Neueste Themen
» Schließung von Shokugeki no Soma
Gestern um 1:44 pm von Gast

» Amazonenlegenden
Gestern um 10:59 am von Jaiva

» Kagami
Do Jan 17, 2019 12:46 am von Kagami

» Die Verrückte Zeitmaschine
Do Jan 17, 2019 12:34 am von Outis

» Geschenke für Arcus!
Mi Jan 16, 2019 9:21 am von Das Große Licht

» Jahreszeiten in Letum
Di Jan 15, 2019 10:12 pm von Das Große Licht

» Lost Dreams [Anfrage]
So Jan 13, 2019 9:36 pm von Gast

» Schule, Chaos, Leben
Fr Jan 11, 2019 12:46 am von Quaona Leae Ohana

» Ihr sucht einen Schreibpartner?
Do Jan 10, 2019 4:51 pm von Araisan

Wer schreibt wo?

Perleris-Meer
Das östliche Meer:
Anju
Erzähler

Perleris Stadt:
Sion
Schreiberling (Kleines Abendlicht)

Riguskant
Auf den Straßen (Königsburg):
Élie
Jaden
Kraja der Rabe

Leiswasser:
Terano Leiryfe Sanador
Ardaja Elasia
Sélari

Sommasflucht:
Nimeria
Faycine
Schreiberling (Remiron)

Herrenhaus von Sommasflucht:
Chakko
Schreiberling (Remiron)

Schavennas Hafenviertel:
Faylinn
Myrrmayarra
Egon

Das Jungferntal:
Clavius
Nocturna
Ikarus
Eiris

Anwesen der von Mittklang (Königsburg):
Helia
Erzähler

Armenviertel (Königsburg):
Alrishaera
Orrashal

Taverne zum schwarzen Schwuuh (Auenheiden):
Ophelia
Caius Aulus
Cyrelas Caemire

Kargatrass-Wald:
Yuki
Ragmer
Amicara

Steppenstraße:
Thech Sharr
Raltjof
Itjaika
Jaiva

Mittleres Stockwerk Gasthaus 'Seilers Tochter' (Davencia):
Luvia
Kit
Erzähler

Dorf Tinto:
Valeria
Finn

Kleine Räuberfestung (Drei-Zehen-Gebirge):
Quaona Leae Ohana
Ciaran

Bogenstraße (Königsburg):
Djehuti
Black Laknis

Die Grüne Hölle
Rand der Grünen Hölle:
Escaria
Sheevalesca

Dorf Olunka:
Nuri
Thea

Karatina
Gasthaus 'Am Markt' (Dornenwacht):
Yheran Maknossar
Obrogun
Akina

Westlich des Nysbelth:
Malachai
Narmil Machatrim

Entlang der grünen Hölle:
Mayaleah
Kasimir

Waldstück nahe Kohwatt:
Mathilda
Lil'yandra Iathaille

Armenviertel (Amdalon):
Rasaya
Lestat

Westliche Steppe:
Jaekim
Kinim

Prachtvolles Gutshaus:
Araisan

Freya

Irgendwo nahe Finstersteig:
Pan
Neisseria

Katunga:
Nenvar
Cilucamaidra
Erzähler

Tragalùn
Felsdorf:
Elaimandraia
Dragor

Harashan-Gebirge:
Wakizar
Solacelea

Westliche Wüste:
Rhúan
Sayola

Sa'daan:
Aurora
Skadi

Forcewald
Wald nahe Húlzinburc:
Kehilan
Cearis

Die Wilden Lande
Waldtiefen (Frostbakenwald):
Aiurasim
Frala
Unsere Schwestern




Statistik
Wir haben 292 eingetragene Mitglieder
Der neueste Nutzer ist Michael.

