Neueste Themen
» Schule, Chaos, Leben
Heute um 8:35 pm von Outis

» Ihr sucht einen Schreibpartner?
Heute um 7:24 pm von Myiarla

» Weihnachtsgrüße aus Neovine!
Gestern um 2:45 pm von Gast

» Neovine
Gestern um 2:45 pm von Gast

» Glimm
Gestern um 12:02 am von Glimm

» Blacklist
Sa Dez 08, 2018 11:46 am von Das Große Licht

» Mein Wille geschehe
Fr Dez 07, 2018 12:26 pm von Sinthoras

» Groteske Magie - Hexer & Hexen
Mi Dez 05, 2018 1:36 pm von Lestat

» Wachsende Schatten
Sa Dez 01, 2018 3:37 pm von Freya

Wer schreibt wo?

Perleris-Meer
Das östliche Meer:
Anju
Erzähler

Riguskant
Auf den Straßen (Königsburg):
Élie
Jaden
Kraja der Rabe

Leiswasser:
Terano Leiryfe Sanador
Ardaja Elasia
Sélari

Sommasflucht:
Nimeria
Faycine
Schreiberling (Remiron)

Herrenhaus von Sommasflucht:
Chakko
Schreiberling (Remiron)

Schavennas Hafenviertel:
Faylinn
Myrrmayarra
Egon

Das Jungferntal:
Clavius
Nocturna
Ikarus
Eiris

Anwesen der von Mittklang (Königsburg):
Helia
Erzähler

Armenviertel (Königsburg):
Alrishaera
Orrashal

Taverne zum schwarzen Schwuuh (Auenheiden):
Ophelia
Caius Aulus
Cyrelas Caemire

Kargatrass-Wald:
Yuki
Ragmer
Amicara

Steppenstraße:
Thech Sharr
Raltjof
Itjaika
Jaiva

Mittleres Stockwerk Gasthaus 'Seilers Tochter' (Davencia):
Luvia
Kit
Erzähler

Dorf Tinto:
Valeria
Finn

Kleine Räuberfestung (Drei-Zehen-Gebirge):
Quaona Leae Ohana
Ciaran

Die Grüne Hölle
Rand der Grünen Hölle:
Escaria
Sheevalesca

Dorf Olunka:
Nuri
Thea

Karatina
Gasthaus 'Am Markt' (Dornenwacht):
Yheran Maknossar
Obrogun
Akina

Westlich des Nysbelth:
Malachai
Narmil Machatrim

Entlang der grünen Hölle:
Mayaleah
Kasimir

Waldstück nahe Kohwatt:
Mathilda
Lil'yandra Iathaille

Armenviertel (Amdalon):
Rasaya
Lestat

Westliche Steppe:
Jaekim
Kinim

Prachtvolles Gutshaus:
Araisan

Freya

Irgendwo nahe Finstersteig:
Pan
Neisseria

Katunga:
Nenvar
Cilucamaidra
Erzähler

Tragalùn
Felsdorf:
Elaimandraia
Dragor

Harashan-Gebirge:
Wakizar
Solacelea

Westliche Wüste:
Rhúan
Sayola

Sa'daan:
Aurora
Skadi

Forcewald
Wald nahe Húlzinburc:
Kehilan
Cearis

Die Wilden Lande
Waldtiefen (Frostbakenwald):
Aiurasim
Frala
Unsere Schwestern



Statistik
Wir haben 291 eingetragene Mitglieder
Der neueste Nutzer ist Skaelir.

Unsere Mitglieder haben insgesamt 31330 Beiträge geschrieben zu 1851 Themen

Schule, Chaos, Leben

Seite 1 von 2 1, 2  Weiter

Nach unten

Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am Fr Nov 30, 2018 2:51 pm

Baum... um Baum... Wiese um Wiese, Feld um Feld, Dorf um Dorf, Menschen um Städte um Kreise um Bundesländer... Immer weiter weg von meinem Leben... Leas Augen hatten schon lange aufgehört, die Strecke wirklich zu verfolgen. Auf die Rückbank gequetscht, neben den letzten Resten Gepäck drückte sie ihre Wange an die kalte Fensterscheibe, die Kopfhörer im Ohr, obwohl der Akku schon lange leer war, um möglichst wenig von IHR zu hören. SIE, die ihr ihr Leben weggenommen hatte. SIE, die ihr ihren Vater weggenommen hatte, ihre Freunde, ihre Schule, ihr Haus, ihr... Alles. Sie konnte sie nicht leiden und wenn sie den Blick von ihr sah dann wusste sie, dass es auf Gegenseitigkeit beruhte. Es wäre ihr schon Grund genug, mich zu ärgern, um Dad zu verführen! Sie seufzte.
"Ist alles ok Schatz? Brauchst du eine Pause?" Ihr Vater hatte sich für einen kurzen Moment umgedreht zu ihr, bevor er wieder auf die Straße schaute. Lea tat so, als würde sie ihn gar nicht hören und ihr Vater schien sich damit zufrieden zu geben. Schon fing er an, wieder mit IHR zu reden, zu lachen, zu planen... Aus dem Augenwinkel sah sie, wie SIE ihre Hand auf die Seine legte, sie nur kurz runternahm, wenn er schalten musste, was auf der Autobahn leider nicht allzu häufig passierte.
Schließlich spürte sie doch, wie das Auto langsamer wurde. Für einen kurzen Moment kam Lea der irrwitzige Gedanke, dass ihr Vater es sich anders überlegte hatte, das er ausstieg, sie in den Arm nahm, sich entschuldigte und einfach wieder umdrehte, SIE hier stehen ließ und sie zurück in ihr altes Leben fuhr, zurück zu ihren alten Freunden, zurück in das kleine Zimmer mit der Dachschräge und ihren Postern, zurück zu diesem schrecklichen Teppich im Wohnzimmer. So schnell wie dieser Gedanke gekommen war, verflog er auch schon wieder.
Seine Hand berührte sie an ihrem Bein. Lea tat überrascht, zog sich den lautlosen Kopfhörer aus einem Ohr und blickte ihn an, als wäre sie ganz woanders gewesen. "Vertritt dir kurz die Beine, ok? Wir machen eine Viertelstunde Pause." "Natürlich Dad", erwiderte sie nur matt. Das aufmunternde Lächeln das er ihr zuwarf blieb unbeantwortet.

Es tat tatsächlich gut, sich die Beine zu vertreten. Sie mussten schon für über 4 Stunden gefahren sein, wenn ihr Handy keinen Akku mehr hatte. Sie hatte nur ein bisschen mit ihren Freunden geschrieben, ein paar Bilder angeschaut und die meiste Zeit Musik gehört. Aus dem frühen Vormittag war inziwschen früher Nachmittag geworden. Sie blieb vor dem Autobahnschild stehen: Gutmannstal. Instinktiv griff sie nach ihrem Handy, um es enttäuscht wieder wegzupacken. Wie weit es wohl noch ist? Als sie Schritte hinter sich hörte, drehte sie sich um, wollte ihren Vater fragen, doch vor ihr stand nicht ihr Vater. "Weißt du, ich freue mich darauf, mit dir zu wohnen. Das wird bestimmt ganz witzig werden", sprach SIE. "Ja, ganz bestimmt", murmelte Lea nur und drehte sich wieder um, um das Schild anzustarren, als gäbe es nichts Interessanteres auf der Welt. Doch so leicht kam sie nicht davon: "Es sind noch etwa anderthalb Stunden, du solltest hier nochmal auf die Toilette gehen, später hast du nicht mehr die Chance." Sie rollte mit den Augen: "Danke, ich muss nicht." Das war gelogen. Aber sie würde ihr nicht den Gefallen tun, auf sie zu hören. "Weißt du Lea..." "Quaona!", unterbrach Lea sie. Sie hasste diesen Namen, aber sie hasste Sie ja auch. "Natürlich, Quaona, tut mir Leid. Ich möchte mich wirklich gut mit dir verstehen, wir beide haben deinen Vater sehr lieb." Sie bekam keine Antwort.
Die letzte Stunde über waren sie nicht mehr auf der Autobahn unterwegs. Es ging über Feldwege und durch Dörfer, über huckelige Nebenstraßen bis selbst das Navi nicht mehr weiter wusste und SIE den Weg angab. Schließlich kamen sie an einem kleinen Schild vorbei: Willkommen in Ellwürden.

Mit einem Ruck blieben sie vor ihrem neuen Haus stehen. Es hatte eine enge Einfahrt und einen Untersteller für die beiden Autos ein großer Garten erstreckte sich hinter dem Haus, mit langen Gartenbeeten und Bäumen, die sich perfekt für eine Hängematte eignen würde. Es war... eigentlich recht schön. Zumindest solange, bis ihr zukünftiger vierter Mitbewohner aus dem Haus getrottet kam. Noch bevor er sich wirklich zum Auto umgedreht hatte, sprach er schon los, laut genug, um auch im Auto gehört zu werden: "Da bist du ja endlich, hast du was zu Essen mitgeoh... Du bist ja auch da... und... wer bist du?" Bei seinen Worten hatte er erst Leas Vater und dann schließlich Lea selbst angeguckt, deren Kopf hinter Gepäckstücken herausschaute. Er schien nicht damit gerechnet zu haben, mehr als nur seine Mutter zu sehen. "Hanke, das ist Lea, Walthers Tochter. Ich hatte dir doch erzählt, dass sie heute hier einzieht." "Oh stimmt, ich muss meine Sachen noch aus ihrem Zimmer räumen... mach ich morgen." Mit diesen Worten verschwand er wieder im Haus um sich vor dem Helfen zu drücken. Seine Mutter schrie ihm zwar noch hinterher, aber das interessierte ihn anscheinend wenig. Beruhigend legte Leas Vater ihr die Hand auf die Schulter: "Schon in Ordnung, es ist bestimmt auch anstrengend für ihn, also emotional meine ich." Dann drehte er sich zu Lea um: "Willst du schonmal mit Ursula nach oben gehen und dir dein neues Zimmer angucken? Ich räume schonmal aus in der Zeit." Leas Widersprüche blieben zwecklos und so trottete sie mit einer ihrer Taschen hinter IHR her.

