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Schule, Chaos, Leben

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Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am Fr Nov 30, 2018 2:51 pm

das Eingangsposting lautete :

Baum... um Baum... Wiese um Wiese, Feld um Feld, Dorf um Dorf, Menschen um Städte um Kreise um Bundesländer... Immer weiter weg von meinem Leben... Leas Augen hatten schon lange aufgehört, die Strecke wirklich zu verfolgen. Auf die Rückbank gequetscht, neben den letzten Resten Gepäck drückte sie ihre Wange an die kalte Fensterscheibe, die Kopfhörer im Ohr, obwohl der Akku schon lange leer war, um möglichst wenig von IHR zu hören. SIE, die ihr ihr Leben weggenommen hatte. SIE, die ihr ihren Vater weggenommen hatte, ihre Freunde, ihre Schule, ihr Haus, ihr... Alles. Sie konnte sie nicht leiden und wenn sie den Blick von ihr sah dann wusste sie, dass es auf Gegenseitigkeit beruhte. Es wäre ihr schon Grund genug, mich zu ärgern, um Dad zu verführen! Sie seufzte.
"Ist alles ok Schatz? Brauchst du eine Pause?" Ihr Vater hatte sich für einen kurzen Moment umgedreht zu ihr, bevor er wieder auf die Straße schaute. Lea tat so, als würde sie ihn gar nicht hören und ihr Vater schien sich damit zufrieden zu geben. Schon fing er an, wieder mit IHR zu reden, zu lachen, zu planen... Aus dem Augenwinkel sah sie, wie SIE ihre Hand auf die Seine legte, sie nur kurz runternahm, wenn er schalten musste, was auf der Autobahn leider nicht allzu häufig passierte.
Schließlich spürte sie doch, wie das Auto langsamer wurde. Für einen kurzen Moment kam Lea der irrwitzige Gedanke, dass ihr Vater es sich anders überlegte hatte, das er ausstieg, sie in den Arm nahm, sich entschuldigte und einfach wieder umdrehte, SIE hier stehen ließ und sie zurück in ihr altes Leben fuhr, zurück zu ihren alten Freunden, zurück in das kleine Zimmer mit der Dachschräge und ihren Postern, zurück zu diesem schrecklichen Teppich im Wohnzimmer. So schnell wie dieser Gedanke gekommen war, verflog er auch schon wieder.
Seine Hand berührte sie an ihrem Bein. Lea tat überrascht, zog sich den lautlosen Kopfhörer aus einem Ohr und blickte ihn an, als wäre sie ganz woanders gewesen. "Vertritt dir kurz die Beine, ok? Wir machen eine Viertelstunde Pause." "Natürlich Dad", erwiderte sie nur matt. Das aufmunternde Lächeln das er ihr zuwarf blieb unbeantwortet.

Es tat tatsächlich gut, sich die Beine zu vertreten. Sie mussten schon für über 4 Stunden gefahren sein, wenn ihr Handy keinen Akku mehr hatte. Sie hatte nur ein bisschen mit ihren Freunden geschrieben, ein paar Bilder angeschaut und die meiste Zeit Musik gehört. Aus dem frühen Vormittag war inziwschen früher Nachmittag geworden. Sie blieb vor dem Autobahnschild stehen: Gutmannstal. Instinktiv griff sie nach ihrem Handy, um es enttäuscht wieder wegzupacken. Wie weit es wohl noch ist? Als sie Schritte hinter sich hörte, drehte sie sich um, wollte ihren Vater fragen, doch vor ihr stand nicht ihr Vater. "Weißt du, ich freue mich darauf, mit dir zu wohnen. Das wird bestimmt ganz witzig werden", sprach SIE. "Ja, ganz bestimmt", murmelte Lea nur und drehte sich wieder um, um das Schild anzustarren, als gäbe es nichts Interessanteres auf der Welt. Doch so leicht kam sie nicht davon: "Es sind noch etwa anderthalb Stunden, du solltest hier nochmal auf die Toilette gehen, später hast du nicht mehr die Chance." Sie rollte mit den Augen: "Danke, ich muss nicht." Das war gelogen. Aber sie würde ihr nicht den Gefallen tun, auf sie zu hören. "Weißt du Lea..." "Quaona!", unterbrach Lea sie. Sie hasste diesen Namen, aber sie hasste Sie ja auch. "Natürlich, Quaona, tut mir Leid. Ich möchte mich wirklich gut mit dir verstehen, wir beide haben deinen Vater sehr lieb." Sie bekam keine Antwort.
Die letzte Stunde über waren sie nicht mehr auf der Autobahn unterwegs. Es ging über Feldwege und durch Dörfer, über huckelige Nebenstraßen bis selbst das Navi nicht mehr weiter wusste und SIE den Weg angab. Schließlich kamen sie an einem kleinen Schild vorbei: Willkommen in Ellwürden.

