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Gabriel Gaunt

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Gabriel Gaunt

Beitrag von Gabriel Gaunt am Di Nov 20, 2018 1:44 pm

Infos zum Schreiberling

Hauptcharakter: Malachai
Nebencharakter(e): Orrashal, Dareion



Charakter - Grundlagen

Name: Gabriel Gaunt
Rasse: Vampir, ehemals Mensch
Alter: äußerlich 28, mittlerweile circa 150 Jahre
Geschlecht: männlich
Zugehörigkeit: Unlicht



Erscheinung
Größe: in menschlicher Gestalt 1,75m; als Vampir circa 2,30m; Flügelspannweite 2,50m
Aussehen: In seiner menschlichen Gestalt erweckt Gabriel den Anschein eines Mitglieds der Riguskanter Oberschicht. Kurzgeschnittene, schwarze Haare fällt bis knapp über die Stirn eines Gesichtes, dessen strengen Züge wie aus einem Block Marmor gemeißelt zu sein scheinen. Unter den ungewöhnlich grau gefärbten Augen schimmern dunkle Ränder, die zu der Vermutung führen könnten, das ihr Besitzer viele schlaflose Nächte verbracht haben müsse. Die schmalen, oftmals in Konzentration zusammengepressten Lippen verbergen einen Mund voller makellos weißer Zähne, einschließlich der Fangzähne, die dem Beobachter seine Unmenschlichkeit preisgeben würden. Seine gesamte Gestalt ist hochgewachsen und schlaksig, ja, sogar durchaus als ausgemergelt zu bezeichnen. Die Fingernägel sind perfekt gepflegt, allerdings alle leicht spitz zulaufend gefeilt. Die Stimme Gabriels kann wie ein gut funktionierendes Pendel innerhalb von Sekunden von einem leisen Flüstern zu gebrüllten Anweisungen ansteigen und abschwellen, wobei der Vampir ersteres bevorzugt.


Vampirgestalt: In seiner wahren Gestalt verformt sich Gabriel zu einer gewaltigen Fledermaus, die Eigenart seiner Krankheit. Die Haut spannt sich straff über seinen Schädel und gibt dem Monster so ein noch groteskeres Aussehen. Die gewaltigen, membranösen Flügel erlauben die Fortbewegung in der Luft und die Krallen an den Füßen und den Enden der Flügel sind durchaus dazu in der Lage, einem Mann das Fleisch von den Knochen zu reißen. Sein Körper ist von einer dünnen Schicht glänzend grauen Fells bedeckt, welche zwar nicht gegen Speere und Klingen, aber dafür gegen den schneidenden Wind zu schützen vermag. Nicht zu artikulierten Lauten imstande ist Gabriels Stimme in seiner wahren Gestalt ein gestaltloses Kreischen von wechselnder Intensität, ein Laut, welcher sich direkt in den Geist umstehender Personen bohrt und jene schwächeren Willens durchaus in die Knie zu zwingen vermag.


Kleidung: Als Mensch kleidet sich Gabriel bewusst als Mitglied der Oberschicht, um nicht aufzufallen. Ein graues Hemd aus feinem Stoff, dessen Ärmel bis an die Knöchel reichen, verdeckt seine dürren Arme und die überdeutlich sichtbaren Adern. Unter dem Hemd verbirgt sich ein weiteres Kleidungsstück, ein einfaches Kettemhemd aus ineinander verflochtenen Metallringen, eine der eher paranoiden Vorsichtsmaßnahmen Gabriels.Die Hände selbst stecken in schwarzen Handschuhen, aus Sorge eines seiner Exponate zu beschädigen. Die Hose aus ähnlichem grauen Stoff, was im ganzen zu einem recht uniformen Äußeren beiträgt. Am Revers seines Hemdes steckt eine kleine silberne Rose mit perfekt geformten roten Blütenblättern, ein einfaches Kleinod, welches er allerdings hütet wie einen Schatz.
Sein Äußeres komplettieren neben Stiefeln aus Kalbsleder noch ein robuster Spazierstock mit versilbertem Griff  sowie einer für Außenstehende verborgenen Klinge im Inneren sowie ein Hut aus schwarzem Samt, der meistens in einem beinahe unmöglichen Winkel auf Gabriels Kopf zu finden ist.