Das Haus war groß, 3 Stockwerke, eine kleine Diele nur auf dem ersten Stock, mit einem Keller direkt darunter darüber gab es ein geräumiges Wohnzimmer, eine kleine Küche, gegessen wurde anscheinend im Wohnzimmer, zumindest lagen dort noch einige Pizzaschachteln. Bei dem Anblick seufzte Ursula. "Hanke hat nicht aufgeräumt, tut mir leid, sonst sieht es hier besser aus." Anstatt zu antworten, blickte sich Lea weiter um, einige verschlossene Türen, bestimmt ein Schlafzimmer und ein Bad, dazu noch ein Raum für Wäsche und ähnliches. Als es eine weitere Treppe hochging kamen sie zu zwei großen Zimmern. Vor dem einen lag ein Wäscheberg, benutzte Unterwäsche, dreckige T-Shirts, alles war dabei. Der Weg zum Anderen war frei. Während Ursula noch die Wäsche in den direkt daneben stehen Wäschekorb packte, öffnete Lea schon die zweite Zimmertür... und stand vor einem Chaos. Überall standen Sachen, die ganz offensichtlich Hanke gehörten, ein Schlagzeug, das Staubzivilisationen angesammelt hatte, Kisten mit altem Spielzeug, teilweise ausgeschüttet, ein alter unbenutzbarer Schreibtisch und vieles mehr. Wie angewurzelt blieb sie stehen. Der Weg zu ihrem Bett war nicht betretbar. Es stank schlimm, als wäre seit Monaten niemand mehr hier drin gewesen. Als Ursula dies sah, stapfte sie wütend in Hankes Zimmer: "DU WIRST JETZT SOFORT DIESES ZIMMER AUSRÄUMEN! HABEN WIR UNS VERSTANDEN?" "Nur noch das Lev..." Noch bevor er zuende gesprochen hatte, riss seine Mutter ihm das Stromkabel aus der Steckdose. "Boah ist ja gut!" Langsamen Schrittes stapfte er auf Leas Zimmer zu und drückte sie dabei wirsch zur Seite. Mitsamt Rucksack trottete Lea wieder nach unten.

Als ihr Vater sie kommen sah fragte er: "Und, wie findest du es hier?" "Schön" murmelte Lea, während sie sich an ihm vorbeidrückte und wieder aus der Tür rausschritt. Sie bahnte sich ihren Weg an den Autos vorbei und betrat den Garten. Von hier sah sie einen kleinen Balkon, der wohl an das Wohnzimmer angrenzte, aber für den Moment war ihr das egal. Sie legte sich in den Schatten der Bäume und zog die Jacke etwas enger an sich heran. Es dämmerte langsam und war schon relativ kühl geworden, doch gerade fühlte sie sich hier draußen am Wohlsten.
Am Abend wurde sie von Ursula angewiesen, heute Nacht doch bitte auf der Couch zu schlafen und schon am Nächsten Mittag war ihr Zimmer halbwegs betretbar. Sie schien sich tatsächlich Mühe zu geben, es ihr schön zu machen. Den ersten Tag machte Lea nichts anderes, als im Wohnzimmer oder im Garten zu sitzen und Musik zu hören und mit ihren Freunden zu schreiben. Am Sonntag schließlich wechselte sich nur eine Sache: Sie saß in ihrem ZIMMER und hörte Musik und schrieb mit ihren Freunden. Auch wenn diese langsam nicht mehr antworteten. Am Montag schließlich sollte es in die Schule gehen.
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 88
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am Sa Dez 01, 2018 11:37 pm

„Hat Hanke eine Freundin?“ Outis blickte verwirrt von seinem Buch auf. Woher sollte er das wissen? „Ich hoffe nicht, wieso?“ Es gab neuen Tratsch und damit war seine Mutter in ihrem Element. Trotzdem konnte sie diesen Kommentar nicht ignorieren. „Warum hoffst du, dass er keine Freundin hat?“ Ihr Sohn zuckte mit den Schultern. „Weil das kein Mädchen verdient hat?“ Sie schüttelte den Kopf und erklärte ihm zum tausendsten Mal, das Hanke nicht so schlimm sei und inzwischen wäre er auch viel ruhiger geworden. Outis hörte nicht zu. Er hatte das alles schon oft genug gesagt bekommen. „Warum hast Du überhaupt gefragt?“, wollte er wissen, als sie endlich zum Reden aufhörte. „Was wissen?“ Jetzt war er es, der den Kopf schüttelte. „Na ob Hanke eine Freundin hat.“ Es schien, als würde seine Mutter aufblühen. „Ich habe ein blondes Mädchen bei ihnen gesehen.“
„Na und?“, hatte Outis gedacht und sich wieder auf sein Buch konzentriert. Kein Schulbuch, wie es sich seine Eltern gewünscht hätten, nachdem er durchgefallen war. Morgen würde er in eine neue Klasse kommen. Mit Leuten, die er kaum kannte, während sie untereinander schon vor Jahren Grüppchen gebildet hatten. Es war besser sich mit den Abenteuern von Fafhrd und dem grauen Mausling abzulenken. Was hatte ein blondes Mädchen schon zu bedeuten?

Am nächsten Morgen fand er sich neben einem blonden Mädchen wieder. Bestimmt Zufall. Sie waren beide die „Neuen“, die nun der Meute vorgeführt wurden. Sie die Zugereiste und er der Sitzenbleiber. Geteiltes Leid sei halbes Leid, hieß es. Doch ihm war es kein Trost zu wissen, dass sich das Mädchen neben ihm mindestens so komisch fühlen musste, wie er.
Die Übrige Klasse hatte bereits den internen Gruppen entsprechend und dem sozialen Gefüge folgend die Plätze verteilt. Die beiden Stühle direkt vor dem Lehrerpult waren dabei frei geblieben. Da wurden er und seine Leidensgefährtin jetzt hingeschoben. „Outis“, stellte er sich vor, obwohl das unnötig war, nachdem sie beide vor der ganzen Klasse vorgeführt worden waren. Er wusste ja auch schon, dass sie Lea hieß. „Willkommen in Ellwürden, ich würde ja anbieten dir nach der Schule alle Sehenswürdigkeiten zu zeigen, aber ich fürchte die hast du auf dem Schulweg schon gesehen.“

Das Räuspern des Lehrers brachte ihn dazu zu verstummen. Der Unterricht begann und er holte ein Heft aus einem Schulranzen, um darin herumzukritzeln. Ein Entwurf für das Cover der ersten Schülerzeitung in diesem Schuljahr. Er würde jemanden mit mehr künstlerischer Begabung finden müssen, der ihn auch umsetzen konnte. Franzi hatte ihm schon gesagt, dass sie sich dieses Jahr auf das Abi konzentrieren musste. So wie die meisten anderen auch. Nur er saß hier und hatte eine Jahr gewonnen oder verloren, je nachdem wie man es sehen wollte. Seine Eltern waren der Meinung, dass er die Leitung der Schülerzeitung abgeben sollte, um mehr Zeit für die Schule zu haben. Und manchmal fragte er, ob das nicht wirklich das Beste wäre. Ohne die anderen wäre es eh nicht mehr das gleiche, oder?
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 181
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am So Dez 02, 2018 1:39 am

Das dritte Aufstehen. Es war schon seltsam. Nachdem ihre Ferien in Nordrheinwestfalen zuende gewesen waren, musste nein, durfte sie erst noch ein paar Wochen zur Schule gehen, ein paar Wochen, die im Endeffekt nichts mehr gezählt hatten, weil ihr Umzug schon festgestanden hatten. Ihre Lehrer wussten es, ihre Mitschüler, ihre Freunde. Sie war nicht mehr zum Mitmachen gewzungen worden und hatte sich auch nicht wirklich angestrengt. Die meiste Zeit im Unterricht war fürs Zeichnen und Zettel schreiben draufgegangen, manchmal durfte sie den Lehrern bei Aufgaben helfen, die sie sonst hätten selber machen müssen. Der Tafeldienst war für sie mehr eine Existenzaufgabe als ein kurzes Leiden geworden.
Das dritte Aufstehen also und sie war nicht nur an einem neuen Ort sondern auch an einer neuen Schule. Müde war sie nicht, warum denn auch, sie hatte ja trotzdem pünktlich sein müssen, was nicht hieß, dass sie besonders gut geschlafen hätte. Als sie Ursulas Stimme nebenan hörte, am Zimmer ihres Sohnes seufzte sie erschöpft und stieg aus dem Bett.

Provisorisch angezogen und mit ihrem Kulturbeutel in der Hand öffnete sie ihre Tür. Von rechts hörte sie ein erfreutes: "Oh, du bist ja schon wach, guten Morgen Le... Ohana." Mehr als ein mürrisches "Morgen" brachte Lea nicht über die Lippen. Den kurzen Blick, den sie ihr zuwarf bereute sie nur Teile einer Sekunde später wieder, den Ursula stand vor Hankes offener Zimmertür, die einen ekelerregenden Ausblick auf den schlafenden Hanke offenbarte. Auf den NACKTEN schlafenden Hanke.
So schnell ihre Beine sie hatten tragen können war sie die Treppe heruntergestürmt. Unten kam gerade ihr Vater aus der Küche: "Hallo Lea. Hast du gut geschlafen? Freust du dich auf deinen ersten Schultag?" "Ja", log Lea, "Das wird bestimmt toll." Ihr Vater schien es ihr abzukaufen und so konnte sie endlich ins Badezimmer verschwinden. Vergeblich suchte sie nach einem Schlüssel.
Als sie sich gerade umzog hörte sie ein lautes Trampeln, das sich von oben dem Badezimmer nährte. "ICH BIN HIER DRIN..., setzte sie noch an, als sich die Badezimmertür auch schon öffnete. Panisch riss sie ein Handtuch vom Ständer und hielt es sich vor ihren entblößten Oberkörper. Ein übermüdeter Hanke betrat das Zimmer und schien sie in der ersten Sekunde allen ernstes nicht zu bemerken, dann richteten sich seine gaffenden Augen auf das Handtuch vor Lea. Und dann auf den Spiegel neben ihr. "DU VERSCHWINDEST JETZT SOFORT HIER RAUS!" brüllte Lea das Ganze Haus zusammen, während sie nach dem Ersten griff, was neben ihr auf der Kommode stand. Ein Raumerfrischer flog grob in die Richtung von Hanke, verfehlte ihn aber um ein gutes Stück. Als er den Wink immer noch nicht verstanden hatte traf ihn eine großes Deodorant am Kopf. Mit einem grinsenden "Au..." verschwand er aus dem Badezimmer und ließ die Tür offen stehen, nicht ohne nochmals hinter ihr hervorzulinsen. Erst Leas drohender Griff nach dem Nagelset verscheuchte ihn endgültig. "Ab morgen schließe ich hier ab, komme was wolle!", murmelte sie wütend in sich hinein, während die Tür sich mit einem lauten Knall schloss. Hinter ihr saß für die nächste Minute eine den Tränen nahe Lea, die einfach nur versuchte das Schluchzen zu unterdrücken, bevor sie sich ans Waschbecken stellte und anfing, sich zu schminken. Nicht zu aufgetragen, nur dass niemand ihre Fehler sah - oder wie verletzlich sie unter dieser Schutzschicht womöglich wirken mochte.

