläne zu schmieden, die vernab seines Elternhauses lagen: als vierter Sohn und jüngstes Kind einer nicht besonders wohlhabenden, siebenköpfigen Familie lagen nicht viele Erwartungen auf seinen Schultern und er wurde größtenteils sich selbst überlassen.
Die Fähigkeit zu lesen wurde unter den einfachen Leuten geschätzt, weswegen die Eltern in Damiens Familie schon seit einigen Generationen dieses Wissen an ihre Kinder weitergaben, seit der Meister seines Urgroßvaters diese Fähigkeit seinen Schülern während ihrer Lehre vermittelt hatte.
Auch Damien wurde dies beigebracht, sodass einige geliehene wie erworbene Bücher, die von Abenteuern und Helden erzählten, zu seinen Träumereien beitrugen.

So kam es, dass er als ein optimistischer, weltoffener und geselliger junger Mann sein Elternhaus verließ. Trotz so mancher Schwierigkeiten, die er auf seinem Lebensweg antraf, blieben seine Einstellung größtenteils konstant. Auch wenn sein Optimismus mit der Zeit abflaute, verlief so manches doch nicht so, wie er es sich erträumt hatte. So hatte er schon damals angefangen zu stehlen, denn das wenige, schwindende Geld, dass er bei sich trug reichte bei weitem nicht für alles was er während seiner Reisen brauchte. Das Einzige, was ihm als Erinnerung an seine Familie dient ist nun das Buch mit verschiedenen Geschichten und Erzählungen, dass seine Mutter ihm schenkte, als er fünzehn Sommer alt war. Durch den einen oder anderen unangenehmen Vorfall war er zudem gezwungen, auch Vorsicht und Misstrauen zu erlernen. Zu dem Zeitpunkt, als Damien eine feste Einstellung als Wache für einen reisenden Händler fand, war er bereits desillusioniert, machte jedoch das Beste aus seiner Situation und genoss sein Leben, so gut es eben ging.

Doch auch dies nahm ein abruptes Ende, als die Karawane in Tragalún von einem Löwen angegriffen wurde, der Damien verletzte bevor er von den restlichen Wachen erledigt wurde. Damien wäre höchstwahrscheinlich zurückgelassen worden, konnte er wegen seiner Verletzungen doch nicht mit der Karavane mithalten, jedoch entschlossen sich einige seiner Freunde unter den Wachen freiwilig zurückzubleiben und überzeugten den argwöhnischen Händler sogar, sie nicht zu entlassen; sie versprachen, so bald wie möglich in der Hauptstadt zu sein, um ihren Dienst wieder aufzunehmen. So blieben sie in einem kleinen Lager zurück. Damien ruhte sich die meiste Zeit aus, während die anderen für ihre Sicherheit und Verpflegung sorgten. Niemand bemerkte die ersten Anzeichen, dass Damiens Körper sich langsam veränderte. Er selbst war oft zu müde um sich darüber Gedanken zu machen, wenn sein von Schmerzmitteln benebelter Verstand denn überhaupt etwas registrierte.
Dies sollte allen zum Verhängnis werden, denn schon in den nächsten Tagen kam der Vollmond. Damien verwandelte sich in eine riesige, löwenartige Bestie und tötete unwissend all seine Gefährten. Die Verwandlung raubte ihm die wenige Kraft die er hatte und er schlief fast zwei Tage lang, bevor er erwachte und zum ersten Mal realisierte, was passiert war: er hatte diejenigen kaltblütig ermordet, die selbstlos bei ihm geblieben waren und er selbst war nun nichts mehr als ein Außenseiter, infiziert mit der verachteten Kralle des Tieres. Er hatte gehört, dass diese Krankheit Veränderungen im menschlichen Körper hervorrufte, die ihm einem Tier anglichen, doch fühlte er sich einfach hoffnungslos und verzweifelt als er feststellen musste, wie radikal diese Veränderungen bei ihm waren. Er begrub seine Kameraden so gut es ging in dem sandigen Boden, auch wenn es ihm bei dem Anblick ihrer zerfetzten Körper schlecht wurde, nicht zuletzt weil eine neue Stimme in seinem Inneren die Leichen in einem ganz anderen Licht betrachtete. Das Begräbnis war das Mindeste was er noch für sie tun konnte.
Als er seine wenigen Habseligkeiten sowie den restlichen Proviant zusammensuchte, musste er feststellen, dass er nun nicht nur ein “Löwenmensch” war, er war auch um einiges gewachsen, weswegen er sich aus dem Stoff des Zeltes einen notdürftigen Umhang machen musste, bevor er diesen Ort des Grauens verließ.