Mit einem Ruck blieben sie vor ihrem neuen Haus stehen. Es hatte eine enge Einfahrt und einen Untersteller für die beiden Autos ein großer Garten erstreckte sich hinter dem Haus, mit langen Gartenbeeten und Bäumen, die sich perfekt für eine Hängematte eignen würde. Es war... eigentlich recht schön. Zumindest solange, bis ihr zukünftiger vierter Mitbewohner aus dem Haus getrottet kam. Noch bevor er sich wirklich zum Auto umgedreht hatte, sprach er schon los, laut genug, um auch im Auto gehört zu werden: "Da bist du ja endlich, hast du was zu Essen mitgeoh... Du bist ja auch da... und... wer bist du?" Bei seinen Worten hatte er erst Leas Vater und dann schließlich Lea selbst angeguckt, deren Kopf hinter Gepäckstücken herausschaute. Er schien nicht damit gerechnet zu haben, mehr als nur seine Mutter zu sehen. "Hanke, das ist Lea, Walthers Tochter. Ich hatte dir doch erzählt, dass sie heute hier einzieht." "Oh stimmt, ich muss meine Sachen noch aus ihrem Zimmer räumen... mach ich morgen." Mit diesen Worten verschwand er wieder im Haus um sich vor dem Helfen zu drücken. Seine Mutter schrie ihm zwar noch hinterher, aber das interessierte ihn anscheinend wenig. Beruhigend legte Leas Vater ihr die Hand auf die Schulter: "Schon in Ordnung, es ist bestimmt auch anstrengend für ihn, also emotional meine ich." Dann drehte er sich zu Lea um: "Willst du schonmal mit Ursula nach oben gehen und dir dein neues Zimmer angucken? Ich räume schonmal aus in der Zeit." Leas Widersprüche blieben zwecklos und so trottete sie mit einer ihrer Taschen hinter IHR her.

Das Haus war groß, 3 Stockwerke, eine kleine Diele nur auf dem ersten Stock, mit einem Keller direkt darunter darüber gab es ein geräumiges Wohnzimmer, eine kleine Küche, gegessen wurde anscheinend im Wohnzimmer, zumindest lagen dort noch einige Pizzaschachteln. Bei dem Anblick seufzte Ursula. "Hanke hat nicht aufgeräumt, tut mir leid, sonst sieht es hier besser aus." Anstatt zu antworten, blickte sich Lea weiter um, einige verschlossene Türen, bestimmt ein Schlafzimmer und ein Bad, dazu noch ein Raum für Wäsche und ähnliches. Als es eine weitere Treppe hochging kamen sie zu zwei großen Zimmern. Vor dem einen lag ein Wäscheberg, benutzte Unterwäsche, dreckige T-Shirts, alles war dabei. Der Weg zum Anderen war frei. Während Ursula noch die Wäsche in den direkt daneben stehen Wäschekorb packte, öffnete Lea schon die zweite Zimmertür... und stand vor einem Chaos. Überall standen Sachen, die ganz offensichtlich Hanke gehörten, ein Schlagzeug, das Staubzivilisationen angesammelt hatte, Kisten mit altem Spielzeug, teilweise ausgeschüttet, ein alter unbenutzbarer Schreibtisch und vieles mehr. Wie angewurzelt blieb sie stehen. Der Weg zu ihrem Bett war nicht betretbar. Es stank schlimm, als wäre seit Monaten niemand mehr hier drin gewesen. Als Ursula dies sah, stapfte sie wütend in Hankes Zimmer: "DU WIRST JETZT SOFORT DIESES ZIMMER AUSRÄUMEN! HABEN WIR UNS VERSTANDEN?" "Nur noch das Lev..." Noch bevor er zuende gesprochen hatte, riss seine Mutter ihm das Stromkabel aus der Steckdose. "Boah ist ja gut!" Langsamen Schrittes stapfte er auf Leas Zimmer zu und drückte sie dabei wirsch zur Seite. Mitsamt Rucksack trottete Lea wieder nach unten.