Persönlichkeit
Charakter: Gabriel Gaunt ist ein Forscher, ein Mann des Geistes, dessen einziger Sinn danach strebt, sein Verständnis des von ihm gewählten Foschungsgebiets der Artefaktentstehung und der Geistbindung zu vertiefen. Er ist pragmatisch und stets darum bemüht, bei allen seinen Aktionen neues zu lernen und sich selbst dadurch zu verbessern. Gegenüber anderen gibt er sich zunächst ein wenig distanziert, da er langwierige Diskussionen als eine Qual empfindet und ihn der Gedanke, jemand anderem etwas erklären zu müssen, mit Grauen erfüllt; nicht, weil er es nicht könnte, sondern weil er sich nur ungern auf das intellektuelle Level anderer hinab begibt. Arroganz ist ein tief verwurzelter Teil seiner Persönlichkeit, welcher ihn auf andere durchaus abschreckend wirken lässt. Dahinter verbirgt sich allerdings ein durchaus verständiger und höflicher Charakter, der über die Jahre seines Vampirdaseins hart dafür gekämpft hat, seine Menschlichkeit zu bewahren. Wenn man ihm gegenüber die richtigen Worte erwähnt, wird er durchaus geneigt sein, sein Wissen oder sogar seine Tatkraft zur Verfügung zu stellen, vorausgesetzt, er erhält einen ihm angemessen erscheinenden Anteil.

Religion: Gabriel weiß vom Glauben an Licht und Unlicht, sowie von den Grundzügen einiger kleinerer Glaubensrichtungen Crepererums. Aktiv praktizieren tut er allerdings keine davon. Im Gegenteil, seine Abneigung gegenüber Predigern des Lichts und ihrer ruhelosen Verfolgung seiner Art ist zu einer Form von eigenen Glauben geworden, den er nur schwerlich wieder ablegen kann. Der Glaube an das Unlicht kümmert ihn aber ebenso wenig, da er sich eher seiner Forschung hingibt.



Fähigkeiten
Beruf: Antiquariar und Sammler von Artefakten
Sprachen: Arcum, Rigusta
Lesen/Schreiben: Ja
erlernte Fähigkeiten: Umgang mit dem Degen, das Einschätzen von Gegenständen in sowohl Alter als auch Wert, ausgiebiges Wissen über die Geschichte Risguskants
Eigenschaften/Gaben:
Vampirgaben: Alle grundlegenden Gaben eines Vampirs "Bedürfnis nach Blut, Entlarvung durch Sonnenlicht..."
Geistesberührung: Gabriel ist in der Lage, einen Gegenstand zu berühren und ihn dadurch zu "lesen", d.h die Emotionen zu spüren, welche den Gegenstand geprägt haben, Charakterzüge des letzten Trägers oder Gedanken, die auf diesen Gegenstand fokussiert wurden. Laute Geräusche können ihn aus der Trance reißen, führen aber zu einer kurzen Orientierungslosigkeit sowie der Möglichkeit, die Person aus Selbstschutz anzugreifen. Je länger die Trance, desto genauer können diese Auraspuren von ihm gelesen und verarbeitet werden. 
Astralreise: Mit dieser Fähigkeit ist es Gabriel möglich, ein Abbild von sich durch den Astralraum zu projizieren, der Ebene, auf der sich auch Geister, Phantome und ähnliche Untote manifestieren. Sein Körper bleibt währenddessen zurück. Sämtliche Regeln des Vampirdaseins bleiben weiterhin bestehen, d.h wenn er nicht nach einiger Zeit mit Blut versorgt wird oder der Sonne ausgesetzt wird, treffen die Konsequenzen ein. Im Astralraum ist er für normale Wesen unsichtbar, es sei denn sie können Auren sehen wie Hungerteufel oder verfügen über andere Fähigkeiten. Es ist ihm nur durch große Willensanstrengung möglich, mit der stofflichen Welt zu interagieren, allerdings bieten Mauern und Türen ihm keinen Widerstand. Hierbei gelten zwei Einschränkungen: Um einen Gegenstand in der realen Welt präzise handhaben zu können, ist eine größere Anstrengung erforderlich, als eine einfache Bewegung, wie zum Beispiel einen Stoß auszuführen. Auch ist das Tragen von Gegenständen über längere Entfernungen und durch feste Objekte nicht möglich. Zum Anderen ist die Interaktion mit Gegenständen aus Eisen unangenehm für Gabriel, bei längerem Kontakt sogar schmerzhaft.   Es ist ihm möglich, mit anderen Reisenden oder Geistern zu kommunizieren. Eine weitere Person kann auf eine solche Reise mitgenommen werden, dafür ist allerdings ein komplexes Ritual vonnöten, bei dem Gabriel Blut von der Person trinken muss.