Die nächste Zeit wanderte Damien eher ziellos umher und näherte sich unwissentlich immer mehr der südlichen Steppe Tragalúns. In dieser Zeit musste er immer mehr feststellen, dass sich nicht nur sein Körper stark verändert hatte, sondern auch sein psychologischer Zustand: anscheinend hatte er auch viele der Instinkte der Löwen übernommen, zusammen mit besserem Augenlicht, Hör- und Geruchsinn. So jagte er seine Beute oftmals selbst, ab und an auch in seiner Löwengestalt, und fand gefallen an dem frischen, blutigen Fleisch. Für eine Zeit lang schloss er sich sogar einem Rudel von Löwen an, zog jedoch nach einiger Zeit weiter, da ihre Präsenz seinen inneren Konflikt zwischen seiner Menschlichkeit und dem Wesen des Raubtieres nur noch verstärkten, unterschied er sich doch in seiner Tiergestalt fast gar nicht von ihnen. In ihrer Mitte wäre es ihm zu einfach gefallen, seine Menschlichkeit zu vergessen.
Erst sechs Vollmonde später traf er zum ersten Mal auf Gwidon Rembe, einen reichen tragalunischen Händler, und begann somit unwissend ein gänzlich neues Kapitel seines Lebens.
Gwidon machte auf den ersten Blick einen freundlichen und zuvorkommenden Eindruck. In seiner Karawane gab es viele Tiermenschen, die jedoch nicht unglücklich schienen und sogar viel Gutes über Gwidon sagten, obwohl Damien sich sicher war gehört zu haben, dass sie hier nichts weiter als Sklaven hätten sein sollen. Es war keine allzu schwere Entscheidung, sich dem Karawane anzuschließen und ihnen zu der Siedlung Mulgarth zu folgen, in der Gwidon Rembe anscheinend seinen Sitz hatte. Am Anfang schien sie ein wundersamer Ort: Menschen lebten zusammen mit Tiermenschen, scheinbar in Harmonie, und arbeiteten zusammen in den verschiedensten Bereichen: als Waffenschmiede, Künstler, Schneider oder auch auf Gwidons örtlicher Dinosaurierfarm. Jedoch lag etwas abseits der eigentlichen Siedlung auch ein unterirdischer, verstärkter Komplex, in dem die Tiermenschen die Vollmondnächte verbrachten, zu ihrem eigenen und dem Schutz anderer, wie es hieß. Erst Jahre später sollte Damien selbst die hässliche Seite Mulgarths entdecken.

Seine berufliche Laufbahn in Gwidon Rembes Stadt fing als Gehilfe der Dinosaurierzüchter an. Es war eine Stelle, die man am leichtesten Erwerben konnte, denn dort konnten immer ein paar starke helfende Hände gebraucht werden. Der Lohn war zwar nicht der Beste, aber immerhin konnte Damien für seine Miete und Verpflegung bezahlen und sich ab und an auch etwas gönnen.
Auf der Dinosaurierfarm wurden die verschiedensten Dinosaurier gezüchtet, die anschließlich als Reit-, Last- oder Nutztiere in Mulgarth benutzt oder auf dem tragalunischen Markt verkauft wurden. Es war aber auch nicht selten, dass einige Kunden zur Farm reisten, um sich sofort die besten Saurier auszusuchen und diese zu ergattern, bevor Gwidon mit seiner Karawane zur Hauptstadt aufbrach.
Das ganze Konzept der Dinosaurier faszinierte Damien, da man in seiner Heimat oder auch einfach auf der anderen Seite der Gebirgskette diese Saurier so gut wie nie zu sehen bekam.

Während der ersten Jahre in Mulgarth machte er auch einige Freunde. Am besten verstand er sich mit Ariel, die ebenfalls ein Löwenmensch war, jedoch nur ihre Ohren, ihr Schweif und ihre Krallen davon zeugten, Errol, einen Adlermenschen, bei dem ein Arm mit Federn bewachsen war während die Hand auf dem anderen der Kralle des Raubvogels glich, und Janus, der nach einem Zusammentreffen mit einem Igel nun Stacheln auf Rücken und Oberarmen hatte. Zwar brachten ihre tierischen Instinkte ihnen ab und zu einige Konflikte, die sogar mal in einen kurzen Kampf eskaliert waren, dennoch trafen sich die vier immer wieder nach einem vollendeten Arbeitstag und sprachen über alles oder nichts. Schon bald musste Damien feststellen, dass die hier lebenden Tiermenschen aus allen Teilen Crepererums stammten, auch wenn der größte Teil dennoch hier in Tragelún heimisch war. Es schien tatsächlich, als sei Mulgarth ein Paradies für alle mit der “Kralle des Tieres” infizierten Menschen.