Als ihr Vater sie kommen sah fragte er: "Und, wie findest du es hier?" "Schön" murmelte Lea, während sie sich an ihm vorbeidrückte und wieder aus der Tür rausschritt. Sie bahnte sich ihren Weg an den Autos vorbei und betrat den Garten. Von hier sah sie einen kleinen Balkon, der wohl an das Wohnzimmer angrenzte, aber für den Moment war ihr das egal. Sie legte sich in den Schatten der Bäume und zog die Jacke etwas enger an sich heran. Es dämmerte langsam und war schon relativ kühl geworden, doch gerade fühlte sie sich hier draußen am Wohlsten.
Am Abend wurde sie von Ursula angewiesen, heute Nacht doch bitte auf der Couch zu schlafen und schon am Nächsten Mittag war ihr Zimmer halbwegs betretbar. Sie schien sich tatsächlich Mühe zu geben, es ihr schön zu machen. Den ersten Tag machte Lea nichts anderes, als im Wohnzimmer oder im Garten zu sitzen und Musik zu hören und mit ihren Freunden zu schreiben. Am Sonntag schließlich wechselte sich nur eine Sache: Sie saß in ihrem ZIMMER und hörte Musik und schrieb mit ihren Freunden. Auch wenn diese langsam nicht mehr antworteten. Am Montag schließlich sollte es in die Schule gehen.
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Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am Do Dez 06, 2018 9:07 pm

„Wer steht schon gern da vorne?“ Es mochte solche Leute geben, aber Outis gehörte nicht dazu. Er war nur etwas besser das zu verbergen, als es Lea gewesen war. Aber bei der kam ja auch noch einiges mehr zusammen. Neue Gegend, neue Schule, neue Klasse. Das musste ziemlich anstrengend sein. Und meist entschieden das die Eltern völlig über die Köpfe ihrer Töchter und Söhne hinweg. Vermutlich konnte er froh sein, dass seine alten Leute so leicht nichts aus Ellwürden wegbringen würde. Die Familie lebte schon seit gefühlt 1000 Generationen hier, so langweilig das Nest auch sein mochte.
Er entschied sich dagegen sie zu fragen, wie es ihr mit dem Umzug ging. Sie wollte in der Pause vermutlich an was anderes denken und nicht immer wieder daran erinnert werden. Als er an dem Gerüst stehen blieb, wurde er gleich darauf fast überrumpelt. Überrascht wirbelte er herum und verlor beinahe das Gleichgewicht, als Leas Fuß seinen Unterschenkel traf. Zur Abwechslung war das Holzgestell mal zu was gut, denn es gelang ihm sich daran festzuhalten.
Seine Banknachbarin war schon dabei die Flucht anzutreten, ehe er reagieren konnte. Outis unterdrückte gerade noch den Impuls sie am Handgelenkt festzuhalten. Das hätte die Sache gewiss nicht besser gemacht. Stattdessen versuchte er es mit „Halt!“, ehe er noch „Das kann doch jedem mal passieren!“ hinterherschob. „Ich kenne das selber doch auch. Manchmal bin ich ziemlich ungeschickt. Gab es denn was Interessantes auf dem Handy zu sehen?“

Da er nicht so genau wusste, wie er mit Lea in ihrer derzeitigen Verfassung umgehen sollte, war Outis ein wenig erleichtert über Selinas schwungvollen Auftritt. Dieser würde seine Banknachbarin hoffentlich auch ablenken. „Das ist Lea, die es auch frisch ins schöne und überaus aufregende Ellwürden verschlagen hat“, stellte er sie vor. „Und sie war so nett mir zu verraten, was wir Dienstag und Donnerstag morgens haben. Kunst und Deutsch nämlich – letzteres dürfte eher uninteressant für dich sein, vor allem bei Herr Oltmanns.“
Dann stellte Selina die alles entscheidende Frage: „Waddup?“ Als ob in Ellwürden irgendwas los wäre. „Diese Woche ist Herbstfest. Wie das Oktoberfest in langweiliger und mit billigerem Bier. Und die Schülerzeitung gibt es natürlich das ganze Jahr über…“
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Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am Fr Dez 07, 2018 1:08 am