Unsere Mitglieder haben insgesamt 31673 Beiträge geschrieben zu 1866 Themen

Schule, Chaos, Leben

Seite 3 von 3 Zurück  1, 2, 3

Nach unten

Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am Fr Nov 30, 2018 2:51 pm

das Eingangsposting lautete :

Baum... um Baum... Wiese um Wiese, Feld um Feld, Dorf um Dorf, Menschen um Städte um Kreise um Bundesländer... Immer weiter weg von meinem Leben... Leas Augen hatten schon lange aufgehört, die Strecke wirklich zu verfolgen. Auf die Rückbank gequetscht, neben den letzten Resten Gepäck drückte sie ihre Wange an die kalte Fensterscheibe, die Kopfhörer im Ohr, obwohl der Akku schon lange leer war, um möglichst wenig von IHR zu hören. SIE, die ihr ihr Leben weggenommen hatte. SIE, die ihr ihren Vater weggenommen hatte, ihre Freunde, ihre Schule, ihr Haus, ihr... Alles. Sie konnte sie nicht leiden und wenn sie den Blick von ihr sah dann wusste sie, dass es auf Gegenseitigkeit beruhte. Es wäre ihr schon Grund genug, mich zu ärgern, um Dad zu verführen! Sie seufzte.
"Ist alles ok Schatz? Brauchst du eine Pause?" Ihr Vater hatte sich für einen kurzen Moment umgedreht zu ihr, bevor er wieder auf die Straße schaute. Lea tat so, als würde sie ihn gar nicht hören und ihr Vater schien sich damit zufrieden zu geben. Schon fing er an, wieder mit IHR zu reden, zu lachen, zu planen... Aus dem Augenwinkel sah sie, wie SIE ihre Hand auf die Seine legte, sie nur kurz runternahm, wenn er schalten musste, was auf der Autobahn leider nicht allzu häufig passierte.
Schließlich spürte sie doch, wie das Auto langsamer wurde. Für einen kurzen Moment kam Lea der irrwitzige Gedanke, dass ihr Vater es sich anders überlegte hatte, das er ausstieg, sie in den Arm nahm, sich entschuldigte und einfach wieder umdrehte, SIE hier stehen ließ und sie zurück in ihr altes Leben fuhr, zurück zu ihren alten Freunden, zurück in das kleine Zimmer mit der Dachschräge und ihren Postern, zurück zu diesem schrecklichen Teppich im Wohnzimmer. So schnell wie dieser Gedanke gekommen war, verflog er auch schon wieder.
Seine Hand berührte sie an ihrem Bein. Lea tat überrascht, zog sich den lautlosen Kopfhörer aus einem Ohr und blickte ihn an, als wäre sie ganz woanders gewesen. "Vertritt dir kurz die Beine, ok? Wir machen eine Viertelstunde Pause." "Natürlich Dad", erwiderte sie nur matt. Das aufmunternde Lächeln das er ihr zuwarf blieb unbeantwortet.

Es tat tatsächlich gut, sich die Beine zu vertreten. Sie mussten schon für über 4 Stunden gefahren sein, wenn ihr Handy keinen Akku mehr hatte. Sie hatte nur ein bisschen mit ihren Freunden geschrieben, ein paar Bilder angeschaut und die meiste Zeit Musik gehört. Aus dem frühen Vormittag war inziwschen früher Nachmittag geworden. Sie blieb vor dem Autobahnschild stehen: Gutmannstal. Instinktiv griff sie nach ihrem Handy, um es enttäuscht wieder wegzupacken. Wie weit es wohl noch ist? Als sie Schritte hinter sich hörte, drehte sie sich um, wollte ihren Vater fragen, doch vor ihr stand nicht ihr Vater. "Weißt du, ich freue mich darauf, mit dir zu wohnen. Das wird bestimmt ganz witzig werden", sprach SIE. "Ja, ganz bestimmt", murmelte Lea nur und drehte sich wieder um, um das Schild anzustarren, als gäbe es nichts Interessanteres auf der Welt. Doch so leicht kam sie nicht davon: "Es sind noch etwa anderthalb Stunden, du solltest hier nochmal auf die Toilette gehen, später hast du nicht mehr die Chance." Sie rollte mit den Augen: "Danke, ich muss nicht." Das war gelogen. Aber sie würde ihr nicht den Gefallen tun, auf sie zu hören. "Weißt du Lea..." "Quaona!", unterbrach Lea sie. Sie hasste diesen Namen, aber sie hasste Sie ja auch. "Natürlich, Quaona, tut mir Leid. Ich möchte mich wirklich gut mit dir verstehen, wir beide haben deinen Vater sehr lieb." Sie bekam keine Antwort.
Die letzte Stunde über waren sie nicht mehr auf der Autobahn unterwegs. Es ging über Feldwege und durch Dörfer, über huckelige Nebenstraßen bis selbst das Navi nicht mehr weiter wusste und SIE den Weg angab. Schließlich kamen sie an einem kleinen Schild vorbei: Willkommen in Ellwürden.