Doch auch dieser Schein sollte nicht lange währen. Nach einigen Jahren erzählte Damien seinen Freunden davon, dass er mit einer Waffe umgehen konnte und bereits als Mensch eine Zeit lang als Beschützer einer Karawane tätig gewesen war. Daraufhin überzeugten sie ihn, an den jährlichen Kämpfen teilzunehmen, die in Mulgarth stattfanden. Wer hierbei Gwidon beeindrucken konnte, wurde in die Stadtwache einbezogen, die höchste Autorität nach Gwidon selbst. Sie beschützten abwechselnd seine Villa, patroullierten innerhalb und außerhalb der Stadtmauern und begleiteten den Händler sogar in die Hauptstadt, wenn er loszog um Mulgarths Ware zu verkaufen. Mit der Aussicht auf Prestige und einen besseren Lohn ließ Damien nicht lange auf sich einreden und schrieb sich ein. Tatsächlich wurde er gegen Ende der Kämpfe von Gwidon angesprochen und in die Stadtwache aufgenommen.

In den fast sechs Jahren, in denen Damien direkt für Gwidon arbeitete, hatte er nochmals Gelegenheit seine Kampfkünste mit seinem Schwert, sowie seine Disziplin zu trainieren. In dieser Situation fand er sein altes Pflichtbewusstsein wieder und sein Gewissen erlaubte es ihm einfach nicht, seinen Instinkten immer direkt nachzugeben, wie er es in den ersten Monaten nach seiner Infizierung getan hatte. Dennoch verbrachte er in seinen freien Stunden viel Zeit in der Wildnis, denn gänzlich unterdrücken konnte er sein neues Wesen nicht.
Die erste Zeit lagen seine Aufgaben innerhalb Mulgarths. Er war zwar bei weitem nicht der einzige Tiermensch in der Stadtwache, denn Gwidon sah die Vorteile die physisch starken unter ihnen für sich zu gewinnen, doch wollte man sie anscheinend erstmal beobachten, bevor man ihnen weitere Pflichten auflud. Anscheinend gefiel sein Verhalten seinem[ Vorgesetzten, denn im vierten Jahr seines Dienstes wurden ihm auch die “wichtigeren” Aufgaben zugeteilt. So z.B. die Begleitung der Karawanen, die zwei mal im Jahr zur Hauptstadt aufbrachen. Schon bald musste Damien jedoch feststellen, dass die “Ware” mehr beinhaltete, als die meisten Bewohner Mulgarths glaubten.
Abseits der großen Karawane, bei der auch viele “freie” Tiermenschen mitreisten, deren äußere Merkmale so gut wie nicht vorhanden waren, folgte immer ein kleinerer, der hauptsächlich aus eingeweihten Menschen, sowie den Wachen bestand. Letztere sprachen nie davon, welche Ware sie bewachten, denn dies bedeutete der Verlust ihres guten Lebensstandards oder, meistens, sogar Tod. In den überdeckten Wagen, die sie mit sich führten, waren nämlich Tiermenschen, die nach einem weiteren Vollmond als für verstorben erklärt worden waren, oder die angeblich aus irgendwelchen Gründen die Siedlung verließen oder sogar ab und zu abseits Mulgarths “entführt” wurden. Dabei war alles meistens so gut insziniert, dass die gutgläubigen Bewohner nicht an den Erklärungen zweifelten. Oder sie wollten einfach nur nicht daran glauben, dass etwas faul an der ganzen Sache war, denn sonst würden sie diese Oase, in der sie sich in Sicherheit wähnen konnten, für immer verlieren.
So kam es, dass auch Damien langsam Aufgaben bekam, die mit dieser “Ware” zu tun hatten. Es begann mit ihrem Verladen in Mulgarth und ihrer Bewachung in den abgelegenen Teilen der unterirdischen Tunnel. Doch auch Damien machte sich zunächst keine allzu tiefgründigen Gedanken darüber und wurde zu einem der vielen Mitläufer, die die erdrückende Wahrheit einfach zu verdrängen versuchten.
Erst als er zum ersten Mal einen dieser geheimen Karawanen begleitete und zusehen musste, wie die Gefangenen die Stadt betraten und er und die anderen Wachen mit einem leeren Wagen zurück nach Mulgarth aufbrachen, musste er wohl oder übel einsehen, dass Gwidon Rembes Siedlung kein Paradies für seine Art war. War es nicht eher die Schwelle zur Hölle? Die Tiermenschen vertrauten blind in ihren Beschützer, der sie und ihre Fähigkeiten ausnutzte bevor er sie am Ende in die Sklaverei verkaufte.
Auch seine Freunde hatten Damiens Vermutungen nicht hören wollen. Er sah in ihren Augen den Funken des Zweifels, wenn er von Gwidons Tun sprach, doch wählten sie weiterhin stur den Weg der Unwissenheit. Und am Ende konnte Damien es ihnen nicht verübeln: anders als er, hatten sie den größten Teil ihres Lebens in Mulgarth verbracht. Gwidons schreckliche Lüge war ihre Wahrheit und es viel ihnen schwer, die grausame Wahrheit der Realität zu akzeptieren. Damien selbst wollte fliehen, auch wenn es ihn schmerzte seine Freunde zurückzulassen. Doch er wollte sie auch nicht zwingen mit ihm zu gehen und verabschiedete sich von ihnen nur wenige Tage vor seiner geplanten Abreise.