körperliche/geistige StärkenFotografisches Gedächtnis, geübt mit dem Degen, umfassendes Wissen über Geschichte und Folklore Riguskants, geschult im Identifizieren von magischen Artefakten.
körperliche/geistige SchwächenArroganz, mangelndes Einfühlungsvermögen, fehlende Zähigkeit, Hass auf Lichtdiener






Hintergrund
Stand: ledig
Familie: Viktor Gaunt, Vater, verstorben; Elizabeth Gaunt, Mutter, verstorben
Herkunft/Geburtsort: Königsburg, Riguskant
Wohnort: Riguskant
Besitz: Ein Antiquariat in Riguskant, mehrere Gegenstände mit für ihn interessanten Aurenmustern, Spazierstock mit versteckter Klinge.
Gefährten: Ellen:
Dieses junge Riguskanter Straßenmädchen war das erste Opfer des zum Vampir gewordenen Gabriels, welcher aber seine Gier zu diesem Zeitpunkt nicht unter Kontrolle hatte und das Mädchen kurzer Zeit nach dem Angriff dem Blutverlust erlag. Als Folge ihres gewaltsamen und vorzeitigen Todes blieb ein Teil ihres Geistes Teil dieser Welt, an Gabriel gebunden. Ihr verwirrter und ruheloser Geist begann damit, Gabriel heimzusuchen und sich durch zuerst kaum wahrnehmbare, dann über die Jahrzehnte immer stärkere Aktionen  bemerkbar zu machen: Das Verrücken von Objekten, Schritte und kratzende Geräusche und zuletzt umhergeworfene Gegenstände. Zuerst war Gabriel überfordert und nicht imstande, der Situation beizukommen. Als sich schließlich seine Gabe der Astralreise zu manifestieren begann, konnte Gabriel sich der jungen Frau direkt gegenüberstellen. Ihre Geister rangen hart und erbittert miteinander, ohne das einer von ihnen die Oberhand gewinnen konnte. Als beide schließlich erschöpft voneinander abließen, machte Gabriel den verzweifelten versuch, den geist des jungen Mädchens um verzeihung zu bitten und schwor ihr, das niemals mehr ein Mensch durch seine unbedachte Gier sein Leben verlieren würde.
Ellens Geist schien zufrieden zu sein und die beiden schlossen einen Pakt: Solange Gabriel sich an sein versprechen hielt, würde Ellen seinen Laden und seine Forschung beschützen. Im Gegenzug dazu würde Gabriel nach einem Weg suchen, ihren Geist eines Tages völlig zu befreien.
Geschichte: Als der erste Sohn des bekannten Riguskanter Abenteurers und Entdeckers Viktor Gaunt wurde Gabriel die bestmöglichste Erziehung gewährleistet. Schon in seinen ersten Jahren tat sich der Junge in Fächern wie der Geschichte Riguskants und anderen, durchaus ungewöhnlicheren Fächern wie der Anatomie und Rechtskunde hervor. Äußerlich schien der Sohn Viktors eher ruhig, introvertiert und mehr in das Vertiefen seiner eigenen Arbeiten interessiert zu sein als in die Konversation mit Mitstudenten oder den anderen Verlustierungen, die das Leben eines jungen Mannes aus gutem Hause bereithält. Die einzige Zerstreuung, die sich Gabriel erlaubte waren seine wöchentliche Besuche auf dem Markt Königsburgs, wo er sich oft stundenlang mit den verschiedensten Händlern über ihre Waren austauschen konnte und auch so manches Kleinod aus weiter Ferne für seine beginnende Sammlung erwarb. 


Als er die Schule schließlich als einer der Jahrgangsbesten abschloss, entschied sein Vater, dass nun die Zeit gekommen sei, den Jungen auf eine seiner Expeditionen mitzunehmen. Viktor willigte freudig ein, doch schon nach einigen Tagen war deutlich zu erkennen, dass ihm die Arbeit seines Vaters missfiel: Der Schmutz, Dreck und Staub machten ihm zu schaffen, die Nächte in einfachen Zelten oder unter freiem Himmel krochen ihm in die Knochen und auch die Natur mit ihrer mannigfaltigen Schönheit vermochte den jungen Mann nicht zu fesseln. Nach ihrer Rückkehr handelte Gabriel in einem langen Gespräch, welches so manches Mal kurz davor war in einen offenen Streit zu entflammen, mit seinem Vater aus, das er sich in der Heimat um die Katalogisierung der von seinem Vater zurückgebrachten Gegenstände sowie um die Herstellung von Querverbindungen im Zusammenhang mit ihrer Herkunft und Gebrauch kümmern würde. Er war es auch, der Viktor schließlich dazu überredete, ein privates Museum zu eröffnen und ihn, Gabriel, als Kurator einzusetzen. In den nächsten Jahren zeigte sich deutlich, dass Gabriel hier seine Welt gefunden hatte: Zwischen den säuberlich von ihm ausgestellten Gegenständen konnte er befreit von den Anstrengungen langer Reisen doch einen signifikanten Beitrag zur Forschung seines Vaters beitragen, ja, sie in einigen Punkten noch überflügeln. Einzig und allein mit den Besuchern mochte er nicht so recht warm werden und es mangelte ihm an dem Talent, ihre Geister zu fesseln, wenn er sie durch das Museum führte. 

Als er die Tür eines Abends verschließen wollte, wurde ihm der Weg von einer jungen Frau, augenscheinlich nicht älter als 30 Jahren versperrt, die ihn bat, für sie noch eine Führung zu unternehmen. Sie stellte sich ihm als Vermina vor und als Gabriel ihren anhaltenden Bitten nachgab, verblüffte sie ihn während der Führung mit ihrem Wissen, welches an das seinige durchaus heranreichte. In einigen Bereichen wusste sie augenscheinlich mehr als er und verblüffte ihn mit Aussagen, die er so in keinem Werk der Geschichte gefunden hatte. Er unterhielt sich prächtig mit der jungen Frau und als sie ihm anbot, nächsten Abend zurückzukehren um ihre Diskussion fortzuführen willigte der zu diesem Zeitpunkt 28-jährige Gabriel nur allzu gerne ein. Die nächsten Wochen vergingen wie im Flug und Vermina wusste immer etwas neues, um den jungen Kurator zu verblüffen und zu begeistern. Schließlich eröffnete sie ihm den Grund ihres Hierseins: Sie wollte Gabriel ein Geschenk anbieten; nichts geringeres als die Ewigkeit. Sie erklärte ihm, dass er mit ihrer Hilfe seine Forschungen unabhängig vom Fluch des Alterns fortsetzen konnte, indem er sich der Kondition hingab, der sie auch verfallen war: Dem Vampirismus. Jeder normale Mensch wäre bei dieser Eröffnung zurückgeschreckt, doch Gabriel lauschte gebannt, die Entscheidung in seinem Geist wie ein Boot in hohem Wellengang umhertreibend lassen. Als er sich schließlich einen Tag Bedenkzeit erbat, schüttelte Vermina nur ihren Kopf: Die Entscheidung musste jetzt gefällt werden, in diesem Moment. Sie hatte viel auf Gabriel gesetzt und so eröffnete sie ihm ohne Umschweife, dass es aus dieser Situation nur zwei Auswege geben würde: Entweder Gabriel nahm ihr Geschenk an oder Königsburg würde beim Aufgang der Sonne einen Toten zu beklagen haben. 
Gabriel verstand und nickte schließlich zustimmend. Er würde das Geschenk des Vampirismus annehmen, für seine eigene Forschung.
Vermina brachte ihn in eine versteckte Zisterne tief unter den Fundamenten Königsburgs, an "die Wurzeln der Stadt" wie sie es ausdrückte und begann dort mit dem Ritual der Verwandlung. Nachdem sie ihr Blut getauscht hatten, senkte sich ein roter Schleier über Gabriels Sicht und er sah nur verschwommen, wie Vermina eine Gestalt in die Mitte des Raumes warf, vor seine Füße. Er musste nicht nochmals hinsehen, er konnte sie spüren, das pulsierende Leben in ihren Adern, das Herz, welches wie ein großer Schmuckstein in ihrer Brust ruhte und ihr entsetztes Atmen, welches wie Sturmböen gegen seine Ohren anbrandete. Gabriel war nie ein Vertreter von Gewalt gewesen, doch in diesem Moment war er nicht Gabriel: Es war die Saat eines Monsters in ihm, welche die Kontrolle übernahm, und diese Bestie schrie nach Nahrung. Er stürzte sich auf die Frau und versenkte seine Zähne förmlich in ihrem Hals, das warme Blut nicht beachtend, welches langsam pulsierend über sein Kinn lief und auf seine Kleidung tropfte. Als das Blut der unschuldigen Frau die Kehle des jungen Mannes hinablief, begann sein gesamter Körper sich in krampfhaften Anfällen zu winden und zu verdrehen, Knochen brachen und begannen sich zu verschieben, die Haut beulte sich aus, als wüchse etwas in ihm heran, das für die Chrysalis seines menschlichen Leibes einfach zu groß sei. Gabriel warf den Kopf in den Nacken und schrie, ein animalischer Laut, der von den schweigsamen Steinwänden der Zisterne widerhallte, bis ihn sanfte Ohnmacht erlöste. 