Mit einem Ruck blieben sie vor ihrem neuen Haus stehen. Es hatte eine enge Einfahrt und einen Untersteller für die beiden Autos ein großer Garten erstreckte sich hinter dem Haus, mit langen Gartenbeeten und Bäumen, die sich perfekt für eine Hängematte eignen würde. Es war... eigentlich recht schön. Zumindest solange, bis ihr zukünftiger vierter Mitbewohner aus dem Haus getrottet kam. Noch bevor er sich wirklich zum Auto umgedreht hatte, sprach er schon los, laut genug, um auch im Auto gehört zu werden: "Da bist du ja endlich, hast du was zu Essen mitgeoh... Du bist ja auch da... und... wer bist du?" Bei seinen Worten hatte er erst Leas Vater und dann schließlich Lea selbst angeguckt, deren Kopf hinter Gepäckstücken herausschaute. Er schien nicht damit gerechnet zu haben, mehr als nur seine Mutter zu sehen. "Hanke, das ist Lea, Walthers Tochter. Ich hatte dir doch erzählt, dass sie heute hier einzieht." "Oh stimmt, ich muss meine Sachen noch aus ihrem Zimmer räumen... mach ich morgen." Mit diesen Worten verschwand er wieder im Haus um sich vor dem Helfen zu drücken. Seine Mutter schrie ihm zwar noch hinterher, aber das interessierte ihn anscheinend wenig. Beruhigend legte Leas Vater ihr die Hand auf die Schulter: "Schon in Ordnung, es ist bestimmt auch anstrengend für ihn, also emotional meine ich." Dann drehte er sich zu Lea um: "Willst du schonmal mit Ursula nach oben gehen und dir dein neues Zimmer angucken? Ich räume schonmal aus in der Zeit." Leas Widersprüche blieben zwecklos und so trottete sie mit einer ihrer Taschen hinter IHR her.

Das Haus war groß, 3 Stockwerke, eine kleine Diele nur auf dem ersten Stock, mit einem Keller direkt darunter darüber gab es ein geräumiges Wohnzimmer, eine kleine Küche, gegessen wurde anscheinend im Wohnzimmer, zumindest lagen dort noch einige Pizzaschachteln. Bei dem Anblick seufzte Ursula. "Hanke hat nicht aufgeräumt, tut mir leid, sonst sieht es hier besser aus." Anstatt zu antworten, blickte sich Lea weiter um, einige verschlossene Türen, bestimmt ein Schlafzimmer und ein Bad, dazu noch ein Raum für Wäsche und ähnliches. Als es eine weitere Treppe hochging kamen sie zu zwei großen Zimmern. Vor dem einen lag ein Wäscheberg, benutzte Unterwäsche, dreckige T-Shirts, alles war dabei. Der Weg zum Anderen war frei. Während Ursula noch die Wäsche in den direkt daneben stehen Wäschekorb packte, öffnete Lea schon die zweite Zimmertür... und stand vor einem Chaos. Überall standen Sachen, die ganz offensichtlich Hanke gehörten, ein Schlagzeug, das Staubzivilisationen angesammelt hatte, Kisten mit altem Spielzeug, teilweise ausgeschüttet, ein alter unbenutzbarer Schreibtisch und vieles mehr. Wie angewurzelt blieb sie stehen. Der Weg zu ihrem Bett war nicht betretbar. Es stank schlimm, als wäre seit Monaten niemand mehr hier drin gewesen. Als Ursula dies sah, stapfte sie wütend in Hankes Zimmer: "DU WIRST JETZT SOFORT DIESES ZIMMER AUSRÄUMEN! HABEN WIR UNS VERSTANDEN?" "Nur noch das Lev..." Noch bevor er zuende gesprochen hatte, riss seine Mutter ihm das Stromkabel aus der Steckdose. "Boah ist ja gut!" Langsamen Schrittes stapfte er auf Leas Zimmer zu und drückte sie dabei wirsch zur Seite. Mitsamt Rucksack trottete Lea wieder nach unten.