Während Lea bereits erst rückwärts, dann wieder vorwärts die ersten Schritte weg von Outis flüchtete, rief dieser ihr hinterher. Wie angewurzelt blieb sie stehen, in panischer Erwartung was jetzt kommen würde. Du hast es geschafft, die einzig freundliche Seele in der Schule und du tritts ihm gegen das Bein, warum versuchst du es überhaupt, du hast doch Musik und tumblr, du brauchst ihn gar nicht oder allgemein jemandem, am Ende passiert sowieso wieder so etwas wie jetzt gerade und alle hassen dich - wieder! Entgegen ihrer Erwartung machte Outis sie nicht nieder, sondern sagte ihr stattdessen, das alles gut sei. Sie schluckte einmal schwer, blinzelte eine kleine Träne weg und drehte sich dann langsam wieder um. Die junge Frau, die dabei an ihnen vorbei lief realisierte sie gar nicht erst.

Als sie mit gesenktem Kopf, noch stärker als sonst, wieder zu ihm hin trottete, murmelte sie ein leises"Nur mein Vater... ich habe nichtmal gelesen, was er geschrieben hat, nur... nachgedacht... Bist...", sie räusperte sich, weniger, weil sie was im Hals hatte, als mehr um eine Ausrede dafür zu haben, dass sie so leise sprach, "Bist du schonmal umgezogen?"

Wenig später, Lea schaute ihrem Gegenüber immer noch nicht ins Gesicht, hörte sie plötzlich ein Knallen direkt neben sich. Mehr überrascht als erschrocken taumelte sie zwei Schritte zur Seite, nur um ein junges Mädchen neben sich stehen sehen. Energiegeladen wurde ihr eine Hand entgegengehalten, ohne dass Lea auch nur eine Ahnung hatte, was vor sich ging. Die ihr entgegengestreckte Hand schaute sie etwa genauso perplex an, wie sie das Mädchen, das sie hier entgegenhielt, vorher angeschaut hatte, bevor sie sich doch dazubrachte, sie zu schütteln. Passender wäre es zu sagen, dass sie sie berührte, wirklich schütteln konnte man das nicht nennen, was sie da machte. Outis schien sich nicht daran zu stören, dass eine für ihn anscheinend nicht so fremde Frau plötzlich bei Ihnen stand, und so wanderte ihr Blick zu Outis, während sie es verpasste, die Hand der Fremden loszulassen. Sie öffnete den Mund, um was zu sagen, doch die Fremde brabbelte schon los, mit einer seltsamen Mischung aus Deutsch und Englisch. Als ihr Blick zu ihr glitt, bemerkte sie, dass sie immer noch ihre Hand hielt und zog sie schleunigst zurück. Heute war nicht ihr Tag.

Wieder klappte Leas Mund auf: "Ich, uhm ich bin Le... das weißt du schon, uhm ich äh Whats up?", versuchte sie zu antworten. Am Liebsten hätte sie sich einfach nur in Grund und Boden geschämt und wäre dort für die nächsten 3 Jahre geblieben, um dann mit gemachtem Abi endlich den ganzen Tag zu Hause im Bett liegen und in Ruhe ihr Leben versauen zu können. Der Boden schien ihr sagen zu wollen: Ohne mich.
Der Versuch eines aufgesetzten Lächelns legte sich auf ihr Lippen. "Und... und du bist?" stellte sie ihr eine Frage und war schon stolz auf sich, den ersten Satz seit 5 Minuten nicht komplett verkackt zu haben. Nicht mein Tag...
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Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Selina am Fr Dez 07, 2018 3:08 pm

Selina lächelte Lea noch einmal etwas unbeholfen an, als diese ihr vorgestellt wurde um prompt die Hand nicht mehr losließ. Komisches Mädchen...
"Hm, Deutsch..." Eigentlich ein Fach, das sie sehr mochte, aber wenn Outis sie schon so vor dem Lehrer warnte, wusste sie nicht, ob sie sich das antun wollte. "Ach ja, wegen der Freistunde...", begann sie, noch immer mit der Hand an sich, die zum Glück langsam wieder losgelassen wurde. "Ich habe Donnerstags doch erst die zweite Doppelstunde frei, nicht die erste. Wisst ihr auswendig, was ihr da habt?" Die Frage war mehr an Lea als an Outis gerichtet. Sie schien sich die Sache etwas besser gemerkt zu haben als ihr Mitschüler, zumindest kam es so rüber.

"Und natürlich muss ich mich wie ein echter Tourist auch gleich in meiner ersten Woche hier betrinken...", sagte sie zuerst etwas sarkastisch, wechselte dann aber doch beunruhigend schnell in einen begeisterten Ton. "Wollen wir hin? Ich meine, nicht unbedingt zusammen; ich glaube, Anna wollte am Wochenende schon hin, aber vielleicht trifft man sich ja."

Das andere Mädchen schien sich, sehr zu Selinas Überraschung, auch einmal zu Wort zu melden. Selina wollte jetzt nicht unbedingt, dass Lea sich zu Smalltalk gezwungen fühlte. Andererseits würde sie selbst sich wahrscheinlich auch etwas seltsam fühlen, wenn sie Lea gezwungenermaßen die ganze Zeit hätte ignorieren müssen.
"Ich bin dieses Jahr als Gastschülerin aus der US hier.", erklärte sie auf Leas Frage hin. "Ich bin in der c, also wenn du in Outis' Klasse bist, müssen wir am Mittwoch zusammen Sport haben."


Zuletzt von Selina am Mo Dez 10, 2018 12:06 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am Fr Dez 07, 2018 5:44 pm

“Ob ich umgezogen bin? Ja, allerdings nur zwei Kilometer weit und da ich damals erst zwei Jahre alt war, kann ich mich nicht mehr daran erinnern.” In dieser Hinsicht konnte Outis wahrlich nicht mir eigenen Erfahrungen und interessanten Geschichten glänzen. „Und ich kann mir vorstellen, dass du gerade über vieles nachdenken musst – nein kann ich nicht, du hast ja gerade gehört, dass ich noch nichts Vergleichbares mitmachen musste, aber du weißt schon was ich meine. Das muss ziemlich nerven.“ Einen Moment lang lag ihm die Frage, ob sie auf eine Nachricht von ihrem Freund gehofft hatte, auf der Zunge, aber die verkniff er sich.

Die Stundenplanfrage zu beantworten überließ der Sitzenbleiber Lea. Er selbst konnte sich nur noch erinnern, dass er irgendwann am Mittwoch oder Donnerstag eine Lücke gesehen hatte. Entweder in der zweiten oder dritten Doppelstunde nahm er an. Die Chance, dass diese mit Selinas Freistunde zusammenfiel, lag also bei etwa 25 Prozent.
„Vor allem ein Tourist aus Amerika sollte sich eine solche Gelegenheit nicht entgehen lassen. In Deutschland darf man schon mit 16 Bier trinken und in Bayern gilt es sogar als Grundnahrungsmittel. Du kannst mir ja schreiben, wann dich Anne aufs Volksfest schleppt und dann wird man sich schon zufällig über den Weg laufen.“ Ohne eine Antwort abzuwarten zückte Outis ein altes Smartphone mit gesprungenem Display. „Ach, deine Nummer habe ich auch noch nicht“, ergänzte er in Leas Richtung. „Soll ich eine Gruppe erstellen, oder so?“ 
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Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana Gestern um 9:48 pm

(Sorrrry wurde von von Quantum Break aufgesogen, aber ich bin jetzt durch, also keine Angst ^^')

"Ja..." antwortete Lea nur, ohne ganz zu wissen, was sie noch sagen sollte. Sie war noch nie sonderlich gut darin gewesen, etwas zu Fremden zu sagen.

Als Outis auf Selinas Frage schwieg, kam ihr der Gedanke, dass er sich den Stundenplan wohl nicht gemerkt hatte. Kurz ging sie die Tage durch und war erstaunt, dass sie tatsächlich wusste, was sie an diesem Tag hatten, vor allem wegen der Stunde die sie dort hatten: Die Schule hatte es nämlich nicht besser hingekriegt, als ihnen dort eine Doppelstunde ohne Unterricht hinzulegen. "Da haben wir, glaube ich, gar nichts", sagte sie nach einer kurzen Denkpause. Ein kurzer Blick flog zu Outis, ob er vielleicht ein Zeichen der Erleuchtung zeigen würde.

Outis Kommentar über das Herbstfest behagte Lea nicht. Irgendwie ging ihr das alles zu schnell. Sie war noch nicht einmal einen Tag an der Schule und schon lud jemand sie zu einem Fest ein. Selbst mit ihren langjährigen Freunden war sie damals selten auf Partys oder Feste gegangen, aber die hatten sie auch selten eingeladen gehabt. Selina schien zwar begeistert zu sein, aber sie wusste nicht, ob das das Ganze wirklich besser machen würde. Sie ist so... wild...
"Ähm, ich weiß nicht, ich glaube, ich muss noch mein Zimmer einrichten und für die Schule vorbereiten und eigentlich ankommen und alles..." versuchte sie sich rauszureden, ohne dabei wirklich überzeugt zu klingen, andererseits würde sie gerade auch nicht sehr überzeugt klingen, wenn sie ihren eigenen Namen sagen müsste, von daher war das nicht ganz so aussagekräftig, ob die Anderen, oder insbesondere Outis, das jedoch so verstehen würden war eine andere Sache. Um ihre Ablehnung zu verstärken holte sie ihr Handy raus, um zu zeigen, dass die Sache abgeschlossen war. Dass dies eher widersprüchliche Signale sandte war Lea in diesem Moment nicht so klar. Nach ein paar Klicks hielt sie Outis ihre Nummer vor die Nase.
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Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Selina Heute um 12:47 am

"Gar nichts?", fragte Selina erst etwas überrascht, bis sie verstand. "Oh cool, dann können wir die Stunden ja zusammen verbringen, wenn ihr wollt. Zumindest weiß ich nicht, was ich sonst machen soll." Selina blickte die beiden erwartungsvoll an. Sie könnte verstehen, wenn jemand wie Lea ihre Ruhe haben wollte, aber Outis wirkte wenigstens etwas aufgeschlossener und abgesehen davon arbeitete er wohl gerne an der Schülerzeitung, bei der Selina in den Freistunden auch mithelfen könnte. Ihre Texte wären wahrscheinlich nicht sonderlich gut im Vergleich zu den anderen Autoren, aber es gab immerhin noch andere Bereiche, an denen sie sich beteiligen könnte.

Dass Outis gleich auf das überschwängliche Angebot mit dem Fest einging, überraschte Selina ebenfalls. Sie hätte nicht gedacht, dass sich gleich jemand mit dem Gastschüler treffen würde. Lag vielleicht daran, dass sie alle, Outis, Selina und Lea in gewisser weise neu in den Klassen waren und. Die Leute in ihrer Klassen waren zwar alle ganz nett, schienen aber in ihren eigenen kleinen Freundeskreisen bleiben zu wollen. Lediglich Anne gab sich Mühe damit, viel mit Selina zu unternehmen, selbst wenn sie in den Pausen, die sie lieber mit den Kunst-Freundinnen verbrachte, nicht so wirkte. Die halbe Stunde Abwechslung am Tag brauchte sie wohl.
"Ja, das habe ich schon gehört. Zuhause werde ich erst trinken können, wenn ich mit dem College fertig bin.", meinte sie, als Outis auf die Sache mit dem Bier einging. Und kaum hatte Outis sein Cell gezogen, kramte Selina ihres auch hervor. "Kannst du gerne machen. Willst du dich einfach schnell selbst einspeichern? Ich kenne meine deutsche Nummer noch nicht auswendig."

Lea, die offensichtlich nicht wirklich mitwollte, ignorierte Selina dabei einfach gekonnt. Es war die erste Schulwoche. Wer verbrachte seine Zeit da lieber mit Lernen? Vor allem gab es nach so kurzer Zeit doch noch so gut wie nichts zu tun. Um ehrlich zu sein klang Lea für Selina im Moment wie ein ziemlich großer Langweiler. Ja, Sel wusste, dass es introvertierte oder schüchterne Leute gab, aber sie sah nicht ein, dass man nicht wenigstens versuchen sollte, etwas sozial zu wirken. So schlimm konnte das doch nicht sein. "Ach komm, ankommen kannst du, indem du Leute triffst und zur Not helfen wir dir beim Einrichten."
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