Als er das nächste Mal die Karawane der Sklaven bewachen sollte, sammelte er seinen wertvollsten Besitz zusammen und verstaute ihn so diskret wie möglich auf seinem Reittier. Sie waren erst wenige Stunden außerhalb der Sichtweite von Mulgarths Wall als sie von Räubern angegriffen wurden, was keine Seltenheit war. Am Ende des Kampfes blieben nur noch Damien und drei andere Tiermenschen stehen; die Sklaven waren unverletzt, da sie in dem Wagen eingeschlossen waren. Die vier wechselten einen Blick und machten sich daran, die anderen Tiermenschen zu befreien. Damien scheute auch nicht davor zurück, die Gefallenen nach Geld oder anderen verwertbaren Gegenständen abzusuchen – in seiner Situation könnte er jedes zusätzliche Objekt gebrauchen.
Die Wachen zeigten den anderen den Weg zurück zu Mulgarth, schlugen ihnen aber auch vor, Tragalún zu verlassen. Damien verließ sie dort und sah nur noch einmal zu den Mauern zurück, die  er in den letzten zehn Jahren als sein Zuhause bezeichnet hatte. Dann wandte er sich endgültig von ihnen ab und trieb sein Reittier an. Es war Zeit, dieses Land der Wüste zu verlassen. Ein langer Weg durch die Wüste und über den Bergpass warteten auf ihn, doch er überwältigte auch diese Hürde. Der Anblick des Waldes, der sich vor der Gebirgskette ausbreitete, war genug um Damien das Gefühl zu geben, er wäre endlich wieder daheim.


Gefährten: Eryx ist ein fleischfressender Dinosaurier, als Edraechse bezeichnet. Er besitzt einen längeren Hals, läuft auf zwei Beinen und hat zwei Arme mit drei klauenbesetzten Fingern. Wenn er aufrecht steht, liegt sein Kopf ca. 2.20 m über dem Boden und sein Körper ist 3 m lang. Eryx und seine Art werden in Mulgarth als die Reittiere der Stadtwache eingesetzt und sind dafür bekannt, dass sie auch schwere Lasten tragen und in Kampfsituationen ihre Herren unterstützen können. Jeder Wächter bekommt nach einem Jahr Dienst seinen eigenen Saurier zugeteilt – vorausgesetzt man befolgt alle Regelungen und Befehle – und muss von dem Zeitpunkt an selbst für ihn sorgen. So ist Eryx schon seit fünf Jahren Damiens treuer Begleiter.


Familie: Vater (Handwerker), Mutter und vier ältere Geschwister – drei Brüder und eine Schwester.


Passende Musik: The Rasmus – Dead Promises | You Got It Wrong


Zuletzt von Damien Maethor am Do Jul 04, 2013 5:43 pm bearbeitet; insgesamt 7-mal bearbeitet
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