Als ihr Vater sie kommen sah fragte er: "Und, wie findest du es hier?" "Schön" murmelte Lea, während sie sich an ihm vorbeidrückte und wieder aus der Tür rausschritt. Sie bahnte sich ihren Weg an den Autos vorbei und betrat den Garten. Von hier sah sie einen kleinen Balkon, der wohl an das Wohnzimmer angrenzte, aber für den Moment war ihr das egal. Sie legte sich in den Schatten der Bäume und zog die Jacke etwas enger an sich heran. Es dämmerte langsam und war schon relativ kühl geworden, doch gerade fühlte sie sich hier draußen am Wohlsten.
Am Abend wurde sie von Ursula angewiesen, heute Nacht doch bitte auf der Couch zu schlafen und schon am Nächsten Mittag war ihr Zimmer halbwegs betretbar. Sie schien sich tatsächlich Mühe zu geben, es ihr schön zu machen. Den ersten Tag machte Lea nichts anderes, als im Wohnzimmer oder im Garten zu sitzen und Musik zu hören und mit ihren Freunden zu schreiben. Am Sonntag schließlich wechselte sich nur eine Sache: Sie saß in ihrem ZIMMER und hörte Musik und schrieb mit ihren Freunden. Auch wenn diese langsam nicht mehr antworteten. Am Montag schließlich sollte es in die Schule gehen.
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 109
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten


Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am Fr Jan 04, 2019 5:37 pm

„In Filmen und Büchern stellen ständig Leute andere Leute vor, ist euch das nie aufgefallen? Jetzt weiß ich endlich, warum man das im echten Leben so selten macht, es kommt seltsam rüber, nicht wahr?“, spann sich Outis schnell eine Geschichte zurecht. Wenn er jetzt laut sagte, dass er Lea für extrem scheu hielt, würde sie vermutlich später nur noch zurückhaltender sein. „Und ja, ich meinte den Arm. Meine Mam hat deine beim Einkaufen getroffen, sie haben geredet, sie hat es mir erzählt… Meint deine Mutter eigentlich auch, dass wir super gute Freunde sein müssen, weil sie mit meiner Mutter zu Schulzeiten so gut befreundet war? Ich meine wir sind, äh waren, nicht einmal der gleiche Jahrgang. Aber als ihr uns vor fünfzehn Jahren, oder so, besucht habt, haben wir ja zusammen soooo schön im Sandkasten gespielt, oder so ähnlich.“

Selbst wenn sich Outis daran noch erinnern könnte, lag da inzwischen die Zeit dazwischen, in der Mädchen und Jungs prinzipiell nicht viel miteinander zu tun hatten. Nur um sich hinterher zu ärgern, dass man den Kontakt zu jemanden, der sich in der Zwischenzeit vielleicht recht vorteilhaft entwickelt hatte, seit den Kindergartentagen hatte abreißen lassen.
„Keine Hausaufgaben machen zu müssen, ist doch zumindest etwas. Und ich wünsche noch gute Besserung!“ Als Selina kurz darauf bestätigte, dass sie morgen zu Kunst kommen würde, quittierte der Sitzenbleiber das mit einem breiten Grinsen. „Es ist nur eine Doppelstunde, danach bekommst du sie wohlbehalten wieder“, wandte er sich in halb entschuldigendem und halb frechem Tonfall an Anne.

„Ich kann heute entweder Pauls Einladung folgen und Brauchtumspflege betreiben. Schafkopf ist ein für diese Gegend sehr typisches Kartenspiel. Vermutlich spielte man es hier schon vor der Entdeckung Amerikas. Oder ich mache noch etwas für die Schülerzeitung. Obwohl da auch der Unterricht sehr ergiebig war. Herr Oltmanns ist wirklich ein Langweiler vor dem Herrn. Hattet ihr den mal?“ Noch ehe Anne die Frage beantworten konnte, ließ ein Hüsteln Outis herumfahren…
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 194
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am So Jan 06, 2019 12:52 pm