Als das Auto vor der Schule anhielt bemerkte Lea es kaum. Ihr Blick galt der Ferne, in Gedanken ging sie in ihre Klasse, setzte sich zu ihren Freunden und war einfach nur glücklich. Mehr wollte sie in diesem Moment nicht. Erst als ihr Vater ihr die Hand auf die Schulter legte schreckte sie aus ihren Gedanken hoch. "Also Schatz, kann es losgehen? Zeig es ihr, meine kleine Hawaiianerin!" Ein kurzes Gefühl von Zuhause legte sich über sie. Er hatte sie lange nicht mehr so genannt, seit dem Tod ihrer Mutter kaum noch. Von ihr kam ihr Name, ihr Gemüt, so vieles. Leas Dad tat alles dafür, Vater und Mutter für sie zu sein, aber es war eine schwere Aufgabe. Er war gut, aber nicht so gut. Lea hauchte ihm einen Kuss auf die Wange und setzte für ihn ein Lächeln auf. "Danke Dad. Bis heute Mittag."

Lea wartete, bis ihr Vater losgefahren war. dann drehte sie sich um ging auf die großen Türen zu. Überall um sie herum strömten vor allem Jüngere aber auch manche Ältere auf den Eingang zu als wäre es das Normalste auf der Welt. Freunde fielen sich in die Arme, es wurde gelacht und geschrien. Durch diese Menschenmenge trat sie, eine einzelne kleine Figur, panisch ihren Block umklammernd, in dem die vielen Zeichnungen waren, die sich über die letzten Jahre so angesammelt hatten. Kaum jemand hatte sie je gesehen und sie hatte sie nicht gerne mit, aber jetzt gaben sie ihr ein bisschen Sicherheit, sie konnte sich an ihnen festhalten und einfach hoffen, dass es schnell vorbei war. Kaum war sie durch die große Tür geschritten musste sie gegen den Strom an Schülern ankämpfen, der in Richtung der Klassen ging. Für sie war der erste Gang zum Sekretariat.

Die Frau, die sie jetzt zu ihrer Klasse brachte war sehr herzlich. Sie hatte sie ganz freundlich willkommen geheißen, ihr ein bisschen was erzählt. Dabei hatten ihre Augen fröhlich durch die kleine Lesebrille gelinst. Mit ihrem doch ganz gut angehäuften Körpergewicht hatte sie Schwierigkeiten, durch die Kindermassen zu kommen, aber schließlich waren sie doch angekommen. Ihr Klassenzimmer lag in einem Bereich für die Oberschüler. Hier war es deutlich ruhiger, auf den Gängen herrschte im Vergleich eine angenehme Stille. Viele saßen an ihrem Handy, manche redeten leise miteinander. Der ein oder andere grüßte die junge Frau, Herzweit, wenn Lea richtig gelesen hatte, aber die meisten schauten sie interessiert an. Peinlich berührte hatte sie ihren Kopf gesenkt, sie mochte es nicht im Mittelpunkt zu stehen und hatte die Befürchtung, dass dies heute noch ein paar Mal geschehen würde.
"So, das ist dein Klassenzimmer. ich wünsche dir ganz viel Spaß an deinem Ersten Tag und wenn etwas ist kannst du jederzeit zu mir kommen, ja?" das Einzige was noch fehlte war, dass sie sie umarmte. Das schüchterne Lächeln schien der Frau zu reichen und sie verschwand wieder in die Richtung aus der sie gekommen war. Den Rest der Zeit bis zum Stundenanfang saß sie mit gesenktem Kopf an der Wand und starrte ihren Block an.

Zusammen mit einem anderen, der das Klassenzimmer partout nicht betreten wollte, so schien es zumindest, betrat Lea zuletzt den Raum mit dem Lehrer zusammen und sah sich um. Es war ein relativ neutral gehaltener Raum, ganz klar für die Oberstufe bestimmt, mit einigen Lerntafeln und ähnlichem an der Wand. Die Sitzordnung schien sich zu verselbstständigen, alle hatten hier jemanden nur sie nicht...Und... und er? Warum setzt er sich nicht? Nicht, dass hier noch so viel Auswahlmöglichkeit wäre... Oder ist er etwa auch neu? So wie der Braunhaarige neben dem Lehrer stehen blieb schien sie nicht die Einzige Neue zu sein und tatsächlich: Sie wurden beiden vorgestellt. Er war sitzen geblieben und sie war aus... Ein fragender Blick und eine peinliche Pause in ihre Richtung verriet Lea, dass ihr zukünftiger Klassenlehrer vergessen hatte, von wo sie stammte. "No... Nordrheinwestfalen", stammelte Lea überrascht. Ein kurzes Kichern ging durch die hintere Reihe. Na super, das hat ja lange gedauert...

Zusammen mit dem Braunhaarigen, Outis war sein Name, setzte sie sich auf die Plätze vor dem Lehrerpult, neben ihnen jeweils ein Gang. Es war passend, die beiden Neuen waren abgeschottet von den Anderen. Es dauerte einen Moment, bis sie bemerkte, dass er sie direkt angesprochen hatte. Ihr überraschter Blick huschte zu ihm. Berührungsängste hat er wohl nicht... Für einen kurzen Moment musste Lea lächeln. Der Fremde sprach die Fremde an. Nett schien er zu sein. Noch bevor sie etwas antworten konnte, wurde er jedoch zum Schweigen gebracht. Sie wandte ihren Blick wieder ihrem Block zu, der jetzt vor ihr auf dem Tisch lag. "Ich denke für Feriengeschichten habt ihr eure... WhattsApp-Gruppen, also legen wir direkt los. Euer Stundenplan für das nächste halbe Jahr..." Sagte er, ohne sich Lea und Outis vorzustellen. Ein Stückchen Kreide zauberte er aus seiner Tasche heraus und fing an, über das bevorstehende Jahr zu reden, dass es jetzt ernst werden würde und so weiter und so fort. Der Lehrer schaffte es, die gesamte Klasse schon zwei Minuten nach Schulbeginn wieder in den Langeweilemodus zu bringen. Doppelstunden sollten sie haben, sich den Plan aufschreiben, bestimmt Hefte brauchte man ab nun und ein Punktesystem gebe es und nicht mehr die Noten. Lea kannte all das schon und so fing sie nach dem Abschreiben des Stundenplans an, eine kleine Zeichnung in ihren Block zu malen, nichts Besonderes, eine Baum in voller Blüte, darunter eine blaue Parkbank und zwei Vögel, die auf der Rückenlehne saßen und sich anschauten. Entweder sah der Lehrer es nicht oder es war ihm egal. Die anderthalb Stunden jedenfalls schienen sich nicht dafür zu interessieren, was Lea machte, voran gingen sie nämlich nicht wirklich.
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 88
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am So Dez 02, 2018 12:53 pm

Der Lehrer verbrachte wenig Zeit an der Tafel, sondern ging viel in die Klasse hinein. Wenn er versuchte dadurch Nähe zu den Schülern aufzubauen, versagte er kläglich. Dafür stellte Outis fest, dass ihr Platz direkt am Lehrerpult recht selten in seinem Blickfeld lag. So würde der Lehrer das beständige Stiftkratzen aus der ersten Reihe vielleicht gehörig fehlinterpretieren und denken, dass sich jemand Notizen dem Stuss machte, den er da von sich gab.
Auf der Heftseite war inzwischen eine sehr grobe Skizze, unter der zur Sicherheit noch Mt Rushmore stand, damit man es auch wirklich erkennen konnte, zu sehen. Bei den vier Köpfen hatte er sich nicht einmal die Mühe gemacht Gesichter anzudeuten. Dafür standen darunter Namen und die Zusätze D-Rex, Kon-Rex, Musik und Mathe/Physik.
Daneben fand sich noch der Kommentar „als Karikaturen“ und über den ganzen stand in großen fetten Buchstaben „HÄ?“, der wahnsinnig kreative Name der Schülerzeitung, den er nicht zu verantworten hatte. Schließlich erschien sie unter diesem Titel schon seit 27 Jahren. Damals war er noch nicht annähernd geboren gewesen.
Als er mit dem Werk fertig war, schob er es zu Lea hinüber. Unten hatte er noch die Zeile, „Könntest Du daraus was machen?“, ergänzt. Aus den Augenwinkeln hatte er mitbekommen, dass auch sie am Zeichnen war und dabei weit mehr Talent und Detailliebe an den Tag legte, als es bei ihm der Fall war. Auch wenn er sich bemüht hatte ihr kleines Kunstwerk nicht zu offen zu mustern. Zumindest Franzi hatte es nicht gemocht, wenn man ihr beim Malen über die Schulter blickte…
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 181
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am So Dez 02, 2018 2:13 pm

Das leise Schaben von Papier über Tisch erregte Leas Aufmerksamkeit. Das monotone Erzählen von größtenteils hinter ihnen vereint mit dem sanfte Krätzen von Stift über Papier, nur unterbrochen von manch einem Gähner hatte sie komplett in ihre Zeichnung versinken lassen. Sie hatte sich ihren Lieblingspark vorgestellt, im Hintergrund hatte gerade eine kleine Wiese entstehen sollen mit einem Teich und einigen Wasserfontänen. Nach einem kurzen Blinzeln, dass sie zurück in die Wirklichkeit bringen sollte blickte sie erst auf die Zeichnung, dann nach hinten zu ihrem Lehrer, der sich ihnen gerade nicht zuwandte, dann für einen kurzen Moment zu ihrem Nachbarn mit einem leicht verwunderten und überraschtem Blick und schließlich wieder zum Block, der ihr vorgelegt wurde. Sie hatte nicht mitbekommen, dass er sie hatte zeichnen sehen und so schloss sie peinlich berührt ihren Block wieder, bevor sie sich dem Block ihres Nachbarns annahm.
Ein Zeichentalent ist er wirklich nicht, aber erkannt hätte ich den Berg auch schon noch ohne Beschriftung... Und was steht hier? D-Rex, Kon... na gut, über das HÄ kann man sich streiten, das soll bestimmt der Titel sein... Interessiert schaute sich Lea das Bild an. Es war nichts, was sie direkt zum Lachen brachte aber eine nette Idee, wie sie fand. Ob die Gesichter wohl Lehrer darstellen sollen würden? Dafür bräuchte sie Bilder zum abmalen. 'Gesichter von Lehrer auf den Stein? HÄ ist der Name des Bild?' kritzelte sie an den Rand, bevor sie ihm den Block wieder zuschob. Eine Schulwebsite werden die hier ja wohl haben, selbst in Bayern gibt es Funkmäste! Dann sollten auch Bilder von Lehrern zu finden sein.
Die kurze Zeit, die er sich anschaute, was sie geschrieben hatte nutzte sie, um einen schnellen Blick auf ihn zu werfen. Er hatte ein freundliches Gesicht, war bestimmt älter als sie, er war ja auch sitzen geblieben, sein kurzes braunes Haar sehe bestimmt gut aus, wenn er es ein wenig länger tragen würde. Bevor er sie beim Starren erwischte senkte sie jedoch wieder den Kopf und schlug ihren Block bei der Seite mit den Notizen auf, die sie hätte machen sollen. Bisher stand da nur der Stundenplan und so malte sie einfach ein Miniatur-Lineal neben die 1./2. Stunde Mathe am Montag, während sie auf Antwort von ihrem Nachbarn wartete. Dann schlug sie doch die nächste Seite auf und zeichnete einfach aus Interesse ein DinA4 großes voluminöses HÄ, zumindest den Anfang, bis sie den Block wieder zugeschoben bekommen würde.
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 88
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am So Dez 02, 2018 2:48 pm