Gabriel lernte schnell, sich an seine monströse Gestalt zu gewöhnen, doch nahm er sie nie ganz an. Für ihn war es unabdingbar, seine eigene Menschlichkeit zu bewahren und sich nie wieder in einer Situation wie seinem ersten Biss zu befinden: Hilflos der inneren Bestie ausgeliefert. Vermina leitete in auf dem Weg in die neue Existenz wie eine Mutter und Gabriel lernte nur zu bereitwillig. Seine erste Gabe entdeckte der junge Vampir ungefähr 4 Dekaden nach seiner Verwandlung, durch einen puren Zufall: Vermina brachte ihm eine kleine Figur aus Kristall mit und  als Gabriel sie versonnen betrachtete, spürte er plötzlich wie sie das kleine Mädchen, welches sie vorher besessen hatte, mit Freude und Verzückung erfüllt hatte. Er nutzte die Zeit, die ihm nun zur Verfügung stand, um die Grenzen seiner Gabe vorsichtig auszuloten. Als er schließlich sich mit seinem kleinen Antiquariat ein festes Standbein in Königsburg sicherte, war sein Entschluss, dieses Feld der Gefühlsbindung und die dadurch potentiell mögliche natürliche Entstehung von Artefakten zu seinem Hauptforschungsfeld zu machen, eine Gewissheit für ihn. Er eröffnete also das "Elysium", ein kleines Antiquariat und verbrachte die nächsten Jahre damit, ein Netzwerk aus Informanten innerhalb der Stadtmauern auszubauen, die ihn über lohnende Gegenstände erzählten, neue Kontakte knüpften und regelmäßig Dokumente über die Existenz des Ladens vernichteten, um keinen verdacht aufkommen zu lassen. Die Jahre, die Gabriel in der Stadt verbracht hatte, erweckten in ihm den Glauben, ein Teil Königsburgs zu sein, nicht wie ein Mensch, sondern mehr wie die Steine und der Stahl; eine unverrückbare Konstante. Vermina hatte die Stadt vor mehreren Jahren verlassen, da es ihr nach ein wenig Abwechslung bedürfe, wie sie dem jungen Vampir erklärt hatte, allerdings versprach sie, mit ihm in Kontakt zu bleiben. Vor kurzem entdeckte Gabriel in seinen Träumen die Fähigkeit, die Grenze zwischen den Ebenen niederzureißen und zwischen den geistern zu wandeln; eine Entdeckung, die den Verstand des jungen Vampirs besonders reizte, konnten diese Wesen doch vielleicht bei seinen Forschungen nützlich sein. Viele Jahre sind seit Gabriels Verwandlung ins Land gezogen, doch in seinem Kern ist er noch immer derselbe: Ein Forscher, dessen Arbeit über allem steht.



passende Musik: 


Zuletzt von Gabriel Gaunt am Do Dez 06, 2018 2:56 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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