Selinas beschämten Blick bekam Lea nur aus dem Augenwinkel mit, Annes verwirrten dafür umso mehr. Ich kann doch auch nichts dafür! ...Also eigentlich schon, ich hab dich ja ausgelacht, also eigentlich nicht aber jeder hat das so wahrgenommen und warum bin ich eigentlich noch hier...Outis war vielleicht der Einzige, der sie nicht seltsam ansah, aber vermutlich hatte er sich inzwischen einfach daran gewöhnt, dass sie etwas seltsam war, oder er war nicht so gut im reagieren. Auf jeden Fall schaffte er es, Annes Aufmerksamkeit wieder auf sich und weg von Lea zu lenken, die sich immer noch halb hinter Outis versteckte, während sie verzweifelt versuchte so auszusehen, als ob sie sich nicht verstecken sondern einfach nur ganz normal dort aufhalten würde. Ein aussichtsloses Unterfangen. Auch Outis Geschichte wirkte nicht sonderlich glaubwürdig, aber alle aus der Gruppe waren froh darüber, abgelenkt zu werden, am Ehesten noch von Selina, die es schließlich schaffte, das Thema auf etwas neutrales zu lenken, weg von seltsamen Vorstellungen, Sandkastengeschichten und Müttern.

Als Outis schließlich wieder das Wort ergriff, war Lea schon am Überlegen, ob sie einfach gehen sollte, ihr Vater würde bestimmt schon auf dem Parkplatz warten und wirklich um sie ging das Gespräch ja doch nicht, fast alle wussten, was sie vorgab zu machen, namentlich ihr Zimmer weiter einräumen und Anne... naja, schien sie nicht wirklich auf dem richtigen Fuß erwischt zu haben, sodass sie ganz bestimmt auch nicht fragen würde, was Lea vorhatte, doch sie kam nicht soweit. Das Hüsteln, was hinter Outis erklang, war noch viel näher an Lea, die ja hinter Outis und so zwischen dem Mitteilenden und dem geplanten Empfänger stand. Ihr Zusammenzucken führte fast dazu, dass ihre Jacke sich wieder einmal auf dem Erdboden wiederfand, auch wenn es dieses Mal nicht so weit kam.
Zwar konnte sich Lea schon sicher sein, dass nicht Herr Oltmanns höchstpersönlich hinter Ihnen stand, was an der Weiblichkeit des Hüstelns lag, aber der Fakt, dass sie das Hüsteln erkannte ließ nicht all zu viele Personen zu. Als sie schließlich vorsichtig über die Schulter blickte sah sie Frau Lorenz strengen Blick über sich hinweg und Outis auf den Hinterkopf starren. Als ob sie vermutete, dass sie zu Stein verwandelt werden würde, wenn sie ihr zu lange in die Augen schaute, blickte sie schnell wieder weg und trappelte zur Seite, um Frau Lorenz' mit Sicherheit folgender Tirade nicht im Weg zu stehen. Um nicht in den Strom der Schüler, die einen merkbaren Bogen um Frau Lorenz machten, zu geraten, stellte sie sich neben Selina und senkte den Blick auf ihre Schuhe, als ob sie in dem Moment das Spannendste der ganzen Welt wären.

"Ein Langweiler vor dem Herrn? Denken Sie, dass das der Inhalt ist, der in eine Schülerzeitung gehört, Outis? Wie denken Sie würden Sie es finden, wenn wir eine Lehrerzeitung raus bringen würden, in der steht: 'Outis ist ein echter Tunichtgut, der seine Zeit lieber mit lernen als der Schülerzeitung verbringen sollte'?" Aus der Stille, die ihren Worten folgte schlussfolgerte Lea, dass keiner so wirklich wusste, ob Frau Lorenz das als Witz oder ernst gemeint hatte, abgesehen von Outis vielleicht, der wohl als Einziger bisher Unterricht bei ihr gehabt hatte. Ein kurzer Blick von ihren Schuhen zu Outis versuchte zu erkennen, was er wohl dachte.
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 109
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Selina am Mi Jan 09, 2019 11:11 pm

Anne zuckte mit den Schultern. "Ich weiß doch...war ja auch nicht so gemeint." Sie schien sich so zu fühlen, als müsste sie sich irgendwie für ihre Reaktion entschuldigen, dabei hatte Selina diese doch gar nicht als schlimm empfunden, eher nachvollziehbar. Vielleicht sollte sie das Anne später noch einmal deutlich machen, bevor diese wirklich nachtragend würde. Aber wenigstens sagte sie noch etwas und verschwand nicht immer gleich so wie Lea. Apropos Lea...wo war sie überhaupt hin? Selina blickte sich kurz unauffällig um und entdeckte Lea anschließend ein wenig abseits hinter Outis stehen. Was machte sie nur? Hoffte sie ihn als Schutzschild vor sozialen Interaktionen missbrauchen zu können?

Naja, zurück zum Gespräch, denn anders als andere Personen, nahm Selina noch daran teil.
Daran dass Paul Outis eingeladen hatte, konnte sich Selina gar nicht mehr erinnern. Er war kurz dagewesen, das wusste sie noch, aber das Gespräch zwischen den beiden Jungen schien sie dann wohl nicht ganz verfolgt zu haben. Entweder das, oder sie hatte irgendetwas falsch verstanden.
"Whomst?", fragte Selina, als der Lehrer erwähnt wurde.
"Ja, hatten wir.", war hingegen Annes Antwort. "Letztes Jahr ihn Geschichte. Das war der Horror, aber zum Glück auch nur ein Nebenfach. Ich will echt nicht wissen..." Langsam wurde Anne immer leiser und begann vorsichtig hinter Outis zu blicken. Was gab es denn da zu sehen? Hatte Lea endlich ein Lebenszeichen von sich gegeben?
Irgendwann erkannte Selina dann auch, dass es sich dabei um eine andere Lehrerin handelte, die die ganze Gruppe für einen Moment zum Schweigen brachte. Selina hörte neben sich wie Anne kurz etwas sagen wollte, dann aber doch lieber schwieg. Offensichtlich wollte sie bei der Lehrerin keinen schlechten Eindruck machen und welche Auswirkungen ein sarkastischer Kommentar hätte, konnte sie fürs Erste wohl nicht einschätzen.
Gott, Selina hasste solche Spaßbremsen wie diese Lehrerin, aber immerhin würde sie all die Leute hier nur ein Jahr lang sehen. Da könnte sie sich vielleicht das ein oder andere Fettnäpfchen erlauben und würde sich nicht gleich so den Ruf versauen, wie es Outis bereits getan haben musste.
avatar
Selina

Anzahl der Beiträge : 191
Anmeldedatum : 12.02.17

Charakterbogen
Alter: ~ 29 Jahre
Größe: 1,72m
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Outis am Do Jan 10, 2019 10:12 pm

„Outis ist ein echter Tunichtgut, der seine Zeit lieber mit lernen als der Schülerzeitung verbringen sollte“, tat der Sitzenbleiber, als würde er auf einem imaginären Block mitschreiben. Din A6, kariert mit Spiralbindung oben, so stellte er ihn sich vor. „Der ist gut, kann ich sie damit in der nächsten Ausgabe zitieren?“ Ein Zwinkern verriet, dass er nicht wirklich vorhatte das zu tun. „Ich vermute sie waren auch mal Schülerin? Ich will ihnen nicht unterstellen an so strategisch ungünstigen Stellen solche Dinge über ihre Lehrer gesagt zu haben, aber haben sie überhaupt nie etwas in der Art gesagt? Wir hatten Herrn Oltmann heute vier Stunden am Stück in Mathe und Deutsch. Außerdem ist heute der erste Tag nach den Ferien und ihr Kollege ist vielleicht noch nicht richtig im Schwung. Zumindest hat er nicht ganz so viel Stimmung versprüht, wie er das vermutlich im Lehrerzimmer tut…“
Der Wiederholer beschloss es langsam gut sein zu lassen. Nicht zuletzt, weil ihm Anne schon das dritte Mal in die Rippen gestoßen hatte. Er hielt Frau Lorenz zwar für humorvoller, als sie sich gab, wollte diese These aber auch nicht überstrapazieren.
„Wir sehen uns dann morgen im Unterricht?“, fragte er die Englischlehrerin, obwohl er sich überhaupt nicht sicher war. Er hatte sich kaum etwas vom Stundenplan gemerkt. „Jetzt müssen wir aber. Ich habe versprochen Lea den Weg zum Parkplatz zu zeigen, und wir wollen ja ihren Vater nicht warten lassen.“ Es war zwar höchst unwahrscheinlich, dass seine Banknachbarin diesen Weg noch nicht kannte, immerhin musste sie auch irgendwie zur Schule gekommen war, aber Outis war im Moment jede Ausrede recht.
avatar
Outis

