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Makipae Skata

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Makipae Skata

Beitrag von Gast am Mo 29 Sep 2014 - 21:10

Gelegenheit macht Diebe pflegt man zu sagen. Und dieses Sprichtwort trifft ebenso auf Makipae Skata zu. Diebin, Tiermensch. In erster Linie aber eine Frau, die jede Gelegenheit nutzt.



Vorname: Makipae „Maki“ (gspr. ˈmʌkipɐˌe oder „maki-pah-e“)
Nachname: Skata (gspr. ʃkːtɑ oder „schkaah-ta“)
Alter:  23 Jahre
Rasse: Tiermensch; Elster (pica pica)
Zugehörigkeit: Zwielicht
Herkunft: Karatina, Crepererum
Sprachen: Nebelzung, Arcum

Größe: 1.69 m
Aussehen: Die Silhouette der jungen Frau wirkt auf den ersten Blick beinahe normal. Ihr schmales Gesicht wird von zwei großen, runden Augen geziert, die dank ihrer schwarzen Iris unendlich dunkel und tief erscheinen. Eine kleine, spitze Nase und schmale Lippen runden das markante Erscheinen ab. Ihre Haut ist hell, fast schon bleich, aber weitestgehend makellos, bis auf eine Narbe, die sich quer über ihr linkes Schulterblatt zieht. Ihr pechschwarzes, schulterlanges Haar steht im starken Kontrast zum Teint und lässt diesen umso heller erscheinen.
Mit einer Körpergröße von nicht einmal 1.70 m ist sie nicht gerade die hochgewachsenste Menschenfrau. Ihre Figur ist sportlich-schlank, aber weiblich, trotz einer eher schmalen Hüfte. Zwar macht ihr Oberkörper einen gut proportionierten Eindruck. Von den Beinen aber könnte man meinen, sie seien einen Tick zu lang. Das hätte ihr allerdings einen eleganteren Eindruck gegeben, wären da nicht ein paar Besonderheiten an ihrem Körper.  

Wegen eines funkelnden Armbands, das einen kleinen, grünlich-blau schimmernden Stein inne hatte, riss eine Elster ein Stück Haut von ihrem rechten Handgelenk und infizierte Makipae dabei mit der Kralle des Tieres. Die Wunde, die vom Schnabel verursacht wurde, war tagelang schwarz, bis sich quasi über Nacht die seltsamen Veränderungen einstellten. Unter Schmerzen bildete der angeschwollene rechte Arm nun Federn aus, die sich in noch größerer Pein durch die Haut drückten, bis sie sich Wochen später entfalteten. Die längsten Federn des voll ausgebildeten Flügels, der sich schließlich entwickelt hatte, messen in etwa 70 Zentimeter. Die meisten davon sind schwarz gefärbt, doch ein breites, weißes Band zieht sich knapp über der Stelle, die einmal der Ellenbogen war, rings um den Flügel. Die letzten Zentimeter der Federspitzen sind ebenfalls weiß gefärbt.
Hinzu kommen die dreizehigen Krallenfüße. Diese sind verhältnismäßig viel zu dick, erlauben somit aber einen weichen, bequemen Gang für die junge Frau. Das untere Drittel der Waden weist teilweise runzelige, schuppenartige Veränderungen auf, die sich nach unten hin ausbreiten und schließlich den zu Krallen mutierten Fuß völlig umhüllen. Sowohl an den jeweils drei Zehen vorne, als auch an den einzelnen Fortsätzen an den Fersen befinden sich schwarze, spitze Krallen.






Der Hauptteil ihrer Kleidung besteht aus zusammengeschneiderten Stoffresten, so zum Beispiel das braune, bauchfreie Leinenhemd, dessen Ärmel mit zwei verschiedenen Stücken gefärbten Stoffes bestickt sind. Ein gestreifter, halblanger Leinenärmel bedeckt zudem den linken Oberarm. An ihm sind mittels dreier Fäden ein paar Federn befestigt, die Maki gesammelt hatte. Solche befinden sich ebenfalls am Lederband, dass mehrfach um die linke Wade gewickelt ist. Nur knapp darüber hat sie den Schaft ihres Dolches fixiert, der durch eine genauso lederne Schnalle gehalten wird, wie ihr Gürtel. Der hält neben zwei Beuteln auch die knappe, von Galläpfeln schwarz gefärbte Hose, die sie zweimal überschlagen hat, sodass sie wirklich sehr kurz erscheint. „Aufgefaltet“ ginge sie ihr bis kurz über die Knie. Diese, zumindest das Rechte, da dem linken Leinenstoff mittlerweile ein großes Stück fehlt, werden von einer dreckig-beigen Hose überdeckt. Mehrere Flicken und Risse zeigen bereits, wie viel dieses Kleidungsstück bisher mitmachen musste.

Ein grünes Wolltuch ist um die rechte, untere Wade gewickelt. Es verdeckt einen kleinen Teil der runzeligen, dunklen Haut, die Maki besonders unschön findet. Eben aus diesem Grund steckt auch ihr rechter Fuß in einem Halbstiefel aus Schwuuh-Leder, aus dem vorne und  hinten nur die Krallen herausschauen. Darin versteckt sie gerne kleine Beute- und Fundstücke, manchmal auch ein bisschen Geld.
Aus demselben Wollstoff des Wadenwickels ist auch eine Art Armband gefertigt, dass die junge Frau noch nie abgelegt hatte. Darüber hängen drei unterschiedlich große, blaue Bänder, von denen ihr eines manchmal über das Handgelenk rutscht. Außerdem trägt sie als weiteres „Schmuckstück“ eine schwarze Kapuze, die sie von einem alten, abgetragenen Mantel abgemacht hatte. Von dem Mantel sind nur noch zwei hüftlange Streifen und die zwei Ohren an der Kapuze selber übriggeblieben. Sie trägt diese Kopfbedeckung tagsüber so gut wie immer, auch im Sommer. Nur zum Schlafen oder Waschen legt sie sie ab.
Ist Maki als Tiermensch in Dörfern und Städten unterwegs, trägt sie über all ihrer Kleidung noch einen braunen Umhang, der stets ihren Flügel verdeckt und der fast bis zum Boden reicht. Ihre Füße versteckt sie mittels mehrerer Wickel aus Stoffresten so gut es eben geht. Bislang ist sie damit noch nicht aufgefallen.

Häufiger kommt es vor, sie in der tierischen Form anzutreffen. Als Elster hat sie eine Kopf-Rumpf-Länge von 47 Zentimetern vom Schnabelansatz bis zur äußersten Spitze der Schwanzfedern und außerdem eine Flügelspannweite von 90 Zentimetern. Der lange Schwanz nimmt dabei ungefähr die dieselben Maße ein wie ihr Körper selbst. Makis Gefieder ist, bis auf die weißen Spitzen und den zwei weißen Bändern an den Flügeln, pechschwarz und schimmert in der Sonne metallisch blau.
Ihre dunklen Augen wirken wie zwei endlose Löcher, die einem in die Seele starren. Der spitze, kurze Schnabel ist etwas heller, vielleicht anthrazitgrau, genauso wie die Füße, die in tierischer Form im Verhältnis dünner und damit wieder richtig proportioniert sind.
Gerne schlüpft sie mit dem Kopf, wenn sie als Elster unterwegs ist, in eines ihrer Armbänder, die sich in ihrem Zuhause befinden. Diese oft blauen oder grünen Bänder sehen dann aus wie breite Halsbänder.






Einmal im Monat wechselt ihr Aussehen dann erneut. In Unlichtnächten verwandelt sie sich zunächst in eine scheinbar harmlose, kleine Elster. Doch recht schnell schwillt der ganze Körper auf und nimmt gewaltige Ausmaße an. In wenigen Sekunden löst sich das Gefieder vom Kopf und gleich danach rinnen Haut und Fleisch wie geschmolzen zu Boden, wo sie scheinbar versickern. Die fehlenden Augen, die sich erst gar nicht bei der Verwandlung bilden, hinterlassen dunkle, leere Augenhöhlen, hinter denen man nichts sieht.
In dieser Form wirkt Maki durch das aufgeplusterte Gefieder sehr bullig und noch größer, als sie ohnehin schon ist. So ragt sie nun über zwei Meter gen Himmel und hat eine Flügelspannweite von etwa sechs Metern. Diese riesigen Schwingen liegen eng am Körper an, wirken allerdings trotzdem überproportioniert. Auch die Krallen an den Zehen sind länger und vor allem schärfer, als in der normalen tierischen Form.
Die Färbung ändert sich nur gering. Die Federn bleiben hauptsächlich schwarz mit den weißen Bändern an den Flügeln. Lediglich die weißen Federspitzen dunkeln aus und die Beine sind nun deutlich dunkler als der Rest des Gefieders. Drei lange Schwanzfedern vergrauen,  der Schädel weißt die normale Knochenfarbe auf, die an ein dreckiges Beige erinnert und im Nacken hat sie einen blutroten Fleck.

Beruf: Diebin, wenn man das so als Beruf bezeichnen kann
Waffen: Ein kurzer, abgestumpfter Dolch und ihr Flügel, mit dem sie kräftig zuschlagen kann, außerdem die Krallen an den Füßen
Magie: -
Besitz: Die Kleidung am Leib, ein Dolch und ein Schwert, dass in einem abgewrackten, verlassenen Holzhaus inmitten eines Forstes steht. Es ist zwar nicht ihres, doch dort hat sie sich mitsamt ihrer Habe niedergelassen. Dazu zählen auch zwei kaputte Holztruhen, mehrere zum Bett umfunktionierte Schwuuh-Felle und sogar ein Topf, mit dem sie auf der Feuerstelle vor dem Haus etwas kochen kann.
Geld: dauerhaft wechselnd, zurzeit 1 Draken 20 Drachmen

Charakter: Vor ihrer Infektion mit der Kralle des Tieres war Makipae ein halbwegs normales, durchschnittliches Mädchen. Ihr Charakter war nicht der Feinste, da sie sich in Karatina ein sicheres Leben hatte erkämpfen müssen. Ihr verwitweter Vater war immer auf dem Feld unterwegs, als Schwuuh-Hüter musste er stets ein Auge auf die Tiere haben und war daher nur selten Zuhause anzutreffen, sodass sie außer ihrem großen Bruder keine weitere Bezugsperson hatte. Schon früh lernte sie von ihm ein paar Taschendieb-Tricks, die sie schnell perfektionierte. Man konnte also sagen, dass Maki schon von klein auf ein unehrliches, diebisches Mädchen war, obwohl sie auch schüchterne, ruhige Seiten aufwies.

Ausgerechnet ein kurz zuvor erbeutetes Armband sorgte dafür, dass eine Elster sie angriff und es ihr entriss. Die dabei entstandene Infizierung veränderte nicht nur ihr Aussehen, sondern auch ihren Charakter ziemlich deutlich.
Aus der manchmal doch zurückgezogenen Räuberin wurde eine waghalsige, verrückte Frau, die neben einem Hang zum Zynismus auch noch eine hervorragende Trickserin war. Sie verstand es plötzlich ausgesprochen gut, Menschen schon von weitem zu analysieren und ihre Schwächen zu erkennen. Schamlos nutzt sie diese aus und raubt ihnen Gegenstände von Wert oder Geld. Reue zeigt sie dabei keine und auch wenn es bei Jagden auf sie Verletzte gibt, bedauert sie diese nicht. Man könnte meinen, dass sie nach ihrer Verwandlung sämtliche Empathie verloren hatte, die noch in ihrem menschlichen Körper übrig war.
Sie ist nun berechnend, kaltherzig und dickköpfiger als je zuvor. Was sie sich vornimmt, will sie unbedingt schaffen, wobei keine Rücksicht auf Verluste genommen wird. In diesem Eifer ist sie nicht zu bremsen, sodass auch eigene Verletzungen nicht ausbleiben. Außerdem geht sie manchmal ein zu großes Risiko ein, dass sie jedoch nicht einschätzen kann. Es ist ein wunder, dass sie bisher noch nicht gefangen genommen wurde.

Nach Unlichtnächten merkt man dann, wie verzerrt Makipae durch die Verwandlung geworden ist. Wenn alles vorbei ist und sie sich von den körperlichen Strapazen erholt hat, weint sie noch tagelang und lebt vollkommen zurückgezogen in ihrer Hütte im Wald. Bis sie über ihre psychische Belastung hinweg sehen kann, vergehen oft drei oder vier Tage. In der Zeit ist sie skeptisch, misstrauisch und oftmals auch ängstlich. Sie fühlt sich zu recht angreifbar und meidet daher jeden Kontakt zur Außenwelt so gut es geht.
Nach langer Zeit des Nachdenkens verfällt sie allerdings wieder in ihre „Rolle“ und wird zur unbarmherzigen Diebin, die vor nichts und niemandem zurückschreckt. Dieser ewige Teufelskreislauf konnte bisher noch nicht gebrochen werden.

Vorlieben:
* Stehlen und Menschen austricksen
* funkelnde Dinge
* rohes Fleisch
* Beeren, vor allem Brombeeren
* Zynismus, Sarkasmus und Ironie in jeder Form
Abneigungen:
° reiche Menschen
° Schwächlinge
° Gemüse, besonders Kohl
° unreifes Verhalten
° Sumpfgegenden
Stärken:
* außerordentliche Menschenkenntnis
* beherrscht viele Tricks
* gute Schauspielerin
* Durchhaltevermögen
* ist schnell und ausdauernd
Schwächen:
° zu voreilig / naiv
° kennt keine Grenzen
° schlechte Verwandlung
° Unlichtnächte (und die Tage danach)
° nicht sehr stark

Besonderheiten: Wenn Maki sich in eine Elster verwandelt, geht ihr manchmal was schief. Mitten in der Verwandlung bricht der Prozess ab und sie bleibt eine Menschenfrau, hat aber trotzdem Kräfte verloren. Ist sie einmal mit der gesamten Veränderung durch, verschnauft sie eine kurze Zeit lang und bleibt dann meist sehr lange eine Elster. In dieser Form kann sie die Menschen sowohl verstehen, als auch ihre Sprache sprechen, wobei manchmal ein schackernder oder keckender Laut mitkommt. Ebenso versteht sie die Elstern und zum Teil auch andere Rabenvögel, kann ihnen aber nur sehr gebrochen antworten.

Geschichte: Als zweites Kind von Custos und Mendici Skata wuchs die kleine Makipae zunächst zwar behütet, aber doch in armen Verhältnissen auf. Wie üblich in Karatina gab es nicht viel, dass sich die Familie leisten konnte und bei zwei Kindern war das Geld immer knapp. Der Vater war so gut wie durchgehend fort, arbeitete er als Schwuuh-Hüter doch außerhalb des heimischen Dorfes und konnte nicht ständig hin- und herpendeln.
Mit dem dritten Geburtstag stellte es sich bald auch ein, dass ihre Mutter häufiger fort war. Sie beackerte und erntete Felder gegen einen Hungerlohn und überließ dem nur zwei Jahre älteren Bruder Latro die Sorge über Maki. Dieser erkannte schon früh, dass der Charme eines Kindes nützlich sein konnte, wenn man andere bestehlen wollte. Auch sah er Potenzial in seiner Schwester, die er über Jahre hinweg trainierte. Zusammen gingen die beiden auf die Plätze und in die vollen Straßen, wobei Maki der Part des Lockvogels inne war. Ihr Bruder stibitzte hier und da einen Wertgegenstand oder auch ganze Beutel mit Drachmen. Da keine elterliche Aufmerksamkeit vorhanden war, konnte Latro seine Schwester zu einer trickreichen Diebin großziehen, die immer mehr Gefallen daran fand, anderen Leuten schlechtes zu tun. Sie legte Tugenden wie Ehrlichkeit und Reue ab, stattdessen wurde sie zynisch, launisch und kalt.

Nach einem „erfolgreichen“ Diebeszug kehrte das Geschwisterpaar nach Hause zurück, wo sie ihren trauernden Vater vorfanden. Er verkündete ihnen schweren Herzens, dass ihre kraftlose Mutter auf dem Feld leblos zusammenbrach und man nichts mehr für sie tun konnte.
Die nächsten Wochen waren hart. Custos kam nun noch seltener von seiner Hirtenarbeit nach Hause und immer mehr waren die Geschwister aufeinander angewiesen. Während Maki ihre Tricksereien perfektionierte, trauerte Latro seiner Mutter noch lange hinterher. Darüber vergaß er, dass seine Beutezüge wichtig für das Überleben der Drei waren und bald musste seine Schwester ihn sogar anflehen, wieder zu stehlen, da ihnen sonst Hunger und Leid drohten.

Es war ein warmer Herbstmorgen, als das Unglück schließlich seinen Lauf nahm. Die mittlerweile Achtzehnjährige war in Karatinas Hauptstadt unterwegs und konnte in einer belebten Straße einen Beutel mit Drachmen erbeuten. Bei genauerem Einsehen in diesen Beutel fiel ihr ein Schmuckstück auf, das sie sofort faszinierte. An einem metallenen Armkettchen befand sich ein Anhänger, in dessen Mitte ein grünlich-bläulich-schimmernder Stein eingearbeitet war. Ohne zu zögern legte sie es an, starrte noch eine Weile darauf und begab sich schließlich in weniger belebte Gassen. Ein schackernder Laut eines Vogels ließ sie vor Schreck zusammenfahren, ehe kurz darauf eine Elster vom Dach eines Hauses stürzte und mit dem Schnabel das Armkettchen von Makis Handgelenk riss. Der Schnabel verletzte sie minimal, doch nur Sekunden später färbte sich das Blut darum schwarz und die Wunde schwoll an.
Aus Angst vor den neugierigen Blicken der Menschen versteckte sie den abartigen Kratzer unter einem Wickel und begab sich sofort nach Hause. Dort blieb sie die nächsten Tage, doch bald fing sie an zu schwächeln und wurde schließlich krank. Ihr Bruder wusste keinen Rat, während ihr Vater recht wenig vom Verlauf dieser Krankheit mitbekam. Doch es dauerte nicht mehr lange, bis sich rausstellte, dass Makipae sich mit der Kralle des Tieres infiziert hatte. Ihr rechter Arm war stark geschwollen, bis kurz vor der Schulter. Knapp unter der Haut bildeten sich Federn, sie sich mit ihren Schäften den Weg nach draußen bohrten und dabei viele Entzündungen verursachten. Anfangs riss Maki sich selber ein paar dieser Federn aus, doch sie wuchsen stetig nach, bis sie aufgab. Der ganze Flügel war innerhalb einer Woche voll ausgebildet. Auch ihre Füße veränderten sich stark. Die Haut wurde zunächst runzelig und immer dunkler, vom unteren Teil der Wade abwärts. Ihre Zehen wuchsen seltsam zusamen und die drei verbleibenden, vogelartigen Zehen bildeten scharfe Krallen aus, so auch jeweils eine an der Ferse.

In einer Nacht- und Nebelaktion floh Makipae schließlich von Zuhause, denn von anderen Tiermenschen, die versklavt oder gar getötet wurden, hatte sie schon gehört. Sie rannte immer weiter und weiter, bis an den Rand eines Waldes, wo sie rastete. Der Morgen brach an und sie suchte im Forst nach einem Versteckt, das sie schließlich auch fand:
Inmitten einer kleinen Lichtung lag ein scheinbar verlassenes Hüttchen. Dem modrigen Geruch nach zu urteilen war es möglicherweise ein nicht mehr benutztes Jagdhaus, wo das gefangene Wild verarbeitet wurde. Aber es war besser als nichts und immerhin hatte sie ein, fast dichtes, Dach über dem Kopf.
Maki steckte viel Arbeit in den Wiederaufbau ihrer neuen Behausung. So schaffte sie Holz ran, flickte sogar Teile des Daches und räumte den Bereich innen fast leer. Bis auf einen Arbeitstisch, zwei Holztruhen und einem Bettkasten blieb nichts mehr im Raum. Auf ihren Beutezügen legte sie nun mehr Wert darauf, Essen und anderes brauchbares zu stehlen und in einer Nacht konnte sie sogar ein paar Schwuuh-Felle ergattern, die fortan ihr Bett darstellten. In einer Truhe legte sie Kleidung ab, die sie fand oder aus den Häusern Fremder gestohlen hatte. In der anderen, unter einem zweiten Holzboden, waren hingegen ihre größten Schätze versteckt.

Einmal wäre sie beinahe erwischt worden, als sie auf einem Marktplatz den Geldbeutel einer Frau stehlen wollte. Man jagte sie bis vor die Stadttore und warf bereits mit Wurfmessern und Dolchen nach ihr. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste sie noch nichts von ihrer Verwandlungsgabe. Als sie von den Menschen verfolgt wurde, wuchs in ihr der Wunsch, einfach schnell wegfliegen zu können. Tatsächlich spürte sie dann ein Kribbeln im Bauch und ihr gesamter Körper veränderte sich einfach. Sie schrumpfte, überall wuchsen blitzartig Federn und ein Schnabel bildete sich aus. Sie war eine Elster geworden und flatterte, erschöpft und ausgelaugt, so weit weg wie sie nur konnte, ehe sie auf einem Baum Rast einlegen musste. Teils entsetzt, teils freudig über die Verwandlung dachte sie für Stunden darüber nach, während sie sich fliegend auf den Heimweg machte. Doch die halbe Nacht verging, ehe sie in der Lage war, sich zurück zu verwandeln und auch danach fühlte sie sich ausgelaugt. Sie merkte recht schnell, dass sie diese Gabe gezielt einsetzen konnte, aber auch, dass es kräftezehrend war und sie leider noch nicht perfekt darin war.
Dann kam die erste Unlichtnacht und Makipae wusste nicht einmal, wie ihr geschieht. Sie löschte am Abend die Feuerstelle vor der Hütte und wollte sich hineinbegeben, als sie noch einmal zwischen den Baumkronen gen Himmel sah. Das Unlicht war zu sehen und plötzlich horchte ihr Körper nicht mehr auf ihre eigenen Befehle. Unfreiwillig vollzog sich die Verwandlung in eine normale Elster, doch diesmal überkamen sie alle tierischen, wilden und brutalen Instinkte. Der Körper mutierte vollkommen; sie wuchs, die Schwingen verlängerten sich und der Elsterschädel veränderte sich makaber. Ohne Herr über sich selber zu sein schwang sie sich in die Lüfte und knickte mit den riesigen Flügeln einige Äste ab. Geradewegs auf das nächste Dorf zuhaltend, bekam sie nur passiv mit, dass der Blutdurst in ihr wuchs.
Drei Menschen fielen dem Biest in ihr zum Opfer, allesamt verschlang sie beinahe gänzlich. Der Schnabel triefte vor Blut, nachdem sie sich zum Morgen hin wieder auf den Rückflug begab. Wie in Trance landete sie in der Nähe der Hütte, beschädigte dabei nur mehr Bäume. Die große Elster sackte in sich zusammen, schrumpfte und nahm wieder das verzerrte Bild des jungen Tiermenschen an, wie es Makipae sonst war. Sie raffte sich auf, schlurfte ins Bett und war noch tagelang verstört.
Depressionen plagten sie zusammen mit Albträumen, sie wollte das nie wieder durchmachen. Doch jede Unlichtnacht war wie die Erste, nur dass mehr und mehr Menschen durch sie starben.

Auch das war eine Sache, die Maki über Jahre hinweg völlig veränderte. Ihr eigener Körper zwang sie zu einer brutalen Kälte, wie sie nicht einmal ein Henker hatte. Es wurde ihr gleichgültiger, wenn sie tötete, doch nach der Rückverwandlung war sie meist nicht mehr dieselbe und es verging Stunde um Stunde, bis sie wieder die Kraft hatte, normal weiterzumachen.

So vergingen die letzten Jahre und mittlerweile war sie 23 geworden. Wie immer hatte sie ihren Geburtstag allein verbracht und sich selber etwas, natürlich gestohlenes, geschenkt. Sie hatte niemanden mehr, aber das brauchte sie auch nicht. Als Tiermensch akzeptierte sie ihr Schicksal und beging weiterhin die Diebstähle, die sie für ein halbwegs normales Leben für nötig hielt.
Außerdem: -

Gefährten: -
Familie: Ihren Vater, Custos Skata, und ihren zwei Jahre älteren Bruder Latro hat sie verlassen, kurz nachdem ihre Infektion ausgebrochen war. Ihre Mutter Mendici ist noch vor ihrem dreizehnten Geburtstag verstorben.
Passende Musik: Tanzwut - Lügner
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Re: Makipae Skata

Beitrag von Das Große Licht am Mi 1 Okt 2014 - 19:56

So,dann wollen wir mal loslegen Very Happy

Ich mag sie jetzt schon sehr gern und bin gespannt wie sie sich im Play zeigen wird. Smile

Habe jetzt auch nur Kleinigkeiten anzumerken:

Waffen:

unter Besitz hast du ein Schwert angeführt, was in einem Holzhaus stehen soll. Trägt sie das nicht als Waffe bei sich? Und wenn nicht, wieso besitzt sie es dann überhaupt?

Charakter:
„Ihr verwitweter Vater war immer auf dem Feld unterwegs, als Schwuuh-Hüter musste er stets ein Auge auf die Tiere haben und war daher nur selten Zuhause anzutreffen, sodass sie außer ihrem großen Bruder keine weitere Bezugsperson hatte.“
Diesen Satz kannst du auch weg lassen, da er nichts explizites zu Makis Charakter beiträgt.

Schwächen:
Meinst du mit „nicht sehr stark“, dass sie nicht besonders kräftig ist oder dass sie im Kampf nicht besonders gut ist?

Geschichte:
Die Mutter fing also wieder an zu arbeiten, als Maki drei Jahre alt war. Und der fünf Jahre alte Sohn sollte dann auf die kleine aufpassen? Ich kann mir nicht richtig vorstellen, dass dieser dazu dann überhaupt schon in der Lage wäre. Wenn du ihn etwas älter machen würdest, wäre es okay.

So, das war es dann auch schon.
Das Prozedere kennst du ja bereits, sag einfach Bescheid wenn du fertig bist Wink

liebe Grüße
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