Outis nahm seine Zeichnung entgegen und schrieb als erstes, „Ich habe nicht wirklich auf Deinen Block rüber gesehen.“, darauf. Danach beantwortete er die Frage mit: „Ja, Lehrer – kann morgen den Jahresbericht mitbringen; HÄ? = Schülerzeitung -> Cover“
So schnell einen Schritt nach vorne gemacht zu haben, fühlte sich gut an. „Danke schon mal“, ergänzte er an den Seitenrand.
Durch die gemeinsame Arbeit am Cover ging die Doppelstunde dann doch in erträglicher Zeit vorüber. Dann hatten sie tatsächlich 10 Minuten Pause, in denen sie reden durften, ohne dass sich ein lästiger Lehrer gestört fühlte. „Weißt du, wo der Pausenverkauf ist und so?“, fragte er während er die Jacke von der Garderobe holte. Sonst konnte er es ihr zeigen, auch wenn er noch etwas auf dem Pausenhof zu erledigen hatte. “Hast du selbst was dabei oder willst du ein halbes Salamibrot?“

Outis wusste in welcher Ecke er die Raucher fand. Bisher hatte er immer einen Bogen darum gemacht, aber jetzt war er „der Sitzenbleiber“. An der Schule gab es selten Wiederholer in der elften Klasse. Wer sich schwer tat, begnügte sich mit der mittleren Reife und ging ab sobald er es irgendwie durch die Zehnte geschafft hatte. Manche machten gar nach der Neunten schon den Quali als Notfallplan. Outis war bis letztes Jahr immer besseres Mittelmaß gewesen. Aber dann hatte er doch tatsächlich versucht Dinge zu tun, die ihn interessierten, kreativ zu sein und seinen Platz zu finden. Das sah das Schulsystem nicht vor und natürlich hatten die Noten darunter gelitten.
Irgendwann gegen Ende der Ferien war er an einem Punkt angelangt, an dem es wie eine gute Idee gewirkt hatte als eine Art Protest einfach alle Klischees zu erfüllen. Darum auch die Schachtel, die er jetzt in der Hosentasche mit sich trug. „Will jemand Zigaretten? Ihr könnt die ganze Packung haben“, bot er jetzt an. Diese wurde dann kritisch begutachtet. Keine Sorte, die irgendwer eigentlich rauchte. Uneigentlich waren aber alle scharf darauf. Outis gab sie schließlich Paul, weil er den am besten kannte und sagte er solle teilen. „Dann nimm doch als erstes du eine. Sind schließlich deine“, meine dieser. So kam es, dass Outis seine erste Pause als Sitzenbleiber rauchend verbrachte. Die Zigarette schmeckte etwa so eklig, wie die letzte vor einem halben Jahr. Dennoch sog er den Rauch tief ein. Wenn schon, denn schon, oder so.
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 181
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am So Dez 02, 2018 3:46 pm

Der Block wurde wieder zurückgeschoben. Die erste Aussage las sich wie ein Schuldgeständnis, aber Lea ignorierte es einfach. Er schien es nicht böse gemeint zu haben. Die zweite Aussage machte ihr noch Mut. Die dritte schließlich war genau das, was nicht hätte kommen dürfen. Panisch umklammerte sie für einige Sekunden ihren Stift, bevor sie hastig zu schreiben anfing: 'So gut bin ich nicht! Es gibt so viele Bessere! Die kennen auch die Lehrer!' Dann strich sie das 'Danke schonmal' kurzerhand durch und schob ihm den Block etwas zu hastig zurück, riss die Seite mit dem gerade angefangenen 'HÄ' heraus und knüllte sie zusammen, was ihr einen verwirrten Blick vom Lehrer einbrachte. Sie wartete, bis er den Kopf wegdrehte und warf die Papierkugel dann neben den Mülleimer. Die Reihe rechts von ihr kicherte, als sie aufstand und das Papier dieses Mal fast schon in den Mülleimer legte. Ohne Augenkontakt zu jemandem aufzunehmen schlich sie zurück auf ihren Platz. Sie rechnet damit, schon wieder einen Block vor sich liegen zu haben. Er kann doch nicht einfach von mir verlangen, das Cover für die Schülerzeitung zu malen! Das kann ich doch nicht! Dafür bin ich einfach nicht gut genug...

Als es endlich zur Pause klingelte bot Outis ihr an, ihr den Kiosk zu zeigen. Dankend nahm sie an, auch wenn sie etwas zu Essen dabei hatte und drängte sich hinter ihm her durch die Gänge. Unterwegs fragte sie ihn ein bisschen nach anderen Räumen, Chemie, Physik, Biologie, Kunst, Musik, all dergleichen um nicht irgendwann verirrt in der Aula zu stehen. Als er andeutete in Richtung Pausenhof zu gehen ließ sie ihn ziehen, sagte, dass sie ihre Jacke nicht dabei hatte und trottete in die andere Richtung davon. Das war nur die halbe Wahrheit gewesen, eigentlich hatte sie ihre Jacke extra nicht mitgenommen, um wieder zurück in den Raum gehen zu können, zu ihrer Musik und ihren Bildern. Mit einem Wink verabschiedete sie sich und huschte in die Menge an Schülern zurück, aus der sie, trotz ihres Alters, kaum hervorzustechen vermochte.
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 88
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Selina am So Dez 02, 2018 4:56 pm

Selinas ersten paar Stunden verliefen in etwa so wie sie es sich vorgestellt hatte. Mit ihrem Hostpartner in die neue Klasse - Klassen, insgesamt etwas Neues, was sie schon seit ungefähr der Sechsten nicht mehr erleben durfte - ankommen, als "die Neue" vorgestellt werden und so weiter. Die Aufmerksamkeit lag sofort auf ihr. Nichts, was sonderlich schlimm für sie war, im Gegenteil. Jeder wollte kurz ins Gespräch mit der besonderen Austauschschülerin und auch wenn Selina immer wieder die gleichen Fragen wie "Wie lange lernst du schon Deutsch?", "New York ist schon cooler als hier, oder?" und "Wie lange bleibst du?" beantworten durfte, wurde es doch nicht wirklich langweilig. Sie mochte die vielen neuen Leute. Sie wirkten ja doch alle ganz nett und interessant. Gut zu wissen, dass sie dieses Jahr also nicht gleich als Außenseiter beginnen würde.
Am ersten Schultag war der Unterricht logischerweise auch noch etwas lockerer. Es gab viel Organisatorisches zu besprechen und erst nach einem Haufen Zetteln und Elternbriefen zu den vielen angeregten Gesprächen begann das, was man wohl noch am ehesten als Unterricht bezeichnet werden konnte. Bis dahin war allerdings schon die halbe Stunde um gewesen, weshalb sich die Zeit bis zur Pause wie nichts anfühlte.

Die Gastschülerin hielt sich fürs erste an ihre Partnerin, die ihre Pause meistens bei "ihren Freunden aus der Kunst, also praktisch alles Raucher" abhing. Mit ihrer Partnerin unterhielt sich Sel eigentlich hauptsächlich auf Englisch und für einen kurzen Moment ging ihr der Gedanke durch den Kopf, ob sie hier wirklich viel mehr lernen würde, wenn für sie sonst nur der Unterricht, in dem sie eh nicht viel redete, auf Deutsch wäre. Naja, immerhin waren das so leicht verdiente Punkte fürs College später.
Selina konnte nicht ganz sagen, was sie sich unter besagten Rauchern vorgestellt hatte, aber sie hatte nicht damit gerechnet jetzt tatsächlich auf rauchende Schüler zu treffen. An ihrer Schule wurde so etwas immer sehr streng kontrolliert und abgesehen davon konnte man während der Schulzeit auch nicht einmal mehr das Gebäude verlassen, nachdem es einmal diese eine Geschichte von wegen Drogenhandel gegeben hatte. Nicht dass sie etwas gegen die Leute hier hatte...es war nur sehr überraschend. Noch überraschender war dann der Kerl, der einfach seine Schachtel verteilte. Sozial schienen die Leute hier ja doch zu sein. Zigaretten waren Selinas Wissen nach nämlich auch hier nicht wirklich günstig.
"Warum willst du das loswerden?", fragte sie schließlich, als die Packung bei ihr ankam und spätestens hier hätte auch der Letzte anhand der Betonung gemerkt, dass Selina nicht ganz Deutsch war. "Hast du etwas damit angestellt?" Es hielt sie trotzdem nicht davon ab sich eine Zigarette nehmen. Selbst wenn sie diese nicht jetzt rauchen würde, wäre sie auch in der Hosentasche gut verstaut. Irgendwie hatte sie das ja schon immer ausprobieren wollen.
avatar
Selina

Anzahl der Beiträge : 175
Anmeldedatum : 12.02.17

Charakterbogen
Alter: ~ 29 Jahre
Größe: 1,72m
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am So Dez 02, 2018 7:00 pm

„Sorry“, stand auf der Seite, als Outis sie ein letztes Mal zu Lea hinüberschob. Er hatte sie in seiner Begeisterung wohl ziemlich überfallen, aber das war kein Gespräch, das er während des Unterrichts über einen Zettel führen wollte oder sollte. Danach blätterte er um und begann tatsächlich zu schreiben. Keine Notizen für den Unterricht natürlich, sondern eine kleine Kurzgeschichte für die Schülerzeitung – oder vermutlich auch nicht für die Schülerzeitung. Er schrieb viel, fing viel an, doch das Meiste verlief dann im Sande. Und auch bei den übrigen Sachen hatte er längst nicht immer das Gefühl, dass er das Ergebnis veröffentlicht sehen wollte. Von daher konnte er durchaus mit seiner Banknachbarin mitfühlen.
Aus dem Weg zum Kiosk wurde am Ende eine kleine Führung, die etwa die halbe Kurzpause in Anspruch nahm. Fachräume, Direktorat, Bibliothek für die Turnhalle begnügten sie sich beide mit einer Richtungsangabe. Als er Lea anschließend fragte, ob sie noch mit in den Pausenhof kommen wollte, verneinte sie. Sie hatte ihre Jacke im Zimmer liegen gelassen und es war recht windig.

Der Wind machte sich auch bemerkbar, als er versuchte mit Hilfe eines Streichholzes seine Zigarette zu entzünden. Er musste ganz dicht an die Rückwand der Turnhalle gehen und ihren Windschatten nutzen und zugleich mit der Hand, in der er die Schachtel hielt, abschirmen. Dann ging es mit dem dritten Zündholz.
Statt Paul die ganze Schachtel zu geben, war es jetzt doch darauf hinausgelaufen, dass er die Kippen in der Runde verteilte. „Ich will sie loswerden, weil es eine doofe Idee war gerade heute mit dem Rauchen zu beginnen.“ Der amerikanische Akzent war ihm nicht entgangen, aber da das Mädchen sich die Mühe machte ihn auf Deutsch anzusprechen, antwortete er in seiner Muttersprache. „Ich bin ab heute der Sitzenbleiber der Repeater und dachte mir ich erfülle als einen Akt der Rebellion alle Klischees. Aber dann kam mir die Idee kindisch vor.“ Die Zigarette in seinem Mundwinkel trug nicht dazu bei es aussehen zu lassen, als wolle er Nichtraucher bleiben. Außerdem merkte man, dass er zuvor schon Erfahrungen mit Tabak gesammelt hatte. Er rauchte auf Lunge ohne dabei husten zu müssen.
Dass das Mädchen die Zigarette einschob anstatt sie zu rauchen entging ihm nicht. Vielleicht traute sie ihm immer noch nicht. Aber sie kannten sich auch noch keine zwei Minuten. Er gab die Schachtel mit den letzten sieben Kippen an Paul weiter und streckte ihr dann die Hand hin. „Outis“, stellte er sich vor. „Du scheinst neu hier zu sein. Was verschlägt einen gesunden Menschen nach Ellwürden? Ich dachte alle Straßen würden von hier weg führen.“
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 181
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Selina am So Dez 02, 2018 7:59 pm

Nachdem Selina von ihrer Partnerin auch bei den Freundinnen vorgestellt worden war, redeten diese zusammen weiter über Ferien und irgendetwas besonderes in ihren Kursen, das Selina nicht ganz verstand, weil sie zum Teil durcheinander und auch zu schnell redeten. Deshalb hielt sie sich fürs Erste an den Rest der Raucher. Mittlerweile hatte sich auch etwas abseits ein Lehrer zu ihnen gesellt...also auf Jugendschutz achtete man hier wohl nicht so sehr, dachte sich Sel. Vielleicht galten hier ja auch andere Gesetze, die sie nicht kannte. Diese Runde hier kam ihr insgesamt etwas seltsam vor, aber innerhalb des nächsten Jahres würde sie sich wahrscheinlich an so vieles gewöhnen. So wie an das Klassensystem, die kleinen Pausen nach Doppelstunden und insgesamt das Leben in der Kleinstadt.

"Wäre es nicht mehr rebellischer, wenn du dich genau nicht den Klischees anpasst?", entgegnete sie. Die Logik des Jungen machte für sie nicht sehr viel Sinn. Hatte sie etwas falsch verstanden? Aber sie musste zugeben, dass er etwas in das Bild des edgy, brooding Teenagers, der nicht ganz dazugehören wollte, passte. Ehrlich gesagt war es auch das, was ihn etwas aus der Menge an traurigen Raucher hier herausstechen ließ. Irgendwie passte er nicht völlig dazu. Der Großteil hier wirkte wie It-Kinder, die irgendwann in der Mittelschule dazugehören wollten und jetzt hier steckengeblieben waren. Outis, wie er sich vorstellte, fühlte sich mehr wie das Gegenteil an.
"Selina.", stellte sie sich nun auch vor. "Und ja, ich bin dieses Jahr Gastschüler aus New York. Anna-" Sie deutete auf eines der Mädchen neben sich. "- ist mein Host. Ich bin Junior, also in 11..." Sie blickte erneut zu ihrer Partnerin, in der Hoffnung, dass diese ihr weiterhelfen würde.
Anna antwortete dafür mit einem kurzen "C".
"11c. Und du?"
Das fühlte sich alles wie etwas nerviger Smalltalk an, aber es war immerhin ihr erster Tag und da musste man Bekanntschaften machen; zumindest wenn sie nicht das gesamte Jahr über an Anna hängen wollte. Sie war ja ganz nett, aber etwas Abwechslung von der gewöhnlichen Klasse war dann vielleicht doch gut. Das wäre mit Kursen wie Zuhause alles so viel einfacher gewesen, aber es gab wie gesagt noch so vieles, an das man sich gewöhnen musste.
avatar
Selina

Anzahl der Beiträge : 175
Anmeldedatum : 12.02.17

Charakterbogen
Alter: ~ 29 Jahre
Größe: 1,72m
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am So Dez 02, 2018 9:14 pm

„Ich sagte doch, dass es eine dumme Idee war und ich darum die Kippen, äh Zigaretten, verschenke“, sagte Outis und nahm einen Zug auf Lunge. „Warum sollte ich rauchen? Es schmeckt nicht einmal.“ Er blickte in die Richtung, in die Selina gezeigt hatte. „Ah, Du wohnst bei Anne? Anne ist cool“, bemerkte er obwohl er Anne jetzt nicht wirklich gut kannte. Mehr so wie man sich in der Kleinstadt zum Teil zwangsläufig kennt. Und natürlich hielt man sich eher an die Leute aus dem eigenen Jahrgang. Zumindest solange man dazugehörte.
„Ich fürchte Ellwürden ist nicht wirklich mit New York zu vergleichen. Aber immerhin ist es so alt, dass es nach seiner Gründung noch 1000 Jahre gedauert hat, bis Amerika überhaupt entdeckt wurde. Seither kann es nicht nennenswert gewachsen sein.“
Er nahm noch einen letzten Zug, der die Zigarette bis fast zum Filter hin zum Verglühen brachte, und warf den Stumpen in eine große Konservendose, die hier als Aschenbecher diente. Richtige Aschenbecher auszustellen hätte laut der Schulleitung die falsche Signalwirkung gezeigt.
„Ich bin dieses Jahr in der 11a zu finden. Wir sollten also quasi gegenüber den Unterricht absitzen. Außerdem werde ich wohl wieder viel Zeit bei der Schülerzeitung verbringen. Auch wenn mir alle davon abraten. Ich soll mehr Zeit zum Lernen verwenden, und so weiter und so fort.“
Warum redete er überhaupt so viel? Eine Austauschschülerin aus Amerika musste in Ellwürden fast so etwas wie ein Popstar sein. Sie hatte sicher besseres zu tun als ihn bei der Schülerzeitung oder in der 11a zu suchen. Und doch fühlte er – wie auch mit Lea – eine gewisse Verbundenheit mit ihr. Sie waren drei Leute, die noch fremd in ihren Klassen waren und es vielleicht das ganze Schuljahr über bleiben würden.“
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 181
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Selina am So Dez 02, 2018 10:25 pm

"So alt ist die Stadt schon?", fragte Selina etwas überrascht und wunderte sich im gleichen Moment noch, ob das ein Witz gewesen war. Für sie war es aber tatsächlich schwer einzuschätzen wie alt ein Ort war. Immerhin war in ihrer Heimat alles, was älter als 300 Jahre alt war schon antik. Selbst wenn Ellwürden auch nur halb so alt war wie Outis behauptete, gab es hier sicher ein paar alte Gebäude, die sich nur zu gut für kleine Erkundungstouren eigneten. Auf das Schuldach hatte es Selina auch schon abgesehen. Nicht zu spannend, aber es sah leicht zu erklimmen aus und wenn man noch unauffällig ein Fenster im oberen Stockwerk offen lassen würde...
Laut Anna gab es hier auch nicht wirklich viel zu tun und irgendwoher musste man seine Unterhaltung nun mal holen.

"Oh, dann sehen wir uns vielleicht. Ich bin noch auf der Suche nach ein paar Extrakursen. Das Theater fand ich auch noch interessant...", erklärte sie. "Und warum solltest du denn noch mehr lernen? Wenn du wiederholst, kennst du dieses Jahr schon." Klang im ersten Moment etwas seltsam, aber Freunde von ihr hatten die wiederholte Kasse meistens ohne viel Lernen geschafft, weil sie aus irgendeinem Grund noch so viel Stoff im Unterbewusstsein hatten.

Anna zupfte Selina am Hemd, als der erste Gong ertönte und somit darauf hinwies, dass sich die Schüler wieder in ihre Klassenzimmer zurückbegeben sollten. Sie verabschiedete sich noch mit einer Umarmung von ihren künstlerischen Freundinnen, bevor sie sich wieder voll und ganz Selina zuwendete. Diese wollte ihr schon fast wieder über den Fahrradkeller ins Gebäude folgen, da drehte sie sich kurz Outis zu.
"Dienstag und Donnerstag Morgen habe ich frei. Vielleicht kann ich mich zu euch setzen, wenn ihr etwas spannenderes als Französisch habt."
Normalerweise sollte Selina eigentlich alle Fächer zusammen mit Anna besuchen, aber da immerhin Deutsch ihre einzige Fremdsprache war, hatte sie die Stunden, in denen Annas Klasse die zweite Fremdsprache lernte, frei. Ursprünglich hatte Selina vor die Zeit mit vielen der freiwilligen Kurse wie dem Theater oder der Schülerzeitung zu füllen, aber wenn es noch andere gute Alternativen gab, zog sie diese gerne in Erwägung. Und abgesehen davon könnte sie mit Outis auch zusammen an der Zeitung arbeiten. Zwei Fliegen mit einer Klatsche also.
avatar
Selina

Anzahl der Beiträge : 175
Anmeldedatum : 12.02.17

Charakterbogen
Alter: ~ 29 Jahre
Größe: 1,72m
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am So Dez 02, 2018 11:51 pm

„Menzelbach, das heute als Stadtteil von Ellwürden gilt, wurde im Jahre 400-irgendwas erstmals Urkundlich erwähnt“, erklärte Outis. „Und irgendwo haben sie keltische Besiedlungsspuren gefunden. Gab es nicht auch irgendwo in der Nähe eine Römerstraße, Paul?“ Das wusste Paul natürlich auch nicht genauer. Warum auch?
„Ja, wäre cool“, meinte der Sitzenbleiber mit einem Lächeln, als Selina versprach über die Schülerzeitung nachzudenken. Sie müsste vermutlich nur ein wenig aus dem Nähkästchen über den Schulalltag in den Staaten plaudern, und es würden Artikel dabei herauskommen, die für die Leute hier äußerst interessant waren.
„Ich hoffe Du hast recht“, meinte er zur Prognose der Amerikanerin zu seinem Lernaufwand dieses Jahr. „Ich habe da echt widersprüchliche Dinge gehört.“ Von sehr verschiedenen Leuten. Vielleicht hatten sie alle auf ihre Weise Recht.
„Ich muss nachsehen“, meinte er, als er nach dem Stundenplan gefragt wurde. Nachfragen hätte es besser getroffen. Er hatte ja weder mitgeschrieben, noch aufgepasst. Mit einem Winken, bei dem er sich gleich fragte ob es nicht seltsam rüberkam, da sie sich doch kaum erst kannten, verabschiedete er Selina und ging nach kurzem Zögern zurück in die eigene Klasse. Wenn er zu früh dort auftauchte, würde man ihn wohl nur fragen weshalb er sitzengeblieben war und so.

Als Outis leise die Tür öffnete hatte der Klassenleiter gerade den Unterricht begonnen. Im Blick des Lehrers glaubte er zu lesen, dass dieser genau das von „dem Sitzenbleiber“ erwartet hatte. So unauffällig wir möglich huschte er auf seinen Platz und brachte den Geruch nach kaltem Rauch mit sich.
Nach kurzem Zögern krakelte er die Frage, „Hast Du den Stundenplan mitgeschrieben?“, an den Seitenrand und schob das Heft etwas in Leas Richtung. Anscheinend hatten sie jetzt Deutsch. Besser als Mathe. Vielleicht würde er versuchen mit einem Ohr zuzuhören, während er seine Geschichte weiterspann.
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 181
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am Mo Dez 03, 2018 1:55 am

Nachdem Lea zu ihrem Platz zurückgekehrt war hatte sie sich die Kopfhörer in die Ohren gesteckt - Nur um vom Lehrer böse angeschaut zu werden: "Handys sind in der Schule nicht gestattet!" Sie entschuldigte sich und zog sich die Kopfhörer wieder aus den Ohren, die restlichen knapp zehn Minuten verschönerte sie schweigend ihren Stundenplan - Lineale und Würfel neben Mathe, Bälle zu Sport, bei Deutsch wurde eine beschriebenes Heft dazu gemalt, etc. Viele Kleinigkeiten, die fast ihre gesamte Zeit in Anspruch nahmen. Kurz vor Beginn der ersten wirklichen Unterrichtsstunde bei Herrn Oltmanns, der Name war zwischendurch bei einem Gespräch gefallen, schrieb sie sich den Stundenplan noch einmal ab, mit dem Ziel, auch diesen zu verschönern und ihn sich in das Zimmer zu hängen. Schließlich rief Herr Oltmanns alle Schüler wieder auf ihre Plätze - bis auf Outis. Der war noch nicht da.

Bei einem schnellen Blick durch die Klasse fiel dem Lehrer das Fehlen Outis' auch auf, was er mit einem Kopfschütteln zu quittieren schien. Kaum hatte er die ersten Anweisungen gegeben (Bücher raus, schlagt auf Seite 34 auf. Das Thema für das erste Halbjahr wird die Aufklärung sein) öffnete sich auch schon die Tür und Outis schlich herein, weniger bedrückt als mehr... Sie konnte es nicht ganz zuordnen. Es dauerte nicht lange, da hatte Lea auch schon sein Heft vor der Nase, während der Lehrer den Namen eines bekannten Aufklärers anschrieb. Kein Wunder, dass er sitzen geblieben ist, wenn er ständig Zettel schreibt... kam Lea ein Gedanke, ohne dass sie es böse meinte. Es war ganz angenehm, dass sie mal die war, die mit jemandem Zettel schrieb und nicht nur zuschauen musste, wie Andere Freunde wurden. Freunde... du übertreibst schon wieder komplett, Lea... er wollte, dass du für ihn etwas malst, das ist alles und jetzt will er von dir den Stundenplan weil er nicht mitgeschrieben hat schalt sie sich selber. Outis unterdessen bekam von all dem nicht viel mit. Lea warf noch einmal schnell einen Blick auf ihren frisch geschriebenen Stundenplan, ob auch alles vollständig war, dann riss sie ihm leise die dekorierte Seite heraus und reichte sie mitsamt Heft herüber, dazu in das Heft geschrieben: 'Behalte ihn'. So hatte sie mehr zu malen.
Aber noch etwas anderes fiel ihr auf: Er stank nach Rauch. Das hat er vorher noch nicht getan! Hat er etwa in der Pause geraucht? Uffff... Ich hoffe, das wird nicht zur Gewohnheit. Sie rutschte ein kleines Stückchen, so weit es der Schultisch eben ermöglichte weg von ihm, dann öffnete sie ihr neues Deutschheft und fing an mitzuschreiben: Immanuel Kant, geboren 1724, gestor...
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 88
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am Di Dez 04, 2018 12:41 am

„Danke, so einen schönen Stundenplan hatte ich wohl noch nie!“, schrieb Outis an den Heftrand und wartete damit die Botschaft zu Lea zu schieben, weil sich Herr Oltmanns zur Klasse umdrehte und die Schüler fragte, wer ihm etwas über Immanuel Kant sagen könne. An seinem Gesicht war abzulesen, dass sich niemand meldete. Also hob irgendwann der Sitzenbleiber den Arm, damit der Lehrer sich wieder seiner Tafel zuwenden konnte. „Philosoph der Aufklärung aus Königsberg, Ostpreußen.“ Selina hatte vielleicht Recht und es war mehr hängen geblieben, als er angenommen hatte. Zumindest in den Fächern, die ihn halbwegs interessierten.
Herr Oltmanns schien zufrieden, was auch gut so war, da Outis nicht viel mehr hätte sagen können. Vielleicht war es dem Wiederholer sogar gelungen die Meinung, die der Lehrer über ihm hatte, etwas zu heben. Das Thema war interessant genug, dass Outis tatsächlich etwas zuhörte. Die Tafelanschrift kümmerte ihn dafür wenig, da hatte er daheim bestimmt noch einen mindestens ebenso guten Eintrag rumliegen. Frau Kobl war eine recht gute und angenehme Deutschlehrerin gewesen, wenn man davon absah, dass sie beide recht unterschiedliche Ansichten darüber vertreten hatten, was gute Aufsätze auszeichnete.
Statt also mitzuschreiben, notierte Outis in Stichpunkten eine Idee, die er zu einer kleinen Geschichte hatte.
Erster Schultag; alles fremd, alles doof; weil: Austauschschüler (Amerika?), Umzug der Eltern, sitzen geblieben; Selbstzweifel; erster Eindruck; seinen Platz finden (müssen), mehr als eine Hauptfigur mit ähnlichen Problemen, aus unterschiedlichen Gründen?; zu persönlich
Mit einer schwungvollen Bewegung strich er alles wieder durch und kaute an seinem Stiftende herum. Dann blätterte er zu der Kurzgeschichte aus der vorherigen Doppelstunde zurück. Die basierte lose auf einer Geschichte, die seine Mutter von irgendeiner Nachbarin gehört hatte, und verriet erfrischend wenig über sein Innenleben. Dafür fiel es ihm auch schwer, die Stimmung einzufangen, die er rüberbringen wollte. Und so versuchte er die nächsten Minuten vergeblich zumindest ein Stück voranzukommen.
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 181
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am Di Dez 04, 2018 1:05 pm

Outis schien irgendetwas aufzuschreiben, konnte es Lea aber nicht zeigen, weil der Lehrer ausnahmsweise mal sie beide im Blick hatte. Mit gezücktem Stift saß Lea vor ihrem Heft, aber viel mehr als der Name wurde tatsächlich nicht an die Tafel geschrieben, bis Outis sich irgendwann erbarmte und dem Lehrer die erwünschte Antwort gab. Etwas überrascht war Lea dann schon, dass dies dem Lehrer genügte. Dass er ein Philosoph der Aufklärung war weiß doch jeder, oder etwa nicht? Aber vielleicht ist die Anforderung in Bayern auch einfach etwas geringer angesiedelt, wenn ich mir Hanke so anschaue... Fleißig schrieb sie mit, bis sie ins Buch schaute, dass sie alle hatten aufschlagen sollen. Dort waren die ersten paar Zeilen eine Kurzbiografie von Immanuel Kant. Man hätte einfach nur ablesen brauchen.

Widerwillig hob sie die Hand: "Ja... uhm... Wie nennt man dich jetzt eigentlich?" fragte Herr Oltmanns, der zwar kurz auf das Blatt schielte, das vor ihm lag, aber verständlicherweise nichts mit diesem langen kompliziertem Namen anfangen konnte. "Lea reicht", sagte sie, bevor sie fortfuhr: "Kant war einer der wichtigsten Autoren und Philosophen der Aufklärung, er hat unter anderem das Werk 'Kritik der reinen Vernunft' geschrieben, das einen Wendepunkt in der Philosophie einläutete. Seine Werke wurden stark beeinflusst von Aristoteles, Rene Descartes, Platon und einigen anderen." Sie gab sich keine Mühe vorzugaukeln, dass sie nicht aus dem Buch ablas - und der Lehrer gab sich keine Mühe, vorzugaukeln, er würde glauben, dass sie nicht aus dem Buch ablas: "Sehr gut, ihr habt in Nordrheinwestfalen also gelernt, Bücher zu benutzen. Warum das 30 Bayrer immer noch nicht können frage ich mich aber schon." Ob dies ein Witz oder einfach nur beleidigend gemeint war und wenn ja dann wem gegenüber, war Lea ein Rätsel. Allerdings schien dies die Antwort gewesen zu sein, auf die er gewartet hatte, nicht dass Outis Antwort deswegen schlechter gewesen wäre und so drehte er sich wieder um fing an, an die Tafel zu schreiben und dabei etwas über die Aufklärung, Kant und weiteres zu erzählen, sodass Lea aufhörte, darüber nachzudenken und mitschrieb. Die nächste 3/4 Stunde war größtenteils Frontalunterricht, nur unterbrochen von manch einer kurzen Frage, auf die die Antwort meistens klar war. Er schien ihnen die Grundlagen einfach in einem Stück reinwürgen zu wollen.


Zuletzt von Quaona Leae Ohana am Di Dez 04, 2018 11:17 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 88
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am Di Dez 04, 2018 10:22 pm

Nachdem sich der Lehrer wieder der Tafel zugewandt hatte, schob Outis seine Nachricht zu Lea. Zum Glück ersparte es Herr Oltmanns sich und der Klasse weiter Fragen zu stellen. Welcher Schüler machte sich auch schon am ersten Schultag Gedanken über die Unterrichtsbeteiligung? Oltmanns Gelegenheit würde kurz vor dem Zwischenzeugnis kommen. Vor allem, wenn er es vorher nicht versäumte entsprechende Andeutungen fallen zu lassen.
Als der Gong erklang, hatte Outis zwei weitere Geschichten angefangen, den Hefteintrag doch halb abgeschrieben und sich daran versucht ein Kreuzworträtsel mit Lehrernamen zu entwerfen. Alles kreuz und quer im gleichen unbeschrifteten Heft verteilt.
Der Klassenleiter schlug eine fünfminütige Pause vor und es war wenig überraschend, dass die große Mehrzahl der Schüler zustimmte. „Ihr könnt die Zeit ja nutzen, um euch Gedanken zum Klassensprecher zu machen. Wir nutzen die letzte Viertelstunde heute für die Wahl“, meinte Herr Oltmanns.

Na super, Outis kannte hier doch niemanden. Aber da die übrigen schon länger in einer Klasse waren und wohl eh alles so bleiben würde wie zuvor, ergab es wohl durchaus Sinn mit der Wahl nicht zu warten bis sie ihren Klassenlehrer am Donnerstag wieder sahen.
Tatsächlich klang schon bald der Ruf „Das kann ja Ben wieder machen!“ durch den Raum. Das Interesse des Sitzenbleibers sank damit noch weiter in den Keller. „Willst du dir vielleicht nächste Pause den Hof anschauen?“, wandte er sich deshalb an Lea. „Vielleicht können wir Selina für unseren Kunstunterricht begeistern. Sie ist Austauschschülerin aus New York und hat bestimmt interessante Sachen zu erzählen…“
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 181
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am Di Dez 04, 2018 11:42 pm

Als sich Herr Oltmanns wieder umdrehte, beantwortete Lea Outis vorgeschobenes Heft nur mit einem Lächeln, nicht mal unbedingt an ihn gerichtet, wenn er hinsah, mochte er es vielleicht bemerken, aber vielleicht fühlte er sich auch ignoriert, hatte sie doch sein Schreiben wahrgenommen und sich zur Antwort kaum bewegt. Für den Moment konzentrierte sich Lea wieder auf ihren neuen Lehrer und weniger auf das große Drumherum, was sie immerzu zu Verschlucken drohte.

Die meisten Schüler waren sehr dankbar für die kurze Pause, die ihnen angeboten wurde. Lea hatte zwar keine Probleme mit den Doppelstunden, war sie ja doch schon einige Wochen lang zur Schule gegangen vor ihrem jetzigen 'ersten' Schultag, aber auch sie brauchte möglichst schnell wieder eine Pause von diesem Lehrer. Die Aufregung der Nacht machte sich durch Müdigkeit bemerkbar, die vom Lehrer gefördert wurde. Als sie den Stift für einen Moment aus der Hand legte, kündigte der Lehrer noch die Klassensprecherwahl an. Das war für Lea in etwa so interessant wie das Meiste, was der Lehrer in den ersten beiden Stunden erzählt hatte. Zwar erweckte die Ankündigung neues Leben in den alteingesessenen Schülern, aber gerade der Alteingessenste unter ihnen schien sich verständlicherweise genau so wenig dafür zu interessieren wie sie selbst. Sein Interesse galt stattdessen erneut Lea. Selten hat jemand freiwillig so oft mit mir geredet... Meistens wollte mich dann irgendjemand reinlegen, aber danach sieht er eigentlich nicht aus? Oder ist das nur die pure Verzweiflung als Neuling? Diese und andere Gedanken schossen Lea durch den Kopf, während Outis mit ihr sprach, aber auch ihre Nase schien sie an was erinnern zu wollen. Während sie sich ein Haar aus dem Gesicht strich  überlegte sie, wie sie ihm am Nettesten sagen konnte, dass sie nicht auch nach Rauch stinken wollte: "Weißt du...", druckste sie herum, "Also... Ich mein das nicht böse, aber ich bin nicht gerne bei Rauchern... und du..." Der Rest des Satzes blieb ungesagt, wobei es ungedruckst schon eher traf.
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 88
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am Mi Dez 05, 2018 12:37 am

„Wer ist denn schon gerne bei Rauchern?“, fragte Outis und war sich des Rauchgeschmacks in seinem Mund unangenehm bewusst. „Ich habe nur Paul aus meiner alten Klasse eine Schachtel geschuldet. Eine Wette…“ Das klang wesentlich weniger bescheuert als der Vorsatz schlechten Klischees über Sitzenbleiber gerecht zu werden, den er in letzter Minute verworfen hatte. „Selina hat übrigens auch nicht geraucht, sondern ihre Gastgeberin hat sie mitgeschleift. Du musst dich also wirklich keiner tödlichen Passivrauchgefahr aussetzen, wenn wir sie in der Pause suchen“, versicherte er.
„Glaubst du, dass das Ben ist?“ Outis deutete mit dem Daumen auf einen Jungen, um den sich ein Grüppchen gebildet hatte, um vom Raucherthema abzulenken. Eindeutig einer der beliebten Typen und wenn er mit seinem Verdacht richtig lag ihr künftiger Klassensprecher. Wer der Stellvertreter werden würde, schien nicht nur den beiden Neuen herzlich egal zu sein. Aber vielleicht war auch das schon abgemachte Sache und sie hatten einfach noch nichts davon mitbekommen.
Die Pause war rum, bevor sie bestätigen konnten, ob der Junge nun Ben war oder nicht. Aber so wirklich interessierte es sie wohl eh nicht. Die knappe halbe Stunde bis zur Klassensprecherwahl verging recht schnell. Der erste Kandidat war keine Überraschung: Ben. Dann gab es noch eine Lisa und eine Manuela, die tatsächlich um den Stellvertreterposten konkurrierten. Alle drei standen kurz auf, so dass Outis sie tatsächlich zuordnen konnte. Welches der Mädchen er als Favoritin einschätzen sollte, konnte er aber auch die Schnelle nicht entscheiden.
Pflichtschuldig schnitt er kleine Zettelchen von einer Heftseite ab und faltete sie. Namen schrieb er aber keine darauf. Was sollte er für Leute stimmen, die er nicht kannte? Und selbst ein Ben konnte wohl mit Enthaltungen leben. Kurz darauf gingen zwei Käppis rum und er wurde seine Wahlzettel los. Damit sah er die Sache eigentlich als erledigt an. Zumindest solange, bis der Lehrer Lea und ihn zum Auszählen der Stimmen verdonnerte. Ganz einfach, weil sie so „günstig“ direkt vor dem Pult saßen.
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 181
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am Mi Dez 05, 2018 2:37 am

Lea bekam ein schlechtes Gewissen. Eigentlich wollte sie sich gerade entschuldigen, ungefähr drei Mal, doch er lenkte schon vom Thema ab. Dankbar nahm Lea den Faden auf: "Vielleicht. In meiner alten Klasse hat immer jemand Langweiliges das gemacht, weil die Anderen keine Lust drauf hatten. Ich denke, wir beiden werden es wohl eher nicht."

Wenig später endete die kurze Pause und die Langeweile führte sich fort, in Gestalt eines alternden Deutschlehrers und eines nicht gänzlich unbekannten Themas. Die Klassensprecherwahl war glücklicherweise das verfrühte Ende der vierstündigen Qual. Ihre erste Stimme gab sie einfach zur Anpassung Ben. Ihre zweite Stimme bekam Lisa, weil ihr der Name besser gefiel. Außerdem hatte sie nicht so einen gehässigen Gesichtsausdruck, wie sie bei Manuela zu sehen glaubte, wenn sie es sich vermutlich auch einfach nur einbildete. Wenn man nach einem Grund schaut, findet man immer einen... Als die Käppis schließlich bei ihr und Outis anlangten und auch nicht mehr nach hinten gegeben werden mussten verdonnerte sie der Lehrer dann dazu, die Stimmen auszuzählen. Zu sagen, dass Lea erstarrte wäre... passend.

Für einen kurzen Moment verharrte alles so wie es war. Der Lehrer hielt Lea die Kreide vor die Nase, diese schaute verzweifelt zu Outis und der schien keine Gedanken lesen zu können. Ein peinliche Pause entstand.
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 88
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am Mi Dez 05, 2018 8:29 pm

„Ich hoffe wir beide werden es nicht. Es auf die Neuen abzuwälzen wäre nicht sehr nett, oder? Aber dieser Kerl da hinten sieht mir tatsächlich aus wie jemand, der gern im Mittelpunkt steht, selbst als Klassensprecher. Wir werden ja sehen, ob das dieser Ben ist.“

Lea schien von der Idee Stimmen auszählen zu dürfen wenig begeistert zu sein und so griff Outis zu der Kreide, die der Lehrer ihr hinhielt. „Die neutralsten Schüler zählen werten die Wahlzettel aus, sehr gut“, meinte er unbekümmert. So ganz ungeschoren konnte er seine Banknachbarin aber doch nicht davonkommen lassen.
„Wärst du so gut die Zettel aufzufalten und aufzupassen, dass Kevin sie auch richtig vorliest?“ Von dem Schüler, der direkt hinter Lea saß, wusste er nur zufällig den Namen, weil dieser sich letztes Jahr etwa fünf Minuten lang für die Schülerzeitung interessiert hatte. Bis Outis ein paar Verbesserungsvorschläge zu dem Artikel, den er mitgebracht hatte, geäußert hatte.
Der Sitzenbleiber schrieb schon einmal die Namen Ben, Lisa und Manu an die Tafel. Zwischen Ben und die Mädchen und in die letzte Zeile setzte er jeweils das Kürzel „ungült.“ Dann wurde für jede verlesene Stimme ein Strich an entsprechender Stelle gemacht, schön in Fünferbündeln, um sie nachher gut abzählen zu können.
Die Wahl zum ersten Klassensprecher gewann ohne große Überraschung – es hatte ja nicht einmal einen Gegenkandidaten gegeben – mit zwei Enthaltungen Ben. Bei den Mädchen war es etwas spannender, doch mit ihren neunzehn Stimmen hatte Lisa relativ klar das Rennen gemacht. Sie durfte dieses Jahr wohl den Klassensprecher aus nächster Nähe anhimmeln, oder so.
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 181
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am Mi Dez 05, 2018 9:44 pm

Noch bevor Lea antworten konnte, klingelte es schon wieder und der Lehrer rief alle zurück auf ihre Plätze. Ein kurzes Nicken schickte sie noch in Richtung Outis, dann widmete sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Unterricht.

Nach wenigen Momenten unterbrach Outis die peinliche Stille, schnappte sich die Kreide und ging unbekümmert zur Tafel. Dankbar nahm sie sich die Käppis und war mit ihrer Rolle, dem Schüler hinter sich die Zettel anzureichen sehr zufrieden. Dass sie nicht einmal in die Zettel guckte, schien niemandem aufzufallen - Es dachten wohl alle, dass Kevin trotz seines Namens lesen könne, also interessierte es auch niemanden. Während die Käppi Zettel um Zettel leichter wurde, bekam Lea ein bisschen was über die Klasse mit, war sie gerade auch wenig gefordert. Ben feierte sich die ersten paar Stimmen nach jeder Stimme selbst, zur allgemeinen Erheiterung, bis der Lehrer ihn mit einem strengen Blick zum Schweigen brachte. Lisa und Manu schienen ziemlich relaxxed zu sein. Sie hatten sich zwar beide beworben und davor auch ein wenig darum 'bekämpft', aber jetzt, da es zur Stimmwahl ging, waren beide tiefenentspannt. Lea bekam das dumme Gefühl, dass das Ganze nur Theater für Herrn Oltmanns gewesen war, damit sie die letzte Viertelstunde ihre Ruhe vor ihm hatten. Auch Kevin schien sich ein wenig Zeit zu lassen mit dem Vorlesen der Zettel. Jeder Zettel wurde erst noch einmal geglättet, bevor er vorgelesen wurde. Herrn Oltmanns schien das nicht zu interessieren. Ganz im Gegenteil: Er hatte seine Zeitung aus der Tasche geholt.

Als das Ergebnis an der Tafel stand freute Lisa sich pflichtbewusst, gewonnen zu haben. Herr Oltmanns blickte von seiner Zeitung auf, dann auf seine Uhr und beendete die Stunde mit einem: "Seid bitte leise, wenn ihr rausgeht. Bis Donnerstag lest ihr die Seiten 34 bis 36 und macht euch Stichworte zu dem Text." Dann ging er durch die Tür und vergaß glatt seine Kreide in Outis Hand. Natürlich brach sofort Tumult in der Klasse aus, alles packte seine Sachen zusammen und fing an zu quatschen, manche blieben im Klassenraum, manche gingen zur Tür, Lea selbst schaute zu Outis, ob er sein Angebot ernst gemeint hatte: "Wollen wir?" fragte sie nur still, als ob es gefährlich wäre, wenn jemand anderes es mitbekommen hätte, nicht dass jemand wirklich auf sie achten würde. Sogar Kevin, der genau hinter ihr saß, ärgerte einen Klassenkameraden, dessen Namen sie nicht kannte damit, dass er ihm seine Käppi nicht wieder gab. Noch bevor sie seine Antwort hörte, hatte sie ihre Jacke in der Hand, notfalls würde sie alleine rausgehen, hauptsache raus aus diesem Unsinn. Noch vor dem Pausengong wären sie draußen.
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 88
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am Mi Dez 05, 2018 11:44 pm

Outis war etwas überrascht, dass Lea sich tatsächlich bemühte leise zu sein. Bei dem Lärmpegel hätte eine Frage in Zimmerlaufstärke auch keinen Unterschied gemacht. Er hatte aber auch kein Problem damit in dieser Sache auf den Lehrer zu hören, und nickte einfach. Stumm schlüpfte er in seine Jacke und ging voraus auf den Pausenhof. Immerhin war er derjenige, der die Schule schon ein Jahr länger kannte, als alle anderen in der Klasse.
Während sie gingen öffnete er eine Pausendose mit einem Salamibrot, von dem er in der Hoffnung endlich den Rauchgeschmack aus seinem Mund zu vertreiben gleich abbiss. Auf halbem Weg zwischen dem Ausgang, den die elften Klassen nutzten, und dem Eck der Turnhalle, hinter dem sich die Raucher trafen, befand sich ein Holzgerüst, das aus irgendeinem Grund eine recht beliebte Sitzgelegenheit während den Pausen darstellte. Outis hatte sich immer gefragt warum. Es war unbequem, man bekam die Hose dreckig und saß ohnehin den ganzen Vormittag. Jetzt war das Ding noch leer, da Oltmanns sie vorzeitig entlassen hatte, und der Sitzenbleiber lehnte sich zumindest daran an.
Von hier aus sollte er Selina eigentlich frühzeitig sehen, wenn sie in die Pause ging. Zumindest wenn sie sich wieder mit Anne zu den Rauchern orientierte. Hinter der Turnhalle auf sie zu warten wäre schließlich Lea gegenüber nicht fair gewesen und er hatte nicht den Eindruck gewonnen, dass Selina schon wirklich Anschluss an Annes Freunde gefunden hatte. Vielleicht war sie ja sogar ganz froh über ein alternatives Angebot…
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 181
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Selina am Do Dez 06, 2018 1:41 am

Die letzten beiden Stunden waren für Selina fast zum Sterben langweilig gewesen: eine ganze Doppelstunde Englischunterricht. Und das bei einem extrem verpeilten Lehrer, der selbst nicht einmal so gut Englisch sprach, zumindest Selinas Meinung nach. Dazu musste man sagen, dass er eine Weile in London verbracht hatte und daher diesen wunderschönen britischen Akzent mit sich brachte. Vielleicht verstand Selina ihn auch einfach deswegen nicht so gut. Na wenigstens war er kein Schotte, so wie Selinas vorletzte Englischlehrerin...wobei der Akzent bei ihr eigentlich etwas putzig geklungen hatte.

Die erste Stunde des Jahres war zugegebenermaßen gar nicht einmal so schlimm gewesen, Selina war sich sicher, dass es schlimmer kommen könnte. Besonders dann, wenn sie Lektüren, die sie selbst schon einmal lesen musste, bis ins kleinste Detail analysieren würden. Da war die kleine Fragerunde über Amerika heute wahrscheinlich noch das Highlight des Jahres gewesen. Trotzdem war es etwas seltsam überall die immer gleichen Fragen beantworten zu müssen. Da kam die Pause wie eine Rettung.

Nach dem Gong trottete Selina erst einmal wieder mit Anne zu deren Freundinnen. Dabei entging ihr Outis in der Nähe des Ausgangs nicht. Er stand zwar bei einer noch unbekannten Person, aber Sel warf den beiden trotzdem ein freundliches Lächeln zu, als sie an ihnen vorbeiging.
Das Treffen mit den Rauchern war in etwa so spannend wie zuvor, mit dem Unterschied, das jetzt eben Outis fehlte. Paul hatte zwar etwas versucht sich mit ihr zu unterhalten, aber Smalltalk war offensichtlich nicht so sein Ding. Selina konnte nicht ganz sagen, warum sich die Freundinnen nicht auch gleich mit ihr unterhalten würden. Dass Anna und Selina in den Pausen wenig miteinander unternahmen, machte ihr allerdings nichts aus. Immerhin verbrachten sie schon den gesamten Unterricht und auch einen großen Teil der Freizeit miteinander und eigentlich war Anna auch wesentlich sozialer, als sie hier wirkte. Sie war eigentlich nur etwas schüchtern. Vielleicht hatten sie oder die Freunde Angst, dass Selina irgendetwas an ihrer schönen, alten Ordnung zerstören könnte...wie auch immer sie das anstellen sollte.

Weil sie ihre Pause dann aber doch nicht ganz awkward am Rand verbringen wollte, meldete sich Selina kurz bei ihrer Partnerin ab und machte sich dann wieder auf den Weg zurück. Nun ja, nicht ganz zurück.
Mit ein wenig Anlauf schwang sich Selina über das merkwürdige Holzgerüst, um so auf der Seite der anderen zu stehen und begrüßte die zwei Neulinge mit einem einfachen "Hey".
Dann steckte sie dem unbekannten Mädchen noch ihre Hand entgegen. Ja, Mädchen traf es gut, denn sie wirkte im Vergleich zu den restlichen Schülerinnen, die Selina heute bereits treffen durfte, extrem kindlich. "Ich bin Selina."
Sie konnte nicht sagen, was es war, aber irgendwie wirkte dieses Mädchen ziemlich unbeholfen. Wirklich hier sein wollte es nämlich scheinbar gar nicht; stand schon fast so awkward herum wie Selina eben. Nein, nicht wirklich "fast", eher "noch mehr". Nicht unbedingt die Person, die Selina für einen Freund von Outis halten würde, der mit seiner aktuellen "Bad Boy"-Art so gar nicht zu ihr passen wollte. Dass Selina das Mädchen eben so an ihrem Fluchtversuch gehindert hatte, wusste Selina ja nicht, also war die ganze Situation wahrscheinlich automatisch etwas unangenehmer, als sie es ohnehin schon gewesen wäre.
"Dachte mir, dass ich vielleicht nicht den ganzen Tag mit Anna verbringen will, also...waddup?"
avatar
Selina

Anzahl der Beiträge : 175
Anmeldedatum : 12.02.17

Charakterbogen
Alter: ~ 29 Jahre
Größe: 1,72m
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am Do Dez 06, 2018 1:48 am

Langsam schritt Lea hinter Outis her. Dafür, dass es so kurz vor Stundenende war, waren erstaunlich wenig Schüler auf den Gängen. Bei uns war es schon fast normal, fünf Minuten früher Schluss zu machen, vor allem so früh im Jahr. Als sie sah, wie er sein Brot rausholte fiel ihr ein, dass sie heute auch noch nichts gegessen. Trotzdem hatte sie keinen Appetit, zu vieles schlug ihr auf den Magen. "Danke", eröffnete sie schließlich das Gespräch, "für das an die Tafel schreiben... Ich... Ich gehe nicht so gerne nach vorne." Für Leas Verhältnisse war das schon ein ziemliches aus sich herauskommen, wenn man bedachte, dass sie Outis gerade einmal seit ein paar Stunden kannte. Andererseits konnte sie sich gut von seinem Salamibrot ablenken.

Draußen angekommen war Lea ganz froh darüber, dass die Sonne bald im Zenit stand. Es war zwar offiziell noch Sommer, aber der Wind fing langsam an, aufzufrischen. Sonderlich kälteunempfindlich war sie nicht, aber so konnte sie ihre Jacke doch ausziehen und sich über den Arm legen. Dabei bemerkte sie, dass sie einige neue Nachrichten bekommen hatte. Ein kurzer Klick an die Seite des Smartphones offenbarte ihr, dass es nur ihr Vater gewesen war, nicht einer ihrer Freunde. Freunde... Sie haben sich auch schon seit Samstag wieder nicht mehr gemeldet... Während sie so gedankenverloren mit dem Handy in der Hand hinter Outis herlief, bemerkte sie gar nicht, dass er plötzlich an einem Holzgerüst stehen blieb. Mit einem Rumms rannte sie ihm in den Rücken, als er sich gerade zum Gerüst umdrehen wollte. Sie quiekte erschrocken auf, ließ ihr Handy und ihre Jacke los, während sie gleichzeitig einen Arm nach oben riss, zurücktaumelte, mit dem anderen Arm wieder nach dem Hand griff und mit einem Bein danach trat, um seinen Fall zu bremsen. Zu ihrem Glück konnte sie das Handy fangen. Zu ihrem Pech trat sie dafür dem armen Outis nochmal in die Wade.
"Ouh! Ich! Uhm... Das... Tut mir Leid, ich habe...", stammelte sie halb erschrocken halb verwirrt eine Entschuldigung zusammen und gestikulierte mit dem Handy in der Hand herum, bevor sie schuldbewusst nach ihrer Jacke griff, die glücklicherweise in nichts Widerwärtiges hereingefallen war und noch ein Leises "Ich... Ich geh besser." murmelte und sich zum Gehen wenden wollte.
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 88
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Seite 1 von 2 1, 2  Weiter

Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten