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Das Volk der Wildländer

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Das Volk der Wildländer

Beitrag von Das Große Unlicht am Di 19 Aug 2014, 23:19




Äußeres
Körpergröße (von Kopf bis Fuß): 1.90m – 2.70m (abhängig von der Region)
Haarfarbe: braun, blond, schwarz, rot (selten ist: weiß)
Hautfarbe: von sehr hell bis sonnengebräunt (selten sind dunklere Farbnuancen)
Augenfarbe: grün, blau, grau, braun, schwarz, ( selten sind rot, weiß und gold)

Einen Wildländer erkennt man auf den ersten Blick. Ein durchschnittlicher Wildländer überragt einen Menschenmann der wärmeren, benachbarten Königreiche bei weitem. Sein Körper besitzt breite Schultern und neigt von Natur aus zu schneller Muskelbildung.
Unter den verschiedenen Sippen der Wildländer gibt es hinsichtlich der Körpergröße starke, regionale Schwankungen. An der Küste des Perleris Schlund, aber auch im Süden, wo sich auch die Frostraße durch die Wilden Lande bahnt, sollen die Wildländer kleiner und menschenähnlicher ausfallen, kam es dort doch immer wieder zu Verbindungen zwischen ihnen und den Völkern der Menschen. In den Tiefen des Eises und in unzugänglichen Gebieten soll es hingegen Sippen geben, die wahrlich riesige Wildländer hervorbringen. Giganten, die einem mit ihrem Anblick den Atem rauben.

Wildländer tragen ihr Haar meist offen und ungebändigt. Besonders die Frauen haben sehr dichte, kräftige Mähnen, um die sie andere Rassen beneiden könnten. Auch die Männer tragen ihr Haupthaar lang. Zudem ist es unüblich, sich zu rasieren. Die langen Bärte sind für die Wildländer ein Zeichen ihrer Manneskraft, und ein rasierter Mann würde von ihnen wenn überhaupt wie ein Heranwachsender behandelt.

Viele Wildländer mögen es, sich mit unterschiedlichsten Zierrat zu behängen. Sie flechten sich Holzperlen oder Federn ins Haar, tragen geschnitzte Anhänger aus Holz und Bein, Lederbänder und je nach Region auch Muscheln oder Tierzähne. Sehr beliebt sind auch metallene Armreifen, auf die Runen angebracht sind, die bestimmte Eigenschaften bedeuten, und den Träger in diesen unterstützen sollen. Mut, Stärke, Schnelligkeit, Schläue, ... Auch Tätowierungen sind keine Seltenheit.
Die Kleidung der Wildländer besteht aus tierischen Bestandteilen, wie Leder, Pelz und Wolle. Sie ist widerstandsfähig, robust und vor allem wärmend. Gewaltige Pelze tragen sie um die Schultern geschlungen, die ihre großen Körper gleich noch viel hünenhafter erscheinen lassen. Krieger bevorzugen schwere, widerstandsfähige Rüstungen und gehörnte Helme. Ihre Waffen sind der Körpergröße angepasst und nehmen dadurch teils monströse Ausmaße an.  

Insgesamt ist so ein Wildländer also eine ziemlich imposante Erscheinung. Nicht umsonst sagt man ihnen nach, von Riesen abzustammen und damit eigentlich nicht menschlich zu sein.


Charakter (stereotypisch)
Allgemein

Die wilden Lande besitzen ihren Namen nicht umsonst. Wer in diesem eisigen, rauen Land überleben will, der muss stark sein. Demnach sind es vor allem Attribute wie Kraft und Mut, die einem Ansehen einbringen, doch auch die Weisheit ihrer Schamanen flößt einem Wildländer Respekt ein. Deren Worten und Taten begegnet man mit Ehrfurcht. Eventuelle Priester oder gar Magier der Nachbarländer sind hingegen nichts als böse Hexenmeister, die falsche Götzen anbeten und verbotene Künste ausüben. Die Wildländer sind diesbezüglich ziemlich engstirnig und nicht darum verlegen, einem solchen Scharlatan das Handwerk zu legen.
Sie sind ein stolzes Volk, diese Riesen, und sich ihrer Körperlänge durchaus bewusst. Groß gewachsen zu sein zählt in den Wilden Landen somit als Schönheitsideal. Ebenso wie eine starke Körperbehaarung. Da wundert es nicht, dass vor allem die besonders großen Männer und Frauen beim jeweils anderen Geschlecht beliebt sind.
Außerhalb des Landes sind die Wildländer gefürchtet. Sie scheuen sich nicht, Eindringlinge zu überfallen, im Gegenteil leben viele der Wildländersippen räuberisch. Entlang der Westküste gehen die meisten Sippen der Piraterie nach, wobei sie in die Gefilde vor der riguskanischen Küste eindringen. Weiter südlich im Land sind Räuberbanden verbreitet, die vor allem Händlerkarawanen auflauern, die zwischen Tragalún und Riguskant unterwegs sind. Ein solcher Überfall der Wildländer, wenn sie mit ihren riesigen Waffen und tiefen Gebrüll aus der Deckung hervor preschen ist so ziemlich das grauenvollste, was ein Händler sich vorstellen kann.


Frauen
Wenn die Männer stark sind, dann müssen die Frauen noch viel stärker sein. Dass ist ein Leitspruch an den sich viele Damen des eisigen Volkes halten und das merkt man sofort wenn man eines ihrer Dörfer betritt.
Ihre Art sich zu geben ist grob aber sehr herzlich. Sie meinen es stets gut, selbst wenn ihre schroffe Art sensible Fremde beleidigen könnte. Auch können die Frauen sehr laut werden, schließlich müssen sie die brummigen Bass Stimmen ihrer Männer übertönen.
Eine Frau der Wildländer kann sehr gut auf sich selbst aufpassen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sie Waffen nicht nur offen bei sich tragen, sondern diese auch zu führen wissen. Im Allgemeinen sagt man den Wildländerfrauen nach, dass sie zwar nach der Manier des Landes etwas ruppiger wären, als die Frauen anderer Völker, trotzdem jedoch oft gutmütiger und sensibler als die Männer ihres eigenen Volkes, und diese damit perfekt ergänzen würden.

Männer
Es heißt, das einzige was ein Wildländer fürchtet, sei ein unblutiger Tod im Krankenbett. Sie haben diesen Ruf nicht zu Unrecht. Gerade unter diesen Riesen gibt es besonders furchtlose Individuen, die einem noch ins Gesicht lachen, während man ihnen schon das Herz durchbohrt und ihnen das Blut in Strömen über die Lippen läuft.
Besonders die Männer der Wildländer sind für ihre grimmige, unnahbare Art bekannt, die an die frostigen, einsamen Gipfel ihrer Heimat erinnert. Hat man jedoch einmal das Vetrauen eines Wildländer gewonnen, sind sie treue, gar lustige Gesellen, die gerne mit einem trinken, singen, oder auch die ein oder andere Rauferei anfangen, nach der sie sich dann meistens gegenseitig wieder auf die Beine ziehen. Es steht gerade bei jungen Männern an der Tagesordnung, ein ständiges Kräftemessen zu veranstalten, schnell handgreiflich zu werden und dabei auch vor dem besten Kumpanen keinen Halt zu machen. So manchen Ausländer mag diese Art verunsichern, doch unter den Wildländern sind solche Auseinandersetzungen schnell verziehen.

Insgesamt ist der stereotypische Wildländer kein sehr beliebter Gast unter Fremdländern, sind sie doch als Wegelagerer, Piraten und Barbaren verschrien. Doch innerhalb ihrer Sippe gibt es einen festen Zusammenhalt der Gemeinschaft, in der jeder den anderen zu nehmen weiß.



Lebensweise
Lebensraum

Die wilden Lande sind ein rauer Ort voller Gefahren. Hier zu überleben ist wirklich nicht einfach. Schon an der Beschaffung der Nahrung würden viele scheitern. Der Großteil des Landes ist das ganze Jahr hindurch von Schnee und Eis bedeckt, wodurch Landwirtschaft nur in wenigen Regionen möglich, und selbst dort nicht sehr ertragreich ist. So ist es kaum verwunderlich dass vor allem der Fischfang, das Halten von Vieh und die Jagd das Überleben der Wildländer sichern.
Besonders die Jagd ist unter Wildländern hoch angesehen. Doch auch hier lauern Gefahren. Neben Rentieren und kleineren Säugern bevölkern auch Wölfe und Bären die Wildnis. Ja, manchmal hört man sogar von noch grausigeren Bestien, die zwischen Nadelwäldern, Schluchten und Höhlen ihr Unwesen treiben sollen und nur darauf warten, menschliche Beute zu reißen.
Und selbst wenn man Nahrung findet, wenn man den Wölfen oder Bären entgeht, so könnte einen allein die Kälte in die Knie zwingen. Besonders in der Nacht scheinen die schneebedeckten Weiten der Wilden Lande zu einem unwirklichen, sehr einsamen Ort zu werden. Hier schleicht der eisige Tod durch die Dunkelheit, auf der Suche nach jeder noch so kleinen Wärmequelle um sie, und mit ihr jegliches Leben, auszumerzen. In manchen Nächten scheint die dunkle Kälte gar so übermächtig, dass jedes Herdfeuer nur schwach zu lodern scheint; man um seinen geschützten Platz am Feuer bangt und verzweifelt den Tag herbeisehnt, an dem die Sonne wieder am Himmel steht und die gefahrenvolle Dunkelheit und lebensfeindliche Kälte vorerst aus der Welt bannt.  


Berufe
Besonders angesehen:
Schamane
Sippenoberhaupt
Krieger
Jäger
Schmied

Üblich:
Jäger
(Krabben-)Fischer
Hirte
Schlachter
Gerber/Lederer
Lastenträger
Kundschafter
Holzfäller
Flößer
Minenarbeiter
Söldner
Pirat

Besonders verschmäht:
Söldner
Bader/Hebamme

Selten:
Schamane
magische Berufe


Es gibt kein geeintes Königreich in den Wilden Landen. Seine Bewohner leben in unabhängigen Gemeinschaften beisammen. Diese sogenannten Sippen können in ihrer Größe stark variieren, sodass einige nur an eine Großfamilie erinnern, während andere ganze Dörfer oder Festungen füllen. Viele dieser Sippen sind seit Generationen untereinander verfeindet und bekämpfen sich gegenseitig aufgrund von Blutfehden oder Streitereien um ertragreiches Land.
Geführt wird eine Sippe von dem Sippenoberhaupt. Einen weiteren besonderen Status in der Gemeinschaft besitzt der Schamane. Es gibt immer nur einen Schamanen pro Sippe, der sich nebenbei einen Nachfolger heranzieht. Der Schamane steht dem Sippenoberhaupt mit Rat zur Seite und führt bei allen religiösen Angelegenheiten das Wort.
Bei den Wildländern herrscht Gleichberechtigung. So gibt es in jeder Berufsgruppe Vertreter beiderlei Geschlechter, wenn auch eher Männer dazu neigen die kriegerischen Berufe zu ergreifen. Immer wieder gibt es aber auch Frauen, die sich als mit die besten Kämpfer hervortun, oder gar zum Sippenoberhaupt gewählt werden.


Lebensweg
Um den Nachwuchs kümmern sich die Eltern des Kindes. Dabei ist es zwar üblich, dass der Sohn sich mehr an dem Vater, und die Tochter mehr an der Mutter orientiert, doch auch andere Konstellationen kommen vor. Insbesondere, wenn ein Elternteil verstirbt.
Es gibt hier keine Schule. Die Kinder schauen sich direkt von ihren Eltern ab, was sie für das Leben wissen müssen. Selten kommen die jungen Wildländer in den Genuss das Schreiben, oder gar eine fremde Sprachen zu erlernen. Derartiges Wissen sorgt schließlich nicht dafür, dass du mit Nahrung und warmer Kleidung versorgt bist.

Noch im Kindesalter wird der Zögling in regelmäßigen Abständen dem Schamanen der Sippe vorgeführt. Ist das Kind ca sieben Jahre alt, bindet der Schamane es in Rituale ein, durch die er das Seelentier des Kindes herauszufinden versucht. Es wird ihn fortan als symbolischer Schutzgeist auf seinem Lebensweg begleiten.
Die Wildländer sind sehr familiär. Meistens wird der Zögling an das Handwerk der Eltern, oder zumindest naher Verwandter herangeführt. Nur in ungewöhnlichen Fällen spricht er bei anderen Lehrmeistern vor. Sein Handwerk übt ein Wildländer oft bis zu seinem Tod aus. Sie sind zähe Burschen, die bis ins hohe Alter arbeitsfähig bleiben und zu stolz um sich von nachrückenden Generationen die Arbeit abnehmen zu lassen. Niemand will zu einem Greis werden, der keinem mehr nützt.

Bei den Wildländern gibt es eine Art Hochzeitsritual zwischen Mann und Frau, das von dem Schamanen geleitet wird. Ist ein Wildländer siebzehn Jahre alt, so ist er erwachsen und darf eine Gefährtin oder einen Gefährten wählen. Hierbei beschenkt sich das Paar großzügig. Nützliche Handwerksgegenstände sind hierbei sehr beliebt - doch auch Schmuck und die Beute erfolgreicher Raubzügen dienen als Geschenke.
In eine solche Verbindung müssen beide Parteien einwilligen. Zwangsehen gibt es unter den Wildländern nicht.

Die Lebenserwartung eines Wildländers ähnelt der der kleinen Menschen, doch die meisten Angehörigen dieses Volkes sterben frühzeitig durch eine Klinge oder durch die harten Lebensbedingungen.

Kultur
Religion
"Einst erschuf der große Wolkenriese Yuarkhnim die Welt aus einem Klumpen Dreck. Er formte die Welt mit seinen Bergen und Tälern und hauchte ihr Leben ein. Dort, wo Yuarkhnims frostiger Atem direkt auf die Erde traf, überzog sie weißer Schnee, der im Licht hell erstrahlte... und dort entstanden Wesen die kräftig, gesund und groß gewachsen waren und damit seinem eigenen Antlitz glichen.
Dort jedoch, wo Yuarkhnims frostiger Atem die Erde nicht direkt traf, sondern sie nur leidlich streifte, da hielt sich der Schnee nicht... und die Kreaturen die dort entstanden waren klein, weinerlich und schwach von Gestalt."

"...Über die Himmelsweite führt der große Wolkenriese Yuarkhnim seine wilde Jagd an. Sein Arm ist stark. Sein helles Licht weist ihm den Weg. Tag für Tag drängt er seine wehrhafte Beute zum Horizont um sie dort nieder zu strecken. Ihr Blut färbt den Abendhimmel rot. Seine Fackel erlischt, wenn er sich zur Ruhe legt.
Yuarkhnim hat einen Bruder, der muss tief in der Erde leben, denn er ist nicht stark genug, um in der Himmelsweite jagen zu gehen.
Es ist Bna. Und damit sein starker Bruder ihn nicht sieht, jagt Bna nur in der Dunkelheit, wenn Yuarkhnim sich schon abgewandt hat. Und weil Bna nicht so stark wie sein Bruder ist, jagt er nur, was schon gestorben ist und sich nicht wehren kann.
Es ist Bna, der Aasfresser.
Wenn wir sterben, dann wird er kommen und unseren Körper holen. Doch unsere Seelen können emporsteigen. Unsere Seelentiere führen uns den Weg. Wenn wir würdig sind, wird Yuarkhnim unsere Seele in sein Land hinter der Himmelsweite einlassen. Und diejenigen, die sich besonders hervortun - diejenigen, die die stärksten unter uns sind, die dürfen an seiner Seite mit auf die wilde Jagd kommen, und über die Himmelsweite wandern, auf dass man sie niemals vergisst."

...So die Erzählungen der Schamanen. Für die Wildländer ist das Leben also nur eine Art Prüfung, in der sie ihren Wert beweisen. Die Welt Animas, die man an klaren Tagen am Himmel sehen kann, halten sie für das 'Land hinter der Himmelsweite', in das die starken Seelen nach dem Tod Einzug erhalten. Verwesung und Verfall, den man Leichnamen ansieht, ist für sie der Einfluss des bösen Götterbruders Bna, der vom Aas zehrt, sobald die Seele den Körper verlassen hat.


Kunst
Ein Wildländer ergreift einen Beruf, der dem Überleben der eigenen Sippe nützen soll. Freischaffende Künstler wird man unter ihnen vergebens suchen, denn eine solche Arbeit wäre verpönt. Schmuck wird von dem ein oder anderen Schmied, oder einfach selbst hergestellt, wenn er denn nicht sogar gestohlen ist. Bildhauerei sowie Malerei werden niemals hauptberuflich ausgeübt. Ähnlich verhält es sich bei der Musik. Es gibt keine Barden bei den Wildländern, aber so gut wie jedes Mitglied einer Sippe kann die Weisen ihres Volkes singen, viele dazu die Trommeln schlagen.
Räuberisch lebende Sippen halten sich auch gerne Gefangene anderer Völker, die für sie singen, musizieren, oder tanzen sollen, bis ihre Stimmen heiser und ihre Füße wund werden.

Sprache
Die Sprache der Wildländer ist so rau wie die Bewohner des Landes. Sie heißt Nohrt und erinnert einen an das Grollen eines großen Bären, oder an das Bersten von Stein. Die Rede eines Wildländers kann einem wie ein brausender Sturzbach entgegen rollen. Oder ein einzelnes Wort klingen, wie der Ruf eines wilden Tiers.
Die Sprache verstehen zu lernen ist einfach, da sie recht simpel aufgebaut ist. Sie jedoch selbst zu Sprechen erweist sich als äußerst schwierig, wenn man nicht mit dem Stimmorgan eines Wildländers geboren wurde.
Geschrieben wird nicht in den üblichen Buchstaben, sondern in Runen. Doch meist sind es nur die älteren, oder gelehrten Wildländer, die wirklich lesen und schreiben können.

Natürlich sprechen Wildländer auch die allgemein bekannte Sprache „Arcum“ die in ganz Arcus gesprochen wird.


Kampfkunst

Ein Wildländer ist ein gefürchteter Gegner. Er mag zwar nicht so wendig und flink sein wie andere Wesen, doch sein Körper übertrifft die Männer anderer Völker in Kraft sowie Größe. Viele haben schon ihre Schwierigkeiten damit, die schweren Waffen der Wildländer überhaupt anzuheben. Man sollte sich hüten, einen Schlag dieser Waffen parieren zu wollen. Dies hat schon so manch mutigen Kämpfer das Leben gekostet. Nein, sich mit einem Wildländer in Körperkraft messen zu wollen ist keine gute Idee.
Sind sie in den Wilden Landen unterwegs und hören das tiefe Horn der Wildländer zwischen den schneebedeckten Hängen dröhnen, ergreift die Händler und Wanderer schnell die Panik. Das Vorgehen bei einem Überfall der bärtigen Riesen ist unstrukturiert und wild. Es herrscht ein derartiges Chaos auf dem Schlachtfeld, dass man sehr schnell den Überblick verliert. Die Wildländer gehen gnadenlos gegen ihre Opfer vor. Nicht alle nehmen sie Gefangene - denn auch diese müssten versorgt werden, was sich wiederum nicht jede Sippe leisten kann.
Es gibt unter den Wildländern keine berittenen Krieger. Ihre Körper sind zu groß und schwer, als dass sie ein gewöhnliches Tier tragen könnte. Da gibt es zwar diese Geschichte über den Krieger Hjorrm, der einen riesigen Drachen gebändigt hatte und auf diesem ritt... - aber das ist dann doch eher der Stoff für Sagen und Legenden.


Sonstiges

Seelentier
Wildländer wachsen in dem Glauben auf, dass ein jeder von ihnen einen ganz eigenen, persönlichen Schutzgeist besitzt, solange er auf der Erde wandelt. Dieser Geist soll wie ein unsichtbarer Begleiter über seinen Schützling wachen, ihm seine Kraft verleihen und manchmal sogar mit versteckten Botschaften in seinen Träumen auftauchen. Die wichtigste Funktion des Geistes ist aber, nach dem Tod seines Schützlings, dessen Seele den Weg zu weisen.
Der Schutzgeist besitzt üblicherweise die Gestalt eines Tiers, wie beispielsweise der eines Wolfes, einer Eule oder eines Bären, doch es gibt auch Sagen von Wildländern, die besonders ungewöhnliche Seelentiere ihr Eigen nennen durften.
Der Schamane der Sippe bestimmt in aufwändigen Ritualen das Seelentier der Sippenangehörigen wenn diese noch im Kindesalter sind. Im Anschluss an diese Bestimmung erhält der Junge oder das Mädchen eine kleine Schnitzerei, die seinen Schutzgeist darstellt, und die sie stets bei sich tragen, um sie an die spezielle Verbindung zu erinnern.
In seltenen Fällen besitzt ein Wildländer mehr als nur ein Seelentier. Und in äußerst seltenen Fällen kann der Schamane hingegen gar keinen Schutzgeist ausmachen, der über das Kind wacht. Ein Wildländer ohne Schutzgeist ist für die Sippe ein Zeichen großen Unglücks, denn sie glauben, dass die Seele eines solchen Kindes nach dessen Tod nicht in den Himmel aufsteigen könnte, da ihm niemand den Weg weist. Mit einem solchen Kind stimmt etwas nicht, und das wird es Zeit seines Lebens immer zu spüren bekommen. Schlimmstenfalls wird es verstoßen und muss allein in der Wildnis überleben.
Oder dort sterben.

Hünengräber
Die Wildländer betten ihre Toten zusammen mit ihren Waffen und einigen Grabbeigaben in höhlenartigen Gräbern, deren Eingänge sie mit großen Steinen verschließen und nie wieder öffnen. Der Körper der Verstorbenen gehört nun Bna und in die ewige Dunkelheit. Keiner der abergläubischen Wildländer würde riskieren, den dunklen Bruder des Yuarkhnim anzutreffen, wenn er sich gerade einem Körper nähert.
Überall in den Wilden Landen kann man auf diese Gräber stoßen. Auch wenn ein Eindringen sich oft als schwierig erweist, könnte man in ihnen doch den ein oder anderen Schatz finden, dem man den Verstorbenen an die Seite gelegt hat.

Der Begriff der Ehre
Den Wildländern ist die eigene Ehre sehr wichtig, denn sie bestimmt, was nach dem Verscheiden mit der eigenen Seele passiert. Ist man ein respekteinflößender Krieger gewesen, hat man niemals Schwäche oder Angst gezeigt, hat man stets zu seiner Sippe gestanden und alles getan, um ihren Erhalt zu sichern, so besteht nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Seele in das Land hinter der Himmelweite aufsteigen darf, sondern auch die Möglichkeit, von dem Wolkenriesen Yuarkhnim als würdig genug empfunden zu werden, an seiner großen Jagd teilzuhaben.  

Die Magie der Schamanen
Wildländer sind unter normalen Umständen nicht magiebegabt. Ihre Schamanen praktizieren allerdings eine besondere Magieform, die von dem Glauben der Sippenangehörigen gespeist wird. Ein Schamane wird also nicht als magisch begabte Person geboren und wäre demnach auch nicht dazu in der Lage, die Zauber anderer Magieschulen zu erlernen.


Wichtige oder bekannte Persönlichkeiten



Der "Eisbär" (NSC)
Viele verschiedene Sippen und deren Besitzansprüche zersplittern die Wilden Lande zu einem unübersichtlichen Inselreich aus Territorien, von denen eigentlich keines von Fremden betreten werden sollte. Ganz besonders hervor hebt sich hier aber ein bestimmtes Gebiet, das sich ungewöhnlich weitläufig im Süden der Wilden Lande ausdehnt und einige Gebirgshänge miteinschließt. Nicht nur unter den Bewohnern der Wilden Lande ist es bekannt: Hier haust der Eisbär mit seinen Mannen.

Um diesen Wildländer ranken sich viele Geschichten, die auch in den Nachbarländern ihre Wellen schlagen. Die Frage, wieso man ihn den Eisbären nennt, kann einem niemand beantworten, genauso wenig wie die Frage nach seinem eigentlichen Namen.  
Der Eisbär soll ein riesiger Wildländer sein, mit weißer, zotteliger Mähne und einem Bart, der bis zum Boden reicht. Seine Sippe besetzt eine gigantische, schneeumwehte Festungsanlage, in denen der Wind unablässig durch große, steinerne Gänge heult. Seine Krieger greifen jeden Eindringling dieser Gegend auf. Insbesondere Reisende zwischen Tragalún und Riguskant werden durch seine Mannen bedroht. Immer wieder sind die wenigen passierbaren Gebirgspässe von ihnen blockiert. Das spurlose Verschwinden ganzer Händlerkarawanen ist den Anhängern des Eisbären zu verschulden.
Manche Geschichten besagen, der Eisbär wäre von  wilden Tieren aufgezogen worden. Andere, dass er die Macht habe, Wind und Donner herbei zu rufen. Und manche behaupten sogar, der Eisbär sei nicht geboren worden, sondern von Yuarkhnim selbst aus dem Eis geformt.
Die Bewohner der Wilden Lande haben keinen König. Und dennoch sind sich alle einig: Wenn es einen König gäbe, so wäre das der sagenumwobene Eisbär in seiner steinernen Festung.



Iris Flammenhaar (NSC)
Nicht nur im Landesinneren gibt es bemerkenswerte Wildländer. Viele Ausländer - besonders jene, die nie das Meer zu Gesicht bekommen - vergessen häufig, dass es sich bei den Wildländern der Küstenregionen hauptsächlich um Fischer und Seefahrer handelt. Und wo es Schifffahrt gibt, dort gibt es auch Piraterie.
Gerade die Bewohner der nördlichen Küsten Riguskants müssen das Meer stets im Auge behalten, denn wehe wenn dort die Silhouette eines wildländischen Schiffes auftaucht!
Die Graupenhure ist das bekannteste Piratenschiff weit und breit. Der Kapitän ist die Wildländerin Iris Flammenhaar, eine schlaksige, spitzzüngige Piratin. Die Tatsache, dass es sich bei ihrem Kapitän um eine Frau handelt, liefert gerade in dem konservativ eingestellten Riguskant guten Stoff für Geschichten. Es soll kein Piratenweib geben, das schärfere Messer besitzt als Iris Flammenhaar.
Außerdem erzählt man sich von einer Insel, auf der ihr Versteck liegt, und wo sich all die Schätze lagern, die Flammenhaar in ihrer ruhmreichen Karriere an Land gezogen hat. Edelsteine, seidene Stoffe, Goldbarren und viele andere kostbare Waren sollen sich dort anhäufen und nur darauf warten, von mutigen Abenteurern zurückgestohlen zu werden. Doch wer findet sich in dem Gewirr von vielen kleinen Inseln schon zurecht? Und wer schafft es von dort zurückzukehren, ohne selbst den Piraten in die Fänge zu gehen?
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