Anzahl der Beiträge : 194
Anmeldedatum : 19.03.17

Charakterbogen
Alter: 27
Größe: 1,77
Rasse: Mensch

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Quaona Leae Ohana am Fr Jan 11, 2019 12:46 am

Mit jedem Wort, dass Outis von sich gab, schämte sich Lea einen Ticken mehr. Am Liebsten hätte sie sich hinter Selina versteckt, aber sie hatte das Gefühl, dass diese das nicht so unberührt hinnehmen würde wie Outis, der nicht viel von seinem Kopf oder Kragen zu halten schien. Wenn Lea von ihren Schuhen aufgeblickt hätte, hätte sie vielleicht das kurze Schmunzeln, dass sich auf Frau Lorenz' Gesicht hatte vermuten lassen, bemerkt, doch so entging es ihr und das Einzige was sie mitbekam war, dass Frau Lorenz ihn ausreden ließ, vermutlich, so dachte zumindest Lea, weil sie sich einfach nur die richtigen Worte zurecht legen wollte, um ihm der Länge nach zur Schnecke zu machen um dann mit ihm zum Direktor zu gehen, damit dieser auch noch einmal seinen Spaß haben durfte. Doch tatsächlich beließ sie sie es bei einem etwas strenger werdendem Blick, je weiter Outis voranschritt und einem tadelnden "Übertreiben sie es nicht.", das seiner sowieso folgenden Pause eine gewisse Fülle gab. Auf Outis nächste Frage wusste sie zwar spontan keine Antwort, auch für sie war es schließlich der erste Tag mit neuem Stundenplan, aber sie entließ ihn mit seiner Ausrede aus dem Gespräch und fügte noch ein: "Dann nehmen Sie die arme Lea mal mit, diese scheint sich nämlich für Sie mitzuschämen", und ließ die Gruppe etwas verdutzt stehen. Zumindest von Anne bekam Lea ein erleichtertes Aufseufzen mit, auch wenn sie nicht ganz einschätzen konnte, ob es die Erleichterung darüber war, dass Outis sie nicht alle die schulische Laufbahn gekostet hatte oder einfach dass sie sich einen sarkastischen Kommentar hatte verkneifen können.
Ein vorsichtiger Blick von ihren Schuhen hoch verriet Lea, dass sie tatsächlich in Sicherheit waren und so atmete auch sie erleichtert auf. Für einen Moment überlegte sie, ob sie einfach gehen sollte. Ich möchte doch nur meine Ruhe haben... Andererseits hat er auch so viel Geduld mit mir... Aber vielleicht ist er einfach noch verzweifelter als ich und findet noch weniger Freunde? Habe ich es echt geschafft, mich am ersten Tag schon mit dem Klassentrottel anzu'freunden'? Er wirkt nicht wie der Trottel, der von jedem ausgeschlossen wird.

"Uhm... Sollen wir dann... wirklich los vielleicht?", fragte Lea schließlich in die Runde, wenn die Aussage natürlich auch an Outis gerichtet war, der sie wohl tatsächlich begleiten wollte. Hatte er nicht eigentlich etwas von einem Bus gesagt, den er erwischen musste? Und auch wenn sie eigentlich eine Frage gestellt hatte, so ging sie doch los, ohne groß eine Antwort zu erwarten oder gar sich zu verabschieden. Eigentlich war sie nur heilfroh, endlich aus dem Gebäude raus zu kommen, auch wenn der Strom an Menschen inzwischen stark abgeebbt war. Draußen angekommen atmete sie einmal tief durch, genoss die frische Luft und das Rauschen des Windes, das sie plötzlich umströmte, das Gefühl der warmen Sonne auf den Armen. Nach einigen Sekunden drehte sie sich um um zu gucken, ob Outis bereits hinter ihr war, oder ob er doch noch bei den Anderen geblieben war.
avatar
Quaona Leae Ohana

Zwilling Büffel
Anzahl der Beiträge : 109
Alter : 21
Ort : Im Wasser, vorzugsweise in der Badewanne
Laune : Ich bin eine wunderschöne Qualle!
Anmeldedatum : 21.05.18

Charakterbogen
Alter: 25 junge Jahre
Größe: 1,70 Meter(M)/ 2,01 Meter(F/Q)
Rasse: Neptaner

Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Schule, Chaos, Leben

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Seite 3 von 3 Zurück  1, 2, 3

Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten