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Neisseria

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Neisseria

Beitrag von Neisseria am Di Okt 28, 2014 8:10 pm

Charakter - Grundlagen

Name: Neisseria Morax, oder kurz Nissa
Alter: 25 Jahre
Rasse: Vampir
Geschlecht: weiblich

Zugehörigkeit: Unlicht


Erscheinung

Größe: 2,30m, in menschlicher Gestalt ca 1,70m
Flügelspannweite: 4,80m

Aussehen:
In ihrer wahren Gestalt gleicht Neisseria einer riesenhaften Fledermaus mit braunem Fell und roten Augen, Klauen und langen scharfen Eckzähnen. Die großen Ohren ermöglichen ein ausgezeichnetes Gehör, doch auch ihr Geruchssinn ist nicht zu verachten.
Diese Gestalt bekommen allerdings nicht besonders viele zu sehen, denn Nissa bevorzugt es, sich in ihre frühere menschliche Gestalt zu verwandeln. In dieser ist sie 1,70m groß und besitzt ebenfalls rote Augen, allerdings dunkler und schlichter als in ihrer wahren Gestalt. Ihre schulterlangen Haare sind blond und man sieht ihr noch immer an, dass sie früher nicht besonders viel zu Essen im Haus hatten, ist ihre Gestalt doch eher dünn, wenn auch wegen der vielen Arbeit trotzdem in gewissem Maße muskulös. Die Kleidung ist aus schlichtem Leinen und besteht aus einer Hose und einem Hemd, sowie einer Tunika und einem Schal darüber. Um sich zu tarnen nutzt Nissa allerdings auch verschiedene andere Gestalten.
Auf andere wirkt Neisseria meistens abweisend. Sie lächelt kaum, und falls man sie doch einmal dabei erwischt, wie ihre sanfte Seite hervorkommt, so zieht sie sich lieber zurück, um dies nicht zu zeigen. Wenn man sie also ansieht, merkt man nicht, dass unter ihrer Fassade mehr steckt. Meist kann Nissa ihre Gedanken ganz gut verbergen.


Persönlichkeit

Charakter:
Wenn Neisseria nicht eine starke Persönlichkeit wäre, hätte sie das alles was ihr passiert ist wohl nicht so überstehen können wie sie es tat. Sie hat ihren Stolz und scheut sich auch nicht, ihre Meinung zu sagen und notfalls auch Gewalt anzuwenden, falls dies nötig ist um ihre Interessen zu verfolgen, wobei sie manchmal allerdings auch etwas zu temperamentvoll agiert und darüber das Denken vergisst.
Allerdings ist sie nicht so skrupellos und überheblich wie es für viele Vampire typisch ist, auch wenn bei ihr manchmal Spuren dieser Charakterzüge zu finden sind. Da sie allerdings floh, bevor ihr Erzeuger den letzten Rest Menschlichkeit aus ihrem Denken verbannen konnte, ist sie weder besonders stolz auf ihre wahre Vampirgestalt, noch genießt sie den vampirischen Lebensstil, zu dem das Blutsaugen gehört – auch wenn sie nicht verhindern kann, dass sie sich gut fühlt, nachdem sie Blut getrunken hat. Trotzdem weiß sie die Vorteile ihrer Fähigkeit des Gestaltwandelns zu schätzen.
Neisseria ist selbstsicher, und wenn sie es mal nicht ist, so gibt sie vor es zu sein. Was diese Sicherheit ein wenig zum Wanken bringt, sind die Gedanken an ihre Mutter, die sie nach wie vor über alles liebt und vermisst, und an ihren Erzeuger Noreus Fingard, vor dem sie auf der Flucht ist, obwohl sie gleichzeitig eine Art Sicherheit bei ihm verspürte, da sie lange als seine Gefangene gelebt hat und vollkommen von ihm abhängig war. Vor allem wenn sie mit ihrer Situation überfordert ist, denkt sie also an ihn zurück. Daran merkt man, dass sie sich in diesen Momenten am meisten unsicher und verlassen fühlt.
Auch gegenüber den Menschen hegt sie zwiespaltige Gefühle, identifiziert sie sich doch einerseits mit ihnen – vorrangig den schwächeren, ärmeren, oder anderweitig benachteiligten – da sie früher selbst einer von ihnen war. Andererseits jedoch bläute ihr Noreus die Überlegenheit der Vampirrasse ein, die sie durchaus einsieht. So verhält sie sich zwar generell eher distanziert und herablassend, was sie auch als Selbstschutz tut, um ihre Unsicherheit zu verbergen, doch schwächeren Menschen begegnet sie weichherziger und hilft ihnen manchmal sogar, selbst wenn sie ihre Hilfe später als Nichtigkeit abtut. In ihrem Inneren jedoch freut sie sich über ein herzliches Danke und freundliche Offenherzigkeit, die sie selbst nicht oft zu zeigen wagt, da sie fürchtet, wieder verletzt zu werden.
Aus diesem Grund würde sie es auch nicht so einfach zugeben, dass sie jemanden mag – sie möchte nicht schwach wirken. Und sie tut alles, um ihre Schwächen vor anderen zu verbergen. Wenn dies nicht klappt, kann sie durchaus auch wütend werden.

Vorlieben:
- ihre Mutter ist so ziemlich das einzige, das Nissa wirklich liebt
- die Nacht, vor allem klare Nächte mit Blick auf die Sterne
- den Vollmond, da er ihr zumindest etwas Ähnliches wie das Licht der Sonne gibt, das sie nun nicht mehr genießen kann

Abneigungen:
- Männer die trinken und/oder Schwächere unterdrücken – das heißt Männer wie ihr Vater
- Überraschungen, vor allem böse
- Sonnenschein

Religion: Sie ist nicht gläubig. Ihr Schöpfer hat ihr einiges über das Große Unlicht erzählt, aber sie glaubt nicht daran.


Fähigkeiten

Beruf: keinen
Sprachen: Nebelzung und Arcum als Muttersprachen, dazu ein etwas holpriges Lenush und ein paar wenige Brocken Umbra
Lesen/Schreiben: Sie kann nur Arcum mit ein wenig Mühe lesen, schreiben eher schlecht.

Vampirgaben:
- Verwandlung in verschiedenste menschliche Gestalten
- das Wahrnehmen von schlagenden Herzen in ihrer Umgebung, wodurch sie deren Position, sowie den Zustand des Herzschlags erfährt

Stärken:
- sie ist eine Kämpferin und gibt nicht so schnell auf, wenn sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat
- sie ist stärker, als ihre schmächtige Gestalt vermuten lässt
- ihr gutes Gehör hilft ihr, schlagende Herzen wahrzunehmen, wodurch sie sowohl Nervosität, Angst oder Aufregung herauslesen, als auch eine potentielle Blutmahlzeit finden kann

Schwächen:
- verliert schnell die Geduld
- tut sich schwer damit, sich anderen gegenüber zu öffnen, und verbirgt ihre wahren Gefühle hinter einer Mauer aus Selbstsicherheit und Abweisung
- ihr Gewissen lässt sie immer wieder ihr Handeln in Frage stellen und Mitleid für Schwächere empfinden, was sie in ihren Handlungen verwirrt


Hintergrund

Stand: ledig
Familie:
- Lucilla, ihre Mutter, die sie über alles liebt und vermisst. Sie versprach ihr, nach Hause zurück zu kehren, allerdings fürchtet Nissa sich vor dem, was dann passieren könnte. Außerdem hat sie Angst davor, dass ihre Mutter die Wahrheit über ihr jetziges Leben erfährt.
- Gawain, ihr Vater, den sie für das was er ihr und ihrer Mutter angetan hat hasst. Dadurch jedoch, dass ihre Mutter ihn noch immer liebt, empfindet Nissa gemischte Gefühle bei dem Gedanken daran, nach Hause zurück zu kehren. Einerseits würde sie ihre Mutter gerne von dort wegholen, andererseits wagt sie es wegen ihr auch nicht, ihrem Vater etwas anzutun. Und weil sie fürchtet, dass genau das passieren könnte, falls sie nach Hause geht, und sie ihrer Mutter das ersparen möchte, hat sie sich bisher noch nicht getraut, ihre Heimat aufzusuchen.
- Außerdem hat sie vier jüngere Geschwister: zwei Schwestern (16 und 20) und zwei Brüder (18 und 23).

Herkunft: Karatina
Wohnort: nirgends
Gefährten: keine

Besitz:
Stahlsalbe (von der Erwünschten):
Eine kleine Flasche mit grünlich durchsichtiger Tinktur
"Reiben Sie ihre Gewänder mit dieser Salbe ein und der Stoff wird noch genauso weich und flauschig sein, wie zuvor, und nichts scheint verändert. Sobald allerdings eine Klinge, Keule oder Kanone Sie trifft, wird der behandelte Stoff hart wie Stahl und alles abwehren, wie eine gute Rüstung es würde. Und all das ohne das Gewicht der Kleidung zu verändern!"
Kleidung: ein langärmliges, hochgeschlossenes Oberteil, eine lange Stoffhose mit Stoffband zum Zubinden, Stiefel, einen großen Sonnenhut und eine große Robe mit Kapuze - alles nur für tagsüber, sonst wird es in einem Beutel getragen

Besonderheiten:
Sie ist psychisch nicht besonders stabil, was daher rührt, dass in ihr heftige Gegensätze aufeinander prallen: der Zwiespalt zwischen ihrer menschlichen Seite, die noch nicht ganz gestorben ist, und dem was ihr Erzeuger ihr eingebläut hat, was die Vampirrasse verherrlicht. Dieser Konflikt besteht, da zweiteres nur teilweise in ihr Fuß fassen konnte und ihr menschliches Leben noch nicht allzu lange her ist. Gleichzeitig jedoch projiziert sie den Hass auf ihren Vater auf jegliche Männer, die sie an ihn erinnern, und sieht auf sie als Menschen herab. Es ist ein ständiger Konflikt zwischen ihren Instinkten als Vampir, und ihren Werten als Mensch.
Auch die Gefühle ihrem Erzeuger gegenüber sind zwiespaltig, da sie einerseits aufgrund der langen Gefangenschaft und vollkommenen Abhängigkeit von ihm eine gewisse Zuneigung zu ihm entwickelt hat, und er ihr außerdem alles beigebracht hat, was sie im Augenblick am Leben hält. Andererseits jedoch war er es, der sie von ihrer Mutter fort und aus ihrem menschlichen Leben gerissen hat, auch wenn ihr Vater ebenfalls Schuld daran trägt.


Geschichte:
Neisseria war die älteste Tochter einer Bauernfamilie aus Karatina. Sie hatte vier jüngere Geschwister und musste schon früh auf sie aufpassen, während ihre Eltern versuchten, den kargen Feldern genug Essen für all die hungrigen Mäuler abzugewinnen. Sobald Neisseria alt genug war, wurde auch sie auf die Felder geschickt, um dort mitzuhelfen. So kam sie nie dazu, eine Schule zu besuchen oder etwas anderes zu lernen.
Es war ein hartes Leben, das durch den Familienvater nur noch schlimmer gemacht wurde. Wenn jemals auch nur ein kleines bisschen Geld da war, gab Gawain es für Alkohol aus. Doch auch im nüchternen Zustand machte er vor allem seiner Frau, aber auch seinen Kindern das Leben schwer. Manchmal verschwand er tagelang spurlos und ließ Nissas Mutter mit den hungrigen Kindern alleine, und wehe es wartete keine warme Mahlzeit auf ihn, wenn er plötzlich wieder zuhause auftauchte. Lucilla hatte schon Mühe, sich und ihre Kinder alleine zu versorgen, doch wenn sie den Erwartungen ihres Mannes nicht gerecht wurde – was sehr oft passierte –, schlug er sie oder sperrte sie nachts aus dem Haus, oder dachte sich etwas anderes aus.
Die Kinder bekamen nur indirekt die harte Hand des Vaters zu spüren, mussten sie doch die Arbeit übernehmen, zu der ihre Mutter manchmal nicht fähig war, wenn sie nach der Feldarbeit erschöpft ins Bett fiel. Doch das Geschrei und Geschimpfe galt ihnen allen, und die gespannte Atmosphäre im Haus begleitete Neisseria durch ihre gesamte Kindheit. Oft wenn sie sich nachts zu ihrer Mutter schlich, wenn diese in die Scheune verbannt wurde oder ihr Vater nicht zuhause war, flüsterte sie ihr zu, dass sie doch fliehen könnten – sie alle zusammen. Ihren Vater verlassen. Doch Lucilla schlug die Bitte jedes Mal aus, mit der Begründung, es gäbe keinen Ort zu dem sie fliehen könnten, und Gawain würde sie ja doch finden. Außerdem war sie eine gutherzige Frau, die noch immer daran glaubte, dass tief im Herzen Gawains noch der liebevolle Mann zu finden war, den sie einst geheiratet hatte.
Nissa hasste ihren Vater dafür, was er ihrer Mutter antat, und dafür, dass sie ihn einfach nicht verlassen wollte. Doch sie konnte nichts tun, und niemals hätte sie ihre Mutter mit ihren Schwierigkeiten alleine gelassen. Sie arbeitete hart und versuchte, ihrer Mutter so gut zu helfen wie sie konnte. Doch an der Situation besserte sich dabei nichts.
Neisseria war zwanzig Jahre alt und zwei ihrer Geschwister hatten ihr Zuhause bereits verlassen, um ihr Glück anderswo zu suchen, als ein Fremder auf dem Hof der Familie auftauchte. Es war ein hochgewachsener, gutaussehender Mann um die dreißig in wohlhabender Kleidung. Weder Nissa noch ihre beiden jüngsten Geschwister hatten jemals so etwas gesehen, kamen sie doch kaum woanders hin. Doch sie arbeiteten gehorsam weiter, während Gawain mit dem ungewöhnlichen Besucher im Haus verschwand.
Eine halbe Stunde später rief er Neisseria herein und stellte den Herrn als Vibrio Elestrea vor, einen wohlhabenden Händler aus Riguskant, und außerdem ihren künftigen Ehemann.
Zunächst glaubte das Mädchen, sich verhört zu haben, doch es war Gawains voller Ernst. Der reiche Herr hatte ihm eine ordentliche Summe geboten, damit er Neisseria zu sich holen und heiraten durfte. Da sich Gawain bisher keinen Deut darum geschert hatte, ob seine Tochter einen Bräutigam fand oder nicht, kam ihm dies gerade gelegen. Dazu noch hätte er von einem der heimischen Bauernsöhne niemals eine solche Summe als Brautgeld erhalten. In seinen Augen hatte er ein wunderbares Geschäft gemacht.
Empört darüber, dass ihr Vater sie einfach verkaufte, weigerte sich Neisseria, mit dem Fremden zu ziehen. Doch am Schluss blieb ihr nichts anderes übrig, ihr Vater hätte sie in seiner Wut vermutlich erschlagen, und ihre Mutter gleich dazu. So verabschiedete sich Neisseria unter Tränen von ihrer restlichen Familie und versprach ihrer Mutter, alles dafür zu tun, um eines Tages wiederzukommen und sie vielleicht sogar hier rauszuholen. Denn wer wusste schon, vielleicht hatte sie als Frau eines reichen Händlers dazu mehr Chancen als hier.
So zog Neisseria mit dem Herrn mit und verließ zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Heimat. Die Reise ging in den Norden Riguskants, wo Vibrio Elestrea ein stattliches Anwesen auf einem großen Grundstück besaß. Neisseria, die nur die kargen Lande Karatinas kannte, war überwältigt von der reichhaltigen Andersartigkeit des Landes. Eine Woche lang lebte sie mit dem Händler auf seinem Anwesen, spazierte durch den weitläufigen Garten, bekam so viel zu essen wie sie vermutlich in ihrem ganzen Leben nicht gehabt hatte, und musste dabei keinen Finger rühren, denn die Arbeit übernahmen die Diener des Hauses. Schon begann sie zu überlegen, dass sie doch großes Glück gehabt hatte. Außerdem erwies sich Vibrio als ein äußerst charmanter Mann, und so hegte Neisseria die Hoffnung, ihn tatsächlich irgendwann davon überzeugen zu können, auch ihre Mutter aus der Armut zu retten.
Allerdings hielt dieser Zustand nicht lange an. Nach einer Woche bat Vibrio Neisseria mit in den Keller, um ihr dort ein Geheimnis zu offenbaren. Doch mit so einem Geheimnis hätte das Mädchen niemals gerechnet. Vibrio verwandelte sich in ein Monster und fiel über sie her.
Was Neisseria zu diesem Zeitpunkt nicht wusste war, dass der reiche Händler in Wahrheit ein Vampir war, und nun sie selbst ebenfalls zu einem Vampir machte. Er gab ihr sein eigenes Blut zu trinken und verwendete ein vorbereitetes Opfer, um Neisserias Verwandlung zu vervollständigen.
Diese erste Zeit blieb ihr nur verschwommen im Gedächtnis. Sie blieb im tiefsten Kerker eingesperrt, durchlitt die Schmerzen der Verwandlung und die Qualen des neu erweckten Blutdurstes in ihr. Was genau in dieser Zeit geschah, daran erinnert sie sich nicht mehr. Sie weiß nur noch, dass sie aus dieser Zeit vollkommen erschöpft hervorging. Und mit einem veränderten, monsterhaften Körper.
Der Vampir, der sich nun mit seinem wahren Namen Noreus Fingard vorstellte, klärte Neisseria über ihr künftiges Leben und dessen Hintergründe auf. Sie erfuhr, dass sie nun ein Vampir war und was einen solchen ausmachte. Und dass Noreus sie als seine Gefährtin ausgewählt und deshalb verwandelt hatte. Er würde ihre Ausbildung übernehmen, und so lange sollte sie zu ihrer eigenen Sicherheit im Kerker eingesperrt bleiben.
Obwohl Neisseria zuerst nicht kooperieren wollte, blieb ihr dennoch keine andere Wahl. Noreus lehrte sie mit ihrer neuen Gestalt zurecht zu kommen, und mit der Zeit auch, wie sie sich verwandeln konnte. Er erklärte ihr das Dasein eines Vampirs, und erzählte außerdem von seiner Heimat Letum und deren Bewohnern, sowie dessen Gegenteil, den Bewohnern Animas, um Neisserias bisher sehr geringe Bildung zu erweitern. Aus diesem Grund lehrte er sie auch seine Muttersprache Lenush – die er viel lieber sprach als die Sprachen der Menschen, die er verabscheute -, sowie etwas Umbra, was eine viel gesprochene Sprache in seiner Heimat war, und außerdem das Lesen und Schreiben, denn er wollte nicht, dass seine künftige Gefährtin ungebildet blieb. Und über ihre gesamte Ausbildung hinweg wurde Neisseria immer wieder eingebläut, welche neuen ungeahnten Möglichkeiten das Vampirdasein bot, und dass sie es mit Stolz tragen sollte.
Viele Monate war Neisseria im Kerker eingesperrt und bekam niemanden zu Gesicht außer Noreus, und den Opfern, die er ihr brachte, damit sie ihr Blut trinken konnte. Ihre anfänglichen Hemmungen dahingehend wurden bald gebrochen, und als die Monate zu Jahren wurden, brach auch ihr Widerstand langsam in sich zusammen.
Als Neisseria nach langer Zeit endlich wieder aus ihrem Gefängnis gelassen wurde, durfte sie sich zunächst nur innerhalb des riesigen Anwesens frei bewegen. Doch mittlerweile trug die Ausbildung des Vampirs Früchte und sie hatte nicht mehr den Wunsch, in ihr altes Leben zurück zu kehren, was ihr ohnehin nicht möglich gewesen wäre. Sie war zwar eine Gefangene, doch Noreus verstand sich darauf, ihr nicht das Gefühl zu geben, als wäre sie das, auch wenn sie das Haus nicht verlassen durfte.
Vermutlich war es Nissas Glück, dass Noreus eines Nachts als Opfer nicht wie immer einen Erwachsenen, sondern ein Kind brachte. Es war ein in Lumpen gekleideter Junge von vielleicht zwölf Jahren, den er Neisseria brachte. Wie meistens blieb er nicht dabei, während Nissa ihr Mahl einnahm, sondern ging seinen Geschäften nach.
So merkte er auch nicht, dass Neisseria zögerte, den Jungen zu beißen. Er war ein unschuldiges Kind, und so sehr sie sich auch daran gewöhnt hatte, das Blut anderer zu trinken, so regte sich hier doch ein Rest ihrer Menschlichkeit. Sie nahm den Jungen mit in ihre Gemächer und wartete, bis der Bann, den Noreus auf Nissas Opfer zu legen pflegte, um sie an Widerstand zu hindern, nachließ.
Als der Junge wieder zu sich kam und vollkommen verstört und ängstlich auf die fremde Umgebung reagierte, bekam Neisseria Mitleid und beruhigte den Jungen. Er erzählte von einem Monster, das ihn auf der Straße abgefangen hatte, und an mehr erinnerte er sich nicht. Und er erzählte von seiner Mutter, die alles war was er noch hatte, und zu der er nach Hause wollte.
Die Schilderung des Jungen traf Neisseria tief, nicht nur weil sie dabei an ihre eigene Mutter denken musste, sondern auch weil ihr bewusst wurde, dass es genau das war, was Noreus darstellte: ein Monster. Und sie selbst hatte er ebenfalls zu einem gemacht.
Sie beschloss, gemeinsam mit dem Jungen zu fliehen. In den frühen Morgenstunden, als Noreus sich zum Schlafen gelegt hatte, schlich sie sich mit dem Kind nach draußen und flüchtete mit ihm über die Mauer an der Rückseite des Grundstücks. Es war ein bewölkter und noch früher Morgen, doch trotzdem spürte Neisseria sehr bald, dass sie ihre Verwandlung unter freiem Himmel nicht lange aufrecht erhalten können würde. Sie hatte ihr Opfer nicht genommen und brauchte dringend Blut.
Unter dem Vorwand, nach Gefahr Ausschau zu halten, versteckte sie den Jungen in einer kleinen Felsnische und zog alleine los, um ein Tier zu erlegen, dessen Blut sie trinken konnte. Sie hatte so etwas noch nie gemacht, doch die Instinkte ihrer wahren Gestalt halfen ihr dabei. In dem nahen Wald fand sie ihre Beute und stillte ihren Durst.
Sie setzte ihren Weg mit dem Jungen fort, der in Davencia, der nächsten größeren Stadt lebte. Neisseria war noch nie dort gewesen, doch sie kannte die Stadt aus Erzählungen, und indem sie unterwegs nach dem Weg fragten, erreichten sie die Stadt schließlich am Nachmittag.
Die Mutter des Jungen weinte vor Freude, als sie ihren vermissten Sohn wiederbekam, und überschüttete Neisseria mit Dankesworten. Sie bot ihr an, eine Weile zu bleiben und mit ihnen zu essen, obwohl sie selbst nicht viel hatten, doch Neisseria lehnte alle Angebote ab und zog es vor, wieder zu gehen. Sie wusste genau, dass der Junge sie selbst als ebenso ein Monster bezeichnen würde wie Noreus, sollte er ihre wahre Gestalt sehen. Sie wollte nicht bei diesen glücklich ahnungslosen Menschen bleiben. Außerdem war die Reise bei Tag anstrengend gewesen und sie musste dringend ruhen.
So zog sie sich in eine Höhle zurück, die sie in einem Waldgebiet in der Nähe der Stadt fand, und schlief dort.
Und nun begann ihr Leben auf der Flucht. Sie wollte nicht mehr zurück zu Noreus, und sie ahnte auch, dass er wütend werden würde, wenn er ihre Flucht bemerkte. Wer wusste schon, was er mit ihr anstellen würde.
Außerdem war da noch ihre Mutter... Sie vermisste sie, und doch wagte Nissa es nicht, nach Hause zu gehen. Teils wegen ihrem Vater, teils aber auch wegen ihrem eigenen neuen Leben. Doch da sie es ihrer Mutter versprach, muss sie es irgendwann tun...



Passende Musik: The Kill - 30 Seconds to Mars


RPG-Start: Brunya


Zuletzt von Neisseria am Mi Okt 29, 2014 8:30 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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